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Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit im Test, die edle alternative zum iFixit

Xiaomi ist bekannt für seine hohe Qualität und auch dafür so ziemlich alles herzustellen/zu vertreiben.

Hierzu gehören auch beispielsweise Schraubendreher! Natürlich handelt es sich bei diesen nicht um komplett normale Schraubendreher wie aus dem Baumark, sondern um ein etwas hochwertigeres Set.

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit hat sogar einen reddot Award gewonnen, sofern dies bei Schraubendreher eine Rolle spielt.

Allerdings ein gutes Schraubendreher Set kann für jeden Technikfan absolut Gold wert sein, gerade wenn man an kleinerer bzw. fein Elektronik arbeitet. Hier greift man in der Regel zu einem der unzähligen Schraubendreher Sets, die man billig bei Amazon findet, oder wenn man etwas mehr Qualität möchte zu einem Set von iFixit.

Letztere sind aber natürlich auch nicht gerade billig!

Wie steht es um das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit? Ist dies eine hochwertige Alternative zu den Sets von iFixit? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit im Test

Auch wenn dies ohne Frage eine etwas merkwürdige Aussage ist, aber ja das Xiaomi Mijia Wiha ist das schönste Schraubendreher-Kit das ich jemals gesehen habe!

Man merkt, dass Xiaomi hier nicht nur versucht hat ein Werkzeug zu erstellen, sondern auch ein „Lifestyle“ Produkt.

Dies beginnt bereits bei der Box. Die Box in welcher das Schraubendreher-Kit geliefert wird, ist komplett aus einem soliden Aluminium gefertigt und besitzt eine sehr hochwertige Oberfläche.

Um an die Schraubendreher zu kommen müsst Ihr auf die Oberseite drücken. Mit einem Klick kommt Euch nun die innere Schublade entgegen.

Umgekehrt müsst Ihr im offenen Zustand einmal auf die Schublade drücken, damit diese einrastet. Dieser ganze Mechanismus wirkt zwar etwas verspielt, aber verleiht dem Kit gleichzeitig eine gewisse Wertigkeit.

Auch scheint der Mechanismus gut konstruiert zu sein.

In der inneren Schublade, welche Ihr komplett aus dem Gehäuse ziehen könnt, findet sich der Schraubendreher und die Bits.

Im Kit liegen 24 Bits und der Schraubendreher. Die Bits sind sauber und übersichtlich in der Schublade sortiert. Auch ist jede Position markiert, so dass Ihr beim zurücklegen sehen könnt, welcher Bit wohin gehört.

Die Bits werden dabei magnetisch in der Schublade gehalten. Diese Magneten sind erfreulich stark! Hierdurch fallen bei einem Sturz oder Stoß nicht gleich alle Bits heraus. Auch sind diese fest fixiert, sobald die Schublade in das äußere Gehäuse eingesetzt wurde.

Wie natürlich auch die Bits ist der eigentliche Schraubendreher aus einem grauen Metall gefertigt. Hier sehe ich allerdings beim Design vielleicht ein paar Nachteile.

Der Schraubendreher ist komplett durchgestylt, dieser sieht schick aus, ist aber für meinen Geschmack etwas dünn. Hierdurch habt Ihr vergleichsweise wenig Gripp. Immerhin sind die Kanten abgeflacht, was es erlaubt auch etwas Kraft auf die Schraube zu übertragen.

Nichts ist schlimmer als komplett runde Schraubendreher.

Wie viele Feinelektronik Schraubendreher besitzt auch der Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher ein drehbares Ende.

Die Bits werden selbstverständlich via Magnet im Schraubendreher gehalten. Dieser Magnet ist ausreichend stark! Auch die Bits selbst sind magnetisch, Schrauben bleiben also an diesen kleben.

Im Alltag ist dies Gold wert!

Aber was für Bits liegen denn beim Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher Set mit im Lieferumfang?

  • PH000, PH00, PH0, PH1, PH2 (Kreuz)
  • SL1,5, SL2, SL3, SL4 (Schlitz)
  • P2, P5 (Pentalobe)
  • T2, T3, T4 (Torx)
  • TR5, TR6, TR8, TR10, TR15 (Torx)
  • H1,5, H2,0 (Hex)
  • U2,6 (U Typ Spanner)
  • Y1 (Tri-wing)
  • 2,3 (Dreieck)

Mit dieser Auswahl an Schraubendreher solltet Ihr in der Lage sein so gut wie allen elektrischen Geräten an die Pelle zu rücken.

Selbst Apple Smartphones und Computer lassen sich mit diesem Xiaomi Schraubendreher Set zerlegen.

 

Fazit

Das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit ist aktuell für 22-28€ erhältlich, je nachdem wo man kauft. Das es günstigere Schraubendreher-Kits mit mehr Bits für weniger Geld gibt sollte klar sein.

Xiaomi verlangt hier einen kleinen Aufpreis für die durchgestylte Optik und grandiose Verarbeitung des Sets.

Ist dieser Aufpreis gerechtfertigt? Ja! Das Mijia Wiha Schraubendreher-Kit ist wirklich herausragend was die Wertigkeit angeht. Dies beginnt bereits bei der Transportbox aus massivem Aluminium und dem coolen „Klappmechanismus“

Auch der Schraubendreher und die Bits wirken qualitativ gut 1-2 Stufen oberhalb der 0815 Bits, die man regulär im Handel findet. Sämtliche Bits und auch der Schraubendreher sind natürlich magnetisch.

Die Nutzbarkeit im Alltag ist unter anderem hierdurch tadellos! Zwar beinhaltet das Set „nur“ 24 Bits, aber hierbei handelt es sich an sich um sämtlich Bits die man für das Zerlegen von Smartphones, Notebooks und Computern (auch Apple Geräten) benötigt.

Etwas was man beim Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit natürlich auch nicht vergessen darf ist der Style Faktor. Ganz blöd gesagt, das Set strahlt eine gewisse Wertigkeit und Professionalität aus, welche man nicht von einem 15€ 08/15 Schraubendreher Kit bekommt.

Auch ist das Schraubendreher-Kit angenehm kompakt und portabel! Kurzum ja für um die 25€ kann ich das Xiaomi Mijia Wiha Schraubendreher-Kit voll empfehlen, auch wenn natürlich der Versand aus Asien etwas länger dauert. Immerhin sind wir hier in einer Preisklasse, wo der Zoll keine Probleme macht.

Der Xiaomi Mi Speaker „Cylindrical Shape“ im Test

Xiaomi Produkte strahlen eine gewisse Faszination aus. Kein anderer Hersteller schafft es vergleichbar hochwertige Produkte zu liefern, zu teilweise regelrecht „billigen“ Preisen.

In diesem Test soll es um den Xiaomi Mi Speaker gehen. Einen schicken, aber einfachen Bluetooth Lautsprecher, welcher für rund 22€ aus Asien zu bekommen ist.

Lohnt es sich aber den Xiaomi Mi Speaker aus Asien zu bestellen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Xiaomi Mi Speaker „Cylindrical Shape“ im Test

Xiaomi setzt beim Mi Speaker auf eine Zylinderform. Hierbei ist das Gehäuse komplett aus einem sehr hochwertig und robust anmutendem Aluminium gefertigt.

Hierdurch wirkt der Lautsprecher recht edel, gerade dann, wenn man den eigentlich sehr günstigen Preis bedenkt.

Der Xiaomi Mi Speaker „Cylindrical Shape“ ist allerdings ein recht kompakter Bluetooth Lautsprecher. Dieser kann sich hinter einem iPhone X komplett verstecken.

Aufgrund der Zylinderform ist natürlich der Platz für den eigentlichen Treiber etwas eingeschränkt. Daher besitzt der Mi Speaker auch nur einen Treiber auf der Oberseite, welcher sich hinter einem Lautsprechergitter aus Stoff verbirgt.

Dieser Treiber soll allerdings laut Xiaomi satte 5W Leistung liefern, was ordentlich für die Größe wäre.

Vielleicht ist Euch beim minimalistischen Design etwas aufgefallen? Richtig wo sind die Tasten?!

Der obere Teil des Lautsprechers ist ein Drehrad, welches sich zudem auch drücken lässt. Dieser Gummiring ist nur ein Transportschutz, welcher für den Betrieb abgenommen werden muss.

Drückt Ihr den Ring schaltet sich der Lautsprecher ein. Dreht Ihr den Ring wird die Lautstärke verstellt. Das Ganze fühlt sich sehr hochwertig und gut gemacht an!

Auf der Front ist zudem eine kleine Status LED eingelassen und auf der Rückseite der microUSB Ladeport.

Der integrierte Akku soll laut Xiaomi 7 Stunden halten. Praktisch konnte ich allerdings eher 5-6 Stunden erreichen.

 

Klang des Xiaomi Mi Speaker

Wie klingt denn nun der 22€ Xiaomi Mi Speaker? Bei diesem Preis und auch der Größe des Bluetooth Lautsprechers, darf man selbstverständlich keine Wunder erwarten.

Allerdings klingt der Xiaomi Mi Speaker durchaus okay!

Die Höhen sind klar und sauber. Zudem besitzen diese einen angenehme Brillanz, was den Mi Speaker im Raum regelrecht etwas auffunkeln lässt.

Leider sind die Bässe hier weniger ein Highlight. Diese sind beim Mi Speaker eher schwach. Es ist durchaus etwas Bass vorhanden, aber gerade genug, dass der Lautsprecher nicht zu dünn klingt.

Allerdings mit einem großen Klangvolumen kann dieser nicht punkten. Auch die Mitten sind höchstens okay, aber beim besten Willen auch nicht überragend voll.

Hierdurch hat der Xiaomi Mi Speaker klanglich eher etwas von einem guten Laptop Lautsprecher. Klar, gute Detail Darstellung, aber im Bass eher schwach.

Die maximale Lautstärke des Xiaomi Mi Speaker ist soweit okay, aber der Lautsprecher ist auch nicht brüllend laut.

 

Fazit

Das Fazit zum Xiaomi Mi Speaker fällt schwer. Für 22€ ist dieser in Ordnung. Allerdings möchte ich etwas anzweifeln ob es sich lohnt diesen aus Asien zu bestellen.

Mittlerweile bekommt auch auf Amazon.de für 30€ gute bzw. besser klingende Bluetooth Lautsprecher.

Was für den Xiaomi Mi Speaker spricht ist primär die Optik und Haptik. Diese liegt durchaus weit über dem was man für vergleichbares Geld regulär auf dem Markt bekommen kann.

Kurzum Ihr sucht ein hochwertiges und schickes Upgrade für Eure Smartphone Lautsprecher, welche diese auf das Level von guten Notebook Lautsprecher hebt, dann könnt Ihr hier unbesorgt zugreifen.

Allerdings gibt es bereits für ca. 30€ besser klingende Bluetooth Lautsprecher, welche allerdings zumeist nicht so hochwertig sind.

Das iHealth Clear im Test, ein WLAN Blutdruckmessgerät?!

Ein WiFi Blutdruckmessgerät wird sicherlich bei den meisten Nutzern im ersten Moment für hochgezogene Augenbrauen sorgen.

Wie viele Smart Home Produkte ist sicherlich das iHealth Clear als Luxus Produkt zu bezeichnen. Allerdings kann die Verbindung mit dem Smartphone auch einige Vorteile mitbringen, welche natürlich von iHealth hervorgehoben werden.

Der wichtigste und interessanteste Punkt ist natürlich das automatische Mitloggen der Daten. Seid Ihr ärztlich dazu verpflichtet Euren Blutdruck zu überwachen kann es ohne Frage nützlich sein, dies automatisiert zu machen.

In der App könnt Ihr jederzeit alle Messungen sehen und rückverfolgen. Auch kann das iHealth Clear die Umgebungstemperatur messen und mit in die Bewertung der Ergebnisse einfließen lassen.

Hier gibt es natürlich zwei Fragen, 1. bietet die Verbindung zum Smartphone wirklich einen Mehrwert? 2. Ist das iHealth Clear „smarte“ Blutdruckmessgerät wirklich knapp 100€ wert?

Beides gilt es in diesem, auch für mich, etwas ungewöhnlichen Test herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an iHealth für das Zurverfügungstellen des Clear für diesen Test!

 

Das iHealth Clear im Test

Grundsätzlich setzt iHealth beim Clear auf ein sehr vertrautes Design für ein Blutdruckmessgerät. Dieses besteht aus zwei Teilen, der Station und der Arm-Manschette.

Die Arm-Manschette ist wie üblich aus einem grauen Stoff gefertigt und innen mit einem Fließ ausgelegt. Geschlossen wird die Manschette ebenfalls wie üblich über einen Klettverschluss.

Hierdurch ergibt sich eine recht große Spanne an einstellbaren Größen. Laut Hersteller kann das Clear bis zu einem Armumfang von 42cm genutzt werden. Praktisch sollte das Messgerät damit für 99% aller Menschen passen, sofern Ihr nicht über 200KG wiegt, dann könnte es eng werden.

Die Arm-Manschette wird über einen Schlauch mit dem eigentlichen Messgerät verbunden.

Bei dem eigentlichen Messgerät handelt es sich um eine etwas größere weiße Kunststoffbox. Diese besitzt auf ihrer Oberseite ein großes Display wie auch zwei Tasten.

