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Das beste Backuptool, das niemand kennt, CloudBerry Backup im Test

Backups sind wichtig, dennoch werden diese gerade an Desktop PCs viel zu selten gemacht. Warum? Backups per Hand machen ist nervig und vergisst man und die üblichen Backup Programme sind naja, Okay, aber auch bei Weitem nicht perfekt.

Gerade wenn es um wirklich kritische Daten geht, braucht man ein Backup Tool, welchem man wirklich vertrauen kann.

Auf meiner gefühlt endlosen Suche bin ich über CloudBerry Backup gestolpert und war begeistert. So begeistert, dass ich dieses gekauft habe und sogar einen Bericht dazu schreibe.

CloudBerry Backup gehört ganz klar nicht zu den üblichen Verdächtigen wenn man nach einer Windows Backup Lösung googelt. CloudBerry Backup richtet sich eigentlich nicht einmal zwingend an Privatnutzer, sondern der Hersteller bietet Server Backuplösungen an und das Desktop Backuptool ist eher für große Firmen mit x Computern gedacht.

Der Verkauf an Privatpersonen ist also eher ein Nebenprodukt, was die Backuplösung allerdings nicht schlechter macht! CloudBerry Backup ist ein professionelles Programm! Welches aber dennoch mit einer recht gut zu bedienen Benutzeroberfläche daherkommt und auch nicht zu teuer bzw. sogar gratis ist.

Damit unterschiedet sich CloudBerry Backup von Programmen wie Acronis True Image, welche seid Jahren versuchen Ihre Software immer „Idioten“- Sicherer zu machen, dabei aber den Funktionsumfang an den falschen Stellen einschneiden.

Von daher wollen wir uns doch einmal das beste Backup Programm für Windows, Mac, oder Linus ansehen, welches niemand kennt. CloudBerry Backup im Test.

 

Gratis oder 29$

CloudBerry Backup ist ein Multi Plattform Programm, welches für Windows, Mac und Linux verfügbar ist. Alle drei Versionen verfügen mehr oder weniger über die gleiche Benutzeroberfläche und Features.

Wenn es um Features geht, gibt es zwei Versionen. Eine gratis Version und eine „Pro“ Version. Die gratis Version wird für sehr viele Nutzer bereits ausreichen.

Die wichtigsten Punkte, welche die Pro Version mitbringt, welche die gratis Version nicht hat, ist die Möglichkeit Backups zu verschlüsseln und zu komprimieren. Zudem ist die Größe von Cloud Backups auf 200GB limitiert (dies gilt nur für Backups welche zu Google Drive, Dropbox usw. hochgeladen werden).

Wollt Ihr die Pro Version, müsst Ihr lediglich 29$ auf den Tisch legen, zahlbar via Paypal, Kreditkarte usw. Ein fairer Preis wie ich finde, zumal es sich hier nicht um eine 1 Jahres Lizenz handelt, sondern um eine dauerhafte Lizenz.

 

CloudBerry Backup im Test

Die Installation verläuft unter Windows wie man dies von allen Programmen kennt, einfach immer auf Weiter klicken.

Nach dem ersten Start von CloudBerry Backup erwartet Euch eine recht aufgeräumte Benutzeroberfläche. Visuell ist diese zwar nicht übermäßig modern, aber auch nicht zu altbacken. Ich würde sagen man ist hier im Windows 7 Style unterwegs.

Ehe Ihr ein Backup einrichten könnt, müsst Ihr zunächst ein Backup Ziel festlegen. Hier sieht man nun die größte Stärke von CloudBerry Backup! Ihr könnt Euer Backup fast überall hinsenden.

Neben den klassischen Lokalen Backups und Backups auf ein Lokales NAS/Server unterstützt CloudBerry Backup auch diverse andere Protokolle wie FTP und sFTP.

Hinzu kommen gefühlt hunderte Cloud Dienste. Am populärsten wären hier für normale Nutzer ohne frage Dropbox, Google Drive, OneDrive, Amazon Cloud Drive und Rackspace.

Aber es werden auch diverse Business Dienste unterstützt wie Amazon S3, Amazon Glacier, Azure, OpenStack, Blackblaze B2, Alibaba usw.

Viele dieser großen Business orientierten Systeme wie Amazon S3 rechnen MB genau ab. Also wie viel MB/GB/TB Ihr speichert, wie viel Trafik Ihr verursacht usw.

Unter Umständen kann dies günstiger sein als die normalen Cloud-Dienste welche meist 1TB für 10€ im Monat anbieten, darüber hinaus wird es dann sehr teuer. Um besser berechnen zu können was Amazon S3 und Co. kostet bietet CloudBerry Backup die Möglichkeit Euren Tarif einzutragen und so genau zu berechnen, was Euch der Backup Vorgang kostet.

Beispielsweise bei Amazon Glacier kostet 1TB Speicher 4€ + 10€ wenn Ihr das TB wieder herunterladet.

Dies kann Euch CloudBerry Backup im Vorhinein sagen.

Habt Ihr ein Backup Ziel eingerichtet könnt Ihr das Backup selbst erstellen. Hier habt Ihr grob gesagt zwei Optionen, Ihr könnt das CloudBerry Backup eigene Format nutzen oder 1 zu 1 Kopien von Dateien anfertigen.

1 zu 1 Kopien haben den Vorteil, dass Ihr Euch weniger Sorgen aufgrund von Beschädigungen von Daten machen müsst. Es kann also nicht passieren, dass aus welchem Grund auch immer das komplette Backup korrupt wird, weil beispielsweise die Festplatte des Ziels einen Schaden hat.

Allerdings können 1 zu 1 Backups nicht komprimiert werden und es ist auch nicht möglich, diese zu verschlüsseln. Zudem gibt es keine unterschiedliche Versionen, Ihr habt immer eine einfach 1 zu 1 Kopie all Eurer Daten.

Macht Ihr ein „erweitertes“ Backup, dann werden alle Daten in eine Datei gepackt und es ist möglich, eine Rotation anzulegen. Wollt Ihr beispielsweise alle Daten der letzten 7 Tage behalten, wäre dies damit kein Problem, es würden die letzten 7 Backups behalten, alles darüber hinaus wird wieder gelöscht.

Wollt Ihr Eure Daten verschlüsseln nutzt CloudBerry Backup AES 128Bit oder AES 256Bit, was durchaus eine sichere Verschlüsselung ist.

Habt Ihr den Typen des Backups gewählt, könnt Ihr auch noch das Nutzen von VSS erzwingen oder Backups auf Blocklevel auswählen.

Die Backups können entweder per Hand angestoßen werden, oder nach einem Zeitplan erfolgen (konstant, alle XZ Stunden, einmal pro Tag usw.).

Zu guter Letzt könnt Ihr auch ein komplettes Image Euer Festplatte erstellen lassen, wenn Ihr dies wollt.

Wie läuft CloudBerry Backup nun in der Praxis? Sehr gut! Das Programm verhält sich sehr unsichtbar, Ihr bekommt nicht mit, dass es läuft. Es gibt also keine Popups oder Ähnliches, aber es funktioniert zuverlässig. Ich hatte keine Abstürzte oder hängen bleiben in über 3 Monaten Nutzung.

Auch das grundsätzliche Arbeitstempo ist hoch. Ich will nicht sagen, dass dies das aller schnellste Backup Programm ist, das ich jemals genutzt habe, bei vielen kleinen Dateien kann es etwas langsamer werden, aber große bis mittlere Dateien werden mit vollem Tempo kopiert.

Via 10Gbit LAN sehe ich Datenraten von 300-400MB/s, was das Maximum meines NAS ist. Die CPU Auslastung bei nicht komprimierten Dateien ist zudem relativ gering. Euer Arbeitstempo sinkt also nicht nur, weil ein Backup läuft.

 

Fazit

CloudBerry Backup ist das beste aktuelle Backup Tool für „erweiterte“ Nutzer. Wollt Ihr ein Backup Programm, welches mit einem Klick alles von alleine macht, dann ist CloudBerry Backup nicht das richtige für Euch.

Allerdings ist CloudBerry Backup auch nicht zu kompliziert oder unübersichtlich, es gibt lediglich sehr viele Optionen. Zum einen wie das Backup gemacht wird, zum anderen wohin das Backup gemacht wird. Ob nun Lokal, auf ein NAS oder in die Cloud ist kein Problem!

Bei den Backups könnt Ihr auswählen das CloudBerry Backup eigene Format zu nutzen oder einfache 1 zu 1 Kopien zu erstellen. In der Pro Version lassen sich Backups zudem mit AES256 verschlüsseln und komprimieren.

Wenn Ihr dies nicht benötigt wird sogar die gratis Version für Euch ausreichen. Das Wichtigste ist aber das Vertrauen welches ich in CloudBerry Backup habe. Das Programm wirkt sehr gut, professionell und zuverlässig gemacht!

Ich vertraue CloudBerry Backup, was nicht für jedes Backup Tool gilt! Ich habe keine Zweifel, dass ich mich im Falle des Falles darauf verlassen kann, dass alle meine Daten korrekt gesichert wurden.

Von daher sucht Ihr ein gutes, professionelles Backup Programm schaut Euch CloudBerry Backup an!

BQ kündigt Android Pie (9.0) Updates an

BQ Smartphones sind bei den Lesern meines Blogs ja sehr beliebt. Daher wird es diese sicherlich freuen das BQ nun offiziell bekannt gegeben hat welche Smartphones ein Update auf Android 9.0 „Pie“ erhalten werden.

Folgende Smartphones werden von BQ geupdatet:

Hier kann man BQ nur loben! Dass das X2 und X2 Pro das Update erhalten ist nicht verwunderlich. Ähnliches gilt auch fürs X und X Pro. Das X und X Pro wurden allerdings noch mit Android 7.1 ausgeliefert, erhielten also bereits das Update auf 8.x und nun das auf 9.x.

Das aber auch die günstigeren Modelle wie das Aquaris V und U2 Lite ein Update erhalten, beide wurden ebenfalls mit Android 7.1.2 ausgeliefert, ist sehr überraschend! Es ist sehr selten das Einsteiger Smartphones zwei große Android Updates erhalten (von 7.x auf 8.x auf 9.x). Selbst ein großes Update ist nicht selbstverständlich.

Man kann BQ also lobend für seine Update Politik im Hinterkopf behalten.

Einen genauen Zeitplan wenn die Updates kommen sollen fehlt allerdings noch. Die zügige Ankündigung lässt hoffentlich auch eine zügige Umsetzung folgen, welche dank „stock“ Android auch nicht all zu schwer sein sollte.

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 im Test

Powerbanks sind für einen portablen Einsatz gemacht und gedacht. Allerdings weichen immer mehr Modelle von diesem Ansatz ab und tauschen eine gigantische Kapazität und X Anschlüsse gegen Portabilität ein.

Dies ist nicht immer etwas Schlechtes, aber oft im Alltag braucht man nur eine kleine Powerbank die verhindert dass das Smartphone leer geht.

Hier ist die FREEPOWER SLIM 5000 ein sehr praktisches Modell. Diese Powerbank von Cellularline versucht nicht mit X Funktionen zu punkten, sondern bietet einfach eine Basis- Ausstattung und dafür kompakte Abmessungen.

Geht dieser Ansatz auf? Finden wir dies im Test der Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 heraus! Neugierig?

 

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 im Test

Mit gerade einmal 110×42×13 mm wird die FREEPOWER SLIM 5000 ihrem Namen durchaus gerecht. Es handelt sich hier wirklich um eine sehr kompakte Powerbank für die durchaus solide Kapazität von 5000mAh. Auch das Gewicht von gerade einmal 111g passt zu diesem portablen Anspruch.

5000mAh ist abzüglich der Effizienz genug so ziemlich jedes Smartphone auf dem Markt einmal komplett zu laden, wenn nicht sogar etwas mehr. Damit ist die Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 ideal für die Arbeit oder Schule, wo man sein Smartphone in der Regel nicht 10x täglich laden muss.

Beim Gehäuse setzt Cellularline auf einen sehr alltagstauglichen Kunststoff. Das Gehäuse wirkt erfreulich hochwertig gearbeitet und zeigt sich auch angenehm resistent gegenüber Fingerabdrücken.

Allgemein bevorzuge ich Kunststoff-Powerbanks, da diese ein Smartphone nicht so leicht beschädigen können, wenn Powerbank und Smartphone einfach in eine Tasche gesteckt werden.

Was die Anschlüsse angeht ist die Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 recht einfach gehalten. Ihr habt einen USB Ausgang und einen microUSB Eingang.

Der USB Ausgang soll über eine Leistung von 2,1A verfügen, was zwar nicht super schnell ist, aber in der Praxis mehr als ausreicht.

Der microUSB Eingang hingegen soll bis zu 2A Aufnahmen können, was für eine 5000mAh Powerbank sogar recht schnell wäre.

Über einen Einschalter verfügt die Powerbank im Übrigen nicht. Diese schaltet sich einfach ein wenn Ihr ein Smartphone anschließt.

Auch die drei Status LEDs welche Euch über Ladestand der Powerbank informieren sollen leuchten beim Anschließen eines Smartphones auf.

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität, welche von Cellularline mit 5000mAh angegeben wird. Messen konnte ich hier 4288mAh bzw. 15,866Wh.

Dies entspricht guten 86% der Herstellerangabe! Warum sind 86% gut wenn doch mit 100% geworben wird?

Die Herstellerangabe bezieht sich nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Beim Entladen dieser geht aber aufgrund interner Umwandlungen immer etwas Energie verloren.

Dies ist normal und bei allen Herstellern so! 86% sind hier ein gutes Ergebnis.

Wie steht es um das Aufladen von Smartphone und Co? Grobe Kompatibilitätsprobleme konnte ich glücklicherweise nicht feststellen.

Alle von mir getesteten Smartphones (S9+, Google Pixel 2 XL, Mate 10 Pro, iPhone X, Aquaris X2) und auch Tablets (iPad Pro) luden an der Powerbank.

Allerdings mit einer recht niedrigen Geschwindigkeit! Cellularline wirbt zwar mit einem 2,1A Ausgang, was auch stimmt, aber praktisch lag die Ladegeschwindigkeit hier doch ein gutes Stück niedriger.

Das iPhone X wie auch das iPad Pro und das Samsung Galaxy S9+ erreichten lediglich 0,98A. Das Google Pixel 2 XL und das Aquaris X2 1,48A bzw. 1,44A.

Hier ist noch etwas Luft nach oben was das Ladetempo angeht. Das iPhone X würde beispielsweise an der Powerbank genauso langsam/schnell laden wie am originalen beiliegenden Ladegerät.

Dies können größere Powerbanks, wie die Cellularline eigene FREEPOWER SLIM 10000, durchaus etwas besser.

Erfreulicherweise geht das Aufladen der Powerbank selbst mit 1,65A recht flott. In ca. 3 Stunden ist die Powerbank wieder komplett voll.

 

Fazit

Die Cellularline FREEPOWER SLIM 5000 ist eine solide Standard Powerbank, welche weniger aufgrund super hoher Ladegeschwindigkeiten versucht zu punkten, dafür aber mit einer sehr hohen Kompaktheit und Alltagstauglichkeit.

Die meisten Smartphones in meinem Test luden an der FREEPOWER SLIM 5000 mit ca. 1-1,5A. Nicht super schnell, aber um unterwegs ausreichend. Ähnliches gilt auch für die Kapazität.

5000mAh sind im Alltag eine schöne und ausreichend Kapazität selbst größere Smartphones einmal vollständig zu laden.

Von daher ist Euch eine besonders kompakte und handliche Powerbank wichtiger als ein extrem schnelles Aufladen, dann ist die FREEPOWER SLIM 5000 von Cellularline ein gutes Modell für Euch!

Die besten Smartphone Ladekabel, welche sind empfehlenswert?

Ein gutes Ladekabel für Smartphone und Co. ist nicht nur im Alltag oftmals ein Segen, sondern kann auch das Ladetempo durchaus positiv beeinflussen!

