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Wie testet Techtest Powerbanks und Ladegeräte? Welche Messgeräte nutze ich?

Mittlerweile habe ich für Techtest hunderte Powerbanks und Ladegeräte getestet, welche auch ohne Frage die wichtigste und größte Produktkategorie für mich ist.

In diesem Artikel möchte ich dir zeigen und erklären wie ich Powerbanks und Ladegeräte teste und auch welche Messgeräte ich nutze.

 

Welche Messgeräte nutze ich für Tests?

Beginnen wir mit den von mir eingesetzten Messgeräten. Diese schwanken natürlich je nach Test ein gutes Stück, aber hier eine kleine Übersicht:

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USB Tester / Trigger

Leider gibt es keinen Tester, der alles perfekt macht. Die PowerZ Modelle haben die beste Kapazitätsmessung und Software zum Mitloggen der Daten.

Der FNIRSI FNB58 ist am besten um unterstützte Ladeprotokolle auszulesen und die 100W+ Leistungsstufen zu triggern. Aber aufgrund des USB A Ports taugt dieser nichts für die Kapazitätsmessung via USB C (da immer ein Kabel zwischen Quelle und Tester geschaltet werden muss).

Der WITRN C4 Pro ist so ein Mittelding aus PowerZ und FNB58. Funktioniert bei 140W+ besser als der PowerZ KM003C, hat aber wieder eine schlechtere Software.

Für Kapazitätsmessungen mit bis zu 100W kommt der KM001C zum Einsatz.

 

Elektronische Last

Du findest bei Amazon, eBay und Aliexpress ähnliche Elektronische Lasten wie die ATORCH DL24. Diese sehen optisch wirklich zum verwechseln ähnlich.

95% davon taugen nichts! Die ATORCH DL24 ist hingegen für mich über jeden Zweifel erhaben! Diese schafft wirklich 150/180W, misst selbst relativ genau (auch wenn ich für Tests nicht die integrierte Messfunktion sondern einen USB Tester nutze) und vor allem entlädt sehr “stabil”. Selbst bei 0,1A usw. gibt es kaum Schwankungen.

Die ATORCH DLB-600W ist an sich der große Bruder mit “bis zu 600W”. Jein…. Bis zu 600W für wenige Minuten vielleicht. Alles über +- 350-400W auf längere Zeit bringt die ATORCH DLB-600W zum Schmelzen. Und ja, ich spreche hier aus Erfahrung!

Auch ist die Last nicht ganz so genau, du stellst 10A ein und es werden +- 10,3A gezogen, und bei niedrigen Lasten springt diese recht stark hin und her.

Leider habe ich aber noch keine gute und günstige Alternative zur ATORCH DLB-600W gefunden, wenn ich mehr als 180W Last benötige.

 

AC Messgeräte

Das UNI-T ist ein klassisches Strommessgerät. Dieses arbeitet auch bei niedrigen Lasten recht genau.

Das ATORCH AC85 hingegen kann auch bei sehr niedrigen Lasten noch halbwegs genau messen (unter 0,4W) und vor allem Werte über die optionale Software mitloggen.

 

Sonstiges

 

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Wie läuft der Test ab?

Kommen wir zum eigentlichen Testablauf.

   

 

1. Produktfotos

Ich mache bekanntlich alle meine Bilder selbst. Entsprechend ist dies auch das erste, was ich nach Erhalt mache.

Für die Bilder mit weißem Hintergrund habe ich ein entsprechendes Fotozelt. Für die weiteren Bilder gehe ich in den Garten.

Fotos werden hierbei immer zuerst gemacht, denn gerade Powerbanks mit Hochglanzoberflächen sehen nach 1 bis 2 mal Anpacken schon furchtbar aus.

 

2. Erste Daten

Nach dem Fotografieren vermesse ich zunächst die Produkte, wiege diese usw.

 

3. Lade Protokolle ermitteln

Schritt 3 ist das Überprüfen der Ladeprotokolle. Bietet der USB-C Port wirklich die beworbene Leistung? Dies mache ich in der Regel mit dem FNIRSI FNB58 oder dem PowerZ KM001.

Wichtig ist hier auch das Auslesen, ob ein Ladegerät PPS unterstützt.

 

4. Kapazitätstest bei Powerbanks, Effizienz-Messung bei Ladegeräten

Powerbanks:

Bei Powerbanks beginne ich nun mit der Messung der Kapazität. Hierfür lade ich die Powerbank voll und entlade diese. In der Regel sieht der Aufbau hier wie folgt aus:

Powerbank -> PowerZ KM001C – > USB C Kabel – > Typ-C USB PD Trigger -> ATORCH DL24

Ist die Powerbank leer, wird diese erneut geladen und meist bei einer anderen Spannungs/Leistungsstufe erneut entladen.

Zwischen den Zyklen logge ich die Ladedauer mit, meist mit dem PowerZ KM001C oder PowerZ KM003c. Um etwas Strom zu sparen lade ich meine Powerbanks gerade im Sommer in der Regel über eine Off-Grid Solaranlage in meinem Büro und einen 230V Wandler (und entsprechendem Ladegerät).

Wichtig, ich versuche ein Kabel zwischen Powerbank und Messgerät zu vermeiden! Diese können die Messung negativ beeinflussen.

 

Ladegeräte

Nach dem Auslesen der Ladeprotokolle beginne ich mit der Messung der Effizienz bzw. der Spannungsstabilität.

In der Regel kommt hier folgender Testaufbau zustande:

ATORCH AC85 -> Ladegerät im Test -> PowerZ KM001C -> USB C Kabel – > Typ-C USB PD Trigger -> ATORCH DL24

Um die Effizienz zu messen vergleiche ich die Werte auf der Eingangsseite vom ATORCH AC85 mit denen des PowerZ KM001C.

Bei 140W Ladegeräten setze ich meist auf den WITRN C4 Pro oder PowerZ KM003c in Kombination mit dem FNIRSI FNB58, welchen ich nutze um die 140W Stufe zu triggern.

Warum hier so kompliziert? Theoretisch kann auch der WITRN C4 Pro oder PowerZ KM003c die 140W Stufe triggern. Allerdings, gerade beim PowerZ KM003c kann dies unzuverlässig sein! So hatte ich hier Situationen wo nach ein paar Minuten die Verbindung abbrach und das Entladen stoppte. Der FNB58 hingegen arbeitete zuverlässiger.

 

5. Praxis-Tests

Sind die Tests soweit durch, probiere ich die Ladegeräte/Powerbanks an diversen Endgeräten aus.

In der Regel ist dies Ende 2023 das Google Pixel 8 Pro, iPhone 15 Pro Max, MacBook Pro 13 M1, Steam Deck und Dell XPS 13.

Dies mache ich weniger um das Ladetempo zu testen, ich kann mittlerweile anhand der Messwerte und Ladestandards sehr gut abschätzen wie schnell ein Endgerät laden wird, sondern mehr, um zu schauen, ob sich das Testgerät “erwartungsgemäß” verhält.

Ich hätte hier gerne noch mehr Testgeräte für den Praxis-Test, aber ich kann nicht X tausende € in entsprechende Smartphones und Notebooks investieren, welche hier nur für Tests liegen.

Der Versuch, Hersteller hier zu einer langfristigen Leihstellung zu überreden, ist bisher misslungen.

 

6. Belastungstest bei Ladegeräten

Dies ist bei Ladegeräten der Punkt wo ich diese konstant mit der vollen Leistung für einen längeren Zeitraum (mindestens 4 Stunden) belaste.

Dies soll Temperatur-Probleme oder Ähnliches aufzeigen. Dies ist mehr oder weniger der gleiche Aufbau wie beim Messen der Effizienz.

Diesen Test mache ich ganz zum Schluss, denn sollte dem Ladegerät hier etwas passieren, hätte ich alle anderen relevanten Messwerte schon.

 

7. Schreiben des Textes

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt ist das Schreiben des eigentlichen Tests. In der Regel schreibe ich diesen in Google Docs, während ich Tabellen ganz klassisch in Excel erstelle.

 

8. Warten auf die Veröffentlichung

Zwischen Erstellung eines Tests und der Veröffentlichung können Durchaus 5-30 Tage vergehen, je nachdem wie viele andere Tests ich in der Vorbereitung habe.

Kurz vor Veröffentlichung kopiere ich den Text aus Google Docs in WordPress und bearbeite/füge die Bilder, Links usw. ein.

 

Fazit

Ich hoffe du fandest diesen Beitrag wie Techtest Powerbanks und Ladegeräte testet interessant und informativ!

QUERSUS ICOS im Test, der bequemste Gaming Chair! Mit PFV tierfreundlicher Stoff

Im Handel gibt es viele Gaming Chairs, die teils sehr ähnlich sind, verdächtig ähnlich. Allerdings gibt es auch Modelle, die mal etwas hervorstechen. Genau solch eins ist der QUERSUS ICOS.1.2!

Direkt gesagt der QUERSUS ICOS.1.2 ist der beste Schreibtischstuhl bzw. Gaming Chair auf dem ich jemals gesessen habe! Dieser übertrifft sogar nochmals meinen geliebten Noblechairs ICON.

Warum ist der QUERSUS ICOS so gut? Ist er nur bequem oder auch gut gebaut? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an QUERSUS für das zur Verfügung stellen des ICOS für diesen Test.

 

QUERSUS ICOS im Test

QUERSUS bewirbt den ICOS als Gaming Chair. Allerdings verglichen mit vielen anderen Gaming Chairs ist der ICOS recht schlicht und stilvoll gestaltet.

Dies hängt natürlich etwas von deiner Farbwahl ab, aber im Allgemeinen würde der ICOS auch problemlos in einem Büro als normaler Bürostuhl durchgehen.

So verzichtet dieser auf auffällige Löcher in der Rückenlehne oder extrem aggressiv geformte “Flügel” an den Seiten. Sogar das Herstellerlogo ist recht dezent in der Kopfstütze eingelassen. Für 29€ kannst du hier auch einen eigenen Schriftzug “nähen” lassen.

Im Kern ist der QUERSUS ICOS ein großer Schreibtischstuhl mit hoher Rückenlehne.

 

Abmessungen und Belastbarkeit

Der ICOS wird von QUERSUS mit einer maximalen Belastbarkeit von 150 Kg beworben. Auf den ersten Blick eine realistische Einschätzung, aber ich würde dennoch empfehlen, möglichst unter diesem Wert zu bleiben, für eine langfristige Nutzung.

Die Sitzhöhe liegt bei 45-55 cm, was die übliche Range ist. Die Rückenlehne hat eine Höhe von bis zu 99 cm und die Sitzbreite beträgt 50 cm.

Damit ist der QUERSUS ICOS durchaus ein größerer Schreibtischstuhl, aber auch kein “XL” Modell.

