Das Inateck CCC2001 45W USB-C Auto Ladegerät im Test

Für viele Menschen ist das Auto wie ein zweites Zuhause. Dementsprechend ist es hier auch sehr wichtig sein Smartphone, Tablet oder sogar Notebook aufladen zu können.

Ein gutes KFZ Ladegerät ist hier ohne Frage das A und O. Aber was für ein KFZ Ladegerät ist gut? Das Inateck CCC2001 45W USB-C Auto Ladegerät ist hier fast schon ein etwas exotischeres Modell, in einem positiven Sinne.

Dieses besitzt einen recht leistungsstarken USB C Port mit Power Delivery, wie auch einen Quick Charge 3.0 Ausgang.

Damit sollte dieses KFZ Ladegerät in der Lage sein so ziemlich jedes aktuelle Smartphone schnellzuladen. Dies bei einem Preis von 16€, ist durchaus einen Blick wert.

Kann das Inateck CCC2001 45W USB-C Auto Ladegerät im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Inateck CCC2001 45W USB-C Auto Ladegerät im Test

Das Inateck CCC2001 KFZ Ladegerät ist für seine beworbenen 45W Leistung unheimlich klein und kompakt. Das Ladegerät ist sehr dünn gehalten, dafür aber relativ lang.

Dies sollte allerdings kein Problem sein, ganz im Gegenteil. Erfahrungsgemäß sind breitere Auto-Ladegeräte oftmals etwas problematischer, da diese eher mit dem Interieur kollidieren können.

Inateck setzt beim CCC2001 auf ein schwarzes Hochglanzgehäuse, welches zwar im ersten Moment durchaus schick aussieht, aber natürlich Fingerabdrücke und Kratzer magisch anzieht. Leider wird das Ladegerät vermutlich nicht lange so schick bleiben.

Wie üblich sind die Anschlüsse auf der Oberseite angebracht. Hier befindet sich ein USB C Ausgang, wie auch ein „normaler“ USB Ausgang.

Der „normale“ USB Ausgang ist allerdings gar nicht so normal, denn dieser unterstützt Quick Charge 3.0. Kann also Smartphones wie das LG G6, Samsung Galaxy S8, S7 usw. schnellladen.

Der USB C Port hingegen unterstützt den USB Power Delivery Standard, der in der Theorie ein iPhone X, iPad Pro, MacBook Pro, Nintendo Switch, Google Pixel usw. schnellladen kann.

Insgesamt kann das Ladegerät 45W Leistung liefern. 18W entfällt dabei auf dem Quick Charge 3.0 Port, 27W auf den USB C Port.

Kann es aber überhaupt sein, dass solch ein winziges Ladegerät für 16€ 45W Leistung liefern kann? Ja! Ein KFZ Ladegerät wird mit 12V bzw. 24V Bordspannung versorgt und muss nicht die Umwandlung von 230V AC auf 5V DC vornehmen, wie es normale Ladegeräte müssen. Die Umwandlung von 12V auf 5V ist deutlich leichter als von 230V auf 5V.

 

Messwerte

Kommen wir zum eigentlichen Test. Für diesen habe ich das Inateck CCC2001 45W USB-C Auto Ladegerät mit folgenden Geräten getestet:

  • Samsung Galaxy S8+
  • Apple iPhone X
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Nintendo Switch
  • Google Pixel 2 XL
  • Apple MacBook Pro 13“ Late 2016
  • Dell XPS 13 9370

Beginnen wir mit einer Schwäche des Inateck CCC2001. USB Power Delivery Ladegeräte können in der Regel 5V, 9V, 12V, 15V oder 20V ausgeben.

Gerade die höheren Spannungen werden beispielsweise für Windows Notebooks benötigt. Das Inateck CCC2001 kann allerdings nur 5V, 9V oder 12V Spannung liefern.

Die wichtige 15V Stufe wie auch 20V Stufe fehlt, was für einige Notebooks, wie auch die Nintendo Switch ein Problem ist.