Hierzu habe ich bereits in der Vergangenheit einige Tests gemacht, die teils Unterschiede von 50% und mehr beim Ladetempo belegen.

Aber auf Amazon und im regulären Handel gibt es duzende Kabel. Von wenigen Cent pro Stück bis hin zu zweistelligen Euro Summen ist hier alles zu finden.

In diesem kleinen Test/Bericht möchte ich Euch meine Empfehlungen und ein wenig Hintergrundwissen zum Thema Ladekabel und Aufladen präsentieren.

Von daher welche sind die besten Ladekabel?

 

Die Kabel

In diesem Test beschränke ich mich im Gegensatz zu meinen früheren Tests primär aufs Wesentliche, also die „besten“ Kabel. Auch werde ich Empfehlungen für alle drei wichtigen Kabeltypen abgeben, also microUSB, USB C, USB C auf USB C und Apple Lightning.

Woher weiß ich welche die besten Kabel sind? Messungen und Erfahrung aus meinen mittlerweile einigen Vergleichen:

Seid Ihr auf der Suche nach einem großen Round-up klickt Euch durch diese Tests durch!

In diesem Test/Bericht geht es lediglich um die „Top 3 bzw. 4“ jeder Klasse. Diese Kabel sind natürlich alle recht dicht beieinander was die Leistung angeht. Allerdings muss dies nicht selbstverständlich sein. Hier ein kleines Beispiel.

Wie man sieht kann ein schlechtes Ladekabel die Ladegeschwindigkeit deutlich negativ beeinflussen.

 

 

Die besten microUSB Kabel

Sucht Ihr aktuell ein microUSB Ladekabel gibt es aus meiner Sicht vier besonders interessante Modelle.

Hier hängt es erst einmal etwas davon ab ob Ihr Euch eher für ein Set interessiert, oder für einzelne Kabel. Das Anker PowerLine+ ist qualitativ bei weitem das beste Kabel! Anker setzt hier auf eine sehr hochwertige und gute Textil Ummantelung, wie auch eine hervorragende Stecker Qualität.  Dies ist ein sehr langlebiges und wertiges Kabel, wie ich aus Erfahrung berichten kann.

Dafür kostet ein PowerLine+ Kabel auch um die 8€.

Bei Syncwire bekommt Ihr für 9€ gleich zwei Kabel. Syncwire setzt auf eine sehr interessante Ummantelung, welche sich deutlich matter und rauer anfühlt. Klingt erst einmal sicherlich nicht so gut, fühlt sicher aber interessant und hochwertig an. Auch haben die Stecker schöne Aluminium Gehäuse, was dem hohen Wertigkeitsgefühl zuträglich ist.

Günstiger, aber haptisch nicht ganz so hochwertig sind die Sets von RAVPower und Anker.

Mit 8€ für drei Kabel bietet das RAVPower Micro USB Kabel 3-Pack Set eine super Preis/Leistung. Auf den ersten Blick sind dafür natürlich die Kabel etwas unspektakulärer. Diese setzen auf eine einfache Gummi-Ummantelung, welche aber laut RAVPower über 12.000 Biegungen aushalten soll.

Ähnliches gilt auch für die Anker PowerLine Kabel. Mit 13€ für ein 6er Pack sind diese was die Preis/Leistung betrifft schon einmal herausragend! Dafür sind auch hier die Kabel einfach ummantelt, allerdings im Vergleich zu den RAVPower Kabeln deutlich weniger stark gummiert.

 

Die besten USB C Kabel

Bei den USB A auf USB C Kabeln würde ich Euch aktuell zu folgenden Modellen raten:

Beginnen wir mit den AUKEY Kabeln. Diese sind in mehreren Set Zusammenstellungen erhältlich. Ich habe das 3er Set für rund 14€ gewählt. Für diesen Preis erhaltet Ihr auf den ersten Blick sehr hochwertige Ladekabel!

Die Kabel sind sauber textilumwickelt und besitzen sogar Aluminiumsteckergehäuse. Allerdings sind die AUKEY Kabel relativ steif und unflexibel vergleichen mit vielen anderen USB C Kabeln. Ist dies etwas was Euch stört, lasst besser die Finger von diesen Kabeln. Falls Ihr damit leben könnt, erhaltet Ihr sehr gute Ladekabel!

Ankers PowerLine+ Ladekabel ist natürlich auch bei den USB C Kabeln vertreten. Dieses kann auch hier mit einer guten Flexibilität, hochwertigen Haptik und Langlebigkeit punkten.

Gerade was den Qualitätseindruck angeht kann kaum ein anderes Kabel mehr bieten. Dafür kostet das Kabel aber auch rund 7€ pro Stück.

Syncwires USB C Kabel kostet ähnlich viel und bietet ebenso eine sehr hochwertige Haptik. Allerdings fasst sich das Kabel völlig anders an. Die Ummantelung ist beim Syncwire etwas gröber und kunststoffartiger.

Das Ganze ist sehr schwer zu beschreiben. Während sich die Kabel von Anker und Aukey wirklich nach einem Stoff anfühlen, ist das Syncwire etwas drahtiger. Allerdings ist die Haptik durchaus als interessant zu bezeichnen. Auch der Qualitätseindruck passt.

Alle drei Kabel sind im übrigen USB 3.0 Kabel!

 

Die besten Apple Lightning Kabel

Folgende drei Lightning Kabel würde ich aktuell für ein optimales Laden empfehlen:

Erst einmal sind natürlich alle drei Kabel MFI zertifiziert. Diese Zertifizierung stellt sicher das die Kabel nicht irgendwann einfach von Apple als Fälschungen geblockt werden.

Zertifizierte Apple Lightningladekabel sind in der Regel etwas teuer als normale Kabel. Allerdings ist sowohl das Anker PowerLine II wie auch die RAVPower Lightning Kabel preislich sehr fair.

Für 15€ erhaltet Ihr bei RAVPower ein 2er Set. Ähnlich wie bei den microUSB Kabeln sind die auch die Lightning Kabel bei RAVPower sehr „Basic“. Es handelt sich hierbei um einfache Gummierte-Kabel, welche auch optisch nichts Besonderes sind. Allerdings stimmt die Haltbarkeit und auch die Leistung, dazu später mehr.

Ähnliches gilt auch für das Anker PowerLine II Ladekabel. Im Gegensatz zu den „Plus“ Kabeln ist das normale PowerLine II nicht Textil ummantelt, sondern Ihr erhaltet ein sehr hochwertiges „normales“ Kabel. Dabei wird Anker auch nicht müde zu betonen wie hochwertig und robust das Kabel ist. Dieses soll beispielsweise 80KG Zug und über 12000 Biegungen aushalten.

Erfreulicherweise ist dafür der Preis für das Kabel mit „gerade“ mal 7€ sehr fair.

Das Anker PowerLine+ II ist im Vergleich zum kleinen PowerLine und RAVPower Kabel so etwas wie die Luxus Version. Sehr hochwertig ummantelt, sehr flexibel, hochwertige Aluminium Stecker usw. das Anker PowerLine+ II ist ohne Frage das wertigste Ladekabel das ich bisher gesehen habe! Hierzu passend verspricht Anker auch dass das Kabel satte 30000 Biegungen standhalten soll. Unterstützt wird dieses Versprechen auch mit einer lebenslangen Garantie!

Dafür kostet ein PowerLine+ II auch gute 13€!

 

Das beste USB C auf USB C Kabel

USB C auf USB C Kabel können etwas spezieller sein, abhängig davon was Ihr plant mit diesen zu machen. Wollt Ihr beispielsweise ein Notebook mit über 60W laden sind unter Umständen spezielle Kabel von Nöten. Auch für Thunderbolt 3 sind spezielle Kabel von Nöten.

Die folgenden drei Kabel sind erst einmal primär für die Nutzung mit Smartphone und Tablet gedacht, können aber auch für kleinere 13 Zoll Notebooks wie das Apple MacBook Pro oder Dell XPS 13 benutzt werden. Folgende Kabel würde ich empfehlen:

Das AUKEY USB C auf USB C Kabel ist wie auch sein USB A auf USB C Bruder mit hochwertigen Aluminium Steckergehäusen ausgestattet und auch Textilummantelt. Leider ist das AUKEY lediglich ein USB 2.0 Kabel. Dafür bietet dieses aber eine gute Ladeleistung wie auch Preis/Leistungsverhältnis.

Etwas luxuriöser ist hier das Anker PowerLine+. Wie auch bei den anderen PowerLine+ Kabeln setzt Anker hier auf eine hervorragende Textilummantelung wie auch qualitativ starke Stecker. Leider ist auch das PowerLine+ nur ein USB 2.0 Kabel, was aber beim Aufladen von Geräten nicht stört.

Das Anker PowerLine II USB-C auf USB-C Kabel ist äußerlich ein normales, aber qualitativ sehr gut gemachtes Ladekabel. Das entscheidende beim PowerLine II sind allerdings die inneren Werte. Das Kabel ist zum einen USB IF zertifiziert, USB 3.1 fähig und zum anderen für bis zu 100W Leistung ausgelegt! Dies spiegelt sich allerdings auch etwas beim Preis wieder von rund 16€.

Sinn macht das PowerLine II also nur dann wenn Ihr entweder Notebooks aufladen wollt oder die hohen USB 3.1 Datenraten braucht.

 

Warum macht das Ladekabel so einen großen Unterschied?

Warum mach aber ein Ladekabel so einen großen Unterschied? Und vor allem warum macht es bei Quick Charge keinen Unterschied?

Hier muss ich leider etwas weiter ausholen und erklären wie das Aufladen eines Smartphones funktioniert.

Alle elektrischen Geräte haben gewisse Spannungstoleranzen. Aus einem USB Port sollten im Normalfall 5V kommen. Allerdings kommen diese 5V meist im Smartphone nicht an. Aufgrund des Kabels und der Anschlüsse gibt es einen Abfall der Spannung.

Das bedeutet, liegen am Anfang des Kabels noch 5V an sind es am Ende vielleicht noch 4,8V oder weniger.

Hier gilt umso höher der Ladestrom und somit das Ladetempo umso stärker beeinflusst das Kabel die Spannung negativ. Kommen bei 5V und 1A vielleicht noch 4,8V an sind es bei 2A nur noch 4,6V usw.

Allerdings kann Euer Smartphone irgendwann mit der Spannung nichts mehr Anfangen, wenn diese zu niedrig ist. Teils nutzt Euer Smartphone die Spannung auch als Information über die Qualität des Ladegeräts, niedrige Spannung = schwaches Ladegerät = langsamer laden. Je nach Modell sind hier die Toleranzen etwas unterschiedlich.

In der Regel kann man aber sagen bei 4,4-4,6V ist meist das Minimum erreicht. Der Lithium polymer Akku im Smartphone benötigt mindestens 4,2V um vollgeladen, unter 4,2V geht also bei keinem Smartphone etwas.

Ein schlechtes Ladekabel kann nun durch minderwertige Leiter, Kontakte usw. für einen deutlichen Abfall der Spannung sorgen.

Was passiert aber nun wenn die Spannung zu niedrig sinkt? Ganz einfach Euer Smartphone reduziert das Ladetempo damit die Spannung wieder ansteigt, über ein Level, dass dieses nutzen kann.

Dies ist auch der Grund warum Quick Charge unproblematischer ist. Bei Quick Charge oder auch USB Power Delivery wird die Spannung auf meist 9V angehoben, das heißt wir sind sehr weit von diesem absoluten Minimum entfernt.

Natürlich kann hier das Kabel auch etwas Leistung kosten aber letztendlich ist der Unterschied zwischen 9V 2A und 8,5V 2A wesentlich geringer als wenn das Smartphone effektiv sein Ladetempo drosseln müsste. Zudem gibt es bei USB PD und Quick Charge einen Handshake. Das Smartphone weiß also dass es an einem „guten“ Ladegerät anschlossen ist und muss dies nicht nur aufgrund der Spannung bzw. des Spannungabfalls erraten.

 

USB IF

Einige USB C Kabel werben mit USB IF, aber was ist das? Vielleicht wisst Ihr das Apple Lightning Kabel nicht einfach nur stumpfe Kabel sind, sondern einen integrierten Chip besitzen welcher als eine Art Kopierschutz dienen. So kann Apple dafür sorgen, dass nur zertifizierte Kabel mit Euren Apple Geräten funktionieren, an welchen Apple natürlich extra verdient. Allerdings müssen diese Kabel natürlich auch gewisse Qualitätsstandards erfüllen.

MicroUSB oder auch USB C Kabel verfügen nicht über solche Chips, sondern sind eigentlich reine Kabel. Allerdings versucht die USB Implementers Forum (der verantwortliche für den USB Standard) nun etwas Ähnliches wie bei Apple Kabel für USB C Geräte durchzusetzen.

USB IF zertifizierte Kabel besitzen einen zusätzlichen Chip, welcher zwei Aufgaben erfüllt. Zum einen bestätigt dieser Chip dem angeschlossenem Gerät „hey ich bin ein sicheres Kabel“, zum anderen können auf diesem Chip Informationen gespeichert werden.

Im Gegensatz zu normalen USB Kabeln, welche ursprünglich nur bis 2,5W ausgelegt waren, sind USB C Kabel in der Lage bis zu 100W zu übertragen. Aber nicht jedes USB C Kabel kann wirklich 100W übertragen, gerade wenn es sich um billige China Kabel handelt.

Daher können auf diesem Chip Informationen gespeichert werden bis zu wie viel Watt das Kabel zulässig ist. Habt Ihr beispielsweise ein Notebook welches mit 100W via USB C lädt, kann es sein, dass dieses nur mit 100W an einem Kabel lädt welches diesen Chip besitzt und an anderen Kabel nur mit 60W. Das Ganze wird auch oft eMarker genannt.

Auch will man mit dieser USB IF Zertifizierung schlechte bzw. Kabel verhindern die Eure Geräte kaputt machen. Anfangs gab es durchaus USB C Kabel welche sich nicht an den Standard hielten und angeschlossene Geräte beschädigen konnten. Diese Kabel sind mittlerweile aber verschwunden.

Dennoch könnt Ihr Euch sicher sein, dass das zertifiziertes Kabel auch wirklich 100% Okay sind. Bisher ist diese USB IF Zertifizierung noch optional. Allerdings scheint man durchsetzen zu wollen, dass Geräte in Zukunft auf diese Zertifizierung checken und falls nicht vorhanden das Laden einstellen, zu mindestens bei Notebooks.

Ich sehe das Ganze etwas kritisch. Bei high Power Notebook (60W+) mag dieses sinnvoll sein, allerdings ist zum einen eine Zertifizierung teuer, zum anderen muss in jedes Kabel ein Chip, welcher dieses nochmals teurer macht.

Daher kosten USB IF Kabel in der Regel 15€+. Bei Notebooks kann es sinn machen sich solche Kabel zu kaufen, bei Smartphones eher weniger.

Ich lade mein 2000€ Notebook auch an einem normalen nicht zertifizierten Kabel. Achtet einfach auf einen vertrauenswürdigen Hersteller.

 

Kabel länge

Natürlich spielt auch die Länge des Kabels eine große Rolle bei der Ladegeschwindigkeit! Bei einer Länge von 0,3m sind beispielsweise fast alle Kabel Top.

1m ist in aber für die meisten Nutzer sicherlich das Optimum, welches ich auch empfehlen würde. Daher beziehen sich die meisten meiner Tests auch auf diese Länge.

In der Regel gilt aber das ein Kabel welches bei einem Meter gut ist auch bei höheren Längen noch gut bleibt, aber tendenziell natürlich auch schlechter wird. 1,8/2 Meter sind hier meist noch recht unproblematisch und sorgen lediglich für einen kleinen Spannungsabfall.

Bei super billigen Kabeln können aber 2 Meter hart an der Grenze zum unbrauchbar sein, hier empfiehlt es sich besonders auf hochwertige Kabel zu achten.

Ab 3 Meter wird es aber generell schwierig mit einer guten Ladegeschwindigkeit. Selbst bei hochwertigen Kabeln ist ab 3 Meter mit Einbußen zu rechnen.

