Die besten SSDs Mitte 2019, techtest.org Bestenliste und Empfehlungen!

SSDs sind aus unseren Computern und Notebooks nicht mehr wegzudenken. Dies auch zu Recht! Eine SSD bringt im Alltag meist mehr Performance als jedes CPU Upgrade.

Dementsprechend gibt es auch duzende SSDs im Handel von diversen Herstellern. Einige dieser SSDs habe ich auch bereits für Techtest.org getestet. Genau genommen sogar so viele, dass ich mir anmaße einen guten Überblick über die aktuell verfügbaren Modelle zu haben.

Die Empfehlenswertesten Ssds Mitte 2019 1

Allerdings da Techtest nicht unbedingt die übersichtlichste Seite ist und Ihr vielleicht auch nicht Lust habt X Tests durchzusehen, möchte ich Euch mit diesem kleinen Artikel weiterhelfen.

Hier eine Übersicht welche SSDs ich aktuell empfehlen würde und an welchen Nutzer!

 

SSD Tests auf Techtest.org

Folgende SSD Tests finden sich auf Techtest.org:

 

SATA vs. NVME, teuer zahlt sich nicht immer aus!

Aktuell habt Ihr bei SSDs die Wahl zwischen SATA basierten Modellen und den neueren NVME SSDs. Grundsätzlich würde ich Euch immer zu einer NVME SSD raten, sofern Ihr den Steckplatz dafür habt.

Allerdings erwartet in der Praxis keine hohen Leistungsgewinne! Teure SSDs lohnen sich aus Sicht der Alltagsleistung fast nie!

Ich kann hier nur auf den Test „Bringt eine schnelle NVME SSD Gamern wirklich etwas?“ Verlinken. In diesem habe ich die Ladezeiten in diversen Spielen zwischen unterschiedlichen SSDs verglichen.

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Zwischen günstigen NVME SSDs und High End NVME SSDs gibt es +- 0 unterschied! Zwischen NVME und SATA SSDs liegt der Unterschied bei den Ladezeiten in Spielen bei rund 3,5%.

Warum gibt es hier so kleine Unterschiede? Die Ladezeiten auch von anderen Programmen oder Windows hängen einfach noch an anderen Dingen als die reine Lese/Schreibgeschwindigkeit Eurer Laufwerke.

Allgemein wird hier die Lese/Schreibgeschwindigkeit kaum den Ausschlag machen. Viel wichtiger sind die Zugriffszeiten. Diese haben sich von HDDs zu SATA SSDs extrem verbessert, aber von SATA zu NVME SSDs nur noch minimal.

Anders sieht es natürlich aus wenn Ihr viel mit großen Datenmengen arbeitet, hier lohnt klar eine teurere SSD mit höheren Datenraten.

 

Die beste SSD für Euren Desktop

Sagen wir das Geld keine Rolle spielt, dann ist es klar welche die beste SSD für Euren Desktop ist. Dies wäre die Samsung 970 Pro.

Diese bietet eine herausragende Performance lesend wie auch schreibend und zudem Samsungs legendäre Haltbarkeit. Gerade bei schreibintensiven Anwendungen ist die 970 Pro sehr stark, dank konstanter Leistung und MLC NAND, welcher verglichen mit TLC oder QLC eine höhere Haltbarkeit bietet.

Allerdings ist die Samsung 970 Pro mit die teuerste SSD auf dem Markt, gerade in den höheren Kapazitäten.

Als alternative würde sich hier natürlich die Samsung 970 EVO anbieten. Lesend fast sogar noch etwas schneller und nur beim Schreiben von sehr großen Datenmengen auf einmal wirklich langsamer als die 970 Pro. Die 970 EVO ist aber ein gutes Stück günstiger als die Pro und somit für die meisten sicherlich die bessere Wahl im High End Bereich.

Solltet Ihr kein Samsung wollen oder mögen würde sich die WD Black SN750 als alternative zur 970 Pro bzw. EVO anbieten. Diese spielt auf einem ähnlichen Level (sehr hohe Datenraten, sehr teuer).

Als Tipp für Euch preis/leistungsinteressierteren Nutzer würde ich die ADATA XPG SX8200 Pro in den Raum schmeißen. Diese ist ein gutes Stück günstiger als die Samsung Modelle, aber erstaunlich flott unterwegs!

Zusammengefasst:

 

SSD für Notebooks

Grundsätzlich könnt Ihr natürlich die Desktop Empfehlungen auch für die Notebooks übernehmen. Allerdings gibt es bei Notebooks einen zusätzlichen Faktor, den Stromverbrauch.

Ja der Stromverbrauch einer SSD kann einen großen Einfluss auf die Akkulaufzeit haben.

Rechenbeispiel, das Dell XPS 13 9380 hält ca. 8 Stunden in der Praxis durch mit einem 52Wh Akku. Dieses benötigt also rund 6,5W Strom (52/8). Die Intel 600p benötigt laut meinen Messungen satte 3,9W im Leerlauf und ist damit die Strom hungrigste SSD die ich bisher gesehen habe.

