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Anker PowerPort+ 6 Ladegerät im Test, das beste Multiport Ladegerät!

Anker USB Ladegeräte gelten mit als die besten auf dem Markt und das auch zu Recht. Kaum eine andere Marke schafft es solch hochwertige und gute Ladegeräte zu bauen.

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Dementsprechend ist es selbstverständlich, dass ich mir auch Ankers neues „Flaggschiff“ Ladegerät mit Quick Charge 3.0 auf diesem Blog ansehe. Kann auch das 35,99€ teure PowerPort+ 6 im Test überzeugen wie auch schon sein kleinerer Bruder das Powerport 6? Finden wir es heraus!

 

Technische Daten 

  • Anker PowerPort+ 6 A2063
  • 60W
  • 5x „PowerIQ“ USB Port 2,4A
  • 1x Qualcomm Quick Charge 3.0 (3,6V-6,5V=2,4A/6,5V-9V=2A/9V-12V=1,5A)
  • Link zum Hersteller
  • bei Amazon 

 

Das Anker PowerPort+ 6 

Ehe wir zum Ladegerät kommen, ein paar Worte zum Lieferumfang und der Verpackung.  Die Verpackung ist, jedoch wie bei Anker mittlerweile üblich, recht schön designt und einfach zu öffnen. Der Hersteller verzichtet hierbei weitestgehend auf unnötiges Plastik.  Wie üblich legt Anker nichts weiter in den Lieferumfang als das Ladegerät selbst und das Netzkabel.

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Das PowerPort+ 6 ist aus einem einfachen matten Kunststoff gefertigt. Dies mag auf den ersten Blick zwar etwas weniger hochwertig wirken als das „Softtouch Plastik“ des PowerPort 6 aber praktisch ist das + Modell deutlich robuster gegen Dreck und Fingerabdrücke.

Lediglich die Front in welcher die sechs USB Ports eingelassen sind, besteht aus einem Plastik in „gebürsteter“ Aluminium Optik. Dies wertet das Ladegerät aus meiner Sicht ein Stückweit auf.

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Im Vergleich zum kleineren Bruder dem PowerPort 6 ist das + ein Stück weit größer, was vermutlich auf den erhöhten Platzbedarf des Quick Charge Ports zurückzuführen ist.

Das Ladegerät selbst besitzt fünf normale USB Ports mit Ankers PowerIQ Technologie und einen Qualcomm QuickCharge 3.0 Port. Die normalen USB Ports können jeweils bis zu 2,4A Leistung abgeben, gemeinsam aber nur bis zu 8,4A. Ihr könnt also nur 3,5 Ports gleichzeitig belasten + den Quick Charge Port.

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An dem Quick Charge 3.0 USB Port könnt Ihr natürlich nicht nur QuickCharge fähige Smartphones laden. Auch iPhone und co. laden an diesem Port problemlos, jedoch oftmals langsamer als an den regulären USB Ports.

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Etwas merkwürdig ist, dass Anker die Leistung des QC 3.0 Ports mit maximal 2,4A bei 5V angibt. Quick Charge 3.0 Ports haben eigentlich in der Regel immer eine Leistung von bis zu 3A. Ob sich dies negativ auswirkt erfahrt Ihr im Praxisteil.

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das 1 Meter Kabel von Mr.Flux oder von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

Wichtige Information zur Ladegeschwindigkeit. Nur weil ein USB Ausgang maximal 2,4A oder 2A liefern kann, bedeutet dies noch lange nicht, dass Smartphone, Tablet und Co. auch mit der maximalen Geschwindigkeit an diesem Port laden. Hier spielen noch andere Faktoren eine Rolle. Dementsprechend ist diese Aussage welche oftmals getroffen wird „Powerbank XYZ ist super schnell da sie einen 2,4A Ausgang besitzt“ nicht ganz richtig. In der Praxis gibt es teilweise massive Unterschiede zwischen einzelnen Modellen auch wenn die USB Ports angeblich die gleiche maximale Leistung liefern können.

 

Messergebnisse zum Anker PowerPort+ 6 USB Ladegerät

Starten wir mit dem Belastungstest, diesen hat das Anker Ladegerät problemlos gemeistert. Auch die Hitzeentwicklung war verhältnismäßig gering, wenn auch so ein 60W USB Ladegerät unter Volllast gerne seine 60Grad heiß wird, dies ist normal.

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Aber wie schnell laden Smartphone und Co an diesem USB Ladegerät? Hier muss man dazu sagen, nur weil ein Ladegerät einen 2,4A USB Port besitzt, heißt dies noch lange nicht, dass auch Smartphones und Tablets Ihre optimale Ladegeschwindigkeit erreichen. Hier spielen noch andere Faktoren eine Rolle abseits der theoretisch maximalen Leistung eines USB Ports.

Und dabei glänzt das PowerPort+ 6.Es handelt sich bei diesem Modell um das so ziemlich schnellste USB Ladegerät auf dem Markt, gemeinsam mit seinem kleinen Bruder dem PowerPort 6. Dies gilt sowohl für Android Smartphones wie auch für Apple Produkte.

Zum Beispiel das Huawei Honor 5X erreicht am PowerPort+ 6 satte 1,83A Ladestrom. Dies sind 80% mehr als mit dem original mitgelieferten Ladegerät und auch ein gutes Stück mehr als mit den meisten anderen 3. Anbieter Ladegeräten. An diesen erreicht das 5X meist um die 1,2A.

Ähnliches Spiel auch beim Samsung Galaxy S7 Edge welches sowohl an den PowerIQ Ports wie auch am Quick Charge Port leicht bessere Ladeleistungen erreicht als an Konkurrenzprodukten oder sogar dem eigentlich recht gutem Originalnetzteil.

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Auch mein iPhone wie auch mein iPad erreichen hervorragende Ladegeschwindigkeiten überraschenderweise sowohl an den PowerIQ Ports wie auch an dem Quick Charge 2.0 Port.

Wie bei guten USB Ladegeräten üblich, regelt auch das Anker PowerPort+ 6 die Spannung an allen USB Ports weitestgehend unabhängig von einander. Hier sieht man aber auch sehr schön wie nichtssagend diese „bis zu 2,4A“ sind. Ich konnte problemlos sowohl über meine Test Widerstände wie auch über eine AUKEY Power Bank bis zu 3A aus den PowerIQ Ports beziehen.

Die Effizienz des Ladegerätes lag bei ca. 82% was ein üblicher Wert ist für ein USB Ladegerät.

Wie sieht es aber generell mit dem Quick Charge 3.0 Port aus? Erst einmal die Angabe auf dem Gerät das der QC3.0 Port „nur“ 2,4A bei 5V schafft halte ich für falsch. In meinem Test schien der Port problemlos bis zu 3A ausgeben zu können, was auch für QC3.0 wichtig ist.

Wer meine anderen Tests zu Quick Charge 3.0 Ladegeräten kennt wird wissen das es hier oftmals Kompatibilitätsprobleme gibt.

Kompatibilitätsprobleme = eigentlich Quick Charge 3.0 fähige Smartphones laden an einem Quick Charge 3.0 Ladegerät nur mit einer fixen 9V Spannung. QC3.0 zeichnet sich aber durch eine dynamische Spannung aus, die frei zwischen 3,6V und 12V variieren kann.

Das Smartphone ist also nicht wie bei Quick Charge 2.0 auf die 9V Spannung festgelegt und kann frei bestimmen welche Spannung und welcher Strom gerade für die Ladung optimal ist.

In meinem Test funktionierte das Xiaomi MI 5, Xiaomi MI Max und das Alcatel Idol 4S problemlos mit dem Anker PowerPort+ 6. Lediglich das LG G5 nutzte nur QC 2.0.

Das LG G5 ist allerdings öfters etwas zickig weshalb ich davon ausgehe, dass die große Mehrheit an Quick Charge 3.0 Smartphones auch voll mit dem PowerPort+ funktioniert.

 

Fazit zum Anker PowerPort+ 6 USB Ladegerät

Das Anker PowerPort+ 6 USB Ladegerät ist aktuell das schnellste und aus meiner Sicht beste Multiport USB Ladegerät! Ich Persönlich nutzte aktuell ebenfalls dieses Modell zum Aufladen meiner teuren elektronischen Spielzeuge, dementsprechend könne man das PowerPort+ 6 auch als „editors choice“ bezeichnen.

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Die Ladegeschwindigkeit ist hervorragend (sowohl für IOS wie auch für Android Geräte) selbiges gilt auch für die technischen Details wie Spannung Stabilität oder auch den Standby Stromverbrauch von nur 0,1W.

Abgesehen vom recht hohen Preis von 35€ habe ich nichts was gegen das Anker Ladegerät Spricht. Wer allerdings auf den Quick Charge USB Port verzichten kann könnte mit dem PowerPort 6 5€ sparen.

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Alternativ wer auf etwas Ladegeschwindigkeit verzichten kann, könnte sich auch das AUKEY PA-T1 5-Port Ladegerät ansehen. Dieses kostet mit 25€ ein Stück weniger, besitzt aber leider „nur“ 5 Ports und ist ca. 10-20% langsamer beim Aufladen.

Der AUKEY 10W SK-M12 Bluetooth Lautsprecher im Test

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Bluetooth Lautsprecher sind extrem beliebt, was man nicht zuletzt an der unglaublichen Masse an Modellen auf Amazon erkennen kann.

Eine Übersicht fällt hier sehr schwer, auch für mich. Daher versuche ich so viele Modelle in die Finger zu bekommen wie möglich.

Dabei gab es auch die ein oder andere positive und negative Überraschung wie z.B. den AUKEY SK-M7, welcher trotz seiner unauffälligen Optik eins der besten Modelle in der 30€ Preisklasse ist.

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Nun hat AUKEY seinen neusten Bluetooth Lautsprecher den SK-M12 auf den Markt gebracht. Dieser Lautsprecher ist um einiges größer und imposanter aber auch teurer als SK-M7.

Aber ist größer und teurer auch wirklich immer besser? Finden wir es im Test des AUKEY 10W SK-M12 Bluetooth Lautsprecher heraus!

 

Der AUKEY 10W SK-M12 Bluetooth Lautsprecher

Der SK-M12 ist ganz klar auf die Outdoor Nutzung getrimmt. AUKEY hat diesem Bluetooth Lautsprecher ein dickes Gummigehäuse verpasst und ein massives Lautsprechergitter aus Aluminium.

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Dabei gibt zwar AUKEY an, dass der Lautsprecher gegen Staub, Spritzwasser oder Stöße geschützt ist, aber ein „IP“ Rating wird nicht genannt.

Ich würde schätzen das der SK-M12 wirklich kein Problem mit kleineren Stürzen oder einer nassen Wiese hat, allerdings würde ich Ihn nicht komplett unter Wasser halten oder in der Dusche nutzen.

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Die Anschlüsse des Lautsprechers sind auf der linken Seite und werden von einer kleinen Gummiklappe geschützt. Dort findet man einen microUSB Port, einen AUX Eingang und eine Reset Taste.

Die regulären Steuerungs-Tasten befinden sich allerdings auf der Oberseite des AUKEY SK-M12. Hier findet man den Einschalter, lauter und leiser wie auch eine Taste zum Annehmen von Anrufen und die „M“ Taste.

Lauter/leiser sind im Übrigen wie üblich mit vor und zurück doppelt belegt.

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Für den Klang sind zwei 5W Treiber im Inneren zuständig, die auf der Front angebracht sind. Für die Power sorgt ein 2600mAh starker Akku, welcher laut AUKEY für bis zu 30 Stunden Laufzeit sorgen soll.