Die hier im Test empfohlenen Kabel würde ich jeweils in der 1m und 2m länge empfehlen!

 

Fazit

Ein gutes Ladekabel kann nicht nur für eine höhere Ladegeschwindigkeit sorgen, sondern auch ein großes Komfort Plus bedeuten. Wer will schon mit irgendwelchen billigen, halb kaputten Kabel arbeiten.

Im Generellen gilt hier das Kabel unter 5€ das Stück (sofern es sich nicht um ein größeres Set handelt) in der Regel nicht viel taugen. Auch ist die Optik ist nicht zwingend ein Anhaltspunkt für eine gute Ladeleistung, siehe das StilGut Kabel aus meinem Lightning Ladekabel Vergleich oder die Gritin Ladekabel, schick aber furchtbare Leiterqualität.

Auch sind große Marken nicht zwingend ein Garant für gute Qualität, siehe die AmazonBasics Kabel welche höchst mittelmäßig sind.

Aber genug von den schlechten Kabeln, kommen wir zu den empfehlenswerten:

MicroUSB

USB A auf USB C

Apple Lightning

USB C auf USB C

Alle diese Kabel bieten eine gute bis herausragende Ladegeschwindigkeit und wären meine „Standard“ Empfehlungen. Sucht Ihr also das beste Ladekabel nehmt eins von diesen Modellen.

Der Artwizz PowerPlug USB-C Ladegerät 61W im Test

USB C setzt sich so langsam als Ladestandard auch für größere Geräte wie Notebooks durch. Sicherlich hat hier Apple auch einen großen Beitrag mit seinen MacBooks geleistet, welche mit als erste Geräte auf USB C setzten.

Dies hat für uns Nutzer einen großen Vorteil, wir sind nicht mehr auf proprietäre Netzteile angewiesen und können zudem ein Netzteil für Smartphone, Tablet und Notebook nutzen.

Hierdurch hat sich natürlich ein großer Zubehörmarkt gebildet. Immer mehr Hersteller bieten Produkte auf USB C Basis an, so auch Artwizz mit ihrem PowerPlug USB-C 61W.

Hierbei handelt es sich um ein „großes“ USB C Ladegerät welches auch größere Produkte wie Notebooks problemlos laden kann. Dies zumindest in der Theorie, wie sieht es aber in der Praxis aus?

Schauen wir uns einmal den Artwizz PowerPlug USB-C 61W näher an. Kann dieses Premium Ladegerät im Test überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Artwizz für das Zurverfügungstellen des PowerPlug!

 

Der Artwizz PowerPlug USB-C 61W im Test

Ich denke es ist recht offensichtlich an welche Zielgruppe sich das Artwizz PowerPlug Ladegerät richtet, wenn man sich dieses ansieht.

Artwizz setzt beim PowerPlug USB-C 61W auf ein sehr minimalistisches, aber sehr edles Design. Das Ladegerät besitzt ein silbernes Aluminium Gehäuse, welches an den Kanten stark abgerundet ist. Das Front und Endstück bestehen allerdings aus weißem Kunststoff, in welchem die Anschlüsse eingelassen sind.

Damit ist offensichtlich das Artwizz versucht Apple Kunden mit dem PowerPlug anzusprechen. Und ja das Design passt wirklich sehr gut zu Apple Geräten!

Auch die Haptik und der generelle Qualitätseindruck ist sehr vertrauenserweckend. Leider ist das Artwizz PowerPlug auch recht minimalistisch was die Anschlüsse angeht.

Neben dem Anschluss für das Netzkabel findet sich lediglich ein einsamer USB Port am Gerät. Ein zusätzlicher normaler USB Port wäre zwar sicherlich schön gewesen, dafür hat es aber immerhin der USB C Port in sich!

Der USB C Port unterstützt den USB Power Delivery Standard und kann somit nicht nur zum Aufladen von Smartphone und Co. verwendet werden, sondern auch für große Notebooks.

Hierbei kann der Artwizz PowerPlug USB-C laut Hersteller bis zu 61W Leistung liefern. Das Ganze ist gestaffelt in 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20,3V/3A. Die 61W sind also etwas Marketing, praktisch wird die maximale Leistung eher bei 60W liegen, was aber immer noch sehr ordentlich ist!

Wichtig, im Gegensatz zu früheren Universal Ladegeräten müsst Ihr Euch um die Spannung usw. keine Sorgen machen. Sofern Euer Smartphone/Tablet/Notebook via USB C geladen wird, wird die Spannung und der Strom zwischen diesen beiden Geräten automatisch ausgehandelt.

Hier gibt es also keine Möglichkeit, dass ausversehen irgendeine falsche Spannung anliegt.  Auch ist das Ganze universell kompatibel, nicht nur zu Apple Produkten. Beispielsweise sämtliche Smartphones mit USB C Port sollten sich am Artwizz PowerPlug USB-C 61W laden lassen. Sehr viele modernere Smartphones wie das Google Pixel 2, LG G7, iPhone X, Sony Xperia XZ2 usw. lassen sich sogar an einem USB Power Delivery Ladegerät schnellladen!

Hier eine kleine nicht vollständige Übersicht über Geräte die sicher den USB Power Delivery Standard zum Schnellladen nutzen, also theoretisch mit dem Ladegerät voll kompatibel sind:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Sony Xperia XZ2

 

Messwerte

Beginnen wir bei der Leistung. Diese wird von Artwizz mit 61W angegeben. Diese 61W sind aber nicht ganz richtig und eher etwas Marketing.

Grundsätzlich kann das Ladegerät laut USB Power Delivery Sniffer 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A und 20V/3A ausgeben.

Das theoretische Maximum des Ladegerätes ist also 60W. Praktisch liefert das Ladegerät aber wie versprochen eine leicht höhere Spannung auf der 20V Stufe. Je nach Last erreicht das Ladegerät 20,4-20,1V.

Dabei ist die Spannung generell auf allen Spannungsstufen erfreulich stabil, was für eine solide Elektronik spricht!

Kommen wir damit aber auch zu den Ladetests. Folgende Geräte habe ich am Artwizz PowerPlug USB-C 61W getestet:

  • Apple MacBook Pro 13 late 2016
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPhone X
  • BQ Aquaris X2 Pro
  • Google Pixel 2 XL
  • Samsung Galaxy S9+
  • Dell XPS 13 9370
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Nintendo Switch

Starten wir mit den Smartphones und Tablets. Grundsätzlich ließen sich alle Smartphones/Tablets am Artwizz PowerPlug schnellladen. Das iPhone X und Google Pixel 2 XL nutzen USB Power Delivery als primären Schnellladestandard. Daher ist hier eine Kompatibilität nicht überraschend.

Das iPhone X erreicht 9V und 1,78A, also rund 16W. Verglichen mit den 5W des beiliegenden original Ladegerätes ist das doch eine gewaltige Steigerung.

Das Google Pixel 2 XL erreicht sogar 9V und 2A, also 18W.

Auch das BQ Auqaris X2 Pro und Huawei mate 10 Pro ließen sich schnellladen. Das Aquaris X2 Pro erreichte 9V 1,47A und das Huawei 9V 1,81A. Damit ist das Ladetempo beim Huawei Mate 10 Pro allerdings etwas niedriger als beim originalen Huawei Super Charge Ladegerät, aber mit 16,2W immer noch absolut top!

Etwas zickig ist wie so oft das Samsung Galaxy S9/S9+. Das S9 verfügt genau wie das S8 über einen etwas zickigen und merkwürdigen USB Power Delivery Support.

Das Samsung Galaxy S9+ lädt am Artwizz PowerPlug mit 5V 2,4A, also 12W. Auch wenn dies nicht nach schnellladen klingt, sind für das S9+ 12W tatsächlich ein Schnellladetempo. An einem Quick Charge Ladegerät erreicht dieses auch nur 11,5-12,8W Ladestrom.

Das iPad Pro kann ähnlich wie das iPhone X problemlos am Artwizz PowerPlug Schnellladen, mit ziemlich genau 30W, rund 3x so schnell wie am beiliegenden Ladegerät.

Die Nintendo Switch hingegen lädt am PowerPlug mit 15V und 0,8A, also genauso schnell wie am originalen Ladegerät, allerdings kann die Switch auch nicht schneller laden als so.

Wie stehts um die Notebooks?

Sowohl das Dell XPS 13 wie auch das Apple MacBook Pro 13 Zoll können mit vollem Tempo am Ladegerät laden. Das Dell XPS 13 erreicht 20V 2,32A, also 46,4W und das MacBook Pro 20V 2,42A also 48,4W.

Mehr Leistung können beide Notebooks nicht aufnehmen! Der Artwizz PowerPlug kann also das originale Ladegerät zu 100% bei diesen beiden und vermutlich so ziemlich allen 13 Zoll Notebooks voll ersetzen.

Kommen wir zu guter Letzt noch auf die Effizienz zu sprechen. Hier kann der Artwizz PowerPlug glänzen! Ich komme auf eine Effizienz von satten 91%, was ein herausragender Wert ist.

 

Fazit

Der Artwizz PowerPlug ist ein hervorragendes USB C Ladegerät, sowohl für Notebooks wie auch Smartphones und Tablets.

Dank 60W Leistung kann dieses so ziemlich alle aktuellen Geräte in einem sehr hohen Tempo aufladen. Bei vielen Notebooks wird der PowerPlug sogar das originale Ladegerät völlig ersetzen können, sofern natürlich die Notebooks über USB C aufgeladen werden können.

Zwei Beispiele wo der Artwizz PowerPlug das original Ladegerät völlig ersetzen kann, wäre beispielsweise das Dell XPS 13 und das Apple MacBook Pro 13.  Auch viele Smartphones und Tablets, wie das iPhone X oder iPad Pro, lassen sich mithilfe des PowerPlug schnellladen.

Hinzu kommt eine tolle Verarbeitung und eine wirklich starke Elektronik, welche sich beispielsweise an der sehr guten Effizienz ablesen lässt.

Von daher stimmt die Leistung des Artwizz PowerPlug 61W USB C völlig! Ich würde mir nur einen zweiten zusätzlichen USB Port wünschen, ähnlich wie beim etwas leistungsschwächeren Artwizz PowerPlug 24W, dann wäre große Artwizz PowerPlug perfekt!

Das Xiaomi MI A2 im Test, Preis/Leistung überragend! Beste Performance und Kamera in einem unter 250€ Smartphone!

Das Xiaomi MI A2 ist der Nachfolger eins der wichtigsten Xiaomi Smartphones der letzten Jahre. Das MI A1 war das erste Smartphone des asiatischen Herstellers welches wirklich für den europäischen Markt gemacht und gedacht war.

Mit dem MI A1 startete auch der offizielle Verkauf von Xiaomi Smartphones in Deutschland.

Daher ist natürlich das MI A2 ein sehr wichtiges und interessantes Smartphone. Wollen wir doch einmal im Test schauen wie sich das neuste Smartphone aus dem Hause Xiaomi so schlägt, auch verglichen mit unserer westlichen Konkurrenz!

Neugierig?

 

Technische Daten

  • Xiaomi MI A2
  • 5,99 Zoll IPS Full HD Display
  • Qualcomm SDM660 Snapdragon 660
  • 12 Megapixel Hauptkamera, 20 Megapixel sekundäre Kamera
  • 20 Megapixel Frontkamera
  • 4GB RAM
  • 32/64GB Speicher
  • Android 8.1

 

Das Xiaomi MI A2 im Test

Was das Design angeht, ist sich Xiaomi beim MI A2 weitestgehend treu geblieben. Man hat vielleicht etwas Inspiration beim iPhone X gefunden, aber grundsätzlich hat das MI A2 ein schönes und eigenständiges Design.

Das Smartphone ist weiterhin recht schlicht und elegant gebaut. Dabei verfügt dies über eine Aluminium Rückseite und Rahmen.

Das verwendete Aluminium ist relativ glatt und geschmeidig anfühlend. Dies in Kombination mit den gut getarnten Antennen Streifen gibt dem Xiaomi MI A2 durchaus ein premium Feeling. Dies ist kein 08/15 „Aluminium China Smartphone“. Damit ist das MI A2 auch hochwertiger als das Xiaomi Redmi Note 5.

Sehr überrascht hatte mich zudem die extrem niedrige Dicke des Smartphones! Dies ist mit xx mm eins der dünnsten Smartphones das mir in dieser Klasse bisher untergekommen ist. Auch die Verarbeitung ist absolut tadellos!

Die geringe Dicke kommt allerdings auch mit ihrem Preis. Beispielsweise die Kamera welche wie beim iPhone X nun vertikal aufgebaut ist, beim MI A1 war sie noch horizontal, steht recht weit aus dem Gehäuse hervor.

Auch bei den Anschlüssen gibt es eine Änderung, welche sicherlich nicht allen gefallen wird. Das MI A2 verfügt über keinen Kopfhöreranschluss! Dieser hätte aufgrund der geringen Dicke vermutlich auch keinen Platz gefunden.

Wollt Ihr einen Kopfhörerausgang müsst Ihr den beiliegenden Adapter nutzen.

Eine positive Änderung betrifft aber das Display. Wo das MI A1 bei gleichen Abmessungen noch ein 5,5 Zoll Display besaß, kann das MI A2 ein 5,99 Zoll Display vorweisen. Dies wurde natürlich durch kleinere Rahmen und das mittlerweile gängige 18:9 Format erreicht.

Ebenso verfügt das Display nun auch über abgerundete Kanten, was natürlich einen Design Aspekt erfüllt und auch zur Widerstandsfähigkeit beiträgt.

Allerdings sind die Rahmen des MI A2 oben und unten auch nicht winzig. Dennoch sieht das Smartphone angenehm modern aus und lässt sich gut handhaben.

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front das angesprochene 5,99 Zoll Display, die Ohrmuschel und eine 20 Megapixel Frontkamera!

Am rechten Rand ist die übliche Lautstärkewippe und der Einschalter angebracht. Beides besitzt einen guten Druckpunkt.

Lautsprecher und USB C Ladeport sind auf der Unterseite angebracht. Auf der Rückseite finden wir zuletzt die Dual Kamera, den LED Blitz und den Fingerabdruckscanner.

Bonus Punkte gibt es für den IR Sender der im MI A2 integriert ist.

 

Software

Xiaomi setzt beim MI A2 auf Android One. Hierbei handelt es sich um „reines“ Android, welches optimiert ist besonders schlank und schnell zu laufen.

Im Gegensatz zu anderen Xiaomi Smartphones ist also keine MIUI Benutzeroberfläche präsent.

Ihr erhaltet ein Stock Android Smartphone, mit allen Vor- und Nachteilen, die dies bietet. Rein vom Feature Umfang ist das MI A2 sehr „schlank“ gestaltet. Erwartet Ihr viele kleine Bonus Feature werdet Ihr enttäuscht!

Im Gegenzug ist alles wirklich sehr „Clean“ gehalten. Es gibt abseits drei Xiaomi Apps nur die Standard Google/Android Anwendungen.

Daher ist es etwas erstaunlich, dass bei meinem 32GB MI A2 bereits von Haus aus nur noch 17,7GB Speicherplatz frei waren, was recht wenig ist. Solltet Ihr viele Fotos und Videos machen wäre die 64GB Version zu empfehlen

Ein weiterer kleiner Vorteil von Android One sind die schnellen Updates. Xiaomi verspricht für das MI A2 mindestens 2 Jahre lang Updates!

 

Display

Xiaomi setzt beim MI A2 auf ein 5,99 Zoll IPS Display. Dieses löst mit 2160×1080 Pixeln auf, was Full HD entspricht. Diese etwas ungewohnte Auflösung kommt aufgrund des 18:9 Formats zustande.

Wie stehts um die Qualität? Sehr gut!

Farben sind klar und brillant, Kontraste stark und auch die Schärfe passt völlig. Lediglich die maximale Helligkeit könnte besser sein, aber dies gilt für die meisten Smartphones in der Einsteiger/Mittelklasse.

Damit ist das Display der Preisklasse mehr als angemessen. Allerdings haben die meisten 250€+ Smartphones mittlerweile sehr gute Displays.

