Start Blog Seite 82

Satte 200Ah Kapazität zum fairen Preis! Test: Redodo LiFePO4 12V 200Ah

Wenn Du nach günstigen Batteriespeichern für DIY Solaranlagen suchst, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit auch über den Hersteller Redodo stolpern.

Bereits im Vergleich “6x 100Ah LiFePO4 Akkus im Vergleich” hatte der 100Ah Akku von Redodo sehr gut abgeschnitten. Aber war dies nur ein „Ausrutscher“ oder sind die Redodo Akkus wirklich überdurchschnittlich gut und dabei auch noch recht günstig?

Schauen wir uns in diesem Test den großen Redodo LiFePO4 12V 200Ah Akku an. Kann dieser ebenfalls überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Redodo für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test!

 

Der Redodo LiFePO4 12V 200Ah Akku im Test

Mit 200Ah Kapazität ist der Redodo Akku schon ein ziemlicher Brocken! So misst dieser 532 x 207 x 215 mm und bringt satte 19,16 Kg auf die Waage.

Damit der Akku dennoch für eine einzelne Person gut zu transportieren ist, besitzt dieser zwei Handgriffe mit Kordel. Tatsächlich ein “System” das erfreulich sicher und gut funktioniert.

Allgemein wirkt der Akku sehr gut gebaut! Auch das weiß graue Design mit dem bunten Aufkleber wirkt einfach wertig. Natürlich spielt das Design in der Praxis keine rolle, aber es wirkt schon vertrauenserweckend.

Selbiges gilt für die wirklich gut gemachte Anleitung! Auch diese ist sehr wertig in einem klaren Deutsch. Hervorragend!

Mit im Lieferumfang des Akkus liegen zwei M8 Schrauben. Wie die meisten LiFePO4 Akkus nutzt auch dieser eine M8 Schraube für den Anschluss der Kontakte.

 

Technische Daten

Redodo LiFePO4 12V 200Ah
Kapazität  200 Ah
Energie 2560 Wh
Spannung 12,8V
Maximale Ausgangsleistung  100 A
Maximale Eingangsleistung 100 A
Maximale Ausgansleistung spitze 280 A
Empfohlener Ladestrom 40 A
Ladespannung 14,4V +- 0,2V

Der Redodo LiFePO4 12V 200Ah besitzt trotz der Kapazität von 200Ah “lediglich” ein 100A BMS. Dieses kann also 100A liefern bzw. aufnehmen.

Ja, du kannst den Akku mit bis zu 100A laden. Allerdings empfiehlt der Hersteller den Akku für eine bessere Haltbarkeit mit maximal 40A zu laden.

Ansonsten haben wir recht klassische technische Daten.

 

Was macht LiFePO4 so gut?

LiFePO4 / Lithium-Eisenphosphat Akkus sind eine super spannende Angelegenheit und diesen könnte durchaus die “Zukunft” im Bereich der Solar Pufferspeicher, E-Mobilität usw. gehören. Aber warum?

LiFePO4 Akkus tauschen eine etwas niedrigere Energiedichte verglichen mit klassischen Lithium Ionen Akkus gegen eine höhere Sicherheit und Haltbarkeit ein.

So erreichen selbst die einfachsten LiFePO4 Akku problemlos 2500+ Zyklen. Lithium-Ionen Akkus kommen meist nur auf 500-1000 Zyklen. In der Praxis kann die Haltbarkeit sogar noch viel größer ausfallen, denn diese schwankt auch nochmal massiv je nach Tiefe des Entladens.

So wirbt Redodo mit 4000-8000 Zyklen, was absolut hinkommen kann! Allerdings wirst Du gerade die 4000-8000 Zyklen nicht bei einer 100% Entladetiefe erreichen. Ich schätze die 4000 Zyklen sind bei einer 80% Entladetiefe möglich, die 8000 vermutlich bei um die 60%.

Gerade als Solar Pufferspeicher haben wir hier also eine potenziell extrem hohe Haltbarkeit.

Ebenso können LiFePO4 nicht thermisch durchgehen und sind beim Laden/entladen nicht ganz so sensibel.

Im Gegenzug sind diese aber bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium Ionen Akkus. Hierdurch eignen diese sich weniger für Smartphones, Notebooks und andere Geräte wo die Abmessungen eine übergeordnete Rolle spielen.

Wichtig, LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden! Entladen ist kein Problem, aber laden bei unter 0 Grad macht die Akkus kaputt. Leider hat der Redodo keine Unter-Temperatur-Abschaltung.

 

Wie testet Techtest LiFePO4 Akkus?

Die wichtigste Messung bei einem Akku ist die Kapazität. Hierfür lade ich zunächst den Akku am Xnvua 14,6V 20A LiFePO4 Ladegerät auf.

Anschließend wird dieser an einer elektronischen Last mit 10A und 20A entladen. Dabei logge ich sowohl die Kapazität wie auch die Spannung mit. Als elektronische Last kommt die DLB-600W zum Einsatz. Zum Mitloggen nutze ich einen ChargerLAB Power-Z Tester.

Diese Tests können mehrfach wiederholt werden, sollten Messwerte unplausibel erscheinen.

 

Die Kapazität

Der entscheidende Punkt ist die Kapazität des Akkus. Du kaufst im Kern einen LiFePO4 Akku nur für diesen Zweck, möglichst viel Kapazität zu haben.

Folgendes konnte ich hier messen:

Wh Ah
10A 2594.6 201.256
20A 2565.5 201.221
25A 2543.5 200.972

Im Test schwankte die Kapazität des Akkus um die 201Ah bzw. 25xx Wh. Damit wird die Herstellerangabe zur Kapazität erreicht bzw. minimal übertroffen.

Dies allerdings etwas weniger deutlich als erhofft. Die 100Ah Version des Redodo Akkus hatte damals bei mir im Test die Herstellerangabe deutlicher überschritten. Allerdings ist das auch kein Punkt über den ich wirklich meckern kann.

Wir bekommen bei der Kapazität hier ein Stück mehr als beworben ist, was sehr gut ist!

 

Spannungskurve

Die Spannungskurve bzw. der Spannungsverlauf bei LiFePO4 Akkus ist sehr flach, so auch hier.

Redodo LiFePO4 12V 200Ah Spannungsverlauf

Komplett voll pendelt sich der Akku bei 14,1 bis 13,8V ein. Nach dem Beginn des Entladens sinkt die Spannung aber mehr oder weniger sofort auf 13,1-13,2V.

Anschließend bleibt die Spannung lange Zeit sehr konstant. 80-90% der Kapazität dieses bzw. allgemein aller LiFePO4 Akkus spielt sich im Spannungsbereich 13,2-12,9V ab.

Sobald die Spannung unter 12,9V fällt, beginnt diese rapide zu sinken. Ab ca. 12,5V sind wir effektiv am Entladeschluss angekommen.

Ob du nun den Redodo LiFePO4 12V 200Ah auf 12,5V oder 10,8V entlädst, macht gerade einmal rund 5% Unterschied. Daher würde ich in der Praxis LiFePO4 auch nicht unter 12V entladen, auch wenn die offizielle Entladeschlussspannung bei 10,8V liegt.

 

Probleme mit dem BMS? (nein)

Ich habe den Akku in einer meiner DIY Off-Grind Solaranlagen integriert. Dort hängt dieser an einem BougeRV 20A MPPT Laderegler.

Erwartest du nun einen spektakulären Erfahrungsbericht, dann muss ich dich enttäuschen, der Redodo LiFePO4 12V 200Ah macht einen unauffällig guten Job. Dies gilt allerdings für so ziemlich alle LiFePO4 Akkus die ich in letzter Zeit in den Fingern hatte.

Die modernen LiFePO4 Akkus sind alle super unproblematisch! Kombiniert mit einem Ladecontroller der der schon LiFePO4 Akkus unterstützt und du brauchst wirklich nicht mit Problemen zu rechnen.

Selbiges gilt auch für das Reihe- und Parallelschalten von Akkus. Ich schalte in meinen DIY Anlagen meine Akkus parallel. Die Hersteller, auch Redodo, sagen natürlich, dass dies geht, aber bitte immer nur die gleichen Modelle parallel schalten.

Nach meiner Erfahrung kannst Du hier auch etwas „mixen“ und die BMS Module/Akkus haben damit keine Probleme.

 

Fazit

Der Redodo LiFePO4 12V 200Ah ist ein guter Akku. Dies ist allerdings nach meinen letzten Tests auch keine große Überraschung mehr. Die günstige LiFePO4 von Herstellern wie Redodo und Co. sind sehr gut und machen in der Praxis einen tadellosen Job.

So erreicht der Redodo LiFePO4 12V 200Ah Akku seine Herstellerangabe bezüglich der Kapazität. Das zwar mit rund 201 Ah recht knapp, aber diese wird überschritten.

Dabei zeigte sich der Akku im Test auch sehr problemlos und nicht zickig. Das 100Ah BMS taugt, genau wie das Gehäuse des Akkus und die Dokumentation.

Suchst du also einfach einen großen Akku für deine DIY Projekte, Wohnwagen usw. zu einem möglichst niedrigen Preis und ordentlicher Qualität, dann kann ich den Redodo LiFePO4 12V 200Ah empfehlen!

Ideale Powerstation zum mitnehmen, mit fairem Preis! Die EBL MP500 500W Powerstation im Test

Der Hersteller EBL ist uns primär aufgrund seiner guten AA und AAA Akkus bekannt. Allerdings bietet EBL mittlerweile auch Powerstations an, genau genommen drei Modelle. Das mittlere Modell, die EBL MP500 wollen wir uns in diesem Test einmal ansehen.

So soll die MP500 eine Kapazität von 519.4Wh und eine Ausgangsleistung von bis zu 500W bieten. Dies zu einem Preis von unter 500€.

EBL MP500 Powerstation

Klingt doch erst einmal gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die EBL MP500 500W Powerstation auch ein gutes Modell? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EBL für das Zurverfügungstellen der Powerstation für diesen Test.

 

Die EBL MP500 500W Powerstation im Test

EBL setzt bei der MP500 auf ein tendenziell eher funktionelles Design. So wirkt die Powerstation eher wie ein “Werkzeug” gebaut.

EBL MP500

So haben wir ein schwarz oranges Gehäuse mit vielen Rillen und Riffeln. Zudem besitzt dieses auf der Oberseite einen ausklappbaren Tragegriff. Zwar ist das Gehäuse und auch der Griff nicht übermäßig filigran gearbeitet, aber beides wirkt erfreulich stabil.

Die Anschlüsse wie auch ein kleines Display befinden sich auf der Front der Powerstation. An den Seiten oder der Rückseite ist nichts weiter Interessantes, außer die Auslässe für den integrierten Lüfter.

Auf der Oberseite, unterhalb des Tragegriffes findet sich noch ein kabelloses Ladepad.

EBL MP500 Lieferumfang

Mit im Lieferumfang der Powerstation befindet sich ein passendes Netzteil, KFZ Ladeadapter und ein Adapter für den Anschluss normaler Solarpanels.

 

Anschlüsse der MP500

Die Anschlüsse der Powerstation finden sich alle auf der Front. Hier finden wir:

  • 1x Steckdose 500W konstante Leistung, 1038W Peekleistung
  • 3x USB A – 18W Quick Charge
  • 1x USB C – 60W Power Delivery
  • 2x DC Ausgänge mit 14V/8A
  • 1x KFZ “Zigarettenanzünder” 14V/8A

Diese Anschlussauswahl ist für eine Powerstation dieser Klasse erst einmal sehr gut! Etwas ungewöhnlich sind die DC Ausgänge welche “nur” bis 8A Leistung besitzen. In der Praxis ist dies aber für Kühlboxen oder Ähnliches mehr als ausreichend.