 

Verarbeitungsqualität und Massivität

Ich denke, es ist ein offenes Geheimnis, dass viele Gaming Chairs vieler Hersteller von den gleichen Fertiger stammen. So gibt es hier bei der Grundkonstruktion einfach einige Parallelen.

Der QUERSUS ICOS hebt sich hier deutlich ab! Die Konstruktion des Stuhls ist im Detail um einiges anders als bei allen anderen Modellen, die ich bisher in den Fingern hatte.

Ein erster Unterschied ist die Kunststoff Verkleidung, welche die komplette Unterseite des Stuhls bedeckt, die bei den meisten anderen Modellen offen ist. Auch die Befestigung der Rückenlehne unterscheidet sich.

So setzt QUERSUS nicht auf zwei seitliche Halterungen, sondern auf einen großen Stahlwinkel in der Mitte. Hier bin ich etwas hin und her gerissen, die Befestigung der Rückenlehne ist immer ein potentieller Schwachpunkt und hier sehe ich gerne eine besonders stabile Halterung, im besten Fall mit mehreren Kontaktpunkten.

Theoretisch sollte aber der Stahlwinkel mit 80 mm Breite und 9 mm Stärke durchaus gut halten.

Allgemein ist die Materialstärke beim QUERSUS ICOS recht hoch! Dies gilt auch für die Halterung der Armlehnen und das Fußkreuz.

Ich habe zwar jetzt noch keine praktischen Erfahrungswerte mit diesem Aufbau, aber ich würde den QUERSUS ICOS als sehr gut gebaut einstufen! Es ist zwar auch kein Schwerlaststuhl, aber es wurde auch nicht an der Materialstärke gespart.

 

4D-Armlehnen

Der ICOS besitzt “4D-Armlehnen”. Das heißt, diese lassen sich in 4 Richtungen verstellen.

  • Höhenverstellbar
  • Vor/Zurückschiebbar
  • Winkelverstellbar
  • Abstand zur Sitzfläche einstellbar

 

Rückenlehne und Kippfunktion

Der QUERSUS ICOS besitzt keine “Kippel”-Funktion wie einige Konkurrenten. Du kannst allerdings die Rückenlehne freistellen. Diese hat dann einen gewissen Widerstand (einstellbar) und du kannst dich auch mal frei zurücklehnen, Strecken usw. Dabei bewegt sich das Sitzkissen entsprechend syncron mit.

Dies ist eigentlich ganz angenehm und ersetzt so ein wenig die Kippelfunktion. Dabei kannst du die Rückenlehne dann auch in einer gewünschten Position feststellen.

 

Tolles Obermaterial! PFV tierfreundlicher Stoff

Es gibt den QUERSUS ICOS mit 3 verschiedenen Obermaterialien.

  • Hybrid-Kunstleder
  • „SWF“ Solid Woven Fibre
  • “PFV” tierfreundlicher Stoff

Ich habe die Version mit PFV, dem tierfreundlichen Stoff. Hierbei handelt es sich um einen sehr weichen und “flauschigen” Stoff, welcher aber recht dicht gewebt ist.

Daher vermutlich die Bezeichnung “tierfreundlicher Stoff”. Ich vermute in diesem Stoff würden sich Krallen von Katzen weniger verfangen und entsprechend auch weniger Schaden hinterlassen.

Aber auch als Mensch finde ich den Stoff super angenehm! Er ist sehr anschmiegsam, weich und fühlt sich einfach gut an! Besser noch als das Kunstleder, das oftmals verwendet wird.

Ich kann jetzt nicht beurteilen, wie angenehm dieser im Hochsommer ist, aber im Herbst / Winter sitze ich auf dem QUERSUS ICOS klar lieber als auf meinem Noblechairs mit Kunstleder.

Sieht nicht so glatt aus, ist aber super weich!

Das “PFV” Material ist super und ich kann diesen nur empfehlen!

 

Wie sitzt es sich auf dem QUERSUS ICOS?

Ich mag das Sitzgefühl des QUERSUS ICOS sehr! Dieser ist tendenziell etwas weicher und anschmiegsamer gepolstert. Auch ist das Sitzkissen, wie auch die Rückenlehne, etwas breiter und luftiger geschnitten. Es gibt hier keine extremen seitlichen Flügel, die dich in Position halten, aber entsprechend auch nicht einengen.

Viele Gaming Chairs sind recht hart und fest. Dies ist natürlich geschmackssache, aber auf dem QUERSUS ICOS sitzt du eher entspannt.

Dabei ist aber die Polsterung dick genug, dass du diese auch nach 8 Stunden nicht durchgesessen bekommst.

Ich finde, dies ist der bequemste Schreibtischstuhl, den ich bisher im Test hatte!

Die Mischung aus dem super weichen PFV Stoff und der relativ weichen Polsterung ist einfach bequem und angenehm.

Aus Sicht der Ergonomie ist der QUERSUS ICOS nicht besser oder schlechter als andere Modelle dieser Klasse. Es ist nicht “der” ergonomischste Gaming Chair, aber er ist in diesem Punkt auch nicht furchtbar.

Die Unterstützung des Rückens ist nicht perfekt, aber ich hatte auf dem Stuhl auch keine Rückenschmerzen. Hast du hier besondere Herausforderungen, dann würde ich auch nicht empfehlen zu einem Gaming Chair zu greifen.

 

Fazit zum QUERSUS ICOS 1.2

Hervorragend! Für mich ist der QUERSUS ICOS derzeit meine Nummer 1 aus Sicht des Sitzkomforts!

  1. QUERSUS ICOS
  2. Noblechairs ICON
  3. Noblechairs Hero

Dies ist derzeit meine persönliche Top 3, was den Sitzkomfort bei den Gaming Chairs angeht.

Allerdings muss ich dazu sagen, ich mag etwas weichere Schreibtischstühle. Viele Gaming Chairs sind (leider) sehr hart gepolstert. Für konzentriertes Sitzen sicherlich nicht übel, aber gerade als “Arbeitsstuhl” sitze ich gerne etwas weicher und entspannter. Es darf halt nur nicht so weich sein, dass ich meinen Stuhl durchsitze oder Rückenschmerzen bekomme.

Dies ist hier nicht der Fall! Der QUERSUS ICOS 1.2 ist einfach super bequem und angenehm. Gerade der PFV “tierfreundlicher” Stoff ist sehr angenehm und anschmiegsam. Vielleicht ist er etwas wärmer als Kunstleder, aber gerade im Herbst und Winter gefällt mir dieses Material sehr gut!

Also am Sitzkomfort ist aus meiner Sicht nichts auszusetzen!

Selbiges gilt auch für die Verarbeitung. Der Stuhl hebt sich von seiner Konstruktion doch etwas von Noblechairs und Co. ab. Ich will nicht sagen positiv oder negativ, aber diese Modelle stammen mit ziemlicher Sicherheit nicht vom gleichen Fertiger.

Dabei würde ich den QUERSUS ICOS 1.2 als gut und massiv gebaut bezeichnen. Er ist sicherlich kein Schwerlaststuhl, aber dem Preis mehr als angemessen!

Kurzum, ich bin vom QUERSUS ICOS 1.2 mehr als begeistert! Dieser ist ein hervorragender Gaming Chair bzw. Schreibtischstuhl, welcher den ebenfalls sehr guten Noblechairs Hero in meinem Büro ablöst.

QUERSUS ICOS
POSITIV
Hervoragende Verarbeitungsqualität
Sehr gut verstellbar
Schlichtes und wertiges Design
Super weicher und angenehmer Stoff
Robuster PFV tierfreundlicher Stoff
NEGATIV
Gehobener Preis
94

Wie gut sind die SSDs von Nextorage? Die Nextorage NE1N 2TB im Test!

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Wenn du nach einer günstigen SSD suchst, wirst du vielleicht über den Hersteller Nextorage stolpern. Diese bieten vor allem über Amazon einige spannende und gerade aus Sicht der Preis/Leistung interessante SSDs an.

Aber wer ist überhaupt Nextorage und wie gut sind die SSDs die diese bauen? Genau diese Frage möchte ich in diesem Test beispielhaft an der Nextorage NE1N in der 2TB Version ergründen.

So bietet diese laut Hersteller satte 7300 MB/s lesend und 6900 MB/s schreibend. Beachtliche Werte für eine SSD die sich auf eine besonders gute Preis/Leistung konzentriert.

Wollen wir uns die Nextorage NE1N 2TB einmal im Test ansehen! Kann diese überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Nextorage für das Zurverfügungstellen der SSD für diesen Test.

 

Nextorage NE1N 2TB im Test

Auf den ersten Blick ist die Nextorage NE1N2TB eine klassische und durchaus hochwertig aussehende M.2 2280 SSD.

So nutzt Nextorage einen ganz klassischen Aufkleber, welcher aber wertig gestaltet ist. Auch nutzt Nextorage ein schwarzes PCB.

Ein schwarzes PCB ist natürlich eine reine Designentscheidung, aber zeigt oftmals etwas “Liebe zum Detail”.

Auffällig bei der NE1N2TB ist lediglich die beidseitige Bestückung. Heißt, wir haben auf beiden Seiten Komponenten auf der SSD angebracht, was bei ein paar Notebooks ungünstig sein kann.

Auch kann dies die Effektivität von einigen M.2 SSD Kühlern senken.

Sowohl die 2 TB wie auch die 4 TB Version ist beidseitig bestückt. Die 1 TB Version ist laut Hersteller nur auf einer Seite mit Komponenten versehen.

 

Die Technik

Nextorage hält sich bei seinen SSDs sehr zurück mit Informationen zur genauen verbauten Technik. So haben wir hier auch lediglich die Information, dass die SSD 7300 MB/s lesend und 6900 MB/s schreibend erreichen soll.

Ebenso haben wir die Information, dass die SSD TLC NAND nutzen soll.

Mich wundert diese Geheimhaltung etwas, denn beispielsweise auf Seiten des Controllers haben wir den Phison E18.

Der Phison E18 ist eine bekannte Größe und in vielen High End SSDs wie der Corsair MP600 Pro XT, Kingston KC3000, Seagate FireCuda 530 verbaut.

Ebenfalls verfügt die SSD über einen DRAM Cache mit 2 GB bei der 2 TB Version. Hierbei handelt es sich um 2x SK Hynix H5AN8G6NDJ (jeweils 1GB) Bausteine.

Auf Seiten des NANDs haben 8x TA7BG95AYV Bausteine. Hierbei handelt es sich um KIOXIA BiCS5!

Damit sieht die Technik richtig gut aus! Phison E18 + DRAM Cache von SK Hynix und NAND von KIOXIA, das sind alles “erprobte” Größen.