Das Display ist für ein Blutdruckmessgerät wirklich extrem groß und auch gut ablesbar! Es handelt sich hier auch nicht um das sonst meist übliche Taschenrechner-Display (Schwarz/Weiß), sondern um ein farbiges LCD Panel.

Allgemein macht das iHealth Clear einen sehr schönen und hochwertigen Eindruck! Man merkt, dass dies nicht das billigste Blutdruckmessgerät ist.

Seitlich neben dem Anschluss für die Arm-Manschette ist auch ein microUSB Port. Dieser dient dem Aufladen des integrierten Akkus.

Es liegt zwar ein Ladekabel mit im Lieferumfang, aber kein USB Ladegerät. Ihr müsst das iHealth Clear an Eurem PC oder Smartphone Ladegerät laden. Etwas unpraktisch für ältere Nutzer, die vielleicht so etwas gar nicht haben.

 

Wie funktioniert ein Blutdruckmessgerät?

Vielleicht habt Ihr Euch auch schon einmal gefragt wie ein Blutdruckmessgerät funktioniert? Wie beispielsweise beim iHealth Clear ist ja die Arm-Manschette „dumm“. Es befindet sich in dieser keine Elektronik, diese wird einfach nur aufgepumpt.

Wie kann hier das Messgerät erkennen wie hoch der Blutdruck ist?

Blutdruckmessgerät funktionieren in der Regel über den Klang. Es befindet sich in der Station also eine Art Mikrofon, welches nach dem Geräusch Eures Herzens sucht.

Dabei wird die Arm-Manschette so weit aufgepumpt bis das erste mal ein Herzgeräusch für das Messgerät hörbar ist. Dies passiert, wenn der Druck des Messgerätes mit dem unteren Druck Eures Herzens gleichauf ist.

Das Blutdruckmessgerät stoppt hier aber nicht, sondern pumpt weiter, bis das Herzgeräusch verstummt. Dies passiert, wenn Euer Arm abgedrückt wurde. Es fließt kein Blut mehr = kein Geräusch ist mehr hörbar = das Messgerät hat den Druck Eures Herzens überschritten.

Dies ist natürlich die stark vereinfachte Beschreibung der Arbeit eines Blutdruckmessgeräts, aber sollte Euch eine grobe Vorstellung über die Arbeitsweise vermitteln.

 

Nutzung und Einrichtung

Die grundsätzliche Nutzung des Messgeräts ist erst einmal recht simpel. Ihr habt ja auch nur zwei Tasten. Nach dem ersten Einschalten des Messgerätes (die linke Taste gedrückt halten) werdet Ihr nach Eurer Sprache gefragt.

Die linke Taste drücken = durch die Menü Einträge schalten, die rechte Taste drücken, = bestätigen. Habt Ihr die Sprache ausgewählt könnt Ihr auch mit dem Messen beginnen. Einfach die Arm-Manschette anlegen und „Nutzer 1“ oder „Nutzer 2“ drücken.

Das Messgerät beginnt mit dem Messen und zeigt Euch anschließend die gemessenen Werte angenehm groß auf dem Display an. Neben den beiden Werten für den Blutdruck findet sich hier auch der Puls.

Zudem werden die Werte ein wenig interpretiert, normal, normal bis hoch, hoch, sehr hoch usw. Auch werden die gemessenen Werte von Messvorgang zu Messvorgang miteinander vergleichen. Das Messgerät zeigt Euch also an „xyz ist seid der letzten Messung um 2 gestiegen“.

Ihr könnt allerdings nicht die länger zurückliegenden Werte sehen. Hierfür bedarf es der iHealth App.

Wie gesagt Ihr könnt das iHealth Clear komplett ohne WLAN oder Smartphone nutzen, aber dann könnt Ihr zugegeben auch zu einem günstigeren Messgerät greifen.

Um das iHealth Clear mit dem WLAN zu verbinden müsst Ihr zunächst die iHealth App herunterladen und in dieser ein Konto anlegen.

Ist dies geschafft müsst Ihr das  Blutdruckmessgerät durch das Gedrückthalten der zweiten Taste in den „paaring“ Modus versetzen, in welchem dieses von Eurem Smartphone gefunden werden kann.

Tragt die WLAN Daten ein und fertig. Sämtliche Messungen werden nun über die iHealth Server in die App gesendet.

Dabei spielt es keine Rolle ob Euer Smartphone gerade eingeschaltet ist oder nicht. Ihr müsst also nicht bei jeder Blutdruckmessung Euer Smartphone daneben liegen haben.

Startet Ihr die Smartphone App werden alle Daten dort aufbereitet präsentiert. Aufbereitet = chronologisch mit Datum sortiert.

Auch könnt Ihr Euch Graphen anzeigenlassen wie sich Euer Blutdruck über den Tag, Woche oder Monat verändert hat.

Das Ganze wird sehr ansehnlich und übersichtlich präsentiert! Ihr könnt einzelne Messungen auch noch mit zusätzlichen Informationen versehen, beispielsweise wenn es Euch an einem Tag nicht gut ging.

Das Interessanteste ist aber das alles nebenbei funktioniert. Ihr müsst keine Daten per Hand übertragen. Einfach Blutdruckmessen und der Rest geschieht im Hintergrund von alleine.

Ihr könntet also das Messgerät Eurer Oma oder Eltern geben, diese nutzen das Messgerät wie ein normales Blutdruckmessgerät, aber Ihr könnt im Hintergrund die Daten überprüfen.

Wie steht es um die Messgenauigkeit? Dies ist ein schwieriger Punkt, verglichen mit normalen Blutdruckmessgeräten kommen die Werte des iHealth Clear ziemlich genau hin, allerdings verfüge ich auch nicht über absolute High End Blutdruckmessgeräte.

Das Clear ist als ein medizinisches Produkt zugelassen, hier kann/muss man darauf vertrauen, dass die Messwerte passen. Interessanterweise soll das iHealth Clear sogar unregelmäßige Herzschläge erkennen und sich dementsprechend anpassen!

Trennt Ihr die Arm-Manschette vom Messgerät wird dieses im Übrigen zu einer kleinen „Wetter-Station“. Diese zeigt Euch das Wetter außen und innen an. Die Außentemperatur wird dabei allerdings über das Internet aufgerufen, während die Innentemperatur gemessen wird.

 

Fazit

Das iHealth Clear ist natürlich ein etwas spezielleres Produkt. Ein WiFi Blutdruckmessgerät benötigt nicht jeder, dies kann man klar sagen.

Habt Ihr allerdings die ärztliche Vorgabe auf Euren Blutdruck zu achten und das über einen längeren Zeitraum, kann das iHealth Clear sehr praktisch sein!

Grundsätzlich benutzt sich dies wie ein normales, hochwertiges, Blutdruckmessgerät. Arm-Manschette anlegen, Knopf drücken und fertig.

Dabei macht das große Display und die grobe Einstufung ob die gemessenen Werte gut sind die Nutzung recht einfach. Im Hintergrund passiert allerdings die wahre Magie.

Die Werte werden dank WLAN in die iHealth App übertragen und dort gespeichert und „ausgewertet“. Jede Messung wird natürlich mit einem Zeitstempel versehen und Ihr könnt an schönen Graphen die Entwicklung Eures Blutdrucks über Tage, Wochen oder sogar Monate verfolgen.

Es ist also kein Aufschreiben der Werte oder Ähnliches nötig. Auch muss Euer Smartphone nicht bei jeder Messung neben dem Messgerät liegen, wie es bei einem Bluetooth basiertem System nötig wäre.

Klingt doch alles soweit sehr gut! Ist es auch, lediglich die Akkulaufzeit ist mäßig. Ihr werdet dieses oft nachladen müssen. Erfreulicherweise lässt sich das Messgerät allerdings während des Ladens nutzen, was dies etwas angenehmer macht.

Auch das „Wetter Station“ Feature wirkt auf mich eher wie ein Gimmick. Das Interessante am iHealth Clear ist ohne Frage die automatische Auswertung und Aufzeichnung der Daten, ohne dass Ihr irgendwas machen müsst!

Müsst Ihr also Euren Blutdruck protokollieren kann das iHealth Clear Gold wert sein! Falls nicht reicht vermutlich auch ein normales Messgerät.

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Der GGMM E5 im Test, ALEXA + Bluetooth + WebRadio + Multiroom + Akku = komplett Paket!

Der GGMM E5 ist einer der interessantesten Netzwerk Lautsprecher dem ich seit langem begegnet bin. Warum? Zum einen ist das Design wirklich herausragend, zum anderen ist der versprochene Funktionsumfang gigantisch.

Amazon ALEXA, Bluetooth, WebRadio, AirPlay usw. sind laut GGMM mit an Bord. Hinzu kommt ein integrierter Akku und meine Kaufentscheidung stand.

Ist der GGMM E5 das ultimative moderne „Radio“, wie es den Anschein macht? Wie steht es um den Klang? Finden wir dies alles im Test heraus!

Der GGMM E5 im Test

Ich glaube, man kommt nicht daran vorbei die tolle Optik des E5 zu loben! GGMM hat hier wirklich einen vortrefflichen Job gemacht einen edlen Lautsprecher zu produzieren.

Der reddot Award für das Design ist absolut gerechtfertigt, auch wenn man den Lautsprecher vor sich hat.

Der GGMM E5 ist ein sehr schmaler, dafür aber recht breiter und hoher Lautsprecher. Dabei besitzt dieser durchaus einen leichten Retro Look, welcher auch vom Leder Tragegurt unterstützt wird.

Allerdings schafft es der E5 hier gut Balance zwischen Retro und „moderne“ zu halten. Beim Gehäuse habt Ihr die Wahl zwischen weiß und schwarz.

Das Gehäuse ist bei beiden Versionen aus Kunststoff gefertigt. Allerdings handelt es sich hier um einen sehr wertigen dicken Kunststoff, welchen man so nur selten sieht.

Aufgrund der hohen Dicke des Kunststoffgehäuses und dem ebenfalls recht hohen Gewichtes des Lautsprechers schafft es die Haptik durchaus die edle Optik widerzuspiegeln.

Die Front des GGMM E5 ist komplett von einem Aluminium Lautsprechergitter bedeckt. Unter diesem Lautsprechergitter sind gleich sechs Treibereinheiten angebracht.

Dabei handelt es sich um vier 5W aktive Treiber und in der Mitte zwei passive Treiber. Laut GGMM soll der E5 also 20W Leistung haben. Auf diesen Wert sollte man allerdings nicht zu viel geben. Hierbei handelt es sich in der Regel um einen Peak Wert, welcher so in der Praxis nicht oder nur selten erreicht wird.

Dennoch interessant das es GGMM geschafft hat in diesem extrem schmalen Gehäuse gleich vier aktive Treiber unterzubringen. Dies macht allerdings auch sinn, um das doch recht kleine Volumen etwas zu kompensieren.

Eins der größten Design Merkmale des E5 sind ohne Frage die Aluminium Bedienelemente auf der Oberseite. Diese sind optisch wunderschön gefräst und wirken sehr hochwertig. Neben diversen Steuerungstasten, wovon der E5 aufgrund des integrierten WLAN Modus ein paar mehr besitzt, sind hier auch zwei Drehregler für Bass und Höhen zu finden.

Drehregel sind in der heutigen Zeit sicherlich etwas sehr Besonderes. Erfreulicherweise fühlen sich die Drehregler auch sehr wertig und massiv an. Leider laden diese hierdurch auch etwas zum Herumspielen ein.

Die Anschlüsse des GGMM E5 sind auf der Rückseite angebracht. Hier findet sich ein AUX Eingang, ein USB Ausgang wie auch ein Anschluss für ein proprietäres Netzteil.

Letzteres ist, wie ich finde recht schade, ich hätte hier einen microUSB oder USB C Anschluss bevorzugt, auch wenn über diese das Laden etwas langsamer gehen würde.

Die Akkulaufzeit wird von GGMM E5 mit 15 Stunden angegeben. Via Bluetooth sicherlich korrekt, via WLAN ca. 3-5 Stunden weniger.

Über den USB Ausgang könnt Ihr im Notfall Euer Smartphone aufladen, mit einem Ladestrom von bis zu 1A.

 

Einrichtung, Feature und Funktionen

Um den GGMM E5 richtig zu nutzen müsst Ihr diesen zunächst mit dem WLAN verbinden. Hierfür benötigt es die GGMM App.

Leider hatte ich hier zunächst signifikante Probleme! Der Lautsprecher wollte sich nicht mit meinem WLAN Verbinden lassen (einem Ubiquiti UniFi AP Pro). Ich konnte über die UI meines Routers sehen, dass der Lautsprecher sich korrekt anmeldete, aber dann einfach wieder die Verbindung abbrach und einen Fehler meldete.

Und ja ich habe versucht diesen mit einem 2,4Ghz Netz zu verbinden, 5GHz WLAN wird leider vom E5 nicht unterstützt.

Erst mit einem anderen WLAN Router (von ASUS) konnte ich auf anhieb eine WLAN Verbindung aufbauen. Merkwürdig. Hoffen wir mal, dass dies ein Einzelfall ist in Kombination mit einem Ubiquiti AccessPoint.