Neben diesen Anschlüssen haben wir auch zwei DC Eingänge:

  • DC 7909 Anschluss, 12-26V 105W max
  • Anderson Anschluss, 12-26V 105W max

 

Mit Display

Natürlich besitzt die EBL MP500 auch ein kleines Display. Dieses zeigt dir die üblichen Basisinformationen an.

  • Akkustand in %
  • Welche Anschlüsse sind aktiv
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt

Das Display ist damit “ausreichend”. Es zeigt das an was du wissen musst, nicht mehr und auch nicht weniger.

 

Wie testet techtest.org Powerstations?

Ich habe für Techtest.org Dutzende Powerstations getestet. Neben der ersten optischen und haptischen Betrachtung und Einschätzung nimmt vor allem das Testen der Kapazität viel Zeit ein.

Hierbei lade ich die Powerstation wahlweise über das beiliegende Netzteil oder via KFZ Netzteil zunächst auf. Dies meist an einer kleinen Off-Grid Solaranalge im Techtest-Büro, um ein wenig Energie zu sparen.

Anschließend entlade ich die Powerstation über die diversen Ports und Anschlüsse, lade sie wieder usw. Dabei messe ich die Energie (in Wh), welche ich aus der Powerstation entnehmen kann, ehe diese sich abschaltet. Diese Messungen wiederhole ich bei unterschiedlichen Leistungsstufen, an AC und DC Ports usw.

Während des Tests wird so eine Powerstation zwischen 5 und 15 Zyklen hergestellt. ????

Als Messgerät für die AC Messungen kommt das UNI-T UT230B-EU zum Einsatz, wie auch das ATORCH AC3680W. Für die DC Messungen nutze ich die ATORCH DLB-600W 200V 40A DC Elektronische Last und weitere Messgeräte wie das Power-Z KM003C oder das ATORCH AT24.

Parallel teste ich, ob die verschiedenen Anschlüsse auch ihre Leistungswerte einhalten können. Zudem logge ich Ladezeiten und benötigte Energie für das Laden zwischen den einzelnen Entladevorgängen mit, um später die Ladeeffizienz berechnen zu können.

Anschließend folgt ein Praxistest, wie auch ein Test der “USV” Eigenschaften.

 

Die Kapazität der EBL MP500

EBL wirbt bei der MP500 mit einer Kapazität von 519,4Wh. Folgendes konnte ich hier messen:

Wh % der HA
USB C 60W 513.38 99%
DC 12V/4A 489.39 94%
DC 12V/6A 476.87 92%
AC 200W 435 84%

Im besten Fall, spannenderweise via USB C, kam ich auf eine Kapazität von 513,38Wh, was satten 99% der Herstellerangabe entspricht.

Dies ist ein hervorragender Wert! Selbst im Worst Case, beim Entladen mit 200W über die Steckdose konnte ich immer noch beachtliche 435 Wh erreichen. Dies ergibt 84% der Herstellerangabe.

Für eine Powerstation sind dies wirklich gute Werte! Die meisten Modelle schaffen maximal +- 80-85% der Herstellerangabe. 99% im Maximum ist sehr selten zu sehen.

 

12V Spannung stabilisiert

Bei vielen Powerstations werden die 12V DC Ausgänge einfach auf die Akkuzellen durchgeschliffen. Entsprechend schwankt die Spannung dieser je nach Ladestand des Akkus.

Dies ist bei der MP500 aber nicht der Fall. Hier sind die DC Ausgänge auf 12,xV unter Last “fixiert”.

Sehr gut!

 

Der USB C Port

Ein leistungsstarker USB-C Port bei Power Stations ist für mich sehr wichtig. Dieser erlaubt es dir nicht nur Smartphones schnell zu laden, sondern auch Notebooks direkt zu laden!

Mit 60W ist der USB-C Port auch ausreichend leistungsstark für die meisten Notebooks. In meinem Test funktionierte dieser auch wunderbar mit dem MacBook Pro 13 M1.

Zudem unterstützt der Port PPS mit 3,3-21V bei 3A. Damit ist dieser auch für Samsung Smartphones ordentlich optimiert.

 

Nur bedingt als USV

Die EBL MP500 ist nicht bzw. nur bedingt als USV zu empfehlen. So ist natürlich ein gleichzeitiges Laden/Entladen möglich. Hast Du beispielsweise ein Solarpanel mit der Powerstation verbunden, kannst Du natürlich gleichzeitig die Ausgänge nutzen.

Allerdings würde ich die MP500 nicht als USV empfehlen. Warum?

  1. Das beiliegende Netzteil hat “nur” 100W. Entsprechend kannst Du die Powerstation mit maximal +- 60-80W belasten, da sich diese ansonsten entlädt.
  2. Die Powerstation zeigt ein interessantes “Verhalten”. So entlädt diese sich immer auf ca. 95%, ehe das Laden wieder anspringt. Dies wird auf Dauer vermutlich zu einem etwas höheren Verschleiß führen.

In einem gewissen Rahmen wäre also die Nutzung als USV möglich. Hier konnte ich eine Effizienz im Bereich 74% bis 77% messen.

Allerdings abseits der Nutzung als temporärer Solarpufferspeicher, beispielsweise beim Camping, würde ich die MP500 praktisch nicht als “USV” nutzen.

 

Ladedauer der Powerstation

Du kannst die Powerstation über drei Wege laden.

  • Über das beiliegende Ladegerät mit bis zu 100W (25V/4A)
  • Über Solarpanels 12-26V/ 6A 105W max
  • Über einen Zigarettenanzünder mit maximal ca. 12V/6A

Auf der Unterseite der Powerstation ist für die Eingänge eine maximale Leistung von 4A angegeben. Auf seiner Webseite spricht EBL allerdings von 5,5-6A. Etwas kurios, dass es hier unterschiedliche Angaben gibt.

In der Praxis sind es nach meinem Test 5,5A. Lädst du die Powerstation also beispielsweise an einem 12V Ladegerät (KFZ) dann lädt diese mit 12V * 5,5A = 66W.

Dies ist eine gewisse Limitierung beim Laden und schränkt das Ladetempo in der Praxis etwas ein. Das beiliegende Ladegerät umgeht dies etwas durch die Leistung von 25V/4A, denn +- 100W ist das maximale Ladetempo der Powerstation auch via Solar.

Ja natürlich kann die Powerstation auch via Solar geladen werden, hier kannst du Solarpanels mit 12-26V nutzen, also praktisch vermutlich 12V oder 18V Panels. Dank dem entsprechenden Adapterkabel kannst Du hier auch beliebige Solarpanels nutzen.

Am AC Netzteil das beiliegt benötigt die MP500 ca. 5:30h für eine vollständige Ladung. Nicht rasend schnell, aber Ok.

 

Effizienz

Sprechen wir zum Abschluss über die Effizienz beim Laden der Powerstation, also das Verhältnis zwischen Energie die du aus der Powerstation später entnehmen kannst verglichen mit der Energie welche die Powerstation zum Laden benötigt.

Beim Laden über das Netzteil benötigte die Powerstation für eine 0% auf 100% Ladung ca. 624Wh Energie.

Hieraus ergibt sich eine Ladeeffizienz von 82% im besten Fall und 70% im schlechtesten Fall. Dies ist gar nicht übel!

Vor allem da diese nochmal ca. 10% besser beim DC Laden ausfallen wird.

 

Fazit zur EBL MP500

Die EBL MP500 könnte eine der attraktivsten „Einsteiger“ Powerstations derzeit auf dem Markt sein! Vor allem je nachdem welchen Preis du für sie zahlst, denn es gibt immer mal wieder Rabatt-Aktionen usw.

Der “normale” Preis von 499€ ist für die Leistung angemessen, aber ich habe diese auch schon für unter 400€ gesehen, was dann ein sehr guter Deal ist! Während ich diesen Artikel schreibe, gibt es z.B. einen 25% Gutschein bei Amazon, was den Preis auf 3xx€ drückt, was ein herausragender Preis ist!

Warum ist die MP500 aber so gut?

  • Gute Anschluss Vielfalt
  • In der Praxis unproblematische Nutzung
  • Recht kompakt
  • Hält die Herstellerangabe zu 99% ein

Für mich der größte Pluspunkt ist die Kapazität. Laut Hersteller haben wir 519,4Wh. Messen konnte ich im besten Fall satte 513,38Wh, was 99% der Herstellerangabe entspricht, klasse!

EBL MP500 auf einer Wiese

Bedenke aber dies ist keine Powerstation, mit der du dein Haus im Falle eines Stromausfalls lange betreiben kannst. 500Wh ist nicht “extrem” viel. Dies ist eine optimale Kapazität, wenn du eine Powerstation fürs Camping suchst oder dein Notebook im Garten betreiben möchtest, eine Kühlbox mit zum Sportplatz mitnimmst usw.

Hierfür ist die EBL MP500 auch dank der kompakten Abmessungen wunderbar geeignet.

Hinzu kommt die mehr als solide Portausstattung. Eine 500W Steckdose, diverse DC Ausgänge, 3x USB A Ports und ein 60W USB C Port sind ziemlich ideal. Dank des 60W USB C Ports kannst Du Notebooks auch direkt an der Powerstation ohne zusätzliches Netzteil laden.

Keine Produkte gefunden.

Was spricht aber gegen die EBL MP500?

Vielleicht das etwas langsamere Laden. So wird die Powerstation in der Praxis mit zwischen 70W und 100W laden. Eine Vollständige Ladung dauert also +- 6-7 Stunden, eventuell mehr. Hierdurch eignet sich die Powerstation auch nicht oder nur bedingt als USV.

Zudem haben wir auch nur “klassische” Lithium Ionen Akkuzellen. Aber das denke ich ist kein wirklicher Nachteil für eine Powerstation dieser Klasse zumal der Hersteller mit satten 1000 Zyklen wirbt.

Unterm Strich gefällt mir die EBL MP500 also richtig gut, vor allem wenn du etwas “Portables” für den Garten, den Schrebergarten, den Sportplatz oder für den Campingausflug suchst.

EBL MP500
POSITIV
Hält die Herstellerangabe zu 99% ein (513 Wh Kapazität)
Recht kompakt
60W USB C Port mit PPS
Gute Anschluss Vielfalt
Fairer Preis
NEGATIV
Ladegeschwindigkeit mit maximal 105W durchschnittlich (0% auf 100% in 5:40h)
85

Günstige AIO mit erstaunlich guter Leistung, die Xilence LQ240PRO 240mm im Test

Xilence LQ240PRO 240mm

Xilence bietet mit der LQ240PRO eine super günstige 240mm AIO Wasserkühlung an. Diese soll sich trotz des Preises von weit unter 100€ auch für aktuelle Intel und AMD CPUs eignen.

So wirbt der Hersteller mit einer unterstützten TDP von bis zu 300W, was praktisch alle aktuellen CPUs problemlos abdeckt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus. Ist die Xilence LQ240PRO wirklich so gut wie die Modelle welche teils das X fache kosten?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Xilence für das zur Verfügung stellen der LQ240PRO 240mm für diesen Test.

 

Die Xilence LQ240PRO 240mm im Test

Moderne AIOs unterscheiden sich primär bei der Radiatorgröße und dem Design. Mit 240mm ist der Radiator der LQ240PRO vergleichsweise klein. Dennoch soll dieser laut Hersteller für bis zu 300W TDP ausreichen.

Grundsätzlich ist das Design der Xilence unspektakulär. Wir haben einen einfachen schwarzen Pumpenblock mit großem Xilence Logo auf der Oberseite und kleinen RGB LED Akzenten.

