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Erfahrungsbericht: Haltbarkeit Lithium-Ionen gegen LiFePO4 bei Powerstations

Bei Powerstations hast du die Wahl zwischen zwei Akkutechnologien, Lithium-Ionen oder LiFePO4.

Lithium-Ionen Powerstations sind in der Regel etwas kleiner, leichter und günstiger. LiFePO4 Powerstations hingegen sind haltbarer und sicherer, in der Theorie.

Wie groß aber gerade die Unterschiede bei der Haltbarkeit in der Praxis sind, ist gar nicht so leicht zu ermitteln. Ich kann im Test halt nur schwer tausende Ladezyklen mit einer Powerstation durchspielen.

Allerdings habe ich zwei Powerstations bei mir im Dauereinsatz, eine mit LiFePO4 und eine mit Lithium-Ionen Akkus. Wollen wir uns mal im Test ansehen, wie sich die Kapazität im Laufe der Zeit verändert hat.

 

LiFePO4: BEAUDENS tragbare Power Station mit 166Wh

Die BEAUDENS 166Wh Powerstation war eins der ersten Modelle die ich im Test hatte. Dies ist eine günstige und einfache Powerstation mit LiFePO4 Akkuzellen.

Dieses Modell stammt aus dem Jahr 2020 und ist somit eine der “frühen” LiFePO4 Powerstations. Seit meinem Test nutze ich diese Powerstation als eine Mischung aus Solar-Puffer Powerstation und USV.

 

Lithium-Ionen: EcoFlow RIVER Pro

Die EcoFlow RIVER Pro habe ich seit knapp über einem Jahr im Einsatz. Ähnlich wie die BEAUDENS Powerstation hängt diese an einer Solaranlage und dient dort als eine Art Pufferspeicher gemixt mit einer USV.

Im Gegensatz zur BEAUDENS Powerstation setzt aber die EcoFlow RIVER Pro auf klassische Lithium-Ionen Akkuzellen.

 

Abnutzung als USV

Aber wie hoch ist eigentlich die Abnutzung einer Powerstation bei der Nutzung als USV? EcoFlow hat mir hier einmal mitgeteilt, dass man im USV Betrieb mit einer Abnutzung von 1 Zyklus pro Tag rechnen soll.

Entsprechend kommen wir auf rechnerisch:

  • EcoFlow RIVER Pro ca. 400-500 Zyklen
  • BEAUDENS Powerstaiton ca. 1100 Zyklen

EcoFlow wirbt bei der RIVER Pro mit 800 Zyklen (bei 80% Restkapazität). BEAUDENS hingegen mit 2000 Zyklen, was für eine LiFePO4 Powerstation recht pessimistisch wäre.

Allerdings nach beiden Werten, wären die Powerstations jeweils zu ca. 50% verschlissen.

 

Messwerte, Haltbarkeit Lithium-Ionen gegen LiFePO4

Kommen wir zu den Messwerten. Hierbei habe ich jeweils die Kapazität der Powerstations auf die gleiche Art gemessen wie damals in meinem Test.

Gebrauchte Kapazität Neu Kapazität
EcoFlow RIVER Pro   586.9 Wh 650.5 Wh
BEAUDENS tragbare Power Station mit 166Wh 130.3 Wh 139.2 Wh

Spannend! Denn die Messwerte passen an sich recht gut zur Theorie. So verlor die EcoFlow RIVER Pro rund 10% Kapazität in dem Jahr Nutzung als USV/Puffer-Speicher.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Powerstation nach 800 Zyklen noch 80% der neu Kapazität hat und wir jetzt nach 300-400 Zyklen auf 90% kommen, verhält sich der Akku “wie erwartet”.

Bei der BEAUDENS tragbaren Power Station mit 166Wh haben wir weiterhin 94% der ursprünglichen Kapazität nach ca. 3 Jahren / 1000 Zyklen. Auch dieser Wert passt, zeigt uns aber auch schon, dass tendenziell sich der LiFePO4 Akku besser hält.

 

Fazit

Meine Erfahrungen aus der Praxis bestätigen weitestgehend die Theorie, Powerstations mit LiFePO4 Akkus sind haltbarer als Lithium-Ionen basierte Modelle.

Dabei scheinen die Angaben von EcoFlow mit 800 Zyklen und 80% Restkapazität hinzukommen. Ich komme auf 400 Zyklen und rund 90% Kapazität. Das ist auch völlig Ok! Gerade wenn du solch eine Powerstation nicht als “Pufferspeicher” oder USV nutzt, wirst Du auch nicht so schnell auf 800 Zyklen kommen.

Die LiFePO4 Powerstation hingegen kam nach 3 Jahren Dauerbetrieb und rechnerisch “1000 Zyklen” auf 94%.

Natürlich ich habe die Powerstations als USV mit gelegentlichen Zyklen verwendet und wir wissen nicht wie akkurat EcoFlows Angabe “1 Tag USV = 1 Zyklus” ist, aber nach meinen Messwerten scheint es hin zu kommen.

Solltest du deine Powerstation als USV / Solar Puffer-Speicher nutzen wollen, würde ich nach meinen Erfahrungen zu den LiFePO4 Modellen raten. Diese scheinen doch ein gutes Stück haltbarer zu sein.

Allerdings zeigte auch die EcoFlow RIVER Pro nach einem Jahr Dauerbetrieb noch keine besorgniserregende Abnutzung. Bei einer gelegentlichen Nutzung ist die Lithium-Ionen Akku Technologie also absolut ok. LiFePO4 scheint aber praktisch wirklich merkbar haltbarer zu sein.

Sollte jeder Technik-Enthusiast haben! YOJOCK USB Tester Messgerät

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Es gibt einige Dinge die sich im Sortiment jedes Technik-Enthusiasten befinden sollten. Ein immer wichtiger werdendes Tool, welches aber viele von Euch vermutlich nicht haben werden, ist ein USB Tester bzw. USB Power Meter.

Was ist dies? Ein USB Tester ist ein kleines Messgerät welches du zwischen dein Smartphone/Notebook/Tablet und das Ladegerät/Powerbank stecken kannst.

Dieses zeigt dir nun an wie viel Leistung gerade von A nach B geht, was in vielen Situationen eine nützliche Information sein kann!

Einer der beliebtesten USB Tester stammt von YOJOCK, welcher mit unter 20€ auch sehr spannend ist!

Schauen wir uns dieses einmal näher an und auch warum du dir solch einen Tester zulegen solltest!

 

Wofür kannst du einen USB Tester nutzen?

Was ist der Nutzen eines USB Testers? Ein USB Tester/Messgerät kann viele Einsatzzwecke erfüllen.

Zunächst kannst du sehen wie viel Spannung, Strom und Leistung “anliegt”. Du kannst also sehen mit welchem Tempo dein Smartphone/Notebook usw. gerade via USB lädt. Dies ist nicht nur interessant zu wissen, sondern kann auch bei Problemen helfen.

Dir kommt es so vor als würde dein Smartphone an einem Ladegerät langsamer laden als an einem anderen? Dann kannst du dies mit solch einem USB Tester/Messgerät herausfinden.

Dein Smartphone geht nicht an? Mithilfe solch eines Testers kannst du sehen ob Strom in dein Smartphone geht. Ja? Dann ist es vielleicht nur tiefentladen und braucht etwas. Nein? Dann gibt es vielleicht ein größeres Problem.

Zudem kann solch ein Tester genutzt werden den Stromverbrauch eines Smartphones/Notebooks mit zu loggen bzw. die Kapazität einer Powerbank zu messen. Letzteres ist zwar etwas trickreicher, ist aber prinzipiell mit dem YOJOCK USB Tester möglich.

 

USB A und USB C

Ein großer Vorteil weshalb ich mir den YOJOCK USB Tester für diesen Test ausgesucht habe, sind die Anschlüsse.

So besitzt dieser nicht nur ein Set USB A Ports sondern auch USB C Ports. Hierdurch kann dieser einfach zwischen USB A und USB C Geräte geschaltet werden, was mit vielen anderen einfacheren Modellen nicht möglich ist.

Wichtig, die USB C Ports funktionieren nur in eine Richtung. Das Messgerät wird also immer am Ladegerät eingesteckt.

 

Was kann der YOJOCK USB Tester messen?

  • Spannung „Lade Adern“ in Volt
  • Spannung „Daten Adern“ in Volt
  • Strom in Ampere
  • Leistung in Watt
  • Wiederstand in Ohm
  • Übertragene Leistung in mAh
  • Übertragene Energie in Wh
  • Aktuelles Ladeprotokoll

Für uns die spannendsten Werte sind die Spannung, der Strom in Ampere, die Leistung in Watt und gegebenenfalls die übertragene Energie in Wh, falls du den Stromverbrauch bzw. Kapazität bei Powerbanks messen willst.

Der wichtigste Wert ist aber klar die aktuelle Leistung in Watt. Unter 1W bedeutet so viel wie, dass dein Endgerät gerade nicht geladen wird.

 

Wie ist der USB Tester zu nutzen?

Dies hängt natürlich davon ab was du messen willst. Falls du nur das Ladetempo deines USB Ladegerätes ermitteln möchtest, geh wie folgt vor.

  1. Verbinde den USB Tester mit deinem Ladegerät (USB A oder C)
  2. Verbinde dein normales USB Kabel mit dem passenden Ausgang am Messgerät
  3. Verbinde das Ladekabel mit deinem Endgerät (Smartphone, Notebook usw.)
  4. Achte auf den Spannungs, Strom und Leistungswert. Vor allem der Leistungswert ist hier wichtig (Leistungswert = Watt).
  5. Eine Leistung von unter 1-2W = es wird nicht geladen bzw. die Geräte sind nur im Standby.
  6. Welches Ladetempo für dein Gerät “normal” ist hängt vom jeweiligen Gerät und Ladegerät ab. Aber generell alles über 5W wäre für ein Smartphone ein normales Ladetempo, was auf eine normale Akkufunktion hindeutet.

