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Das Xiaomi Mi 9 SE, das beste Smartphone in der Mittelklasse 2019?

Mit dem Mi 9 SE hat Xiaomi eine abgespeckte Version seines wirklich hervorragenden Flaggschiff Smartphone auf den Markt gebracht.

Dabei hat Xiaomi auf den ersten Blick lediglich den Snapdragon 855 gegen einen etwas kleineren Chip ausgetauscht, aber dafür auch den Preis auf rund 350€ gesenkt.

Die Tippel-Hauptkamera mit 48 Megapixel Hauptsensor, das OLED Display, das Glasgehäuse und auch die 6GB RAM sind aber trotz des günstigeren Preises erhalten geblieben.


Damit ist das Mi 9 SE in der Mittelklasse ein unheimlich gutes Angebot! Aber gibt es vielleicht noch andere Punkte wo Xiaomi gespart hat? Ist die Hauptkamera wirklich so gut wie beim Mi9?

Diese Fragen wollen wir doch einmal im Test klären, ist das Xiaomi Mi 9 SE das beste Smartphone der Mittelklasse 2019?!

 

Das Xiaomi Mi 9 SE

Grundsätzlich ähnelt das Mi 9 SE natürlich seinem großen Bruder dem Mi 9 sehr stark! So ist die grundsätzliche Design-Sprache fast identisch.

Xiaomi setzt auch hier auf ein Glas-Aluminium-Sandwich mit einer schön spiegelnden Rückseite. Im Detail merkt man aber das Xiaomi etwas „gespart“ hat.

So besaß das große Mi 9 auf der Rückseite gebogenes Glas, das Glas des Mi 9 SE hingegen ist lediglich an den Kanten abgerundet, geht aber gerade in den Rahmen über.

Damit ähnelt das Mi 9 SE eher den modernen iPhones, während das MI 9 in Richtung Samsung Galaxy S10 geht.

Was nun schicker und besser ist, ist Geschmacksache. Billig oder „minderwertig“ fühlt sich das MI 9 SE aber auf keinen Fall an. Ganz im Gegenteil, dieses macht einen hervorragenden ersten Eindruck.

Die Verarbeitung ist top und auch die Massivität stimmt völlig! Man ist hier vielleicht eine halbe Stufe unter einem modernen iPhone, was für ein Smartphone der 350€ Preisklasse herausragend ist.

Ich finde sogar, dass sich das Mi 9 SE massiver anfühlt als das Mi 9.

Auf der Front des Mi 9 SE finden wir ein rund 6 Zoll großes AMOLED Display, mit einer „Tropfen-Notch“. Das Display ist weitestgehend vollflächig, wie sich dies bei einem 2019er Smartphone auch gehört. Dabei sind die Ränder allerdings trotzdem ein wenig breiter als bei einem absoluten High End Smartphone, was aber weder überrascht noch stört.

Die Frontkamera ist dabei mittig am oberen Rand im Display eingelassen. Die Ohrmuschel hingegen ist noch über das Display in den Rahmen gequetscht.

Xiaomi setzt auch beim Mi 9 SE auf eine Trippel-Kamera auf der Rückseite. Diese besitzt drei nutzbare Linsen, unter anderem für Weitwinkelfotos.

Dieses „Modul“ ist identisch wie beim Mi 9 aufgebaut. Die Linsen sind also vertikal in einem kleinen Buckel angeordnet. Der Hauptsensor besitzt hier eine silberne Umrandung, welchen diesen optisch etwas hervorhebt.

Abseits der Kamera und des LED Blitzes findet sich auf der Rückseite des Mi 9 SE nichts! Xiaomi setzt bei diesem Mittelklasse Smartphone bereits auf einen Fingerabdrucksensor welcher im Display versteckt ist.

Abseits davon gibt es keine Überraschungen bei der sonstigen Ausstattung. Die Tasten sind wie üblich am rechten Rand des Smartphones angebracht und die Anschlüsse auf der Unterseite.

Wobei wir hier nur einen USB C Port und den Lautsprecher finden. Leider verfügt das Mi 9 SE über keinen Kopfhöreranschluss!

Auch fehlt dem Mi 9 SE leider ein Wasserschutz, zumindest offiziell. Der SIM Karten Slot ist mit einem Gummiring ausgestattet welchen man ansonsten nur bei wassergeschützten Smartphones findet.

Mich würde es also nicht wundern, wenn Xiaomi durchaus einen gewissen Wasserschutz im Mi 9 SE sichergestellt hat, diesen nur nicht als 100%ig bewirbt.

 

Display

Das Xiaomi Mi 9 SE verfügt über ein 5,97 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 2340×1080 Pixeln. Es handelt sich also um ein vergleichsweise hohes und schmales Display, wie es aktuell Trend ist.

Die größte Besonderheit ist aber sicherlich die Technologie, denn Xiaomi setzt auch beim SE auf ein AMOLED Display! In High End Smartphones ist man dies ja bereits gewohnt, aber in der 350€ Preisklasse ist ein AMOLED Display eine absolute Seltenheit.

Aber sieht das Display des Mi 9 SE auch gut aus? Grundsätzlich ja! Dieses ist wunderbar klar und angenehm scharf, mit dem typisch AMOLED perfekten Kontrast.

Farben sind grundsätzlich auch sehr gut, aber nicht ganz so leuchtend wie teureren Modellen. Allgemein sieht man im direkten Vergleich durchaus, dass es sich hier um ein günstigeres Panel handelt.

Das Mi 9 SE kann hier also nicht mit einem iPhone oder den High End Samsung Modellen mithalten. Dennoch für diese Preisklasse sieht das Display schon sehr gut aus!

 

Lautsprecher

Leider verfügt das Xiaomi Mi 9 SE nur über einen Lautsprecher für die Musikwiedergabe. Dieser ist wie üblich auf der Unterseite angebracht. Die Ohrmuschel ist ausschließlich bei Telefonaten zu nutzen.

Der Lautsprecher auf der Unterseite klingt okay. Dieser ist ausreichend klar und „voll“. Schafft es aber nicht wirklich eine große Klangbühne zu erstellen.

Zumal auch die maximale Lautstärke leicht unterdurchschnittlich ist. Ja für mal ein Video abends im Bett reicht es, aber zum Musikhören beim Kochen usw. solltet Ihr Euch einen zusätzlichen Bluetooth Lautsprecher kaufen.

 

Die Kamera des Xiaomi Mi 9 SE

Die Kamera ist ohne Frage das High Light am Mi 9 SE. Während dies bei anderen Mittelklasse Smartphones oftmals die größte Schwäche ist, haben wir hier auf dem Papier Flaggschiff Hardware.

Das Xiaomi Mi 9 SE verfügt über drei Sensoren auf der Rückseite:

  • Hauptkamera 48 Megapixel, F1.75
  • Zoomkamera 8 Megapixel F2.4
  • Weitwinkelkamera 12 Megapixel F2.4

Die Hauptkamera ist beim Mi 9 SE wie auch beim normalen Mi 9 ein Sony IMX586 Sensor. Der Sony IMX586 ist ein RIESIGER Kamerasensor, mit ½ Zoll. Damit ist dieser ein gutes Stück größer als beim Samsung Galaxy S10, Google Pixel 3 oder auch iPhone Xs.

Dabei ist der IMX586 auch kein „billiger“ Sensor, sondern eins von Sonys Flaggschiff Kamerasensoren. Wir können hier also durchaus Großes erwarten.

Die 48 Megapixel maximale Auflösung werdet Ihr in der Praxis aber nur selten sehen. In der Regel werden die Aufnahmen des Mi 9 SE auf 12 Megapixel heruntergerechnet, ähnlich wie bei den Huawei Flaggschiffen. Es ist zwar möglich auch die vollen 48 Megapixel zu erhalten, dann fallen aber Feature wie HDR oder AI weg. Zudem sind die vollen 48 Megapixel Bilder nur minimal schärfer als die normalen Aufnahmen.

Die Zoomkamera und auch die Weitwinkelkamera ist aber beim Mi 9 SE etwas schwächer als beim normalen Mi 9, zumindest auf dem Papier.

Wie schaut es in der Praxis aus? Hier ein paar Testbilder des Xiaomi Mi 9 SE!

Ja die Hauptkamera des Mi 9 SE liefert in der Tat die gleiche Bildqualität wie vom normalen Mi 9! Damit verfügt das Mi 9 SE über eine der besten Kameras aktuell auf de Markt.

Schauen wir uns die Bilder aber einmal im Detail an. Das Mi 9 SE liefert eine hervorragende Schärfe und starke Detaildarstellung in all seinen Bildern. Der große Sensor fällt dabei gerade bei Makroaufnahmen und Porträts stark auf.

Hier erzeugt das Smartphone auch ohne Porträtmodus eine vergleichsweise starke Hintergrundunschärfe!

Eine Besonderheit beim Mi 9 SE ist der Bildstyle. Xiaomi setzt tendenziell auf recht kräftige und gesättigte Aufnahmen. Wollt Ihr neutrale Farben seid Ihr hier nicht zwingend an der richtigen Adresse. Gerade wenn der AI Modus an ist, knallen Farben oftmals recht stark.

Grundsätzlich macht das Mi 9 SE hier aber einen guten Job! Farben wirken dennoch nicht billig oder völlig übersättigt.

Bonuspunkte gibt es für die „Stabilität“. Ich hatte beim Mi 9 SE nur sehr wenig Ausschuss oder Bilder die farblich völlig daneben lagen.

Samsung Galaxy S10+
Apple iPhone Xs
Xiaomi Mi 9 SE
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+
Apple iPhone Xs
Xiaomi Mi 9 SE
Google Pixel 3 XL

Wie steht es aber um die Nacht?

Grundsätzlich macht das Mi 9 SE einen Top Job im Low Light, kann aber nicht ganz mit den Huaweis und Google Pixeln dieser Welt mithalten, zumindest wenn es um die Helligkeit geht.

Die Low Light Bilder des Mi 9 SE sind nicht taghell wie bei einigen Konkurrenten, aber was Schärfe und Rauschverhalten angeht hervorragend. Lediglich beim Weißabgleich neigt das Smartphone im Low Light stark zu wärmeren Farben.

Dies ist nicht immer akkurat, gibt den Bildern aber eine etwas gemütlichere Stimmung. Ich bevorzuge im Low Light tendenziell eher wärme als kältere Aufnahmen, daher ist dies für mich okay.

Wollt Ihr Vergleichsbilder zum iPhone Xs, Samsung Galaxy S10, Mate 20 Pro usw. schaut am besten in den Test des Mi 9. Alternativ hier:

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Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi 9

Samsung Galaxy Note 9

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi 9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy Note 9

Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi 9

Samsung Galaxy Note 9

Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi 9

Apple iPhone Xs Max

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi 9

Apple iPhone Xs Max

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Google Pixel 3 XL

Xiaomi Mi9

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Ich persönlich würde die Kamera des Mi 9 SE der des iPhones und des Samsung Galaxy S10 vorziehen! Aber dies liegt auch daran, dass ich den Bildstyle dieser Geräte nicht sonderlich mag.

Verglichen mit den typischen Mittelklassegeräten ist natürlich der Unterschied recht deutlich. Zwar haben hier Modelle wie das BQ Aquaris X2 oder auch die Moto Smartphones sehr gute Kameras, aber das Mi 9 SE spielt da noch locker eine Klasse drüber.

Leider ist meine Stimmung bei den beiden sekundären Kameras etwas negativer. Hier merkt man das Xiaomi etwas gespart hat.

Weitwinkel Samsung Galaxy S10+
Weitwinkel Mi 9 SE
Weitwinkel Mi 9

So sind die Weitwinkelbilder okay, aber können nicht mit dem Huawei Mate 20 Pro, S10 oder auch dem großen Mi 9 mithalten. Die Bilder sind ein Stück weit unschärfer und weniger detailreich.

Zoom
Zoom

Nein die Aufnahmen sind nicht unbrauchbar schlecht, aber merkbar schlechter als von der Hauptkamera.

 

Performance

Der von Xiaomi gewählte SoC ist klar das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal des Mi 9 und Mi 9 SE.

Während das Xiaomi Mi 9 den Qualcomm Snapdragon 855 nutzt, setzt das Mi 9 SE auf den Snapdragon 710. Während der 855 der absolute High End Chipsatz aus dem Hause Qualcomm ist, ist der Snapdragon 710 eher in der oberen Mittelklasse bzw. unteren Oberklasse angesiedelt.

Der Snapdragon 710 ist wie üblich ein 8 Kern SoC, welcher mit 2,2 Ghz in der Spitze taktet und im 10nm Format gefertigt ist. Diese Werte sind etwas schlechter als beim großen Bruder, aber für ein 350€ Smartphone immer noch sehr imposant.

Dem Snapdragon 710 stehen beim Mi 9 SE noch 6GB RAM und je nach Version 64Gb oder 128GB Speicher zur Verfügung.

Schauen wir uns einmal ein paar Benchmarks an, um die Leistung besser einschätzen zu können.

Xiaomi Mi 9 SE PC Mark Work Xiaomi Mi 9 SE Geekbench Xiaomi Mi 9 SE Geekbench Xiaomi Mi 9 SE Antutu

Wie zu erwarten war, sehen die Benchmarks des Xiaomi Mi 9 SE gut aus. Allerdings muss ich glatt gestehen noch etwas mehr erwartet zu haben. So ist der hier verbaute Snapdragon 710 nur rund 27% schneller als der Snapdragon 660, welcher beispielsweise im letztem Jahr erschienenen BQ Aquaris X2 Pro steckt.

27% mehr Leistung sind hier nicht zu verachten, aber auch nicht „Welten“ besser.

Welten besser ist hingegen der große Snapdragon 855 im Mi 9. Beispielsweise im Antutu Benchmark erreicht das Große Mi 9 376814 Punkte, das Mi 9 SE 179178 Punkte. Dies ist schon ein deutlicher Unterschied.

Zusammengefasst passt die Performance des Mi 9 SE für die Preisklasse von 300-400€, ist hier aber auch nicht alles überragend.

 

Performance im Alltag

Wenn ich ehrlich sein darf, ich habe kaum bis keinen Unterschied zwischen dem Mi 9 SE und dem großen Mi 9 im normalen Alltag gespürt.

Auf beiden Smartphones öffnen sich einfach Apps wie Facebook und Co. mehr oder weniger sofort und die Benutzeroberfläche läuft butterweich.

Xiaomi ist bekannt dafür eine sehr gut optimierte Benutzeroberfläche zu besitzen, was hier sicherlich hilft den Unterschied zwischen dem Snapdragon 710 und 855 etwas auszugleichen.

Geht es Euch also nur um eine hervorragende Alltagsleistung in Apps wie WhatsApp, Facebook, Twitter usw., dann werdet Ihr auch mit dem Xiaomi Mi 9 SE absolut glücklich werden.

Erst in sehr aufwendigen Spielen kann man Unterschiede erkennen. Grundsätzlich ist dies meckern auf einem sehr hohen Level! Die überwältigende Mehrheit aller Spiele läuft perfekt auf dem Mi 9 SE, aber hier und da sieht man doch Spiele die nicht ganz so weich laufen oder so gut aussehen wie auf dem großen Bruder.

Sofern Ihr aber Euch nicht für High End Spiele interessiert, dann habe ich Zweifel, dass Ihr einen Unterschied zwischen dem Mi 9 und Mi 9 SE spürt. Und nur so als Info, das Mi 9 ist eins der schnellsten und reaktionsfreudigsten Smartphones aktuell auf dem Markt.

Auch abseits der reinen Leistung kann das Mi 9 SE überzeugen. So war der LTE Empfang bei mir gut und auch die WLAN Performance stark. Hier unterstützt das Mi 9 SE natürlich 5GHz und den aktuellen AC Standard.

Weitere Bonuspunkte gibt es für den Fingerabdruckscanner. Dieser ist zwar nicht der aller schnellste, aber grundsätzlich alltagstauglich. Die Erkennungsrate ist gut und das Tempo soweit okay.

 

Akku

Das Xiaomi Mi 9 SE verfügt über einen 3070 mAh starken Akku. Dies ist eine vergleichsweise kleine Kapazität für ein Gerät mit 6 Zoll Display.

Allerdings hat auch das große Mi 9 nur 3300mAh und kommt dennoch auf eine respektable Akkulaufzeit.

Wie steht es hier um das Mi 9 SE? Mittelmäßig leider!

In meinem Standardtest erreichte ich rund 5,5 Stunden Laufzeit, was akzeptabel ist, aber auch nicht besonders oder überragend.

Intensivnutzer sollten mit dem Mi 9 SE knapp durch den Tag kommen, normal Nutzer werden 1,5 Tage vielleicht auch 2 Tage erreichen, Letzteres aber eher knapp.

 

Mi 9 vs. Mi 9 SE

Was genau gibt man nun beim Mi 9 SE auf verglichen mit dem rund 100€ teurerem Mi 9?

  • Nur der Snapdragon 710 (Snapdragon 855)
  • Andere Haptik (kein gebogenes Glas auf der Rückseite)
  • Kleineres Display (6 Zoll vs. 6,4 Zoll)
  • Kein kabelloses Aufladen
  • Minimal kleinerer Akku (7%, 3070mAh vs. 3300mAh)
  • Schwächere sekundäre Kameras (Weitwinkel + Zoom Kamera)

Hier hängt es natürlich von Euch ab ob diese Feature Euch 100€ mehr wert sind.

 

Fazit

Das Xiaomi Mi 9 SE ist ein herausragendes Smartphone, welches ich aber nicht jedem empfehlen würde.

Für 350€ macht das Smartphone einen tadellosen Job! Ihr werdet, klar gesagt, kein anderes Gerät aktuell in dieser Preisklasse finden welches besser ist.

Dies startet schon beim AMOLED Display, geht über die starke Leistung bis hin zur Weltklasse Kamera.

Gerade die Hauptkamera ist ein sehr wichtiger Punkt! Das Xiaomi Mi 9 SE nutzt hier den gleichen Sensor wie das Große Mi 9, welches eine der besten Kameras aktuell auf dem Markt hat. Damit liegt auch die Kamera des Mi 9 SE, je nach Geschmack und Anwendung, auf dem Level eines iPhone Xs, Samsung Galaxy S10 usw.

Für 350€ ist dies absolut herausragend!

Auch die Verarbeitung/Haptik, die Performance, der Akku usw. leisten sich keinen Fehltritt. An sich würde ich also das Xiaomi Mi 9 SE mit vollem Herzen empfehlen!

Allerdings gibt es hier ein Problem und das heißt Xiaomi Mi 9. Dieses ist zum Zeitpunkt dieses Tests für rund 100€ mehr erhältlich und hat noch mal ein gutes Stück mehr Leistung, kabelloses Laden, ein noch besseres Display, bessere sekundäre Kameras usw.

Power Nutzern würde ich hier raten die 100€ mehr in die Hand zu nehmen. Nein der Unterschied im Alltag zwischen dem Mi 9 und Mi 9 SE ist nicht gravierend! Aber gerade wenn Ihr auf Eurem Smartphone spielt oder plant die Kameras (Weitwinkel und Zoom) ausgiebig zu nutzen, lohnt sich die Mehrausgabe.