Für letztere besitzt die AIO einen 3 Pin 5V ARGB Stecker. Die Beleuchtung wird also universell über dein Mainboard gesteuert (sofern dieses einen passenden Stecker besitzt).

Ich finde das Design der Xilence LQ240PRO um ehrlich zu sein eher etwas “langweilig” und uninteressant, allerdings ist dieses Modell natürlich auf einen niedrigen Preis gebaut.

Die Pumpe wird einfach über einen 3-Pin Lüfteranschluss gesteuert.

Mit im Lieferumfang liegen zudem zwei 120mm Lüfter mit bis zu 1500 RPM. Diese sind nichts “besonderes”, wirken aber grundsätzlich brauchbar.

 

Das Testsystem, Ryzen ist undankbar

Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 7 7700X
  • NZXT N7 B650E
  • 32GB RAM
  • NVIDIA RTX 3070
  • NZXT H9 Flow

Direkt gesagt, der AMD Ryzen 7 7700X ist etwas undankbar für Kühler. Aufgrund des dicken Heatspreaders und den kleinen Chips, unter diesem sind die “X” Modelle extrem schwer zu kühlen. Daher sind hier auch die Abstände der AIOs untereinander geringer, da die Wärme nur schwerer abgeführt werden kann.

 

Lautstärke

Beginnen wir mit einer Lautstärkemessung. Hierbei ist der Radiator auf der Oberseite des NZXT H9 Flow montiert und das Messgerät befindet sich 30 cm seitlich zum Radiator.

100% 50%
NZXT Kraken Elite 280 RGB 51 37.9
NZXT Kraken Z63 RGB 48.8 37.4
Xilence LQ240PRO 47.4 37.3
be quiet! Silent Loop 2 280mm 45.8 37

Erfreulicherweise ist die Xilence LQ240PRO relativ leise! Diese ist leiser als die NZXT Kraken Z63 RGB und die NZXT Kraken Elite RGB, aber etwas lauter als die be quiet! Silent Loop 2 280mm.

Für eine günstige AIO ist es ein top Ergebnis!

 

Leistung

Kommen wir zu den Benchmarks der Xilence LQ240PRO 240mm. Für ein wenig Kontext habe ich alle Benchmarks auch mit der NZXT Kraken Z63 RGB 280mm, NZXT Kraken Elite RGB und der be quiet! Silent Loop 2 280mm durchgeführt.

Starten wir mit 10 Minuten Cinebench, einmal bei 100% Lüfter Leistung und einmal bei 50%.

Dies sieht doch schon mal sehr gut aus! Nein, die Xilence LQ240PRO kann nicht ganz mit der be quiet! Silent Loop 2 wie auch mit der NZXT Kraken Elite RGB mithalten, welche auch 280mm Radiatoren besitzen.

Allerdings sind die Unterschiede extrem gering!

Etwas deutlicher fallen die Unterschiede bei Handbrake aus. Hier wandle ich ein 4K Video in ein anderes Format um, was ein recht langer Test ist. Hier fällt die AIO etwas hinter die anderen Modelle zurück, was nicht überrascht beim Vergleich 240 mm vs. 280 mm Radiator. Interessant, dass dies hier stärker ins Gewicht fällt als bei Cinebench.

Allerdings in leichteren Anwendungen wie im Final Fantasy Benchmark oder bei 3D Mark sehen wir wieder eine Top-Performance, welche sogar die be quiet! Silent Loop 2 leicht übertreffen kann.

Allgemein scheint die Xilence LQ240PRO 240mm sehr gut mit den leichten Lasten zurechtzukommen. Wir sehen hier, dass eine große und teure AIO meist nicht viel bringt. Gerade wenn wir bedenken, dass die Xilence auch noch recht leise ist.

Sicherlich trägt hier auch der Ryzen 7700X seinen Teil dazu bei. Der größte Flaschenhals hier ist meist nicht die AIO, sondern die Wärmeabfuhr von den einzelnen Chips unter dem Heatspreader zum Kühler.

 

Fazit

Das Fazit zur Xilence LQ240PRO 240mm fällt sehr positiv aus und ist fast schon etwas traurig zugleich.

Die meisten AIOs sind sich extrem ähnlich was die Kühlleistung betrifft. Du kannst vermutlich eine beliebige 240mm AIO kaufen und eine sehr ähnliche Leistung erreichen. Primäre Unterschiede ergeben sich aus dem Design und den beiliegenden Lüftern.

Noch schlimmer wird es auf der AM5 Plattform, wo auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Radiatorgrößen nicht ganz so groß sind. Hier ist einfach die Wärmeabfuhr von CPU zu Pumpenblock bei allen Modellen das Problem und der Grund für die höheren Temperaturen, was aber an den CPUs und nicht den AIOs liegt (meist).

Die Xilence LQ240PRO ist hier aber an sich ein Vorzeigemodell! Denn wir haben eine fantastische Leistung zu sehr kleinem Preis. So kann die Xilence LQ240PRO beim Ryzen 7700X mit der über 3x so teuren NZXT Kraken Elite mithalten und ist dabei sogar noch etwas leiser. Denn auch die Lautstärke der Xilence ist kein Kritikpunkt!

Spricht also irgendwas gegen die Xilence LQ240PRO auf der AM5 Plattform? Ich denke es hängt am Ende etwas vom Design ab. Gefällt dir die AIO? Ist dir das Design völlig Egal? Falls ja dann ist die Xilence LQ240PRO aus sicht der Preis/Leistung ein Kracher und voll empfehlenswert!

Nicht meine erste Wahl! Die Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K) im Test

Der PowerCore 20K ist derzeit Ankers “moderne” Einstiegs Powerbank. So bietet diese eine ordentliche Kapazität von 20000mAh wie auch einen 20W USB C Port.

Dies ist für die meisten aktuellen Smartphones eine gute Kombination. Hinzu kommt das Anker typische schicke und wertige Design.

Allerdings möchte Anker für diesen Spaß auch knapp über 50€ haben. Dies ist ein sehr stolzer Preis!

Kann die Powerbank diesen rechtfertigen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K) im Test

Mit 166 x 84 x 24,5 mm ist der PowerCore 20K für die angegebene Kapazität von 20000mAh ausreichend, wenn aber auch nicht übermäßig kompakt. Suchst Du eine möglichst kleine 20000mAh Powerbank bist du hier falsch.

Ähnliches gilt für das Gewicht von 484g. Modelle wie die VEGER Power Bank 20000mAh klein 22.5W oder die Nitecore NB20000 bieten hier eine größere Energiedichte.

Dennoch gehen Abmessungen und Gewicht aus meiner Sicht in Ordnung. Zumal die Haptik Anker typisch extrem gut ist! So haben wir auf der Ober und Unterseite einen schönen matten Kunststoff und am Rand Hochglanz Kunststoff.

Auch das große Anker Logo besteht aus Hochglanz Kunststoff. Kleiner Kritikpunkt der Kunststoff auf der Oberseite war bei mir etwas “fleckig”, was aber nur je nach Winkel der Lichteinstrahlung sichtbar war.

Die vier üblichen Status LEDs zum Überprüfen der Restkapazität befinden sich bei der Powerbank im Einschalter.

 

Anschlüsse der Anker 335

Die Anker 335 PowerCore 20K besitzt zwei USB A und einen USB C Port.

  • USB C Port – 20W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A
  • USB A – 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der USB C Power bietet bis zu 20W nach dem USB Power Delivery Standard. Die beiden USB A Ports hingegen setzen auf Quick Charge 3.0 mit bis zu 18W.

Soweit eine solide Ausstattung, für Smartphones. Für Notebooks oder andere größere Geräte ist die Powerbank nicht oder nur sehr bedingt geeignet.

Ebenso kannst Du nur einen Port der Powerbank gleichzeitig nutzen! Nutzt Du mehrere Ports auf einmal werden diese auf insgesamt maximal 5V/3,6A gedrosselt.

Der PowerCore 20K wird natürlich auch über den USB C Port geladen, allerdings mit maximal 18W.

Die Powerbank besitzt kein PPS!

 

Die Kapazität der PowerCore 20K

Anker verspricht bei der Powerbank eine Kapazität von 20000mAh bzw. 74Wh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 69.046 18661 93%
9V/1A 70.18 18968 95%
9V/2A 66.239 17902 90%

Hier gibt es eine positive Überraschung! Ich konnte eine Kapazität im Bereich 17902 mAh bis 18968 mAh messen. Dies entspricht hervorragenden 90% bis 95% der Herstellerangabe.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihre Entladung nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +
Apple iPhones ++
Apple MacBooks 0
Google Pixel +
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.)

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Die Anker 335 PowerCore 20K besitzt lediglich einen normalen 20W USB C Port ohne PPS. Damit liefert diese im Zusammenspiel mit den aktuellen iPhones ein gutes Ladetempo. Diese ist aber nur sehr bedingt für MacBooks oder iPads geeignet.

Diese laden an der Powerbank, aber nicht übermäßig schnell.

Samsung und Google Smartphones laden auch flott an der Powerbank, aber in der Regel nicht mit dem vollen Tempo.

Diese Powerbank eignet sich zwar klar auch für Android Nutzer, ist aber schon etwas an Apple Nutzer fokusiert.

 

Ladedauer

Der PowerCore 20K kann mit bis zu 18W geladen werden. Wie lange dauert so eine Ladung?

Eine Ladung von 0% auf 100% dauert ca. 6:30h. Dies ist nicht übermäßig flott, aber akzeptabel. An einem normalen 5V/2,4A Ladegerät dauert selbige Ladung 11:30h.

 

Effizienz

Kommen wir noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Hierbei vergleichen wir die Leistung welche die Powerbank zum laden benötigt, gegen die Leistung die wir später entnehmen können.

Via USB PD benötigte die Powerbank bei mir 89,91 Wh und via USB A 5V/2,4A 86,48Wh.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 78% 74%
USB A 5V/2,4A 81% 77%

Hier heraus ergibt sich bei der PowerCore 20K eine Ladeeffizienz von 74% in schlechtesten Fall bis 81% im besten Fall.

Dies ist eine leicht überdurchschnittliche Ladeeffizienz.

 

Fazit

Ich muss gestehen, ich tue mich mit einer Empfehlung der Anker 335 PowerCore 20K schwer.

An sich ist es eine brauchbare Powerbank, welche in der Praxis einen guten Job machen wird. Allerdings abseits des recht wertigen Designs und des “Anker” Namens spricht wenig für diese.

  • Recht groß und schwer für 20000mAh + 20W
  • Kein PPS
  • Hoher Preis
  • Ladetempo mittelmäßig

Der Anker PowerCore 20K ist zunächst eine recht große und schwere Powerbank, für 20000 mAh und einer Leistung von nur 20W. So wiegt die Powerbank 484g, was viel ist!

Wir haben zwar einen 20W USB C Ausgang, aber das ist mittlerweile auch nichts mehr Besonderes. Zudem fehlt dem Port PPS, daher würden Samsung Smartphone nur mit maximal 14W an der Power Bank laden.

20W in Kombination mit iPhones, 14W in Kombination mit Samsung Galaxy Modellen ist in Ordnung, aber halt wirklich nicht spektakulär. Dies bei einem Preis von 60€ zum Zeitpunkt des Tests, ist aus meiner Sicht nur sehr schwer zu rechtfertigen!

Sofern es also nicht unbedingt eine Anker Powerbank sein muss, gibt es bessere Alternativen! Mögliche Alternativen zum Anker PowerCore 20K:

 

Eine günstige und gute Standard Powerbank, die SAMUEL SA-111 im Test

Ab und an bekomme ich Empfehlungen von Lesern. So auch hier bei der SAMUEL SA-111 Powerbank 20000mAh.