 

Benchmarks der Nextorage NE1N 2TB

Starten wir mit CrystalDiskMark in den Test. CrystalDiskMark ist der derzeit beste Test, um die maximale Leistung einer SSD zu testen. CrystalDiskMark ist hier nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test um die SSD voll auszureizen.

Die Werte der Nextorage NE1N sehen sehr gut aus! Lesend kommen wir auf satte 7284 MB/s, schreibend auf bis zu 6997 MB/s.

Lesend landet die SSD damit im Oberfeld mit den anderen “7000 MB/s+” SSDs. Schreibend hingegen kann diese sich auf Platz 2 setzen, was sehr beachtlich ist!

Auch im mittlerweile etwas angestaubten AS SSD Benchmark erhalten wir fantastische Werte! Hier kann sich die SSD auf Platz 4 setzen, was sehr beeindruckend ist!

Ich glaube auch zu diesen Werte aus Anvil’s Storage Utilities muss ich nicht viel sagen. Die Nextorage NE1N kann sich fast etwas überraschend in den ersten Benchmarks klar ins Topfeld setzen!

 

PC Mark

PC Mark führt mit seinem Speicher-Benchmark Simulationen alltäglicher Anwendungen wie Büro Software und Spiele durch.

Es stehen drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Version, “Data” und die „volle“ Version. Letztere nutzt größere Dateigrößen, wodurch SSDs mit langsamerer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiveren Schreibcaches schlechtere Ergebnisse erzielen können.

Hier landet die Nextorage NE1N im eher im Mittelfeld. Diese sortiert sich hier knapp unter der Corsair MP600 PRO XT ein. Damit ist PC Mark glatt der Test der die SSD am schlechtesten Beurteilt.

 

3D Mark SSD Test

3D Mark hingegen spezialisiert sich auf die Messung von Spieleladenzeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

 

WinRAR Test

Am Ende übertragen wir noch zwei umfangreiche Archivdateien auf die SSD und entpacken sie anschließend. Diese Vorgehensweise spiegelt auch gut das Installieren von Spielen und Programmen wider.

Archiv A enthält die Installation von Tiny Tina’s Wonderland mit ungefähr 52 GB.
Archiv B umfasst die Installationen von Tiny Tina’s Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 und beträgt etwa 231 GB.

Und ich denke die Werte sprechen für sich! Die NE1N schneidet hier klar im obersten 1/3 der bisher getesteten SSDs ab.

 

SLC Cache der Nextorage

Die Nextorage NE1N 2TB, ähnlich den meisten SSDs, verwendet einen SLC-Cache. Doch was bedeutet das? Die NE1N verwendet TLC NAND, was bedeutet, dass pro Zelle 3 Bits gespeichert werden. Wenn mehr Bits pro Speicherzelle geschrieben werden, wird der Schreibvorgang komplexer und langsamer. Dies wird besonders bei QLC-SSDs deutlich, welche teils kaum 200 MB/s erreichen können.

Um dennoch hohe Datenraten zu erreichen, nutzen die meisten SSDs einen sogenannten SLC-Cache, in dem vorübergehend nur 1 Bit pro Zelle geschrieben wird. Allerdings funktioniert dies nicht über die gesamte Speicherkapazität, theoretisch maximal 1 / 3 der Kapazität bei TLC NAND, meist weniger.

Das bedeutet, dass die Datenrate bei konstanter Last abnehmen kann, bis die SSD den SLC-Cache wieder freimacht. Die Frage ist, wie stark sinkt die Datenrate? Um dies zu ermitteln, fülle ich die SSD mit H2Testw und überwache die Geschwindigkeit.

Erfreulicherweise hält die SSD eine sehr gute Leistung! Nach ca. 200GB geschriebenen Daten sinkt die Schreibrate auf rund 1600 MB/s ab.

Diese 1600 MB/s werden dann auch sehr lange gehalten, ehe dann kurz vorm Ende (für die letzten 400 GB) auf rund 800 MB/s runter geht.

Aber dies ist absolut OK!

Auch verglichen mit anderen SSDs ist das ein gutes Ergebnis!

So ist die SSD auch in rund 22 Minuten von H2Testw vollgeschrieben, was flott ist!

 

Leistungsaufnahme

Die Messung des Stromverbrauchs von M.2 SSDs ist eine herausfordernde Aufgabe. Ich habe eine spezielle Methode entwickelt, um dies zu erreichen: Ich platziere die SSDs in einem externen NVME SSD Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Die Messung ist nicht absolut präzise, da wir die Leistung der SSD auf 1000 MB/s begrenzen. Dennoch liefern die Ergebnisse einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es ist daher ratsam, weniger auf exakte Werte zu fokussieren, sondern vielmehr einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um abzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie verbraucht.

Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann bereits eine geringe Differenz von +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde beeinflussen.

Der Stromverbrauch der Nextorage NE1N 2TB ist im Leerlauf soweit in Ordnung. Allerdings unter Last benötigt diese vergleichsweise viel Energie.

An dieser Stelle einmal die Leistungsaufnahme in mAh während eines Durchlaufes von CrystalDiskMark.

Wie kommt dieser etwas höhere Verbrauch? Hier kann ich nur vermutungen anstellen. Auf der 2TB Nextorage NE1N finden wir ganze 8 NAND Chips und zwei RAM Chips. Auf vielen “anderen” modernen SSDs kommen weniger NAND Chips zum Einsatz, welche dafür aber eine höhere Kapazität haben.

Beispielsweise die recht sparsame WD SN580 hat nur einen einzigen NAND Chip, bei 2TB Kapazität. Mich würde es nicht wundern, wenn mehr NAND Chips die Leistungsaufnahme verglichen mit einem Chip (mit höherer Kapazitätsdichte) etwas negativ beeinflusst, aber erstere schneller sind.

 

Fazit

Die Nextorage NE1N 2TB ist eine fantastische SSD! Ja ich bin selbst etwas überrascht, aber wir haben hier eine High End SSD in der Klasse der Seagate FireCuda 530 oder Kingston KC3000 vor uns.

Nextorage setzt hier auch auf den Phison E18 Controller, welcher klar in die High End Klasse einzuordnen ist, und kombiniert diesen mit KIOXIA BiCS5, wie auch einem DRAM Cache.

Vielleicht sagt dir dies jetzt nicht so viel, aber diese Kombination ist durchaus ein Garant für eine hohe Leistung!

Und dies bestätigt sich auch in der Praxis. Dort schneidet die Nextorage NE1N konstant im oberen Drittel des Testfelds ab.

Dabei zeigte die SSD im Test aber auch keine auffälligen Schwächen. Sogar die Leistung nach dem SLC Cache ist super.

Das einzige was vielleicht zu bedenken wäre, ist die beidseitige Bestückung der SSD, was bei Notebooks nicht immer optimal ist, wie auch der etwas höhere Stromverbrauch. Daher würde ich die SSD weniger für Ultrabooks empfehlen. Aber in Desktop-PCs oder großen Gaming Notebooks ist dies nicht so relevant.

Kurzum die Nextorage NE1N ist eine hervoragende SSD, wenn du diese zu einem fairen Preis bekommen kannst!

Harman Kardon Luna im Test, schick und kompakt, aber auch gut klingend?

Mit dem Luna bietet Harman Kardon einen kompakten, aber stylischen Bluetooth Lautsprecher an.

Dieser soll dabei trotz der kompakten Abmessungen einen überragenden Klang bieten. Allerdings ist dies etwas was alle Hersteller von Bluetooth Lautsprechern versprechen.

Wollen wir uns also mal den Harman Kardon Luna ansehen. Sieht der Lautsprecher nur schick aus oder klingt er auch gut?

An dieser Stelle vielen Dank an Harman Kardon für das Ausleihen dieses Lautsprechers für den Test.

 

Harman Kardon Luna im Test

Harman Kardon ist eine Marke bei welcher ein hochwertiges Design sicherlich an erster Stelle steht.

Auch der Luna ist ein sehr wertiger und edler Bluetooth Lautsprecher! Bereits auf dem ersten Blick hebt sich dieser ein gutes Stück von den 08/15 Bluetooth Lautsprechern auf dem Markt ab.

Dabei ist allerdings das grundsätzliche Design nichts “Außergewöhnliches”, es ist einfach nur hochwertig umgesetzt.

So misst der Lautsprecher 210 x 78 x 80 mm und bringt 710 g auf die Waage. Harman Kardon setzt hier auf ein ovales Design und hat den Lautsprecher äußerlich mit einem Leinenstoff bespannt.

Lediglich auf der Oberseite haben wir eine Metallabdeckung, in welcher die Tasten zur Steuerung eingelassen sind.

Auf der Rückseite finden wir genau einen USB C Port, zum Laden des Lautsprechers. Dieser USB C Port ist intern versiegelt, denn wir haben einen IP67 Wasserschutz.

Entsprechend dürfte der Lautsprecher sogar untertauchen, ohne Schaden zu nehmen (teste dies aber besser nicht absichtlich).

Die Akkulaufzeit ist mit “bis zu 12 Stunden” nicht übermäßig imposant. Rechne in der Praxis mit rund 10 Stunden.

 

Klang des Harman Kardon Luna

Harman Kardon setzt die UVP beim Luna mit 179€ an. Hier direkt gesagt, für das Geld bekommst du Lautsprecher, die besser klingen! Die meisten davon sind aber auch entsprechend deutlich größer.

Größere Lautsprecher klingen meist besser bzw. haben es einfacher einen guten Klang zu produzieren. Sind dir die kompakten Abmessungen egal, dann gibt es bessere Lautsprecher, aus Sicht des Klangs.

Im Folgenden versuche ich den Klang zu beschreiben und einzuschätzen, in Anbetracht der Größe des Lautsprechers.

Im ersten Moment hatte ich erwartet, dass der Luna ein „Schwestermodell“ zum JBL Charge 5 ist. Wir scheinen hier auch klanglich einen ähnlichen Aufbau zu haben. Wir haben zwei Treiber, einen Hoch/Mitteltöner auf der rechten Seite und einen Tieftöner auf der linken Seite. Zudem haben wir an den Seiten passive Treiber, wie beim JBL Charge 5 (JBL und Harman Kardon gehören zusammen).

Allerdings klingen die Lautsprecher schon recht unterschiedlich.

Starten wir bei den Höhen. Die Höhen sind soweit OK, allerdings tendenziell etwas auf der wärmeren Seite. Für meinen Geschmack könnten die Höhen schon etwas brillanter und leichter sein, gerade die unteren Höhen.

Die Mitten wiederum gefallen mir gut. So hat der Lautsprecher einen sehr schön runden und vollen Klang. Stimmen werden gut und natürlich wiedergegeben. Ebenso klingt Gesang kräftig.