Seid Ihr allerdings ein Normalnutzer der ein richtig gutes Smartphone für WhatsApp, sehr gute normale Alltagsfotos und ähnliche Dinge sucht, kann auch die 100€ sparen und zum Mi 9 SE greifen.

Positiv

  • Herausragende Hauptkamera
  • Sehr gute Performance
  • Wertige Haptik
  • Zusätzliche Zoom und Weitwinkel Kamera…..
  • AMOLED Display

Neutral

  • …… welche aber qualitativ ein leichtes Downgrade erfahren haben
  • Akkulaufzeit durchschnittlich

Negativ

Können die neuen AUKEY Key Bluetooth Ohrhörer überzeugen? Die AUKEY B60 im Test

Mit dem B80 und der Key Serie hat AUKEY für eine der größten Überraschungen seit Langem gesorgt. Die B80 sind herausragende Bluetooth Ohrhörer.

Allerdings gibt es neben den B80 auch die kleineren B60, die eher als Mainstream Modell gedacht sind. Dabei sollen die B60 ebenfalls mit einem sehr schicken und wertigen Design wie auch gutem Klang punkten können.

Aber gelingt dies den AUKEY B60? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der B60 für diesen Test.

 

Die AUKEY EP-B60 Key Series Bluetooth Kopfhörer im Test

AUKEY hat bei seiner Key Serie merklich einen großen Wert auf das Design gelegt. Dies gilt dabei nicht nur für die Ohrhörer an sich sondern auch für die Verpackung und den Lieferumfang.

Die B60 werden in einer recht hochwertigen Box geleifert. In dieser befinden sich neben den Ohrhörern und alternativen Aufsätzen auch ein passend gefärbtes Ladekabel und eine kleine Gummi/Silikon Transporthülle. Klasse!

Auch die AUKEY B60 selbst überzeugen klar im ersten Eindruck. AUKEY setzt hier auf eine interessante hell graue Färbung und eine sehr wertige Gummierung für die Ohrhörer.

Man merkt gleich hier nicht irgendwelche billigen Dinger vor sich zu haben. Ich finde das sehr schlichte Design ausgesprochen geschmackvoll!

Es findet sich lediglich auf der Rückseite eine kleine Aussparung mit dem interessanten „Key“ Logo. Unter diesem ist auch ein Magnet verbaut, welcher ein Zusammenheften der Ohrhörer erlaubt.

Dies kann im Alltag sehr praktisch sein!

Beim Aufbau setzt AUKEY auf das klassische Design von Bluetooth Ohrhörern. Die B60 setzen also auch auf ein Kabel, das den linken und rechten Ohrhörer verbindet. Unterhalb des rechten Ohrhörers ist in diesem eine kleine Kabelfernbedienung eingelassen.

Diese besitzt drei Tasten. Hierbei handelt es sich um eine universelle Taste für ein/aus/Wiedergabe/Stop, wie auch lauter und leiser, welche mit vor und zurück doppelt belegt sind.

Ebenfalls an der Kabelfernbedienung ist der USB C Ladeport. Ja USB C! Lob hier an AUKEY für diesen modernen Port, auch wenn er an Ohrhörern jetzt nicht so wahnsinnig viel Vorzüge bringt.

Geschützt wird der USB C Port über eine kleine Gummiabdeckung. Diese ermöglicht auch unter anderem den IPx6 Wasserschutz. Ihr könnt die AUKEY B60 also unbesorgt zum Sport verwenden oder im Regen nutzen.

Die Akkulaufzeit wird von AUKEY mit 8 Stunden angegeben, was bei einer leisen Wiedergabe auch +- hinkommt.

 

Tragekomfort

AUKEY setzt bei den B60 auf sogenannte Ohrhaken. Hierbei handelt es sich um kleine Silikonbügel, die sich in Euren Ohren verkeilen. Dies klingt im ersten Moment nicht sonderlich bequem, aber es hilft beim Halt der Ohrhörer doch deutlich!

So sitzen die AUKEY B60 bombenfest in meinen Ohren. Sport oder andere intensive Aktivitäten sind mit den Ohrhörern keinerlei Problem.

Aber die Ohrhörer sitzen nicht nur fest sondern auch sehr bequem! AUKEY hat die Passform der B60 perfekt getroffen! Die Ohrhörer sitzen zumindest in meinen Ohren wie angegossen.

Die B60 sind die für mich bequemsten Ohrhörer seit Langem!

 

Klang

Kommen wir damit auch zu dem Punkt warum Ihr hier seid, dem Klang.

Starten wir hier wie üblich bei den Höhen. Bei diesen gibt es nichts auszusetzen! Die AUKEY B60 machen hier einen guten Job klare und saubere Höhen zu zaubern.

Auch die Leichtigkeit und Brillanz passt völlig! Etwas schwächeln tun die B60 lediglich im unteren Höhenbereich bzw. in den oberen Mitten.

Hierdurch können einige Stimmen etwas gedämpft wirken, gerade von weiblichen Interpreten. Männliche Interpreten bzw. die mit etwas tieferen Stimmen kommen hingegen wieder gut rüber.

Letzteres liegt sicherlich auch am guten Tieftonbereich. Die B60 können einen kräftigen und dynamischen Bass erzeugen, gerade im Kickbassbereich. Der Tiefgang bzw. das Klangvolumen ist zwar nicht absolut überragend, aber für die 50€ Preisklasse kann man nicht zu laut klagen.

Musik klingt sehr schön dynamisch und lebendig. Gerade Titel mit einem klaren Bass machen mit den B60 spaß!

Positiv zu loben ist hier auch klar die Detail Wiedergabe und die räumliche Darstellung. Die B60 machen einen überdurchschnittlichen Job den Klang in die Breite und Tiefe zu ziehen, was die Klang-Bühne deutlich erweitert.

Hierdurch klingen die AUKEY B60 auch deutlich wertiger als viele 0815 Bluetooth Ohrhörer der 30-60€ Preisklasse!

 

Fazit

AUKEY hat mit der Key Series einige wirklich interessante Produkte im Sortiment! Auch die B60 können sich klar von der Masse absetzen.

Dies liegt natürlich zunächst am Design. Die Ohrhörer sind wirklich klasse durchgestylt! Selbst das beiliegende Zubehör ist absolut passend zum „Key“ Design. AUKEY hat hier keine Kosten oder Mühen gescheut.

Auch beim Klang machen die B60 einen guten Job! Die Ohrhörer produzieren einen lebendigen und dynamischen Klang, welcher lediglich um die Mitten herum etwas schwach ist.

Dennoch in der 50-60€ Preisklasse ist der Klang als solide bis gut einzustufen. Den Tragekomfort hingen würde ich als herausragend einstufen, gerade wenn Ihr plant mit den B60 Sport zu machen.

Plant Ihr dies allerdings nicht, wäre mein Tipp sich auch einmal die AUKEY B80 anzusehen. Die B60 sind gut, aber die B80 haben mich um ehrlich zu sein noch etwas mehr überzeugt! Gerade klanglich sind die B80 für 10€ mehr doch ein gutes Stück beeindruckender.

Dennoch sind auch die B60 gute Ohrhörer, gerade wenn Ihr auf einen guten Halt und Sitz wert legt.

Die besten smarten Wetterstationen im Vergleich! (8 Modelle von Netatmo, Bresser, Eve, TFA, Froggit und Co.)

Kaum etwas anderes beeinflusst unser tägliches Leben so sehr wie das Wetter. Dabei ist dieses allerdings in den letzten Jahren etwas deutlich Trivialeres geworden, dank Smartphone Apps welche innerhalb von Sekunden uns sagen wie das Wetter der nächsten Wochen aussehen soll.

Aber stimmen diese Vorhersagen? Bei mir stimmt meist nur die grobe Tendenz, aber wirklich genau sind die Vorhersagen nicht.

Wie sieht es dann aber aus mit Dingen wie Regenmengen, Wind oder Temperatur, wenn man uns mal wieder erzählt, dass es der wärmste Sommer, der nasseste Januar oder kälteste Winter seit Jahren war?


Hier bleibt einem nichts anderes übrig als den Meteorologen und diesen pauschalen Aussagen zu glauben, oder eigene Werte zu sammeln! Frei nach dem Motto, traue keiner Statistik die du nicht selbst gefälscht hast.

Hier zu gibt es duzende Wetterstationen im Handel, welche einem genau die lokale Temperatur und sogar erweiterte Informationen wie Windstärke oder Regenmengen mitteilen.

Allerdings in unserer vernetzten Zeit sind solche „einfachen“ Wetterstationen fast schon etwas langweilig. Erfreulicherweise gibt es allerdings einige Wetterstationen mit Netzwerkanbindung. Diese erlaubt es die Daten direkt auf dem Smartphone zu sehen und auszuwerten, praktisch!

Aber welche ist die beste vernetzte Wetterstation aktuell auf dem Markt? Dies wollen wir doch einmal in einem kleinen Vergleich herausfinden!

 

Die Testkandidaten

Für diesen Vergleich habe ich mir acht verschiedene vernetzte Wetterstationen zugelegt. Bei diesen handelt es sich um:

Die Modelle von Netatmo, Homematic IP und Eve kann man als reinrassige vernetzte Wetterstationen bezeichnen. Die Modelle von BRESSER, Froggit und TFA hingegen verfolgen eher einen Hybrid Ansatz. Diese bietet also die klassischen Funktionen einer Wetterstation, die Daten lassen sich aber auch via Smartphone auslesen.

 

Der Klassiker, die Netatmo Wetterstation

Wenn Ihr im Internet nach einer vernetzten Wetterstation sucht, werdet Ihr mit Sicherheit zunächst über das Modell von Netatmo stolpern. Dies ist auch nicht verwunderlich, denn die Netatmo Wetterstation bietet auf den ersten Blick alles was man sich nur wünschen kann.

Das Netatmo System besteht aus einer Basis Station, welche Temperatur, Luftfeuchtigkeit, CO2, Luftdruck und Lautstärke messen kann. Hinzu kommen auf Wunsch diverse Sensoren. Folgende Sensoren sind für das Netatmo System verfügbar:

  • Innen- Sensor (bis zu 3 pro System)
  • Außen- Sensor
  • Regen-Sensor
  • Wind-Sensor

Eine der offensichtlichsten Stärken des Netatmo Systems ist das Design. Die Basis wie auch die Innen- und Außensensoren sind in einem schicken und hochwertigen Aluminium-Design gefertigt.

Hier könnte man glatt meinen Apple hat die Design Arbeit übernommen. Aber auch der Wind-Sensor, welcher nicht auf einen Propeller setzt, sondern auf Mikrofone für die Bestimmung der Windgeschwindigkeit, und der Regensensor sind sehr schick designt. Sucht Ihr eine Wetterstation die kein 0815 Design hat, dann seid Ihr bei Netatmo richtig.

Dies gilt aber auch nicht nur für die Wetterstation, auch die Netatmo App ist sehr schick und modern gestaltet, inklusive eines großen Funktionsumfangs. Es werden sogar ausführliche Verlaufsdaten gesichert, welcher sich in der Form von Diagrammen über Jahre hinweg betrachten lassen.

 

Was die Messwerte angeht, kann die Netatmo Wetterstation so ziemlich alles messen was man sich wünschen kann.

  • Temperatur (Basis-Station, Innen-Sensor, Außen-Sensor)
  • Luftfeuchtigkeit (Basis-Station, Innen-Sensor, Außen-Sensor)
  • Luftverschmutzung (Basis-Station, Innen-Sensor)
  • Luftdruck (Basis-Station)
  • Lautstärke (Basis-Station)
  • Regenmenge (Regen-Sensor)
  • Windrichtung (Wind-Sensor)
  • Windrichtung (Wind-Sensor)

Hierbei ist gerade die Basis-Station, wie auch die innen und Außen-Temperatur-Sensoren von herausragender Qualität.

Der Regensensor und Windsensor würde ich zwar eher als durchschnittlich von ihrer Messgenauigkeit einstufen, dazu aber später mehr.

Kurzum mit der Netatmo Wetterstation macht Ihr nichts falsch! Diese ist zwar nicht die günstigste, aber die generelle Qualität und vor allem die App ist über jeden Zweifel erhaben.

 

Die Alternative für Apple Nutzer, Eve

Wichtig! Eve Produkte lassen sich nur in Kombination mit IOS Geräten nutzen! Kein Android Support! Das Eve Degree und das Eve Room sind grundsätzlich zwei sehr ähnliche Produkte.

Beide sind sehr schick gestaltet und bietet ein praktisches E-Paper Display, welches direkt Informationen anzeigt.

Das Gehäuse beider Module ist ziemlich klein und kompakt gestaltet, aber sehr wertig! Ähnlich wie Netatmo setzt Eve auch auf ein Aluminium Gehäuse, welches direkt für eine „Premium Ausstrahlung“ sorgt.

Das Eve Degree kann sowohl außen, wie aber auch innen genutzt werden. Das Eve Room hingegen ist ausschließlich für eine indoor Nutzung gemacht.

Unterschiede gibt es auch bei den Messwerten.

  • Temperatur (Eve Degree und Eve Room)
  • Luftfeuchtigkeit (Eve Degree und Eve Room)
  • Luftdruck (Eve Degree und Eve Room)
  • Luftverschmutzung (Eve Room)

Nut das Eve Room besitzt die Möglichkeit auch die Verschmutzung der Luft in Eurem Raum zu messen bzw. besser gesagt die Flüchtigen organischen Verbindungen. Dieses Messen der Luftqualität ist auch DAS Feature des Eve Rooms.

Ein weiterer großer Unterschied ist der generelle Aufbau des Systems. Eve setzt auf Bluetooth! Das bedeutet es gibt keine Basisstation, Bridge oder Ähnliches. Alle Module verbinden sich direkt mit Eurem Smartphone, sofern denn die Reichweite passt.

In Eurem Smartphone werden dann die Eve Sensoren sowohl in der Apple HomeKit Plattform eingebunden, wie aber auch in der Eve App. ähnlich wie bei Netatmo würde ich die App grundsätzlich als sehr hochwertig einstufen.

 

Neben den aktuellen live Daten könnt Ihr auch Verlaufsdaten in schönen Diagrammen betrachten. Die Daten werden auf den Sensoren gesammelt und bei Verbindung auf Euer Smartphone übertragen. Seid Ihr also mal außer Reichweite der Bluetooth Verbindung gibt es keine Lücken in der Aufzeichnung.

Allerdings ist natürlich dennoch die Bluetooth Verbindung eine gewisse Einschränkung. Ihr könnt aber einen Apple HomePod oder Apple TV als eine Art Basis Station nutzen, sofern vorhanden.

Die Genauigkeit der von den Eve Sensoren gemessenen Werte würde ich als hoch bis sehr hoch einstufen.

Seid Ihr also im Apple Ökosystem unterwegs ist das Eve Degree oder Eve Room, je nachdem ob Ihr eine Messung der Luftqualität wollt oder nicht, ein sehr interessantes System.

 

Das Multitalent, der Homematic IP Wettersensor Pro

Der Homematic IP Wettersensor Pro gehört in das Homematic Ökosystem. Dementsprechend benötigt Ihr entweder einen HomematicIP AccessPoint oder eine Homematic CCU3 Smart Home Zentrale für die Nutzung.

Der Homematic IP Wettersensor ist in drei Versionen verfügbar, Basic, Plus und Pro. Je nach Version steht Euch eine unterschiedliche Anzahl an Sensoren zur Verfügung.

Im Gegensatz zu Netatmo sind aber alle Sensoren in einer recht großen Außeneinheit vereint. Diese ist was das Design angeht sehr schick gemacht! Homematic setzt auf silbernen Kunststoff und Aluminium, was der Wetterstation fast schon die Optik einer Skulptur verleiht.

Man muss sich hier nicht schämen diesen Wettersensor im Garten stehen zu haben! Was die Messwerte angeht, kommt es auf die von Euch gewählte Version an.

Folgendes kann der Homematic IP Wettersensor messen:

  • Außen-Temperatur (Basic, Plus, Pro)
  • Luftfeuchtigkeit (Basic, Plus, Pro)
  • Helligkeit (Basic, Plus, Pro)
  • Sonnenscheindauer (Basic, Plus, Pro)
  • Windstärke (Basic, Plus, Pro)
  • Regenmenge (Plus, Pro)
  • Windrichtung (Pro)

Damit bietet der Homematic IP Wettersensor Pro einen recht großen Funktionsumfang. Gerade das Messen der Helligkeit und Sonnenschein-Dauer ist recht exotisch.

Aber dies hat auch einen Grund. Ihr könnt über die Homematic App bzw. Benutzeroberfläche Verknüpfungen erstellen. Habt Ihr beispielsweise eine motorisierte Markise für die Terrasse, könnt Ihr hierfür eine Steuerungseinheit von Homematic IP kaufen, wodurch diese sich automatisch bei Sonnenschein öffnet bzw. schließt.

Homematic bietet über 60 verschiedene Komponenten für sein Smart Home System an. Ihr seid also nicht nur auf die Wetter Komponente limitiert.

Kommen wir damit auch zur App, denn hier gibt es eine kleine Besonderheit. Ihr könnt den Homematic IP Wettersensor über zwei Plattformen nutzen, über die Homematic IP Plattform und über die Homematic CCU.

Erste Plattform ist optisch etwas einfacher aufgebaut und richtet sich an den Normalnutzer. Allerdings ist das Homematic IP System weniger als Wetterstation ausgelegt, als für eine allround Nutzung, was sich hier auch zeigt. Ihr könnt über Homematic IP Steckdosen schalten, Heizkörper regeln usw.

Natürlich könnt Ihr auch die Live Daten der Wetterstation auslesen, Verlaufsdaten sind aber über Homematic IP nicht verfügbar! Verglichen mit Netatmo und Co. ist dies natürlich ein großer Nachteil nur live Informationen zu sehen.

Nutzt Ihr die Homematic Smart Home zentrale „CCU“ könnt Ihr Verlaufsdaten aufzeichnen und anzeigen. Allerdings ist die Homematic Smart Home Zentrale etwas spezieller. Diese richtet sich an Enthusiasten im Smart Home Bereich und bietet von Haus aus nicht mal eine Smartphone App.

Dies passt auch gut zum Fazit. Sucht Ihr nur eine vernetzte Wetterstation, dann gibt es bessere Optionen als den Homematic IP Wettersensor! Der Homematic IP Wettersensor macht primär Sinn wenn Ihr gleich in ein vollständiges Smart Home System investieren wollt, inklusive Heizungssteuerung, Alarmanlage usw.

 

TFA Weatherhub

Wenn Ihr Euch für Wetterstationen und Ähnliches interessiert, werdet Ihr mit Sicherheit über den Hersteller TFA Dostmann gestolpert sein, welcher bei klassischen Wetterstationen glatt so was wie der Marktführer ist.

Allerdings bietet TFA auch ein vernetztes System an, den Weatherhub.

Ähnlich wie bei Netatmo besteht dieses System aus einer Basis Station und diversen Modulen. Die Basis Station selbst kann beim Weatherhub System allerdings keine Messungen vornehmen, sondern ist lediglich eine Gateway.

Mit dieses Bridge können bis zu 50 Sensoren verbunden werden, wie es Euch beliebt. Hier gibt es auch durchaus ein großes Angebot an diversen Modulen und Sensoren.