 

Kein Power Delivery Trigger!

Wichtig, in dem YOJOCK scheint kein Power Delivery Trigger verbaut zu sein! Was bedeutet das?

Normale USB A Ports sind “Hot”, das heißt auf den spannungsführenden Kontakten liegt immer 5V an. USB C Power Delivery Ports sind “Cold”, dort wird der Strom erst “eingeschaltet” wenn ein Gerät angeschlossen wurde und es eine Absprache gab.

Diese Absprache kann der YOJOCK USB Tester nicht selbst durchführen. Verbindest du diesen mit einem USB C Port, wird er nichts anzeigen. Erst wenn du ans andere Ende ein Endgerät anschließt, wird der Tester Werte anzeigen.

Bei USB A Ports sieht das anders aus. Hier geht der Tester sofort an sobald du diesen einsteckst.

 

Powerbanks Kapazität messen mit dem YOJOCK USB Tester?

Prinzipiell kann der YOJOCK USB Tester auch zum Messen der Kapazität von Powerbanks genutzt werden.

Allerdings musst du dir hier überlegen, wie du die Powerbank entlädst. Hast du z.B. eine 20000 mAh Powerbank, reicht es nicht einfach, das Messgerät zwischen die Powerbank und dein Smartphone zu hängen. Das Smartphone ist voll und die Powerbank noch nicht komplett leer.

Zudem schwankt die Effizienz von Powerbanks stark je nach Ladetempo. Meist bedeutet super langsames oder schnelles Laden eine niedrigere Effizienz. Die letzten 20% beim Laden eines Smartphones wären also ineffizienter als die ersten 20% usw. Dies kann so ein wenig die Werte verzerren.

Für ein “richtiges” Kapazität Testen solltest du dir vermutlich eine elektronische Last, wie z.B. diese “ANGEEK 15W USB Last Widerstand” (bei Amazon) zusätzlich zulegen. Dies kann die Powerbank dann konstant bei X A entladen.

Wichtig, das wird mangels USB PD Trigger nur über USB A Ports funktionieren. Zudem denk an die mAh 3,7V / 5V Umrechnungsgeschichte.

 

Die Messgenauigkeit

Der YOJOCK Tester soll laut Hersteller mit 3,6-36V und 0-5,1A klar kommen. Dies ist erst einmal für USB Anwendungen mehr als ausreichend!

Dabei soll das Messgerät neben dem normalen USB Protokoll auch Quick Charge, BC1.2 und USB PD unterstützt.

USB Power Delivery wird dabei mit bis zu 100W durch das Messgerät unterstützt. Das neuere 140W/280W Laden via USB C wird noch nicht unterstützt.

Auch Huawei Super Charge usw. können in Kombination mit solchen Testern gerne mal zickig sein.

Aber wie genau misst der YOJOCK USB Tester? Hierfür habe ich die Werte des Messgerätes mit meiner “Referenz” dem Power-Z KM001C verglichen.

Hier passt alles! Wir haben lediglich eine Abweichung im Bereich 0% bis 3%, was ziemlich “on Point” ist.

 

Auf keinen Fall mehr als ein Gerät gleichzeitig!

Wichtig! Verbinde niemals mehr als ein Endgerät + Ladegerät gleichzeitig mit dem Tester! Würdest du zwei Smartphones (eins via USB C und eins via USB A) mit dem Tester und einem Ladegerät verbinden, dann stehen die Karten sehr gut, das eins der Smartphones nie wieder angeht.

 

Fazit

Ich denke ein USB Tester bzw. USB Messgerät gehört in jeden technisch versierten Haushalt! So viele Geräte laden mittlerweile via USB und es gibt hier ab und an einfach Probleme, welche sich wunderbar mit solch einem USB Messgerät diagnostizieren lassen.

Du hast das Gefühl dein Smartphone lädt an einem Ladegerät / Ladekabel langsamer als an anderen? Dann kannst du dies mit einem Messgerät wie dem von YOJOCK einfach nachmessen!

Dein Smartphone geht nicht an? Mit einem USB Tester kannst du überprüfen, ob dein Smartphone lädt und vielleicht nur tiefentladen ist oder ob hier gar nichts mehr geht. Es gibt einfach so viele Situationen, wo es interessant zu wissen wäre, was für eine Leistung über ein USB-Kabel geht.

Ich kann hier auch den YOJOCK USB Tester voll empfehlen! Ich habe diesen von meinem eigenen Geld für diesen Test gekauft, denn ich wollte einen Artikel zu USB Testern machen und ich halte das YOJOCK einfach für sehr spannend.

So kostet der YOJOCK USB Tester unter 20€, kann USB A und USB C Geräte testen und die Messwerte stimmen ziemlich genau. In meinem Test konnte ich eine maximale Abweichung von 3% zu meiner Referenz messen.

Auch kann der YOJOCK USB Tester so ziemlich alles messen, was du benötigst. Es ist etwas schade, dass wir keine USB PD Trigger Funktion haben und das Display ist etwas klein. Aber abseits davon bietet dieses alles, was du für den Heimbedarf benötigst.

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Kurzum, ich kann dir nur empfehlen einen USB Tester zu kaufen, sowas ist oft praktisch! Der YOJOCK USB Tester ist hier so ziemlich das “günstigste und gute” Modell, das mir bisher über den Weg gelaufen ist.

Kritik, SSD Volumes bei Synology nur mit Synology SSDs?!

Mittlerweile haben einige Synology NAS Systeme M.2 SSD Slots. So auch mein Synology DS1821+.

Hier eingesetzte SSDs konnten bisher als SSD Cache genutzt werden, allerdings nur so halb sinnvoll. Denn Synology hatte den SSD Cache auf zufällige Zugriffe eingeschränkt. Sequenzielle Zugriffe konnten nicht gecacht werden.

Mit DSM 7.2 kannst du nun auch reguläre Speichervolumes auf M.2 SSDs erstellen. https://kb.synology.com/de-de/DSM/tutorial/Which_models_support_M_2_SSD_storage_pool

Allerdings hat mich beim Versuch dieses Feature zu nutzen der Schlag getroffen!

 

Nur für Synology SSDs!

Wie du vielleicht weißt, bietet Synology eigene HDDs und SSDs an. Diese bieten einige zusätzliche Feature, waren aber bisher nie Pflicht in den “Small Business“ Systemen.

Beim Versuch ein SSD Volume auf meinen beiden WD RED SSDs zu erstellen, erhielt ich eine Fehlermeldung “Es sind keine Laufwerke verfügbar oder sie erfüllen die Anforderungen nicht.”

synology snv3400 400g test review 4

Im Kleingedruckten traf mich dann etwas der Schlag! https://kb.synology.com/de-de/DSM/tutorial/Which_models_support_M_2_SSD_storage_pool

“Verwenden Sie nur Synology M.2 SSDs, die mit Ihrem NAS-Modell kompatibel sind.2 Diese SSDs wurden gründlich getestet, um sicherzustellen, dass sie in Speicherpools betrieben werden können und innerhalb des Betriebstemperaturbereichs bleiben.”

Auf gut deutsch, du kannst NUR Synology SSDs für Speicher Volumes nutzen.

Fun Fakt, Synologys größte M.2 SSD hat gerade einmal 800GB……

 

Synologys Begründung halte ich für falsch

Synology begründet diese künstliche Limitierung damit, dass nur die eigenen SSDs gründlich getestet wurden usw. Das mag stimmen, ist aber ein vorgeschobener Vorwand.

Bisher war es problemlos möglich alternative SSDs als SSD Cache zu nutzen, was eigentlich noch eine viel schwierigere Aufgabe für eine SSD ist. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass dies nur eine vorgeschobene Limitierung ist.

 

“Wehret den Anfängen”

Leider ist dies eine Entwicklung, die mir etwas Sorgen macht. Wenn Synology schon 3. Anbieter SSDs blockt, werden dann irgendwann auch nicht Synology HDDs geblockt?

Derzeit gibt es schon eine Warnmeldung, wenn du “ungetestete” HDDs (was praktisch alle neueren Modelle abseits der Synology eigenen HDDs sind) nutzt. Diese lässt sich aber noch überspringen. Zumindest bei den meisten Modellen. Sofern ich recht Informiert bin, gibt es einige Business Modelle, die auch schon zwingend Synology HDDs benötigen.

Ich hoffe Synology weitet diese Praxis, nur noch eigene Laufwerke zu unterstützen, nicht noch weiter aus.

 

Preise jenseits von gut und böse

Leider sind Synologys HDDs und SSDs preislich jenseits von Gut und Böse, für Privatnutzer. Für Geschäftskunden, für die auch der Support wichtig ist, kann die Welt völlig anders aussehen.

Hier einfach mal ein paar Preise:

18TB HDDs

  • Synology HAT5310 – ca. 710€
  • Toshiba MG09ACA – ca. 260€
  • Seagate Exos X – X18 – ca. 280€
  • Western DC HC550 – 340€

NVME SSD 1TB / 800GB

  • Synology SNV3000 – ca. 310€
  • Kingston NV2 – ca. 45€
  • Western Digital WD Blue SN570 – ca. 45€
  • Western Digital Red SN700 – ca. 80€
  • Micron 7450 MAX – 3DWPD – ca. 140€
  • Samsung OEM Datacenter SSD PM9A3 – ca. 110€

Bei den HDDs glaube ich sprechen die Zahlen für sich. Sofern ich hier richtig informiert bin handelt es sich bei der HAT5310 zudem “nur” um eine modifizierte Toshiba HDD.