Warum ist diese Powerbank so spannend? Wir haben hier eine 20000 mAh Powerbank mit 30W USB Power Delivery Port, welche du für um die 30€ bekommst.

Oft gibt es hier auch Gutscheinaktionen, welche den Preis der Powerbank auf deutlich unter 30€ drücken.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die SAMUEL SA-111 eine vernünftige Powerbank? Wird die Kapazitätsangabe eingehalten? Finden wir es im Test heraus!

 

Die SAMUEL SA-111 Powerbank 20000mAh im Test

Auf den ersten Blick erinnert mich das Design der SAMUEL SA-111 etwas an die INIU Powerbanks. Ich vermute, diese stammen vom gleichen Fertiger.

Rein haptisch fühlt sich die Powerbank zunächst recht gut an! Wir haben einen leicht überdurchschnittlich wertigen Kunststoff, welcher auf der Oberseite auch mit einer schönen Textur ausgestattet ist.

Zudem haben wir auf der Oberseite ein großes Hochglanz Kunststoff Fenster. Unter diesem ist eine % Anzeige für den Akkustand. Rechne aber damit, dass dieses “Fenster” super schnell zerkratzt.

Interessant, an der Seite der Powerbank haben wir einen ausklappbaren Smartphone Ständer. Ein Gimmick, welches wir auch von INIU Powerbanks kennen.

Mit 142 x 71 x 27 mm und einem Gewicht von 380g ist die Powerbank durchschnittlich groß und schwer für die 20000mAh Klasse.

 

Die Anschlüsse

Die SAMUEL SA-111 besitzt 2x USB C und 1x USB A.

  • USB C 1 / 2 – USB PD 30W und Huawei Super Charge(?) – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A
  • USB A – Quick Charge 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Die beiden USB C Ports besitzen bis zu 30W nach dem USB Power Delivery Standard. Zudem scheint SAMUEL hier Huawei Super Charge mit 22,5W intigriert zu haben. Hier sprechen die 4,5V/5A und 5V/4,5A Stufen. Leider habe ich zur Zeit kein Huawei Smartphone auf Lager um dies zu testen.

Aber dank USB PD ist die Powerbank erst einmal ideal für iPhones, Samsung Galaxy und die Google Pixel Modelle.

Zudem unterstützt der USB A Port Quick Charge.

Nutzt Du allerdings mehrere Ports gleichzeitig, dann werden sämtliche Schnelllade Standards deaktiviert und du lädst nur mit 5V.

Geladen wird die Powerbank auch via USB C, ebenfalls mit maximal 30W.

 

Wie testet techtest.org Powerbanks?

Mittlerweile habe ich für Techtest hunderte Powerbanks getestet. Der generelle Testaufbau ist dabei über die Jahre aber gleich geblieben.

Nach Erhalt wird die Powerbank ausgepackt und fotografiert. Anschließend sehe ich mir diese näher an, messe sie aus, wiege sie usw. Anschließend wird die Powerbank geladen.

Die wichtigste Messung ist hier die Kapazität. Hierfür entlade ich Powerbanks bei diversen Leistungsstufen an einer elektronischen Last. Hier nutze ich meist die ATORCH DLB-600W 200V und einen USB PD Trigger (welcher für das Auswählen der spezifischen Spannungsstufe nötig ist). Teils nutze ich auch ein gesondertes Messgerät, da teils bei hohen Lasten (3A+) die Kabel einen zu großen Einfluss auf die gemessene Kapazität haben.

Nach jedem Durchlauf wird die Powerbank wieder geladen. Dabei logge ich den Ladevorgang, Ladedauer usw. mit. Hierfür nutze ich das Power-Z KM003C Messgerät.

Die Kapazität bei Powerbank Tests messe ich in Wh und rechne für eine bessere Vergleichbarkeit anschließend in mAh @3,7V um! Mehr zum Thema Wh gegen mAh findest du hier.

Zu guter Letzt teste ich die Powerbanks an diversen Geräte, meist dem aktuellen iPhone, iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel, Nintendo Switch und anderen Geräten die ich im Büro herumliegen habe.

Selbstverständlich kann ich aber auch nicht alle Smartphones testen. Ich kann aber mithilfe des Power-Z KM003C unterstützte Ladestandards usw. auslesen und eine fundierte Einschätzung abgeben.

 

Mit PPS

Die SAMUEL SA-111 Powerbank unterstützt erfreulicherweise PPS!

  • 3,3-10V bei bis zu 3A
  • 5-15V bei bis zu 2A

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Display hat den Test nicht überlebt

Auf der Oberseite der Powerbank findest Du ein Display. Dieses zeigt dir von 0% bis 100% die Kapazität an.

Leider hat sich das Display bei mir im Test ab einem gewissen Punkt einfach verabschiedet. Es zeigt nur noch 0% an, obwohl die Powerbank weiterhin vollständig funktioniert.

 

Die Kapazität der SAMUEL SA-111 Powerbank 20000mAh

SAMUEL verspricht bei der SA-111 eine Kapazität eine Kapazität von 20000 mAh bzw. 74Wh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 65.471 17695 88%
9V/1A 65.503 17704 89%
9V/3A 61.824 16709 84%
15V/2A 59.753 16149 81%

Dies sieht doch recht gut aus! Im Test schwankte die echte Kapazität zwischen 16149 mAh und 17703 mAh bzw. 59,753Wh und 65,503Wh.

Dies entspricht 81% bis 89% der Herstellerangabe, was ein mehr als solider Wert ist!

Es ist für Powerbanks leider normal, dass diese nicht 100% der Herstellerangabe erreichen. Die Herstellerangabe bezieht sich in der Regel auf die Kapazität der verbauten Akku Zellen, hier 20000mAh. Allerdings ist das Entladen nicht zu 100% effizient, daher ist es nicht unnormal, dass die echte Kapazität niedriger ausfällt.

80-90% echte Kapazität sind normal für eine gute Powerbank, unter 80% ist selten, bei unter 70% ist von einer falschen Kapazitätsangabe auszugehen.

 

Ladedauer

Ist nun deine Powerbank leer, wie lange dauert das Laden?

An einem USB PD Ladegerät kann die Powerbank mit knapp über 30W laden. So dauert eine 0% auf 100% Ladung rund 4:10h.

An einem klassischen USB A Ladegerät dauert das Laden mit 5V/2,4A ca. 10:40h.

 

Ladeeffizienz der Powerbank

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Ladeeffizienz der Powerbank. Hierbei vergleiche ich die Energie welche die Powerbank zum Laden benötigt, mit der Energie die du am Ende nutzen kannst.

Via USB C PD 30W benötigte die Powerbank 90,7162 Wh und via USB A 5V/2,4A benötigte die Powerbank mit 88,0469 Wh etwas weniger Energie zum Laden.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 72% 66%
USB A 5V/2,4A 74% 68%

Im besten Fall lag die Ladeeffizienz bei 74% und im schlechtesten Fall bei 66%. Dies sind Werte im soliden Durchschnitt.

 

Fazit zur SAMUEL SA-111

Die SAMUEL SA-111 ist ein super spannende Powerbank! 20000 mAh + 30W USB C für  unter 30€ (auf Gutscheine bei Amazon achten!) klingt erst einmal klasse.

Zumal die SAMUEL SA-111 dieses sehr gute Ergebnis auch im Test bestätigen konnte!

Zunächst haben wir eine gute echte Kapazität von bis zu 17703 mAh. Auch der 30W USB C Port funktioniert tadellos und unterstützt sogar den PPS Standard mit 3,3-10V bei bis zu 3A. Hierdurch ist das Ladetempo mit vielen Smartphones sehr gut! IPhones werden mit dem vollen Tempo geladen, genau wie die Google Pixel Modelle. Samsung Smartphones erreichen bis zu 25W.

Auch ist die Powerbank an einem USB PD Ladegerät in knapp über 4 Stunden von 0% auf 100% gebracht, was angenehm flott ist. Gehäuse und Verarbeitung passt.

Der einzige Kritikpunkt, den ich habe, ist das Display, das bei mir im Test irgendwann einfach bei 0% stehen geblieben ist, obwohl die Powerbank weiterhin lädt.

Dies ist so ein wenig unschön, kann aber auch einfach “pech” mit meinem Modell gewesen sein.

SAFUEL Powerbank 20000mAh, 30W Power Bank Klein Aber Stark USB C...

  • Bis zu 17703 mAh echte Kapazität
  • Mit PPS (3,3-10V bei 3)
  • 30W USB C Port
  • In 0% auf 100% in ca. 4h geladen
  • Display während des Tests kaputt gegangen

Dennoch, gerade wenn du eine Powerbank mit maximaler Preis/Leistung suchst und die SAMUEL SA-111 für unter 30€ bekommst, dann ist diese ein verdammt gutes Angebot!

Günstiger LiFePO4 Akku für DIY Projekte, die Timeusb 12,8V 50Ah Pro LiFePO4 Batterie im Test

Wir haben uns bei Techtest bereits einige LiFePO4 Akkus angesehen, allerdings primär große 100Ah Modelle. Was aber, wenn du kein großes 100Ah Modell für dein Projekt benötigst?

Schauen wir uns in diesem Test einen interessanten 50Ah Akku an, welchen du bereits für unter 200€ bekommen kannst. Hier bietet dieser 12,8V und 50Ah, also rund 640 Wh Kapazität.

Dabei soll die Timeusb 12,8V 50Ah Pro LiFePO4 Batterie auch bis zu 50A maximale Leistung bieten und 4000+ Zyklen durchhalten.

Schauen wir uns die Timeusb LiFePO4 Batterie einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an Timeusb für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Äußeres, Abmessungen und Gewicht

Die Timeusb LiFePO4 Batterie setzt auf eine Art Auto/Motorrad Batterien Design. Zumindest was die generelle Form betrifft. Die Bedruckung des Akkus ist allerdings etwas “wilder” und auffälliger als bei 08/15 Autobatterien.

Der Akku misst 198 x 166 x 170 mm und bringt laut Hersteller 5,07 Kg auf die Waage. Laut meiner Waage sind es 5,63 Kg.

Dabei wirkt das Gehäuse generell hochwertig und gut gemacht! Auch die beiliegende Anleitung ist erstaunlich ordentlich und in einem guten Deutsch.

Als Anschlüsse nutzt der Akku einfach zwei M8 Schrauben auf der Oberseite.

 

Technische Daten

  • Timeusb 12,8V 50Ah Pro LiFePO4 Batterie
  • 50 Ah
  • 640 Wh Kapazität
  • 12,8V Spannung
  • Lithium Iron Phosphate (LiFePO4)
  • 50A maximaler Entladestrom (BMS)
  • 1C (50A) maximaler Ladestrom, aber 10A empfohlen
  • 4000 Zyklen bei 80% DOD

Die Werte sehen alle soweit klassisch aus. Wir haben einen 50Ah Akku, welcher mit maximal 50A entladen werden kann.

Du kannst diesen auch mit bis zu 50A aufladen, aber Timeusb empfiehlt maximal 10A. Warum? Langsameres laden ist wie üblich schonender und einen 50Ah Akku mit 50A laden ist schon recht “hart”. 10-20A sind hier schon deutlich nachhaltiger.

 

Was macht LiFePO4 so gut?

LiFePO4 / Lithium-Eisenphosphat Akkus sind eine super spannende Angelegenheit und diesen könnte durchaus die “Zukunft” im Bereich der Solar Pufferspeicher, E Mobilität usw. gehören. Aber warum?

LiFePO4 Akkus tauschen eine etwas niedrigere Energiedichte verglichen mit klassischen Lithium Ionen Akkus gegen eine höhere Sicherheit und Haltbarkeit ein.