In der GGMM App angekommen wird man etwas erschlagen vom Funktionsumfang des E5. Der Lautsprecher kann gefühlt einfach alles!

Hier eine kleine Übersicht über alle Kanäle mit dem Ihr den E5 anspielen könnt:

  • Bluetooth
  • WLAN (Wiedergabe von Musik, die auf dem Smartphone liegt)
  • TuneIn Radio
  • iHeartRadio
  • Spotify Connect
  • Apple Music
  • Airplay
  • Tidal
  • Napster
  • Amazon Alexa
  • AUX

Ihr könnt den GGMM E5 ganz klassisch via Bluetooth Verbinden und wie einen normalen Bluetooth Lautsprecher nutzen. Dies macht natürlich unterwegs Sinn, wenn Ihr kein WLAN zur Verfügung habt.

Allerdings sind natürlich die WLAN/Netzwerk Funktionalitäten der Grund, warum man den GGMM E5 kauft. Ihr könnt zunächst Musik die auf Eurem Smartphone liegt via WLAN an den Lautsprecher übermitteln und wiedergeben. Hierbei wäre mit mehreren GGMM Lautsprechern auch eine Multiroom Wiedergabe möglich. Hier kann ich Euch mangels mehrerer GGMM Lautsprechern allerdings nicht sagen wie gut dies funktioniert.

Natürlich ist auch klassisches Webradio via TuneIn oder iHeartRadio möglich. Ihr könnt Euch einfach über die App Euren Lieblingssender suchen und wiedergeben. Es sind natürlich so ziemlich alle Radio-Sender der Welt verfügbar.

Es ist auch möglich Sender als Favoriten festzulegen. Favoriten lassen sich direkt am E5 über die „Herz“ Taste abrufen. Ihr könnt so bis zu 6 Sender speichern, die Ihr durch wiederholtes Drücken der Herz-Taste abrufen könnt.

Sehr praktisch nicht jedes Mal sein Smartphon nutzen zu müssen, um das Radio zu starten. Neben Webradio unterstützt der GGMM E5 auch diverse Streaming Dienste.

Für mich am wichtigsten ist Spotify. Einmal eingerichtet erkennt die Spotify App, sowohl auf dem Smartphone wie auch am PC, den Lautsprecher in Eurem Netzwerk.

Ihr könnt den Lautsprecher also direkt über die Spotify App ansteuern, sofern Ihr Euch im gleichen WLAN/Netzwerk befindet. Ähnliches gilt auch für Apple Airplay.

Ja der E5 unterstützt Airplay! Hierdurch könnt Ihr Musik direkt von IOS oder OSX Geräten an den Lautsprecher übermitteln.

Sowohl Spotify Connect wie auch Airplay funktionieren sehr gut!

Zu guter Letzt ist auch Amazons Sprachassistentin ALEXA mit an Bord. Allerdings ALEXA funktioniert beim E5 etwas anders als gewohnt. Der Lautsprecher achtet nicht auf das Hotword „ALEXA“. Um mit Alexa zu reden müsst Ihr die Mikrofon Taste am Lautsprecher drücken.

Damit kann der GGMM E5 keinen Amazon Echo Lautsprecher voll ersetzen, ist dafür aber aus Sicht des Datenschutzes deutlich unbedenklicher.

Probleme mit der Verständlichkeit hatte ich keine. Klar man kann eh nur eine Armlänge vom Lautsprecher entfernt sein. Funktional ist die ALEXA Integration im E5 identisch zu Amazons Echo Lautsprechern. Ihr könnt also Fragen stellen, Musik wiedergeben oder auch Smart Home Geräte steuern.

Generell ist die ALEXA Integration ganz gut gelungen. Habt Ihr beispielsweise Webradio laufen, fragt ALEXA etwas, dann wird die Radio Wiedergabe nach beantworten Eurer Frage automatisch fortgesetzt.

Teils ist aber die Bedienung etwas umständlicher. Beispielsweise drückt Ihr kurz den Einschalter wird Euch über blinken einer LED der Akkustand signalisiert. Blinkt die LED zum Beispiel 8x ist der Akku voll. Es ist natürlich etwas nervig hier das Blinken zu zählen. Auch das Abrufen der Favoriten über mehrfaches Drücken der Herz-Taste ist teils etwas zickig.

Hat man sich daran aber gewöhnt, funktioniert der Lautsprecher erfreulich gut im Alltag.

Da es sich hier um einen etwas komplexeren Lautsprecher handelt, muss dieser nach dem Einschalten erst einmal „hochfahren“. Es dauert ca. 38 Sekunden, ehe die WLAN Verbindung steht.

Steht die WLAN Verbindung einmal ist diese aber erfreulich stabil. Selbst auf hohe Distanz zum Router lauft das Webradio problemlos. Hier war ich tatsächlich etwas beeindruckt.

 

Klang

Was helfen letztendlich gefühlt zwei duzend Feature, wenn der Klang des GGMM E5 nicht gut ist. Von daher wie schlägt sich hier der Lautsprecher?

Deutlich besser als ich dies erwartet hätte!

Der GGMM E5 ist ein sehr dünner Lautsprecher, was natürlich immer auf Kosten des Klangs geht, allerdings klingt der E5 angenehm voll.

Starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen. Auf der Standard-Einstellung finde ich, dass der GGMM E5 etwas matt klingt. Die Höhen können sich nicht so recht vom Bass und den Mitten lösen.

Hierdurch fehlt die Brillanz und die Leichtigkeit im Klang. Allerdings gibt es ja einen Drehregler für die Höhen. Dreht man die Höhen voll hoch sind diese angenehm klar und sauber.

Zwar sind diese noch nicht „Weltklasse“, aber für einen Bluetooth Lautsprecher dieser Preisklasse ordentlich!

Die Mitten werden beim E5 leider etwas vernachlässigt. Gerade wenn Ihr den Bass etwas hochdreht, gehen die Mitten teils recht stark unter. Stimmen werden Okay wiedergegeben und sind ausreichend verständlich. Legt Ihr aber einen erhöhten Wert auf besonders volle „Vocals“ ist der E5 nicht zwingend der richtige Lautsprecher für Euch.

Man merkt das GGMM mehr Wert auf die Bässe gelegt hat. Erstaunlicherweise liefert hier der Lautsprecher eine sehr gute Performance!

Auf der Standard-Einstellung ist der Bass bereits recht kräftig und angenehm voll. Ich würde sogar überraschend voll sagen, im Anbetracht der Dicke des Lautsprechers.

Dieser macht einen sehr guten Job aus dem vorhandenen Volumen das Maximum herauszuholen, auch wenn natürlich der Tief-bass nicht ganz überragend ist.

Dreht Ihr den Bass noch weiter hoch wird dieser fast schon etwas dröhnend laut, gerade bei einer Nutzung in kleineren Räumlichkeiten. Bei einer Outdoor Nutzung hingegen ist das Hochdrehen des Basses sehr angenehm und sorgt auch bei einer Grill Party oder Ähnlichem für ordentlich Stimmung.

Zwar ist der GGMM G5 auf den höheren Bass Einstellungen nicht mehr ganz so pegelfest, aber die generelle maximale Lautstärke passt absolut!

Erwartet natürlich nicht das der G5 ein Wohnzimmer zum Wackeln bekommt, aber der Lautsprecher klingt schön voll und auch hochwertig. Der Klang ist nicht blechern oder billig. In diesem Punkt passt der Klang sehr gut zur Optik.

Sicherlich ist noch etwas Luft nach oben, gerade bei den Mitten und auch teils bei den Höhen, aber dies ist ein 130€ Lautsprecher. Hierfindet sich auch bei der Konkurrenz, selbst wenn man reine Bluetooth Lautsprecher betrachtet wenig, was dies besser macht.

Ich nutze den GGMM G5 beispielweise als kleines „Radio“ welches ich beim Grillen mit in den Garten nehmen und ansonsten in meiner Küche nutze. Hier macht der G5 einen tollen Job!

Ich weiß nicht, ob dieser Vergleich Euch hilft, aber der GGMM G5 klingt signifikant besser als ein Amazon Echo Dot, ein wenig besser als ein Amazon Echo Spot und ein Stück schlechter als ein großer Amazon Echo.

 

Fazit

Der GGMM E5 ist die eierlegende Wollmilchsau unter den Bluetooth Lautsprechern! Bluetooth, Amazon Alexa, Spotify Connect, Webradio, AUX usw. ist schon ein sehr starkes Feature-set.

Mir ist kein portabler Lautsprecher mit integriertem Akku bekannt, welcher hier mithalten kann. Vielleicht der Ultimate Ears BLAST, aber der richtet sich noch an eine andere Zielgruppe.

Der GGMM E5 versucht weniger ein klassischer Bluetooth Lautsprecher zu sein, als ein „modernes Radio“. Hierzu passt auch die extrem schicke und edle Optik. Der GGMM E5 schafft es noch ein gutes Stück teurer auszusehen, als er eigentlich ist.

Natürlich ist aber auch nicht alles Gold was glänzt. Der Lautsprecher war bei mir zunächst etwas zickig mit der WLAN Verbindung, was sich später aber gegeben hat, und die Bedienung erfordert etwas Eingewöhnung, geht dann aber gut von der Hand.

Natürlich ist der Klang auch so eine Sache. Ganz klar von den drei wichtigen Punkten, Funktionen, Optik/Haptik und Klang, ist der Klang vermutlich der schwächste.

Allerdings den Klang als „schwach“ bezeichnen wäre falsch. Gerade der Bass und die generelle Lebendigkeit des Klangs ist für solch ein kompaktes Modell sehr gut! Aber Ihr zahlt natürlich für das verbaute WLAN und die diversen Funktionen einen Aufpreis. Beispielsweise ein 100€ Anker SoundCore Pro klingt noch etwas besser, unterstützt dafür aber nur Bluetooth.

Hier kommt es etwas auf die Erwartungshaltung an. Der GGMM E5 bietet einen guten Klang für das Arbeitszimmer, die Küche, das Schlafzimmer oder auch die Grill-Party. Als Haupt-Stereoanlage würde ich diesen aber nicht empfehlen.

Der Klang ist gut, aber auch nicht so gut.

Unterm Strich ist der Preis von 139€ (zum Zeitpunkt des Tests) für solch ein Multitalent wie den GGMM E5 ein absolut fairer Preis, welcher durch die Funktionen, Optik und auch Klang absolut gerechtfertigt ist.

GGMM WLAN-Lautsprecher, Neueres Modell 2019, Multiroom-Lautsprecher...
  • Wlan Lautsprecher Multiroom: GGMM Smart Lautsprecher läuft durch...
  • Multiroom Lautsprecher mit toller Klangqualität: dank der 20W...
  • Tragbarer Lautsprecher: Einfach den kabellosen Speaker schnappen...
  • Multiroom Lautsprecher: der Lautsprecher kann mit bis zu 16...
  • Intelligenter Lautsprecher: nicht nur dient als DLNA...

Die LIAM & DAAN „PARK“ im Test, gute Bluetooth Kopfhörer für unter 40€

Bei meinem üblichen Scrollen durch Amazon sind mir LIAM & DAAN „PARK“ Bluetooth Kopfhörer ins Auge gesprungen.

Zum einen weil mich doch das Branding sehr an eine bekannte amerikanische Band erinnerte, dessen Frontman vor kurzem gestorben ist, zum anderen, weil die Kopfhörer für rund 37€ erstaunlich gute Bewertungen hatten.

Gute Bewertungen bei Amazon müssen nichts heißen, man kennt ja das Spiel. Aber 22 Bewertungen, welche alle die Kopfhörer absolut positiv bewerten, ist doch etwas recht Seltenes.

Haben wir hier wirklich einen Preis/Leistungskracher? Oder sind die Bewertungen einfach nur von Grund auf manipuliert oder zu positiv?

Um dies herauszufinden, habe ich die Kopfhörer von meinem eigenen Geld bestellt. Können die LIAM & DAAN „PARK“ Bluetooth Kopfhörer im Test überzeugen?

 

Die LIAM & DAAN „PARK“ im Test

Die LIAM & DAAN „PARK“ Bluetooth Kopfhörer setzen, wie es in dieser Preisklasse fast schon zu erwarten ist, auf ein Kunststoffgehäuse, dessen Kopfband allerdings mit Aluminium verstärkt ist.

Beim verwendeten Kunststoff handelt es sich um einen ganz normalen matten Kunststoff, der weder übermäßig hochwertig noch zu billig anmutet.

Ich würde sagen die Kopfhörer sind „funktional“ gebaut. Die Aufhängung der Ohrmuscheln ist hierbei allerdings der schwächste Punkt.

Immerhin die Ohrmuscheln der Kopfhörer lassen sich flach drehen, ein Klappmechanismus ist allerdings nicht vorhanden.

Die Anschlüsse und Tasten der LIAM & DAAN „PARK“ sind komplett an der rechten Ohrmuschel angebracht. Hier findet sich eine Multifunktionstaste, welche die Kopfhörer ein/ausschaltet, Musik pausiert/fortsetzt usw. wie auch eine lauter/leiser Wippe, welche mit vor und zurück doppelt belegt ist.

