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Die neue Corsair K70 MK.2 Tastatur im Test, besser geht´s kaum!

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Corsairs Gaming Tastaturen sind berühmt und berüchtigt. Corsair war einer der ersten Hersteller der den Trend zu mechanischen Gaming Tastaturen losgetreten hat, seitdem hat sich allerdings einiges verändert.

Es gibt jede Menge neuer Schalter-Typen, RGB Beleuchtung, Software Feature usw. Daher hat sich Corsair entschieden seine K70 Tastatur, welche durchaus schon ein aktuelleres Modell war, nochmals zu überarbeiten.

Die K70 MK.2 wurde von Corsair am 12.06 dieses Jahr vorgestellt und soll durch einige kleinere Verbesserungen und Optimierungen gegenüber dem Vorgänger überzeugen.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen, ob dieses auch wirklich gelingt! Lohnt sich die neue Corsair K70 MK.2 oder sollte man in der 170€ Preisklasse nicht lieber gleich zur K95 greifen?

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der K70 MK.2!

 

Die Corsair K70 MK.2 im Test

Wie man bei einem Refresh eines bestehenden Produkts erwarten kann, hat sich äußerlich erst einmal nicht viel bei der Corsair K70 MK.2 getan.

Es handelt sich hier um das typische Corsair Design, welches über Jahre mittlerweile etabliert und verfeinert wurde.

Das Auffälligste ist wie bei den meisten höherpreisigen Corsair Tastaturen ist die schwarze Aluminium Basisplatte. Diese verleiht der Tastatur eine sehr hochwertige und auch teure Optik. Natürlich sorgt diese Grundplatte auch für eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit. Die untere Hälfte der Tastatur ist zwar aus Kunststoff gefertigt, aber dies fällt nicht negativ ins Gewicht. Die K70 MK.2 wirkt angenehm Massiv. Man merkt sofort, dass dies kein 08/15 Modell eines China Herstellers ist.

Dies ist bei mechanischen Tastaturen, gerade wenn diese preislich etwas höher angesiedelt sind, etwas sehr Wichtiges. Die K70 MK.2 hebt sich gefühlt von der Masse ab.

Dabei ist der grundsätzliche Aufbau der Tastatur allerdings gar nicht so ungewöhnlich. Es handelt sich bei der K70 MK.2 um das klassische QWERTZ Layout inklusive Nummernpad.

Auf eine zusätzliche Reihe Makro-Tasten oder Ähnliches hat Corsair verzichtet. Dies bleibt der K95 aktuell vorbehalten.

Was dafür mit an Bord ist sind jede Menge Multimedia Tasten, wie auch ein kleines metallenes Scrollrad für die Lautstärke. Dies sind so die Kleinigkeiten, welche die K70 MK.2 interessant machen.

Zwar setzt Corsair bei den Multimedia Tasten nicht auf mechanische Schalter, aber auch diese Tasten wirken hochwertig umgesetzt. Gerade das Metallrad wirkt angenehm wertig.

Was die Ergonomie betrifft, bietet die K70 MK.2 zum einen ausklappbare Standfüße, welche die Tastatur etwas anwinkeln, wie aber auch eine optionale Handballenauflage.

Bei den Standfüßen merkt man mittlerweile Corsairs Erfahrung beim Bau vonTastaturen. Die Standfüße sind zum einen stark gummiert um ein Verrutschen zu verhindern, zum anderen klappen diese seitlich auf. Schiebt Ihr die Tastatur nach hinten können sich die Füße nicht von alleine Einklappen, wie dies beispielsweise bei den meisten Razer Tastaturen der Fall ist.

Auch sind die Standfüße recht massiv gebaut. Ein Abbrechen ist fast unmöglich. Die Handballenauflage wäre hier etwas mehr bedroht, da diese über einfache Plastikclips verfügt. Erfahrungsgemäß ist dies aber kein Problem bei Corsair Tastaturen.

Angeschlossen wird die K70 MK.2 ganz klassisch über ein sehr dickes und ummanteltes USB Kabel. Hierbei besitzt die Tastatur allerdings gleich zwei USB Anschlüsse.

Im Gegenzug gibt es immerhin einen USB Pass Through Port, für einen Funkempfänger oder Eure Maus.

Corsair setzt auch bei der K70 MK.2 treu auf Cherry MX Schalter. Dementsprechend handelt es sich auch um „Standard“ Cherry Tastenkappen, welche sich problemlos mit 3. Anbieter Tastenkappen austauschen lassen. Corsair legt sogar ein kleines Set alternativer WASD Tastenkappen mit in den Lieferumfang. Diese Tastenkappen besitzen eine deutlich rauere Oberfläche und lassen sich hierdurch in der Hitze des Gefechts besser erfühlen.

 

Taster

Wie bei allen mechanischen Tastaturen von Corsair wird auch bei der K70 MK.2 ausschließlich auf originale Cherry MX Taster gesetzt.

Zu Cherry MX muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen. 90% aller mechanischen Tastaturen auf dem Markt basieren auf Cherry MX Taster bzw. Kopien dieser. Beispielsweise Razer nutzt „eigene“ Taster, welche aber fast 1 zu 1 Cherry MX sind, nur Made in China. Die originalen Cherry sind hingegen Made in Germany und von der Qualität mehr oder weniger unerreicht. Zwar gibt es durchaus sehr gute Kopien, aber wenn ich die Wahl hätte, würde ich immer bei Cherry bleiben.

Corsair gibt Euch allerdings auch eine Wahl, und zwar was für Cherry Taster Ihr haben wollt.

Die Corsair K70 MK.2 wird mit Cherry MX Red, MX Brown, MX Silent und MX Speed im Handel erhältlich sein.

Die Cherry MX Red ist der Klassiker. Wenn Ihr hier eine Taste drückt, wird diese nach 2mm aktiviert, lässt sich dann aber nochmals bis zu 2mm drücken. Dies ist der große Vorteil von mechanischen Tastaturen.

Dies lösen nicht erst aus, wenn Ihr diese voll durchdrückt, sondern bereits vorher. Dies kann in Spielen ein gewisser Vorteil sein, da Ihr so schneller reagieren könnt als Nutzer mit Membranen Tastatur.

Hier ist natürlich der MX Speed nochmals eine optimierte „schnellere“ Version der MX Red. Ich finde die MX Speed an sich die angenehmsten, sowohl fürs Spielen wie auch Schreiben.

Daher wäre die MX Speed Version auch meine Empfehlung, letztendlich hängt dies aber von Eurem Geschmack ab.

 

Tippgefühl

Das Tippgefühl hängt natürlich sehr stark von den von Euch gewählten Schaltern ab und weniger von der eigentlichen Tastatur.

Zwei Tastaturen mit original Cherry MX Red Schaltern werden sich immer sehr ähnlich anfühlen. Je nachdem wie die Schalter allerdings in der Tastatur eingelassen sind, gibt es aber Unterschiede.

Im Falle der Corsair K70 MK.2 habt Ihr eine dicke Aluminiumbasisplatte. Durch diese „schwingt“ die Tastatur anders als hätte diese ein komplettes Kunststoffgehäuse.

Das Tippen auf der K70 fühlt sich sehr schön stabil, massiv und wertig an. Dies wird auch von der Geräuschkulisse in einem gewissen Rahmen bestätigt.

Die K70 MK.2 ist eine normal laute mechanische Tastatur. Jeder Tastenanschlag produziert ein recht befriedigendes dunkleres „Klack“.

Erneut hängt dies etwas von den von Euch gewählten Schaltern ab. Die MX Silent sind beispielsweise etwas gedämpft und somit deutlich leiser.

Abseits des hochwertigen Tippgefühls gibt es nicht viel Interessantes zu berichten. Corsair nutzt ein ganz klassisches QWERTZ Layout, ohne irgendwelche Modifikationen. Es gibt also keinen großen Umgewöhnung oder Lernprozess, sofern Ihr bereits eine „Standard“ mechanische Tastatur gewohnt seid.

Kommt Ihr von einer klassischen Tastatur ist es natürlich immer eine gewisse Gewöhnungsphase bis Ihr voll mit einer Tastatur wie der Corsair K70 MK.2 vertraut seid. Gerade die lineare Aktivierung kann ungewohnt sein. Die Tasten benötigen, sofern Ihr die MX Red oder Speed gewählt habt, von Anfang bis Ende die exakt gleiche Kraft zum Betätigen.

Es gibt also nicht anfangs diesen kleinen Startwiderstand wie bei vielen klassischen Tastaturen, was bei meiner ersten MX Red Tastatur damals auch erst etwas Eingewöhnung erforderte.

 

Software

Corsair setzt bei der K70 MK.2 voll auf die neue iCUE Software. Im Gegensatze zur alten CUE Software ist iCUE für alle Corsair Produkte, ob nun Tastaturen, Lüfter, Netzteile, Wasserkühlungen, Headsets usw.

iCUE ist ohne Frage eine der umfangreichsten Steuerungssoftwares die man aktuell finden kann. Dabei sind natürlich auch sämtlichen Basics mit an Bord, wie die Möglichkeit Makros auf jede Taste der Tastatur zu legen, oder eins von gefühlt duzenden Beleuchtungsmuster zu nutzen.

Ihr könnt auch etwas aufwendiger eigene Muster usw. erstellen oder halt eins der „Profile“ nutzen. Corsair versucht mit iCUE sogar eine Partnerschaft mit Spieleentwickler zu etablieren, wie beispielsweise beim neuen Far Cry. Hierbei spiegelt die Beleuchtung das Geschehen im Spiel wieder.

Wenn ich an iCUE etwas zu bemängeln hätte, dann die Übersichtlichkeit. Teilweise wird man schon etwas erschlagen an Untermenüs usw.

Bonuspunkte gibt es wiederum für den internen Speicher. Profile lassen sich direkt auf der Tastatur speichern. Installiert Ihr Windows neu oder schließt die Tastatur an einen anderen PC an sind Eure Einstellungen also nicht verloren.

 

Beleuchtung

Natürlich besitzt die Corsair K70 MK.2 eine RGB Beleuchtung. Hierbei besitzt auch jede einzelne Taste auch eine eigene LED. theoretisch wäre es, also möglich jeder Taste der Tastatur eine eigene Farbe zuzuweisen.

Praktisch wird man aber vermutlich eine Farbe oder ein Muster/Welle einstellen. Im Gegensatz zur großen K95 besitzt die K70 MK.2 allerdings keine zusätzliche LEDs zur Beleuchtung des Schreibtisches oder Ähnliches.

Die RGB Beleuchtung beschränkt sich also aufs Tastenfeld. Dabei ist die Beleuchtung allerdings absolute erste Klasse!

Die LEDs sind angenehm hell und kräftig. Auch scheint recht viel Licht durch die Tasten hindurch. Es ist gut ersichtlich, dass Corsair hier die besten LEDs, die man so ziemlich bekommen kann.

Auch der Controller macht einen tadellosen Job. Farbwechsel und Ähnliches sind sehr schön weich und flüssig. Dabei gibt es auch kein merkbares Flackern oder Flimmern der LEDs, wie dies teilweise bei günstigeren Tastaturen der Fall ist.

Ich behaupte Corsair nutzt hier vermutlich ein sehr ähnliches Setup wie bei der K95 Platinum. Lediglich die Tesoro GRAM SE Spectrum ist noch heller als die K70 MK.2.

 

Fazit

Wenn Ihr eine High End Tastatur sucht, ist es fast unmöglich an Corsairs Lineup vorbeizukommen. Die neue K70 MK.2 stellt hierbei ein hervorragende Wahl dar, welche sich auch nicht hinter der großen K95 verstecken muss.

Dank der hervorragenden Verarbeitung und der massiven Materialwahl fühlt sich die Corsair K70 MK.2 sehr hochwertig an. Selbiges gilt auch für das Tippen auf der Tastatur.

Dies liegt natürlich zum größten Teil an den original Cherry Tastern, wo Ihr gleich die Wahl zwischen vier verschiedenen Typen habt, MX Red, MX Brown, MX Silent und MX Speed.

Cherry MX Taster sind ohne Frage die qualitativ so ziemlich besten, die man in Gaming Tastaturen finden kann. Dies, gepaart mit der starken Verarbeitungsqualität und der Basisplatte aus Aluminium, sorgt für ein hochwertiges Tippgefühl, welches sich natürlich auch auf Spiele positiv ausübt.

Hinzu kommt natürlich die hervorragende und leuchtstarke RGB Beleuchtung und kleinere Bonusfunktionen wie die Multimedia- Tasten und es ist schwer in der premium Preisklasse etwas anderes zu empfehlen als die Corsair K70 MK.2.

Ganz klar gesagt Corsair hat hier alles richtig gemacht! Seid Ihr also bereit 160€+ für eine absolute High End Tastatur auszugeben, ist die K70 MK.2 neben der Corsair K95 die beste Wahl!

Der Dell S2719DM Monitor im Test

Neben seinen Computern und Servern ist Dell auch für seine sehr guten Monitore bekannt. Eins der neusten Modelle in Dells Sortiment ist der S2719DM.

Dieser Monitor soll neben einer natürlich sehr guten Bildqualität auch mit einer starken HDR Unterstützung wie auch einem extrem schicken und minimalistischen Design punkten.

Dafür will Dell aber auch knappe 500€ haben. Ein stolzer Preis für einen Monitor welcher keine 4K Auflösung bietet. Aber kann der Dell S2719DM dennoch punkten? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser stelle vielen Dank an Dell, welche mir diesen Monitor für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Dell S2719DM im Test

Das Design des S2719DM ist ein sehr wichtiger Punkt bei diesem Monitor. Dell richtet sich hier ganz klar etwas an die Minimalisten und ich würde fast sagen Apple Nutzer, zumindest, was das Design angeht.

Die Front des Monitors besteht mehr oder weniger ausschließlich aus dem Display Panel. Der Rahmen des Monitors ist fast nicht existent. Gerade im ausgeschalteten Zustand sind die Ränder kaum zu erkennen.

Lediglich am unteren Rand ist ein etwas breiterer Rahmen mit Dell Logo. Breit ist hier aber sehr relativ.

Der Dell S2719DM wirkt schön schlank und schlicht. Dieser Eindruck bleibt auch bei einer seitlichen Betrachtung bestehen. Der S2719DM ist sehr dünn mit einer silbernen Aluminiumrückseite, welche an den Seiten spitz zusammenläuft, wodurch der Monitor nochmals dünner wirkt.

Zentral auf der Rückseite sind die Anschlüsse, wie auch ein großes Dell Logo angebracht. Die Anschlüsse bieten aus meiner Sicht aber etwas Raum für Verbesserungen. Wir finden hier zwei HDMI Ports, einen Kopfhörerausgang und den Anschluss für ein Netzteil.

Ein zusätzlicher USB C Port wäre hier sicherlich klasse gewesen um ein MacBook oder auch Dell XPS direkt mit dem Monitor verbinden zu können. Aber zwei HDMI Ports sind grundsätzlich auch okay.

Wie bei schlanken Monitoren üblich besitzt auch der Dell S2719DM ein externes Netzteil, welches aber qualitativ ansprechend hochwertig wirkt.

Leider ist Dell aber beim Standfuß ein paar Kompromisse eingegangen, vermutlich aus Gründen des Designs. Der Standfuß an sich ist sehr schön stabil und wirkt auch gut gemacht. Aber es fehlt eine Höhenverstellung und die Möglichkeit den Monitor zu drehen. Ebenso ist es nicht möglich einen VESA Mount zu installieren.

Ihr seid also auf den Standfuß angewiesen. Immerhin den Winkel des Monitors könnt Ihr verändern.

Die Tasten zur Steuerung und Anschlussauswahl sind sehr gut erreichbar am unteren Rand des Displays angebracht. Dabei lassen sich die Tasten auch gut drücken. Lob muss man Dell für das OSD aussprechen. Dieses ist zwar weniger komplex als bei einigen anderen Monitoren, aber gut zu navigieren! Die wichtigen Einstellungen sind selbstverständlich dennoch vorhanden.

 

Auflösung und Panel

Dell setzt beim S2719DM auf ein 27 Zoll IPS Panel mit einer Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Damit bietet der S2719DM ein merkbar schärferes Bild als ein normaler Full HD Monitor, ist aber weniger schwer zu betreiben als eine 4K Auflösung, was die Gamer freuen wird.

2560×1440 Pixel auf 27 Zoll ist eine sehr angenehme Auflösung für alle Anwendungen. Es gibt wenig Gründe aus einer neutralen Perspektive auf eine höhere Auflösung zu setzen.

Was die Bildwiederholungsrate angeht, bietet der S2719DM die üblichen 60Hz. Es wird auch AMD FreeSync unterstützt, welches aber in diesem Fall eher ein Gimmick ist. Interessanter ist die Unterstützung diverser HDR Standards. Mit an Bord ist neben dem sehr wichtigen HDR10 auch der etwas neuere DisplayHDR 400 Standard. HDR10 wird beispielsweise von der Playstation 4 unterstützt. Dazu aber später mehr.

Die Oberfläche des Monitors ist von Dell matt gewählt. Spiegelungen sind kein großes Problem.

 

Helligkeit und Kontrast

Dell wirbt beim S2719DM recht aggressiv mit seiner Helligkeit von 600 cd/m² „Ein beispielloser Anblick: Die maximale Helligkeit von 600 cd/m² ermöglicht brillante Bilder auf den aktuell hellsten ultraflachen Monitoren.“

Allerdings wenn man etwas herunter scrollt, sieht man das der S2719DM die 600 cd/m² nur temporär „Peak“ erreichen kann und dass die reguläre Helligkeit lediglich bei 400 cd/m² liegt. Lediglich ist hier natürlich auch etwas untertrieben.