So erreichen selbst die einfachsten LiFePO4 Akku problemlos 2500+ Zyklen. Lithium Ionen Akkus kommen meist nur auf 500-1000 Zyklen. In der Praxis kann die Haltbarkeit sogar noch viel größer ausfallen, denn diese schwankt auch nochmal massiv je nach Tiefe des Entladens.

So wirbt Timeusb mit 4000 Zyklen bei 80% Entladetiefe, was absolut hinkommen kann! Bei noch niedrigere Entladetiefen können sogar über 10000 Zyklen erreicht werden.

Gerade als Solar Pufferspeicher haben wir hier also eine potenziell extrem hohe Haltbarkeit.

Ebenso können LiFePO4 nicht thermisch durchgehen und sind beim Laden/Entladen nicht ganz so sensibel.

Im Gegenzug sind diese aber bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium Ionen Akkus. Hierdurch eignen sie sich weniger für Smartphones, Notebooks und andere Geräte wo die Abmessungen eine übergeordnete Rolle spielen.

 

Wie testet Techtest.org LiFePO4 Akkus?

Nach einer ersten Betrachtung und Einschätzung geht es mit den LiFePO4 Akkus bei Techtest direkt in die Kapazitätsmessung.

Hierfür lade ich diese zunächst mit dem Xnvua 14,6V 20A LiFePO4 Ladegerät auf. Ja das Ladegerät ist hier aufgrund der Leistung von 20A nicht ganz optimal, aber geht in Ordnung.

Anschließend entlade ich die Akkus bei 10A und 20A Last mit Hilfe der DLB-600W elektronischen Last, welche auch die Kapazität mitloggt. Die DLB-600W ist nach meiner Erfahrung recht genau was die Messwerte angeht, lediglich die Herstellerangaben zur maximalen Leistungsfähigkeit sind absolut übertrieben. Laut Hersteller soll sie bis zu 40A schaffen, praktisch schmilzt diese ab rund 30A (und ja ich spreche hier aus Erfahrung).

Die Spannung während des Entladens logge ich mit dem ChargerLAB Power-Z Tester mit.

Anschließend verlagere ich die Akkus noch in einen Praxis Test an einer DIY Off-Grid Solaranlage um zu beobachten ob es hier Auffälligkeiten gibt. Bei diesem Test habe ich einen BougeRV 20A MPPT Laderegler genutzt.

 

Die Kapazität der Timeusb 12,8V 50Ah Pro LiFePO4 Batterie

Sicherlich der wichtigste Werte ist die Kapazität. Timeusb verspricht hier 50Ah bzw. 640Wh. Folgendes konnte ich messen:

Wh AH % der Herstellerangabe
10A (Durchlauf 1) 673.2 52.347 105%
10A (Durchlauf 2) 679.4 52.89 106%
20A (Durchlauf 1) 666.3 52.779 106%
20A (Durchlauf 2) 656.7 52.53 105%

 

Das sieht doch gut aus! Die beworbenen 50Ah wurden in allen Testdurchläufen klar erreicht. So schaffte der Akku immer 52,x Ah. Der Timeusb erreichte also 105-106% der beworbenen Kapazität!

Auch das Ergebnis in Wh wurde immer erreicht, mit 656 Wh bis 679Wh.

Super! An der Kapazität gibt es also erst einmal nichts zu bemängeln. Dass wir auch etwas mehr Kapazität haben als der Hersteller verspricht, ist auch wichtig, denn nach meiner Erfahrung sinkt die Kapazität von LiFePO4 Akkus leicht in den ersten 100x Zyklen, ehe diese sich stabilisiert und lange auf einem hohen Level verweilt.

 

Spannungsverlauf

LiFePO4 Akkus haben einen recht markanten Spannungsverlauf. Diesen können wir auch beim Timeusb Akku beobachten.

So starten wir in der Regel mit einer Spannung von über 14V, welche aber praktisch sofort auf 13,x V sinkt.

90% der Kapazität eines LiFePO4 Akkus spielt sich im Spannungsbereich von 13,1V bis 12,8V ab. Wenn die Spannung des Akkus 12,8V unterschreitet, beginnt diese rapide zu fallen.

So macht der Unterschied ob du den Timeusb Akku auf 12V oder 10,8V entlädst gerade einmal rund 2,5% aus. Daher würde ich bei ca. 12V auch das Entladen spätestens stoppen.

 

In der Praxis

Früher gab es durchaus LiFePO4 Akkus mit sehr zickigen BMS Modulen. Diese Zeit ist aber mittlerweile vorbei. Du kannst praktisch jeden LiFePO4 Akku kaufen und damit rechnen, dass diese problemlos an den gängigen Solarlade Controllern funktionieren.

So funktionierte die Timeusb 12,8V 50Ah Pro LiFePO4 Batterie auch problemlos mit dem BougeRV 20A MPPT Laderegler.

Bedenke nur, dass LiFePO4 Akkus nicht bei unter 0 Grad geladen werden dürfen. Leider hat der Timeusb keine automatische Untertemperaturabschaltung.

 

Fazit

Du suchst einen mittelgroßen und günstigen LiFePO4 Akku? Dann ist die Timeusb 12,8V 50Ah Pro LiFePO4 Batterie eine gute Wahl!

Das wichtige ist hier vor allem der gute Qualitätseindruck, der niedrige Preis und natürlich, dass die Kapazitätsangabe eingehalten wurde.

Im Test erreichte der 50Ah eine echte Kapazität von rund 52,x Ah. Super! Dabei zeigte sich das BMS unproblematisch und generell unauffällig.

Suchst Du also einen LiFePO4 Akku für unter 200€, für beispielsweise Beleuchtungsanwendungen, eine kleine Off-Grid Anlage usw., dann ist der Timeusb eine sehr gute Wahl!

Eine super coole und günstige Powerbank mit 100W! Test: Vancaly DBS-P8-PW

Ich liebe die Storm Powerbank Serie, primär aufgrund der Mischung aus dem einzigartigen,  durchsichtigen Design und der tollen technischen Ausstattung. Allerdings sind die Strom Powerbanks mit 200€ recht teuer.

Hier bin ich über die Vancaly DBS-P8-PW Power Bank 20000mAh gestolpert. Eine Powerbank welche ebenfalls auf ein durchsichtiges Gehäuse, 100W USB C Port und 20000mAh Kapazität verfügen soll, dies aber für unter 50€!

WOW!

Die Powerbank musste ich natürlich haben. Wollen wir uns im Test einmal ansehen ob diese wirklich eine günstige Alternative zu den Storm Powerbanks ist.

 

Test:  Vancaly DBS-P8-PW

Das Auffälligste an der Vancaly DBS-P8-PW ist zunächst natürlich das Design. So setzt diese auf ein Gehäuse aus durchsichtigem Kunststoff. Du kannst also von außen die Elektronik sehen.

Die Akkuzellen sind hier allerdings verkleidet, lediglich die elektronischen Bauteile kannst Du bewundern, welche hier aber durchaus schick angeordnet sind mit schwarzem PCB.

Ebenfalls auf der Oberseite findest Du ein kleines Display. Folgendes wird dir angezeigt:

  • Akkustand in %
  • Eingangs/Ausgangsspannung in Volt
  • Eingangs/Ausgangsleistung in Ampere

Damit ist dieses durchaus praktisch!

Die Powerbank misst ca. 162 x 52 x 36 mm und bringt 391g auf die Waage. Für ein 20000 mAh Modell mit 100W Leistung wäre dies sehr kompakt, aber auch nicht absolut unrealistisch kompakt.

Bonuspunkte gibt es für die Taschenlampe auf der Rückseite, welche sich über eine Taste auf der Front einschalten lässt. Diese Taschenlampe ist leicht überdurchschnittlich stark (für eine Powerbank), aber mich stört, dass der Einschalter leicht vorsteht.

 

Anschlüsse der Vancaly DBS-P8-PW

Die Vancaly Power Bank 20000mAh besitzt einen USB A und einen USB C Port.

  • USB C – 100W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A – SCP und Quick Charge – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/2,22A, 12V/1,66A

Der USB C Port kann laut Hersteller bis zu 100W liefern, klasse! Damit ist diese Powerbank nicht nur für Smartphones interessant, sondern auch für Notebooks. USB Power Delivery ist hier auch der Ladestandard welcher von allen großen Herstellern genutzt wird.

Der USB A Port unterstützt SCP (Huawei Super Charge) und Quick Charge, mit bis zu 22,5W.

 

Klebestreifen im Inneren vergessen 

Ein Nachteil am durchsichtigen Design, du siehst alle Fehler. So wurde bei meiner Vancaly DBS-P8-PW im Inneren ein Klebestreifen vergessen…..

Kein Drama aber spricht auch nicht für eine besonders gute Qualitätskontrolle.

 

Mit PPS

Die Vancaly Powerbank unterstützt erfreulicherweise den PPS Standard.

  • 3,3-11V bei bis zu 3A
  • 3,3-21V bei bis zu 3A

Leider haben wir hier nur bis 3A Stufen. Das ist OK, aber bei einer 100W Powerbank wären bis zu 5A Stufen besser.

Dies ist aber primär für Samsung Smartphones relevant, welche daher an dieser Powerbank nur mit +- 25W laden können.

 

Wie testet techtest.org Powerbanks?

Mittlerweile habe ich für Techtest hunderte Powerbanks getestet. Der generelle Testaufbau ist dabei über die Jahre aber gleich geblieben.

Nach Erhalt wird die Powerbank ausgepackt und fotografiert. Anschließend sehe ich mir diese näher an, messe sie aus, wiege sie usw. Anschließend wird die Powerbank geladen.

Die wichtigste Messung ist hier die Kapazität. Hierfür entlade ich Powerbanks bei diversen Leistungsstufen an einer elektronischen Last. Hier nutze ich meist die ATORCH DLB-600W 200V und einen USB PD Trigger (welcher für das Auswählen der spezifischen Spannungsstufe nötig ist). Teils nutze ich auch ein gesondertes Messgerät, da teils bei hohen Lasten (3A+) die Kabel einen zu großen Einfluss auf die gemessene Kapazität haben.

Nach jedem Durchlauf wird die Powerbank wieder geladen. Dabei logge ich den Ladevorgang, Ladedauer usw. mit. Hierfür nutze ich das Power-Z KM003C Messgerät.

Die Kapazität bei Powerbank tests messe ich in Wh und rechne für eine bessere Vergleichbarkeit anschließend in mAh @3,7V um! Mehr zum Thema Wh gegen mAh findest du hier.

Zu guter Letzt teste ich die Powerbanks an diversen Geräte, meist dem aktuellen iPhone, iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel, Nintendo Switch und anderen Geräten die ich im Büro herumliegen habe.

Selbstverständlich kann ich aber auch nicht alle Smartphones Testen. Ich kann aber mithilfe des Power-Z KM003C unterstützte Ladestandards usw. auslesen und eine fundierte Einschätzung abgeben.

 

Konstant 100W

Viele 100W Powerbanks, gerade die besonders kompakten Modelle, können oft nicht konstant 100W liefern, aufgrund von Temperaturproblemen usw.

Erfreulicherweise kann die Vancaly DBS-P8-PW tatsächlich 100W konstant bereitstellen!

 

Die Kapazität der Vancaly DBS-P8-PW

Vancaly wirbt mit einer Kapazität von 20000 mAh, folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 59.148 15986 80%
9V/1A 64.611 17462 87%
9V/3A 61.012 16490 82%
20V/3A 61.619 16654 83%
20V/5A 58.017 15680 78%

Das sieht doch ganz gut aus! Im besten Fall erreichte die Powerbank bei mir 17462 mAh bzw. 64,611 Wh.