  • Temperatur-Sender
  • Temperatursender mit wasserfestem Kabelfühler
  • Solar-Funk-Windmesser
  • Funk-Regenmesser
  • Thermo-Hygro-Sender mit Profi-Temperatur-Kabelfühler
  • Thermo-Hygro-Sender
  • Diverse Displayeinheiten

Im Gegensatz zu Netatmo oder auch Homematic IP ist das Design bei dem TFA Weatherhub System anscheinend nur zweitranig gewesen. Ihr erhaltet hier Standard Wetterstation Module in dem typischen Weiß/gelben Kunststoff. Ihr solltet also versuchen die Sensoren eher dezent zu platzieren.

Leider verfüge ich beim TFA Weatherhub System nur über das Basis Set mit Temperatur-Sensor. Daher kann ich zu möglichen Funktionen des Windsensors usw. nicht viel sagen.

Wozu ich etwas sagen kann, das ist die App!

 

Das Weatherhub System weißt sehr viel potenzial auf! Neben dem Live-Auslesen von Temperaturdaten gibt es auch historische Daten, wenn auch nur in Textform bei einigen Sensoren. Zudem könnt Ihr sogar Alarme einrichten, nach dem Motto „wenn Temperatur unter oder über Wert X fällt, schicke mir eine Nachricht“. Dies ist gerade in Kombination mit dem Temperatur-Sensor mit wasserfestem Kabelfühler und Aquarien sehr praktisch!

Dies ist ein Feature welches ich bei allen anderen Modellen etwas vermisse. Wind und Regensensor sollten sogar über schöne Diagramme in der App verfügen, klasse!

Allerdings wirkt die App leider weniger gut gepflegt. Optisch ist die App auf dem Stand von Android 2.3 hängen geblieben, hier scheint es nie ein großes optik Update gegeben zu haben, was die App auf neuere Android Versionen und Displayformate angepasst hat.

Zwar funktionierte die App bei mir soweit problemlos, aber wirklich Hightech-Feeling wie bei Netatmo oder Eve kam zu keinem Zeitpunkt auf. Woher weiß ich, dass die App länger nicht mehr geupdatet wurde? Mein Google Pixel 2 zeigte mir beim Start eine Meldung das die App veraltet sei und ich doch nach einer neuen Version suchen sollte bzw. den Hersteller kontaktieren soll.

Es gab zwar laut Patchnotes ein paar Bugfixes, aber diese scheinen wirklich nur darauf bedacht zu sein das System am Laufen zu halten, Probleme zu fixen usw.

Immerhin spiegelt sich dies auch im Preis wieder! Das TFA Weatherhub System ist sehr günstig! Dies gilt auch für die Sensoren. Sollte Euch also die Optik wirklich egal sein, könnte dies ein sehr interessantes System für Euch sein, gerade wenn Ihr ein System für die Temperatur Überwachung sucht!

 

Weather Underground bzw. Wunderground

Kommen wir zu unseren drei letzten Kandidaten, dem BRESSER Profi W-LAN wetter Center 6-in-1 und den Modellen von Froggit.

Diese haben eine wichtige Gemeinsamkeit. Die Hersteller setzen hier nicht auf eigene Apps oder ein eigenes Ökosystem! Stattdessen nutzen diese Weather Underground bzw. Wunderground.

Weather Underground ist eine öffentliche Plattform die IBM gehört. Diese kann im Grunde genommen von jedem Hersteller kostenfrei genutzt werden. Es gibt hier ein einfaches universelles Protokoll und jede Wetterstation die dieses einbaut, ist mit Weather Underground kompatibel.

Dies ist für kleinere Hersteller ausgesprochen attraktiv. Weder BRESSER noch Froggit benötigen irgendeine Server Infrastruktur oder Ähnliches.

Ihr legt Euch ein kostenfreies Konto bei Weather Underground an und tragt die ID die Ihr erhaltet in der Wetterstation ein und fertig. Die Wetterstation übermittelt die Daten direkt an die Server von Weather Underground.

Im Übrigen unterstützt Netatmo auch Weather Underground, das ist aber etwas versteckt und halt ein optionales Feature.

Was bietet Euch Weather Underground?

Grob zusammen gefasst bietet Weather Underground eine unbegrenzte Aufzeichnung aller Daten, ein schnelles Update Intervall von ca. 15-30 Sekunden und Smartphone Apps.

Dabei werden die Daten gerade auf der Webseite wirklich sehr schon optisch aufbereitet mit übersichtlichen und informativen Diagrammen. Auch könnt Ihr hier frei den Zeitraum dieser Diagramme festlegen.

So könntet Ihr beispielsweise die Daten dieses Jahrs mit denen des letzten Jahres vergleichen.

Weather Underground ist also ziemlich ideal für alle Wetter Enthusiasten.

Leider ist die Smartphone App nicht gut. Diese besitzt ein extrem niedriges Update Intervall (15-30 Minuten) und bietet auch keine Diagramme. Das ganze reicht für einen groben Überblick „on the Go“, aber wollt Ihr wirklich ausführliche Daten greift lieber zur mobilen Webseite, welche deutlich besser ist.

Auch ist die App mit Werbung etwas sehr zugekleistert.

Was sind die Nachteile von Weather Underground?

Weather Underground zwingt Euch zu einer Datenweitergabe. Eure Wetterstation wird auf der Webseite von Weather Underground mit der von Euch gewählten Position öffentlich gemacht!

Jeder kann also die Daten Eurer Wetterstation sehen und Ihr könnt die Daten der anderen Wetterstationen sehen. Dies gilt allerdings nur für die „öffentlichen“ Daten des Außensensors.

Sollte dies Euch stören, könntet Ihr rein theoretisch Eure Wetterstation irgendwo auf der Karte platzieren, um so Euch als Besitzer etwas zu verschleiern. Allerdings eine komplettes Deaktivieren der Datenweitergabe ist nicht möglich.

Ebenso behält sich IBM das Recht vor Eure Wetterstationen für diverse Klima Modell Berechnungen zu nutzen. Es könnte also sein, dass Eure Wetterstation am Wetterbericht im Fernsehen passiv mithilft.

Mich stört das Ganze um ehrlich zu sein nicht. Meinetwegen könnt Ihr sehen wie warm es bei mir gerade draußen ist. Hier ist auch meine Wetterstation: https://www.wunderground.com/personal-weather-station/dashboard?ID=IEITORF17

Alternativ zu Weather Underground könnt Ihr auch bei Froggit WeatherCloud nutzen, welches ein sehr ähnlicher Service ist. WeatherCloud ist etwas aufgeräumter und werbefrei, dafür aber in der kostenfreien Version etwas eingeschränkt was den Funktionsumfang angeht.

In der kostenpflichtigen Version hingegen ist der Funktionsumfang noch ein gutes Stück größer als bei Weather Underground.

 

Für die Profis? Das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1

Ähnlich wie TFA ist auch BRESSER für seine klassischen Wetterstation bekannt. So ist das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 auch genau dies, zu mindestens auf dem ersten Blick.

Ihr erhaltet ähnlich wie bei Homematic IP einen großen Außensensor, aber auch ein Innenmodul, welches über ein großes Display verfügt. Auf diesem Display werden die Messwerte der Wetterstation Euch auch ohne App präsentiert, sehr praktisch wie ich finde.

Vom Design ist das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 allerdings eine ganz klassische Wetterstation. Diese ist also eher praktisch designt, was auch für den großen Außensensor gilt.

Das Display ist ein typisches LC Display, welches zwar Qualitativ deutlich oberhalb von normalen Wetterstationen anzusiedeln ist, aber auch kein „Digitaler Bilderrahmen“ ist. Was das Display anzeigen kann ist komplett vorgegeben.

Wie steht es aber um die Funktionen? Folgendes kann das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 messen:

  • Temperatur innen
  • Temperatur außen
  • Luftfeuchtigkeit innen
  • Luftfeuchtigkeit außen
  • Luftdruck
  • UV Strahlung
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Regenmenge

Damit kann das BRESSER Profi WLAN Center so ziemlich alles messen was man sich vorstellen kann. Lediglich eine Messung der Helligkeit und der Luftverschmutzung fehlt. Dafür kann das BRESSER Profi WLAN Center als einziges den UV Index bestimmen, was im Alltag auch sehr praktisch sein kann!

Bonus Punkte gibt es für die Messgenauigkeit. Gerade was Windgeschwindigkeit und Regenmenge angeht, würde ich das BRESSER System als das genauste im Testfeld einstufen.

Wie steht es aber um die Netzwerkanbindung? Hier setzt BRESSER wie bereits erklärt auf einen Unteranbieter, Weather Underground. BRESSER selbst bietet also keine Apps an oder eine sonstige Möglichkeit die Daten am PC/Smartphone abzurufen. Die Wetterstation übermittelt die Daten nur an Weather Underground, wo Ihr diese dann abrufen könnt.

Hier ist beispielsweise meine Wetterstation https://www.wunderground.com/weather/de/eitorf/IEITORF17

Über die Weather Underground lassen sich auch historische Daten, Diagramme usw. abrufen, welche unendlich gespeichert werden.

Ebenso gibt es auch passende Smartphone Apps, welche aber eher mäßig sind.

Dennoch wenn Ihr Enthusiasten seid, denen genaue Messwerte, übersichtliche Diagramme usw. wichtiger ist als eine besonders tolle Smartphone App, dann ist das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 top!

 

Preis/Leistung sehr gut? Die Froggit WH3000SE Wetterstation

Was den Funktionsumfang angeht sind die Froggit Wetterstationen im diesem Test kaum zu schlagen. Bei der WH3000SE hat der Hersteller so ziemlich alles an Sensoren in sein Außenmodul verbaut die man sich vorstellen kann.

Dabei setzt Froggit auch auf den „Hybrid Ansatz“. Heißt es gibt ein kleines Innen-Display auf welchem Ihr alle Werte sehen könnt. Zusätzlich verfügt das Display aber auch über ein WLAN Modul, welches für die Netzwerkfunktionalität sorgt.

Das Außenmodul ist ähnlich wie bei Bresser und Homematic ein All in One Modul. Ihr habt also nicht X Sensoren herumstehen, sondern nur ein großes Modul. Was das Design angeht, ist dieses bei Froggit allerdings sehr „funktional“. Nein dies ist nicht die hübscheste Wetterstation, dafür kann diese mit Funktion punkten.

Folgende Sensoren bietet die Froggit WH3000SE:

  • Temperatur innen
  • Temperatur außen
  • Luftfeuchtigkeit innen
  • Luftfeuchtigkeit außen
  • Luftdruck
  • UV Strahlung
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Regenmenge
  • Helligkeit

Das Einzige was die Froggit WH3000SE nicht messen kann, ist die Luftverschmutzung. Abseits davon besitzt diese aber klar die meisten Sensoren.

Auch die Genauigkeit dieser Sensoren ist Spitzenklasse! Diese ist nicht ganz so gut wie bei Bresser, aber nur knapp dahinter.

Was die Software angeht setzt Froggit bei der WH3000SE auf Weather Underground oder WeatherCloud als Dienstleister.

Wie oben bereits erklärt bietet Weather Underground eine unbegrenzte Aufzeichnung aller Daten und eine wirklich hervorragende Web UI für Enthusiasten.

Ihr könnt Euch hier diverse Diagramme, wie auch minimal und maximal Daten, ansehen und das von einem beliebigen Zeitraum.

Die mobile App von Weather Underground ist allerdings eher mäßig gut und bietet lediglich Live Daten und das auch mit einer vergleichsweise hohen Verzögerung.

Im Gegensatz zum BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 könnt Ihr aber auch die WS View App nutzen. Diese App ist zwar optisch nicht die schönste, greift aber die Daten von der Weather Underground Webseite ab.

Aber bei allem Lob ist auch die Froggit WH3000SE Wetterstation nicht perfekt. Die Einrichtung sehr nervig und problematisch! Mehr dazu im Einzeltest.

 

Auch ist das Display mittelmäßig. An sich ist dieses sehr gut ablesbar und auch übersichtlich, leider sind die Blickwinkel nicht gut.

Dennoch unterm Strich ist die Froggit WH3000SE Wetterstation für rund 150€ ein extrem interessantes Angebot, gerade für Enthusiasten.

 

Nochmals Preis/Leistung sehr gut? Die Froggit WH4000SE Wetterstation

Froggit hat mit der WH4000SE eine weitere sehr gute Wetterstation im Rennen. Diese ist sehr ähnlich aufgebaut wie die Froggit WH3000SE.

Auch hier erhaltet Ihr eine Displayeinheit mit integriertem WLAN und einen Außensensor.

Sowohl die Displayeinheit wie auch der Außensensor werden sicherlich keinen Designpreis gewinnen. Beides ist eher auf Funktionalität getrimmt als auf Optik.

Dies gilt leider gerade für die Displayeinheit. Was die Menge an angezeigten und anziehbaren Informationen angeht, ist die WH4000SE der WH3000SE und auch dem Modell von BRESSER durchaus überlegen.

Allerdings die Qualität des LC Panels ist gerade dem BRESSER Modell, aber auch der Froggit WH3000SE deutlich unterlegen. Schade!

Was aber die Sensoren und auch deren Qualität angeht gibt es erneut nichts zu bemängeln.

  • Temperatur innen
  • Temperatur außen
  • Luftfeuchtigkeit innen
  • Luftfeuchtigkeit außen
  • Luftdruck
  • UV Strahlung
  • Windgeschwindigkeit
  • Windrichtung
  • Regenmenge
  • Helligkeit

Was die Software angeht gilt 1 zu 1 das gleiche wie bei der WH3000SE. Ihr könnt Weather Underground oder auch WeatherCloud als Dienst nutzen, es ist auch möglich beide Dienste gleichzeitig mit Daten zu beliefern.

Weather Underground wird allerdings für die meisten normal Nutzer der attraktivere Service sein.  Wie oben bereits erklärt bietet Weather Underground eine unbegrenzte Aufzeichnung aller Daten und eine wirklich hervorragende Web UI für Enthusiasten.

Ihr könnt Euch hier diverse Diagramme, wie auch minimal und maximal Daten, ansehen und das von einem beliebigen Zeitraum.

Ihr könntet also auch Daten von vor 1, 2 usw. Jahren abrufen, um diese mit den aktuellen Daten zu vergleichen.

Die mobile App von Weather Underground ist allerdings eher mäßig gut und bietet lediglich Live- Daten und das auch mit einer vergleichsweise hohen Verzögerung.

Auch hier könnt Ihr die WS View App nutzen. Diese App ist zwar optisch nicht die schönste, greift aber die Daten von der Weather Underground Webseite ab.

Zudem bietet Froggit für die WH4000SE auch eine Windows Software für das Auswerten und exportieren der Daten nach Excel an. Ihr könntet also komplett auf die Cloud Dienste verzichten.

Fun Fakt, diese Software funktioniert auch mit der WH3000SE, auch wenn diese Wetterstation offiziell nicht unterstützt wird.

 

Die Apps in der Übersicht

Nach dieser Einzelvorstellung schauen wir uns einmal die Apps und Benutzeroberflächen direkt im Vergleich an.

BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1

BRESSER nutzt das Weather Underground System.

 

  • + Apps für alle Plattformen
  • + Verlaufsdaten und Statistiken über die Webseite einsehbar
  • + Interessante und nützliche Wettermap
  • – Verpflichtende Datenweitergabe
  • – Apps teils etwas zickig, nichtladende Statistiken usw.
  • – Live-Daten-Update in der App recht langsam

Froggit WH3000SE und Froggit WH4000SE

Ähnlich wie BRESSER nutzt Froggit das Weather Underground System, bietet aber auch eine Windows Software und zusätzliche App an.

 

  • + Apps für alle Plattformen
  • + Verlaufsdaten und Statistiken über die Webseite einsehbar
  • + interessante und nützliche Wettermap
  • + zusätzliche Alternative WS View App
  • + neben Weather Underground wird auch WeatherCloud unterstützt
  • – Verpflichtende Datenweitergabe (bei der Nutzung von WU)
  • – Apps von WU teils etwas zickig, nichtladende Statistiken usw.
  • – Live Daten update in der App recht langsam

Eve Degree und Eve Room

Ihr könnt die Messwerte der Eve Sensoren sowohl direkt über die Apple HomeKit App abrufen oder mit detaillierten Statistiken über die Eve eigene App.

 

  • + Gut gestaltete App
  • + gute Verlaufsdaten und Statistiken, welche nicht weitergegeben werden
  • + Apple Homekit Support
  • + Automatisierungen möglich
  • – Ihr seid an das Apple Öko System gebunden
  • – Datenabruf nur auf kurze Distanz (Bluetooth)

Homematic IP Wettersensor Pro

Für das Homematic System gibt es zwei Benutzeroberflächen, je nachdem welche Basis Station Ihr nutzt.

HomematicIP Basis-Station

 

  • + schnelle Aktualisierung der Daten
  • + Automatisierung und Verknüpfung mit einer Vielzahl von anderen smarten Geräten möglich
  • – Keinerlei Verlaufsdaten oder Statistiken, es werden nur Live Informationen angezeigt
  • – Visuell recht umspannend präsentiert

Homematic Smart Home Zentrale

  • + schnelle Aktualisierung der Daten
  • + Verlaufsdiagramme über große Zeiträume erstellbar
  • + Alle Informationen bleiben lokal
  • + Automatisierung und Verknüpfung mit einer Vielzahl von anderen smarten Geräten möglich
  • Smartphone App nur über 3. Anbieter Apps
  • Benutzeroberfläche richtet sich an Smart Home Profis
  • Benutzeroberfläche optisch „klassisch“

Netatmo Wetterstation

Netatmo ist ganz klar der Vorzeigehersteller, wenn es um smarte Wetterstationen geht. Dies liegt vor allem an der herausragenden App. diese ist nicht nur funktional gut, sondern auch visuell hervorragend!

 

  • + visuell herausragend
  • + sehr gute Nutzbarkeit
  • + viele Informationen
  • + Statistiken und Verlaufsdaten in schönen Diagrammen über lange Zeit abrufbar
  • + Community Wettermap (Teilnahme freiwillig)
  • + App für alle Plattformen und im Webbrowser

TFA Weatherhub

Das TFA Weatherhub System nutzt auf eine modifizierte Version der Mobile Alerts App. leider ist diese optisch wirklich nicht schön! Für Profis gibt es allerdings eine Integration mit Conrad Connect, über welche sich auch viele Diagramme usw. generieren lassen.

 

  • + Funktional gut
  • + Alarme einstellbar
  • + einfache Verlaufsdaten verfügbar (könnten aber optisch hübscher sein)
  • – visuell ist die App mäßig
  • – Technisch auf dem Stand von vor X Jahren

 

Wie gut sind die Sensoren?

Wichtig bei jeder Wetterstation sind die Genauigkeit der ermittelten Werte. Gibt es hier bessere und schlechtere Stationen?

Erst einmal die gute Nachricht, wirklich schlechte oder grob falsche Werte liefert keine der Wetterstationen. Gerade was die Temperatur-Sensoren angeht haben die Hersteller die Messgenauigkeit sehr gut im Griff!

Im Normalfall liegen hier alle Sensoren +- gleich auf. Hier einfach mal zwei Beispiel Messungen:

Die BRESSER Wetterstation neigt zu etwas höheren Werten als die anderen Modelle. Dies kann allerdings zugegeben an der Positionierung liegen. Die BRESSER Wetterstation war etwas höher aufgehängt während des Tests.

