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Der Ikea FIXA 3,6V Akkuschrauber im Test, ein Akkuschrauber für 9€?!

Ikea Produkte sind legendär für ihre Preis/Leistung. Wenn man an Ikea denkt, fallen einem dabei meist Möbel ein, allerdings hat Ikea ein sehr breites Sortiment.

Hierzu gehören auch diverse Akkuschrauber, was auch Sinn macht. In der FIXA Serie gibt es diverse Modelle, unter anderem auch einen kleinen Hand-Akkuschrauber, der FIXA 3,6V.

Dieser kopiert hierbei etwas den bekannten und beliebten Bosch IXO. Was Ikea jedoch nicht kopiert ist der Preis.

Ein Bosch IXO V kostet rund 40€, ein Ikea FIXA 3,7V 9€. Ja Ikea verkauft einen Li-Ion-Akku Handschrauber für 9€.

Dieser ist sogar online bestellbar, fall Ihr nicht extra zu Ikea fahren wollt für solch ein Kleinteil. Aber wie gut kann ein Akkuschrauber für unter 10€ sein?

Finden wir dies im Test des Ikea FIXA Akkuschraubers heraus!

 

Der Ikea FIXA 3,6V Akkuschrauber im Test

Ikea setzt beim FIXA auf ein sehr kompaktes und einfaches Design. Dies ist kein Bohrer! Sondern wirklich nur ein Akku-Handschrauber. Mehr darf man aber auch zugegeben für 9€ nicht erwarten. An dieser Stelle muss ich gestehen ein Ikea Fan zu sein, aber für die Verpackung des FIXA gehört der Verantwortliche geschlagen.

Das Vermeiden von Müll wird immer mehr zu Trend und dann nutzt Ikea eine Blister Verpackung… Nun gut so spiegelt die Verpackung den billigen Preis des Akkuschraubers wieder.

Aber ist denn dafür wenigstens der Akkuschrauber okay? Der Lieferumfang fällt erst einmal solide aus. Neben dem Akkuschrauber bekommt Ihr ein passendes Ladegerät und 12 Bits.

Hierbei handelt es sich um die gängigen Bits die man im Alltag oder beim Aufbauen von Ikea Möbeln benötigt.

Der Akkuschrauber selbst ist von Ikea in einem Schwarz mit orangen Akzenten gehalten. Beim Material setzen diese auf einfachen Kunststoff und ein paar gummierte Elemente.

Wahnsinnig hochwertig wirkt hierbei der FIXA optisch erst einmal nicht, gerade wenn man diesen mit einem Bosch IXO vergleich, welcher optisch in einer völlig anderen Qualitätsklasse spielt.

Allerdings ist das gute Stück erfreulich massiv! Auch wenn der Kunststoff billig aussieht, lässt sich das Gehäuse nicht verziehen. Auch bei Druck gibt der Kunststoff nicht nach oder knarzt.

Der FIXA 3,6V ist also besser gebaut, als er aussieht.

Der „Abzug“ des FIXA besitzt drei Stellungen. In der Normal-Stellung ist der Akkuschrauber aus, drückt Ihr oben läuft der Schrauber vorwärts, drückt Ihr unten läuft dieser rückwärts.

Hierdurch ist ein recht schneller Richtungswechsel möglich. Die Leistung des FIXA lässt sich allerdings nicht über die Tasten regeln. Der Akkuschrauber ist aus oder bei 100% Leistung.

Die Tasten sind relativ schwergradig und um ehrlich zu sein, etwas billig von ihrem Druckpunkt.

Wie üblich nimmt der FIXA die normalen 1/4 Zoll Sechskant Bits, diese lassen sich also problemlos nachkaufen.

Das wars auch schon groß. Eine „Taschenlampen“ LED oder ähnlichen Luxus besitzt der Akkuschrauber leider nicht. Es findet sich auf der Rückseite lediglich der Anschluss für das Netzteil (leider nicht microUSB wie bim Bosch IXO) und auf der Oberseite eine LED für den Ladestatus.

 

Leistung

Soweit so gut, aber was kann der Ikea FIXA? Stimmt die Leistung?

Viele Angaben zur Leistung finden sich nicht. Lediglich das ein 3,6V Li-Ion-Akku mit 1500mAh verwendet wird und, dass der Schrauber 200 Umdrehungen die Minute hinbekommen soll. Damit ist der Akku des FIXA genauso groß und leistungsstark wie beim Bosch IXO und die Umdrehungszahl nur minimal niedriger (200 vs. 215).

Ist also die Leistung auch vergleichbar?

Erstaunlicherweise ja! Der Bosch IXO wirkt nicht viel kräftiger als der Ikea FIXA. Selbst lange Schrauben werden von beiden Schraubern problemlos in die Möbel gezogen.

Einen Tempo Unterschied konnte ich hier kaum feststellen. Zwar wirkt der Bosch etwas souveräner, aber dies liegt primär am Klang.

Der Bosch IXO klingt etwas dunkler und wertiger. Der Ikea FIXA hingegen deutlich heller und „billiger“. Beim Sound Design gewinnt der Bosch also deutlich, bei der Leistung nur minimal.

Der Preisunterschied spiegelt sich nicht wieder. Allerdings besitzt der FIXA eine Merkwürdigkeit. Ist dieser am Limit angekommen (die Schraube ist voll eingezogen und geht nicht mehr weiter) stoppt der Schrauber. Mit stoppt meine ich er geht aus und weigert sich ca. 2 Sekunden wieder anzugehen.

Ich nehme an dies ist ein gewolltes Feature um das Überdrehen des Schraubers zu verhindern, was auch gut funktioniert.

Ist der Akkuschrauber am Limit angekommen wird das Bohrfutter festgestellt. Ihr könnt also noch per Hand gegebenenfalls noch ne halbe Umdrehung machen.

Der FIXA ist auch in der Lage eine Schraube ohne Vorbohrung in ein Holzbrett zu ziehen. Allerdings merkt man das der Schrauber hier doch hart ans Limit kommt. Kürzere Schrauben sind dabei natürlich weniger ein Problem als lange.

 

Fazit

Ihr seid bei Ikea oder bestellt dort und habt keinen Akkuschrauber bzw. wollt einen zweiten Akkuschrauber, so dass zwei Personen gleichzeitig arbeiten können, dann ist der Ikea FIXA 3,6V eine klasse Option!

Zwar ist das Gehäuse und auch das Sound Design des FIXA recht „billig“ anmutend, aber die Leistung passt. Hier muss sich dieser nicht einmal vor einem 40€ Bosch IXO verstecken.

Die klassischen Ikea Schrauben lassen sich problemlos in die Möbel einziehen und der FIXA schafft es selbst Schrauben ohne vorbohren in ein Brett zu ziehen, wenn auch der Schrauber dabei etwas jammert.

Natürlich ist trotz ähnlicher Leistung ein Bosch IXO noch eine Qualitätsstufe höher, aber wenn Ihr nicht gleich 40€ ausgeben wollt, ist der FIXA eine klasse „Mitnahmeoption“.

Sagen wir es so, Ihr könnt 9€ wesentlich schlechter investieren als in einem Ikea FIXA 3,6V, gerade wenn Ihr plant einige Möbel aufzubauen.

Kurzum Preis/Leistung überragend!

Das Dell G5 im Test, günstiges premium Gaming Notebook?!

Dell hat Anfang des Jahres mit seiner „G“ Notebook Serie das erste Mal seit längerer Zeit wieder reinblütige Gaming Notebooks vorgestellt. Im Gegensatz zu den Alienware Modellen richtet sich die G Serie aber eher an den „Mittelklasse“ Gamer, der nicht gleich 2000€+ ausgeben möchte.

Das 15 Zoll Dell G5 ist hier sicherlich für die meisten Nutzer das interessanteste Modell, welches am sehr erfolgreichen Inspiron 7000 anknüpfen soll.

Dabei bleibt das Konzept das gleiche, solide Gaming Hardware zum fairen Preis!

Aber geht dieses Konzept auf? Ist das Dell G5 15 ein gutes Gaming Notebook? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Dell für das Ausleihen des G5!

 

Das Dell G5 im Test

Zwar ist das G5 ein Gaming Notebook, aber dieses ist durchaus dezent genug designt, dass man dieses auch für die Uni oder Schule empfehlen kann, sofern man mit den Abmessungen klar kommt.

Das Dell G5 ist kein übermäßig großes Notebook, ist aber auch nicht super kompakt wie ein Dell XPS oder Razer Blade. Mit einer Dicke von rund 25mm (an der dicksten Stelle) und einem Gewicht von 2,6KG ist dieses immer noch halbwegs portabel. Es wäre jetzt zwar auch nicht meine erste Wahl um es täglich zur Schule/Uni mitzunehmen, aber sollte man keine 2000€+ ausgeben wollen aber doch Gaming Leistung sucht, ist das Dell G5 durchaus ein passabler Kompromiss.

Grundsätzlich ist das Notebook komplett in Schwarz gehalten, besitzt allerdings kleinere rote Akzente. Beispielsweise das Dell Logo ist Rot gefärbt, wie auch die Umrandung des Touchpads.

Dies ist natürlich der Gaming DNA des Notebooks geschuldet. Auch wenn das G5 nicht unter dem Alienware Branding von Dell vertrieben wird, sind durchaus einige Parallelen zu den Alienware Notebooks zu entdecken.

Die beiden wichtigsten Parallelen sind die Lüfterauslässe und die Bauqualität. Die Lüfterauslässe sind beim G5 auf der Rückseite in einer Art leichtem „Spoiler“ untergebracht. Die Lüfterauslässe auf der Rückseite hängen also leicht über dem Displayscharnier hervor.

Dies ist durchaus ein wichtiges Design Element des G5, welches dieses doch ein Stück aggressiver gestaltet. Man sieht, dass es sich beim G5 nicht um ein 08/15 Office Notebook handelt.

Aber man sieht dies nicht nur, sondern fühlt es auch! Das Dell G5 ist zwar aus Kunststoff gearbeitet, aber fühlt sich extrem massiv an.

Beispielsweise die Innenseite des Notebooks (Tastatur) lässt sich selbst mit viel Kraft nicht eindrücken oder verbiegen. Ähnliches gilt auch für das Display/die Oberseite des Notebooks. Das G5 weißt eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit auf.

Man merkt, dass Dell einen etwas dickeren bzw. verstärkten Kunststoff einsetzt. Auch die Verarbeitung des G5 ist absolut tadellos! Dabei setzt Dell auch auf einen recht robusten Kunststoff gerade bei der Handballenauflage. Der Deckel zeigt zwar recht schnell Fingerabdrücke, aber die Handballenauflage zeigt sich recht resistent.

Sowohl was Haptik wie auch Verarbeitung angeht, liegt das G5 gute 1-2 Stufen über den typischen Kunststoff Acer oder Medion Notebooks.

Wie steht es um die Anschlüsse des Dell G5?

Auf der linken Seite finden wie den Anschluss für das beiliegende Netzteil, einen Gbit LAN Port, einen USB 3.0 Port und einen Speicherkartenleser (SD).

Auf der Front und Rückseite sind keine Anschlüsse angebracht. Auf der rechten Seite wiederum sind zwei weitere USB 3.0 Ports, ein USB C Port mit Thunderbolt 3, ein HDMI 2.0 Port und ein Kopfhörer/Headset Anschluss.

Zusammengefasst

  • 3x USB 3.0
  • 1x USB C 3.1 Gen 2 mit Thunderbolt 3
  • 1x gibt LAN
  • 1x HDMI 2.0
  • 1x 3,5mm
  • 1x SD Kartenleser

Dies ist eine ziemlich perfekte Ausstattung für ein Gaming Notebook dieser Klasse!

 

Konfigurationen

Das G5 gibt es wie bei Dell üblichen in massenhaft verschiedenen Konfigurationen, welche auch teils sehr unübersichtlich sind.

Grundsätzlich gilt: Ihr habt was CPU und GPU angeht zwei bzw. drei Möglichkeiten zwischen welchen Ihr Euch entscheiden müsst. Bei der CPU habt Ihr die Wahl zwischen dem Intel Core i5-8300H und i7-8750H.

Beides top aktuelle Intel CPU, bei welchen Ihr nichts falsch macht, egal welche Ihr wählt.

Bei der GPU habt Ihr die Wahl zwischen der GTX 1050, 1050Ti und 1060 von Nvidia. Hier würde ich Euch zu einer Konfiguration mit 1050T oder 1060 raten! Der Sprung von der 1050 auf die 1050 Ti ist gut spürbar und die nicht mal 100€ auf jeden Fall wert.

Dell bietet Euch auch beim Display zwei Optionen, Full HD oder 4K. Wenn Ihr das Notebook primär fürs Gaming oder eine allround Nutzung kauft, wählt das Full HD Display. 4K ist cool und schön, ist aber auf 15 Zoll nicht zwingend nötig, zumal selbst die GTX 1060 sehr hart arbeiten müsste um 4K in aktuellen Spielen vernünftig anzutreiben.

Was RAM und HDD/SSD angeht könnt Ihr recht entspannt an die Sache gehen. Beides ist beim Dell G5 recht problemlos auch nachträglich noch aufzurüsten. Wollt Ihr dies nicht, gilt wie üblich 8GB RAM + eine SSD ist als Minimum empfohlen.

Preislich schwankt das Dell G5 zum Zeitpunkt dieses Tests zwischen 899€ und 1629€.

WICHTIG! Dell verkauft das G5 aktuell mit Windows oder Linux! Passt auf das Ihr nicht ausversehen eine Linux Version kauft (ein Gaming Notebook mit Linux anzubieten ist eine interessante Entscheidung seitens Dell).

 

Display

Mein Dell G5 15 verfügt über das Standard Full HD Display. Grundsätzlich halte ich das Full HD Display für die bessere Wahl über das 4K Display.

Warum? Zwar wird das 4K Display ohne Frage besser aussehen, aber 4K in aktuellen Spielen ist nur meiner einer GTX 1070 oder größer vernünftig zu betreiben und was bringt ein neues Gaming Notebook wenn Ihr nur Spiele auf mittlerer Qualität spielen könnt?

Full HD hingegen ist für eine GTX 1050 Ti oder GTX 1060 problemlos machbar. Zudem sieht natives Full HD sieht immer besser aus als Full HD auf einem 4K Panel.

Aber sieht das Full HD Panel denn gut aus?

Subjektiv ist das Display vernünftig. Dell setzt auf ein mattes IPS Panel welches mit einer guten Schärfe und soliden Kontrasten wie auch starken Blickwinkeln punkten kann.

Allerdings rein von den Messwerten ist das Display eher mäßig beeindruckend. Dieses erreicht eine Helligkeit von 206 cd/​m² und einen Kontrast von 640:1.

Ihr wollt das Dell G5 also nicht im Freien nutzen. Indoor reichen die 206 cd/​m² allerdings aus, sind aber auch nicht überragend. Der Kontrast von 640:1 hingegen ist für ein IPS Panel sehr vernünftig.

Der Farbraum wiederum ist mit einer 60%igen Abdeckung von sRGB eher mäßig groß. Foto oder Video Bearbeitung wollt Ihr nicht oder nur bedingt auf dem Dell G5 machen.

Mal nen Youtube Video schneiden geht ohne Frage, aber solltet Ihr das Notebook primär für Foto und Videobearbeitung nutzen wollen, wäre vielleicht das 4K Display eine Überlegung wert.

Kurzum das Standard Display des Dell G5 ist solide und gut ansehnlich,  aber auch in keiner weise überragend oder besonders.

 

Tastatur und Trackpad

Dell setzt beim G5 auf eine recht klassische Chiclet Tastatur mit einer einfachen weißen LED Hintergrundbeleuchtung. Dabei nutzt Dell das normale Deutsche Layout, ohne irgendwelche Modifikation oder anderen Unsinn.

Im Gegenzug gibt es allerdings auch keine Gaming Feature wie Makrotasten oder Ähnliches. Die typischen Multimedia Tasten und auch Tasten zur Steuerung der Helligkeit usw. sind mit den F Tasten doppelt belegt. Dabei sind die Multimedia Tasten allerdings die primäre Funktion, die F Tasten hingegen sind nur die sekundäre Funktion. Das Ganze lässt sich aber auf Wunsch auch umstellen.

Die Tastatur ist Dell sehr gut gelungen! Der Druckpunkt der Tasten ist präzise und Anschlag der Tasten ist erfreulich fest. Allgemein gibt die Tastatur überhaupt nicht nach, selbst bei großem Druck. Hierdurch wirkt die Tastatur sehr hochwertig.

Der Hub der Tasten fällt mittelmäßig groß aus. Hier liegt man zwischen einem Dell XPS 13 und einem Alienware 15.

Das Tippen auf dem G5 fiel mir ausgesprochen leicht und ging gut von der Hand. Ich konnte problemlos meine volle Schreibgeschwindigkeit erreichen. Damit ist das Dell G5 problemlos auch Studenten oder Schülern zu empfehlen, welche viel auf ihrem Notebook schreiben.