Bei der NVME SSD SNV3000  handelt es sich durchaus um eine professionelle SSD. Allerdings ist diese dennoch um den Faktor 2x teuer als die Micron Datacenter SSD.

 

Fazit

Mir gefällt dieser Schritt von Synology überhaupt nicht! Dies ist keine sympathische Entscheidung, M.2 SSD Speichererweiterungen auf Synology eigene Modelle zu limitieren.

  1. Synology M.2 SSDs sind mit maximal lediglich 800GB verfügbar.
  2. Die 800GB SSD ist mit 300€+ extrem teuer!

Synology NAS Systeme haben weiterhin die mit Abstand beste Software. Daher lässt sich der gehobene Preis von Synology NAS Systeme durchaus rechtfertigen.

Allerdings wenn Synology anfängt Speichererweiterungen auf die eigenen, extrem teuren HDDs und SSDs zu limitieren, dann werden die NAS Systeme für Privatanwender und kleine Unternehmen leider uninteressant. Es ist schön, dass via Software Update die Möglichkeit M.2 SSDs für Volumes zu nutzen, nachgereicht wurde, aber die künstliche Limitierung auf die eigenen SSDs hinterlässt bei mir einen faden Nachgeschmack. Zumal die Begründung sehr dünn ist, da es weiterhin möglich ist x beliebige SSDs als SSD Cache zu nutzen.

Persönliche Anmerkung, mit diesem Artikel wollte ich mir einfach meinem Frust etwas Luft machen. Als ich gelesen habe, dass mit DSM 7.2 es endlich möglich ist normale Speichervolumes auf M.2 SSDs zu erstellen, hatte ich mich sehr gefreut! Die Crucial P3 4 TB ist derzeit so günstig, ich hätte hier sofort zwei davon verbaut. Ich wollte sie sogar schon bestellen, als ich von dieser künstlichen Limitierung gelesen habe.

Die VOLTERO S25 im Test, 26800mAh Kapazität und 100W USB C

VOLTERO bietet mit der S25 eine neue High End Powerbank an. Diese soll 26800 mAh Kapazität bieten, einen 100W USB C Ausgang und PPS.

Dies alles in einem schlichten, aber schicken Aluminiumgehäuse.

Klingt doch erst einmal sehr gut! Auch der Preis von rund 120€ passt erst einmal für eine Powerbank mit diesen Leistungswerten.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier die VOLTERO S25 wirklich? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an VOLTERO für das Zurverfügungstellen der S25 für diesen Test.

 

Die VOLTERO S25 im Test

Die VOLTERO S25 setzt auf ein recht klassisches Design. So haben wir abseits vom VOLTERO Logo auf der Front eine komplett schwarze Powerbank.

Diese besteht aus Aluminium, lediglich die Endstücke, in welchen die Anschlüsse eingelassen sind, wurden aus Kunststoff gefertigt.

Entsprechend wirkt die Powerbank sehr massiv und “schwer”, was Fluch und Segen zugleich ist. So wiegt die Powerbank 634g, was relativ schwer ist, selbst für ein Modell mit 26800mAh, aber noch in Ordnung geht. Ähnliches gilt für die Größe von ca. 189 x 87 x 23 mm.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front der Powerbank finden wir 2x USB A und 1x USB C

  • USB C – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5
  • USB A – Quick Charge 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der USB C Port setzt, wie es sich gehört, auf den Power Delivery Standard, welcher von allen großen Herstellern wie Apple, Samsung, Dell, ASUS usw. genutzt wird.

Dank der Leistung von bis zu 100W ist die Powerbank dabei auch prinzipiell gut für Notebooks geeignet.

Zusätzlich haben wir zwei USB A Ports mit jeweils bis zu 18W nach Quick Charge. Bei gemeinsamer Nutzung werden die Ports aber auf zusammen maximal 5V/3,4A gedrosselt.

Die VOLTERO S25 wird auch via USB C geladen. Hier liegt das Maximum aber bei 60W.

 

Mit PPS

Der USB C Port der VOLTERO S25 unterstützt den PPS Standard.

  • 3,3-11V bei bis zu 3A
  • 3,3-21V bei bis zu 3A

Laut meinem Messgerät haben wir zwei PPS Stufen, welche aber vollständig überlappen. Die PPS Range ist ok. Leider haben wir nur bis 3A Stufen.

Entsprechend lassen sich beispielsweise die Samsung S Serie Smartphone “lediglich” mit maximal 25W laden. Für 45W wie beim S23 Ultra wäre eine bis 5A Stufe nötig gewesen.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität

VOLTERO wirbt bei der S25 mit einer Kapazität von 26800 mAh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 80.082 21644 81%
9V/1A 86.418 23356 87%
9V/3A 84.692 22890 85%
20V/1A 86.223 23304 87%
20V/3A 80.577 21778 81%

Hier bin ich positiv überrascht! Die Kapazität des Akkus schwankt zwischen 21644 mAh und 23356 mAh, was sehr gute Werte sind!

Dies entspricht 81% bis 87% der Herstellerangabe, super! Gerade High End Powerbanks haben ansonsten oft probleme mit der Kapazität, da diese einfach etwas ineffizienter arbeiten, aber hier passen die Werte.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

100W nur kurz?! Dafür dann PPS bis 5A?!

Viele 100W Powerbanks können 100W nicht konstant liefern. So auch die S25 in meinem Test. Dort konnte diese lediglich die ersten 25% ihrer Kapazität 100W bereitstellen.

Ob dies bei der S25 normal ist oder ein Fehler bei meinem Sample kann ich nicht abschließend sagen. Allerdings ist dies kein Temperatur-Problem, denn auch nach dem Abkühlen bleibt es bei 20V/3A max.

Allerdings sobald die 20V/5A (100W) Stufe verschwindet und durch eine 20V/3A (60W) ausgetauscht wird, verändert sich die PPS Stufe.

So haben wir nicht mehr 3,3-11V bei 3A, sondern 3,3-11V bei 5A ?! Hä?! So ein Verhalten habe ich noch nie zuvor gesehen.

Dies muss ein Bug sein.

 

Laden der VOLTERO S25

Die VOLTERO S25 kann mit bis zu 60W laden. Natürlich kannst Du diese auch an ein 100W USB C Ladegerät anschließen, aber auch dort wird diese nur mit bis zu 60W laden. Umgekehrt, nutzt du z.B. nur ein 30W USB PD Ladegerät, dann wird sie mit maximal 30W laden.

An einem 60W USB PD Ladegerät benötigt die Powerbank ziemlich genau 2 Stunden für eine 0% auf 100% Ladung. Dies ist sehr schön flott!

Natürlich kannst Du die Powerbank auch an einem normalen USB A Ladegerät laden. Hier dauert das aber “minimal” länger.

In meinem Test benötigte die S25 an einem 5V/2,4A Ladegerät rund 13 Stunden für eine vollständige Ladung.

 

Fazit

An sich halte ich die VOLTERO S25 für eine hervorragende Powerbank! Für eine High End hält diese ihre Kapazitätsangabe zunächst sehr gut ein!

So schwankt die echte, nutzbare Kapazität zwischen 21644 mAh und 23356 mAh, was top Werte sind!

Auch das Laden der Powerbank geht mit knappen 2 Stunden an einem 60W USB C Ladegerät sehr flott.

Etwas merkwürdig war bei mir allerdings das Entladen bei 100W. So konnte die PB nur sehr kurz mit 100W entladen werden. Hier bin ich mir nicht ganz sicher ob dies ein Bug oder “by Design” ist. Es gibt einige andere 100W Powerbanks, welche sich ähnlich verhalten.

Meine VOLTERO S25 ist also eher eine 60W Powerbank in der Praxis mit 100W “Spitzenleistung”.

Pluspunkte gibt es wieder für die große PPS Range und das wertige Design.

Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler mit Bluetooth im Test

Power Queen bietet mit dem PQ2430 einen spannenden Bluetooth Solarladeregler an. Dieser soll mit 12V/24V Batterien klar kommen und eine maximale Leistung von 30A liefern. Der Einsatzzweck sind Insel-Solaranlagen.

Damit spielt dieser in direkter Konkurenz zu den Victron Energy Modellen, welche bei Bastlern sehr beliebt sind.

Auch ich verfüge über zwei Off-Grid Solaranalgen, daber war ich hier sehr interessiert! Leider gibt es in diesem Bereich viele schlechte Solarladeregler, weshalb hier oft zu den Victron Energy Modellen gegriffen wird.

Power Queen PQ2430

Allerdings auf den ersten Blick sieht der Power Queen 12/24V 30Amp MPPT Solarladeregler durchaus sehr attraktiv aus!

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut der Power Queen PQ2430 Solarladeregler wirklich ist.

An dieser Stelle vielen Dank an Power Queen für das zur Verfügungstellen des Ladecontrollers für diesen Test.

 

Der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler mit Bluetooth im Test

Mit einer Leistung von bis zu 30A ist der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler schon ein recht mächtiges Modell.

Entsprechend fällt dieses mit 173 x 72,5 x 238 mm auch etwas größer aus. Einen großen Beitrag dazu leisten die aufwendigen Kühlrippen auf der Rückseite, welche einen passiven Luftstrom erlauben.

Auf der Front haben wir 4 Steuerungstasten, wie auch ein relativ großes Display.

Am unteren Ende des Solarladereglers finden sich 6 Schraubklemmen für das Solarpanel, den Akku und Lasten. Es handelt sich hierbei um recht kräftige AWG8 bzw. 8mm2 Terminals.