Dennoch +-0,4 Grad über alle Sensoren hinweg würde ich als ziemlich genau einstufen!

Etwas anders sieht es im Sommer aus. Die Sensoren von Netatmo, Eve und TFA sind schlechter abgeschirmt, wodurch diese bei Sonneneinstrahlung zu etwas höheren Werten neigen.

Lediglich bei den Außen-Sensoren gibt es gewisse Unterscheide, was gemessen wird. Beispielsweise beim BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 und Homematic IP Wettersensor Pro werden die Sensoren aufgrund des Windsensors sehr frei in der Sonne positioniert.

Wo es teils große Unterschiede gibt, ist bei Wind und Regen. Bei Regen liefern die Sensoren von Netatmo, HomematicIP, Froggit und BRESSER teils recht unterschiedliche Werte.

Hier einmal eine weitere Beispielsmessung.

Verglichen mit einer „manuellen“ Aufzeichnung scheint die BRESSER Wetterstation gemeinsam mit den Froggit Modellen am nächsten dran zu sein. Netatmo und gerade HomematicIP neigen zu etwas niedrigeren Werten.

Ich würde aber auch sagen Netatmo und HomematicIP sind genau genug für den Heimbedarf.

Im Allgemeinen scheint die BRESSER Wetterstation am zuverlässigsten zu sein. Die Froggit WH3000SE hat beispielsweise bei sehr geringen Regenmengen etwas „Probleme“.

Beim Wind wird es komplizierter. Grundsätzlich scheinen hier alle Sensoren einen guten Job zu machen, allerdings liefern alle auch +-20% unterschiedliche Werte.

HomematicIP kann sehr niedrige Windgeschwindigkeiten nicht gut messen ähnlich wie die Froggit WH4000SE, Netatmo hingegen Windböen nicht gut. Erneut scheint BRESSER und die Froggit WH3000SE hier am besten die Realität widerzuspiegeln.

Positiv überrascht haben mich die Spezial-Werte von Eve und Netatmo. Damit meine ich die Luftqualität. Beide Wetterstationen reagieren hier wirklich zügig auf Veränderungen, wie geschlossene Fenster und Türen wie auch viele Menschen im gleichen Raum.

Ja die Sensoren arbeiten wie gewünscht!

Für genaue Infos schaut am besten in meine Einzeltests, dort gehe ich noch genauer auf die Messgenauigkeit ein.

 

Fazit

Welche vernetzte Wetterstation für Euch das richtige Modell ist hängt wie so oft üblich von Euren Ansprüchen ab.

Pauschaal hier ein Modell zu empfehlen ist schwer. Seid Ihr ein Normal Nutzer, dann würde ich Euch vermutlich unterm Strich zum Modell von Netatmo raten. Dieses kann mit einem sehr guten Design, einfachen Nutzung und vor allem klasse Apps für das Smartphone punkten.

Auch sind die Messwerte der Basis Sensoren gut und die Messung der Luftqualität interessant. Lediglich der Regensensor und der Windsensor sind mäßig. Diese taugen, sind aber auch nicht absolute Spitze.

Ideal für den interessierten Normalnutzer, welcher aber auch kein absoluter Wetter Freak ist.

Ist Euch der Wind und Regen-Sensor völlig egal und Ihr seid voll im Apple Öko-System, wären vielleicht auch die Sensoren von Eve interessant. Hier stört mich aber zum einen die Bluetooth Verbindung und deren Limitationen, wie auch der Applezwang. Dafür gibt es aber eine HomeKit Unterstützung, ein Display und eine gute App.

Was aber wenn Ihr ein angehender Hobby Meteorologe seid?

Das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 bietet Euch die akkuratesten Daten, gerade was Wind und Regen angeht. Zudem ist das Display der Wetterstation qualitativ top und die Einrichtung einfach.

Dafür ist aber das BRESSER Profi W-LAN Wetter Center 6-in-1 auch nicht ganz billig und es gibt auch gewisse Einschränkungen durch Weather Underground, wie beispielsweise sehr mittelmäßige Smartphone Apps (die mobile Webseite taugt aber).

Als Geheimtipp könnte man die Froggit WH3000SE bezeichnen. Diese bietet ebenfalls sehr akkurate Sensoren, wovon auch einige vorhanden sind. Hinzu kommt eine etwas höhere Flexibilität was die Software angeht. Ihr könnt zum Beispiel Weather Underground oder WeatherCloud nutzen, zudem gibt es eine alternative Smartphone App.

Dabei ist auch der Preis mit 150€ sehr fair! Lediglich die Einrichtung kann etwas kniffliger sein und die Werte sind nicht 100% verglichen mit dem Bresser System.

Sicherlich hat auch die Froggit WH4000SE ihre Vorteile, aber diese ist der Froggit WH3000SE sehr ähnlich. Im direkten Vergleich würde ich vermutlich eher die Froggit WH3000SE kaufen, aber hier könnt Ihr natürlich selbst abwägen.

Von etwas speziellerer Natur ist der Homematic IP Wettersensor. Dieser ist qualitativ völlig in Ordnung, aber nur empfehlenswert wenn Ihr entweder schon im Homematic Öko-System vertreten seid, oder mit dem Gedanken spielt in dieses einzutauchen. Als „Stand Alone“ Wetterstation sind die anderen Modelle besser

Zu guter Letzt haben wir das TFA Weatherhub System. Dieses kann durch einen soliden Funktionsumfang und vor allem einen sehr günstigen Preis punkten. Allerdings wirkt die App gerade verglichen mit Netatmo und Eve doch etwas „lieblos“. Geht es Euch nur um eine gute Preis-Leistung und ist Euch die Optik völlig egal, dann schaut Euch das TFA Weatherhub System an. Ebenso ist das Weatherhub sehr gut für eine Temperatur Überwachung, von Beispielsweise Aquarien, Server Räumen, Patientenzimmern usw. geeignet, dank Alarme.

Zusammengefasst

Ich hoffe diese kleine Übersicht konnte Euch helfen!

Eine Fernbedienung für LIFX,Sonos, das Gardena smart System, Tado, TP-Link Kasa, IFTTT und Co im Test. Flic!

Smart Home ist etwas Tolles, allerdings kann dies auch teils etwas viel sein. Es ist zwar nett, dass man fast alles mit dem Smartphone steuern kann, aber manchmal ist ein normaler Knopf oder Fernbedienung wesentlich komfortabler. Daher bietet Philips beispielsweise für ein Hue System auch „Schalter“ an. Mit diesen ist es leichter das Licht einzuschalten, als dies immer über das Smartphone machen zu müssen.

Aber leider gibt es nicht für alle Systeme solche optionalen Fernbedienungen. Nicht? Doch diese gibt es!

Flic ist ein Start-Up Unternehmen welches einen „smarten Button“ anbietet, welchen man entweder mit seinem Smartphone oder einem Hub verbinden kann, um damit eine Vielzahl an Geräten zu steuern.

Flic bietet hier eine große Anzahl an „nativ“ unterstützen Diensten/Systemen wie LIFX, Philips Hue, Ikea Tradfri usw. an, aber auch eine IFTTT Integration, welche es erlaubt hunderte Dienste und System zu steuern.

Klingt doch interessant! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert Flic so gut wie der Hersteller es verspricht? Finden wir dies in einem Test heraus!

 

Flic und Flic Hub

Die Flic Schalter sind auf den ersten Blick sehr unspektakulär und fast schon etwas unauffällig. Die runden Schalter besitzen einen Durchmesser von rund 28mm und eine höhe von 9mm.

Diese sind also wirklich „winzig“. Beim Material setzt der Hersteller auf einen stark gummierten Kunststoff für die Oberseite. Auf dieser Oberseite findet sich neben dem Flic Logo auch der Schalter, der unter der Gummioberfläche versteckt ist.

Dieser lässt sich gut drücken und wirkt generell angenehm wertig, auch wenn der Druckwiderstand vergleichsweise hoch ist. Dies muss aber kein Nachteil sein. Gerade wenn man den Schalter in der Tasche mit sich herumträgt, dann ist ein höherer Druckwiderstand besser als ein niedriger.

Was das Design angeht, bin ich grundsätzlich zufrieden. Flic setzt hier auf ein sehr rundliches und fast etwas verspieltes Design. Dieses wirkt aber durchaus hochwertig.

Man merkt, dass der Flic Schalter kein „Massenprodukt“ eines chinesischen Fertigers ist.

Ihr könnt den Flic einfach so nutzen wie er ist oder Mithilfe eines Stück voraufgetragenem doppelseitigem Klebeband an einem Objekt befestigen. Flic legt auch einen Clip bei mit welchem Ihr den Schalter an Eurer Kleindung befestigen könnt.

Wie steht es um die Energieversorgung? Die Schalter benutzen eine CR2016 Knopfzelle, die sich auch problemlos austauschen lässt! Diese Knopfzelle hält je nach Nutzung Monate bis Jahre.

Neben den Flic Schaltern haben wir auch noch den optionalen Flic Hub.

Der Flic Hub ist eine kleine Kunststoffbox, damit lassen sich die Flic Schalter verbinden. Dabei ist der Hub so kompakt und klein gebaut, dass die Anschlüsse kaum auf die Rückseite passen.

Der Flic Hub verfügt hier primär über einen microUSB Eingang und einen LAN Port. Ihr müsst allerdings nicht zwingend LAN nutzen, Ihr könnt auch den Flic Hub per WLAN ins Netzwerk einbinden.

Ebenfalls auf der Rückseite ist ein Anschluss für einen IR Sender. Hierbei handelt es sich um ein optionales Zubehör, mit welchem Ihr normale TV Geräte steuern könnt.

Leider legt Flic KEIN Netzteil bei! Ihr müsst also selbst ein USB Netzteil beisteuern. Der Flick Hub hat hier keine speziellen Voraussetzungen.

 

Generelles und App

Ihr könnt einen Flic Schalter mit Eurem Smartphone koppeln, oder mit dem Flic Hub.

Je nachdem welche der beiden Methoden Ihr nutzt, schwankt der Funktionsumfang etwas. Direkt mit dem Smartphone verbunden kann der Flic die Kamera und andere Smartphone interne, wie auch externe Dinge steuern, ist aber immer auf eine Bluetooth Verbindung zum Smartphone angewiesen.

Hierdurch gibt es natürlich ein paar Limitierungen. Wollt Ihr einen Flic Schalter stationär nutzen, um beispielsweise die Lampen in einem Raum zu steuern, solltet Ihr zum Hub greifen. Dieser wird einfach in Euer Netzwerk eingebunden und ersetzt sozusagen das Smartphone.

Der Flic Schalter stellt dann eine Bluetooth Verbindung zum Hub her. Hierdurch fallen natürlich ein paar Smartphone interne Funktionen, wie das Steuern der Kamera, weg.

Ich werde mich in diesem Test aber primär auf die Nutzung in Kombination mit dem Hub konzentrieren.

Die grundsätzliche Einrichtung und Installation des Flic Systems verlief absolut unproblematisch.

Ihr ladet Euch die Flic App für IOS oder Android herunter und legt dort zunächst ein Konto beim Hersteller an. Dieses Konto könnt Ihr auch nutzen um das System von anderen Smartphones aus zu steuern.

Habt Ihr dies geschafft, könnt Ihr entweder die Flic Schalter direkt mit Eurem Smartphone verbinden, oder zunächst den Hub, falls Ihr diesen habt.

Um den Hub zu nutzen, müsst Ihr diesen zunächst mit dem Strom verbinden (und gegebenenfalls LAN) und in der App nach diesem suchen. Die Flic App sollte den Hub automatisch finden und einrichten. Ihr müsst lediglich einen Namen für diesen festlegen und das wars auch schon!

Ähnlich einfach werden auch die eigentlichen Schalter in das System eingebunden. Einfach den Schalter einmal drücken und schon wird dieser von der App gefunden und entweder direkt an das Smartphone oder den Hub eingebunden.

Habt Ihr mehrere Schalter ist es auch möglich diese aufzuteilen, also welche mit dem Hub und andere mit dem Smartphone direkt zu verbinden.

Die Flic App macht auf mich einen guten bis sehr guten Eindruck! Diese ist hübsch und auch übersichtlich aufgebaut.

Lediglich eine deutsche Übersetzung fehlt, was aber die wenigsten stören sollte.

 

Feature und Funktionen

Was kann nun Flic eigentlich? Egal ob mit oder ohne Hub könnt Ihr jedem Flic Schalter drei Funktionen zuordnen.

  • Beim einfachen Drücken
  • Beim doppelten Drücken
  • Beim Gedrückthalten

Eine etwas detaillierte Übersicht über alle verfügbaren Funktionen bzw. Steuerungsmöglichkeiten die Ihr den Tastendrücken zuordnen könnt, findet Ihr auf der Flic Webseite.

https://flic.io/all-functions

Konzentrieren wir uns für diesen Test auf die Smart Home Systeme die sich via Flic und dem Flic Hub steuern lassen. Dies wären zum Zeitpunkt des Tests:

  • Logitech Harmony Hub
  • Ikea Tradfri
  • LIFX
  • Philips Hue
  • Sonos
  • Spotify
  • WeMo

Mit diesem „Lineup“ ist Flic für Beleuchtungssysteme besonders interessant. So bietet beispielsweise LIFX keine regulären Lichtschalter, sondern diese Lampen müssen via Smartphone App gesteuert werden, außer Ihr habt Flic.

Zusätzlich zu diesen Diensten könnt Ihr die Flic Schalter auch mit IFTTT verbinden. Über IFTTT könnt Ihr noch tausende weitere Smart Home Systeme steuern, wie z.B.:

  • Gardena smart System
  • Husqvarna
  • TP-Link Kasa
  • Bosch/Siemens Smart Home Geräte (Waschmaschinen usw.)
  • Tado
  • Nanoleaf
  • Yeelight
  • Netatmo
  • Nuki
  • MyDlink
  • Und noch tausende mehr

Beispielsweise habt Ihr einen Mähroboter von Gardena oder Husqvarna, der vernetzt ist, könntet Ihr diese über Flic und IFTTT starten und stoppen. Habt Ihr Lampen von Xiaomi Yeelight lassen sich diese ein/ausschalten usw.

Bedenkt aber, dass IFTTT oft eine recht hohe Verzögerung hat, was beim Mähroboter weniger stören würde als bei einer Lampe.

Bei den lokalen „Diensten“ (ich habe Ikea, Philips Hue und LIFX getestet) liegt die Verzögerung bei 1-4 Sekunden, ist also zu vernachlässigen.

Auch die Reichweite zum Hub hat mich sehr positiv überrascht. Sofern ich nichts übersehen habe, wird hier ebenfalls Bluetooth für die Kommunikation genutzt.

Flic gibt eine maximale Reichweite von 30 Metern an, was nicht viel bedeutet, da die 30 Meter auf freier Fläche sein werden. Praktisch funktionieren die Schalter durch ca. 2-3 Wände noch zuverlässig. Habt Ihr allerdings ein 200m² Haus will ich nicht meine Hand ins Feuer legen, dass das Signal bis in die letzte Ecke reicht.

Dennoch möchte ich mich positiv beeindruckt zeigen wie zuverlässig und flott das System funktioniert.

Auch die direkte Verbindung zum Smartphone funktioniert erstaunlich zuverlässig und flott. Dafür muss allerdings die Flic App konstant im Hintergrund laufen, was Euch über ein Icon in der Benachrichtigungsleiste angezeigt wird.

 

Fazit

Das Flic System steht und fällt mit den unterstützten Diensten und Funktionen. Starten wir aber bei der Hardware. Diese ist Flic grundsätzlich sehr gut gelungen!

Die einzelnen Schalter machen einen qualitativ guten bis sehr guten Eindruck und lassen sich hervorragend drücken. Auch ist die Bluetooth Verbindung zum Smartphone und zum Hub problemlos!

Gerade die Reichweite in Kombination zum Hub hat mich sehr positiv überrascht! Ja das Ganze basiert auf Bluetooth und hat daher seine Limitierungen, aber eine normale Wohnung bekommt der Hub mit passender Positionierung gut abgedeckt.

Auch preislich geht Flic in Ordnung. Der Hub schlägt mit einmalig 99€ etwas stärker zu Buche, aber die einzelnen Schalter sind mit 35-25€ je nach Set Größe soweit fair bepreist.

Am Ende kommt es also darauf an ob Ihr etwas habt das Ihr mit einem physischen Schalter steuern wollt, was auch von Flic unterstützt wird.  In meinem Fall wären dies beispielsweise die WLAN Glühbirnen von LIFX, welche abseits von Flic keine Möglichkeit haben abseits der App gesteuert zu werden.

Die Liste an unterstützten Diensten und Feature sieht soweit ganz gut aus, bietet aber bei den zahllosen Smart Home Systemen natürlich noch Luft nach oben.

Hier hilft auch IFTTT noch einige Dienste zusätzlich abzudecken. Habt Ihr beispielsweise das Gardena Smart Home System inklusive Mähroboter, könntet Ihr diesen via IFTTT über einen Druck auf Flic starten. Cool!

Kurzum habt Ihr ein System oder einen Dienst der mit Flic direkt oder über IFTTT kompatibel ist, dann funktionieren die Schalter wie beworben!

Wie gut sind USB-Ladekabel mit LEDs? 3 Kabel von Areson, Geabon, MKDGO im Vergleich!

Vielleicht habt Ihr auch schon einmal beleuchtete Ladekabel gesehen. Hierbei handelt es sich um Ladekabel die integrierte LEDs besitzen, die beim Laden Eures Smartphones aufleuchten oder sogar den Fluss des Strom „simulieren“.

Dies sieht auf Bildern klasse und wirklich beeindruckend aus! Auch kann dies durchaus nützlich sein, da es so möglich ist auf Distanz zu erkennen ob der Ladevorgang abgeschlossen ist oder noch nicht.


Aber hier stellen sich durchaus ein paar Fragen. Funktioniert dies wirklich gut? Reduziert dies meine Ladegeschwindigkeit? Und sieht das Ganze wirklich gut aus?

Um diese Fragen zu klären habe ich mir drei beleuchtete USB C Ladekabel von Areson, Geabon und MKDGO bestellt.

Wollen wir uns das ganze doch einmal im Test ansehen!

 

Die Kabel

Folgende Kabel habe ich mir für diesen Test bestellt:

Ich habe die USB C Versionen gekauft, aber es gibt auch ähnliche Kabel mit microUSB und Lightning.

Preislich schwanken wir bei den drei Kabeln zwischen 16,79€ für das MKDGO und 6,99€ für das Geabon Kabel. Diese beiden Kabel sind auch nur 1 Meter lang, das Kabel von Areson für 10,91€ ist mit 2 Metern ein Stück weit länger.

Was die generelle Haptik und Form angeht, zeigen sich zwischen den drei Kabeln Parallelen. Alle drei Kabel sind Flachbandkabel mit einer glatten „Lack“ Textur. Dabei sind auch alle drei Kabel in drei Bereiche unterteilt. Links und Rechts gibt es jeweils einen Bereich in welchem vermutlich das eigentliche Kabel verläuft, während es in der Mitte einen Kabelkanal für die LEDs gibt.

