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INNOCN 13,3 Zoll OLED Monitor im Test, 400 cd/m² und 98% AdobeRGB!

OLED Monitore sind im Desktop Bereich noch extrem selten. Allerdings tauchen diese immer öfter in Notebooks auf. Spannenderweise gibt es nun einige Hersteller welche sich diese OLED Panels schnappen und diese in externe, portable Monitore unterbringen.

Um genau so einen Hersteller handelt es sich bei INNOCN, welche den OLED 13,3 Zoll Portable Gaming Monitor anbieten.

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei diesem um einen 13,3 Zoll Portablen Monitor, welcher auf der OLED Technologie basiert und entsprechend extrem niedrige Reaktionszeiten und ein tolles Bild liefern sollte. Aber stimmt dies auch in der Praxis?

Finden wir es in diesem Erfahrungsbericht heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an INNOCN für das Zurverfügungstellen des Monitors für diese Test.

 

Der INNOCN OLED 13,3 Zoll Portable Gaming Monitor im Test

Der INNOCN OLED Monitor ist erst einmal ein sehr schlankes und schlichtes Gerät. Auf den ersten Blick könntest du diesen sogar eher für ein Tablet halten.

So haben wir auf der Front ein Hochglanz Glas Panel, während der Rahmen und die Rückseite komplett aus Aluminium bestehen.

Einen Standfuß oder Ähnliches besitzt der Monitor erst einmal nicht. Um den Monitor aufstellen zu können legt INNOCN einen magnetischen Standfuß bei. Dieser wird über recht starke Magnete an die Rückseite des Monitors geheftet und lässt sich dort verstellen.

Erfreulicherweise funktioniert diese Art der Halterung sehr gut und erlaubt ein super cleanes Design.

Allerdings ist es nicht möglich den Monitor an eine Wandhalterung oder Ähnliches zu montieren, was aber auch eher selten bei solchen Monitoren möglich ist.

Qualitativ wirkt der INNOCN OLED Monitor sehr hochwertig!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir 2x USB C und einen mini-HDMI Port. Entsprechende Kabel liegen mit im Lieferumfang, sogar ein mini-HDMI auf HDMI Kabel.

Ebenso mit im Lieferumfang ist ein 30W USB C Ladegerät.

 

Netzteil und USB C

Wenn du den INNOCN OLED Monitor via USB C mit deinem Notebook, Tablet usw. verbindest, wird über das USB C Kabel sowohl das Display Signal, wie auch der Strom für den Monitor übertragen.

Nutzt du allerdings den mini-HDMI Port, dann musst du den Monitor gesondert mit Strom versorgen.

Hierfür kannst du ein USB PD Netzteil (18W+) oder auch ein normales USB A Netzteil (12W) nutzen. Ein entsprechendes USB PD Netzteil liegt bei.

 

Technische Daten

  • INNOCN OLED 13,3 Zoll Portable Gaming Monitor
  • 1920 x 1080 Pixel Auflösung
  • 60 Hz
  • OLED Panel
  • 400 cd/m²
  • 100000:1 Kontrast

 

Farbraum, 100% DCI-P3!

OLED Panels sind extrem gut in der Farbdarstellung. Zudem gibt es wenige Hersteller von großen OLED Panels und die Modelle die es gibt sind in der Regel „High End” Panels.

So denke ich können wir davon ausgehen, dass hier das Panel vermutlich von Samsung stammen wird.

Und wie vermutet die Farbraumabdeckung des Panels ist fantastisch! 100% sRGB, 98% AdobeRGB und 100% DCI-P3, viel besser geht es nicht!

Damit hat der INNOCN OLED Monitor eine bessere Farbdarstellung als viele Profi Foto/Video-Bearbeitungsmonitore.

Die Kalibrierung ist zwar nicht perfekt mit einem Delta E von 1,99 im Schnitt, geht aber für Semi-Professionelle Arbeiten mehr als in Ordnung!

 

Helligkeit

INNOCN wirbt mit einer Helligkeit von 400 cd/m², was recht viel wäre!

Und ich kann die 400 cd/m² sogar bestätigen! Im Test erreichte der Monitor satte 399 cd/m², was besser ist als ich erwartet hätte!

 

Kontrast

Der INNOCN ist ein OLED Monitor. Entsprechend ist der Kontrast von diesem “unendlich”, da sich einzelne schwarze Pixel abschalten können.

 

Subjektiver Bildeindruck

Die Kombination aus OLED Panel und Hochglanz Oberfläche verleiht dem INNOCN OLED Monitor ein unheimlich klares und sauberes Bild!

Farben wirken sehr schön, brillant und satt, aber nicht übersättigt. Generell ist der Bildeindruck einfach fantastisch!

Ja wir haben “nur” eine Full HD Auflösung, aber bei 13 Zoll ist dies kein Weltuntergang.

INNOCN bewirbt den Monitor recht stark fürs Gaming. Dem kann ich einerseits zustimmen, andererseits auch nicht. So sind OLED Panels an sich ideal fürs Gaming, denn diese haben sehr niedrige Reaktionszeiten!

So wird die Reaktionszeit des INNOCN OLED Monitors besser sein als bei fast allen großen Gaming Monitoren. Aber wir haben nur 60Hz.

Dieser wird also vermutlich der beste 60Hz Gaming Monitor sein, aber in der Praxis ist vermutlich ein 144Hz oder 240Hz Monitor mit IPS Panel trotz der schlechteren Reaktionszeiten “besser” sein.

Wofür der kleine super ist, ist als zweit Monitor bei beispielsweise Foto/Video-Bearbeitung. Dieser wird qualitativ vermutlich besser sein als 99% aller integrierten Notebook Displays!

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch bei OLED Monitoren ist nicht ganz einfach zu bestimmen. Bei IPS Monitoren ist die eingestellte Helligkeit in der Regel der einzige wichtige Faktor.

Bei OLED Monitoren ist aber nicht nur die eingestellte Helligkeit wichtig, sondern auch der Inhalt der Webseite. Bei einer schwarzen oder dunklen Webseite fällt der Stromverbrauch deutlich niedriger aus, als bei einer Webseite mit weißen Inhalten.

Schauen wir uns den Stromverbrauch beim Betrachten eines weißen Bilds, der Techtest Startseite und der Youtube Startseite an.

Der Stromverbrauch des Monitors schwankt zwischen 8,25W und 3,35W. Für einen portablen Monitor nicht super wenig, aber im Großen und Ganzen auch nicht zu viel.

Damit ist das beiliegende 30W Netzteil etwas überdimensioniert, was aber natürlich nicht schlimm ist.

Bedenke aber bei der Nutzung an einem Notebook im Akkubetrieb sind 6-8W nicht wenig! Dies wird die Akkulaufzeit der meisten Notebooks halbieren.

 

Fazit

OLED Displays sind etwas Tolles! Es ist super schade, dass wir nicht mehr große OLED Monitore haben, was mir auch der INNOCN wieder klar vor Augen führt.

So bietet der INNOCN Monitor eine fantastische Bildqualität! Vor allem die Farben sind einfach toll. OLED Displays spielen hier einfach in einer Klasse für sich.

100% sRGB, 98% AdobeRGB und 100% DCI-P3, das sind zwar nur Zahlen, zeigen aber in welcher Liga der Monitor spielt. Solche Werte erreichen nur eine Handvoll High End Notebooks.

Hinzu kommt hier eine sehr gute maximale Helligkeit von 399 cd/m², perfekte Kontrastwerte und natürlich auch subjektiv ein spitzen Bildeindruck.

INNOCN bewirbt den Monitor zwar als Gaming Monitor, ich sehe diesen aber fast eher als 2. Monitor für Content Creator, aufgrund der spitzen Bildqualität!

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Farbige Nachtsicht dank Blende f/1.0 und großem Sensor, Reolink CX410

Auf den ersten Blick mag die Reolink CX410 wie eine normale Überwachungskamera aussehen. Allerdings wenn wir einen Blick auf die technischen Daten werfen, wird es spannend.

So bietet die CX410 einen recht großen 1/1.8″-Bildsensor mit 4 Megapixel bzw. 2K Auflösung und eine Blende von f/1.0!

Eine 1er Blende ist in der Fotografie etwas extrem Seltenes und mir ist auch keine andere Überwachungskamera mit einer derartig großen Blende bekannt. Hier ist anzumerken kleinere Blendenzahl = die Blende ist weiter geöffnet und es kann mehr Licht auf den Sensor fallen.

Selbst moderne Smartphones kommen in der Regel nur auf eine Blende von f/1.4- f/2.2, je nach Modell.

Dies soll es der CX410 erlauben, auch im Dunkeln mit absolut minimalem Restlicht Farben aufzunehmen. Klingt doch interessant, zumal Reolink für die Kamera auch “nur” +- 100€ möchte.

Schauen wir uns daher die Reolink CX 410 einmal im Test an. Kann diese überzeugen?

An dieser Stellen vielen Dank an ReoLink für das Zurverfügungstellen der CX410 für diesen Test.

 

Die Reolink CX410 im Test

Auf den ersten Blick ist die ReoLink CX410 eine recht gewöhnliche POE Überwachungskamera. Diese setzt wie bei ReoLink üblich auf ein weißes Metallgehäuse und eine längliche Form.

Am hinteren Ende der mit 67 x 187mm recht kompakten Kamera ist eine Wandhalterung mit Knickelement angebracht.

Hier findet sich auch das mit der Kamera fest verbundene Kabel. Dieses hat drei Anschlüsse, LAN (mit PoE), einen DC Eingang und eine Resttaste. Alle drei Anschlüsse sind mithilfe von Kappen vor Spritzwasser geschützt.

Du hast bei der CX410 die Wahl. Du kannst die Kamera via PoE mit Strom versorgen oder über ein 12V Netzteil. Ein passendes 12V Netzteil liegt allerdings nicht bei. Es ist schon gedacht, dass die Kamera via PoE mit Strom und Daten versorgt wird. Diese verfügt auch nicht über WLAN, sondern muss via LAN mit Netzwerk versorgt werden.

 

Software

Die Reolink CX410 nutzt die übliche Reolink Software mit allen Vor- und Nachteilen. So besitzt diese zwei Besonderheiten.

  1. Du brauchst keinen Account beim Hersteller! Du musst dich nicht registrieren oder Ähnliches. Es wird lediglich ein lokaler Account mit Passwort auf der Kamera angelegt.
  2. Du kannst via App, WebUI und 3. Anbieter Systeme auf die Kamera zugreifen.

