Start Blog Seite 219

Ist ein Rucksack mit Solarpanel eine gute Idee? Der SUNNYBAG Iconic im Test!

So langsam beginnt wieder die Outdoor-Season und sollte das Wetter 2019 genauso gut werden wie 2018, dann werden wir auch genug Sonne haben um die Zeit im Freien zu genießen.

Die Sonne bringt noch einen weiteren Vorteil mit sich. Diese erlaubt es uns unsere technischen Geräte auch im Freien durch Solarenergie flexibel aufzuladen. Gerade wenn man auf längerer Wandertour ist, kann dies ausgesprochen praktisch sein!

Hierfür gibt es auf dem Markt duzende Solar-Powerbanks (von welchen ich zumeist wenig halte) und USB Solarpanels. Aber USB Solarpanels sind gerade wenn man unterwegs ist meist eher unpraktisch, da diese auf eine stationäre Nutzung ausgelegt sind.

Eine Lösung für dieses Problem bieten Rucksäcke mit integriertem Solarpanel!  Diese versprechen ein effizientes Aufladen Euerer technischen Geräte auch on the Go.

Eins der spannendsten Modelle stammt hier aus dem Hause SUNNYBAG. Die SUNNYBAG Iconic verspricht eine nahtlose Verbindung aus Solarladegerät und Rucksack, ohne dabei die Funktionalität von einem zu reduzieren.

Damit ist SUNNYBAG vielen Konkurrenten ein Stück voraus, welche oftmals blöd gesagt einfach ein Solarpanel lieblos an einen Rucksack klatschen und dies Euch verkaufen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert die Kombination aus Rucksack und Solarpanel wirklich gut? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an SUNNYBAG für das Zurverfügungstellen des Iconic Rucksacks.

 

Der SUNNYBAG Iconic im Test

Der Icon von SUNNYBAG ist als Ausflugs/Alltagsrucksack gedacht. Dementsprechend fällt auch die Größe aus. SUNNYBAG spricht von einem Volumen von 20 Litern, was durchaus schon beachtlich ist.

Im leeren Zustand misst der Rucksack dabei ca. 53 x 36 x 13 cm. Eine sehr schöne Größe wie ich finde.

Optisch setzt SUNNYBAG beim Iconic auf ein schlichtes aber durchaus stylisches Design. Der Iconic ist kein 0815 billig Rucksack, was man diesem auch gleich ansieht. Allerdings, abseits des Solarpanels, lenkt der Iconic auch nicht unnötig viele Blicke auf sich. Sprich dieser ist nicht übermäßig auffällig.

Ihr habt bei diesem zwei Farboptionen, Olive Braun und cool Grau. Letztere Farboption ist allerdings etwas teurer, bietet dafür aber im Inneren zwei USB Ports, während die braune Version nur einen besitzt.

Wählt einfach die Farbe die Euch besser gefällt! Zwei USB Ports klingen zwar im ersten Moment nett, aber das Solar Panel fällt dennoch mit 7W Leistung bei beiden Modellen gleich stark aus. 7W ist erst einmal Okay, aber auch nicht so viel Leistung, dass man damit zwei Geräte mit gutem Tempo versorgen könnte. Dazu später mehr.

Für diesen Test habe ich die olive-braune Version, welche praktisch schicker ausfällt als ich dies bei „Braun“ erwartet hätte, auch wenn grau mir anhand der Bilder an sich besser gefällt.

Ehe wir in den Rucksack schauen, werfen wir einen Blick auf das Feature des SUNNYBAG Iconic. Dies wäre natürlich das Solarpanel.

Dieses ist an sich recht offensichtlich auf der Rückseite des Rucksacks angebracht, was natürlich auch Sinn macht. Allerdings handelt es sich hier nicht einfach um ein normales Solarpanel, welches an den Rucksack geschnallt wurde. Dieses besitzt eine interessante Noppen bzw. „Hubbel“ Struktur, was dieses etwas unsichtbarer erscheinen lässt.

Auch sind die einzelnen Segmente des Panels mit einem etwas größeren Abstand versehen als sie es müssten. Ich könnte mir vorstellen das viele „normale“ Menschen gar nicht auf dem ersten Blick erkennen würden das es sich hier um einen Solar-Rucksack handelt. Vermutlich würden viele weniger technisch versierte Menschen das Panel einfach für ein Muster halten. Zumal dieses auch gut in das Design und den Stoff des Rucksackes integriert ist.