Im Falle des XPS 13 würde also die Intel 600p die Akkulaufzeit des Notebooks glatt halbieren! Energiesparsame SSDs benötigen in der Regel 1-2W, was aber auch schon einen großen Anteil bei der gesamten Leistungsaufnahme ausmachen kann.

Für Notebooks würde ich aktuell die ADATA XPG SX8200 Pro oder Intel SSD 760p empfehlen! Beide SSDs gehören zu den sparsamsten NVME Modellen auf dem Markt. Dies liegt primär am Silicon Motion SM2262EN Controller, welcher sehr Energie effizient arbeitet und bei beiden SSDs zum Einsatz kommt.

Der Silicon Motion SM2262EN ist aber nicht nur sparsam, sondern auch recht flott! Im Alltag wird es schwer sein einen Unterschied zwischen der ADATA XPG SX8200 Pro und einer Samsung 970 Pro festzustellen. Lediglich beim Schreiben von großen Datenmengen am Stück ist sowohl die ADATA wie auch die Intel SSD nicht ganz Spitzenklasse.

  • ADATA XPG SX8200 Pro <- sehr schnell (R/W), sehr Energie-Effizient, hohe Haltbarkeit, fairer Preis, Schreibcache
  • Intel SSD 760p <- sehr schnell (R/W), sehr Energie-Effizient, hohe Haltbarkeit, fairer Preis, Schreibcache

 

Viel Kapazität aber bitte günstig!

Sucht Ihr eine gute SSD für Euren Computer oder Notebook und Euch geht es um eine möglichst hohe Preis/Leistung, dann gibt es zwei SSDs die hier etwas aus der Masse hervorstechen.

Dies wäre die Crucial P1 und die Intel 660p. Die Intel 660p hatte ich zwar leider noch nicht im Test, aber man liest viel Gutes über diese, gerade was die Energie-Effizienz und auch die Leistung angeht.

Bei der Crucial P1 kann ich aus erster Hand positives Feedback geben. Für eine NVME SSD die kaum bis gar nicht teuer ist als eine normale SATA SSD liefert diese ein klasse Tempo!

Im Test „Bringt eine schnelle NVME SSD Gamern wirklich etwas?“ Konnte ich zwischen dieser und einer WD Black was Ladezeiten in Spielen angeht keinen Unterschied feststellen. Hinzu kommt der bisher niedrigste Energieverbrauch den ich bei einer SSD messen konnte.

Aber wie kann es sein, dass Crucial und Intel hier so viel günstiger eine gute SSD auf die Beine gestellt haben?!

Intel wie auch Crucial nutzen QLC NAND, dies habe ich im Test der Crucial P1 etwas ausführlicher erklärt. Zusammengefasst, es wird hier etwas Lebensdauer der SSD gegen niedrigere Preise eingetauscht. Die Lebensdauer in einem normalen Notebook sollte aber weder bei der P1 noch bei der 660p ein Problem sein. Beide SSDs sollten 200 TB aushalten (500GB Version), dies wären 54GB pro Tag über 10 Jahre hinweg. Ich denke das geht für die meisten Nutzer völlig in Ordnung, die Ausnahme ist natürlich wenn Ihr mit X 4K Videos arbeitet, hin und her kopiert usw.

Ich selbst nutze die Crucial P1 in meinem Dell XPS 13, aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs, günstigen Preises und guter Leistung.

  • Crucial P1 <- gute Leistung (R), niedriger Stromverbrauch, sehr günstiger Preis, QLC NAND (Haltbarkeit mittelmäßig), Schreibcache
  • Intel 660p <- gute Leistung (R), niedriger Stromverbrauch, sehr günstiger Preis, QLC NAND (Haltbarkeit mittelmäßig), Schreibcache

 

Und SATA SSDs?

Aktuelle SATA SSDs unterscheiden sich was die Leistung angeht absolut minimal, sofern Ihr nicht die aller billigsten Modelle kauft. Von KingDian oder ähnlichen Herstellern würde ich in der Regel abraten.

Kauft also einfach eine günstige SATA SSD mit 500MB/s+ lesend wie auch schreibend. Hier irgendwelche Premiummodelle zu kaufen zahlt sich nicht aus, noch weniger als bei den NVME SSDs.

Gute Leistung bringen hier wie üblich die Samsung SATA SSDs (Samsung SSD 860 EVO) oder auch die Crucial MX500.

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Letztere habe ich mehrfach im Einsatz (bei diversen Amazon Aktionen habe ich mich mit dieser eingedeckt) und als Steam und Daten Ablage bisher keinerlei Probleme gehabt.

Von daher kann ich für die Crucial MX500 meine Hand ins Feuer legen. Aber im Generellen sollten alle neueren Modelle von Samsung, Sandisk, Western Digital, Crucial, ADATA, und Co.

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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2 Comments
Joe

Gute Übersicht, aber gibt es einen Grund, warum ausgerechnet die 970 EVO Plus fehlt?

Reply
Michael Barton

Ganz einfach, ich hatte die 970 EVO Plus noch nicht in den Fingern, kann also nicht mit Sicherheit sagen wie gut/schlecht diese ist.

PS. Danke für das positive Feedback.

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