Auch der Bass ist gelungen. Dies ist sicherlich kein Bass-Bomber, also ein Lautsprecher der den Bass bis zum Anschlag aufdreht, aber der Bass ist für die kompakten Abmessungen angenehm voll und satt. Der Bass hat einen guten Tiefgang und klingt im Allgemeinen schön rund.

Unterm Strich hat der Harman Kardon Luna also einen recht warmen und runden Klang. Der JBL Charge 5 klingt im direkten Vergleich etwas dynamischer mit mehr Höhen und Tiefen, allerdings hat der Luna die bessere Klangfülle und klingt vielleicht etwas entspannter.

 

Fazit

Der Harman Kardon Luna ist ein sehr schicker und auch ohne Frage wertiger Lautsprecher. Suchst du einen portablen Lautsprecher, der nicht billig aussieht, dann bist du hier an der richtigen Adresse.

Das Design des Harman Kardon Luna ist aus meiner Sicht ohne Frage gelungen.

Auch klanglich macht dieser einen guten Eindruck. Wir haben einen sehr vollen und entspannten Klang mit einem guten Bass. Stimmen werden sehr gut dargestellt und allgemein klingt der Lautsprecher sehr schön rund.

Für meinen Geschmack könnte der Klang allerdings ein Hauch luftiger sein.

Daher auch meine Empfehlung, ist dir das Design nicht ganz so wichtig, schau dir mal den JBL Charge 5 an. Dieser hat einen sehr ähnlichen Aufbau, klingt für meinen Geschmack aber nochmals einen Hauch besser.

Corsair HS80 Max im Test, herausragendes kabelloses Headset mit sehr gutem Mikron!

Mit dem HS80 Max bietet Corsair eine neue Version seines beliebten Gaming Headsets an. Dieses soll vor allem durch einen individuellen Klang überzeugen. So lässt sich der Klang des Headsets mit Sonarworks SoundID an deine persönlichen Vorlieben anpassen.

Hinzu soll ein hervorragender Tragekomfort kommen, wie auch eine kabellose Anbindung, wahlweise via Bluetooth oder dem beiliegenden Funkempfänger.

Allerdings, gerade der Fokus, den Corsair auf die Klangqualität gelegt hat, macht das HS80 Max für mich spannend.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen bzw. anhören, ob Corsairs Versprechungen stimmen und die HS80 Max wirklich so gut klingen!

An dieser Stelle vielen Dank an Corsair für das Zurverfügungstellen der HS80 Max für diesen Test.

 

Corsair HS80 Max im Test

Das HS80 Max ist natürlich in erster Linie ein Gaming Headset. Allerdings setzt Corsair auf ein sehr schlichtes Design. Ich finde die Kopfhörer sehen schick und “erwachsen” aus, aber auch nicht zu langweilig.

Gerade die weiße Version hält aus meiner Sicht eine sehr schöne Balance aus einem “auffälligen” Design, welches aber auch nicht zu übertrieben ist.

So haben wir vergleichsweise kantige Ohrmuscheln, welche aus einem matten Kunststoff gefertigt sind. Die Aufhängung der Ohrmuscheln und auch Teile der Halterung sind sogar aus Metall gefertigt.

Hierdurch wirken die Kopfhörer recht stabil und gut gebaut.

Der Mikrofonarm ist fest mit dem Headset verbunden und lässt sich wie üblich herunterklappen. Gesteuert wird das Headset zunächst über ein Drehrad wie auch zwei Tasten am Headset selbst oder einmal verbunden über die Corsair Software.

Spannend wird es bei der Akkulaufzeit. Corsair wirbt hier mit 24 Stunden mit RGB-Beleuchtung und 65 Stunden ohne. Die Akkulaufzeit bei mir im Test war sehr gut (24 Stunden sind absolut plausibel), aber 65 Stunden kann ich noch nicht bestätigen, zumal die RGB-Beleuchtung auch wirklich nicht so aufwendig ist, dass solch ein Laufzeitunterschied plausibel wäre.

Aber 24 Stunden + sind absolut möglich, gerade ohne Beleuchtung.

Geladen wird das Headset via USB C.

 

Super Tragekomfort!

Der Tragekomfort des HS80 Max ist ein großer Pluspunkt. Zwar ist das Headset nicht winzig, aber es ist für ein kabelloses Modell auch nicht übermäßig schwer. Dabei setzt Corsair bei den Ohrmuscheln auf Stoff und nicht auf Kunstleder.

Eine Entscheidung, welche ich begrüße, denn ich finde diesen Stoff angenehmer gerade an warmen Tagen als Kunstleder oder echtes Leder. Zwar sind die HS80 Max nicht übermäßig luftig, dies sind keine offenen Kopfhörer, aber deine Ohren fühlen sich auch nicht komplett abgeschirmt an.

Auch beim Sprechen hörst du dich etwas selbst, was ich sehr angenehm finde! Zudem haben wir ein “schwebendes” Kopfband, welches mir auch gut gefällt.

Kurzum, die Corsair HS80 Max gehören klar zu den besseren, wenn nicht sogar besten kabellosen Gaming-Headsets was den Tragekomfort angeht.

 

Klang, wie gut klingt das HS80 Max?

Beginnen wir mit dem “Standard-Klang” des Headsets. Du kannst seinen Klang über die Software mit einem EQ oder SoundID personalisieren. Darum kümmern wir uns später.

Im ersten Moment war ich etwas überrascht, denn die Corsair HS80 Max haben einen sehr ausbalancierten Klang. Die Kopfhörer klingen sehr sauber und fast schon neutral.

So sind die Höhen tadellos. Diese sind sauber und weder zu scharf noch zu matt. Corsair hat hier einen recht angenehmen “Mittelweg” getroffen. Ich bin mit den Höhen vollkommen zufrieden!

Selbiges gilt für die Mitten. Wir haben eine sehr gute Stimmwiedergabe. Stimmen haben eine fantastische Natürlichkeit und hören sich einfach unheimlich rund an. Dabei vermeiden die Corsair HS80 Max aber den „blechernen“ Klang, der schnell entstehen kann, wenn zu sehr auf die Mitten fokussiert wird.

Beim Bass wird es etwas schwerer. Der Bass ist nicht schlecht, könnte aber gerade am unteren Ende etwas “Punch” haben. So wirkt der Bass relativ flach. Spannenderweise bekommt er bei höheren Lautstärken (und HS80 Max kann richtig laut werden) merklich mehr Druck. Auch ist das Headset zu deutlich mehr Bass in der Lage! Ein kleiner Bass Boost über den EQ tut den HS80 Max aus meiner Sicht sehr gut.

Ein Hauch mehr Bass über den EQ in der Corsair Software und die HS80 Max klingen aus meiner Sicht fantastisch! Auch die generelle Räumlichkeit ist stark!

Hier merken wir schon die “Gaming-Headset” DNA. Bereits ohne virtuellen Raumklang klingt das Headset relativ breit. Allerdings auch nicht so breit, dass es künstlich wirkt.

Kurzum, von Natur aus hat das Corsair HS80 Max einen sehr schön neutralen und sauberen Klang.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

EQ und SoundID

Allerdings ist es recht offensichtlich, dass Corsair erwartet, dass du den Klang des HS80 Max nach deinen Wünschen anpasst.

Option A ist hier der klassische EQ.

Dieser funktioniert auch tadellos.

Spannender ist SoundID! SoundID macht mit dir einen “Hörtest” und einen A / B Test. Zunächst wird ermittelt, wie gut du hohe Frequenzen wahrnehmen kannst.

Anschließend wird über einen A / B Test ermittelt, welche Klangcharakteristik du bevorzugst und entsprechend der Klang angepasst.

Und ja, das ist wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht!

 

Klang mit SoundID herausragend!

Von Haus aus klingen die HS80 Max relativ neutral. Nach meiner Anpassung mit SoundID klingen die HS80 Max völlig anders!

Ich bevorzuge in der Regel etwas mehr die Badewannen Klangsignatur. Also relativ viele Höhen und Bässe. SoundID hat auch einen sehr guten Job die Kopfhörer mehr in diese Richtung zu formen.

So mochte ich die Höhen der HS80 Max von Haus aus. Passend dazu hat hier SoundID nicht viel verändert. Vielleicht einen Hauch nachgeschärft.

Wo SoundID einiges gemacht hat ist beim Bass, welcher deutlich angehoben wurde. Entsprechend klingen die Kopfhörer nach der Anpassung auch ganz anders.

Spätestens nach der SoundID Anpassung würde ich sagen, dass dies klanglich das beste Gaming Headset ist, das ich bisher in den Fingern hatte.

 

Mikrofon, eins der besten!

Mikrofone bei kabellosen Gaming Headsets sind in der Regel eher schwach. Dies liegt an Bandbreitenbegrenzungen bei der kabellosen Übertragung.

Allerdings ist da das Mikrofon des HS80 Max fast schon als fantastisch zu bezeichnen!

Das Mikrofon ist sehr laut, klar und sauber. Ja im Detail gibt es ein leichtes Ausfransen an den oberen Frequenzen, aber unterm Strich würde ich sagen, dass dies das beste Mikrofon ist, das ich bisher bei einem kabellosen Headset gehört habe.

 

Fazit

Das Corsair HS80 Max ist fantastisch! Dies ist das beste kabellose Gaming Headset, das ich bisher in den Fingern hatte.

Corsair hat hier einen hervorragenden Job gemacht, in allen Bereichen.

Starten wir beim Klang. Von Haus aus klingt das HS80 Max ordentlich, aber es ist sehr neutral und der Bass für meinen Geschmack etwas zu langweilig. Spannend wird es nach der Anpassung mit SoundID.

SoundID misst, wie gut dein Gehör hohe Frequenzen wahrnehmen kann und führt anschließend einen A / B Test durch, um zu ermitteln, welche Klangsignatur dir am besten gefällt.

Das hat bei mir auch sehr gut funktioniert! Nach der Anpassung mit SoundID hat das Headset wirklich die von mir bevorzugte Klangsignatur gut getroffen! Im Detail könnte der Klang noch einen Hauch luftiger sein, für mich, aber es ist spätestens nach der Anpassung eines der klanglich besten Gaming Headsets, die ich jemals in den Fingern hatte!

Hinzu kommt ein Tragekomfort welche auch als überdurchschnittlich bezeichnet werden kann. Ich mag die Stoff-Ohrpolster und finde das Headset auch über Stunden hinweg bequem.

Selbst das Mikrofon ist gut!

Kurzum, zwar ist das Corsair HS80 Max mit 190€ UVP sehr teuer, anders können wir es nicht sagen, aber dies ist auch wirklich ein gutes Gaming Headset, das vor allem sehr rund ist. Es gibt auch andere gut klingende Gaming Headsets, aber diese sind dann oft klobig und schwer, das Corsair HS80 Max hingegen schneidet in allen Bereichen gut bis sehr gut ab! Ob nun Tragekomfort, Klang (nach SoundID), Mikrofon oder Software und das gibt es selten in kabelloser Form!