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Dies ist jedoch aus meiner Sicht übertrieben. Auf einer normalen Lautstärke rechnet eher mal mit irgendwas um die 20 Stunden, was immer noch sehr gut ist.

 

Klang 

Wie klingt der AUKEY SK-M12? Ganz ordentlich aber nicht „perfekt“.

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Der SK-M12 besitzt zwei Modi. Im ersten Modus ist der Lautsprecher recht klar und hell aber ziemlich bassarm. Im zweiten Modus dreht sich das etwas. Hier ist der Lautsprecher etwas wärmer und ein gutes Stück Bass stärker.

Ich nehme an 90% aller Nutzer werden den SK-M12 permanent im zweiten Modus betreiben, in welchem dieser deutlich voller und satter klingt. Der erste Modus ist allerdings für z.B. Hörbücher und Stimmen etwas klarer.

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Wichtig, wenn ich von Bass spreche, vergesst nicht das wir hier über einen kompakten Bluetooth Lautsprecher reden. Der AUKEY SK-M12 ist zudem auch kein Bass Monster, wenn man sowas will muss man eher einen TaoTronics TT-SK06 kaufen oder noch ordentlich was drauflegen und zum Teufel Bamster Pro greifen.

Der AUKEY SK-M12 liefert einen mittleren Bass von seiner Stärke. Ich denke hier wäre mehr möglich gewesen da der Lautsprecher schon recht groß ist und damit potenziell viel Volumen hat.

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Verglichen mit einem ähnlichen „Outdoor“ Bluetooth Lautsprecher wie dem Anker SoundCore Sport XL passt die Leistung des AUKEY. Der Anker Lautsprecher liefert einen etwas klareren und um die Mitten volleren Klang, im Bassbereich tun sich beide allerdings nicht viel.

Was der AUKEY ebenfalls kann, ist laut sein. Der Lautsprecher erreicht problemlos eine „brüllende“ Lautstärke ohne, dass dabei die Sound Qualität zu sehr einbricht.

 

Fazit zum AUKEY SK-M12

Der AUKEY SK-M12 ist sicherlich einer der besseren Bluetooth Lautsprecher für um die 50€, aber er ist auch nicht der beste. Der AUKEY SK-M12 liefert einen recht ausgewogenen Klang mit einem guten aber nicht überragenden Bass. Hierbei erreicht der Lautsprecher eine sehr beachtliche maximale Lautstärke was natürlich für die Outdoor Nutzung klasse ist.

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Das Problem ist ein wenig die Größe und der Preis. Der SK-M12 besitzt ein recht großes Gehäuse, was natürlich auf die „Outdoor“ Fähigkeit zurückzuführen ist. Jedoch ist er dem Anker SoundCore Sport XL klanglich leicht unterlegen. Sollte Euch zudem das extrem robuste Gehäuse nicht so wichtig sein, bekommt man für rund 20€ weniger den AUKEY SK-M7 welcher fast noch besser klingt, aber nicht so laut ist.

Am Ende kommt es auf Eure „Bedürfnisse“ an, sollte Euch der SK-M12 gefühlt zusagen, kauft ihn. Die Unterschiede in dieser Preisklasse zwischen den einzelnen Lautsprechern sind meist recht gering, dementsprechend ist der AUKEY keine schlechte Wahl.

ZyXELs High End WLAN Router im Test, der Armor Z2

Mit dem Armor Z2 hat ZyXEL vor Kurzem seinen neusten High End WLAN Router vorgestellt. Dieser bietet auf dem Papier mit 2533MBit/s eine hervorragende WLAN Performance, aber auch ansonsten sieht der ZyXEL sehr vielversprechend aus.

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Stellt sich nun die Frage kann dieser auch im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einenRouter mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

 

Technische Daten

An dieser Stelle möchte ich mich für das Zurverfügungstellen des Armor Z2 seitens ZyXEL bedanken!

 

Der ZyXEL Armor Z2 im Test

ZyXEL setzt beim Armor Z2 auf eine recht moderne Optik. Dabei besteht der Router zum größten Teil aus einem matten Plastik mit lediglich einigen „Golden“ Akzenten. Leider ist das Gehäuse nicht ganz so hochwertig wie es auf Bildern den Anschein hat. Wenn man den Router in die Hand nimmt, merkt man, dass das hier verwendete Material schon recht dünn ist.

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Im Gegenzug muss man auch fair sein, wie oft nimmt man seinen WLAN Router in die Hand? Da ist es schon erfreulicher, dass dieser relativ kompakt ist für ein Gerät dieser Leistungsklasse.

Natürlich besitzt auch der Armor Z2 insgesamt vier recht große Antennen. Diese sind leider nicht abnehmbar, wirken aber vernünftig.

Die üblichen Status LEDs sind auf der Front angebracht. Hier lassen sich insgesamt fünf weiße LEDs finden, welche über den WLAN, System und Internet Status informieren.

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Die Anschlüsse des Armor Z2 sind soweit wie üblich in dieser Preisklasse. Angefangen bei vier GBit LAN Ports, einem WAN Port bis hin zu zwei USB Anschlüssen gibt es keine größeren Überraschungen beim Router. Einer der USB Ports ist im Übrigen ein USB 3.0 Anschluss.

Auf der Rückseite lassen sich zudem drei Tasten finden. Einen Einschalter, eine Taste zum Ein/Ausschalten des WLANs und einen WPS Taster.

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An dieser Stelle noch ein dicker Kritikpunkt. ZyXEL hat beim Armor Z2 als Transportschutz eine Art Folie auf die „Goldenen“ Streifen des Gerätes angebracht. Diese soll man bei Inbetriebnahme abziehen. Leider ist dabei auf einer Seite direkt der halbe goldene Streifen mit abgegangen.

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Solltet Ihr den ZyXEL Armor Z2 selbst kaufen hier etwas vorsichtig. Zwar ist sowas keine Funktionseinschränkung, aber wirklich schön ist es auch nicht.

Die perfekten Allround Bluetooth Ohrhörer! Die Jabra Halo Smart im Test

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Jabra ist ein Experte wenn es um Bluetooth Ohrhörer bzw. Kopfhörer geht. Nun haben diese mit dem Jabra Halo Smart ein neues Bluetooth „Headset“ auf den Markt gebracht.

Dieses richtet sich auf den ersten Blick primär an Business Kunden, aber eignet sich deshalb das Halo Smart nicht für Privatnutzer welche einfach etwas Musik genießen wollen?

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Vielleicht ist das Jabra Halo Smart aber auch ein Geheimtipp, wenn es um die Klangqualität geht, finden wir dies im Test heraus!

 

Die Jabra Halo Smart im Test

Optisch sind die Jabra Halo Smart sicherlich etwas ungewöhnlich. Die Bluetooth Ohrhörer besitzen eine Art Bogen welchen man sich um den Nacken legt, an seinem Ende ist ein kurzes Kabel angebracht an dem die eigentlichen Ohrhörer angeschlossen sind.

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Dabei ist die Elektronik, also Akku und Bluetooth Empfänger, vollständig in diesem Nackenbügel verbaut. Dies führt dazu, dass die Ohrhörer selbst ziemlich klein und kompakt sind.

Der Nackenbügel ist dabei in einem gewissen Rahmen auch flexibel, er passt sich also an Euren Nacken an.

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Sämtliche Tasten wie auch der microUSB Port zum Aufladen der Bluetooth Ohrhörer sind am Nackenbügel angebracht. Hier befindet sich auch ein recht großes Mikrofon, welches für eine deutlich bessere Klangqualität beim Telefonieren sorgen soll.

Beim Material setzt Jabra bei den Halo Smart vollständig auf Plastik, allerdings sind die Bluetooth Ohrhörer auch nach IP 54 gegen Wasser geschützt. Heißt, auch mal durch einen Regenschauer laufen oder verschwitzt Sport machen, sollte kein Problem sein.

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Der Akku der Ohrhörer hält im übrigen ca. 15 Stunden, was sehr lange ist für Bluetooth Ohrhörer.

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Aber das Halo Smart hat noch ein paar andere Tricks auf Lager, die man bei anderen Bluetooth Ohrhörern vergeblich sucht.  Hierfür muss die Jabra Assist App herunter geladen werden.

Mit dieser App ist es möglich sich Nachrichten, die man erhält, über das Headset vorlesen zu lassen! Ihr seid gerade beim Sport dann ist es nicht Nötig das Smartphone aus der Tasche zu holen um zu schauen was für eine SMS gerade gekommen ist.

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Und das ganze funktioniert nicht nur bei SMS Nachrichten, sondern auch bei eMails (hier wird nur der Absender und Betreff vorgelesen), WhatsApp Nachrichten und Facebook Nachrichten.

 

Tragekomfort

Im ersten Moment ist es sicherlich etwas ungewohnt sich diesen „Bügel“ um den Hals zu legen, jedoch spätestens nach 5 Minuten merkt man, dass dies unheimlich „bequem“ ist.

Die Ohrhörer selbst sind recht klein und leicht und sitzen sehr fest in meinen Ohren. Der Vorteil des „Bügels“ liegt auf der Hand, das Gewicht des Akkus und der Elektronik hängt nicht wie bei anderen Modellen an euren Ohren sondern liegt auf den Schultern und auf den Schultern stören die paar Gramm einfach nicht.

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Dabei werden die Halo Smart gerade Nutzer mit kleineren Ohren sehr gut passen. Ich selbst habe mittlere bis große Ohren und musste zu den größeren Aufsätze greifen, für einen optimalen Tragekomfort. Ich sehe das als Vorteil denn die meisten Bluetooth Ohrhörer sind sehr groß und schwer, weshalb hier Nutzer mit kleinen Ohren oft Probleme haben.

Der Nackenbügel ist im übrigen groß genug, dass auch „kräftigere“ Menschen hier genug Platz haben. Ich bin ca. 1,85m groß und es ist noch ein Stück Luft ehe es unbequem würde. Solltet Ihr allerdings Kugelstoßer oder Olympischer Gewichtheber sein, könnte es vielleicht etwas knapp werden, auch wenn die Halo Smart recht flexibel sind.

Kurzum die Jabra Halo Smart sind die bequemsten Bluetooth Ohrhörer die ich bisher getragen habe und das sind einige!

 

Klang 

Der interessante Teil ist sicherlich wie die Jabra Halo Smart klingen.

Und hier war ich echt überrascht denn die Halo Smart klingen klasse für einen Preis von 50-60€! Die Ohrhörer haben einen klaren und bassstarken Klang.

Die Höhen sind sauber und klar und runden zudem gut ab, so dass diese nicht zu spitz sind. Der Bass ist qualitativ wie auch quantitativ sehr ordentlich. Die Jabra gehen ganz klar in die Richtung „kraftvoll“ was den Bass angeht. Dieser ist auch klanglich der Mittelpunkt der Ohrhörer.

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Die Mitten sind tendenziell etwas zurückhaltender, aber dennoch klingen Stimmen sauber.

Allgemein liefern die Jabra Hello Smart einen sehr spaßigen und dynamischen Klang. Eigentlich müsste man meinen, dass ein eher businessorientiertes Produkt etwas zurückhaltender ist, aber das gilt nicht für die Halo Smart welche ordentlich loslegen können.

Dabei übertreibt es der Bass allerdings auch nicht völlig. Dieser ist weiterhin sauber, wenn auch recht dominant. Wer eher auf einen neutralen Klang steht, wird weniger begeistert von den Jabra sein.

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Was die „Bühne“ bzw. breite/tiefe des Klangs angeht, würde ich die Ohrhörer als solide einstufen, hier ist mir nichts Negatives oder übermäßig Positives aufgefallen. Die maximale Lautstärke der Ohrhörer ist im Übrigen recht hoch für ein Bluetooth Modell.