Zudem haben wir hier den Anschluss für einen externen Temperaturfühler wie auch den RS232 Port, welcher für das Bluetooth Modul genutzt wird. Ja das Bluetooth Modul ist extern und ein kleiner schwarzer Kasten.

Pluspunkte gibt es für eine wirklich gute und detaillierte deutsche Anleitung, welche mit im Lieferumfang liegt.

 

Das Display

Da du nicht zwingend das Bluetooth Modul beim Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler nutzen musst, kannst du auch alle Einstellungen direkt über das Display und die Steuerungstasten tägigen.

Das Display kann dir z.B. folgende Informationen sehen:

  • Spannung des Akkus
  • Spannung des Solarpanels
  • Strom zur Batterie (vm Solarpanel)
  • Strom Lastausgang

Oberhalb des Displays haben wir zudem drei Status LEDs.

 

Technische Daten

Werfen wir einen kleinen Blick auf die technischen Daten des Solarladeregler:

  • Power Queen PQ2430
  • MPPT
  • 12V / 24V Batteriesystem
  • 30A Ladestrom
  • 20A Lastausgang
  • Eigenverbrauch 0,7-1,2W
  • Spannungsbereich Batterie 9V bis 35V
  • Maximale Eingangsspannung Solar 100V
  • Betriebstemperatur -35 Grad bis 45 Grad
  • Batterietypen Sealed Blei-Säure / Gel Blei-Säure / Flooded Blei-Säure/ LiFePO4

 

20A Lastausgang

Der Ladecontroller besitzt einen 20A Lastausgang. Diesen kannst Du für kleinere Geräte nutzen. So kann du ihn über die App ein/ausschalten und der Ausgang wird bei niedriger Akkuspannung automatisch abgeschaltet.

Auch loggt der Controller hier Verbrauchswerte mit, praktisch!

 

Die App

Power Queen wird den Solar Ladecontroller vermutlich auch nur zukaufen, entsprechend haben wir eine “universelle” App. Die Solar App, welche für IOS und Android verfügbar ist, funktionierte bei mir im Test soweit problemlos, ist aber auch nichts “Besonderes”.

So wirkt die App recht unspektakulär und hat teils ein paar raue Kanten.

Funktional gibt es aber erst einmal nichts zu bemängeln. Nach dem Verbinden via Bluetooth, was bei mir gut funktioniert hat, sehen wir auf der Startseite zunächst eine “Live” Übersicht.

  • Leistung vom Solarpanel in Watt
  • Spannung Solarpanel in Volt
  • Strom vom Solarpanel in Ampere
  • Batteriespannung in Volt
  • Strom von/zu Batterie in Ampere
  • Temperatur
  • Lasten Ausgang Ein/Aus
  • Leistung in Watt Lastenausgang

Diese Werte werden schnell und zuverlässig geupdatet.

Neben diesen Live-Werten gibt es auch historische Werte. Allerdings sind diese etwas dünn. Zunächst loggt der Controller die gesamte geladene Leistung (in kWh und Ah) und Betriebsstunden mit.

Zudem gibt es auch eine Listenübersicht über die letzten 7 Tage mit den genauen Spannungswerten, Ladeleistung usw.

Leider sind es nur 7 Tage die du in der App zurückblicken kannst, aber besser als nichts. Ausnahme ist die Gesamtleistung, welche kontinuierlich mitgezählt wird.

Über die App kannst du auch die Einstellungen zur Batterie anpassen, wie auch zum Lastausgang. Beispielsweise kannst du hier die Spannungsgrenzwerte usw. einstellen.

 

Maximal 360W bzw. 720W

Der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler besitzt eine maximale Leistung von 30A. Es dürfen also maximal 30A vom Solarpanel oder zum Akku kommen/gehen.

Hast du einen 12V Akku, ergibt dies in der Praxis eine maximale Leistung von +- 360W. Bei einem 24V Akku kommen wir entsprechend auf das Doppelte.

 

In der Praxis problemlos!

Ich nutze den Power Queen 12/24V 30Amp MPPT Solarladeregler derzeit mit folgenden Komponenten:

  • Klimaworld Solarmodul 380 Watt – Leerlaufspannung 40,4V, Systemspannung 33,2V
  • 2x 100Ah LiFePO4 Akkus (parallel geschaltet)

Im absoluten Maximum konnte ich mit dieser Kombination an einem Tag 2036 Wh erreichen! Dies ist ein hervorragender Wert, welchen ich bisher mit meinen alten zugegeben maximal 20A, Ladecontrollern nicht erreichen konnte.

An normaleren Sommertagen kommen wir in Kombination mit dem 380W Panel aber eher auf 1200 bis 1500 Wh. Dabei sehe ich Spitzenleistungen von 270-340W vom Solarpanel.

An einem Tag meldete der Controller auch eine Spitzenleistung von 369W, was bisher Rekord war.

Generell hat der Power Queen MPPT Solarladeregler wunderbar problemlos und zuverlässig funktioniert. Es gab keinerlei Verhaltensauffälligkeiten oder anderes zickiges Verhalten.

Auch an schlechten Tagen war die Energieausbeute des Controllers sehr gut! Ob dieser nun wirklich auf 98% Effizienz kommt, kann ich nicht sagen, aber diese ist hoch! Zumal sich der Solarladeregler nicht sonderlich erwärmt.

Ich werde ihn auch weiter an meiner DIY Solaranlage nutzen!

Lediglich eine kleine Auffälligkeit konnte ich beobachten. Dies war aber weniger die Schuld des Ladecontrollers und mehr meine. So hatte ich an einem Tag die Akkus zu stark entladen (nicht über den Lastausgang, sondern direkt an den Akkus), so dass das BMS der Akkus das Entladen stoppte. Dies hat den Power Queen MPPT Solarladeregler etwas verwirrt und dieser verweigerte das Laden, bis ich ihn manuell neu mit dem Akku verband.

 

Fazit zum Power Queen MPPT Solarladeregler

Der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler ist aus meiner Sicht absolut empfehlenswert! Der Ladecontroller funktioniert bei mir tadellos in Kombination mit einem 320W Solarpanel und zwei 100Ah LiFePO4 Akkus.

Jetzt im Frühlung/Sommer komme ich hier auf eine Energieausbeute von +- 1200-2000 Wh pro Tag (schönes Wetter) mit einer maximalen Leistung von +- 340W. Dies ist für ein System mit einem 380W Solarpanel top!

Die Effizienz des Solarladereglers passt, auch bei schlechterem Wetter. Diese ist nicht schlechter als die Modelle von Victron Energy.

Auch die generelle Qualität scheint auf einem sehr guten Level zu sein! Vor allem die großen Anschlussterminals haben mich gefreut, die bei Victron Energy oft sehr “minimalistisch” ausfallen.

Das integrierte Display ist praktisch, um auf die Schnelle die Leistungswerte zu sehen. Hinzu kommt aber die Bluetooth Verbindung.

Die App ist zwar nicht absolute Weltklasse und ich finde es schade, dass diese nur 7 Tage die Werte mitgeloggt, aber prinzipiell funktionierte diese bei mir tadellos.

Kurzum, suchst du einen guten MPPT Solarladeregler mit hoher Leistung und Bluetooth für eine Off-Grid Solaranlage? Dann kann ich den Power Queen PQ2430 mit gutem Gewissen empfehlen.

Power Queen PQ2430 MPPT
POSITIV
Hohe Leistung mit bis zu 30A
20A steuerbarer Lastausgang
Integriertes Display
Integriertes Display
Gute Praktische Leistung, auch bei schlechtem Wetter
Universell zu 12V/24V Systemen und bis zu 100V Solarpanels kompatibel
Hervorragende Anleitung und Dokumentation
NEGATIV
App teils mit rauen Kanten
App loggt Werte nur für 7 Tage mit
90

Das Selore&S-Global Selore SL-C001 67W USB C Ladegerät im Test

Der Hersteller Selore ist bei Techtest noch ein Neuling. Allerdings bieten diese einige interessante Zubehör Produkte an.

In diesem Test soll es um das Selore 67W SL-C001 gehen. Bei diesem handelt es sich um ein 2-Port USB C Ladegerät mit, wie der Name schon sagt, bis zu 67W Leitung.

Zudem soll dieses auf die GaN Technologie setzen. Klingt doch interessant! Schauen wir uns das Ganze einmal im Test an. Kann das Ladegerät hier überzeugen.

 

Das Selore SL-C001 67W USB C Ladegerät im Test

Das Selore SL-C001 ist auf den ersten Blick ein sehr unauffälliges USB C Ladegerät. Dieses setzt auf den normalen Steckdosenadapter Formfaktor und ein matt schwarzes Gehäuse.

Mit 52 x 52 x 31 mm und einem Gewicht von 129,9g ist das Ladegerät für ein Modell mit 67W und zwei USB C Ports durchaus kompakt.

Die Verarbeitung würde ich als gut, aber auch nicht außergewöhnlich einstufen. Oberhalb der USB C Ports haben wir eine kleine Status-LED.

 

Die Anschlüsse des SL-C001

Das Selore SL-C001 besitzt genau zwei USB C Ports und keine USB A Ports.

USB C 1 / 2 – 67W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A, 20,3V/3,25A

Wir haben zunächst zwei 65W bzw. 67W USB C Ports, nach dem Power Delivery Standard. Diese sind also mit Geräten von Apple, Google, Samsung, ASUS usw. kompatibel.

Aufgrund der hohen Leistung ist das Ladegerät auch für Geräte wie Notebooks geeignet.

Spannenderweise haben wir laut Hersteller neben der 20V Stufe auch eine 20,3V Stufe. Tatsächlich ist diese 20,3V Stufe echt! Diese wird vom Ladegerät via USB PD angeboten. Ich habe in meinem Leben noch nie gesehen oder davon gehört, dass irgendein Gerät 20,3V benötigt?! Aber eine USB PD Stufe mehr schadet auch nicht, von daher soll dies keine Kritik sein.