400 cd/m² ist schon sehr hell für einen 27 Zoll Monitor, würde dieser Wert erreicht, gäbe es keinen Grund zu klagen.

Die beworbenen 400 cd/m² werden sogar leicht übertroffen mit 435 cd/m² im Maximum. Damit ist der Dell S2719DM der hellste Monitor, den ich bisher testen durfte.

Aber wie kommt Dell auf 600 cd/m²? Diese 600 cd/m² können nur im HDR Modus abgerufen werden um Gegenlicht oder Ähnliches zu simulieren. Würden konstant 600 cd/m² erreicht, könnte dies eventuell zu einem vorzeitigen Altern der LEDs oder einer zu hohen Hitzeentwicklung führen.

Vermutlich hat daher Dell die Helligkeit im Normalbetrieb auf 400 cd/m² beschränkt, was aber immer noch sehr gut ist.

Wie steht es um den Kontrast? Dieser wird von Dell mit den IPS typischen 1000:1 angegeben.

Mit 790:1 ist der Kontrast etwas niedriger beim S2719DM als angegeben. 790:1 ist nicht überragend, aber für einen IPS Panel Monitor ein solider Wert.

Kommen wir abschließend noch zur Ausleuchtung. Eine perfekte Ausleuchtung ist selbst bei Monitoren der 1000€+ Preisklasse nicht selbstverständlich, wie steht es dann um den S2719DM? Dell wirbt damit das man im Inneren eine Lichtleiterplatte aus Corning Iris Glas nutzt.

Das Licht der LEDs, welche hinter dem Panel verbaut sind und für das Leuchten des Monitors sorgen, muss verteilt werden. Hierfür setzten Monitore in der Regel auf mehrere Plexiglas Platten, halbdurchsichtige Folien usw.

Corning bietet aber mit dem Iris Glas eine dünne all in one Lösung an, welche das Licht bestmöglich verteilen soll und dabei eine extra dünne Bauform ermöglicht. Funktioniert dies?

Die Ausleuchtung des Dell S2719DM ist „okay“ mit einer maximalen Abweichung von 17% in der linken oberen Ecke. Ansonsten ist die Ausleuchtung aber ausreichend gleichmäßig. Ebenso gibt es keine Lichthöfe oder Ähnliches die stören.

Kurzum es ist hier noch etwas Luft nach oben, aber ich habe schon Schlimmeres gesehen.

 

Farbspektrum/Farbraum

Der S2719DM wird von Dell zwar nicht als professioneller Monitor positioniert, aber man versucht mit diesem durchaus Hobbyfotografen oder Grafiker anzusprechen. So wirbt Dell mit „Ein beeindruckendes Farbspektrum von mehr als 85 % DCI-P3, mehr als 99 % sRGB-Abdeckung und QHD-Auflösung sorgen für umwerfend realistische Bilder.“

Schauen wir uns das Ganze einmal in der Praxis an. Werden diese 99% wirklich erreicht?

Mit 100% sRGB Farbraum Abdeckung und 76% AdobeRGB Abdeckung bietet der S2719DM von Dell hier durchaus eine solide Leistung, welche dem hohen Preis auch gerecht wird.

Damit eignet sich der Monitor grundsätzlich auch wirklich für semi-professionelle bis professionelle Arbeiten, zumindest, was den Farbraum angeht.

Wie steht es um die Kalibrierung? Ist diese von Haus aus bereits gut genug oder wird ein Kalibrierungstool benötigt?

Jupp diese ist bereits vom Werk aus ziemlich genau. Es gibt den üblichen Ausreißer im türkisen Farbspektrum, welcher vermutlich aber am Datacolor Spyder 5 ELITE Messgerät liegt.

Ansonsten finden wir einen Delta E Werte von 1 oder kleiner, was hervorragend ist!

 

Subjektiver Bildeindruck und HDR

Der erste Bildeindruck ist sehr gut. Der Dell S2719DM wirkt scharf, mit kräftigen und guten Farben wie auch einer starken Helligkeit.

Allerdings lässt der Schwarzpunkt etwas zu wünschen übrig. Gerade bei der Windows Taskleiste fällt auf das der S2719DM nicht das tiefste Schwarz produziert. Dies liegt allerdings zumindest etwas an der hohen Helligkeit, welche von Werk aus eingestellt ist. Hinzu kommt der eher mittelmäßige Kontrast.

Reduzieren wir die Helligkeit auf die 200-250 cd/m², dann fällt dies allerdings weniger auf. Natürlich ist der Kontrast und der Schwarzpunkt nicht schlecht, aber wenn ich auf einen Punkt zeigen müsste der der schlechteste am S2719DM ist, dann wäre es dieser.

Abseits davon produziert der S2719DM ein hervorragendes Bild, welches sich selbst hinter professionellen Monitoren wie dem BenQ SW271 nicht verstecken muss. Foto und Video Bearbeitung ist problemlos gut und genau auf dem Monitor zu machen, unter anderem aufgrund der hohen Farbgenauigkeit.

Aber auch für Multimedia eignet sich der Dell sehr gut! Gerade wenn Ihr Interesse an HDR Inhalten habt, ist der S2719DM sehr interessant. In Kombination mit der PS4 und Spielen wie Horizon Zero Dawn erhaltet Ihr einen sehr schönen und ausgeprägten HDR Effekt. Allerdings erwartet hier auch keine Wunder.

HDR ist eher eine leichte, aber merkbare Kontrastverbesserung. Gerade Dinge wie Wolken und natürlich generell die Beleuchtung wirkt plastischer. HDR, auch wenn wie beim S2719DM ein sehr gutes HDR, fällt dennoch eher in die Kategorie „Nice to have“.

Zwar ist der S2719DM kein „Gaming“ Monitor, aber dieser eignet sich natürlich auch für das übliche Casual Gaming. Ein besonders hoher Imputlag oder Ähnliches ist mir nicht aufgefallen.

Auch wenn es immer blöd klingt, aber es fühlt sich immer anders an einen Monitor zu nutzen ohne dicken Rahmen. Natürlich verändert dies die Bildqualität an sich nicht, aber die Wahrnehmung des Bilds verändert sich doch. Unterbewusst vermittelt dies einem das Gefühl ein moderneres Gerät vor sich stehen zu haben. So auch beim S2719DM.

 

Stromverbrauch

Dell gibt die Leistungsaufnahme des S2719DM mit erstaunlich genauen 20,74W auf seiner Webseite an. Sollte dieser Wert stimmen ist dies recht energiesparsam für einen 27 Zöller mit 2K Auflösung.

Die 20,x W seitens Dell sind etwas optimistisch, aber erreichbar. Auf 100% Helligkeit benötigt der Monitor 29,7W, auf 50% 21,4W.

Dells Angabe bezieht sich also auf eine Helligkeit von 40-45%. Bei einem normalen Monitor wäre dies etwas wenig, aber aufgrund der hohen Helligkeit des S2719DM entsprechen 45% immer noch ca. 220 cd/m². Dies ist ein ziemlich optimaler Wert für normale Office- Arbeiten.

Von daher ja der Dell S2719DM ist ein sehr sparsamer Monitor.

 

Fazit

Der Dell S2719DM versucht sich natürlich primär über sein Design zu verkaufen. Wäre Euch das Design völlig egal, gäbe es durchaus die Möglichkeit einen vergleichbaren Monitor für ein paar Euro weniger zu bekommen. Dann halt mit dickerem Gehäuse und Rahmen.

Allerdings lebt der S2719DM nicht nur von seinem Design. Auch die Bildqualität ist stark! Dabei sticht besonders die hohe Helligkeit hervor, wie auch das gute Farbspektrum.

Letzteres in Kombination mit der guten Kalibrierung, welche von Haus aus vorliegt, erlaubt es den Dell S2719DM auch für Foto- und Videobearbeitung zu nutzen.

Hier hilft ebenso die etwas höhere Auflösung von 2560×1440 Pixeln. Ein weiterer großer Pluspunkt ist die gute HDR Unterstützung, welche dank der hohen maximalen Helligkeit zu den besseren gehört, die ich bisher gesehen habe.

Dies gemeinsam mit der guten Bildqualität macht den S2719DM auch zu einem super Multimedia Monitor. Auch Gaming, gerade in Kombination mit der PS4, macht viel Spaß auf dem S2719DM, auch wenn dieser natürlich kein „Gaming“ Monitor im engeren Sinne ist.

Soweit so gut aber was spricht gegen den Dell S2719DM? Zum einen das Fehlen einer Höhenverstellung und zum anderen der etwas mittelmäßige Kontrast.

Das war es dann aber auch schon. Sucht Ihr also einen designstarken und schlanken Monitor, welcher sich sowohl bei der Office wie auch Multimedia Nutzung gut schlägt, dann seid Ihr beim S2719DM von Dell an der richtigen Adresse.

Positiv

  • Hohe Bildqualität
  • 100% sRGB Abdeckung
  • Gute Kalibrierung von Haus
  • Sehr hohe Helligkeit
  • HDR
  • Sehr schlankes und schickes Design

Neutral

  • Ausleuchtung mittelmäßig

Negativ

  • Keine Höhenverstellung

Die XFree Tune von Tribit im Test, herausragende Bluetooth Kopfhörer für 50€!

Ein Paar gute Bluetooth Kopfhörer ist heut zu tage wichtiger denn je, wo immer mehr Geräte auf den 3,5mm Kopfhöreranschluss verzichten. Vor noch gar nicht allzu langer Zeit musste man für ein Paar guter Bluetooth Kopfhörer schon ordentlich Geld auf den Tisch legen.

Allerdings dank der diversen asiatischen Anbieter hat sich dies deutlich gewandelt. Für rund 50€ sind durchaus schon gute Bluetooth Kopfhörer zu bekommen.

Ein sehr vielversprechender Kandidat sind hier auch die XFree Tune von Tribit. Tribit hatte mich zuletzt mit dem XSound Go Bluetooth Lautsprecher sehr positiv überrascht.

Wollen wir daher doch im Test einmal schauen ob dies auch die XFree Tune schaffen! Neugierig?

 

Die XFree Tune vom Tribit im Test

Die XFree Tune von Tribit besitzen ein recht normales Design und Form für Bluetooth Kopfhörer. Man setzt hier auf ein Over-Ear Design, welches allerdings etwas für die Nutzung in der Öffentlichkeit geschrumpft wurde.

Die Ohrmuscheln sind also nicht winzig, aber auch nicht riesig. Man geht hier einen guten Mittelweg aus Portabilität und Komfort.

Beim Gehäuse nutzt Tribit ein Softtouch Kunststoff, welcher sich sicherlich gut anfühlt aber leider auch recht anfällig gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken ist. Immerhin der Mechanismus um die Kopfhörer in der Höhe zu verstellen und um diese einzuklappen ist aus Aluminium gefertigt.

Dies in Kombination mit der durchaus „kräftigen“ Verarbeitung verleiht den XFree Tune eine gewisse Massivität. Die Kopfhörer klappern nicht und fühlen sich generell wertig an.

Die Tribit XFree Tune sind keine billigen Plastikbomber! Damit ist man bereits vielen Kopfhörern in dieser Preisklasse ein gutes Stück voraus.

Optisch sind die XFree Tune relativ neutral. Auf der Rückseite der Ohrmuscheln gibt es lediglich ein angedeutetes Metallgitter und Tribit Logo. Ansonsten sind die Kopfhörer schon neutral schwarz.

Dies sind also keine Kopfhörer die in der Öffentlichkeit schreien „Schaut mich an“.

Was die Tasten und Anschlüsse angeht, finden wir das Übliche. Also eine Multifunktionstaste zum ein/ausschalten der Kopfhörer wie auch eine Lautstärkewippe. Letztere ist auch mit vor und zurück doppelt belegt. Zum Aufladen des Akkus ist der typische microUSB Port vorhanden und für die kabelgebundene Nutzung ein 3,5mm Port.

Sonderlich oft müsst Ihr den Akku der XFree Tune nicht laden. Der Hersteller gibt die Laufzeit mit 24 Stunden an. Etwas optimistisch wie ich finde, aber 16+ Stunden sind gut möglich.

 

Tragekomfort

Tribit setzt bei den XFree Tune auf eine Art „Semi-Over Ear“ Design. Die Ohrmuscheln sind zwar deutlich größer und ausgeprägter als bei On-Ear Kopfhörern, aber nicht groß genug, dass diese Eure Ohren voll umschließen.

Die Ohrpolster liegen also teils auf Euren Ohren auf. Dies ist allerdings nicht schlimm. Die Polsterung der XFree Tune ist zwar nicht übermäßig dick, aber recht angenehm. Das gewählte Kunstleder fühlt sich gut an den Ohren an und drückt selbst nach längerem Tragen nicht.

Auch der Anpressdruck ist gut gewählt. Dieser ist nicht zu hoch, dass die Kopfhörer zu sehr drücken, aber auch nicht zu niedrig, dass diese abfallen könnten.

Kurzum ich würde den Tragekomfort mit einer 2- bewerten.

 

Klang

Das Wichtigste bei Kopfhörern ist selbstverständlich der Klang. Wie schlagen sich hier die Tribit XFree Tune?

Gut wenn nicht sogar sehr gut ist hier ganz klar die Antwort!

Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Die Höhen der Tribit XFree Tune sind angenehm klar und auch sehr schön sauber. Allerdings auch nicht übermäßig scharf oder super brillant.

Man hält hier eine recht gute Balance. Für meinen Geschmack könnten die Höhen zwar durchaus noch etwas schärfer sein, aber das ist Geschmackssache. Die XFree Tune sind so wie sie sind sehr angenehm und auch nicht übermäßig anstrengend.

Gerade wenn Ihr viel und lange auf maximaler Lautstärke hört, habt Ihr im Anschluss nicht dieses „Pfeifen“ in den Ohren, wie bei sehr scharfen Kopfhörern.

Auch haben die XFree Tune hierdurch einen etwas entspannteren Grundton. Die Kopfhörer klingen tendenziell eher etwas wärmer und weicher, aber auch nicht dumpf oder matt.

Die Mitten sind recht neutral bis vielleicht etwas angehoben. Hierdurch sind Stimmen überdurchschnittlich gut verständlich.

Allerdings haben die Tribit XFree Tune hierdurch aus etwas leicht bauchiges. Gerade da auch die oberen Bässe etwas stärker betont werden.

Kommen wir damit auch zu den Bässen. Diese sind bei den Tribit XFree Tune sehr ordentlich! Die Kopfhörer klingen voll und satt. Der Tiefgang könnte zwar etwas besser sein, ist aber auch nicht schlecht.

Die grundsätzliche Bassmenge ist relativ neutral bis vielleicht leicht angehoben. Hierdurch klingen die Kopfhörer zwar durchaus spaßig, aber der Beat drängt sich auch nicht zu sehr in den Vordergrund.

Ich denke die absolute Mehrheit aller Menschen wird hier vollkommen zufrieden sein, was den Bass angeht.

Die Tribit XFree Tune klingen nicht „billig“ oder versuchen auch nicht durch einen bescheuert starken Bass von anderen akustischen Schwächen abzulenken. Die generelle Detailwiedergabe und auch das subjektive Klang empfinden ist sehr gut.

Gerade bei Rock und Pop Musik fühlen sich die Tribit sehr wohl. Beispielsweise „Alone in A Room“ von Asking Alexandria oder „The Broken“ von 3 Doors Down sind Titel welche den Kopfhörern extrem gut liegen, aufgrund des etwas wärmeren Grundtons.

Auch wenn die Tribit XFree Tune auf den ersten Blick vielleicht wie offene Kopfhörer aussehen, scheint dieser offene Aufbau nur „Deko“ zu sein. Die XFree Tune scheinen normale geschlossene Kopfhörer zu sein, mit allen Vor- und Nachteilen, die dies bringt.

 

Fazit

Günstige Bluetooth Kopfhörer haben sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Gab es vor 2-3 Jahren noch kaum etwas Vernünftiges in der 50€ Preisklasse ist es aktuell problemlos möglich wirklich gute Kopfhörer für dieses Geld zu erhalten.

Dies beweisen auch die Tribit XFree Tune! Für 50€ erhaltet Ihr hier wirklich ein paar sehr guter Kopfhörer, welche in allen Belangen überzeugen können.

Das Wichtigste ist hier natürlich der angenehme Tragekomfort und der sehr gute Klang. Die XFree Tune klingen angenehm hochwertig mit einer hohen Spielfreude.

Dabei schaffen es die Kopfhörer eine gute Balance zwischen einem lebendigen und natürlichen Klang zu halten. Musik macht Spaß mit den XFree Tune zu hören! Die Tribit zwar keine absoluten Bass Monster, aber das muss ja nichts Schlechtes sein. Der Bass ist weiterhin als sehr gut zu bezeichnen und auch die Masse passt absolut für eine allround Nutzung.

Die Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei sehr guten 24 Stunden. Praktisch sind es allerdings eher 16+ Stunden, was aber immer noch stark ist!

Kurzum ich kann eine volle Empfehlung für die XFree Tune aussprechen! Viel mehr kann man für 50€ nicht erwarten. Die Tribit XFree Tune sind verdammt dicht dran an vielen 100€+ Kopfhörer der großen Herstellern.

Tribit scheint sich nach seinem sehr guten Bluetooth Lautsprecher und nun diesen Kopfhörern zu einer Art kleinem Geheimtipp für Audioprodukte zu entwickeln.

Positiv

  • Sehr guter und angenehmer Klang
  • Lange Akkulaufzeit
  • Guter Tragekomfort
  • Sehr gute Preis/Leistung

 

Negativ

  • Etwas empfindliches Softtouch Gehäuse

Die Egardia Alarmanlage mit Philips Hue im Test, das neue Smartes Sicherheits-Set!