Die Bluetooth Verbindung selbst war hervorragend. Hier liefern die Halo Smart Bestleistung, Outdoor konnte ich locker 7 Meter zwischen mein Smartphone und die Ohrhörer bringen, ehe es zum Abbruch der Verbindung kam, das ist ein Top Wert! Kleine Anmerkung bei mir benötigten die Jabra nach dem einschalten ca. 15 Sekunden ehe die Verbindung Stabil hergestellt würde, das ist aber nicht wirklich tragisch.

 

Fazit zu den Jabra Halo Smart

Sofern Ihr mit dem Nackenbügel meint klar zu kommen, sieht halt was merkwürdig aus, ist aber sehr bequem, dann kann ich die Jabra Halo Smart nur empfehlen. Mich hat bisher noch kein Bluetooth Ohrhörer, gerade aus Preis-Leistungs Sicht, so sehr überzeugt wie der Jabra Halo Smart.

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Angefangen bei der Nutzung über den Tragekomfort bis hin zum Klang passt hier alles. Gerade letzterer ist echt hervorragend und kann problemlos mit Modellen mithalten, welche das Doppelte oder noch mehr kosten.

Gerade Freunde von einem lebendigen und bassstarken Sound, werden bei den Jabra Halo Smart auf ihre Kosten kommen. Dazu kommen interessante Bonus Funktionen wie die Möglichkeit sich Nachrichten vorlesen zu lassen oder der IP 54 Schutz. Gerade dieser in Kombination mit dem starken Tragekomfort machen die Jabra Halo Smart zu sehr guten Sport Bluetooth Ohrhörern.

Kurzum unterm Strich schlagen die Jabra Halo Smart alle „China Ohrhörer“ welche man bergeweise bei Amazon für um die 20-60€ findet, teilweise um Längen wenn es um den Klang geht.

Selbst für rund 100€ würde ich die Jabra Halo Smart immer noch empfehlen, da ist es erstaunlich, dass der Hersteller „nur“ rund 60€ für diese Ohrhörer verlangt, für welche die Halo Smart ein Preis-Leistungs Kracher sind.

Link zum Hersteller /// bei Amazon /// bei Geizhals

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Günstiger Staubsaugerroboter aus China im Test, der ILIFE X5 für 120€

Roboter Staubsauger sind schon seit einer Weile auf dem Markt verfügbar. Hier denken sicherlich die meisten an iRobot, welche auch der Marktführer sind, zu Recht.

Die iRobot Kisten sind echt nicht schlecht und bei mir verrichtet bereits seit einiger Zeit ein iRobot Roomba 780 seinen Job und das auch so gut, dass ich nicht mehr auf solch einen kleinen Helfer verzichten möchte.

Nun bin ich bei den diversen China Shops über Staubsaug-Roboter von iLife gestolpert. Diese kosten nur einen Bruchteil von dem eines iRobot Modells, sollen aber auch eine ähnliche Leistung bieten.

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Hierbei ist mir besonders der ILIFE X5 ins Auge gefallen. Dieser bietet neben dem klassischen Saugen auch die Möglichkeit feucht zu wischen.

Hierbei habe ich nicht einmal erwähnt, dass der ILIFE X5 nur rund 120€ kostet! Kann das wirklich etwas sein? Ein Staubsaug-Roboter welcher saugen und nass wischen kann für 120€?

Finden wir es im Test heraus!

 

Bestellung und Lieferumfang 

Wie üblich ist mein Tipp bestellt bei Gearbest und das sage ich nicht weil ich dafür bezahlt werde.

Im Normalfall müssen Waren aus China über 27€ verzollt werden, bzw. Ihr müsst Mehrwertsteuer auf diese zahlen.

Das kann nicht nur teuer werden sondern ist primär nervig. Ihr müsst zum nächsten Zollamt fahren mit Rechnungen usw.

Gearbest bietet, als einer der wenigen Händler aus Asien, an dies für Euch zu erledigen.

Wenn Ihr bei der Versandart den „Germany Express“ ausgewählt habt, erhaltet Ihr das Paket nicht nur schneller sondern Ihr müsst Euch auch nicht um Zoll oder Derartiges kümmern.

Das Paket kommt innerhalb von normalerweise ca. 10-14 Tagen bei Euch an.

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Der ILIFE X5 wird in einem großen braunen Karton geliefert. Im inneren findet Ihr ein sehr reichhaltiges Zubehör.

  • Docking Station
  • Netzteil
  • Ersatz „Besen“
  • Ersatz Filter
  • Zwei Putztücher
  • Zwei „Tanks“ (einmal fürs Trocken- Saugen, einmal fürs Nass- Wischen)
  • eine Fernbedienung
  • eine Infrarot Barriere
  • 2x AA und 2x AAA Batterien

Damit ist der Lieferumfang ziemlich komplett.

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Das einzigste was Ihr bedenken müsst ist. dass der ILIFE X5 ein Amerikanisches Netzteil hat! Ihr benötigt also einen Adapter, welcher aber nur 1-5€ Kostet und auch problemlos bei Amazon zu bekommen ist.

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Der Staubsaug-Roboter hat im Übrigen kein Problem mit unseren 230V.

 

Der ILIFE X5 Staubsaug-Roboter im Test

Rein optisch ähnelt der ILIFE X5 trotz seines sehr günstigen Preises den anderen „großen“ Modellen auf dem Markt.

Auch der ILIFE X5 besitzt eine runde Form mit einem Stoßfänger auf der Front und zwei „Fühlern“.

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Diese Fühler fühlen eigentlich nichts sondern sind rotierende Bürsten welche Schmutz aus Ecken und von der Wand holen sollen an welche der Sauger sonnst nicht kommen würde.

Wenn man diesen umdreht erkennt man aber einen deutlichen Unterschied zu 90% der auf dem Markt verfügbaren Staubsaug-Robotern.

Der ILIFE X5 besitzt keine rotierende Bürste sondern nur einen „Einsaugstutzen“ und ein Putztuch unter dem „Hintern“.

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Bei den misten anderen Staubsaug-Robotern ist die rotierende Bürste ein ziemlich wichtiger Teil des Gerätes. Aufgrund der kompakten Bauform und der begrenzten Akku -Kapazität ist es meist nicht möglich einen großen und starken Saugmotor in solchen Geräten zu verbauen.

Daher hilft die rotierende Bürste gerade Schmutz von Teppichen zu entfernen. Dies fehlt nun dem ILIFE X5, was natürlich an der Fähigkeit nass zu wischen liegt.

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Um das ein wenig zu kompensieren besitzt der X5 eine Gummi Lippe welche Tierhaare aufsammeln soll, in wie weit das Hilft dazu später mehr.

Der Auffangbehälter für Schmutz und Wasser lässt sich über die Oberseite entnehmen. Ebenfalls auf der Oberseite befinden sich vier Tasten zum Steuern des Saugers.

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Einen gewissen Unterschied spürt man bei der Massivität zu meinem rund 3-4 mal so teuren iRobot Roomba 780.

Der ILIFE X5 ist deutlich leichter und auch wirkt das Plastik des Gehäuses weniger massiv.

 

Leistung 

Bei der „Leistung“ möchte ich in drei Punkte unterteilen, die Saugleistung, die Nass Putz Leistung und die „Intelligenz“.

 

Intelligenz

Starten wir bei der Intelligenz. Es gibt viele günstige Staubsaug-Roboter welche nicht Intelligent sind und einfach die Richtung wechseln sobald Sie gegen irgendwas stoßen.

Im Gegenzug gibt es auch super intelligente Geräte welche Räume mithilfe von Kameras usw. ausmessen und gezielt reinigen.

Der ILIFE X5 ist eine Art Mittelding. Der Staubsaug-Roboter besitzt auf seiner Front Sensoren, heißt er stößt nicht zwangsläuftig gegen alles, sonder stoppt in der Regel kurz vorher.

Dies funktioniert bei Wänden und Möbeln recht gut, bei Tischbeinen oder Ähnlichem meist eher weniger.

Grundsätzlich fährt der Staubsaug-Roboter recht chaotisch, ähnlich wie es auch mein iRobot macht. Er fährt also Zickzack Linien durch den Raum.

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Das funktioniert in der Praxis recht gut, der ILIFE X5 erreicht eigentlich alle Orte zuverlässig.

Probleme mit Festhängen oder Steckenbleiben des Roboters hatte ich kaum. Es ist normal, dass sich Staubsaug-Roboter manchmal irgendwo verheddern oder auffahren. Ein ganz alter Samsung Saugroboter blieb sehr oft irgendwo hängen, der iRobot schon deutlich seltener.

Ähnlich wie der iRobot schafft es auch der ILIFE X5 sich aus den meisten Situationen wieder selbst zu befreien.

Dabei helfen auch diverse „Programme“ die der Roboter abfährt. Sollte der X5 beispielsweise auf ein größeres rundes oder eckiges Hindernis stoßen, weicht er etwas von seinem Standard Fahrplan ab. In diesem Fall versucht der X5 das Hindernis einmal gezielt außen abzufahren, was gerade bei runden Hindernissen auch sehr gut gelingt.

Ebenfalls ein etwas anderes Verhalten ruft der Sauger beim Erkennen einer langen Wand ab. Diese versucht der Sauger zuverlässig mit einem sehr geringen Abstand sauber abzufahren.

Auch dies funktioniert sehr gut.

Etwas Probleme hat der ILIFE X5 mit Kabeln. Diese verheddern sich gerne in den beiden Bürsten an der Front.

Im Gegensatz zum iRobot Roomba 780 merkt dies der ILIFE X5 nicht und macht einfach weiter, wodurch dieser auch mal etwas mehr an den Kabeln zieht.

Mit Teppichen hatte der X5 bei mir keine größeren Probleme, auch wenn diese etwas höher waren. Allerdings höhere Türleisten mochte der Sauger irgendwie nicht. Hier hat er sich des Öfteren festgefahren.

Dennoch ich bin recht zufrieden mit der Logic des ILIFE X5. Klar wenn es der erste Staubsaug-Roboter ist, dann muss man seine Wohnung etwas „anpassen“. Das kingt blöd ist aber bei allen Geräten so und wenn man das einmal gemacht hat, ist ein Staubsaug-Roboter eine Haushaltshilfe, die man nicht mehr hergeben will.

 

Saugleistung 

Der ILIFE X5 besitzt keine rotierende Bürste aber ist dies gegenüber anderen Modellen überhaupt ein Nachteil?

Auf glatten Böden auf keinen Fall. Hier punktet der X5 durch eine sehr gute Reinigungsleistung. Ob nun Staub oder auch Katzenstreu sind kein Problem!

Allgemein scheint der ILIFE einen relativ starken Motor zu haben. Verglichen mit meinem iRobot pustet der X5 deutlich mehr Luft hinten heraus.

Bei Teppichen tut sich der günstige Staubsaug-Roboter schon etwas schwerer. Allerdings auch hier liefert er deutlich bessere Ergebnisse als ich es erwartet hätte.

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Als Katzenbesitzer sind natürlich bei mir auch Tierhaare ein Problem. Jedoch schafft es der ILIFE auch diese vom Teppich herunter zu bekommen.

Ich nehme an, dies liegt zum einen an der hohen Saugleistung und zum anderen an der Gummilippe, an welcher vermutlich die Haare kleben bleiben um dann eingesaugt zu werden.

Jedoch benötigt der ILIFE X5 oftmals mehrere „Runden“ über den Teppich, ehe Haare wirklich entfernt sind. Dies ist an sich aber kein größeres Problem.

Dennoch auf glatten Böden liefert der ILIFE X5 eine ähnliche, wenn nicht sogar bessere Leistung als der iRobot Roomba 780, auf Teppichen ist der Roomba hingegen etwas effektiver.