Nutzt du beide Ports gleichzeitig haben wir eine Drosselung auf 45W + 20W.

 

Mit PPS

Das Selore Ladegerät unterstützt erfreulicherweise auch den PPS Standard.

3,3-21V bei bis zu 3A

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB C Ladegeräten nicht ganz so wichtig, so lange die Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben. Zudem ist natürlich eine hohe Spannungsstabilität ein Zeichen von besserer Elektronik.

Die Spannungsstabilität des Selore SL-C001 67W USB C Ladegerät sieht soweit gut aus! Hier habe ich schon viel schlechteres gesehen.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss auf die Effizienz zu sprechen.

Diese schwankt zwischen 78% bei niedriger Last und 90% bei hoher Last. Dies ist soweit in Ordnung! Es gibt Modelle die in der Spitze vielleicht 91-92% erreichen, aber generell passt die Effizienz des Selore SL-C001.

 

Fazit

Das Selore SL-C001 ist ein gutes Dual-Port 67W USB C Ladegerät. Dieses bietet eine gute Spannungsstabilität, gute Effizienz, hat PPS und zeigte sich im Test allgemein unproblematisch.

Kurzum, das Selore SL-C001 ist empfehlenswert! Allerdings im Gegenzug, es ist auch kein ungewöhnliches Ladegerät. Es gibt in diesem Bereich durchaus einige Alternativen, welche +- ähnlich sind.

Ladegerät 67W GaN Charger Dual USB C Netzteil 2-Port PD 3.0/PPS...
  • USB C Ladegerät 67W ►Nur 1 Stunde, um Ihr MacBookPro/Air bis...
  • Dual USB C Netzteil ►Mit doppelten USB-C Anschlüssen kann...
  • Breite Kompatibilität ►USB C Power Adapter unterstützt...
  • GaN Ultra Technologie ►Durch die fortschrittliche GaN...
  • Leicht und Kompakt ►Das 67W USB C Netzteil ist 46 % kleiner als...

Schau hier ein wenig auf den Preis! Bekommst du das Selore 67W Dual Port Ladegerät günstig, dann schlag zu! Ansonsten schau dir auch mal das UGREEN Nexode USB C Ladegerät 65W als Alternative an.

Empfehlung: die XLayer Power Bar im Test, 20000 mAh + 65W USB C

XLayer bietet mit der Power Bar eine interessante Allround Powerbank an! Diese bietet 20000 mAh Kapazität und einen 65W USB C Ausgang, für rund 70€. Damit ist die Powerbank sowohl für Smartphones, Tablets aber auch kleinere Notebooks geeignet.

Dies zumindest in der Theorie! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die XLayer Power Bar überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an XLayer für das Zurverfügungstellen der Power Bar für diesen Test.

 

Die XLayer Power Bar im Test

Der Name “Bar” kommt bei dieser Powerbank nicht von ungefähr. So setzt XLayer auf ein sehr „blockiges“ Design. Die Powerbank misst 104 x 48 x 48 mm, was für ein 20000 mAh + 65W Modell soweit passt.

Auf Seiten des Gewichts haben wird 394g.

Kapaziät  Leistung  Gewicht
INIU BI-B5 20000 22,5 W 350 g
XLayer Power Bar 20000 65 W 394 g
Baseus PPAP20K 20000 20 W 438 g
Baseus Power Bank 20000mAh 20000 65 W 453 g
INIU BI-B63 25000 65 W 487 g
ANKER 537 PowerCore 24K für Laptop 24000 65 W 496 g

 

Damit ist die XLayer Power Bar sogar relativ leicht für eine 65W Powerbank dieser Größenklasse, gerade wenn wir bedenken, dass diese über ein Metallgehäuse verfügt.

Ja das Gehäuse, abseits der Endstücke, besteht aus einem Stück Metall, welches an den Rändern abgerundet ist.

Hierdurch wirkt die Powerbank sehr massiv, stabil und auch wertig!

Weitere Pluspunkte gibt es für das kleine Display auf der Front. Dieses zeigt dir den aktuellen Ladestand in % an, nett.

 

Anschlüsse der XLayer Power Bar

Die XLayer Power Bar besitzt auf der Front 2x USB A und 2x USB C Ports, was eine ziemlich optimale Ausstattung ist.

  • USB C – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – Quick Charge 3.0 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Zunächst haben wir zwei USB C Ports, welche bis zu 65W nach dem Power Delivery Standard liefern können.

USB Power Delivery ist der Ladestandard welcher von Apple, Samsung, Google, Nintendo, ASUS und im Generellen allen westlich orientierten Herstellern genutzt wird. Entsprechend funktioniert die Powerbank prinzipiell erst einmal mit hunderten Geräten, ob nun iPhone, iPad, MacBook, Dell XPS, Nintendo Switch usw.

Dank der Leistung von bis zu 65W ist die Powerbank auch für mittelgroße Notebooks geeignet.

Hinzu kommen zwei USB A Ports mit Quick Charge 3.0.

 

Nur ein USB C Port 65W

Spannenderweise hat nur der rechte USB C Port die Leistung von 65W. Der linke Port hat “nur” 60W. Nicht, dass diese +-5W eine Rolle spielen würden, aber ich will dennoch diese Beobachtung mit dir teilen.

 

Nur ein Gerät 65W

Die Powerbank kann maximal 65W liefern. Entsprechend drosselt sich diese sobald du mehr als ein Gerät verbindest.

Diese Drosselung ist hier aber sehr hart! Verbindest du zwei Geräte mit der Powerbank werden alle Ports auf 5V/2,4A gedrosselt!

Also Notebook + Smartphone Laden ist nicht möglich, selbst wenn dein Notebook nicht die vollen 65W benötigt, schade!

 

Mit PPS

Erfreulicherweise bietet die Powerbank auf beiden USB C Ports den PPS Standard.

  • 3,3-11V bei bis zu 3A
  • 3,3-21V bei bis zu 3A

Für eine 65W Powerbank eine gute, normale PPS Range. So kann die Powerbank Samsung Smartphones beispielsweise mit bis zu 25W laden.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Wie testet techtest.org Powerbanks?

Mittlerweile habe ich für Techtest hunderte Powerbanks getestet. Der generelle Testaufbau ist dabei über die Jahre aber sehr ähnlich geblieben.

Nach Erhalt wird die Powerbank ausgepackt und fotografiert. Anschließend sehe ich mir diese näher an, messe sie aus, wiege sie usw. Anschließend wird die Powerbank geladen.

Die wichtigste Messung ist hier die Kapazität. Hierfür entlade ich Powerbanks bei diversen Leistungsstufen an einer elektronischen Last. Dafür nutze ich meist die ATORCH DLB-600W 200V und einen USB PD Trigger (welcher für das Auswählen der spezifischen Spannungsstufe nötig ist). Teils nutze ich auch ein gesondertes Messgerät, da teils bei hohen Lasten (3A+) die Kabel einen zu großen Einfluss auf die gemessene Kapazität haben.

Nach jedem Durchlauf wird die Powerbank wieder geladen. Dabei logge ich den Ladevorgang, Ladedauer usw. mit. Hierfür nutze ich das Power-Z KM003C Messgerät.

Die Kapazität bei Powerbank Tests messe ich in Wh und rechne für eine bessere Vergleichbarkeit anschließend in mAh @3,7V um! Mehr zum Thema Wh gegen mAh findest du hier.

Zu guter Letzt teste ich die Powerbanks an diversen Geräte, meist dem aktuellen iPhone, iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel, Nintendo Switch und anderen Geräten die ich im Büro herumliegen habe.

Selbstverständlich kann ich aber auch nicht alle Smartphones testen. Ich kann aber mithilfe des Power-Z KM003C unterstützte Ladestandards usw. auslesen und eine fundierte Einschätzung abgeben.

 

Kapazitätsmessung der XLayer Power Bar

XLayer wirbt bei der Power Bar mit einer Kapazität von 20.000 mAh bzw. 74Wh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 57.987 15672 78%
9V/1A 62.861 16989 85%
9V/3A 63.521 17168 86%
20V/1A 63.207 17083 85%
20V/3A 60.525 16358 82%

Ich konnte bei der XLayer Power Bar eine Kapazität zwischen 15672 mAh und 17168 mAh messen. Dies entspricht einem Bereich von 78% bis 86% der Herstellerangabe. Dies passt!

Die niedrigen 15672 mAh wurden bei geringen 5V/1A gemessen, die hohen 17168 mAh bei 9V/3A.

Und ja es ist normal, dass eine Powerbank nicht 100% der Herstellerangabe erreicht! Alles über 80% ist hier völlig normal, unter 70-75% wäre “verdächtig” niedrig.

 

Ladetempo der XLayer Power Bar

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank des 65W USB C Ports ist die Powerbank für eine Vielzahl an Geräten sehr gut geeignet! Ob nun Apple iPhones, iPads, MacBooks, Windows Notebooks (Dell XPS 13, usw) oder auch Konsolen wie die Nintendo Switch oder das Steam Deck, die Powerbank wird mit solchen Geräten sehr gut klar kommen. Sofern du nicht mehr als ein Gerät auf einmal verbindest.

Dank der PPS Stufe ist die Powerbank auch für Samsung Galaxy und Google Pixel Smartphones gut geeignet. Samsung Smartphones würden sich mit maximal +- 25W an der Powerbank laden lassen. Die vollen 45W einiger Modelle sind entsprechend leider nicht möglich, hierfür wäre eine größere PPS Stufe nötig.