 

Sound

Leider setzt Xiaomi beim MI A2 lediglich auf einen Lautsprecher auf der unteren rechten Seite. Die Ohrmuscheln kommt nicht helfend zur Unterstützung hinzu, wie dies mittlerweile bei einigen Smartphones gängig ist.

Der vorhandene Lautsprecher besitzt eine Standard Qualität. Dieser wird ausreichend laut und ist durchschnittlich voll.

Für Abends im Bett mal nenn Youtube Video oder Webradio parallel zum Kochen ist kein Problem, aber ein wirklicher Klanggenuss ist das Xiaomi auch nicht.

 

Kamera

Einer der wichtigsten und interessantesten Punkte bei allen Smartphones ist immer die Kamera. Gerade bei China Smartphones ist dies besonders spannend! Ulefone, UMI, Elephone und Co. beispielsweise bekommen bis heute kaum gute Kameras hin.

Xiaomi Smartphones hatten in der Regel solide Kameras, waren in diesem Punkt aber auch nicht überragend.

Auf dem Papier sieht hier das MI A2 verdammt gut aus! Dieses besitzt eine 12 Megapixel Hauptkamera mit F1.75 Blende und eine 20 Megapixel Sekundärkamera ebenfalls mit F1.75 Blende.

Die sekundäre Kamera ist etwas mysteriös. Laut Xiaomi ist diese für die Hintergrundunschärfe, wie auch Nachtaufnahmen gedacht. Ich konnte bisher keine Funktion der sekundären Kamera feststellen, abseits des Porträt-Modus?!

Egal bei welchen Lichtbedingungen, selbst wenn ich die zweite Kamera zuhalte, werden ganz normal Fotos gemacht als wäre nichts?! Die sekundäre Kamera wirkt daher auf mich etwas wie ein Marketing Stunt?! Zwar ist der Porträt-Modus bei ausreichend Licht ganz okay, aber wirklich 100%ig ist dieser auch nicht. Kaum verwunderlich denn selbst High End Smartphones haben hier Probleme.

Es scheint einfach so, als müsste jedes Smartphone im Jahr 2018 zwei Kameras haben, egal ob sie was bringen oder nicht, ähnlich wie die AI Feature. Vielleicht tue ich dem MI A2 hier etwas unrecht, aber eine wirkliche Funktion konnte ich nicht entdecken.

Das bedeutet aber natürlich nicht, dass die Hauptkamera schlecht ist. Bei der Hauptkamera handelt es sich im Übrigen um den Sony IMX486, einen Nagel neuen Kamerasensor mit einer vernünftigen Größe (1/2.9″ und 1.25 μm Pixel).

Kommen wir auch ohne große Umschweife zu den Testbildern. Diese sind wie üblich nicht nachbearbeitet und wurden hier 1 zu 1 hochgeladen. Beim Anklicken der Aufnahmen wird die volle Qualität geladen! Mobile Nutzer aufgepasst!

(Laden der Bilder kann etwas dauern! Rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht)

Kleine Info, das Wasserzeichen „Shot on MI A2 Mi Dual Kamera“ kann man in den Einstellungen natürlich abschalten.

Die Kamera des MI A2 hat extrem positiv überrascht! Fotos sind scharf mit guten Details. Auch Weißabgleich und die Belichtung sitzt meist perfekt. Zudem ist auch die Dynamik solide bis gut!

Ist damit die Kamera des Xiaomi MI A2 besser als die des BQ Aquaris X2, Moto G6 Plus oder Nokia 7 Plus? Sagen wir es so sie ist nicht schlechter!

[spoiler title=’Vergleichsbilder MI A2, BQ X2 Pro und MI A1′ style=’default‘ collapse_link=’true‘]

Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
BQ Aquaris X2 Pro
Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
Apple iPhone X
BQ Aquaris X2 Pro
BQ Aquaris X2 Pro
Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
Apple iPhone X
BQ Aquaris X2 Pro
Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
BQ Aquaris X2 Pro
Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
BQ Aquaris X2 Pro
Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
Xiaomi MI A1
Xiaomi MI A2
BQ Aquaris X2 Pro

[/spoiler]

Xiaomi geht mit dem MI A2 allerdings auf einen anderen Bildstyle, als es beispielsweise Moto oder BQ macht.

Das MI A2 produziert sehr kontrastreiche Aufnahmen mit tendenziell natürlicheren Farben und einem etwas kühlerem Weißabgleich. Damit liefert das MI A2 einen ähnlichen Bildstyle wie ein iPhone X/8.

BQ geht beim X2 eher auf buntere, hellere und wärme Fotos. Moto beim G6 Plus auf sehr bunte und helle Fotos und Nokia eher auf neutrale Aufnahmen. Was nun wann besser ist, hängt von der Situation und Eurem Geschmack ab.

Teilweise sind mir die Aufnahmen des MI A2 etwas zu schwer aufgrund des starken Kontrastes. Im Gegenzug zeigt sich das MI A2 allerdings sehr stabil. Egal welche Lichtbedingungen vorhanden sind das MI A2 liefert konstant gute Aufnahmen!

Gerade der Weißabgleich ist hier sehr souverän, souveräner als beim Nokia oder BQ.

Kommen wir vom Tag zur Nacht. Wie schlägt sich hier das MI A2? Erneut war ich sehr überrascht, denn das MI A2 schlägt sich bei Dunkelheit extrem gut!

Smartphones wie das BQ Aquaris X2 oder Nokia 7 Plus werden teils sogar vom MI A2 geschlagen und das obwohl diese eine Preisklasse höher spielen. Das MI A2 hat eine erstaunlich gute ISO Performance. Trotz hohen ISO Werten werden Bilder recht klar und sauber. Man sieht zwar, dass es viel Post Processing gibt, aber dennoch sind die Aufnahmen des MI A2 verdammt dicht an Flaggschiff Smartphones wie dem iPhone X! Zu mindestens sofern man das Smartphone ruhig genug halten kann. Eine optische Bildstabilisierung gibt es leider nicht.

Dabei neigt das A2 auch zu recht hellen Fotos bei Dunkelheit, was die Leistung nochmals beeindruckender macht. Gerade im Vergleich mit dem MI A1 ist ein gewaltiger Sprung an Low Light Qualität zu erkennen!

Ich würde glatt sagen das MI A2 hat die beste Low Light Performance in einem unter 300€ Smartphone die ich bisher gesehen habe!

Wenn ich etwas bemängeln müsste an der Kamera des MI A2 wäre dies vermutlich das Tempo. Nach einem HDR Bild können schon 1-2 Sekunden vergehen ehe das nächste Bild machbar ist. Schlimmer ist hier noch der Porträt Modus, welcher zwischen zwei Bildern bestimmt 3+ Sekunden benötigt. Der Autofokus des Xiaomi MI A2 ist zwar generell gut, aber kann bei Makro Aufnahmen etwas zickig sein, gerade wenn das Objekt sehr nah ist.

 

Leistung und Benchmarks

Xiaomi setzt im MI A2 auf den Snapdragon 660. Der 660 ist ein aktueller Mittelklasse SoC aus dem Hause Qualcomm.

Dieser verfügt über acht Kryo 260 Kerne, welche mit bis zu 2,2GHz Takten können.

Der Snapdragon 660 kommt auch in anderen guten Smartphones der Mittelklasse zum Einsatz, wie im Nokia 7 Plus oder BQ Aquaris X2 Pro. Allerdings ist der Snapdragon 660 in Modellen unter 250€ aktuell etwas sehr Exotisches.

In der Regel kommt hier eher der Snapdragon 636 zum Einsatz. Der 660 ist eher in Modellen der 300€+ Preisklasse zu finden.

Schauen wir uns mal ein paar Benchmarks an, um besser die Leistung des Xiaomi MI A2 einschätzen zu können.

Wenig überraschend sieht die Leistung des MI A2 sehr gut aus! Dieses liegt je nach Benchmark ungefähr auf dem Level des Kirin 960 von Huawei bzw. Qualcomm Snapdragon 821.

Den älteren Snapdragon 652 kann man je nach Benchmark um satte 30%+ hinter sich lassen. Dabei ist gerade die Single Core Performance des Snapdragon 660 besonders beeindruckend.

Allerdings trotz der guten Benchmark Performance kann sowohl das Nokia 7 Plus, wie auch das BQ Aquaris X2 Pro das MI A2 konstant in allen Benchmarks schlagen. Dies ist überraschend, da alle drei Smartphones den gleichen Prozessor nutzen.

Entweder liegt dies an Software Optimierungen oder an langsameren RAM/NAND den Xiaomi nutzt?! Dennoch soll dies die Leistung des MI A2 nicht schmälern. Dies schlägt so ziemlich alle Smartphones in der 250€ Preisklasse problemlos.

 

Leistung im Alltag

Aber natürlich müssen Benchmarks nicht die alltägliche Leistung wiederspiegeln. Die Kombination aus schlanken Android One und fähiger Hardware resultieren allerdings beim MI A2 in einer tadellosen Performance, die sich nicht hinter großen Flaggschiff Smartphones verstecken muss.

Die Benutzeroberfläche und die üblichen alltäglichen Apps laufen perfekt. Lediglich beim Starten von komplexeren Apps sieht man zu einem OnePlus 6, Samsung Galaxy S9 usw. einen leichten Unterschied.

Dieser fällt bei WhatsApp beispielsweise kleiner aus als bei Outbank. Aber der Unterschied zu High End Smartphones liegt wirklich im Detail!

Sehr Ähnliches gilt auch für Spiele. Ist ein Spiel erst einmal gestartet läuft dieses ziemlich perfekt! Es gibt hier natürlich ein paar Ausnahmen. Gerade wenn Ihr Emulatoren oder Ähnliches nutzt, ist jedes bisschen Leistung erwünscht.

Aber die „08/15“ Spiele im Playstore sind kein Problem für das MI A2! Selbst aufwendigere Spiele aller PUBG Mobile usw. laufen gut, wenn auch teils mit etwas reduzierter Grafik.

Ansonsten gibt es nicht viel Besonderes zu berichten. Das integrierte WLAN unterstützt natürlich das 5Ghz Band wie auch ein Tempo von bis zu 433Mbit.

LTE ist wie beim Snapdragon 660 mit bis zu 600/150Mbit vorhanden. Dabei werden natürlich alle in Deutschland gängigen WLAN Bänder unterstützt.

Das MI A2 verfügt auch über eine anscheinend einfarbige Benachrichtigungs-LED am oberen Displayrand. Der Vibrationsmotor bietet eine solide Standard Performance. Dieser erzeugt eine angenehm tiefe und halbwegs satte Vibration.

Der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite machte in meinem Test einen guten Job, was aber kaum überrascht.

 

Akkulaufzeit

Das Xiaomi verfügt über einen 3010mAh starken Akku. Man sieht anhand dieser Kapazität doch eine gewisse Einschränkung aufgrund der sehr dünnen Bauform.

Vergleichbare Smartphones erreichen in der Regel 200-500mAh mehr Kapazität. Allerdings spielt dies in der Praxis nicht zwingend eine Rolle. Viel wichtiger als diese paar mAh mehr ist die Effizienz der verbauten Komponenten wie dem Display, Prozessor usw.

Auch die Software Optimierungen sind nicht ganz unwichtig. Von daher wie schlägt sich das MI A2 in meinem üblichen Standard Test?

In diesem teste ich eine einfache gemische Nutzung aus Webbrowsen, Social Media usw. hier erreichte das MI A2 solide 6,5 Stunden bei einer indoor Helligkeit.

Die meisten normal und vermutlich auch intensiv Nutzer sollten mit dem Smartphone also problemlos durch den Tag kommen!

Ein zweiter Tag wird allerdings für intensive Nutzer unmöglich und für Normalnutzer eng, aber machbar.

Zum aufladen unterstützt das MI A2 Quick Charge 4.0 und USB Power Delivery.

Hier benötigt dieses ca. 106 Minuten für eine vollständige Ladung, wobei dies in der Spitze rund 13,5W aufnimmt.

 

Fazit

Das Xiaomi MI A2 kann rundum überzeugen, gerade wenn man den Preis von unter 250€ mit in die Rechnung einbezieht. Allerdings hat das MI A2 auch keinen ganz einfachen Stand auf dem Markt, aufgrund von sehr starken Konkurrenten!

Starten wir aber bei den positiven Punkten, dies wäre primär die Performance und Kamera. Das MI A2 ist das günstigste Smartphone mit dem Snapdragon 660. Dieser performt zwar im MI A2 etwas schwächer als im Nokia 7 Plus oder Aquaris X2 Pro, ist aber weiterhin deutlich schneller als ein Snapdragon 630 welcher beispielsweise im Nokia 6.1 oder Moto G6 Plus zu finden wäre.

Im Alltag läuft das MI A2 hervorragend! Hierzu trägt auch sicherlich das verwendete Android One mit Update Garantie bei.

Ein Punkt welcher beim Xiaomi MI A2 ebenfalls heraussticht ist die Kamera. Diese hat mich sehr überrascht! Bei Tageslicht bietet das MI A2 sehr kontrastreiche und scharfe Aufnahmen. Sind diese besser als bei den gängigen Konkurrenten? Jein, das hängt von der Frage ab welchen Bildstyle Ihr bevorzugt. Mögt Ihr hellere und buntere Aufnahmen werdet Ihr vermutlich mit einem Moto G6 Plus oder BQ Aquaris X2 mehr Spaß haben. Allerdings wirklich hervorstechen kann das MI A2 primär bei Dunkelheit.

Hier kann man den sehr neuen Sony Kamera-Sensor und große Blende regelecht sehen. Das MI A2 kann hier viele große Smartphones hinter sich lassen, was IOS Performance angeht. Lediglich die Funktion der Dualkamera ist etwas fragwürdig.

Weitere Pluspunkte sind die solide Akkulaufzeit, die klasse Haptik und das qualitativ starke Display.

Die beiden einzigen wirklichen negativen Punkte wären die sehr durchschnittliche Displayhelligkeit und der schwächere Lautsprecher. Sofern Ihr die 32GB Version kauft, könnte auch der recht geringe freie Speicher „out of the Box“ vielleicht etwas stören.

Aber ansonsten ist das MI A2 ein Top Smartphone! Für unter 250€ wird es sehr schwer, wenn nicht sogar unmöglich sein etwas besseres aktuell zu finden.

Das Xiaomi Mi A2 kämpft eher in der 320-400€ Preisklasse als in seiner eigentlichen Preisklasse, was durchaus beeindruckend ist!

Positiv

  • Hohe Performance
  • Android One mit Update Garantie
  • Sehr starke Kamera, auch bei Dunkelheit
  • Gutes Display……
  • Gute Haptik
  • Sehr fairer Preis

 

Neutral

  • Lautsprecher mittelmäßig

 

Negativ

  • ….. Display könnte etwas heller sein
  • Kein Kopfhöreranschluss

Schnellladestandards, eine kleine Übersicht

Schnellladestandards für Smartphones wirken auf den ersten Blick sehr simpel, können aber diverse Tücken haben.

In diesem kleinen Artikel möchte ich ein paar gängige Fragen zu Quick Charge, USB Power Delivery und generell zu Schnellladestandards versuchen zu beantworten.

Ich hoffe dies hilft Euch vielleicht etwas weiter!

 

Wie arbeiten die Schnellladesysteme?

Grundsätzlich beseht ein Schnellladesystem aus zwei Komponenten, dem Smartphone und dem passenden Ladegerät. Hier gibt es Schnellladestandards die herstellerübergreifend arbeiten und Hersteller proprietäre Standards.

Beispiele für proprietäre Standards wären Huaweis Super Charge, OnPlus Dash Charge oder auch Samsungs Adaptive Fast Charge.

Herstellerübergreifende Standards wären zum Beispiel Quick Charge, Pump Express oder USB Power Delivery.

Diese Ladestandards kann man nun nach der Funktionsweise in zwei Gruppen unterteilen.

