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Egardia Smartes Sicherheits-Set zu gewinnen! (mit Philips Hue) BEENDET!

Ihr seid gerade auf der Suche nach einer Alarmanlage oder einem smarten Beleuchtungssystem? Dann könnte heute Euer Glückstag sein, denn ich verlose das Egardia Smartes Sicherheits-Set.

Beim Egardia Smartes Sicherheits-Set handelt es sich um eine Kooperation zwischen Egardia und Philips. In dieser Zusammenarbeit steuert Egardia seine preisgekrönte Alarmanlage bei und Philips sein hervorragendes Hue Starter-Set.

Dabei können beide Systeme regulär separat genutzt werden oder auch in einer Synergie für noch mehr Komfort oder Sicherheit.

 

Wie teilnehmen?

Für die Teilnahme stehen Euch diesmal drei Wege offen. Zum einen könnt Ihr über einen Kommentar unter diesem Betrag teilnehmen, zum anderen auch über Facebook oder Instagram.

Nutzt den Weg der für Euch am komfortabelsten ist! Ihr könnt auch gerne über mehrere Plattformen teilnehmen, für eine höhere Gewinnchance.

  1. Ein Kommentar unter diesem Beitrag
  2. Den passenden Facebook Beitrag und die Techtest Seite liken
  3. Den passenden Instagram Beitrag liken und der Techtest Seite folgen

Kommentieren, teilen oder das Abonnieren eines Newsletter ist für die Teilnahme nicht zwingend nötig.

Sicherlich würde sich der Sponsor dieses Gewinnspiels, Egardia, auch einmal freuen, wenn Ihr bei deren Facebook Seite vorbeischauen würdet.

BEENDET!

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Dauer und Ablauf

Das Gewinnspiel startet am 01.07.18 und endet am 24.07.18

BEENDET! Gewinner Oliver W.

Der Gewinner wird dann von mir ausgelost und erhält entweder eine eMail oder eine PN via Facebook oder Instagram.

Wichtig bei Facebook kann ich Euch nur über den Techtest Account anschreiben wenn Ihr einen Kommentar hinterlassen habt! Ansonsten muss ich Euch über meinen privaten Account anschreiben.

 

Der Gewinn

Zu gewinnen gibt es das Set aus der Egardia Smart Home Alarmanlage und dem Philips Hue Starterset, inklusive zweier RGB Birnen.

Mehr Infos zum Egardia Smart Sicherheits-Set gibt es entweder hier oder direkt beim Hersteller.

Das Set hat einen Wert von 299€ und wurde lediglich einmal für Fotozwecke ausgepackt, ist also neuwertig.

 

Datenschutz

Ich gebe weder die eMail Adressen noch sonstige Informationen der Teilnehmer an irgendeinen Dritten weiter! Auch werden diese Daten nicht für Werbezwecke oder Ähnliches genutzt oder veröffentlicht.

Beim Kommentieren dieses Beitrags wird dieser Kommentar lediglich automatisiert auf Spam überprüft, mehr Infos dazu hier. Bei Facebook und Instagram gelten die Datenschutzbedingungen der jeweiligen Plattform.

Im Falle des Gewinns behalte ich mir das Recht vor Euren Namen zu veröffentlichen. Andresse und sonstige Informationen werden lediglich an den Versanddienst (DHL) weitergegeben und danach von mir gelöscht.

 

Gewinnspiel 

Allgemein

Sollten einzelne Bestimmungen dieser Teilnahmebedingungen unwirksam sein oder werden, so wird dadurch die Rechtswirksamkeit der übrigen Teilnahmebedingungen nicht berührt. An ihre Stelle tritt eine angemessene Regelung, die dem Zweck der unwirksamen Bestimmungen am ehesten entspricht. Der Veranstalter behält sich bezüglich der Gestaltung, des Inhalts und der Form der Gewinnspielaktion redaktionelle Freiheit vor. Insbesondere ist der Veranstalter berechtigt, Form und Inhalt der Aktion zu ändern.

Teilnahmeberechtigung

Es sind alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland teilnahmeberechtigt, die zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme das 16. Lebensjahr vollendet haben. Personen unter 16 Jahren und andere in ihrer Geschäftsfähigkeit beschränkte Personen benötigen zur Teilnahme am Gewinnspiel die Zustimmung des/der gesetzlichen Vertreter(s).

Teilnahme
Durch das Kommentieren dieses Beitrags, liken der techtestorg Facebook Seite und des passenden Gewinnspielbeitrages oder über Instagram.

Gewinn

Egardia Smartes Sicherheits-Set (299€)

Der Gewinner wird per eMail oder Privatnachricht über Facebook/Instagram benachrichtigt. Die Gewinner haben 3 Tage Zeit mir daraufhin ihre vollständige Adresse mitzuteilen, ansonsten verfällt leider der Gewinn.

Zeitraum
vom 01.07.18 bis zum Abend des 24.07.18

Umgang mit personenbezogenen Daten
im Rahmen der Aktion werden personenbezogene Daten der Teilnehmer/innen erhoben (Vor- und Nachname, E-Mail-Adresse und die Anschrift). Diese Daten werden ausschließlich für die Durchführung der Aktion gespeichert und verwendet. Darüber hinaus werden persönliche Daten nicht gespeichert oder in sonstiger Form ausgewertet oder weitergegeben.
Verhaltensregeln
Der Betreiber hat das Recht, Teilnehmer/innen von der Aktion auszuschließen, die den Teilnahmevorgang oder die Aktion manipulieren bzw. dieses versuchen und/oder die gegen die Spielregeln verstoßen.

Beendigungsmöglichkeiten
Ich behalte mir das Recht vor, das Gewinnspiel unter Umständen ohne Ankündigung abzubrechen oder beenden zu können. Dies gilt insbesondere, wenn das Gewinnspiel nicht planmäßig laufen kann, beispielsweise bei Fehlern der Soft- und/oder Hardware und/oder aus sonstigen technischen und/oder rechtlichen Gründen, welche die reguläre und ordnungsgemäße Durchführung des Gewinnspiels beeinflussen.

Haftung
Der Teilnehmer stellt techtest.org auf erstes Anfordern von sämtlichen Ansprüchen frei ´die Dritte mit der Behauptung gegenüber techtest.org geltend machen, die vom Teilnehmer eingestellten Inhalte verletzten sie in ihren Rechten oder verstoßen gegen gesetzliche Bestimmungen.

Jede Haftung von techtest.org für das Bestehen der technischen Voraussetzungen der rechtzeitigen Teilnahme am Gewinnspiel oder der Versendung des Gewinns (ständiger Zugang der Internetseiten auf denen die Teilnahme möglich ist oder Versendung der Preise durch Transportunternehmen) ist ausgeschlossen. Das gleiche gilt für Schäden, die durch unrichtige Inhalte, Verlust oder Löschung von Daten oder Viren verursacht wurden.

Verantwortlicher
Sämtliche Anfragen zu der Aktion sind an kontakt@techtest.org zu richten. Kontaktdaten sind auf der Seite zu entnehmen

Rechtsweg
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Das Gewinnspiel steht wie üblich in keinem Zusammenhang mit Facebook oder Instagram!

Der AL-KO Mähroboter Robolinho 500 im Test, gut in allen Lebenslagen!

Ich glaube ich kenne kaum eine Person mit einem Garten die noch nie einen interessierten Blick auf einen Mähroboter geworfen hat. Es gibt zwar einige Menschen die gerne Rasenmähen, aber meist ist dies eher eine nervige Pflicht.

Warum gibt es dann nicht mehr Mähroboter in deutschen Gärten? Ich denke hierfür gibt es zwei Gründe, dies wäre der Preis und die Unsicherheit ob denn der Mähroboter „auch mit meinem Garten zurechtkommt“.

Gerade bei etwas komplexeren Gärten mit Steigungen usw. ist letztere Frage durchaus berechtigt! In Prospekten sieht man meist die Modelle nur in Bilderbuch -Gärten abgebildet.

Natürlich ist aber auch der Preis ein wichtiger Punkt. Bis vor ein paar Jahren waren Modelle unter 1000€ noch die absolute Seltenheit. Auch 2018 sind Mähroboter nicht günstig, aber günstiger.

Ein extrem interessantes Modell ist hier der Robolinho 500 von AL-KO. Dieser ist zum einen mit 600-700€ relativ bezahlbar, zum anderen soll dieser mit einer besonders guten Geländegängigkeit punkten. Dies war leider die einzige Schwäche die beispielsweise der ansonsten sehr gute GARDENA SILENO City hatte.

Wollen wir uns doch einmal in einem Test ansehen wie gut der AL-KO Robolinho 500 wirklich ist und wie dieser sich im Vergleich zum GARDENA SILENO City schlägt. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an AL-KO für das Ausleihen des Mähroboters für diesen Test!

 

Der AL-KO Mähroboter Robolinho 500 im Test

AL-KO setzt beim Robolinho 500 auf ein recht professionelles/praktisches Design. Es gibt sicherlich schönere Mähroboter auf dem Markt, aber funktional habe ich keinerlei Einwände was Material oder Verarbeitung angeht. Lediglich die schwarze Hochglanzabdeckung wird vermutlich nicht lange so schön aussehen, gerade wenn Ihr tief hängende Büsche habt.

Farblich ist der Robolinho 500 in einem Grau/Weiß gehalten, was die typische Farbe von AL-KO ist.

Der Robolinho 500 ist ein kompakter bis mittelgroßer Mähroboter. Dieser ist ganz klar kleiner und auch ein gutes Stück leichter als beispielsweise der Robomow RC308u, aber einen Ticken größer als der GARDENA SILENO City.

Der Aufbau des Robolinho 500 unterscheidet sich aber ein Stück weit von diesen Modellen. AL-KO setzt auf einen Hinterradantrieb, mit zwei großen Hinterrädern, welche auch ordentlich Profil haben. Auf der Front sind zwei kleinere beweglichere Kunststoff Räder angebracht.

Hierdurch ist der Robolinho 500 ein recht wendiges Modell, was auch zu den Abmessungen passt.

Die Materialqualität würde ich als angemessen bezeichnen. Der Mähroboter ist kein rollender Panzer, aber wirkt auch nicht billig. Das verwendete Kunststoff entspricht von der Dicke und Qualität dem typischen Elektrorasenmäher.

Das Schneidemesser ist wie meist üblich recht klein beim Robolinho 500. AL-KO wirbt zwar mit einer 20cm Schnittbreite, aber das ist relativ. Der Robolinho 500 setzt auf vier kleine, aber sehr scharfe Messer, welche an einer rotierenden Scheibe angebracht sind.

Praktisch ist dies völlig ausreichend, dazu aber später mehr. Diese Messer lassen sich auch problemlos wechseln, falls dies nach X Monaten mal nötig ist.

Ein wichtiger Punkt ist die Sicherheit! Die Messer sind beim Robolinho 500 gut verbaut. Es wäre zwar theoretisch möglich mit Sandalen an die Messer heranzukommen, aber dies wäre wirklich schon als „unglücklich“ zu bezeichnen. Der AL-KO Robolinho 500 wirkt auf mich wie eins der sichereren Modelle.

Dies liegt auch an der „Stoßstange“. Der Robolinho 500 nutzt ein ähnliches Prinzip wie Staubsaugroboter. Stößt dieser gegen ein Hindernis wird die Stoßstange über diverse Federn eingedrückt und der Mähroboter stoppt und ändert die Richtung. Dies ist ein sehr wichtiges und nützliches Feature.

So müsst Ihr zum einen nicht jeden Blumenkübel mit Kabel absperren, zum anderen stoppt der Mäher wenn dieser auf einen Fuß oder ein Bein stößt. Der Robomow RC308u beispielsweise hatte keine „Stoßstange“ und neigte daher zum Verschieben solcher Objekte.

Bedient wird der AL-KO Robolinho 500 über eine Klappe auf der Oberseite. Die Stopp Taste ist allerdings auch durch die Klappe hindurch erreichbar. Unter dieser Klappe befindet sich ein ausgiebiges Bedienfeld mit kleinem LCD Display. Die Bedienbarkeit des Mähroboters ist gut, genau wie die Ablesbarkeit des Displays.

Es gibt den AL-KO Robolinho 500 im Übrigen auch in einer „smarten“ Version, welche sich dann via App programmieren lässt.

Die Ladestation des AL-KO Mähroboter Robolinho 500 ist recht einfach. Diese wird seitlich an Eurem Grundstück aufgestellt und der Mähroboter verbindet sich über zwei seitliche Kontakte mit der Ladestation.

 

Einrichtung und Installation

Die erstmalige Installation eines Mähroboters ist immer eine etwas anstrengendere Aufgabe, so auch beim AL-KO Robolinho 500.

Wie Ihr vermutlich bereits wisst, wenn Ihr Euch für einen Mähroboter interessiert, ist es nötig die zu mähende Rasenfläche komplett mit einem Kabel zu umlegen.

Dieses Kabel sendet beim Mähen ein schwaches Signal aus, nähert sich der Mäher dem Kabel erkennt er dieses Signal und weiß wo das Ende des zu mähenden Bereiches ist.

Das Kabel ist dabei nicht nur wichtig damit der Roboter nicht einfach abhaut, sondern muss auch vor Wänden usw. angebracht werden damit der Mäher nicht gegen diese fährt.

Auch hilft das Kabel dem Mähroboter auf seine Ladestation zu finden.

Dies funktioniert beim AL-KO Robolinho 500 im Übrigen etwas anders als bei den GARDENA Modellen. Bei GARDENA und Husqvarna Modellen muss neben dem Begrenzungskabel ein zusätzliches Suchkabel verlegt werden. Dies ist hier aber nicht der Fall.

Der Robolinho fährt auf dem Begrenzungskabel zurück und seitlich auf seine Ladestation. Die Ladestation muss also seitlich aufgestellt werden und wenn möglich an einer langen Geraden.

Zusätzlich müsst Ihr etwas genauer auf Abstände, gerade zu festen Gegenständen beim Verlegen achten. Hier ist die Anleitung von AL-KO teils etwas verwirrend bzw. unübersichtlich.

Grundsätzlich gilt 15cm sollte das Kabel zu allem entfernt sein was ein festes Hindernis darstellt. Dabei solltet Ihr auch Inseln, sofern Ihr Beete usw. mittig auf einer Wiese habt, mit dem Kabel umgrenzen.

Dies ist allerdings beim Robolinho nur bedingt nötig. Habt Ihr beispielsweise einen großen Blumenkübel auf der Wiese wo es kein Problem ist, daSs der Mähroboter leicht gegen fährt, dann müsst Ihr diesen nicht zwingend mit dem Kabel abgrenzen.

Ähnliches gilt auch für Bäume usw. Ich habe mir dies beispielsweise des Öfteren gespart. Ähnlich wie die GARDENA Modelle fährt der Robolinho 500 nur leicht gegen diese Hindernisse und dreht dann ab. Im Gegensatz zu den Robomow versucht der Robolinho also nicht Hindernisse mit aller Gewalt umzufahren, was hier doch ein gutes Stück Arbeit spart.

Das Kabel kann entweder oberirdisch mit den Kabelhacken verlegt werden, oder bis zu 10cm eingegraben werden. Ihr könnt auch beide Systeme mischen, also vor Wegen eingraben und am Zaun entlang oberirdisch verlegen.

Zwar sieht man zunächst das Kabel beim oberirdischen Verlegen recht deutlich, aber dieses wächst wirklich sehr schnell komplett ein.

Die Ladestation wird über ein ca. 10 Meter langes Kabel mit dem Strom bzw. zuerst mit einem Netzteil verbunden. Sowohl das Kabel wie auch das Netzteil ist wassergeschützt.

Grundsätzlich ist auch der Robolinho 500 wassergeschützt, allerdings scheint dieser Wasserschutz sehr „Basic“ zu sein und auch nur gegen Wasser von oben (Regen) zu gelten. Also bitte den Mähroboter nicht mit dem Gartenschlauch abspritzen.

Zwar ist dies nicht zwingend nötigt, aber sollte der Mähroboter sehr frei stehen wäre vielleicht eine kleine „Garage“ bzw. Abdeckung wie z.B. diese keine schlechte Idee.

 

Fahrverhalten

Wie die allermeisten Mähroboter setzt auch der AL-KO Robolinho 500 auf das Zufallsverfahren für die Navigation. Das bedeutet der Mäher fährt los bis dieser ein Hindernis oder ein Begrenzungskabel erreicht, von dort dreht dieser in eine zufällige Richtung ab, bis er ein Hindernis oder Begrenzungskabel erreicht. Von dort wird dann wieder in eine zufällige Richtung abgedreht usw.

Diese Art der Navigation hat zwei Gründe. Zum einen spart dies dem Hersteller Geld und Arbeit. Der Mähroboter braucht nur einen Sensor für das Begrenzungskabel, abseits davon kann dieser „blind“ sein.

Im Gegensatz zu Staubsaugrobotern gibt es ja auch keine Wände anhand sich der Roboter sich via Laser Sensor oder Ähnlichem orientieren könnte. Sehr teure Mähroboter (1500€+) haben oftmals eine GPS Unterstützung, diese findet man aber bei Mährobotern dieser Preisklasse nicht.

Der zweite Grund ist, dass die Zufallsnavigation sehr gut funktioniert. Gärten sind in der Regel wesentlich offener als Wohnungen, daher funktioniert die Zufallsnavigation, gerade wenn diese etwas ausgeklügelter ist, bei Mähroboter meist besser als bei Staubsaugrobotern.

Dies bestätigt sich auch beim AL-KO! In meinem Testgebiet navigierte der Mähroboter ausgesprochen Souverän. Dabei scheint AL-KO allerdings eine etwas modifizierte bzw. Verfeinerte Zufallsnavigation zu nutzen.

Teilweise scheint der Robolinho 500 unterschiedliche Programme aufzurufen. Beispielsweise begann dieser zwischenzeitlich eine größere Fläche mehr oder weniger systematisch durch hin- und herfahren zu mähen, bis dann wieder nach einigen Minuten das Zufallsprinzip einsetzte.