Vor ein paar Jahren war ein Alarm-System in Wohnungen und Häusern noch etwas sehr exotisches und auch teures. Man brauchte hier Spezialfirmen welche diese Systeme installierten.

Dies hat sich natürlich in den letzten Jahren etwas gewandelt, unter anderem dank smarter Alarmanlagen.

Eins der besten und auch sichersten Systeme die mir hier die letzten Jahre begegnet ist, stammte dabei von Egardia.

Egardia hat nun mit Philips einen neuen Partner gewonnen. Es ist nun möglich Philips Hue Leuchtmittel mit der Alarmanlage von Egardia zu verknüpfen.

Hierzu hat Egardia ein neues Set auf den Markt gebracht, welches sowohl die Egardia Alarmanlage umfasst, wie auch ein Philips Hue Starterset.

Wollen wir uns das Ganze doch einmal im Test ansehen. Wie gut ist die Egardia Alarmanlage im smarten Sicherheits-Set?

An dieser Stelle vielen Dank an Egardia für das Zurverfügungstellen dieses Sets!

 

Die Egardia Alarmanlage mit Philips Hue im Test

Wie genau der Lieferumfang Eurer Egardia Alarmanlage aussieht hängt davon ab welches Set Ihr gekauft habt. Wir konzentrieren uns in diesem Test auf das „Smarte Sicherheits-Set“ Aktionspaket bestehend aus Egardia Alarmanlage und Philips Hue Starter Set.

Öffnet Ihr den Karton findet Ihr im Inneren zwei Sets. Einmal ein Karton mit dem Philips Hue Equipment und ein Karton mit der Egardia Alarmanlage.

Starten wie bei der Egardia Alarmanlage. Folgende Teile liegen hier mit im Lieferumfang:

  • 1x Alarmzentrale GATE-03
  • 2x Bewegungsmelder
  • 1x Öffnungsmelder
  • 1x Fernbedienung mit Paniktaste
  • 1x Pincode-Bedienteil mit Paniktaste

Und diverses Montage Zubehör

Starten wir bei der Alarmzentrale. Diese ist das Herz des Systems und kümmert sich um die Kommunikation bzw. Vernetzung der einzelnen Module. Ohne die Alarmzentrale geht gar nichts.

Diese ist ein kleiner weißer Kunststoff Kasten mit einem Lautsprecher auf der Oberseite und zwei LEDs auf der Front.

Dieser „Lautsprecher“ dient als Sirene für die Alarmanlage und kann bis zu 104db erreichen. Dies ist bereits ordentlich laut. Wollt Ihr mehr gäbe es auch eine optimale Zusatzsirene welche man außen am Haus anbringen kann. Diese ist aber nicht im Basis Set enthalten.

Die Alarmzentrale muss an einem wenn möglich Zentralen Ort mit dem Strom und Netzwerk (via LAN) verbunden werden. Zusätzlich bietet die Alarmzentrale etwas was man nur sehr selten bei normalen smarten Sicherheitssystemen sieht, nämlich einen integrierten Akku.

Im Falle eines Stromausfalls kann die Alarmanlage zu mindestens teilweise noch 8 Stunden weiterarbeiten. Teilweise bedeutet natürlich das Funktionen die eine Netzwerkverbindung benötigen nicht funktionieren (sofern auch Router usw. ausgefallen sind). Allerdings die Sirene arbeitet weiter.

Mit der Alarmzentrale können bis zu 160 Sensoren und Module verbunden werden. Fünf solcher liegen bereits mit im Lieferumfang.

Leider liegt nur ein Tür/Fenstersensor mit im Lieferumfang. Hierbei handelt es sich um ein einfaches magnetisches System. Das Hauptmodul muss am Rahmen angebracht werden und der Magnet jeweils am Fenster/Tür. Öffnet sich nun diese wird der Magnet vom Sensor getrennt und dieser übermittelt dies an die Basis, welche dann Alarm schlagen kann.

Gleich zwei Bewegungsmelder liegen im Basis Set. Diese funktionieren genauso wie man dies erwarten kann. Ihr bringt diese im Flur an und beim Erkennen einer Bewegung lösen diese Alarm aus. Egardia betont hier, dass es sich um haustierfreundliche Bewegungsmelder handelt.

Dies kann ich in einem gewissen Rahmen bestätigen, bei einer Katze lösen diese nicht aus, zu mindestens nicht wenn die Katze einfach durchs Bild läuft.

Habt Ihr allerdings einen Bernhardiner oder Ähnliches würde ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen das dieser nicht möglicherweise den Sensor auslöst.

Zwar ist natürlich eine Steuerung via App möglich, aber im Alltag ist dies oftmals gar nicht so praktisch. Viel praktischer ist hier die beiliegende Fernbedienung. Diese lässt sich einfach am Schlüsselbund befestigen und schaltet die Alarmanlage mit einem Knopfdruck ein bzw.

Erfreulicherweise ist diese Fernbedienung auch angenehm kompakt, im Gegensatz zu den Modellen einiger Konkurrenten.

Alternativ könnt Ihr aber auch das Keypad nutzen. Dieses könnt Ihr innen bzw. außen neben der Haustür anbringen. Über dieses Bedienteil könnt Ihr mithilfe eines Pins die Alarmanlage ein bzw. ausschalten.

Habt Ihr eine größere Familie oder ein Büro muss so nicht jede Person über eine Fernbedienung oder die App verfügen, praktisch!

Natürlich gibt es neben diesen Teilen auch jede Menge zusätzliche Module. Ich würde Euch generell mehr Öffnungsmelder empfehlen. Warum mehr dazu später.

Neben der Egardia Alarmanlage ist auch das Philips Hue Set ein wichtiger Bestandteil dieses Sets.

Zu Philips Hue muss ich glaube ich nicht mehr viel sagen. Hue ist ohne Frage das beste smarte Beleuchtungssystem auf dem Markt, was sich aber auch normalerweise auf dem Preis wiederschlägt.

Im Egardia smarte Sicherheits-Set liegt die Hue Bridge, also die Basis-Station, wie auch zwei E27 RGB Glühbirnen bei. Dieses Set hat einen Wert von ca. 150€.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung verläuft soweit problemlos und lässt sich wie beworben auch ohne große Vorkenntnisse durchführen.

Im Gegensatz zu vielen anderen „smarten“ Alarmanlagen muss die Ersteinrichtung hier nicht am Smartphone durchgeführt werden, sondern am PC/Mac.

Verbindet zuerst Eure Anlage mit dem Strom und Netzwerk. Geht dann an einen PC und ruft http://egardia.com/registrieren auf.

Hier müsst Ihr nun einen Code eingeben, welcher auf der Rückseite der Basis Station zu finden ist. Daraufhin werden einige Daten von Euch aufgenommen wie Name, Adresse, Telefonnummer für Benachrichtigungen und natürlich auch Passwort und Benutzernamen.

Zu guter Letzt wird auch Eure IBAN Nummer, für die 9€ monatlich, verlangt.

Seid Ihr mit der Einrichtung durch, könnt Ihr Euch entweder in der Web UI oder in der App einloggen. Die bereits mitgelieferten Sensoren sind im Übrigen bereits in der Anlage einprogrammiert.

 

Der Sicherheitsdienst

Ein wichtiger Punkt bei der Egardia Alarmanlage sind sicherlich die Folgekosten. Der sogenannte „Sicherheitsdienst“ kostet 9€ im Monat. Was erhaltet Ihr dafür? Primär SMS bzw. Telefon Benachrichtigungen im Alarmfall.

Diese verursachen Egardia durchaus Kosten, weshalb mir beispielsweise auch keine smarte Alarmanlage bekannt ist, welche kein Folgekosten hat und eine SMS bzw. Telefon Benachrichtigung mitbringt.

Auch gibt es 2 Jahre längere Garantie wie auch Telefon Support, einen Ereignisspeicher usw.

Wollt Ihr dies nicht, habt Ihr die Möglichkeit auch in das Basispaket downzugraden, welches keine Folgekosten hat. Hierfür muss man den Support kontaktieren. Man merkt also Egardia möchte, dass Ihr die 8,95€ im Monat zahlt.

Im Basis Paket erhaltet Ihr den üblichen Funktionsumfang. Also App Steuerung, Push Benachrichtigungen usw. Es fehlen aber halt SMS oder Telefon-Benachrichtigungen.

Auch funktioniert das Ganze nur bei einem Nutzer. Für private Nutzer könnte das Basis Paket also schon ausreichen, jedoch ist der Sicherheitsdienst an sich ein wichtiger Punkt, welcher auch die Egardia Alarmanlage etwas von vielen Konkurrenzprodukten abhebt. Gerade für Unternehmen oder Büros ist der Sicherheitsdienst sehr interessant! Hier sind SMS Benachrichtigungen an Vertrauenswürde Mitarbeiter sicherlich angenehmer als jedem eine App zu Installieren und Vollzugriff zu geben.

Entscheidet hier am besten selbst was Ihr braucht und was nicht. https://www.egardia.com/de/kosten

 

Benutzeroberfläche und Steuerung

Auch wenn es eine Smartphone App von Egardia gibt, wird die meiste Steuerung und Einrichtung der Alarmanlage über den Webbrowser gemacht. Die App ist wenn man so will eher ein Bonus.

Die Webbenutzeroberfläche hält hierbei sehr gut die Waage aus Übersichtlichkeit und Funktionalität. Ihr könnt hier neue Sensoren anlernen, bestehende Sensoren gruppieren und einzelnen Modi zuweisen wie auch die Kontaktpersonen verwalten.

Im System lassen sich bis zu fünf Personen festlegen, welche bei einem Alarm nacheinander kontaktiert werden. Dies kann via E-Mail, SMS oder Telefonanruf passieren.

Die Smartphone App hingegen ist nochmals eine deutlich vereinfachte Version der Webbenutzeroberfläche. Dies meine ich nicht mal negativ, die wichtigen Funktionen wie Push Benachrichtigungen bei Alarm und ein/ausschalten der Alarmanlage ist vorhanden.

Hierbei ist die App optisch und auch was die Benutzerfreundlichkeit angeht tadellos aufgebaut, genau wie die Web UI!

 

Im Alltag

Die Egardia Alarmanlage besitzt drei Modi, was sehr wichtig ist. Modus 1 = Aus, Modus 2 = An und Modus 3 = „zu Hause“, Letzteren nenne ich so zumindest ganz gerne.

Modus 1 und 2 sind klar, die Alarmanlage ist an bzw. aus. Ist die Alarmanlage an und ein Bewegungsmelder oder Öffnungsmelder meldet eine Aktion, wird ein Alarm ausgelöst.

Im Zuhause Modus hingegen sind nicht alle Sensoren aktiv, sondern nur die Öffnungsmelder. Schlaft Ihr nachts und ein Einbrecher versucht sich Zugriff zu verschaffen und öffnet ein Fenster oder eine Tür mit Sensor, wird ein Alarm ausgelöst.

Allerdings die Bewegungsmelder im Haus sind nicht aktiv. So könnt Ihr Euch abends dennoch frei durchs Haus bewegen ohne, dass ein Alarm ausgelöst wird.

Für eine Privatperson sieht die Tagesroutine also ungefähr wie folgt aus. Ihr verlasst morgens das Haus, sofern niemand mehr Zuhause ist, schaltet Ihr die Alarmanlage via Fernbedienung oder Keypad ein. Dies geht wie ich finde schneller und komfortabler als über die Smartphone App.

Kommt jemand oder Ihr nach Hause wird der Alarm via Keypad, App oder Fernbedienung wieder abgeschaltet.

Gegen Abend, kurz bevor Ihr ins Bett geht und sicher seid, dass niemand mehr eine Tür öffnet, schaltet Ihr die Alarmanlage via Fernbedienung oder Smartphone in den Zuhause Modus, damit Ihr auch über Nacht geschützt seid.

Morgens steht Ihr auf, drückt eine Taste auf der Fernbedienung um die Alarmanlage komplett abzuschalten, bis Ihr wieder das Haus verlasst.

So in der Art könnt Ihr Euch das Zusammenleben mit der Egardia Alarmanlage vorstellen. Hierbei ist erfahrungsgemäß die Fernbedienung Euer bester Freund.

Zwar ist die App Steuerung gut und schön, aber es ist doch schneller eine Taste zu drücken anstelle das Smartphone herauszukramen.  Ich beispielsweise habe immer eine Fernbedienung auf dem Nachttisch liegen um mich daran zu erinnern die Alarmanlage einzuschalten.

Ähnliches gilt für die Fernbedienung am Schlüsselbund oder das Keypad an der Haustür. Beides ist wie ich finde schneller als die App und beides dient auch als Erinnerungshilfe „ah Alarmanlage einschalten nicht vergessen“.

Wird nun ein Alarm ausgelöst, was passiert?

Dies hängt natürlich davon ab was für Einstellungen Ihr getätigt habt und ob Ihr den Sicherheitsdienst gebucht habt.

Grundsätzlich wird erst einmal die Sirene eingeschaltet. Ihr könnt in der Benutzeroberfläche die Sirene auch abschalten, dass es nur einen „stummen“ Alarm gibt, aber das ist sicherlich eher die Ausnahme.

Die Sirene kann dabei direkt losgehen oder mit einer kleinen eingestellten Verzögerung, sodass Ihr bei einem Fehlalarm etwas Zeit habt noch die Alarmanlage zu stoppen.

Zusätzlich gibt es eine pusch Benachrichtigung aufs Smartphone wo Ihr die Egardia App installiert habt.  Das war es erst einmal, sofern Ihr nicht den Sicherheitsdienst gebucht habt.

Falls Ihr dies habt, wird eine SMS bzw. ein automatischer Anruf an bis zu fünf Rufnummern gestartet. Auch könnt Ihr Euch eine eMail senden lassen. Dies ist aber im Fall der Fälle oftmals etwas träge und dient eher als nachträgliche Benachrichtigung.

Was die Zuverlässigkeit der Alarmanlage angeht wird Egardia durchaus dem eigenen professionellen Anspruch gerecht. Sämtliche Sensoren reagieren ziemlich sofort und auch die Benachrichtigungen trudeln angenehm schnell ein.

Dabei schafft es das System eine gewisse Robustheit auszustrahlen. Viele Lifestyle smarte Alarmsysteme wirken oftmals etwas empfindlich. So sehr ich beispielsweise Homematic IP mag, aber hier kommt es des Öfteren vor, dass sich die Basisstation mal aufhängt oder die Verbindung zu Server verliert oder mal wieder Wartungsarbeiten sind.

Solche Probleme hatte ich mit dem Egardia System nicht!

Aber was kann diese Philips Hue Unterstützung? Habt Ihr die Egardia Alarmanlage mit der Philips Hue Bridge gekoppelt und es wird ein Alarm ausgelöst, dann werden alle Lampen auf Rot geschaltet und beginnen zusätzlich zur Sirene zu blinken.

Dies ist natürlich für einen Einbrecher eine etwas ungünstige Situation, wo vermutlich selbst der kühlste Kopf etwas Panik bekommt und zur Flucht ansetzt.

Ein weiteres interessantes Feature ist der   Anwesenheitssimulator. Hierbei werden die Philips Hue Lampen automatisch zufällig an und ausgeschaltet.

So das es aussieht als wäre jemand daheim.  Dies kann sicherlich auch ein effektiver Schutz sein!  Wer bricht schon in ein Haus ein wo das Licht angeht?

 

Fazit

Die smarte Alarmanlage von Egardia ist ohne Frage eins der besten Modelle auf dem Markt. Ob die Egardia Alarmanlage das richtige Modell für Euch ist, hängt allerdings von ein paar Faktoren ab.

Es gibt ganz klar günstigere Modelle, welche ebenso gut funktionieren. Die Egardia Alarmanlage solltet Ihr wählen, wenn Ihr auf eine besonders hohe Sicherheit und Zuverlässigkeit Wert legt.

Ich würde die Egardia Alarmanlage als Professionelles System einstufen. Daher ist dieses auch etwas teurer, dafür aber robuster und zuverlässiger. Beispielsweise verfügt die Basis über einen eingebauten Akku, wodurch die Alarmanlage selbst bei Stromausfall weiterarbeitet.

Auch Dinge wie das Keypad können extrem praktisch sein. Hier denke ich gerade an Unternehmen und Büros. Einfach den Mitarbeitern den Code geben und diese können selbstständige die Alarmanlage ein/ausschalten. Dabei könnt Ihr sogar nachverfolgen wer die Alarmanlage ein/ausgeschaltet hat.

Seid Ihr bereit für 9€ im Monat den Sicherheitsdienst zu buchen, erhaltet Ihr auch nicht nur Benachrichtigungen per Smartphone App, sondern auch via Telefon oder SMS. Dies ist beispielsweise etwas was man bei normalen Consumer Geräten nicht findet, aber durchaus praktisch sein kann!

Ähnliches gilt auch für eine recht ausgeprägte Benutzerverwaltung.

Sollte Euch das Ganze interessieren, schaut Euch das aktuell erhältliche smarte Sicherheits-Set an. Die beiliegende Philips Hue Bridge und E27 RGB Birnen sind ein gewaltiger Mehrwert! Dies meine ich zum einen weil Philips Hue ganz klar das beste smarte Beleuchtungssystem ist, zum anderen aufgrund des Preises.

Das smarte Sicherheits-Set kostet 299€, wenn man bedenkt, dass alleine das Philips Hue Starterset bei Amazon ca. 150€ kostet ist dies ein hervorragendes Angebot für eine sehr gute Alarmanlage!

Welcher ist der beste ASUS WLAN Router? RT-AC88U, RT-AC86U, GT-AC5300 und Blue Cave im Vergleich

Wenn Ihr einen High End WLAN Router sucht, werdet Ihr nicht an ASUS vorbeikommen! ASUS hat ein riesiges Lineup und gerade im High End Bereich einige spannende Modelle.