Die Anschlüsse der Kopfhörer finden sich unter einer kleinen Gummiabdeckung. Hier finden wir das Übliche. Also einen 3,5mm AUX Eingang und einen microUSB Ladeport.

Die Kopfhörer sollen laut Hersteller mit einer Ladung starke 20 Stunden halten, ich komme auf gut 10-15 Stunden, aber wenn Ihr sehr leise Musik hört, wären vermutlich auch die 20 Stunden knapp möglich.

 

Tragekomfort

Die LIAM & DAAN „PARK“ sind Over-Ear Kopfhörer, das bedeutet diese sollten Eure Ohren umschließen.

Dies schaffen die Ohrmuscheln auch weitestgehend. Zwar sind sie für meine Ohren einen Hauch zu klein, aber immerhin ist die Polsterung ausreichend dick.

Der Tragekomfort ist hierdurch absolut in Ordnung. Die Kopfhörer drücken nicht und sind angenehm zu tragen. Die Belüftung könnte etwas besser sein und vielleicht die Polsterung noch etwas weicher, aber unterm Strich geht das in Ordnung.

Müsste ich eine Note vergeben, würde die LIAM & DAAN „PARK“ beim Tragekomfort eine 3+ bis 2- bekommen.

 

Klang

Der spannendste Punkt ist natürlich der Klang, wie schlagen sich hier die LIAM & DAAN „PARK“?

Bereits nach wenigen Sekunden war mir klar, warum die Kopfhörer so gut bewertet sind. Ja für unter 50€ klingen diese verdammt gut!

Beginnen wir aber am Anfang, also den Höhen. Ja die PARK Bluetooth Kopfhörer produzieren gute und klare Höhen. Diese sind zwar verglichen mit teureren Bluetooth Kopfhörern nicht ganz so fein aufgelöst, aber für diese Preisklasse als tadellos zu bezeichnen.

Die Mitten der Kopfhörer sind neutral bis leicht abgesenkt. Allerdings klingen die Kopfhörer weiterhin ausreichend voll und satt. Auch die Darstellung von Stimmen und Gesang passt.

Wie steht es um den für so viele Nutzer wichtigen Bass? Bass ist bei günstigen Kopfhörern und Ohrhörern immer so eine Sache. Hier scheint es oft nur zwei extreme zu geben, kein Bass oder so viel Bass, dass von der restlichen Musik nicht viel übrig bleibt.

Erfreulicherweise treffen die LIAM & DAAN „PARK“ einen guten Mittelweg. Der Bass ist ausreichend vorhanden dabei aber angenehm natürlich und nicht künstlich wirkend. Auch der Tiefgang ist vollkommen okay, wenn nicht sogar gut!

Nein dies sind keine absoluten Bass -Bomber, aber ich denke, die Bassmenge wird den Geschmack 90% aller Nutzer treffen.

Bei bassstärkeren Songs produzieren die Kopfhörer einen schönen Punch, normale Songs hingen wirken angenehm natürlich. Auch die Dynamik passt! Der hoch/tief Kontrast ist gut vorhanden, wodurch die LIAM & DAAN angenehm lebendig und spaßig klingen.

 

Fazit

Die LIAM & DAAN „PARK“ stechen in einer Preisklasse, in der es vor allem viel Schrott gibt, doch sehr positiv aus der Masse heraus.

Gerade der gute Klang ist ein dickes Plus. Die LIAM & DAAN „PARK“ klingen angenehm dynamisch mit einem guten Bass und guten Höhen. Nein die LIAM & DAAN können nicht mit Bluetooth Kopfhörern der 100€+ Preisklasse mithalten, aber das darf man für unter 40€ auch nicht erwarten.

Aber die Kopfhörer klingen gut genug, dass Musik Spaß macht und man nicht das Gefühl hat billigen Schrott auf den Ohren zu haben und dies meine ich positiver als es vielleicht klingt. Ich schätze für 90% aller Nutzer sind die Kopfhörer klanglich bereits völlig ausreichend.

Damit sind die Park Bluetooth Kopfhörer schon vielen Konkurrenten in dieser Preisklasse voraus.

Auch die Akkulaufzeit, laut Hersteller 20h, praktisch zwischen 10-15 Stunden, kann voll überzeugen. Die Haptik und Optik der Kopfhörer ist zwar wiederum nichts Besonderes, aber ausreichend gut.

Kurzum Ihr sucht ein paar vernünftiger Bluetooth Kopfhörer ohne dabei zu viel Geld ausgeben zu wollen? Dann sind die LIAM & DAAN „PARK“ die aktuell mir beste bekannte Option.

 

Positiv

  • Solider Klang
  • Gute Akkulaufzeit
  • Solider Tragekomfort
  • Sehr gute Preis/Leistung

 

Neutral

  • Haptik etwas „billig“, in dieser Preisklasse aber zu verschmerzen

Die beste Displayschutzfolie für das Samsung Galaxy S9/S9+

Welche ist die beste Displayschutzfolie für das Samsung Galaxy S9/S9+? Diese Frage hatte ich bereits mit einem kleinen Vergleich zum Start des Smartphones versucht zu klären.

Die Antwort war, alle 3. Anbieter Displayschutzfolien sind mäßig. Entweder sind Sie zu klein, schwer aufzutragen oder einfach nicht passend.

Allerdings hat mittlerweile auch Samsung den Bedarf an einem Displayschutz für das S9/S9+ erkannt und eine eigene Displayschutzfolie auf den Markt gebracht.

Hier stellt sich natürlich die Frage, hat Samsung das geschafft woran alle 3. Anbieter gescheitert sind und die beste Displayschutzfolie produziert?

Um diese Frage zu klären habe ich mir die original Samsung Displayschutzfolie für das S9+, die ET-FG965, bestellt. Kann diese im Test überzeugen?

 

Die Samsung Displayschutzfolie (ET-FG965) für das Galaxy S9+ im Test

Vorweg, es gibt die Displayschutzfolien von Samsung natürlich in zwei Größen, passend für das S9 und S9+. Achtet hier gegebenenfalls darauf die richtige zu wählen.

Ich habe die ET-FG965 getestet, welche für das S9+ ist. Allerdings sollten sich alle Erkenntnisse auch auf das normale S9 und die ET-FG960 übernehmen lassen.

Bei der Samsung Displayschutzfolie (ET-FG965) handelt es sich, wie der Name schon sagt um eine Folie. Im Normalfall würde ich immer von Displayschutzfolien abraten und zu Displayschutzgläsern raten.

Allerdings sind Displayschützer aus Glas alle nicht gut für das Samsung Galaxy S9 und auch schon nicht für das S8, aufgrund der Biegung.

Displayschutzgläser müssen also auch gebogen sein und das bekommen die Hersteller nicht passgenau hin. Umso erstaunlicher, dass die Displayschutzfolie von Samsung gebogen ist.

Natürlich handelt es sich hier um Kunststoff, welches aber an den Rändern bereits in Form gepresst wurde.

Ebenfalls Bonuspunkte bekommt Samsung für den Lieferumfang. Neben zwei! Displayschutzfolien liegt auch diverses Montagematerial mit bei.

Dazu auch eine Art Spachtel mit Stoffkante, mit welchem Ihr später die Folie Flachdrücken könnt, ohne das Smartphone zu beschädigen.

 

Auftragen und Passform

Die Displayschutzfolie von Samsung besteht aus drei Schichten. Eine untere Schutzschicht, welche den Kleber bedeckt, die eigentliche Displayschutzfolie und eine Abdeckung.

Diese Abdeckung besitzt kleine „Ohren“ an welcher Ihr diese halten könnt.

Für das Auftragen reinigt zuerst Euer Smartphone und entfernt dann die untere Schutzschicht von der Folie.

Achtet dabei darauf nicht die Folie zu berühren. Einmal mit dem Finger drunter gepackt und diese ist ruiniert.

Das Schwerste ist ohne Frage das Ausrichten. Es gibt aufgrund der gebogenen Kanten kaum Spielraum für Fehler oder Ungenauigkeiten.

Ich habe mich hier an der Ohrmuschel ausgerichtet, was ein Erfolg war. Habt Ihr die Folie erfolgreich aufgelegt müsst Ihr diese von innen nach außen festdrücken.

Dir grundsätzliche Passform ist gut bis sehr gut! Es wird das komplette Display bedeckt und generell der größte Teil der Front.

Hier sieht man das es sich um ein originales Samsung Produkt handelt.

 

Das Ergebnis

Klingt doch soweit gut, aber ist es auch das Ergebnis? Wie oft bei Displayschutzfolien werdet Ihr auch bei der Samsung ET-FG965 Probleme mit Blasen haben.

Diese lassen sich zwar auf dem Display sehr gut entfernen, aber auf der Edge ist dies nicht ganz so einfach.

Hier müsst Ihr schon ein gutes Stück Kraft anwenden, um die Blasen herauszudrücken. Der beiliegende Spachtel macht hier einen sehr guten Job!

Allerdings sofern man eine Blase nicht wirklich zu 100% entfernt bekommt, neigen diese dazu sich an der Edge wieder zu vergrößern.

Es muss hier also etwas Zeit investiert werden die Folie nachzuarbeiten. Hat man dies geschafft sitzt diese 1a!

Ohne Frage ist dies die beste Displayschutzfolie, die ich bisher für das S9+ gesehen habe!

 

Fazit

Eine Displayschutzfolie macht selbst auf einem aktuellen Smartphone mit Gorilla Glas absolut Sinn. Gerade dann, wenn es sich um ein sehr teures Smartphone handelt wie das S9 bzw. S9+.

Leider ist hier die Wahl einer guten Displayschutzfolie aufgrund der Edge sehr schwer! Vorweggesagt, es gibt nicht die perfekte Displayschutzfolie.

Ich hatte schon einige in der Hand und alle haben ihre Stärken und Schwächen. Ob nun schlechte Passform, gute Passform aber schlecht aufzutragen usw.

Am meisten konnte mich bisher die „Crocfol Displayschutz“ für das Samsung Galaxy S9/S9+ überzeugen.

Allerdings ist die originale Samsung Displayschutzfolie (ET-FG965) für das Galaxy S9+ fast noch ein Stück besser! Zwar ist es nicht ganz leicht die Luftblasen unter der Edge zu entfernen, ist dies aber geschafft, erhaltet Ihr ein nahezu perfektes Ergebnis.

Von daher wenn Ihr die beste Displayschutzfolie für das Samsung Galaxy S9/S9+ sucht schaut Euch das Original Samsung Produkt an, welches mich bisher am meisten überzeugen konnte, oder gegebenenfalls alternativ den Crocfol Displayschutz.

 

Der ASUS RT-AC88U im Test, ASUS bester WLAN Router!

ASUS WLAN Router sind schon fast legendär. Kein anderer Hersteller versucht so sehr High End Nutzer anzusprechen wie es ASUS mit seinen Produkten macht.

Hierbei sind die Router nicht nur dementsprechend designt, sondern auch meist von der Leistungsfähigkeit am oberen Ende des aktuell Möglichen.

Hierzu gehört auch der RT-AC88U von ASUS. Der RT-AC88U soll mit bis zu 2167Mbit/s auf dem 5GHz Band und bis zu 1000Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band überzeugen, wie auch mit diversen Software Featuren.

Dafür will ASUS aber auch stolze 300€. Ist dieser Preis gerechtfertigt? Finden wir dies im Test des ASUS RT-AC88U heraus!

 

Der ASUS RT-AC88U im Test

Wie es für ASUS WLAN Router normal ist, setzt auch der RT-AC88U auf eine etwas auffälligere „Gamer“ Optik. Allerdings würde ich nicht sagen, dass der RT-AC88U übertrieben designt ist.

Ihr erhaltet optisch ohne Frage einen etwas verspielteren Router, welcher aber nicht zu unprofessionell oder unreif aussieht.

Der ASUS RT-AC88U ist ein etwas größeres Modell, womit ich sowohl die Leistung wie auch die Abmessungen meine. Mit 299 x 188 x 84mm ist der RT-AC88U schon ein Brocken. Abgerundet wird dieser kolossale Eindruck durch das recht auffällige Lüftergitter auf der Oberseite des Routers, unter welcher ein rot lackierter Kühlkörper zu erkennen ist.

Hinzu kommen die großen externen Antennen und wir haben einen Router, welcher regelrecht schreit „ich bin High End“, dies auch zu Recht.

Bei den Anschlüssen muss ich ASUS aus vollem Herzen loben! Der RT-AC88U verfügt über 8x Gbit LAN Ports und einen WAN Port. Wie kommen WLAN Router Hersteller, gerade von High End Geräten, immer auf die Idee das vier LAN Ports genug sind?! Zwar leben wir in einer Zeit mit immer mehr kabellosen Geräten, aber wenn möglich ist LAN immer die bessere Alternative.

Acht ist schon eine deutlich komfortablere Anzahl, welche auch bei High End Nutzern den bedarf an einem zusätzlichem Netzwerk Switch etwas reduziert.

Zusätzlich findet sich auf der Rückseite auch noch ein USB Anschluss und eine WPS Taste. Ein weiter USB Port ist auf der Front unter einer kleinen Abdeckung angebracht. Diese Position ist zwar schön im Design integriert, aber etwas unpraktisch wie ich finde.