 

Ladedauer

Ist die XLayer Power Bar nun leer, wie lange dauert das Laden?

An einem, 60W+ USB Power Delivery Ladegerät braucht die Powerbank einfach 1:45h für das 0% auf 100% laden, was sehr flott ist!

An einem klassischen USB A Ladegerät brauchen wir rund 10 Stunden, was soweit normal ist.

 

Fazit zur XLayer Power Bar

Die XLayer Power Bar gehört zu den besten Powerbanks derzeit auf dem Markt!

  • 20000 mAh (17168 mAh) Kapazität
  • 65W USB C Port
  • PPS (3,3-21V bei bis zu 3A)
  • 0% auf 100% in 1:45h geladen

Dies sind erst einmal wirklich brauchbare Eckwerte! Damit ist XLayer Power Bar als Allround Powerbank absolut brauchbar, egal ob nun für iPhone, Samsung Galaxy, Google Pixel oder auch größere Geräte wie Tablets und kleinere Notebooks.

Die XLayer Power Bar wird gut mit jeder Form von Endgerät umgehen! Zwar ist die Kapazität der Powerbank gut, allerdings sind rund 17000 mAh im Maximum auch nicht überragend, weshalb ich die Powerbank für größere Notebooks nur bedingt empfehlen würde.

Hinzu kommt ein flottes Laden, 0% auf 100% in 1:45h kann sich sehen lassen, und auch die Abmessungen der Powerbank sind für die Leistung und Kapazität nicht zu groß.

Sicherlich der größte Pluspunkt ist aber der Preis. Du bekommst die XLayer Power Bar für knapp unter 70€, was ein sehr guter Preis für das Gebotene ist!

Super kompakt, günstig und auch gut? Die 1More PistonBuds Pro im Test

Mit den PistonBuds Pro bietet 1More neue günstige true Wireless Ohrhörer an. Diese sehen auf den ersten Blick sehr spannend aus!

Wir haben hier sehr kleine und kompakte Ohrhörer, was in der Regel für den Tragekomfort ideal ist, welche zudem über ANC verfügen. Mittlerweile nicht mehr außergewöhnlich, aber in der +- 60€ Preisklasse auch nicht selbstverständlich.

Aber wie steht es um den Klang? Klingen die 1More PistonBuds Pro gut? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an 1More für das Zurverfügungstellen der PistonBuds Pro für diesen Test.

 

Die 1More PistonBuds Pro im Test

Die 1More PistonBuds Pro sind sehr kleine und kompakte Ohrhörer. Dies gilt sowohl für die Ohrhörer selbst, wie aber auch für die Lade/Transportbox.

Letztere misst gerade einmal 58 x 23 x 37,4 mm und bringt 40g inklusive Ohrhörer auf die Waage (31,35g ohne).

Dabei ist die Ladebox schick gestaltet und auch qualitativ soweit gut! Allerdings ist diese auch nichts “Besonderes”.

Geladen wird die Ladebox via USB C. In der Ladebox steckt ein 410 mAh großer Akku, welcher die Ohrhörer ca. 4-5x laden kann. Mit jeder Ladung halten die Ohrhörer ca. 4-5 Stunden mit ANC durch.

Dies sind vernünftige Werte für die Akkulaufzeit.

Die PistonBuds Pro selbst setzen auf das typische Ohrstöpsel Design, sind aber sehr kompakt gebaut! Ebenso sind diese mit rund 4,4g wunderbar leicht.

Optisch würde ich die Ohrhörer aber als unspektakulär einstufen. Ihr Gehäuse besteht aus einfachem, aber gutem Kunststoff, lediglich auf der Touch-Sensitiven Rückseite haben wir eine Hochglanzoberfläche und das 1More Logo.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der 1More PistonBuds Pro ist 1a. Die Ohrhörer sind leicht, klein und sitzen einfach absolut problemlos in meinen Ohren. Diese drücken oder stören nicht.

Viel besser kann der Tragekomfort eigentlich nicht ausfallen!

 

ANC und Transparenzmodus

Das ANC der 1More PistonBuds Pro ist soweit OK. Dies ist nicht das beste ANC das ich jemals gehört habe, aber es ist auch nicht das schlechteste. Für die Preisklasse ist das ANC sogar recht gut!

Dieses kann surrende und brummende Geräusche merklich ausblenden. Allerdings besonders laute Geräusche kommen weiterhin durch, zudem haben die Ohrhörer ein leichtes Rauschen im ANC Modus.

Der Transparenzmodus wiederum gefällt mir fast noch etwas besser als der ANC Modus. Dieser ist recht klar und verzögerungsarm.

Kurzum, teurere Ohrhörer haben ein besseres ANC, aber für die 60€ Preisklasse ist dieses mehr als brauchbar. Der Transparenzmodus hingegen ist sogar überdurchschnittlich gut.

 

Klang der 1More PistonBuds Pro

Kommen wir zum Klang der 1More PistonBuds Pro. Dieser ist leider recht unspektakulär. Die Ohrhörer klingen nicht direkt schlecht, aber recht flach und etwas langweilig.

Dies fällt vor allem bei den Höhen auf. Ich würde die Höhen nicht mal als dumpf bezeichnen, das sind Sie nicht, aber sie wirken recht flach. Dies ist aber auch eine recht treffende Bezeichnung für den gesamten Klang der Ohrhörer. Musik klingt recht “neutral”, weder Bass noch Höhen stechen groß hervor.

Dabei ist aber der Bass auch nicht schlecht, der Bass ist schön satt und tief, aber von der Masse halt nicht angehoben oder geboostet. So würde ich den Bass als absolut neutral bezeichnen.

Die Mitten und somit auch Stimmen hingegen klingen voll und sehr schön natürlich.

Nach meiner ersten klanglichen Einschätzung hätte ich die Ohrhörer unterm Strich Nutzern empfohlen, die einen neutralen Klang suchen, welcher in dieser Preisklasse normalerweise extrem selten ist. Die meisten Ohrhörer in den günstigeren Preisklassen haben einen extrem wilden Bass und Klangsignatur, was hier nicht der Fall ist.

Allerdings ist bei der Messung der Frequenzkurve schon etwas auffällig. So ist der Bass und auch die unteren Mitten recht neutral. Allerdings alles oberhalb von ca. 3000 Hz bricht bei den 1More PistonBuds Pro extrem weg.

So eine Klangsignatur habe ich noch nie gesehen.

 

Fazit

Es gibt an den 1More PistonBuds Pro viel zu mögen. So gefällt mir gerade der Tragekomfort sehr gut! Die Ohrhörer sind schön klein und leicht. Zudem war die Passform für meine Ohren ziemlich ideal.

Auch am ANC und Transparenzmodus gibt es nichts zu bemängeln. Klar beides geht schon noch besser, aber nicht in der 60€ Preisklasse! Für diese Preisklasse ist das ANC überdurchschnittlich.

Allerdings bin ich beim Klang etwas hin und her gerissen. Die Ohrhörer klingen nicht schlecht, aber recht unspektakulär und fast schon etwas flach. Hier kommt es etwas auf deinen Geschmack an! Ist das für dich Ok? Suchst du weniger aufgeregte Ohrhörer mit tollem Tragekomfort? Dann bist du vielleicht bei den 1More PistonBuds Pro richtig.

Das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN USB C Netzteil im Test

Oraimo bietet mit dem HyperGaN 120W ein interessantes USB Ladegerät nun auch auf dem deutschen Markt an.

Wie der Name schon sagt haben wir hier ein 120W USB C Ladegerät mit vier Ports, welches auf die GaN Technologie setzt. Dabei sieht das Ladegerät auf den ersten Blick sehr wertig und edel aus.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist das Oraimo 120W HyperGaN USB C Netzteil so gut wie es der Hersteller verspricht?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN USB C Netzteil im Test

Das  Oraimo OCW-E109F setzt auf den typischen Steckernetzteil-Formfaktor. Das Ladegerät wird also direkt in die Steckdose gesteckt, ideal für Reisen oder wenn es um das Platzsparen geht.

Das Ladegerät misst 75 x 75 x 34,7 mm und bringt 343g auf die Waage. Damit ist dieses trotz der Nutzung von GaN nicht extrem kompakt oder klein.

Es ist kompakt, aber auch nicht extrem. Für mich ist das aber ok, zumal das Ladegerät sich sehr wertig und gut gebaut anfühlt.

So steht das Oraimo OCW-E109F den Modellen von Anker und Co in nichts nach!

 

Die Anschlüsse des Oraimo OCW-E109F

Das Oraimo OCW-E109F 120W Ladegerät besitzt 3x USB C und 1x USB A auf der Front.

  • USB C 1 / 2 – 100W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 3 – 30W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A – SCP und Quick Charge – 4,5V/5A, 5V/4A, 9V/3A, 12V/2,5A, 20V/1,5A

Die beiden primären USB C Ports bieten maximal 100W Leistung nach dem USB Power Delivery Standard. Entsprechend sind diese Ports sowohl für Smartphones wie aber auch größere Geräte wie Notebooks geeignet.

USB C Port 3 hingegen bietet “nur” 30W, ist also für Smartphones und Tablets geeignet.

Der USB A Port unterstützt ebenfalls bis zu 30W nach Quick Charge und Huawei Super Charge.

 

Nicht alle Ports gleichzeitig nutzbar

Natürlich kannst Du nicht alle Ports des Ladegerätes gleichzeitig nutzen. Das Ladegerät kann maximal 120W über alle Ports bereitstellen.

Nutzt Du mehrere Ports, dann wird nach folgendem Schema gedrosselt.