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Punkte sammelt der ILIFE X5 zudem bei der Ausdauer und bei der Lautstärke. Ich würde die Akkulaufzeit des X5 auf gut 1-1,5 Stunden schätzen was sehr ordentlich ist.

Ebenfalls ist der X5 sehr leise. Natürlich produziert dieser auch etwas „Lärm“ allerdings ist er um einiges leiser und angenehmer als der iRobot Roomba.

Hier ist es natürlich ein Vorteil keine schnell drehende Bürste zu haben, die Lärm produziert. Auch erzeugt der Motor einen recht warmen Klang. Viele Staubsauger erzeugen gerne ein recht helles Pfeifen/Surren, nicht so der ILIFE X5.

 

Nass wischen 

Hier wird es nun etwas schwieriger. Der ILIFE X5 fährt im Grunde nur langsam mit einem feuchten Tuch, welches durch den Tank auch feucht gehalten wird, durch die Gegend.

Hartnäckigen Schmutz oder Flecken bekommt der Sauger so leider nicht weg. Jedoch ist das Feature nicht komplett unnütz, denn zum „normalen“ Reinigen bzw. dem Boden wieder etwas Glanz zu verpassen taugt das Ganze durchaus.

Der Sauger ist im Übrigen so intelligent, dass während des Putzens auch der Saugmotor ausbleibt, dementsprechend ist das Gerät flüsterleise während des Nass -Putzens.

 

Fazit zum günstigen Staubsaug-Roboter ILIFE X5

Für rund 120€ kann man sich echt nicht beschweren! Der günstige Staubsaug- Roboter weist dabei eine gute Saugleistung und erstaunlich hohe Intelligenz auf. Zwar kann der ILIFE X5 nicht ganz mit meinem iRobot Roomba 780 mithalten, jedoch würde ich vermutlich nicht wieder ein 500€ Modell kaufen.

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Die Unterschiede gerade was die Intelligenz und die Saugleistung der beiden Sauger angeht rechtfertigt den Preisunterschied nicht. Selbst auf Teppichen stellt sich der ILIFE X5 erstaunlich gut an.

 

Dazu kommt, dass der X5 ein gutes Stück leiser ist als der Roomba und das Nass- Wischen Feature mitbringt.  Letzteres ist zwar nicht perfekt aber für zwischendurch durchaus tauglich!

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Kurzum ich bin echt überrascht wie gut der ILIFE X5 funktioniert, für rund 120€ habe ich mit einem „strunz dummen“ Ding gerechnet, was kaum saugen kann aber auf den X5 ist im Alltag vollkommen einsetzbar!

118,29€ bei Gearbest (Germany Express nicht vergessen damit es keine Probleme mit dem Zoll gibt, Preis stand 09.09.16)

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Bang & Olufsen BeoPlay H5 Bluetooth Ohrhörer im Test

Bluetooth Kopf und Ohrhörer haben spätestens seit der Vorstellung des iPhone 7 sicherlich etwas an Bedeutung und Beliebtheit zugenommen. Jedoch gibt es gar nicht so viele Bluetooth Ohrhörer in der gehobenen Leistungsklasse.

Die meisten Bluetooth Ohrhörer kosten um die 20-50€ und kommen meist von kleinen chinesischen Herstellern, hier sind die BeoPlay H5 eine Ausnahme.

Bang & Olufsen BeoPlay H5 Test-17

Diese stellen aktuell die so ziemlich teuersten Bluetooth Ohrhörer auf dem Markt da, dementsprechend kann man auch mit einer hohen Leistung rechnen.

Aber lohnt es sich wirklich rund 250€ für die Bang & Olufsen BeoPlay H5 Bluetooth Ohrhörer auszugeben?

Finden wir es im Test heraus!

 

Die Bang & Olufsen BeoPlay H5

Die Bang & Olufsen BeoPlay H5 sind in zwei Farben verfügbar. Euch steht schwarz oder rosa zu Auswahl. Freundlicherweise hat mir B&O die Rosane Version für diesen Test ausgeliehen.

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Zwar würde ich mir eher die schwarze Version kaufen, allerdings handelt es sich hier um ein recht geschmackvolles Rosa. Bei der schwarzen und Rosa Version unterscheidet sich die Farbe des textilummantelten Kabels und der kleinen Aluminium Abdeckung mit dem B&O Aufdruck auf beiden Ohrstöpseln.

Hierbei machen die Ohrhörer einen ziemlich hochwertigen Eindruck, auch wenn diese primär aus Plastik gefertigt sind.

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Wie üblich besitzen auch die Bang & Olufsen BeoPlay H5 eine Kabelfernbedienung welche ein Stück weit unterhalb des linken  Ohrstöpsels angebracht ist. Auf dieser finden sich insgesamt drei Tasten, lauter und leiser wie auch eine Multifunktionstaste welche zum Einschalten der Ohrhörer wie auch für Play/Pause und vor/zurück benötigt wird.

Etwas ungewöhnlich ist das Fehlen eines microUSB Ports zum Aufladen der Ohrhörer. Dies geschieht über eine gesonderte Docking Station welche via USB mit einem Ladegerät verbunden wird (es ist kein USB Ladegerät mit im Lieferumfang).

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In dieser Docking Station halten die Bluetooth Ohrhörer durch Magneten. Die Akkulaufzeit schätze ich auf ca. 4,5 Stunden, dies hängt allerdings auch etwas von der Lautstärke und Art der Musik ab.

 

Tragekomfort

Grundsätzlich handelt es sich bei den BeoPlay H5 um recht „normale“ Ohrhörer. Bang & Olufsen setzt hier nicht auf irgendwelche Bügel oder Klammern welche für einen besseren Halt sorgen sollen.

An sich ist der Tragekomfort OK, jedoch neigen die H5 zum herausrutschen. Dies liegt an der recht dicken Bauform der H5, Akku und andere Elektronik ist anscheinend in den Ohrstöpseln untergebracht, was diese recht groß macht, dazu kommt ein Schwerpunkt welcher recht weit hinten liegt. Diese Ohrhörer sind NICHT für Sport geeignet bei welchem man sich viel bewegen muss. Für das normale zur Schule oder Arbeit Gehen, sind die BeoPlay H5 aber in Ordnung.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt ist das Kabel, die Ohrhörer scheinen nicht entkoppelt zu sein. Heißt, man hat recht starke Kabelgeräusche wenn dieses an der Kleidung reibt.

 

Klang 

Kommen wir zum wichtigsten dem Klang. Man hört den BeoPlay H5 ganz klar seinen Preis an. Diese klingen sehr detailliert und kontrolliert.

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Der Bass besitzt einen schönen Punch, wirkt aber dennoch sehr rund und sauber. Hier hat Bang & Olufsen eine sehr schöne Mischung aus Masse und Qualität getroffen.

Die Höhen gehören tendenziell zu den Brillanteren, dementsprechend sind diese sehr klar und wirken recht detailliert. Allerdings neigen die H5, wie auch viele andere brillante Ohrhörer, etwas zum lispeln.

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Die Mitten werden soweit ebenfalls sehr sauber dargestellt und auch nicht vom Bass überlagert.

Allgemein haben die BeoPlay H5 einen sehr offnen und weiten Klang. Es ist problemlos möglich Instrumente einzeln akustisch herauszupicken.

Wenn Ihr im Übrigen die Beoplay App auf Euer Smartphone ladet, lässt sich der Klan noch etwas mit einer Art EQ an Eure Wünsche anpassen, der angepasste EQ wird dabei auf den Ohrhörern gespeichert, die Musik- Wiedergabe muss also nicht durch die App erfolgen.

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Abgesehen vom EQ bietet die App aber nicht viele andere Feature, außer die Möglichkeit den Akku Stand zu überprüfen.

 

Fazit zu den BeoPlay H5

Das Fazit zu den BeoPlay H5 ist etwas zweigeteilt. Klang und Optik ist soweit top. Zwar bekommt man für 250€ sicherlich noch etwas besser klingende kabelgebundene Ohrhörer aber das ist normal für Kabellose Modelle.

Ich kann mit dem gebotenen etwas spaßigeren Klang in dieser Preisklasse problemlos leben.

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Das Problem ist etwas der Tragekomfort bzw. der Halt. Denn gerade letzteres ist mittelmäßig, für Sport würde ich daher die BeoPlay H5 nur bedingt empfehlen.

Jedoch wer Primär Musik in der Bahn oder Bus auf dem Weg zur Arbeit/Schule hört  wird damit vermutlich keine Probleme haben.

Daher kommt es letztendlich etwas auf Eure Anforderungen an. Die BeoPlay H5 sind nicht perfekt aber klingen schon einmal ziemlich ordentlich, auch zum Preis von rund 250€!

Bang & Olufsen Beoplay H5 Drahtlose In-Ear-Kopfhörer, schwarz
  • langlebiger Akku, bietet bis zu 5 Stunden Strom bis zum nächsten...
  • Ladedauer: Etwa 2 Stunden; Ohrstück: 22,2 x 26,3 x 47 mm

Bang & Olufsen H5

Das Ulefone Metal 4G im Test (120€, 720P Display, Octa Core, 3GB RAM)

Es gibt sehr viele auch oftmals auch sehr interessante „China“ Smartphones welche meist von Herstellern kommen, die 99% der Bevölkerung hier niemanden etwas sagen.

Dazu gehört auch Ulefone, die mit Ihrem „Metal 4G“ ein neues sehr attraktives Einsteiger- Smartphone auf den Markt gebracht haben.

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Aber lohnt es sich für das Ulefone Metal 4G den Aufwand zu betreiben dieses aus Asien zu bestellten? Finden wir es im Test heraus!

 

Technische Daten

  • Ulefone Metal 4G
  • 5 Zoll 1280x720p Display
  • MTK6753 Octa Core
  • 3GB RAM, 16GB ROM
  • Speicher erweiterbar
  • 8MP Kamera hinten, 2MP vorne
  • LTE 800/900/1800/2100/2600MHz
  • 3050mAh Akku
  • 14,30 x 7,10 x 0,75 cm
  • 155g
  • 100,90€ bei Gearbest (stand 07.09.16)

 

Bestellung, Versand und Lieferumfang 

Wie üblich bekommt man das Ulefone Metal 4G nur aus Asien, da dieses rund 110€ kostet, fällt bei der Bestellung Zoll bzw. Einfuhrsteuer an.

Dies kann man jedoch vermeiden indem man bei einem Händler bestellt, der einen Zollfrei Versand anbietet. Dies wäre z.B. eFox oder der von mir favorisierte Gearbest.

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Ich habe bei Gearbest bestellt, vergesst hier nicht bei der Kasse den Germany Express zu wählen, dann habt Ihr nichts mit dem Zoll zu tun und das Paket wird direkt vor Eure Haustür geliefert. In meinem Fall dauerte dies 11 Tage.

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Das Ulefone Metal 4G wird in einer einfachen schwarzen Box geliefert. Im Inneren finden wir natürlich das Smartphone selbst, dieses besitzt auch bereits eine Display Schutzfolie aufgetragen, ein europäisches 1A Ladegerät, ein microUSB Kabel und ein SIM Karten Auswurftool.

 

Das Ulefone Metal 4G im Test

Metal ist natürlich nicht nur der Name des Smartphones sondern deutet natürlich auch auf die Materialwahl seitens Ulefone hin. Ja, das 110€ Ulefone Metal 4G besteht zum größten Teil aus „Metall“ allerdings muss man hier auch dazu sagen, dass dieses sich dennoch deutlich billiger anfühlt als klassische Smartphones aus Metall.