Vernünftigerweise setzt SUNNYBAG auch auf ein flexibles Solarpanel. Nein dieses kam man nicht knicken, aber es bricht auch nicht sofort wenn es etwas gebogen wird. Vermutlich könnte man sogar auf das Panel treten ohne, dass es zwingend zu einem Schaden kommt.

Die Robustheit des SUNNYBAG Iconic würde ich also als passend einstufen.

Ebenso passt die Materialqualität! Der äußere und auch innere Stoff wirkt gut gearbeitet und ausreichend dick. Die untersten 10% des Rucksackes sind sogar mit einer Art Kunststoff beschichtet, was zum einen für einen besseren Wasserschutz sorgt und zum anderen den Verschleiß an dieser Stelle minimiert.

Der restliche Rucksack besitzt eine feine Leinenstruktur, ist aber aus Polyester gefertigt.

SUNNYBAG bewirbt den Iconic als wetterfest. Ich denke auch, dass normaler Regen einfach an diesem abperlen wird und auch das Solarpanel ist gut verschlossen. Bei starkem Regen würde ich aber nicht zwingen wetten, dass kein Wasser durch eine Ritze in den Rucksack findet. Dem scheint sich SUNNYBAG auch bewusst zu sein, daher besitzt dieser eine Regenhaube.

Diese befindet sich im Normalfall in einer kleinen Tasche auf der Rückseite, kann aber bei Bedarf übergezogen werden.

Abseits dieses Faches gibt es zwei weitere Fächer welche von außen erreichbar sind. Dies wäre natürlich das Hauptfach auf der Oberseite, aber auch ein etwas verstecktes Fach hinter dem Solarpanel.

Letzteres ist ausreichend groß, aber relativ flach.

Der Hauptfach hingegen bietet sehr viel Platz! Auf Wunsch lässt sich der Iconic bis unten hin mithilfe zweier Reisverschlüsse öffnen. Hierdurch ist ein Zugriff auf das Innere sehr gut möglich!

Im inneren, welches aus einem gelben Polyester gefertigt ist, findet sich zunächst ein großes Fach. Dieses bietet problemlos platz für 1-2 große Ordner oder 2-4 Wasserflaschen.

Neben diesem Hauptraum konnte ich 8 weitere mehr oder weniger große Fächer zählen. Das größte der Fächer (direkt am Rücken) bietet Platz für ein normales 15 Zoll Notebook.

In das Fach davor würde zusätzlich auch noch ein großes 10 Zoll Tablet oder zwei Bücher Platz finden.

Hinzu kommen diverse Fächer für Zubehör, Stifte, Visitenkarten und Euer Smartphone/Powerbank usw. In einem dieser Fächer finden wir auch den USB Ausgang des Rucksackes. Dieser USB Ausgang ist an einem ca. 20 cm Kabel angebracht, kann also innerhalb des Iconic flexibel genutzt werden.

Kurzum, Platz bietet der SUNNYBAG Iconic mehr als ausreichend, für die Uni oder einen kleinen Tagesausflug.

 

Grundsätzliches

Ehe wir zum eigentlichen Test kommen, möchte ich ein paar grundsätzliche Dinge klären. Solar Panels sind schön und toll. Allerdings wenn Ihr nun glaubt dass das Solarpanel der SUNNYBAG Iconic konstant 7W Leistung ausspuckt während Ihr wandert, dann werdet Ihr sehr enttäuscht sein!

Um auf die volle Leistung zu kommen muss ein Solarpanel perfekt ausgerichtet werden. Dreht Ihr dieses nur ein Stück weit aus dem perfekten Winkel, dann sinkt die Leistung extrem. Ja auch bei indirekter Sonne produziert ein Solarpanel Energie, aber vielleicht 1-20% der maximalen Leistung. Von einem marsch durch den Wald, wo es sehr viel Schatten gibt, will ich gar nicht reden.

Wollt Ihr also die SUNNYBAG Iconic während des Wanderns nutzen, solltet Ihr mit der Sonne im Rücken laufen. Dies kann man sich aber in der Regel nicht aussuchen. Der Rucksack wird also während des Wanderns praktisch sehr viel geringere Mengen Energie produzieren als 7W.