USB C 1 USB C 2 USB C 3 USB A
100W
60W 30W
90W 30W
90W 30W
90W 30W
90W 30W
60W 30W 30W
60W 30W 30W
65W 30W 10W 10W

 

Mit PPS

Das Oraimo OCW-E109F unterstützt auf allen USB C Ports den PPS Standard.

  • USB C 1 und 2 – 3,3-21V bei bis zu 5A
  • USB C 3 – 3,3-21V bei bis zu 1,5A

 

Probleme beim Belastungstest

Wie üblich habe ich das Oraimo OCW-E109F eine Zeit lang mit Leistung X belastet. Hierfür nutze ich eine so genannte elektronische Last, um gezielt beispielsweise 20V/5A aus dem Ladegerät zu ziehen.

Allerdings mochte das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN USB C Netzteil meine elektronische Last nicht.

So brach das Ladegerät den Testdurchlauf bei 20V/5A immer nach wenigen Sekunden ab. Selbes Spiel bei 4,9A, 4,8A, 4,7A, 4,6A, 4,5A.

Okay, erster Gedanke “oh das Ladegerät kann keine 20V/5A liefern”. Allerdings ist dies nicht ganz richtig. In Kombination mit einer Powerbank 4smarts Lucid Ultra konnte das Ladegerät konstant 5,1A bei 20V liefern(bis die Powerbank voll war bzw. das Laden drosselte).

Von daher scheint es hier einfach eine merkwürdige Inkompatibilität zu meinem Test Equipment zu geben. In der Praxis funktionierte das Ladegerät aber normal.

Allerdings kann ich daher diesmal nicht meinen üblichen Belastungstest durchführen.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Zunächst ist das Ladegerät für sämtliche Apple Geräte gut geeignet. Egal ob nun iPhone, iPad oder MacBook. Mit bis zu 100W sind hier alle Geräte gut versorgt.

Auch für Windows Notebooks ist das Ladegerät prinzipiell gut einsetzbar. Wenn diese via USB C laden können sind 100W mehr als ausreichend.

Dank der vollen PPS Range passt auch das Ladetempo in Kombination mit den Samsung S Serie Smartphones. So könnte das Ladegerät ein S23 Ultra mit bis zu 45W laden.

 

Spannungsstabilität des Oraimo OCW-E109F

Die Spannungsstabilität ist bei USB C Ladegeräten nicht mehr ganz so relevant wie es bei klassischen 5V Ladegeräten der Fall war. Dennoch überprüfe ich gerne die Stabilität der primären USB C Ports.

Eine gleichmäßige Spannung ist immer ein Zeichen für eine gute Elektronik.

Prinzipiell sind die Spannungen beim Oraimo OCW-E109F alle innerhalb der Grenzwerte. Allerdings ist die Stabilität vorsichtig gesagt eher mäßig gut. Gerade bei der 20V Stufe fällt diese doch recht stark ab. Bei 5A liegen wir nur noch bei ca. 19,2V. Ich konnte in der Praxis aber auch schon Werte im Bereich 19,1xxV beobachten.

Wahnsinnig gut geregelt sind die USB C Ports also nicht. Wird dies in der Praxis zu Problemen führen? Vermutlich nicht.

 

Wie hoch ist die Effizienz des Oraimo OCW-E109F?

Bei immer steigenden Strompreisen ist die Effizienz von Netzteilen zunehmend wichtiger. Wie schlägt sich das Oraimo OCW-E109F hier?

Bei super niedriger Last ist die Effizienz mit 69% etwas niedrig, aber bereits bei 15W (5V/3A) steigt diese auf vernünftige 82% an.

Bei hoher Last kommen wir auf bis zu 92% Effizienz, was spitze ist! Kurzum hier gibt es nichts zu meckern.

 

Fazit

Ich bin mit dem Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN zufrieden! Das Ladegerät machte im Test eine gute Figur.

Gut, aber nicht perfekt. So ist vor allem die Spannungsstabilität eher mäßig und die Probleme in Kombination mit meinem Testequipment verwundern mich weiterhin.

Allerdings in der Praxis ist das an sich egal. Ich konnte hier kein Gerät finden welches sich daran störte. Auch der generelle Qualitätseindruck ist gut, genau wie die Portausstattung.

3x USB C + 1x USB mit maximal 120W und PPS ist mehr als ordentlich! Hierdurch eignet sich das Ladegerät prinzipiell für so ziemlich alle Geräte. Du hast ein iPad und Samsung Galaxy S23 Ultra? Passt! Du bist voll im Apple Ökosystem unterwegs? Auch dann ist das Ladegerät ideal.

120W Ladegerät, oraimo HyperGaN USB C Netzteil 4 Ports Charger PD...
  • Ultra-schnelles Laden: Ein Ladegerät für MacBook Pro, das eine...
  • Intelligente Energieverteilung: Die intelligente...
  • Eines für alle: Das Ladegerät Oraimo 120 W Gan – schließen...
  • Angetrieben von Hypergan: Die Technologie kombiniert sich, um den...

Kurzum ja das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN ist empfehlenswert. Allerdings musst du ein wenig auf den Preis achten. Vergleich diesen mit dem UGREEN Nexode 100W, welches ich für fast etwas besser halte!

Der ASUS ROG Rapture GT6 im Test, High End WLAN Mesh für Gamer!

Mit dem ROG Rapture GT6 bietet ASUS ein absolutes High End WLAN Mesh System an. Dieses soll sich primär an Gamer richten und besitzt ein dazu passend Feature Set und vor allem ein “Gaming” Design.

Aber was macht einen WLAN Router zu einem “Gaming WLAN Router”? Und ist dies überhaupt gut?

Finden wir dies im Test des ROG Rapture GT6 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des ROG Rapture GT6 für diesen Test

 

Der ASUS ROG Rapture GT6 im Test

Bereits auf dem ersten Blick ist klar ersichtlich, dass der ROG Rapture GT6 kein gewöhnlicher WLAN Router ist.

So setzt der ROG Rapture GT6 auf ein trapezförmiges Gehäuse. Aber im Gegensatz zu anderen ASUS Gaming Routern verzichtet dieser auf die auffälligen externen Antennen.

Hierdurch sieht dieser etwas „cleaner“ und geschmackvoller aus, auch wenn der Router schon etwas “Gamer” schreit. Dennoch, mir gefällt das Design!

Die kleinen Antennen sind beim ROG Rapture GT6 unter einer durchsichtigen Kunststoffabdeckung auf der Oberseite angebracht.

Die Anschlüsse des Routers finden sich auf der Rückseite. Dort haben wir:

  • 1x 2,5Gbit WAN
  • 3x 1Gbit LAN
  • 1x USB 3.0
  • 1x DC Eingang

Zunächst freut es mich, dass wir einen 2,5Gbit Port haben. Allerdings finde ich es wieder etwas schade, dass wir nur einen davon haben.

 

App und Software

Grundsätzlich setzt der ASUS ROG Rapture GT6 auf die typische ASUS Software Benutzeroberfläche. Du hast hier die Wahl aus einer WebUI und der ASUS Router App.

Normalerweise bevorzuge ich bei Netzwerk Equipment die WebUI, allerdings ist hier klar ersichtlich, dass der Fokus von ASUS eher auf der App liegt.

So ist die App um einiges schicker und moderner gestalltet. Diese setzt dabei auf das Republic of Gamers Design.

Es hat mich hier etwas zum Schmunzeln gebracht, dass der erste Menüpunkt nach der Einrichtung der Steuerung der RGB LED gilt.

Allerdings abseits vom “ROG” Look ist die App gelungen, wenn auch vielleicht etwas “verschachtelt”.

So wäre das GT6 und allgemein die ASUS WLAN Router nicht zwingend meine erste Wahl wenn du ein “super einfaches” System möchtest.

Im Gegenzug ist allerdings der Funktionsumfang erfreulich gut. Für mich das Wichtigste ist immer eine Übersicht über alle verbundenen Geräte im Netzwerk. Diese gibt es auch hier. So kannst du eine Übersicht über alle verbundenen Geräte mit IP Adresse und der aktuelle “Live” Datenrate sehen. Nützlich!

Hier kannst du auch einzelne Geräte blocken, priorisieren oder das “Sichere Browsen” einschalten. Ja das GT6 System kann auf Wunsch für einzelne Geräte folgende Inhalte blocken:

  • Schädliche Inhalte (Viren)
  • Nicht Jugendfreie Inhalte
  • Werbung

Ebenso kannst Du auch die Bandbreite für einzelne Geräte limitieren.

Wir haben selbstverständlich auch einige “gaming” Feature. So kannst du spielen (LOL, AOV, SWITCH, XBOX,Dota 2, Overwatch usw.), Streaming, VoIP, Video Chat und noch andere Anwendungen auf Wunsch priorisieren.

In der Praxis wird dies aber nur eine Rolle spielen, wenn du eine sehr “limitierte” Internetleitung besitzt.

 

Auch als Access Point nutzbar!

Prinzipiell ist der ASUS ROG Rapture GT6 als WLAN Router gedacht. Das heißt du nutzt diesen in Kombination mit einem Modem.

 

Technische Daten ASUS ROG Rapture GT6

Der ASUS ROG Rapture GT6 ist ein absoluter High End WLAN Router! Schauen wir uns zunächst einmal die technischen Daten an:

  • ASUS ROG Rapture GT6
  • WLAN 6 (wie auch WLAN a/b/g/n/ac)
  • 574 Mbit auf dem 2,4Ghz Band
  • 4804 Mbit auf dem 5GHz Band 1
  • 4804 Mbit auf dem 5GHz Band 2

Der ROG Rapture GT6 verfügt über drei WLAN Bänder, 1x 2,4GHz wie auch 2x 5 GHz. Die beiden 5 GHz Bändern können als getrennte WLAN Netzen genutzt werden, beispielsweise 5 GHz 1 für Smartphones, Smart TV usw., 5 GHz 2 für Spielekonsolen, Gaming Notebooks usw.