Generell scheint der Robolinho 500 etwas systematischer zu fahren als beispielsweise die GARDENA Geräte, welche keinem erkennbaren Muster folgen.

Effektiv kommt aber beides aufs selbe hinaus. Zwar gibt es theoretisch keine Garantie, dass der Robolinho 500 wirklich alle Stellen im Garten erwischt, es ist letztendlich doch vom Zufall abhängig, allerdings praktisch ist es irgendwann einfach gegeben, dass dieser alle Stellen mindestens einmal überfährt.

Ein Mähroboter wie der Robolinho 500 ist gemacht mehrere Stunden pro Tag zu arbeiten. So wird der Rasen effektiv konstant klein gehalten. Praktisch funktioniert dies auch wunderbar!

Sehr gut funktioniert auch die Kollisionserkennung dank der „Stoßstange“. Selbst kleinere Blumenkübel werden lediglich leicht angetippt, ehe der Mähroboter die Richtung wechselt. Hier hilft auch das etwas gemächlichere Tempo des Robolinho 500. Dieser fährt etwas langsamer, als andere Modelle dich bisher gesehen habe.

Bonuspunkte gibt es für die Steigungsfähigkeiten des Mähroboters! Diese wird von AL-KO mit bis zu 45% angegeben, was auch hinkommt. Der Robolinho 500 schiebt sich selbst steilere Passagen wo ein GARDENA SILENO City schon aufgibt noch langsam hoch. Bei Nässe und einer ungleichmäßigen Steigung neigen die Vorderräder zwar etwas zum Abrutschen, aber der Robolinho 500 ist doch der souveränste Mähroboter den ich bisher getestet habe was Steigungen angeht.

Dies ist auch ein wichtiger Punkt. In Werbebildern sieht man gerne einen perfekten geraden Rasen ohne Hügel oder Unkraut. Auch sind diese Gärten meist sehr „einfach“ aufgebaut.

Mein Garten ist alles andere als gerade oder „perfekt“. Ich habe tendenziell einen eher wilden Garten, mit vielen Flächen, die ich gar nicht mähe, diversen Maulwurfshügeln die ich einfach nur platt trete usw.

Solche Gärten sind kein Problem für den Robolinho 500! Dieser ist nicht nur für den „City-Garten“ geeignet.

Allerdings sind beispielsweise Böschungen trotz der guten Steigungsfähigkeit auch für den Robolinho 500 ein Problem. Schrägen sind meist dann gut zu bewältigen für den Mähroboter wenn diese gerade auslaufen. Muss der Mähroboter in der starken Schräge drehen, kann es sein, dass dieser Hilfe benötigt oder hängen bleibt.

Allerdings reden wir hier schon von wirklich steilen Flächen! Ich sage mal grob auf allen Untergründen wo Kinder noch Fußball spielen könnten sind keinerlei Problem und kleinere und gleichmäßigere Hänge in der Regel auch nicht.

Hier macht der Robolinho 500 einen besseren Job als die GARDENA Modelle oder auch der Robomow RC308u.

Die Fluchtlogik, sollte der Mähroboter irgendwo mal hängenbleiben, ist solide. In der Regel kann der AL-KO sich selbst befreien.

 

Mähleistung

Der Robolinho 500 setzt auf vier ca. 5-6 cm große Messer auf seiner Unterseite, welche an einer rotierenden Kunststoffscheibe angebracht sind. Damit nutzt AL-KO ein ähnliches Set-up wie GARDENA. Die Schneidehöhe könnt Ihr zwischen 25mm und 55mm einstellen.

Wie üblich hat alles seine Vorteile und Nachteile. Die kleinen Messer können natürlich weniger Kraft entfalten als ein großes Metallmesser, wie dieses beispielsweise beim Robomow RC308u zum Einsatz kommt.

Auch wirkt der Schneidemotor des Robolinho nicht übermäßig stark dimensioniert. Aber ist dies schlimm? NEIN!

Der AL-KO Robolinho 500 ist gemacht mehrfach die Woche zu fahren. Der Rasen hat also keine Zeit übermäßig hoch zu werden.

Der Robolinho schneidet bei jeder Fahrt nur wenige mm Rasen, was aufgrund der sehr scharfen Messer keinerlei Problem ist. Auch höherer Rasen ist generell kein allzu großes Problem, aber hier merkt man, dass Robolinho 500 sich merkbar schwerer tut. Versucht Ihr beispielsweise 10cm Rasen direkt auf 2,5cm zu schneiden wird es eng.

Die Kunst des Mähroboters ist es allerdings zu verhindern, dass der Rasen so hoch wird und dies macht der Robolinho 500 problemlos.

Auch wenn mal irgendein dickeres Unkraut aus dem Rasen hervor schießt, ist dies kein Problem. Sucht Ihr einen Mähroboter der nur 1x im Monat für ne Stunde Arbeiten soll ist allerdings der AL-KO Robolinho 500 nicht das Richtige.

Ihr solltet diesen im Hochsommer je nach Fläche schon 4-8 mindestens Arbeiten lassen.

Der Mähroboter schafft je nach Rasenhöhe ca. 60 Minuten Fahrzeit. Am Ende dieser 60 Minuten fährt dieser automatisch auf seine Ladestation, wo er ca. 50 Minuten zum Aufladen benötigt.

Je nach Programmierung, Ihr gebt einen Zeitraum an, z.B. von 9-15 Uhr, fährt dieser dann wieder los.

Zwar schneidet der AL-KO Robolinho 500 seinen abgesteckten Bereich sehr gut und gründlich, allerdings an den Rändern bleiben ca. 2-4cm weiterhin stehen. Um einen Kantenschneider kommt Ihr also trotz Mähroboters nicht herum.

Ein oftmals unterschätzter Vorteil eines Mähroboters ist der Rasenschnitt, denn es gibt keinen! Der Mähroboter hat natürlich keinen Fangkorb oder Ähnliches. Aber da dieser den Rasen so fein schneidet, wird der Rasenschnitt einfach untergemulcht.

„Aber gibt es dann keine braunen Stellen?“ Nein, es ist wirklich erstaunlich, wie rückstandslos der Rasen verschwindet. Selbst direkt nach dem Mähen ist kein Rasenschnitt zu sehen.

 

Fazit

Der AL-KO Robolinho 500 ist ein absolut zu empfehlender Mähroboter für den Durchschnittsgarten und auch für eine leichte bis mittlere Hanglage.

Effektiv ist dies auch die größte Stärke des Robolinho 500, gerade verglichen mit den ebenfalls sehr guten GARDENA Modellen. Währen ein GARDENA SILENO City Steigungen und Schrägen eher mäßig gut bewältigt, zeigt sich hier der Robolinho 500 etwas souveräner.

Hinzu kommt die gut funktionierende Logik und solide Schneideleistung. Der Mähroboter bewältigt sowohl komplexere Gärten wie auch offenere Gärten gut. Dabei zeigt dieser sich auch angenehm wendig mit einer guten Fluchtlogik.

Teils wirkt dieser zwar etwas träger als die GARDENA SILENO Modelle, effektiv spielt dies aber kaum eine Rolle. Der Rasen wird zuverlässig geschnitten!

Ein weiterer großer Pluspunkt ist auch sicherlich der Preis. Mit 600-700€ ist der Robolinho 500 vergleichsweise günstig, für die souveräne Leistung und der guten Geländegängigkeit. Damit ist der Mähroboter eine sehr gute Alternative zum GARDENA SILENO City, gerade für Gärten in Hanglage.

Kurzum der AL-KO Robolinho 500 ist einer der interessantesten Mähroboter unter 1000€ der mir bisher begegnet ist, volle Empfehlung meinerseits!

Der EasyAcc mini Desktop USB Ventilator im Test

Ich weiß nicht wann Ihr diesen mini Test lest, aber zum Zeitpunkt wo ich diesen Schreibe herrschen draußen satte 31 Grad. Hier wäre doch eine Klimaanlage toll, wären da nur nicht die Stromkosten.

Bleibt nur die günstige und einfache Alterative in Form eines Ventilators. Besonders praktisch finde ich hier die kleinen USB Ventilatoren. Diese nehmen nicht so viel Platz ein, sorgen aber am Schreibtisch oder auf dem Nachttisch bereits für einen angenehmen Luftstrom.

Neben den 08/15 Modellen auf dem Markt gibt es hier auch einige interessantere Modelle. Eins davon ist der EasyAcc mini Desktop USB Ventilator.

Dieser bietet zum einen drei Stufen, zum anderen eine integrierte 18650 Lithium Ionen Zelle, welche sich allerdings auch entnehmen lässt.

Wollen wir uns doch einmal in einem kleinen mini Test ansehen was diesen kleinen Ventilator besonders macht.

 

Der EasyAcc mini Desktop USB Ventilator im Test

Nach dem Erhalt des EasyAcc Mini Ventilator ist sicherlich die Verpackung das erste was auffällt. Warum? Auf dieser ist nirgends der EasyAcc Schriftzug zu sehen.

Natürlich handelt es sich hier um ein Produkt eines OEMs, also einem 3. Anbieter welcher das Produkt fertigt und dann an EasyAcc verkauft, welche wiederum das Produkt an uns verkaufen.

Hier ist es zwar etwas ungewöhnlich, dass die Verpackung von EasyAcc nicht angepasst wurde, aber auch natürlich nichts Schlimmes.

Interessanterweise ist auf dem Ventilator selbst ein EasyAcc Aufkleber angebracht. Dieser ist wie üblich aus Kunststoff gefertigt und besitzt einen 80mm Lüfter. Dieser Lüfter ist rundum durch ein Gitter geschützt, welches recht fein ist.

Selbst Kinder sollten hier nicht mit den Fingern hindurch kommen.

Etwas ungewöhnlicher ist der restliche Aufbau. Unterhalb des eigentlichen Lüfters besitzt der Ventilator eine Art kleine Kontrolleinheit. Diese fehlt selbstverständlich bei Ventilatoren welche einfach nur via USB genutzt werden.

Allerdings besitzt der EasyAcc mini Desktop USB Ventilator einen integrierten 2600mAh Akku. Dieser Akku ist allerdings nicht fest integriert. Auf der Rückseite ist eine Klappe angebracht unter welcher sich die 18650 Lithium Ionen Zelle befindet. Da es sich hier um eine Standard Akkuzelle handelt, könntet Ihr diese auch gegen eine andere austauschen.

Diese Art der Akkuzellen kommt beispielsweise auch oft in high Power Taschenlampen zum Einsatz.

Im Falle des EasyAcc Ventilators handelt es sich laut Hersteller um eine 2600mAh Zelle von LG. Dies deckt sich auch mit der Beschriftung auf der Zelle selbst (LGABB41865).

Damit wird erfreulicherweise auf einen Qualitätsakku gesetzt. Fun Fakt, die Akkuzelle alleine würde neu um die 5-6€ kosten und macht somit die Hälfte des Wertes aus.

Gesteuert wird der Ventilator über ein kleines Frontpanel. Hier könnt Ihr zwischen drei Rotationsgeschwindigkeiten wählen, wie auch die kleine Taschenlampen LED an der Seite aktivieren.

Aus unerklärlichen Gründen hat dieser Ventilator eine „Taschenlampe“ an der Seite eingebaut. Diese ist allerdings nicht sonderlich hell und eher ein Gimmick um ein Feature mehr auf dem Papier zu haben.

Der Akku, welcher 2-8 Stunden je nach Stufe hält, lässt sich natürlich im Ventilator über einen microUSB Port laden.

Was dem EasyAcc mini Desktop USB Ventilator leider fehlt, ist eine Möglichkeit den Winkel des Luftstroms zu verstellen.

 

Die ersehnte Kühlung?

Wie steht es aber um den Luftstrom? Ist dieser stark genug und wie steht es um die Lautstärke?

Grundsätzlich ist der EasyAcc Mini Desktop USB Ventilator auf der 3. Stufe ein sehr starker Ventilator für seine Größe.

Deutlich stärker als die 08/15 Modelle die man sonst so bekommt. Der Luftausstoß hat eher etwas von einem Staubsauger, nur das sich hier natürlich die Luft kühl anfühlt.

Selbst auf eine Distanz von bis zu 2 Metern merkt man noch einen guten Luftstrom. Allerdings ist auf Stufe drei der Ventilator auch recht laut! Dieser entspricht hier eher einem High End Gaming Notebook unter Voll-Last.

Auf Dauer doch etwas störend, wenn auch temporär bei hohen Temperaturen angenehm. Die 2. Stufe entspricht eher dem typischen Ventilator von seiner Stärke und Lautstärke. Bei hohen Temperaturen ist diese Stufe auch beim Arbeiten gut aushaltbar.

Stufe 1 ist wie zu erwarten ein Stück schwächer. Hier produziert der Ventilator aber dennoch einen sehr angenehmen Luftstrom, bei einer sehr gut erträglichen Geräuschkulisse.

 

Fazit

Der EasyAcc mini Desktop USB Ventilator ist das klassische Mitnahme Produkt über dessen Kauf man sich aber spätestens beim nächsten heißen Tag sehr freut.

Für rund 13€ macht Ihr hier absolut nichts falsch. Der größte Pluspunkt ist hier natürlich der Akkubetrieb. Ihr benötigt nicht einen USB Port oder eine andere Energie Quelle, sondern könnt den Ventilator dorthin mitnehmen wo Ihr diesen nutzen wollt.

Dabei hält der Akku bis zu 8 Stunden, je nach Stufe. Auf der höchsten Stufe produziert der kleine Ventilator eine extrem beeindruckende Menge Wind, allerdings auch mit einer dementsprechenden Lautstärke. Stufe 1 und 2 sind hier deutlich ausgewogener.

Der einzige Minuspunkt ist das Fehlen einer Verstellbarkeit was den Winkel des Luftstroms betrifft.

Abseits davon ist der EasyAcc mini Desktop USB Ventilator aber mit 13€ ein wirklich faires Angebot, zumal der Akku alleine um die 5-6€ kosten würde.

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Die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer im Test

Xiaomis Audio Produkte sind fast schon legendär. Bei kaum einem anderen Herstellern bekommt man so viel Klang für so kleines Geld.

Allerdings hat Xiaomi bei Bluetooth Ohrhörer gefühlt etwas vernachlässigt. Zum einen gibt es hier recht wenige Modelle von Xiaomi, zum anderen waren diese auch eher „dezent“.

Dies soll sich nun mit den Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer ändern! Für rund 50€ sollen diese Bluetooth Ohrhörer, welche mal wieder nur in Asien regulär erhältlich sind, überzeugen.

Aber gelingt dies? Sind die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer eine Empfehlung wert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer im Test

Wie der Name schon vermuten lässt setzt Xiaomi bei seinen „Neckband“ Bluetooth Ohrhörern auf ein Nackenband Design.

Bei diesem wird die komplette Bluetooth Elektronik, wie auch der Akku usw. in einen Bügel verlegt welchen Ihr um den Hals tragt. Dies ist natürlich zunächst etwas ungewohnt, aber recht komfortabel, mehr dazu später.

Dieser Bügel besteht bei den Xiaomi Ohrhörern aus einer Mischung aus Gummi und Aluminium. Das Gummi sorgt für eine gewisse Flexibilität, der Nackenbügel lässt sich sogar fast gerade ausbreiten, das Aluminium an den Enden hat hingegen eher einen ästhetischen Aspekt.

Ja die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer wirken sehr hochwertig und edel! Neben den Enden des Nackenbügels sind auch die Ohrstöpsel selbst aus Aluminium gefräst, was diese auch extrem wertig erscheinen lässt.

Es sieht hier mehr oder weniger so aus als hätte Xiaomi einfach seine kabelgebundenen Ohrstöpsel wiederverwertet, was problemlos geht, da die Bluetooth Elektronik im Nackenbügel steckt.

Am Nackenbügel sind drei Tasten zu Steuerung der Ohrhörer angebracht. Neben einer Universaltaste (Ein/Aus, Play/Pause usw.) findet sich hier auch eine Lautstärkewippe, welche ebenfalls vor- und zurückspulen kann.

Der microUSB Port zum Aufladen der Ohrhörer ist unter einer Gummiabdeckung angebracht, welche diesen vor Wasser und vor allem Schweiß schützt.

 

Tragekomfort

Aufgrund des Nackenband Designs ist der Tragekomfort der Xiaomi Bluetooth Ohrhörer etwas anders als bei normalen Bluetooth Ohrhörern.

In diesem Fall meine ich dies aber positiv! Sämtliche für die Bluetooth Verbindung notwendige Elektronik steckt im Nackenband.

Hierdurch kann Xiaomi relativ normale Ohrstöpsel verwenden, welche ein gutes Stück kleiner sind als bei den meisten Bluetooth Ohrhörern. Diese sind zudem gut und ergonomisch geformt.

Auch übt das Kabel keinerlei Zug auf die Ohrstöpsel aus, weshalb diese nicht nur bequem sitzen, sondern auch sehr feste!

Das Nackenband ist dank seiner flexiblen Form ebenfalls sehr bequem. Kurzum ja der Tragekomfort der Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer ist hervorragend, sowohl für den Sport wie auch für den normalen Alltag.

Dies aber natürlich nur wenn Ihr Euch generell mit dem Nackenband anfreunden könnt.

 

Klang

Wie alle Kopfhörer und Ohrhörer stehen und fallen die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer mit dem Klang, von daher wie schlagen sich diese hier?

Ich muss gestehen etwas hin und her gerissen zu sein. Beginnen wir bei den Höhen. Diese oberen Höhen sind bei den Xiaomi sehr ausgeprägt. Die Ohrhörer klingen hier teils recht scharf, aber im Gegenzug auch recht detailliert.

Feinere Details werden stark durch diese Anhebung der Höhen beleuchtet. Erstaunlicherweise sind allerdings die unteren Höhen bzw. obere Mitten relativ matt und träge.

Die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer schaffen es nicht so ein rechtes Gefühl von Leichtigkeit zu erzeugen, obwohl an sich die Brillanz in den Höhen stimmt.