Dies entspricht 87% der Herstellerangabe. Im Minimum kamen wir auf 15680 mAh, was 78% der Herstellerangabe entspricht. Dies war aber bei 100W Last und hier ist es nicht ganz unnormal, dass die Werte etwas niedriger ausfallen.

Im Allgemeinen ist eine “echte” Kapazität im Bereich 80-95% normal und gut.

 

Einmal 100W, dann nur noch 17W?

Laut Hersteller kann die Powerbank mit bis zu 100W geladen werden. Dies hat bei mir auch genau einmal geklappt.

Nach dem ersten Ladevorgang mit 100W weigert sich nun die Powerbank bei mir mit mehr als 20V 0,7-0,8A zu laden, also um die 16-17W.

Ich kann mir dies nicht so ganz erklären, denn das Entladen mit 100W klappt weiterhin. Auch alternative Ladegeräte brachten keine Änderung an dem Verhalten.

 

Ladedauer der Vancaly DBS-P8-PW Power Bank

Schauen wir uns die Ladedauer der Powerbank an. Hier habe ich 3 Messungen.

  • Eine Messung als das 100W Laden noch klappte
  • Eine Messung als das 100W Laden nicht mehr klappte
  • Eine Messung an einem normalen 5V/2,4A Ladegerät

Als das 100W Laden, zumindest zeitweise noch klappte, dauerte eine 0% auf 100% Ladung ca. 2:17h. Dies ist angenehm flott.

Nachdem die Powerbank nicht mehr bei mir schnell laden möchte, dauert eine Ladung ca. 4:45h. Dies ist durchschnittlich für eine 20000 mAh Powerbank.

An einem klassischen 5V Ladegerät dauert eine Ladung hingegen über 10 Stunden.

 

Ladeeffizienz

Werfen wir zum Abschluss einen Blick auf die Ladeeffizienz. Hierbei vergleichen wir die Leistung welche die Powerbank zum Laden benötigt mit der Leistung die Du am Ende nutzen kannst.

So benötigte die Powerbank in meinem Test für eine 0% auf 100% Ladung je nach Quelle 74,86Wh bis 76,27Wh.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB PD 100W 85% 76%
USB PD 18W 86% 77%
USB A 5V/2,4A 85% 76%

Dies resultiert in einer Ladeeffizienz von 76% bis 86%. Dies sind gute Werte! Ich glaube sogar dies sind die mit besten Werte die ich bisher bei einer Powerbank gesehen habe.

 

Fazit

Die Vancaly DBS-P8-PW ist an sich eine super coole Powerbank!

  • 20000mAh
  • 100W USB C Port
  • PPS Support
  • Durchsichtiges Design
  • Display
  • Preis um die 50€

Was kann man sich mehr wünschen? Gerade beim Preis von +- 50€. An sich funktioniert die Vancaly soweit auch wie beworben.

Der 100W USB C Port kann konstant 100W liefern, das Design ist mega cool und auch die Kapazität passt.

Allerdings im Detail gibt es ein paar fragwürdige Punkte. Angefangen bei dem vergessenen Klebestreifen im Inneren meiner Powerbank über das 100W Laden, was plötzlich nicht mehr klappte.

Solch ein Verhalten konnte ich bei einer Powerbank noch nie beobachten, dass diese plötzlich verweigert schnell zu laden.

Vancaly Power Bank 20000mAh,PD 100W Powerbank klein Aber stark (USB C...

  • Tolles Design
  • 100W USB C Port
  • Keine Temperaturprobleme
  • Nützliches Display
  • Sehr fairer Preis
  • PPS Support
  • Ordentliche echte Kapazität
  • Schönheitsfehler
  • Probleme beim schnellen Laden

Dies kann natürlich einfach ein blöder Zufall sein, aber das sind halt die Risiken bei “NoName” Powerbanks.

Bist Du aber bereit dieses Risiko einzugehen, dann ist die Vancaly DBS-P8-PW fürs Geld eine spitzen Powerbank!

Sind Solar Powerbanks empfehlenswert? (meist nein!) Zahlen und Messwerte!

Das Konzept Solar-Powerbanks, also Powerbanks mit einem integrierten Solarpanel, klingt im ersten Moment toll! Du hast einen Akku, welcher sich von alleine auflädt.

Allerdings sind die meisten Solar Powerbanks einfach schlecht! Schauen wir uns dies in diesem Artikel einmal näher an!

 

Powerbanks mit Solarpanel im Deckel, Finger weg!

Viele der günstigen Solarpanels besitzen ein Solarpanel, welches direkt im Deckel der Powerbank integriert ist.

Ich habe hier beispielsweise die “VOGHERB Power Bank 26800mAh Powerbank Solarzelle”.

Diese angebliche 26800mAh Powerbank besitzt auf der Oberseite ein ca. 124 x 52 mm Solarpanel, was schon relativ groß für eine Powerbank dieser Klasse ist. Es gibt auch eine schöne Status LED, welche leuchtet wenn das Solarpanel Licht abbekommt.

Ich habe diese Powerbank zu 100% entladen und 8 Stunden in die pralle Mai Sonne gelegt. Ergebnis? 0 mAh!

Diese 8 Stunden haben nicht gereicht eine Ladung in der Powerbank zu erzeugen. Es ist möglich, dass diese hier einfach noch nicht die “Grenze” überschritten hat ab welcher das BMS den Akku nach dem Tiefenentladen wieder freigibt.

Dennoch 8 Stunden Sonne und 0 nutzbare Energie ist schon traurig.

Vielleicht einfach nur ein Ausreißer. Die “OLEBR Solar Ladegerät Powerbank 24000 mAh” ist vom Aufbau eine ähnliche Powerbank.

Hier konnte ich auch eine Leistung messen. Diese erreicht bei pralle Sonne ca. 100mAh pro Stunde.

Diese Powerbank bräuchte also ca. 50 Stunden pralle Sonne, um genug Energie für ein modernes Smartphone zu sammeln.

Sind Solarpowerbanks gut?
Sind Solarpowerbanks gut?

50 Sonnenstunden sind bei uns in Deutschland meist eine Woche.

Solarpanels brauchen einfach Platz, welcher in Deckeln von Powerbanks meist nicht ausreichend vorhanden ist.

 

Ausklappbare Solar Powerbanks sind etwas besser

Im Handel gibt es auch einige Powerbanks mit ausklappbaren Solarpanels. Diese sind tendenziell ein gutes Stück besser. Klar durch das “Ausklappbare” vergrößert die Fläche des Solarpanels um das vielfache.

Solar Powerbanks mit ausklappbaren Solarpanel

Ich hatte hier schon Modelle von X-DRAGON und Hiluckey in den Fingern.

Diese erreichten zwischen 413 und 667 mAh pro Stunde. Es wäre mit diesen Powerbanks also möglich an einem Sommertag genug Ladung zu sammeln ein Smartphone +- voll zu laden.

 

Übersicht

Hier eine kleine Tabelle mit Messwerten, die ich von diversen Solarpowerbanks erreichen konnte, einfach als kleine Orientierung was du so erwarten kannst.

Energie pro Stunde (flach auf dem Boden liegend)
X-DRAGON 25000 mAh (ausklappbar) 413
Hiluckey 25000 mAh (ausklappbar) 510
VOGHERB Power Bank 26800mAh (im Deckel)  0
OLEBR Solar Ladegerät Powerbank 24000 mAh (im Deckel) 99
RAVPower RP-PB003 15000mAh (im Deckel) 116
Xtorm AM120 (ausklappbar) 285

Im Kern sind Modelle, die nicht über ein klappbares Solarpanel verfügen, praktisch nicht brauchbar!

 

Nur bei praller Sonne!

Wichtig: Solche Powerbanks produzieren nur Energie bei voller Sonne! Schatten, Wolken oder wenn du diese von der Sonne abwendest, dann sinkt die Energieausbeute auf praktisch 0.

Es gibt oft Marketing Bilder bei welchen solch eine Powerbank am Rucksack befestigt wird und beim Wandern “passiv” Energie sammeln soll. Das funktioniert so nicht!

Bei starker Bewölkung entladen sich sogar solche Powerbanks eher, als dass sie laden.

 

Die höchste Selbstentladung bei allen Powerbanks

Solarpowerbanks zeichneten sich bei mir immer mit einer sehr hohen Selbstentladung aus! Ich vermute die zusätzliche Solarelektronik ist immer in “Bereitschaft” Solarenergie zu empfangen, was einfach Energie zieht.

Selbiges gilt auch, wenn du diese in einem Innenraum liegen hast. Über das Solarpanel kommt etwas Spannung und Energie an, aber zu wenig die Powerbank zu laden oder die Ladeelektronik zu versorgen, was die Zellen entlädt.

 

Oftmals als Powerbank schlecht

Leider sind viele der “günstigen” Solar Powerbanks auch abseits der Solarladefunktion einfach nicht gut.

Zum Beispiel die X-DRAGON 25000 mAh Powerbank bietet dank des ausklappbaren Solarpanels eine akzeptable Solar-Ladeleistung. Aber diese übertreibt massiv bei der Kapazität! Selbiges gilt auch für die VOGHERB 26800 mAh Powerbank, für die Hiluckey und auch die OLEBR Solar Ladegerät Powerbank 24000 mAh.

Kapazität laut Hersteller Kapazität laut Messung
X-DRAGON 25000 mAh 14233 mAh
Hiluckey 25000 mAh 14613 mAh
VOGHERB Power Bank  26800 mAh 13198 mAh
OLEBR Solar Ladegerät Powerbank  24000 mAh 14854 mAh

Die Kombination aus großer Kapazität laut Hersteller + unbekannter Hersteller + Solarpanel ist einfach oft ein Rezept für Enttäuschung!

 

Fazit, vorsicht bei Solar Powerbanks

Leider sind die meisten Solar Powerbanks im Handel einfach Schrott. Gerade die Modelle mit einem fest intirierten Solarpanel im Deckel sind einfach nicht zu gebrauchen.

Die Solarausbeute bei solchen Modellen schwankt um die 100 mAh pro Stunde in praller Sommersonne. Zudem sind die meisten dieser Powerbanks einfach schlecht. Hier wird oft mit übertriebener Kapazität geworben, die Selbstentladung ist gigantisch und die Preise auch oft zu hoch.

Sind Solarpowerbanks gut?

Besser sind die Modelle mit ausklappbaren Solarpanels. Hier kannst du mit 250-600 mAh pro Stunde rechnen, aber auch hier gibt es viele Modelle, die mit völlig übertriebenen Kapazitäten werben.

Auch wenn das Konzept Solar Powerbank richtig spannend klingt, sei hier vorsichtig, es gibt um einiges mehr schlechte als gute Modelle auf dem Markt.

Erfahrungsbericht: Sigma Art 50mm 1.4 DG DN (gegen Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM)

50mm ist die Standard- Brennweite und wenn du zu den glücklichen Besitzern einer Sony Kamera gehörst, hast du hier die Qual der Wahl. Neben den Sony eigenen Linsen bietet auch Samyang und Sigma spannende 50mm Festbrennweiten an.

Um die neue Sigma Art 50mm 1.4 DG DN soll es in diesem kleinen Test auch gehen. Genau genommen möchte ich die 950€ Sigma Art 50mm 1.4 DG DN mit der 1200€ Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM vergleichen.

Die “Sony Zeiss” 50mm Linse gehört noch zur ersten Welle der E-Mount Linsen, erfreut sich aber aufgrund des Preises, welcher sich zwischen die großen Sony GM Modelle und die Modelle der 3. Anbieter setzt, großer Beliebtheit.

Aber wie sieht es im Jahr 2023 aus? Ist die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN die bessere Alternative? Ist der AF besser als bei der Sony SEL-50F14Z?