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Die metallene Rückseite fühlt sich recht dünn an und macht eher einen mittelmäßig guten Eindruck. Allerdings muss man auch fair sein, in der 110€ Preisklasse sind „billige“ Plastik Smartphones eigentlich üblich, von daher darf man hier auch nicht mit dem aller hochwertigsten Gehäuse rechnen.

Auch wirkt das Metal 4G etwas „pummelig“, wobei dies bei vielen Smartphones dieser Preisklasse ähnlich ist. Verglichen mit einem Lenny 3 oder vergleichbaren Smartphones passt die Dicke des Ulefone.

Ulefone Metal 4G Test-5

Die Tasten des Smartphones sind alle auf der rechten Seite angebracht. Zwar könnte der Ein/Ausschalter etwas besser getrennt sein von den Lauter/Leiser Tasten aber grundsätzlich passt der Druckpunkt und auch die Qualität der Tasten.

Ulefone setzt beim Metal 4G auf kapazitive Tasten unterhalb des Displays, diese sind leider nicht beleuchtet.

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Sehr interessant ist die Rückseite, hier ist zum einen der Lautsprecher wie auch die 8 Megapixel Kamera zu finden wie auch der Fingerabdruckscanner. Ja das Ulefonde Metal ist das günstigste mir bekannte Smartphone, welches über solch einen Sensor verfügt.

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Die SIM Karte/Karten werden auf der linken Seite in einen Slot eingesetzt. Hierbei kann man sich zwischen Dual SIM oder einer SIM Karte + microSD Karte entscheiden.

 

Software

Ulefone setzt beim Metal 4G auf Android 6.0. Dieses ist jedoch ziemlich stark modifiziert.

Es beginnt schon beim Einrichten, denn es gibt keinen Einrichtungsprozess. Klingt im ersten Moment sicherlich etwas merkwürdig, dass man sofort auf den Home Bildschirm geworfen wird aber das ist bei vielen China Smartphones der Fall.

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Man muss sich einfach per Hand mit dem WLAN verbinden und man wird eh beim ersten Nutzen des Google Play Store aufgefordert, sich dort in seinen Account einzuloggen. Von daher finde ich das Fehlen eines Einrichtungsprozess weniger tragisch.

Von Haus aus wird das Smartphone mit englischer Sprache ausgeliefert, lässt sich jedoch in den Einstellungen auf Deutsch umschalten.

Kommen wir zur Benutzeroberfläche. Den größten Unterschied gibt es in den Einstellungen zum Standard Android. Hier setzt Ulefone auf bunte Kreise welche die einzelnen Menü Punkte repräsentieren. Optisch ist das vorsichtig gesagt Geschmacksache

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Der Launcher, also der Home Bildschirm, mag auf den ersten Blick recht normal wirken aber beim genaueren Hinsehen fallen einige Veränderungen auf.

Beginnen wir bei dem kleinen schwebenden Kreis auf dem Bildschirm. Dieser lässt sich verschieben und öffnet beim Antippen eine Art Schnellstartmenü. Hier lässt sich z.B. ein Screenshot machen, der Musik Player oder Taschenrechner usw. startet und noch einige weitere shortcuts aufruft.

Das Problem ist, dass dieser Kreis immer angezeigt wird, egal in welcher App Ihr seid, weshalb ich dieses Feature abgeschaltet habe.

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Die nächste Besonderheit sind die Home Bildschirme. Neben dem Standard Home Bildschirmen befinden sich auf der Linken Seite ein „Foto Home Bildschirm“ auf welchem nur Eure Fotos angezeigt werden und da neben nochmal ein Musik Home Bildschirm welcher eine Art großer Musik Player ist.

Hier kann ich mir durchaus vorstellen, dass dies eigentlich nützlich ist, wäre es optisch hübsch umgesetzt.

Allerdings hat Ulefone dafür mit 3. Anbieter Apps gespart. Auf dem Metal 4G ist nichts vorinstalliert was da nicht auch hin gehört. Man findet nur die Standard Android Apps und eine kleine Auswahl der üblichen Google Apps.

Dementsprechend fällt der freie Speicherplatz mit rund 11,8GB ziemlich groß aus!

 

Display 

Das 5 Zoll 720p Display des Uefone Metal 4G ist soweit in Ordnung. Ich habe zwar schon bessere Displays gesehen aber auch schon um einiges schlechtere, gerade in dieser Preisklasse.

Die Helligkeit ist soweit ausreichend um das Gerät auch bei praller Sonne ablesen zu können und auch die Blickwinkel und Kontraste sind soweit ok. Lediglich Farben könnten für meinen Geschmack etwas knalliger sein.

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Ulefone gibt im Übrigen an, dass das Display durch Gorilla Glas 3 geschützt wird. Bei solchen Angaben von „China Smartphone Herstellern“ bin ich zwar immer etwas vorsichtig (viele geben an Gorilla Glas zu nutzen, machen es aber nicht) jedoch habe ich bisher keinen Grund daran zu zweifeln.

Während meines Test konnte ich keine Kratzer im Display feststellen, auch ohne die eher mäßig gute Display Schutzfolie welche von Haus aus aufgetragen war. Allerdings würde ich dennoch raten diese darauf zulassen.

 

Sound 

Der rückwärtige Lautsprecher des Ulefone Metal ist soweit OK. Er ist ausreichend laut und klar. Zwar bin ich kein Fan der Position auf der Rückseite, allerdings lässt dieser sich hier nur schwer verdecken.

Ulefone Metal 4G Test-10

Cleverer Weise hat Ulefone neben dem Lautsprecherschlitz zwei keine „Nasen“ angebracht, die dafür sorgen, dass der Lautsprecher auch auf flachen Untergründen nicht vollständig zugehalten wird.

Der Kopfhörerausgang ist genau wie die Telefonqualität „unauffällig“. Hier ist mir weder Positives noch Negatives aufgefallen was nicht in dieser Preisklasse normal wäre.

 

Kamera

Im Ulefone Metal 4G ist eine „13 Megapixel“ Kamera verbaut, wobei dies nicht ganz richtig ist. Im Kleingedruckten steht, dass es sich hierbei um eine 8MP Kamera handelt, deren Bilder nur auf 13MP hochgerechnet werden.

Dabei besitzt die Kamera immerhin eine Blende von f2.0.

Wie üblich habe ich alle Bilder im Automatikmodus und der höchsten Einstellung gemacht. Die Bilder sind dabei nicht nachbearbeitet!

Entscheidet erst einmal selbst was Ihr von den Aufnahmen haltet.

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(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht )

Die Bilder des Ulefone Metal 4G reißen ich nicht vom Hocker aber sind auch nicht „furchtbar“. Die Bildqualität liegt knapp über dem Wiko Lenny 3, also ist die Kamera durchaus brauchbar für den ein oder anderen Schnappschuss.

Die Schärfe ist OK, es mangelt aber etwas an Details und Dynamic, also das übliche Problem von günstigen Smartphones.

Der Autofokus ist zudem auch OK. Man muss etwas aufpassen da man auslösen kann ehe der AF den Fokus gefunden hat. Wenn man aber geduldig ist, bekommt man bei gutem Licht auch akzeptable Bilder.

Dennoch meine Urlaubsbilder würde ich mit dem Metal 4G nicht machen wollen, auch wenn die Leistung für ein 110€ Smartphone ganz gut ist.

Videos werden im Übrigen in Full HD aufgezeichnet. Allerdings nehme ich hier auch stark an, dass diese hochgerechnet werden. Die Bildschärfe passt eher zu 720p bzw. 480p Aufnahmen.

Dafür sind aber Farben und Kontraste ganz ansehnlich

 

Benchmarks

Auf dem Papier klingt das Ulefone Metal mit seinem „Octa-Core“ Prozessor und 3GB RAM ziemlich stark für ein 110€ Gerät.

Der hier verbaute Mediatek MT6753 ist ansonsten auch eher in der 180-220€ Preisklasse zu finden, wie zum Beispiel im Wiko Fever. Dementsprechend kann man auch mit sehr starken Benchmark Ergebnissen rechnen.

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In den Benchmarks schlägt das Ulefone Metal so ziemlich alle anderen Smartphones dieser Preisklasse teilweise recht deutlich. Das ebenfalls 110€ teure Wiko lenny 3 wird z.B. um satte 144% geschlagen. Aber auch das TP-LINK Neffos C5 (130€) wird um gute 54% geschlagen was durchaus beachtlich ist.

größer = besser
größer = besser

Theoretisch ist damit das Ulefone Metal eins der schnellsten, wenn nicht sogar das schnellste Smartphone für rund 110€.

 

Das Ulefone Metal 4G 

Aber oftmals spiegelt die Theorie jedoch nicht die Praxis wieder. Leider ist dies hier so ein Fall.

Zwar hat das Ulefone Metal 4G ordentlich Rechenleistung, jedoch fühlt sich das Smartphone auch etwas träge an.

Beginnen wir aber beim Anfang. Normale Apps wie Facebook, WhatsApp usw. sind kein Problem für das Smartphone. Auch 90% aller Spiele laufen spielbar. Hier hilft es dem Ulefone Metal 4G etwas, dass dieses „nur“ ein 720p Display besitzt.

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Die meisten Smartphones mit dem Mediatek MT6753 verfügen über ein Full HD Display wie z.B. das Wiko Fever, TP-LINK C5 Max usw. jedoch um so mehr Bildpunkte vorhanden sind um so mehr muss die Grafikkarte arbeiten.

Hier hat bei Spielen das Ulefone Metal 4G also einen kleinen Vorteil, der sich auch in der Praxis bemerkbar macht. Angefangen bei den 08/15 Spielen wie Angry Birds über etwas aufwendigere Spiele bis hin zu den „großen“ 3D Spielen wie Modern Combat 5 oder N.O.V.A 3, läuft alles soweit brauchbar.

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Klingt ja eigentlich ganz gut aber ich habe ja anfangs Probleme angedeutet.

Ich vermute Ulefone hat beim Touchscreen gespart. Dieser regiert teilweise recht träge oder auch manchmal gar nicht, das kann im Alltag stören. Das ist wie ich finde etwas schade, andere Smartphones reagieren in dieser Preisklasse träge weil ihnen die Rechenleistung fehlt und davon hat das Ulefone Metal 4G eigentlich mehr als genug.

Trotzdem ist die Nutzungserfahrung soweit OK, zumal der Touchscreen nicht immer träge reagiert sondern nur manchmal etwas hinterher hinkt. Unterm Strich wirkt das Ulefone Metal dennoch flotter als z.B. das Wiko Lenny 3, auch außerhalb von Spielen.

Der Fingerabdruckscanner auf der Rückseite ist sicherlich nicht der aller schnellste oder zuverlässigste aber dennoch brauchbar. Meist wurde das Smartphone beim zweiten Versuch entsperrt und das Tempo ist etwas langsamer als beim iPhone 6.

Die WLAN Performance ist im übrigen soweit ganz Ordentlich gerade da das Metal 5GHz WLAN AC unterstützt, jedoch wirkte die Reichweite etwas unterdurchschnittlich.

Der Speicher des Smartphones lässt sich im Übrigen durch eine microSD Speicherkarte erweitern. Hierbei war eine 128GB Karte kein Problem! Der Speicher kann auch als interner Speicher für Apps genutzt werden.

 

Akkulaufzeit

Das Ulefone Metal 4G besitzt laut Hersteller einen 3050mAh Akku, was im ersten Moment sehr ordentlich klingt.

Zwar ist die Akkulaufzeit in der Praxis nicht ganz so gut wie ich mir dies erhofft habe aber trotzdem geht dem Metal 4G nicht so schnell die Puste aus.