Eine weitere Besonderheit und Gemeinsamkeit sind die Stecker. Der USB C Stecker ist recht normal von seiner Größe. Der USB A Stecker hingegen ist signifikant größer, gerade bei den Kabeln von Areson und MKDGO.

Damit die LEDs funktionieren, muss das Kabel die 5V Ladespannung des Kabels „anzapfen“ und passend für die LEDs umwandeln. Hinzu kommt noch weitere Elektronik für die Stromfluss- Simulation. Diese zusätzliche Elektronik wird mit Sicherheit in den Steckern untergebracht sein.

Was den generellen Qualitätseindruck angeht, bin ich von allen drei Kabeln eher mittelmäßig angetan. Alle Kabel wirken recht plastikhaft und teils auch etwas billig.

Im Detail ist aber das Kabel von MKDGO schon eine Stufe besser und wertiger als das Areson Kabel und dieses nochmals eine Stufe besser als das Geabon Kabel.

Legt Ihr also Wert auf eine brauchbare Haptik gilt hier erst einmal, das teurere Kabel ist besser.

 

Funktion

Bei der Funktion gibt es Unterschiede. Alle drei Kabel versuchen den Fluss des Stroms über LEDs zu simulieren. Das Geabon Kabel macht dies sehr billig. Es gibt hier einfach zwei LED Bänder welche abwechselnd, dauerhaft blinken.

Beim Geabon Kabel ist es egal ob ein Smartphone angeschlossen ist oder nicht!

Dies ist bei den Kabeln von Areson und MKDGO anders! Diese beiden Kabel schalten sich komplett ab wenn kein Gerät angeschlossen ist oder ein zu geringer Ladestrom anliegt.

Das Areson Typ C-Kabel schaltet sich bei ca. 0,4-0,5A ein und schaltet sich beim Unterschreiten von 0,2-0,3A wieder ab. Auch besitzt das Areson einen Tempo Wechsel, je nach Ladestrom.

Allerdings dies nur in zwei Stufen, langsam 0,2-0,5A und schnell bei allem über 0,5A.

Leider hat das Kabel aber einen Nachteil, es erzeugt ein leises Pfeifen wenn die Leds an sind. Wenn Euch dies stört, lasst die Finger vom Kabel.

Was das Verhalten angeht, ist das MKDGO Kabel vergleichbar. Es schaltet sich allerdings etwas früher ein (bei ca. 0,3A) und auch die zwei Geschwindigkeitsstufen setzen etwas früher ein.

 

Das Licht

Grundsätzlich ist der Effekt des Lichtflusses bei den Kabeln von Areson und MKDGO ausgesprochen gut und überzeugend! Ich war hier klar positiv überrascht.

Auch die Helligkeit ist an sich angenehm. Die Kabel sind relativ dunkel. Bei Sonnenlicht werdet Ihr die LEDs kaum erkennen. Allerdings in einem abgedunkelten Raum, abends beim Fernsehen usw., ist die Helligkeit ideal.

Ich würde mir beide Kabel nicht auf den Nachttisch legen, aber sie sind auch nicht penetrant störend.

Das Geabon Kabel ist ein gutes Stück heller! Dieses ist auch tags erkennbar hell, aber abends fast etwas störend.

Auch ist hier der Lichtfluss Effekt nicht so überzeugend.

 

Das Ladetempo mit LED Kabeln

Soweit so gut, aber beeinflussen die LED Kabel das Ladetempo von Smartphones negativ? Ehe wir uns dies ansehen, schauen wir uns den Stromverbrauch der Kabel an.

Hier gibt es bei den Kabeln von Areson und MKDGO zwei Stufen, aus und ein. Das Geabon Kabel hingegen ist immer an.

Interessant! Das Geabon Kabel benötigt lediglich 0,089W, während die beiden anderen Kabel 0,39W bzw. 0,965W im aktiven Betrieb benötigen. Diesen höheren Verbrauch kann ich nicht nur auf die LEDs und die höhere Anzahl dieser zurückführen. Ich vermute in den Kabeln von Areson und MKDGO steckt mehr Elektronik, da diese ja aktiv den Strom überwachen.

Wirkt sich dies aber auch auf die Spannung aus?

Die Spannung bzw. der Spannungsverlust durch das Ladekabel ist der Grund warum ein Smartphone potenziell langsamer laden könnte. Pumpt Euer Ladegerät 5V auf einer Seite in das Kabel und am anderen Ende kommen nur 4,5V an, dann ist dies für Euer Smartphone möglicherweise ein Problem, das es mit einem reduzierten Ladetempo entgegnet.

Verglichen mit einem normalen Referenzkabel sieht man durchaus einen gewissen Spannungsverlust, gerade beim 2 Meter Kabel von Areson. Dieses ist sogar nur für maximal 2A geeignet, da ansonsten die Spannung zu stark sinkt.

Die Kabel von Geabon und vor allem von MKDGO hingegen halten sich wacker. Hier würde es mich wundern wenn wir in der Praxis eine stark reduzierte Leistung sehen.

Kommen wir damit zur Praxis. Hier habe ich das Samsung Galaxy S10+ und Huawei Mate 20 Pro als Test Smartphones genutzt. Einmal wurden diese an einem normalen 5V 2,4A Ladegerät und einmal an einem QC3.0/FCP Ladegerät schnellgeladen.

(Leistungsaufnahme inklusive Kabel)

Beim Schnellladen von Smartphones gibt es in der Regel nur zwei Stufen, es funktioniert oder es funktioniert nicht. Bei den Kabeln von Areson und MKDGO funktioniert es und es wird bei beiden Smartphones +- das gleiche Tempo wie mit dem Referenz Kabel erreicht.

Das Geabon Kabel hingegen unterstützt kein Quick Charge!

Etwas anders sieht es aus wenn wir die Smartphones nicht schnellladen, sondern an einem normalen Ladegerät laden.

Hier erreicht das Referenzkabel klar das höchste Tempo, gerade wenn wir die Leistung für die LEDs herausrechnen. Allerdings ist der Unterschied zwischen dem Referenzkabel und dem MKDGO Kabel überraschend gering!

Auch das Geabon Kabel hält sich ganz ordentlich, das Areson hingegen schmiert etwas ab. Bei diesem wird man eine deutliche Reduktion des Ladetempos spüren.

WICHTIG! Mit Huawei Super Charge funktionieren die Kabel NICHT!

 

Fazit

Ladekabel mit LEDs sind schon etwas Cooles und können auch praktisch sein! Bei einem guten Kabel dieses Typs kann man bereits auf Distanz erkennen ob das Smartphone voll ist oder noch lädt.

Hinzu kommt das wirklich schöne Lichtspiel.

Allerdings gibt es auch Einschränkungen. Das billigste Kabel dieses Typs „Geabon USB C Kabel auf USB 3.0“ in meinem Vergleich würde ich beispielsweise nicht empfehlen. Die LEDs reagieren nicht auf den Ladestrom und auch Quick Charge funktioniert nicht.

Die beiden anderen Kabel sehen schon etwas besser und wertiger aus. Allerdings kann gerade das Areson Typ C-Kabel den Ladestrom ein Stück reduzieren. Allgemein würde ich keine 2 Meter Version dieser LED Kabel empfehlen. Zu viel Länge + mehr LEDs wird Eurer Ladetempo immer negativ beeinflussen.

Etwas anders sieht es beim MKDGO USB Typ C Kabel aus. Dieses ist nur 1 Meter lang, bietet fast kein negativ beeinflusstes Ladetempo und eine wirklich gelungene Beleuchtung.

Solltet Ihr Euch also für ein USB C Ladekabel mit LEDs interessieren, schaut Euch das Kabel von MKDGO an. Mit über 16€ ist dieses zwar nicht ganz billig, aber blöd gesagt es taugt!

Der Anker Soundcore Flare + im Test, Ankers bester Bluetooth Lautsprecher?! (Ja)

Ankers Bluetooth Lautsprecher der Soundcore Serie gelten als die mit besten Modelle auf dem Markt, gerade wenn man keine Hunderte Euro ausgeben möchte.

Zwei der spannendsten Modelle der Soundcore Serie sind klar der Flare und Flare +. Bei beiden handelt es sich durchaus um neuere Modelle, welche mit bis zu 129€ durchaus in die gehobene Klasse einzuordnen sind.

Dafür soll aber gerade der größere Flare + mit einem satten Klang und einer coolen LED Beleuchtung punkten können.

Aber stimmt dies? Ist der Klang des Anker Soundcore Flare + wirklich so gut wie der Hersteller verspricht?

Finden wir genau dies im Test heraus!

 

Der Anker Soundcore Flare + im Test

Anker setzt beim Flare + auf ein sehr interessantes Design. Bisher hat Anker seine Bluetooth Lautsprecher immer recht klassisch aufgebaut, mit zwei nebeneinander angeordneten Treibern. Der Flare + nutzt nun aber das immer populärer werdende Röhren Design.

Wie der Name schon vermuten lässt, ist der Lautsprecher rund und „hoch“ aufgebaut. Dabei läuft dieser aber im oberen Bereich leicht konisch zu.

Dies ist durchaus als außergewöhnlich zu bezeichnen. Die meisten Bluetooth Lautsprecher die ein ähnliches Design nutzen, sind komplett gleichmäßig rund. Hierdurch wirkt das Design des Soundcore Flare + etwas einzigartiger und generell wirkt dieser sehr schick und durchaus auch wertig.

Dieser wertige Eindruck bestätigt sich auch wenn man den Lautsprecher in die Hand nimmt. Der Flare + ist mit 850g kein „Federgewicht“, aber auch nicht zu schwer für einen komfortablen Transport.

Das etwas höhere Gewicht unterstreicht aber immer etwas die Massivität, welche hier sehr ordentlich ist! Ebenfalls sehr ordentlich ist die Materialwahl seitens Anker.

Wie es aktuell so modern ist, nutzt auch Anker beim Soundcore Flare + eine Art Leinenstoff, der den kompletten Lautsprecher umspannt. Es gibt zwar durchaus einige Trends die ich nicht gut finde, gerade was das Design angeht, aber ich liebe diese Art von Stoff!

Der Stoff ist komplett resistent gegenüber Fingerabdrücke und kleinere Kratzer, ebenso perlt Wasser einfach an diesem ab. Super!

Lediglich die Oberseite und Unterseite des Lautsprecher ist aus einem stark gummierten Kunststoff gefertigt. Dieser kann zwar relativ schnell beschmiert wirken, ist aber ebenfalls recht wertig.

Eine weitere wichtige Besonderheit beim Flare + ist die Beleuchtung. Ähnlich wie einige Sony Bluetooth Lautsprecher besitzt der Flare + einen LED Ring, welche auf der Unterseite angebracht ist.

In diesem LED Ring sind einige LEDs (ich schätze 20+) welche passend zur Musik und deren Rhythmus leuchten. Dabei leuchten nicht alle LEDs immer gleich, sondern der Lautsprecher kann auch Muster usw. darstellen.

Ein durchaus schicker Effekt, welchen man klar als Eye Catcher bezeichnen kann. Sollte Euch das Ganze auf die Nerven gehen, lässt sich der LED Ring auch über eine Taste auf der Oberseite abschalten.

Ebenfalls auf der Oberseite findet sich eine Play/Pause/vor Taste, Laut, Leiser und eine Bass „Up“ Taste. Diese soll wie Ihr vermutlich bereits vermuten könnt, den Bass etwas boosten, wenn man dies möchte.

Der Einschalter ist gemeinsam mit einer gesonderten Bluetooth Taste auf der Rückseite angebracht. Hier findet sich auch eine Klappe unter welcher die Anschlüsse des Soundcore Flare + versteckt sind.

Hierbei handelt es sich um einen AUX Eingang, microUSB Eingang und USB Ausgang. Der microUSB Eingang dient natürlich dem Aufladen des Lautsprechers.

Der verbaute Akku soll laut Anker für satte 20 Stunden reichen, ich kam auf ca. 12-14 Stunden mit Beleuchtung. Über 12 Stunden ist aber immer noch ein top Wert!

Dank der kleinen Gummi-Klappe bietet der Flare + auch einen Wasserschutz, welcher laut Anker bei IPx7 liegen soll! IPx7 bedeutet, dass selbst ein vollständiges Untertauchen dem Lautsprecher zumindest temporär nichts macht.

Grundsätzlich halte ich den Wasserschutz beim Flare + für vertrauenswürdig, aber dennoch würde ich ein Untertauchen wenn möglich vermeiden. Sicher ist sicher.

 

Aufbau des Anker Soundcore Flare +

Der Aufbau des Anker Soundcore Flare + ist durchaus spannend! Anker setzt bei diesem auf drei aktive Treibereinheiten.

Zunächst finden wir auf der oberen Front des Lautsprechers einen gesonderten Hochtöner. An sich spielen Hochtöner immer recht direktional, dies ist aber beim Soundcore Flare + fast gar nicht der Fall! In alle Richtungen kommen die Höhen erstaunlich gut und klar rüber.

Beim Bass verwundert mich dies weniger. Zum einen sind tiefere Töne weniger direktional, zum anderen setzt Anker gleich auf zwei Tieftöner und zwei passive Membranen.

Ein Tieftöner ist auf der Front, einer auf der Rückseite. Die beiden passiven Membranen sind hingegen auf der Seite angebracht.

Passive Membranen dienen primär dem internen Druckausgleich, ähnlich wie eine Bassreflexröhre, jedoch können diese auch die Bass Leistung verbessern und für eine bessere Abstrahlung des Klangs sorgen.

Damit ist der Flare + recht vollgestopft mit Lautsprecher-Technik. Was den 360 Grad Klang angeht, funktioniert dies aber schon einmal recht gut! In alle Richtungen klingt der Lautsprecher fast identisch.

 

Die Soundcore App

Anker bietet für den Soundcore eine App an. Über die recht gut gemachte Soundcore App können FW Updates eingespielt werden, die Beleuchtung angepasst werden und ein EQ hinterlegt werden.

Bei der Beleuchtung stehen Euch diverse Presets zur Verfügung wie Party, Energie, relax usw.

Je nach Preset nutzt der Lautsprecher unterschiedliche Farben. Innerhalb dieser Presets könnt Ihr nochmals zwischen einem dauerhaften einfarbigen Leuchten, einem langsamen Überblenden, einem Lichtpulse und einer Musik angepassten Beleuchtung entscheiden.

Die Beleuchtung ist dabei generell sehr gut umgesetzt! Die Helligkeit passt, genau wie die Farben. Auch wirkt das Ganze durchaus wertig gemacht.

Beim EQ stehen Euch leider nur drei Presets neben dem Bass Up Modus zur Verfügung. Diese Presets sind primär für Stimmen gemacht.

 

Klang

Kommen wir damit auch endlich zum Klang.

Starten wir hier wie üblich mit den Höhen. Aufgrund des gesonderten Hochtöners sollte es nicht überraschen, dass der Flare + einen sehr klaren und sauberen Klang liefert.

Die Höhen sind absolut brilliant und sauber. Ich würde sogar glatt sagen die Höhen sind die so ziemlich besten die ich bisher in einem Lautsprecher dieser Preisklasse gehört habe. Keinerlei Klagen hier!

Etwas anders sieht es bei den Mitten aus. Diese sind beim Soundcore Flare + vergleichsweise dünn. Dies erklärt auch warum zwei EQ Presets (von drei) in der App sich nur um das Anheben der Mitten kümmern. Solltet Ihr ein Hörbuch oder Ähnliches mit dem Flare + wiedergeben, dann würde ich solch ein Preset über die App auswählen.

In normaler Musik hingegen klingt die Standardeinstellung bzw. mit dem Bass UP Modus trotz mäßiger Mitten weiterhin am besten. Die sehr guten Höhen helfen hier durchaus ein Stück aus, Stimmen weiterhin klar und deutlich klingen zu lassen. Lediglich sehr tiefe Stimmen können etwas dünner klingen.

Beim Bass war ich zugegeben im ersten Moment etwas hin- und hergerissen. Allerdings nach einem Vergleich mit anderen Bluetooth Lautsprecher, wie z.B. dem Anker Soundcore Pro +, kann ich den Bass durchaus als sehr gut einstufen!

Der Bass des Soundcore Flare + ist kräftiger als vom Soundcore Pro +! Allerdings produzieren beide Lautsprecher einen „anderen“ Bass. Der Bass des Soundcore Flare + ist sehr Tief und besitzt einen starken Punch und Dynamik. Der starke Tiefgang fällt gerade im Vergleich zu anderen Lautsprechern auf.

Die oberen Bassbereich zur Mitte hin, hingegen ist etwas dünner. Hierdurch schwankt das Basslevel je nach Song ein gutes Stück. Titel mit von Natur aus tiefen Bass klingen ausgesprochen gut und kräftig, Titel mit einem eher schwächeren Bass klingen hingen etwas dünner.

Hierdurch fühlt sich der Soundcore Flare + in elektronischer Musik und Pop Musik besonders gut.

Beispielsweise „Mark Ronson, Miley Cyrus – Nothing Breaks Like a Heart“ oder auch „Halsey – Without Me“ treffen genau den Bass der dem Flare + liegt.

Hier liefert der Soundcore Flare + einen wirklich herausragenden Klang mit einer grandiosen Dynamik und Spielfreude!

Auch die Pegelfestigkeit passt völlig. Der Soundcore Flare + ist also in einem gewissen Rahmen durchaus Party tauglich.

 

Fazit

Ich bin mit dem Anker Soundcore Flare + sehr zufrieden! Beginnen wir beim Anfang, also bei der Optik.

Der Lautsprecher ist wie ich finde sehr schön designt und auch das verwendete Leinenmaterial ist absolut gelungen! Bonuspunkte gibt es für die starke Akkulaufzeit und den hohen Wasserschutz, welcher es auch erlaubt den Flare + am Pool zu nutzen.

Das Wichtigste ist aber natürlich der Klang. Dieser ist beim Soundcore Flare + nicht perfekt, die Mitten sind etwas dünn. Aber dennoch ist der Flare + der klangstärkste Lautsprecher den ich bisher von Anker hatte und somit auch generell einer der besten!

Ich würde sagen, dass Ihr für um die 100€ Probleme haben werdet, einen Lautsprecher mit einem besseren Klang zu bekommen. Gerade die Dynamik und Spielfreude ist beim Flare + ausgezeichnet! Auch der Tiefgang ist für solch einen durchaus noch kompakten Lautsprecher top!

Hinzu kommen die schönen Bonusfeature, wie der LED Ring, welcher durchaus gelungen ist und auch die App Unterstützung.

Kurzum der Anker Soundcore Flare + ist eine sehr gute Wahl für rund 129€! 

Smartphone Made in Germany Nr.2! Das Gigaset GS280 im Test

Mit dem GS280 hat Gigaset sein zweites Made in Germany Smartphone vorgestellt. Dabei wagt sich Gigaset mit diesem eine Preisklasse höher als es noch mit dem GS185 der Fall war.

Für rund 250€ erhaltet Ihr beim GS280 ein größeres Smartphone mit 5,7 Zoll Display und einem gigantischen 5000mAh Akku!

Gerade letzterer klingt ausgesprochen interessant. Aber wie steht es um die restlichen Komponenten? Taugt das Display, macht die Kamera gute Bilder und ist der Prozessor ausreichend leistungsstark?

Dies gilt es im Test des Gigaset GS280 herauszufinden!