Hier fällt allerdings die Entscheidung oftmals gar nicht so leicht. Beispielsweise der ASUS RT-AC88U kostet 290€, der RT-AC86U 230€ und der ASUS Blue Cave 220€. Auf dem Papier sind alle drei Modelle allerdings recht ähnlich?!

Hinzu kommt noch der 380€ GT-AC5300, welcher die Entscheidung nicht leichter macht. In diesem Test wollen wir uns doch einmal diese viel WLAN Router im direkten Vergleich ansehen.

Welcher ist der beste aktuelle High End ASUS WLAN Router?

 

Die vier

Für diesen Vergleich hat mir ASUS freundlicherweise seine aktuellen vier Topmodelle ausgeliehen, dies wären folgende:

Optisch tanzt zwar der Blue Cave etwas aus der Reihe, aber rein von der Hardware und den technischen Details sind alle vier Modelle ähnlich.

ASUS GT-AC5300 ASUS RT-AC88U ASUS RT-AC86U ASUS Blue Cave
2,4GHz 1000 Mbit/s 1000 Mbit/s 750 MBit/s 800 Mbit/s
5GHz 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 1733 Mbit/s
LAN 8x Gbit 8x Gbit 4x Gbit 4x Gbit
USB 2x USB 3.0 1x USB 2.0 1x 3.0 1x USB 2.0 1x 3.0 1x USB 3.0

Gerade der GT-AC5300, RT-AC88U und RT-AC86U sind sich auf dem Papier sehr ähnlich. Der Blue Cave ist hingegen etwas schwächer. Wobei schwächer und 1733 Mbit/s auf dem 5GHz Band nicht gut zusammenpassen.

Alle vier Modelle sind wahre High End Geräte!

Auf die Optik der WLAN Router möchte ich in diesem Test nicht all zu intensiv eingehen. Schaut dafür am besten in meine Einzeltests.

ASUS setzt beim GT-AC5300, RT-AC88U und RT-AC86U auf sein recht aggressives rot/schwarz Design. Hierbei ist natürlich gerade der GT-AC5300 ein Monster mit seinen acht Antennen. Wer den GT-AC5300 als übertrieben bezeichnet, hat absolut recht!

ASUS hat in diesen WLAN Router einfach alles gepackt was möglich war und dementsprechend die Optik angepasst.

Der RT-AC88U und RT-AC86U sind hier etwas dezenter. Der RT-AC88U setzt dabei auf den klassischen WLAN Router Aufbau, also ein flaches längliches Gehäuse mit vier externen Antennen. Dabei strahlt natürlich auch der RT-AC88U den „High End/Gamer“ Flair aus.

Der RT-AC86U ist etwas kompakter gehalten. Zum einen ist das Gehäuse etwas kleiner, zum anderen steht der Router hochkant, wodurch der Platzbedarf deutlich geringer ist als bei den beiden zuvor genannten Modellen.

Auch wenn es vielleicht so aussieht als hätte der RT-AC86U „nur“ drei Antennen, trübt dieser Eindruck, denn intern verfügt der RT-AC86U über eine weitere Antenne. Es handelt sich hier auch um ein 4×4 Design.

Ohne Frage tanzt der ASUS Blue Cave von allen Modellen am meisten aus der Reihe, da dieser optisch völlig anders gestaltet ist. ASUS verzichtet hier komplett auf auffällige externe Antennen und nutzt ein recht stark durchgestyltes Gehäuse, welches den Blue Cave recht wohnzimmerfreundlich macht.

 

Software

Die Software ist bei allen High End ASUS WLAN Routern weitestgehend gleich. Dies ist allerdings kein Nachteil, ganz im Gegenteil!

Zwar bin ich von der Optik von ASUS Benutzeroberfläche etwas hin und her gerissen, diese wirkt auf mich etwas schwer, aber der Funktionsumfang ist monströs.

Neben den Basis Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der WLAN Settings, IP Adressen usw. bieten ASUS WLAN Router auch diverse Analyse und Kontrollmöglichkeiten. Zum einen könnt Ihr beispielsweise die CPU und RAM Auslastung des Routers sehen, was sicherlich ein nettes Feature ist.

Viel wichtiger ist aber natürlich die Netzwerkkontrolle. Auf Wunsch könnt Ihr beispielsweise jede Webseite mitloggen die ein Nutzer aufgerufen hat. Auch ist ein generelles Trafik mitloggen möglich.

Dabei wird zum einen der produzierte Trafik mitgeschrieben, zum anderen könnt Ihr live sehen welches Gerät gerade wie viele Daten überträgt.

Zusätzlich zur WebUI bietet ASUS auch eine sehr schöne und gute App zu Steuerung und Überwachung an.

Ebenfalls sehr interessant ist ASUS AiProtection. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, die nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit, dass diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte virenverseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutzhersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist die Router nicht nur als Router zu nutzen, sondern auch als Repeater oder AccessPoint. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.

Neu ist in diesem Zusammenhang auch ASUS AiMesh. Solltet Ihr Euch entscheiden mehrere ASUS WLAN Router zu kaufen, könnt Ihr diese in einem Mesh Netzwerk zusammenschalten und so ein sehr mächtiges Mesh Netzwerk aufbauen.

Kleine Anmerkung, dieses Feature fehlt noch beim Blue Cave. AiMesh soll aber noch per Softwareupdate nachgeliefert werden.

Ebenfalls neu ist die Möglichkeit die Router via Amazon Alexa oder IFFFT zu steuern. Ihr könnt also per Sprachassistent beispielsweise ein Gast WLAN Netz erstellen oder abschalten.

Dies sind nur ein paar Feature die ASUS WLAN Router mitbringen. Natürlich gibt es auch eine sehr stark ausgebaute QoS Funktion, damit beim Gaming Euer Trafik priorisiert wird, integriertes VPN usw.

ASUS hat bei seinen WLAN Router eine etwas andere Herangehensweise als viele andere Hersteller. ASUS WLAN Router richten sich nicht an Neulinge bzw. Technik unterfahre Menschen. Zwar ist die Bedienung nicht schwerer als bei Linksys oder Netgear Geräten, aber man kann von den vielen Einstellungsmöglichkeiten doch etwas erschlagen werden.

Aber dies macht den Charme aus. ASUS versteckt keine Einstellungsmöglichkeiten, wie es andere Hersteller meist machen, sondern gibt Euch die volle Packung an Optionen und Features.

 

Welcher ASUS WLAN Router ist der schnellste?

Kommen wir zur Performance, was sicherlich der interessanteste Teil ist. Betrachten wir hier zunächst die technischen Daten.

ASUS GT-AC5300 ASUS RT-AC88U ASUS RT-AC86U ASUS Blue Cave
2,4GHz 1000 Mbit/s 1000 Mbit/s 750 MBit/s 800 Mbit/s
5GHz 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 2167 Mbit/s 1733 Mbit/s
CPU Broadcom BCM4908 Broadcom BCM4709 Broadcom BCM4906 Intel AnyWAN GRX350
RAM 1024MB 512MB 512MB 512MB
2,4 GHz Broadcom BCM4366E Broadcom BCM4366 Broadcom BCM4365 Intel WAV 514
5 GHz Broadcom BCM4366E Broadcom BCM4366 Broadcom BCM4366 Intel WAV 524

Das Erste was auffällt ist mal wieder der ASUS Blue Cave. Alle andere WLAN Router setzen auf Broadcom Chipsätze für CPU und Funkmodule, der Blue Cave hingegen nutzt Intel Module.

Intel mag zwar für die meisten Nutzer DER Chip Hersteller sein, aber Intel WLAN Chips, gerade in Routern, sind sehr exotisch. Ich schätze mal 90% aller WLAN Router nutzen hier Hardware von Broadcom.

Intel hat allerdings seine Anstrengungen in diesem Bericht gefühlt in den letzten Jahren/Monaten etwas hochgefahren und der Blue Cave ist hiervon ein Resultat. Es wird interessant sein zu sehen wie dieser im Vergleich abschneidet.

Der ASUS GT-AC5300 ist ohne Frage der „extremste“ WLAN Router in diesem Vergleich. ASUS setz hier auf ein Tri-Band Design mit zwei 5GHz Bänder. Was bringen diese? Ihr könntet beispielsweise Streaming Boxen, Smartphones, Tablets usw. auf ein 5GHz Band verweisen und das zweite 5GHz Band für Euer Gaming Notebook nutzen, so dass hier die volle Bandbreite zur Verfügung steht.

Kommen wir zum Testaufbau. Ich versuche diesen Test sehr praxisnah zu halten. Dementsprechend setze ich nicht auf meine exotischen High End WLAN Karten wie bei meinem Standard Test sondern auf drei Notebooks. Nr. 1 ein Alienware 15 R4 mit Killer 1550 WLAN Karte, ein Dell XPS mit Killer 1435 WLAN Karte und ein weiteres Dell XPS mit Killer 1535.

  • Alienware 15 R4 (Killer 1550)
  • Dell XPS 13 9350 (Killer 1535)
  • Dell XPS 13 9370 (Killer 1435)

Auch wenn die diverse „Killer“ WLAN Karten recht eintönig klingen, aber in sehr vielen wenn nicht sogar den meisten Notebooks der 1000€+ Preisklasse kommen diese Module zum Einsatz.

Zudem kauft „Killer Networks“ die verwendeten Chips auch nur zu. Im Falle der 1535 und 1435 kommen Qualcomm Chips zum Einsatz, bei der neuen Killer 1550 hingegen handelt es sich im Kern um ein Intel Modul, welches von „Killer“ verfeinert wurde.

Bei allen drei WLAN Modulen handelt es sich um 2×2 Design, diese unterstützen also „nur“ 867Mbit/s in der Spitze. Die Killer 1550 schafft zwar theoretisch mehr, benötigt dafür aber eine Kanalbreite von 160Mhz, welche keiner der Router unterstützt.

Neben den drei Notebooks teste ich auf drei Distanzen.

  • Auf dem gleichen Schreibtisch
  • Durch eine Wand im Raum nebenan (ca. 6 Meter)
  • Durch drei Wände im Garten (ca. 15 Meter)

Mit jedem der Notebooks wurde auf jede Distanz die Übertragungsrate auf und von einem lokalen Server getestet.

Das ganze jeweils für das 5GHz und das 2,4Ghz Band. Insgesamt gab es also satte 144 Messwerte.

Für diese Messwerte waren alle Router gleich eingestellt, 5GHz 80MHz Kanalbreite und Kanal 100, 2,4GHz 40MHz Kanalbreite und Kanal 10. Mehr als 80MHz Kanalbreite unterstützt im Übrigen keiner der Router.

Starten wir mit den Basiswerten, mit den WLAN Routern auf dem gleichen Tisch wie die Test Notebooks.

Vorweg einmal, nein ich habe die Werte der Killer 1435 und 1535 nicht vertauscht. Ich weiß nicht warum die 1435 konstant bessere Werte liefert als die 1535, dies spielt für diesen Vergleich aber auch keine Rolle.

Ähnlich wie es auch zu erwarten war, sind alle WLAN Router sehr dicht beieinander. Auf dem 5GHz Band erreichte der RT-AC86U erstaunlicherweise mit 61,1MB/s im Schnitt die beste Leistung, auf Platz 2 GT-AC5300 mit 59,9MB/s, auf Platz 3 der RT-AC88U mit 58,5MB/s und den letzten Platz macht der Blue Cave mit 58,3MB/s.

Ganz blöd gesagt alle vier Router performen auf dem 5GHz Band identisch in der Praxis. Die +-3MB/s können problemlos Messungenauigkeit sein.

Auch auf dem 2,4GHz Band sieht es nicht viel anders aus. Hier ist aber der Blue Cave erstaunlicherweise der stärkste Router mit 25,7MB/s gefolgt vom RT-AC88U, GT-AC5300 und RT-AC86U.

Letztendlich ist auch hier die Leistung als „identisch“ zu bezeichnen.

Aber wie verändert sich das Bild wenn wir auf etwas Distanz gehen? Starten wir mit einem Raum weiter, also eine Innenwand + ca. 6-8 Meter.

Anstelle der absoluten Werte gebe ich Euch diesmal die Veränderung der Leistung gegenüber der ersten Messung.

[spoiler title=’Details‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

[/spoiler]

Puh, auch diese Werte sind nicht viel hilfreicher, denn weiterhin liefern alle WLAN Router mehr oder weniger die gleiche Leistung.

Auf dem 5GHz Band verliert der RT-AC86U mit 17% die meiste Leistung. Am besten schneidet der RT-AC88U, welcher noch 88% der ursprünglichen Leistung bietet, also nur 12% Verlust hat.

Auf dem 2,4GHz das umgedrehte Bild, hier verliert der RT-AC86U nur 11% und ist somit der „beste“ und der RT-AC88U ist mit 17% Verlust der schwächste Router.

Aber bei diesen Abständen kann man nicht vom besten und vom schlechtesten reden. Alle Router sind mehr oder weniger gleichauf.

Also müssen wir wohl die Distanz nochmals etwas erhöhen. Diesmal geht’s nach draußen, durch zwei Innenwände und eine Außenwand über eine Distanz von rund 15 Metern.

[spoiler title=’Mehr Details‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

[/spoiler]

Ich bin geneigt zu sagen „endlich“, endlich sehen wir ein paar Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen.

Der Blue Cave bietet ohne Frage die schwächste Leistung auf sehr hohen Distanzen und vielen Hindernissen. Auf dem 2,4GHz Band büßt der Blue Cave satte 87% der ursprünglichen Leistung ein. Dies ist effektiv so wenig das Windows Probleme hatte überhaupt auf eine SMB Freigabe zuzugreifen.

Auf dem 5GHz Band sieht es etwas besser für den Blue Cave aus. Hier werden noch brauchbare Geschwindigkeiten erreicht. Allerdings können alle anderen Router sowohl beim 2,4GHz Band wie auch beim 5GHz Band vorbeiziehen.

Die zweit schwächste Performance lieferte erstaunlicherweise der GT-AC5300, welcher auf beiden Bändern konstant rund 63% Leistung einbüßte.

Ein gutes Stück stärker waren hier der RT-AC86U und RT-AC88U. Beide scheinen sich extrem ähnlich zu sein was die Reichweite/Performance angeht. Der RT-AC86U ist auf dem 2,4GHz Band ein Stück stärker, der RT-AC88U auf dem 5GHz Band.

Unterm Strich müsste man den ASUS RT-AC86U zum Performance König krönen, vor dem RT-AC88U, vor dem GT-AC5300 und dem Blue Cave.

Bei kurzen und mittleren Distanzen gab es kaum bis keine Unterschiede, und wenn zugunsten des AC86U und AC88U. Bei höheren Distanzen können sich diese beiden aber etwas vom restlichen Testfeld lösen.

 

NAS

Die WLAN Router in diesem Vergleich verfügen alle über mindestens einen USB Port.

An diesen könnt Ihr beispielsweise eine USB Festplatte hängen und im Netzwerk freigeben. Die ASUS Router bringen sogar die Möglichkeit mit auf die Festplatte übers Internet zuzugreifen! Natürlich ist auch ein Media Server, FTP Server usw. mit an Bord.

Auch bieten ASUS Router eine der solideren Rechtsverwaltungen, die man in einem WLAN Router aktuell finden kann. Ihr könnt mehrere Benutzer anlegen und für jeden einzeln Zugriffsrechte auf bestimmte Ordner bestimmen.

Grundsätzlich bieten ASUS Router die so ziemlich beste NAS Funktionalität von allen „großen“ Router Herstellern.

Damit bietet sich natürlich alle vier Modelle als kleines NAS an, sofern natürlich auch das Tempo stimmt.

Grundsätzlich sind alle Router von ihrem Tempo gesehen gut brauchbar! Allerdings ist der Blue Cave mit 40/30MB/s der schwächste der vier.

Die anderen drei bietet eine deutlich höhere Übertragungsrate. Hier ist gerade der ASUS RT-AC88U und RT-AC86U zu loben, welche lesend wie auch schreibend um die 100MB/s schaffen, was ein sehr ordentliches Tempo ist!

 

Stromverbrauch

Strom ist teuer, da wäre natürlich ein niedriger Energieverbrauch sehr wünschenswert. Wie schlagen sich hier die ASUS WLAN Router, welcher benötigt an wenigsten Energie?

Wahnsinnig sparsam sind die WLAN Router von ASUS nicht. Keine Überraschung, high end WLAN Router brauchen alle recht viel Energie.

Am sparsamsten ist der ASUS RT-AC86U mit rund 8,9W im Normalbetrieb. Auf Platz 2 folgt der Blue Cave mit 12,6W, was schon ein großer Sprung ist.

Den größten Energiehunger hat der GT-AC5300 mit 17W. Keine Überraschung aufgrund des Tri-Band Aufbaus, welcher bei allen Herstellern deutlich mehr Energie verschlingt.

 

Fazit

Welcher ist der beste aktuelle ASUS WLAN Router? Diese Frage ist selbst nach diesem sehr ausführlichen Test mit über 144 Messungen nur schwer zu beantworten. Alle Testkandidaten, RT-AC88U, RT-AC86U, Blue Cave und GT-AC5300, sind voll zu empfehlen!

In der 200€+ Preisklasse sind WLAN Router derartig hochgezüchtet, dass es im Alltag kaum Unterschiede gibt und das gilt nicht nur für ASUS Modelle.

Dies bestätigt auch dieser Test! Auf eine kurze Distanz liegt der praktische Leistungsunterschied bei rund 5% zwischen den Testkandidaten. Selbst auf mittlere Distanzen bleiben alle vier Testgeräte fast genau gleichauf.