Hierdurch ist die Kamera ideal, wenn du der Cloud etwas skeptisch gegenüberstehst. Das soll nicht heißen, dass die Kamera komplett “Cloudfrei” ist, aber diese könnte auch noch (mit eingeschränktem Fernzugriff) auch ohne die Hersteller Server funktionieren.

Zudem kannst du Reolink Kameras in der Regel recht gut in 3. Anbieter Systeme wie die Synology Surveillance Station einbinden.

Die ReoLink App geht auch in Ordnung und funktioniert hier recht gut. Allerdings müsste ich lügen, falls ich behaupten würde, dass ich noch nie Probleme mit der App hatte.

Diese kann auch zickig sein! Gerade beim Herunterladen von Inhalten auf das Smartphone usw. Allerdings war diese im Zusammenspiel mit der CX410 überdurchschnittlich “stabil”.

 

Bewegungserkennung, Smart!

Die Reolink CX410 bringt die aktuelle Reolink “Smarte” Bewegungserkennung mit. So kann diese zwischen normalen Bewegungen, Menschen, Fahrzeugen und Haustieren unterscheiden. Zudem kannst du gewisse Größen festlegen, die ein Objekt haben muss, damit dieses überhaupt erkannt werden kann.

Durch dieses System kannst du Fehlalarme sehr gut minimieren bzw. komplett ausschließen. In meinem Test funktionierte die smarte Erkennung zumindest bei Menschen gut, selbst auf etwas höheren Distanzen.

Zudem kannst du in der App Zeitpläne einrichten, auch für die Push Benachrichtigungen. Willst du nur abends/nachts benachrichtigt werden, wenn eine Person erkannt wurde? Dann kannst du dies einstellen.

Die Kamera kann dann beispielsweise immer aufnehmen, aber du wirst nur nachts benachrichtigt.

Zudem kannst du Aufnahmen auch nach den Smart Erkennungen filtern. Du willst nur Aufnahmen mit Tieren sehen? Kein Problem!

Im Gegensatz zu vielen komplett kabellosen Kameras arbeitet die Bewegungserkennung der Reolink CX410 grundsätzlich auch auf Distanz zuverlässig.

 

Aufnahme, Lokal, Cloud, FTP

Grundsätzlich nimmt die Reolink CX410 auf einer microSD Speicherkarte, welche du unter einer Abdeckung in der Kamera einsetzen kannst.

Vorteile: Dies ist eine kostengünstige Speicherung großer Menge Aufnahmen. Selbst 512GB Speicherkarten sind mittlerweile sehr günstig. Zudem ist eine lokale Speicherung am datenschutzfreundlichsten.

Nachteile: Wird die Kamera geklaut oder völlig zerstört (Feuer), dann gehen die Aufnahmen verloren.

Zusätzlich oder alternativ kannst du auch Aufnahmen (kostenpflichtig) in der Reolink Cloud speichern oder auf einen lokalen FTP Server senden. Letzteres ist spannend. Du hast eine FritzBox? Dann kannst an diese einen USB Stick oder Festplatte anschließen und die Daten dahin sichern.

 

Die Bildqualität (bei Tag)

Bei der Bildqualität der CX410 müssen wir zunächst zwischen Tag und Nacht unterscheiden.

Zunächst besitzt die CX410 eine 2K Auflösung mit 2560*1440 Pixeln. Dabei ist der Blickwinkel mit 89 Grad etwas schmaler. Damit muss die Kamera etwas weiter von der Action entfernt hängen.

Reolink CX410 bei Tageslicht

Ich würde die Bildqualität als hervorragend einzustufen! Die Videos sind wunderbar klar, sauber und detailliert, mit einer starken Dynamik.

Viel besser kann eine Überwachungskamera in dieser Preisklasse nicht aussehen.

 

Bei Nacht (mit Scheinwerfer)

Die CX410 besitzt keine IR LEDs! Andere Überwachungskameras wären in der Nacht also praktisch blind. Dank des recht großen und modernen Sensors, wie auch der sehr großen Blende braucht die CX410 aber nicht zwingend IR LEDs.

So reicht der CX410 beispielsweise der Mondschein schon, um ein farbiges Bild zu produzieren!

Reolink CX410 bei nacht

Was die CX410 aber schon besitzt sind vier normale LEDs. Von Haus aus sind diese dauerhaft aktiv. Diese LEDs sind nicht übermäßig hell, die Kamera ist also kein Scheinwerfer, aber die Kamera leuchtet hierdurch in der Nacht.

Mit diesem Scheinwerfer produziert die Kamera ein richtig beeindruckendes Bild! Aber auch ohne kann die CX410 beeindruckend gut mit ein wenig Restlicht umgehen.

 

Fazit

Die ReoLink CX410 ist eine beeindruckende Überwachungskamera! Optisch und vom Funktionsumfang ist diese aber zunächst eine klassische ReoLink PoE Überwachungskamera, mit allen Vor- und Nachteilen.

So haben ReoLink PoE Überwachungskameras keinen Account Zwang! Du kannst diese auf Wunsch auch Offline über die App/den Webbrowser nutzen.

Aufnahmen erfolgen dabei auf einer microSD Speicherkarte, in der kostenpflichtigen Reolink Cloud oder beispielsweise auf einem FTP Server. Du hast hier also eine schöne Flexibilität.

Hinzu kommt eine ordentliche Smart Erkennung von Personen, Fahrzeugen und Tieren, wie auch eine recht detaillierte Steuerung. Allerdings kann die Reolink App auch mal etwas zickig sein, auch wenn dies in Kombination mit der CX410 bei mir verhältnismäßig unproblematisch war.

Das Besondere ist aber die Bildqualität. So bietet die CX410 eine tolle Schärfe und Detaildarstellung! In der 100€ Preisklasse ist mir keine Kamera mit einer bessere Bildqualität bekannt.

Allerdings richtig spannend wird es in der Nacht. Die ReoLink CX410 besitzt KEINE IR LEDs. Dank des guten und großen Sensors, wie auch der großen Blende arbeitet die Überwachungskamera ausschließlich mit “Restlicht” und kann damit beeindruckender Weise sogar in der Nacht ein helles, farbiges Bild produzieren.

Falls das Restlicht nicht reicht, besitzt diese einen LED Scheinwerfer, welcher dann konstant aktiv ist. Dieser LED Scheinwerfer ist nicht übermäßig hell, reicht aber der Kamera für ein top Bild völlig aus.

Damit ist die ReoLink CX410 für knapp über 100€ eine super interessante PoE Überwachungskamera, gerade wenn du diese in einem Bereich einsetzt, wo es etwas Restlicht gibt.

ReoLink CX410
POSITIV
Sehr gute Bildqualität
Hervorragende Bildqualität bei Nacht, in Farbe!
Mit LED Scheinwerfer
Keine Account oder Cloud Pflicht
Lokale Speicherung, Cloud Speicherung und/oder FTP-Server
Stromversorgung via PoE
Schickes und schlichtes Design
NEGATIV
Keine IR LEDs, ist auf Restlicht angewiesen
App könnte ein Facelift gebrauchen
90

Solar Puffer Powerbanks, welche sind empfehlenswert und wo liegen die Probleme? Update 2023

Ich wurde in letzter Zeit des Öfteren angeschrieben welche Powerbank ich als „Puffer“ Powerbank für die so beliebten USB Solarpanels empfehlen würde.

Leider konnte ich auf diese Frage keine gute Antwort geben, denn das Thema Puffer Powerbank und wie diese sich an einem Solarpanel verhalten ist kein ganz einfaches. Nun habe ich aber mal das schöne Wetter genutzt um ein paar Tests zu diesem Thema zu machen.


Also welche Powerbank bzw. Powerbanks würde ich als Puffer Speicher für Solarpanels empfehlen?

 

Update Juli 2023

Da fast alle der ursprünglich getesteten Powerbanks nicht mehr verfügbar sind habe ich den Test mit neuen/aktuellen Powerbanks wiederholt.

 

Die Problematik

Was sollte eine gute Puffer Powerbank für ein USB Solarpanel alles können?

  1. Sie sollte schnell laden können, damit so viel Energie vom Solarpanel aufgenommen wird wie möglich.
  2. Sie sollte gleichzeitig geladen und entladen werden können.
  3. Die Ladeelektronik sollte robust sein und mit den wechselnden Strömen/Spannungen von Solarpanels klarkommen können.

Leider ist es extrem schwer all diese Punkte unter einen Hut zu bekommen!

Starten wir mit Punkt 2, denn hier gibt es grob gesagt drei Typen Powerbanks. Typ 1 erlaubt kein gleichzeitiges Laden/Entladen werden, Typ 2 schleift die Ladespannung einfach auf die Ausgänge durch, Typ 3 bereitet die Spannung sauber auf.

Viele, wenn nicht sogar die meisten, Powerbanks, die gleichzeitig geladen und entladen werden können, schleifen die Ladespannung einfach auf die anderen Anschlüsse durch. Dies erkennt man daran, dass die Spannung auf den Ausgängen in der Regel beim gleichzeitigen Laden nur bei 4,2-4,6V liegt.

Hier sind meist einfach die Eingänge mit den Ausgängen parallel geschaltet.

Grundsätzlich sind 4,4V noch innerhalb der USB Spezifikationen, aber viele Smartphones werden hier das Laden entweder verweigern, oder nur extrem langsam laden.

Aber dies ist hier gar nicht das Hauptproblem! Sagen wir mal das Solarpanel kann 1,8A liefern und die Powerbank kann genauso viel auch aufnehmen. Was passiert nun wenn wir ein Smartphone anschließen das 1A aus der Powerbank zieht?

  • Option a die Powerbank nimmt weiterhin 1,8A auf und es werden einfach die Zellen langsamer geladen.
  • Option b die Powerbank versucht den Eingangsstrom zu erhöhen, was nicht geht wodurch die Spannung zusammenbricht und das Laden stoppt.

Es gibt Powerbanks welche Option a oder b nutzen. Bei Option a gibt es aber das Problem was passiert wenn das Solarpanel aufgrund von Bewölkung plötzlich weniger als 1A liefert? Richtig auch dann bricht der Ladevorgang zusammen.