Corsair HS80 Max
POSITIVE
Hervorragender Klang
Klar sehr gut anpassbar
Gutes Mikrofon
Großer Software Umfang
Gute Akkulaufzeit
NEGATIVE
94

NICGIGA NIC-S250801 8 Port 2,5Gbit Switch, günstig, schnell und sehr sparsam! (unter 3W!)

Immer mehr Geräte verfügen über schnelle LAN-Ports mit mehr als 1 Gbit. Leider sind aber 2,5Gbit oder sogar 10 Gbit Switche noch sehr selten.

Bis vor kurzem waren solche Modelle noch extrem teuer und vor allem stromhungrig! Ein Punkt der mich sehr von diesen abgehalten hatte. Aber mittlerweile gibt es einige 2,5 Gbit LAN Modelle die gar nicht mehr so stromhungrig sind und auch preislich in einen interessanten Rahmen fallen.

Solch ein Switch ist auch der NICGIGA 8 Port 2.5G Ethernet Switch.

Dieses Modell verfügt über 8x 2,5 Gbit RJ45 LAN Ports und sogar einen 10 Gbit SFP+ Uplink. Dies für unter 100€!

Wollen wir uns mal anschauen wie gut der Switch ist und wie viel Strom er benötigt!

 

NICGIGA NIC-S250801 8 Port 2.5G Ethernet Switch with 10G SFP Uplink im Test

Der NICGIGA Switch ist optisch eher “funktional” gestaltet. Dies ist kein schicker Switch, sondern ein recht klassisches Gerät mit einem einfachen Metallgehäuse.

Dabei misst dieser rund 21 x 11 x 3,2 cm. Eine gängige Größenklasse für ein Modell mit 8/9 Ports.

Sämtliche Anschlüsse des Switch sind dabei auf der Front angebracht. Hierzu zählt auch der DC Eingang!

Als Netzteil nutzt der Switch ein klassisches 12V/1,5A Modell.

 

Anschlüsse

Auf der Front besitzt der NICGIGA zunächst 8x RJ45 LAN Ports. Diese unterstützen alle

  • 100 Mbit
  • 1000 Mbit
  • 2500 Mbit (2,5 Gbit)

Dabei wirbt der Hersteller mit maximal 60 Gbps Switching-Kapazität.

Zudem haben wir aber auch einen SFP+ Port. SFP+ = maximal 10 Gbit!

Der SFP+ Port ist dabei als optionaler Uplink gedacht. Hast du mehrere Netzwerk Switche ist es in einem professionellen Umfeld üblich, dass diese untereinander via SFP / SFP+ verbunden werden. Das ist aber keine Pflicht, du kannst auch einfach den Switch über normale LAN-Ports / Kabel mit deinem Router verbinden.

 

Unmanaged

Der NICGIGA NIC-S250801 ist ein sogenannter “Unmanaged” Switch. Dieser besitzt also keine WebUI oder Ähnliches.

 

Mit VLAN Schalter

Allerdings besitzt der Switch auf der Front einen VLAN-Schalter. Aktivierst du diesen, werden die LAN-Ports alle in unterschiedliche VLANs aufgeteilt. Diese können also nicht untereinander kommunizieren.

Allerdings können alle LAN-Ports mit dem SFP+ Port eine Verbindung herstellen. Sinnvoll in einem Netzwerk, wo du nicht willst, dass Geräte untereinander reden können, aber dennoch über den SFP+ Port mit dem Internet verbunden werden.

Dies ist natürlich ein Feature für größere Netzwerke bzw. ein geschäftliches Umfeld.

 

Ohne Lüfter (und im inneren)

Der NICGIGA 8 Port 2.5G Ethernet Switch ist komplett passiv gekühlt. Es gibt im Inneren also keinen Lüfter oder andere Komponenten die Lärm erzeugen.

Ich habe den Switch auch einmal geöffnet. Leider sind die Chips mit einem Kühlkörper verklebt, daher kann ich nicht sehen was wir hier für einen Chipsatz haben.

Allerdings sieht der Switch sauber gearbeitet aus.

Merkwürdig, im Inneren des Switch ist eine grüne LED, die konstant blinkt. Diese ist zwar nur halb sichtbar, durch die Ritzen im Gehäuse, aber schon etwas merkwürdig, dass sie da ist.

 

In der Praxis

Ich nutze den NICGIGA NIC-S250801 Switch nun seit knapp über 2 Wochen. Bisher war dieser absolut unproblematisch! Ich hatte keine Abstürze oder anderes “merkwürdiges” Verhalten.

Der Switch verhält sich komplett „transparent“.

Auch die Leistung passt zu 100%. Ich kann ohne Probleme die vollen 2,5 Gbit durch den Switch jagen. Das Einzige, was ich bisher nicht ausprobiert habe, ist der 10 Gbit SFP+ Port. Mit einem SFP+ zu RJ45 Adapter, den ich noch rumfliegen hatte, wollte der Port leider nicht arbeiten. Allerdings sind diese Adapter gerne mal etwas “problematisch”.

Eine SFP zu SFP (1Gbit) Verbindung zu meinem UniFi Switch mit DAC Kabel funktionierte wiederum problemlos.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist für mich ein ganz wichtiger Punkt! Mein erster 10 Gbit Switch den ich hatte (und mittlerweile verkauft wurde) benötigte satte 25-35W bei 8 Ports!

Die modernen 2,5 Gbit Modelle sind da um einiges sparsamer! Hier ein paar Leistungswerte des NICGIGA NIC-S250801:

  • 2,8W – ohne Geräte angeschlossen
  • 3,1W – mit 1x 2,5 Gbit LAN Gerät
  • 3,8W – mit 2x 2,5 Gbit LAN Geräte
  • 4,6W – mit 3x 2,5 Gbit LAN Geräte
  • 5,2W – mit 4x 2,5 Gbit LAN Geräte

Dies sind sehr erträgliche Stromverbrauchswerte! Du kannst effektiv damit rechnen, dass der Switch ca. 2,8W “Basis-Verbrauch” hat + 0,6-0,8W pro angeschlossenes Gerät.

 

Fazit

Du willst Dein Netzwerk auf 2,5 Gbit LAN umstellen? Dann kann ich den NICGIGA NIC-S250801 8 Port 2.5G Ethernet Switch with 10G SFP-Uplink mit gutem Gewissen empfehlen!

Dieser macht bei mir in meinem Heim/Büro-Netzwerk einen super Job neben meinem UniFi 1Gbit Switch. So lasse ich meine großen PCs wie auch NAS-Systeme über den NICGIGA Switch laufen und hatte bisher noch nie auch nur einen Absturz!

Neben dem fairen Anschaffungspreis, um die 100€ für 8x 2,5 Gbit LAN, ist dabei für mich der Stromverbrauch ein wichtiges Kriterium.

Aber auch hier kann der Switch überzeugen. 2,8 W Basis-Verbrauch und + 0,6-0,8W pro angeschlossenes Gerät, das ist alles andere als zu viel!

Kurzum, der NICGIGA NIC-S250801 ist voll empfehlenswert!

 

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TERACLE T450 im Test, SK Hynix NAND in spannender Kombination mit Innogrit IG5236 Controller

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Der koreanische Hersteller TERACLE ist noch recht neu auf dem Markt der SSDs. Allerdings haben diese mit der T450 eine sehr spannende SSD im Sortiment.

So nutzt die T450 NAND aus dem Hause Hynix. Klingt im ersten Moment vielleicht nicht übermäßig spannend, ist es aber! Wir haben derzeit nur eine Handvoll großer NAND Hersteller auf dem Markt.

  • Samsung
  • KIOXIA
  • Micron
  • SK Hynix
  • YMTC

Während KIOXIA, Micron und YMTC ihren NAND auch an 3. Hersteller für den Bau von SSDs weitergeben, war es bisher so, dass Samsung und SK Hynix NAND primär in den jeweiligen eigenen SSDs zum Einsatz kamen.

Dies in Kombination mit dem Innogrit IG5236 Controller macht die T450 zu einer super spannenden SSD. Für mich extra spannend denn TERACLE ist auch noch ein sehr unbekannter Hersteller!

Wollen wir uns mal anschauen ob diese exotische SSD im Test überzeugen kann!

An dieser Stelle vielen Dank an TERACLE welche mir die T450 für einen Test zur verfügung gestellt haben.

 

Die TERACLE T450 im Test

Auf den ersten Blick ist die T450 eine recht einfache SSD. So setzt diese auf den üblichen M.2 2280 Formfaktor.

Dabei haben wir keinen besonderen Kühlkörper oder Aufkleber mit Kupferschicht oder Ähnliches.

Auch setzt TERACLE auf ein klassisches grün/blaues PCB. So würde ich die SSD als recht unscheinbar bezeichnen.

 

Technik der T450

Spannender ist da die Technik. TERACLE verspricht zunächst bis zu 7000 MB/s lesend und 6400 MB/s schreibend, womit die T450 schon zu den schnelleren PCIe 4.0 SSDs gehören würde.

Das Herzstück ist hier der Innogrit IG5236 Controller. Dieser ist etwas exotischer, aber bereits bekannt aus SSDs wie der ADATA XPG Gammix S70, welche ich für sehr stark hielt. Der Controller ist vergleichbar mit dem Phison E18, was die Leistung betrifft.

Dabei verfügt die SSD im Gegensatz zu vielen “Budget” Modellen auch über einen DRAM Cache. So ist hier ein SK Hynix H5ANAG6NCJ RAM Baustein verbaut.

Auch beim NAND kommt nach meinen Infos SK Hynix TLC NAND zum Einsatz. Dieser ist aber mit Teracle gelabelt, was nicht unüblich ist, dass einige Hersteller NAND Bausteine mit dem eigenen Logo versehen.

Hynix NAND ist eher selten in SSDs anzutreffen, abseits von SK Hynix eigenen Modellen. Dies wäre aber sehr positiv, denn ich halte Hynix TLC Nand für sehr gut.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für folgende Benchmarks zum Einsatz

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Benchmarks der TERACLE T450 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist der derzeit beste Test, um die maximale Leistung einer SSD zu testen.

CrystalDiskMark ist hier nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test um die SSD voll auszureizen.

Hier sehen die Werte der TERACLE T450 zunächst sehr beeindruckend aus! Lesend kommt die SSD auf 7447 MB/s, was praktisch das Limit der PCIe 4.0 Verbindung ist.

Damit setzt sich die T450 zwischen die Samsung 990 Pro und die Lexar NM790, weit oben im Testfeld.