Erst wenn wir auf eine sehr hohe Distanz gehen, tauchen merkbare Unterschiede auf. Hier hat sich der Blue Cave beispielsweise am schlechtesten geschlagen.

Der RT-AC88U und RT-AC86U hingegen konnten auch auf hohe Distanz überzeugen und boten auch hier eine hervorragende Leistung!

Softwareseitig gibt es bei allen Modellen keine nennenswerten Unterschiede, was die Entscheidung auch nicht leichter machen.

Genug geschrieben, kommen wir zum Schluss. Letztendlich würde ich den meisten Nutzern zum RT-AC86U raten. Dieser bietet eine hervorragende Leistung auf allen Distanzen, ist Software seitig top ausgestattet, besitzt ein schönes kompaktes Design, einen niedrigeren Stromverbrauch und ist preislich fair.

Unterm Strich ist damit der RT-AC86U die sinnvollste Wahl für 90% aller Nutzer. Solltet Ihr allerdings Wert auf mehr LAN Ports legen  und wollt das Maximum an Leistung um jeden Preis, dann ist der RT-AC88U eine gute Alternative!

Der Blue Cave und auch der GT-AC5300 sind natürlich auch Top -Geräte, aber diese sind spezieller. Gefällt Euch das Design des Blue Cave gut und Ihr benötigt keine super hohe Reichweite spricht nichts gegen diesen Router. Wollt Ihr hingegen zwei 5GHz Bänder, spricht ebenfalls nichts gegen den GT-AC5300.

Aber dennoch denke ich, dass in der Regel der ASUS RT-AC86U und RT-AC88U die sinnvollste Wahl sind, wenn es um einen aktuellen High End WLAN Router geht!

Das beste USB Solarpanel! Das XTORM AP250 USB Solarpanel im Test

XTORMs Solar-Produkte waren in der Vergangenheit immer ein Garant für gute Leistung. Beispielsweise sind XTORMs Solarpowerbanks die einzigen auf dem Markt welche ich wirklich empfehlen kann.

Nun hat XTORM aber seine neuen SOLARBOOSTER Solarpanels auf den Markt gebracht. Bei den SOLARBOOSTERN handelt es sich um aufklappbare große Solarpanels, welche Smartphone und Co .aufladen können.

Die neuste Generation von XTORM soll hier mit noch effizienteren Solarpanels, Wasserschutz und einem Status Display punkten.

Handelt es sich hier um die besten USB Solarpanels auf dem Markt? Es gibt nur eine Möglichkeit dies herauszufinden und zwar in einem Test!

Kann das neue XTORM AP250 USB Solarpanel überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Xtorm für das Zurverfügungstellen des AP250 Solarpanels für diesen Test!

 

Das XTORM AP250 USB Solarpanel im Test

Auf den ersten Blick hat mich das XTORM AP250 USB Solarpanel extrem überrascht. Warum? Wenn Ihr Euch auf dem Markt umschaut, wird Euch vielleicht aufgefallen sein, dass die meisten USB Solarpanels sehr ähnlich sind.

Dies ist keine Überraschung, denn alle Panels werden vom selben OEM hergestellt. Das XTORM AP250 ist das erste USB Solarpanel welches hier etwas aus der Reihe tanzt, zumindest das erste welches mir begegnet ist.

Die XTORM SOLARBOOSTER USB Solarpanels sind aktuell in 14W und 21W Größe erhältlich. Für diesen Test habe ich die 14W Version erhalten. Die 21W Version ist aber abseits der höheren Leistung identisch.

Beim grundsätzlichen Aufbau setzt XTORM auf das übliche Design. Das XTORM AP250 ist eine Art ausklappbare Matte, welche aus drei Elementen besteht.

Im Gegensatz zu den mir bisher bekannten Modellen setzt XTORM allerdings nicht auf einen Stoff sondern auf Neopren?!

Hierdurch hat das XTORM AP250 Solarpanel eine sehr gummiartige Struktur. Ebenfalls ist das XTORM AP250 vergleichsweise dünn.

Neben dem Material fällt aber noch etwas auf, die Solarpanels sind gar nicht zu sehen. XTORM hat die Panels in das Material eingenäht! XTORM bezeichnet das AP250 als wasserresistent, was ich bestätigen kann.

Versucht aber bitte nicht Euer Smartphone während strömenden Regens zu laden, dies ist keine gut Idee. Allerdings ein paar Tropfen Wasser können dem XTORM AP250 Solarpanel nichts anhaben.

Die Panels sind komplett bedeckt und es gibt auf der Oberseite keine Möglichkeit für das Wasser in das Panel einzudringen. Interessant wird es nur zu sehen ob dies einen Einfluss auf die Leistung hat.

Aber wo sind die Anschlüsse? Die Anschlüsse sind an einer kleinen Einheit auf der Rückseite angebracht. Um auch hier einen gewissen Wasserschutz zu garantieren, befinden sich über den beiden USB Ports auch kleine Gummiabdeckungen.

Eine weitere Besonderheit des XTORM AP250 ist das Display in der Steuereinheit. Dieses zeigt Euch den aktuellen Ladestrom in Ampere an.

Diesen Wert könnt Ihr mit 5 multiplizieren um auf die Leistung in Watt zu kommen. Zwar macht die Positionierung der Anschlüsse auf der Rückseite durchaus Sinn, aber leider ist hierdurch das Display in der Praxis etwas eingeschränkt nützlich.

Dieses liegt während des Ladens mit der Front auf dem Boden, die Anzeige ist also nicht oder nur bedingt lesbar, wenn man diesen Teil des Panels vorsichtig anhebt. Dennoch eine gute Idee, welche einem etwas helfen kann die passende Position zu finden.

Auf der Rückseite des Solarpanels ist zudem eine kleine Tasche angebracht, in welcher Ihr Euer Smartphone während des Ladens verstauen könnt.

Legt bitte Euer Smartphone während des Ladens nicht in die Sonne!

 

Leistung

Kommen wir zum Wichtigsten, dem Praxisteil. Wie viel Leistung liefert das XTORM AP250 wirklich? Dies ist leider etwas was bei Solarpanels nicht ganz so einfach zu beantworten ist. Die Leistung hängt extrem von der Sonne und dem Wetter ab. In Deutschland werdet Ihr bei praller Sonne bessere Werte erreichen als in Schweden, dafür aber schlechtere als in Spanien.

Was ich schon gleich vorwegsagen muss, diese 14W welche angegeben sind, werdet Ihr NIEMALS sehen. Das hat nix mit XTORM zu tun, sondern gilt für alle Solarpanels die ich jemals in der Hand hatte. Ich weiß nicht unter welchen Bedingungen diese Standard Werte gemessen werden, aber diese spiegeln nicht die Praxis wider.

Um aber die echte und erreichbare Leistung des XTORM AP250 Solarpanels besser einschätzen zu können, habe ich sämtliche Tests mit dem 15W USB Solarpanel von EasyAcc und dem AUKEY PB-P3 14W Solarpanel wiederholt.

Alle drei Panels sind ungefähr gleich groß und leistungsstark, also ein fairer Vergleich. Mit jedem Solarpanel gab es 3×3 Messungen. Einmal flach in der Sonne liegend, einmal in Richtung der Sonne gewinkelt und einmal im Schatten eines Baums.

Dabei habe ich einmal ein theoretisches Maximum mithilfe eines Widerstands gemessen, wie auch zwei „Praxis“ Tests durchgeführt, mithilfe eines Apple iPad Pros und Samsung Galaxy S9+. Bei Letzteren spielt neben der reinen Leistung der Panels auch die Elektronik eine große Rolle.

Alle Messungen wurden an einem perfekten Sommertag in Deutschland durchgeführt! Es war keine einzige Wolke oder Ähnliches zu sehen. Vielleicht im absoluten Hochsommer sind noch ein paar Prozente mehr Leistung möglich, aber nicht signifikant mehr.

Starten wir mit dem Flach in der Sonne liegend.

Hier sehen wir direkt das die 14W bzw. 15W welche die Hersteller angeben extrem optimistisch sind. Das XTORM Solarpanel erreichte im Optimum 6,58W, welche auch fast vollständig in das iPad Pro oder S9 geladen werden können.

Dies ist zwar weder für das S9 noch für das iPad Pro das maximal Tempo, aber rund 6,5W ist schon ein gutes Ladetempo.

Eine ähnliche, leicht niedrigere Leistung erreichte auch das EasyAcc Panel. Dieses hat allerdings ein Problem beim Laden des iPad Pros, wo dieses konstant auf 0,5A, also 2,5W limitiert ist.

Das AUKEY Panel ist zwar beim iPad etwas besser, aber ansonsten konstant leistungsschwächer als die beiden anderen.

Flach auf dem Boden liegend ist aber für Solarpanels suboptimal. Hier wird doch ein gutes Stück Energie verschenkt, im Optimalfall sollte das Panel korrekt Richtung Sonne ausgerichtet sein für die perfekte Energieausbeute.

Und ja auch praktisch bringt das Ausrichten der Solarpanels bei allen Herstellern nochmal ein Stück mehr Leistung.

Gerade das Solarpanel von EasyAcc profitiert davon recht stark und kann am XTORM AP250 vorbeiziehen. Allerdings nur im „theoretischen“ Teil. Das iPad wird auch weiterhin nur mit 2,5W geladen und das Samsung Galaxy S9+ mit guten 7,29W, was aber weniger ist als die 7,36W.

Dies ist natürlich in der Praxis kein relevanter Unterschied, zeigt aber, dass hier vermutlich die Elektronik des XTORM Solarpanels etwas besser und effizienter ist. Dazu aber später mehr.

Kommen wir zum letzten Szenario, Ihr setzt Euch etwas mit dem Solarpanel in den Schatten und wollt Euer Smartphone laden.

Ganz wichtig! Solarpanels mögen keinen Schatten! Im Schatten produzieren alle Solarpanels effektiv keine Energie.

Zwar erzeugt hier das XTORM AP250 immer noch die meiste Energie mit 0,432W, dies ist aber zu wenig um ein Smartphone zu laden.

Wenn Ihr also irgendwelche Herstellerbilder seht bei welchen Leute das Solarpanel beim Wandern durch den Wald an ihrem Rucksack befestigen, wisst Ihr nun, dass dies Fake ist.

Sehr interessant ist beim XTORM AP250 die Elektronik. Diese gefällt mir sehr gut! Gerade was die Spannung angeht ist das XTORM Solarpanel deutlich besser geregelt als seine Konkurrenten.

Das Panel hält sehr konstant 5,12V und besitzt wirklich erst ganz am Ende des Leistungsspektrum einen recht starken Abfall der Spannung auf zunächst 4,48V und dann auf unter 3V, was den Ladevorgang stoppt.

Die meisten anderen Solarpanels die ich bisher testen durfte, hatten eine deutlich höhere Leerlaufspannung (5,2-5,5V) und dann einen recht konstanten Spannungsabfall.

Hier ist das XTORM AP250 wesentlich besser geregelt!

 

Fazit

Ist das XTORM AP250 das beste USB Solarpanel auf dem Markt? Die Antwort auf diese Frage ist ein klares ja vielleicht.

Letztendlich hängt es natürlich etwas von Euren Ansprüchen ab ob das XTORM AP250 das Richtige für Euch ist.

Rein von seiner Leistung und Elektronik ist dies das beste USB Solarpanel in der 14W Klasse das ich bisher gesehen habe! Dabei kann gerade die Elektronik und die Haptik überzeugen.

Die Elektronik arbeitet beim XTORM AP250 sehr effizient und gut geregelt. Die Spannung ist so stabil wie dies bei einem Solarpanel nur möglich ist und die Kompatibilität zu gängigen Smartphones passt.

Die Leistung des Solarpanels selbst ist ebenfalls stark, aber hier können gute Konkurrenten durchaus mithalten.

Neu ist die „Verpackung“. Das hier verwendete Neopren ermöglicht eine sehr dünne, aber flexible Bauform. Zudem ist das Solarpanel wassergeschützt, ein klarer Vorteil!

Auch das kleine Display, welches Euch die produzierte Energie anzeigt, ist nützlich, auch wenn ich mir hier eine Positionierung auf der Oberseite gewünscht hätte.

Kurzum, sucht Ihr ein USB Solarpanel, welches in der Lage ist ein Smartphone oder Tablet mit einem guten Tempo zu laden, dann ist das XTORM AP250 die aktuell beste Wahl auf dem Markt! Allerdings mit rund 100€ auch eine sehr teure Wahl.

Wie so oft üblich wer ein besonderes Produkt möchte, das sich von der Masse abhebt, muss halt etwas mehr zahlen.

Das Gigaset GS185 im Test, das erste Smartphone made in Germany

Das erste Smartphone Made in Germany ist da! Gigaset wird nicht müde diesen Fakt beim GS185 zu betonen und ja dies ist durchaus ein Verdienst.

Kaum Technik-Produkte werden noch in Europa gebaut, außer vielleicht Waschmaschinen. Da ist das GS185 doch etwas Besonderes. Ebenfalls sehr erstaunlich ist der Preis. Mit rund 180€ ist da GS185 alles andere als teuer.

Auf den ersten Blick gab es also keinen Aufpreis für das Made in Germany. Aber natürlich hilft das Ganze nicht wenn nicht auch das Smartphone gut ist.

Dies wollen wir doch einmal im einem Test herausfinden. Kann das Gigaset GS185 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des GS185 für diesen Test.

 

Das Gigaset GS185 im Test

Gigaset setzt beim GS185 auf ein Kunststoff-Gehäuse, was mittlerweile fast schon eine etwas exotische Entscheidung ist. In der Regel setzen mittlerweile die aller meisten Smartphones über 120-150€ auf Aluminium.

Aber ist dies wirklich schlimm? Weniger als man im ersten Moment denken könnte. Auch Kunststoff Smartphones sind die letzten Jahre signifikant besser geworden als es früher der Fall war. Das GS185 fühlt sich nicht billig an! Auch lässt sich die Rückseite nicht Eindrücken oder knarzt.

Der wirklich größte Unterschied ist also weniger die Strukturelle Integrität und mehr das Gefühl in der Hand. Hier fühlt sich das GS185 allerdings auch nicht billig an. Allerdings fühlt sich das Smartphone etwas wärmer und leichter an als Geräte aus Aluminium, die meist ein sehr kaltes Gefühl ausstrahlen.

Von daher ist das Verwenden von Kunststoff hier aus meiner Sicht kein NoGo. Optisch fällt es fast sogar gar nicht auf, dank der leicht reflektierenden Lackierung.

Gigaset nutzt sogar Fake Antennen-Streifen, welche an sich bei einem Smartphone mit Kunststoff Rückseite/Rahmen nicht nötig wären.

Erfreulicherweise setzt Gigaset selbst bei seinen günstigeren Smartphones mittlerweile schon auf ein Display mit vergleichsweise kleinen Displayrahmen. Diese sind zwar nicht winzig gestallten, aber das 5,5 Zoll Smartphone wirkt doch ein gutes Stück kompakter.

Wenn man so will sind 5,5 Zoll das neue 5 Zoll. Das Gigaset GS185 ist sehr gut Händeln, auch wenn Ihr keine riesigen Hände habt!

Dies liegt auch an den stark abgerundeten Rändern.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,5 Zoll 18:9 Display, wie auch eine 13 MP Frontkamera und die Ohrmuschel.

Auf der rechten Seite sind die drei üblichen Tasten eines Smartphones angebracht (ein/aus und lauter/leiser). Der 3,5mm Kopfhöreranschluss befindet sich auf der Oberseite, der Ladeport (microUSB) wie auch der Lautsprecher ist auf der Unterseite.

Auf der Rückseite ist die 13 MP Hauptkamera, der LED Blitz und der Fingerabdruckscanner, auf der üblichen mittleren Position.

 

Made in Germany

Made in Germany ist ein extrem wichtiger Punkt beim Gigaset GS185, zumindest aus Sicht des Marketings.

Das ist doch was, das erste Smartphone, das in Deutschland gebaut wird! Aber wie viel Made in Germany ist das Gigaset GS185 wirklich?

Vermutlich trifft es „zusammengebaut in Deutschland“ eher. Sämtliche Komponenten des Smartphones werden vermutlich aus Asien stammen, nur das letztendliche Zusammensetzen des Geräts findet in Deutschland statt.

Das mag jetzt negativ klingen, ist es aber gar nicht gemeint. Leider ist es heutzutage gar nicht möglich ein Smartphone oder allgemein elektrische Geräte zu 100% in Deutschland zu bauen. Es fehlen hier einfach die Zulieferer.

Es gibt beispielsweise in Deutschland oder allgemein Europa keinen großen Hersteller für Akkus, Kameramodule, Speicherchips, Displays usw. Selbst kleine Komponenten wie Wiederstände usw. sind kaum bis gar nicht „Made in Europa“ zu finden.

Selbst wenn Gigaset alles Geld der Welt in die handgenommen hätte, wäre es kaum möglich gewesen ein 100% Made in Germany Smartphone zu bauen. Sämtliche Zulieferer befinden sich nun mal in Asien.

Ein ähnliches Problem hat sogar Apple

„Die Zuliefererstruktur, die die Produktion in Asien so effizient macht, fehlt komplett. Auch können Zulieferer ihre Chip- und Displayfabriken nicht einfach ebenfalls in die USA verlegen: Eine einzige Fabrik kostet bis zu fünf Milliarden Dollar und benötigt bis zu drei Jahre Bauzeit.“

Quelle https://www.gruenderszene.de/allgemein/iphone-made-in-usa-trump-zoelle

Dennoch ist das was Gigaset beim GS185 macht bereits ein Schritt in die richtige Richtung. Immerhin werden so hoffentlich ein paar Arbeitsplätze in Deutschland gesichert und wer weiß, klappt das Experiment GS185, wie es weitergeht.