Wir wollen also im Optimalfall KEINE Powerbank welche die Ladung einfach nur durchschleift. Wir wollen eine Powerbank welche trotz des Aufgeladen werden noch die Spannung sauber auf 5,XV aufbereitet.

Ebenfalls ein großes Problem ist die generelle Ladeelektronik. Powerbanks sind eigentlich gemacht an einem USB Netzteil geladen zu werden, hier bekommen diese eine stabile Spannung und Strom. Die Powerbank ermittelt einmalig den optimalen Ladestrom und kann diesen konstant nutzen. Ein Solarpanel ist da etwas völlig anderes!

Je nach Sonneneinstrahlung kann die Spannung zwischen 4,2V und teils 5,5V schwanken und der Strom kann bei 0-2,4A liegen. Dabei gibt es auch sehr plötzliche und harte Strom und Spannungsschwankungen, wenn es einen Schattenwurf auf das Panel gibt oder Wolken aufziehen.

Ihr geht einmal an dem Solarpanel vorbei und werft einen Schatten auf dieses und der Strom sinkt innerhalb von vielleicht 1-2 Sekunden von 2A auf 0,2A um dann wieder auf 2A anzusteigen.

Damit können viele Powerbanks nicht umgehen! Nicht umgehen = diese Blockieren völlig und verweigern das Laden komplett bis diese einmal neuangeschlossen werden oder diese regenerieren sich nur auf einen „sicheren“ Strom von ca. 0,5A.

Letzteres ist oft der Fall! 0,5A Ladestrom ist bei vielen Powerbanks der „Safe“ Modus, welcher aufgrund der starken Strom- und Spannungsschwankung abgerufen wird.

 

Welche ist die beste Solar-Puffer-Powerbank?

Für diesen kleinen Versuch habe ich mir 20 Powerbanks geschnappt und an einem USB Solarpanel getestet. Als Solarpanel kam ein einfaches USB Modell von Sunnybag zum Einsatz.

Dabei habe ich überprüft wie diese mit plötzlichem Schattenwurf, hoher Last, unterbrechen des Aufladens usw. klar kamen.

Ich kann hier natürlich nicht alle Situationen überprüfen usw. Auch ist es nöglich das einige Powerbanks an anderen, stärkeren/schwächeren panels usw. noch anders reagieren.

Dennoch sollte dies dir einen gewissen Eindruck vermitteln welche Modelle taugen und welche nicht.

 

Laden via Solar Laden/Entladen 
4Smart Lucid Air Reagiert nicht gut auf niedrige Leistung
4smarts Lucid Ultra Reagiert nicht gut auf niedrige Leistung USB A deaktiviert, USB C verhält sich merkwürdig
AmazonBasics 26800mAh 45W Reagiert träge Nicht gleichzeitig
Anker 335 Problemlos Nicht gleichzeitig
Anker 537 Problemlos Nicht gleichzeitig
Anker 737 Problemlos Nicht gleichzeitig
Anker PowerCore III Elite Problemlos Nicht gleichzeitig
Baseus Powerbank 20000 mAh 65W Problemlos USB A geht gut, USB C deaktiviert
Charmast W1052 Problemlos Nicht gleichzeitig
IMUTO SCP-100 Problemlos Via sekundären USB C Port und USB A Ports problemlos
INIU BI-B61 10000 mAh  Problemlos USB A durchgeschliffen
INIU BI-B63 25000 mAh 65W Problemlos Sekundärer USB C Port (max 12V) und USB A Ports problemlos
Lynxer RPP-196 Problemlos USB A durchgeschliffen
Nitecore NB20000 Problemlos USB A Ports durchgeschliffen, USB C geht nicht
PowerADD Pro 20000mAh max 0,5A USB A durchgeschliffen
Storm 2 SLIM Zickiges Verhalten
UGREEN 25000 mAh 145W Reagiert träge USB C maximal 15W, USB A funktioniert
VEGER 10000 mAh Problemlos USB A durchgeschliffen
VEGER 30000 mAh Problemlos USB A durchgeschliffen
Veger V2503 Problemlos USB A geht gut

 

Starten wir mit der ersten Auffälligkeit. Wie auch schon die 2020iger Modelle gehen zwar die aktuellen Anker Powerbanks gut mit dem Solarpanels um, können aber nicht gleichzeitig geladen/entladen werden.

Reicht dir dies, dann sind prinzipiell die Anker Modelle eine gute Wahl. 

Ansonsten sehen wir viel Rot in der Tabelle. So gibt es zwar viele Modelle welche gut via Solar laden, aber dann nicht gleichzeitig entladen werden können oder nur die USB A Ports von Eingang durchschleifen (was mehr Probleme macht als nützt).

Spannend sind hier vor allem 4 Modelle:

  • Baseus Powerbank 20000 mAh 65W
  • IMUTO SCP-100
  • INIU BI-B63 25000 mAh 65W
  • Veger V2503

Zwar macht hier die Veger V2503 einen guten Job, allerdings bin ich von der Powerbank so generell nicht der größte Fan, daher konzentrieren wir uns auf die drei anderen Modelle.

Zunächst ist die IMUTO SCP-100 hier „perfekt“. Wir haben zwei Leistungsfähige USB C Ports, heißt diese kannst Du beispielsweise mit 10W Solar laden und theoretisch gleichzeitig mit 100W entladen. Auch besitzt die Powerbank ein Display mit Leistungswerten. Du kannst also sehen wie schnell die Powerbank gerade via Solar geladen wird.

Auf Platz 2 landet die INIU BI-B63 25000 mAh 65W. Ich halte die INIU BI-B63 generell für eine tolle Powerbank welche ich zu 100% empfehlen kann! Diese lässt sich auch wunderbar via Solar Laden und via USB A oder über den sekundären USB C Port gleichzeitig entladen.

Allerdings ist hier der 2. USB C Port auf 30W und maximal 12V limitiert. Notebook laden ist an diesem Port also nicht oder nur bedingt möglich, für Smartphone und Tablet ist er aber völlig geeignet.

Alternativ wäre auch die Baseus Powerbank 20000 mAh 65W eine Option. Hier funktioniert zwar leider der USB C Port beim gleichzeitigen laden nicht (selbst beim laden via microUSB). Die USB A Ports funktionieren aber tadellos!

 

Auch eine Option, SunnyBag

Ich habe in diesem Artikel nicht die Powerbanks von SunnyBag mit getestet. Allerdings bietet SunnyBag speziell einige Powerbanks für die Nutzung als Pufferspeicher an, welche nach meiner Erfahrung auch gut funktionieren!

Sunnybag POWERBANK | Externer Akku mit 10.000mAh | Perfekt zum...
  • Starker Helfer: Die Sunnybag Powerbank hat eine Kapazität von...
  • Maximale Flexibilität: Diese kleine Powerbank kann über ein...
  • Smarte Technologie: Die OPF-Funktion ermöglicht eine effektive...
  • Perfekt für unterwegs: Mit ihrer handlichen Größe (Maße: 9 x...
  • Volle Kontrolle: Eine 4-stufige LED zeigt den aktuellen Ladestand...

Solar Puffer Powerbanks 1

Schädlich für die Powerbanks?

An dieser Stelle muss natürlich noch eine wichtige Frage beantwortet werden, ist das Nutzen als Pufferspeicher für Powerbanks schädlich? Hier kann ich keine pauschale Antwort abgeben, sicherlich ist das konstante Laden an einem normalen Ladegerät angenehm für die Powerbank, aber eigentlich sollte die Elektronik so was abkönnen. Allerdings will ich nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass die Nutzung an einem Solarpanel „gut“ für die Powerbank ist und diese besonders alt in diesem Einsatzfeld wird.

Das vermutlich größte Problem ist die Hitze. Gerade wenn Ihr die Powerbank beim Laden auch noch entladet gilt etwas Vorsicht, gerade an besonders heißen Tagen. Lasst die Powerbank nicht in der Sonne liegen! Legt diese im Notfall unter das Solarpanel. Zudem würde ich nicht dazu raten die Powerbank voll zu beanspruchen.

Selbst wenn diese drei Ausgänge hat, würde ich diese drei Ausgänge nicht alle gleichzeitig nutzen, wenn die Powerbank parallel noch aufgeladen wird.

 

Fazit

Welche ist also nun die beste Solar-Puffer-Powerbank? Wie Ihr vielleicht seht ist die Antwort nicht ganz einfach. Die beste Figur machte hier im Test die INIU BI-B63, IMUTO SCP-100, Baseus Powerbank 20000 mAh 65W wie auch die Sunnybag Modelle. Letztere sind auch tatsächlich für den Einsatz als Puffer-Powerbank gebaut!

Diese Modelle kamen als einzige in meinem Test problemlos mit dem gleichzeitigen Laden/Aufgeladen werden, wie auch den schwankenden Ladeströmen eines Solarpanels gut klar.

  • INIU BI-B63 <- 25000 mAh, 65W USB C Ausgang, generell sehr gute Powerbank
  • IMUTO SCP-100 <- 26800 mAh, 100W USB C Ausgang (gleichzeitig mit Solarladen nutzbar), Display mit Leistungswerten
  • Baseus Powerbank 20000 mAh 65W <-  ähnlich wie die INIU BI-B63, etwas hochwertigere Haptik, aber ich würde vermutlich die INIU vorziehen
  • Alle Sunnybag Powerbanks <- vom Hersteller für die Nutzung als Puffer Powerbank geeignet

(Links zu Amazon)

INIU Laptop Power Bank, 100W PD3.0 25000mAh Hochkapazität Powerbank...

  • Hohe echte Kapazität mit bis zu 23700 mAh
  • 65W USB C Ausgang
  • PPS Support (3,3-20V/3A)
  • In nur 2:30 h voll geladen
  • Hohe Ladeeffizienz
  • Wertige Optik und Haptik

Test: GEEKOM AS 6, tolle Intel NUC alternative mit AMD Ryzen und USB 4!

Bereits vor einer Weile haben wir uns den GEEKOM AS 5 angesehen, welcher der bisher schnellste Mini-PC im Test war. Dies könnte sich aber in diesem Test ändern, den wir schauen uns mit dem AS 6 das größere bzw. neuere Modell des AS 5 an.

So setzt der GEEKOM AS 6 im Kern auf das gleiche Gehäuse und die gleiche Ausstattung, mit einer Änderung.