Ich denke das Solarpanel wird primär während der Pausen Sinn machen, wo Ihr den Rucksack einfach in die Sonne drehen könnt. Hier sind an einem klaren sonnigen Tag durchaus die 7W zu erreichen, mehr dazu später.

Im Übrigen umso näher Ihr am Äquator seid umso höher fällt die maximale Leistung auch an einem sonnigen Tag aus.

Ein weiterer Punkt über welchen Ihr nachdenken müsst, wäre eine Powerbank. Ihr könnt natürlich ein Smartphone direkt an der SUNNYBAG Iconic laden. Allerdings ist die Ladeelektronik von Smartphones nicht auf einen schwankenden Ladestrom optimiert. Klar auch, diese sind gemacht an einem Steckernetzteil geladen zu werden wo immer gleich viel Strom rauskommt.

Habt Ihr die SUNNYBAG Iconic ruhig in der Sonne liegen ist das auch keinerlei Problem. Während des Wanderns kann der Ladestrom aber doch gut schwanken. Hier würde ich Euch empfehlen eine Powerbank als „Puffer“ dazwischen zu schalten bzw. diese zuerst zu füllen.

SUNNYBAG bietet mit der „SunnyBAG PowerPack Wireless Charging 10.000 mAh“ auch eine auf diesen Job optimierte Powerbank an. Nein als Puffer Powerbank taugt nicht jede Powerbank! Mehr zum Thema Puffer Powerbank hier.

 

Die SUNNYBAG Iconic in der Praxis

SUNNYBAG setzt bei dem Iconic auf ein 7W Panel, welches in 10 Segmente unterteilt ist. Das Panel stammt aus dem Hause SUNPOWER. SUNPOWER ist der so ziemlich größte und auch beste chinesische Solarpanel Hersteller. Fast alle Solarpanel in guten Produkten stammen von diesen.

SUNNYBAG wirbt mit einer Effizienz von 22,4%, was glaubwürdig erscheint. Einige Hersteller werben teils mit 24% oder mehr, aber diese Werte halte ich für etwas optimistisch. Die meisten seriösen Quellen sprechen von maximal 22% Effizienz, außer bei neuen „experimentellen“ Panels.

Spannenderweise liegt bei jedem Rucksack ein Test Zertifikat bei, welches „Einzigartig“ ist. Dieses besagt bei meinem Panel eine Leistung von maximal 7,09W und eine Open Circuit Spannung von 6,89V. Dies lässt mich vermuten dass das Panel direkt und ohne den USB Port inklusive 5V Spannungswandler getestet wurde.

Kommen wir damit aber auch zum richtigen Test. Zum Zeitpunkt des Tests ist es Ende März, Anfang April. Dementsprechend steht die Sonne noch nicht ganz optimal für die volle Leistung.

Ihr könnt also für den Hochsommer auf alle Messergebnisse noch mal gute 10-20% drauf rechnen. Dennoch zeigen die Messwerte schon wo die Reise hingeht.

Messgerät (max) Apple iPhone Xs Max Google Pixel 3 XL
Flach auf dem Boden 3.54 W 3.49 W 3.3 W
Richtung Sonne gewinkelt 5.11 W 4.503 W 4.824 W

Im Maximum, wenn die Tasche leicht schräg Richtung Sonne ausgerichtet ist, konnte ich rund 5,1W Ladestrom messen, was knapp über der magischen 5V 1A grenze liegt.

Ist die Tasche nicht angewinkelt, sondern liegt flach auf dem Boden, sinkt der Ladestrom auf rund 3,55W.

Im ersten Moment klingt dies vielleicht nicht überwältigend, aber ich habe keine Zweifel, dass der Rucksack die beworbenen 7W unter optimalen Bedingungen erreichen kann! So optimistisch bin ich nicht bei allen Solarpanels. Teilweise werden hier Werte deutlich „aufgedickt“, siehe hier.

Die Leistungsangabe bei Solarpanels sollte unter genormten Bedingungen entstehen, welche in der Regel in Deutschland aber nicht zu erreichen sind und wenn nur im Hochsommer. Dies gilt nicht nur für die SUNNYBAG, sondern für alle Solarpanels.

Wie schnell würde nun aber die SUNNYBAG Iconic ein Smartphone aufladen? Dies hängt vom Smartphone ab und wie groß dessen Akku ist.

