Toshiba OCZ TR150 mit 480GB im Test

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SSDs sind aus meiner Sicht schon seid einer längeren Zeit ein „must have“ in jedem Computer . Es gibt kaum eine Komponente welche eine größere Steigerung der Alltagsperformence bringt als der Umstieg auf eine SSD.

Einer der Pioniere der SSDs war ganz klar OCZ welche dann leider etwas ihren guten Ruf verspielt haben. OCZ wurde nun aber bereits vor einer Weile von Toshiba aufgekauft, was der Marke sehr gut getan hat.

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Mittlerweile hat OCZ wieder einen sehr positiven Ruf, der auch durch den hervorragenden Support und die sehr fairen Preise untermauert wird. Wie sieht es mit der neuen Toshiba OCZ TR150 SSD aus? Kann diese auch im Test überzeugen?

 

Technische Daten

  • Toshiba OCZ TR150
  • Verfügbar in 120GB, 240GB, 480GB, und 960GB
  • Bis zu 550 MB/s Sequentielles Lesen
  • Bis zu 530 MB/s Sequentielles Schreiben
  • Bis zu 90.000 IOPS 4k Zufälliges Lesen
  • Bis zu 64.000 IOPS 4k Zufälliges Schreiben
  • 3 Jahre ShieldPlus Garantie
  • Link zum Hersteller

 

Die Toshiba OCZ TR150

Rein optisch hebt sich die TR150 deutlich von anderen Modellen auf dem Markt ab. OCZ setzt auf ein hochwertiges Aluminiumgehäuse, das einen sehr guten Eindruck hinterlässt. Dazu kommt eine schlichte aber schicke Bedruckung in Blau/“Silber“.

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Aber letztendlich zählen die inneren Werte, daher habe ich mir die SSD geschnappt und einmal geöffnet. Im Inneren der SSD sind 16 Speicher Chips zu finden, welche wenig überraschend von Toshiba stammen. Hierbei handelt es sich um TH58TEG8THLTA20 15nm TLC NAND Flash.

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Auch in der TR150 ist genau wie in der Q300 der TC58NC1000 Controller zu finden.

OCZ gibt eine Lebensdauer von 120TB für die 480GB Version an(120GB/30TB, 240GB/60TB, 480GB/120TB, 960GB/240TB). Dies würde 110GB Pro Tag über den Garantie Zeitraum von 3 Jahren bedeuten. Leider ist es mit den üblichen Tools wie CrystalDisk Info oder auch dem Hersteller eigenen „SSD Utility“ nicht möglich genau auszulesen wie viele Daten bereits geschrieben wurden.

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Wo wir gerade bei OCZs SSD Utility sind. Hierbei handelt es sich um ein Tool welches Ihr von der OCZ Webseite herunterladen könnt. Dieses bietet einen Einblick in den Zustand der SSD(eine % Angabe), hilft Euch bei Firmware Updates und kann auch die Performance optimieren.

Der Aufbau des Tools ist modern und übersichtlich gestaltet.

Wie bei OCZ mittlerweile üblich besitzt auch die TR150 OCZs ShieldPlus Garantie mit einer Laufzeit von 3 Jahren. Dies ist durchaus etwas Besonderes, bei einem Defekt bietet OCZ einen „Vorabtausch“ an. Ihr meldet Euch beim Support, teilt diesem Eure Seriennummer mit und sollte dieser überzeugt sein, dass Eure SSD wirklich defekt ist, bekommt Ihr ein Rücksendeschein und bereits eine neue SSD zugesendet.

So solltet Ihr in der Theorie nicht allzu lange ohne eine SSD dastehen. Aktuell ist dies meines Wissens ein einmaliges Konzept bei den SSD Herstellern.

 

Testsystem und Testmethode 

Als Testsystem kommt ein Asus Sabertooth Z77 Board mit einem Intel Core I7 3770K und 24GB RAM zum Einsatz.

Bei den theoretischen Tests verwende ich jeweils ein anderes Laufwerk als Systemlaufwerk. Die Test SSD wird hierbei als zweites Laufwerk eingebunden.

Bei den Praxistests klone ich die Windows Installation und diverse installierten Programme von einer speziell beiseite gelegten Festplatte auf den Testkandidaten. So kann ich auch bei späteren oder früheren Tests für konstante Bedingungen sorgen.

Jeder der Praxistests wird mindestens dreimal wiederholt um einen guten Durchschnittswert zu erhalten.

 

Benchmarks

Beginnen wir bei den Benchmarks mit dem sehr beliebten Crystaldiskmark.