Auch das Fazit zum Trackpad fällt erfreulich positiv aus. Das Tracking ist sehr genau und auch das Gefühl an den Fingern ist angenehm.

Ein Springen des Zeigers oder ähnliche Probleme konnte ich nicht beobachten. Ebenso funktionieren die üblichen Gesten wie das zwei Finger Scrollen usw. sehr präzise.  Dir Größe des Trackpads ist zudem recht großzügig. Damit ist das Trackpad des Dell G5 eins der besten die ich bisher in einem Gaming-Notebook dieser Preisklasse gesehen habe.

Kurzum die Eingabegeräte des Dell G5 sind erfreulich stark ausgefallen! Hier kann das G5 sogar mit Notebooks 1-2 Preisklasse höher problemlos mithalten.

 

Lautsprecher

Wie die meisten Notebooks die ich von Dell nutzen durfte hat auch das Dell G5 solide Lautsprecher. Diese sind auf der Front des Notebooks angebracht und klingen sehr schön klar und laut!

Leider ist der Bass der Lautsprecher allerdings recht schwach. Hierdurch wirken diese teils etwas dünn.

Aber ich habe auch schon schlimmeres in teuren Notebooks gehört. Sagen wir es so die Lautsprecher sind wie auch das Display angemessen für den Preis des G5, aber kein absolutes High Light des Notebooks.

 

Leistung

Folgende Konfiguration habe ich von Dell für diesen Test freundlicherweise zur Verfügung gestellt bekommen:

  • Intel Core i5-8300H Processor (Quad-Core, 8 MB Cache, up to 3.9 GHz w/ Turbo Boost)
  • 128 GB SSD + 1 TB 5400 rpm Hard Drive
  • 8 GB, 2x 4 GB (DDR4, 2666 MHz)
  • NVIDIA GeForce GTX 1060 OC with 6 GB GDDR5
  • 6-inch FHD (1920 x 1080) IPS Anti-Glare LED-Backlit Display
  • 11ac + Bluetooth 5.0, Dual Band 2.4 & 5 GHz, MU-MIMO/160Mhz, 2×2
  • 56 WHr, 4-Cell Battery (Integrated)
  • Windows 10 Home-HE 64 bit English, Dutch, French, German, Italian

Bei dem Intel Core i5-8300H handelt es sich um einen aktuellen 4 Kern Prozessor der 8. Generation von Intel.

Es gäbe das G5 auch mit dem i7-8750H, welcher 6 Kerne bei 3,9Ghz bietet und zusätzlich per Hyperthreading auf 12 Kerne kommt. Zudem besitzt der i7 einen etwas größeren Cache.

Für Spiele ist der i5-8300H in der Regel eine völlig ausreichende Wahl! Lediglich wenn Ihr Spielen und gleichzeitig Streamen wollt oder Videoschnitt betreibt ist der i7 klar vorzuziehen.

Die Nvidia GTX 1060 auf der anderen Seite ist eine alte Bekannte. Im G5 kommt allerdings eine Max-Q Version zum Einsatz. Max-Q Grafikkarten sind in der Regel etwas niedriger getaktet, bieten dafür aber eine deutlich bessere thermal Performance.

Falls ihr Euch fragt wie viel mehr Leistung die GTX 1060, verglichen mit der GTX 1050 und GTX 1050Ti, bringt. Grob gesagt schafft die GTX 1050 Ti rund 20-40% mehr FPS in Spielen als die GTX 1050 und die GTX 1060 MAX-Q wiederum schafft rund  25%-40% mehr FPS als die GTX 1050Ti.

Starten wir erst einmal mit ein paar Benchmarks.

Die Benchmarks des Dell G5 sehen schon einmal sehr gut aus! Gerade der i5-8300H kann hier sehr überzeugen. Der Sprung von Intels 7. Gen CPUs auf die 8. Gen war extrem groß, was sich hier auch bestätigt.

Der i5-8300H kann im CineBench Benchmark satte 715 Punkte erzielen. Zum Vergleich der ehemalige absolute High End i7-7820HK schafft 744 Punkte.

Auch die Single Core Leistung des i5-8300H ist stark!

Aber natürlich sind Benchmarks immer das eine, die Praxis das andere. Wie schlägt sich das G5 in echten Spielen?

Das G5 schlägt sich in Spielen sehr gut! Alle getesteten Spiele erreichen auf maximaler Qualität und Full HD Auflösung problemlos 40FPS+.

Spiele wie Battlefield One (Singleplayer) kratzen sogar an der 80FPS Marke, von eSport Titeln ganz zu schweigen.

Auch verglichen mit anderen Notebooks bestätigt sich der starke Eindruck des G5.

Beispielsweise das MSI GS43VR 7RE Phantom Pro mit i7-7700HQ und GTX 1060 wird vom G5 konstant in Benchmarks hinter sich gelassen, was unter anderem für den i5-8300H spricht.

Gerade die minimalen FPS des Dell G5 sind angenehm hoch.

Wie steht es um Speicher? In meinem G5 ist die kleinste verfügbare SSD (128GB) wie auch eine 1TB HDD verbaut.

Bei der SSD handelt es sich um die SK Hynix SC311. Dies ist eine „basic“ m.2 SATA SSD, was sich auch in den Benchmarks wiederspiegelt. Lesend werden die typischen 550MB/s erreicht, was das maximum ist was eine SATA basierende SSD erreichen kann, schreibt schafft die SK Hynix aber nur recht mäßige 201MB/s.

Ich kann natürlich nicht mit Gewissheit sagen ob auch bei den größeren Modellen die gleiche SSD (nur halt in größerer Kapazität) zum Einsatz kommt. Allerdings wäre dies recht schwach. In der 1300€+ Preisklasse, welche die Konfigurationen mit 512GB SSD kostet, wäre doch eine NVME SSD angebracht. Eventuell, sofern Ihr Euch dies zutraut, wäre ein SSD Upgrade nachträglich vielleicht sinnvoll, wobei Dells Upgrade Preise gerade für RAM und SSD sehr fair sind.

Wie auch immer, im Alltag macht die SSD einen soliden Job. Mir sind keine Lags oder Verzögerungen aufgefallen.

Die verbaute HDD ist eine Western digital WD10SPZX WD Blue 1000GB, welche solide 112MB/s lesend und 122MB/s schreibend schafft.

Dicke Bonuspunkte gibt es für die verbaute Intel 9560 WLAN Karte! Hierbei handelt es sich um eine top Aktuelle WLAN Karte mit einem 2×2 Design und 867Mbit/s im Maximum. Zusätzlich ist auch ein Bluetooth 5.0 WLAN Modul mit an Bord.

Auf dem Papier mögen die 867Mbit/s zwar nicht „besonders“ wirken, aber in der Praxis schafft die WLAN Karte spielend 50-60MB/s. Auch was Stabilität angeht lief die Intel 9560 sehr gut!

Im Übrigen die neue Killer 1550 WLAN Karte ist eine Intel 9560 nur unter dem Killer Markennahmen und der Killer Software. Kurzum an der WLAN Karte hat Dell nicht gespart.

 

Lautstärke und Temperatur

An dieser Stelle möchte und muss ich Dell ein wenig kritisieren. Beginnen wir bei der Software Seite, denn es gibt keine.

Die meisten Gaming Notebooks verfügen eine Art Steuerungscenter in welchem Ihr Lüfter und Leistung ein wenig anpassen kann. Dies besitzt das G5 nicht! Ihr müsst also mit den Standard Einstellungen leben.

Im normalen Office Betrieb ist das Dell G5 erfreulicherweise weitestgehend lautlos. Die Lüfter drehen so langsam das man diese selbst in einem ruhigen Raum nicht ausmachen kann.

Allerdings gibt es immer wieder kleine Phasen in welchen der Lüfter plötzlich kurz hochdreht. Beispielsweise wenn ein Programm installiert wird usw.  Dieses kurze Lüfterhochdrehen passiert zwar nicht all zu oft, kann aber etwas nervig sein. Kleine Anmerkung, dies gilt nur für den Netzbetrieb! Wenn das Notebook über den Akku läuft ist es konstant leise.

Unter Last erzeugt das Dell G5 natürlich ein hörbares rauschen. Dieses ist allerdings „angenehm“. Das Surren des G5 ist recht unaufdringlich und auch nicht übermäßig laut, für ein Gaming Notebook sogar recht leise.

Allerdings sind die Temperaturen des G5 hart an der Grenze!

Bei einer 100% CPU Last pendelt sich der i5 bei 90-100 Grad mit leichtem throttling ein! Der i5-8300H hält dabei einen konstanten Takt von 3092Mhz – 3192Mhz, mit kleineren temporären Sprüngen auf 2991Mhz.

Natürlich in Spielen sieht die Situation nochmals was anders aus. Spiele lasten die CPU niemals alle teile der CPU zu 100% aus, wie es Benchmark Tools machen.

Dafür kommt natürlich die Hitze der GPU hinzu. Allerdings ist die GPU, selbst die große GTX 1060, kein großes Problem für das G5. In Spielen pendelt sich die GPU Temperatur bei 62-74 Grad ein. Die CPU hingegen bei 82-95 Grad.

Die GPU (GTX 1060) hält dabei einen Takt von 1556-1670Mhz, die CPU pendelt zwischen 3,1GHz und 3,3Ghz.

Das sind vernünftige Werte! Allerdings bin ich dennoch wenig beeindruckt von Dells Kühllösung. Warum? Die Kühllösung hält das Notebook gerade so unter kontrolle, allerdings bei einem Notebook der größe des Dell G5 habe ich das Gefühl das die Temparaturen suveräner sein müssten.

 

Akkulaufzeit

Das Dell G5 ist zwar ein Gaming Notebook, aber eine gute Akkulaufzeit kann nie schaden. Das G5 verfügt über einen 56Wh starken Akku, was eine akzeptable Kapazität ist.

Erfreulicherweise fällt die Akkulaufzeit des Notebooks in der Praxis auch recht gut aus. Im normalen Office/Web Betrieb konnte ich problemlos die 5 Stunden marke überschreiten.

Beim reinen Schauen von Videos waren sogar knapp über 6:30 Stunden möglich, bei einer moderaten Displayhelligkeit.

Dreht ist das Display komplett runter, beendet alle Hintergrundprogramme usw. wären auch 8+ Stunden durchaus machbar, aber dies ist kein Praxisnahes verhalten.

Damit fällt die Akkulaufzeit des G5 ganz klar überdurchschnittlich aus!

Allerdings erkauft sich das Dell G5 diese super Akkulaufzeit durch eine sehr starke CPU und GPU Drosselung. Im Netzbetrieb erreicht das G5 im Cinebench Test noch 715 Punkte, im Akkubetrieb 268.

Das Notebook verliert also gute 60% an Leistung.

 

Fazit

Das Dell G5 ist ein klasse Gaming Notebook, welches nicht nur durch seinen Preis punkten kann. Gerade Punkte wie die sehr gute Haptik oder die herausragenden Eingabegeräte sind eigentlich für Notebooks dieser Preisklasse ungewöhnlich.

Natürlich mangelt es dem Dell G5 auch nicht an Power. Die Intel CPUs der 8. Generation machen in Spielen und auch Produktivitätsanwendungen einen hervorragenden Job, egal ob Ihr nun den i5 oder i7 wählt.

Die GTX 1050 Ti wie auch die GTX 1060 sind ausreichend leistungsstark um so ziemlich sämtliche Spiele in Full HD Qualität mit sehr hohen Details mit 30-60 FPS wiederzugeben. Solltet Ihr auf 60FPS Wert legen, wählt allerdings eher die GTX 1060.

Auch die Akkulaufzeit ist für ein eigentlich Gaming orientiertes Gerät vernünftig. Im normalen Office Betrieb werdet Ihr 5+ Stunden mit dem G5 durchhalten.

Damit eignet sich das G5 auch durchaus für Schüler und Studenten die ein Mischgerät für Arbeit und Gaming suchen. Zwar ist das Dell G5 mit 2,6KG kein Leichtgewicht zum täglichen Transport, aber auch nicht zu schwer. Hier wird es in der 1000€ Preisklasse schwer sein ein leichteres Gerät mit ähnlich viel Power zu finden.

Allerdings ist auch nicht alles perfekt. Das Display ist recht mittelmäßig, gerade was die maximale Helligkeit angeht. Zudem läuft das G5 recht warm.

Der Lüfter ist zwar nicht übermäßig laut, aber Dell hätte eigentlich genug Platz für eine leise und effiziente Kühlung. Dies ist nicht unbedingt die Stärke des G5, allerdings auch kein „Dealbreaker“, da die Gaming Performance nicht groß beeinflusst wird.

Kurzum Ihr sucht ein Grund solides Gaming Notebook welches kein 08/15 Modell ist, aber auch keinen teuren „Luxus“ besitzt wie RGB Beleuchtung usw. dann seid Ihr beim Dell G5 an der richtigen Adresse!

Für rund 900-1300€ je nach Konfiguration erhaltet Ihr hier ein klasse Gaming Notebook an welchem Ihr einige Jahre Freude haben werdet.

Ich würde Euch im Übrigen zur i5-8300H + GTX 1050 Ti + 256GB SSD Version für 999€ oder noch besser zur i7-8750H + GTX 1060 + 16GB RAM + 256GB SSD für rund 1330€ raten.

Positiv 

  • Sehr gute Haptik und Verarbeitung 
  • IPS Display …..
  • Sehr gute Tastatur und Trackpad 
  • Gute Akkulaufzeit
  • Sehr gute Leistung 
  • Fairer Preis
  • Hohe Anschlussvielfalt

 

Neutral 

  • …… Display aber auch nicht überragend
  • SSD unspektakulär
  • Kühlung knapp, aber ausreichend bemessen

 

Negativ 

  • Starke Leistungsdrosselung im Akkubetrieb

Die Helperinc HR-UBPDPK1 Powerbank mit 20000mAh im Test, 60W USB C Power!

Powerbanks welche den USB Power Delivery Standard unterstützen, werden immer präsenter auf dem Markt. Mittlerweile gibt es hier einige Modelle zur Auswahl. Viele davon auch mit genug Leistung um durchaus kleinere Notebooks aufladen zu können.

Allerdings Powerbanks mit über 40W bzw. 45W sind extrem selten. Die Helperinc HR-UBPDPK1 USB Typ-C PD 3.0/QC 3.0 65W 20,000 mAh USB-C Powerbank ist eins der wenigen Modelle welches über den USB C Port bis zu 65W liefern soll, ideal für Notebooks und andere leistungshungrigere Geräte.

Dafür kostet die 20000mAh Powerbank aber auch stolze 100€. Wollen wir uns daher doch einmal im Test ansehen ob die Helperinc USB C Powerbank mit 65W Leistung wir so gut ist wie diese verspricht!

An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser welcher mir die Powerbank für diesen Test ausgeliehen hat!

 

Die Helperinc HR-UBPDPK1 USB Typ-C PD 3.0/QC 3.0 65W 20,000 mAh USB-C Power Bank im Test

Wenn Ihr Euch für die Helperinc Powerbank entscheidet, muss Euch zunächst klar sein, dass es sich hierbei nicht um ein besonders kleines oder besonders kompaktes Modell handelt.

Aufgrund der hohen Leistung muss Helperinc auf ein recht großes Gehäuse für eine 20000mAh Powerbank setzten. Diese ist eher in der 265000mAh bzw. 30000mAh klasse einzuordnen.

Auch das Gewicht ist mit 565g vergleichsweise hoch. Dies liegt allerdings auch zum Teil sicherlich am recht massiven Aluminium Gehäuse welches die Powerbank umgibt. Ich bin bei Powerbanks zugegeben nicht der größte Fan von Aluminium Gehäuse, aber hier macht dies durchaus Sinn, denn das Gehäuse hilft beim Abführen der Abwärme, die bei einer Leistung von 60W+ zweifellos entsteht.

Auch ist das Gehäuse angenehm massiv und robust. Ein kleinerer Sturz wird dem Untergrund, auf dem die Powerbank landet, sicherlich mehr weh tun als der Powerbank selbst.

Helperinc ist zwar kein besonders großer Hersteller, diese werden die Powerbank bei einem ODM sicherlich zukaufen, aber die Verarbeitung und die generelle Haptik ist auf einem guten Level. Man hat nicht das Gefühl ein Billig- oder Fakeprodukt gekauft zu haben.

Das Wichtigste ist aber natürlich das Innenleben bzw. die Ausstattung. Auf ihrer Front verfügt die Powerbank über zwei Anschlüsse, einen normalen USB A Ausgang und einen USB C Ausgang bzw. Eingang.