Finden wir es im Test heraus!

 

Ein erster Blick auf die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN

Sigma kann sehr hochwertige Objektive bauen, was diese auch bei der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN zeigen. Das Objektiv ist weitestgehend aus Metall gefertigt und wirkt edel. Edler als die Modelle von Tamron oder Samyang.

Mit 670g liegt dies in der Mitte was das Gewicht angeht. Allerdings mit 110mm ist es aktuell die 2. längste 50mm Festbrennweite für den E-Mount.

Gewicht Länge
Samyang AF 50mm 1.4 FE II 420g 89 mm
Sony FE 50mm 1.4 GM 516g 96 mm
Sigma Art 50mm 1.4 DG DN  670g 110 mm
Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM 778g 108 mm
Sony FE 50mm 1.2 GM 778g 108 mm
Sigma Art 50mm 1.4 DG HSM 910g 126 mm

Gerade das neue Sony FE 50mm 1.4 GM ist um einiges kürzer und leichter. Ganz zu schweigen vom Samyang.

Dicke Pluspunkte gibt es für die schöne Gegenlichtblende, welche deutlich hochwertiger ist. Zudem haben wir neben dem Fokusring auch einen Blendenring und vier Tasten/Schalter.

Neben einem AF/MF Schalter haben wir einen Schalter zum “entklicken” des Blendenrings, einen Schalter zum Feststellen des Blendenrings und eine Multifunktionstaste.

Die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN ist natürlich Spritzwassergeschützt.

 

Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM als Referenz

In diesem Test werde ich die Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM als des Öfteren als Vergleichslinse für ein wenig „Kontext“ hinzuziehen, gerade wenn es um die Einschätzung zur Schärfe und des AFs geht.

Beide Linsen haben die gleiche Brennweite und Blende. Die Sony ist allerdings 200-300€ teurer.

Als Kamera kommt die Sony A1 zum Einsatz.

 

Schärfe, recht ähnlich

Bei der Schärfe war ich etwas überrascht! Rein subjektiv hätte ich erwartet, dass das Sigma Art schärfer ist als das Sony SEL-50F14Z.

Allerdings bei meinen Vergleichsbildern war der Unterschied minimal!

Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM
Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM
Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

Bei Offenblende ist das Sigma tendenziell einen Hauch schärfer und kontrastreicher.

Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

Am Bildrand wird der Unterschied etwas größer. Hier ist das Sigma merklich schärfer, aber gerade im “Porträteinsatz” spielt dies keine große Rolle.

Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM
Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM
Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

Auch abgeblendet bleibt das Bild ähnlich. Auch hier ist die Sigma minimal schärfer als die Sony, aber ohne 100% oder 200% Zoom werden diese Unterschiede nicht auffallen.

Die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN ist voll bei Offenblende einsetzbar! Die Schärfe nimmt zu F2.8 durchaus noch etwas zu, ist aber bereits offen auf einem guten Level.

Allerdings weicht hier mein Gefühl von den Testbildern ab. So waren gefühlt meine Ergebnisse mit der Sigma Art von der Schärfe deutlich öfter zufriedenstellend als bei der Sony SEL-50F14Z. Dies kann aber auch am AF liegen, welcher bei Sigma zuverlässiger ist, dazu später mehr.

 

Gewaltige Unterschiede bei den Farben!

Einer der deutlichsten Unterschiede zwischen der Sigma und der Sony sind die Farben. Diese sind teils völlig unterschiedlich!

Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM
Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

Wie die meisten Sony Linsen besitzt auch die SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM einen eher kühlen Bildstyle.

Im Kontrast dazu besitzt die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN einen viel wärmeren Weißabgleich.

Und ja dieser Unterschied zieht sich durch fast alle Bilder. Welcher Farbstyle nun besser ist hängt von deinem Geschmack ab. Mir gefällt aber das Wärmere und auch etwas Kontrastreichere der Sigma Linse viel besser!

 

Chromatische Aberration

Leider ist auch die Art 50mm 1.4 DG DN von chromatische Aberration geplagt.

Sigma Art 50mm 1.4 DG DN Chromatische Aberrationen

Chromatische Aberration ist klar der größte Schwachpunkt der Sigma Linse! Allerdings sind diese bei der Sony Linse ähnlich schlimm, wenn nicht sogar teils noch etwas schlimmer. Bei der Art 50mm 1.4 DG DN sind die chromatischen Aberration etwas weniger bunt, aber ebenso stark.

Dies scheint allgemein ein Problem der 50mm Brennweite zu sein, denn auch andere Linsen in diesem Bereich wie die SAMYANG AF 50mm F1,4 II FE haben hiermit stark zu kämpfen.

 

Vignettierung?

Bei Offenblende hat die Sigma eine sichtbare Vignettierung an den Bildrändern. Dies fällt primär auf wenn Du den Himmel fotografierst.

Link Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

Diese ist hier etwas mehr ausgeprägt als bei der Sony, aber abseits der Landschaftsfotografie nicht störend.

 

Gegenlicht und Sonnensterne

Die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN kommt mit Gegenlicht und direkter Sonneneinstrahlung gut klar. So ist das Lens Flare recht unproblematisch.

Es kann zu kleineren “Punkten” kommen, aber nichts Großem. Hier schneidet die Sigma besser ab als die Sony.

Sigma Art 50mm 1.4 DG DN Sonnensterne
Link: Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts: Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

Auch kann die Sigma abgeblendet sehr schöne Sonnensterne produzieren, welche größer und ausgeprägter sind als bei der Sony SEL-50F14Z.

 

Bokeh

Die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN besitzt dank der Blende von 1.4 in der Theorie durchaus ein ordentliches Bokeh. Hinzu kommen 11 Blendenlamellen, welche für recht runde Bokeh Kugeln sorgen sollten.

In der Praxis sieht das Bokeh der Sigma gut aus, wie es auch nicht anders zu erwarten war.

Allerdings im direkten Vergleich mit unserer Sony Linse fallen durchaus Charakteristiken auf.

Link: Sigma Art 50mm 1.4 DG DN – Rechts: Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM

So sind Bokeh Kugeln bei der Sony SEL-50F14Z etwas runder und vor allem etwas mehr “ausgeprägt” mit sichtbaren äußeren Kanten.

Das Bokeh der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN hingegen ist etwas weicher und weniger auffällig. Dies ist Geschmackssache. Die Sony Linse hat mehr Charakter und gerade wenn du Lichter im Hintergrund hast, werden diese mehr hervorgehoben und wirken “träumerischer”.

Allerdings im Gegenzug gerade in Situationen wie einem Wald usw. kann das Bokeh der Sony auch schnell etwas überladen und unruhig wirken. Hier macht die Sigma einen besseren Job. Gerade bei etwas komplexeren Hintergründen wirkt die Sigma etwas ruhiger und geschmeidiger.

 

Autofokus, Sigma besser als Sony?

Die Art 50mm 1.4 DG DN ist die erste Linse von Sigma, welche auf den neuen HLA Fokussiermotor setzt. HLA steht für High-response Linear Actuator, was damit Sigmas Antwort auf Sony XD und Tamrons VXD Fokussiermotor ist.

Damit ist der Fokussiermotor auf dem Papier eine Generation neuer als der Motor des Sony SEL-50F14Z. Aber traditionell haben es Sony Linsen auf Sony Kameras immer etwas leichter als 3. Anbieter Linsen. Wie sieht es also in der Praxis aus?

Hier gibt es keine Frage, die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN ist der Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM in allen Belangen überlegen.

Die Sigma fokussiert schneller, ist dabei um einiges leiser (nicht hörbar) und auch zielsicherer, selbst bei sich bewegenden Objekten.

Also ja, der neue HLA Motor von Sigma taugt!

Aber dies ist auch keine “Sport” Linse. Ein sich drehendes Modell oder umhersehender Hund ist kein Problem. Hier haben wir mit Augen AF eine fast 100%ige Trefferquote.

Allerdings, beispielsweise ein Hund, der auf die Kamera in vollem Tempo zuläuft kann etwas zu viel sein. Hier sinkt dann die Trefferquote je nach Abstand deutlich, bleibt aber über der Sony SEL-50F14Z!

Zudem hatte ich beim Sony SEL-50F14Z teils einfach “fehlfokusierte” Bilder, welche ich so beim Sigma nicht beobachten konnte.

Müsste ich den AF der mit bekannten Objektive einordnen würde sich folgende “Rangliste” bei der Nutzung in Kombination mit schnelllaufenden Hunden ergeben:

  1. Sony FE 70-200mm 2.8 GM OSS II
  2. Sony FE 135mm 1.8 GM
  3. Tamron 70-180mm 2.8 Di III VXD
  4. Tamron 28-75mm 2.8 Di III VXD G2
  5. Sigma Art 50mm 1.4 DG DN
  6. Tamron 28-75mm 2.8 Di III RXD
  7. Samyang AF 85mm F1,4 II FE für Sony E
  8. Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM
  9. SAMYANG AF 50mm F1,4 II FE
  10. Sony FE 28–70 mm F 3,5–5,6 OSS

 

Bilder der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN

An dieser Stelle ein paar nachbearbeitete Bilder, welche ich mit der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN gemacht habe.

Noch mehr Bilder der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN findest Du auf meiner Fotografie Webseite.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Standard. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Fazit

Ich bin mit der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN zufrieden! So zufrieden, dass ich meine Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM zugunsten dieser verkaufen werden.

Fassen wir mein Fazit zur Sigma zusammen:

  • Haptik sehr gut!
  • Bildschärfe durch alle Blendenstufen sehr gut
  • Autofokus besser als bei der Sony SEL-50F14Z und sehr zuverlässig (aber keine Sportlinse)
  • Wärmerer Farbton als bei Sony Linsen
  • Chromatische Aberration leider etwas stärker ausgeprägt
  • Vignettierung bei Offenblende leicht vorhanden

Zunächst ist die Bildschärfe der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN sehr gut! Leicht besser als bei der Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM, aber der Unterschied war in meinen Testbildern geringer als ich es erwartet hätte.

Was mich überrascht hat, war der Autofokus! Die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN hat hier deutlich zuverlässiger gearbeitet als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM. Sigmas neuer HLA Motor taugt! Dieser ist super schnell, extrem sicher (die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM kann auch mal einfach so danebenliegen) und auch wunderbar leise. Es ist zwar keine Sportlinse, bei laufenden Hunden und Kindern kann der Fokus mal daneben liegen, aber das habe ich auch nicht besser bei einer 50mm Linse erwartet.

Das Bokeh ist wieder etwas Geschmackssache. Dieses ist hier recht weich und unaufdringlich. Die Sony hat im direkten Vergleich etwas mehr “Charakter”, kann aber unruhiger wirken.

Ebenfalls Geschmackssache sind die Farben. Sony Kameras + Sony Linsen neigen zu kühlen Farben, die Sigma Linse hingegen produziert deutlich wärmere Bilder! Mir gefällt dies besser, ich finde die Farben der Sigma sehr schön, aber das ist 100% Geschmackssache.

Gegenlicht handhabt die Sigma Linse gut und Sonnensterne können schön werden.

Wirklich kritisieren muss ich nur die chromatische Aberration, welche hier doch recht ausgeprägt sind. Diese ist derzeit meine Linse mit den ausgeprägtesten CAs. Allerdings ist die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM hier ähnlich schlecht.

Vignettierung ist auch nicht die Stärke der Linse, aber das sehe ich bei einer “Porträtlinse” weniger kritisch.

Persönlich möchte ich anmerken, dass ich die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN viel mehr mag als die Sony FE 50mm 1.4 ZA SSM. Ich kann gar nicht so genau sagen warum, aber es macht mir mehr Spaß mit der Sigma Art 50mm 1.4 DG DN zu fotografieren als mit der Sony.