Die generelle Mittenabbildung gerade bei männlichen Interpreten ist stark. Stimmen werden sehr schön plastisch dargestellt und es macht Spaß dem Gesang zuzuhören.

Der Bass neigt aber etwas dazu sich in den Vordergrund zu drängen, gerade bei sehr komplexen Songs. Ähnlich wie die oberen Höhen ist der Bass ein Stück weit angehoben. Hierdurch können die Xiaomi eine sehr starke Dynamik an den Tag legen.

Der Bass bietet dabei eine gute Qualität. Auch der Tiefgang ist ordentlich, wenn auch nicht absolut überragend.

Es ist immer schwer in Worten auszudrücken wie Kopfhörer und Ohrhörer klingen, gerade wenn diese eine etwas ungewöhnlichere Klangsignatur an den Tag legen wie die Xiaomi.

Mein Gesamturteil über den Klang hat sehr stark geschwankt. Es gibt Songs welche den Ohrhörer richtig gut liegen, wo diese hervorragend klingen!

Beispielsweise Rescue Me von Thirty Seconds To Mars oder Darkside von Dolla $ign passt 100%ig zu den Ohrhörern. Hier konnte die starke Dynamik die Songs wunderbar zum Leben erwecken.

Im Gegenzug Californication von Red Hot Chili Peppers oder The Mountain von Three Days Grace waren mir etwas zu träge und schwer.

Bonuspunkte bekommen die Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer für die extrem Stabile Bluetooth Verbindung. Mit meinem iPhone X konnte ich die Ohrhörer über 8 Meter durch eine Innenwand noch nutzen!

Leider verlieren die Ohrhörer diese Bonuspunkte wieder aufgrund einer sehr ausführlichen Chinesischen Sprachansage bei jedem Einschalten/Ausschalten. Diese ist aber nicht übermäßig störend, da qualitativ gut gemacht.

 

Fazit

Das Fazit zu den Xiaomi Neckband Bluetooth Ohrhörer fällt mir schwer. Einerseits sehe ich warum man die Ohrhörer mögen könnte und was die Stärken sind, aber auf der anderen Seite bin ich etwas hin und her gerissen, ob ich mir die Ohrhörer nochmals kaufen würde.

Haptisch und optisch sind die Bluetooth Ohrhörer wie fast alle Xiaomi Produkte wahnsinnig gut. Auch der Tragekomfort ist ganz klar eine große Stärke.

Dies sind die mit bequemsten Bluetooth Ohrhörer, die ich bisher benutzen durfte. Natürlich ist das Nackenband streitbar, aber sofern man damit leben kann, ist dies eine sehr bequeme Art Bluetooth Ohrhörer zu tragen.

Kommen wir zum Klang. Die Xiaomi Ohrhörer bieten eine herausragende Detailwiedergabe wie auch eine starke Dynamik und einen kräftigen Bass.

Allerdings ist der Klang gerade um die Mitten und Höhen recht schwer und etwas träge wie ich finde. Bei manchen Titeln stört dies nicht, bei anderen dafür etwas mehr.

Hier kommt es auf Euren Geschmack an! Unterm Strich würde ich mich dennoch mit einer voll herzigen Kaufempfehlung bei einem Preis von über 50€ doch etwas zurückhalten. Ich glaube hier kann man Besseres bekommen, gerade wenn man nicht so sehr auf den sportlichen Aspekt wert legt.

Für jemanden der ein paar gute bis sehr gute Bluetooth Ohrhörer fürs Joggen sucht und einen etwas schwereren basslastigeren Klang mag, sind die Xiaomi sicherlich keine schlechte Wahl!

Der ASUS ROG Strix XG35VQ im Test, der beste 21:9 Monitor auf dem Markt?

Der ROG Strix XG35VQ ist ASUS aktuellster „premium“ Gaming Monitor. Dieser soll aber nicht primär mit wahnwitzigen Bildwiederholungsraten punkten, sondern mit einer ordentlichen Bildqualität und natürlich dem 21:9 Formfaktor, welcher weiterhin als recht exotisch bezeichnet werden kann.

Neben einer sehr schönen Auflösung von 3440×1440 bietet der XG35VQ auch eine Bildwiederholungsrate von 100Hz und um dem Ganzen noch eine Krone aufzusetzen, verfügt der Monitor auch noch um eine leichte Krümmung.

Für solch einen High End Monitor muss man aber natürlich auch etwas tiefer in die Tasche greifen. Von daher wollen wir uns doch einmal in einem Test ansehen ob der XG35VQ von ASUS seine rund 900€ Kaufpreis auch wert ist!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des XG35VQ für diesen Test.

 

Der ASUS ROG Strix XG35VQ im Test

Das Erste was beim ASUS ROG Strix XG35VQ natürlich ins Auge sticht ist die reine Größe. ASUS setzt hier auf ein 35 Zoll 21:9 Panel, welches sogar leicht gekrümmt ist.

35 Zoll bei einem 21:9 Monitor entspricht im Übrigen einem 16:9 27 Zoll Monitor von der Höhe. Damit ist der XG35VQ zwar sehr breit, aber nicht übermäßig hoch.

Die Krümmung des Monitors ist mit 1800R recht leicht und fast schon etwas unterschwellig. Der XG35VQ wirkt nicht aggressiv gebogen.

Was allerdings recht aggressiv ist, ist das Design. Der XG35VQ richtet sich ganz klar an Gamer. Dabei ist die Front allerdings ausreichend dezent gehalten. Links, rechts und oben besitzt der Monitor beispielsweise nur sehr kleine Rahmen, welche fließend in das Panel übergehen. Auch der untere Rahmen ist in einem dezenten Grau gehalten.

Der Standfuß des XG35VQ setzt auf drei Aluminium Beine und wirkt sehr schön robust, auch wenn er etwas verspielter ist, als man dies bei klassischen Monitore sehen würde.

Hierzu gehört auch ganz klar die Unterboden Beleuchtung. Am unteren Teil des Standfußes befindet sich eine LED welche das ROG Logo auf Euren Schreibtisch projiziert. Das Ganze lässt sich natürlich auch abschalten, sollte dies für Euch etwas zu viel des Guten sein.

Eine bzw. mehre RGB LEDs befinden sich auch auf der Rückseite, wo diese um die Halterung des Standfuß angebracht sind. Leider verfügt der XG35VQ nicht über einen VESA Mount, der Standfuß ist fest mit dem Monitor verbunden.

Dies ist allerdings weniger schlimm, da der Standfuß gut ist und auch eine Höhen und Winkelverstellung mitbringt. Ihr könnt den XG35VQ also problemlos an Eure Wünsche anpassen.

Auf der Rückseite befinden sich auch die Steuerungstasten des Monitors. Neben vier normalen Tasten, welche für meinen Geschmack etwas dicht beieinander sind, besitzt der XG35VQ auch einen kleinen Joystick für die Navigation.

Grundsätzlich ist sowohl der Joystick wie auch die Tasten von ihrem Druckpunkt sehr ordentlich, aber natürlich die Bedienung etwas fummelig aufgrund der Positionierung.

Wie steht es um die Anschlüsse?

Hier bietet der ROG Strix XG35VQ zwei HDMI Eingänge und einen Displayport Eingang. Praktisch ist allerdings nur einer der HDMI Anschlüsse wirklich sinnvoll. Um die vollen 3440×1440 und 100Hz die der Monitor leisten kann zu nutzen benötigt Ihr HDMI 2.0, welches nur der erste HDMI Port bietet.

HDMI2 ist lediglich ein 1.4 Port. Alternativ könnt Ihr natürlich auch den Displayport 1.2 nutzen, welcher ebenfalls die volle Auflösung und Bildwiederholungsrate bietet.

Zusätzlich besitzt der Monitor auch noch einen USB Eingang und zwei USB Ausgänge, wie auch einen Kopfhörerausgang. Die USB Verbindung zu Eurem PC wird auch für die Steuerung der Beleuchtung genutzt. Selbstverständlich nutzt der ROG Strix Monitor ASUS AURA Sync als Software.

 

Panel und Auflösung

ASUS setzt beim ROG Strix XG35VQ auf ein VA Panel, was eine interessante Wahl ist. VA Panels sind nicht unbedingt die reaktionsschnellsten Panels, allerdings hat sich dies in den letzten Jahren doch auch deutlich gewandelt.

Vorbei sind die Zeiten, in welchen nur TN Monitore für Gaming geeignet sind. ASUS gibt die Reaktionszeit mit guten 4ms an. Fast etwas wichtiger ist hier aber noch die Bildwiederholungsrate von 100Hz!

Sicherlich sind 100Hz für einen Gaming Monitor nicht übermäßig viel, wo 120-240Hz durchaus machbar sind. Aber im Anbetracht der sehr ordentlichen Auflösung von 3440×1440 Pixeln kann man nicht klagen.

Ganz im Gegenteil, 100Hz sind schon ein guter Sprung vergleichen mit den ansonsten üblichen 60Hz. Der ROG Strix XG35VQ wirkt signifikant weicher bei Bewegungen.

3440×1440 entspricht einem WQHD Monitor nur, dass es hier aufgrund der zusätzlichen Breite zusätzliche Pixel gibt. Die WQHD Auflösung ist aber auch in Zeiten von 4K weiterhin absolut okay! Das Bild wirkt auf einer typischen Distanz absolut scharf und klar.

Zudem ist 3440×1440 noch etwas besser zu befeuern als 4K. Allerdings um in allen Spielen die 100Hz auch wirklich nutzen zu können, sollte schon eine GPU auf dem Level einer GTX 1070 oder besser GTX 1080 vorhanden sein. Natürlich in eSport Titeln wie CS Go ist dies auch schon mit weniger GPU Power möglich.

Leider unterstützt der ROG Strix XG35VQ kein GSync, aber dafür immerhin FreeSync mit 48Hz-100Hz.

Beim Panel wird es sich vermutlich um das M350QVR01.0 von AUO handeln.

 

Farbraum

Der ASUS ROG Strix XG35VQ ist ganz klar ein Monitor, welcher auf Gaming fokussiert ist. Daher war hier vermutlich ein besonders großer Farbraum nicht die oberste Priorität von ASUS bei der Entwicklung.

Dennoch kommt hier ein VA Panel zum Einsatz, welches sich eventuell auch für Foto und Videobearbeitung usw. eigenen könnte. So wirbt ASUS auch mit einer 100% sRGB Farbraumabdeckung, welche sofern korrekt durchaus ein großer Pluspunkt wäre.

Wie sieht es praktisch aus?

Sehr gut! Die 100% sRGB Abdeckung kann mein Messgerät voll bestätigen. Hinzu kommt eine 78%ige Abdeckung des AdobeRGB Farbraums, was sehr ordentlich für einen „Gaming“ Monitor ist.

Rein von diesen Werten würde sich der ASUS ROG Strix XG35VQ problemlos als Allrounder für Gaming, Multimedia und hobbymäßige Foto/Video Bearbeitung anbieten.

Wie steht es um die Kalibrierung? Hier kommt es stark auf das eingestellte Profil an. In dem „Gaming“ bzw. Landschafts-Profil ist die Sättigung ein gutes Stück angehoben.

 

Helligkeit, Kontrast und Ausleuchtung

ASUS gibt die maximale Helligkeit des ROG Strix XG35VQ mit 300cd/​m² an und den Kontrast mit extrem starken 3.000:1.

3.000:1 ist ein sehr hoher Wert! Welcher allerdings aufgrund des VA Panels nicht ganz unmöglich scheint. Generell gesprochen ist der Kontrast einer der größten Vorteile von VA Panels verglichen mit IPS Panels.

Dennoch bleibt 3.000:1 sehr optimistisch. Beginnen wir aber erst einmal mit der Helligkeit.

Die maximale Helligkeit liegt laut meinen Messungen bei 335cd/​m², was etwas über den beworben 300cd/​m² ist. Dies ist ein vollkommen praxistauglicher Wert. Kombiniert mit dem matten Displaypanel ist selbst ein Fenster im Rücken oder eine andere Lichtquelle kein großes Problem für den ASUS ROG Strix XG35VQ.

Wie steht es um die Ausleuchtung? Dies ist bei einem gebogenen Display natürlich ganz einfach gleichmäßig zu machen, was sich auch beim ROG Strix XG35VQ zeigt.

Allerdings hat ASUS hier durchaus einen brauchbaren Job gemacht. Zuerst einmal gibt es keine eindeutig erkennbaren Lichthöfe oder Ähnliches. Auch wirkt die Ausleuchtung subjektiv gut.

Das Messgerät zeigt allerdings durchaus ein paar Abweichungen. Die oberen Ecken sind beispielsweise etwas dunkler. Die Mitte und untere Mitte sind hingegen die beiden hellsten Punkte.

Die maximale Abweichung lag bei 18%. Klingt viel, aber ist ein durchschnittlicher Wert. Viele Monitore kämpfen mit der Ausleuchtung.

Gerade wenn man die verschärften Bedingungen aufgrund der Form beachtet ist die Ausleuchtung des ASUS ROG Strix XG35VQ als okay einzustufen.

Kommen wir zum Abschluss noch auf den Kontrast zu sprechen.

Die 3.000:1 von ASUS kann ich nicht bestätigen! Messen konnte ich maximal 1350:1. Ein guter Wert, aber für ein VA Panel auch nicht überragend. Verglichen mit IPS basierten Monitoren ist 1350:1 aber mehr als ordentlich. Dennoch verwunderlich das ASUS den Wert so viel höher angibt.

 

In der Praxis

In der Praxis ist sicherlich die Form des Monitors der mit Abstand wichtigste Punkt. 21:9 ist schon etwas sehr Besonderes.

Je nachdem was Ihr mit dem Monitor macht, kann aber 21:9 ein toller Formfaktor sein. Beginnen wir mit der Produktivität.

Ich bin eigentlich zwei 16:9 Monitore gewohnt, hier ist der 21:9 Faktor schon eine gewisse Umgewöhnung. Zwar könnte man zwei Fenster nebeneinander öffnen, aber dies finde ich unpraktisch. Ich sitze gerne zentral vor dem Fenster, an dem ich arbeite und es ist wie ich finde einfacher zwei Vollbild Anwendungen auf zwei unterschiedlichen Monitoren zu haben.

Gerade Anwendungen wie Word, Excel oder auch der Webbrowser sind hier kritisch. Die meisten Webseiten sind nicht für solch einen breiten Monitor optimiert. Ihr habt also links und rechts viel weiße Fläche. Selbiges gilt auch für Word Dokumente.

Anwendungen wie Adobe Lightroom oder Photoshop hingegen sind im 21:9 Formfaktor gut zu nutzen. Beispielsweise könnt Ihr ein 16:9 Bild bearbeiten, aber links und rechts mehr Werkzeugleisten einblenden.

Lightroom skaliert hingen einfach ziemlich perfekt. Hier würde ich eine gesteigerte Produktivität bescheinigen.

Und ja ich kann den ASUS ROG Strix XG35VQ durchaus für Foto und Videobearbeitung empfehlen! Sowohl die Kalibrierung von Haus aus wie aber auch die Farbraumabdeckung und der generelle Bildeindruck sind problemlos gut genug für einen Hobby Fotografen oder Youtuber.

Aber natürlich ist der ASUS ROG Strix XG35VQ primär für Gamer gedacht und hier ist 21:9 einfach geil! Die meisten modernen Spiele unterstützten diesen Formfaktor absolut problemlos. Mittendrin statt nur dabei ist hier das Motto.

Aufgrund der höheren horizontalen Breite kann man deutlich mehr in ein Spiel eintauchen als dies bei einem 16:9 Monitor möglich wäre. Hier zeigt sich auch die Krümmung des Display als sehr angenehm.

Hierdurch ist es etwas leichter die Ecken im Blick zu halten. Wo wir bei den Ecken sind, in einigen Spielen habt Ihr sogar einen Vorteil durch 21:9 da Ihr hier mehr im Bild seht als bei 16:9. Dinge die bei 16:9 schon aus dem Blickfeld verschwunden sind, sind beim ASUS ROG Strix XG35VQ teils noch zu sehen!

Auch abseits des Formfaktors kann der ASUS XG35VQ in Spielen Überzeugen. Die 100Hz sind eine gut spürbare Steigerung verglichen mit den üblichen 60Hz, welche das Bild deutlich flüssiger macht. Dies in Kombination mit der ASUS ELMB Technologie, welche das Bild auch bei schnellen Bewegungen scharf erscheinen lässt, sorgt dafür das der XG35VQ ein Gaming Monster ist.

Ja für kompetitiv Gamer wäre ein Alienware AW2518H sicherlich noch die bessere Wahl, aber geht es Euch primär um Spiele wie The Witcher, Skyrim, mal ne Runde Overwatch oder PUBG ist der XG35VQ wahnsinnig gut.

Hier ist einfach der 21:9 Formfaktor, wie auch die sehr gute Bildqualität höher zu bewerten als eine nochmals höhere Bildwiederholungsrate, welche sich in der Regel mit einer etwas schwächeren Bildqualität erkauft wird.

Gerade „Sightseeing“ Spiele mit toller Grafik wie The Witcher 3 oder Conan Exiles machen richtig Spaß auf diesem Monitor. Allerdings ist die Reaktionszeit des ASUS ebenfalls ziemlich gut!

Abseits der RGB Beleuchtung bietet der ASUS ROG Strix XG35VQ auch noch ein paar andere Software Gimmicks. Ihr könnt beispielsweise ein Hardware Fadenkreuz in der Mitte des Monitors einblenden lassen. Habt Ihr beispielsweise ein Spiel wo das Fadenkreuz beim Dauerfeuer verschwindet, könnte dies praktisch sein.

 

Leistungsaufnahme

Große Monitore brauchen auch viel Energie, so zu mindestens die Regel. Wie steht es hier um den ASUS ROG Strix XG35VQ?

Der XG35VQ besitzt ein kleines externes Netzteil mit 90W. Aber natürlich liegt die praktische Leistungsaufnahme deutlich darunter. Wie üblich variiert diese natürlich je nach eingestellter Displayhelligkeit.