Beide Anschlüsse sind dabei aber nicht so normal wie diese vielleicht auf den ersten Blick wirken. Der „normale“ USB Ausgang unterstützt Quick Charge 3.0 und somit eine Leistung von bis zu 18W (5-12V). Der USB C Port hingegen nutzt den neueren USB Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 65W liefern!

65W ist für eine Powerbank die passiv gekühlt wird schon eine Hausnummer! Damit ist die Helperinc Powerbank eins der leistungsstärksten Modelle auf dem Markt die USB C nutzen. Helperinc hat es also der HR-UBPDPK1 geschafft die beiden aktuell leistungsstärksten Lade-Ports unterzubringen.

Diese 65W sind aber nur bei der 20V Stufe abzurufen. Abseits davon kann die Powerbank laut Hersteller bei 5V, 9V, 12V und 15V ebenfalls jeweils 3,25A liefern, dazu aber später mehr.

Der USB C Port dient dabei nicht nur als Ausgang, sondern auch als einziger Eingang der Powerbank. Angeblich kann die Powerbank auch bis zu 65W Leistung aufladen, was eine beachtliche Leistung wäre.

Neben den beiden Anschlüssen verfügt die Powerbank über vier Status LEDs, welche Euch über den aktuellen Ladestand informieren, wie auch eine Status LED für Power Delivery.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls haben alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einem Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple verbaut USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A (ursprünglich ist USB nur mit einer Leistung von 0,5A geplant).

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät! Ihr müsst also nichts auswählen oder Sorgen haben, dass etwas kaputt geht.

Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt ihr auch am USB C Port des Anker Ladegerätes jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Warum wird die Spannung erhöht und nicht einfach der Strom? Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom. Daher gibt es auch Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen. Ein hoher Strom von 3A+ würde deutlich dickere Kabel und nicht zuletzt Ports voraussetzen (daher sind die meisten USB Power Delivery Geräte auch auf 3A limitiert).

Leider ist aber USB Power Delivery nicht ganz so einfach. Es gibt beispielsweise einige Notebooks, welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt in der Regel mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.

Im Falle der Helperinc HR-UBPDPK1 sollte dies aber dank der hohen Leistung auf dem USB C Port kein Problem sein!

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Helperinc mit 20000mAh bzw. 60Wh angegeben, was etwas merkwürdig ist. 20000mAh entsprechen eigentlich 72Wh bzw. 74Wh bei den typischen 3,6V bzw. 3,7V.

Helperinc gibt anscheinend seine Kapazität also bei 3V an?! Wichtig die mAh Kapazitätsangabe sagt erst einmal nicht viel aus. MAh ist ohne Kenntnis der Spannung ein nutzloser Wert, Helperinc hätte genauso gut sagen können die Powerbank hat 40000mAh bei 1,5V und dies wäre richtig. Wh hingegen ist das Verhältnis aus Ampere und Volt = die viel aussagekräftigere Angabe.

In der Regel bezieht sich die mAh Angabe bei Powerbanks aber immer auf eine Spannung von 3,6V/3,7V.

Noch interessanter wird es bei der Kapazität, denn hier konnte ich 66,516Wh messen, was 17977mAh bei 3,7V entspricht.

Ich nehme an, dass die aufgedruckte Wh Angabe also falsch ist, denn 17977mAh wäre eine typische „echte“ Kapazität für eine 20000mAh Powerbank.

Warum ist eine niedrigere Kapazität normal? Die Herstellerangabe bezieht sich in der Regel nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku Zellen. Bei ihrer Entladung geht aufgrund der Effizienz immer etwas Energie verloren.

Rund 90% „echte“ Kapazität (davon ausgehend das die 20000mAh bei 3,7V sind und nicht bei 3V) wären eine sehr gute Leistung!

Die Effizienz der Powerbank sank im Übrigen auch nicht bei einer höheren Last! Ich habe drei Mal die Powerbank auf die Kapazität geprüft, einmal bei 5V 1A, einmal bei 5V 2A und einmal bei 20V und 1,5A. Bei allen drei Messungen lagen die Ergebnisse im üblichen Rahmen zwischen 64,61Wh und 66,516Wh.

Kommen wir zu Leistung. Hier hat Helperinc leider etwas geschwindelt. Angegeben sind für den USB C Port 65W bzw. 20V und 3,25A.

Diese Werte kann ich nicht bestätigen! Laut meinem USB Power Delivery Sniffer liefert die Powerbank „lediglich“ 60W bzw. 20V 3A. Wobei dies auch nur halb richtig ist. Es ist durchaus möglich, dass die Powerbank wirklich 65W schafft, diese gibt sich aber nur mit 60W für angeschlossene Geräte zu erkennen. Hierdurch werden diese aber auch niemals mehr als 60W abrufen.

Lasst uns aber ehrlich sein diese 5W machen praktisch auch keinen Unterschied. Viel interessanter ist die 5V Spannungsstufe, denn hier kann die Powerbank nur 2,4A bieten bzw. gibt sich so zu erkennen. Bei allen anderen Spannungsstufen werden jeweils 3A geliefert (5V/2,4A 9V/3A 12V/3A 15V/3A 20V/3A).

Folgende Geräte habe ich an der Powerbank getestet:

  • Apple iPad 10.5
  • Apple iPhone X
  • Apple MacBook Pro 13 late 2016
  • Dell XPS 13 9370
  • Samsung S9+
  • Nintendo Switch
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Google Pixel 2 XL
  • BQ Aquaris X2 Pro

Starten wir mit den Smartphones. Hier gibt es einen Durchmarsch für die Helperinc HR-UBPDPK1 Powerbank, welche eine perfekte Kompatibilität zeigte.

ALLE getesteten Smartphones, iPhone X, Galaxy S9+, Mate 10 Pro, Pixel 2 XL und Auqaris X2 Pro konnten am USB C Port schnellladen!

Dabei riefen alle Smartphones auch die 9V Spannungsstufe ab. Das S9+ erreichte beispielsweise 9V 1,32A, das Auqaris X2 Pro 9V 1,39A und das Huawei Mate 10 Pro 9V 1,81A.

Im Falle des Huawei Mate 10 Pro ist dies natürlich nicht das volle Schnellladetempo. Dieses wird lediglich am originalen Super Charge Ladegerät erreicht. Aber 9V 1,81A ist schon sehr ordentlich und deutlich schneller als an einem normalen Ladegerät. Ähnliches gilt im Übrigen auch für andere Huawei Smartphones.

Nutzt Ihr das originale Apple Lightning zu USB C Kabel könnt Ihr auch das iPhone X, 8 und iPad Pro an der Helperinc Powerbank schnellladen. Das iPad Pro erreicht beispielsweise satte 14,8V und 1,97A, was 29,15W entspricht. Zum Vergleich das originale iPad Pro Ladegerät schafft gerade einmal 12W.

Für viele Nutzer sicherlich auch sehr interessant ist die Nintendo Switch. Kurz gesagt, diese lädt an der Helperinc Powerbank genauso schnell wie am originalen Ladegerät. Spielen und gleichzeitig laden ist also keinerlei Problem.

Ein sehr wichtiger Punkt bei dieser Powerbank sind natürlich Notebooks. Hier stehen mir aktuell zwei Modelle zur Verfügung, welche via USB C ladbar sind, das Dell XPS 13 9370 und das Apple MacBook Pro 13.

Beide luden absolut problemlos und vor allem schnell an der Helperinc Powerbank! Das Dell XPS 13 erreichte 19,7V und 2,38A, was satten 46,9W entspricht. Das Apple MacBook Pro 13 late 2016 erreichte sogar 19,7V und 2,99A, was 58,9W entspricht.

Damit kann die Powerbank beide Notebooks mit vollem Tempo aufladen! Selbst unter Volllast würden beide Notebooks noch geladen.

Dies muss allerdings nicht zwingend für alle Notebooks gelten! Ein 15 Zoll MacBook Pro mit dickster CPU und GPU unter absoluter Volllast könnte mehr als 60W benötigen. Hier ist es möglich, dass das Aufladen stoppt oder der Akku weiterhin noch etwas entladen wird.

Dennoch ist die Helperinc HR-UBPDPK1 die aktuell leistungsstärkste Notebook Powerbank! Kann Euer Notebook via USB C laden, stehen die Chancen sehr gut, dass dieses auch an der Helperinc Powerbank laden wird.

Wir haben nun aber so viel über den USB C Port geredet, es gibt aber auch noch den Quick Charge 3.0 Port, wie stehts um diesen?

Gut, wenn nicht sogar überraschend gut! Die üblichen Quick Charge fähigen Smartphones, Samsung Galaxy S9+, LG G7 oder auch das BQ Aquaris X2 Pro erreichten problemlos ihre Schnellladegeschwindigkeit.

Auch das Huawei Mate 10 Pro ließ sich ähnlich wie am USB C Port schnellladen! Huawei hat per Software Update Quick Charge Support für das Mate 10 Pro hinzugepatcht.

Das iPhone X und iPad Pro erreichen natürlich nur ein normales Ladetempo bei 5V. Allerdings ist der Quick Charge Port Apple optimiert, was nicht selbstverständlich ist. Die Apple Optimierung ist dabei sogar sehr gut. Das iPad erreicht satte 2,33A bei 5V. Dies entspricht dem Ladetempo mit dem beiliegendem Ladeadapter. Auch das iPhone X erreicht gute 1,56A!

Ist nun die Powerbank leer, wie geht das Aufladen? Im Optimalfall habt Ihr ein leistungsstarkes Ladegerät welches den USB Power Delivery Standard unterstützt. Hier konnte ich einen satten Ladestrom von bis zu 55W messen.  An einem 60W USB PD Ladegerät ist die Powerbank in lediglich 111 Minuten voll! Absolutes Rekord Tempo!

Habt Ihr nur ein normales USB Ladegerät geht das Aufladen aber auch halbwegs flott. An einem 5V Ladegerät werden bis zu 2,29A erreicht.

 

Fazit

Die Helperinc HR-UBPDPK1 USB C Powerbank ist die aktuell vermutlich beste Notebook Powerbank auf dem Markt! Dies liegt natürlich primär an der hohen Leistung von 60W auf dem USB C Port.

Diese erlauben es der Helperinc Powerbank viele 13“ Notebooks wie das Dell XPS 13 oder MacBook Pro 13“ mit vollem Tempo zu laden.

Habt Ihr ein Notebook welches via USB C Laden kann? Dann stehen die Chancen sehr gut, dass dies auch mit der Helperinc Powerbank funktioniert!

Zwar sehe ich ganz klar den primären Einsatz Ort an Notebooks, aber die Helperinc kann auch sehr viele, wenn nicht sogar fast alle Smartphones, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind, schnellladen. Dank USB Power Delivery können zum einen die meisten modernen Android Smartphones schnell geladen werden, wie aber auch die meisten Apple Geräte.

Der Quick Charge 3.0 Port ist hingegen für ältere Geräte ohne USB C ideal und erreicht auch hier eine tadellose Ladegeschwindigkeit. Selbst Apple Produkte laden am QC 3.0 Port der Helperinc flott!

Sehr flott geht auch das Aufladen der Powerbank selbst an einem passenden Ladegerät. Habt Ihr ein USB Power Delivery Ladegerät mit 60W+ dann ist die Powerbank in rekordverdächtigen 111 Minuten bereits voll!

Letztendlich sprechen nur die großen Abmessungen und das hohe Gewicht etwas gegen die Helperinc Powerbank. Für 20000mAh bzw. echte 17977mAh bei 3,7V ist diese schon ein Brocken, was natürlich an der hohen Leistung liegt.

Braucht Ihr aber die hohe Leistung zu laden Eures Notebooks kann ich die Helperinc HR-UBPDPK1 USB Typ-C PD 3.0/QC 3.0 65W 20,000 mAh USB-C Power Bank problemlos empfehlen!

Die Xtorm FS2 Powerbank Stone 4x im Test

Was ich sehr an Xtorm Powerbanks schätze ist das Design. Xtorm Powerbanks heben sich optisch einfach ein Stück weit von den 08/15 China Powerbanks ab. Man merkt, dass hier nicht einfach ein Standard Design eingekauft wurde, auf welches der Herstellername gedruckt wurde.

Dies gilt auch bzw. ganz besonders für die die neue Fuel Serie von Xtorm. Aber anders ist nicht immer besser.

Von daher wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob die neue Xtorm FS2 Powerbank „Stone 4x“ auch abseits des etwas ungewöhnlicherem Design überzeugen kann!

Neugierig?

 

Die Xtorm FS2 Powerbank Stone 4x im Test

Die Powerbanks aus der neuen Fuel Serie von Xtorm haben alle einen steinernen Beinamen wie Pebble, Stone oder Rock.

Zusätzlich gibt es eine „X“ Angabe. Diese Angabe soll Euch darüber informieren wie oft Ihr ungefähr Euer Smartphone mit der jeweiligen Powerbank laden könnt.

Unser heutiger Testkandidat ist die Xtorm FS202 Stone 4X, also die mittlere aus der neuen Fuel Serie.

Xtorm setzt bei dieser auf ein sehr interessantes Design. Die Powerbank ist leicht abgerundet und sehr lang. Xtrom hat die Zellen im Inneren also nicht wie meist üblich nebeneinander angeordnet, sondern hintereinander.

Der hieraus resultierende Formfaktor ist ungewöhnlich, aber eigentlich nicht mal schlecht! Habt Ihr sehr flache Hosentaschen ist das längliche Design sicherlich etwas unpraktischer, aber bei normalen Hosen passt die Powerbank sehr gut in die Tasche.

Beim Gehäuse setzt Xtorm auf den üblichen Kunststoff mit einer angenehmen matten Textur. Es gibt auf der Oberseite lediglich einen silbernen Akzentstreifen, auf welchem das Xtorm Logo ist, wie auch die vier Status LEDs.

Aber wo sind bei solch einer Powerbank die Anschlüsse untergebracht? Auf der Oberseite ist die Antwort. Hier hat Xtorm es geschafft zwei normale USB Ausgänge und einen microUSB Eingang unterzubringen, womit fast der komplette Platz auf der kurzen Seite aufgebraucht ist.

Die beiden USB Ausgänge sollen laut Hersteller 2,4A liefern können, aber bei einer gleichzeitigen Nutzung maximal 4,2A (also 2,1A pro Port). Sofern dies stimmt ist dies genug Leistung zwei High End Smartphones parallel zu laden.

Der USB Eingang hingegen hat die üblichen 2A. Auf eine Schnellladetechnologie oder Ähnliches verzichtet Xtorm bei seiner Powerbank. Aus meiner Sicht geht dies in Ordnung, Quick Charge ist schön und gut, aber auch keine Pflicht.

Natürlich verfügt auch die Xtorm Stone 4x über einen Einschalter. Dieser ist aber nicht zwingend zum Einschalten der Powerbank nötig. Dies passiert in der Regel automatisch, wenn Ihr ein Smartphone anschließt. Ebenso geht die Powerbank nach einer Weile Inaktivität aus.

Mit dem Betätigen des Einschalters leuchten aber die Ladestands LEDs auf, welche Euch über die verbliebende Restladung informieren.

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Xtorm verspricht hier 10000mAh Kapazität, messen konnte ich 8992mAh bzw. 33,274Wh.

Dies entspricht guten 90% der Herstellerangabe, was ein Top Wert ist!

„Warum sind 90% so gut, es fehlen doch immer noch 10%?!“ Die Herstellerangabe bezieht sich bei Powerbanks immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen und nicht auf die letztendlich nutzbare Kapazität.

Im Falle der Xtorm FS2 würde ich auf drei 18650 Zellen mit jeweils vermutlich 3400mAh tippen. Die Powerbank kann also wirklich die beworbenen 10000mAh Speichern, aber beim Entladen geht durch die Umwandlung der Spannung von 3,7V auf 5V etwas Energie verloren.

Dies ist völlig normal! Bei über 60 Powerbanks die ich bisher getestet habe, gab es lediglich 6 Modelle welche zu 100% die Herstellerangabe erfüllt haben.

Von daher sind 90% schon sehr ordentlich. Lediglich dieser „4x“ Angabe kann ich nicht so recht zustimmen. Vielleicht schafft Ihr es mit der Xtorm ein iPhone 4 viermal zu laden, aber kein aktuelles Smartphone. Hier sind eher 2-2,5x Ladungen realistisch.

Kommen wir damit auch direkt zur Ladeleistung. Starten wir hier mit den Basics. Wie beworben können beide USB Ports jeweils 2,4A liefern, genau genommen sogar rund 2,7A. Dabei hält die Powerbank die Spannung recht stabil auf 5,1V bis 4,9V, je nach Last.

Was allerdings etwas verwirrend ist, ist die Gesamtleistung über beide Ausgänge verteilt. Diese scheint bei 2,8A zu liegen.

Die Powerbank scheint also nicht mehr als 2,8A liefern zu können, was für eine 10000mAh Powerbank nicht sonderlich viel ist.