Erstere Gruppe bestehend aus Super Charge, Desh Charge oder Pump Express nutzen eine Spannung von 5V setzen aber auf einen sehr hohen Strom. Die zweite Gruppe bestehend aus Quick Charge oder USB Power Delivery, welche anstelle des Stroms die Spannung erhöhen.

Bei der Ladegeschwindigkeit gibt es zwei wichtige Faktoren, Spannung (Volt/V) und Strom (Ampere/A). Beide Werte multipliziert ergeben Watt.

Heißt 5V und 2A oder 2V und 5A ergeben effektiv die gleiche Leistung.

Normale USB Ports verfügen über 5V und 0,5-2,4A. Huawei nutzt bei seinem Super Charge ähnlich wie OnePlus mit seinem Dash Charge ebenfalls 5V, erhöht aber den Ladestrom auf teils über 5A.

Quick Charge und USB Power Delivery hingegen nutzen in der Regel kleinere Ströme (1-5A) aber eine höhere Spannung von bis zu 20V.

Effektiv werden über beide Methoden ähnliche Ergebnisse erzielt. Zwar sind die Systeme mit höherem Strom aktuell meist etwas schneller, aber ich finde die Lösung mit höherer Spannung eleganter und universeller einsetzbar.

Ein höherer Strom hat den Nachteil das dies dickere und bessere Kabel benötigt und mehr Hitze entwickelt, es gibt aber intern weniger Umwandlungsprozesse daher ist das Ganze oftmals schneller.

Eine höhere Spannung hingegen ist in einem gewissen Rahmen leichter zu übertragen. Es können dünnere und längere Kabel verwendet werden. Daher werden auch für die Stromübertragung Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen genutzt. Allerdings muss die höhere Spannung erst im Smartphone umgewandelt werden, was komplexer ist und gegebenenfalls Tempo frisst.

 

USB Power Delivery und Quick Charge

Quick Charge ist ohne Frage der bekannteste und meist verbeiteste Schnellladestandard, welcher auch sehr gut funktioniert! Allerdings hat Quick Charge einen Nachteil, Quick Charge gehört Qualcomm.

Qualcomm ist ein großer Smartphone Prozessor Hersteller. Kauft also beispielsweise LG oder HTC einen Prozessor von Qualcomm befindet sich so zusagen Quick Charge mit im Paket und kann vom jeweiligen Smartphone Hersteller genutzt werden.

Nutzt nun aber ein Hersteller keinen Prozessor von Qualcomm müsste dieser für die Nutzung von Quick Charge Lizenzgebühren zahlen.

Dies macht natürlich niemand gerne, daher setzen Hersteller wie Huawei oder auch Apple, die keine Qualcomm Chips nutzen, auch nicht auf Quick Charge.

Samsung scheint hier aber einen Deal mit Qualcomm laufen zu haben, denn Samsungs Adaptive Fast Charge ist mehr oder weniger 1 zu 1 Quick Charge 2.0 nur unter einem anderen Namen.

Neben den Lizenzgebühren hat Quick Charge noch einen Nachteil, die Leistung. Quick Charge 2.0 und 3.0 schaffen maximal 18W. Dies ist sicherlich flott, aber für größere Geräte auch nicht super viel, ganz zu schweigen von Notebooks.

USB Power Delivery heißt für beide Probleme die Lösung. USB Power Delivery ist ein offizieller Standard von den Machern des USB Standards.

Hierdurch kann JEDER Hersteller ohne Gebühren auf USB Power Delivery zurückgreifen. Zusätzlich können über USB Power Delivery bis zu 100W übertragen werden, was diesen Standard auch für Notebooks durchaus interessant macht.

USB Power Delivery konnte zudem zwei große Unterstützer gewinnen, Apple und Google. Alle neueren Apple Smartphones, Tablets und Notebooks nutzen USB Power Delivery zum schnellen Aufladen.

Google setzt bei seinen eigenen Smartphones trotz Qualcomm Prozessoren ausschließlich auf USB Power Delivery. Zudem hat Google im Hintergrund wohl angedroht proprietäre Schnellladesysteme für Android Smartphones zu verbieten.

Dies hatte Erfolg. Qualcomms Quick Charge 4.0 ist mit USB Power Delivery kompatibel! Somit unterstützen viele aktuelle Android Smartphones mit Snapdragon 845/835/636/660 sowohl Quick Charge wie auch USB Power Delivery.

Auch einige Huawei Smartphones unterstützen neben dem Hersteller eigenen Super Charge USB Power Delivery.

Kommen wir noch kurz auf die Leistung zu sprechen.

Quick Charge 2.0 kann 5V 3A, 9V 2A und 12V 1,5A liefern. Quick Charge 3.0 erlaubt eine ähnliche Leistung (maximal 18W), aber die Spannung kann komplett frei zwischen 5V und 12V reguliert werden und ist nicht auf diese festen Abstufungen angewiesen.

Dabei sind Quick Charge 2.0, 3.0 und 4.0 Geräte untereinander völlig kompatibel.  Ihr könnt ein Quick Charge 4.0 Gerät mit (mehr oder weniger) vollem Tempo an einem Quick Charge 2.0 Ladegerät laden und umgekehrt.

Während bei Quick Charge alle Ladegeräte immer 18W Leistung haben, gibt es bei USB Power Delivery mehr oder weniger unendlich viele Abstufungen.

Es stehen 5V, 9V, 12V, 15V und 20V zur Verfügung. Dabei muss ein Ladegerät aber nicht alle Spannungen vorweisen. Smartphone Ladegeräte haben beispielsweise meist nur 5V und 9V Spannungsstufen, mehr benötigen Smartphones nicht. Das Ladegerät der Switch hat 5V, 9V und 15V.

Zudem kann die Leistung auf jeder dieser Stufen zwischen 1A und 5A nach Ladegerät variieren. Dies macht gerade bei Notebooks die Sache etwas komplexer.

Für Ströme über 3A sind im Übrigen spezielle USB C Kabel von Nöten, daher haben die meisten Ladegeräte auch nur 3A im Maximum auf jeder Spannung.

 

Welche Geräte unterstützen USB Power Delivery?

Oftmals wird leider die Unterstützung von USB Power Delivery von vielen Herstellern etwas versteckt. Erst einmal könnt Ihr davon ausgehen, dass alle Smartphones mit Quick Charge 4.0 auch USB Power Delivery unterstützen, sofern der Hersteller dies nicht gezielt deaktiviert hat.

Also habt Ihr ein Smartphone mit Snapdragon 845/835/636 oder 660 stehen die Chancen gut, dass dieses USB Power Delivery unterstützt.

Auch neure Huawei Flaggschiffe scheinen durchgehend USB Power Delivery zu unterstützen. Dies kann ich für das Mate 9, Mate 10 Pro und P10 Plus sicher bestätigen.

Hier eine weitere Liste mit Geräten welche sicher USB Power Delivery zum Schnellladen unterstützen:

  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • ASUS Zenfone 5z
  • BQ Aquaris X2 / X2 Pro
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Google Pixel
  • Google Pixel 2 (XL)
  • Google Pixel C
  • Google Pixel XL
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • LG G6 (9V)
  • LG G7
  • LG Gram 2017
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Razer blade Stealth
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S9 (Plus)
  • Sony Xperia XZ2

Wichtig sowohl beim Samsung Galaxy S9 wie auch S8 ist der USB Power Delivery Support teils etwas zickig.

 

Ist USB Power Delivery schneller als Quick Charge und Super Charge? 

Falls Ihr ein Smartphone mit USB Power Delivery und Quick Charge Unterstützung habt könnte sich die Frage stellen was ist schneller und effizienter?

Die Antwort ist einfach, beides ist in der Regel gleich schnell!

Bei der Effizienz wird es etwas schwieriger. Ich konnte hier tatsächlich beobachten das viele Ladegeräte die sowohl einen Quick Charge wie auch USB Power Delivery Anschluss haben über den Power Delivery Anschluss auch etwas effizienter sind.

Beispielsweise, dass Anker PowerPort II PD erreicht bei 10W Last über den Quick Charge 3.0 Port eine Effizienz von 78%, beim USB PD Port 83%. Eine ähnliche Tendenz zugunsten von Power Delivery konnte ich bei einigen Ladegeräten beobachten.

Im Duell Power Delivery vs. Huawei Super Charge sieht es aber für Power Delivery nicht ganz so gut aus. Die Super Charge Integration bei Huawei Geräten ist einfach tiefer und besser.

Heißt das Huawei Mate 10 Pro erreicht an einem normalen 5V Port 5V 1,8A also 9W, an einem Power Delivery Port 9V 1,8A also  16,2W und am Super Charge Ladegerät 4,5V 4,6A also 20,7W.

USB Power Delivery ist also schneller als normales Laden, aber etwas langsamer als das proprietäre Super Charge.

 

USB Power Delivery und Notebooks

USB Power Delivery kommt auch bei einigen Notebooks zum Einsatz. Allerdings ist hier die Integration teils etwas „komplex“.

Grundsätzlich kann jedes USB Power Delivery Ladegerät und Powerbank bis zu 5 Spannungsstufen haben, 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Je nach Leistung des Ladegerätes kann jede dieser Stufen zwischen 1A und 5A besitzen. Das Maximum wären also 20V 5A (100W). Aber gerade Powerbanks haben meist eine recht beschränkte Leistungsfähigkeit, wo das Problem liegt.

Die Apple MacBook Pros sind hier absolut vorbildlich! Egal was man von Apple hält aber hier haben sie einen perfekten Job gemacht von dem sich jeder Hersteller eine Scheibe abschneiden könnte.

Apple MacBooks (Pro) akzeptieren fast alle Spannungen und Ströme die Ihr diesem vorsetzt. Ein MacBook kann also mit 5V 2A, 9V 2A, 15V 1A+ oder 20V 1-3A laden, je nachdem was für ein Ladegerät Ihr anschließt.

Hierdurch kann ein Apple MacBook Pro an fast jeder Powerbank und an fast jedem Ladegerät laden, natürlich mit unterschiedlichem Tempo, aber es lädt.

Dies kann man meiner Erfahrung nach nicht über Windows Notebooks sagen! Windows Notebooks sind hier in der Regel recht zickig und akzeptieren nur eine 20V Spannungsstufe. Hat also das Ladegerät oder die Powerbank keine 20V Spannungsstufe kann man das Aufladen komplett vergessen!

Um die ganze Sache noch komplizierter zu machen benötigen einige Notebooks eine „Mindestleistung“. Beispielsweise das Dell XPS 13 9370 benötigt mindestens 20V und 1,5A damit dieses lädt und selbst das reicht nicht immer.

Viele Windows Notebooks benötigen mindestens 20V und 2A. Leider ist es fast unmöglich herauszufinden was die genauen Mindestvoraussetzungen sind. Wenn Ihr auf Nummer sicher gehen wollt, versucht die Daten des Ladegerätes zu erreichen, hat dieses 45W sollte ein 45W USB Power Delivery Ladegerät sicher auch funktionieren.

Wichtig! Wählt Ihr ein kleineres Ladegerät als die originale Beilage ist es möglich, dass das Aufladen effektiv auch langsamer geschieht, bzw. je nach Last völlig stoppt.

Nutzt Ihr ein 30W Ladegerät an einem Apple MacBook Pro ist dies genug das Notebook auch beim gleichzeitigen Video schauen, Websurfen oder Office Nutzung zu laden. Lastet Ihr das Notebook sehr stark aus, beispielsweise Ihr schneidet ein Video, dann kann es aber passieren, dass 30W nicht genug sind gegenzuladen. In diesem Fall wird der Akku langsam entladen!

Aktuelle Notebooks benutzen beim Websurfen usw. in der Regel zwischen 8-20W, bei Volllast kann dies je nach Notebook auf 40W+ problemlos ansteigen.

Aber warum sind Apple MacBooks hier so viel unproblematischer als Windows Notebooks? Eine genaue Antwort kann ich Euch nicht sagen, aber ich habe zwei Theorien.

Option A, Windows Notebook Herstellern ist es einfach egal, dass es praktisch ist sein Notebook an einer beliebigen Powerbank zu laden. Ihr sollt ja wenn es nach diesen geht eh nur original Zubehör nutzen.

Option B, es fehlen die Ladecontroller. Es ist aber auch möglich, dass dies einen technischen Grund hat. Dell, Acer, ASUS usw. Designen zwar Notebooks selbst, entwickeln aber keine eigenen Prozessoren oder Controller. Diese werden einfach auf dem Weltmarkt zugekauft. Eventuell gibt es hier einfach keinen Ladecontroller der mit allen Spannungen und hohen Strömen gleichzeitig umgehen kann.

Apple hingegen hat in seinen Notebook teils Eigenentwicklungen bzw. nimmt so viele Geräte ab dass Zulieferer für Apple exklusive Chips Designen. Es ist also möglich das Apple einfach aktuell die exklusive Rechte am einzigen Ladecontroller hat der aktuell in der Lage ist an jeder USB Spannungsquelle zu laden.

Praktisch nehme ich an es ist vermutlich eine Mischung aus beiden Punkten. Es verursacht für Hersteller Arbeit und Kosten sein Notebook an allen Powerbanks ladbar zu machen und die dafür passenden Ladecontroller/Elektronik scheinen noch recht selten zu sein.

 

Kann mein Gerät bei nicht Kompatibilität kaputt gehen?

Eine Frage die sich sicherlich viele Nutzer stellen ist, ob es zu Beschädigungen kommen kann wenn auf einen falschen Ladestandard gesetzt wird, bzw. bei USB Power Delivery die falsche Spannungsstufen verfügbar sind.

Die Antwort ist ein klares, eigentlich nicht.

Keiner der Schnellladestandards jagt einfach eine höhere Spannung durch die Leitung. Es gibt zuerst eine Kommunikation mit dem angeschlossenen Gerät, frei nach dem Motto „hey welche Spannungen kann ich dir nach Standard XYZ liefern?“.

Reagiert darauf das angeschlossene Gerät nicht wird entweder gar keine Spannung angelegt oder nur die „sicheren“ 5V.

Dies gilt auch für Notebooks, sofern sich der Hersteller an den Standard gehalten hat gibt es hier eine Kommunikation. Kann sich nicht auf eine Spannung geeinigt werden, wird einfach nix passieren bzw. meist wird das Notebook Anfangen die Powerbank zu laden.

CyberLink PowerDirector 16 Ultra im Test

In den Zeiten von Youtube ist ein gutes Videoschnittprogramm von größerem Interesse denn je. Allerdings so viele gute und große Videoschnittprogramme gibt es gar nicht.

Klar es gibt Adobe Premiere Pro oder Apple Final Cut X, zwei herausragende Programme. Ersteres kostet allerdings 24€ im Monat, was 288€ pro Jahr entspricht, und Final Cut X steht nur Apple Nutzern offen.

Es muss für den normal Nutzer eine gute Alternative her. Diese versucht CyberLink mit dem PowerDirector zu liefern.

Aber wie gut ist der CyberLink PowerDirector 16? Kann dieser wirklich eine Alternative zu den teuren Programmen darstellen?

Schauen wir uns das Ganze doch einmal in einem kleinen Test an, neugierig?

 

Systemanforderung

Beginnen wir mal mit den Systemanforderungen. Was benötigt man für einen Rechner um mit dem CyberLink PowerDirector 16 Ultra Videos zu schneiden?

  • Microsoft Windows 10, 8/8.1, 7 (64 Bit empfohlen)
  • Bildschirmauflösung 1024 x 768, 16-Bit oder höher
  • Arbeitsspeicher 2GB (6GB oder mehr empfohlen)
  • Prozessor Intel Core™ i-series oder AMD Phenom® II und höher
  • Grafikkarte 128 MB VGA VRAM oder mehr
  • Festplattenspeicher 7GB

Dies sind die von CyberLink angegeben Systemanforderungen. In der Praxis sind diese etwas „optimistisch“.