An dieser Stelle vielen Dank an Gigaset für das Zurverfügungstellen des GS280.

 

Das Gigaset GS280 im Test

Was das Design und auch den ersten Eindruck angeht, ist das GS280 von Gigaset ein recht klassisches Smartphone. Gigaset setzt zwar auf ein Display im 18:9 Format, aber nach 2019er Standards würde ich die Displayrahmen eher als durchschnittlich klein einstufen, für die 200-300€ Preisklasse.

Allerdings muss man dem GS280 auch lassen, dass dieses für ein Smartphone mit 5,7 Zoll Display durchaus recht handlich anmutet. Dieses ist kompakter als ältere Smartphone mit 5,5 Zoll Display.

Auch das Gefühl in der Hand würde ich als gut einstufen! Dies liegt natürlich neben den guten Abmessungen auch an der abgerundeten Rückseite.

Diese ist aus einer Mischung aus Aluminium und Kunststoff gefertigt. Die Rückseite an sich ist aus Aluminium, ist aber in einem Kunststoffrahmen eingefasst.

Das GS280 wirkt in diesem Belang eher funktional, als besonders edel. Wollt Ihr ein besonders edles Smartphone, dann ist das GS280 nicht das Richtige für Euch. Wollt Ihr ein Smartphones welches einen etwas raueren Umgang auch noch gut wegsteckt, dann seid Ihr hier richtig. Das GS280 wirkt angenehm massiv und stabil gebaut.

Spannenderweise ist auch das GS280 wieder Made in Germany! Daumen hoch dafür!

Gehen wir einmal um das Smartphone herum. Auf der Front finden wir das 5,7 Zoll große Display, eine 13 Megapixel und die Ohrmuschel.

Links der Frontkamera ist zudem eine kleine Benachrichtigungs-LED versteckt.

Auf der Unterseite ist der Lautsprecher zu finden wie auch ein USB C Ladeport. Gigaset ist also auch endlich komplett auf USB C umgestiegen. Ein passendes Ladekabel und Schnellladegerät (18W) liegt natürlich mit im Lieferumfang.

Die Tasten des GS280 sind an der üblichen Position am rechten Rand des Smartphones angebracht. Hier findet sich ein Einschalter wie auch die Lautstärkewipp, mit zwei getrennten Tasten. Der Druckpunkt aller Tasten ist soweit ordentlich.

Gigaset nutzt beim GS280 leider nur eine Hauptkamera auf der Rückseite inklusive LED Blitz. Ebenfalls auf der Rückseite ist der Fingerabdruckscanner.

Dieser ist für meine mittel bis großen Hände in einer gut erreichbaren Position angebracht.

Und ja das GS280 hat noch einen Kopfhöreranschluss auf der Oberseite. Gigaset legt sogar ein paar einfache Ohrhörer mit in den Lieferumfang.

 

Das Display

Gigaset setzt beim GS280 auf ein 5,7 Zoll Display mit 2160 x 1080 Pixeln. 2160 x 1080 Pixel entsprechen einer Full HD Auflösung, welche nur etwas krumm ist aufgrund des 18:9 Displayformats.

In der Praxis würde ich das Display des GS280 als ordentlich betiteln. Farben sind ausreichend kräftig, Kontraste für ein IPS Panel in Ordnung und auch die Blickwinkel sind gut.

Nein wir haben hier kein Samsung Galaxy S10 vor uns, aber das Display ist für die 200-300€ Preisklasse auch alles andere als schlecht.

Lediglich die maximale Helligkeit ist doch noch deutlich verbesserungswürdig. In Innenräumen oder im Schatten ist das GS280 gut abzulesen, aber in der prallen Sonne wird es eng.

 

 

Lautsprecher

Das Gigaset GS280 verfügt über nur einen Lautsprecher auf der unteren rechten Seite. Klanglich würde ich den Lautsprecher als Standardkost einstufen.

Dieser ist erfreulich laut und auch sehr schön klar. Allerdings Tiefgang fehlt dem GS280 völlig. Für Systemtöne oder mal eine Sprachnachricht/Youtube Video passt der Lautsprecher aber.

Die Ohrmuschel würde ich hingegen glatt als leicht überdurchschnittlich laut und klar einstufen. Diese ist besser als von dem ein oder anderen High End Smartphone.

 

Kamera

Das GS280 verfügt über eine Hauptkamera mit 16 Megapixeln und einer Blende von F2.0. Eine interessante Kombination. Die F2.0 Blende ist mittlerweile eher als schwächer anzusehen, 16 Megapixel sind hingegen glatt als überdurchschnittlich einzustufen.

Ehe wir aber zu den Testbildern kommen möchte ich mich einmal über die Kamera App beschweren. Gigaset nutzt eine wirklich hässliche App, welche auch, was den Funktionsumfang angeht, höchstens als mäßig einzustufen ist.

Ich bin mir hier nicht sicher ob Gigaset die App absichtlich „einfach“ hält, oder ob keine bessere App zur Verfügung stand. Wie auch immer ich würde mir hier eine Refresh wünschen.

Kommen wir damit auch zu den Testbildern. Diese sind hier wie üblich in voller Qualität hochgeladen und werden in dieser auch beim Anklicken geladen. Für eine volle Ansicht „Rechte Maustaste in neuem Tab öffnen“.

Ich bin von der Kamera des GS280 etwas hin und her gerissen. Teilweise lieferte diese echt ansehnliche Bilder, welche mich positiv überrascht haben!

Die Bilder bieten kräftige Farben eine gute Dynamik und eine solide Schärfe. Letztere kann aber ein Problem sein.

Teilweise hatte ich auch Bilder dabei die sehr verwaschen und unscharf wirken. Ebenso gab es einige Bilder wo die Dynamik einfach nur schlecht war.

Wie kommt so eine Streuung? Es scheint am HDR zu liegen. Schaltet Ihr das Smartphone ein, arbeitet dieses in einem Automatik Modus, welcher für Euch entscheidet ob HDR benötigt wird oder nicht.

Mit aktivem HDR sehen die Bilder bei Tageslicht des GS280 meist signifikant besser aus! Der HDR Algorithmus arbeitet gut und verbessert die ansonsten mäßige Dynamik der Fotos stark.

Dabei sehen die Bilder auch nicht „überbearbeitet“ aus. Also manuell immer HDR einschalten?

Wollt Ihr das Maximum an Qualität wäre dies vermutlich sinnvoll. Selbst im Low Light hilft dies dem GS280 deutlich.

Allerdings hat HDR auch einen Nachteil. Ihr müsst das Smartphone ein paar Sekunden ruhig halten, ansonsten verwackelt das Bild schnell.

Ähnliches gilt auch fürs Low Light. Das GS280 ist kein Low Light König, aber bekommt hier bei ruhigen Motiven durchaus brauchbare Bilder hin.

Ich würde das GS280 dennoch eher als schön Wetter Smartphone ansehen, hier fühlt dieses sich merklich wohler

 

Performance

Gigaset setzt beim GS280 auf den Snapdragon 430. Grundsätzlich ist der Snapdragon 430 keine schlechte Wahl. Es handelt sich hier um einen Chip für Smartphones/Tablets der Mittelklasse, mit acht Kernen die mit 1,4Ghz takten.

Allerdings ist der Snapdragon 430 kein „neuer“ SoC, sondern dieser stammt aus dem Jahr 2016. Aus diesem Grund sehe ich die Nutzung hier auch mit etwas Zähneknirschen.

Klar das GS280 richtet sich nicht an Nutzer die das absolute Maximum an Leistung suchen, aber etwas neuer hätte es ruhig sein dürfen.

Schauen wir uns aber einmal ein paar Benchmarks an.

 

 

Alltagsperformance

So schön und gut doch Benchmarks auch sind, am Ende kommt es auf die Leistung im Alltag an. Diese ist beim GS280 als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Das Smartphone zeigt sich bei Eingaben reaktionsfreudig und auch durchaus flott. Die üblichen Standard Apps wie WhatsApp, Facebook usw. laufen absolut problemlos und auch die Benutzeroberfläche läuft gut.

Lediglich beim Laden des Google Feeds auf der ganz linken Seite des Home Bildschirms ist die Animation nicht ganz flüssig. Dies sollte aber Gigaset per Update noch beheben können.

Ansonsten konnte ich keine weiteren „gravierende“ Probleme feststellen. Auch Spiele laufen auf dem GS280 weitestgehend gut. Eine Ausnahme sind hier natürlich sehr aufwendige 3D Spiele, welche zwar auch in der großen Mehrheit laufen, aber dann nicht zwingend ganz flüssig oder mit deutlich reduzierten Details.

Dies gilt natürlich nicht für die „populären“ Spiele. Diese sind in der Regel darauf optimiert auch auf nicht High End Hardware gut zu laufen.

Positiv aufgefallen ist mir die Signalstärke des GS280. Dieses unterstützt LTE Cat 4 mit bis zu 150Mbit, was in der Praxis mehr als ausreichend ist. Dabei würde ich den LTE Empfang als leicht überdurchschnittlich einstufen.

Auch das verbaute WLAN Modul macht einen guten Job. Dieses unterstützt den AC Standard und das 5Ghz Band mit bis zu 433Mbit.

Mittelmäßig beeindruckt hat mich der Fingerabdruckscanner. Grundsätzlich arbeitet dieser recht akkurat. Akkurat aber recht langsam. Teils habe ich meinen Finger schon wieder entfernt, da ich dachte der Sensor hat diesen nicht erkannt.

Hier bin ich aber auch etwas von den Flaggschiffen verwöhnt.

Grundsätzlich zeige ich mich aber zufrieden was die Alltagsnutzung des GS280 angeht. Gerade wenn man ein Normalnutzer ist, der nur etwas telefonieren, SMS schreiben oder WhatsApp Nachrichten versenden will usw. wird mit dem GS280 sicherlich glücklich.

 

Akkulaufzeit

Im GS280 arbeitet ein 5000mAh starker Akku. Dies ist eine wirklich gigantische Kapazität! Selbst absolute High End Flaggschiffe haben meist Akkus im Bereich 3200-4200mAh, alles darüber hinaus ist als ungewöhnlich einzustufen.

Das interessanteste beim GS280 sind aber die Abmessungen. Es ist nicht schwer ein Smartphone mit einem riesigen Akku zu bauen, wenn dieses dafür daumendick ist.

Dem GS280 merkt man aber die Kapazität nicht an. Das Smartphone ist zwar nicht super dünn, aber auch in keinster Weise auffällig dick.

Aber natürlich ist die Akkukapazität nur das eine, das andere ist wie effizient das Smartphone mit dieser Kapazität umgeht.

In meinem Standard Test hielt das GS280 satte 12,5 Stunden durch! Dies ist ein hervorragender Wert.

Normale Smartphones erreichen hier in der Regel 6-8 Stunden, das GS280 kann also seine große Akkukapazität auch sinnvoll nutzen. Ebenso stark ist die Standby Laufzeit.

Ein Normalnutzer sollte mit dem GS280 also problemlos drei, wenn nicht sogar vier Tage durchhalten.

 

Fazit

Das Gigaset GS280 ist kein Smartphone für den High End Nutzer! Für diese gibt es bei den diversen asiatischen Marken bessere Smartphones im Preisbereich 250€. So klar muss man sein.

Allerdings glaube ich auch nicht, dass dies die Zielgruppe für das Gigaset GS280 ist. Gigaset richtet sich mit dem GS280 klar an den normalen Nutzer, gegebenenfalls sogar an den älteren Normalnutzer.

An jene die ein einfaches, solides (robustes) Smartphone mit einem starken Akku, einer brauchbaren Kamera und einem guten deutschen Support suchen. Hierzu passt auch das Made in Germany Prädikat, welches das GS280 trägt.

Sucht Ihr also kein Spielzeug, sondern ein vernünftiges Gerät für Telefonie, WhatsApp und Co. dann ist das GS280 vielleicht richtig für Euch!

O&O DiskImage 14 Professional Edition im Test, das Backup-Programm für Profis?

Die Wichtigkeit von Backups lernen die meisten Nutzer erst nach einem „Unfall“ kennen. Hier kann ein gutes Backup Programm absolut lebensrettend sein.

Neben diversen kostenfreien Programmen gibt es auch im Jahr 2019 immer noch einige Platzhirsche was die kostenpflichtigen Backupprogramme angeht. Zu diesen Platzhirschen zählt auch klar O&O mit ihrem  DiskImage 14 Professional.

Wie der Name schon sagt zielt DiskImage 14 eher auf die Professionelleren bzw. erweiterten Nutzer ab.

Dazu gehören wir ja klar! Also wollen wir uns im Test doch einmal ansehen was die O&O DiskImage 14 Professional Edition so alles kann!

 

O&O DiskImage 14 Professional Edition im Test

O&O DiskImage 14 richtet sich klar eher an die „professionellen“ bzw. erweiterten Nutzer. So ist die Benutzeroberfläche auch dementsprechend designt.

O&O DiskImage 14 Professional Edition

Was die Übersichtlichkeit angeht ist O&O DiskImage 14 eher mäßig. Man muss sich erst ein wenig mit der Oberfläche vertraut machen um diese komfortabel zu nutzen. Es gibt zwar eine „1-Klick-Sicherungsfunktion“ aber abseits davon keinen Assistenten, der Euch direkt beim Start entgegenschlägt. Es gibt einen Assistenten, dieser ist aber etwas versteckt unter Aufgaben und Berichten.

Die Benutzeroberfläche ist in fünf Bereiche unterteilt. Start, Laufwerksoperationen, Dateioperationen, Werkezuge und Aufgaben und Berichte.

Unter Start findet Ihr „Verlinkungen“ zu den wichtigsten einzelnen Funktionen von O&O DiskImage 14. Im Gegensatz zu Acronis True Image ist DiskImage 14 etwas schlanker gehalten. Abseits der Kernfunktionen eines Backup/Sicherungsprogramms bringt O&O DiskImage 14 nicht viel an „Bonusfunktionalität“ mit. Dies kann man natürlich positiv aber negativ sehen.

O&O DiskImage 14 wirkt klar schlanker und auch Ressourcen schonender als Acronis.

Die eigentliche Funktionalität von O&O DiskImage 14 finden wir unter Laufwerksoperationen und Dateioperationen.

Unter Laufwerksoperationen habt Ihr die Möglichkeit ganze Laufwerke zu sichern, während Euch die Dateioperationen die Möglichkeit gibt nur einzelne Dateien oder Ordner zu sichern.

Zu den Sicherungsoptionen und Möglichkeiten kommen wir später.

In den Werkzeugen findet Ihr Möglichkeiten Eure Backups zu validieren, diese auf eine DVD zu brennen, mehrere Backups zusammenzuführen und nicht ganz unwichtig ein Startmedium zu erstellen.

Letzteres ist sehr wichtig falls Ihr Eure Windows Installation derartig zerschossen habt, dass diese nicht mehr startet oder Ihr einfach noch mal von „0“ anfangen wollt.

Bonuspunkte gibt es dafür, dass ein Wiederherstellungsmedium bei DiskImage 14 auch gleichzeitig das Backup Medium sein kann! Ihr könnt sogar gleich beim Erstellen des Wiederherstellungsmedium, welches auf Windows PE basiert, eine einfache Backup Routine anlegen. Klasse!

Unter Aufgaben und Berichte findet Ihr von Euch erstelle Backup Aufgaben und Logs ob diese denn gelungen sind. Auch ist hier der Assistent zum Erstellen einer Aufgabe versteckt.

 

Das Backup

Ich würde Euch empfehlen nach dem ersten Start direkt in den Assistenten zu springen und in diesem Eure Sicherungsaufgabe anzulegen. Man kann dies auch per Hand machen, dies ist aber etwas komplizierter.

In dem Assistenten könnt Ihr festlegen was gesichert werden soll, wann bzw. wie oft und wohin. Zudem könnt Ihr weitere Optionen festlegen, wie eine maximale Größe/Anzahl an Backups die aufbewahrt werden sollen, eine Kompression oder eine Verschlüsselung.

Im Assistenten sind die Möglichkeiten was die Verschlüsselung und die Kompression angeht etwas „eingeschränkt“, vermutlich des Einfachheitswillen.

In den Laufwerksoperationen habt Ihr hier etwas detailliere Optionen. So kann O&O DiskImage 14 Eure Daten beispielsweise nach AES 128, AES 192 oder AES 256 verschlüsseln und entweder nach LZNT 1 oder BZIP 2 komprimieren.

LZNT 1 ist dabei auf Tempo ausgelegt und BZIP 2 auf möglichst kleine Backups.

Sehr spannend bei O&O DiskImage 14 sind die Optionen bezüglich des Dateiformat. Diskimage 14 kann entweder ein proprietäres .omg Format nutzen, oder VHD bzw. VHDX.

VHD Dateien lassen sich auch mit anderen Programmen öffnen und nutzen.

Den etwas professionelleren Ansatz von O&O DiskImage 14 sieht bei der Möglichkeit eine forensische Sicherung zu erstellen. Normalerweise werden bei Backups immer nur existierende Daten gesichert. Bei einem forensischen Backup hingegen werden auch leere Sektoren gesichert.

Dies macht im Normalfall keinen Sinn und bläht die Backups nur gewaltig auf, aber wollt Ihr beispielsweise irgendwelche Daten von einer HDD oder Speicherkarte wiederherstellen kann solch ein forensisches Backup Sinn machen.

Ihr könnt hier so zu sagen ein absolutes 1 zu 1 Backup eines Laufwerkes erstellen inklusive gelöschter, aber noch nicht überschriebener Daten.

Vielleicht ist Euch aufgefallen, dass wir noch nicht über Inkrementelle bzw. differenzielle Backups geredet haben. Ja O&O DiskImage 14 bietet Euch auch diese Funktion, aber diese ist etwas versteckt.

Ihr müsst zunächst von Hand ein vollständiges Backup erstellen und könnt dann inkrementelle hinzufügen. Dies kann dann auch in einem Zeitplan passieren. Die Option nennt sich hier „Sicherung der Änderungen“.

Probleme mit der Backup Funktionalität hatte ich im Übrigen keine! Backups ließen sich problemlos erstellen und auch probeweise wieder einlesen. Auch die geplanten Backups funktionieren gut.

 

Performance

Die Performance von O&O DiskImage 14 hängt ein gutes Stück von Eurem PC und den Gegebenheiten ab. Das Backup einer HDD auf eine HDD dauert nun mal länger als von einer SSD auf eine SSD.

In meinem Fall habe ich O&O DiskImage 14 auf einem Dell XPS 13 9380 mit Intel i7-8565U und 16GB RAM getestet. Dabei habe ich meine Systempartition, welche auf einer NVME SSD liegt, auf eine externe SSD gesichert. Die externe SSD schafft ca. 400MB/s und mein Systemlaufwerk inklusive einiger Programme und Daten ist ca. 110GB groß.

Zum Vergleich habe ich auch einmal Acronis True Image angeworfen und auch hier ein identisches Backup durchgeführt, aber mit der maximalen Kompression.

  • O&O DiskImage 14 + LZNT 1 6:39 Minuten 38,9GB
  • O&O DiskImage 14 + BZIP 2 36:50 Minuten 32,9GB
  • Acronis True Image 2019 maximal 16:05 Minuten 31,6GB

Grundsätzlich bin ich mit den Ergebnissen sehr zufrieden! Sowohl bei Diskimage 14 wie auch bei True Image 2019 ist es beeindruckend wie gut die Kompressionen arbeiten.