Zwei High End Smartphones gleichzeitig laden wird eng bis nicht möglich. Ein High End Smartphone aller Samsung Galaxy S9 und ein Einsteigergerät gleichzeitig wäre aber kein Problem. Und nein keine Sorge, überlastet Ihr die Powerbank schaltet sich diese einfach kurz aus.

Wie steht es aber um das generelle Ladetempo? So wie man dies von einer guten normalen Powerbank erwarten kann. Das iPhone X lädt mit seinen typischen 1,36A, das Samsung Galaxy S9+ mit 1,48A und das Huawei Mate 10 Pro mit 1,8A.

Solide Werte für eine Powerbank, die kein Schnellladeverfahren nutzt.

Wie steht es um das Wiederaufladen der Powerbank? Das Wiederaufladen geht ebenfalls mit 1,48-1,8A durchschnittlich schnell.

 

Fazit

Die Xtorm FS2 Powerbank Stone 4x ist eine gute allround Powerbank, welche aber primär aufgrund des Designs und des Formfaktors aus der Masse hervorsticht.

Aber auch technisch kann die Xtorm überzeugen. Die gebotene Kapazität ist gut und die Ladegeschwindigkeit solide. Lediglich die Gesamtleistung über beide USB Ports verteilt, ist mit rund 2,8A etwas niedrig, aber ausreichend groß ein großes und ein kleines Smartphone gleichzeitig zu laden.

Der aktuelle Preis von rund 21€ ist, für eine Powerbank von einem europäischem Premium Hersteller, ein fairer Preis.

Das Gigaset GS180 im Test

Gigaset versucht nun schon seit einigen Jahren auf dem Smartphone- Markt Fuß zu fassen. Gerade in der Einstiegsklasse hat Gigaset hier auch durchaus Erfolge zu verbuchen.

An diese möchte man nun mit den neuen 2018er Modellen anschließen. Gigaset hat nun im Sommer das neue GS100, GS180 und GS185 vorgestellt.

Das GS185 hat hier ohne Frage die meiste Aufmerksamkeit bekommen, aufgrund der Fertigung Made in Germany.

Aber wie steht es um den kleinen Bruder, dem GS180? Steht dieses zu Recht etwas im Schatten des GS185 oder kann dieses vielleicht sogar mehr überzeugen?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des GS180 für diesen Test.

 

Das Gigaset GS180 im Test

Das GS180 ist ein absolutes Einsteiger-Smartphone. Daher ist es auch kaum verwunderlich, dass Gigaset auf ein Kunststoffgehäuse setzt.

Dieses nutzt dabei das lange übliche „Schalen-Design“. Die Rückseite und der Rahmen ist eine großes Kunststoffteil, welches sich zum einsetzen der SIM Karten abnehmen lässt.

Das Gigaset GS180 kann erfreulicherweise gleich zwei SIM Karten, wie auch eine Speicherkarte aufnehmen. Auch der Akku ist vom Nutzer austauschbar! Für mich um ehrlich zu sein kein essenzielles Feature, aber ich weiß, dass viele Nutzer darauf wertlegen.

Die Rückseite lässt sich halbwegs leicht entfernen. Ich würde dies nicht täglich machen wollen, aber das Ganze ist doch deutlich einfacher als beispielsweise beim Wiko Lenny 4.

Auch wenn es vielleicht erst einmal negativ klingt, aber Design und Verarbeitung des Gigaset GS180 sind nichts Besonderes. Dies meine ich weniger negativ als es klingt.

Das GS180 ist ein 150€ Smartphone, zwar sind diese auch in den letzten Jahren deutlich besser geworden, aber man darf hier noch nicht „Flaggschiff“ Verarbeitung oder Haptik erwarten. Grundsätzlich ist die Verarbeitung des GS180 sehr ordentlich.

Das Gehäuse wirkt ausreichend massiv und auch Spaltmaße usw. sind soweit konstant. Die Haptik ist okay, aber das Gehäuse besteht nun mal aus einem recht einfachen Kunststoff.

Auch das Display auf der Front besitzt noch recht große Rahmen. Es kommt hier also kein 18:9 Display wie beim GS185 zum Einsatz.

Dennoch ist das GS185 nicht übermäßig groß, dank des kompakten 5 Zoll Displays.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das angesprochene 5 Zoll Display, wie auch die Ohrmuschel und eine 8 Megapixel Frontkamera.

Die Lautstärkewippe wie auch der Ein/Ausschalter ist auf der üblichen Position auf der rechten Seite angebracht. Die Tasten besitzen einen akzeptablen Druckpunkt.

Der microUSB Ladeport wie auch ein Mikrofon sind auf der Unterseite zu finden. Der Kopfhöreranschluss hingegen befindet sich auf der Oberseite. Gigaset liefert ein paar recht einfache aber brauchbare Ohrhörer mit.

Auf der Rückseite ist zunächst die 13 Megapixel Hauptkamera mit dual LED Blitz zu finden. Unter der Kamera ist ein Fingerabdruckscanner! Erfreulich das Gigaset selbst bei seinen Einsteiger-Geräten diesen verbaut.

Am unteren Rand der Rückseite ist letztendlich noch der Lautsprecher angebracht, welcher über einen sehr großen Lautsprechergrill verfügt.

 

Software

Gigaset setzt beim GS180 auf ein „pures“ Android 8.1. Das bedeutet Gigaset nutzt die Standard Android Benutzeroberfläche und auch den Standard Einrichtungsprozess.

Abseits des Wallpapers, eines Klingeltons und einer Gigaset App finden sich auch nur die Standard Android/Google Apps auf dem Smartphone.

Hierdurch fällt auch der verfügbare Speicher mit 11,2GB auch extrem groß aus, für ein 16GB Smartphone.

 

Display

Das Gigaset GS180 verfügt über ein 5 Zoll Display, welches wie in dieser Preisklasse üblich mit 720p auflöst.

720p auf 5 Zoll sind nicht übermäßig scharf, verglichen mit High End Smartphones, aber ausreichend scharf. Ohne direkten Vergleich werden vermutlich Smartphone Neulinge kaum bis keinen Unterschied erkennen.

Zumal das Display qualitativ auch ansonsten vollkommen okay ist. Blickwinkel sind ordentlich, genau wie Farben.

Der Kontrast könnte etwas besser sein, aber für die Preisklasse ist dieser angemessen. Ähnliches gilt auch für die maximale Helligkeit.

Diese ist nicht extrem hoch, aber hoch genug, dass man das Display auch außen ablesen kann. Pralle Sonne sollte man aber vermeiden. Hier spiegelt das Display doch etwas zu stark für die maximale Helligkeit.

Unterm Strich kann man sich bei einem Preis von 150€ nicht über das Display beschweren!

 

Sound

Sound ist ein wichtiger Punkt beim Gigaset GS180. Gigaset wirbt hier mit einem „NXP Audio Prozessor“, welcher für einen besonders guten Klang über die Kopfhörer und den Lautsprecher sorgt.

Solche Werbeversprechen sind immer so eine Sache. In der Regel ist der Audio Chip (DSP, Verstärker usw.) im SoC integriert.

Allerdings ist es möglich den Verstärker oder DSP auszulagern. Dies macht allerdings in der Regel wenig Sinn. Die fest integrierten Chips sind meist qualitativ recht gut.

Recht gut bedeutet aber natürlich noch lange nicht, dass es nicht Luft nach oben gibt. NXP stellt in der Tat recht gute Verstärker Module und Sound Prozessoren her.

Klingt das GS180 also besonders gut?

Starten wir hier mit dem integrierten Lautsprecher. Dieser befindet sich zwar auf der Rückseite des Smartphones, ist dafür aber verdammt laut!

Dieser subjektive Eindruck wird auch von meinen Messungen bestätigt. Das GS180 ist das lauteste Smartphone das ich bisher getestet habe.

Dies gilt selbst dann wenn der Lautsprecher von Euch weg zeigt.

Dabei ist der Lautsprecher nicht nur laut sondern auch qualitativ gut. Er ist ausreichend voll und nicht allzu kratzig, selbst bei 100% Lautstärke.

Natürlich gibt es hier noch Luft nach oben. Beispielsweise ein iPhone X mag nicht so laut sein, aber ist schon noch ein gutes Stück voller.

Allerdings für ein 150€ Smartphone ist die hier gebotene Leistung als sehr gut einzustufen! Abends mal ein Youtube Video im Bett oder was Webradio in der Küche geht mit dem GS180 recht problemlos.

Wie steht es um den Kopfhöreranschluss? Hier ist es etwas schwerer, denn 99% des Klangs hängt von den von Euch gewählten Kopfhörern ab.

Mit meinen Referenz Kopfhörern klingt das GS180 vielleicht einen Tick besser als es für 150-200€ Smartphones üblich wäre.

 

Kamera

Das Gigaset GS180 verfügt über eine 13 Megapixel Hauptkamera und eine Blende von F2.2. Die Blende ist zwar mäßig gut, aber abseits davon keine Auffälligkeiten.

Es gibt sehr gute 13 Megapixel Kameras und auch sehr schlechte 13 Megapixel Kameras. Was für eine hat das GS180?

Kommen damit auch direkt zu den Testbildern.

Wie üblich sind meine Testbilder auf maximaler Qualität im Automatik Modus gemacht. Hierbei sind die Bilder nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen! Die originale Qualität wird beim Anklicken der Aufnahmen geladen, mobile Nutzer also etwas aufgepasst.

Die Kamera des GS180 entspricht dem was man von einem 150€ Smartphone im Jahr 2018 erwarten darf. Bei gutem Licht sind die Aufnahmen ausreichend um diese mit gutem Gewissen via WhatsApp oder Facebook zu versenden.

Meine Urlaubsbilder oder unwiederbringbare Erinnerungsfotos von den Kindern oder der Familie würde ich aber nicht mit dem GS180 machen wollen.

Was Farben und auch Kontrast angeht, sind die Fotos des GS180 okay. Allerdings hat dieses oftmals etwas Probleme mit der Dynamik. Gibt es also starke Helligkeitsunterschiede in den Aufnahmen kann es passieren das einige Stellen über oder unterbelichtet sind.

Dies sind allerdings Probleme, die man in dieser Preisklasse erwarten kann und muss. Auch etwas zickig war der Autofokus. Gerade im Nahbereich hatte ich einige Fotos, welche unscharf wurden.

Im Dunkeln bricht dann die Qualität recht schnell ein. Zum einen Verwackeln Aufnahmen recht schnell, zum anderen werden diese matschig.

Videos, welches sich nur in 480p?! Aufzeichnen lassen, sind hier nicht besser. Die Qualität und Scharfe ist okay sofern man diese auf dem Smartphone anschaut. Aber auf einem größeren Monitor sind diese nicht gut.

Unterm Strich würde ich sagen eine sehr durchschnittliche Kamera für ein 149€ Smartphone.

 

Benchmark und Leistung

Gigaset setzt beim GS180 auf den Mediatek MT6737 in Kombination mit 2GB RAM. Eine Wahl die mir etwas Bauchschmerzen bereitet. Der Mediatek MT6737 ist alles andere als ein Leistungsmonster.

Dieser SoC (SoC = Prozessor und Grafikkarte in einem Chip) kam 2016 auf den Markt und diente als Konkurrent zum Qualcomm Snapdragon 410.

Der Qualcomm Snapdragon 410 war 2015/2016 ein sehr populärer Chip in Einsteiger Smartphones, welcher mittlerweile aber doch ein gutes Stück überholt wurde.

Snapdragon 400 -> 410 -> 420/425 -> 430 -> 440 -> 450

Der Mediatek MT6737 war also als Konkurrent für einen mittlerweile doch als veraltet zu bezeichnenden Prozessor gedacht.

Schauen wir uns dennoch einmal ein paar Benchmarks an. Vielleicht gibt es ja ein paar Überraschungen.

Wie zu erwarten war ordnet sich das GS180 eher am unteren Ende der Benchmark Tabelle ein. Aber die Benchmark Werte sind auch nicht „furchtbar“, gerade wenn man die Preisklasse betrachtet.

Kurzum eine Rennmaschine ist das GS180 nicht, aber für Basic Anwendungen sollte die Leistung doch ausreichen.

 

In der Praxis

Aber Benchmarks sind nur das eine, wie die Praxis aussieht das andere. Von daher wie schlägt sich das GS180 im Alltag? Ganz okay ist vermutlich die ehrlichste Antwort.

Die Benutzeroberfläche und die Standard Apps laufen soweit vernünftig. Zwar fühlt sich das Ganze oftmals nicht ganz butterweich an, aber richtige Ruckler sind selten.

Ähnliches gilt auch für Apps wie Facebook, Whatsapp usw. Diese Starten in einem vernünftigen Tempo und sofern Ihr nicht zu schnell scrollt, laufen diese auch gut. Muss das Smartphone zu viele Bilder und Daten gleichzeitig laden, kann es aber zu kleinen Rucklern kommen.

Sofern Ihr allerdings mit den richten Ansprüchen an das Smartphone geht sind Dinge wie SMS, WhatsApp, Twitter oder auch der Webbrowser vernünftig zu nutzen.

Lediglich wenn Hintergrundprozesse wie ein App Updates usw. laufen kann das GS180 unerträglich langsam werden. Hier muss man dann warten bis diese durch sind.

Wie steht es um Spiele?

Erneut kommt es auf die Frage an was für Spiele. Angry Birds oder Ähnliches ist kein Problem für das GS180. PUBG Mobile hingegen schon.

Also einfache Spiele oder generell 2D Spiele sind auf dem GS180 durchaus spielbar, aber dies ist natürlich kein Gaming Smartphone.

 

Fazit

Das Fazit zum Gigaset GS180 ist nicht ganz leicht und ob ich dies Euch empfehlen würde hängt von diversen Faktoren ab.

Das GS180 ist ein gutes Smartphone für ältere Nutzer oder Smartphon Neulinge, die ein günstiges Gerät zum Telefonieren, SMS oder auch mal WhatsApp suchen und auf eine besonders gute Kamera oder Spiele nur bedingt Wert legen.

Auch müsst Ihr dem GS180 gegebenenfalls mal einen Ruckler oder Ähnliches verzeihen können.

Dann ist dieses für 149€ eine vernünftige Wahl. Die Performance ist für einfache Anwendungen ausreichend, die Kamera gut genug um einen Schnappschuss via WhatsApp zu versenden und das Display selbst für Text scharf genug.

Dabei ist das GS180 auch angenehm handlich dank des 5 Zoll Displays.

Allerdings Nutzer die wirklich von allen Fassetten Ihres Smartphones gebrauch machen wollen, abseits der reinen Basis Funktionen und vielleicht etwas ungeduldiger sind, wenn es mal länger dauert, denen würde ich zu einem anderen Smartphone raten.

Hier würde sich gegebenenfalls das Gigaset GS185 anbieten. Obwohl dieses nur 30€ mehr kostet und von der Modellnummer nur wenig größer erscheint, ist dieses doch im Alltag schon noch ein gutes Stück besser.

Von daher, sucht Ihr ein einfaches Smartphone für so wenig Geld wie möglich ist das GS180 okay. Ansonsten würde ich eher raten 30€ mehr für wenigstens das GS185 in die Hand zu nehmen.

Der ASUS DSL-AC68VG VOIP im Test, gelungene Alternative zu FritzBox, Speedport und Co.

Wenn man einen Router mit DSL Modem sucht wird man in der Regel vermutlich zu einer AVM FritzBox greifen. Lange Zeit waren gefühlt die Fritzboxen mehr oder weniger die einzigen Geräte mit integriertem DSL Modem.

Allerdings hat sich dies geändert! Mittlerweile gibt es diverse Router mit integriertem Modem, unter anderem von TP-Link, wie aber auch ASUS!

Um ein Gerät von Letzteren geht es auch in diesem Test. Der neue ASUS DSL-AC68VG VOIP soll mit einer hohen Leistung, wie auch einem schnellen DSL Modem punkten, welches sogar VDSL2-SuperVectoring unterstützt.

Klingt doch erst einmal sehr gut. Auch der Preis von rund 230€ wirkt für diese technischen Daten angemessen. Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob der ASUS DSL-AC68VG überzeugen kann.

Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des DSL-AC68VG VOIP für diesen Test.

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Der ASUS DSL-AC68VG VOIP ist ein Router mit eingebautem VDSL Modem (bis 350.000) inklusive VoIP Unterstützung. Theoretisch kann dieser also eine FritzBox oder Speedport an jedem DSL Anschluss ersetzen.

Natürlich muss man nicht das interne Modem nutzen, sondern kann den DSL-AC68VG VOIP auch einfach nur als Router oder AccessPoint nutzen.

 

Der ASUS DSL-AC68VG VOIP im Test

ASUS setzt beim DSL-AC68VG auf sein vertrautes „Gamer“ Design. Der Router ist also recht aggressiv designt mit vielen Kanten und anderen etwas verspielteren Elementen.