Wo der AS 5 auf AMD Ryzen 5000er CPUs setzt nutzt der AS 6 Ryzen 6000er CPUs. Diese bieten mehr Geschwindigkeit und eine nochmals verbesserte Energieeffizienz, super!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier der GEEKOM AS 6? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an GEEKOM für das Zurverfügungstellen des AS 6 für diesen Test!

 

Der GEEKOM AS 6 im Test

Bei dem AS 6 handelt es sich um einen “mittelgroßen” Mini-PC. Dieser misst 130 x 120 x 53 mm, hat also ein Volumen von 0,8L, was schon sehr kompakt ist, auch wenn es noch etwas kleinere Mini-PCs gibt.

Dabei setzt GEEKOM auf ein Barebone Gehäuse von ASUS, daher auch der Schriftzug “Powered bei ASUS”.

Ein absolutes Highlight beim AS 6 ist die Portausstattung!

  • 2x USB C 4
  • 5x USB A 3.0
  • 1x 2,5Gbit LAN
  • 2x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5mm Audio Ausgang

Dies ist eine Portausstattung die dicht an der Perfektion ist! Gerade die 2x USB 4 Ports und zahlreiche Monitorausgänge erfreuen! Aber auch 5x USB A, wenn auch nur 5Gbit, und der 2,5Gbit LAN Port sind klasse!

Vielleicht hätte ein Kartenleser den PC noch “abgerundet”, aber abseits davon kann man sich eigentliche ein bessere IO bei so einem PC nicht wünschen!

Natürlich findet sich am PC auch noch ein Netzteil Eingang.

 

Mit USB 4

Eine große Besonderheit des AS 6 sind die beiden USB 4 Ports, welche wie bei USB 4 typisch 40 Gbit wie auch einen PCIe Link besitzen.

So ist USB 4 zu Thunderbolt kompatibel! Der AS 6 nutzt hier die Rembrandt USB 4 Bridge.

 

Windows 11 Pro vorinstalliert

Auf dem GEEKOM AS 6 ist Windows 11 Pro vorinstalliert und aktiviert. Die Windows 11 Pro Installation ist sofern ich es beurteilen kann clean!

Wir haben abseits der Basis-Treiber und dem üblichen Windows 11 Pro kram keine zusätzlichen vorinstallierten Anwendungen.

 

Lässt sich der GEEKOM AS 6 erweitern?

Im Inneren des AS 6 findest du 2x M.2 NVME SSD Slots, 1x 2,5 SATA SSD/HDD Slot, 2x DDR5 SO DIMM RAM Slots und einen Slot für die WLAN Karte.

Für einen Mini-PC ist der AS 6 also durchaus recht erweiterbar! Gerade, dass wir hier bis zu 3 SSDs verbauen können ist mehr als nett!

 

Netzwerkverbindungen

Auf dem Papier lesen sich die Netzwerkverbindungen des AS 6 extrem gut!

  • 2,5GBit LAN Realtek
  • WLAN 6E MediaTek MT7922 (RZ616)

Sowohl der 2,5Gbit LAN Chipsatz wie auch der WLAN Chipsatz sind mir aus diversen anderen Geräten bekannt.

Beide sind auch gut! Gerade mit dem Realtek 2,5Gbit LAN Chipsatz hatte ich bisher 0 Probleme! Dieser funktioniert bei mir tendenziell besser und zuverlässiger als die Intel 2,5Gbit Chipsätze!

Auch die MediaTek WLAN Karte taugt. Die RZ616 ist die “AMD” WLAN Karte. Hier muss ich allerdings dazu sagen, dass ich die Intel WLAN Karten bevorzuge, welche bei mir meist noch besser und Signalstärker funktioniert haben.

 

Performance des AS 6

In meinem AS 6 steckt folgende Hardware:

  • AMD Ryzen 9 6900HX
  • 32 GB RAM (DDR5)
  • 1TB NVME SSD
  • AMD Radeon 680M

Der AMD Ryzen 9 6900HX ist AMDs absolutes “Notebook” Flaggschiff der 6000er Serie. Diese CPU besitzt 8 Kerne und 16 Threads, mit bis zu 4,9 GHz. Dies ließt sich erst einmal sehr gut.

Bei den 6000er Notebook CPUs handelt es sich um die AMD Zen 3+ Architektur. Also “aufgebohrte” 5000er CPUs unter anderem mit PCIe 4.0, DDR 5 und ein wenig mehr “Power”.

Schauen wir uns direkt einmal ein paar Benchmarks an!

Hier wird es nun interessant! In den Benchmarks schneidet die AS 6 sehr gut ab, aber teils schlechter als der Geekom AS 5?!

So bietet der AS 6 eine bessere Single Core Leistung, aber der AS 5 hat mehr Multicore Leistung. Wie kann das sein? Der AS 5 hat doch den “alten” Ryzen 9 5900HX.

Powerlimits ist das Zauberwort! Sowohl der AS 5 wie auch der AS 6 (ASUS PN53-G) haben ein 35W CPU Powerlimit.

Allerdings der AS 5 hatte eine art Turbo Boost, konnte also kurzzeitig auf über 50W hochfahren. Dieses Verhalten zeigte der AS 6 nicht, dieser hat konstant maximal 35W. Im BIOS stand der AS 6 bereits auf “Performance” Modus.

Allerdings hat dieses Verhalten einen großen Vorteil, der AS 6 ist bei gleicher Leistung deutlich leiser als der AS 5, mehr dazu später.

 

Spielen auf dem AS 6?

Mini PCs sind immer nur so semi gut fürs Gaming geeignet. Wir haben hier eine in der CPU integrierte Grafikkarte, welche entsprechend überschaubar leistungsstark ist.

Allerdings ist die Grafikkarte im AS 6 ok! Du kannst damit rechnen so ziemlich alle aktuellen Spiele bei Full HD und niedrig bis mittel problemlos spielen zu können, was schon beachtlich ist.

 

SSD von Kingston

Im AS 6 steckt eine SSD von Kingston, genau genommen die Kingston NV2.

Hierbei handelt es sich um eine recht einfache NVME SSD, welche lesend auf 3668 MB/s kommt und schreibend auf 2619 MB/s. Dies ist aber in der Praxis völlig ausreichend.

 

Lautstärke des AS 6

Beim AS 5 hatte ich etwas den Lüfter kritisiert, welcher etwas aggressiv war. Dies ist beim AS 6 ein gutes Stück besser!

So ist der Geekom AS 6 im Normalbetrieb sehr leise bis nicht hörbar. Selbst unter Volllast bleibt der AS 6 relativ leise. Dieser surrt unter Volllast schon etwas, aber wirklich nicht störend laut.

Auch bleibt der Lüfter bei kurzen Lastspitzen recht unaufdringlich.

Dennoch, der ganz leiseste Mini-PC ist dies weiterhin nicht.

 

Wie hoch ist der Stromverbrauch des AS 6?

Der Stromverbrauch ist ein Highlight bei Mini-PCs. In der Praxis schwankt der Stromverbrauch des AS 6 natürlich stark je nachdem was du machst.

Im Leerlauf liegt dieser bei +- 9W. Unter 100% CPU Last kann dieser auf bis zu ca. 56W ansteigen.

In Anbetracht der hohen Leistung ist dies nicht zu viel, ganz im Gegenteil!

 

Fazit zum GEEKOM AS 6

Wenn du einen Mini-PC als „Desktop-Replacement“ suchst, wäre der AS 6 derzeit meine erste Wahl!

Der AMD Ryzen 9 6900HX ist eine starke CPU! Im Test bot zwar der AS 6 mit Ryzen 9 6900HX und der AS 5 mit Ryzen 9 5900HX +- die gleiche Mulitcore Leistung (aufgrund des 35W Power Limits), aber die Single Core Leistung ist vom 6900HX schon ein Stück größer.

Wie auch immer, wir haben hier die Leistung eines aktuellen High End Notebooks! Entsprechend lässt sich der AS 6 gut für normale Alltagsanwendungen, wie aber auch Foto und Video-Bearbeitung gut einsetzen.

Dabei ist die Leistungsaufnahme des AS 6, wie es bei den meisten mini-PCs gehört, sehr gering! Diese schwankt zwischen 9W im Leerlauf und 56W unter Volllast. Es ist also gut möglich, dass dein Monitor mehr Energie benötigt als sein PC.

Wo wir bei Monitoren sind, du kannst bis zu 4x 4K Monitore mit dem PC verbinden. Dies auch via USB 4, wovon wir zwei Ports haben. Sehr gut für die Zukunftssicherheit.

Hierzu trägt auch das verbaute WLAN 6E und 2,5Gbit LAN Modul bei.

Aber was spricht gegen den GEEKOM AS 6? Nicht viel! Lediglich wenn du einen besonders leisen Mini-PC suchst, dann könnte es bessere Modelle für dich geben! Der AS 6 ist zwar schon leiser als der AS 5, aber suchst du einen Mini-PC der in allen Situationen unhörbar ist, dann ist der AS 6 vielleicht nicht der richtige für dich.

Abseits davon ist der GEEKOM AS 6 ein klasse “Desktop-Replacement” mit niedrigem Energieverbrauch.

GEEKOM AS 6
POSITIV
Hervorragende CPU Leistung
Herausragende Portausstattung
Ordentliche GPU Leistung, auch für Full HD Gaming
USB 4 Ports
2x NVME SSDs + 1x SATA
Sehr niedrige Leistungsaufnahme
NEGATIV
Lüfter unter Last hörbar
35W TDP
90

Wie gut ist der GEEKOM AS 5 Mini-PC mit Ryzen 9 5900HX?

Mit dem AS 5 bietet GEEKOM einen extrem spannenden Mini-PC an. Dieser setzt auf den AMD Ryzen 9 5900HX und eine Zusammenarbeit mit ASUS.

Dabei ist der PC super platzsparend, Energiesparend und besitzt eine tolle Anschlussvielfalt!

So hat dieser auf den ersten Blick das Potenzial der beste Mini-PC zu sein den ich bisher in den Fingern hatte.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier der GEEKOM AS 5 wirklich so gut und toll? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an GEEKOM für das Zurverfügungstellen des AS 5 für diesen Test.

 

Der GEEKOM AS 5 im Test

Bei dem GEEKOM AS 5 handelt es sich um einen Mini-PC im “Intel NUC” Style. So misst dieser 130 x 120 x 58 mm (inklusive Gummi-Füßen).

Damit ist er sehr platzsparend! Allerdings ist die Portausstattung dennoch ein absolutes Highlight des AS 5.