Auf 100% Helligkeit benötigt der XG35VQ rund 62W. Dies ist nicht wenig, aber auch nicht überhöht, wenn man die Größe des Monitors bedenkt.

Auf der niedrigsten Helligkeit frisst der Monitor nur noch 28,1W.

 

Fazit

Sicherlich ist der ASUS ROG Strix XG35VQ mit knappen 900€ schon eine sehr teure und damit auch hoffentlich gut überlegte Anschaffung, aber eine bei welcher ich Euch meinen Segen geben würde.

Der ROG Strix XG35VQ macht extrem viel richtig! Dies beginnt bereits bei der Auflösung, welche mit 3440×1440 Pixeln deutlich zukunftstauglicher ist als 21:9 Monitore mit 2560×1080 Pixeln. Der XG35VQ ist mehr als ausreichend scharf mit seinen knappen 5 Millionen Pixeln. Dabei ist die Auflösung in Spielen weiterhin etwas leichter zu befeuern als es 4K wäre.

Auch qualitativ macht das VA Panel einen tadellosen Job! Vorbei sind die Zeiten, in welchen man sich zwischen Gaming Tauglichkeit und guter Bildqualität entscheiden musste. Der XG35VQ bietet sowohl eine ausreichende Bildqualität für Hobby Fotografen/Youtuber wie auch mit seinen 100Hz für Gamer.

Ja es gibt noch schnellere Gaming Monitore mit noch besseren Reaktionszeiten usw. aber diese sehen dann auch nicht so gut aus wie der ASUS ROG Strix XG35VQ. Sofern Ihr nicht auf ESL Level CS Go spielt, wird es hier aber keinen Grund zu klagen geben.

Die gute subjektive Bildqualität wird auch von der 100% sRGB Abdeckung, wie auch dem starken Kontrast von 1350:1 unterstrichen.

Die maximale Helligkeit liegt ebenso bei sehr brauchbaren 335cd/​m² und die Ausleuchtung, wenn auch nicht perfekt, ist gut genug das diese nicht störend auffällt.

Letztendlich der entscheidende Faktor ist aber das Format. Aus Sicht der Produktivität würde ich zwei 16:9 Monitore in der Regel vorziehen. Anwendungen wie Adobe Lightroom machen allerdings auch guten Gebrauch von der zusätzlichen Breite des Monitors.

Richtig Spaß macht der ROG Strix XG35VQ aber erst bei der Wiedergabe von Filmen und Spielen. Dank der zusätzlichen Breite und der leichten Krümmung kann man hier richtig eintauchen. Es ist schon ein völlig anderes Gefühl auf solch einem Monitor zu spielen als auf einem normalen 16:9 Modell. Gerade grafisch aufwendige Titel wie The Witcher 3 strahlen eine völlig andere Atmosphäre aus.

Von daher wenn Ihr Euch für das 21:9 Format entschieden habt und einen guten wenn nicht sogar sehr guten Monitor für eine Allround-Nutzung sucht, kann ich den ASUS ROG Strix XG35VQ voll empfehlen, auch wenn der Preis mit 900€ recht saftig ist. Dafür gibt es aber auch noch zusätzliche Gimmicks wie die LED Beleuchtung usw.

Das LG V30 im Test, lohnt es sich noch im Jahr 2018?

Wenn man sich ein neues High End Smartphone kaufen möchte, hat man die Qual der Wahl. Gibt man 700-800€ für ein aktuelles Modell aus oder loht es sich vielleicht mehr ein Vorgängermodell zu kaufen?

Beispielsweise das LG V30 welches im September 2017 für 899€ auf den Markt kam, ist im Juni 2018 bereits für 499€ zu erhalten.

Ist dies ein guter Deal? Auf den ersten Blick ist das LG V30 sehr gut gealtert! Glasgehäuse, vollflächiges Display, AI Dual Kamera, kabelloses Laden, OLED Display usw. abseits des neusten Snapdragon 845 ist an sich alles vorhanden was man sich wünschen kann.

Aber lohnt sich das LG V30 im Jahr 2018 immer noch? Oder lieber ein paar Euro für das aktuelle Flaggschiff drauflegen?

Finden wir dies im Test des LG V30 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LG für das Ausleihen des V30!

 

Das LG V30 im Test

LG setzt beim V30 auf den aktuell bevorzugten Aufbau von premium Smartphones. Das heißt, Ihr erhaltet ein Smartphone mit einer Glas Vorderseite und Rückseite. Eingefasst ist das Glas von einem Aluminiumrahmen, welcher beim V30 glatt poliert bzw. lackiert ist.

Hierdurch ähnelt der Rahmen den Glasseiten, was dem V30 ein sehr glattes und geschmeidiges Gefühl verleiht.

Ähnlich wie auch Samsung beim S8 hat es LG geschafft das Glas und Aluminium fast ohne Lücke zu „verschweißen“. Fahrt Ihr mit dem Finger vom Glas über den Rahmen ist also keine Kante zu spüren.

Dies sind so die Kleinigkeiten, welche ein High End Smartphone von Mittelklasse Geräten unterscheidet. Das LG V30 fühlt sich wirklich fantastisch an! Auch die Verarbeitungsqualität lässt keine Wünsche offen. Spaltmaße sind beispielsweise exakt über das komplette Gerät.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt ist das Display. LG setzt beim V30 auf ein vollflächiges Display. Ein sehr wichtiger Punkt damit dieses auch noch im Jahr 2018 noch „aktuell“ aussieht.

Zwar gibt es durchaus Smartphones die noch etwas weniger Rahmen haben, dafür besitzt das V30 allerdings auch keine Notch oder Ähnliches.

Man ist hier ungefähr auf dem Level eines Samsung Galaxy S9 was den Rahmen betrifft. Von daher kann man nicht klagen! Zumal sich das V30 auch noch sehr gut händeln lässt.

Das 6 Zoll Display kombiniert mit den schmalen Rahmen ergibt ein angenehm großes Smartphone, welches auch von Nutzern mit kleineren Händen gut nutzen lässt.

Was das Design angeht setzt LG auf schlichte Eleganz. Das V30 ist kein Smartphone das übermäßig offensiv Design ist, es macht eher den Eindruck eines Business Gerätes. Beispielsweise die Dual-Kamera ist visuell deutlich weniger betont als es bei vielen anderen Smartphones der Fall ist.

Lediglich die glänzende Rückseite lässt das V30 etwas aus der Masse herausstechen.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum.

Auf der Front finden wir das große 6 Zoll Display wie auch die Ohrmuschel und eine 5 Megapixel Kamera. Der Ladeport ist gemeinsam mit dem Lautsprecher auf der Unterseite angebracht.

Der Kopfhöreranschluss, welcher bei einem High End Smartphone mittlerweile schon recht exotisch ist, ist auf der Oberseite angebracht. LG setzt hier auf eine Zusammenarbeit mit Bang and Olufsen, dazu aber später mehr.

Auf der Rückseite finden wir auch neben dem LG logo ein Bang and Olufsen Logo. Natürlich ist auf der Rückseite auch die Dual Kamera, ein LED Blitz und ein Fingerabdruckscanner.

Letzterer dient wie bei vielen LG Smartphones auch wieder als Einschalter! Anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber dann recht angenehm.

 

Software

LG setzt beim V30 natürlich auf Android, in der Version 8.0. Leider ist LG nicht unbedingt für besonders schnelle Updates bekannt. Allerdings muss man dazu sagen, dass das V30 noch mit Android 7.X ausgeliefert wurde und 8.0 schon ein Update war.

Auch von einem Update auf Android P ist auszugehen, auch wenn dies noch eine Weile dauern wird.

LG nutzt beim V30 seine typische Benutzeroberfläche. Diese unterscheidet sich was den Launcher wie auch das Menü angeht doch ein Stück vom Standard Android.

LGs Benutzeroberfläche ist etwas rundlicher und generell „weicher“ als das Standard Android. Beispielsweise alle Icons beim Launcher sind stark abgerundet. Auch besitzt der Launcher keine App Übersicht, alle Apps sind also ähnlich wie bei IOS auf den diversen Seiten angeordnet.

Das Menü das V30 ist in vier Unter-Menüs unterteilt. Zudem nutzt LG eigene Icons, welche so beim Standard Android nicht vorhanden sind. Im Großen und Ganzen ist die Benutzeroberfläche okay, auch wenn ich nicht der aller Größe Fan bin.

Immerhin Dinge wie ein Always on Display sind mit an Bord! Dieses Always on Display ist auch sehr praktisch, da auch Benachrichtigungen mit Icon angezeigt werden. Dies ist leider immer noch nicht selbstverständlich, ich schaue dich an Huawei.

Was die vorinstallierten Apps angeht ist das V30 erträglich. Neben den Standard Android/Google Apps finden wird tonnenweise LG eigene Apps, wie auch Facebook, Instagram und Amazon Alexa.

Ja das V30 kann auch den Amazon Assistenten nutzen.

Der freie Speicher bei der 64GB Version fällt mit 54,17GB ausreichend groß aus.

 

Display

LG nutz beim V30 ein P-OLED Display mit einer Auflösung von 2880×1440 Pixeln. Im vorhin hatte ich oft gelesen das LG hier das gleiche Display nutzt wie beim Google Pixel 2 XL.

Das Display des Pixel 2 XL wurde ja von der Presse zerrissen, zurecht. Allerdings kann ich dies nicht bestätigen?! Vielleicht handelt es sich bei meinem V30 und ein neueres Produktionsdatum, aber das OLED Display sieht tadellos aus.

Farben sind satt, Kontraste hervorragend und auch die Blickwinkel, welche beim Pixel 2 XL das Problem waren, sind nicht schlechter als bei Apple oder Samsung.

Dies ist ganz klar ein Display welches dem High End Status gerecht wird!

 

Sound

Die Zusammenarbeit zwischen LG und B&O ist beim V30 ein wichtiger Punkt. Das V30 besitzt zum einen sehr gute beigelegte Ohrhörer, zum anderen ist ein „32 Bit Hi-Fi Quad DAC“ integriert.

Wie sieht es praktisch aus? Starten wir beim Lautsprecher. Leider merkt man bei diesem noch nichts von der Zusammenarbeit zwischen LG und Bang and Olufsen, eher im Gegenteil.

Im Gegensatz zu vielen anderen High End Smartphones nutzt LG kein dual Aufbau des Lautsprechers, bei welchem die Ohrmuschel den Hauptlautsprecher unterstützt. Der Ton kommt ausschließlich aus dem Lautsprecher auf der Unterseite.

Und dieser Lautsprecher ist wirklich eher mäßig gut. Kaum Volumen, recht klar, aber fast kein Bass. Nach aktuellen Standards ganz klar einer der schwächeren Lautsprecher, welcher eher auf dem Level von Mittelklasse Geräten ist.

Schade denn der Kopfhörerausgang ist wirklich fantastisch! Selbst in Kombination mit großen Kopfhörern wie den Beyerdynamics T90 hat das V30 mehr als genug Power um auch solche Modelle zu befeuern.

Dabei passt nicht nur die Lautstärke, auch die Dynamik und Lebendigkeit des Klangs ist herausragend! Legt Ihr viel Wert auf einen guten Klang ist das V30 das beste Smartphone, das mir bisher begegnet ist!

Selbst verglichen mit einigen High End „HiRes“ MP3 Playern, welche auch gerne mal 300€+ kosten können, muss sich das V30 nicht verstecken.

Natürlich hängt das Ganze stark von den verwendeten Kopfhörern ab. Nutzt Ihr irgendwelche einfachen 50€ Kopfhörer ist der Unterschied kleiner als bei 500€ Kopfhörern.

Dennoch Daumen hoch für das V30 für den Kopfhörerausgang.

 

Kamera

Das LG V30 verfügt über LGs klassisches Dualkamera Set-up. Hierbei besitzt das Smartphone eine 16 Megapixel Hauptkamera mit einer Blende von f1.6, wie auch eine 13 Megapixel sekundäre Kamera mit f1.9.

Die sekundäre Kamera ist beim V30 allerdings nicht für einen 2x Zoom oder Hintergrundunschärfe zuständig, sondern für einen Superweitwinkel.

An dieser Stelle möchte ich mich outen, ich liebe die Weitwinkel Kamera!

Ich kann nicht verstehen warum alle Hersteller immer diese meist recht nutzlose Zoom Kamera verbauen. Der Weitwinkel des V30 erlaubt so viele tolle Fotos und perspektiven, welche mit anderen Smartphones nicht möglich wären. Frei nach dem Motto, näher ran gehen geht meist eher als weiter Weg gehen, gerade in Gebäuden.

Für mich ist die Weitwinkel Kamera das größte Plus an den aktuellen LG High End Smartphones.

Mit dem V30 bzw. dem V30S ist LG noch auf den „KI“ Trend aufgesprungen. Im V30 werkelt also eine KI welche das Objekt erkennen soll, das Ihr fotografiert und dementsprechend die Einstellungen der Kamera anpasst.

Ganz ehrlich ist bin hier sehr skeptisch! Ähnlich wie bei Huawei wirkt das ganze KI/AI Gerede wie reines Marketing auf mich. „Oh alle sprechen über KI/AI, wir müssen damit irgendwas in unser Smartphone einbauen“.

Grundsätzlich kann die KI im V30 zwischen 8 Szenen unterscheiden, Personen, Blumen, Tiere, Speisen, Sonnenuntergang, Sonnenaufgang, Landschaft und Städte.

Wird eine Szene erkannt, werden die Einstellungen angepasst. Beispielsweise bei Blumen und Speisen werden die Farben etwas kräftiger gedreht, bei Landschaften HDR eingeschaltet usw.

Grundsätzlich funktioniert die Erkennung dieser Szenen ordentlich. Das V30 macht hier einen besseren Job als erwartet. Auch die visuelle Repräsentation dieser Erkennung ist cool. Innerhalb dieser 8 Szenen erkennt das V30 nochmals etwas genauer, um was es sich handelt.

Siehe Texteinblendungen der AI

Allerdings, dass dies praktisch einen großen Unterschied zu Smartphones ohne KI, wie dem LG G6, Samsung Galaxy S9, iPhone X usw. macht, kann ich nicht sagen, eher im Gegenteil. Oftmals wirken Bilder weniger konstant. Je nach Foto sind die Farben bis zum geht nicht mehr angehoben, dann wieder nicht, dann wieder HDR usw.

Ich will das KI Feature des V30 nicht schlecht reden, es ist cool, macht aber auch keinen gigantischen Unterschied.

Genug geredet, was hilft das Ganze, wenn die Bilder letztendlich nicht gut sind? Schauen wir uns ein paar Testbilder an und entscheiden dann.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Die Aufnahmen des V30 muss man etwas differenzierter betrachten. Bei Tag sind die Fotos des V30 exzellent!

Die Bilder des V30 gehören zu den schärfsten und detailliertesten Aufnahmen die ich seit langem gesehen habe. Dies gilt dabei sogar für beide Kameras. Die Fotos der Weitwinkel Kamera sind natürlich qualitativ etwas schlechter, aber der Unterschied ist nicht extrem. Hier sieht man doch verglichen mit dem LG G5 einen deutlichen Sprung. Bei diesem waren die Weitwinkel Fotos noch deutlich schlechter als die der Hauptkamera.

Neben der sehr hohen Bildschärfe, welche aber auch nicht unnatürlich wirkt, fallen natürlich die Farben auf.

LG Smartphones produzieren traditionell sehr „bunte“ Aufnahmen, dies gilt auch für das V30. Gerade in der Natur knallen die Bilder des V30 regelrecht. Der Himmel ist satt Blau, das Grün kräftig und Blumen strahlen. Ähnliches gilt auch für die recht starken Kontraste.

Dies ist natürlich Geschmackssache, aber ich mag es. Vor allem bei einer Nutzung im Urlaub als Kamera wo alles in der Erinnerung eh etwas bunter ist, würden die Aufnahmen des V30 beim späteren Betrachten oder sogar Ausdrucken viel Spaß machen.

Teilweise wirken allerdings die Fotos des V30 auch etwas „übertrieben“. Aber dies ist seltener der Fall. Meist gefallen mir die Aufnahmen extrem gut!

Aber natürlich ist nicht alles perfekt. Zum einen ist die Dynamik teils etwas schwächer als man dies von anderen High End Smartphones gewohnt ist.

Dies wird in der Praxis aber vom sehr guten Auto HDR meist  kompensiert. Gerade bei Landschaftsaufnahmen zeigt sich das V30 sehr stark in der Dynamik. Bei anderen Aufnahmen wo weder die KI noch HDR einschreitet, wirken dann die Bilder teils wieder etwas flacher.

Weitwinkel
Normalkamera

Die zweite Schwäche ist Low Light. Zwar besitzt das V30 eine F1.6 Blende und eine ganz gute Software Rauschunterdrückung, aber der Kamerasensor ist mit dem Sony IMX351 Exmor RS vergleichsweise klein.

Das V30 verfügt lediglich über 1.0 μm Pixel, was ziemlich klein ist. Die Low Light Leistung des V30 ist nicht schlecht, man ist hier ungefähr auf iPhone X Level, wenn nicht sogar etwas drüber.

Aber ein Samsung Galaxy S9, Huawei P20 oder auch Google Pixel 2 sind doch ein bis eineinhalb Stufen über dem V30.

Nicht schlimm! Gerade wenn man bedenkt, dass das V30 bei Tag mit diesen Smartphones problemlos mithalten kann.

Eine große Stärke des V30 ist wiederum der Video Modus! Sowohl der automatische Modus wie aber auch ganz besonders der manuelle Video Modus kann hier überzeugen.

Macht Ihr gelegentlich mal Videos für beispielsweise Youtube, werdet Ihr das V30 lieben! Kaum ein anderes Smartphone gibt Euch derartig viele Einstellungsmöglichkeiten und solch einen guten Ton!

Ihr könnt hier wirklich alle Einstellungen anpassen und auch das Ergebnis kann sich am Ende sehen lassen. Videos sind sehr schön scharf mit schönen Details und einer klasse Farbwiedergabe.