Das Gehäuse ist dabei wie üblich recht „platt“ designt. Der DSL-AC68VG ist also recht flach, dafür aber breit und Lang. Leider nimmt dieser hierdurch recht viel Platz auf dem Schreibtisch ein.

Beim Material nutzt ASUS natürlich Kunststoff, welcher allerdings teilweise mit einer Karbonfaserstruktur versehen wurde. Rein qualitativ ist der DSL-AC68VG Okay, wenn auch relativ leicht.

An der Rückseite des Routers sind viel Antennen angebracht, welche sich nicht entfernen lassen. Diese vier Antennen trügen aber etwas, denn ASUS nutzt beim DSL-AC68VG ein 3×3 Design, es wären also grundsätzlich nur drei Antennen nötig.

Wie üblich sind die meisten Anschlüsse des Routers auf dessen Rückseite angebracht. Hier finden sich vier LAN Ports (wovon einer ein WAN Port ist), ein DSL Anschluss und zwei Telefon Anschlüsse.

Der DSL-AC68VG unterstützt VOIP! Bei den Telefon Anschlüssen handelt es sich um die klassischen ISDN Ports für ISDN Telefone. Solltet Ihr analoge Telefone haben ist dies auch kein Problem, es ist möglich via Adapter auch diese anzuschließen.

Auch ist integriertes DECT an Bord, worüber Ihr 5 Telefone direkt mit dem Router verbinden könnt.

Vielleicht ist Euch aufgefallen das ein USB Port beim DSL-AC68VG fehlt. Dieser fehlt nicht, sondern ist auf der Front unter einer kleinen Abdeckung angebracht. Zwar ist diese Position sehr schön im Design integriert, aber wie ich finde etwas unpraktisch.

Bei dem USB Port handelt es sich immer hin um USB 3.0, welcher auf ein gutes Tempo hoffen lässt.

Ebenfalls auf der Front sind auch noch zwei Tasten zum schnellen Ein/Ausschalten vom WLAN zu finden wie auch eine Ein/Aus Taste für die Status LEDs.

 

Software

Bei jedem Router ist auch die Software ein sehr wichtiger Punkt. ASUS setzt beim DSL-AC68VG VOIP auf seine übliche Benutzer-Oberfläche, welche aber natürlich für den Router angepasst wurde.

Die ASUS Benutzeroberfläche hat daher auch die üblichen Starken und Schwächen. Die größte Schwächen sind dabei die aus meiner Sicht etwas schwere Optik und teils etwas starke Verschachtlung der einzelnen Menüpunkte. Hierdurch wirkt die UI etwas weniger benutzer- und anfängerfreundlich.

Auf der anderen Seite ist allerdings die Benutzeroberfläche funktional ausgezeichnet! Gerade was Kontroll- und Überwachungsfunktionen betrifft, bietet der Router viele erweiterte Optionen und Graphen.

Generell setzt ASUS auf eine Benutzeroberfläche welche im Gegensatz zu vielen Konkurrenten nicht künstlich abgespeckt wird.  Es gibt duzende kleine Optionen, die ich so bei noch keinem Modell abseits ASUS gesehen habe.

In den WLAN Einstellungen gibt es sogar diverse Optionen, von denen ich keinerlei Ahnung habe was sie machen.

Seid Ihr also Enthusiasten welche gerne mit Einstellungen herumprobieren und einfach viele Möglichkeiten geboten bekommen, dann werdet Ihr den ASUS DSL-AC68VG VOIP lieben!

Allerdings muss man hier auch etwas den AVM Vergleich ins Feld führen. Zwar bieten AVM Router weniger detaillierte Einstellungsmöglichkeiten aber dafür nochmals mehr Funktionen als es ASUS macht, was schon eine Leistung ist!

Aber auch ASUS hat das ein oder andere Ass im Ärmel, beispielsweise ASUS Aiprotection. Aiprotection ist eine Art integrierter Virenschutz, welcher aber nicht den Router schützen soll sondern Eure verbundenen Geräte.

Hierbei besitzt der Router eine sich laufend aktualisierende Filterliste mit „bösen“ Webseiten und IP Adressen. Versucht nun ein verbundenes Gerät mit solch einer Webseite Verbindung aufzunehmen, dann wird diese Verbindung geblockt.

Dies gilt auch für Smart Geräte! Vielleicht habt Ihr schon von unsicheren Smart Geräten gehört, welche heimlich zu Bot Netzwerken hinzugefügt werden und im Hintergrund irgendwelche Webseiten über Euer Netzwerk angreifen. Wird solch ein Angriff erkannt, wird dieser blockiert und Ihr benachrichtigt.

Ein wich ich finde sehr interessantes Feature, da es ansonsten nicht möglich wäre solche Geräte mit einem Virenscanner zu schützen.

Und ja ASUS Aiprotection funktioniert!

Es gibt ach diverse erweiterte Funktionen bezüglich Netzwerkfreigaben, welche die Schwäche von AVM Geräten sind, aber darauf kommen wir später zu sprechen.

 

Leistung

ASUS setzt beim DSL-AC68VG VOIP auf ein 3×3 Design. Das bedeutet der Router kann drei parallele Datenströme erzeugen und somit im ac Standard auf eine Übertragungsrate von 1300Mbit auf dem 5Ghz Band und 600Mbit auf 2,4GHz Band kommen.

ASUS setzt zusätzlich auch auf seine „NitroQAM“ Technologie. Diese kann die Leistung auf dem 5GHz Band auf bis zu 1625Mbit boosten.

Allerdings ist dies so ein wenig Marketing gerade. NitroQAM ist eine ASUS eigene Technologie, welche auch nur mit ASUS eigenen WLAN Empfängern genutzt werden kann, welche eher exotisch sind. Zudem funktioniert die 1024er Quadraturamplitudenmodulation nur auf extrem kurze Distanzen.

In der Praxis wird also 1300Mbit meist das absolute Maximum sein was Ihr in Kombination mit dem DSL-AC68VG VOIP sehen werdet. Und selbst diese 1300Mbit sind recht selten. Kaum Clients unterstützen 1300Mbit. Mir ist beispielsweise kein Notebook oder Smartphone bekannt welches dieses Tempo erreichen kann. Hier sind 867Mbit meist das Maximum.

Sind also die 1300Mbit des ASUS Router unnütz? Nein! Zum einen habt Ihr so einen etwas größeren Leistungs-Puffer, zum anderen hilft dies beim MU-MIMO.

So blöd es immer wieder klingt, von Natur aus kann ein WLAN Router nur mit einem Client gleichzeitig kommunizieren. Sind mehrere Clients verbunden wechselt dieser im Millisekundentakt zwischen den einzelnen Clients hin und her.  Dies frisst natürlich Leistung.

Hierfür gibt es MU-MIMO, welches es dem DSL-AC68VG VOIP erlaubt mit mehreren Geräten ohne oder mit deutlich geringeren Geschwindigkeitsverlust zu kommunizieren.

Genug der Theorie, schauen wir uns einmal die Praxis an. Ich verwende für ASUS DSL-AC68VG VOIP den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server. Als Client kommt der TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger und die Intel ac 7260 WLAN Karte zum Einsatz. Dies zeigt uns die maximale Leistungsfähigkeit der Basis Station.

Der erste Performance Eindruck des DSL-AC68VG VOIP sieht sehr gut aus! In Kombination mit der TP-Link WLAN Karte und dem 5Ghz Band konnte ich Geschwindigkeiten von bis zu 115MB/s erreichen.

Eventuell wären sogar noch höhere Geschwindigkeiten möglich, aber der Gbit LAN Port stellt hier einen limitierenden Faktor dar.

Die erreichte Geschwindigkeit in Kombination mit der Intel ac 7260 WLAN Karte ist zwar ein Stück niedriger, aber mit rund 65MB/s ebenfalls sehr beeindruckend.

Dabei ist nicht nur das 5GHz Band stark, sondern auch das 2,4GHz Band wie der ASUS Router 21MB/s bzw. 15MB/s erreichte. Beides ebenfalls Gute, wenn nicht sogar sehr gute Werte!

Kurzum die maximale Leistungsfähigkeit stimmt. Hier ist der DSL-AC68VG VOIP auf dem Level der meisten High End Routern.

 

Reichweite (vs. AVM FritzBox 7590)

Aber natürlich sind nicht nur die Maximalwerte eines Routers interessant, sondern auch wie dieser sich auf Distanz schlägt.

Daher habe ich mit dem ASUS DSL-AC68VG VOIP auch einige Distanz Tests durchgeführt. Genau genommen wurden drei Distanzen und drei Endgeräte getestet.

Distanzen:

  1. Auf dem gleichen Schreibtisch
  2. 15 Meter und 3 Wände
  3. 20-25 Meter und 4 Wände

Bei den Endgeräten handelt es sich um das Apple MacBook Pro 13 Late 2016, Alienware 15 R4 (Killer 1550) und Samsung Galaxy S9+.

Wie auch beim maximal Test übertrage ich mit allen Testgeräten eine Testdatei auf/von einem lokalen Server welcher mit maximal 120MB/s angebunden ist.

Damit Euch die Werte etwas mehr sagen, habe ich den gleichen Test auch mit der AVM FritzBox 7590 durchgeführt. Diese ist auf dem Papier etwas größer und teurer als der ASUS DSL-AC68VG VOIP, ist aber durchaus als Haupt-Konkurrent zu bezeichnen.

Auch wenn es vielleicht etwas unprofessionell klingt, aber selbst für mich ist es schwer hier eindeutige Tendenzen zu erkennen.

Beide WLAN Router sind sehr dicht beieinander! Auf kurze Distanzen ist die FirtzBox auf dem 5Ghz Band ein Stück schneller als der ASUS. Dieser ist dafür auf dem 2,4GHz Band etwas schneller.

Dieses Bild dreht sich auf höhere Distanzen allerdings. Auf höheren Distanzen bricht die FritzBox auf dem 5GHz Band stärker ein als der ASUS Router. Auf eine mittlere Distanz kann der DSL-AC68VG VOIP die FritzBox 7590 um ca. 30% im Schnitt abhängen.

Auf sehr hoher Distanz schrumpft der Unterschied aber wieder auf 6% zusammen. Ich nehme an, dass auf diese Distanz das 5Ghz Band langsam sein Limit erreicht.

Auf dem 2,4GHz Band wiederum bricht der ASUS Router stärker ein als die FritzBox. Auf mittlere Distanz führt der ASUS Router zwar noch auf dem 2,4GHz Band, aber weniger stark als auf der Kurzdistanz. Auf sehr hoher Distanz hingegen kann die FritzBox sogar leicht überholen.

Es ist also sehr schwer einen effektiven Sieger in diesem Duell auszumachen. Beide Router liefern eine sehr ähnliche Leistung!

Die FritzBox ist tendenziell auf niedrigeren Distanzen etwas stärker, der ASUS auf hohen Distanzen und dem 5GHz Band. Allerdings schlagen sich beide Router sehr ähnlich gut!

 

DSL Modem

Wenn man sich den ASUS DSL-AC68VG VOIP kauft, ist sicherlich das DSL Modem etwas essenzielles. Auf dem Papier sieht das verbaute Modem im DSL-AC68VG sehr gut aus! Dieses unterstützt laut ASUS bis zu 300Mbit/s down und 100Mbit/s Uploads.

Damit ist natürlich das VDSL2 Profile 35b mit an Bord, meist bekannt als Supervectoring. Supervectoring fähige Modems sind dabei noch recht exotisch, erfreulich das ASUS dies im DSL-AC68VG integriert hat.

Neben der hohen Leistung wirbt ASUS mit einer Unterstützung für alle gängigen DSL Anbieter, Telekom, Vodafone, 1und1 usw. Auch einige kleinere lokale Anbieter sind mit dabei, allerdings gilt hier wie üblich oft etwas Vorsicht.

Beispielsweise bei Netcologne kann das ganze etwas „trickreich“ sein, auch wenn hier sogar eine Unterstützung besteht (man muss @ Netcologne.de an seinen Benutzernamen hängen und solche Spielchen).

Leider ist bei mir noch kein Supervectoring verfügbar. Daher konnte ich die Leistung des ASUS DSL-AC68VG „nur“ an einer DSL 100.000 Leitung testen. Diese DSL 100.000 kommt aufgrund der Distanz zum Verteiler nur bedingt zu 100% bei mir an, was aber für diesen Test optimal ist.

So können wir besser sehen wie viel das Modem auch bei suboptimalen Bedingungen aus der Leitung herausholen kann.

Der ASUS DSL-AC68VG VOIP schafft es mit rund 88.700/34.000 mit meinem Anbieter zu synchronisieren. Dies ist der zweit beste Wert, den ich bisher bei einem DSL Modem sehen konnte! Lediglich die große AVM FritzBox 7590 schafft mit 93000/32000 noch etwas mehr.

Die AVM Fritz!Box 7580 oder auch die TP-Link Modelle werden aber vom ASUS abgehängt.

Probleme mit der DSL Stabilität hatte ich keine. Kurzum der ASUS DSL-AC68VG VOIP macht hier einen guten Job!

 

NAS

Natürlich bringt der ASUS DSL-AC68VG VOIP auch eine „NAS“ Funktionalität mit. Das bedeutet Ihr könnt via Netzwerk auf ein angeschlossenes USB Speichermedium zurückgreifen. Dies ist sowohl aus dem lokalen Netzwerk, wie auf Wunsch auch aus dem Internet möglich.

ASUS hat zudem ein brauchbares Rechtesystem. Es können mehrere Nutzer festgelegt werden welche nur auf einzelne Ordner zugriff haben usw.

Das ganze „NAS“ System ist zwar teils etwas verschachtelt, aber eins der besseren in einem Router.

Aber wie steht es um das Tempo?  Was bringen die besten Software Feature, wenn die Hardware nicht mithalten kann (wie bei den FritzBoxen)?

Erfreulicherweise geht aber das Tempo des DSL-AC68VG VOIP völlig in Ordnung. Rund 63MB/s lesend und 35MB/s schreiben (NTFS) sind für einen mini Media/Datei Server schon brauchbar!

 

Stromverbrauch

Heutzutage ist der Stromverbrauch von Geräten die 24/7 laufen wichtiger denn je. High End WLAN Router brauchen leider teils recht viel Energie. Gilt dies auch für den ASUS DSL-AC68VG?

Jein. Der Energieverbrauch ist mit 9,1-10,2W bei einer normalen Nutzung nicht super niedrig, aber für ein Gerät das ein integriertes Modem und diese Leistung hat in Ordnung. Andere Geräte können dies auch nicht besser.

 

Fazit

Der ASUS DSL-AC68VG VOIP ist eine gute und interessante Alternative zu den klassischen FirtzBoxen oder Speedports, welche man sonnst als Modem/Router nutzt.

ASUS hat hier seine Hausaufgaben sehr gut gemacht. Wobei dies nur in gewissen Teilen überraschend ist. Der DSL-AC68VG ist erst einmal ein klassischer ASUS WLAN Router. Das bedeutet Ihr bekommt eine High End WLAN Performance, wie auch Reichweite.

Dies bestätigte sich auch in meinem Test. Mit dem passenden Client lässt sich mit dem DSL-AC68VG Geschwindigkeiten von über ein Gbit/s erreichen.

Auch auf höheren Reichweiten, wo natürlich Gbit Geschwindigkeiten nicht mehr möglich sind, machte der Router dennoch eine gute Figur, gerade auf dem 5Ghz Band.

Hinzu kommt ASUS seine sehr gute Software. Diese richtet sich allerdings eher mehr an fortgeschrittene Nutzer. Es gibt dutzende Einstellungsmöglichkeiten und Feature. Eins der interessantesten Feature ist hier ohne Frage der integrierte Virenschutz.

Aber dies ist keine Überraschung für Nutzer, die sich schon mit ASUS WLAN Routern beschäftigt haben.

Die interessante Frage beim DSL-AC68VG ist wie gut das verbaute DSL Modem ist. Hier hat ASUS einen guten Job gemacht und ein wirklich schnelles und stabiles Supervectoring fähiges Modem verbaut. Dies erreichte in meinem Test die zweit höchste Geschwindigkeit, die ich bisher an meinem DSL Anschluss messen konnte. Im Upload konnte dieses sogar die große AVM Fritz!Box 7580 schlagen! Probleme mit der DSL Stabilität hatte ich keine!

Damit ist der ASUS DSL-AC68VG VOIP eine hervorragende Alternative zu FirtzBox und Co., welche gerade durch eine hohe Reichweite und Leistung punkten kann.

Der Samsung C34F791 im Test, 21:9 Curved Monitor von Samsung

Samsung ist ohne Frage einer der besten Display Hersteller der Welt. Dies gilt gerade für Smartphone Displays und auch Fernseher. Aber auch bei Computer Monitoren hat Samsung einen sehr guten Ruf.

Gerade wenn Ihr Euch für Ultra Wide Monitore interessiert ist Samsung eine feste Größe. Gerade der Samsung C34F791 ist hier ein sehr interessantes und konkurrenzfähiges Modell.