Front:

  • 3,5mm Headset Anschluss
  • 1x USB C 3.0 5Gbit
  • 2x USB A 3.0 5Gbit

Rückseite:

  • 2x HDMI 2.1
  • 1x Displayport 1.4
  • 1x USB C 3.1 10Gbit
  • 1x USB A 3.1 10Gbit
  • 2x USB A 3.0 5Gbit
  • 1x 2,5Gbit LAN

Für einen AMD Mini-PC ist dies eine fantastische IO! Vielleicht ein Kartenleser wäre noch nett gewesen, aber der Platz wäre hierfür wirklich knapp.

Ebenfalls haben wir auf der Rückseite den Anschluss für das Netzteil (20V/6A 120W) und auf der Front den Einschalter.

Erfreulicherweise lässt sich der Einschalter sehr leicht betätigen, so dass du den Mini-PC ohne ihn zu verschieben, einschalten kannst.

 

Im Inneren viele Slots

Im Inneren des GEEKOM AS 5 finden wir folgende Slots:

  • 2x M.2 PCIe 3.0 Slots 2280
  • 1x 2,5 Zoll SATA
  • 2x SO-DIMM DDR4 RAM Slots
  • 1x M.2 WLAN Karten Slot

Super! Erneut viel besser geht es kaum. 2x NVME SSDs + SATA Slot erlaubt es dir richtig viel Speicher in dem kleinen PC unterzubringen. Zudem ist der RAM wie üblich gesockelt und sogar das WLAN Modul ist austauschbar.

 

Mit Windows 11 Pro

Auf dem GEEKOM AS 5 ist Windows 11 Pro vorinstalliert und aktiviert. Hierbei scheint es sich um eine absolut “saubere” Installation zu handeln.

Es gibt abseits der Windows 11 eigenen Programme keine weiteren vorinstallierten Programme oder sonstige Veränderungen.

 

Leistung des GEEKOM AS 5

  • GEEKOM AS 5
  • AMD Ryzen 9 5900HX
  • AMD Radeon RX Vega 8
  • 32GB RAM
  • 1TB NVME SSD

Der GEEKOM AS 5 setzt auf den AMD Ryzen 9 5900HX. Der AMD Ryzen 9 5900HX ist eine 8 Kern CPU mit 16 Threads und einem Takt von bis zu 4,6 GHz.

Dies ist entsprechend eine recht mächtige CPU, welche das Flaggschiff der AMD Ryzen 5000 Serie darstellt. Flaggschiff der Notebook Serie, denn der AS 5 nutzt wie alle Mini PCs Notebook Hardware, was auch absolut Sinn macht.

Schauen wir uns ein paar Benchmarks an.

Die Performance des AS 5 sieht richtig gut aus! Dies ist der schnellste Mini-PC den ich bisher für Techtest in den Fingern hatte! Dieser kann aufgrund der zwei zusätzlichen Kerne den Beelink SER6 mit dem eigentlich eine Generation neueren Ryzen 5 6600H schlagen.

 

Powerlimits des GEEKOM AS 5

PowerLimits können einen massiven Einfluss auf die Leistung von CPUs haben. PowerLimits beschreiben die maximale Leistungsaufnahme einer CPU, welche von Herstellern limitiert werden kann, um beispielsweise Spannungswandler oder die Kühlung zu entlasten.

Spannenderweise springt die Leistungsaufnahme der CPU zunächst auf 42W und sinkt dann auf 35W ab.

Theoretisch könnte der PC aber konstant die 42/45W halten, denn rein aus Sicht der Temperatur ist dies kein großes Problem.

Anfangs steigt die Temperatur auf knapp über 80 Grad, was Ok ist. Der AMD Ryzen 9 5900HX hat eine maximale Temperatur von 105 Grad.

Später fällt die Temperatur auf 70-80 Grad.

 

SSD

Der AS 5 setzt auf die Kingston NV2 NVME SSD.

Dies ist eine einfache NVME SSD welche hier 3040 MB/s lesend und 2625 MB/s schreibend erreicht. Nichts Besonderes, aber in der Praxis ausreichend!

 

2,5Gbit LAN und WLAN 6E

Der AS 5 besitzt einen 2,5Gbit LAN Port. Dieser setzt auf einen Realtek Chipsatz, welcher bei mir einen guten Job gemacht hat.

Beim WLAN haben wir den MediaTek MT7922 (RZ616) Chipsatz. Dieser unterstützt neben dem 2,4Ghz und 5GHz Band auch das 6Ghz Band und den WLAN 6E Standard.

 

Lautstärke

Die meisten Mini-PCs sind sehr leise. Leider ist der GEEKOM AS 5 einer der lauteren Mini-PCs.

Im normalen Leerlauf ist der PC natürlich komplett leise. Allerdings ist der Lüfter recht nervös. Es startet ein Windows Update im Hintergrund? Der Lüfter springt an. Du lädst eine große Webseite? Der Lüfter kann anspringen.

Zudem ist der Lüfter auch etwas lauter. Dies ist mein größter Kritikpunkt am Mini-PC, der Lüfter.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme ist bei Mini-PCs immer ein sehr wichtiger Punkt. Hier hatte ich aufgrund der hohen Leistung des GEEKOM AS 5 fast schon etwas schwächere Ergebnisse erwartet, allerdings war dies nicht der Fall!

Im Leerlauf benötigt der GEEKOM AS 5 gerade einmal 8,6W. Dies ist ein absolut passender Wert für einen Mini-PC, womit dieser im Mittelfeld landet.

Unter Last konnte ich bis zu 62W beobachten, was recht viel ist. Allerdings ist dies aufgrund der hohen Leistung auch nicht überraschend.

 

Testfazit zum GEEKOM AS 5

Ich bin ein großer Fan von Mini-PCs, vor allem wenn diese auch ausreichend leistungsstark sind, das man an diesen auch arbeiten möchte.

Dies trifft auch voll auf den GEEKOM AS 5 zu! Dank des AMD Ryzen 9 5900HX ist dies der schnellste Mini-PC den ich bisher in den Fingern hatte. Er hat mehr als ausreichend Leistung für die üblichen Office Anwendungen, taugt aber auch für Foto oder Video-Bearbeitung.

Natürlich ist die Grafikkarte hier wie bei den meisten Mini-PCs etwas schwächer, da diese in der CPU integriert ist, aber sofern du nicht auf dem PC spielen willst passt diese.

Hinzu kommt eine sehr gute I/O inklusive 2,5Gbit LAN, wie auch der Möglichkeit im Inneren bis zu 3 SSDs zu verbauen. Super!

Dabei benötigt der GEEKOM AS 5 gerade im Leerlauf weiterhin sehr wenig Energie, was wichtiger denn je ist! Unter Last steigt der Stromverbrauch zwar aufgrund der leistungsfähigen CPU etwas an, aber das ist normal und ok.

Gibt es etwas am GEEKOM AS 5 zu bemängeln? Der Lüfter kann schnell hochdrehen und ist überdurchschnittlich laut, wenn er das tut. Aber abseits von der vielleicht etwas aggressiven Lüfterkurve gibt es nichts zu bemängeln!

Der GEEKOM AS 5 ist ein tolles kleines Arbeitstier mit guter Ausstattung, inklusive Windows 11.

GEEKOM AS 5
POSITIV
Hervorragende CPU Leistung
Herausragende Portausstattung
2x NVME SSDs + 1x SATA
Sehr niedrige Leistungsaufnahme
Kompaktes Design
NEGATIV
Lauter Lüfter
35W TDP
89

5x NP-W235 Akkus von Fuji, BAXXTAR, PATONA, blumax und Akku-King im Vergleich

Wenn du eine aktuelle Fujifilm Kamera besitzt wirst du vermutlich einen NP-W235 Akku in dieser finden. Ein original Akku kostet hier 50-60€, was für einen original Akku nicht zu viel ist.

Allerdings bekommst du 3. Anbieter Akkus für 20-30€, wie von BAXXTAR, PATONA, blumax und Akku-King.

Hier stellt sich wie üblich die Frage, wie gut sind diese Akkus? Sind diese wie von den Herstellern beworben, genauso gut wie das Original, nur halt 50% günstiger? Falls ja, wären sie ein top Deal.

Um diese Frage zu klären, schicke ich 5x NP-W235 Akkus in den Vergleich! Welche ist der Beste?

 

5x NP-W235 Akkus im Vergleich

Werfen wir zunächst einen Blick auf unsere Testkandidaten.

Akku-King NP-W235 2250 mAh 26,99 €
Blumax NP-W235 2250 mAh 29,99 €
Fujifilm Akku NP-W235 2200 mAh 59,99
Baxxtar PRO Akku NP-W235 2250 mAh (2400 mAh) 28,90 €
PATONA Protect V1 Akku NP-W235 2250 mAh 31,90 €

 

Spannend! So soll der originale Fujifilm NP-W235 eine Kapazität von 2200 mAh bieten. Die 3. Anbieter Modelle werben hingegen alle mit 2250 mAh, also minimal mehr Kapazität.

Spannenderweise wirbt BAXXTAR auch mit 2250 mAh, aber ich habe einen Akku erhalten der mit 2400 mAh beschriftet ist?! (und ja ich habe diesen bei Amazon gekauft)

Gerade bei einem Akku, der schon etwas länger auf dem Markt ist, ist es nicht völlig unmöglich, dass es 3. Anbieter Modelle gibt, welche mehr Kapazität bieten könnten.

 

Das Gewicht

Zunächst ist die Passform aller Akkus hier im Test ziemlich identisch. Diese passen gut und problemlos in die H2s.

Was mir allerdings schon beim Test anderer Akkus aufgefallen war, ist ein gewisser Zusammenhang zwischen Gewicht und echter Kapazität der Akkus.

Der originale FujiFilm Akku hat mit 79,79g die höchste Kapazität, gefolgt vom BAXXTAR und PATONA Akku. Der leichteste Akku ist das Modell von Blumax.

 

Der Testaufbau

Um die Akkus zu testen, nutze ich eine elektronische Last. Hierbei handelt es sich um ein Gerät das die Akkus bei einer konstanten Last entlädt und die entladene Energie aufzeichnet.

Hierbei entlade ich die Akkus bei 0,2A und bei 1,5A.

0,2A entspricht einem langsamen Entladen beim lockeren Fotografieren usw. 1,5A hingegen entspricht +- dem Aufnehmen von 4K/6K Video.