Wenn Ihr ein 640×480 Video schneiden wollt, dann mag das Ganze passen, allerdings bei Full HD oder 4K Aufnahmen empfiehlt sich sicherlich mindestens 4-8GB RAM und ein aktueller QuadCore(oder größer), wobei dieser primär die Export Geschwindigkeit beeinflusst, wenn Ihr also warten könnt, benötigt man keinen allzu schnellen Prozessor, hierbei kann allerdings der PowerDirector 15 ohne Probleme auch 12 CPU Kerne auslasten.

Auch eine etwas aktuellere Grafikkarte ist nicht schlecht da der PowerDirector GPU Beschleunigung unterstützt, welche Euren Prozessor etwas entlastet.

Grundsätzlich könntet Ihr PowerDirector 16 Ultra problemlos auf einem kleinen Notebook oder Ultrabook nutzen, nur die Wartezeiten sind hier dann sehr hoch.

 

Installation und Aktivierung

Die Installation ist an sich kinderleicht. Verwendet entweder die mitgelieferte DVD oder den ca. 800MB großen Download.

Klickt Euch hier einfach durch, mit dem immer auf „weiter“ klicken sollte die Installation schnell beendet sein.

Währenddessen werden Euch keine relevanten Fragen gestellt bzw. Ihr müsst keine Einstellungen per Hand vornehmen.

Beim ersten Start muss die Software mithilfe des Keys aktiviert werden. Hierfür ist eine Internet Verbindung zwingend nötig.

Es gibt hier keine offizielle Vorgabe auf wie vielen Computer der Nutzer diese Software gleichzeitig installieren darf, jedoch wurde mir mitgeteilt, dass zwei Computer (also ein PC und ein Laptop zum Beispiel) des selben Nutzers kein Problem wären.

Probleme oder irgendwelche nervigen Registrierungen beim Hersteller sind im Übrigen nicht nötig.

 

CyberLink PowerDirector 16 Ultra

Wie auch schon der PowerDirector 15 ist der PowerDirector 16 Ultra in mehrere Bereiche unterteilt.

Beim Start habt Ihr die Wahl, wollt Ihr nur schnell ein sehr einfaches Video Bearbeiten, dann könnt Ihr in den automatischen Modus gehen.

Hier wählt Ihr einfach die diversen Videoclips die Ihr zusammenschneiden wollt und der PowerDirector puzzelt diese mehr oder weniger automatisch zusammen.

In diesem Modus gibt es keine Zeitleiste oder Ähnliches.

Allerdings denke ich, dass die meisten Nutzer sicherlich der „klassische“ Modus mehr interessiert.

In diesem erhaltet Ihr wie bei jedem großen Videoschnittprogramm üblich ein Fenster mit Zeitleiste auf welcher Ihr Eure Videos erstellt.

Loben muss man hier CyberLink für das Design. Zwar sehen der PowerDirector 15 und 16 fast identisch aus, aber beide Programme wirken deutlich moderner als es beispielsweise bei Magixs Videoschnitt Tools der Fall ist.

Der PowerDirector 16 sieht aus wie man sich ein modernes Videoschnittprogramm vorstellt!

Das Fenster ist in drei Bereiche unterteilt. Links findet Ihr die importierten Clips, wie auch Übergänge, Textvorlagen, Effekte usw.

 

Rechts ist die typische Vorschau wie Euer Projekt gerade aussieht und unten ist die Zeitleiste.

In dieser Zeitleiste werden die Videos und auch Audio/Texte eingefügt und eingeordnet. Theoretisch könnt Ihr bis zu 100 unterschiedliche Ebenen in Eurer Zeitleiste haben.

Wie kann man Videos bearbeiten im PowerDirector 16? Die Basis Funktionen sind selbstverständlich vorhanden, es ist also problemlos möglich Videos zu kürzen, teilen, Text einzublenden, Übergänge auszuwählen, Effekte über das Video zu legen und noch einiges mehr.

Dabei können eigene Textvorlagen, Übergänge oder auch Effekte erstellt werden oder aus dem Internet heruntergeladen werden. Auf der Herstellerwebseite gibt es einige Vorlagen, welche teilweise aber etwas verspielt sind für meinen Geschmack..

Dazu kommen Unteroptionen welcher sich durch das Anklicken des Clips erreichen lassen.

Dazu gehören zum einen die PowerTools welche es ermöglichen beispielsweise aus einem 2D Video ein 3D Video zu machen, das Videos zu zoomen, die Videogeschwindigkeit zu verändern usw. Auch ein Bewegungstracker ist hier zu finden.

Fast noch wichtiger ist aber die Korrigieren/Verbessern Option. Hier könnt Ihr die Beleuchtung anpassen, den Weißabgleich verändern, das Video nachträglich stabilisieren, etwas das Rauschen verringern, Farben anpassen, einen künstlichen HDR Effekt einfügen usw.

Hier habt ihr wirklich viele Optionen Eure Aufnahmen nachträglich zu optimieren.

Dabei funktionieren Dinge wie der Videostabilisator oder auch das Entrauschen erfreulich gut!

Bedenkt aber das auch der Videostabilisator keine Wunder wirken kann. Um das Video zu stabilisieren wird in das Video hereingezoomt, um die Bewegungen auszugleichen. Das Ganze ist weniger für eine Action Cam auf einem Motorrad gedacht, sondern mehr um Schrittbewegungen usw. auszugleichen.

Ein leichtes Entrauschen habe ich in der Regel bei allen meiner Videos die ich mit dem PowerDirector 16 schneide immer aktiv. Allerdings frisst das Entrauschen doch ein gutes Stück Leistung, dazu später mehr.

Um die optimale Bearbeitung für Euer Video zu finden kann die Inhaltsanalyse helfen. Hierbei wird der gewählte Clip automatisiert untersucht und Euch gesagt, an welchen Stellen beispielsweise das Licht schlecht war oder das Video unscharf wurde.

Praktisch, aber hier fehlt mir vielleicht so ein wenig die automatische Korrektur. Ähnliches gilt auch für die Korrigieren/Verbessern Option, hier fehlt mir die „Auto Button“ Lösung etwas. Ein Klick und das Programm entscheidet selbst wie stark entrauscht werden muss usw.

Aktuell müsst Ihr dies noch komplett selbst entscheiden, was natürlich okay ist.

Selbstverständlich gibt es noch mehr Optionen und Features wie Chroma Key oder Farbtabellen, aber ich denke dies waren erst einmal die wichtigsten für 90% der Nutzer.

 

Audio

Audio ist so eine Sache welche gefühlt etwas vernachlässigt wird beim PowerDirector. Natürlich könnt Ihr den Ton Abmischen oder direkt im PowerDirector Aufnahmen machen.

Wollt Ihr aber beispielsweise Sprachaufnahmen gesondert im Detail bearbeiten werdet Ihr in den WaveEditor geworfen.

Der WaveEditor ist ein komplett eigenständiges Programm, welches eher mäßig zum PowerDirector passt.

Wollt Ihr also wirklich den Ton/Audioaufnahmen machen, würde ich empfehlen AudaCity zu nutzen. Dieses ist hier dem PowerDirector in allen Belangen überlegen und gratis.

Ich nutze hier die Mischung, AudaCity für Voice Overs und den PowerDirector für den letztendlichen Schnitt.

 

Formate

Welche Formate unterstützt der PowerDirector 16?

Beginnen wir mit dem Formaten, die der PD16 Importieren kann: H.265/HEVC, MOV (H.264 und alpha PNG), MPEG-2, MPEG-4 AVC (H.264), FLV (H.264), Dual-Stream AVI, MKV, AVI, WMV, DivX, 3GPP2 WAV, MP3, WMA, M4A, OGG, FLAC, AAC.

In Kurzform so ziemlich alles was man aktuell auf dem Markt finden kann. In meinem Test zeigte sich der PowerDirector 16 hier wirklich sehr unproblematisch.

Bei den Formaten, welche der PowerDirector 16 erstellen kann, ist die Liste etwas kürzer. Allerdings finden sich hier alle im Jahr 2018 relevanten Formate wie H264 mp4, H265 mp4, AVI, MPEG2, WMV oder XAVC.

Hierbei sind primär die beiden Ersteren empfehlenswert.

 

Performance und Stabilität

Nicht ganz unwichtig ist natürlich die Performance und Stabilität eines Videoschnittprogrammes.

Erst einmal kann ich erfreulicherweise berichten keine Abstürze gehabt zu haben.

Was die Performance betrifft macht der PowerDirector 16 erst einmal alles richtig. Cyberlink wirbt hier mit der „TrueVelocity 7 Engine“.

Grob zusammengefasst der PowerDirector 16 macht von allen Möglichkeiten nutzen den ? Video Export zu beschleunigen.

Hierzu gehört beispielsweise der Intel Quick Sync Support oder das Nutzen von Nvidia/AMD GPUs um den Export zu beschleunigen.

Gerade auf aktuellen Intel Rechnern gehen hierdurch Videoexporte mit dem CyberLink PowerDirector 16 recht flott. Schneller als beispielsweise bei Magix Video Deluxe.

Wobei Flott natürlich immer relativ ist. Der PowerDirector macht einen guten Job die vorhandene Hardware zu nutzen.

Wollt Ihr aber 4K Videos mit x Effekten auf einem Dual Core schneiden und exportieren dann kann das Programm auch nicht helfen.

Ähnliches gilt auch generell für Effekte! Die meisten Effekte wie Video Stabilisierung oder Rauschentfernen wird anscheinend ausschließlich über die CPU berechnet. Wie aber jeder weiß, ist die GPU eigentlich schneller bei so etwas.

Allerdings ist dies bei den meisten anderen Video Schnittprogrammen dies kaum anders.

Hier einmal ein paar Zahlen. Es wurde ein 3 Minütiges Testvideo auf zwei Notebooks erstellt und exportiert.

Das Video war bei allen Durchläufen grundsätzlich das gleiche. Drei 1 Minute 4K Clips, zwei Text Einblendungen und eine FLAC Audio Datei im Hintergrund.

Exportiert wurde das Video jedes Mal in 4K h264.

Bei Durchlauf 2 wurde zusätzlich Farbe und Belichtung des Videos angepasst, bei Durchlauf 3 zusätzlich noch die einfache Bildstabilisierung und ein Rauschfilter hinzugeschaltet.

  • Notebook 1 ist ein Dell XPS 13 mit Intel Core i7 8550U und 16GB RAM.
  • Notebook 2 ist ein Alienware 15 mit Intel Core i9 8950HK, 32GB RAM und Nvidia GTX 1080.

Zusätzlich zu den zwei Notebooks und drei Durchläufen mit unterschiedlicher Intensivität gibt es jeweils einen Durchlauf mit und ohne Intel Quick Sync.

4K Video Export dauert. Wie lange es dauert hängt dabei natürlich sehr von Eurer Hardware ab und zum anderen sehr von der Art der Bearbeitung.

Während der 3 minütige Clip bei einer sehr einfachen Bearbeitung in bis zu unter 2 Minuten exportiert ist, kann der gleiche Clip bei etwas aufwendigeren Filtern, Stabilisierung usw. bis zu 30 Minuten dauern.

Dabei scheint die Grafikkarte beim PowerDirector 16 kaum eine große Rolle zu spielen. Die GTX 1080 im Alienware Notebook (die so ziemlich größte Grafikkarte aktuell auf dem Markt) wurde beim Basis Video Export gerade mal 20-30% ausgelastet.

Beim letzten Export mit Stabilisierung, Farbanpassung usw. sogar nur unter 10%.

Viel interessanter ist allerdings Intel Quick Sync. Dieses bringt einen signifikanten Leistungsschub!

 

Fazit

CyberLink macht mit seinem PowerDirector 16 sehr viel richtig und ist auch dieses Jahr wieder mein Lieblings Videoschnitt Programm.

Geht es Euch nur um einen guten Basis Videoschnitt ist der PowerDirector nicht schlechter als Adobe Premiere Pro oder Apple Final Cut X.

Natürlich wollt Ihr tiefer in den Videoschnitt eintauchen bieten die Programme von Adobe und Apple natürlich noch mal ein Stück mehr Möglichkeiten und Optionen.

Dies spiegelt sich dann aber auch im Preis dieser Programme wieder. Vergleichen mit der eigentlichen Konkurrenz, Premiere Elements oder Magix Video Deluxe Premium, ist der PowerDirector 16 vorzuziehen.

Der PowerDirector wirkt wie das modernere und Benutzerfreundlichere Programm. Auch der Funktionsumfang ist mehr als ausreichend und der Einstieg erfreulich simpel.

Funktionen sind dabei reichlich vorhanden, auch über die Basis Bearbeitung hinaus. Gerade das Farbmanagement funktioniert gut bis sogar sehr gut!

Hierdurch ist auch der Preis von 59€ bzw. 79€ mehr als gerechtfertigt. Lediglich wenn Ihr vom PowerDirector 15 kommt, wird sich vermutlich ein Upgrade nicht lohnen.

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Die neuen Wavemaster CUBE NEO Lautsprecher im Test, die bessere alternative zu 2.1 Systemen

Wavemaster gehört ganz klar zu meinen favorisierten Herstellern wenn es um Computer Lautsprecher bzw. generell kleine Sound-Systeme geht. Diese haben nun mit den CUBE NEO ihre neusten Lautsprecher vorgestellt, welche in die tiefen Fußspuren der sehr beliebten „CUBE“ treten sollen.

Wenn man an PC Lautsprecher denkt, hat man in der Regel ein 2.1 System vor Augen, mit zwei kleinen Hochtönern und einem Subwoofer. Allerdings geht der Trend auch bei PC Lautsprechern eher zu den klassischen Stereo Lautsprechern, meist eine Form von Studio Monitoren oder Regallautsprechern.

Eine absolut sinnvolle Entwicklung! Viele dieser aktuell verfügbaren 2.0 Systeme sind den typischen 2.1 Konkurrenten oftmals in allen Belangen überlegen.

Genau so ein 2.0 System sind auch die CUBE NEO! Diese wollen mit einem starken Klang, wie auch hochwertigen Design und einer großen Anschlussvielfalt punkten.

Aber gelinkt dies? Klingen die Wavemaster CUBE NEO wirklich so gut wie der Hersteller verspricht? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Wavemaster für das Zurverfügungstellen der Lautsprecher für diesen Test.

 

Die Wavemaster CUBE NEO im Test

Wavemaster setzt auch bei den neuen CUBE NEO Lautsprechern auf ein vertrautes und klassisches Regallautsprecher Design.

Hierzu passt auch die Größe von 175 x 245 x 200mm, welche ausreicht groß für einen guten Klang ist, aber kompakt genug das diese auf den meisten Schreibtischen platzfinden sollten. Kleiner Tipp besorgt Euch Wandhalterungen dann nehmen die Lautsprecher überhaupt keinen Platz auf dem Tisch ein, so mache ich dies auch.

Beim Gehäuse setzt Wavemaster erfreulicherweise auf Holz, was auch den hohen Qualitätseindruck unterstützt. Das MDF Holzgehäuse ist dabei mit weißem/schwarzen Lack beschichtet. Dieser matte Lack ähnelt dem klassischen Schleiflack durchaus ein gutes Stück.

Hierdurch sehen die Lautsprecher schick und hochwertig aus. Generell ist ja das minimalistische Design, welches Wavemaster hier praktiziert gerade sehr beliebt.

Auf der Front beider Lautsprecher sind zwei Treiber Einheiten angebracht, welche unter einem runden metallenen Gitter etwas versteckt sind. Bei den Treibern handelt es sich zum einen um eine 25mm Seidenkalotte, welche für die Höhen zuständig ist, wie auch um eine 130mm Cellulose­Konusmembran. Letztere übernimmt natürlich den Job des Mittel/Tieftöners.

Über einen Subwoofer verfügt das Wavemaster CUBE NEO System erst einmal nicht. Allerdings würde sich ein Subwoofer „nachrüsten“ lassen. Hier könnt Ihr generell jeden beliebigen aktiven Subwoofer nehmen oder Wavemasters eigenen FUSION Subwoofer, die Wahl ist Euer.

Die Wahl habt Ihr auch bei den Anschlüssen. Einer der beiden Lautsprecher des CUBE NEO Systems ist aktiv, der andere passiv.