Dies liegt an diversen Punkten, dem großen Farbraum dank Quantum-Dot-Technologie, dem hohen Kontrastverhältnis, der recht starken Wölbung und nicht zu letzt dem recht fairen Preis, nur um ein paar Pluspunkte zu nennen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der Samsung C34F791 wirklich so gut wie dieser auf dem Papier aussieht?

Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Samsung für das Ausleihen des Monitors für diesen Test!

 

Der Samsung C34F791 im Test

Samsung setzt beim C34F791 auf ein recht neutrales Design. Der Monitor würde weder auf einem Schreibtisch in einem Büro noch zuhause deplatziert wirken. Das Design ist dabei primär von den „Rundungen“ des Monitors geprägt.

Samsung setzt beim C34F791 auf ein recht stark gebogenes 21:9 Display, wozu das Design auch anpasst wurde. Beispielsweise ist der Standfuß und auch der Sockel auf dem der Monitor steht rund gehalten.

Wie es sich für einen modernen Monitor gehört besitzt der Samsung auch angenehm kleine Displayränder, welche seitlich und oben im ausgeschaltetem Zustand völlig unsichtbar sind. Hier gehen das Displayglas über die Ränder um eine randlose Illusion zu erzeugen.

Lediglich unten besitzt der C34F791 einen etwas größeren silbernen Rand mit Samsung Logo.

Sehr muss ich Samsung für den Standfuß loben! Diese ist zwar nicht der aller stabilste den ich bisher gesehen habe, aber immer noch ausreichend stabil, bietet aber alle wichtigen Ergonomie Optionen.

Beim C34F791 lässt sich die Höhe und auch der Winkel des Monitors sehr frei anpassen. Dabei ist die Art der Aufhängung des Monitors sehr ungewöhnlich, aber gut gemacht.

Was ich weniger gut finde ist der Einschalter/Steuerung des Monitors.

Samsung setzt hier lediglich auf einen Joystick auf der rechten Rückseite des Monitors. Das OSD ist zwar soweit Okay, aber die Bedienung benötigt Eingewöhnung. Solltet Ihr Euch zudem doch für ein Multimonitor Set-up, trotz 21:9 Format, entscheiden ist der Joystick schlecht erreichbar.

Bonuspunkte gibt es dafür wiederum für die Anschlüsse. Neben dem Anschluss für das externe Netzteil besitzt der Samsung C34F791 zwei HDMI 2.0 Ports und einen Display Port. Zudem ist ein USB 3.0 Hub mit zwei Ausgängen verbaut.

Auch ein paar einfachere Lautsprecher wie ein Kopfhörer Ausgang sind vorhanden.

 

Display/Panel

Samsung setzt beim C34F791 auf ein 34 Zoll Panel im 21:9 Format, welches zudem auf eine recht starke Krümmung von 1500R setzt.

Bei dem verwendeten Panel handelt es sich um ein VA Panel von Samsung. VA Panels sind bei Computer Monitoren so was wie die Exoten. Normalerweise setzen PC Monitore auf TN oder IPS Panels.

Allerdings hat VA in der Theorie einige Vorteile gegenüber IPS oder TN. Beispielsweise Kontraste sind bei VA Panels in der Regel signifikant besser. Dafür ist beispielsweise die Reaktionszeit und die Blickwinkel schlechter.

Verfeinert wurde die VA Technologie durch Samsungs propitäre Quantum-Dot-Technologie, welche für noch bessere und realistischere Farben sorgen soll.

Die Auflösung des C34F791 liegt bei 3440×1440 Pixeln. Dies entspricht einer WQHD Auflösung bei einem klassischen 16:9 Format.

Dies ist natürlich ein Stück weniger Schärfe als ein 4K Monitor bieten könnte, allerdings praktisch ist zwar ein Unterschied im direkten Vergleich sichtbar, kommt Ihr aber beispielsweise von einem Full HD Monitor ist auch der C34F791 eine gewaltige Steigerung.

Der Samsung C34F791 wirkt angenehm scharf und detailliert. Die 3440×1440 Pixel Auflösung geht aus meiner Sicht auch im Jahr 2018 völlig in Ordnung.

 

Helligkeit, Kontrast und Ausleuchtung

Starten wir in den Test mit der Helligkeit. Samsung verspricht hier die typischen 300cd/​m², welche für eine normale Nutzung mehr als ausreichend wären.

In der Regel kann man sagen, dass bei einer normalen Büro Nutzung schon 180cd/​m² ausreichend wären. Aber mehr Helligkeit ist natürlich immer gut!

In meinem Test lag die Helligkeit des C34F791 bei sehr soliden 290cd/​m². Dies ist etwas weniger als die beworbenen 300cd/​m², aber immer noch im Rahmen des akzeptablen.

Hinzu kommt beim Samsung C34F791 natürlich die matte Display Beschichtung, welche Spiegelungen doch ein gutes Stück reduziert und die 290 cd/​m² sollten in allen Lebenslagen ausreichen.

Beim Kontrast verspricht Samsung starke 3.000:1, welche praktisch nicht erreicht werden.

In meinem Test erreichte der Monitor einen Kontrast von 1180:1. Das klingt natürlich im ersten Moment verglichen mit den Beworbenen 3000:1 recht mäßig, ist es aber nicht.

1180:1 ist ein besserer Kontrast als jeder IPS Monitor erreicht hatte den ich jemals getestet habe.

Vergleichen mit anderen VA Monitoren ist dies zwar ein eher mittelmäßiges Ergebnis, aber damit liegt der Samsung C34F791 auf dem Level des BenQ EX3501R.

Kurzum über den Kontrast beim Samsung C34F791 kann man nicht klagen!

Wie sieht es bei der Ausleuchtung aus? Die Ausleuchtung ist ein Punkt bei dem viele absolute High End Monitore durchaus schwächeln. Samsung wirb allerdings sehr groß mündig mit einer besonders geringen Lichtstreuung. Stimmt dies?

Ja! Die Ausleuchtung des Samsung C34F791 ist in der tat sehr gut. Es gibt zwar am unteren rechten Rand einen leichten Abfall der Helligkeit, aber praktisch stört dieser nicht.

Der C34F791 hat bisher die beste Ausleuchtung aller 21:9 Monitore die ich testen durfte.

 

Farbumfang und Kalibrierung

Dank Quantum-Dot-Technologie soll der Samsung C34F791 satte 125% sRGB und 92% AdobeRGB Farbraumabdeckung erreichen. Dies wären sehr gute Werte, wenn nicht sogar Bestleistung für einen 21:9 Monitor, sollten sich das Ganze bestätigen.

Aber tut es dies?

Weitestgehend ja! Mein Messgerät gibt keine Werte über 100% an, daher schneidet sRGB auch bei 100% ab. 100% sRGB ist schon sehr ordentlich, aber für einen Monitor dieser Klasse auch nichts Ungewöhnliches.

Allerdings 82% AdobeRGB hingegen ist recht beeindruckend. Dies ist der 3. höchste Wert den ich bisher in einem Test messen konnte. Selbst viele an professionelle Nutzer gerichtete Modelle erreichen dies nicht.

Damit wäre der C34F791 erst einmal auch für einen Semi/Professionellen Einsatz durchaus zu gebrauchen.

Allerdings ist die Kalibrierung von Haus aus eher mäßig präzise. Ein Delta-E von im Schnitt 2-3 ist kein überragender Wert.

Beim Gaming oder Multimedia Konsum ist dies kein Problem, teils sogar ganz im Gegenteil. Allerdings für Foto/Video Bearbeitung will man natürlich einen so akkuraten Monitor wie möglich. Mithilfe eines Hardware Kalibrierungstool wie dem Datacolor Spyder 5 Express könnt Ihr den Monitor natürlich noch gut zurechtbiegen, so das dieser auch höheren Ansprüchen genügt.

Allerdings „out of the Box“ ist die Farbgenauigkeit eher mittelmäßig, aber für Hobby Fotografen und Youtuber noch sehr gut ausreichend!

 

Im Alltag, subjektiver Bildeindruck, Input Lag und Gaming

Das wichtigste im Alltag mit dem Samsung C34F791 ist ohne Frage der 21:9 Formfaktor, welcher auch die prägende Eigenschaft des Monitors ist.

Ich bin fest der Überzeugung, dass wenn Ihr einmal einen 21:9 Monitor ausprobiert habt nie wieder etwas anderes wollt! Gerade in Multimedia Anwendungen und Spielen ist es eine völlig andere Erfahrung vor einem 21:9 Monitor zu sitzen als vor einem 16:9 Modell. Man fühlt sich viel mehr mittendrin als bei einem normalen Monitor.

Dies gilt ganz besonders bei Spielen! Ich war hier sehr positiv überrascht wie viele Spiele 21:9 unterstützen. Dieses „mittendrin“ Gefühl ist beim Samsung C34F791 dank der Biegung überdurchschnittlich stark ausgeprägt.

Bevor ich meinen ersten 21:9 Monitor hatte, dachte ich auch dass das „Curved“ nur ein Gimmick ist. In der Praxis hilft es aber erneut gerade in Spielen die Ecken im Blick zu halten. Trotz der großen Breite hat man alle Stellen des Bildes gut im Blick und das Ganze wirkt sehr natürlich.

Ich wüsste zwar nicht ob ein so stark gebogener Bildschirm ideal für beispielsweise Designer wäre, da gerade Linien schon etwas gebogen wirken, aber für normale Foto und Video Bearbeitung ist dies kein Problem.

Gerade in Lightroom bietet das 21:9 Format ein gutes Stück mehr Platz. Ähnliches gilt auch für Adobe Premiere und andere Videoschnittprogramme.

Allerdings ist auch nicht alles perfekt. Gerade bei Filmen und Youtube Videos müsst Ihr mit schwarzen Balken links und rechts vom Bild rechnen.

Dies ist beim Samsung C34F791 allerdings aufgrund des sehr tiefen und guten Schwarz kein so großes Problem. Generell gefällt mir das recht kräftige und Kontrastreiche Bild des C34F791 ausgesprochen gut! Teils neigt dieser etwas zum Überschärfen, aber dies lässt sich in den Einstellungen richten.

Eine Schwäche die der Samsung C34F791 im meinem Test leider zeigte, ist der sehr hohe Input lag bzw. die schlechte Reaktionszeit.

In der Bildmitte erreichte der C34F791 30,2ms, zum Vergleich der LG 34UC99-W erreicht 9,1ms oder der ASUS ROG Strix XG35VQ 8,5ms. Alles drei sind 21:9 Monitore der gehobenen Klasse.

Auch der Spiele Modus des C34F791 brachte keine Besserung. Gemessen wurde die Reaktionszeit/ Input lag an den beiden HDMI Ports. Ich will hier nicht ausschließen, dass irgendwo ein Bildverbesserer aktiv ist den ich in den Einstellungen nicht finden konnte, da die 30ms schon recht hoch wirken.

Aber so wie es steht ist der Samsung C34F791 eher mäßig für Gamer geeignet. Der C34F791 ist hier eher auf dem Level von Fernsehern.

In der Praxis ist dies aber halb so wild. Ihr werdet auf dem Monitor kein Pro Level CS Go spielen, aber mal ne runde Casual Overwatch oder Ähnliches ist überhaupt kein Problem.

Sightseeing Spiele wie The Witcher, Skyrim usw. hingegen sehen toll auf dem C34F791 aus! Dank der 100Hz Bildwiederholungsrate wirken die Spiele auch sehr schön flüssig und weich.

Kurzum für Hardcore Gaming gibt es deutlich bessere Monitore, für normale Gamer die nur mal ne Runde Fortnight oder The Witcher spielen wollen, ist der Monitor aber völlig Okay.

 

Stromverbrauch

Der C34F791 erreicht lediglich ein C in der EU Energieklasse, was ein sehr mäßiges Ergebnis ist.  Genauer wird hier der Energieverbrauch mit 70W angegeben.

Aber braucht der C34F791 wirklich 70W?

Dies ist wieder so ein typischer Fall wo ich nicht genau weiß wie Samsung auf 70W kommt. Bei 100% Displayhelligkeit werden 59,6W verbraucht.

Verglichen mit anderen Monitoren ist dies nicht zu viel. Bei ca. 250 cd/​m² benötigt der Samsung rund 53W, der BenQ EX3501R 50,8W und der ASUS ROG Strix XG35VQ 52,4W.

Damit liegt der Samsung C34F791 auf dem Level anderer 34/35 Zoll 21:9 Monitore was den Energie Hunger angeht.

 

Fazit

Der Samsung C34F791 ist ein herausragender 21:9 Monitor! Gerade wenn es um Office und Multimedia Anwendungen oder sogar Foto/Video Bearbeitung geht kann dieser voll überzeugen.

Die größte Stärke des C34F791 ist ohne Frage die sehr gute Bildqualität, der hohe Kontrast und die sehr starke Abdeckung des sRGB und AdobeRGB Farbraums.

Damit kann man den C34F791 auch problemlos an Hobby Fotografen oder Youtuber empfehlen. Selbst semi-professionelle Fotografen könnten mit dem C34F791 durchaus glücklich werden. Hier wäre eventuell aber ein leichtes Nachkalibrieren sinnvoll.

Die sehr starke Biegung des Samsung C34F791 ist sicherlich etwas Geschmackssache, ist aber gerade in Multimedia Anwendungen klasse!  Besonders in Spielen hat man auch dank 100Hz Bildwiederholungsrate ein „mittendrin“ Gefühl.

Die mäßig gute Rektionszeit könnte zwar Pro Gamer etwas abschrecken, aber in single Player Spielen oder beim Casual Gaming ist der Samsung C34F791 klasse.

Zu der guten Bild Qualität gesellt sich auch eine gute Anschluss Vielfalt und solide Ergonomie Optionen. Zu guter Letzt ist auch sicherlich der Preis ein Pluspunkt des C34F791.

Rund 750€ klingt zwar recht viel, ist aber für einen Monitor dieser Klasse ein sehr fairer Preis! Kurzum ja der Samsung C34F791 ist sein Geld wert.

Positiv

  • Gute subjektive Bildqualität
  • Hoher Kontrast
  • Guter Standfuß und Ergonomie Optionen
  • Schickes und schlichtes Design
  • Sehr großer Farbraum

 

Neutral

  • Kalibrierung von Haus aus mittelmäßig

 

Negativ

  • Input lag und Reaktionszeit mäßig

Das LG G7 ThinQ im Test, anders aber gut!

LGs Flaggschiff Smartphones gehören ganz klar zu den interessanteren Modellen die Jahr für Jahr auf den Markt kommen. Zwar steht LG gefühlt immer etwas im Schatten von Samsung, aber dies oftmals auch nicht zu Recht!

LG war der erste Hersteller der auf eine Weitwinkel Kamera setzte, versucht hatte ein modulares Smartphone auf den Markt zu bringen und war auch sehr früh beim randlosen Display Trend.

Dementsprechend ist das LG G7 „ThinQ“ durchaus ein wichtiges und interessantes Smartphone. Mit dem G7 hat LG allerdings das Rad nicht neu erfunden. Im Gegensatz zu früheren Modellen wirkt das G7 eher wie eine Verfeinerung des G6, also ein völlig neues Konzept.

Das G7 hat etwas von einer Mischung aus G6 und V30, mit aktueller 2018er Hardware.

Wollen wir uns doch einmal im Test ansehen ob das LG G7 gelungen ist und wie dieses sich im Vergleich zum Samsung Galaxy S9 und Co schlägt. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an LG für das Ausleihen des G7!

 

Das LG G7 ThinQ im Test

LG setzt beim G7 auf ein recht klassisches High End Design. Zwar sieht das G7 sehr schick und auch edel aus, aber dieses hebt sich nicht zwingend groß von der Maße ab.

Die Front und Rückseite wird komplett von Glas bedeckt, welches von einem auf Hochglanz polierten Aluminium Rahmen eingefasst wird.

Die beiden Kameras sind dabei einfach mittig eingelassen und stehen leicht aus dem Gehäuse hervor. Hier gefiel mir um ehrlich zu sein der Ansatz vom G6 besser, bei welchem die Kameras in einer Art kleinem Fenster untergebracht wurden.

Das G7 ist hierdurch doch sehr schlicht! Aber das ist natürlich auch Geschmacksfrage.

Ein weiterer sehr wichtiger Designpunkt ist das Display. Das G7 verfügt über ein 6,1 Zoll Display, welches nochmals eine Steigerung zum G6 darstellt. Das LG G7 besitzt sehr kleine Displayrahmen! LG nutzt sogar eine „Notch“, also einen Ausschnitt am oberen Displayrand, um das Display noch etwas größer zu gestallten, ohne dabei auf eine Frontkamera oder Ohrmuschel zu verzichten.