Ich entlade die Akkus dabei auf eine Spannung von rund 6V. Wir haben hier Lithium Ionen Akkus mit zwei Zellen und 3V pro Zelle Entladeschluss. Eventuell könnte ich die Akkus noch etwas tiefer entladen, aber bei 6V sind diese schon ziemlich am Ende.

 

Welcher NP-W235 Akku hat die höchste Kapazität?

Werfen wir nun einen Blick auf die Kapazität unserer NP-W235 Akkus im Vergleich.

Bei niedriger Last, was die genauste Messung ist, sehen wir eine Überraschung. So haben die Akkus von Baxxtar und Akku-King hier eine höhere Kapazität als der originale Fujifilm Akku.

Um ganz auf Nummer sicher zu gehen, habe ich den Test nochmals wiederholt mit +- dem gleichen Ergebnis. Klar am schlechtesten schnitt der Blumax Akku ab.

Bei höherer Last allerdings ist auffällig, dass der originale Akku deutlich besser abschneidet! Dieser scheint besser darin zu sein, die Spannung zu halten.

 

Spannungsstabilität

Werfen wir zum Abschluss noch einen kleinen Blick auf die Spannung der Akkus unter 1,5A last.

(Höhere Spannung = besser)

 

Fazit, welcher ist der beste NP-W235 Akku?

Welchen NP-W235 Akku würde ich nun am meisten empfehlen? Aus Sicht der Preis/Leistung wahlweise den Baxxtar PRO Akku NP-W235 oder den Akku-King NP-W235.

Beide Akkus können den originalen Fuji Akku beim langsamen Fotografieren schlagen! Damit hätte ich im Vorhinein nicht gerechnet. Dabei kosten beide Akkus ein gutes Stück weniger als das Original (ca. die Hälfte).

Lediglich bei hoher Last schneidet der originale Fuji Akku etwas besser ab. Geht es dir also rein um die Leistung beim Filmen könnte sich der originale Akku noch lohnen, aber selbst hier sind die Unterschiede gering.

Ich würde in der Praxis 2x den Baxxtar PRO Akku NP-W235 ganz klar 1x dem originalen Fujifilm Akku NP-W235 vorziehen.

Wichtig! Ich habe die 2250 mAh Version des Akkus bestellt aber die 2400 mAh Version erhalten. Baxxtar scheint die alte Version im Hintergrund gegen die neue 2400 mAh Version zu tauschen.

Zusammengefasst:

(Links zu Amazon, Affilliate Links)

Mega Sound? Der Tribit XSound Mega im Test

Mit dem XSound Mega bietet Tribit einen kraftvollen Bluetooth Lautsprecher, zu einem fairen Preis an. Zumindest wirbt Tribit damit, dass der Lautsprecher kraftvoll wäre.

Das tun zwar die meisten Hersteller von Bluetooth Lautsprechern, aber Tribit hat sich durchaus einen guten Ruf aufgebaut. So sind Tribit Bluetooth Lautsprecher aus Sicht der Preis/Leistung die so ziemlich besten Modelle auf dem Markt, zumindest die Modelle die ich bisher in den Fingern hatte.

Wie steht es hier um den Tribit XSound Mega? Ist dies auch ein Geheimtipp? Klingt er gut und „kraftvoll“ wie vom Hersteller versprochen?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Tribit für das Zurverfügungstellen des XSound Mega für diesen Test.

 

Der Tribit XSound Mega im Test

Der Tribit XSound Mega ist ein kompakter bis mittelgroßer Bluetooth Lautsprecher. So misst dieser 250 x 87 x 80 mm, womit er weder winzig noch riesig ist.

Erstaunlich ist dabei aber das Gewicht, denn mit 1036g ist der Bluetooth Lautsprecher recht schwer!

Dies ist aber nicht zwingend etwas Schlechtes, denn mehr Masse und Gewicht kann positiv für den Klang sein. Allerdings wirst du wirklich überrascht sein wie massiv und schwer sich der XSound Mega anfühlt.

Dabei ist der Lautsprecher aber auch generell gut gebaut! Das Gehäuse wirkt wertig und stabil. Dieses besteht aus einer Mischung aus Kunststoff, einer Art Hartgummi und Metall.

Das Metall ist auf der Front des Lautsprechers angebracht und bedeckt die Treiber. Hier haben wir einen großen aktiven Treiber, welcher bis zu 30W liefern soll, wie auch einen großen passiven Treiber, welcher die Bassleistung verbessert und für den internen Druckausgleich zuständig ist.

Gesteuert wird der XSound Mega über 7 Tasten auf der Oberseite. Neben den üblichen Steuerungstasten haben wir hier eine EQ Taste, welche es dir erlaubt den Klang des Lautsprechers noch etwas zu steuern und anzupassen, wie auch eine “LED” Taste.

Um den Rand des Lautsprechergitters ist eine Art LED Ring angebracht. Über diese Taste kannst du das Licht bzw. die Farben und Muster steuern.

Die Anschlüsse des Tribit XSound Mega sind auf der Rückseite unter einer Gummi-Abdeckung versteckt. Diese ist wichtig für den IPX7 Wasserschutz, welcher theoretisch den Lautsprecher auch beim kurzen Untertauchen schützen sollte.

Unter der Abdeckung finden wir einen USB C Ein/Ausgang, wie auch einen USB A Ausgang und einen 3,5mm AUX Eingang. Im Lautsprecher steckt ein 8000 mAh Akku, was keine schlechte Kapazität ist.

Diese soll eine Laufzeit von +- 20 Stunden erlauben. Du kannst den Lautsprecher im Notfall aber auch als eine Art Powerbank nutzen, wofür der USB A Ausgang vorhanden ist.

 

Klang der Tribit XSound Mega

Kommen wir zum wichtigen Punkt, dem Klang des Lautsprechers.

Starten wir hier direkt mit seiner größten Stärke, dem Bass. Gerade im XBass Modus liefert der Lautsprecher einen beachtlichen Bass. Sicherlich müssen wir diesen weiterhin etwas im Verhältnis zur Größe sehen, aber für die Abmessungen ist der Lautsprecher sehr bassstark! Vor allem ist der Bass dabei qualitativ sehr gut mit einem schönen Tiefgang. Sogar das subjektive Bass-Volumen ist sehr hoch!

Kurzum der Bass ist ein Highlight am Tribit XSound Mega!

Bei den Mitten und Höhen wird es etwas schwerer. So verfügt der Tribit XSound Mega lediglich über einen Treiber für alle Frequenzbereiche. Dieser ist tendenziell etwas auf den Bass optimiert. Entsprechend sind die Höhen nicht super brillant und der Lautsprecher hat einen etwas wärmeren Unterton.

Dabei ist dieser aber nicht matt klingend, nur halt etwas wärmer. Ich hätte mich über einen Hauch mehr Brillanz und Schärfe gefreut. Allerdings gewöhnt man sich auch sehr schnell an den etwas wärmeren Unterton, zumal der Lautsprecher auch nicht zu warm ist. Stimmen wirken sauber und natürlich.

Unterm Strich bin ich also vom Klang des Lautsprechers positiv angetan. Die Pegelfestigkeit ist gut, aber auch nicht überragend. Kleinere Räume bekommst du und laut beschallt, aber ein großes Wohnzimmer bekommst nicht zum Beben.

Für eine Grillparty in kleinen Rahmen wäre der XSound Mega aber völlig zu gebrauchen.

 

Fazit

Ein weiterer empfehlenswerter Bluetooth Lautsprecher von Tribit! Der Tribit XSound Mega ist ein super Bluetooth Lautsprecher, vor allem wenn du ein mittel kompaktes Modell mit viel Bass suchst.

Denn der Bass ist das Highlight am Tribit XSound Mega! Der Bass ist voluminös, tief und kräftig. In dieser Größenklasse ist mir nichts Besseres bekannt.

Die Höhen sind auch nicht übel, aber tendenziell etwas wärmer. Suchst du super brillante Höhen, dann gibt es bessere Modelle.

Aber kannst du mit einem etwas wärmeren, Bass starkem Klang leben, dann ist der Tribit XSound Mega ein super Bluetooth Lautsprecher, zu einem Preis von unter 100€!

NP-FZ100 Akku mit USB C Ladeport? Der Patona NP-FZ100 Akku mit USB C im Test

Fast alle aktuelle Sony Kameras nutzen den NP-FZ100 Akku-Typ, welcher auch super ist! Entsprechend auch dutzende alternativer Akkus, mal besser, mal schlechter, aber immer um einiges günstiger als der originale Sony Akku.

Aber eine neue Art von NP-FZ100 Akkus ist mir ins Auge gesprungen, NP-FZ100 Akkus mit USB C Ladeport!

Diese Akkus besitzen einen integrierten USB C Port, so dass Du diese ohne spezielles Ladegerät einfach an deinem Handyladegerät, Powerbank usw. laden kannst. Klingt doch spannend!

So kannst Du unterwegs Gewicht sparen und einfacher auch mehrere Akkus gleichzeitig laden.

Patona NP-FZ100 Akku mit USB C und 2400 mAh im Test-16
NP-FZ100 Akku mit USB C

Eins der spannendsten Modelle hier ist der neue Patona NP-FZ100 Akku mit USB C. Neben dem USB C Port Port ist dies ein NP-FZ100 Akku der neusten Generation mit 2400mAh.

Klingt doch spannend, aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die hohe Kapazität mit dem USB C Port, welcher natürlich Platz im Akku benötigt, überhaupt vereinbar? Haben wir hier wirklich eine höhere Kapazität als bei den typischen NP-FZ100 Akkus?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Patona für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Ein NP-FZ100 Akku mit USB C Port?

Auf den ersten Blick ist der Patona ein recht klassischer NP-FZ100 Akku. Dieser setzt auf ein ordentlich verarbeitetes schwarzes Kunststoffgehäuse.

Die Passform ist tadellos in meiner Sony A1 und A7R IV, trotz des USB C Ports.

Der USB C Port ist auf der gegenüber gesetzten Seite der normalen Kamera Kontakte angebracht. Zusätzlich zu diesen findet sich eine kleine Status-LED auf der Oberseite, welche Rot/Grün beim Laden leuchtet.

 

Das Gewicht

Normalerweise wollen wir bei Kameras immer ein möglichst niedriges Gewicht. Aber bei Akkus ist ein niedriges Gewicht immer “verdächtig”. Gerade bei NP-FZ100 Akkus ist mir ein deutlicher Zusammenhang zwischen Gewicht und Kapazität aufgefallen.