 

Software

Gigaset setzt beim GS185 auf das aktuelle Android 8.1, Daumen hoch dafür! Auch dafür, dass die Benutzeroberfläche und grundsätzlich die Software recht schlank gehalten wurde.

Es wird der Standard Android Einrichtungsbildschirm und die Standard Android Benutzeroberfläche genutzt.

Gigaset hat lediglich die Wallpaper und Klingeltöne gegen die Gigaset eigenen ausgetauscht. Auch eine Gigaset App ist auf dem Smartphone zu finden, das wars!

Keine 3. Anbieter Software außer den Google und Android eigenen Apps. Etwas verwunderlich ist allerdings die Speichernutzung, welche mit 6,67GB von 16GB relativ hoch ausfällt.

Immerhin ist ein microSD Steckplatz, welcher zusätzlich zu Dual SIM genutzt werden kann, vorhanden.

 

Display

Gigaset setzt beim GS185 auf ein 18:9 HD Display. Ein 18:9 Display ist mittlerweile fast Standard bei neueren Smartphones, wobei diese in der unter 200€ Preisklasse durchaus noch positiv zu erwähnen sind. Diese Displays sind etwas länger als die klassischen 16:9 Panels und werden genutzt um besser die Front des Smartphones zu auszunutzen.

Leider löst das Display nur mit 720 x 1440 Pixeln auf, also HD und nicht Full HD. Ist dies schlimm? Es geht!

Grundsätzlich finde ich 720p scharf genug, auch auf 5,5 Zoll. Ich denke sogar das dies vielen Nutzern gar nicht auffallen wird das es sich hier nicht um ein Full HD Panel handelt.

Allerdings kann man das Ganze durchaus sehen, Icons und Text sind nicht ganz so gestochen scharf wie man dies von höherwertigen Smartphones kennt.

Immerhin ist das Display qualitativ ordentlich. Der Schwarzpunkt ist gut, genau wie der Kontrast und die Farben. Selbst die Helligkeit ist gut für ein Smartphone dieser Klasse!

Lediglich die Blickwinkel sind eher mäßig, was aber bei einer normalen Betrachtung nicht auffällt.

 

Sound

Was seinen Lautsprecher angeht ist das Gigaset GS185 ein ziemlich durchschnittlicher Performer. Der Lautsprecher ist ganz klassisch auf der Unterseite angebracht.

Dabei klingt dieser an sich recht solide. Er ist ausreichend klar, nicht übermäßig schrill und sogar halbwegs voll klingend.

Von Bass möchte ich natürlich nicht sprechen, aber hier habe ich schon Schlechteres gehört.

Lediglich ist die maximale Lautstärke des Lautsprechers eher mäßig gut. Gut genug für die Nutzung abends im Bett, aber nutzt Ihr Euer Smartphone regelmäßig um in der Küche usw. Musik zu hören dann ist das GS185 eher mäßig geeignet.

 

Kamera

Die Kamera des GS185 löst mit 13 Megapixeln auf und besitzt eine Blende von F2.0. Also ziemlicher Standard für ein Einsteiger Smartphone. Erfreulicherweise verzichtet Gigaset auf eine Dual Kamera oder Ähnliches, welches in dieser Preisklasse eh nichts taugt und meist nur ein Gimmick ist.

Hoffen wir mal, dass Gigaset das hier gesparte Geld in eine gute Hauptkamera gesteckt hat. Erst einmal eine kleine positive Überraschung, Gigaset hat die Kamera-App verglichen mit den Vorgängern überarbeitet bzw. nutzt eine modernere App.

Modern ist hier zwar relativ, aber die App ist wie ich finde okay, auch wenn es hier noch deutlich Luft nach oben gibt.

Kommen wir auch zu den Testbildern der Hauptkamera.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Die Bilder sehen doch für ein Smartphone dieser Preisklasse ordentlich aus! Beginnen wir mit den positiven Dingen. Dies wäre die Bildschärfe bei Tageslicht, die Farben und der Weißabgleich.

Fotos wirken bei Sonnenschein angenehm lebendig und kräftig. Dabei bieten diese selbst einer 100% Betrachtung eine gute Schärfe.

Auch vermeidet das GS185 das Abdriften der Farben, wie es oftmals bei günstigeren Geräten zu sehen ist. Was den Weißabgleich angeht, neigt das Gigaset vielleicht zu tendenziell etwas kühleren Farben, aber nicht störend kühl.

Autofokus und Detailabbildung sind unauffällig gut.

Etwas Schwächen sehe ich bei der Dynamik. Fotografiert Ihr in die Sonne hat das GS185 überdurchschnittlich viele Probleme mit ausgebrannten Flächen. Ähnliches gilt auch für Spiegelungen und Fenster bei Innenaufnahmen.

Hier spürt man, dass es sich um ein unter 200€ Smartphone handelt, welches nicht den aller teuersten Kamera-Sensor hat.

Auch die Low Light Performance ist eher als durchschnittlich zu bezeichnen. Aufnahmen abends in etwas gedimmten Innenräumen werden merklich weicher und unschärfer.

Allerdings würde ich der Kamera dennoch ein eher positives Fazit aussprechen. Bei Tageslicht ist die Bildqualität leicht überdurchschnittlich und bei Nacht durchschnittlich.

Erfreulich ist auch, dass die Videoaufnahmen des GS185 trotz des 720p Displays in Full HD stattfinden.

 

Leistung und Benchmarks

Die Leistung bzw. der verbaute SoC (System on a Chip, also Prozessor, Grafikkarte usw.) ist leider mein größter Kritikpunkt am GS185.

Gigaset setzt zwar erstmals auf einem Qualcomm Chip, was grundsätzlich eine zu begrüßende Entscheidung ist, aber leider auf den Snapdragon 425.

Der Snapdragon 425 ist ein Einsteiger SoC aus dem Jahr 2016. Zwar bedeutet dies noch lange nicht, dass der Snapdragon 425 schlecht ist, aber dennoch ist es schon etwas grenzwertig einen zwei Jahre alten Prozessor in der derartig schnelllebigen Zeit und Branche zu verbauen.

Wollen wir uns aber erst einmal ein paar Benchmarks, also theoretische Leistungstests, ansehen, ehe wir vorschnell urteilen.

Das Gigaset GS185 schneidet in diesen Tests wie es zu erwarten war ab. Also recht mäßig… Dabei sind die erreichten Werte allerdings auch nicht katastrophal schlecht, gerade wenn man bedenkt in welcher Preisklasse wir uns bewegen.

Beispielsweise das oftmals hoch gelobte Moto G6 Play für 190€ verfügt auch nur über einen Snapdragon 430, welcher zwar etwas schneller ist, aber mit rund 15-20% auch nicht viel schneller.

Von daher ist Gigasets Entscheidung auf einen Snapdragon 425 zu setzen sicherlich an der Grenze des Vertretbaren, aber in dieser Preisklasse ist es noch als okay einzustufen, gerade wenn man sich Hersteller wie Wiko oder Moto ansieht.

 

Die Praxis

Aber natürlich sind Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Wie schlägt sich hier das Gigaset GS185?

Recht ordentlich! Hier hilft natürlich auch die schlanke Benutzeroberfläche. Grundsätzlich ist die Navigation im Betriebssystem als flüssig zu bezeichnen.

Auch Eingaben werden flott und ohne großes Zögern umgesetzt. Allerdings merkt man auch, dass das GS185 hier und da doch hart an der Grenze ist.

Gibt es beispielsweise größere Hintergrundprozesse wie App Updates die gerade dann eingespielt werden, wenn man sein Smartphone nutzen möchte, dann kann doch das GS185 etwas Schluckauf bekommen.

Dies ist weniger schlimm als es noch bei älteren Smartphones und Android Versionen der Fall war, wo dies mehr oder weniger das komplett Gerät zum Erliegen gebracht hat, aber durchaus noch spürbar.

Laufen nicht gerade dicke Hintergrundprozesse, welche den kostbaren Arbeitsspeicher und CPU Leistung fressen, laufen die üblichen Apps wie der Webbrowser, WhatsApp, Facebook usw. absolut problemlos.

Auch die Ladezeiten dieser Apps sind nahezu perfekt.

Geht es Euch nur um solche Standard Apps werdet Ihr mit dem Gigaset GS185 sehr zufrieden sein. Wie steht es aber um Spiele?

Wie so oft kommt es hier auf die Art der Spiele an. Die gängigen Casual Games wie Candy Crush oder auch Clash of Clans laufen vernünftig. Teils sogar besser als auf etwas teureren Geräten.

Da das GS185 „nur“ über ein 720p Display verfügt benötigt dieses weniger Grafikleistung als Smartphones mit 1080p Display.

Allerdings High End Games wie PUBG, Emulatoren usw. könnt Ihr vergessen bzw. nur auf niedrigen grafischen Einstellungen zum Laufen bekommen. Generell gilt aber mir ist kein Spiel untergekommen, welches komplett die Arbeit verweigert hat.

Dennoch ist das GS185 kein „Gaming Smartphone“, für Casual Games reicht es aber dennoch.

Wie sieht es abseits der reinen Leistungsfähigkeit aus? Der LTE Empfang genau wie der GPS Empfang sind solide. Besser als bei vielen Geräten mit Mediatek Chip in dieser Preisklasse.

Grundsätzlich ist auch die WLAN Leistung passabel. Allerdings unterstützt das GS185 nur 2,4GHz WLAN nach dem N Standard. Praktisch resultiert dies in einer Geschwindigkeit von rund 40Mbit/s die maximal via WLAN erreicht werden können.

Zum Abschluss, wie steht es um den Fingerabdruckscanner? Dieser ist gut brauchbar und entsperrt das Smartphone in 8 von 10 Versuchen tadellos. Bei den beiden anderen Versuchen müsst Ihr den Finger ein zweites Mal auflegen.

 

Akku

Das Gigaset GS185 verfügt über einen 4000mAh Akku, was durchaus sehr imposant ist für solch ein Smartphone. Normal wären hier eher 3000mAh.

Aber wie so oft darf man nicht zu viel auf die reine Kapazität des Akkus geben. Für eine gute Laufzeit sind auch andere Dinge sehr wichtig, wie ein energiesparsamer Prozessor und Display usw.

Von daher wie schlägt sich das GS185 in meinem üblichen Alltagstest, besteht aus Webbrowsen, Social Media und leichtem Gaming?

Mit rund 7,5 Stunden liefert hier das GS185 eine gute Leistung. Selbst Intensivnutzer sollten mit dem Smartphone gut durch den Tag kommen.

Normalnutzer könnten sogar zwei Tage schaffen, abhängig von der Nutzung. Telefoniert Ihr nur oder schreibt mal eine SMS wäre eventuell sogar noch ein 3. Tag drin. Allerdings war die Standby Performance bei mir eher mäßig (das Smartphone brauchte beim Nichtstun relativ viel Akku).

 

Fazit

Das Gigaset GS185 ist ein gutes Smartphone für den Einstiger bzw. Umsteiger von einem normalen Handy.

Hierbei kann dieses mit einer guten und vor allem angenehmen Haptik, einer soliden Alltags-Performance und einer guten Kamera punkten.

Allerdings darf man auch keine Wunder erwarten. Es gibt ganz klar Smartphones mit mehr Leistung oder einer besseren Kamera in dieser bzw. einer ähnlichen Preisklasse, sofern Ihr bereit seid auf die diversen asiatischen Hersteller zu setzen.

Aber mit dem GS185 war es vermutlich auch nicht Gigasets Ziel neue Performance Rekorde aufzustellen. Das Ziel war es vermutlich eher ein vernünftiges Smartphone zu produzieren welches genug Leistung für SMS, WhatsApp, Facebook usw. liefert.

Ähnliches gilt auch für die Kamera. Ich würde mit dieser nicht zwingend meine Urlaubsbilder machen wollen, aber man muss sich auch nicht für die Aufnahmen schämen, wenn man diese via Facebook teilt oder via WhatsApp versendet.

Ein weiter wichtiger Punkt ist natürlich die Made in Germany Geschichte. Diese bringt Euch erst einmal direkt nichts. Eventuell bei einer nötigen Reparatur, welche direkt in Deutschland ausgeführt wird, aber im Alltag ist davon direkt nichts zu spüren. Hier geht’s eher um das Gefühl ein deutsches Unternehmen und deutsche Arbeitsplätze unterstützt zu haben.

Ist Euch dieses Gefühl etwas Wert, dann wird das GS185 nochmals attraktiver.

Kurzum das Gigaset ist ein grundsolides Smartphone für alle Nutzer, die sich primär für die Basics wie WhatsApp und Social Media interessieren, wie auch auf einen guten, wenn nicht sogar herausragenden Support Wert legen!

Der ASUS Blue Cave WLAN Router im Test, interessantes Design!

Wenn man sich einen ASUS WLAN Router ansieht, hat man meist ein schwarzes, recht aggressiv designtes Gerät mit vielen auffälligen und großen Antennen vor sich.

Mehr Antennen = mehr Leistung, so schien das Motto von ASUS zu sein.

Daher ist der neue Blue Cave WLAN Router etwas Besonderes. ASUS weicht bei diesem etwas von seinem typischen Design „für Gamer“ ab und hat fast schon einen „modischen“ WLAN Router erschaffen.

Dabei verzichtet ASUS völlig auf externe Antennen oder eine aggressive Design- Sprache, ohne dabei auf Leistung zu verzichten!

Der Blue Cave soll mit AC2600 Tempo punkten können, wie auch ansonsten mit einem sehr vollständigen Feature-Set. Dafür will ASUS allerdings auch gute 230€ haben.

Ist dieser Preis für den ASUS Blue Cave WLAN Router gerechtfertigt? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Blue Cave für diesen Test!

 

Der ASUS Blue Cave im Test

Der Blue Cave ist ein einzigartig designter WLAN Router von ASUS. Diese setzen hier auf ein 16x16cm großes viereckiges Gehäuse mit einem Loch in der Mitte.

Klingt komisch, sieht aber dank der blauen Lamellenverzierung sehr interessant aus. Hierher kommt auch der Name „Blue Cave“.

Durch dieses etwas ungewöhnlichere aber schicke Design ist der Router auch sehr wohnzimmerfreundlich. Hier wirkt dieser eher wie eine Art Skulptur, als wie ein WLAN Router.  Menschen die sich weniger mit Technik auskennen, werden es schwer haben zu erkennen, was der Blue Cave eigentlich ist.

Ganz auf LEDs konnte ASUS allerdings nicht verzichten. Im Ring des WLAN Routers sind ein paar Blue LEDs angebracht, welche aber sehr schön ins Design übergehen.

Abseits davon ist allerdings auf der Front nicht viel Interessantes zu finden. Sämtliche Anschlüsse, Tasten usw. sind auf der Rückseite untergebracht.

Hier finden wir das übliche, also einen Einschalter, eine WPS Taste, 1x USB 3.0, 1x WAN und 4x Gbit LAN.

Während die Vorderseite noch völlig glatt ist, hat ASUS die Rückseite für Belüftung etwas „durchlöchert“. Eine sinnvolle Entscheidung, moderne WLAN Router produzieren einiges an Wärme.

 

Software

Die Software des ASUS Blue Cave passt nicht so recht zum „simplen“ Design Ansatz des Äußeren. Ob dies nun gut oder schlecht ist, überlasse ich Euch!

ASUS setzt beim Blue Cave auf seine typische Router Benutzeroberfläche. Diese ist optisch recht schwer und teilweise auch etwas überladen.

Dies liegt aber auch daran, dass Ihr hier massenhaft Einstellungsmöglichkeiten vorhanden sind. Kein anderer Hersteller von Routern bietet so viele Einstellungsmöglichkeiten und auch Feature wie ASUS!

Hierbei unterscheidet sich der Blue Cave auch nicht von seinen Gaming Brüdern. Gehen wir einmal ein paar Funktionen im Schnelldurchlauf durch.

Neben den Basis Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der WLAN Settings, IP Adressen usw. bietet der Blue Cave auch diverse Analyse und Kontrollmöglichkeiten. Ihr könnt auf Wunsch beispielsweise jede Webseite sehen, die ein Nutzer über den Router aufgerufen hat. Auch könnt Ihr detailliert sehen welcher Computer gerade wie viel Trafik verursacht und gegebenenfalls dessen Priorität hoch oder herunter drehen.

Ebenfalls sehr interessant ist ASUS AiProtection. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, welche nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit, dass diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist den Router auch als Access Point oder sogar Repeater zu nutzen. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.

Neu ist die Möglichkeit den Blue Cave via Amazon Alexa oder IFTTT zu steuern bzw. teile des Routers zu steuern. Ihr könnt beispielsweise ein Gast WLAN Netz via Sprachbefehl erstellen oder schließen.

ASUS neues AiMesh soll im Übrigen später per Software Update nachgereicht werden.

Zusätzlich zur WebUI bietet ASUS auch eine sehr schöne und gute App zu Steuerung und Überwachung an.

 

Performance

Auch wenn man es dem Blue Cave vielleicht auf den ersten Blick nicht direkt ansieht, steckt in diesem WLAN Router doch ordentlich Power.

Laut ASUS soll der Blue Cave 800Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und satte 1733Mbit/s auf dem 5GHz Band erreichen. Damit nutzt der Router ein 4×4 Design, im Inneren gibt es also vier Antennen, welche vier parallele Datenströme aufbauen können.

Im Inneren des Blue Cave wird es sehr interessant! ASUS setzt hier auf Intel WLAN Chips (WAV 524 und WAV 514). ASUS, Linksys, Netgear usw. produzieren nicht die eigentlichen WLAN Chips und Prozessoren, ähnlich wie bei Smartphones wo der Prozessor meist auch nur zugekauft wird.