Spaß macht hier auch der „Cine Effect“. Hierbei wird ein Automatischer „Filter“(LUT) über die Aufnahmen gelegt, welcher ein wenig an Hollywood Filme erinnern soll, was auch funktioniert.

Kurzum bei Video Aufnahmen kann das V30 größtenteils sogar Smartphones wie das Samsung Galaxy S9 oder Sony Xperia XZ2 übertreffen.

 

Performance

Der SoC (also Prozessor) ist mehr oder weniger der einzige Punkt welcher preisgibt, dass es sich beim V30 noch um ein 2017er Smartphone handelt.

LG nutzt hier den Snapdragon 835. Die meisten High End Smartphones im Jahr 2018 nutzen natürlich den neueren Snapdragon 845. Aber ist der Unterschied wirklich so groß, dass man unbedingt ein 2018er Flaggschiff kaufen müsste?

Schauen wir uns dafür zunächst einmal ein paar Benchmarks an.

Wie zu erwarten war kann das LG V30 mit allen 2017er Smartphones mithalten bzw. sogar die meisten Snapdragon 835 Smartphones überbieten.

Allerdings Smartphones mit dem neuen Snapdragon 845 oder vergleichbaren 2018er Chips sind natürlich nochmals ein gutes Stück schneller.

Zwischen dem Sony Xperia XZ2 (Snapdragon 845) und dem V30 liegen gute 30%, zugunsten des Sony. 30% ist aber nicht übermäßig viel.

Von daher wie sieht es in der Praxis aus?

 

Die Praxis

Merkt man dem LG V30 an das dies ein 2017er Flaggschiff ist? Die kurze Antwort auf diese Frage ist nein.

Im normalen Alltag, was Dinge wie die Benutzeroberfläche oder auch Standard Apps wie WhatsApp oder Facebook betrifft, gibt es zwischen dem V30 und beispielsweise dem Samsung Galaxy S9+ 0 Unterschied.

Seit bereits 2-3 Generationen sind High End Smartphones einfach so schnell, dass es hier bei den einfachen Anwendungen kaum bis keinen Unterschied macht was für ein Gerät man verwendet.

Eine ruckelnde Benutzeroberfläche oder das langsame Starten von Apps kommt bei solch hochpreisigen Geräten höchstens noch vor, wenn es grobe Software Fehler gibt. LG hat hier aber anscheinend einen tadellosen Job gemacht. Das V30 läuft wie geschmiert!

Erst bei absoluten High End Spielen oder Emulatoren für PS2 oder Ähnlichem kann es einen gewissen Unterschied zwischen einem Snapdragon 835 und 845 geben.

Allerdings 99,9% aller Spiele laufen identisch. Es wäre hier auch schließlich für den Entwickler ungünstig wenn sein Spiel nur auf High End Hardware die vermutlich 1% des Marktes ausmacht, läuft. Es gibt selbstverständlich ausnahmen, wie PUBG Mobile, welches etwas schneller auf neueren Geräten lädt.

Auch einige schlecht optimierte Spiele wie Springfield, wenn man eine extrem große Stadt hat, können etwas besser auf Snapdragon 845 Geräten laufen.

Aber erneut dies ist nur ein sehr kleiner Anteil. Ich hatte echt Probleme Beispiele für diese Spiele zu finden.

Auch was die sonstigen Eigenschaften angeht kann das V30 einen Status als High End Smartphone behaupten. LTE wird mit Geschwindigkeiten von bis zu 1000Mbit im Download und 150Mbit im Upload unterstützt. Bluetooth ist in Version 5.0 an Bord, womit Ihr auch für kommende Jahre gut versorgt seid.

Das verbaute WLAN Modul unterstützt natürlich das 5Ghz Band wie auch den aktuellen ac Standard. Es werden Geschwindigkeiten von bis zu 867Mbit/s erreicht.

 

Akku

Das LG V30 verfügt über einen 3300mAh Akku, was für die Größe und Dicke des Smartphones akzeptabel ist.

Allerdings als Akku-Wunder empfiehlt sich das V30 auch nicht. In der Praxis sind die sonstigen Komponenten, wie viel Energie das Display, Prozessor usw. benötigt, fast wichtiger als die reine Akku-Kapazität.

Von daher wie schlägt sich das V30 in meinem Standard Test? Bei einer bunten Mischung aus Webbrowsen, Sozial-Media, leichtem Gaming usw. erreichte das V30 eine Akkulaufzeit von rund 6 Stunden.

Ein durchschnittlicher Wert. Damit werden intensive Nutzer mit dem V30 sicherlich durch den Tag kommen, aber ein zweiter Tag wird kaum mehr möglich sein.

Dies bestätigte sich so auch in der Praxis. Einen Tag hält das V30 in der Regel gut durch, abends kann es aber mit 1x% auch mal etwas eng werden.

Natürlich nutzt Ihr Euer Smartphone nicht ununterbrochen reicht der Akku auch für 1,5-2 Tage.

Immerhin macht einem das V30 das Aufladen des Akkus sehr schön leicht. Neben Quick Charge 3.0 wird auch kabelloses Aufladen vom V30 unterstützt!

 

Fazit

Es ist natürlich immer so eine Sache ein 2017er Flaggschiff auch noch im Jahr 2018 der breiten Masse zu empfehlen. Allerdings hat das V30 eine schöne Nische getroffen, wie auch einen kleinen Preissturz hinter sich.

Grundsätzlich könnte LG das V30 einfach vom Snapdragon 835 auf den 845 Upgraden und sie hätten ein 2018er Flaggschiff Smartphone. Alle anderen Komponenten, außer vielleicht der Lautsprecher, sind eines High End Smartphones weiterhin würde.

Die Haptik und Verarbeitung liegt auf dem Level, wenn nicht sogar knapp über einem Samsung Galaxy S9. Das Display konnte etwas überraschend ebenso voll überzeugen. Nein man ist hier nicht ganz auf dem Level des S9, aber beispielsweise mit den aktuellen Huaweis kann man sich problemlos messen.

Die Kamera ist beim V30 ein interessanter Punkt. Bei Tag ist diese tadellos und produziert scharfe und recht farbenfrohe Aufnahmen. Die Nacht ist nicht unbedingt die Stärke des V30, aber hier hält sich dieses dennoch auf einem guten Level zwischen einem Samsung Galaxy S9 und iPhone X.

Das Entscheidende zugunsten des V30 ist aber die Weitwinkel Kamera! Die Weitwinkel Kamera ist einfach cool! Diese erlaubt es euch Perspektiven und Szenen einzufangen, welche sonst nicht möglich wären.

Beispielsweise im Urlaub am Strand, ohne Panoramafunktion einfach die ganze Szenerie aufzuzeichnen, oder in engeren Räumlichkeiten, wo man nicht einfach zurückgehen kann, immer noch alles ins Bild zu bekommen ist einfach klasse! Es ist mir hier ein Rätzel warum nicht auch andere Hersteller eine Weitwinkel Linse nutzen.

Neben der Weitwinkel ist sicherlich auch der Qualitativ extrem hochwertige Kopfhörerausgang ein großer Pluspunkt. Legt Ihr hohen Wert auf einen guten Kopfhörerausgang gibt es aktuell kein besseres Smartphone!

Das Einzige was etwas streitbar ist, ist sicherlich der ältere Snapdragon 835. Allerdings ist der Snapdragon 835 auch nur 30% langsamer als der 845, was in der Praxis 0 auffällt. Das V30 ist ein sehr flottes Smartphone.

Kurzum für rund 499€ erhaltet Ihr mit dem V30 ein extrem interessantes Smartphone, welches auch im Jahr 2018 noch dank Weitwinkel Kamera und hochwertigem Kopfhöreranschluss sehr relevant ist!

  • Link zum Hersteller ///  [amazon_link asins=’B075GYD539′ template=’AmazonPreisLinkStandard‘ store=’techtestorg-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’cd5df63b-7958-11e8-9c39-95944077b2d0′]

Positiv

  • Hochwertige Verarbeitung
  • Gutes Display
  • Kopfhörerausgang mit herausragender Qualität.
  • Gute Kamera mit toller Weitwinkellinse
  • Gute Performance
  • Wasserschutz und kabelloses Aufladen

Neutral

  • Mittelmäßige Akkulaufzeit

 

Negativ

  • Lautsprecher sehr mäßig

Das Tenda Nova MW3 im Test, das günstigste WLAN Mesh System auf dem Markt!

WLAN Mesh Systeme sind durchaus cool, aber auch sehr teuer. 300-400€ kann man hier wie nichts ausgeben.

Da ist doch das Tenda Nova MW3 etwas Besonderes. Warum? Das Nova MW3 WLAN Mesh System ist für rund 90€ mit zwei Stationen verfügbar. Dies ist ein sehr niedriger Preis, genau genommen der niedrigste Preis für ein WLAN Mesh System der mir bekannt ist.

Dabei sehen die technischen Daten auf dem Papier durchaus vernünftig aus mit 1200Mbit/s(2,4Ghz + 5GHz) und der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wo hat Tenda gespart? Hat Tenda überhaupt an etwas gespart oder sind die anderen einfach nur zu teuer?

Dies gilt es im Test des Tenda Nova MW3 Systems zu klären. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Tenda für das Zurverfügungstellen des Nova MW3 Systems!

 

Das Tenda Nova MW3 WLAN Mesh System im Test

Das Tenda Nova MW3 System besteht aus zwei WLAN Stationen. Hierbei handelt es sich um zwei identische handgroße Kunststoffwürfel.

Diese wurden von Tenda in einem sehr schönen neutralen Weiß gehalten. Lediglich die Oberseite besitzt eine leichte Maserung, welche das Design etwas interessanter gestallten soll.

Dies gelingt auch, wie ich finde. Selbst in einem Wohnzimmer wirken die Nova MW3 Stationen nicht deplatziert. Dabei ist natürlich das Gehäuse etwas „günstiger“ gehalten. Nimmt man eine der Stationen in die Hand merkt man, dass diese doch recht leicht sind und auch der Kunststoff recht dünn.

Stört dies? Nein. In der Regel nimmt man seine WLAN Stationen ja nicht in die Hand. Rein optisch erkennt man die etwas günstigere Bauweise nicht.

Leider, wie bei WLAN Mesh Systemen üblich, ist die Anschlussauswahl auch bei dem Tenda Nova MW3 System recht eingeschränkt. Beide Stationen besitzen jeweils nur zwei LAN Ports. Diese können allerdings auch an beiden Stationen genutzt werden.

Verbindet Ihr also eine Station mit einem Router und positioniert die zweite Station neben Eurem Fernseher, dann könnt Ihr auch die LAN Ports der zweiten Station normal nutzen.

Habt Ihr allerdings einen etwas größeren Haushalt mit mehr Technik werdet Ihr vermutlich nicht um einen zusätzlichen Switch herumkommen.

Abseits dieser beiden LAN Ports ist lediglich ein Stromanschluss und eine Reset-Taste pro Station zu finden.

 

Warum WLAN Mesh?

Was macht ein WLAN Mesh System so gut oder besonders? Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen WLAN Mesh Systeme, Dual-Band und Tri-Band.

Tri-Band Mesh Systeme nutzen neben dem 2,4GHz und 5GHz Band noch ein zweites 5GHz Band. Dieses ist ausschließlich für die interne Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen.

Es gibt also bei Tri-Band WLAN Systemen einen gesonderten Backlink, für eine höhere Performance.

Allerdings handelt es sich beim Tenda Nova MW3 um ein einfaches Dual-Band System. Das bedeutet Station 1 und 2 kommunizieren über das gleiche 5Ghz Band, welches auch Euren Endgeräten zur Verfügung steht. Hierdurch halbiert sich die effektive Geschwindigkeit der zweiten Station.

Wo ist dann aber der Unterschied zu einem normalen WLAN Router + Repeater Set-up? Ein WLAN Router und Repeater wissen im Grunde nichts voneinander. Euer Router weiß also nicht, dass ein Repeater mit diesem verbunden ist. Der Repeater ist für den Router nichts anderes als ein normaler Client.

Es gibt also keine „höhere“ Kommunikation. Anders ist dies bei WLAN Mesh Systemen. Hier kommunizieren die einzelne Mesh Stationen untereinander, tauschen Informationen über die verbundenen Clients aus, nutzen die gleiche SSID und auch das gleiche WLAN Band.

Dies erlaubt beispielsweise einen besseren und vor allem flüssigeren Wechsel zwischen den einzelnen Stationen.

Geht Ihr also durchs Haus werdet Ihr laufend mit der Station verbunden, die das beste Signal liefert. Beim klassischen Repeater Set-ups ist dieser Wechsel meist deutlich härter. Es wird hier erst zwischen den einzelnen Station gewechselt, wenn wirklich das Signal von einer Station abreißt.

Das Tenda Nova MW3 basiert hierbei wie die meisten Systeme dieser Art auf der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform. Mehr Infos dazu hier.

 

Software

Das Tenda Nova MW3 lässt sich ausschließlich über die Tenda App steuern, welche für Android und IOS verfügbar ist.

Die Tenda App ist vernünftig gemacht. Ich würde zwar nicht sagen, dass diese besonders viel Eye Candy besitzt, aber die App wirkt auch nicht hässlich.

Gerade funktional ist diese und somit das Nova MW3 System eine positive Überraschung. Nein fast sämtliche WLAN Mesh Systeme sind verglichen mit normalen WLAN Routern sehr auf Einfachheit getrimmt.

Aber beispielsweise verglichen mit dem ASUS Lyra System bietet das Tenda Nova System glatt mehr Einstellungsmöglichkeiten, welche aber sehr nutzerfreundlich verpackt sind.

Kurzum keine Klagen hier! Ein WebUI wäre zwar nett gewesen, aber es scheint „in“ zu sein diese wegzulassen.

 

Leistung und Reichweite

Bei einem Preis von unter 100€ für ein 2er Set kann man sicherlich keine „Luxus“ Ausstattung und Leistung erwarten. Allerdings liefert das Tenda Nova MW3 System zu mindestens auf dem Papier eine grundsolide Leistung.

Tenda gibt diese mit 300Mbit/s auf dem 2,4GHz Band und 867Mbit/s auf dem 5GHz Band an. Sicherlich verglichen mit den diversen „Gaming“ WLAN Routern wenig beeindruckend. Allerdings wenn man wiederum bedenkt, dass die meisten Clients überhaupt nicht mehr als 867Mbit/s schaffen, ist dieses Argument wiederum recht relativ.

Beispielsweise ist mir kein Notebook oder Smartphone bekannt welches über 867Mbit/s erreicht (die Killer 1550 WLAN Karte zählt nicht da diese auch nur auf einem 2×2 Prinzip basiert).

Um mehr als 867Mbit/s zu schaffen wäre ein 3×3 Design nötig, also mit drei Antennen und drei parallel Datenströmen. Dies findet man lediglich bei einigen wenigen High End PCIe WLAN Karten.

Natürlich kann ein WLAN Router mit mehr als 867Mbit/s Sinn machen, aber dies primär, wenn mehrere Geräte gleichzeitig Daten senden und empfangen. Habt Ihr beispielsweise zwei Gaming Notebooks die gerade voll das Netz belasten, wird ein Router mit 1733Mbit/s einen Vorteil gegenüber dem Tenda Nova MW3 System haben.

Praktisch ist dies aber sehr selten. 867Mbit/s würde einer DSL 867.000 Leistung entsprechen, habt Ihr „nur“ DSL 100.000 würden Euch schon 100Mbit/s reichen um das volle Tempo zu erhalten.

Anders sieht es natürlich aus, wenn Ihr ein lokales NAS oder Server habt. Diese kann man in der Regel mit bis zu 1000Mbit/s ansprechen.

Daher auch der erste Test. Ich verwende für das Tenda Nova MW3 System den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client kommt der TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger und die Intel ac 7260 WLAN Karte zum Einsatz. Dies zeigt uns die maximale Leistungsfähigkeit der Basis Station.

Oh was ist denn da passiert?! Vielleicht kann sich dies der ein oder andere schon denken, wenn er bei ca. 12MB/s ein „Limit“ sieht.

Wir haben hier den Punkt gefunden, an welchem Tenda gespart hat, nämlich das Nova MW3 System besitzt nur 100Mbit/s LAN Ports. Dementsprechend ist das Tempo auf 12MB/s (12MB/s = 100Mbit/s) limitiert.

Dies sieht natürlich verglichen mit den großen WLAN Routern eher mäßig beeindruckend aus. Allerdings sind 100Mbit/s genug um eine DSL 100.000 Leitung voll durch zu bekommen. Lokale Dateitransfers sind natürlich hierdurch limitiert, genau wie DSL Leitungen, die mehr als 100Mbit/s haben.

Aber wie sieht das Ganze auf Distanz aus? Schließlich kauft man sich hierfür ein WLAN Mesh System, für eine hohe Reichweite und Signalabdeckung. Hier spielt das Fehlen von Gbit LAN Ports auch keine so große Rolle. Für diesen Test habe ich mir zwei Konkurrenten des Nova MW3 geschnappt, das ASUS Lyra Trio und das Ubiquiti AmpliFi HD System

Das ASUS Lyra Trio geht aktuell für rund 400€ über den Ladentisch, das Ubiquiti AmpliFi HD für 320€. Also ein etwas unfairer Vergleich mit dem 90€ Tenda Nova MW3, oder?

Für diesen Test habe ich einem Dell XPS 13, Google Pixel 2 XL und Samsung Galaxy S9+ auf eine Distanz von ca. 15-20 durch 3 Wände hindurch eine Datei auf einen lokalen Server übertragen.

Um ehrlich zu sein sind die Ergebnisse gar nicht mal so schlecht. Ganz im Gegenteil! Mit nur einer Station kann das Tenda Nova MW3 System sogar das ASUS Lyra Trio schlagen und hängt dicht im Nacken des Ubiquiti AmpliFi. Einen Preisunterschied von mehreren hunderten Prozent ist hier nicht zu erkennen.

Was aber wenn wir noch eine Mesh Station in die Mitte positionieren?