Der Patona ist der schwerste Nachbau NP-FZ100 Akku den ich bisher in den Fingern hatte! Dieser ist auch schwerer als andere NP-FZ100 Akkus mit USB C Port.

Dies sieht sehr vielversprechend aus, allerdings ist der originale Sony Akku weiterhin schwerer.

 

Der Testaufbau

Ich teste NP-FZ100 Akkus mit einer so genannten elektrischen Last. Diese erlaubt es mir den Akku kontrolliert mit einer von mir gewählten Last zu entladen.

Die Akkus werden auf eine Spannung von 6.0V entladen, was nach meiner Erfahrung +- die Spannung ist, bei welchen die Sony Kameras den Akku als leer deklarieren.

Es gibt hier mindestens zwei Testdurchläufe, einen mit 1,5A Last und einen mit 0,2A. 1,5A entspricht +- der maximalen Last eines NP-FZ100 Akkus in einer Kamera beim Filmen.

0,2A ist eher ein langsames Fotografieren.

 

Die Kapazität des NP-FZ100 Akku mit USB C

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Kapazitätsmessung.

Patona NP-FZ100 Akku mit USB C Kapazität in MAh
Patona NP-FZ100 Akku mit USB C Kapazität in MAh
Patona NP-FZ100 Akku mit USB C Kapazität in Wh
Patona NP-FZ100 Akku mit USB C Kapazität in Wh

Hier sehen wir leider zunächst das übliche Bild. Der originale Sony NP-FZ100 Akku hat weiterhin die klar beste Kapazität. Dies ist auch kein Fehler, ich habe mittlerweile mehrere Sony NP-FZ100 Akkus getestet und es war immer das gleiche Bild. Er ist auch der schwerste Akku.

Aber spannend ist, wer auf Platz 2 folgt, der Patona NP-FZ100 Akku mit USB C.

Dieser hebt sich auch klar von den anderen alternativen NP-FZ100 Akkus ab, was uns durchaus sagt, dass wir hier eine neue „Generation“ an Akkuzellen haben.

So ist der Patona NP-FZ100 Akku mit USB C auf dem Niveau des originalen Sony Akkus! Gerade bei der höheren Last (1,5A) ist der Sprung recht deutlich.

Also beim Filmen kannst Du hier mit einer merkbar höheren Laufzeit rechnen.

 

Das Laden

Du kannst den Patona NP-FZ100 Akku auch trotz des USB C Ports “regulär” in einem NP-FZ100 Ladegerät oder Kamera laden.

Aber wie lange dauert das Laden an einem USB Ladegerät? Das USB Ladegerät sollte mindestens 5V/1A bieten, ob nun USB A zu USB C Ladegerät oder USB PD Ladegerät spielt dabei keine Rolle.

Ladedauer des Patona NP-FZ100 Akku mit USB C
Ladedauer des Patona NP-FZ100 Akku mit USB C

Eine Ladung via USB C dauert ca. 4:48h. Dies ist nicht übermäßig schnell, aber geht in Ordnung. Die Ladeleistung schwankt dabei zwischen 3,x und knapp 5W.

 

Fazit

Ich finde das Konzept NP-FZ100 Akkus mit USB C Port zu versehen super spannend! Gerade wenn Du mit leichtem Gepäck unterwegs bist, kannst Du dir so ein Ladegerät sparen. Auch kannst du “unendlich viele” Akkus gleichzeitig laden, sofern du genug USB Ports hast.

Dabei bietet der Patona NP-FZ100 Akku mit USB C keine Nachteile.

  1. Du kannst den Akku via USB C laden oder über ein klassisches NP-FZ100 Ladegerät
  2. Die Kapazität ist dabei die beste, die ich bisher bei einem alternativen NP-FZ100 Akku gesehen habe.

Das Laden via USB-C dauert zwar eine Weile, ca. 4:48h, aber das geht in Ordnung. Alternativ kannst Du auch weiterhin ein klassisches NP-FZ100 Ladegerät nutzen, Du hast die Wahl. Der Akku lädt mit maximal 5W bzw. 5V/1A, entsprechend stellt dieser keine großen Anforderungen an das USB Ladegerät.

Patona NP-FZ100 Akku mit USB C und 2400 mAh im Test-7

Spannend ist die Kapazität. Nein, der Patona NP-FZ100 Akku mit USB C kommt nach meinen Messungen weiterhin nicht an die Kapazität des originalen Sony Akkus heran.

Allerdings ist der Patona NP-FZ100 Akku mit USB C der beste alternative Akku! Dieser landet klar auf Platz 2 meiner Bestenliste und dies sogar mit einem merkbaren Vorsprung vor anderen NP-FZ100 Akkus.

Wir haben hier also wirklich eine “neue Generation” NP-FZ100 Akku vor uns.

Daher kann ich den Patona NP-FZ100 Akku mit USB C Port absolut empfehlen!

Synology Volumen Verschlüsselung Performance und Sicherheit

Mit DSM 7.2 bringt Synology ein spannendes Feature auf viele seiner NAS Systeme, die Möglichkeit komplette Speichervolumes zu verschlüsseln.

Bisher war es bei Synology NAS Systemen nur möglich einzelne Ordner zu verschlüsseln, aber nicht das ganze NAS. So war es auch nicht möglich beispielsweise Anwendungen wie die NoteStation oder Ähnliches verschlüsselt zu speichern, da diese ihre Daten außerhalb der verschlüsselbaren Ordner sicherten.

Dabei soll die Verschlüsselung kompletter Volumen sogar 48% schneller sein als die einzelner Ordner!

Klingt doch toll! Wollen wir uns mal ansehen, wie schnell die Volumen Verschlüsselung wirklich ist und was es hier zu beachten gibt.

 

Wie funktioniert die Volumen Verschlüsselung?

Wenn du nach dem Update auf DSM 7.2 ein neues Speicher Volumen auf deinem NAS erstellst, erhältst du die Wahl,  willst du ein normales oder ein verschlüsseltes Volumen erstellen.

Wählst du letzteres musst du einen Schlüssel erstellen, welcher für ein Auto Mount beim Hochfahren des NAS eingelesen wird. Dein Passwort für die Verschlüsselung brauchst du also nur, wenn du dein NAS wechseln oder zurücksetzen würdest.

Daher ist die Volumen Verschlüsselung sehr komfortabel.

 

Das Testsystem

Um die Leistung der Verschlüsselung zu Testen nutze ich das Synology DS1821+ in Kombination mit 3x 4TB Samsung 870 SSDs und einer 10Gbit Netzwerkkarte.

Die 3 SSDs sind in einem SHR Verbund (Raid 5).

 

Wie schnell ist die Volumen Verschlüsselung bei Synology?

Um die Leistung der Volumen Verschlüsselung zu testen, habe ich jeweils zwei Datenpakete auf das NAS kopiert bzw. heruntergeladen, via SMB.

  • Datenpaket 1 – 1x große 25GB Datei
  • Datenpaket 2 – 27K Dateien, 25K Ordner, 30GB

Datenpaket 1 ist so ziemlich der Optimalfall, mit einer großen Datei. Datenpaket 2 ist hingegen der absolute Worst Case mit 27.000 kleinen Dateien.

Dabei schauen wir uns vier Situationen an:

  1. Unverschlüsselt
  2. Volumen Verschlüsselung
  3. Ordner Verschlüsselung
  4. Volumen und Ordner Verschlüsselung kombiniert (ja das geht)

Werfen wir zuerst einen Blick auf den Optimalfall.

Spannend! Unverschlüsselt kommen wir lesend auf 1087 MB/s und schreibend auf 926 MB/s.

Mit der Volumen Verschlüsselung erreichen wir lesend fast das gleiche Ergebnis, sinken aber schreibend auf 676 MB/s. 1064 MB/s und 676 MB/s sind aber weiterhin sehr gut, gerade verglichen mit der Ordnerverschlüsselung.

Die Ordnerverschlüsselung senkt das Tempo um einiges mehr. So kommen wir hier lesend auf immer noch ordentliche 694 MB/s und schreibend auf schwächere 309 MB/s.

Interessanterweise senkt zwar die doppelte Verschlüsselung nochmals das Tempo, aber dies gar nicht so deutlich. Lesend kommen wir hier weiterhin auf 658 MB/s und schreibend auf 291 MB/s.

Bei vielen kleinen Dateien bricht das Tempo der Übertragung auf 40-50 MB/s ein. Hier sehen wir aber ein ähnliches Bild. Unverschlüsselt ist am schnellsten, aber die Volumen Verschlüsselung ist nicht viel langsamer.

Bei der Ordnerverschlüsselung bricht das Tempo etwas stärker ein.

 

Wie sicher ist die Volumen Verschlüsselung? (jein)

Vielleicht ist dir bei meiner Beschreibung, wie die Volumen Verschlüsselung eingerichtet wird, etwas aufgefallen.

Richtig, das Passwort für die Verschlüsselung muss auf dem NAS (oder auf einem gesonderten “Key” Synology NAS) gespeichert werden. Zudem wird das verschlüsselte Laufwerk automatisch eingebunden.

Ich denke du erkennst das Problem, wo wird das Passwort gespeichert?

Richtig, das Passwort für die Verschlüsselung wird auf einer Partition auf dem entsprechenden Laufwerk gesichert.

Hier auf Reddit findest du eine komplette Anleitung den Key auszulesen

https://www.reddit.com/r/synology/comments/13pxzqm/contest_for_ds923_i_have_heard_a_bunch_of_people/

Alternativ hier auch: https://forums.spacerex.co/t/bounty-first-person-to-share-how-to-break-into-dsm-7-2-encryption-keys-stored-on-box-gets-a-ds923/641/6

Derzeit ist hierfür allerdings zusätzlich das Synology NAS nötig, keine sonstigen Passwörter. Das Verschlüsselungspasswort wird anscheinend über dein Benutzerpasswort gesichert (welches sich bei physischem Zugriff auf das NAS zurücksetzen lässt). Dieses wird allerdings auch irgendwo gespeichert.

Theoretisch ist also alles, was zur vollständigen Entschlüsselung der verschlüsselten Volumen nötig ist, auf den jeweiligen Laufwerken vorhanden.