Ebenfalls auf der Front ist eine Taste zum Abschalten der integrierten LEDs und für das Ein/Ausschalten von WLAN.

 

Die Benutzeroberfläche

ASUS setzt beim RT-AC88U auf seine typische Benutzeroberfläche, welche so mehr oder weniger bei allen aktuellen Modellen zu finden ist. Optisch bin ich hier immer etwas hin und her gerissen.

Einerseits wirkt die Benutzeroberfläche etwas schwer und teils auch etwas veraltet, was das Design angeht. Andererseits sind die Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten absolut vorbildlich!

Neben den absoluten Basiseinstellungen, wie WLAN Name, IP Adressen usw. gibt es duzende kleine Optionen, die man bei den meisten Konkurrenz-Modellen nie sieht.  Mit vielen dieser Optionen sollte man nicht herumspielen, aber man könnte, wenn man wollte.

Der ASUS RT-AC88U ist ganz klar ein WLAN Router für Nutzer, die etwas technikbegeisterter sind.

Neben den diversen Einstellungsmöglichkeiten bietet der RT-AC88U auch bergeweise Statistiken und Graphen, welche Geräte gerade wie viel Bandbreite fressen, für was usw.

Ich glaube noch nie so viele Statistiken in einem normalen Router gesehen zu haben. Aber diese Statistiken müssen natürlich für die QoS Feature erstellt werden. QoS steht für Quality of Service und ist gerade für Gamer ein sehr wichtiges Feature.

Ihr könnt gewissen Trafik eine höhere Priorität zuordnen, sollten also gleichzeitig andere Familienmitglieder etwas herunterladen, wirkt sich dies nicht negativ auf Ping und die Gaming Erfahrung aus.

Neu ist auch die Möglichkeit mitloggen zu lassen welche Webseite von welchen Computern/Geräten besucht wurden. Wollt Ihr dies nicht, kann man dies natürlich auch abschalten.

Ein weiteres interessantes Feature, welches aber etwas exotischer ist, ist WTFast. WTFast ist ein „VPN“ Anbieter für Gamer. Vielleicht kennt Ihr das Problem, Ihr habt eigentlich eine recht flotte Internetleitung aber zur Prime Time explodiert Euer Ping und Ihr habt Lags ohne Ende. Ihr seid Euch aber sicher, dass dies nicht an Eurer Internetleitung liegt und Freunde oder Mitspieler haben vielleicht keine Probleme, es ist also auch nicht der Server.

Oftmals ist hier das Problem das sogenannte Routing. Euer Internetanbieter sendet Daten in der Regel auf den direkten Weg von Euch zum Server. Sagen wir nun Ihr wohnt in Berlin und der Game-Server steht in Frankfurt, zwischen Berlin und dem Rechenzentrum in Frankfurt betreibt Euer Internetanbieter eine 10Gbit Verbindung. Ist diese Verbindung durch viele andere Nutzer ausgelastet, können Lags auftreten, obwohl Eure Internetleitung noch Kapazitäten frei hat.

Ich hatte dies vor einigen Jahren beim Guild Wars 2 Launch extrem schlimm, neben mir konnten sämtliche anderen Telekom Kunden ab 18Uhr das Spiel vergessen, da die Leitung dicht war.

Hier hilft WTFast, welche in solchen Situationen Eure Daten über eine „private“ Datenautobahn schneller an ihr Ziel führen. Ein sehr cooles und auch nützliches Feature, vor allem dann, wenn die Server Eures Spiels nicht in Europa stehen. Bedenkt aber WTFast ist nicht kostenfrei! Ihr müsst eine monatliche Gebühr entrichten, lediglich ist dieser Dienst fest im Router integriert, Ihr müsst also keine zusätzliche Software auf Eurem PC installieren, wenn Ihr WTFast nutzen wollt.

Ein fast noch interessanteres Feature ist AIProtection, nicht zuletzt da dieses gratis ist. AIProtection ist eine Art zusätzlicher Virenschutz für Euer Netzwerk. Ihr kennt ja sicherlich die Meldungen, dass mal wieder ein Bot-Netzwerke irgendwelcher Smart Home Geräte entdeckt wurde, welche nicht geupdatet wurden.

Das Problem oftmals gibt es für solche Smart Home Geräte keine Updates und man bekommt gar nicht mit das diese gehackt wurden, hier soll AIProtection helfen.

AIProtection scannt unter anderem Euren Netzwerk Traffic und gleicht diesen mit einer Datenbank ab in welcher bekannte Botnetzwerke gelistet sind. Wird nun erkannt, dass eins Eurer Geräte Verbindung zu einem Botnetzwerk aufnimmt, erhaltet Ihr eine Benachrichtigung.

Zusätzlich kann AIProtection auch bekannte Viren verseuchte Webseiten sperren und Sicherheitslücken in Anwendungen blocken.

Hinter AIProtection steht im Übrigen nicht direkt ASUS, sondern die Daten kommen von Trend Micro, einem bekannten Virenschutz Hersteller.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

Ein großes Lob muss man ASUS auch dafür aussprechen, dass es möglich ist den Router auch als Access Point oder sogar Repeater zu nutzen. Zwar gehen in diesen Modi ein paar Feature verloren, aber dennoch kann das Ganze in speziellen Situationen praktisch sein.

Auch bietet der RT-AC88U ASUS AiMesh. Hierdurch ist es möglich mit anderen ASUS Routern ein Mesh Netzwerk inklusive nahtlosem Roaming usw. aufzubauen.

Neu ist die Möglichkeit auch den RT-AC88U via Alexa oder IFTTT zu steuern. Ihr könnt also per Sprache das WLAN an/ausschalten oder ein Gast WLAN Netz erstellen.

 

Performance

Der RT-AC88U ist ein absolutes Leistungsmonster, zumindest auf dem Papier. ASUS setzt hier auf ein 4×4 Design (vier Antennen = vier parallele Datenstreams) wodurch sich ein Tempo von satten 1000Mbit/s auf dem 2,4Ghz Band und 2167Mbit/s auf dem 5GHz Band ergibt.

Mehr geht aktuell im WLAN AC Standard nicht!

Allerdings werdet Ihr praktisch diese Geschwindigkeiten so gut wie nie sehen. Warum? Zum einen gibt es nur extrem wenige WLAN Karten, welche solch hohe Geschwindigkeiten unterstützten (genau genommen nur eine von ASUS), zum anderen wird hier das 1024QAM Verfahren genutzt.

1024QAM ist ein „umstrittenes“ Verfahren, welches beispielsweise von Qualcomm als nutzlos bezeichnet wird. Durch Quadraturamplitudenmodulation ist es zwar möglich die Geschwindigkeit nochmals etwas zu puschen, aber das nur unter absoluten optimalen Bedingungen.

Zudem ist ASUS auch der so ziemlich einzige Hersteller, welcher 1024QAM nutzt. Praktisch rechnet also eher mit 1734Mbit/s, was das maximale Tempo ohne 1024QAM ist.

Aber auch dieses Tempo werdet Ihr kaum sehen. Es gibt lediglich eine Handvoll Desktop PCIe WLAN Karten, welche dieses Tempo hinbekommen. Die meisten Notebooks und High End Tablets schaffen maximal 867Mbit/s.

Ist also der ASUS RT-AC88U also unnötig überzüchtet? Jein. Ihr werdet bei vielen gleichzeitigen Clients bessere Ergebnisse erzielen aufgrund dieser Leistungsreserven. Auch unterstützt der RT-AC88U MU-MIMO (sehr wichtig!) Und besitzt einen absoluten High End Prozessor.

Es ist also deutlich weniger wahrscheinlich, dass Eure WLAN Performance bei 20+ Clients plötzlich einbricht, wie es bei günstigeren Routern meist der Fall ist.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den RT-AC88U den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was der RT-AC88U in der Praxis maximal zu leisten vermag. Zusätzlich gibt es noch eine Testrunde mit dem ASUS PCE-AC88 WLAN Adapter.

Der ASUS RT-AC88U liefert absolut beeindruckende Werte! Im Zusammenspiel mit dem TP-Link T9E Adapter konnte ich unglaubliche 108MB/s auf dem 5GHz Band erreichen.

Dies ist der höchste jemals von mir gemessene Wert. Auch in Kombination mit der Intel ac 7260 WLAN Karte konnte ich extrem starke 69MB/s messen. Der 3. höchste Wert, wenn man allerdings den Abstand zum stärksten Router, dem Netgear Nighthawk R8500 X8 ansieht, kann man echt nicht klagen.

Lediglich 2,15MB/s trennen auch hier den RT-AC88U von Platz 1. Dies kann man ganz klar als Messungenauigkeit deklarieren.

Das 2,4Ghz Band ist zwar etwas schwächer, aber auch hier landet der RT-AC88U immer noch in den Top 5! Bei 33 bisher getesteten Geräten durchaus beeindruckend.

Dass die Leistung in Kombination mit dem ASUS PCE-AC88 WLAN Adapter nochmals ein Stück höher ist, sollte nicht überraschen.

Hier konnte ich auf dem 5GHz Band satte 114MB/s erreichen, es hat also der LAN Port das WLAN ausgebremst. Selbst auf einer etwas höheren Distanz (ca. 5-6 Meter) sind Gbit LAN Geschwindigkeiten via WLAN zu erreichen.

Aber nicht nur das Tempo des RT-AC88U ist Weltklasse, auch die Reichweite ist absolute Spitzenklasse! Mehr Reichweite werdet Ihr aktuell bei kaum einem Router finden, vor allem da selbst auf Distanz die Performance immer noch sehr stark ist.

 

NAS bzw. Netzwerkfreigaben

Der RT-AC88U besitzt sehr ausgeprägte Feature rund um seine USB Ports.

Das Wichtigste sind natürlich die klassischen SMB Netzwerk-Laufwerke. Für diese gibt es eine einfache Benutzerverwaltung. Ihr könnt Benutzern den Zugriff auf einzelne Netzwerk-Laufwerke sperren, oder gezielt freigeben.

Auch ist ein Zugriff über das Internet via „Cloud Disk“ möglich. Cloud Disk ist eine APP mit einem integrierten DDNS Dienst.

Ebenso könnt Ihr den Inhalt Euer Netzwerklaufwerke mit Dropbox oder einem anderen FTP/SMB Sever synchronisieren.

Die Freigabe von Medien via UPNP oder iTunes Server ist natürlich ebenfalls möglich, wie auch Time Machine Backups.

Ganz kurz zusammengefasst, ASUS bietet hier die beste NAS Funktionalität in allen Routern, die mir bisher beregnet sind!

Hier wäre es aber nun natürlich noch gut, wenn auch das Tempo stimmen würde. Tut es das?

JA! Der ASUS RT-AC88U schafft ziemlich genau 100MB/s lesend wie auch schreibend. Damit ist der Router wirklich vollständig als kleines NAS einsetzbar.

 

Stromverbrauch

In der aktuellen Zeit kann der Stromverbrauch bei einem Gerät welches 24/7 läuft auch eine sehr große Rolle spielen.

Wie steht es um den Energie Hunger des ASUS RT-AC88U?

Leider gilt hier das Motto mehr Leistung = mehr Energieverbrauch und der RT-AC88U hat viel Leistung. Dieser ist einer der Energie hungrigsten Router der mir bisher begegnet ist mit rund 16W im Normalbetrieb.

Unter Last kann der Stromverbrauch sogar auf knapp 20W ansteigen. Damit benötigen nur Tri-Band WLAN Router noch mehr Strom.

 

Fazit

Mit dem RT-AC88U hat ASUS fast alles richtig gemacht! Ich war noch nie so kurz davor ein 100% Rating zu vergeben, aber natürlich hat auch der RT-AC88U ein paar kleine Schwächen.

Beginnen wir mit der Performance, welche wahrlich keine Schwäche ist. Schneller als mit dem ASUS RT-AC88U auf dem 5GHz Band geht es aktuell nicht! Sofern Eure WLAN Karte hier mithalten kann, sind via WLAN problemlos Gbit Geschwindigkeiten möglich, selbst auf eine Distanz von einigen Metern.

Danach fällt zwar das Tempo etwas ab, aber auch was die generelle Reichweite angeht, kann der Router voll überzeugen. Bessere Werte selbst auf mittlerer Distanz habe ich bisher noch nicht gesehen.

Hinzu kommt die Unterstützung von MU-MIMO und der leistungsstarke Prozessor, welche auch eine hohe Performance bei vielen gleichzeitig verbundenen Geräten ermöglicht.

Die Software bei ASUS Routern ist positiv wie auch negativ. Seid Ihr ein wirklicher Einsteiger, der ein WLAN System sucht das so einfach und simpel wie möglich ist, dann ist der ASUS RT-AC88U nicht das richtig für Euch.

Kaum ein anderer Router bietet so viele Features und Funktionen wie der RT-AC88U! Damit meine ich duzende WLAN Einstellungen, Graphen zur Netzwerkauslastung, ein Trafik Zähler, die Möglichkeit besuchte Webseiten mit zu loggen, ein integrierter Virenschutz (welcher sogar taugt), Amazon Alexa support usw.