Wenn es aber um die maximale Kompression geht, ist True Image 2019 allerdings anscheinend etwas besser und vor allem schneller.

Langsam ist O&O DiskImage 14 allerdings auch nicht! Eine einfach 1 zu 1 Kopie aller Daten hätte signifikant länger gedauert, aufgrund der vielen kleinen Dateien.

6:39 Minuten um sich durch eine 110GB große Partition zu arbeiten und daraus gerade mal 38,9GB zu machen ist schon beeindruckend.

Bedenkt hier allerdings, dass es sich bei diesen 110GB um viele Programme, Windows usw. handelt welche sich deutlich besser komprimieren lassen als Fotos, Videos und Musik.

Bei dem einfachen Backup mit LZNT 1 benötigte DiskImage 14 rund 30-40% CPU Last, was soweit Okay und normal ist. Bei der stärkeren BZIP 2 Kompression allerdings wurde die CPU konstant zu 100% ausgelastet. Mit einer stärkeren CPU hätte also der Backup Vorgang hier noch ein Stück weniger Zeit gefressen.

 

Fazit

O&O DiskImage 14 Professional Edition ist ein gutes wenn nicht sogar sehr gutes Backup bzw. Sicherungs-Programm.

Im Gegensatz zu anderen Programmen dieser Klasse, Acronis True Image z.B., richtet sich DiskImage 14 weniger an den absoluten Normalnutzer, sondern mehr PC Enthusiasten bzw. Experten.

Dies merkt man auch gleich bei der etwas komplexeren Benutzeroberfläche. Diese ist durchaus gut nutzbar, aber könnte durchaus noch etwas mehr gestreamlined werden.

Was die Backupfunktionalität angeht, gibt es aber nichts zu bemängeln! O&O DiskImage 14 kann als klassisches Backup Programm genutzt werden mit Zeitplänen, einer guten Kompression, Verschlüsselung usw. aber auch für erweiterte Anwendungen. Wollt Ihr beispielsweise Eure System Partition spiegeln ist dies genauso möglich wie ein VHD Image oder Computer forensische Anwendungen.

Im Gegensatz zu einfachen 1 zu 1 Kopien kann Euch DiskImage 14 auch aushelfen wenn Windows gar nicht mehr startet, dann bootbarer Wiederherstellungsmedien, welche Ihr erstellen könnt.

Klingt dies nach einem Anwendungsfeld das zu Euch passt, dann kann ich O&O DiskImage 14 Professional Euch auch problemlos empfehlen! Ein absolut solides und stabiles Programm das macht was es soll!

Das Sunnybag POWERPACK 10.000 im Test, die beste Solar-Puffer-Powerbank!

Wenn Ihr ein USB Solarpanel oder vielleicht auch einen Solarrucksack nutzt, ist eine Puffer Powerbank aus meiner Sicht fast schon Pflicht. Diese schont zum einen Euer Smartphone, zum anderen sammelt diese konstant Energie für einen Moment in welchem Ihr diese auch wirklich braucht.

Allerdings wirklich gute Puffer Powerbanks sind sehr schwer zu finden! Zu diesem Thema gibt es auch einen passenden Bericht auf Techtest.

Daher war ich sehr gespannt als mir Sunnybag anbot seine POWERPACK 10.000 Powwerbank zu testen. Die Sunnybag POWERPACK 10.000 ist ein Powerbank welche speziell für die Nutzung als Puffer-Powerbank optimiert ist. Zusätzlich soll diese natürlich auch als normale Powerbank eine gute Leistung bieten.

Aber stimmt dies wirklich, ist das POWERPACK die perfekte Puffer-Powerbank? Finden wir dies im Test heraus.

 

Das Sunnybag POWERPACK 10.000 im Test

Auf den ersten Blick ist die Sunnybag POWERPACK 10.000 recht unspektakulär. Ihr erhaltet eine einfache schwarze Powerbank, welche mit 155 x 79 x 15 mm für die angegebene Kapazität von 10000mAh durchschnittlich bis leicht überdurchschnittlich groß ausfällt.

Dies hat allerdings auch einen Grund. Sunnybag verbaut auf der Oberseite des POWERPACKS ein kabelloses Ladepad, welches etwas zusätzlichen Platz benötigt. Dazu aber später mehr.

Etwas Kritik muss ich aufgrund der Materialwahl ausüben. Grundsätzlich ist die Powerbank ausreichend massiv und gut gearbeitet. Allerdings setzt Sunnybag auf einen extrem empfindlichen Softtouch Kunststoff. Fingerabdrücke, Fette, Öle oder auch sonstiger Schmutz brennt sich regelrecht in die Oberfläche ein. Auch Kratzer entstehen sehr leicht.

Hier hätte ich mir vielleicht einen etwas resistenteren matten Kunststoff gewünscht, auch wenn das Softouch Material natürlich rutschhemmend wirkt.

Was die Anschlüsse angeht, finden wir zunächst zwei normale USB Ports, welche 5V/1A bzw. 5V/2A ausgeben können. Hinzu kommt natürlich das QI Ladepad auf der Oberseite, welches ebenso 5V/1A schaffen soll.

Soweit nichts ungewöhnliches, spannend ist aber der Eingang. Bei diesem handelt es sich um einen USB C Port, welcher 5V 2A aufnehmen sollen. Dieser USB C Port ist für die Nutzung an einem Solarpanel optimiert und kommt daher besser mit schwankender Spannung und Strom klar.

Wie es gerade um die Ladung der Powerbank aussieht könnt Ihr an vier blauen Status LEDs an der Seite ablesen. Zusätzlich gibt es eine fünfte LED für den Status des kabellosen Ladepads.

 

Was muss eine gute Puffer-Powerbank können?

Stellen wir uns zunächst die Frage was die Problematik bei der Nutzung einer Powerbank an einem Solarpanel sein könnte.

Punkt Nummer 1 ist klar. Der Ladestrom und auch die Ladespannung schwankt bei einem Solarpanel teils extrem. Wird in einer Sekunde noch 5V/1A produziert, sind es möglicherweise in der nächsten nur noch 4,4V/0,1A.

Dieses hektische Springen des Stroms/Spannung ist für viele Ladeelektronik ein Problem. Meist regeneriert diese nicht mehr. Heißt, fällt der Ladestrom, bleibt der Ladestrom der Powerbank dauerhaft auf dem niedrigen Level hängen, bis die Powerbank neu verbunden wird. Teilweise hängt sich das Laden der Powerbank auch komplett auf.

Ähnliches habe ich sogar schon bei Smartphones beobachtet, die sogar teilweise komplett abstürzen wenn es zu ruckartigen Schwankungen kommt.

Punkt Nummer 2 ist gleichzeitiges Laden und Entladen.

Viele Powerbanks lassen sich gar nicht laden und gleichzeitig entladen. Viele andere Powerbanks schleifen nur den Eingang zum Ausgang durch.

Dieses Verhalten ist aber problematisch, denn zum einen werden Spannungsschwankungen nicht ausgeglichen, zum anderen kann es passieren, dass der Entladestrom den Ladestrom übersteigt, was zu „Problemen“ führt.

Lediglich sehr wenige Powerbanks auf dem Markt bereiten die Spannung so zu sagen vorher auf.

Wie schlägt sich das Sunnybag POWERPACK 10.000 bei diesen beiden Punkten? Sehr gut! Die Powerbank hat keinerlei Probleme mit Schattenwurf oder indirekter Sonne. Sobald das Panel wieder der Sonne zugedreht wird, steigt der Ladestrom ohne Verzögerung an.

Dabei scheint die Powerbank auch mit einer sehr niedrigen Spannung klar zu kommen. Selbst bei unter 4V konnte ich noch einen schwachen Ladestrom im Schatten beobachten.

Also nein Sunnybag lügt mit seiner „Solarpanel“ Optimierung nicht. Auch das gleichzeitige Laden und Entladen funktioniert wie beworben!

 

Kapazität

Sunnybag bewirbt die Kapazität des POWERPACK mit 10000mAh, messen konnte ich 30,882Wh bzw. 8346mAh.

Dies entspricht guten 83% der Herstellerangabe. Warum sind 83% gut? Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Diese werden auch hier ziemlich genau 10000mAh haben. Jedoch beim Laden und Entladen geht etwas Energie aufgrund der internen Spannungsumwandlung verloren.

In der Regel sage ich 80-90% „echte“ Kapazität ist guter Durchschnitt, in welchem auch das Sunnybag POWERPACK landet.

 

Ladetempo

Die Sunnybag Powerbank verfügt über zwei Ausgänge. Einer soll 1A liefern, der andere 2A. Um ehrlich zu sein im Jahr 2019 weniger beeindruckend, aber wie sieht es in der Praxis aus?

Folgende Smartphones habe am POWERPACK 10.000 getestet:

  • Apple iPhone XS Max
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy S10+
  • Xiaomi Mi 9

Starten wir mit dem iPhone. Leider scheint das POWERPACK 10.000 keine Apple Optimierung zu besitzen?! Dies bedeutet der Ladestrom des iPhones ist bei beiden Ports auf 5V 1A limitiert. Dies ist allerdings auch das maximale Ladetempo des originalen Apple Ladegerätes, welches bei allen aktuellen iPhones beiliegt. Ihr werdet also ein sehr ähnliches Tempo erwarten können.

Auf der Android Seite sieht es etwas flotter aus. Interessanterweise gab es hier zwischen den beiden Ports kaum unterschiede beim Ladetempo.

Beispielsweise das Xiaomi Mi 9 erreichte an beiden Ports 1,47A. Auch mit einem passenden USB Wiederstand konnte ich an beiden Ports problemlos 2A erreichen. Genau genommen können beide Ports auch 2,4A liefern.

Es gibt hier also eine „Software Limitierung“ seitens der Powerbank welche die Smartphones drosselt. Meine Vermutung dies ist eine Schutz Funktion. Gerade beim gleichzeitig Laden/Entladen kann schnell ein gutes Stück Abwärme entstehen, vielleicht ist Sunnybag deshalb auf Nummer sicher gegangen.

Im Allgemeinen würde ich das Ladetempo des POWERPACK 10.000 als mittelmäßig einstufen.

Das kabellose Laden funktionierte mit all meinen Smartphones problemlos und in einem üblichen Tempo, keine Klagen hier.

 

Wiederaufladen

Wie schnell das POWERPACK 10.000 selbst auflädt hängt stark von Eurer Quelle ab. Ladet Ihr diese an einem Solarpanel nimmt sich die Powerbank so viel Energie wie möglich.

Dabei kann die Powerbank anscheinend auch bereits mit Leistung im Bereich 0,1A 3,8V bereits etwas anfangen. Das maximale Ladetempo liegt allerdings bei rund 1,8A bei 5V.

Ein durchaus ausreichendes Ladetempo.

 

Fazit

Das Fazit zur Sunnybag POWERPACK 10.000 Powerbank hängt stark von Eurer Nutzung ab. Sucht Ihr eine reguläre Powerbank um diese an einem Ladegerät zu laden, dann gibt es bessere bzw. günstigere Modelle welche das gleiche leisten und können.

Wollt Ihr das POWERPACK allerdings wirklich an einem Solarpanel oder Solarrucksack laden, dann ist dies eins der besten Modelle auf dem Markt!

Gute Solar-Puffer-Powerbanks gibt es wenige auf dem Markt. Das Sunnybag POWERPACK 10.000 ist hier die beste Powerbank die mir für diesen Einsatz bisher begegnet ist.

Dies liegt vor allem am sehr unproblematischen Ladeverhalten der Powerbank. Die Powerbank kommt sehr gut mit sehr niedrigen Spannungen und Ladeströmen klar, wie sie bei Solarpanels im Schatten auftreten, aber auch mit einem hohen Ladetempo von bis zu 1,8A. Das Umschalten funktioniert hier 1a.

Ebenso gut funktioniert das gleichzeitige Laden und Entladen!

Nein das POWERPACK 10.000 ist nicht die aller schnellste Powerbank, aber an einem Solarpanel das zuverlässigste Modell, das ich bisher gesehen habe!

Sunnybag POWERPACK | Externer Akku mit 10.000mAh | Perfekt zum...
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Der Husqvarna Automower 315X im Test (2019), der Porsche unter den Mährobotern!

Husqvarnas Automower gelten als die absoluten Premium Mähroboter auf dem Markt. Dies auch durchaus zu Recht. Zum einen ist Husqvarnas einer wenn nicht sogar der erfahrenste Hersteller für Mähroboter, zum anderen kann Euch ein Automower auch gut mal die Summe eines guten Gebrauchtwagens kosten.

So ist der Automower 315X, um welchen es in diesem Test geht, mit knapp unter 2000€ glatt eins der günstigsten Modelle aus Husqvarnas Flotte.

Dafür ist der Automower 315X aber auch ein top aktuelles Modell mit einem riesigen Ausstattungspaket. So soll dieser bis zu 1600m² schaffen, 40% Steigung, integrierte Smartphone Steuerung, GPS usw.

Der Husqvarna Automower 315X im Test bei Techtest

Aber dennoch bleiben 2000€ natürlich eine sehr stolze Summe! Gerade dann, wenn man sich die Konkurrenz von Gardena und Co ansieht, welche teils nur die Hälfte kostet.

Der Husqvarna Automower 315X muss also richtig gut sein um diesen hohen Preis zu rechtfertigen. Aber ist dies auch der Fall?

Dies gilt es im Test des Automower 315X herauszufinden!

 

Husqvarna Automower 315X Test

Mit 63 x 51 x 25 cm ist der Husqvarna Automower 315X durchaus ein etwas größerer Brocken an Mähroboter. Dies ist auch nicht verwunderlich, schließlich soll das gute Stück bis zu 1600m² und 40% Steigung bewältigen.

Husqvarna setzt dafür auf ein Vierradaufbau. Auf der Front finden sich zwei unabhängig voneinander bewegliche Räder, während die Hinterräder motorisiert sind. Letztere verfügen passend dazu auch über ein etwas ausgeprägteres Profil, das eine gute Geländegängigkeit ermöglichen sollte.

Was das Design angeht, hat sich Husqvarna klar etwas bei Autos orientiert. Hierzu passend besitzt der 315X sogar über zwei Scheinwerfer!

Grundsätzlich denke ich, dass der 315X durchaus etwas hermacht! Allerdings gibt es auch eine Design Entscheidung die ich absolut nicht nachvollziehen kann.

Husqvarna setzt auf der Oberseite des Automower 315X auf eine Mischung aus mattem Kunststoff und schwarzen Hochglanz Elementen.

Auf der Liste der Materialien die ich niemals für einen Mähroboter nutzen würde, steht Hochglanz Kunststoff ganz weit oben! Wenn Ihr Büsche habt unter die der Roboter fahren kann, dann wird das Hochglanz Material keine 24 Stunden schön bleiben!

Bereits nach zwei Tag war mein 315X völlig zerkratzt. Immerhin Husqvarna bietet die obere Abdeckung im Nachkauf für 50€ an, alternativ könnt Ihr Euch eine Folie designen für die Oberfläche.

Dies geht hier https://www.myhusqvarna.com/shop/UserEditFormFilling.aspx

Die generelle Haptik und auch den Qualitätseindruck, abseits des Hochglanz Kunststoffes, würde ich aber als gut einstufen.

Bedient wird der 315X über ein kleines Bedienfeld auf der Oberseite. Dieses ist unter einer kleinen Klappe versteckt, welche sich beim Betätigen der großen Stopp Taste öffnet.

Husqvarna Automower 315X Steuerung

Neben diversen Tasten inklusive Nummernfeld für die komfortable Eingabe des PINs ist hier auch ein vergleichsweise großes Display angebracht. Die Menüführung kann etwas Geduld erfordern, ist aber grundsätzlich gut gemacht.

Geladen wird der Automower 315X über zwei Kontakte auf der Front, die auf der Ladestation mit passenden Kontakten dort eine Verbindung herstellen.

Die Ladestation ist wie üblich eine große Kunststoffplattform auf welche der Mäher fährt und einer Art kleinen Ladesäule andockt. Grundsätzlich kann der Mäher und auch die Ladestation im Freien stehen. Regen macht beiden nichts aus.

Ich habe mir allerdings eine „kleine Hundehütte“ gekauft, speziell für Mähroboter welche den geparkten Mäher und die Ladestation etwas schützt.

 

Installation und Lieferumfang

Husqvarna scheint bei seinen Automowern auf ein direkt Vertriebskonzept zu setzen. Ihr sollt also zu einem zertifizierten Husqvarna Händler gehen und Euch von diesem beraten lassen, welcher dann auch gegebenenfalls die Kabel verlegt und die Einrichtung übernimmt.

Aber natürlich findet man den Husqvarna Automower 315X auch im Internet, allerdings nicht bei den gängigen Händlern. Ihr müsst wohl ein zertifizierter Partner sein um einen Automower verkaufen zu dürfen.

Ich habe meinen 315X bei roboexpert.de gekauft, was auch wunderbar geklappt hat. Sehr spannend es ist unter anderem bereits ein PIN von Hersteller vorinstalliert, den Ihr erst vom Händler gesondert mitgeteilt bekommt.

Erwartet Ihr nun bei einem 2000€ Mähroboter Zubehör bis zum Umfallen werdet Ihr eine Böse Überraschung erleben.

Im Lieferumfang des Husqvarna Automower 315X befindet sich immer nur der Mäher, die Ladestation, das Ladekabel, 9 Ersatzmesser und ein paar Schrauben für die Ladestation, das war es.

Wenn Ihr Euch aber etwas intensiver für Mähroboter interessiert habt, dann wisst Ihr, dass es nötig ist ein Begrenzungskabel einmal um das Grundstück zu legen. Dies ist nicht mit im Lieferumfang!

Vermutlich mit dem Hintergedanken das die Husqvarna Händler Euch einen Service anbieten das Kabel für Euch zu verlegen. Grundsätzlich ist dieser Service aus Erfahrung oftmals nicht so teuer wie man denken könnte und erspart doch einiges an Arbeit (150-300€ grob geschätzt + Kabel). Wollt Ihr aber selbst Hand anlegen, kein Problem!

Es gibt Installations-Kits in welchem je nach Größe X Meter Kabel + Haken + Verbinder usw. enthalten sind. Kostenpunkt zwischen 100€ und 200€.

Hattet Ihr bereits einen Husqvarna Automower oder einen Gardena Mähroboter könnt Ihr die Kabel weiter nutzen! Die Geräte verwenden eine sehr ähnliche Verlegeart.

Ihr müsst zunächst ein Kabel um den kompletten zu mähenden Bereich legen. Dies kann entweder unterirdisch in ein paar cm geschehen oder oberirdisch. Oberirdisch wird das Kabel mit kleinen Haken im Rasen verankert. Das Kabel ist zunächst sichtbar, wächst aber schnell komplett ein.

Nach spätestens einem Jahr werdet Ihr dieses nicht mehr sehen, ich spreche hier aus Erfahrung.

Husqvarna Automower 315X Ladestation

Der Abstand zu Objekten kann etwas variieren. Grundsätzlich gelten +- 30cm zu Objekten die der Mäher auf keinen Fall erreichen soll, wie ein ebenirdisches Blumenbeet, einen Teich usw.