Der aktive Treiber verfügt zum einen auf der Front über ein kleines Drehrad für die Lautstärke, wie auch auf der Rückseite über diverse Anschlüsse. Neben den Stromanschluss (das Netzteil ist intern) und dem Anschluss für den zweiten Lautsprecher (normales Lautsprecherkabel) sind gleich vier verschiedene Eingänge vorhanden.

Neben zwei analogen Eingängen sind auch zwei digitale Verbindungen vorhanden. Bei den analogen Anschlüssen handelt es sich um einen Chinch Eingang, wie auch um einen normalen 3,5mm Port. Bei den digitalen Verbindungen habt Ihr die Wahl zwischen TOSLINK (optische Verbindung) oder Bluetooth.

Hierbei ist natürlich TOSLINK die qualitativ hochwertigste Verbindungsmöglichkeit, zumal intern ein 24 Bit/96 kHz DAC vorhanden ist.

Welchen Eingang Ihr gerade nutzt versucht der Lautsprecher selbstständig zu erkennen. Alternativ könnt Ihr die Eingänge auch mit der beiliegenden Fernbedienung wählen.

Die beiliegende Fernbedienung macht einen soliden Eindruck. Diese erlaubt das manuelle Ein/Ausschalten der Lautsprecher, die Eingangsauswahl, die Lautstärke Wahl und eine Verstellung des EQ.

Die CUBE NEO verfügen im Übrigen über eine automatische Abschaltung, wenn für rund 30 Minuten kein Ton wiedergegeben wird. Dies hatte in meinem Test auch problemlos funktioniert.

Der Standby Stromverbrauch liegt dabei bei sehr geringen 0,3W.

 

Wie klingen die Wavemaster CUBE NEO?

Kommen wir zu dem Punkt wofür Ihr vermutlich diesen Test lest, dem Klang. Hier war ich anfangs bei den Wavemaster CUBE NEO hin und her gerissen.

Warum? Auf der Standard-Einstellung klingen die Lautsprecher etwas langweilig. Höhen und Bässe sind okay, aber auch nichts Besonderes. Die Mitten würde ich sogar als etwas unterdurchschnittlich einstufen.

Allerdings kippt das Bild bzw. der Klang mit zwei Tastendrücken auf der Fernbedienung völlig. Hebt Ihr über diese die Höhen und Bässe auch nur etwas an klingen die Wavemaster CUBE NEO signifikant anders, besser wie ich finde.

Wavemaster hat anscheinend versucht die Lautsprecher von Haus aus wirklich sehr neutral auszurichten. Allerdings fühlen sich diese mit einer etwas dynamischeren Ausrichtung merklich wohler.

Die Hochtöner sind zu sehr klaren und brillanten Höhen absolut problemlos in der Lage. Ähnliches gilt auch für den Bass, welcher wirklich schnell ein sehr beeindruckendes Level erreicht, sofern Ihr diesen etwas hochdreht.

Viele günstigere 2.1 Systeme können hier trotz gesondertem Subwoofer nicht mithalten. Dies ist aber auch nicht überraschend. Ein Lautsprecher verfügt über gute 8 Liter Volumen und einen 130mm Tief/Mitteltöner, was bei vielen günstigeren Systemen schon glatt als Subwoofer durchgehen würde.

Gerade auf kürzere Distanzen können die Wavemaster CUBE NEO ein unheimlich satten und vor allem qualitativ hochwertigen Bass liefern! Dies passt auch zur Angabe von Wavemaster, dass die CUBE NEO auf bis zu 45Hz runter gehen können. Einen Subwoofer habe ich zu keinen Zeitpunkt vermisst.

Dies mag etwas anders aussehen solltet Ihr die Lautsprecher an einem Fernseher in einem großen Wohnzimmer verwenden, aber an einem Schreibtisch oder wie in meinem Fall einem 35-40m² Raum ist die Soundstage hervorragend.

Dies gilt auch für die starke Stereo-Abbildung. Die CUBE NEO machen auch einen starken Job als Nahfeldmonitore.

Allerdings bei allem Lob gibt es natürlich auch Schwächen, dies wären primär die Mitten. Das Anheben der Höhen und Tiefen schwächt natürlich die vonHaus eh eher mittelmäßigen Mitten noch etwas.

Sucht Ihr besonders neutrale „Studio“ Lautsprecher sind die CUBE NEO nicht das Richtige für Euch. Stimmen und Gesang wird weiterhin noch ganz gut abgebildet, aber die Lautsprecher haben eher einen recht „sauberen Klang“.

Dreht Ihr natürlich das Spiel um und senkt die Bässe etwas ab kommen die Mitten wieder etwas besser zum Vorschein.  Hier müsst Ihr selbst eine gewisse Balance finden.

Empfehlen würde ich die Wavemaster CUBE NEO eher aufgrund des spaßigen und dynamischen Klangs als für die besonders guten Mitten.

Bonus Punkte gibt es abschließend für die hohe Pegelfestigkeit und die gute „Rauschunterdrückung“. Im Leerlauf sind die Lautsprecher wirklich komplett leise. Im Gegenzug dreht Ihr die Wavemaster CUBE NEO auf, erreichen diese problemlos Party taugliche Pegel ohne beim Bass einzubrechen.

 

Fazit

Warum kaufen Menschen ein 2.1 Soundsystem von beispielsweise Logitech? Aufgrund des kräftigen Basses durch den Subwoofer natürlich!

Hier ist es faszinierend wie ein System wie das Wavemaster CUBE NEO auch ohne Subwoofer fast mehr Bass liefern kann als die meisten Standard PC Soundsysteme. Sobald Ihr via Fernbedienung den Bass auch nur etwas hochdreht, können die CUBE NEO problemlos einen kleinen bis Mittelgrößen Raum mit sattem Bass füllen. Die Bass Qualität ist dabei auch hervorragend! Tiefgang wie auch Volumen sind stark.

Natürlich können die Wavemaster CUBE NEO nicht nur aufgrund des Basses punkten. Die Lautsprecher bieten generell einen sehr dynamischen und lebendigen Klang. Auch die Stereo Abbildung ist gut. Lediglich bei den mitten schwächeln die Lautsprecher etwas. Ich würde die CUBE NEO nicht für Musiker empfehlen, aber für den normalen Nutzer der gerne etwas mehr Dynamik und Bass mag sind die CUBE NEO ideal!

Aufgrund des integrierten EQ könnt Ihr den Klang auch noch ein gutes Stück nach Euren Wünschen anpassen.

Neben dem Klang muss man die CUBE NEO auch stark für das sehr schicke und schlichte Design, wie auch die Anschlussvielfalt loben!

Bluetooth, optisch, Chinch und ein AUX Eingang stehen Euch zur Verfügung. Damit könnt Ihr die Wavemaster an so ziemlich allen Geräten anschließen, die man sich denken kann.

Kurzum, Ihr sucht ein gutes 2.0 Soundsystem mit schlichtem Design und kräftigen Klang? Dann sind vielleicht die Wavemaster CUBE NEO genau das Richtige für Euch!

Die Ring Spotlight Cam Battery im Test, die bessere alternative zur Netgear Arlo?

Komplett kabellose Überwachungskameras haben den Markt revolutioniert. War es zuvor noch sehr umständlich eine Überwachungskamera nachträglich zu installieren, sofern es keine bestehende Verkabelung gab, ist dies mit den diversen im Handel erhältlichen kabellosen Modellen kinderleicht geworden.

Einfach eine Halterung anschrauben oder aufstellen und fertig! Gab es Anfangs nur ein paar Modelle ist die Auswahl an kabellosen Überwachungskameras mittlerweile deutlich besser geworden.

Hierzu gehört auch die Ring Spotlight Cam Battery.

Ring ist vermutlich eher aufgrund seiner smarten Türklingen bekannt, wo der Hersteller auch der Marktführer ist.

Allerdings versucht Ring sein Sortiment auch Richtung Überwachungskameras auszudehnen. Mit Erfolg? Versuchen wir dies im Test der komplett kabellosen Ring Spotlight Cam Battery herauszufinden. Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an Ring für das Zurverfügungstellen der Überwachungskamera.

 

Die Ring Spotlight Cam Battery im Test

Das entscheidende Feature der Ring Spotlight Cam Battery ist natürlich, dass diese komplett kabellos arbeiten kann. Verglichen mit vielen anderen komplett kabellosen Überwachungskameras ist die Ring Spotlight Cam allerdings etwas größer ausgefallen.

Ring setzt bei dieser auf ein recht großes und kantiges“ Gehäuse. Das Design ist dabei modern und schick, aber auch nicht übermäßig dezent.

Sucht Ihr eine Überwachungskamera welche man überhaupt nicht bemerkt, seid Ihr hier falsch. Dafür kann die Ring Spotlight Cam aber ein paar Tricks die andere Modelle nicht beherrschen, dazu später mehr.

Die Ring Spotlight Cam ist ganz klar für eine Outdoor Nutzung gedacht. Dort wird diese über eine flexible Halterung einfach an einer Wand befestigt. Passendes Montage Material inklusive Schraubendreher liegt bei!

Ring setzt zwar auf Kunststoff für das Gehäuse, dieses wirkt aber gut gemacht. Man merkt schon, dass es sich hier um ein etwas hochwertigeres Produkt handelt.

Auf der Front der Kamera ist natürlich zum einen die Kameralinse, wie auch ein Lautsprecher, ein Mikrofon und zwei LED Leisten angebracht.

Die LED Leisten sind eine große Besonderheit der Ring Spotlight Cam. Neben der klassischen Nachtsicht via IR LEDs kann die Kamera auch eine Art Scheinwerfer beim Erkennen einer Bewegung einschalten.

Dieser ist nicht super kräftig, reicht aber um ca. 5-8 Meter vor der Kamera gut zu beleuchten. Dieses Feature ist dabei nicht nur für die Sicherheit interessant, sondern auch einfach als Komfort Feature.

Habt Ihr am Haus eine dunkele Ecke wo es keine Lampe gibt? Verwendet einfach die Überwachungskamera als eine Art Lampe.

Etwas was Ring bei der Spotlight Cam Battery ebenfalls extrem gut gelöst hat sind die Akkus! Ja Akkus, denn in jede Kamera passen zwei Batteriepacks. Zwar ist nur einer mit im Lieferumfang, aber diese lassen sich für recht günstige 25€ nachkaufen.

Ihr könnt also die Akkus einfach durchwechseln, wenn Ihr mehrere gekauft habt. Ist einer leer, könnt Ihr diesen einfach über die Unterseite entnehmen und aufladen. Währenddessen läuft die Kamera mit dem zweiten Akku weiter.

Auch das Aufladen des Akkus hat Ring gut gelöst. Jeder Akkupack, welcher anscheinend aus zwei 18650 Zellen mit 6040mAh besteht, besitzt einen integrierten microUSB Anschluss. Es wird also kein spezielles Ladegerät benötigt.

Einfach das Akkupack an PC oder Handyladegerät hängen und fertig! Wollt Ihr so etwas bei einer Netgear Arlo machen braucht Ihr ein teures Spezial Ladegerät. Bei den Akkupacks handelt es sich im Übrigen um die gleichen wie bei den Ring Türklingeln.

Um zur Akkulaufzeit etwas zu sagen ist es leider noch etwas früh für mich. Abhängig wie viele Aufnahmen die Kamera machen muss, wird diese bei rund 2-4 Wochen pro Akku Pack liegen.

Ein Vorteil des Akku Betriebs ist auch der Stromverbrauch. Normale Überwachungskameras fressen bei Tag zwischen 3W und 8W, bei Nacht rund das doppelte. Dies ist zwar nicht übermäßig viel, aber so können schon Stromkosten im Bereich 15-20€ pro Kamera pro Jahr zusammen kommen.

Einmal den Akku der Ring Spotlight Cam laden kostet hingegen nur rund 0,006€ bei 0,26€ pro KWh.

 

Einrichtung und Installation

Die Einrichtung der Ring Spotlight Cam fällt recht unspektakulär aus. Zunächst müsst Ihr die Ring App für IOS oder Android herunterladen.

In der App müsst ihr ein Konto beim Hersteller anlegen, was Pflicht ist um die Kamera zu nutzen.

Habt Ihr hier Euer Konto angelegt, landet Ihr auf der Startseite der App wo Ihr die Kamera oder auch andere Ring Produkte hinzufügen könnt.

Wählt hier die Ring Spotlight Cam zum Hinzufügen aus. Habt Ihr dies gemacht Informiert Euch die Ring App, dass Ihr den Akku in die Kamera einlegen und dann die Taste auf der Oberseite drücken müsst.

An der Kamera sollte nun eine LED aufleuchten um Euch zu signalisieren, dass diese bereit ist. Unter Android geht nun der Rest von alleine, unter IOS müsst Ihr Euch per Hand mit einem von der Kamera erstellten WLAN Netz verbinden.

Dies muss geschehen um die Konfiguration auf die Kamera zu schreiben. Diese sucht nun nach WLAN Netzen in der Umgebung und kann sich nach Eingabe des Passwortes mit diesem verbinden. Ist dies geschafft, hört die Kamera natürlich auch wieder auf ein WLAN Netz selbst auszusenden.

Gebt der Kamera noch einen Namen und Ihr seid mit der Basis Einrichtung durch. Das Ganze ist recht unproblematisch.

 

App und Funktionen

Ring nutzt für seine Türklingeln wie auch Überwachungskameras die gleiche App und Ansicht. Habt Ihr also bereits ein Ring Produkt sollte Euch das Ganze sehr vertraut vorkommen. Grundsätzlich macht die App einen sehr guten und vor allem hochwertigen Eindruck. Allerdings ist diese Teils auch etwas verschachtelt.

Auf der Startseite findet Ihr zunächst eine Übersicht mit allen verbundenen Geräten, wie auch einen Aktivitäts- Feed.

In diesem Feed seht Ihr chronologisch alle Ereignisse aufgelistet. Habt ihr nur die Ring Spotlight Cam Battery, sind dies in der Regel erkannte Bewegungen. Aber auch wenn Ihr einen Live View startet wird dieser hier aufgeführt.

Habt Ihr eine Ring Türklingen würden auch von dieser „Alarme“ hier aufgelistet.

Tippt Ihr einen „Alarm“ bzw. eine erkannte Bewegung an, landet Ihr bei der ihrer Aufzeichnung. Hier könnt Ihr die Videoaufnahme ansehen oder auch herunterladen/weiterleiten.

Wählt Ihr die Kamera aus landet Ihr in ihren Einstellungen . Hier könnt Ihr die Live-Ansicht starten, den Gerätestatus sehen (WLAN Qualität, Akku usw.), wie auch diverse Einstellungen bezüglich Benachrichtigungen und Aufnahme anpassen.

Von Haus aus erhaltet Ihr bei jeder erkannten Bewegung eine Nachricht aufs Smartphone. Hier könnt Ihr entweder die „Intensivität“ dieser Benachrichtigungen einstellen, falls sich Personen dauerhaft vor der Kamera aufhalten Ihr nicht konstant Nachrichten erhaltet oder die Benachrichtigungen abschalten.

Schaltet Ihr die Benachrichtigungen ab, nimmt die Kamera weiterhin beim Erkennen einer Bewegung auf, aber Ihr werdet darüber nicht live Informiert.

Alternativ könnt Ihr auch nur spezielle Zeiten einstellen in welchen es Alarm geben soll.

Die Bewegungserkennung könnt Ihr von der Intensivität frei einstellen. Auch ist es möglich den Winkel, in welchem die Kamera auf Bewegungen achtet, anzupassen.

Zwar wirbt Ring nicht gezielt damit, dass die Bewegungserkennung nur Menschen erkennt, aber diese funktionierte bei mir sehr zuverlässig. Sich im Wind bewegende Bäume usw. lösten die Bewegungserkennung nicht aus! Menschen hingegen selbst auf Distanzen von 15+ Metern schon.

Damit ist die Bewegungserkennung signifikant besser als die von Netgear in seinen Arlo Kameras (welche auch wirklich nicht gut ist).