Ihr könnt Euch ein Feature vorstellen, dann ist dieses vermutlich im RT-AC88U integriert. Dies gilt auch für die sehr gut ausgebaute NAS (Netzwerklaufwerk) Funktionalität, welche zudem mit 100MB/s lesend wie auch schreibend sehr schön flott ist.

Kurzum, der ASUS RT-AC88U ist der beste WLAN Router für Enthusiasten der mir bisher begegnet ist! Leistung, Feature und Funktionen, hier stimmt einfach alles.

Dies spiegelt sich allerdings auch im Preis von rund 300€ wieder, welchen ich aber als gerechtfertigt bezeichnen würde.

Asus RT-AC88U Gaming Router (Ai Mesh WLAN System, WiFi 5 AC3100,...

  • Herausragende WLAN Performance
  • Hervorragende WLAN Reichweite
  • Coole Optik
  • Extrem viele Features und Funktionen
  • Sehr weit ausgebaute Benutzeroberfläche
  • Starke und schnelle NAS Funktionalität
  • Positionierung des USB 3.0 Ports etwas unpraktisch
  • Stromverbrauch ähnlich wie die Leistung recht hoch.

 

Die EWS1025CAM von EnGenius im Test, Überwachungskamera und Access Point in einem!

Die Kombination einer Überwachungskamera und eines WLAN AccessPoints ist eigentlich etwas Brillantes. AccessPoints, gerade im geschäftlichen Umfeld, hängen meist eh an zentralen Positionen, wo gegebenenfalls eh eine Überwachungskamera benötigt würde.

Warum dann nicht beides in einem Gerät vereinen? Dies dachte sich zumindest EnGenius mit der EWS1025CAM.

Bei der EWS1025CAM handelt es sich um einen professionellen Decken AccessPoint, mit integrierter schwenkbarer Kamera.

So könnt Ihr beispielsweise einen Flur oder Durchgang mit WLAN versorgen und gleichzeitig überwachen. Nett!

Die Frage ist aber natürlich ob auch die Umsetzung gut gelungen ist. Ist die EWS1025CAM ein guter AccessPoint und eine gute Kamera? Versuchen wir dies im Test herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an EnGenius für das Ausleihen der EWS1025CAM für diesen Test.

 

Die EWS1025CAM von EnGenius im Test

Die EWS1025CAM richtet sich an professionelle Nutzer, dies sieht man von Anfang an. EnGenius setzt auf eine recht dezente aber professionelle Optik, ohne großen Eye Candy. Das Gerät besteht aus einem einfachen, aber massiven Kunststoff. Dieser ist in einer weißen/leicht beigen Farbe gehalten.

Hierbei ist es überraschend wie schwer die EWS1025CAM ist. Das gute Stück ist verdammt massiv gearbeitet.

Die Kamera/AccessPoint ist mehr oder weniger ausschließlich für die Deckenmontage gedacht und gemacht. Hierfür ist auch die Form angepasst. Die Kamera ist beispielsweise auf der Oberseite der EWS1025CAM angebracht und lässt sich via Motor Power in die gewünschte Richtung rotieren.

Die Anschlüsse der EWS1025CAM sind hingegen auf der Unterseite, können aber auch seitlich eingeführt werden. Hier besitzt die EnGenius EWS1025CAM lediglich einen Gbit LAN Port wie auch einen regulären 12V Stromanschluss.

Wie es sich für ein professionelles Gerät gehört wird aber auch PoE unterstützt.

Zu guter Letzt sind seitlich noch fünf Status LEDs angebracht.

 

Einrichtung und Software

Die Einrichtung der EnGenius EWS1025CAM ist recht einfach. Verbindet die Kamera/Access Point mit dem Strom und Netzwerk.

Sucht nun die IP Adresse der EWS1025CAM in Eurem Router heraus und ruft diese im Webbrowser auf.

Hier erwartet Euch ein Login Fenster in welchem Ihr Euch mit Admin/Admin anmelden könnt. Das wars auch schon groß mit der Einrichtung. Natürlich müsst Ihr noch Einstellungen tätigen wie das Ändern der SSID und Passwörter, aber grundsätzlich ist das System bereits einsatzfähig.

Wie es sich für einen professionellen Access Point gehört, bietet EnGenius auch eine Controller Software an, welche wir aber in diesem Test nicht nutzen werden.

ezMaster erlaubt es Euch mehrere Access Points bzw. unterschiedliche Produkte von EnGenius in einer Benutzeroberfläche zu verwalten. Dies ist für private Nutzer oder kleine Unternehmen weniger relevant, aber wenn Ihr duzende Access Points habt kann dies die Verwaltung doch ein gutes Stück einfacher machen.

Für uns reicht aber erst einmal die Web-Benutzeroberfläche, welche sämtliche Feature mitbringt welche man benötigt.

Optisch ist die Benutzeroberfläche recht klassisch bzw. „professionell“ gehalten. Eine optisch hübsche Benutzeroberfläche ist dies ohne Frage nicht, aber diese ist übersichtlich und gut verständlich.

Die UI ist in zwei Gruppen unterteilt, Access Point und Kamera. Sprechen wir erst einmal über die Access Point Feature.

Da es sich hier um ein professionelles Gerät handelt sind die Einstellungen auch nicht groß vereinfacht. Dies bedeutet nicht, dass die Nutzung der EnGenius EWS1025CAM schwierig ist, aber solltet Ihr nicht wissen was eine Einstellung macht, lasst lieber die Finger von ihr.

Die Basiseinstellungen wie WLAN SSID und Passwort sind aber klar gekennzeichnet. Auch erlaubt es Euch die EWS1025CAM mehrere SSIDs mit unterschiedlichen VLANs zu erstellen, falls Ihr beispielsweise ein privates und ein öffentliches Netzwerk erstellen wollt.

Unterschiedliche SSIDs für 5GHz und 2,4Ghz sind eben so wenig ein Problem wie Bandsteering, falls Ihr auf getrennte SSIDs verzichten wollt.

Interessanterweise ist es auch möglich die EWS1025CAM in ein Mesh System einzubinden. Ihr könntet also die EWS1025CAM auch mit dem EnGenius EMR3000 Mesh System verbinden und hier als Knotenpunkt nutzen oder mit mehreren EWS1025CAMs ein Mesh System aufbauen.

 

Performance

Die EWS1025CAM ist ein klassischer 2×2 WLAN AC Access Point. Auf dem 2,4GHz Band sind also 300Mbit/s möglich und auf dem 5GHz Band 867Mbit/s. Dies ist nicht rasend schnell, reicht aber in der Praxis meist völlig aus, selbst wenn parallel einige Nutzer gleichzeitig im Netzwerk unterwegs sind. Leider scheint allerdings kein MU-MIMO unterstützt zu werden.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für den Linksys WRT32X den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Wie wir sehen ein wirkliches Leistungsmonster ist die EWS1025CAM nicht was die WLAN Performance angeht. Wobei natürlich praktisch bereits 40-50MB/s (unter optimalen Bedingungen) natürlich mehr als ausreichend sind.

Nicht vergessen MB/s nicht Mbit/s! Eine DSL 100.000 Leitung gibt maximal 12MB/s her, 40-50MB/s sind also hier schon top.

Lediglich wenn vielen Clients gleichzeitig mit dem AP verbunden wären, würde man einen gewissen Performance Einbruch sehen, verglichen mit High End WLAN Routern.

Auch auf Distanz schlägt sich die EWS1025CAM eher mittelmäßig. Damit meine ich sowohl die Datenrate auf Distanz, welche proportional einbricht, wie auch die maximale Reichweite in welcher der Access Point noch vom Smartphone/Notebook erkannt wird.

 

Kamera

Die Kamera ist bei der EWS1025CAM mindestens genauso, wenn nicht sogar noch wichtiger, als die Access Point Funktion.

Von daher wie funktioniert die Kamera? Auf die Kamera könnt Ihr entweder über die Benutzeroberfläche oder die EnGenius App zugreifen. Über den Webbrowser wird hierfür allerdings Adobe Flash genutzt, was etwas unpraktisch ist.

Die grundsätzlichen Einstellungsmöglichkeiten sind erfreulich umfangreich. Ähnlich wie bei der Access Point Funktionalität ist hierbei die Benutzeroberfläche „professionell“ gehalten. Nein die EWS1025CAM ist keine modern „Smart Camera“, was nicht bedeutet, dass diese schlecht ist.

Beginnen wir mit der wichtigsten Frage, wann nimmt die Kamera auf? Eine Liveansicht ist zwar toll, aber man will ja auch nicht den ganzen Tag vor dieser sitzen.

Ihr könnt die Kamera konstant aufzeichnen lassen, nach einem Zeitplan oder die Bewegungserkennung die Entscheidung überlassen. Ihr könnt hier auch nach einem Zeitplan mixen. Tagsüber konstant aufnehmen und nachts nur nach Bewegungserkennung usw.

Bei der Bewegungserkennung könnt Ihr bis zu vier Bereiche im Bild markieren, welche überwacht werden sollen. Für jeden Bereich kann eine unterschiedliche Sensitivität festgelegt werden.

Wird nun eine Bewegung wird eine von Euch festgelegte Zeit lang eine Aufnahme gemacht. Zusätzlich könnt Ihr Euch auch eine eMail senden lassen.

Aufnahmen können auf einer eingesetzten Speicherkarte oder auf einem Server gespeichert werden. Hierbei steht Euch die klassische Windows Freigabe (SAMBA) oder FTP zur Auswahl. Es ist also keine spezielle Recorder Hardware oder Software nötig.

Wie steht es um die Bildqualität?

Die EWS1025CAM nutzt einen Full HD Sensor von Sony und eine 120 Grad Linse. Euer Blickfeld ist also relativ groß, ideal für den Inneneinsatz.

Die Bildqualität würde ich als okay bezeichnen. Ich habe schon bessere Full HD Überwachungskameras gesehen, aber auch schon wesentlich Schlechteres. Die IR LEDs, die verbaut wurden sind ausreichend für normale Räumlichkeiten. Wollt Ihr allerdings eine Lagerhalle überwachen, könnten diese etwas zu schwach sein.

 

Stromverbrauch

Es ist natürlich etwas „unfair“ den Strom der EWS1025CAM mit anderen Routern/Access Points zu vergleichen. Immerhin ist hier eine zusätzliche Kamera verbaut.

Dennoch wollen wir uns den Stromverbrauch ansehen.

Hier muss ich gestehen etwas beeindruckt gewesen zu sein. 5,8W im „Normalbetrieb“ ist nicht viel! Gerade wenn man die Kamera bedenkt.

Im Dunkeln und unter Last steigt der Stromverbrauch natürlich etwas, aber auch selbst dann werden die 7W nicht überschritten. Daumen hoch für den Energiehunger!

 

Fazit

Der EnGenius EWS1025CAM Access Point / WLAN Überwachungskamera Hybrid ist ein sehr interessantes Konzept!

Umso erfreulicher, dass dieses auch in der Praxis sehr gut umgesetzt wurde! Sowohl der WLAN Access Point wie aber auch die Kamera konnten im Test überzeugen.

Dies ist natürlich kein Produkt für den absoluten normal Nutzer, sondern eher für Experten und Enthusiasten oder halt Geschäftskunden.

Die Benutzeroberfläche ist beispielsweise weniger aufwendig gestaltet, dafür aber sehr detailliert was die Einstellungsmöglichkeiten angeht. Dies gilt sowohl für den Access Point, wie aber auch für die Überwachungskamera.

Letztere funktioniert, wie zu erwarten ist. Bonus Punkte gibt es hier aber für die Möglichkeit Aufnahmen auf lokale Server (SMB oder FTP) zu übertragen. Kein Cloud Abo oder spezielle Recorder nötig.

Der WLAN Access Point bietet eine solide Reichweite und Performance. Hier gibt es natürlich noch leistungsstärkere Geräte, aber für einen geschäftlichen Einsatz in beispielsweise ein Geschäft oder Cafè vollkommen ausreichend. Ähnliches gilt auch im privaten Umfeld, gerade wenn dies nur ein sekundärer AP ist, für eine bessere WLAN Abdeckung und Überwachung.

Mit 280€ ist die EnGenius EWS1025CAM etwas teurer. Es wäre hier vermutlich möglich einen besseren AP und Kamera für ähnliches Geld zu bekommen, dann aber in zwei separaten Geräten. Ihr zahlt also ein wenig für den „Hybrid“ Aufbau oben drauf.

Allerdings aufgrund der guten Umsetzung und professionellen Natur der EnGenius EWS1025CAM kann ich dennoch problemlos eine Empfehlung aussprechen.

Die Xiaomi Yeelight „YLDP06YL“ LED RGB Glühbirne 2. Gen im Test, ein gelungener Nachfolger!

Xiaomis Yeelight Produkte erfreuen sich großer Beliebtheit und das aus einem einfachen Grund. Kaum ein anderer Hersteller bietet derartig hochwertige Produkte zu solch niedrigen Preisen. Dies galt auch für die Xiaomi Yeelight E27 Smart Light Bulb. Für rund 15€ habt Ihr hier eine WLAN fähige RGB Glühbirne bekommen.