Dies verbessert die Leistung aller drei Mesh Systeme deutlich. Allerdings können die beiden Konkurrenten am Nova MW3 vorbeiziehen, da diese nicht nur auf 100Mbit/s limitiert sind.

Allerdings ist das 400€ ASUS Lyra Trio gerade einmal 30% schneller als das 90€ Tenda Nova MW3 System.

Ganz ehrlich hier kann man nicht klagen!

 

Stromverbrauch

Wie steht es um die Leistungsaufnahme? Bei Geräten die 24/7 laufen kann dies durchaus ein wichtiger Faktor sein.

Mit rund 2,9W pro Station ist der Stromverbrauch des Nova MW3 Systems sehr schön gering!

 

Fazit

Preisleistung überragend! So könnte man das Tenda Nova MW3 System in zwei Wörtern zusammenfassen. Es ist beeindruckend was Tenda hier für ein Paket für 90€ geschnürt hat.

Natürlich ist das Nova MW3 nicht das schnellste WLAN Mesh System. Die meisten Mesh Systeme der großen Hersteller sind schon noch ein Stück besser. Allerdings wenn wir dies in Anbetracht des Preises sehen, sieht die Welt schon anders aus.

Das ASUS Lyra Trio ist in der Praxis auf mittlerer bis hoher Distanz ca. 30% schneller, kostet aber 4x so viel. Das Ubiquiti AmpliFi HD System ist 28% schneller und kostet 3,5x so viel. So könnten wir mit fast allen WLAN Mesh Systemen auf dem Markt weitermachen. Kaum schneller in der Praxis aber deutlich teurer. Selbstverständlich wenn Ihr drei duzend Clients habt, könnte das Nova MW3 eher in Probleme laufen als teurere Systeme, aber dies ist beim Normalnutzer nicht der Fall.

Zumal das Tenda Nova MW3 auch auf der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform basiert. Hierdurch ist auch das Roaming beispielsweise auf dem selben guten Level wie bei den Konkurrenten.

Die Tenda App für die Steuerung des Mesh Systems gefällt mir hierbei sogar glatt etwas besser als bei vielen anderen Herstellern.

Kurzum, Ihr habt eine mittelgroße Wohnung oder Haus mit ca. 100-160m² und Ihr sucht ein einfaches und günstiges Mesh System, welches dennoch eine gute Leistung bietet, dann ist das Tenda Nova MW3 aktuell die erste Wahl.

Die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch Smartwatch im Test

Smartwatches sind mehr oder weniger tot, anders kann man dies nicht sagen. Aber warum? Ich denke, man kann das Problem auf drei Punkte eigrenzen.

  1. Ein hoher Preis
  2. Kurze Akkulaufzeiten
  3. Ein entbehrlicher Funktionsumfang

Die wenigsten Nutzer haben Smartphones für 300€+, da will man nicht noch einmal so viel für eine zusätzliche Smartwatch ausgeben. Auch ist sicherlich eine Akkulaufzeit von in der Regel lediglich einem Tag mehr als abschreckend.

Aber gibt es keine Smartwatch die günstig ist, viele Funktionen bietet und ein paar Tage durchhält? Xiaomi wirbt damit hier die Lösung zu haben!

Die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch Smartwatch ist für rund 60-80€ im Handel erhältlich und soll eine Akkulaufzeit von bis zu 45 Tagen bieten, integriertes GPS, ein Always On-Display usw..

Damit hebt sich die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch schon von den diversen 08/15 „billig“ China Smartwatches ab.

Aber lohnt sich hier wirklich ein Kauf? Ist die Umsetzung so gut wie die technischen Daten und der Name Xiaomi versprechen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch Smartwatch im Test

Die AMAZFIT Bip Smartwatch ist was die Haptik und Verarbeitung angeht als sehr „praktisch“ zu bezeichnen. Wer hier die Haptik und Massivität einer Apple Watch erwartet wird ganz klar enttäuscht.

Xiaomi setzt bei der AMAZFIT Bip auf ein sehr einfaches Kunststoffgehäuse, welches zudem extrem leicht ist.

Dies hat vor und Nachteile, natürlich ist eine leichte Uhr beim Sport begrüßenswert, im Gegenzug wirkt die Uhr allerdings auch etwas „billig“. Auch wenn dies ohne Frage etwas böse klingt, aber die Xiaomi AMAZFIT Bip Watch hat teilweise mehr etwas von einem Spielzeug als von einer richtigen Smartwatch, zu mindestens was die Haptik angeht.

Optisch geht die Smartwatch wie ich finde in Ordnung. Diese ist eine Mischung aus einem normalen Fitnesstracker und einer Apple Watch.

Die leicht eckige Form und die Krone entsprechen hierbei weitestgehend einer Apple Watch, das restliche Gehäuse und die Materialwahl einem Fitnesstracker.

Hierzu passt auch die IP68 Zertifizierung wie auch die Silikon Armbänder, welche sich vom Nutzer austauschen lassen.  Eine IP68 Zertifizierung bedeutet an sich das Ihr mit der Smartwatch so ziemlich alles machen dürft, was Wasser angeht.

Allerdings würde ich nicht empfehlen mit der Uhr schwimmen zu gehen! Beim Duschen oder Händewachen tragen, sollte hingegen kein Problem sein.

Rein optisch würde ich die AMAZFIT Smartwatch als sehr schön neutral bezeichnen. Diese sticht also weder besonders positiv noch negativ aus der Masse heraus. Xiaomi/AMAZFIT setzt hier auf ein einfaches schwarzes Design, welches immer passt.

Gehen wir einmal um die Smartwatch herum. Auf der Front finden wir das 1,28 Zoll große Display, welches erfreulicherweise von Gorilla Glas geschützt wird.

Am rechten Rand ist eine Art Krone angebracht, welche sich aber im Gegensatz zur einer echten Uhr oder der Apple Watch nicht drehen lässt. Die Krone ist nur eine versteckte Taste.

Die Unterseite ist mit einem Pulssensor ausgestattet, wie auch zwei Ladekontakten. Mit im Lieferumfang der Xiaomi AMAZFIT Bip Smartwatch befindet sich eine kleine Ladestation, welche Ihr zwingend nutzen müsst um die Uhr zu laden.

Die Ladestation ist hierbei recht einfach gehalten. Es handelt sich lediglich um ein einfaches Kunststoff Teil mit zwei Kontakten, welche die passenden Pads an der Uhr berühren.

 

Die Einrichtung und ein erster Blick auf MiFit

Die Xiaomi AMAZFIT Bip nutzt die bekannte Xiaomi Mi Fit App, welche für IOS und Android verfügbar ist. Die Xiaomi MiFit App ist bereits über Jahre hinweg immer weiter entwickelt worden und damit sehr ordentlich!

Starten wir aber am Anfang, also der Einrichtung. Um die App nutzen zu können benötigt Ihr einen Xiaomi Account, habt Ihr diesen könnt Ihr einfach die Uhr in der App hinzufügen. Wählt den passenden Menü Eintrag aus und haltet die Taste der Uhr so lange gedrückt bis diese angeht, fertig.

Es dauert nun eine Weile bis die Uhr nutzbar ist, da x Updates eingespielt werden müssen, aber dies macht die App völlig eigenständig.

Die MiFit App besitzt ein gutes und einfaches Design, welches aber gleichzeitig auch nicht billig wirkt. Mittlerweile ist auch die MiFit App weitestgehend auf Deutsch übersetzt. Es gibt zwar hier und da noch ein paar englische Begriffe, aber diese sollten nicht groß stören.

Die MiFit App ist hierbei nicht nur für das AMAZFIT Bip, sondern auch für diverse andere Fitness Produkte aus den Hause Xiaomi, wie das MiBand, diverse smarte Waagen usw.

Habt Ihr bereits ein MiBand könnt Ihr die Daten aus der App auch einfach „übernehmen“.

Zum Ansporn könnt Ihr in der MiFit App auch Freunde hinzufügen und die Werte dieser sehen und umgekehrt, wenn Ihr dies wollt.

Werte aus der MiFit App können auch beispielsweise in Google Health automatisch exportiert werden.

 

Funktionen

Was kann nun die Xiaomi AMAZFIT Bip alles? Beginnen wir mit den Basics, also dem Schritte zählen. Die AMAZFIT Bip zählt permanent Eure Schritte und zeigt diese Euch auf dem Display und in der App an.

Hierbei könnt Ihr natürlich auch vergangene Werte ansehen. Zudem wird Euer Tag aufgeschlüsselt, die App versucht also zu erkennen was Ihr gemacht habt, seid Ihr gegangen, gelaufen, Autogefahren usw.

Dies funktioniert auch in einem normalen Rahmen durchaus recht gut.

Neben dem „nebenbei“ Schrittzählen könnt Ihr auch diverse Aktivitäten Starten, wie Laufen, Fahrrad fahren usw.

Hierbei wird zusätzlich zum Schrittzähler auch das intrigierte GPS Modul genutzt um Euch die zurückgelegte Strecke (Distanz) wie auch bewältigte Steigungen usw. anzuzeigen.

Leider scheint es aber nicht möglich zu sein die Strecke nachträglich auf einer Karte zu verfolgen. Es werden per GPS anscheinend nur diese Messdaten gesammelt.

Parallel wird auch konstant Euer Puls gemessen. Dies passiert auch außerhalb von Aktivitäten, aber hier in geringeren Intervallen. Diese Intervalle könnt Ihr allerdings in den Einstellungen spezifizieren.

Wir haben also den Schrittzähler, die Aktivitäten (inklusive GPS Daten) und den Pulsmesser. Es fehlt noch ein großes Feature und das ist die Schlafüberwachung. Dieses Feature finde ich immer am beeindruckendsten, denn die Uhr erkennt automatisch wann Ihr abends ins Bett geht und wann Ihr morgens aufsteht.

In dieser Zeit wird Euer Schlaf von der Smartwatch aufgezeichnet. Das bedeutet diese unterscheidet zwischen Wach, Tiefschlaf- und Leichtschlaf- Phasen.

Ihr könnt in einem Diagramm später sehen wie lange Ihr in jeder dieser Phasen verweilt habt und somit sehen wie gut bzw. schlecht Ihr wirklich geschlafen habt.

Wie genau sind aber die Werte der Xiaomi AMAZFIT Bip? Erfreulicherweise ziemlich genau. In meinem Test erreichte der Schrittzähler durchgehend plausible Werte, welche auf einer Linie mit der Apple Watch 2 liegen. Ja es gibt Abweichungen, aber wirklich 100% genau ist kein Schrittzähler. Die Xiaomi AMAZFIT Bip zählt tendenziell eher etwas mehr, was Schritte angeht.

Wie steht es um das Display? Im normalen Betrieb zeigt dieses dauerhaft die Uhrzeit, den zuletzt gemessen Puls und die zurückgelegten Schritte an.

Das Display geht nicht aus! Ihr habt also ein Always On-Display. Aber wie verträgt sich dies mit der Akkulaufzeit?

Xiaomi setzt auf ein Transflektive TFT Display. Hierbei handelt es sich um eine sehr spezielle Technologie, bei welcher das Display nicht zwingend ein Backlight benötigt, sondern das Umgebungslicht reflektiert.

Dies hat zwei Vorteile, zum einen benötigt das Display so nur minimal Energie, zum anderen verbesserte sich die Ablesbarkeit im Freien. Umso heller es draußen ist umso mehr Licht wird reflektiert umso besser ist das Display ablesbar.

Für die Nutzung im Inneren hat Xiaomi dem Display allerdings auch noch ein Backlight verpasst. Hebt Ihr die Uhr an, als würdet Ihr die Uhrzeit ablesen wollen, wird die Hintergrundbeleuchtung kurz eingeschaltet.

Das Ganze funktioniert erfreulich gut. Die Ablesbarkeit des Displays schwankt zwischen gut und hervorragend!

Allerdings hat diese Technologie natürlich auch einen Nachteil, das Display ist natürlich qualitativ ein gutes Stück schlechter als ein normales LCD Panel.

Die AMAZFIT Bip kann beispielsweise nicht gut schwarz darstellen, dieses ist eher ein Blau/Grau. Farben passen allerdings soweit.

Erwartet einfach kein High End Display, dann ist alles gut. Für die Akkulaufzeit und den Preis ist das Display sicherlich als gut zu bezeichnen.

Ihr könnt sogar andere Uhrblätter installieren und somit das Aussehen der Xiaomi AMAZFIT Bip auf Eure Wünsche anpassen.

Dabei sind allerdings Uhrenblätter in diesem 8 Bit Style gehalten, was an sich ganz gut zur der mittelmäßigen Auflösung des Displays passt.

Was für Funktionen kann man eigentlich direkt auf der Uhr abrufen?

Neben der Uhrzeit könnt Ihr auch eine Aktivität starten, das Wetter ansehen (welches eher mäßig akkurat ist), einen Wecker stellen, einen Timmer stellen und zu guter Letzt einen Kompass anzeigen lassen.

 

Sonstige Feature und Benachrichtigungen

Ihr könnt auf der AMAZFIT keine Spiele und auch keine Apps laufen lassen! Ganz ehrlich, dies ist zwar cool auf seiner Uhr zu haben, aber hier ist es in der Regel einfach schneller und besser sein Smartphone aus der Tasche zu holen und die App auf diesem zu nutzen.

Daher ist es mir in der Praxis nicht negativ aufgefallen, dass die AMAZFIT solche Features verglichen mit Android Wear oder der Apple Watch nicht mitbringt.

Was mir allerdings recht wichtig ist, sind Benachrichtigungen. Unter Android hat hier die Xiaomi AMAZFIT Bip auch ein recht solides Benachrichtigungssystem.

Ihr könnt über die App festlegen, welche Benachrichtigungen auf die Uhr weiter geleitet werden sollen. Trifft nun eine Benachrichtigung ein, vibriert die Uhr einmal kurz und der Text der Benachrichtigung wird auf der Uhr angezeigt.

Allerdings wird die Benachrichtigung nur kurz angezeigt und Ihr könnt nicht darauf reagieren. Ähnliches gilt auch für Anrufe. Die Uhr vibriert während des Klingelns, aber Ihr müsst über das Smartphone den Anruf annehmen.

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist ohne Frage ein großer Pluspunkt der Xiaomi AMAZFIT Bip. Xiaomi wirbt mit bis zu 45 Tagen.

Kann dies wirklich stimmen? 45 Tage ist ohne Frage etwas sehr optimistisch. Praktisch erreicht Ihr bei einer normalen Nutzung ca. 20-25 Tage und bei einer sehr leichten Nutzung ca. 30 Tage.

Beides sind natürlich hervorragende Werte!

 

Fazit

Das Fazit zur Xiaomi AMAZFIT Bip kann nur positiv ausfallen! Die Smartwatch ist eine Art Mittelding aus einer Apple Watch und einem Fitness Armband, mit allen Vor- und Nachteilen, die dies mitbringt.

Beginnen wir bei den Vorteilen der AMAZFIT Bip. Der größte Vorteil ist ohne Frage die Akkulaufzeit von 20+ Tagen und das bei einem Always on Display! Die Uhr zeigt also permanent die Uhrzeit und die zurückgelegten Schritte an. Hierbei könnt Ihr sogar das Ziffernblatt austauschen, falls Euch das Standard Modell nicht gefällt.

Der Schrittzähler ist dabei in der Xiaomi AMAZFIT Bip sogar recht akkurat, genau wie der Pulsmesser.

Das verbaute GPS Modul erlaubt es bei Trainings Läufen oder Fahrten genauere Details über die zurückgelegte Strecke und Steigungen zu erhalten. Allerdings scheint es nicht möglich zu sein genau zu protokollieren, wo man entlang gelaufen ist, schade.

Aber ein GPS Modul, wenn auch mit einem etwas abgespecktem Funktionsumfang, in einer 60€ Smartwatch ist schon so sehr beeindruckend.

Aufgrund des recht großen Displays ist die AMAZFIT Bip auch in der Lage eingehende Benachrichtigungen anzuzeigen, inklusive des vollständigen Textes. Allerdings ist es nicht möglich auf diese Benachrichtigungen zu reagieren!

Dies ist letztendlich auch der einzige wirklich Kritikpunkt, es handelt sich bei der AMAZFIT Bip eher um einen Fitnesstracker+ als um eine echte Smartwatch.

Allerdings störte mich dies wenig. Die Uhr ist im Alltag sehr problemlos und oftmals eine größere Bereicherung als eine richtige Smartwatch, welche oft kaum den Tag mit einer Akkuladung übersteht.

Wenn Ihr also eine Smartwatch Lite sucht, mit einer soliden Fitnessfunktionalität, dann ist die Xiaomi AMAZFIT Bip voll zu empfehlen!

Die Xiaomi AMAZFIT Bip ist auch oft unter dem Namen „AMAZFIT Bip Lite“ zu finden. Es scheint sich hier um 1 zu 1 das gleiche Modell zu handeln, nur unter anderen Namen.

Link zum Hersteller /// 66€ bei Gearbest (stand 24.06.18)

Positiv

  • Lange Akkulaufzeit
  • Sehr schön leicht
  • Guter Schrittzähler
  • Benachrichtigungen lassen sich anzeigen (von beliebigen Apps)
  • Gute App
  • Sehr gute Ablesbarkeit des Displays
  • Integriertes GPS

 

Neutral

  • Die Displayqualität ist eher „praktisch“
  • Keine Möglichkeit auf Nachrichten zu reagieren / Apps zu steuern

Die Ring Video Doorbell 2 im Test

Meine Türklingel/Gegensprechanlage hat den Geist aufgegeben. Wie es sich für einen Technik Nerd gehört, habe ich mich natürlich nach einem smarten Austauschgerät umgesehen und bin dabei über Ring gestolpert.

Ring bietet diverse smarte Video Türklingeln an. Das für mich interessanteste Modell war die Ring Video Doorbell 2.

Zwar kostet das gute Stück über 200€, bietet dafür aber Full HD Video, eine schicke Optik und ist auf Wunsch akkubetrieben! Ebenfalls sehr wichtig war für mich das Vorhandensein eines internen Gongs, so dass man nicht immer auf sein Smartphone angewiesen ist.