Je nachdem was man mit dem Smartphone macht, kann man mit einer Laufzeit zwischen 4,5 und 6 Stunden rechnen. In meinem üblichen Video Test, eine Stunde Video via Youtube streamen, verbrauchte das Ulefone ca. 16% Akku, was soweit OK ist.

 

Fazit zum Ulefone Metal 4G 

Grundsätzlich macht das Ulefone Metal 4G einen guten Eindruck. Sowohl Display, Haptik aber auch die Rechenleistung sieht ganz ordentlich aus. Die Kamera ist dabei ebenfalls auf einem brauchbaren Level, auch wenn man hier natürlich keine Wunder erwarten darf.

Ulefone Metal 4G Test-17

Lediglich der Touchscreen ist etwas träge, was sich aber möglicherweise  durch Software Updates noch verbessern lässt.

Auch wenn ich dem Metal 4G tendenziell positiv gegenüber stehe, würde ich Euch dennoch raten vielleicht mal einen Blick auf das XiaoMi Redmi 3 (zum Test) zu werfen. Dieses kostet ähnlich viel und bietet vielleicht sogar noch einen Tick bessere Leistung.

Link zum Hersteller ///100,90€ bei Gearbest (stand 07.09.16)

Ulefone Metal

Das Huawei P9 Plus im Test

Mit dem P9 hat Hauwei eins der interessantesten Smartphones des Jahres vorgestellt. Nun haben diese mit dem P9 Plus nochmal eins drauf gelegt. Wie üblich ist dementsprechend auch das P9 Plus ein Stück weit teurer, lohnt der Aufpreis?

Huawei P9 Plus Test-18

Finden wir es im Test des Huawei P9 Plus heraus!

 

Technische Daten 

An dieser Stelle vielen Dank an Huawei für das Ausleihen des P9 Plus!

 

Lieferumfang und Verpackung 

Das Huawei P9 Plus wird einer großen weißen Box geliefert, welche dank des Leica Aufdrucks auch ein gewisses Premium Gefühl vermittelt.

Folgendes liegt mit in der Box:

  • Das Huawei P9 Plus
  • Ein Schnelladegerät
  • USB C Kabel (Normales USB auf USB C)
  • Ohrhörer im Apple Earpod Style
  • SIM Karten Auswurf Tool
  • Eine Plastikhülle

 

Das Huawei P9 Plus im Test 

Ich war vom P9 Plus sehr überrascht als ich es zum ersten Mal in die Hand genommen habe! Das Smartphone fühlt sich sehr massiv und hochwertig an. Huawei setzt beim P9 Plus auf ein komplettes Metallgehäuse, jedoch besitzt die Rückseite eine Art Lackschicht oberhalb des Metalls.

Huawei P9 Plus Test-2

Im Gegensatz zum LG G5 fühlt sich das beim P9 Plus jedoch sehr gut an. Man hat hier fast etwas das Gefühl eine Glasrückseite zu haben. Zwar ist dadurch das P9 Plus etwa rutschiger, jedoch nicht so rutschig wie z.B. ein Gigaset ME Pro oder andere Smartphones mit einer richtigen Glasrückseite.

Der obere Teil der Rückseite ist wie auch beim P9 und beim P9 Lite durch einen Kamerabalken belegt. Hier findet sich die Leica Dual Kamera unter einem großen Streifen aus Glas. Auf manchen Bildern wirkt es so als würde dieser Streifen ähnlich wie beim Nexus 6P etwas abstehen, dies ist jedoch nicht der Fall.

Huawei P9 Plus Test-3

Die Kameras sind flach im Gehäuse integriert. Ebenfalls auf der Rückseite zu finden ist der Fingerabdruckscanner.

Der Lautsprecher wie auch der USB C Ladeport und der Kopfhörer Ausgang sind auf der Unterseite des Smartphones angebracht. Auf der Oberseite ist lediglich die Infrarot-Schnittstelle zu finden.

Auch wenn das Display mit 5,5 Zoll recht groß ausfällt, ist das Smartphone selbst erfreulich kompakt. Dies liegt an dem recht kleinen Rahmen um das Display und der geringen Dicke.

Huawei P9 Plus Test-5

Allerdings fühlt sich das P9 Plus schon etwas schwerer an, was allerdings auch die „Massive“ Haptik unterstützt.

Unterm Strich gefällt mir die Haptik und Optik des Smartphones ausgesprochen gut!

 

Software 

Huawei setzt beim P9 Plus auf EMUI 4.1 welches zwar auf Android 6.0 basiert allerdings sich optisch stark von diesem unterscheidet.

Die Benutzeroberfläche ist natürlich ähnlich aufgebaut wie es auch beim normalen Android der Fall ist, jedoch hat Huawei sehr viele optische Elemente angepasst.

Huawei P9 Plus Software-6 Huawei P9 Plus Software-9

Dies beginnt beim Launcher welcher keinen App Drawer besitzt, aber dafür einen recht großen Design Store mit welchem Ihr die Benutzeroberfläche zusätzlich noch etwas anpassen könnt.

Auch die Einstellungen sind optisch verändert, hierbei hat Huawei allerdings primär nur die Icons ausgetauscht.

Die Benachrichtigungszentrale ist da etwas anderes, diese lässt sich zwar weiterhin durch das Herabziehen erreichen, ist jedoch in zwei Seiten unterteilt. Einmal die Benachrichtigungen und einmal die Schnelleinstellungen.

Ob dies Euch nun gefällt ist natürlich Geschmacksache. Mir gefällt es optisch, allerdings finde ich es von der Nutzung praktischer nicht Seiten wechseln zu müssen, wenn ich WLAN ein/ausschalten möchte oder mal schnell die Taschenlampe anmache.

Von den 64GB Speicher sind von Haus aus noch 52,42GB frei. Das ist noch reichlich für Anwendungen, auch wenn sicherlich schon einiges belegt ist.

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Zudem lässt sich der Speicher auch via microSD Speicherkarte erweitern. Eine 128GB microSD Karte war in meinem Test kein Problem.

Allerdings muss man sich zwischen microSD Speicherkarte oder einer zweiten SIM Karte entscheiden.

Huawei bringt auch beim P9 Plus wie auch schon beim P9 Lite eine „Gesundheit“ App mit. Diese zählt ununterbrochen Eure Schritte im Hintergrund wie es z.B. das Samsung Galaxy S7 Edge macht.

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Nettes Feature für alle die kein Fitness- Armband tragen wollen, aber dennoch Ihr Smartphone den ganzen Tag durch die Gegend tragen.

 

Display 

Huawei setzt beim P9 Plus auf ein 5,5 Zoll AMOLED Display. Dementsprechend ist natürlich das Bild sehr kontraststark und auch die Farben wirken schön lebendig.

Die maximale Helligkeit ist für eine gute Outdoor- Ablesbarkeit vollkommen ausreichend. Jedoch verglichen mit einem S7 Edge von Samsung und anderen „Flaggschiff“ Smartphones wäre beim P9 Plus sicherlich noch etwas mehr Leuchtkraft drin gewesen. Das S7 Edge ist doch im direkten Vergleich ein gutes Stück heller.

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Jedoch ist das schon Kritik auf einem sehr hohen Level, das Display des P9 Plus ist eins der besten, welches ich dieses Jahr gesehen habe.

Dazu kommt „Press Touch“ was man mit Apples Force Touch vergleichen kann. Dabei reagiert das Display unterschiedlich je nach Druck den man auf dieses ausübt. Dies kann man mit einer Art Rechtsklick vergleichen.

Beispielsweise ein fester Druck auf das Telefon Icon ermöglicht, dass schnelle Erstellen von neuen Kontakten, einmal feste auf das Kamera Icon und man kann ein schnelles Selfi machen usw.

Wenn ich allerdings ehrlich bin, ist der Mehrwert in der Praxis sehr gering. Es ist zwar nett das Huawei so etwas einbaut, jedoch wirkt das ganze eher mäßig sinnvoll. Vermutlich soll dies eher ein „verzweifelter“ Versuch sein dem P9 Plus ein zusätzliches Bonus Feature zu verpassen, das dieses vom normalen P9 abhebt.

 

Sound 

Der Lautsprecher des Huawei P9 Plus ist auf dessen Unterseite angebracht.

Dementsprechend habe ich nicht mit all zu viel gerechnet, jedoch hat mich der Lautsprecher positiv überrascht. Dieser ist zum einen überdurchschnittlich laut (lauter als das S7 Edge) zum anderen klingt er auch bis zu einer Lautstärke von ca. 80% echt gut.

Der Klang ist klar, laut und man hört schon fast sowas wie Bass.

Damit besitzt das P9 Plus einen der besten Mono Lautsprecher, der mir bisher über den Weggelaufen ist. Für mal nen Youtube oder ein Internet Radio ist das Smartphone damit völlig geeignet.

Der Kopfhörerausgang bietet wiederum eine leicht überdurchschnittliche Qualität. Dabei scheint es einen leichten Software EQ zu geben, der Kopfhörer Ausgang wirkte etwas basslastiger als es „normal“ wäre.

 

Kamera 

Die Kamera bzw. die Kameras sind natürlich eins der wichtigsten Merkmale des Huawei P9 Plus. Huawei setzt hier auf ein etwas ungewöhnliches Konzept. Smartphones mit zwei Kameras sind zwar recht selten aber diese gab es bereits. Meist wurde der zweite Kamera Sensor nur genutzt um Tiefeninformationen zu sammeln.

Dies ermöglichtet eine künstliche Tiefenunschärfe einzufügen, wodurch Bilder so wirkten sollten als wären Sie mit einer Spiegelreflex gemacht.

Zwar bietet das P9 Plus auch diese Optionen, jedoch setzt hier Huawei auf zwei 12 Megapixel Sensoren aus dem Hause Sony. Der eine nimmt ganz klassisch ein normales Bild auf, der zweite Sensor hingegen kann nur Schwarzweiß- Aufnahmen machen.

Huawei P9 Plus Test-12

Am Ende werden diese beiden Bilder zusammengerechnet. Dies soll für bessere Kontraste und Dynamic sorgen. Diese Technik stammt im Übrigen aus dem Hause Leica, welche durchaus Erfahrung mit Schwarzweiß- Bildsensoren haben.

Abgesehen von den beiden Sensoren bietet das Huawei eine Blende von f2.2 und eine Laser Autofokus.

Ehe wir zu den Bildern kommen, noch etwas zur Kamera App. Diese ist solide aufgebaut und bietet die üblichen Funktionen und einiges an Bild Modi. Das Besondere ist hier sicherlich der gesonderte Monocrome Modus, welcher Schwarzweiß -Bilder mit besonders vielen Details liefern soll. Aber auch ein Solider Manueller Modus ist mit an Board.

Allgemein hatte mir die Nutzung der Kamera App recht viel Spaß gemacht, ich denke zwar,dass die des S7 und G5 mir noch etwas besser gefällt aber ich hatte auch zu keinem Zeitpunkt das gefühlt, dass die Kamera „gegen mich“ arbeitet.

Bilder werden im Übrigen im 4:3 Format aufgezeichnet und besitzen eine durchschnittliche Größe von 3,6MB.

Genug der Theorie, schauen wir uns einmal ein paar Bilder des Huawei P9 Plus an. Wie üblich sind alle Bilder in der höchsten Qualität und im Automatik Modus entstanden. Dabei sind diese nicht nachbearbeitet.

 

(rechte Maustaste -> in neuem Tab Öffnen für die volle Ansicht oder HIER klicken für ein ZIP Archiv mit allen Bildern)

Das Huawei P9 Plus produziert interessante Bilder. Diese unterscheiden sich teilweise recht deutlich von von dem was ein S7, HTC 10 oder LG G5 hervorbringt. Die Fotos des P9 Plus sind sehr kontraststark und besitzen eine überragende Dynamic! 