Ein ähnlich positives Bild sehen wir auch schreibend! Hier erreicht die SSD bis zu 6832 MB/s. Damit liegt diese knapp hinter der Samsung 990 Pro und der Solidigm P44 Pro und vor der WD SN850x und der Lexar NM790.

Etwas versteckt bietet CrystalDiskMark die Möglichkeit, die IOPS und die Zugriffszeit von SSDs zu messen. Dies ist beides nicht die genaueste oder beste Messung, schauen wir uns aber dennoch auch hier einmal die Ergebnisse an.

Hier landet die TERACLE T450 im Mittelfeld. Allerdings wie aussagekräftig dies ist, lasse ich mal dahingestellt. Gerade bei der IOPS-Messung bevorzugt CrystalDiskMark einige SSD Controller und andere mag dieser Test gar nicht. So landen Samsung SSDs mehr oder weniger konstant am Ende.

AS SSD ist ein Test der nicht gut auf moderne SSDs optimiert ist. Allerdings sind dies auch in der Praxis nicht alle Probleme.

Hier landet die T450 im Mittelfeld.

Anvil’s Storage Utilities ist an sich sehr gut für moderne SSDs optimiert. Daher war ich über das mittelmäßige Abschneiden der T450 hier etwas überrascht.

 

PC Mark SSD Test

Der PC-Mark-Test zielt mit seinem Speicher-Benchmark darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Büroanwendungen und Spiele zu simulieren.

Es stehen dreit Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variant, “Data” und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Hier sehen wir in allen Testbereichen erfreulich gute Ergebnisse!

 

WinRAR Test

Am Ende übertragen wir noch zwei umfangreiche Archivdateien auf die SSD und entpacken sie anschließend. Diese Vorgehensweise spiegelt auch gut das Installieren von Spielen und Programmen wider.

  • Archiv A enthält die Installation von Tiny Tina’s Wonderland mit ungefähr 52 GB.
  • Archiv B umfasst die Installationen von Tiny Tina’s Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 und beträgt etwa 231 GB.

Hier sehen die Werte der TERACLE T450 sehr gut aus! Diese setzt sich bei beiden Tests klar ins Oberfeld der bisher getesteten SSDs.

Dies bestätigt die sehr guten reinen Datenraten der SSD.

 

SLC Cache

Wie die meisten SSDs setzt auch die TERACLE T450 auf einen SLC Cache. Was bedeutet dies? Die TERACLE T450 nutzt TLC NAND, das heißt, es werden pro Zelle 3 Bits gespeichert. Umso mehr Bits wir Pro Zelle schreiben, umso komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang. Dies potenziert sich, je mehr Bits pro Zelle geschrieben werden müssen. Gerade QLC SSDs sind davon betroffen.

Um aber dennoch hohe Datenraten zu erreichen, nutzen fast alle SSDs einen so genannten SLC Cache. Hierbei wird nur 1 Bit Pro Zelle geschrieben, für einen gewissen Zeitraum. Dies funktioniert natürlich nicht über die komplette Kapazität hinweg.

Entsprechend kann die Datenrate bei konstanter Last sinken, bis die SSD den SLC Cache wieder freischaufelt.

Aber wie stark sinkt die Datenrate? Hierfür fülle ich die SSD mit H2Testw und logge die Geschwindigkeit mit.

Wichtig: H2TestW kann nicht die volle Schreibgeschwindigkeit der SSD nutzen, daher nicht wundern, dass wir im Maximum nur knapp unter 3000 MB/s haben.

Zunächst ist der Cache der T450 in der 2TB Version mit rund 600 GB sehr groß! Innerhalb der ersten 600 GB haben wir die volle Leistung.

Danach sinkt die Datenrate etwas schwankend auf 800-1500 MB/s ab (1080 MB/s im Schnitt). Dies ist ein guter Wert!

 

Stromverbrauch

Das Bestimmen des Stromverbrauchs von M.2 SSDs gestaltet sich als Herausforderung. Um dies zu erreichen, nutze ich eine spezielle Methode: Ich verbaue die SSDs in einem externen NVME SSD Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Es ist hier zwar keine genaue Messung möglich, auch da wir die Leistung der SSD auf 1000 MB/s limitieren. Trotzdem geben die Ergebnisse einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es ist daher ratsam, weniger auf absolute Werte zu achten, sondern eher einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um abzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie benötigt.

Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann eine Differenz von nur +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde verändern.

Unter last verbrauchte die TERACLE T450 bei mir im Test eine mittlere Menge Energie, soweit unauffällig für eine SSD dieser Klasse.

Allerdings im Leerlauf lag der Verbrauch etwas höher als ich erwartet hatte. Dies kann natürlich an meiner Testmethode liegen, ist aber durchaus etwas auffällig.

Damit würde ich die SSD weniger für Ultrabooks und Notebooks wo Akkulaufzeit ein wichtiger Punkt ist empfehlen und mehr für klassische Desktop-PCs oder Gaming Notebooks.

 

Fazit

Die TERACLE T450 ist eine super spannende SSD! Innogrit IG5236 Controller + Hynix NAND + DRAM Cache zu einem fairen Preis.

Im Test konnte die SSD vor allem durch sehr gute Datenraten beim Kopieren von Daten, wie auch in Alltagsanwendungen überzeugen.

Die T450 kann hier zwar nicht ganz mit der “ersten Klasse” SSDs wie der Solidigm P44 Pro oder 990 Pro mithalten, aber diese Spielt durchaus in einer Liga mit Modellen wie der Samsung 980 Pro, was im alltag mehr als ausreichend ist.

Erfreulich ist dabei auch die gute Leistung nach dem SLC Cache, welche deutlich über der von QLC SSDs oder günstigen TLC Modellen aller WD Blue SN580 liegt.

Lediglich läuft die TERACLE T450 relativ heiß. Es ist hier ganz klar ein SSD-Kühler empfehlenswert!

Aber abseits davon ist dies eine super spannende SSD mit Markenkomponenten und starker Leistung.

TERACLE T450
90

INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung im Test, Empfehlung!

INIU war sehr fleißig und hat neben einer neuen Version seiner bekannten 25000 mAh Powerbank auch ein komplett neues Modell auf den Markt gebracht, die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung.

Wir haben hier eine 20.000 mAh Powerbank, welche über einen recht leistungsstarken 65W USB C Port verfügt.

Wollen wir uns die Powerbank einfach mal im Test ansehen. Kann diese auch überzeugen? Stimmt die Kapazität und gibt es vielleicht ein paar positive Überraschungen?

 

INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung im Test

INIU bleibt seinem klassischen Design auch bei der INIU BI-B62 Powerbank treu. So besitzt auch diese ein stark abgerundetes Gehäuse aus einem gummierten Kunststoff. Dabei befindet sich ein kleines Hochglanzfenster auf der Oberseite.

Damit ähnelt die Powerbank stark ihren Geschwistern von INIU. Allerdings hat diese auch das Problem der Robustheit, denn diese Oberfläche ist sehr empfindlich gegenüber Kratzern und Fingerabdrücken.

Mit 149,5 x 73 x 27,5 mm ist die 20.000 mAh 65W Powerbank nicht riesig, aber auch nicht winzig für ein Modell mit 20.000 mAh

Dies sehen wir auch im Vergleich zur normalen INIU 20000 mAh 22,5W Powerbank, welche schon ein Stück kleiner ist. Umgekehrt ist die neue 25000 mAh 100W Powerbank von INIU ist erwartungsgemäß ein kleines Stück größer.

Das Gewicht der Powerbank liegt bei 405g.

 

Anschlüsse

Die INIU 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung besitzt 3 Anschlüsse, 2x USB C und 1x USB A.

  • USB C – 65W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB C – 36W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A
  • USB A – 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port der Powerbank bietet satte 65W Leistung. Damit ist dieser ausreichend für so ziemlich alle Notebooks auf dem Markt. Kleinere 13 Zoll Modelle werden in der Regel mit dem vollen Tempo geladen, größere Modelle werden in der Regel geladen, aber vielleicht nicht ganz mit dem vollen Tempo.

Dabei ist der Port natürlich auf Geräte wie Smartphones, Tablets oder Spielekonsolen (Switch, Steam Deck) wunderbar geeignet! Du musst dir hier keine Sorgen machen, dass etwas “überladen” wird oder so.

Der sekundäre USB C Port hingegen bietet 36W und spannenderweise keine 15V oder 20V Stufe. Damit ist der sekundäre Port mehr oder weniger ausschließlich für Smartphones und kleinere Geräte geeignet.

Der USB A Port wiederum soll Quick Charge mit bis zu 18W unterstützen.

Über den primären USB C Port wird die Powerbank auch geladen. Allerdings laut INIU nur mit bis zu 45W.

 

USB A Port mit Überraschung

Laut Aufdruck bietet der USB A Port lediglich 18W nach dem Quick Charge 3.0. Nicht schlecht, aber laut meinem Messgerät hat der USB A Port deutlich mehr Power!

  • Apple 5V/2,4A Charging
  • BC1.2
  • Samsung AFC 9V/12V
  • Huawei FCP 5V/9V/12V
  • Huawei SCP 3,4-12V @66W
  • QC 2.0
  • QC 3.0
  • VOOC/DASH/WARP Charging 3,3-5,5V
  • SuperVOOC 10V

Leider habe ich derzeit kein Huawei oder OPPO Smartphone im Büro um dies praktisch zu testen, aber so wie es aussieht unterstützt die Powerbank die proprietären Schnelllade Standards von modernen Huawei, OPPO, OnePlus und Realme Smartphones!

Update: Hier gibt es leider ein negatives Update. So wie es aussieht gibt es hier einen Fehler seitens der Powerbank. So gibt diese sich zwar mit den diversen Ladestandards zu erkennen, das Messgerät hat dies also richtig ausgelesen, aber diese funktionieren in der Praxis nicht.

So haben mich einige Berichte erreicht wonach OnePlus Smartphones die Powerbank zwar als DASH/WARP Charge fähig erkennen, aber dann direkt das Laden abbrechen.

Dies kann ich mit SuperVOOC und einem Realme Smartphone bestätigen! Auch hier beginnt das Smartphone den Ladevorgang, versucht auf das schnellladen umzuschalten und bricht den Ladevorgang ab.

Es ist natürlich weiterhin möglich das es Huawei, Realme, Oppo und OnePlus Smartphones gibt bei denen es funktioniert, aber derzeit sieht das ganze eher nach einer „fehl Erkennung“ aus. 

 

Große PPS Range!

Die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank unterstützt PPS und dies auch mit einer recht großen Range!

  • USB C 1 – 3,3-15V bei bis zu 4,5A
  • USB C 2 – 3,3-11V bei bis zu 4,5A

Fantastisch! Damit ist diese Powerbank auch für Samsung und Google Pixel Smartphones hervorragend.