Hat es sich gelohnt über 200€ für eine smarte Türklingel auszugeben? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Ring Video Doorbell 2 im Test

Ehe wir zur eigentlichen Türklingel kommen, möchte ich einmal Ring loben. Warum? Es ist immer sehr schön, wenn ein Produkt einen vollständigen Lieferumfang hat und dies ist hier der Fall. Sämtliches Material für die Montage, unterschiedliche Winkel und sogar ein Schraubendreher und Steinbohrer, liegt mit im Lieferumfang.

Ein gelungener erster Eindruck! Es geht auch positiv weiter, denn auch die Video Doorbell 2 macht einen guten ersten Eindruck. Mit rund 13cm x 6,5cm x 3cm besitzt die Video Doorbell 2 eine angenehme Größe.

Das Design würde ich als modern und gelungen bezeichnen. Nein die Klingel passt weniger zu einem antiken Altbau, aber bei einem normalen Haus, welches in den letzten X Jahre gebaut wurde, sehe ich hier optisch keine Probleme.

Farblich setzt Ring auf eine schwarz/silber Mischung. Der Kamerateil ist hierbei komplett in Schwarz gehalten, der Klingelteil hingegen in Silber. Die silberne Abdeckung lässt sich allerdings abnehmen und gegen eine bronzefarbene austauschen, welche ebenfalls mit im Lieferumfang liegt.

Rein von der Materialqualität würde ich die Ring Video Doorbell 2 als okay einstufen. Das Gehäuse wirkt vernünftig gemacht, auch wenn die Klingel nicht übermäßig massiv anmutet.

Unter der Klingel Abdeckung befindet das Batteriefach. In dieses lässt sich der beigelegte Akku, welcher anscheinend aus zwei 16850 Zellen besteht, einsetzen.

Am Akkupack selbst befindet sich ein microUSB Port zum Wiederaufladen. Ist die Klingel montiert könnt Ihr einfach die Abdeckung abnehmen, den Akku entnehmen und innen über ein Smartphone-Ladegerät aufladen.

Alternativ könnt Ihr die Ring Video Doorbell 2 auch fest verdrahten und somit das Wiederaufladen des Akkus per Hand sparen. Hierfür legt Ring allerdings keine Elektronik bei! In meinem Fall habe ich das 15V 1A Netzteil meiner alten Klingel einfach weitergenutzt.

Unter der Abdeckung befindet sich auch eine Setup Taste und die Schraubenlöcher.

Ist die Abdeckung montiert kommt niemand mehr an den Akku oder die Schrauben. Die Abdeckung selbst wird von einer Spezialschraube gehalten.

 

Montage und Installation

Ehe Ihr die Ring Video Doorbell 2 montiert, solltet Ihr diese einmal aufladen und einrichten. Testet auch, ob an Eurer Haustür das WLAN Signal stark genug ist. Die Video Doorbell 2 ist nicht übermäßig signalfreudig! Wenn Ihr mit Eurem Smartphone dort gerade so Signal habt, könnte es kritisch werden.

Die Einrichtung der Ring Video Doorbell 2 ist soweit aber problemlos und gut gemacht. Ladet Euch die App für Android/IOS herunter, legt dort ein Konto an und die Batterie in die Türklingel.

Nach einer Weile könnt Ihr die Setup Taste drücken, wonach die Türklingel ein WLAN Signal aussendet. Mit diesem Signal müsst Ihr Euer Smartphone verbinden, woraufhin die Ring App WLAN Daten usw. an die Türklingel übermittelt.

Diese versucht sich dann mit dem Internet zu verbinden, hat dies geklappt seid Ihr mit der Einrichtung durch und könnt die Türklingel montieren.

Die Montage ist relativ einfach. Ich hatte allerdings einen recht großen Klingelkasten in der Wand, welchen ich mit einer einfachen Aluminium Platte abdecken musste. An diese Aluminium Platte habe ich dann die Halterung für die Video Doorbell 2 geschraubt.

Es liegen zwei Halterungen mit im Lieferumfang. Eine welche die Klingel leicht schräg nach links bzw. Rechts dreht und eine, welche die Klingel leicht nach oben winkelt.

Wählt die passende Halterung und verschraubt dann die Klingel an dieser. Abdeckung aufsetzen und Ihr seid fertig!

Natürlich verläuft die Montage immer etwas unterschiedlich, je nachdem wie Euer Haus beschaffen ist. Etwas handwerkliches Geschick ist eventuell nötig. Allerdings macht es einem die Ring Video Doorbell 2 nicht unnötig schwer.

Gerade da diverse Schrauben, Dübel und sogar ein Bohraufsatz mit im Lieferumfang liegen.

 

App und Funktionen

Die Ring App ist soweit in Ordnung. Ich habe hier weder optisch noch funktional groß etwas auszusetzen. Auf der Startseite findet Ihr eine Übersicht über alle verbundenen Geräte, wie auch Aktivitäten.

Es wird also chronologisch aufgelistet, wann es eine Aktivität gab. Eine Aktivität ist in der Regel jemand der geklingelt hat. Ihr könnt hier auch sehen ob jemand den „Anruf“ angenommen hat oder nicht. Ebenfalls werden Euch in der Übersicht auch erkannte Bewegungen usw. angezeigt.

Betätigt jemand die Klingel erhaltet ihr eine Benachrichtigung bzw. es wird sogar ein Klingelton auf Eurem Smartphone abgespielt.

Wählt Ihr diese Benachrichtigung aus, landet Ihr im „Anruf“. Ihr seht allerdings zunächst einmal nur das Bild der Kamera. Wenn Ihr wollt, könnt Ihr von dort aus dann eine zwei Wege Kommunikation einleiten.

Dies funktioniert egal, wo Ihr seid! Klingelt jemand bei Euch Zuhause und Ihr seid auf der Arbeit, könnt Ihr den „Anruf“ genauso annehmen und mit der Person sprechen, als wenn Ihr Zuhause seid.

Die Verzögerung zwischen Klingel und Auftauchen der Benachrichtigung ist sehr gering! Wir sprechen hier über 0-2 Sekunden Verzögerung.

Bis das Bild geladen ist, vergehen ca. 2-5 Sekunden, abhängig wie gut Eure Internetverbindung gerade ist. Ich würde diese Verzögerung als Okay durchgehen lassen.

Neben der Funktion als Türklingel kann die Ring Video Doorbell 2 auch als Überwachungskamera genutzt werden. Hierfür gibt es einen integrierten Bewegungsmelder, welcher sich sehr detailliert einrichten lässt.

Unter anderem könnt Ihr die Bereiche und die Distanz auswählen, in welcher dieser reagieren soll.

Erkennt dieser eine Bewegung kann zum einen eine Smartphone Benachrichtigung versendet werden, ein Ton abgespielt und ein Video aufgezeichnet werden.

Letzteres hat allerdings einen Haken! Ihr könnt mit der Ring Video Doorbell 2 nur Videos aufzeichnen, wenn Ihr beim Hersteller ein kostenpflichtiges Abo (3€ im Monat) abgeschlossen habt!

Wenn Ihr dieses abgeschlossen habt, wird auch ein Video aufgezeichnet jedes Mal, wenn jemand bei Euch geklingelt hat.

Habt Ihr dieses Abo nicht, gibt es auch dann keine Video Aufzeichnung!

Schade, allerdings sind 3€ im Monat bzw. 30€ im Jahr halbwegs fair.

Es ist im Übrigen auch möglich, Ring mit einem Amazon Echo Show zu koppeln. Allerdings gibt es bei diesem keine Benachrichtigungen oder Ähnliches. Ihr könnt Euch lediglich das Bild der Kamera anzeigen lassen (keine zwei Wege Kommunikation!).

Auch dies dauert ca. 10-20 Sekunden. Wenn Ihr einen recht ungeduldigen Klingler habt, kann dies schon zu lang sein.

 

Bildqualität

Wir haben noch nicht über die Bildqualität gesprochen. Ring wirbt mit „1080p HD-Video“, klingt doch gut Full HD Video!

Praktisch ist die Videoqualität der Kamera Okay. Das was sicherlich am meisten auffällt, ist der 160 Grad Blickwinkel, welcher gigantisch ist. Es ist praktisch nicht möglich an die Türklingel heranzukommen ohne dass diese einen filmt, selbst wenn man sich an die Wand drückt.

Die Bildqualität ist allerdings nicht beeindruckend. Ja wir haben eine Full HD Auflösung, aber die Bitrate ist so niedrig und die Bildbreite so groß, dass die Bildqualität eher etwas von 720-480p hat.

Das ist allerdings Okay, Gesichter und Details sind absolut problemlos, zu erkennen, zumal sich die meisten Personen der Türklingel bis auf wenige Meter nähern.

Auch die Zwei-Wege Kommunikation ist brauchbar. Der Lautsprecher in der Ring Video Doorbell 2 ist etwas leise, aber ansonsten ist die Verständlichkeit okay.

 

FAQ

Kann ich meine bisherige Klingel nutzen?

Laut Ring ja! Testen konnte ich dies aber nicht.

Muss ich die Ring Video Doorbell 2 mit Akku nutzen, oder kann ich diese auch direkt an den Strom anschließen?

Direkt nicht, allerdings besitzt die Video Doorbell 2 auf der Rückseite zwei Kontaktschrauben, über welche Ihr diese mit Energie versorgen könnt.

Dabei darf die Klingel natürlich nicht direkt mit 230V verbunden werden. Ihr müsst einen Trafo dazwischenschalten, welcher die 230V AC in 8-24V AC umwandelt.

Komplett auf den Akku verzichten könnt Ihr aber nicht. Über diese Kontakte wird anscheinend der Akku nur konstant geladen. Nehmt Ihr diesen komplett aus dem Gerät funktioniert die Klingel nicht.

Effektiv müsst Ihr allerdings den Akku nie wieder per Hand nachladen.

Kann ich den alten Transformer meiner alten Klingel verwenden?

Ja wenn dieser 8-24V DC produziert. Ich hatte beispielsweise einen 15V Transformer im Sicherungskasten von meiner alten Türklingel, welchen ich einfach mit der Video Doorbell 2 verbunden habe.

In meinem Fall handelt es sich um einen 15V 1A Transformer. Allerdings benötigt die Klingel keinen sonderlich hohen Strom. 1A ist mehr als ausreichend! Vermutlich würde sogar weniger als die Hälfte reichen.

In der App wird mir weiterhin Akku als Energiequelle angegeben?!

Ja bei mir auch, macht Euch keine Sorgen. Der Akku wird langsam geladen, es wird also Strom aus der Wand genutzt. Das Laden dauert im Übrigen sehr lange über diesen Weg. Bei mir lädt der Akku seid mehreren Tagen.

Gibt es einen Gong für die Ring Video Doorbell 2?

Ja den Ring Chime. Dies ist ein kleiner „WLAN Lautsprecher“ welcher klingelt, wenn jemand klingelt. Eine große Verzögerung oder Ähnliches gibt es nicht.

Können Videoaufnahmen lokal oder auf einem NAS gespeichert werden?

Nein.

 

Fazit

Die Ring Video Doorbell 2 ist eine gute kabellose Video Türklingel, vermutlich sogar die beste. Ich habe hier sehr wenig zu kritisieren.

Die Funktion als Türklingel ist vollkommen gegeben und wie man diese erwartet. Jemand klingelt und Ihr erhaltet eine Benachrichtigung inklusive Ton auf Eurem Smartphone. Die Verzögerung hierfür liegt bei wenigen Sekunden.

Ihr könnt nun vom Smartphone aus den „Anruf“ beantworten und einen Blick auf die Kamera werfen. Solltet Ihr wollen, wäre es möglich mit der Person zu sprechen, auch dann, wenn Ihr unterwegs seid.

Zusätzlich kann die Ring Video Doorbell 2 auch als Überwachungskamera benutzt werden, welche selbst dann aufzeichnet, wenn niemand klingelt (ein Bewegungsmelder ist integriert).

Hierfür ist allerdings ein kostenpflichtiges Abo beim Hersteller nötig, welches 3€ pro Monat oder 30€ im Jahr kostet. Dieses Abo ist auch nötig, wenn Ihr generell eine Aufzeichnung wünscht von jeder Person, die geklingelt hat. Unschön, aber 30€ im Jahr ist zu verschmerzen.

Sehr schön ist wiederum die Möglichkeit die Kamera per Akku oder per Stromverbindung zu nutzen, je nachdem was Euch besser passt. Die Akkulaufzeit ist mit mehreren Monaten auch ausreichend hoch.

Unterm Strich ist die Einzige wirklich Schwäche der Ring Video Doorbell 2 der Preis. Mit über 200€ + 40€ für den Gong + gegebenenfalls 30€ pro Jahr für das Abo, ist die Video Doorbell 2 nicht umbedingt günstig.

Entscheidet Ihr Euch dennoch für die Video Türklingel von Ring erhaltet Ihr ein wirklich gutes und durchdachtes Produkt.

Positiv

  • Großer Lieferumfang
  • Gute Dokumentation
  • Schicke Optik
  • Gute Reaktionszeiten
  • Vernünftige Smartphone App
  • Gute Bildqualität

Neutral

  • WLAN Gong nur separat erhältlich

Negativ

  • Abo für Video Aufzeichnung nötig
  • Recht hoher Preis

Das BQ Aquaris X2 im Test, das beste Mittelklasse Smartphone!

Das BQ Aquaris X war eins meiner absoluten Lieblingsgeräte in der 250-300€ Preisklasse des vergangen Jahres. Natürlich musste BQ aber im Jahr 2018 nachlegen um relevant zu bleiben. Dies haben sie auch mit dem neuen Aquaris X2 gemacht.

Auf dem Papier sieht das Aquaris X2 hervorragend aus! Top aktueller Snapdragon 636, großes Display, Android One, große Dual Kamera usw.

Aber es ist natürlich ein Unterschied was auf dem Papier steht und wie es wirklich in der Praxis aussieht.

Von daher wollen wir uns das neue BQ Aquaris X2 doch einmal im Test ansehen. Ist das Aquaris X2 das beste Mittelklasse Smartphone des Jahres?

Finden wir es heraus!

 

Das BQ Aquaris X2 im Test

BQ setzt beim Aquaris X2 auf das vertraute BQ Design, welches wir bereits seit mehreren Generationen kennen. Das Design des X2 wurde dabei etwas angepasst und verfeinert.

Das Wichtigste im Jahr 2018 ist natürlich das große 18:9 Display, welches auch im X2 Platz gefunden hat. Dabei besitzt das Smartphone zwar recht kleine Rahmen, aber diese sind auch nicht winzig. Hier würde ich das X2 mit dem Google Pixel 2 XL mit der Rahmengröße und der Displayform vergleichen.

Das BQ Aquaris X2 verfügt über abgerundete Displayecken, wie dies Google und LG auch bei Ihren Smartphones machen. Funktional hat dies keine Auswirkungen, aber optisch sieht dies durchaus interessant aus.

Kombiniert mit den abgerundeten Kanten des Gehäuses gibt dies dem Aquaris X2 einen recht rundlichen Look. Mir gefällt die Front des Smartphones sehr gut!

Interessant ist aber auch die Rückseite. Hier gibt es ein etwas kontroverses Thema, denn BQ nutzt beim X2 eine Kunststoffrückseite.

Ja ein 300€ Smartphone mit Kunststoffrückseite ist „exotisch“. Allerdings ist die Entscheidung in der Praxis weniger schlimm. Die Kunststoffrückseite besitzt eine leicht matte Textur und fühlt sich somit hochwertiger an als man dies von älteren Kunststoff Smartphones kannte.

Hinzu kommt ein Aluminium Rahmen und ein vernünftiges Gewicht mit 160g. Das BQ Aquaris X2 fühlt sich also in keinster Weise „billig“ an, ganz im Gegenteil.

Das Smartphone macht einen sehr wertigen und edlen Eindruck. Lediglich erwarte ich eine etwas schnellere Abnutzung der Rückseite als dies bei Glas oder Aluminium der Fall wäre. Im Gegenzug ist Kunststoff natürlich sehr bruchsicher.

Gehen wir einmal um das BQ Aquaris X2 herum.

Auf der Front finden wir das große 5,65 Zoll 18:9 Display, wie auch die Ohrmuschel, eine 8 Megapixel Kamera und einen front LED Blitz.

Lautsprecher, USB C Ladeport und der 3,5mm Kopfhöreranschluss sind auf der Unterseite zu finden. Einschalter und Lautstärkewippe, welche beide aus Aluminium gefertigt sind, sind an der übliche Position am rechten Rand angebracht.

Die Rückseite wird von einer Dual-Kamera, einem Dual-LED Blitz und dem Fingerabdruckscanner eingenommen.

Zudem gibt es hier das große BQ Logo wie einen android one Schriftzug.

 

Software

BQ setzt beim Aquaris X2 auf Android One. Hierbei handelt es sich um eine stark optimierte Android Version, welche keine Hersteller Modifikationen vorweist.

Auf dem X2 läuft also Stock Android! Hierdurch soll dieses besonders schnell und effizient mit Updates versorgt werden können. Es ist natürlich immer so eine Sache wie es mit Updates in Zukunft aussieht. BQ verhält sich hier allerdings erfahrungsgemacht recht gut.

Auch läuft auf dem X2 das aktuelle Android 8.1 Version mit dem Mai Sicherheitspatch. Von daher kann man hier optimistisch sein, was zukünftige Updates betrifft.

Zur Benutzeroberfläche des X2 gibt es an sich nicht viel zu sagen. Diese ist Standard Android und ist mit dem aktuellen „Google Pixel“ Launcher ausgestattet, wie auch dem Google Assistent usw.

Hierdurch wirkt das Aquaris X2 recht „leicht“ was die Software betrifft. Im Gegenzug gibt allerdings nicht viele Bonus Funktionen zu bestaunen.

Auch sind mit Ausnahme von zwei BQ Apps, der BQ Kamera App und einer BQ Service App, keine 3. Anbieter Anwendungen auf dem Smartphone zu finden, was aber natürlich kein Nachteil ist.

