Das Reolink Argus 2 Solarpanel im Test. Die Reolink Argus 2 via Sonne betreiben?!

Bereits vor einer Weile habe ich Euch den Test zur Reolink Argus 2 präsentiert. Die Reolink Argus 2 ist eine sehr interessante kleine Überwachungskamera, mit einem Kniff. Die Kamera ist komplett kabellos!

Die Argus 2 wird via WLAN ins Netzwerk eingebunden und über einen Akku mit Strom versorgt. Dieser Akku muss alle 2-4 Monate, je nachdem wie aktiv die Kamera war, geladen werden.

Das ist nicht oft, dennoch kann das Laden im Alltag etwas nervig sein. Gerade dann, wenn die Kamera im Außeneinsatz genutzt wird.

Hier hat Reolink allerdings eine sehr interessante Lösung im Ärmel. Es gibt ein kleines Solar Panel, welches die Argus 2 laden kann!

Hierdurch kann die Überwachungskamera in der Theorie ewig betrieben werden, ohne Arbeit oder Folgekosten!

Klingt doch gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert das Solarpanel wirklich so gut wie Reolink dies verspricht? Finden wir dies in einem kleinen Kurz-Test heraus!

 

Das Reolink Argus 2 Solarpanel

Das Solarpanel für die Argus 2 ist genau das was man sich unter einem Solarpanel vorstellt. Ihr erhaltet eine 19,5cm x 13cm große Einheit. Diese besitzt ein fast vollflächiges polykristallines Solarpanel auf der Oberseite.

Polykristalline Solarpanel sind etwas schlechter, aber günstiger als Monokristalline Panels. Qualitativ macht dieses aber einen brauchbaren Eindruck.

Das Gehäuse besteht aus einem einfach schwarzen Kunststoff. Auf der Rückseite finden ein Schraubgewinde für eine Halterung, welche auch mit im Lieferumfang liegt, wie auch ein fest verbundenes microUSB Kabel.

Dieses Kabel ist mit 3,5 Metern großzügig dimensioniert. Der microUSB Stecker ist zudem mit einer speziellen Gummi-Tülle ausgestattet.

Diese soll den microUSB Port der Argus 2 vor Wasser schützen.

 

Funktionierts?

Reolink gibt die Leistung des Solarpanels mit 2,8W an. Genau genommen soll dieses 6V und 480mAh liefern können.

WICHTIG kommt nicht in die Versuchung ein anderes Gerät als die Argus 2 an dieses Solarpanel anzuschließen!

Im Leerlauf produziert das Panel sogar noch etwas über 6V (ca. 6,48V), für ein normales Smartphone wäre dies tödlich. Die Argus 2 ist hierfür natürlich optimiert.

Das Entscheidende ist aber gar nicht das Solarpanel, sondern die Kamera. Das Solarpanel scheint wirklich ein stumpfes Solarpanel zu sein, welches man sich theoretisch selbst zusammenbauen könnte (es scheint allerdings irgendwelche Elektronik verbaut zu sein, dass die Kamera das Solarpanel erkennt).

Das Besondere liegt primär auf Seiten der Kamera, welche auch mit sehr niedrigen Ladeströmen aufladen kann.

Und ja einen hohen Ladestrom produziert das Panel wirklich nicht. Im Frühling und praller deutscher Sonne konnte ich maximal rund 0,7-1,2W messen. Erfahrungsgemäß werden wir im Hochsommer vielleicht 1,5-2W schaffen.

Allerdings ist dies schon ausreichend!

Der Akku der Reolink Argus 2 fasst 18,8Wh und reicht damit laut Hersteller 4-6 Monate. Produziert das Panel 0,7W, was bei praller Sonne ohne korrekte Ausrichtung das Minimum war, was ich messen konnte, reichen theoretisch rund 27 Sonnenstunden aus um die Kamera vollzuladen.

Wohlgemerkt 27 Sonnenstunden innerhalb von 4-6 Monaten! Dies sollte sogar im Winter erreichbar sein.

Selbst wenn man pessimistisch ist und von 40 Sonnenstunden ausgeht, sollten diese sogar im Herbst und Winter zusammenkommen.

Im Sommer oder Frühling sehe ich keinerlei Gefahr, dass die Kamera leer geht.

Wichtig! Die Positionierung des Solarpanels ist extrem wichtig. Ihr braucht pralle Sonne! Montiert Ihr das Panel im Schatten wird dieses keine Energie generieren. Es sollte mindestens einmal am Tag das potenzial da sein, dass die Sonne einmal direkt auf das Panel fällt.

Richtet dieses im Optimalfall auch korrekt im Winkel zur Sonne aus. Alleine der Winkel machte in meinem Test den Unterschied zwischen 0,7W und 1,2W aus.

 

Fazit

Ihr habt eine Reolink Argus 2 kabellose Überwachungskamera und wollt diese außen nutzen? Dann ist das Solarpanel von Reolink definitiv eine Überlegung wert.

Wenn Ihr dieses halbwegs gut positioniert, so das dieses ein wenig direkte Sonnenstrahlung abbekommt, müsst Ihr Euch keine Gedanken mehr um das Laden Euer Kamera machen.

Da Panel funktioniert dabei so wie beworben, Daumen hoch dafür! Auch der Preis von 29€ wirkt fair auf mich.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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