Allerdings auch bei der Ring Spotlight Cam braucht es kurz ehe die Aufnahme nach dem Erkennen einer Bewegung startet. Wir reden hier aber von ca. 2 Sekunden. Das Starten der Live Ansicht dauert ca. 5 Sekunden.

Was kann nun alles passieren wenn eine Bewegung von der Kamera erkannt wird? Zunächst erhaltet Ihr eine Benachrichtigung auf dem Smartphone und eine Aufnahme wird gestartet. Letzteres allerdings nur wenn Ihr einen Ring Protect-Plan habt, mehr dazu später.

Zusätzlich werden bei Nacht die LED Scheinwerfer eingeschaltet. Diese bleiben ca. 30 Sekunden aktiv und haben dann eine kurze „Abklingzeit“ vermutlich um Akku zu sparen. Auch ist es möglich eine Sirene ertönen zu lassen. Diese ist mit 110db sehr laut! Daher ist diese von Haus aus auch nicht aktiv.

Video Aufnahmen werden NICHT auf der Kamera gespeichert sondern immer in die Cloud geladen. Hierüber kann man sicherlich streiten, aber es hat auch seine Vorteile. Selbst wenn ein Einbrecher die Kamera klaut oder beschädigt, sind die Aufnahmen bereits in Sicherheit in der Cloud.

Würden die Aufnahmen nur auf der Kamera gespeichert, könnte es dann ein Problem geben. Was ich etwas schade finde ist, dass es nicht möglich ist die Aufnahmen in eine eigene Cloud oder FTP Server zu laden, aber dies ist bei den meisten Cloud Kameras nun mal nicht möglich.

 

Folgekosten (Ring Protect-Pläne)

Wie die meisten Cloud Kameras ist auch bei der Ring Spotlight Cam ein Abo nötig um diese vernünftig zu nutzen.

Habt Ihr dieses Abo nicht könnt Ihr zwar weiterhin die Live Ansicht betrachten und Alarm bei einer erkannten Bewegung erhalten, aber es werden keine Aufnahmen gesichert!

Um Aufnahmen zu sichern, müsst Ihr einen von zwei Ring Protect-Plänen abschließen. Das kleine Abo kostet 3€ (bzw. 30€ pro Jahr) und das große 10€ (bzw. 100€ pro Jahr) pro Monat.

Beide Abos bieten eine Speicherung aller Aufnahmen von 60 Tagen. In diesem Zeitraum könnt Ihr alle Aktivitäten nachträglich überprüfen bzw. ansehen.

Für 3€ pro Monat, bzw. 30€ wenn Ihr ein Jahr abschließt, könnt Ihr so eine Kamera nutzen. Für 10€ im Monat bzw. 100€ im Jahr umfasst das Abo beliebig viele Ring Produkte die Ihr habt.

Dies gilt dabei nicht nur für die Kameras sondern auch für die Türklingeln von Ring, welche ebenfalls eine Überwachungsfunktion bieten! Zusätzlich sind alle Ring Geräte die Ihr besitzt im großen Protect Plus Plan mit einer lebenslangen Garantie ausgestattet.

Was halte ich von dem Ganzen? Ich bin kein Fan von „monatlichen Abos“, davon gibt es viel zu viele die einem aktuell aufgedrängt werden in der Technikwelt, von daher liegt mir das bei Ring auch etwas schwer im Magen. Zumal Netgear bei seinen Arlos ein gutes „Basis“ Paket geschnürt hat. Bei Ring ist die Überwachungskamera ohne das Abo nur ein teures Babyfone mit Kamera.

Allerdings ist die Preisgestaltung beider Protect-Pläne fair. 30€ im Jahr für 60 Tage Speichern von Videoaufnahmen ist Okay, hier kann man sich nicht zu laut beschweren.

Auch die 10€ im Monat für unbegrenzt Kameras und dauerhafter Garantie auf seine Geräte während das Abo läuft geht in Ordnung.

Zum Vergleich bei Nest zahlt man 10€ pro Kamera für 10 Tage Speicherung!  Bei Netgear Arlo sind 7 Tage oder 1GB Speicherung Gratis. Für 30 Tage (bzw. 10GB) zahlt Ihr dort 9€ im Monat.

Unter den bezahlten Abos ist also Ring einer der günstigsten.

 

Bildqualität

Die Ring Spotlight Cam verfügt über einen Full HD Kamerasensor. Allerdings lasst Euch hiervon nicht zu sehr beeinflussen. Vermutlich aufgrund des kabellosen Designs und der damit einhergehenden Ausrichtung auf einen möglichst niedrigen Energieverbrauch kostet einiges an Bildqualität.

Die Bitrate ist ähnlich wie bei Netgear und Reolinks Kameras sehr gering!

Bei Tag geht die Bildqualität allerdings völlig in Ordnung. Die Schärfe ist ordentlich genau wie die Weitsicht.

Bei Nacht schwächelt die Ring Kamera allerdings etwas. Die IR Scheinwerfer scheinen keine besonders hohe Reichweite zu haben. Alles über eine Distanz von ca. 10 Metern verwischt doch ein gutes Stück. Dafür hat die Ring Spotlight Cam allerdings noch ein Ass im Ärmel, die LED Scheinwerfer!

Die Ring Spotlight Cam ist die einzige kabellose Überwachungskamera welche hierdurch beim Erkennen einer Bewegung auch in Farbe aufnehmen kann.

Diese Scheinwerfer sind zwar auch nicht super stark, aber machen doch einen guten Job! Man kann deutlich mehr Details erkennen als es nur bei einer normalen Nachtsicht der Fall wäre. Beispielsweise die Farbe von Kleidung usw.

 

Ring vs. Arlo

Wenn Ihr Euch für eine kabellose Überwachungskamera interessiert, werdet Ihr vermutlich auch die Netgear Arlo kennen. Die Netgear Arlo ist der Markführer unter den kabellosen Überwachungskameras und auch eins der ersten wirklich guten Modelle in diesem Bereich.

Von daher ist sicherlich ein Vergleich der Ring Spotlight Cam Battery und der Netgear Arlo Pro 2 sicherlich nicht ganz uninteressant.

Grundsätzlich haben beide Systeme natürlich ihre Stärken und Schwächen, hier eine kleine Übersicht:

Netgear Arlo Pro 2

  • + Sehr kompakt
  • + Sehr gutes Halterungssystem mit viel Zubehör
  • + Gratis Basis Cloud Angebot
  • + Bringt ihr eigenes WLAN mit (via Basis Station)
  • – Kein direktes Einbinden in das eigene WLAN
  • – Benötigt Basisstation (zusätzlicher Stromverbrauch)
  • – Bewegungserkennung mittelmäßig
  • – Hoher Anschaffungspreis
  • – Hohe Akkupreise!

 

Ring Spotlight Cam Battery

  • + Zwei Akkus pro Kamera möglich
  • + Akkus lassen sich außerhalb der Kamera laden
  • + Direkte Einbindung ins bestehende WLAN
  • + Überlegene Bewegungserkennung
  • + LED Scheinwerfer
  • – Nachtsicht schwächer
  • – Folgekosten für Videoaufnahme
  • – Akkulaufzeit

 

Starten wir einfach mal mit den Stärken der Netgear Arlo Pro 2 verglichen mit der Ring Kamera. Die größte Stärke ist vermutlich das gratis Cloud System bei Netgear. 7 Tage lang könnt Ihr gratis Aufnahmen sichern, was durchaus für die meisten Nutzer völlig ausreichend ist.

Ebenfalls eine Stärke der Arlo Serie ist die Halterung. Arlo setzt auf eine „Magnetkugel“ welche von diversen Konkurrenten kopiert wurde. Unter anderem hierdurch gibt es eine große Auswahl an Halterungen für innen und außen. Egal wo oder wie Ihr Eure Kamera montieren wollt, es gibt eine passende Halterung für wenig Geld.

Neben den etwas kompakteren Abmessungen der Alro Pro verglichen mit der Spotlight Cam Battery war es dies auch schon an eindeutigen Vorzügen.

Etwas schwieriger ist der grundsätzliche Aufbau des Arlo vs. Ring System. Die Ring Spotlight Cam Battery wird direkt in Euer bestehendes WLAN System eingebunden.

Die Vorteile liegen auf der Hand, es geht schnell unkompliziert und verursacht keine Folgekosten. Netgear auf der anderen Seite setzt auf eine Basisstation. Bei der Basisstation handelt es sich im großen und ganzen nur um einen WLAN Router, der aber ausschließlich für die Arlo Kameras ist.

Diese Basisstation hat allerdings eine recht große Reichweite = Ihr müsst Euch keine Gedanken machen „oh reicht das WLAN überhaupt bis zu dem Ort wo ich die Kamera montieren möchte“. Und ja Full HD Video braucht schon ein „okayes“ WLAN Signal.

Im Gegenzug frisst die Basisstation aber konstant etwas Strom und kann gerade in dicht besiedelten Gebieten Euer Haupt-WLAN etwas stören, sofern keine Ausweich-Kanäle mehr frei sind.

Sofern Ihr über ein vernünftiges WLAN verfügt, gefällt mir das System von Ring besser. Falls am Ort wo Ihr die Kamera aufhängen wollt kein WLAN ist und Ihr Euer WLAN dorthin nicht erweitern wollt/könnt ist Arlo aber vielleicht die bessere Wahl.

Grundsätzlich kostet eine Ring Spotlight Cam Battery und Netgear Arlo Pro 2 ähnlich viel in der Anschaffung (200€+). Allerdings benötigt Ihr bei Netgear die Basisstation, also ein Starterset. Hierdurch sind die neu Anschaffungskosten bei Netgear etwas höher.

Bei der Bildqualität sehe ich keine großen Unterschiede. Die Arlo Pro 2 ist vielleicht etwas stärker, aber die Ring Spotlight Cam bietet dafür den LED Scheinwerfer und somit Farbaufnahmen bei Nacht.

Auch generell kann der LED Scheinwerfer extrem praktisch als eine Art Außenlampe sein. Dieser ist problemlos hell genug einen Weg oder Ähnliches ausreichend zu beleuchten. Eine besonders große Weitsicht bieten beide Modelle bei Nacht allerdings nicht.

Bei den Akkus gibt es wieder zwei etwas unterschiedliche Ansätze. In der Ring Spotlight Cam lassen sich zwei Akkus unterbringen. Ihr könnt einen Akku einfach entnehmen und an einem normalen USB Ladegerät laden (jeder Akku hat einen microUSB Port), während der zweite Akku die Kamera am Laufen hält.

Super komfortabel, zumal die Akkus im Nachkauf mit 25€ preislich sehr fair sind!

Bei Netgear müsst Ihr die komplette Kamera abnehmen und an ein Spezial-Ladegerät (Quick Charge) hängen. Das Laden dauert zwar nur ein paar Stunden, ist aber etwas nerviger.

Es gibt auch eine Ladestation, diese kostet aber satte 70€! Auch die Akkus sind bei der Netgear Arlo Pro mit 80€ schon extrem teuer.

Im Gegenzug ist allerdings die Akkulaufzeit bei Netgear besser, zu mindestens wenn man in der Ring Kamera nur einen Akku nutzt.

Zu guter Letzt ein sehr großer Vorteil der Ring Spotlight Cam ist die deutlich bessere Bewegungserkennung. Bei der Alro Pro 2 ist es nicht leicht die passende Einstellung zu wählen, so dass im Wind wackelnde Bäume den Alarm nicht auslösen, aber auf Distanz vorbeilaufende Personen schon.

Netgear hat zwar ein Smart Update angekündigt, welches dieses Problem beheben soll, aber das Update verzögert sich aktuell immer weiter und ist zum Zeitpunkt dieses Tests noch nicht verfügbar.

Die Ring Spotlight Cam hingegen hatte kaum bis keine Probleme mit Fehlalarm (wenn mal ein Vogel nah vorbeifliegt kann dies schon passieren), erkannte aber Personen selbst auf hohe Distanzen zuverlässig.

Kurzum beide Systeme haben Ihre Stärken und Schwächen, entscheidet am besten selbst was besser zu Euch passt.

 

Fazit

Ring hat mit der Spotlight Cam Battery eine der interessantesten bzw. sogar die interessanteste kabellose Überwachungskamera aktuell auf dem Markt im Sortiment.

Diese kann durch eine sehr gute und zuverlässige App, durchdachte Funktionen und eine sehr zuverlässige Bewegungserkennung punkten. Gerade Letzteres hebt diese stark von Konkurrenz-Modellen ab.

Auch Dinge wie beispielsweise die sehr praktischen LED Strahler sind ganz klar ein großer Mehrwert. So kann man die Ring Spotlight Cam auch als eine Art Lampe mit Bewegungsmelder für dunkle Stellen am Haus gebrauchen.

Weitere Stärken sind beispielsweise die 2 Wege Kommunikation, welche dank gutem Lautsprecher auch sehr gut funktioniert, die niedrigen Zubehör Preise (ein Akku 25€), das zwei Akkus pro Kamera verbaut werden können, das die Akkus ohne Spezial Ladegeräte laden usw..

Die Bildqualität ist bei Tag sehr solide! Auch bei Nacht ist grundsätzlich die Bildqualität sehr gut, aber die Weitsicht ist nicht übermäßig hoch. Ein gängiges Problem aufgrund des Akkubetriebs.

Als kleinen Bonus bietet die Kamera dafür Farbaufnahmen bei Nacht sobald sich die LED Strahler aktivieren.

Zwar bin ich mit dem grundsätzlichen Akkusystem der Ring Spotlight Cam sehr zufrieden (die Akkus sind von der Handhabung klasse) aber die Akkulaufzeit ist mit 2-4 Wochen eher mittelmäßig. Sofern möglich würde ich dazu raten das kleine Solar Panel für die Ring Kamera dazu zu kaufen.

Ich denke der letztendlich entscheidende Punkte für oder gegen die Ring Spotlight Cam ist die Frage, ob Ihr mit dem Abo leben könnt. Dieses kostet ab 30€ im Jahr (bzw. 3€ im Monat) und ist Pflicht. Ja man kann die Kamera auch ohne dieses Abo nutzen, aber dann habt Ihr keine Aufzeichnungen, was irgendwie auch sinnlos ist.

Für diese 30€ im Jahr erhaltet Ihr 60 Tage Videoaufzeichnung in der Cloud. Grundsätzlich sind 30€ im Jahr sehr fair, aber können schon verständlicherweise für etwas Bauchschmerzen sorgen. Man hat eine recht teure Kamera gekauft, die man nur mit Abo nutzen kann.

Die Cloud Aufzeichnung hat im Vergleich zu einer microSD Karte allerdings auch Vorteile. Wird die Kamera vom Einbrecher einfach mitgenommen oder zerstört, könnt Ihr die Aufnahmen immer noch abrufen, was bei einer lokal verbauten Speicherkarte nicht möglich wäre.

Kurzum die Ring Spotlight Cam Battery ist eine hervorragende kabellose Überwachungskamera, welche ich Euch mit gutem Gewissen empfehlen kann, sofern Ihr auch bereit seid die 30€ im Jahr zu Zahlen und eventuell das kleine Solar Panel zu kaufen bereit seid.

Sofern die Kamera sonnig aufgehängt ist, kann dieses doch den Komfort deutlich erhöhen und das Akku wechseln und laden ersparen.

Im Gegenzug werdet Ihr dann aber mit einer absolut zuverlässigen und guten Überwachungskamera belohnt!

Positiv

  • + Schicke Optik
  • + Zuverlässige Bewegungserkennung
  • + Sehr gutes Akku System
  • + Gute und einfache App
  • + LED Scheinwerfer
  • + Solide Bildqualität
  • + Einfach Installation und Montage
  • + Sehr faire Abo Preise

 

Neutral

  • 0 Weitsicht bei Nacht mittelmäßig
  • 0 Akkulaufzeit rund 2-4 Wochen bei einer normalen Nutzung (x2 bei Zwei Akku Packs)

Negativ

  • – Abo für eine vernünftige Nutzung nötig