Zudem hat hier Inateck anscheinend etwas gespart. Die 12 V Spannungsstufe, welche beispielsweise vom Apple iPad Pro, iPhone X, MacBook Pro usw. genutzt wird, scheint nicht stabilisiert zu sein.

Was meine ich damit? Aus Eurem Zigarettenanzünder kommt, je nachdem wie voll die Batterie ist und was für ein Auto Ihr habt, zwischen 13,xV und 10,xV, im schnitt kann man sagen also 12V.

Das Inateck CCC2001 scheint nun einfach diese Boardspannung, wenn vom angeschlossenen Gerät eine 12V Spannung angefragt wird, durchzuleiten.

Das hat den Nachteil das die 12V Spannungsstufe beim Inateck CCC2001 extrem schlecht geregelt ist! Beispielsweise das Apple MacBook Pro lud in meinem Test mit 2,01A und 10,8V!

Das Dell XPS 13 9370, hier hat es mich extrem positiv überrascht, dass dieses überhaupt lädt, hat 2,34A und 10,7V erreicht.

Im Idealfall sollte die Spannung bei ziemlich genau 12V liegen. In der Praxis ist dies allerdings kein großes Problem. 10,7V anstelle von 12V sind nicht „schlimm“, zeigen aber, dass Inateck anscheinend ein Step-Up/Step-Down Modul gespart hat.

Wie bereits erwähnt funktioniert das Laden des Apple MacBook Pros problemlos, erstaunlicherweise lädt auch das Dell XPS 13. Allerdings würde ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass alle Windows Notebooks am Inateck CCC2001 laden.

Auch das Apple iPad Pro 10.5 und Apple iPhone X erreichten eine Schnellladegeschwindigkeit, beim Verwenden des originalen Apple Lightning auf USB C Kabels.

Ähnliches gilt auch für das Google Pixel 2 XL, welches wie üblich mit 9V 2A lädt.

Wie steht es um den Quick Charge Port? Bei diesem gibt es keine Auffälligkeiten. Ihr schließt ein Quick Charge fähiges Gerät an und es lädt schnell. Quick Charge 2.0 und 3.0 ist in diesem Punkt recht simpel. Funktioniert die Kommunikation zwischen Quick Charge fähigem Smartphone und Ladegerät wird immer das maximale Tempo erreicht.

Es gibt also zwischen Quick Charge 3.0 Ladegeräten keinen Unterschied, wenn sie funktionieren, was hier der Fall ist.

Wo es einen Unterschied gibt, ist beim Aufladen von nicht Quick Charge fähigen Geräten! Diese laden an Quick Charge Ports teilweise deutlich langsamer. Zwar ist der Quick Charge 3.0 Port Apple optimiert, das iPhone X erreicht gute 1,37A, allerdings erreichte das iPad Pro nur 1,47A bei 5V. Wenn möglich nutzt also den USB C Port für nicht Quick Charge fähige Geräte. Dennoch als „Fallback“ ist der normale USB Port voll zu gebrauchen.

 

Fazit

Das Inateck CCC2001 ist ein ordentliches KFZ Ladegerät, welches natürlich mit seiner Ausstattung und vor allem dem Preis punkten kann.

Ein Quick Charge 3.0 Port und ein USB Power Delivery Port an einem KFZ Ladegerät ist schon beeindruckend! Zwar ist der USB Power Delivery Port etwas limitiert dadurch, dass hier die 15V und 20V Spannungsstufe fehlt, aber beispielsweise für das Laden eines Smartphones, wie dem iPhone X, dem Google Pixel 2, Huawei Mate 10 Pro usw. ist dies natürlich kein Hindernis.

Auch das Aufladen von Notebooks, wie dem Apple MacBook Pros, funktioniert. Allerdings gibt es hierfür bessere Ladegeräte. Gerade Windows Notebooks könnten am Inateck etwas problematisch sein.

Das Inateck CCC2001 ist primär für Smartphones und Tablets gedacht, wo dieses auch glänzen kann. Auch der Quick Charge 3.0 Port macht einen guten Job.

Kurzum für 16€ kann man sich bei dieser gebotenen Leistung nicht beklagen!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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