Toshiba ist der Sprung von klassischen Festplatten zu SSDs deutlich besser gelungen als beispielsweise Western Digital oder Seagate und dies nicht nur durch die Übernahme von OCZ.

Auch unter eigenem Namen vertreibt Toshiba diverse SSDs, unter anderem die preis- leistungsorientierte Q300, welche aktuell zu den günstigsten verfügbaren Modellen zählt.

Aber kann diese SSD trotz ihres günstigen Preises im Test überzeugen?

 

Technische Daten 

Die Toshiba Q300

Die Q300 wird in einer einfachen Box geliefert welche schlicht und „professionell“ bedruckt ist. Toshiba versucht die Q300 also eher an die etwas professionellere Kundschaft zu richten als an den „Gamer“, auch wenn diese SSD sich natürlich grundsätzlich nicht schlechter für Spiele als für Workstation Anwendungen eignet.

Toshiba Q300 SSD im Test-1

Im Lieferumfang befindet sich abgesehen von der SSD und diversen Anleitungen nur ein Abstandhalter der aufgeklebt werden kann und es erlaubt die 7,5mm SSD auch in 9,5mm Notebooks zu verbauen.

Toshiba Q300 SSD im Test-2

Erfreulicherweise verwendet Toshiba bei der Q300 ein silbernes Aluminiumgehäuse, welches einen gewissen industrial charm ausstrahlt. Das Öffnen der SSD versucht Toshiba durch einen großen Warranty Void if Removed Sticker zu unterbinden.

Toshiba Q300 SSD im Test-3

Wenig überraschend verbaut Toshiba in seiner SSD auch Toshiba TLC Flash Bausteine. Etwas exotischer ist da der  Toshiba TC358790 Controller welcher bisher exklusiv bei der Q300 zum Einsatz kommt.

Preislich ist die SSD aktuell im Einsteigersegment angesiedelt.

 

Testsystem und Testmethode 

Als Testsystem kommt ein Asus Sabertooth Z77 Board mit einem Intel Core I7 3770K und 24GB RAM zu Einsatz.

Bei den theoretischen Tests verwende ich jeweils eine andere SSD als Systemlaufwerk. Die Test SSD wird hierbei als zweites Laufwerk eingebunden.

Bei den Praxistests klone ich die Windows Installation und die diversen installierten Programme von einer speziell beiseite gelegten SSD auf den Testkandidaten. So kann ich auch bei späteren oder früheren Tests für konstante Bedingungen sorgen.

Jeder der Praxistests wird mindestens dreimal wiederholt um einen guten Durchschnittswert zu erhalten.

Die Q300 ist aktuell in vier Kapazitäten erhältlich, 120GB, 240GB, 480GB und 960GB. Für diesen Test wurde mir die 240GB Version zur Verfügung gestellt dementsprechend können sich die erreichten Werte der anderen Versionen von diesen hier unterscheiden.

 

Theoretische Tests

Starten wir mit Crystal Disk Mark.

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Hier erreicht die Toshiba Q300 gute 564,5MB/s lesend und knappe 500MB/s schreibend. Auch die IOs sehen mit rund 66K lesend und 57K schreibend gut aus.

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(größer = besser)

Auch im AS SSD Benchmark liefert die Q300 gute Werte. Zugegeben dies ist weniger schwer als es klingt. Die meisten aktuellen SSDs schaffen lesend und schreibend um die 500MB/s.

Allerdings hat die Toshiba eine kleine Schwäche, wie auch viele andere günstige SSDs. Die Schreibgeschwindigkeit von rund 500MB/s ist nicht konstant. Die Q300 besitzt einen Cache wenn dieser gefüllt ist, sinkt die Schreibgeschwindigkeit auf ca. 110MB/s ab.

Dies ist gut mit h2testw zu messen.

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Die Praxis Tests

Aber in wie weit schränkt dieser Cache die Q300 in der Praxis ein? Erst einmal eine kurze Erklärung zu meinen Tests.

Toshiba Q300 SSD im Test-5

Windows Start = Sollte eigentlich klar sein, hier messe ich die benötigte Zeit vom Betätigen des Einschalters bis zum Erreichen des Login Bildschirms.

Programm Start = Hier werden 10 Programme (Firefox, Libre office, GIMP, Opera usw.) gleichzeitig gestartet und die Zeit gemessen.

Entpacken 1 = Ein 26GB Ordner wird entpackt mit einer Mischung von großen und kleinen Dateien.

Entpacken 2 = Ein 1,6GB großer Ordner (Photoshop) wird entpackt.

AV Scan = Die komplette SSD wird mit Avira einmal gescannt

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Gerade beim Entpacken von größeren Archiven rächt sich natürlich die langsame kontinuierliche Schreibgeschwindigkeit, aber ansonsten sehen die Werte OK aus. Klar die Toshiba Q300 ist nicht die schnellste SSD liegt aber gleichauf mit beispielsweise einer OCZ Triton 150, welche in einer ähnlichen Preisregion zu finden ist.

 

Fazit zur Toshiba Q300

Die Toshiba Q300 ist ohne Frage nicht die schnellste SSD auf dem Markt, gerade die niedrige Schreibgeschwindigkeit von nur 110MB/s nachdem der Cache gefüllt ist, kann die Q300 in einigen Anwendungsszenarien etwas bremsen.

Toshiba Q300 SSD im Test-7

Jedoch rettet der niedrige Preis die Q300, denn verglichen mit der Silicon Power Slim S55 oder der OCZ Triton 150 welche sich preislich auf ziemlich genau auf einem Level befinden, sind die Testergebnisse wieder völlig im Rahmen, wenn nicht sogar besser als viele der anderen günstigen SSDs.

Von daher als 2. SSD oder für einen einfachen Büro PC ist die Toshiba Q300 mehr als geeignet und wird einen riesigen Leistungssprung liefern, verglichen mit einer HDD.

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