Durch dieses Aufteilen stören sich die Geräte untereinander nicht und nehmen sich keine Bandbreite weg.

Alternativ kannst Du ein 5 GHz Band auch für die Mesh Funktionalität reservieren.

Mit 4804 Mbit erreicht der ASUS ROG Rapture GT6 die gängigen maximalen Datenraten eines High End WLAN 6 Routers. So setzt dieser auf ein 4×4 Design mit 160 MHz Kanalbreite.

Die 160 Mbit Kanalbreite ist gerade für Computer mit den Intel WLAN 6 Netzwerkkarten extrem wichtig, welche diese für das volle Tempo benötigen.

Dabei ist der GT6 natürlich abwärtskompatibel zu den alten WLAN Standards. Das 6 Ghz WLAN 6E ist leider nicht mit an Board. Allerdings ist WLAN 6E auch nicht das absolute Wunderding, mehr dazu hier: WLAN 6E, was kann das neue 6GHz WLAN und wie ist die Reichweite?

 

Tri-Band WLAN Mesh

Du kannst eine Station des ASUS ROG Rapture GT6 komplett einzeln nutzen, wie einen klassischen WLAN Router. Allerdings ist der GT6 als “Mesh” System gedacht. Du kannst also mehrere Stationen des GT6 miteinander verbinden und diese “Gemeinsam” als ein großes WLAN System nutzen.

Dies kannst Du bei ASUS prinzipiell immer, dank AI Mesh. https://www.asus.com/microsite/AiMesh/de/

Allerdings ist der Rapture GT6 hier besonders geeignet, denn er verfügt über ein Tri-Band WLAN Netz. Wir haben also ein 2,4 GHz Band und 2x 5 GHz Bänder. Dabei kann eins der 5 GHz Bänder als ein Rückkanal für das Mesh System genutzt werden, was dessen Performance massiv steigert.

 

Wie testet techtest.org WLAN Router?

Das testen von WLAN Routern ist nicht einfach, da es hier sehr viele Faktoren gibt! Alleine je nach Störsignalen kann die WLAN Leistung extrem schwanken.

Dennoch möchte ich dir natürlich auch ein paar Zahlen aus der Praxis nennen. Da wir hier ein WLAN Mesh System Teste ich zunächst die Leistung der beiden Stationen untereinander.

Hierfür nutze ich das Synology DS1821+ NAS an der einen Station (2,5Gbit) LAN (zum Test bei Techtest) und mein Notebook an der anderen Station.

 

Mesh Performance

Starten wir mit der “Mesh” Performance des GT6 Systems. Hierbei messe ich den Datenrate zwischen den beiden Stationen. Hierfür verbinde ich jeweils ein Endgerät via 2,5Gbit LAN und messen den Datendurchsatz zwischen den Stationen.

Dies habe ich auf 3 Distanzen gemacht.

  1. Die Stationen standen sich im gleichen Raum auf Kurzdistanz gegenüber.
  2. Eine Station stand im Erdgeschoss und eine Station oberhalb in der 1. Etage.
  3. Durch ein ca. 200m² Haus, von einer Ecke im Erdgeschoss zur anderen Ecke in der 1. Etage.

Im absoluten Maximum erreichen zwei Stationen des ASUS ROG Rapture GT6 Systems 1509 bis 1603 Mbit. Nicht ganz die beworbene Leistung, aber klar oberhalb einer klassischen Gbit LAN Verbindung.

Spannender wird es auf Distanz. Selbst mit einer Decke/Fußboden zwischen den Stationen kommen wir weiterhin auf rund 1400 Mbit.

Willst Du also das ASUS ROG Rapture GT6 System nutzen, um eine Datenverbindung von einer Etage zur anderen zu bringen, dann wirst du hier sehr zufrieden sein! Über 1 Gbit ist mehr als beachtlich.

Bei Test NR. 3 wird es dann aber etwas enger, hier kommen wir “nur” noch auf 393 Mbit bzw. 311 Mbit.

Ich würde also nicht mehr als 3-4 Wände zwischen die zwei Stationen bringen.

An dieser Stelle aber nochmal ein interessanter Vergleich und zwar was wäre, wenn wir ein Apple MacBook Pro 13 M1 und ein Notebook mit der Intel AX201 auf diesen Distanzen direkt mit der Basisstation verbinden vs. wenn wir den Mesh Knotenpunkt im gleichen Raum betreiben.

Gerade die Intel AX201 tut sich auf Distanz sehr schwer und erreicht hier nur noch ein Ergebnis, welches als kaum nutzbar zu bezeichnen ist. Das Apple MacBook Pro 13 M1 hingegen scheint etwas Signalstärker zu sein.

Allerdings einfach mit dem Mesh Knotenpunkt im gleichen Raum wie die Endgeräte (und via WLAN verbunden) steigert die Performance schon massiv!

Besser wäre es wenn Du den Knotenpunkt mittig zwischen Basis und Endgerät bewegen würdest, dann würden wir vermutlich Ergebnisse im Bereich 600 Mbit sehen, aber auch schon so ist der Unterschied deutlich.

 

Performance zu Endgeräten

Schauen wir uns auch einmal die Leistung zu diversen Endgeräten an. In diesem Fall zu einem ASUS Notebook mit Intel AX201 WLAN Karte, welche sehr weit verbreitet ist, wie auch einem MacBook Pro 13 M1.

Wir nutzen hier die gleichen Distanzen wie schon beim Mesh Test.

Auf kurze Distanz liefert die Kombination aus GT6 und Intel AX201 eine extrem gute Performance, mit 1640 Mbit im optimalen Fall. Dies ist erstaunlicherweise sogar etwas mehr als beim ASUS ZenWiFi Pro XT12.

ASUS ROG Rapture GT6      1640

ASUS ZenWiFi Pro XT12      1228

Aber auch das MacBook Pro 13 M1 erreicht beachtliche 926 Mbit.

Durch eine Etage/Wand hindurch kommen wir bei der Intel AX201 weiterhin auf sehr beachtliche 1142 Mbit und beim MacBook auf 689 Mbit.

Erst wenn wir die Distanz nochmal steigern bricht die Intel AX201 völlig ein. Hier kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen ob dies an der Intel WLAN Karte oder am Router liegt, denn das MacBook lieferte auf dieser Distanz immer noch sehr gute Ergebnisse.

Dennoch unterm Strich sind dies gerade auf Kurz- und Mitteldistanz die besten Werte, die ich bisher gesehen habe!

 

Stromverbrauch

Mit im Lieferumfang des GT6 ist ein 45W Netzteil! Glücklicherweise benötigt der Router aber keine 45W.

Bei einer leichten bis mittleren Last und einer 2,5Gbit LAN Verbindung benötigt der Router ca. 10,4W.

Dies ist nicht wenig, aber auch nicht extrem viel. 10W 24/7 bei einem Strompreis von 0,40€ entspricht 35€ pro Jahr an Stromkosten, pro Station.

 

Fazit

Der ASUS ROG Rapture GT6 ist schon ein sehr teurer Spaß! Zudem sind die “Gamer” Feature zu weiten Teilen eher Gimmicks. Es gibt durchaus nützliche Feature, wie das Limitieren von Bandbreite für gewisse Geräte usw., aber beispielsweise die Priorisierung von Traffic spielt nach meiner Einschätzung nur bei sehr limitierten Internetverbindungen eine große Rolle (16 Mbit oder weniger).

Allerdings ist ASUS Mentalität bei Routern eh eher “mehr ist mehr”. So bieten die GT6 einen gigantischen Funktionsumfang, mit dem kaum ein anderer Router mithalten kann. Viel davon sind Gimmicks oder Detaileinstellungen, einiges ist aber auch wirklich nützlich. Hierdurch ist ASUS UI aber auch etwas überladen und allgemein wären ASUS Router nicht meine erste Wahl, wenn du es möglichst einfach haben möchtest.

ASUS größte Stärke ist aber klar die Performance. Auf kurzen bis mittleren Distanzen mit gängigen WLAN 6 Endgeräten sind Geschwindigkeiten über 1 Gbit problemlos erreichbar!

Auf Kurz und Mitteldistanz habe ich in Kombination mit der Intel AX201 WLAN Karte und dem GT6 bisher die besten Werte eines WLAN Routers jemals im Test gesehen! 

Über 1600 Mbit zu einem Endgerät ist mehr als beachtlich!

Auch was die Stabilität betrifft, waren die GT6 unheimlich gut. ASUS Router hatten früher, was die Stabilität betrifft, eher einen mittelmäßigen Ruf, aber die Modelle der letzten Generationen liefen bei mir immer absolut stabil, nicht schlechter als UniFi Equipment (teils sogar besser).

Hinzu kommt die gute WLAN Mesh Leistung und auch die flexible Mesh Nutzung. So kannst du verschiedene ASUS Router zu einem Mesh Netzwerk verknüpfen.

Das einzige was ich etwas kritisieren muss und will ist, dass wir nur einen 2,5Gbit LAN Port haben. Hier hätte ich mir einen zweiten gewünschten, beispielsweise für einen PC und ein NAS.

Abseits davon ist aber das ROG Rapture GT6 System herausragend! Gerade die pure Leistung ist beachtlich!

ASUS ROG Rapture GT6
POSITIV
Herausragende WLAN Leistung
2x 5Ghz Bänder
Sehr großer Softwareumfang
Sehr gute Mesh Funktionalität
Interessantes Design
Sehr gute Stabilität
NEGATIV
Software teils etwas überladen
Nur 1x 2,5Gbit LAN
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