Die große Mehrheit aller WLAN Router setzt hierbei auf Qualcomm oder Broadcom Chips. Intel hingegen ist eine sehr exotische Wahl mit seiner „Intel® WiFi Technology“ Plattform. Das muss nicht bedeuten, dass dies eine schlechte Wahl ist!

Einen kleinen Nachteil sehe ich allerdings bereits auf dem Papier, der ASUS Blue Cave scheint kein MU-MIMO zu unterstützten.

Dies ist in der Theorie ein Nachteil, wenn viele Geräte gleichzeitig mit dem Router verbunden sind und Daten anfordern. Allerdings gibt ASUS an das der Blue Cave mit bis zu 128 Geräten gleichzeitig verbunden sein kann.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den Blue Cave den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-AC88U in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Ich bin positiv überrascht! Ich muss zugeben nicht eine ganz so hohe Übertragungsrate erwartet zu haben.

Mit 95,5MB/s auf dem 5GHz Band in Kombination mit dem TP-Link T9E WLAN Adapter ist man schon sehr dicht am Optimum.

Noch beeindruckender sind die 67MB/s in Kombination mit der Intel ac 7260 WLAN Karte, was der viert höchste Wert ist, den ich bisher gesehen habe.

Vielleicht liegt dies am besonders guten Zusammenspiel Intel WLAN Karte + Intel WLAN Chip im Router.

Aber nicht nur die 5GHz Performance ist erste Klasse, auch die Leistung auf dem 2,4GHz Band ist stark! Auch hier spielt der Blue Cave ganz oben mit.

Wie steht es um die Reichweite? Der Blue Cave hat keine externen Antennen oder Ähnliches. Kann da die Reichweite überhaupt gut sein?

Grundsätzlich ja! Auf eine niedrige bis mittlere Distanz ist kein Unterschied zwischen dem Blue Cave und beispielsweise dem RT-AC86U zu erkennen.

Erst auf sehr hohen Distanzen bricht das Signal gerade auf dem 2,4GHz doch ein Stück weit mehr Weg als bei Geräten mit externen Antennen.

Aber der Unterschied ist hier auch nicht gigantisch.

 

USB/NAS Funktionalität

Die NAS bzw. USB Funktionalität bei ASUS Routern ist immer sehr ausgeprägt, so auch hier.

Das Wichtigste sind natürlich die klassischen SMB Netzwerk-Laufwerke. Für diese gibt es eine einfache Benutzerverwaltung. Ihr könnt Benutzern den Zugriff auf einzelne Netzwerk-Laufwerke sperren, oder gezielt freigeben.

Auch ist ein Zugriff über das Internet via „Cloud Disk“ möglich. Cloud Disk ist eine APP mit einem integrierten DDNS Dienst.

Ebenso könnt Ihr den Inhalt Euer Netzwerklaufwerke mit Dropbox oder einem anderen FTP/SMB Sever synchronisieren.

Die Freigabe von Medien via UPNP oder iTunes Server ist natürlich ebenfalls möglich, wie auch Time Machine Backups.

Ganz kurz zusammengefasst, ASUS bietet hier die beste NAS Funktionalität in allen Routern, die mir bisher beregnet sind!

Hier wäre es aber nun natürlich noch gut, wenn auch das Tempo stimmen würde. Tut es das?

Hier hatte ich Probleme mit dem Blue Cave. Mit meiner zunächst genutzten externen SSD erreichte ich lediglich 7MB/s lesend, was sehr schwach wäre. Selbst nach einem internen Formatieren in das HFS Dateiformat (zunächst NTFS) gab es keine Besserung. Ganz im Gegenteil der Router ist während einer Dateiübertragung abgestürzt.

Erst nach dem Wechsel auf eine andere SSD konnte ich rund 40MB/s lesend und 30MB/s schreibend erreichen. Keine absoluten Top -Werte, aber ordentlich.

 

Stromverbrauch

Kommen wir zum Abschluss zum Stromverbrauch, welcher in unserer heutigen Zeit immer wichtiger ist.

Leider sind ASUS WLAN Router in der Regel nicht sonderlich sparsam, was den Energieverbrauch angeht, dies bestätigt sich auch beim Blue Cave.

Im normalen Einsatz benötigt dieser ca. 12,4W Leistung. Nicht übermäßig viel wenn man dies im Verhältnis zur Leistung sieht, aber auch nicht besonders sparsam.

 

Fazit

Das Fazit zum ASUS Blue Cave ist kein ganz einfaches. Der Blue Cave ist erst einmal ein absolut vorbildlicher WLAN Router mit einer hervorragenden Performance, unzählige Features und einer guten Reichweite.

Gerade die WLAN Performance konnte mich hier sehr positiv überraschen.

Allerdings sind dies Features, welche auch von anderen ASUS WLAN Routern in dieser Preisklasse geboten werden. Ich würde den Blue Cave mit dem RT-AC86U vergleichen. Beide sind sich was die Performance angeht recht ähnlich.

Die Software von beiden Modellen ist sogar nahezu identisch. Der RT-AC86U hat eine leicht bessere Reichweite und MU-MIMO, was ein kleiner Vorteil ist.

Der Blue Cave hat hingegen eine etwas bessere Performance in Kombination mit Intel WLAN Karten, wie auch den etwas niedrigeren Preis.

Letztendlich kann man sagen, dass der ASUS Blue Cave ein herausragender High End WLAN Router ist, welchen ich problemlos empfehlen kann. Ob ich allerdings eine Kaufempfehlung aussprechen würde, hängt davon ab wie Euch das Design gefällt.

Gefällt Euch der ASUS Blue Cave besser als beispielsweise der ASUS RT-AC86U? Falls ja, wählt den Blue Cave, falls nein wählt den RT-AC86U.

Ich denke dies ist auch das Ziel von ASUS, einen High End WLAN Router im Sortiment zu haben, welcher nicht auf die ansonsten gängige Gamer Optik setzt. Dies ist mit dem Blue Cave auch absolut gelungen!

Achtung gefälschte Apple Lightning auf USB C Kabel im Umlauf! Oder „Hilfe warum funktioniert das Schnellladen meines iPhone X nicht“

Dieser Artikel soll als Warnung dienen! Aktuell sind einige Fälschungen des Apple Lightning auf USB C Kabels im Umlauf, welche auch als original beworben werden, es aber nicht sind.

Vor einer Weile hatte mich ein Nutzer angeschrieben, welcher aufgrund meiner Empfehlung ein Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät für sein iPhone X kaufte, aber feststellen musste, dass dieses nicht wie ich schrieb schnell geladen wurde, sondern nur sehr langsam lud.

Es kann ja nicht sein, dass ich ein Ladegerät empfehle welches gar nicht funktioniert. Noch erstaunlicher, Amazon Bewertungen bestätigten das nicht Funktionieren von USB Power Delivery in Kombination mit dem iPhone X und iPad Pro.

Hä? Was ist da los? Kurzum ich musste ein paar Nachforschungen anstellen, im Zuge dessen sich zeigte, dass es am Kabel liegt. Von daher woran erkennt man ein originales Apple Lightning auf USB C Kabel?

 

Das Ladegerät

Beim Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät und auch dem Anker PowerPort+ 5 Premium gibt es diverse Bewertungen welche besagen, dass USB Power Delivery, also das Schnellladen von Apple Geräten, nicht funktionieren würde.

Beispielsweise der Kommentar „Lädt iPad Pro 10.5 über PD extrem langsam, sonst ok.“ Hier haben sich auch Experten zu Worte gemeldet, dass es an Apple liegt, die sich nicht an den Standard halten.

Aber warum funktionierte das Schnellladen bei mir problemlos? Hat mir Anker ein spezielles „Reviewer“ Ladegerät zukommen lassen? Dieser Nutzer berichtete ja sogar ein Austauschladegerät würd ebenso wenig funktionieren.

Kurzum ich habe mir noch ein Anker PowerPort 5-Port USB C Ladegerät bei Amazon bestellt.

Ja….. 36€ aus dem Fenster geworfen, denn auch das zweite PowerPort 5-Port USB C Ladegerät funktionierte 1a, sowohl mit meinem iPad Pro 10.5 wie auch iPhone X.

Also muss doch der Fehler woanders liegen?

 

Das Kabel ist das Problem!

Nach kurzem Austausch mit meinem Leser habe ich erfahren, dass dieser ein Apple Lightning auf USB C Kabel bei eBay gekauft hatte. Zuerst war dieser sich sicher es würde sich um ein originales Kabel handeln, bis dann auch hier die Zweifel aufkamen.

Das Kabel wurde als „Original Apple Lightning auf USB-C Typ-C Kabel MK0X2AM/A A1656 Macbook iPhone 1m“ beworben und kostete mit 20€ auch genug das es ein Original sein könnte.

Der Händler hatte 550910 Bewertungen, also seriös?

Kurzum ich habe mir ein sicheres original Kabel aus dem Apple Store für 25€ bestellt und dieses angebliche original Kabel.

Kurzum ja das eBay Kabel sieht original aus, ist es aber nicht!

 

Wirklich eine Fälschung?

Aber ist das Kabel wirklich eine Fälschung? Es hat ja schließlich eine andere Modellnummer?

In der Tat! Es gibt mehrere Versionen des Apple Lightning auf USB C Kabels.

 

Von Apple direkt habe ich die aktuellste MQGJ2ZM/A „A1703“ bekommen. Hierbei scheint es sich um die 2017er Version des Kabels zu handeln.

Vom eBay Händler habe ich hingegen das MKOX2AM/A „A1656“ bekommen. Hierbei scheint es sich um das originale Kabel des 2015er iPad Pros zu handeln.

Könnte es sich also um ein altes Kabel handeln, welches original ist, aber halt mit den neueren Geräten nicht funktioniert?! Nein!

Der Händler wirbt sogar damit „Funktioniert mit allen IOS-Versionen. Auch mit zukünftigen Versionen“ „Die Lightning Kabel sind kompatibel mit allen Apple-Geräten, die über einen USB-C Anschluss verfügen.“

Um sicher zu gehen habe mir ein noch ein Kabel bestellt. Dieses Mal direkt bei Amazon mit der Modellnummer „MK0X2ZM/A“, welches aber ebenfalls die Modellnummer A1656 trägt!

Und ja auch das Amazon Kabel funktioniert!Es handelt sich bei dem eBay Kabel also sehr sicher um eine Fälschung.

 

Woran erkenne ich ein originales Apple Lightning auf USB C Kabel?

Für diesen kleinen Vergleich habe ich drei Apple Lightning auf USB C Kabel.

  • Original = direkt von Apple MQGJ2ZM/A Modellnummer A1703
  • Original 2 = direkt von Amazon MKOX2ZM/A Modellnummer A1656
  • Fälschung = von eBay Händler MKOX2AM/A Modelnummer A1656

 

  • Die originale Box ist schneeweiß, die Fälschung leicht gelblich.
  • Das originale Apple Logo ist schwarz, die Fälschung grau.
  • Der Text bei der Fälschung ist zentriert, beim Original linksbündig.

 

  • Die Lasche zum Aufreißen der Verpackung ist beim Original grün, bei der Fälschung orange.
  • Die Pfeile in der Darstellung sind beim Original grün, bei der Fälschung grau.

 

  • Beide Kabel sind mit Papierlaschen zusammengehalten, beim Original ist die Papierlasche aber nicht verklebt.

 

  • Beim originalen Kabel ist der USB C Stecker minimal kürzer als der Lightning Anschluss. Bei der Fälschung ist der Lightning Anschluss deutlich kürzer.

 

  • Der Lightning Stecker ist bei der Fälschung kleiner und rundlicher. Beim Original ist dieser ovaler.
  • Der Lightning Stecker hat beim Original eine Länge von 14,44mm, bei der Fälschung 11,90mm.

 

  • Der graue Knickschutz ist beim USB C Port kürzer als beim Lightning Anschluss. Beim Original Kabel ist der Knickschutz bei beiden Enden gleich lang (ca. 10mm)
  • Der USB C Port ist bei der Fälschung glänzender.

 

Funktion

Im Gegensatz zu normalen Apple Ladekabeln funktionieren die Fälschungen der Apple Lightning auf USB C Kabeln gar nicht bzw. nur teilweise.

Wie kommt das? Apple nutzt wirklich eine etwas „eigene“ Implantierung des USB Power Delivery Standards.

Im Gegensatz zu den meisten Android Smartphones gibt es hier keine direkte Kommunikation zwischen dem Smartphone/Tablet und dem Ladegerät.

Damit aber USB Power Delivery funktioniert, muss das Smartphone/Tablet dem Ladegerät mitteilen welche Spannung dieses haben möchte. Apple nutzt bei seinem Apple Lightning auf USB C Kabeln vermutlich eine Art „Übersetzer“.

Das heißt das Ladegerät redet zuerst mit dem Kabel und dann redet das Kabel mit dem Smartphone/Tablet. Dies ist also kein stumpfes Standard Kabel, sondern besitzt einen „einmaligen“ Chip.

Diesen Chip verkauft Apple aktuell anscheinend nicht weiter. Daher gibt es auch noch keine MFI zertifizierten Apple Lightning auf USB C Kabel.

Es scheint zwar mittlerweile erste 3. Anbieter Kabel zu geben welche funktionieren, aber diese sind erst im Q2 2018 auf den Markt gekommen und auch etwas zweifelhaft.

 

Fazit

Das Böse bei den Fälschungen der Apple Lightning auf USB C Kabeln ist, dass diese nicht funktionieren. Normalerweise sind Kabelfälschungen zwar auch unschön, aber die Fälschungen arbeiten meist genauso wie die originalen Kabel.

Dies ist hier allerdings nicht der Fall! Die gefälschten Apple Lightning auf USB C Kabel funktionieren zum normalen Aufladen, aber nicht in Kombination mit USB Power Delivery. Funktioniert also das Schnellladen des iPhone X oder iPad Pro nicht, muss dies noch lange nicht am Ladegerät liegen.

Leider fällt hier die Fälschung oftmals auf die Hersteller von Ladegeräten zurück, was natürlich für diese ein großes Problem ist.

Letztendlich gilt hier aber gerade bei Apple Kabeln das Motto, kauft bei Apple direkt oder bei einem sicheren seriösen Händler! Selbst letzteres ist kein Garant für ein originales Kabel, oftmals werden selbst die Händler betrogen.

Allerdings ist bei eBay oder Amazon Marketplace Händlern die Chance natürlich deutlich höher auf eine Fälschung zu treffen als beispielsweise bei Amazon selbst.

Aktuell ist es nicht möglich ein Apple Lightning auf USB C Kabel für unter 25€ zu bekommen! Habt Ihr einen Händler der dies unterbietet gilt Vorsicht.

Das Sony Xperia XZ2 im Test, der Flaggschiff Geheimtipp!

Sony hat ohne Frage einen schwierigen Stand auf dem Smartphone Markt, wo sich gefühlt alles nur noch um Samsung oder Apple dreht.

Dabei war Sony wie auch HTC und LG einer der ganz großen Spieler im Geschäft. Aber irgendwie hat sich der „Hype“ um Sony etwas verloren.

Aber ist dies auch zurecht der Fall? Gerade mit dem neuen Xperia XZ2 scheint Sony einen gewaltigen Sprung in die richtige Richtung gemacht zu haben.

Wollen wir hier doch herausfinden wie gut Sonys 2018er Flaggschiff Smartphone wirklich ist! Steht Sony wirklich zurecht im Schatten von Samsung?

An dieser Stelle vielen Dank an Sony für das Ausleihen des XZ2 für diesen Test.

 

Das Sony Xperia XZ2 im Test

Wie gefühlt alle aktuellen High End Smartphones setzt auch das Sony Xperia XZ2 auf ein Glasgehäuse mit Aluminiumrahmen. Allerdings war Sony auch einer der ersten Hersteller, welcher diesen Aufbau mit dem Xperia Z vor X Jahren begann einzusetzen.

Aber im Laufe der Zeit hat sich das Design doch ein gutes Stück gewandelt. Ältere Sony Smartphones waren sehr kantig und geradlinig. Dies hat sich beim XZ2 etwas verändert. Die Front ist weiterhin von geraden Linien geprägt, die Rückseite hingegen besitzt ein nach außen gebogenes Glas.

Trotz des geraden Aluminium Rahmen fühlt sich hierdurch das Sony etwas rundlicher und weicher an. Ein wenig muss man zwar aufpassen, dass das Smartphone nicht von leicht schrägen Oberflächen herunter rutscht, aber grundsätzlich gefällt mir das Design ausgesprochen gut!

Auch die Haptik ist stark. Vorbei sind die Zeiten in welchen es bei Sony Smartphones einen spürbaren Spalt zwischen Glas und Aluminium Rahmen gab. Das XZ2 wird hier definitiv seinem gehobenen Preis gerecht.

Sony muss natürlich auch den Trend zu kleinen Displayrahmen mitgehen. Allerdings hat das Xperia XZ2 verglichen mit dem Samsung Galaxy S9, iPhone X, OnePlus 6 durchaus noch größere Rahmen. Allerdings sind diese klein genug dass das Smartphone eine moderne Ausstrahlung besitzt und trotz 5,7 Zoll Display noch recht handlich ist.

Nein das XZ2 ist kein super kompaktes Smartphone, hierfür muss man zur Compact Version greifen, aber es ist auch nicht riesig. Lediglich das Gewicht wirkt mit knapp 200g recht hoch. Dies verleiht dem Smartphone aber auch eine gewisse Wertigkeit.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,7 Zoll Display wie auch einen Front Lautsprecher, die Ohrmuschel und 5 Megapixel Frontkamera.