Nun hat Xiaomi aber den Nachfolger dieser Smart Light Bulb auf den Markt gebracht. Die neue Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb 2.Gen 10W RGB soll mit einer noch höheren Lichtleistung und noch besseren Features punkten.

Dafür ist die neue Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb mit 25€ auch etwas teurer als sein Vorgänger. Wobei 25€ für eine RGB LED Glühbirne ein absoluter Hammerpreis ist, wenn man dies mit Philips Hue und Co. vergleicht.

Aber lohnt sich der Aufpreis für die neue Yeelight Smart Light Bulb verglichen mit dem Vorgänger? Finden wir dies in einem Test heraus!

 

Die Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb mit 10W im Test

Im Gegensatz zu vielen anderen „Smarten Glühbirnen“ benötigt die Yeelight Smart Light Bulb keine Bridge, Gateway oder Controller. In der Yeelight 2. Gen Smart light Bulb ist ein WLAN Modul verbaut.

Die Steuerung erfolgt also direkt über Euer WLAN Netz. Dies ist allerdings auch oft auch ein Nachteil, da WLAN Module smarte Glühbirnen teuer und groß machen.

Teuer ist die Yeelight allerdings nicht! Auch die Größe passt. Ja solltet Ihr einen besonders engen Lampensockel haben ist dies nicht optimal, allerdings ist die Yeelight nur minimal größer als eine Philips Hue LED Birne.

Aber passt denn diese asiatische LED Glühbirne in unsere Lampen? Die Yeelight YLDP06YL wird mit zwei Sockeln angeboten, dem E26 und dem E27. Wählt Ihr die E27 Version ist die Antwort ja!

Damit passt die Yeelight in jeden Standard Lampensockel, den man hier findet. Auch die Spannung von 230V ist kein Problem, diese verwenden die Asiaten auch.

Rein optisch setzt Xiaomi bei der Yeelight auf ein recht dezentes Design. Der Körper der Birne besteht aus einem lackierten Aluminium mit Wabenstruktur, was bei der Wärmeabfuhr helfen soll.

Hierdurch wirkt die Yeelight deutlich schwerer und massiver als 08/15 LED Glühbirnen. Die LEDs sind wie üblich unter einer Milchglas (Plexiglas) auf der Front angebracht.

 

Software/App

Ihr könnt die Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb über zwei Apps steuern. Einmal über die MiHome App und zum anderen über die Yeelight App.

Ich würde die Yeelight App empfehlen, da sich diese mittlerweile auch an uns westliche Kunden richtet, währen die MiHome App eher für den asiatischen Markt bestimmt ist.

Bei der Yeelight App und dem ganzen Yeelight System hat sich in den letzten Jahren extrem viel getan. Als ich das erste mal die 1. Gen der Yeelight Birne getestet habe, hatte man sich noch mit chinesischen Servern und schlecht/nicht übersetzen Apps herumzuschlagen.

Dies ist nun anders! Beim ersten Start habt Ihr Eure Server Region auszuwählen, hier steht mittlerweile sogar Deutschland zur Auswahl. Auch müsst Ihr Euch einen Xiaomi Account anlegen, was aber schnell und problemlos gemacht ist.

Die Yeelight App ist komplett auf Deutsch übersetzt und optisch 1a gestaltet. Auch das Hinzufügen der LED Birnen ist kinderleicht. Einfach auf das Plus tippen, die Birne einschalten und fertig! Ihr müsst lediglich noch Eure WLAN Daten eintragen und das wars.

Die Yeelight App ist in mehrere Bereiche unterteilt. Die beiden spannensten Bereiche für uns sind Geräte und Räume.

Unter Geräte sind alle verbunden Yeelight Lampen aufgelistet, mit der Möglichkeit diese schnell ein/auszuschalten wie auch generell zu steuern. Ihr könnt natürlich nicht nur die 2. Gen Yeelight LED Glühbirnen hier hinzufügen, sondern auch die diversen anderen Lampen und Leuchtmittel der 1. Generation.

Unter Räume könnt Ihr wie der Name schon sagt Räume anlegen. Hierbei handelt es sich um Lampengruppen, welche sich dann gemeinsam synchronisiert steuern lassen. In Gruppen können auch unterschiedliche Typen Birnen zusammengefasst werden.

Was für Steuerungsoptionen bietet das Yeelight System? Neben diversen Szenen könnt Ihr die Lichtfarbe frei im Weiß und Farbspektrum einstellen. Hier lässt sich theoretisch jede Farbe „ermixen“. Ebenfalls ist es, möglich einen Farbwechsel einzustellen. Auch Dinge wie einen Timer zu hinterlegen ist möglich.

Mittlerweile gibt es auch eine Amazon Alexa und Google Home Integration.

Damit bietet das Yeelight System einen vollen Funktionsumfang! Dieser ist allerdings erst einmal für die 1.Generation und 2.Generation identisch! Es ist mir lediglich aufgefallen, dass die neue Yeelight Birne etwas zügiger auf Einstellungen reagiert. Hier ist die 1. Gen doch ein Stück träger.

 

Licht und Stromverbrauch

Kommen wir zu einem der spannendsten Punkte, dem Licht. Xiaomi verspricht das die neue Yeelight YLDP06YL Smart Light Bulb heller und energieeffizienter ist als das Vorgängermodell, ist da was dran?

Um dies zu testen habe ich mir mein Lichtmessgerät geschnappt, wie auch den Vorgänger und die Philips Hue White & Color 3. Gen.

Natürlich ist es nicht ganz 100%ieg möglich die Philips Hue auf exakt die gleiche Lichtfarbe zu stellen wie die Yeelights, aber ich habe versucht hier eine ähnliche Lichtfarbe zu treffen.

Starten wir bei den Weißtönen.

Beeindruckende Werte, die wir hier sehen. Die 2. Generation der Xiaomi Yeelight kann problemlos die 1. Generation um gute 48% schlagen, was die Helligkeit angeht. Aber auch im Vergleich zur Philips Hue White & Color 3. Gen kann sich die neue Yeelight LED Glühbirne durchsetzen.

Dabei kann man den Unterschied durchaus als deutlich sichtbar bezeichnen, auch ohne Messgerät.

Wie steht es um Farben? Kann die Yeelight YLDP06YL 2.Gen hier auch überzeugen?

Ja! Der Uunterschied zwischen 1. Gen und 2.Gen ist auch hier deutlich! Je nach Farbe ist die 2. Generation der Yeelight um ein Vielfaches heller.

Bei Farben schlägt sich die Philips Hue ein Stück besser im Vergleich zur Yeelight 2.Gen und kann sogar bei rotem Licht an dieser vorbeiziehen. Allerdings nur beim roten Licht, bei allen anderen Farbtönen ist die neue Xiaomi Yeelight nicht zu schlagen.

Link 2.Gen, rechts 1. Gen

Auch was die Farbdarstellung angeht gibt es wenig Grund für Kritik. Alle Farben werden unheimlich satt und kräftig dargestellt, trotz der hohen Helligkeit. Mit einer kleinen Ausnahme, Türkis. Türkis ist bei beiden Yeelight Birnen für meinen Geschmack etwas zu stark verwässert. Daher ist hier auch die Helligkeit so extrem hoch, es wird einfach etwas Weiß untergemischt.

Allerdings ist dies schon Kritik auf hohem Level.

Kommen wir zum Energieverbrauch. Starten wir hier mit der erfreulichsten Nachricht, im Leerlauf braucht die 2. Gen Yeelight Smart Light Bulb so wenig Energie, dass dies nicht mal von meinem Messgerät messbar ist. Damit werden weniger also 0,2W verbraucht, was ein absoluter Top Wert ist! Viele WLAN Glühbirnen brauchen teilweise 1W und mehr im Leerlauf für das Halten der WLAN Verbindung.

Wie sieht es im Betrieb aus? Xiaomi wirbt mit 10W, wann werden diese erreicht?

Ja die Yeelight 2.Gen benötigt bei einem Weißen/kalt Weißem Licht ziemlich genau 10W, was etwas mehr ist als beim Vorgänger. Setzt man dies allerdings in den Vergleich mit der gestiegenen Helligkeit, würde ich dem Versprechen einer höheren Effizienz zustimmen.

Wollt Ihr farbiges Licht fällt der Energieverbrauch wie üblich etwas geringer aus. Hier benötigt die Yeelight zwischen 4,3 und 6,1W.

Probleme mit der WLAN Signalstärke oder generell mit der Verbindung hatte ich im Übrigen keine!

 

Fazit

Xiaomi ist unheimlich zuverlässig, wenn es um gute Produkte geht. An dieser Stelle kann man fast blind eine Empfehlung für alle Xiaomi Produkte ausstellen, dies bestätigt auch die 2.Generation der Yeelight „YLDP06YL“ LED RGB Glühbirne.

Was die Software angeht, hat sich Xiaomi bzw. Yeelight über die letzten Jahre seit dem Start der ersten Yeelight konstant gesteigert. Mittlerweile gibt es eine gute Deutsche App, welche alle Funktionen mitbringt, die man sich wünschen kann. Ob nun Gruppen, deutsche Server oder auch eine Amazon Echo/Google Home Integration.

Aber das wahre Highlight der neuen 2.Gen Yeelight Smart light Bulb ist das Licht. Vergleichen mit dem Vorgänger gab es beim weißen Licht eine Steigerung von rund 50%, was die Helligkeit angeht. Aber auch bei Farben ist die neue Yeelight die hellste und kräftigste RGB LED Glühbirne, die mir bekannt ist!

Selbst eine teure Philips Hue White & Color 3. Gen kann hier nicht mithalten.

Von daher Daumen hoch für die Xiaomi Yeelight „YLDP06YL“ LED RGB Glühbirne der 2. Gen! Für rund 20-30€, je nachdem wo Ihr diese kauft, macht Ihr nichts falsch. Xiaomi hat auch den Willen gezeigt das Yeelight System weiterauszubauen, was man ebenfalls als großen Pluspunkt verbuchen kann.

Sucht Ihr also die beste smarte Glühbirne mit dem besten Preis, seid Ihr bei der neuen Yeelight an der richtigen Adresse.

Positiv

    • Sehr hell, sowohl bei weißem wie auch buntem Licht.
    • Gute App mit starkem Funktionsumfang
    • Gute Reaktionszeiten
    • Hohe Energieeffizienz
    • Hammer Preis/Leistung

Neutral

  • Keine Fernbedienungen verfügbar (wie für das Philips Hue System)

 

Negativ

Die Plextor M9Pe(G) SSD im Test

Wenn man an SSDs denkt, fallen den meisten Nutzer meist zuerst Samsung, SanDisk, OCZ, Cruical und Co. ein.

Allerdings im Windschatten der großen Hersteller gibt es auch einige kleinere Anbieter. Zu diesen gehört beispielsweise Plextor.

Erstaunlich, denn Plextor gehörte eigentlich zu den ersten Herstellern, welcher SSDs für Endnutzer angeboten hatte. Zudem ist der Ruf von Plextor SSDs eigentlich hervorragend, dennoch ist diesen immer etwas der Durchbrauch im Endkunden Markt verwehrt geblieben.

Dies soll sich nun mit der neuen Plextor M9Pe(G) ändern. Bei der M9Pe(G) handelt es sich um eine High End „Flaggschiff“ NVME SSD, welche sich mit den großen Modellen von Samsung und Co. messen soll.

Aber schafft dies auch die M9Pe(G)? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank Plextor für das Ausleihen der M9Pe(G)!

 

Die Plextor M9Pe(G) im Test

Die Plextor M9Pe(G) ist eine SSD im m.2 Formfaktor, welche allerdings auf das NVME Protokoll setzt, wie auch auf die PCIe Schnittstelle.

Optisch soll die M9Pe(G) sofort klarmachen wohin die Reise aus Sicht der Leistung geht. Plextor setzt bei dieser auf einen großen Aluminiumkühlkörper, welcher die komplette Oberseite bedeckt.

Dieser Kühlkörper ist Schwarz/Rot lackiert, leider ist allerdings das zugrundeliegende PCB weiterhin grün. Wenn man schon mit solch einem aggressiven Design anfängt, hätte man dies auch mit einem schwarzen PCB zu Ende bringen können, wie ich finde.

Allerdings verschwindet die SSD vermutlich eh bei den meisten Nutzern tief im System oder im Notebook.

Hier sollte die zusätzliche Höhe des Kühlkörpers nicht groß stören. Allerdings in Ultrabooks könnte es schon etwas enger werden, auch wenn ich denke, dass es hier in 99% der Fällen genug spiel geben sollte. Der Kühlküroper ist lediglich wenige mm hoch.

Die Rückseite der Plextor M9Pe(G) ist zu mindestens bei der 512GB komplett frei. Hier gibt es weder einen Kühlkörper, noch die Chips, die zu kühlen wären.

Die M9Pe(G) setzt auf einen Marvell 88SS1093 Controller, welcher bisher primär auch nur in diversen Plextor SSDs zu Einsatz kam. Lediglich die Western digital WD Black SSD setzt ebenfalls auf diesen Controller.

Der 88SS1093 von Marvell gilt als High End Controller welcher 8 Speicherkanäle unterstützt und über drei Prozessorkerne mit jeweils 500MHz verfügt.