Diese kann beispielsweise das Samsung Galaxy S23 Ultra mit den vollen 45W laden.

 

Die Kapazität

Wie steht es um die Kapazität der Powerbank? Diese soll laut INIU bei 20000 mAh bzw. 74 Wh liegen.

Wh mAh @ 3,7V % der HA
5V/1A 63.6473 17202 86%
9V/1A 68.3485 18473 92%
20V/1A 66.8422 18065 90%
20V/3A 65.1301 17603 88%

 

Im Test erreichte die Powerbank eine praktisch nutzbare Kapazität von 18473 mAh bzw. 68,3485 Wh im besten Fall und 17202 mAh bzw. 63,6473 Wh im schlechtesten Fall.

Dies entspricht 86% bis 92% der Herstellerangabe! Fantastische Werte!

Bei Powerbanks ist es leider normal, dass die Modelle nicht zu 100% die Herstellerangabe erreichen. Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Bei ihrer Entladung gibt es allerdings diverse Wandlungsprozesse, welche etwas Kapazität kosten.

80-90% echte Kapazität ist nach meiner Erfahrung ein guter normaler Wert. Über 90% nutzbare Kapazität ist selten (und erfreulich).

 

Für welche Geräte geeignet?

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones
OnePlus Smartphones
Realme Smartphones
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • = langsames Ladetempo zu erwarten
  • = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung ist praktisch für alle Smartphones aller Hersteller wunderbar geeignet!

Dank der Ausgangsleistung von 65W ist die Powerbank z.B. super für die diversen Apple Geräte, inklusive der großen iPads und der kleinen MacBooks.

Dank der großen PPS Range ist die Powerbank aber auch super für die Samsung Galaxy S Smartphones, wie auch die Pixel Smartphones geeignet. Beispielsweise das S23 Ultra würde mit dem vollen Tempo an der Powerbank landen.

 

Ladedauer

Die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank kann mit bis zu 45W geladen werden, an einem entsprechenden 45W USB Power Dleivery Ladegerät (oder größer).

Eine vollständige Ladung der Powerbank dauert ca. 2:30-2:45 h, was ein gutes Tempo für eine Powerbank dieser Klasse ist.

 

Fazit

Die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung ist hervoragend! INIU hat hier einen fantastischen Job gemacht, vor allem auf technischer Seite.

Zunächst erfüllt die Powerbank die Kapazitätsangabe erfreulich gut mit bis zu 18473 mAh bzw. 68,3485 Wh. Dies sind für eine 20000 mAh Powerbank herausragende Werte.

Ebenfalls herausragend sind die Anschlüsse! Zunächst unterstützt der USB A Port mit SuperVOOC, DASH/WARP Charging, Huawei Super Charge und Quick Charge viele Ladestandards!

Der primäre USB C Port wiederum bietet 65W nach dem Power Delivery Standard, wie auch eine große PPS Range mit 3,3-15V bei bis zu 4,5A.

Damit ist diese Powerbank für fast alle Geräte hervorragend geeignet! Ob nun Samsung Galaxy S (auch das S23 Ultra wird mit dem vollen Tempo geladen), Apple iPhone, Google, usw. Smartphones werden alle voraussichtlich schnell an der Powerbank geladen.

Dank der Leistung von 65W ist die Powerbank auch super für Notebooks geeignet.

Das Laden der Powerbank selbst geht mit bis zu 45W flott! Eine vollständige Ladung dauert rund 2:30h.

Kurzum, dies ist eine herausragende Powerbank, welche prinzipiell voll empfehlenswert ist! Prinzipiell? Du musst hier etwas auf den Preis schauen.

Angebot
INIU Laptop Power Bank, 65W PD3.0 20000mAh Hochkapazität Powerbank...

  • Hohe echte Kapazität (bis zu 18473 mAh)
  • 65W USB C Ausgang
  • Viele unterstützte Ladestandards
  • Große PPS Range (3,3-15V bei bis zu 4,5A)
  • Schnelles Wiederaufladen (0% auf 100% in 2:30h)

Zum Zeitpunkt des Tests kostet die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank mit 65W Leistung rund 60€. Ein fairer Preis, allerdings kostet die größere INIU 25000 mAh 100W Powerbank fast das gleiche. Hier würde ich dann zu dieser greifen.

Sollte es aber einen Preisunterschied zwischen den beiden INIU Powerbanks im Bereich von 20€ geben, dann ist auch die INIU BI-B62 20000 mAh Powerbank ein fantastischer Deal!

WLAN Steckdose mit Matter Support und Verbrauchsmessung! TP-Link Tapo P110M im Test

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Mit der Tapo P110M bietet TP-Link eine interessante Smart Home Steckdose an. Diese bietet nicht nur die übliche Möglichkeit des Ein/Ausschaltens, sondern auch eine Verbrauchsmessung und unterstützung für den Matter Standard.

Matter? Ja der neue universelle Smart Home Standard wird bereits von der Tapo P110M unterstützt.

Dabei ist die Steckdose mit unter 20€ sehr günstig!

Wollen wir uns einmal die TP-Link Tapo P110M im Test ansehen. Was kann diese uns was bringt der Matter support?

An dieser Stelle vielen Dank an TP-Link für das zur Verfügung steller der P110M für diesen Test.

TP-Link Tapo P110M im Test

Die neue Tapo P110M setzt auf das vertraute TP-Link Tapo Design. So misst die Steckdose 71 x 49 x 40 mm.

Damit ist diese sicherlich nicht winzig, aber auch nicht riesig. Je nach orientierung der Steckdosen wäre es durch aus möglich zwei nebeneinander einzustecken.

Dabei besitzt der Adapter den üblichen Schuko Stecker. Erfreulicherweise kann der P110M dabei auch die vollen 16A schalten, was nicht selbstverständlich ist.

Neben der Steckdose befindet sich am Adapter eine Status-LED wie auch ein Schalter. Die LED ist sehr dezent und der Schalter erlaubt dir ein direktes Schalten der Steckdose, auch ohne Smartphone und App.

Einrichtung und App

Du hast bei der Tapo P110M zwei Möglichkeiten der Einrichtung. Du kannst diese über Matter einrichten oder klassisch über die TP-Link Tapo App.

Über Matter reden wir gleich, zunächst schauen wir uns die TP-Link Tapo App an.

Nach dem installieren der App und dem Einrichten der Tapo App, wofür wie üblich ein Konto beim Hersteller nötig ist, geht es an das Verbinden der Steckdose. Bei mir unter Android war dies Kinderleicht und die App hat die Verbindung zu meinem WLAN mehr oder weniger alleine gemacht.

Die TP-Link Tapo App ist dabei grundsätzlich sehr gut gemacht. Auf der Startseite finden wir eine Übersicht mit allen verbundenen Geräten. Steckdosen kannst Du auch direkt über die Startseite mit einem Tipp schalten.

In der erweiterten Ansicht bekommst Du dann Informationen zu Dingen wie dem Stromverbrauch, da die TP-Link Tapo P110M eine Messfunktion hat, aber auch zugriff auf Funktion wie Zeitpläne und einem Timer.

Hier bietet die App den üblichen Funktionsumfang, welcher aber optisch wertig aufbereitet ist.

Mit Matter Support

Die TP-Link Tapo P110M unterstützt “Matter”. Was ist Matter? Matter kann ein sehr verwirrendes Thema sein.

Im Kern handelt es sich bei Matter um einen Kommunikationsstandard, ähnlich wie Apple HomeKit. Allerdings ist Matter ein universeller Standard, auf welchen sich unter anderem Apple, Google, Amazon usw. geeinigt haben.

Matter Geräte sind untereinander kompatibel! Du hast eine entsprechende Smart Home Zentrale, die Matter unterstützt, dann kannst Du in diese einfach direkt ein Matter fähiges Gerät einbinden, egal von welchem Hersteller.

Beispielsweise die Amazon Echo Geräte, Google Nest Lautsprecher oder der Apple HomePod können eine Matter Zentrale sein. Auch der HomeAssistant kann eine Matter Zentrale sein.

So kannst Du, wenn Du möchtest, komplett auf die herstellerspezifische App verzichten. Sagen wir Du hast eine Smart Home Zentrale von Samsung, SmartThings Hub (3. Gen.). Dann kannst Du in diese Geräte von TP-Link, Merros und allen Herstellern einbinden die den Matter Standard unterstützen. Du brauchst also nicht X Hersteller Apps.

Du kannst auch weiterhin die TP-Link Tapo App nutzen, wie du möchtest.

Was sind die Vorteile für dich?

  • Du kannst die Hersteller eigene App nutzen, musst es aber nicht.

  • Du kannst die Tapo P110M in alle Smart Home Systeme integrieren, die auch Matter unterstützen, unabhängig vom Hersteller.

Dabei läuft die Kommunikation zwischen der Matter fähigen Zentrale und der Tapo P110M lokal! Theoretisch sollte diese auch weiter funktionieren, selbst wenn kein Internet vorhanden ist.

Aber ich habe noch keine Matter Geräte?! Kein Problem, Du kannst die Tapo P110M auch wie jede andere WLAN Steckdose nutzen.

Kleine Anmerkung: Ich habe die Tapo P110M über den HomeAssistant genutzt, mithilfe der Matter Anbindung. Das schalten der Steckdose funktionierte auch extrem schnell, schneller als mit der Tapo App, aber Dinge wie Verbrauchswerte wurden nicht ausgelesen!

Strommessung

Ein wichtiger Faktor bei der P110M ist die Möglichkeit den Stromverbrauch von Geräten zu messen.

Dabei unterstützt die Steckdose folgende Feature:

  • Live Stromverbrauch

  • Diagramm über den Stromverbrauch der letzten 24 Stunden / 7 Tage

  • Kalender mit Historischen Verbrauchsdaten

  • Energieverbrauch Heute / Letzte 30 Tage

  • Energie kosten in €

Damit loggt die Steckdose sehr umfangreich mit, wie viel Energie verbraucht wird.

Aber wie genau ist diese Messung?

2W 5W 12W 24W 48W 90W
TP-Link Tapo P110M 100% 111% 101% 103% 101% 101%
Refoss Tasmota 65% 110% 99% 99% 101% 101%
Meross MSS315 81% 104% 100% 102% 101% 101%
TP-Link HS110 157% 112% 101% 103% 101% 100%

In meinem Test lag die Abweichung gerade mal im Bereich 0-3%, von daher ist die Messung als genug zu bezeichnen.

Es gibt lediglich keine Nachkommastellen bei der Messung. Verbraucht ein Gerät 1,5W wird dieses mit 2W angezeigt usw.