Die physischen Tasten des XZ2 sind am rechten Rand angebracht. Dabei ist die Positionierung der Tasten ungewöhnlich.

Die Lautstärkewippe ist an der üblichen Position, der Einschalter hingegen ist recht niedrig angebracht. Für meinen Geschmack fast etwas sehr niedrig, aber Nutzer mit kleineren Händen wird dies sicherlich freuen.

Am unteren Rand ist zudem eine gesonderte Kamerataste mit zwei Stufen angebracht. Über diese könnt Ihr zum einen schnell die Kamera starten, wie aber auch Fokussieren und Auslösen. Diese Taste ist zwar nicht lebenswichtig, aber dennoch ein schöner Bonus.

Leider verzichtet Sony wie es aktuell Trend ist auf einen 3,5mm Kopfhöreranschluss. Ein Adapter für den USB C Port liegt aber selbstverständlich bei.

Auf der Rückseite sind die Hauptkamera, der recht kleine LED Blitz wie auch der Fingerabdruckscanner zu finden.

Auch das Sony Xperia verfügt über einen Wasserschutz nach IP68, ein kurzzeitiges Untertauchen ist also kein Problem.

 

Software

Sony setzt beim XZ2 auf Android 8.0 mit einer eigenen Benutzeroberfläche. Die Sony Benutzeroberfläche ist hierbei allerdings recht leicht und bietet lediglich ein paar Design Anpassungen im Menü und beim Launcher.

Allerdings gefällt mir die Sony Benutzeroberfläche recht gut, zumal sogar eine App Übersicht vorhanden ist, auf welche beispielsweise Huawei und LG mittlerweile verzichten.

Was Bonus Feature angeht gibt es allerdings auch nicht viel zu erwähnen. Es ist beispielsweise ein Inaktivitätsdisplays vorhanden, welches sich beim Anheben des Smartphones aktiviert. Hier werden Euch in Schwarz/Weiß die Uhrzeit und Benachrichtigungen angezeigt.

Ein Always on Display ist aber nicht vorhanden, was auch nicht überrascht da Sony auf ein LCD Panel setzt.

Auch ist der Xperia Assistent mit an Bord, welcher sich um Akku Optimierungen und dynamische Funktionen wie den Nachtmodus usw. kümmert.

Was vorinstallierte Apps angeht ist Sony etwas „großzügiger“ unterwegs. Neben einigen Sony Apps wie der Xperia Lounge oder der PSN App ist auch Facebook und diverse Amazon Apps vorinstalliert.

Dies frisst auch ein gutes Stück internen Speicher. Von 64GB bleiben Euch rund 48,8GB zur freien Verfügung. Immerhin ist ein microSD Speicherkarten Slot vorhanden welcher dies wieder etwas relativiert.

 

Display

Sony setzt beim Xperia XZ2 auf ein 5,7 Zoll IPS Display mit einer Auflösung von 2160×1080 Pixeln. Daran erkannt man, dass es sich um ein 18:9 Display handelt. Zusätzlich gibt es eine HDR10 Unterstützung.

Wie sieht das Display aus? Gut bis sehr gut! Das Display des XZ2 ist hell, leuchtstark und besitzt einen guten Kontrast.

Allerdings tut sich das XZ2 im direkten Vergleich mit einem Samsung Galaxy S9 und iPhone X etwas schwer. OLED Panel sehen dank dem perfekten Schwarz einfach klasse aus. Hier kann das XZ2 nur bedingt mithalten.

Immerhin es handelt sich um eins wenn nicht sogar das beste IPS Panel das ich bisher gesehen habe! Das Display ist also nicht ganz Oberklasse, kann aber durchaus mit einem Pixel 2 XL mithalten.

 

Lautsprecher

Sony bleibt sich treu und setzt auch beim XZ2 auf ein Dual-Lautsprecher Set-up. Hierbei wird ein Lautsprecher genutzt welcher am unteren Rand versteckt ist, wie auch die Ohrmuschel. Beide Lautsprecher sind also auf den Nutzer gerichtet.

Hierdurch passt schon einmal das Stereo Gefühl und auch generell klingen die Lautsprecher gut. Es sind was den Tiefgang und das Volumen angeht nicht ganz die besten Smartphone Lautsprecher, aber es gibt keinen Grund zu klagen.

Auch die maximale Lautstärke ist solide!

Hinzu kommt die Möglichkeit den Vibrationsmotor als eine Art Bassverstärkung zu nutzen. Dabei vibriert das Smartphone passend zu den Bässen.

Interessant, cool aber vielleicht auch ein wenig unnötig. Allerdings bei Filmen oder Spielen kann dies schon ein interessanter Effekt sein. Ihr könnt diesen in vier Stufen regeln, von aus bis stark.

Zwar fehlt der 3,5mm Kopfhöreranschluss, dafür sind aber die Lautsprecher ordentlich.

 

Kamera

Die Kamera ist bei Sony Smartphones immer eine sehr interessante Angelegenheit. Sony stellt die mit Abstand besten Kamerasensoren auf dem Markt her. Diese werden von Google, Apple und sogar Samsung verwendet.

Jedes aktuelle High End Smartphone hat einen Sony Kamera Sensor. Hier müsste man doch denken, das die Sony eigenen Geräte ganz oben mitspielen was die Kameras angeht. Aber dies ist nur bedingt der Fall.

Im Xperia XZ2 kommt beispielsweise ein 19 Megapixel Sensor mit F2.0 Blende zum Einsatz. 19 Megapixel klingen nett, aber die Blende von F2.0 ist nicht mehr zeitgemäß wenn es Smartphones wie das S9 gibt welche schon F1.5er Blenden haben. Im Gegenzug ist der hier verbaute IMX400 ein gerade zu riesiger Kamerasensor mit 1/2.3 Zoll.

Vermutlich ist dies auch der Grund warum die Blende vergleichsweise klein ist (bei größeren Sensoren ist eine größere Blende schwerer zu erreichen bzw. diese braucht mehr physischen Platz).

Auch verzichtet Sony komplett auf eine sekundäre Kamera. Ein Hintergrund Unschärfe Modus ist aber dennoch vorhanden. Dieser muss aber zwei Aufnahmen nacheinander machen und errechnet daraus das „Bokeh“.

Dieser Modus ist nicht ganz so einfach und schnell zu nutzen wie bei einem iPhone, aber erziehlt durchaus brauchbare Ergebnisse. Bessere Ergebnisse als bei einigen Smartphones mit Dual-Kameras.

Allerdings spielt der Porträt Modus des XZ2 auch nicht ganz oben mit.

Die hohe Auflösung des Xperia XZ2 wird wie üblich nur bei 4:3 erreicht. Von Haus aus stellt Sony aber das Bild auf 16:9 und 17 Megapixeln. Grundsätzlich eine gute Entscheidung, wir haben 18:9 Displays und machen 4:3 Aufnahmen, was etwas suboptimal ist.

Allerdings hat die Kamera im 16:9 Modus einen deutlichen „Lag“. Anscheinend wird das Foto nach der Aufnahme auf 16:9 zugeschnitten was ca. eine Sekunde dauert in welcher Ihr warten müsst.

Daher habe ich später wieder in den 4:3 Modus geschaltet.

Viele Hersteller werben aktuell mit „KI“ usw. was die Kameras angeht. Ich hatte schon einige Smartphones in der Hand und selbst bei Huawei ist dies zu 90% Marketing Bla Bla. Sony hingegen hat eine „intelligente“ Automatik.

Anstelle Katzen, Pflanzen usw. zu erkennen kann diese zwischen Landschaften, Makros, Bildern mit Hintergrundlicht usw. unterscheiden. Das Sony XZ2 nutzt also keine billigen Filter welche letztendlich nur über die Aufnahmen gelegt werden, sondern arbeitet eher wie eine richtige Kamera.

Aber wie steht es um die Resultate?

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst. Ein Foto des XZ2 ist zwischen 6 und 12 MB groß!

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht)

Ich hatte schon lange kein Smartphone mehr bei welchem ich so beeindruckt war.

Einige Aufnahmen welche ich mit dem XZ2 machen konnte waren einfach fantastisch! Anders kann man dies nicht sagen. Dabei handelt es sich primär um Makros und Landschaften.

Bei Makros zeigt das Xperia XZ2 seinen großen Sensor, welcher für eine hervorragende natürliche Hintergrundunschärfe sorgt. Dazu ist die Farbdarstellung, Dynamik und nicht zuletzt die Schärfe herausragend!

Dies ist auch der Grund warum Landschaftsaufnahmen so gut sind. Mir ist kein anderes Smartphone bekannt welches so scharfe und detaillierte Fotos wie das XZ2 liefert.

Bei gutem Wetter oder auch Bewölkung kann hier das Sony problemlos mit dem S9 oder Google Pixel mithalten und sogar überbieten. Ähnliches gilt auch für künstlerische Aufnahmen. Ihr fotografiert gerne Blumen, Makros oder spielt mit der Perspektive? Dann macht das Sony Xperia XZ2 richtig Spaß!

Ich hätte keine Probleme dieses als meine einzige Kamera mit in den Urlaub zu nehmen.

Aber wie steht es um die Low Light Performance? Um ehrlich zu sein besser als ich es erwartet habe.

Bei Dämmerung in Innenräumen kann das Sony Xperia XZ2 durchaus mit dem Google Pixel 2 XL mithalten, wenn nicht sogar was die Schärfe angeht leicht überlegen. Allerdings dreht das XZ2 teils den Kontrast stark hoch.

Im super Low Light, dunkle Straße nur mit Straßenlampen beleuchtet oder ein Innenraum mit Kerzenlicht bzw. gedimmter Beleuchtung, bricht das XZ2 recht stark weg. Hier dreht das Smartphone die Belichtungszeit soweit hoch, dass Aufnahmen recht schnell verwackeln bzw. das Bild wird matschig.

Im super Low Light kann das XZ2 also nicht mit Samsung Galaxy S9 oder Huawei P20 mithalten. Bei Tageslicht hingegen ist das Sony absolute Spitze und kann gerade bei Landschaften und Künstlerischen Aufnahmen ein S9 oder Ähnliches überbieten.

Wenn ich etwas an der Kamera des Xperia XZ2 verbessern müsste dann die Reaktionszeit und vielleicht ein Auto HDR Modus. Der Autofokus ist zwar präzise aber auch nicht der aller schnellste. Hinzu kommt ein leichter Lag beim Auslösen. Ein Pixel 2 oder iPhone X fühlt sich hier einfach etwas reaktionsfreudiger an.

Wie steht es um Videos? Hier hat das XZ2 zwei Asse im Ärmel. Zum einen 4K HDR Video und zum anderen 960 FPS Super Zeitlupe.

4K Videos werden grundsätzlich bei 30 Bildern die Sekunde aufgezeichnet. Optional könnt Ihr aber HDR hinzuschalten, was etwas Besonderes ist. Gerade wenn Ihr einen HDR tauglichen Fernseher habt, können die Videos hervorragend aussehen! Zudem gibt es einen Super Zeitlupen Modus, 960 FPS bei 720p.

Videos sind scharf und qualitativ 1a! Auch die Bildstabilisierung ist sehr ordentlich.

Wo das XZ2 schwächelt, ist allerdings bei der sehr mäßigen Frontkamera. Sind Euch Selfis sehr wichtig, dann gibt es deutlich bessere Smartphones.

 

Performance

Beim SoC geht Sony keine Kompromisse ein und setzt auf den aktuellen Snapdragon 845 und 4GB RAM.

Der Snapdragon 845 ist der 2018er Flaggschiff Prozessor von Qualcomm,  welcher auf acht Kerne des Typs Kryo 385 setzt. Vier dieser acht Kerne sind mit 1,8GHz getaktet und die vier „Performance“  Kerne mit 2,8GHz.

Damit nutzt auch der Snapdragon 845 die typische big.LITTLE Architektur. Wollen wir uns doch einmal ansehen wie sich das Sony Xperia XZ2 in den üblichen Benchmarks schlägt!

Wie zu erwarten verkauft sich das Xperia XZ2 sehr gut! Auf CPU Seite muss sich zwar der Snapdragon 845 dem Samsung Exynos 9 Octa 9810 SoC aus dem Galaxy S9 geschlagen geben, aber wenn es um die kombinierte Leistung aus CPU und GPU (Grafikkarte) geht ist der Snapdragon 845 extrem stark.

Dies zeigt sich gerade im Antutu Benchmark oder im Geekbench Compute Benchmark.

Erfreulicherweise schneidet das XZ2 auch im PCMark Work 2.0 Benchmark sehr stark ab. Der PCMark Work Benchmark versucht etwas realitätsnäher zu sein als andere Benchmarks.

Hier fließt neben der reinen Leistungsfähigkeit auch beispielsweise Software Optimierungen ein. Ein gutes Abschneiden hier kann man also als positives Zeichen für den Praxis Teil werten.

 

Die Praxis

Wie schlägt sich das Sony Xperia XZ2 in der Praxis? Genau so wie man dies von einem 2018er Smartphone der 800€ Preisklasse erwarten darf.

Egal was Ihr mit dem XZ2 macht, es läuft wie geschmiert! Ob nun die üblichen alltags Anwendungen wie WhatsApp, Twitter, der Webbrowser oder auch etwas leistungshungrigere Spiele, das XZ2 nimmt alles mit Leichtigkeit.

Alles mit einer kleinen Ausnahme. Die Galerie App ist irgendwie etwas träge beim Scharfstellen der gemachten Fotos, was aber der einzige Ausreißer ist, der mir aufgefallen ist. Hier sollte man auf Google Foto oder ähnliches ausweichen oder einfach mit der halben Sekunde Ladezeit leben.

Spiele sind in der Regel, das wo man am meisten ein Unterschied zwischen Mittelklasse und Oberklasse spüren kann

Sämtliche Spiele welche ich auf dem XZ2 getestet habe, darunter PUBG Mobile, Pokemon Go, Springfield usw. liefen aber absolut tadellos auf maximaler Qualität.

Kurzum, abseits der Apps die einfach nur furchtbar optimiert sind,  läuft alles was Ihr im Google Play Store finden könnt hervorragend auf dem XZ2.

Auch der LTE und WLAN empfang ist hervorragend! Dies liegt ebenfalls am verwendeten Snapdragon 845, welcher natürlich in solchen Dingen der Goldstandard ist.

 

Akku

Das XZ2 verfügt über einen 3180mAh starken Akku. Wobei stark hier sehr relativ ist, 3180mAh ist nicht übermäßig viel für ein Smartphone mit einem 5,7 Zoll Display.

Allerdings in der Praxis kommt es oftmals weniger auf die direkte Akku-Kapazität an und viel mehr darauf wie viel Energie der SoC oder das Display frisst. Von daher wie schlägt sich das Sony Xperia XZ2 in meinem Praxis-Test? In diesem nutze ich das Smartphone für eine bunte Mischung aus Social Media, Webbrowsen, App Nutzung und leichtes Gaming.

Hier hielt das Xperia XZ2 gute 7 Stunden bei einer niedrigen bis mittleren Displayhelligkeit durch. Eine solide Akkulaufzeit, welche sich auch in der Praxis wiederspiegelt.

Ich bin mit dem XZ2 problemlos durch den Tag gekommen. Ein zweiter Tag ist allerdings nur für wenig Nutzer noch komfortable möglich.

Das Sony Xperia XZ2 nutzt Quick Charge 3.0 als Schnellladestandard. Zusätzlich unterstützt das XZ2 auch den Power Delivery Standard. Ich konnte hier 9V und 1,4A messen.

 

Fazit

Das Sony Xperia XZ2 ist das mit Abstand beste Sony Smartphone seid langer Zeit! Es wurde bei diesem einfach sehr viel richtig gemacht was den Status als Flaggschiff rechtfertigt.

Starten wir bei der Verarbeitung und Haptik. Das neue überarbeitete Design liegt gut in der Hand und fühlt sich hervorragend an. Zwar ist das Display des XZ2 nicht ganz so vollflächig wie beim Galaxy S9, aber dennoch wirkt das Design angenehm modern. Auch qualitativ ist das Display tadellos, wenn auch kein OLED Panel.

Die Kamera ist beim XZ2 sicherlich recht speziell. Keine Dual Kamera, keine besonderen „KI“ Feature nur eine Blende von F2.0, dafür aber ein großer und hochwertiger 19 Megapixel Sensor. Gerade bei gutem Licht liefert hier durch aber das Xperia XZ2 herausragende Bilder, welche sich problemlos mit dem Google Pixel 2 oder S9 messen können.

Aufgrund des großen Sensors bietet das XZ2 aber ein sehr starkes natürliches Bokeh (Hintergrundunschärfe). Gerade wenn Ihr versuchen solltet etwas künstlerische Aufnahmen zu machen, Makro oder Bilder mit viel Tiefe, dann ist das XZ2 aktuell die beste Wahl.

Low Light ist zwar nicht die größte Stärke des XZ2, kann hier aber weiterhin mit Smartphones wie dem iPhone X mithalten. Lediglich die Front-Kamera ist recht schwach, wie ich finde. Seid Ihr Selfi Könige/Königinnen dann gibt es bessere Smartphones für Euch.

Was die Leistungsfähigkeit angeht, gibt es aufgrund des verbauten Snapdragon 845 keine Klagen. Hier ist das Sony Xperia XZ2 auf dem Level aller aktuellen High End Smartphones.

Bonuspunkte gibt es abschließend für die guten Lautsprecher und das kabellose Laden.

Kurzum ja für rund 700€ ist das Sony Xperia XZ2 eine sehr starke Wahl wenn es um ein High End Flaggschiff Smartphone im Jahr 2018 geht. Dieses muss sich nicht hinter dem Samsung Galaxy S9 oder Ähnlichem verstecken!