Kombiniert wird der Controller mit 256MB/512MB/1024MB Cache, je nach gewählter Kapazität.

Bei den Speicherchips setzt Plextor auf einen aktuellen 3D TLC NAND aus dem Hause Toshiba.

Plextor gibt die Leistung lesend mit maximal 3000MB/s bei der 256GB Version und 3200MB/s bei der 512GB und 1024GB Version an.

Schreibend soll die 256GB Version 1000MB/s schaffen, die 512GB Version 2000MB/s und die 1024GB Version 2100MB/s.

Es ist also praktisch davon auszugehen, dass die 512GB und 1024GB Version eine sehr ähnliche, wenn nicht sogar identische Performance aufwiesen. Die 256GB Version hingegen ist ein Stück langsamer.

3200MB/s lesend und 2100MB/s schreibend kann man als absolute High End Leistung beschreiben!

Die Garantie fällt auf die SSD typischen 5 Jahre, dabei soll die 256GB Version 160TB schaffen, die 512GB 320TB und die 1024GB SSD 640TB.

Zum Vergleich (jeweils die 512GB Version):

  • Plextor M9Pe(G) 320TB
  • Samsung 960 EVO 200TB
  • Samsung 970 EVO 300TB
  • Patriot Hellfire 230TB
  • Corsair Force Series MP500 640TB
  • Toshiba OCZ RD400 296TB

Wie man sieht, ist Plextor recht optimistisch was die Haltbarkeit seiner SSD angeht. Praktisch ist natürlich die Herstellerangabe immer nur ein grober Wert, welcher primär für die Garantie wichtig ist, als letztendlich eine feste Aussage über die Haltbarkeit.

 

Theoretische Benchmarks

Beginnen wir mit den klassischen theoretischen Benchmarks um die Herstellerangaben einmal zu überprüfen.

Der absolute Klassiker ist hier ohne Frage Crystal-Diskmark, mit welchem wir auch starten.

Plextor verspricht bei der 512GB Version der M9Pe(G) 3200MB/s lesen und 2000MB/s schreiben. Crystaldiskmark bestätigt diese Werte auch fast zu 100% mit 3123MB/s lesen und 2039MB/s schreiben.

Bei kleineren Dateien fällt naturgemäß die Datenrate etwas kleiner aus, aber sieht immer noch sehr gut aus! Gerade die lesend erreichten Werte sehen sehr stark aus. 57,25MB/s bei 4K Dateien ist ordentlich, zum Vergleich die Corsair MP500 45,6MB/s und eine Samsung 960 EVO 44MB/s.

Schauen wir uns neben Crystaldiskmark auch einmal AS-SSD und ATTO an.

ASSSD ist leider nicht sonderlich gut optimiert, was NVME SSDs angeht. Daher sind hier die erreichten Werte bei allen SSDs immer deutlich schlechter als in der Realität.

Allerdings zeigt uns ASSSD die Zugriffszeit an, was ein interessanter Wert ist. 0,044ms lesend sind erneut extrem gut! Die 0,049ms schreibend hingegen eher durchschnittlich.

Der ATTO Benchmark kommt auf ähnliche Werte wie Crystaldiskmark mit rund 3100MB/s lesen in der Spitze und 2000MB/s schreibend.

Nutzt die Plextor M9Pe(G) eine Datenkompression oder ähnliche Tricks um auf diese guten Werte zu kommen?

Die M9Pe(G) nutzt erfreulicherweise keine Datenkompression. Es spielt hier also keine Rolle ob sich Daten komprimieren lassen oder nicht. Dies sollte die Performance über alle Anwendungen hinweg deutlich konstanter gestalten.

Allerdings nutzt die Plextor M9Pe(G) einen Schreibcache! Dieser Cache ist lediglich rund 8GB groß. Ist dieser Cache voll, sinkt die Schreibgeschwindigkeit auf rund 700MB/s.

Schreibt Ihr also eine große Datei auf die SSD gehen die ersten rund 8GB sehr flott und dann sinkt das Tempo. Ist der Dateitransfer erledigt wird dieser Cache von der SSD natürlich wieder freigeschaufelt, so das beim nächsten Mal wieder die 8GB zur Verfügung stehen.

Ist dies schlimm? Jein, kopiert Ihr regelmäßig sehr große Daten auf die SSD ist dies natürlich ein limitierender Faktor, wobei 700MB/s immer noch sehr annehmbar sind.

Im normalen Alltag hingegen schreibt man selten größere Dateien, hier kommt es meist primär auf die Lese-Performance an, welche konstant hoch ist.

 

Im Alltag

Kommen wir damit auch zum Alltag. Hohe Werte in Benchmarks sind schön und geben ein gutes Gefühl beim Kauf, aber praktisch sind diese meist nicht übermäßig wichtig.

Für die Praxis Tests setze ich auf folgendes System:

  • Intel Core i7-5820K
  • ASRock X99 Extreme4
  • 16GB DDR4 RAM
  • Nvidia GTX 1030

Starten wir hier mit WinRAR Test. Für diesen Test wurde auf jede SSD ein .rar Archiv kopiert mit einmal 56GB und 20.000 Dateien und einmal mit 25GB und 2.000 Dateien.

Bei Archiv NR.1 handelt es sich um meine gepackte Lightroom Bibliothek, bei Archiv NR.2 um Bioshock Infinite.

Die Lightroom Bibliothek besteht aus ein paar großen, aber primär sehr vielen sehr kleinen Dateien. Bioshock Infinite hingegen ist wie die meisten Programme ein bunter Mix primär mittelgroßer Dateien.

Die Plextor M9Pe(G) schlägt sich wacker in diesem Test, kann allerdings nicht ganz mit der Corsair MP500 oder Toshiba OCZ RD400 mithalten.

Dies liegt primär am kleinen SLC Cache, welchen die Plextor SSD nutzt. Die Toshiba wie auch Corsair SSD hingegen können konstant die volle Schreib-Performance abrufen.

Die günstige Intel SSD 600p wird von allen SSDs deutlich geschlagen. Ähnlich wie die Plextor M9Pe(G) setzt Intel auf einen Cache. Dieser Cache ist zwar etwas größer bei Intel, aber sobald dieser voll ist, sinkt die Schreibrate der 600p auf unter 200MB/s, was sich in diesem Test rächt.

Die M9Pe(G) verfügt auch nach dem Cache noch über eine sehr anständige Performance, weshalb diese hier kaum schlechter abschneidet als die RD400 oder MP500.

Das Entpacken eines Archivs ist ein recht schreibintensiver Vorgang, wie sieht es aber bei einem lese-intensiven Einsatz aus? Beispielsweise bei einem AV-Scanner? Für diesen Test habe ich mithilfe des Windows Defenders den zuvor entpackten Lightroom Ordner gescannt und die Zeit gestoppt.

Wie auch schon in den Benchmarks kann die M9Pe(G) eine recht gute Performance bei leseintensiven Anwendungen, wie hier, zeigen.

Der Unterschied zwischen den drei „großen“ SSDs fällt zwar sehr klein aus, aber die M9Pe(G) kann hier knapp führen.

 

Zwar ist eine Neuinstallation von Windows 10 nichts Alltägliches, aber durchaus ein interessanter Test. Für diesen habe ich Windows 10 von einem originalen Windows 10 USB Stick auf den Test-PC neu installiert.

Hierbei habe ich die Zeit vom Weiterklicken in den Partitionseinstellungen bis hin zur ersten erzwungenen Nutzerinteraktion (das Anlegen eines Benutzerkontos) gestoppt.

Interessanterweise kann die M9Pe(G) sowohl die Intel wie auch Toshiba SSD in diesem Test schlagen, dies sogar um einige Sekunden.

Die Mischung aus kleinen Schreibvorgängen und Lesepassagen scheint etwas zu sein, was die Plextor SSD mag. Allerdings hat mich zugegeben das noch bessere Abschneiden der Corsair MP500 fast noch etwas mehr überrascht.

Der klassische Windows 10 Boot-Test darf natürlich in keinem SSD Test fehlen. Hierfür habe ich die Zeit gestoppt vom Betätigen des Einschalters, bis zum öffnen eines Editor Fensters, welches im Autostart lag.

Wenn es Euch um einen schnellen Start von Windows geht, ist es ziemlich egal, welche SSD Ihr wählt. Alle vier SSDs liegen hier gleichauf, die Intel SSD ist hierbei mit 33,01 Sekunden ein wenig langsamer, aber praktisch hat dies keine Relevanz.

Der mit Abstand größte Teil mit knappen 20 Sekunden war die Zeit, die das Mainboard benötigte.

Verändern sich die Werte aber vielleicht bei einem etwas stärker benutzen Windows? Für Test NR. 2 lag neben dem Editor Libre Office (Write und Calc), der VLC Play, FireFox, Avira Anti-Virus und iTunes mit im Autostart.

Ähnliches Bild wie beim ersten Test mit einem leeren Windows. Die SSDs von Plextor, Toshiba und Corsair liegen gleich auf, die SSD von Intel ziemlich genau eine Sekunde dahinter.

 

Temperatur

Die M9Pe(G) verfügt über einen großen Aluminium Kühlkörper, aber ist dieser wirklich nötig bzw. sinnvoll? Oder ist das Ganze nur Show?

Während SATA SSDs was die Temperaturen angeht sehr problemlos waren, sind NVME SSDs hier durchaus schwieriger.

Aufgrund der hohen Leistung welche auf extrem kleiner Fläche komprimiert wird ist es bei High-End Modellen Gang und gebe das diese 80Grad oder mehr erreichen können. Oftmals führen solch hohe Temperaturen auch zu einem Verlangsamen der SSD.

Von daher macht hier eine Kühlung Sinn.

Allerdings ist natürlich so ein einfacher Aluminium Kühlkörper welcher mithilfe von Wärmeleitpads aufgeklebt ist natürlich auch nicht perfekt. Der Kühlkörper der M9Pe(G) hilft natürlich beim Verteilen der Wärme, erhöht aber nur ein wenig die Grundfläche.

Genug geschrieben, wie sieht es in der Praxis aus? Für diesen Test habe ich mit jeder der Test-SSDs einen Crystaldiskmark Benchmark gestartet mit 9 Durchläufen und einer Dateigröße von 32GB.

Die SSDs waren offen in einem Testsystem verbaut, aber ohne direkten Luftstrom. Dennoch gehe ich davon aus, dass in einem Notebook die Temperaturen bei allen SSDs noch ein kleines Stück höher wären.

Ja High-End SSDs werden heiß, die Corsair MP500 erreichte 86 Grad Höchst-Temperatur und die Toshiba RD400 80 Grad.

Beides schon sehr kritische Werte. Selbst die deutlich langsamere Intel 600p wurde mit 74 Grad ordentlich warm.

Aber wie steht es um die M9Pe(G)? Gut! Diese erreichte gerade einmal 69 Grad, was natürlich immer noch recht warm ist, aber verglichen mit den anderen Modellen scheint der Kühlkörper etwas zu bewirken.

69 Grad ist für eine NVME SSD unter Volllast absolut okay. Positiv ist, auch das generelle Temperaturverhalten zu erwähnen.

Die anderen SSDs erreichten innerhalb von Sekunden ihre höchste Temperatur. Die M9Pe(G) hat sich merkbar langsamer erwärmt und langsam bei 69 Grad eingependelt.

Die zusätzliche „Masse“ des Kühlkörpers hilft hier wohl etwas Wärmeenergie aufzunehmen und somit das Erwärmen zu verlangsamen.

Habt Ihr nur kurze Leistungsschübe, in welchen die SSD Arbeiten muss, dann sehen die Werte nochmals besser aus!

 

Fazit

Beim Kauf einer High End NVME SSD kann man nicht viel falsch machen. Das ehrliche Fazit ist es ist mehr egal, welches High End Modell Ihr in der Praxis kauft.

Bei Dingen wie Programm-Starts, Windows Start usw. liegen die High End Modelle so dicht beieinander, dass es keine wirkliche Rolle spielt.

Beispielsweise Windows 10 startet bei der M9Pe(G) im meinem Test durchschnittlich in 32,32 Sekunden und mit der Toshiba RD400 in 32,05 Sekunden.

Bei Programmstarts ist die M9Pe(G) mit allen Flaggschiffmodellen der großen Hersteller gleichauf, aufgrund der starken Lese-Performance.

Beim Schreiben muss man etwas differenzierter an die Sache gehen. Plextor setzt auf einen Cache, welcher für einige GB die Leistung auf 2000MB/s hebt. Ist der Cache voll sinkt die Schreibgeschwindigkeit auf rund 700MB/s.

Damit ist die M9Pe(G) weniger etwas für Nutzer die viel mit extrem großen Dateien arbeiten. Im normalen Alltag für beispielsweise Gamer ist dies aber unwichtig.

Hier ist vermutlich der größte Vorteil der Plextor M9Pe(G) der große Kühlkörper, welcher doch die SSD deutlich kühler hält als die Konkurrenten.

Damit kann ich die Plextor M9Pe(G) gerade für Systeme empfehlen wo der SSD wenig Kühlung zugutekommt, wie auch viele Dateien primär gelesen werden.

Die M9Pe(G) ist also ideal für super kompakte PCs und Gaming Notebooks!