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Im Grunde liefert die SSD genau die Performance, die man erwartet. Lesend sind die dank SATA maximalen 565MB/s möglich und auch schreibend sehen die 539MB/s sehr vernünftig aus.

Ähnliches gilt auf für das Lesen und Schreiben von kleinen Dateien. Hier liefert die TR150 zwar nicht das absolute Maximum an PerPerformance, liegt aber mit anderen SSDs einer ähnlichen Preisklasse ungefähr gleich auf.

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Diese Werte von Crystaldiskmark werden so in der Art auch von AS SSD bestätigt.

Interessant wird es bei der TR150 bei kontinuierlichen Zugriffen. Es ist bei günstigen SSD gängige Praxis, dass diese nicht dauerhaft mit Ihrer maximalen Geschwindigkeit schreiben können. Ein gutes Beispiel wäre die Silicon Power Slim S55 welche an sich mit rund 490MB/s schreiben kann, jedoch nach ca. 5GB am Stück bricht die Schreibgeschwindigkeit auf unter 100MB/s ein. Ein ähnliches Verhalten liefert auch die Toshiba Q300 oder Corsair Force LE, die nach einigen GB „nur“ noch 110-180MB/s schaffen.

Wenn man den SSDs natürlich wieder etwas Zeit gibt, wird der Cache wieder frei und die Schreibgeschwindigkeit steigt wieder an.

Aber wie sieht es bei der TR150 aus? Auch diese schafft die 539MB/s schreibend nicht konstant und nach ca. 40GB bricht die Leistung auf 275MB/s ein. Dies ist die so ziemlich beste kontinuierliche Schreibleistung, welche ich bisher bei einer preis-leistungsorientierten SSD gesehen habe.

 

Praxis Tests

Benchmarks sind natürlich immer nur das eine, das andere sind etwas praxisnahere Tests. Diese sind natürlich nicht immer ganz einfach durchzuführen, daher seht diese Ergebnisse eher als Tendenz an.

  • Windows Start = Sollte eigentlich klar sein, hier messe ich die benötigte Zeit vom Betätigen des Einschalters bis zum erreichen des Login Bildschirms.
  • Programm Start = Hier werden 10 Programme (Firefox, Libre office, GIMP, Opera usw.) gleichzeitig gestartet und die Zeit gemessen.
  • Entpacken 1 = Ein 26GB Ordner wird entpackt mit einer Mischung von großen und kleinen Dateien. Die SSD muss bei diesem Test gleichzeitig lesen und schreiben.
  • Entpacken 2 = Ein 1,6GB Großer Ordner (Photoshop) wird entpackt. Die SSD muss bei diesem Test gleichzeitig lesen und schreiben.

Windows Start

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(kleiner = besser)

Die OCZ TR150 bietet eine mittlere WIndows Startzeit und liegt, wie auch zu erwarten, mit der Toshiba Q300 in diesem Teil des Tests gleichauf.

Programm Start

programmstart
(kleiner = besser)

Wie auch schon beim Starten von Windows landet die TR150 im Mittelfeld und muss sich nur der Samsung 850 EVO deutlich geschlagen geben.

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(kleiner = besser)

Beim Entpacken kommt natürlich die relativ hohe kontinuierliche Schreibgeschwindigkeit der SSD zum tragen, was dieser einen deutlichen Vorsprung gegenüber anderen preis-leistungsorientierten SSDs gibt.

 

Fazit zur Toshiba OCZ TR150

Zwar ist die Toshiba OCZ TR150 nicht die aller schnellste SSD auf dem Markt, kann sich aber in Ihrer Preisklasse problemlos gegen Konkurrenten wie der Toshiba Q300, Corsair Force LE oder auch der Silicon Power Slim S55 behaupten.

Dabei bietet die SSD nicht nur eine gute Performance sondern auch eine sehr gute Garantieleistung inklusive Vorabtausch was im Zweifelsfall doch viele Nerven sparen kann.

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Für welchen Einsatzbereich bietet sich die TR150 an? Ich würde die TR150 primär für Einsteiger/Mittelklasse Notebooks empfehlen, die aus Preisgründen oftmals ja immer noch mit HDDs ausgestattet sind. Hier ist eine gute Alltagstauglichkeit genauso wichtig wie ein guter Preis und beides bietet die TR150.

Die Toshiba OCZ TR150 würde sich ebenfalls als externe SSD anbieten. In dieser Preisklasse besitzen viele SSDs leider eine recht schlechte kontinuierliche Schreibperformance, welche aber gerade bei der externen Nutzung recht wichtig sein kann. Hier bietet die TR150 mit rund 280MB/s nach den ersten 40GB immer noch eine gute Leistung.

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Michael Barton
Michael Barton
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