Bisher ist es aber wohl noch niemandem gelungen, alles ohne Hilfe des originalen NAS zu entflechten.

Theoretisch ist die Volumen Verschlüsselung aber nach allen Informationen die mir vorliegen entsprechend absolut angreifbar! Wenn jemand weiß was er vor sich hat, wäre es mit ausreichend Mühe möglich Dinge auslesbar zu machen.

Die Volumen Verschlüsselung erschwert aber den Zugriff auf die Daten und macht prinzipiell Sinn, wenn du beispielsweise Laufwerke mit besserem Gewissen zur Reparatur/Austausch zum Hersteller zurücksendest.

 

Fazit

Grundsätzlich freut es mich, dass Synology endlich eine vollständige Verschlüsselung von Volumen anbietet. So war es bisher nicht möglich, einige Anwendungen wie die NoteStation usw. effektiv zu verschlüsseln.

Dabei ist die Volumen Verschlüsselung schnell und bringt kaum Nachteile mit! In meinem Test kostete diese lesend praktisch keine Leistung. Lediglich schreibend brach die Datenrate von 926 MB/s (unverschlüsselt) auf 676 MB/s ein, was aber immer noch deutlich schneller ist als die 309 MB/s der klassischen Ordnerverschlüsselung.

Kurzum, ich sehe nichts, was gegen die Volumen Verschlüsselung spricht. Diese kannst du einfach anmachen, sie bringt ein Plus an Sicherheit und “kostet” nichts.

Wie viel mehr Sicherheit die Volumen Verschlüsselung bringt, ist aber streitbar. Sofern du nicht ein zusätzliches Synology NAS als “Key-Server” nutzt, wird das Passwort zum Entschlüsseln etwas versteckt auf dem verschlüsselten Laufwerk abgelegt.

Mit Zugriff auf das NAS ist es daher recht problemlos möglich, den Key auszulesen. Aber auch ohne Zugriff auf das NAS gibt es nach meiner Auffassung theoretische Angriffsmöglichkeiten. Hierfür muss aber jemand schon ziemlich genau wissen, was er tut.

Geht es dir also primär darum deine Daten zu schützen falls du deine Laufwerke in die Reperatur/Austausch gibst, dann taugt die Volume-Verschlüsselung sicher.

Willst du wirkliche Datensicherheit, dann musst du aber weiterhin zur Ordnerverschlüsselung ohne dem automatischen Mounten nach Neustart greifen. Du kannst aber Volume Verschlüsselung und Ordnerverschlüsselung mit minimalen Performance Unterschied kombinieren.

Wie gut sind MINI 100Ah LiFePO4 Akkus? Die LiTime 12V 100Ah MINI LiFePO4 Batterie im Test

LiFePO4 Akkus haben wir uns bei Techtest schon einige angesehen. Allerdings haben mittlerweile einige Hersteller “Mini” 100 Ah LiFePO4 Akkus auf den Markt gebracht.

Diese Mini-Versionen sollen die gleiche Leistung und Kapazität wie die großen Versionen bieten, nur wie der Name schon sagt, bei kompakteren Abmessungen und einem niedrigen Gewicht.

Damit sind diese Mini-Versionen in der Theorie ideal gerade für den Einsatz in Wohnwagen und anderen portablen Szenarien.

Solche Mini 100Ah LiFePO4 Akkus gibt es von Redodo, Power Queen und auch LiTime. Genau um die LiFePO4 Lithium Batterie von LiTime soll es in diesem Test auch gehen. Ist diese wirklich so gut wie die große Version?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LiTime für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Die LiTime 12V 100Ah MINI LiFePO4 Batterie im Test

Sprechen wir zunächst über den wichtigsten Punkt bei dieser LiFePO4 Batterie, die Abmessungen.

  • “Mini” – 260 x 133 x 227,5 mm
  • “Normal” – 329 x 172 x 214 mm

Der 100 Ah Mini Akku ist wirklich ein gutes Stück kompakter als die gängigen 100 Ah Modelle auf dem Markt. Dabei fällt vor allem auf, wie viel schmaler der Akku ist.

Allerdings ist der Akku relativ hoch! Höher als die normale Version.

  • Mini- 7866,95 cm3 / 7,86 L
  • Normal – 12109,83 cm3 / 12,1 L

Dies ist schon ein signifikanter Unterschied! Wir haben hier fast nur die Hälfte des Volumens. Auch das Gewicht der Mini Version ist ein gutes Stück geringer

  • Mini – 8,97 Kg
  • Normal – 11,5 Kg

Dies ist eine signifikante Reduzierung der Größe und Gewicht, bei angeblich gleicher Leistung!

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir die üblichen M8 Schrauben.

 

Technische Daten

  • LiTime 12V 100Ah MINI
  • 100 Ah Kapazität
  • 1280 Wh Kapazität
  • 100A Entladestrom
  • 100A maximaler Ladestrom
  • 20A empfohlener Ladestrom
  • 4000 Zyklen(25°C, 0,2C, 100% DOD)

Die Werte sehen soweit recht normal für einen 100 Ah Akku aus. Auffällig ist lediglich die Diskrepanz zwischen dem “empfohlenen” Ladestrom und dem maximalen Ladestrom. So kannst du den Akku mit bis zu 100A laden, aber empfohlen werden für die maximale Haltbarkeit 20A.

Es ist nicht ungewöhnlich, dass es hier eine Abweichung gibt. Allerdings ist der empfohlene Ladestrom mit 20A schon ein Stück niedriger als bei den meisten “normalen” 100Ah Akkus.

 

Warum LiFePO4?

LiFePO4 Akkus haben viele Vorteile gegenüber Blei-Gel oder auch normale Lithium Ionen Akkus.

  1. LiFePO4 sind um einiges haltbarer
  2. LiFePO4 können thermisch nicht durchgehen, wie es bei Lithium Ionen Akkus der Fall sein kann
  3. LiFePO4 Akkus sind recht unproblematisch beim Laden/Entladen, auch dank des BMS

Sicherlich der größte Vorteil von LiFePO4 Akkus ist die Haltbarkeit. LiFePO4 Akkus können problemlos 3000+ Zyklen durchhalten. Blei-Gel Akkus sind nach meiner Erfahrung bei tiefen Zyklen schon meist nach weniger als 100 Zyklen durch und Lithium Ionen Akkus schaffen meist 300-1000 Zyklen.

LiTime wirbt bei diesem Akku sogar mit 4000+ Zyklen bei 100% Entladetiefe, was ein spitzenwert ist! Mehr zum Thema Haltbarkeit LiFePO4 und Lithium Ionen Akkus.

Dabei sind LiFePO4 aber weniger brandgefährlich als Lithium Ionen Akkius. LiFePO4 Akkus, wenn das BMS völlig versagen sollte usw. können qualmen und dampfen, aber gehen nicht völlig in Flammen auf.

Ebenso sind die Akkus auch etwas entspannter bei der Ladespannung, als Lithium Ionen Akkus. Sollte doch mal etwas schief gehen, haben wir ja auch noch das BMS, welches vor Unterspannung, Überspannung und Kurzschlüssen bzw. Überlast schützt.

Was sind aber die Nachteile von LiFePO4 Akkus?

  • LiFePO4 Akkus sind zwar kleiner und leichter als Blei Gel Akkus, aber bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium Ionen Akkus.
  • LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden.

 

Wie testet Techtest LiFePO4 Akkus?

Die wichtigste Messung bei einem Akku ist die Kapazität. Hierfür lade ich zunächst den Akku am Xnvua 14,6V 20A LiFePO4 Ladegerät auf.

Anschließend wird dieser an einer elektronischen Last mit 10A und 20A entladen. Dabei logge ich sowohl die Kapazität wie auch die Spannung mit. Als elektronische Last kommt die DLB-600W zum Einsatz. Zum Mitloggen nutze ich einen ChargerLAB Power-Z Tester.

Diese Tests können mehrfach wiederholt werden, sollten Messwerte unplausibel erscheinen.

 

Die Kapazität des LiTime 12V 100Ah MINI

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Kapazität. Wie steht es hier um unseren Mini-Akku?

Last Wh Ah
10A 1309,5 101,948
20A 1280,4 101,164

Erfreulicherweise hält der Akku seine Herstellerangabe ein! Ich konnte im Test rund 101-102 Ah bzw. um die 1300 Wh Kapazität messen. Damit übertrifft dieser die Herstellerangabe zwar nur knapp, aber sie wird übertroffen.

 

Spannungsverlauf

LiFePO4 Akkus haben einen sehr flachen Spannungsverlauf. Dies gilt auch für den LiTime Akku.

So spielt sich hier auch 95% der Kapazität im Spannungsbereich 13,1V bis 12,8V ab. Sobald die Spannung 12,8V unterschreitet, beginnt diese recht schnell zu fallen. Ab 12,3V ist die Spannungskurve praktisch steil nach unten gehend.

Theoretisch ist der Entladeschluss von LiFePO4 Akkus bei 10,8V, aber im Kern kannst du auch bereits bei 12,3V stoppen.

 

Fazit

Du suchst einen LiFePO4 Akku und bist bereit einen kleinen Aufpreis für kompaktere Abmessungen und niedrigeres Gewicht zu zahlen? Dann bist du beim LiTime 12V 100Ah MINI an der richtigen Adresse.

Du bekommst hier im Kern einen typischen 100Ah LiFePO4 Akku nur mit 22% weniger Gewicht und reduzierten Abmessungen.

Dabei bietet der Akku alle vorzüge der LiFePO4 wie die sehr hohe Haltbarkeit (laut Hersteller 4000+ Zyklen bei 100% entladetiefe), hohe Sicherheit und die unproblematische Nutzung.

Im Test erreichte der Akku dabei eine Kapazität im Bereich 101-102 Ah. Dies ist ein super Abschneiden! Der normale LiTime Akku kam zwar bei mir im Test damals auf rund 106 Ah, also etwas mehr, aber dies ist zu vernachlässigen.

Dabei bietet der Akku auch 100A maximale Ausgangsleistung und ein weiterhin problemloses BMS. Lediglich die empfohlene maximale Ladegeschwindigkeit liegt hier mit 20A etwas niedriger.

Dennoch halte ich dies für ein super Ergebnis! Du kannst den Mini 100Ah LiFePO4 Akku von LiTime aus meiner Sicht absolut unbesorgt kaufen, wenn du einen kompakten Akku beispielsweise fürs Wohnmobil suchst.