Von den 32GB Speicher sind hierdurch von Haus aus auch noch satte 22GB frei, was ein guter Wert ist!

 

Display

BQ setzt beim Aquaris X auf ein 5,65 Zoll IPS Display. Dieses löst mit der typischen Full HD + Auflösung auf, also 1080 x 2160 Pixeln.

BQ bewirbt das Display natürlich mit vielen schönen Worten. Aber sieht das Display auch schön aus?

Grundsätzlich ja! Farben sind kräftig, Kontraste hoch und auch der Schwarzwert ist sehr ordentlich.

Die maximale Helligkeit ist zwar sehr durchschnittlich, abseits davon gefällt mir das Display aber sehr gut.

Erfreulicherweise nutzt BQ dieses Jahr auch Gorilla Glas für den Schutz des Displays. Zusätzlich könntet Ihr BQ Plus für 50€ im Jahr buchen. BQ Plus ist ein Service welcher Euer Smartphone auch bei Unfallschäden kostenfrei repariert, ähnlich wie Apple Care.

 

Sound

Der Lautsprecher des BQ Aquaris X2 befindet sich auf der Unterseite des Smartphones. Wobei dies ist nur die halbe Wahrheit! BQ macht es nämlich richtig und nutzt die Ohrmuschel als sekundären Lautsprecher bei der Wiedergabe von Medien.

Daumen hoch dafür!

Aber klingen die Lautsprecher auch gut? BQ behauptet ja „Erlebe mit der Qualcomm® Aqstic™Lösung und den beiden Lautsprechern mit einer Leistung von bis zu 9 V ein immersives Stereo-Hörerlebnis.“

Na ja abgesehen davon, dass „Leistung von bis zu 9 V“ natürlich etwas falsch ist, zeigt dies aber immerhin das BQ sich Mühe gegeben hat, was die Audio Lösung des Aquaris X2 betrifft.

Diese Mühe zahlt sich auch aus! Das Aquaris klingt gut, wenn nicht sogar sehr gut! Die Lautsprecher sind klar, sauber und recht laut. Auch die Klangfülle passt. Hier hilft auch sicherlich der zweite Lautsprecher ein gutes Stück.

Der Bass ist zwar nicht übermäßig stark, selbst für Smartphone Verhältnisse, aber in dieser Preisklasse ist das weiterhin Bestleistung, was das Aquaris X2 bietet.

Kurzum nutzt Ihr viel die Lautsprecher Eures Smartphones ist das Aquaris X2 eine super Wahl! Lediglich, dass sich das Smartphone bei der Musikwiedergabe (volle Lautstärke) in der Gegend des Lautsprechers doch ein Stück erwärmt hat, finde ich etwas mysteriös. Ich gehe aber mal davon aus das BQ weiß, was sie hier getan haben.

Neben den guten Lautsprechern wirbt BQ aber auch mit einem besonders guten Kopfhöreranschluss. „Außerdem bieten die Kopfhörer einen Hi-Fi-Sound mit einer Verzerrung von gerade einmal 0,002 % bei voller Lautstärke und der Audio-Codec Qualcomm® aptX™für Bluetooth® verbessert die typische Qualität der klassischen Codecs.“

Allerdings kann ich hier BQ nur bedingt zustimmen. Der Kopfhörerausgang des Aquaris X2 klingt gut, aber auch nicht außergewöhnlich gut. Hier ist man auf dem Level der meisten Smartphones in dieser Preisklasse. Es scheint also kein spezieller DAC oder Verstärker zum Einsatz zu kommen.

 

Kamera

Das Kamerasetup des Aquaris X2 ist ohne Frage ein sehr interessantes. Das X2 verfügt über zwei Kamera Module, ein 12 Megapixel und ein 5 Megapixel Modul. Letzteres ist nur für den Tiefenunschärfe Effekt gedacht und übernimmt abseitsdavon keine Arbeit.

Das Interessante ist aber die Hauptkamera, welche über eine große Blende von f1.8 verfügt. BQ nutzt hier den Samsung S5K2L8 Kamerasensor, welcher noch sehr neu ist. Dabei ist der S5K2L8 ein relativ großer Sensor, welcher mit 1.29 μm Pixeln punkten kann.

Hierdurch sollte das BQ Aquaris X2 auch im dunkeln noch recht gute Bilder machen können.

Hinzu kommt die sehr gute BQ Kamera App. Neben Auto HDR verfügt diese auch über einen HDR Plus Modus. Bei HDR Plus werden bei allen Lichtbedingungen immer mehrere Aufnahmen gemacht, welche anschließend in ein besseres Foto verrechnet werden.

Es handelt sich hierbei um eine ähnliche Technologie wie sie im Google Pixel zum Einsatz kommt.

Schaltet Ihr HDR+ ein wird die Kamera zwar etwas Träger, es dauert ca. eine Sekunde pro Bild bis dieses verarbeitet ist, aber die Bildqualität kann sich deutlich steigern.

Kommen wir damit auch zu den Testbildern.

Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst, ein Foto des Aquaris X2 ist 4,6MB im Schnitt.

 

BQ Smartphones der X Serie standen immer für sehr gute Kamera, bleibt das X2 dieser Tradition treu? Grundsätzlich ja!

Fotos des X2 zeichnen sich durch gute Farben, einer hohen Schärfe, einer absolut passenden Belichtung und einer guten Dynamik aus.

Dieser Eindruck bleibt auch verglichen mit dem BQ Aquaris X(1), Nokia 6.1 und Moto G6 Plus bestehen.

Das Aquaris X(1) wie auch das Nokia 6.1 wird fast bei jeder Aufnahme im direkten Vergleich geschlagen. Das Aquaris X(1) kann bei gutem Licht zwar durchaus mit dem X2 mithalten, aber sobald die Lichtbedingungen schlechter werden, kann das X2 an seinem Vorgänger vorbeiziehen.

Sehr Ähnliches gilt auch für das Nokia 6.1. Bei sehr guten Lichtverhältnissen tun sich die Aufnahmen der beiden Smartphones qualitativ nicht viel, bei schlechterem Licht kann das Nokia aber nicht mehr mithalten.

Der Vergleich mit dem Moto G6 Plus ist etwas schwerer. Beide Smartphones haben einen unterschiedlichen Bildstyle. Das G6 Plus produziert extrem bunte Aufnahmen, während das X2 etwas neutraler daher kommt.

Wobei neutral nicht ganz stimmt. Das X2 zeigte in meinem Test eine kleine Schwäche. Der Weißabgleich ist etwas weniger Souverän als bei den Konkurrenten. Das X2 neigt zu etwas wärmeren Aufnahmen. Erst einmal ist dies natürlich kein Problem, aber eine Handvoll von über 600 Testaufnahmen wurde für meinen Geschmack etwas zu „gelbstichig“.

Hier würde ich mir vielleicht noch ein kleines Software Update von BQ wünschen.

EDIT: BQ hat auf Nachfrage bestätigt das genau dafür ein Update kommen wird! Denn abseits davon sind die Fotos des BQ Aquaris X2 „best in Class“.

Hier hat ohne Frage auch die BQ Kamera-App einen großen Anteil. Zum einen gefällt mir die App sehr gut, zum anderen ist das Post Processsing ausgezeichnet.

Die Dynamik des X2 ist von Natur aus eher als mittelmäßig zu bezeichnen. Aber der AutoHDR und HDR Plus Modus des X2 gehört zu den besten auf dem Markt! Hierdurch ist die Dynamik eher ein Pluspunkt des Smartphones!

Erfreulich stark ist das Aquaris X2 im Low Light. Natürlich kann man die Aufnahmen auch beim X2 verwackeln, ein optischer Bildstabilisator ist leider nicht vorhanden, dies gilt aber genauso oder stärker auch für die anderen Modelle.

Das X2 hat ein sehr gutes Rauschverhalten. Das Bildrauschen ist im dunkeln durchaus vorhanden, setzt aber zum einen erst recht spät merkbar negativ ein und zum anderen ist das Rauschen aber sehr gleichmäßig und „einfarbig“. Auch Details bleiben gut erhalten. Ich bevorzuge etwas Bildrauschen über ein matschiges Bild. Im Ultra Low Light wird das oftmals „lila“ Bildrauschen sehr gut vermieden, welches noch beim Vorgänger deutlich vorhanden war.

Nokia 6.1
Aquaris X2
Aquaris X
Moto G6 Plus

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Aquaris X2
Aquaris X
Moto G6 Plus
Nokia 6.1

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Auch Farben, gerade bei Sonnenschein, werden unheimlich klar und sauber abgebildet. Ich hätte keine Skrupel das Aquaris X2 als Kamera im Urlaub zu nutzen. Zwar ist die Textur bei den Bildern des X2 nicht ganz so gut, aber dies ist ein gängiges „Samsung Kamerasensor“ Problem, welches in der Regel nicht stört.

Der Autofokus des X2 hatte in über 400 Bildern eine fast 100%ige Trefferquote, was auch sehr stark ist.

Sollte BQ hier vielleicht die „Ausreißer“ noch per Software Update etwas optimiert bekommen, ist das Aquaris X2 ganz klar das Smartphone mit der besten Kamera in der 300€ Preisklasse.  EDIT: BQ hat auf Nachfrage bestätigt das genau dafür ein Update kommen wird!

Videos werden vom Aquaris X2 natürlich in bis zu 4K aufgezeichnet und lassen sich grob mit Gut zusammenfassen. Hier kann Auto HDR dem Smartphone natürlich nicht unter die Arme greifen, was aber auch nicht nötig ist.

Videos besitzen eine gute Farbdarstellung und hohe Schärfe. Hier muss sich das X2 nicht vor der Konkurrenz verstecken.

Kommen wir noch zum Abschluss auf den Porträt-Modus zu sprechen. Grundsätzlich bin ich nie der größte Fan von künstlicher Hintergrundunschärfe. Selbst viele High End Smartphones machen hier einen sehr mäßigen Job.

Allerdings muss man anerkennen, dass das X2 den Porträt-Modus ziemlich gut macht. Je nach Position und Hintergrund kann es zwar auch zu Fehlern kommen, aber dennoch kann man den Porträt-Modus als überdurchschnittlich für die 300€ Preisklasse klasse einstufen. Erstaunlicherweise ist dieser gut nutzbar und es sind sehr schöne Resultate zu erziehen.

 

Leistung und Benchmarks

Im BQ Aquaris X2 kommt der neue Qualcomm Snapdragon 636 zum Einsatz. Der Snapdragon 636 ist ein 8 Kern SoC welcher auf die neue Kryo 260 Architektur von Qualcomm setzt. Im Aquaris X2 wird der Snapdragon 636 mit 3GB bzw. 4GB RAM kombiniert.

Der Snapdragon 636 ist mir auch bereits aus dem Xiaomi Redmi Note 5 bekannt, wo dieser auch voll überzeugen konnte.

Wie sieht es im BQ aus? Um dies herauszufinden, schauen wir uns zunächst einmal ein paar Benchmarks an.

Wie auch schon beim Redmi Note 5 kann der Snapdragon 636 im BQ Aquaris X2 voll überzeugen! Dieser liegt von der Leistung knapp unter dem Level des älteren High End Snapdragon 821, was schon beeindruckend ist!

Dabei ist der 636 gute 45% schneller als der Snapdragon 652. Verglichen mit dem Vorgänger, dem Snapdragon 626 welcher auch im ersten Aquaris X zu finden ist, hat sich auf dem ersten Blick nicht viel getan.

Auf den zweiten Blick sieht man aber, dass der neue 636 eine über 40% bessere Single Core Performance besitzt.

 

Im Alltag

Wie steht es aber um das X2 im Alltag? Ausgesprochen gut ist die Antwort! Das BQ Aquaris X2 ist ein sehr flottes und reaktionsfreudiges Smartphone!

Dies liegt sicherlich zum einen an der durchaus sehr fähigen Hardware, wie aber auch am schlanken Android One.

Normale Alltagsanwendungen wie der Webbrowser, Twitter, WhatsApp usw. laufen wie geölt. Auch die Startzeit dieser Anwendungen ist tadellos. Schneller geht’s auch mit den meisten High End Smartphones nicht.

Selbst Webseiten Ladezeiten sind 1a.

WLAN unterstützt das BQ Aquaris X2 nach dem aktuellen ac Standard und auch auf dem 5GHz Band. Es werden dabei solide 200Mbit/s als maximale Datenrate erreicht.  Das verbaute LTE Modul erreicht laut BQ maximal 300Mbit/s im Download und 50Mbit/s im Upload.

Dies hilft sicherlich beim schnellen Laden von Webseiten und Bildern in Anwendungen wie Instagram.

Der RAM von 3GB ist sicherlich nach 2018er Standards nicht übermäßig großzügig, aber ausreichend. Bei einer normalen App Nutzung und leichtem Multitasking gibt es hier keine Limitierungen.

Wollt Ihr aber auf eine große App zurückspringen die Ihr vor x Stunden oder Tagen mal genutzt habt, ist es sehr wahrscheinlich, dass das Aquaris X2 die App neu laden muss.

Wie steht es um Spiele? Grundsätzlich wird das Aquaris X2 mit so ziemlich allen Spielen problemlos fertig. Gerade wenn es um populärere Titel wie Angry Birds, Clash of Clans, Pokemon Go usw. geht.

Aufwendigere/größere Spiele aller Dungeon Hunter 5, PUBG Mobile laufen ebenso auf dem Aquaris X2. Vergleichen mit High End Smartphones spürt man aber doch ein Stück weit längere Ladezeiten.

Auch reduzieren manche High End Spiele etwas die Details von sehr hoch auf hoch. Das X2 ist also nicht das absolute Spiele-Monster, eigentlich sich für etwas Casual Gaming aber problemlos.

Genau genommen ist mir kein Smartphone in der 300€ Preisklasse bekannt welches Spiele besser meistert.

Zum Abschluss noch zwei „interessante“ Dinge. Die Benachrichtigungs-LED ist beim BQ Aquaris X2 ist unten oberhalb des Kopfhöreranschlusses, was eine ungewöhnliche Positionierung ist.

Der Vibrationsmotor ist leider beim X2 etwas schwächer ausgefallen. Mit schwächer meine ich nicht das dieser rattert oder Ähnliches, sondern er ist einfach relativ „schwach“.

 

Akku

Das BQ Aquaris X2 verfügt über einen 3100mAh starken Akku. 3100mAh ist nicht übermäßig viel, aber eine vernünftige Kapazität, zumindest auf dem Papier.

In der Praxis spielt hier neben der Akku Kapazität auch Dinge wie der Energieverbrauch des Displays usw. eine große Rolle.

Von daher wie schlägt sich das X2 in meinem Standard Akku-Test? In diesem Test simuliere ich eine bunte Mischung aus Webbrowsen, sozialen Medien, leichtem Gaming usw.

Hier erreichte das Aquaris X2 eine Laufzeit von rund 7,5 Stunden bei einer normalen Displayhelligkeit. Dies ist ein vernünftiger Wert! Selbst intensiv Nutzer werden mit dem BQ problemlos durch den Tag kommen.

Normal Nutzer werden auch zwei Tage schaffen, zumal auch die Standby Laufzeit sehr gut ist. Sicherlich ein positiver Nebeneffekt des sparsamen Android One.

Beim Wiederaufladen unterstützt das Aquaris X2 sowohl Quick Charge 4.0/3.0 wie auch den USB Power Delivery Standard.

Über beide Standards erreicht das Smartphone eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 12W.

 

Fazit

BQ hat beim Aquaris X2 alles richtig gemacht! Ihr erhaltet mit dem X2 einen starken Allrounder, welcher keine richtige Schwäche besitzt.

Dies beginnt bei der herausragenden Leistung des Snapdragon 636, geht über das schöne Display bis hin zu den tollen Dual-Lautsprechern. Sogar die Akku Laufzeit ist mehr als solide! Sicherlich ist auch die Nutzung von Android One ein kleiner Pluspunkt, welcher zukünftige Updates erleichtern sollte.

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt bei jedem Smartphone ist natürlich die Kamera. Erfreulicherweise erlaubt sich hier das X2 keinen groben Schnitzer. Selbst im direkten Vergleich mit den beiden ärgsten Konkurrenten, dem Nokia 6.1 und Moto G6 Plus, kann das X2 voll überzeugen.

Zwar ist die Kamera auch nicht ganz perfekt, aber sie ist gerade im Low Light die mit abstand stärkste Smartphone Kamera, die mir in der 300€ Preisklasse bisher begegnet ist. Selbst der Porträt-Modus macht einen erfreulich guten Job, was in dieser Preisklasse eher selten ist.

Es wäre aus meiner Sicht kein Problem das BQ Aquaris X2 im Urlaub als Kamera zu nutzen! Eine durchgehend starke Vorstellung, die das Aquaris X2 hier liefert.

Hinzu kommt das Gefühl etwas „besonderes“ zu haben. BQ macht einen sehr guten Job das X2 von der Masse abzuheben. Das X2 ist nicht ein 0815 Smartphone , was man am Design, den Dual Lautsprechern, dem Display mit den runden Kanten und der sehr starken Kamera erkennen kann.

Kurzum, die Smartphone Mittelklasse ist im Jahr 2018 stärker den je und hat viele interessante Optionen. Das BQ Aquaris X2 zeigte hier im Test das dieses eine herausragende Wahl in der 300€ Preisklasse ist. Ich würde sogar soweit gehen und das Aquaris X2 zum besten Allrounder in der Mittelklasse zu erklären!

Kein anderes mir bekanntes Smartphone kann so gut durchgehend überzeugen! PS. BQ ist sogar eine Europäische Firma, was vielleicht auch ein kleiner Pluspunkt ist.

Positiv

  • Tolle Optik
  • Leistungsstarker SoC (Snapdragon 636)
  • Schönes Display
  • Starke Kamera auch im Low Light
  • Herausragende Lautsprecher
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sauberes Android One

 

Neutral

  • Kamera Weißabgleich teils etwas warm (Update dafür soll laut BQ kommen)

 

Negativ