Dies Distanz wie stark der Mäher die Kabel überfahren soll oder nicht könnt Ihr später in der App aber noch etwas „feintunen“. An einem Gehweg hingegen könnt Ihr das Kabel etwas näher legen.

Egal wie gut Ihr das Verlegen macht, Ihr werdet nach dem ersten Mähen Stellen finden wo man das Kabel noch etwas optimieren kann, dies ist normal!  Auch kann es schnell mal passieren, dass der Mäher ein Kabel erwischt, wenn dieses doch an einer Stelle etwas hoch hängt. Mähroboter finden solche Stellen sehr zielsicher, erneut spreche ich aus Erfahrung. Das ist aber kein Weltuntergang, muss aber mit passenden Verbindern repariert werden.

Zusätzlich zu den äußeren Begrenzungskabeln, gibt es noch ein Leitkabel, welches einmal quer durch den Garten gelegt werden muss.

Diesem Kabel folgt der Mäher wenn der Akku zur Neige geht.

Zu guter Letzt wird die Ladestation über ein langes Kabel mit dem Strom verbunden und fertig!

 

Fahrverhalten des Husqvarna Automower 315X

Ein sehr wichtiger Punkt ist das Verhalten des Mähers. Hier bietet der Husqvarna Automower 315X einiges zu besprechen.

Grundsätzlich ist das Verhalten des Mähers recht einfach und entspricht den meisten Modellen auf dem Markt. Der Automower 315X nutzt das Zufallsprinzip.

Der Mähroboter startet, fährt in eine augenscheinlich zufällige Richtung, bis dieser ein Hindernis oder seine Begrenzungsschnur erreicht. Dann dreht dieser erneut in eine zufällige Richtung ab bis dieser erneut ein Hindernis oder seine Begrenzungsschnur trifft.

Dieses Prinzip hat diverse Vor- und Nachteile. Mähroboter sind in der Regel recht blind. Abseits der Sensoren für die Begrenzungsschnüre haben diese keine Ahnung wo sie sind oder wie der Garten aussieht. Daher ist ein zufälliges Hin- und Herfahren die einfachste Methode alle Bereiche zu erreichen.

Mit genug Zeit wird solch ein Mähroboter theoretisch jede Stelle einmal zufällig überfahren. Und ja dies funktioniert in der Regel wirklich recht gut!

Dieses Zufallsprinzip ist aber beim Automower 315X noch etwas verfeinert. Dank GPS hat der Mähroboter eine grobe Vorstellung in welchem Bereich dieser sich befindet und passt dementsprechend sein Muster an.

Der Automower 315X achtet hierdurch darauf allen Bereichen ungefähr gleich viel Aufwendung zukommen zu lassen. Praktisch merkt man, dass der Roboter wirklich nicht ganz zufällig arbeitet, sondern wirklich versucht alle Bereiche mehr oder weniger gleichmäßig abzuarbeiten. Dies gelingt aber auch meinem vergleichsweise kleinem Grundstück aber auch nicht immer zu 100%.

Ich könnte mir aber vorstellen, dass wenn sich Euer Grundstück eher am oberen Ende der 1600m² befindet diese erweiterte Navigation richtig sinnvoll wird. Alternativ könnt Ihr auch Euer Grundstück manuell unterteilen, aber nicht via GPS!

Ihr könnt dem Mäher drei Bereiche geben, welche über die Leitschnur unterteilt werden. Hierbei könnt Ihr diese Angeben nach dem Motto „folge der Leitschnur X Meter für Bereich a, X Meter für Bereich b“ usw. Der Automower 315X nimmt dann diesen Punkt als Startpunkt.

Ich würde aber bei der automatischen Unterteilung bleiben.

Ein weiteres Feature welches nicht jeder Mähroboter bietet, ist eine Erkennung der Rasenhöhe. Erkennt der Automower 315X ungewöhnlich hohen Rasen, dreht dieser zum einen den Motor etwas hoch und zum anderen ändert dieser sein Fahrmuster.

Es wird die Stelle mit dem hohen Rasen gezielt mehrfach angesteuert, mit einer etwas versetzten Fahrspur. Solltet Ihr also irgendwo einen Büschel Gras haben welcher schneller wächst als der Rest, dann wird dieser vom Automower 315X auch passend behandelt.

Durch diese zusätzlichen Feature macht der Automower 315X einen nochmals besseren Job die Rasenfläche abzufahren als es die meisten typischen Mähroboter machen.

Dies bestätigt sich auch in der Praxis. Wichtig! Ihr braucht nicht einen „perfekten“ Garten für einen Mähroboter! Dies gilt gerade für den Automower 315X.

Mein Garten ist sehr komplex mit vielen kleinen Hügeln, Steigungen, Maulwurfs-Löscher die nur platt getreten wurden, Pflanzen die mittig eingesetzt wurden usw.

Hiermit hatten schon die günstigeren Gardena Modelle wenig Probleme und selbiges gilt auch für den Husqvarna Automower 315X.

Verglichen mit den Gardena Modellen (dem GARDENA smart SILENO City) sehe ich beim Automower 315X aber unterschiede im Detail. Der Automower 315X wirkt und ist auch etwas größer als der durchschnittliche Mähroboter. Dieser kommt zwar durchaus gut mit engen Durchgängen klar, aber habt Ihr eine Bank oder Ähnliches auf der Wiese stehen, kann der kleinere Gardena diese Hindernisse etwas eleganter umfahren.

Allerdings ist der Automower 315X alles andere als grob! Dieser bremst beispielsweise bereits vor einem Begrenzungskabel leicht ab, was die Gardena Modelle nicht machen.

Auch verfügt der Automower 315X im Gegensatz zu den Modellen von beispielsweise Robomow über eine Stoßstange. Trifft der Mäher auf ein Hindernis, welches nicht mit dem Begrenzungskabel abgegrenzt ist, stößt dieser dieses leicht an und dreht dann ab.

Die Betonung liegt auf leicht! Größere Blumentöpfe, Gartenmöbel, Bäume/dickere Sträucher usw. müssen nicht zwingend mit dem Begrenzungskabel abgeschirmt werden.

So habe ich nicht mal ein Hochbeet welches auf der Wiese steht abgegrenzt. Dieses nimmt keinen Schaden, wenn der Mäher dagegen stößt. Es kann und wird lediglich zu Kratzern auf dem Mäher kommen.

Ihr könnt allerdings die Stoßstange bzw. die komplette obere Abdeckung beim Automower 315X problemlos tauschen, wenn diese mal abgenutzt ist. Das Ersatzteil in verschiedenen Farben (Weiß, Schwarz oder Orange) ist bei Husqvarna für 50€ erhältlich.

Anfangs war ich beim Automower 315X etwas verwirrt bzw. sogar besorgt, denn dieser hatte Probleme auf seine Station zurückzufinden.

Dieser irrte anfangs etwas hilflos um die Station herum. Allerdings ist dies ein Feature!

Der Automower 315X besitzt drei Möglichkeiten, um seine Ladestation zu finden.

  1. Die Ladestation sendet ein Funksignal aus, welchem der Mäher folgt
  2. Der Mäher folgt dem Leitkabel
  3. Der Mäher folgt dem Begrenzungskabel

Der Automower 315X versucht immer zunächst die Station über das Funksignal zu finden, was grob auch funktioniert. Allerdings habe ich eine kleine Garage für den Mäher, was diesen hier völlig verwirrt hatte.

Sollte diese Methode zu keinem Erfolg führen sucht der Mäher nach 3 Minuten die Leitschnur und folgt dieser. Sollte der Mäher auch die Leitschnur nach 10 Minuten nicht finden folgt dieser einem Außenbegrenzungskabel.

Warum diese unterschiedlichen Methoden? Folgt der Mäher immer nur der Leitschnur kann es an diesen Stellen zu Streifen im Rasen kommen, so Husqvarna.

Dies kann ich so nur bedingt bestätigen! Arbeitet der Mäher X mal am Tag könnte dies passieren, aber bei einem normalen Einsatz konnte ich dies nicht beobachten.

Das Folgen der Leitschnur funktioniert aber auch mit Abstand am zuverlässigsten. Ihr könnt im Übrigen alle drei Methoden abschalten bzw. konfigurieren!

Beispielsweise schicke ich meinen Automower 315X direkt auf die Suche nach der Leitschnur, was mit Abstand am zuverlässigsten funktioniert.

 

Fluchtlogik und Steigungen

Der Automower 315X soll laut Husqvarna bis zu 40% Steigungen bewältigen können. Damit gehört der Automower 315X in der Theorie zu den durchaus etwas geländegängigeren Modellen auf dem Markt.

Dies kann ich auch bestätigen! An einer Steigung wo der GARDENA smart SILENO City noch mit seinen 25% Steigungsvermögen gescheitert ist, kam der 315X nicht einmal ins Schwitzen.

Dieser zeigt sich auch bei durchaus beachtlichen Schrägen noch sehr souverän, auch was die Navigation angeht.

Nein dieser kann keine Böschungen mähen, aber mit kleinen Hängen/Schrägen kommt dieser problemlos klar. Ähnliches gilt auch für Hubbel im Rasen, kleineren Hügeln usw. Sofern der Mäher hier nicht aufsetzt kommt er damit klar.

Auch hatte ich sehr wenige Probleme mit dem generellen Aufhängen oder festfahren des Automower 315X. Dieser windet sich sehr gut aus etwas engeren oder problematischen Situationen heraus.

Wenn Ihr die Kabel neu verlegt habt, kann es hier und da Stellen geben wo man etwas nachbessern muss, aber hier ist der Automower 315X im Allgemeinen als sehr unproblematisch einzustufen!

Ich würde sagen was das Hängebleiben und die Fluchtlogik betrifft, ist dieser klar der beste Mähroboter den ich bisher in den Fingern hatte.

 

Das Mähen im Praxis-Test

Der Automower 315X besitzt gerade einmal einen 25W Motor. Dies klingt im ersten Moment sicherlich sehr wenig! Ein normaler Mäher hat ja schließlich deutlich mehr. Allerdings mäht der Automower 315X mit seinen 25W ausgesprochen gut.

Dieser nutzt eine rotierende Scheibe mit drei kleinen Messern. Diese rasiermesserscharfen Messer besitzen nur eine Schneidfläche von 2,5 cm. Dies in Kombination mit der Schärfe sorgt dafür, dass der Motor im Grunde gar nicht viel Leistung benötigt, sondern nur eine hohe Rotationsgeschwindigkeit.

Husqvarna Automower 315X Messerteller

Normaler bis hoher Rasen wird so vom Automower 315X problemlos und auch sehr sauber geschnitten. Sauberer als bei den meisten normalen Rasenmähern.

Habt Ihr natürlich 20cm Rasen dann kann der Automower auch an seine Grenzen kommen. Hier hilft ein initiales Mähen per Hand.

Der Roboter hält dann den Rasen einfach niedrig. Dies ist auch das Geheimnis der Mähroboter im Allgemeinen. Im Optimalfall sollten diese mehrfach die Woche fahren und verhindern, dass der Rasen hoch wird. So werden immer nur die Spitzen geschnitten.

Aber selbst wenn der Rasen mal was dichter wird, der Automower 315X packt das schon! Macht Euch um die Mähleistung keine Sorgen!

Auch was die Flächenleistung angeht, schafft der 315X einiges. Aber um auf die hohe Flächenleistung zu kommen, muss der Mäher fast 24/7 arbeiten! Ihr könnt mit 60 Minuten Fahren und 60 Minuten Ladezyklen rechnen die mehrfach am Tag abgespielt werden um auf 1600m² zu kommen.

Habt Ihr weniger Garten reicht natürlich einmal oder zweimal Fahren aus um die Fläche einmal abzudecken.

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Mehr Informationen

Kleinere Äste von Sträuchern oder Ähnliches die auf dem Boden liegen sind kein großes Problem. Sind diese zu groß zum Schneiden stoppt der Mäher, fährt etwas zurück und dann in eine andere Richtung weiter.

Ähnliches gilt auch bei anderen festen Hindernissen. Lediglich die Abnutzung der Messer kann hierdurch etwas steigen. Die Hersteller empfehlen in der Regel einen Austausch der Messer alle 30-90 Tage, meiner Erfahrung nach funktionieren die Messer auch noch was länger gut.

Was ist aber mit dem Grasschnitt? Dieser wird natürlich nicht aufgesammelt, sondern landet als Dünger wieder auf dem Rasen. Und ja das funktioniert wie beworben!

Der Rasenschnitt, da ja nur die Spitzen regelmäßig geschnitten werden, verschwindet einfach. Es tauchen auch keine Braunen stellen auf oder Ähnliches. Erneut macht Euch hierum keine Sorgen, das funktioniert wirklich perfekt.

Das einzige was Ihr auch mit einem Mähroboter noch machen müsst ist die Kanten schneiden. Der 315X lässt hier selbst bei einem perfekt verlegten Kabel 5-10cm stehen. 

Husqvarna Automower 315X Scheinwerfer

Was die Programmierung angeht, habt Ihr die Wahl. Ihr könnt den Mäher immer per Hand starten, über einen Zeitplan oder nach der Wetterlage! Hierbei passt der Mäher seinen Timer den Wettervorhersagen an. Gab es Regen und Sonne wird der Rasen mehr wachsen = der Mäher fährt mehr.

 

Wie funktioniert Automower Connect?

Der Husqvarna Automower 315X verfügt wie alle X Modelle über ein integriertes „Automower Connect“ Modul. Hierbei handelt es sich um Husqvarnas „Smart Home“ Steuerung.

Blöd gesagt Automower Connect erlaubt Euch das Steuern des Mähers über Euer Smartphone.

Allerdings unterscheidet sich Automower Connect deutlich von anderen Mährobotern. Die meisten Modelle auf dem Markt nutzen WLAN oder eine proprietäre „Bridge“ um eine Verbindung mit dem Internet herzustellen.

Im Automower 315X steckt allerdings eine SIM Karte, der Mähroboter ist also direkt mit dem mobilen Internet via Handy Netz angebunden.

Hierdurch könnt Ihr den Automower auch noch steuern, wenn dieser auf einer riesen Wiese unterwegs ist, wo diesen kein WLAN Signal mehr erreichen könnte. Klasse!

Dieses Verfahren ist für den Hersteller natürlich deutlich teurer als ein billiges WLAN Modul, aber in der Praxis durchaus als sinnvoller zu bezeichnen.

Ihr müsst auch keine eigene SIM Karte beisteuern. Es ist eine von Husqvarna verbaut, welche wohl 10 Jahre gültig ist. Nach 10 Jahren müsstet Ihr diese gegen eine eigene austauschen.

Der 315X nutzt dabei wohl rund 20-30MB im Monat und eine 2G Verbindung. Welches Netz genutzt wird konnte ich leider nicht ergründen.

Um Automower Connect zu nutzen müsst Ihr Euch zunächst die Automower Connect App herunterladen und ein Konto bei Husqvarna anlegen.

Ist dies geschafft, müsst Ihr lediglich einen Code eingeben, welchen Ihr im Menü des Mähroboters findet und fertig.

In der App könnt Ihr den Mähroboter vollständig steuern! Also starten, stoppen und alle detaillierten Einstellungen tätigen, inklusive der Methode wie die Basis Station gefunden wird usw.

Auch könnt Ihr auf einer Karte sehen, wo sich der Mäher gerade befindet, selbst wenn dieser geklaut würde!

Dabei macht die App einen ausgesprochen funktionalen und einfachen Eindruck. Auch die Reaktionszeit des Robotermähers ist erfreulich niedrig. Es dauert ca. 2-10 Sekunden bis ein Befehl ankommt, was okay ist.

 

Fazit, lohnt sich der Kauf des Automower 315X?

Husqvarna gilt zurecht als der Marktführer für Mähroboter! Der Automower 315X konnte im Test vollständig überzeugen.

Dabei sind mir keinerlei Mängel oder gravierende Schwächen aufgefallen, was bisher kein Mähroboter schaffte.

Grundsätzlich arbeitet der Automower 315X sehr zuverlässig und genau. Dieser nutzt ähnlich wie die meisten Modelle auf dem Markt ein Zufallsprinzip bei der Navigation. Dieses wurde aber hier dank GPS und erweiterten Erkennungen, Rasenhöhe usw., durchaus etwas erweitert bzw. verfeinert.

Husqvarna Automower 315X im Test

In der Praxis schafft es der Automower 315X sehr gut den kompletten Garten, auch wenn dieser etwas komplexer aufgebaut ist, abzuarbeiten. Zwar könnte Husqvarna die GPS Steuerung durchaus noch etwas ausbauen, mit Bereichen die man per Hand in der App festlegen kann, aber auch so wie es ist, macht der 315X einen sehr guten Job. Besser als alle anderen Mähroboter die ich bisher in der Hand hatte.

Eine große Stärke des Automower 315X die Wendigkeit und die gute Geländegängigkeit. Husqvarna spricht von 40% Steigung, die der 315X problemlos bewältigen soll. Und ja dies kann ich bestätigen. Selbst kleinere Hänge, die einem gewöhnlichen Mähroboter(25% Steigung) Probleme bereiten, ließen den 315X kalt. Dennoch muss man natürlich sagen, dass Böschungen oder ähnlich Steiles dem 315X doch auch etwas zu viel sind.

Im Allgemeinen würde ich dem 315X aber eine gute oder sogar sehr gute Geländegängigkeit bescheinigen, auch in komplexeren oder verwickelteren Gärten.

Die Mähleistung und Qualität des Schnitts liegt auf dem Level der meisten guten Mähroboter. Husqvarna nutzt hier auch recht kleine aber sehr scharfe Messer mit einer hohen Rotationsgeschwindigkeit. Diese ist noch etwas höher als bei vielen günstigeren Modellen, was in der Praxis für noch einen etwas sauberen Schnitt sorgt. Allerdings einen gewaltigen Unterschied zu den günstigeren Gardena Modellen konnte ich auch nicht beobachten.

Ich glaube, einer der größten Vorzüge eines Mähroboters ist der Rasenschnitt. Dieser verschwindet einfach im Rasen und man hat keine tonnenweise Müll! Dies funktioniert wie vom Hersteller beworben.

Ebenfalls sehr gut funktioniert die Steuerung vom Handy. Rein optisch ist die App von Husqvarna etwas schwächer als vom Schwesterkonzern Gardena, aber funktional habe ich keine Klagen. Gerade die direkte (für 10 Jahre kostenfreie) Anbindung an das Mobilfunknetz ist klasse! Ihr müsst also nicht für WLAN im Garten sorgen.

Kurzum ich bin sehr zufrieden mit dem Husqvarna Automower 315X! Lediglich der Preis hält mich etwas davon ab dieses Gerät jedem zu empfehlen. 2000€ ist eine stolze Summe!

Für viele wird hier eins der Gardena Modelle, welche abgespeckte Automower sind, vermutlich völlig reichen und einiges an Geld sparen.

Wollt Ihr aber den Porsche unter den Mährobotern, welcher im Detail (Einstellungsmöglichkeiten, GPS, Geländegängigkeit usw.) durchaus einige Vorzüge mitbringt, dann werdet Ihr wohl oder übel das Geld locker machen müssen. Ihr werdet den Kauf des Automower 315X definitiv aber nicht bereuen!