Es ist fast so als hätte man permanent den HDR Modus an. Teilweise haben mir aber die Bilder des P9 Plus etwas zu viel Kontrast, ähnliches Problem hatte ich auch schon beim S7 Edge, welches dies aber noch etwas mehr übertreibt.

Die Bildschärfe ist soweit ganz gut, allerdings auf nicht so hoch wie beim S7/S7 Edge. Allerdings schärft Huawei die Bilder auch nicht so stark nach, wie es Samsung und viele andere Hersteller machen.

Verglichen mit den großen anderen Smartphones auf dem Markt, würde ich das Huawei P9 Plus recht weit oben sehen, wenn es um die Kamera geht.

Bei gutem Licht ist weiterhin das LG G5 das aus meiner Sicht beste Kamera Smartphone aktuell, gefolgt vom Sony Xperia Z5 und dann würde ich bereits knapp das P9 Plus vor dem S7 Edge sehen.

Ja, bei Tageslicht gefällt mir das Huawei P9 Plus besser als die des Samsung Galaxy S7 Edge! Bei Dunkelheit tut sich das P9 Plus allerdings etwas schwerer. Hier fällt vor allem auf, dass das LG G5 und das Samsung Galaxy S7 hellere Bilder produzieren als das P9 Plus.

Das muss nichts Negatives sein denn das S7 und G5 haben teilweise übermäßig helle Bilder produziert, das P9 Plus ist da etwas natürlicher.

Mit künstlicher Hintergrundunschärfe
Mit künstlicher Hintergrundunschärfe

Unterm Strich gehört das P9 Plus damit aus meiner Sicht zu den Top 3 Kamera Smartphones aktuell auf dem Markt!

Dazu kommt ein sehr schneller und zuverlässiger Autofokus und ein allgemein hohes Tempo der Kamera. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht Fotos mit dem Huawei zu machen!

Man fühlt sich wirklich fast wie ein kleiner Profi -Fotograf mit dem P9 Plus, ich hätte hier keine Probleme dieses als meine einzige Kamera mit in den Urlaub zu nehmen.

Leider ist der Video Modus nicht ganz so stark. Hier fehlt es dem P9 Plus an der Möglichkeit 4K Aufnahmen zu machen. Grundsätzlich sind zwar die Full HD Videos vom P9 Plus recht gut aber selbst schlechte 4K Aufnahmen sehen einfach aufgrund der höheren Schärfe selbst auf Full HD Monitoren besser aus.

Dazu besitzt das Huawei P9 Plus auch keinen optischen Bildstabilisator, das resultiert in etwas wackligen Bildern.

Das Hauwei P9 Plus ist also für Fotos Top, für Videos allerdings eher Mittelmaß.

 

Benchmarks 

Im Huawei P9 Plus ist der hauseigene HiSilicon Kirin 955 verbaut. Hierbei handelt es sich um einen Octa Core welcher mit 2,50GHz (die ersten 4 Kerne) bzw. mit 1,8GHz (die zweiten 4 Kerne) taktet.

Unterstützt wird der SoC von ordentlichen 4GB RAM.

Nun gut diese Daten werden vermutlich nur den Wenigsten etwas sagen, daher schauen wir uns einmal ein paar Benchmarks an um besser vergleichen zu können was der Kirin 955 so zu leisten vermag.

Huawei P9 Plus Software-26 Huawei P9 Plus Software-46

Huawei P9 Plus Software-31 Huawei P9 Plus Software-36 Huawei P9 Plus Software-41 Huawei P9 Plus Software-56 Huawei P9 Plus Software-57

Der HiSilicon Kirin 955 ist ein erfreulich flotter Chip. Mit rund 92.000 Punkten im Antutu Benchmark ist der Kirin 955 zwischen dem Snapdragon 810 und dem 820 einzuordnen.

soc
(größer = besser)

Damit ist zu mindestens in der Theorie das P9 Plus ein Stück langsamer als z.B. ein LG G5 oder auch ein Samsung Galaxy S7, aber schneller als z.B. ein Galaxy S6 oder Sony Xperia Z5.

Kurzum der  HiSilicon Kirin 955 ist der zweit schnellste SoC den ich bisher in einem Smartphone gesehen habe!

 

Das Huawei P9 Plus in der Praxis 

Das Huawei P9 Plus verhält sich im Alltag wie ein wahres Flaggschiff Smartphone. Facebook, normale Surfen im Internet oder Ähnliches bereitet dem P9 Plus selbstverständlich keine Probleme.

Huawei P9 Plus Test-17

Aber auch Spiele laufen gut bis hervorragend! Hier spürt man im Übrigen keinen Unterschied zum S7 oder G5 was die Leistung angeht, ganz im Gegenteil. Es gibt durchaus Spiele, die auf dem Huawei besser laufen als auf den beiden oben genannten Smartphones.

 

Auch der Fingerabdruckscanner ist einer der schnellsten und zuverlässigsten den ich bisher bei einem Smartphone gesehen habe. Es ist unglaublich, dass einem das iPhone 6+ plötzlich sehr träge im Vergleich vorkommt.

Huawei P9 Plus Test-19

Was mich persönlich sehr freut ist die RGB Benachrichtigungs LED, welche neben der Front Kamera angebracht ist. Diese ist allerdings nicht die hellste.

Kurzum ich bin sehr zufrieden mit dem P9 Plus. Dies ist ein Smartphone wo man traurig ist, wenn man es wieder abgeben muss!

 

Akkulaufzeit

Im Huawei P9 Plus ist ein 3400mAh Akku verbaut. Dies klingt erst einmal ganz nett, ist es auch. Die Mehrheit aller Nutzer werden einen Tag problemlos mit dem Smartphone klar kommen, wenig Nutzer vermutlich sogar zwei Tage.

Bei einer aktiven Nutzung geht dem Smartphone nach 6-8 Stunden der Saft aus. In meinem Video Test hielt dieses sogar fast 11 Stunden durch, was ein sehr guter Wert ist!

Zum Wiederaufladen besitzt das P9 Plus einen USB C Port. Hierbei unterstützt dieses Hauwei eigenes Schnellladesystem, welches mit Quick Charge 2.0 vergleichbar ist. Es erreicht dabei eine Ladegeschwindigkeit von bis zu 1,9A bei 9V, was ziemlich schnell ist.

Leider ist dieses Schnellladesystem nicht mit Quick Charge von Qualcomm kompatibel, daher ist man auf das beigelegte Ladegerät angewiesen. Bei der Nutzung eines anderen Ladegerätes erreicht das Smartphone allerdings immer noch schnelle 1,84A bei 5V.

 

Sonstiges

  • NFC
  • 5GHz WLAN
  • Schrittzähler

 

Fazit zum Huawei P9 Plus 

Das Huawei P9 Plus hat mich im Test überzeugt! Es muss sich nicht hinter dem Samsung Galaxy S7, LG G5 usw. verstecken, ganz im Gegenteil! Aber das ist auch so zu erwarten bei einem saftigen Preis von fast 700€.

Huawei P9 Plus Test-6

Und da liegt leider das Problem. Zwar geht der Preis an sich in Ordnung und es gibt so gut wie nichts was gegen das Gerät spricht, mit Ausnahme des normalen P9.

Das normale Huawei P9 bekommt man für knapp unter 500€, hier muss man ganz klar die Frage stellen sind rund 200€ Aufpreis für das etwas größere AMOLED Display der Plus Version Euch dies wert?

Huawei P9 Plus Test-7

Dennoch das Huawei P9 Plus ist ein hervorragendes Smartphone, das kaum Schwächen im Test offenbart hat. Angefangen bei der sehr guten Kamera, über die starke Leistung bis hin zur edeln Haptik und Optik stimmt hier alles was wichtig ist.

Aktuell ist damit das P9 Plus eins der beste Smartphones auf dem Markt!

Huawei P9 Plus

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test

Dass man aus China gute Ohrhörer zum kleinen Preis bekommen kann, ist mir und sicherlich auch vielen Lesern von Techtest nichts Unbekanntes.

Bei Kopfhörern ist es aber erstaunlicherweise etwas anderes. Allgemein gibt es nur sehr wenige chinesische Hersteller von Kopfhörern, vor allem wenn man Bluetooth Kopfhörer außen vor lässt.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-20

Bei meiner Suche sind mir allerdings die Somic V2 über den Weg gelaufen. Diese 40€ Kopfhörer sahen auf den ersten Blick sehr interessant aus, weshalb ich mich entschieden habe diese einmal zu bestellen.

Können die Somic V2 Kopfhörer im Test überzeugen und lohnt es sich diese aus China zu bestellen?

 

Bestellung, Versand und Lieferumfang 

Ich habe die Somic V2 HIER bestellt. Warum bei Gearbest? Dies soll keine Werbung sein, aber bei Gearbest bestellen hat einen Vorteil, diese bieten den „Germany Express“ an.

Das ist eine Versandmethode bei der Ihr nichts mit dem Zoll zu tun habt und die Kopfhörer völlig problemlos vor Eure Haustür geliefert werden.

Alternativ schaut bei AliExpress, dort sind die Somic V2 auch zu bekommen.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-2

Allerdings werden die Kopfhörer in so einem großen Karton geliefert, dass diese im Falle einer Zollkontrolle mit Sicherheit hängenbleiben.

Dabei macht der Karton allerdings einen guten Eindruck. Neben den Kopfhörern und ein paar Flayern legt Somic lediglich einen 3,5mm auf 6,3mm Adapter bei.

 

Die Somic V2 im Test

Die Somic V2 sehen auf den ersten Blick ganz gut aus. Es handelt sich bei diesen um offene Over Ear Kopfhörer.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-4

Optisch sind die V2 recht normal, lediglich hat Somic die Rückseite der im Inneren verbauten Treiber rot lackiert, was durch die offene Rückwand schimmert.

Dadurch wirken die Kopfhörer etwas „aggressiver“ und auffälliger. Das Gehäuse der Somic V2 besteht mit Ausnahme des Rückgitters und der Höhenverstellung vollständig aus Plastik.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-7

Allerdings habe ich nichts an der Robustheit der Kopfhörer zu bemängeln. Zwar mag es sicherlich noch robustere Modelle geben, dennoch wirken die V2 durchaus recht massiv.

Das ca. 3 Meter lange Anschlusskabel ist fest mit beiden Ohrmuscheln verbunden und endet in einem sehr massiven 3,5mm Stecker, der  zusätzlich mit einer Feder vor Kabelbruch geschützt ist. Auch das Kabel selbst wirkt ausreichend dick und hochwertig.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-9

Die beiden Ohrmuscheln sind recht flexibel und lassen sich sogar in einer Richtung um 90 Grad wegdrehen. Die Ohrpolster sind fest mit den Ohrmuscheln des V2 verbunden und bestehen aus einem weichen Stoff, das Kopfband hingegen ist aus Kunstleder gefertigt.

 

Tragekomfort

Die Somic V2 haben zwar ein recht dickes Polster, jedoch ist dieses relativ fest. Dies in Kombination mit dem hohen Anpressdruck führt zu einem eher mittelmäßigen Tragekomfort.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-10

Ich würde nicht sagen, dass die V2 unbequem sind, jedoch drücken sie ein wenig. Wenn ich es in Punkte fassen müsste, würde ich den Tragekomfort als 6,5/10 beurteilen.

 

Klang 

Kommen wir zum Interessanten, dem Klang.