Daher ja ich würde die Sigma Art 50mm 1.4 DG DN der Sony SEL-50F14Z FE 50mm 1.4 ZA SSM vorziehen!

Sigma Art 50mm 1.4 DG DN
POSITIV
Bildschärfe durch alle Blendenstufen sehr gut
Haptik sehr gut!
Guter Autofokus
Wärmerer Farbton als bei Sony Linsen
Haptik sehr gut!
Sehr positiver subjektiver Eindruck der Bildqualität
NEGATIV
Chromatische Aberration stark ausgeprägt
Vignettierung bei Offenblende leicht vorhanden
87

Kompakte und günstige Powerstation, die Sanfou OPS600 im Test

Sanfou bietet mit der OPS600 eine interessante und kompakte 576Wh Powerstation mit bis zu 1200W Leistung an.

Diese verfügt zudem über einen 100W USB C Port und allgemein eine interessante IO. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Lohnt es sich eine Powerstation von einem eher kleinen Hersteller wie Sanfou zu kaufen? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Sanfou für das Zurverfügungstellen der OPS600 für diesen Test.

 

Die Sanfou OPS600 im Test

Die Sanfou OPS600 ist natürlich nicht winzig. Dies ist eine 576Wh große Powerstation, aber für diese Kapazität ist die Powerstation mit 25.8 x 21.2 x 24.9 cm auch nicht zu groß. Auch das Gewicht passt mit 6,1 Kg.

Für einen einfacheren Transport haben wir einen großen Griff auf der Oberseite.

Was das Material betrifft ist die Sanfou OPS600 aber nichts Besonderes. Wir haben hier einen recht einfachen Kunststoff. Dies ist äußerlich keine Premium Powerbank.

 

Das Display

Wir haben auf der Front ein recht großes und aufwendiges LC Display. Dieses zeigt dir folgende Informationen an:

  • Batterie Ladestands-Icon
  • Ladestand in %
  • Verbliebene Laufzeit / Ladezeit in Minuten
  • Aktive Ports
  • Spannung des aktiven Ports
  • Leistung in Watt Eingang/Ausgang

Die meisten Powerstations zeigen dir ähnliche Infos an. Aber das Display hier wirkt einfach etwas wertiger und größer.

 

Die Anschlüsse

Die Ausgänge der Sanfou OPS600 finden sich alle auf der Front. Hier finden wir Folgendes:

  • 2x 230V Steckdosen mit bis zu 600W konstant bzw. 1200W kurzzeitig
  • 3x DC Ausgänge 12V/10A
  • 2x USB A Quick Charge 3.0 18W
  • 1x USB C PD 100W
  • 1x USB C PD 27W
  • 1x Zigarettenanzünder 12V/10A

Dies ist für eine Powerstation dieser Klasse eine ziemlich perfekte Ausstattung! Gerade der 100W USB C Port freut mich.

Hast du ein Notebook welches via USB C laden kann, dann kannst Du dies direkt an der Powerstation laden und dir das AC zu DC Netzteil sparen, was die Effizienz steigert. Natürlich ist der USB C Port auch ideal für Smartphones, Tablets, die Nintendo Switch usw.

Hinzu kommen die ordentlichen 600W Steckdosen und die zahlreichen DC Ports.

Geladen wird die Powerstation über einen DC Eingang an der Seite.

 

Wie testet techtest.org Powerstations?

Ich habe mittlerweile für Techtest.org mehr als ein duzend Powerstations getestet. Neben der ersten optischen Betrachtung und Einschätzung nimmt vor allem das Testen der Kapazität viel Zeit ein.

Hierbei lade ich die Powerstation wahlweise über das beiliegende Netzteil oder via KFZ Netzteil zunächst auf. Dies meist an einer kleinen Off-Grid Solaranalge im Techtest-Büro, um ein wenig Energie zu sparen.

Anschließend wird die Powerstation über die diversen Ports und Anschlüsse entladen, wieder geladen usw. Dabei messe ich die Energie (in Wh) welche ich aus der Powerstation entnehmen kann, ehe diese sich abschaltet. Diese Messungen wiederhole ich bei unterschiedlichen Leistungsstufen, an AC und DC Ports usw.

Während des Tests wird so eine Powerstation zwischen 5 und 15 Zyklen machen.

Als Messgerät für die AC Messungen kommt das UNI-T UT230B-EU zum Einsatz, wie auch das ATORCH AC3680W. Für die DC Messungen nutze ich die ATORCH DLB-600W 200V 40A DC Elektronische Last und weitere Messgeräte wie das Power-Z KM003C oder das ATORCH AT24.

Parallel teste ich, ob die verschiedenen Anschlüsse auch ihre Leistungswerte einhalten können. Zudem logge ich Ladezeiten und benötigte Energie für das Laden zwischen den einzelnen Entladevorgängen mit, um später die Ladeeffizienz berechnen zu können.

Anschließend folgt ein Praxis Test, wie auch ein Test der “USV” Eigenschaften.

 

Die Kapazität der Sanfou OPS600

Laut Hersteller hat die Sanfou OPS600 Powerstation eine Kapazität 576Wh. Hierbei setzt die Powerstation auf klassische Lithium Ionen Akkus.

Folgende Messwerte konnte ich hier ermitteln:

Wh % der HA
USB C 20V/3A 568.22 99%
USB C 20V/5A 554.3 96%
DC 12V/2A 558.2 97%
DC 12V/6A 551.81 96%
AC 50W 480 83%
AC 200W 523 91%

WOW! Die Powerstation schafft es, die Herstellerangabe im Maximum zu 99% zu erfüllen, ein fantastischer Wert!

So konnte eine Kapazität zwischen 480Wh und 568Wh messen. Die 480Wh sind dabei bei niedriger Last auf der Steckdose gemessen. Bei höherer Last auf der Steckdose kommen wir wieder auf sehr ordentliche 523Wh!

Am besten sind aber die DC Ausgänge, egal ob nun USB C oder die direkten DC Ausgänge. Hier kommen wir auf 554 Wh bis 568 Wh.

Solch ein gutes Einhalten der Kapazitätsangabe ist bei Powerstations wirklich selten!

 

Sehr gute USB Ports!

Eins meiner persönlichen Highlights sind die USB Ports, vor allem der primäre USB C Port. Dieser verfügt über bis zu 100W Leistung

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/5A

Zudem unterstützt der USB C Port PPS!

  • 3,3-16V bei bis zu 5A

Damit ist der USB C Port für so ziemlich alle Geräte! Egal ob Du nun ein via USB C Ladbares Notebook hast oder ein iPhone, Samsung Galaxy, Google Pixel usw. du kannst immer mit dem vollen Ladetempo rechnen.

Dabei ist der USB C Port beim Laden von Notebooks auch effizienter als ein Laden über die Steckdosen.

 

Probleme mit den Steckdosen?

Die Steckdosen bei der Sanfou OPS600 sorgten bei mir etwas für Kopfzerbrechen. So machten diese den „Anschein“ auf mich, dass Sie laut Hersteller bis zu 600W liefern können sollten.

Allerdings, bei einer Last über 150-200W schalteten diese sich bei mir immer aus!

Bis 150W funktionierten die Steckdosen problemlos. 250W wird für ein paar Sekunden gehalten, danach wurde abgeschaltet.

Okay?! Ein Fehler bei meiner Powerstation? Unschön, kann aber passieren. Kurzum, den Hersteller kontaktiert, folgendes habe ich als Antwort erhalten.

“one jack can only support 100w power charging”

Okay? Ich bin mir hier nicht sicher, ob der Support mich richtig verstanden hat, denn auch auf der Powerstation steht “AC Output Power 600W”.

Daher gehe ich hier auch weiterhin von einem Fehler aus.

 

Laden der Sanfou OPS600

Die Sanfou OPS600 besitzt einen DC Eingang, welcher 5-24,5V bei bis zu 5A aufnehmen kann.

24,5 * 5 = 122,5W maximales theoretisches Ladetempo.

Mit im Lieferumfang liegt ein 24,5V 4A Netzteil, welches die Powerstation entsprechend mit bis zu 98W laden kann.

(Ich messe hier die Leistungsaufnahme aus der Steckdose! Daher wird maximal 110W aufgenommen, ca. 98W laden aber nur in der Powerstation)

Das Laden über das Netzteil dauert ziemlich genau 7 Stunden.

Alternativ kannst du die Powerstation auch via USB C laden! Auch hier akzeptiert die Powerstation bis zu 100W.

Hier dauerte das Laden 7:15h.

Du kannst die Powerstation also in +- 7h laden, gut! An einem KFZ Zigarettenanzünder dauert es aber etwas länger.

Denn die Powerstation kann nur mit maximal 5A laden. An einer 12V Quelle haben wir also maximal 12V * 5A = 60W.

Ähnliches gilt auch für das Laden via Solar! Mit einem entsprechenden Adapterkabel kannst du auch ein Solarpanel mit maximal 24,5V mit der OPS600 verbinden.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Hierbei vergleiche ich die Energie, welche die Powerstation zum Aufladen benötigt, mit der Energie, die du später entnehmen kannst.

Über das Netzteil benötigte die Powerstation 725Wh zum vollständigen Laden, via USB C 671,5Wh. Der USB C Wert täuscht allerdings etwas, denn hier messe ich nur die Energie, über die das USB-C Kabel übertragen wurde. In der Praxis musst du hier also gegebenenfalls die Effizienz deines USB Ladegerätes mit hinzurechnen.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
AC Laden 78% 66%
USB C Laden 85% 71%

Erfreulicherweise ist die Effizienz mit 66% bis 85% sehr gut! Diese gehört klar zu den besten die ich bisher bei einer Powerstation gesehen habe.

 

Fazit zur Sanfou OPS600

Die Sanfou OPS600 ist eine interessante Powerstation, gerade wenn du einen großen Wert auf Portabilität legst!

So bietet diese mit echten 568Wh eine ordentliche Kapazität bei einer schönen kompakten Größe. Dies liegt sicherlich an den verwendeten Lithium Zellen, welche nunmal kompakter sind als LiFePO4 Zellen.

Ebenfalls gefällt mir die “DC Ausgangsseite” der Powerstation. Gerade der 100W USB C Port konnte überzeugen. Nicht nur kann er 100W liefern, er unterstützt auch PPS und du kannst die Powerstation auch über diesen Port laden!

Ja die Powerstation kann via USB C mit bis zu 100W geladen werden.

Zudem haben wir einen DC Eingang für das beiliegende Netzteil, das Laden in einem Auto oder via Solar. Hier akzeptiert die Powerstation 5-24,5V und maximal 5A. Die maximal 5A limitieren das Ladetempo zwar auf +- 100W, aber das ist noch okay, wenn auch nicht optimal.

Das Einzige, was etwas gegen die Sanfou OPS600 spricht, waren die Probleme bei mir mit den Steckdosen, welche lediglich mit bis zu 150W funktionierten. Ich glaube aber nicht, dass dies normal ist?!

Sollte dies dir egal sein oder du stimmst meiner Einschätzung zu, dass dies einfach nur ein unglücklicher Fehler war und du suchst eine günstige Powerstation mit guter Portabilität und einem starken USB C Port? Dann kannst du mit der Sanfou OPS600 glücklich werden!

Sanfou OPS600
POSITIV
Kompaktes Design
Herstellerangabe zur Kapazität wird zu 99% erfüllt (568Wh)
Leistungsstarker 100W USB C Port
USB PD PPS Support
Viele DC Ausgänge
Flexible Lademöglichkeiten
NEGATIV
DC Eingang mit maximal 5A
Steckdosen im Test etwas problematisch (möglicherweise ein Montagsmodell)
80