Ein „normales“ Smartphone mit 3000mAH Akku wäre unter optimalen Bedingungen so in ca. 2,5-3 Stunden voll. Allerdings laden Smartphone in der Regel immer etwas unter dem maximalen Tempo. So erreichte das Google Pixel 3 XL 4,5W und das iPhone Xs Max rund 4,82W.

Für das iPhone ist dies im Übrigen das Tempo des beiliegenden Apple Ladegerätes.

Allerdings wie bereits erwähnt, sinkt der Ladestrom im Schatten oder wenn Ihr die Sonne nicht im Rücken habt drastisch! Im Schatten produziert das Panel vielleicht noch 0,5-0W und bei indirekter Sonne 2-0,5W, stark abhängig von der jeweiligen Situation.

 

Einmal Spazieren gehen mit der SUNNYBAG Iconic

Produzieren wir doch einmal so eine echte praxisnahe Situation. Ich habe mir den Rucksack geschnappt und bin etwas spazieren gegangen. Einmal 2 Stunden durch einen lichten Wald und einmal 2 Stunden durch die Stadt.

Dabei habe ich die SUNNYBAG Powerbank für die Aufnahme der produzierten Leistung genutzt und ein Messgerät zwischen geschaltet.

Bei meinem Waldspaziergang erzeugt die Powerbank satte 3,75Wh (in einer Stunde). Kein schlechter Wert! So wären für ein gängiges Smartphone in rund 3-4 Stunden eine komplette Ladung zusammen.

Bei meinem Weg durch die Stadt lag die erzeugte Leistung bei 1,924Wh (in einer Stunde). Warum ist hier der Wert niedriger? Viele Häuser werfen große und durchgehende Schatten. Zudem hatte ich weniger Sonne im Rücken bei diesem Weg.

Dennoch ist dies genug Ladung um ein normales Smartphone in +- 6 Stunden zu füllen.

Ich muss gestehen positiv überrascht zu sein! Dies ist doch in der Praxis ein gutes Stück mehr Ladung als erwartet. Davon ausgehend, dass Ihr Euer Smartphone nicht schneller als in 6 Stunden leer bekommt, könnt Ihr mit dem Rucksack Euer Smartphone mehr oder weniger konstant am Leben erhalten und vielleicht noch eine Kamera oder Ähnliches.

Bedenkt allerdings beim Benutzen einer Puffer-Powerbank, was ich immer empfehlen würde, verliert Ihr etwas Effizienz.

Wie steht es aber eigentlich um den Tragekomfort? Grundsätzlich gut! Die Tasche hat einen schönen Schnitt und sitzt gut auf dem Rücken. Auch ist die Rückenpolsterung perforiert, was im Sommer Schwitzen etwas reduziert.

Lediglich beim langen Transport von schweren Ladungen hätte ich mir vielleicht einen Gurt gewünscht, welche über die Brust zwischen den beiden Schlaufen verläuft. Abseits davon habe ich keine Klagen!

Auch die Fächer sind gut erreichbar und sinnvoll verteilt.

 

Fazit

So etwas wie ein Solar-Rucksack ist ein schwieriges Thema. Man darf hier praktisch keine Wunder erwarten. Ein Solarpanel funktioniert nun mal mit Abstand am besten wenn dieses zur Sonne ausgerichtet ist, was bei einem Rucksack nie völlig gegeben ist.

Allerdings muss ich ebenso gestehen, dass mich SUNNYBAG mit dem Iconic und der passenden Powerbank doch positiv überrascht hat! Das Solarpanel im Rucksack ist kein Gimmick, sondern kann wirklich auch in der Praxis eine durchaus nennenswerte Menge Energie produzieren.

An einem sonnigen Tag wird hier in ca. 3-8 Stunden genug Leistung für eine vollständige Smartphone Ladung zusammenkommen und dies bei einer Alltagsnutzung! Stellt Ihr den Rucksack einfach in die pralle Sonne reden wir über 2-4 Stunden für eine Smartphone Ladung (+-3000mAh).

Ich finde dies sind durchaus nutzbare Ergebnisse! Egal ob Ihr den Rucksack nun für den normalen Alltag nutzt oder für Tagesausflüge/Kurze Wandertrips.

Hinzu kommt das auch die Rucksack Funktionalität gut gelöst ist. Dieser ist ausreichend groß, mit einer sinnvollen Unterteilung der Fächer. Ihr bekommt hier problemlos ein 15 Zoll Notebook + 2-4 Wasserflaschen und diversen Kleinkram unter.