Allerdings sind die Rahmen des G7 auch weiterhin groß genug damit man nicht ununterbrochen unabsichtlich aufs Display packt. LG hat hier aus meiner Sicht die richtige Mischung aus großem Display und Handlichkeit getroffen.

Sehr gut gefällt mir auch der Rahmen, welcher gut in das Glas übergeht. Die Kante zwischen Aluminium und Glas ist kaum zu spüren und das Smartphone liegt auch gut in der Hand. Mängel bei der Verarbeitung oder den Spaltmaßen konnte ich keine feststellen.

Gehen wir einmal um das LG G7 ThinQ herum. Auf der Front finden wir primär das große 6,1 Zoll Display, in dessen Notch die Kamera und Ohrmuschel angebracht ist.

Interessanterweise ist die Ohrmuscheln nicht mittig, sondern leicht zu Seite versetzt. Mittig befindet sich die 8 Megapixel Hauptkamera.

Der Ladeport, wie auch der 3,5mm Kopfhöreranschluss und Lautsprecher sind auf der Unterseite des G7 angebracht. Bei den Tasten nutzt LG ein etwas ungewöhnliches Setup.

Der Ein/Ausschalter ist an der typischen rechten Position zu finden. Die Lautstärkewippe ist allerdings auf die linke Seite des Gehäuses gewandert. Unterhalb der Lautstärkewippe ist zudem eine weitere gesonderte Taste für das schnelle Aufrufen des Google Assistenten.

Ganz ehrlich nutzt jemand den Google Assistenten so viel, dass man hier eine gesonderte Taste braucht? Ähnlich wie die Bixby Taste beim S9 von Samsung finde ich die gesonderte Taste hier fast eher nervig als nützlich.

Zwar ist es möglich die Google Assistent Taste abzuschalten, aber nicht neu zu belegen, schade!

Auf der Rückseite finden wir abschließend die Dual-Kamera, einen LED Blitz, einen Leser Autofokus Sensor und den Fingerabdruckscanner.

 

Software

LG bleibt sich treu und nutzt beim G7 seinen typischen Android Skin. Dieser hat sich über die letzten Jahre wenig gewandelt.

Ihr habt einen einfach Launcher im IOS Style, also ohne App Übersicht und ohne Google Now Seite. Auch das Benachrichtigungscenter und besonders die Einstellungen wurden doch ein gutes Stück seitens LG modifiziert.

Allerdings fällt es nicht schwer sich schnell zurechtzufinden. Ich bin zwar nicht der größte Fan von LGs Benutzeroberfläche und würde vermutlich schnell den Nova Launcher installieren, aber gerade für Einsteiger und „einfachere“ Nutzer sehe ich doch Vorteile an LGs Style.

Was Funktionen und Feature betrifft, setzt sich LGs Software zwischen Samsungs UI und dem Standard Android. Es gibt durchaus einige interessante Funktionen und Möglichkeiten die man einstellen kann, Display doppelt antippen zum Aufwachen, einen Spielemodus usw.

Drittanbieter Apps sind auf dem LG G7 ein paar zu finden. Hierbei handelt es sich aber um die Standard Apps wie Facebook und Co. Auch sind einige LG eigene Apps vorinstalliert, aber nichts übermäßig Aufdringliches.

 

Display

Das LG G7 verfügt über ein 6,1 Zoll Display mit einer Auflösung von 3120×1440 Pixeln. Im Gegensatz zum aktuellen Trend nutzt LG aber kein AMOLED Panel, sondern klassisch ein IPS Panel.

IPS Panel sind natürlich qualitativ AMOLED bzw. OLED Panels erst einmal unterlegen, allerdings begründet LG diesen Schritt mit der Displayhelligkeit.

Das G7 soll das hellste Display in einem Smartphone aller Zeiten haben. Diese Aussage könnte ich voll Unterschreiben! Ja das Display des G7 ist wirklich extrem hell wenn Ihr dies wollt.

Hierdurch ist die Ablesbarkeit auch im Freien hervorragend! Auch abseits davon sieht das Display des G7 sehr gut aus.

Das Schwarz ist angenehm tief, die Kontraste gut und Farben sauber. Auch die Bildschärfe ist dank der hohen Auflösung sehr gut!

Zwar kann das LG G7 nicht ganz mit dem Samsung Galaxy S9 mithalten was die Bildqualität angeht, aber man hat hier schon das so ziemlich stärkste IPS Display verbaut, das ich bisher gesehen habe!

 

Sound

LG bewirbt den Lautsprecher des G7 recht intensiv als „Boombox Lautsprecher“. Laut Hersteller wird der komplette Innenraum des Smartphones als Resonanzkörper genutzt.

Interessant! Aber praktisch etwas weniger beeindruckend als es erst einmal klingt. Leider hat das G7 nur einen Lautsprecher, die Ohrmuschel wird also nicht als sekundärer Lautsprecher genutzt. Hierdurch ist die Klang-Bühne beim G7 kleiner als bei einem iPhone X oder S9.

Gerade wenn ihr Filme auf dem Smartphone schaut, merkt man dies doch etwas. Allerdings muss man LG eins lassen, der vorhandene Lautsprecher ist gut! Das LG G7 produziert den meisten „Bass“ den ich bisher bei einem Smartphone gehört habe.

Der Lautsprecher ist laut und erstaunlich voll. Legt Ihr Euer Smartphone gelegentlich einmal in die Ecke und lasst Musik oder Webradio laufen während Ihr kocht oder irgendwas anderes macht, ist das LG G7 top!

Beim Anschauen von Filmen oder Ähnlichem ist allerdings der Ansatz von Apple, Samsung usw. die Ohrmuschel als sekundären Lautsprecher zu nutzen besser. Trotzdem Daumen hoch für den Lautsprecher das LG G7, gerade verglichen mit dem V30 ist dies eine gewaltige Steigerung!

Auch beim Kopfhöreranschluss hat sich LG nicht lumpen lassen. Zum einen ist dieser überhaupt vorhanden, zum anderen klingt dieser unter anderem dank Quad-DAC und bessere Verstärker erfreulich gut.

Selbst größere und höherpreise Kopfhörer/Ohrhörer lassen sich wunderbar am G7 nutzen.

 

Kamera

Die Kamera ist beim LG G7 ThinQ ohne Frage ein etwas kontroverser Punkt. Viele frühe Reviews haben besonders die Low Light Performance der Kamera bemängelt. Aber warum? Das G7 verfügt doch über eine 16 Megapixel Kamera mit einer Blende von f1.6, was absolut top ist?!

Ja dies ist korrekt, allerdings setzt LG auf den Sony IMX351 Kamera-Sensor, welcher mit 1/3.09″ und 1.0 μm Pixel vergleichsweise klein ist. Smartphones wie das Google Pixel 2 oder Samsung Galaxy S8/S9 hingegen haben Sensoren mit 1.40 μm Pixeln, welche dementsprechend mehr Licht einfangen können.

Warum das LG macht, kann ich mir auch nicht erklären. Allerdings hat LG zwei Asse im Ärmel mit denen man diese potenzielle Schwäche versuchen kann auszugleichen, die Weitwinkel Kamera und „ThinQ“.

Ich denke das Dickste ist hier ohne Frage die Weitwinkel Kamera. Eine richtige Weitwinkel Kamera bei einem Smartphone ist einfach etwas tolles! Das war es schon beim LG G5 und ist es auch weiterhin.

Weitwinkel Fotos haben eine völlig andere Perspektive und machen einfach Spaß! Für mich wäre dies im Übrigen der größte Pluspunkt bei einem LG Smartphone.

Die Weitwinkel Kamera im LG G7 verfügt im Übrigen über den gleichen 16 Megapixel Sensor wie die Hauptkamera.

Ein weiterer Punkt ist die Software, insbesondere ThinQ. Hierbei handelt es sich um eine KI welche die Szene erkennen soll und die Fotos dementsprechend anpasst.

ThinQ ist dabei ein optionales Feature, welches Ihr je nach Situation einschalten oder ausschalten könnt. Die Erkennung der Szene funktioniert dabei Okay, auch wenn ich das Gefühl habe das es beim V30 noch besser funktioniert hat.

Wie sieht es aber in der Praxis aus? Kommen wir damit auch zu den Testbildern.

Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!

Erst einmal vorweg, LG hat vor kurzem ein Update ausgerollt, welches die Kamera Performance des G7 verbesserten sollte. Dieses Update war auf meinem Testgerät bereits installiert.

Beginnen wir wie üblich bei den Tageslicht/Sonnenschein Aufnahmen. Hier kann das LG G7 mit einer guten Farbdarstellung, starken Kontrasten und einem generell sehr schönen Bildstyle punkten.

Auch Weißabgleich und Belichtung sitzen zu 100%.

Allerdings ist gerade die Dynamik bzw. der HDR Algorithmus des G7 nicht ganz auf absolutem High End Level. Hier sieht man verglichen mit einem Google Pixel 2 oder auch Samsung Galaxy S9 doch einen deutlichen Unterschied.

Ein großer Pluspunkt für das G7 ist allerdings die Bildschärfe! Diese ist sehr gut, was vermutlich auf die gute Kameralinse zurückzuführen ist. Die Detail Darstellung ist ebenfalls als überdurchschnittlich zu bezeichnen. Allerdings ist diese wieder etwas unter dem Level des Pixel 2 und S9.

Kurzum bei Gutem licht eine solide Performance, welche aber auch nicht ganz Spitzenklasse ist. Positiv ist hier die Weitwinkel Kamera zu erwähnen. Diese liefert gute Bilder! Ja diese sind nicht ganz so scharf wie die Hauptkamera, aber qualitativ vollkommen verwendbar.

Normale Kamera
Weitwinkel Kamera

Vergleichen mit beispielsweise der Weitwinkel Kamera des ASUS Zenfone 5Z ist das G7 Welten besser! Hier hat es eine unheimliche Steigerung vom LG G5 gegeben.

Kommen wir zu dem Punkt wo man erwarten müsste, dass das LG G7 Probleme hat, dies wäre Low Light. Allerdings kann ich mich wirklich nicht über die Low Light Performance beschweren. Das G7 ist nicht ganz auf S9 oder Huawei P20 Level, aber kann durchaus mit einem Google Pixel 2 oder iPhone X mithalten bzw. überbieten.

Gerade die Bildschärfe und Detailwiedergabe ist erfreulich gut. Auch die Rauschunterdrückung funktioniert sehr gut!

Das LG G7 besitzt im Low Light zusätzlich noch einen zweiten Modus. Im „hellen“ Modus versucht das G7 die Aufnahmen noch etwas aufzuhellen. Damit werden Fotos heller als in der Realität, können aber je nach Situation besser aussehen.

[spoiler title=’Kamera Vergleich (G7, S9, Pixel 2 und ASUS Zenfone 5z)‘ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

LG G7
Google Pixel 2 XL
Samsung S9+
LG G7
Google Pixel 2 XL
Samsung S9+
ASUS Zenfone 5Z
LG G7
Google Pixel 2 XL
LG G7
Google Pixel 2 XL
Samsung S9+

[/spoiler]

Natürlich im Ultra Low Light verstärkt dies das Rauschen doch ein gutes Stück. Allerdings macht auch hier die Kamera Software einen sehr guten Job!

Aber Fotos sind nur das eine, das andere sind Videos. Im Videomodus kann das LG G7 richtig glänzen! Das LG G7 unterstützt zwar „nur“ 4K Videos bei 30FPS, dafür aber nutzt das G7 eine sehr hohe Bitrate und auf Wunsch „HiFi“ Audio.

Durch die hohe Bitrate und der generell sehr hohen Bildschärfe produziert das G7 bei ausreichend Licht die schärfsten 4K Videos, die ich bisher gesehen habe.

Hinzu kommen die extrem vielen Einstellungsmöglichkeiten, gerade was den Ton angeht. Ihr könnt sogar Dinge wie GAIN, Low Cut Filter oder einen Limiter einstellen.

Auch die Bildstabilisierung funktioniert sehr gut! Videos des G7 sind sehr schön weich, selbst wenn Ihr Euch dabei bewegt.

Kurzum macht Ihr gerne Videos oder sogar Videos für Plattformen wie Youtube usw. und sucht hierfür eine Kamera mit vielen erweiterten Einstellungsmöglichkeiten, dann bietet das G7 ohne Frage mehr Möglichkeiten als ein Samsung Galaxy S9 oder Google Pixel 2.

 

Leistung und Benchmarks

Das LG G7 ThinQ setzt wie es sich in dieser Preisklasse gehört auf dem Qualcomm Snapdragon 845 und solide 4GB RAM.

Zum Qualcomm Snapdragon 845 muss ich vermutlich nichts groß sagen. Dies ist der beste SoC den Qualcomm aktuell im Jahr 2018 zu bieten hat, welcher daher in sehr vielen aktuellen Flaggschiffen zum Einsatz kommt.

Dies wäre zum Beispiel das Sony Xperia XZ2, HTC U12+, ASUS Zenfone 5Z usw.  Schauen wir uns dennoch einmal, an wie sich das LG G7 in Benchmarks schlägt, vielleicht gibt es ja doch die ein oder andere Überraschung.

WICHTIG!!! LG versucht bei den Benchmarks zu tricksen! Ihr könnt keine Benchmark App starten, solange Ihr eine Netzwerk Verbindung habt! Es taucht lediglich die Meldung „Turn off Network Connection to run Benchmark App“.

Dies soll dafür sorgen das keine Hintergrund Prozesse arbeiten um so die optimalen Benchmark Ergebnisse zu erzielen.

Dafür dass das G7 versucht zu tricksen fallen allerdings die Benchmark Ergebnisse weniger beeindruckend aus. Wobei weniger beeindruckend auch nicht der richtige Ausdruck ist.

Aufgrund des Snapdragon 845 liefert das LG G7 eine hervorragende Performance. Aber diese liegt laut Benchmarks leicht unter dem Sony Xperia XZ2 und ASUS Zenfone 5z, welche ebenfalls mit dem Snapdragon 845 ausgestattet sind.

 

Im Alltag

Aber wie siehts im Alltag aus? Wenig überraschend sehr gut. Das LG G7 läuft wie bei der Hardware auch zu erwarten ist absolut tadellos. Die Benutzeroberfläche ist komplett flüssig und Apps starten blitzschnell.

Dies gilt dabei sowohl für die Standard Apps wie Facebook, Twitter, WhatsApp usw., wie aber auch für aufwendigere Spiele.

Spiele sind selbstverständlich ebenso wenig problematisch für das G7. Viel mehr Hardware Power als dieses hat aktuell kein Smartphone auf dem Markt. PUBG Mobile, Emulatoren usw. laufen wunderbar auf dem LG.

Dabei gehen auch die Downloads erfreulich schnell. Das LG G7 unterstützt natürlich WLAN ac und das 5GHZ Band wie auch 2×2 MIMO. Es lassen sich via WLAN also Geschwindigkeiten von bis zu 867Bit/s erreichen.  Das verbaute X20 LTE Modem von Qualcomm erreicht sogar fast etwas bescheuert hohe 1200Mbit im Download, sofern dies Euer LTE Netzwerk überhaupt schafft.

Auch abseits der Leistung kann das LG G7 im Alltag überzeugen. Etwas was ich sehr zu schätzen gelernt habe ist ohne Frage das Always on Display, welches Euch permanent die Uhrzeit und Icons von Benachrichtigungen anzeigt.

Ebenfalls eine Kleinigkeit welche aber im Alltag einen großen Unterschied machen kann, ist der wirklich sehr gute Vibrationsmotor, welcher fast auf iPhone Niveau ist. Das LG G7 produziert eine recht kräftige, aber präzise Vibration, wenn Ihr beispielsweise eine App startet. Dieses „Force Feedback“ fühlt sich schön hochwertig an.

Etwas was mich gestört hat, war die Google Assistent Taste. Vielleicht fehlt mir hier einfach etwas Gewöhnung, aber während meiner Testphase habe ich diese Taste für meinen Geschmack viel zu oft ausversehen gedrückt. Hier würde ich mir wünschen, dass LG per Software Update die Taste frei belegbar macht, dann wäre diese wenigstens nützlich.

 

Akku

Das LG G7 verfügt über ein 3000mAh Akku. Dies ist eine mäßig große Kapazität für ein Smartphone dieser Klasse. Aber in der Praxis ist die Kapazität gar nicht das Wichtigstes, sondern wie Energie effizient die Komponenten wie das Display, SoC usw. sind.

Von daher wie schlug sich das G7 in meinem Standard Praxis Test? In diesem teste ich eine bunte Mischung aus leichtem Gaming, Twitter, Webbrowsen, Facebook usw.

Leider ist das LG G7 kein Akku Wunder. Dieses hielt in meinem Test 5-5,5 Stunden durch, was ein unterdurchschnittlicher Wert ist.

Immerhin gibt es dafür kabelloses Aufladen als kleiner „Bonus“.