Für Kopfhörer der unter 40€ Preisklasse klingen die Somic V2 ziemlich ordentlich. Wie es sich für offene Kopfhörer gehört, besitzen auch die V2 eine recht offene und weite Soundstage.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-13

Die Räumlichkeit ist zwar nicht überragend aber durchaus vernünftig. Die Höhen des V2 sind soweit OK, es fehlt mir allerdings hier ein wenig die Leichtigkeit und Luftigkeit im Klang. Die V2 sind eher von der warmen Sorte.

Im Gegenzug gibt es aber auch keine übermäßigen Zischlaute oder Spitzen im Klang.

Der Bass hat mich hingegen etwas überrascht. Ich habe bei solchen Kopfhörern mit einem recht aggressiven Bass gerechtet, allerdings Fehlanzeige.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-15

Der Bass ist vorhanden, jedoch würde ich diesen als eher natürlich bezeichnen. Er versucht sich also nicht in den Vordergrund zu drängen.

Dies hilft den Mitten, welche ganz gut von den Somic V2 dargestellt werden.

Allgemein haben die Somic V2 wirklich etwas von einem „Monitoring“ Kopfhörer, wie es auch beworben wird.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-14

Der größte Kritikpunkt ist vermutlich, dass die V2 klanglich zu unauffällig sind. Diese Klingen sehr entspannt und gemütlich aber vielleicht wird es dem ein oder anderen an einem „WOW“ Effekt fehlen.

 

Fazit zu den Somic V2 

Die Somic V2 sind sehr ordentliche Kopfhörer, gerade für Nutzer welche nicht die 08/15 Bass- Kanonen sucht.

Die V2 punkten durch einen recht natürlichen und entspannten Klang. Aber auch abgesehen vom Klang sind die Somic V2 vollkommen OK. Die Verarbeitung ist solide und der Tragekomfort OK.

Somic V2 HiFi Kopfhörer aus China im Test-16

Ich denke es wird sehr schwer sein von den üblichen großen Herstellern in der 40€ Preisklasse etwas Vergleichbares zu bekommen.

Damit will ich nicht sagen, dass der Somic V2 „perfekt“ ist, das ist nicht der Fall, aber er wirkt eher wie ein Kopfhörer der 60-70€ Preisklasse auf mich.

Damit würde ich sagen kann sich die Bestellung aus Asien für rund 40€ durchaus lohnen, sofern Euch die Klangsignatur zusagt.

39,92€ bei Gearbest(Germany Express nicht vergessen) /// 45,74€ bei AliExpress (stand 05.09.16)

Audio-Technica ATH-A990Z Kopfhörer im Test

Mit rund 280€ sind die Audio-Technica ATH-A990Z Kopfhörer der gehoben Preisklasse. Dabei richtet sich das Marketing von Audio-Technica primär an professionelle Nutzer, aber heißt dies, dass die ATH-A990Z nichts für den normalen Musikliebhaber sind?

Audio-Technica ATH-A990 Test-15

Finden wir im Test heraus ob es sich wirklich lohnt 280€ für den Audio-Technica ATH-A990Z auszugeben!

 

Lieferumfang und Verpackung

Bereits an der Verpackung merkt man, dass diese Kopfhörer nicht an den normalen Endnutzer gerichtet sind.

Audio-Technica ATH-A990 Test-1

Kopfhörer der 200€+ Preisklasse versuchen in der Regel bereits im ersten Moment durch eine aufwendige Verpackung und einen großen Lieferumfang zu punkten.

Audio-Technica ATH-A990 Test-2

Dies ist bei den Audio-Technica ATH-A990Z nicht der Fall. Die Verpackung ist OK aber auch wirklich nichts Besonderes. Auch der Lieferumfang fällt mit diversen Anleitungen und einem 3,5mm auf 6,3mm Adapter recht überschaubar aus.

 

Die Audio-Technica ATH-A990Z im Test

Die Audio-Technica ATH-A990Z sind riesige Kopfhörer, selbst verglichen mit meinen DT90 sind sie nochmal ein gutes Stück größer.

Dies gilt zum einen für die Ohrmuscheln wie aber auch für die Tragekonstruktion. Audio-Technica setzt hier auf sein „Flügel“ System.

Audio-Technica ATH-A990 Test-3

Im Gegensatz zu den meisten anderen Kopfhörern besitzen die ATH-A990Z kein Kopfband, sondern zwei Stangen welche die Ohrmuscheln zusammenhalten und zwei „Flügel“ welche auf Eurem Kopf aufliegen.

Diese Konstruktion hat Vor- und Nachteile. Ein Nachteil ist die Stabilität der Kopfhörer. Diese wirken, vorsichtig ausgedrückt, sehr flexibel. Zwar wirkte es auf mich nicht so, dass diese schnell kaputt brechen könnten, jedoch halte ich es für möglich, dass die Stangen, welche die Ohrhörer zusammen halten, sich bei einem raueren Umgang verbiegen könnten.

Audio-Technica ATH-A990 Test-4

Auch die Flügel bestehen aus Plastik, was diesen keinen sonderlich robusten Eindruck verleiht.

Die Ohrmuscheln selbst bestehen aus Aluminum, was sie wiederum sehr robust und massiv erscheinen lässt.

Audio-Technica ATH-A990 Test-9

Das Kabel der Audio-Technica ATH-A990Z ist leider nicht abnehmbar. Im Gegenzug ist dies eins der schönsten Kabel, welches ich bisher bei einem Kopfhörer gesehen habe. Es ist zum einen recht dick, zum anderen mit Nylon ummantelt, dennoch ist das Kabel erstaunlich flexibel und „weich“.

 

Tragekomfort

Dank des Flügel- Systems sind die Audio-Technica ATH-A990Z sehr ungewohnt zu tragen. Dazu kommen die sehr großen Ohrmuscheln mit einem recht dünnen, aber weichen Ohrpolster.

Die ATH-A990Z sitzen dadurch sehr locker und leicht. Auch wirken die Kopfhörer kaum Druck auf die Ohren aus.

Audio-Technica ATH-A990 Test-11

Das hat allerdings auch Nachteile, die Kopfhörer neigen zum Herunterrutschen. Heißt, anstelle von Druck seitlich gegen den Kopf, hat man etwas „Druck“ von oben nach unten.

Viele Leute beheben dies etwas durch einen Gummiring, der über die beiden Flügel gezogen wird, wodurch diese etwas stabiler werden, mich hat der Tragekomfort nicht gestört.

Audio-Technica ATH-A990 Test-13

Allerdings sind die ATH-A990Z sicherlich auch keine Kopfhörer zum Headbangen.

 

Klang 

Nach den ganzen normalen Endnutzer-Kopfhörern ist es mal etwas völlig Anderes ein Modell, welches eigentlich primär für den professionellen Markt bestimmt ist, auf dem Kopf zu haben.

Wichtig, ich bin kein professioneller Anwender, dementsprechend werde an die Sache auch eher wie „Normalnutzer“ heran gehen. Privat nutze ich Beyerdynamic T90 Kopfhörer und eine ASUS Xonar Essence STX II Soundkarte, welche auch in diesem Test primär zum Einsatz kommt.

Audio-Technica ATH-A990 Test-16

Die Audio-Technica ATH-A990Z haben mich mächtig überrascht, denn diese klingen völlig anders als ich es mir ausgemalt habe. Bei „Pro“ Kopfhörern rechne ich im Allgemeinen eher mit einem recht flachen, neutralen Klang, der vielleicht beim normalen Musikhören tendenziell etwas langweilig ist, jedoch dies ist bei den ATH-A990Z nicht der Fall.

Grundsätzlich besitzen die ATH-A990Z einen erstaunlich kräftigen Tiefton- Bereich und relativ warme/weiche Höhen.

Der Bass ist hierbei allerdings ganz klar das Glanzstück der ATH-A990Z. Dieser besitzt einen hervorragenden Tiefgang und Punch, ohne dabei unkontrolliert zu wirken. Dabei sind die Audio-Technica natürlich keine „Bass“ Kopfhörer, jedoch ist der Bass ein Stück mehr betont als ich es bei neutralen Kopfhörern erwarten würde.

Audio-Technica hat hier eigentlich eine sehr schöne Mischung aus Quantität und Präzision getroffen.

Audio-Technica ATH-A990 Test-17

Die Mitten werden zudem nicht vom Bass verdrängt, weshalb die ATH-A990Z bei Gesang weiterhin eine sehr gute Figur machen. Hier würde ich die Abstimmung als recht neutral beurteilen.

Die Höhen sind wie bereits erwähnt ein wenig wärmer und runder. Wie man dazu steht, ist natürlich Geschmacksache, allerdings haben die ATH-A990Z dadurch kaum Probleme mit Zischlauten wie es z.B. einige Beyerdynamic Modelle haben.

Erstaunlich ist zudem wie „offen“ sich die Kopfhörer anfühlen. Man hört zwar am kräftigen Punch des Basses, dass es sich bei diesen um geschlossene Kopfhörer handelt, allerdings besitzt der Klang eine angenehme Offenheit und Weite.

Daraus resultiert natürlich auch eine recht große und weite Sound Stage. Dank eines Widerstands von nur 40Ohm funktionieren die Kopfhörer auch an normalen Computern oder Smartphones ohne speziellen DAC/Kopfhörerverstärker recht gut.

 

Beyerdynamic DT880 vs. Audio-Technica ATH-A990Z

Den einen oder anderen könnte sicherlich der Vergleich zwischen den Beyerdynamic DT880 und den Audio-Technica ATH-A990Z interessieren.

Die DT880 sind ja sehr populäre Modelle in dieser Preisklasse.

Klanglich sind beide aber völlig unterschiedlich. Die DT880 sind um einiges leichter und wirken gerade in den Mitten und Höhen feiner und detaillierter als die ATH-A990Z.

Wenn man nach den DT880 auf die ATH-A990Z wechselt ist man aber erst einmal geschockt. Die Audio-Technica haben einen deutlich kräftigeren Tieftonbereich. Die DT880 sind ziemlich neutral und da merkt man, dass die ATH-A990Z um einiges spaßiger sind.

Am Ende kommt es etwas darauf an, was Euch wichtiger ist. Feiner und detaillierter Klang, dafür etwas zurückhaltender Bass = Beyerdynamic DT880

Ein kräftiger Bass und ein größeres Volumen = Audio-Technica ATH-A990Z

 

Fazit zu den Audio-Technica ATH-A990Z

Die Audio-Technica ATH-A990Z sind interessante Kopfhörer. Dabei würde ich diese fast mehr Musikliebhabern empfehlen als wirklich für den Studioeinsatz.

Die ATH-A990Z punkten durch einen qualitativ hochwertigen und recht lebendigen/bassstarken Klang.

Audio-Technica ATH-A990 Test-18

Zwar gibt es durchaus auch Kritikpunkte, wie zum Beispiel den Tragekomfort, welcher sicherlich Geschmacksache ist, aber unterm Strich fällt das Fazit zu den ATH-A990Z auch in einem Preisbereich um die 250€ sehr positiv aus!

Gerade wer gehobene Ansprüche hat und einen guten und kräftigen Bass liebt, ohne dass dieser wie bei diversen Modekopfhörern übertrieben ist, wird Spaß an den ATH-A990Z finden.

Audio-Technica A990Z Geschlossener Hi-Fi-Kopfhörer Dunkelgrün...
  • Das neu konzipierte, selbstjustierende 3D-Flügelsystem passt...
  • Der Lieferumfang umfasst auch ein textilummanteltes...
  • Handgefertigt in Japan: Neu entwickelte 53-mm-Treiber für einen...
  • Double Air Damping System für einen erweiterten Frequenzgang und...
  • Die leichten Aluminiumgehäuse des A990Z sind in einem tiefen...

Audio-Technica ATH-A990Z