Das einzige, was mir vielleicht fehlt, wäre eine automatische Abschaltung, wenn der Stromverbrauch unter Wert X sinkt.

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch von Smart Home Steckdosen kann sich durchaus summieren! Wie schlägt sich hier die TP-Link Tapo P110M?

Der Stromverbrauch dieser schwankt je nachdem ob die Steckdose Ein oder Ausgeschaltet ist bzw. das Relais in der Steckdose aktiv ist oder nicht.

  • Ein: 0,94 W

  • Aus: 0,54 W

Tendenziell ist dies ein niedriger Stromverbrauch für eine WLAN Steckdose, mit Messfunktion! Ich habe schon niedrigere Leistungsaufnahmen gesehen, dann aber meist von Modellen die keine Messfunktion besaßen.

Von daher geht der Stromverbrauch völlig in Ordnung.

Fazit

Die TP-Link Tapo P110M ist derzeit eine der besten WLAN Steckdosen auf dem Markt. TP-Link bietet hier einfach ein sehr rundes Paket.

Wir haben eine sehr gute App, ordentlichen Funktionsumfang und auch gute Hardware. So ist beispielsweise die Messgenauigkeit der Steckdose überdurchschnittlich. Praktisch wenn Du den Stromverbrauch deiner Geräte beobachten willst.

Der Stromverbrauch der Steckdose selbst ist mit 0,54W bis 0,94W erfreulich niedrig.

Weitere Pluspunkte gibt es für die Unterstützung des Matter Standards. Dies mag zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht ganz so wichtig sein, ist aber für die Zukunft klasse!

Kurzum, die TP-Link Tapo P110M ist für +- 20€ absolut empfehlenswert, gerade wenn Du wert auf die Messfunktion legst.

PERGEAR Professional 260GB CFexpress Typ A im Test, voll empfehlenswert zum fairen Preis!

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Wenn du eine moderne große Sony Kamera kaufst, wird diese vermutlich SD und CFexpress Speicherkarten Slots haben. Allerdings im Gegensatz zu anderen Herstellern nutzt Sony CFexpress Typ A Speicherkarten, welche deutlich teurer sind als die Typ B Modelle.

So will Sony unfassbare 330€ für seine 160 GB CFexpress Typ A Speicherkarte!

Mit 3. Anbietern geht’s etwas günstiger. Einer der günstigsten Hersteller hier ist PERGEAR So bekommst du die 260 GB PERGEAR CFexpress Typ A Speicherkarte für rund 180€, was ein viel besserer Deal ist!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Gibt es Nachteile oder EInschränkungen aufgrund des günstigen Preises?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an PERGEAR für das zur Verfügung stellen der Speicherkarte für diesen Test.

 

PERGEAR Professional 260GB CFexpress Typ A im Test

Während Sony bei seinen CFexpress Typ A Speicherkarten auf ein Gehäuse aus Kunststoff setzt, nutzt PERGEAR ein Gehäuse, das zumindest teilweise aus Metall besteht.

So haben wir eine Ober und Unterseite aus Metall und einen Kunststoffrahmen, welcher vermutlich ein besseres Einsetzen ermöglichen soll.

Das Nutzen von Metall macht hier auch durchaus Sinn! CFexpress Typ A Speicherkarten kämpfen etwas mit Temperaturproblemen und das Metall kann helfen die Wärme besser abzuführen.

Dabei wirkt die generelle Verarbeitung der Speicherkarte sehr gut! Verglichen mit den anderen Modellen von Lexar, Prograde usw. ist mir lediglich aufgefallen, dass die “Spitze” des PCB der Speicherkarte nicht schwarz lackiert ist.

Dies ist abseits vom Aufdruck der einzige Unterschied, der mir zu der CFexpress Speicherkarte von Lexar z.B. aufgefallen ist.

 

Was macht CFexpress Speicherkarten so gut?

CFexpress Speicherkarten funktionieren völlig anders als SD Karten. CFexpress Speicherkarten sind im Kern SSDs. Eine CFexpres Speicherkarte, egal ob nun Typ A oder B, ist eine PCIe SSD! Normale SD Karten hingegen sind eher mit USB-Sticks vergleichbar.

Eine CFexpress Typ A Speicherkarte wie die PERGEAR nutzt eine PCIe 3.0 x1 Verbindung zur Kamera, welche entsprechend auch die maximale Datenrate vorgibt.

PCIe 3.0 x1 = theoretisch maximal +- 1000 MB/s, praktisch sind es maximal um die 900 MB/s.

Aber hier heraus ergeben sich weitere Vorteile, unter anderem bei der Haltbarkeit und der Zuverlässigkeit. SSDs besitzen bessere Funktionen für die Datensicherheit und Überwachung.

 

Mit SMART Daten

Wie du vielleicht weißt, sind Speichermedien wie Speicherkarten und SSDs letztendlich Verschleißmaterial. Eine Speicherkarte und auch eine SSD lässt sich nur X mal beschreiben bis die Speicherzellen sich abnutzen und kaputt gehen.

Je nach Qualität kann dies ein paar hundert Mal sein, kann aber auch mehrere tausende oder zehntausende Mal sein, die du die Speicherkarte beschreiben kannst.

Bei SSDs kannst du dies überwachen. Es gibt hier die sogenannten “SMART” Daten. Über diese lässt sich der echte Zustand der Speicherzellen auslesen.

Dies geht auch bei CFexpress Speicherkarten wie bei der PERGEAR!

Mit Programmen wie CrystalDiskInfo kannst du sehen, wie die aktuelle Lebenserwartung ist in % und viele Daten bereits auf die Speicherkarte geschrieben wurden.

Entsprechend kannst dU ablesen wie “abgebraucht” die Speicherkarte schon ist.

 

260 GB = 256 GB = 238 GB

PERGEAR bewirbt die Speicherkarte mit einer Kapazität von 260 GB. Praktisch scheint es sich aber wohl “nur” um eine 256 GB Speicherkarte zu handeln.

Genau genommen hat sie formatiert nur 238 GB, was aber normal für eine Speicherkarte oder auch Festplatte mit 256 GB ist.

 

Erster Test der Datenrate

PERGEAR verspricht bei der Datenrate folgendes:

  • 880 MB/s lesend
  • 400 MB/s schreibend

Damit ist diese Speicherkarte auf dem Papier schon ein Stück langsamer als die anderen CFexpress Typ A Speicherkarten, welche auf 700 – 900 MB/s lesend wie auch schreibend kommen.

Schauen wir uns zunächst die absoluten maximalen Datenraten an! Diese messe ich mit der Speicherkarte intern verbaut.

Intern verbaut? Ja, es handelt sich bei CFexpress Speicherkarten um NVME SSDs. Diese lassen sich mit passenden Adaptern auch intern verbauen, was natürlich nicht alltagstauglich ist, aber die maximalen Datenraten zeigt, ohne dass noch ein Kartenleser auf die Werte einen Einfluss hat.

Im ersten Moment übertreffen wir die Herstellerangabe deutlich! Wir kommen lesend auf 918 MB/s und schreibend auf 814 MB/s.

Beeindruckend!

Allerdings hat dies einen Grund, denn im Gegensatz zu vielen anderen CFexpress Typ A Speicherkarten bietet die PERGEAR keine konstante Schreibrate!

Wir haben eine Spitzen-Schreibrate von 814 MB/s, allerdings sinkt diese nach ein paar Sekunden Last auf +- 460 MB/s ab.

Dies ist aber immer noch mehr als vom Hersteller angegeben und schneller als jede SD Karte!

 

In Kartenleser

In der Praxis wirst du die Speicherkarte aber natürlich in einem Kartenleser, wie auch in deiner Kamera nutzen.

Schauen wir uns mal die Datenraten im Sony MRW-G2 Speicherkarten-Lesegerät an.

Hier kommen wir auf 818,55 MB/s lesend und 639,93 MB/s schreibend.

 

Keine Temperaturprobleme!

Viele CFexpress Typ A Speicherkarten haben Temperaturprobleme. Ganz blöd gesagt diese müssen Ihre Leistung drosseln, wenn sie konstant beschrieben werden, da die Speicherkarte einfach so heiß wird.

Dies ist besonders ausgeprägt bei der Sony eigenen CFexpress Speicherkarte.

Hier die Datenrate beim Beschreiben der Speicherkarten im Vergleich.

Wie du sehen kannst ist die Sony Speicherkarte unter Umständen aufgrund der hohen Temperaturen (ab ca. 70 Grad drosselt sich diese) sogar langsamer bei konstanter Last. Lediglich die Lexar CFexpress Typ A Karte ist konstant schnell.

 

In der Praxis

In der Praxis macht eine schnelle Speicherkarte primär bei Serienbildern Sinn, wie natürlich auch bei 8K Video.

Ich habe die Speicherkarte in der Sony A7R V getestet. Diese kann im “worst Case” 10 Bilder/s mit rund 61 MB pro Bild erzeugen. 10 * 61 MB = 610 MB/s und die Kamera kann theoretisch konstant Bilder machen.

Mit der PERGEAR kann es passieren, dass der Buffer der A7R V vollläuft, was bei den großen Karten “nicht” passiert. Allerdings, wie du sehen kannst dauert es 2,5x so lange wie selbst bei der schnellsten SD Karte bis der Buffer der Kamera gefüllt ist.

Ebenso ist der Buffer in der Hälfte der Zeit gelernt.

 

Fazit

Die PERGEAR Professional 260GB CFexpress Typ A ist eine sehr interessante und auch sinnvolle Wahl!

Dies liegt natürlich an der Preis/Leistung. Theoretisch gibt es schnellere CFexpress Typ A Speicherkarten. Hier wäre das Modell von Lexar meine erste Wahl. Aber auch diese ist recht preisintensiv.

Die PERGEAR hingegen ist mit rund 180€ für 260/256 GB Preislich sehr attraktiv. Lesend kommen wir auf über 900 MB/s und schreiben auf eine konstante Leistung von +- 460 MB/s.

Dies ist etwas langsamer als bei anderen Modellen (CFespress Typ A), aber fast doppelt so schnell wie selbst bei den besten SD Karten.

PERGEAR Professional 260GB CFexpress Type A Speicherkarte, bis zu...

  • Hohe Datenrate lesend
  • Konstante Leistung
  • Im Test keine Temperatur-Probleme 
  • Mit SMART Daten 

Dabei kostet die PERGEAR Professional weniger als eine V90 SD Karte, bei höherem Tempo. Im Gegensatz zur Sony Speicherkarte hat die PERGEAR auch keine übermäßigen Temperatur-Probleme.

Kurzum, ich halte die PERGEAR Professional 260GB CFexpress Typ A für eine super Option wenn du eine schnelle und günstige Speicherkarte für deine Sony Kamera suchst.