 

Fazit

Das LG G7 ist ein herausragendes, aber durchaus etwas spezielleres Flaggschiff Smartphone. Beginnen wir mit den ganz klar positiven Punkten. Dies wäre zum Beispiel die Haptik und Verarbeitung oder auch die Performance des Smartphones. Ebenfalls sehr positiv ist der qualitativ sehr hochwertige Kopfhöreranschluss und die wundervolle Weitwinkel Kamera.

Allerdings hat LG einige interessante und durchaus mutige Entscheidungen getroffen. Anstelle ein AMOLED/OLED Display zu nutzen setzt LG beim G7 auf ein extrem helles IPS Display. Dieses sieht zwar nicht ganz so gut aus wie das Display des Samsung Galaxy S9, ist aber im freien noch besser ablesbar. Dies ist in der Tat das hellste Smartphone Display, das ich bisher gesehen habe. Was ist Euch wichtiger, das absolute Maximum an Qualität oder eine sehr gut Ablesbarkeit in allen Lebenslagen?

Ähnlich interessant ist auch das Kamera-Setup. Qualitativ ist die Hauptkamera gut mit dabei und durchaus auf einem High End Level, aber auch nicht absolut überragend. Dafür verfügt das LG G7 über eine zusätzliche Weitwinkel Kamera, welche extrem viel Spaß macht und auch in der aktuellen Generation qualitativ wirklich gute Ergebnisse liefert. Die Weitwinkel Kamera wäre für mich ganz klar der wichtigste Punkt beim LG G7! Ich nutze die Weitwinkel Kamera deutlich mehr und lieber als die Zoom Kamera im S9 und Co.

Hinzu kommt einer, wenn nicht sogar der beste Video Modus in einem Smartphone. Wollt Ihr mit dem G7 Videos für Youtube machen oder habt hier einfach einen semi-professionellen Anspruch? Dann ist das LG G7 das absolut Richtige für Euch!

Zu guter Letzt hat LG dem G7 einen sehr lauten und vollen Lautsprecher verpasst, wie auch diverse kleinere Features, wie das Always on Display usw.

Kurzum, das LG G7 ist ein tolles Smartphone, welches mir viel Spaß gemacht hat und ich auch gerne weiterempfehlen kann. Dieses ist zwar nicht perfekt, hat aber einige interessante Funktionen (Weitwinkelkamera, hochwertiger Kopfhöreranschluss, super helles Display) welches diese von der Masse Abheben und das ist heutzutage mehr wert den je!

Zudem ist der Preis mit teils knapp unter 600€ mittlerweile sehr attraktiv!

Positiv

  • Tolle Haptik und Verarbeitung
  • Extrem Helles und gutes Display
  • Gute Kamera mit toller Weitwinkel Linse
  • Hohe Performance
  • Lauter und Voller Lautsprecher …..
  • Hochwertiger Kopfhörerausgang
  • Kabelloses Aufladen

 

Neutral

  • Akku mittelmäßig
  • Google Assistent Taste teils nervig

Negativ

  • ….. nur ein Lautsprecher

Das AUKEY PA-Y12 USB Ladegerät mit 60W Power Delivery im Test

USB Power Delivery ist ein toller Standard. Dieser erlaubt es Euch viele moderne Notebooks am selben Ladegerät wie Euer Smartphone zu laden.

Aber natürlich nur dann, wenn das Ladegerät dafür auch genug Power hat. AUKEY verspricht bei seinem PA-Y12 USB Ladegerät genau dies. Mit 60W Leistung soll dieses für so ziemlich alle Geräte geeignet sein, von Smartphone über Tablet bis hin zum Notebook.

Wollen wir dies doch einmal in einem kleinen Test überprüfen. Kann das AUKEY PA-Y12 USB Ladegerät mit 60W Power Delivery überzeugen?

 

Das AUKEY PA-Y12 USB Ladegerät mit 60W Power Delivery im Test

AUKEY setzt beim PA-Y12 auf das übliche Multiport Ladegerät Design. Das bedeutet dieses ist eine schmale aber längliche „Box“.

Dabei sind allerdings die seitlichen Kanten ein gutes Stück abgerundet, was die Optik etwas hochwertiger gestaltet. Allerdings ist die Verarbeitung bzw. das Finish des Ladegeräts eher mäßig.

AUKEY setzt hier auf seinen typischen matten Kunststoff. Dieser fühlt sich erst einmal recht gut an und zeigt sich recht resistent gegenüber Schmutz und Fingerabdrücken.

Allerdings ist die Fertigung nicht ganz perfekt. Anscheinend wurden hier im Inneren heiße Kunststoffteile in das äußere Gehäuse gegossen bzw. verklebt. Durch die Hitze hat sich etwas die Beschaffenheit des äußeren Kunststoffs verändert.

Je nach Licht sieht man einen gewissen Glanz, den der Kunststoff durch die Hitze angenommen hat. Keine große Sache, aber dies kann die Konkurrenz besser.

Von der Massivität passt das Gehäuse des AUKEY PA-Y12 aber vollkommen.

Wie üblich sind die Anschlüsse auf der Front angebracht. Hier finden wir zunächst zwei normale USB Ausgänge. Beide sind mit AUKEY smart Technologie ausgestattet und bieten jeweils eine Leistung von 2,4A bei 5V.

Der USB C Port hingegen nutzt den USB Power Delivery Standard. Dieser erlaubt neben dem Laden von Smartphone und Co. auch das Aufladen von Notebooks. Für Letzteres ist das AUKEY PA-Y12 besonders geeignet aufgrund der hohen Leistung von 60W welche über diesen Port abgerufen werden können.

Genau genommen kann der USB C Port 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A oder 20V/3A liefern. Dies erlaubt es dem AUKEY PA-Y12 theoretisch die meisten USB C Notebooks (welche auch das Aufladen via USB unterstützen) aufzuladen.

Interessanterweise bringt das AUKEY PA-Y12 auch eine PPS Unterstützung mit. Was ist PPS? PPS = Programmable Power Supply. Dies ist ein Teil der neueren USB Power Delivery Spezifikation, welche aber sehr selten genutzt wird.

PPS erlaubt es dem angeschlossenen Gerät frei die Spannung zwischen 5V und 20V zu wählen. Würde also ein Gerät für den optimalen Ladevorgang 18V benötigen, wäre es möglich dem AUKEY PA-Y12 mitzuteilen bitte 18V auszugeben. Schönes Feature, welches aber meines Wissens nach praktisch nie genutzt wird.

Ihr müsst hier im Übrigen keine Angst haben. Die Spannungswahl wird automatisch zwischen dem angeschlossenen Gerät und dem Ladegerät ausgehandelt. Hier kann nichts schief gehen! Auch wenn Ihr ein Gerät verbindet, welches nicht USB Power Delivery unterstützt, wird im schlimmsten Fall nichts passieren. In der Regel werden diese Geräte dann aber einfach mit 5V, also dem üblichen USB Standard versorgt.

Solltet Ihr Euch also nicht sicher sein ob Euer Smartphone mit USB C auch Power Delivery unterstützt, ist dies kein Problem. Im besten Fall lädt es schnell, im schlechtesten mit normalen Tempo.

 

Messwerte

Kommen wir zu den Messwerten. Ich habe folgende Geräte in Kombination mit dem AUKEY PA-Y12 USB Ladegerät getestet:

  • Apple MacBook Pro 13 Late 2016
  • Dell XPS 13 9370
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPhone X
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Google Pixel 2 XL
  • Nintendo Switch

Starten wir mit den Smartphones und Tablets. Sofern Ihr ein originales Apple Lightning auf USB C Kabel verwendet, ist es möglich sowohl das Apple iPhone X wie auch iPad Pro am AUKEY Ladegerät schnell zu laden!

Das iPhone X erreichte 9V und 1,9A, das iPad Pro 15V und 1,77A. Dies ist für beide Geräte jeweils das maximale Ladetempo. Schneller als am AUKEY PA-Y12 geht es also nicht.

Ähnliches gilt auch für das Google Pixel 2 XL, welches starke 9V 2,12A erreicht. Das Huawei Mate 10 Pro lädt zwar an seinem eigenen „Super Charge“ nochmals ein Stück schneller, aber auch das Mate 10 Pro erreich starke 9V 1,67A, was immer noch ein gutes Stück schneller ist als an einem normalen Ladegerät.

Auch viele andere Android Smartphones können über den USB C Port schnell geladen werden. Hierzu zählt zum Beispiel das LG G7 oder Sony Xperia XZ2.

Wie steht es aber um die normalen USB Ports? Hier erhaltet Ihr eine sehr gute „Basis“ Ladegeschwindigkeit. Das iPhone X erreicht recht starke 5V 1,78A und das iPad Pro ebenfalls sehr starke 2,33A, bei 5V. Auch Android Smartphones laden schnell an den USB Ports.

Keinerlei Klagen hier!

Wie steht es aber um unsere beiden Notebooks? Aufgrund der hohen Leistungsfähigkeit des USB Ports, die beworben 60W werden erreicht, lädt sowohl das Apple MacBook Pro wie auch das Dell XPS 13 sehr schnell am AUKEY PA-Y12.

Schnell bedeutet beim Apple MacBook Pro 20V/2,89A (rund 58W) und 20V/2,22A beim Dell XPS 13. Damit kann das AUKEY PA-Y12 ein originales Ladegerät für Notebooks dieser Klasse komplett ersetzen.

Wie steht es um die Nintendo Switch? Die Switch lässt sich natürlich an dem AUKEY PA-Y12 Ladegerät schnellladen. Aber es lässt sich auch das Dock mit Energie versorgen!

Dies ist nicht selbstverständlich. Das AUKEY PA-Y12 kann also auch hier das original Ladegerät voll ersetzen.

Zum Abschluss noch ein paar Basispunkte. Das AUKEY PA-Y12 besitzt kein Spulenfiepen oder andere Geräusche. Der Energieverbrauch im Leerlauf liegt bei rund 0,5W, was angenehm wenig ist. Die Effizienz des USB C Ports erreicht rund 83%, was okay ist.

 

Fazit

Das AUKEY PA-Y12 USB Ladegerät ist ohne Frage eins der interessantesten aktuell auf dem Markt. Warum? Aufgrund der sehr hohen Leistung auf dem USB C Port.

Hierdurch ist das AUKEY PA-Y12 problemlos, in der Lage Notebooks wie das Dell XPS 13 oder die Apple MacBook Pros mit vollem Tempo aufzuladen.

Auch die Nintendo Switch und das Dock kann das AUKEY PA-Y12 problemlos mit Energie versorgen. Selbstverständlich funktioniert auch das Schnellladen vieler aktueller Smartphones, wie dem iPhone X oder Google Pixel 2 XL ebenso problemlos.

Hinzu kommen die beiden normalen USB Ports, welchem dem AUKEY PA-Y12 eine gewisse Flexibilität geben. Beispielsweise könntet Ihr Euer Notebook, Smartphone und gegeben falls eine Powerbank gleichzeitig mit einem hohen Tempo aufladen.

Ideal gerade wenn Ihr viel auf Reisen geht. Ein Ladegerät für alles! Dabei ist auch der Preis von rund 55€ als fair zu bezeichnen. Kurzum Daumen hoch für das AUKEY PA-Y12 USB Ladegerät, wenn Ihr einen Ersatz/Alternative für Euer Notebook Ladegerät sucht (sofern Euer Notebook via USB C lädt).

AUKEY PA-Y12
Leistung 60W
Preis
Ports 2x USB + 1x USB C
Strom Aufnahme Leerlauf 0W
Last Test bestanden? Ja
Spulenfiepen Nein
Effizienz 83%
Apple MacBook Pro 13 Late 2016 ++ (Schnelladen wird Unterstützt)
Apple iPad Pro 10.5 ++
Apple iPhone X ++ (Schnelladen wird Unterstützt)
Dell XPS 13 9370 ++
Huawei Mate 10 Pro ++ (Schnelladen wird Unterstützt)
Google Pixel 2 XL ++ (Schnelladen wird Unterstützt)
Nintendo Switch ++ (Schnelladen wird Unterstützt)
Testergebnis ★★★★★ 93%

Der EasyAcc Doppelblatt Mini Tischventilator im Test

Ein kühle Brise im Hochsommer ist doch etwas Feines. Aber woher nehmen? Klimaanlagen sind in Deutschland nicht sonderlich weit verbreitet und sind dank hoher Stromkosten auch sehr teuer.

Also muss man auf den klassischen Ventilator zurückgreifen. Allerdings auch diese sind an einem normalen Schreibtisch oftmals etwas unpraktisch. Deutlich praktischer sind hier kleine USB Ventilatoren, die man einfach an seinem PC oder einer Powerbank anschließt.

Diese brauchen kaum Strom, sind günstig und lassen sich auch zur Arbeit mitnehmen, ohne dass sie jemanden stören.

Auf Amazon findet man hier einige Modelle. Eins der ungewöhnlicheren Modelle ist der EasyAcc Doppelblatt Mini Tischventilator.

Dieser soll aufgrund eines Doppel Rotors und einem Turbinen System besonders viel Leistung bei geringer Lautstärke produzieren. Aber stimmt dies? Letztendlich werben alle Hersteller mit ähnlichen Versprechen.

Finden wir dies in einem Minitest heraus!

 

Der EasyAcc Doppelblatt Mini Tischventilator im Test

EasyAcc setzt bei seinem Doppelblatt Mini Tischventilator auf ein sehr interessantes Design. Der Ventilator ist, wie eine leicht gekrümmt Röhre geformt.

Diese Röhre ist auf einem kleinen Standfuß aus Aluminium angebracht und leicht schräg nach oben gewinkelt.

Eine Möglichkeit die Höhe oder den Winkel zu verstellen gibt es aber leider keine, allerdings ist der gewählte Winkel für einen normalen Schreibtisch und Arbeitsposition ziemlich optimal.

Eine weitere Besonderheit ist der innere Aufbau. Wie man schon am Namen erkennen kann, setzt EasyAcc auf zwei Rotoren im Inneren. Diese Rotoren sind dafür allerdings etwas kleiner als bei einem normalen USB Ventilator.

Dennoch soll hier durch das Turbinen-Prinzip ein hoher Luftstrom erreicht werden. Angeschlossen wird der Ventilator ganz klassisch über ein ca. 50m langes USB Kabel.

Was aber auffällt ist, dass der EasyAcc Doppelblatt Mini Tischventilator gar keinen Einschalter besitzt?! EasyAcc setzt bei diesem auf einen Touch-Schalter, welcher im Standfuß integriert ist. Tippt Ihr den Standfuß an wird der Ventilator eingeschaltet.

Ein weiteres mal Antippen und dieser schaltet in den Turbo Modus. Ein drittes Mal Antippen und er geht aus. Klingt einfach und ist es auch. Dabei reagiert der Touch Schalter angenehm genau und problemlos.

 

Die Funktion

Letztendlich kommt es aber natürlich auf die Leistung an. Wie schlägt sich hier der EasyAcc? Um ehrlich zu sein, mittelmäßig.

Auf Stufe 1 ist die Lautstärke sehr angenehm. Der Ventilator produziert ein leises, relativ hochfrequentes Surren, welches aber niemanden stören sollte.

Der Luftstrom ist als angenehm zu bezeichnen, wenn auch nicht übermäßig stark. Es ist auf Stufe 1 wirklich eine sehr dezente Brise welche aus dem Ventilator kommt.

Auf Stufe 2 ist der Luftstrom ein gutes Stück stärker und entspricht ungefähr dem eines normalen USB Ventilators.

Allerdings ist der EasyAcc Doppelblatt Mini Tischventilator auf Stufe 2 auch relativ laut. Ich würde nicht sagen, dass dieser zu laut ist, aber das Verhältnis aus Luftstrom und Lautstärke ist eher als leicht unterdurchschnittlich zu bezeichnen.

 

Fazit

Function follows form ist beim EasyAcc Doppelblatt Mini Tischventilator vermutlich das Motto. Der USB Ventilator sieht cool aus und auch die Steuerung über den Touchsensor wirkt hochwertig. Hierdurch macht dieser auch auf den ersten Blick einen deutlich besseren Eindruck als viele andere 08/15 USB Ventilatoren.

Leider ist allerdings die Funktion als Ventilator eher mittelmäßig. Auf Stufe 1 ist der EasyAcc Doppelblatt Ventilator von der Lautstärke sehr angenehm, aber relativ schwach. Auf Stufe 2 ist der Ventilator ausreichend stark, aber recht laut mit viel Vibrationen.

Dies können andere Modelle besser, sogar EasyAcc eigene. Solltet Ihr also nicht übermäßig viel Wert aufs Design legen, würde ich Euch eher zum EasyAcc 4 Zoll Mini USB Ventilator oder EasyAcc Mini Desktop USB Ventilator mit 2600mAh Akku raten. Beide Modelle besitzen ein besseres Luftstrom zu Lautstärke Verhältnis und sind preislich gleichauf.