Auch die Verarbeitung und das Design passt! Gerade die Integration des Solarpanels ist gut gelungen. Dieses wirkt nicht einfach leblos an den Rucksack geklebt, sondern ist schön ins Design integriert.

Kurzum ich kann die SUNNYBAG Iconic für rund 99€ mit gutem Gewissen empfehlen. Der Preis ist wie ich finde fair für den guten Rucksack und das gute Solarpanel. Bedenkt aber den Kauf einer guten Pufferpowerbank, entweder die von SUNNYBAG oder eine aus meinem Bericht hier.

Voll empfehlenswert! Die AUKEY Key Series B80 Bluetooth Ohrhörer im Test

AUKEY wird dem ein oder anderen sicherlich etwas sagen wenn es um günstiges Smartphone Zubehör geht.

Allerdings hat AUKEY nun mit der „Key“ eine Audio Serie auf den Markt gebracht welche sich nicht nur über den Preis versucht zu definieren. Auf den ersten Blick sehen die Ohrhörer der Key Serie auch sehr vielversprechend aus.

Zum einen ist das Design recht aufwendig zum anderen scheint auch die technische Seite zu passen. So setzen die B80, das aktuelle Flaggschiff Modell, auf Bluetooth 5.0 und einen Dual Driver Aufbau!

Wollen wir uns da doch einmal im Test ansehen ob die AUKEY B80 nur schick aussehen oder auch gut klingen!

An dieser Stelle vielen Dank an AUKEY für das Zurverfügungstellen der B80 für diesen Test.

 

Die AUKEY Key Series B80 Bluetooth Ohrhörer im Test

AUKEY hat mich mit den B80 durchaus überrascht. Man merkt, dass AUKEY hier alles gegeben hat um einen positiven ersten Eindruck zu erzeugen.

So ist die Verspackung und auch die Präsentation im Inneren sehr wertig und schick gemacht! Die Ohrhörer sind komplett in einem hellen Grau gehalten. Dazu passend ist auch das komplette Zubehör inklusive Ladekabel und Transporthülle aus Gummi in selbigem Grau gehalten.

Auch die Ohrhörer selbst können im ersten Eindruck überzeugen. Bei diesen handelt es sich um klassische Bluetooth Ohrhörer mit Kabel, das beide Seiten miteinander verbindet.

Allerdings wirken die Ohrhörer ausgesprochen gut und sogar recht filigran gearbeitet. Hier hat sich klar jemand beim Design Mühe gegeben!

Wie bereits erwähnt, sind die Ohrhörer komplett aus einem grauen Kunststoff/Gummi gefertigt. Es finden sich lediglich einige gold/kupferfarbene Akzente an den Ohrhörern und das interessante „Key“ Logo auf der Rückseite.

Man merkt hier ein Premium Produkt vor sich zu haben.

Was die Steuerung betrifft, finden wir hier das Übliche. Unterhalb des rechten Ohrhörers ist eine kleine Kabelfernbedienung angebracht. Diese besitzt drei Taste. Zum einen finden wir hier eine Multifunktionstaste, Play/Pause/ein/aus usw., wie auch lauter und leiser Tasten, welche mit vor und zurück doppelt belegt sind.

Interessanterweise befindet sich an der Kabel-Fernbedienung auch ein USB C Ladeport! So etwas sieht man an Bluetooth Ohrhörer nur sehr selten. Daher freut es mich das AUKEY hier auf den moderneren Port setzt, auch wenn dieser bei Bluetooth Ohrhörern keinen direkten Vorteil bringt.

Geschützt wird dieser Port von einer kleinen Klappe, welche auch beim IPX6 Wasserschutz hilft. Schweiß oder Regen sollte damit den Ohrhörern nichts ausmachen.

Die Akkulaufzeit ist mit 8 Stunden von AUKEY angegeben, was grob hinkommt. Bei einer etwas höheren Lautstärke rechnet aber eher 5-6 Stunden.

 

Tragekomfort und Ohrstöpsel

AUKEY setzt bei den B80 auf (Memory) Schaum-Ohrstöpsel. Dies ist eine wichtige Besonderheit! Solche Schaum- Ohrstöpsel haben bessere Klangeigenschaften als normale Ohrstöpsel aus Gummi/Silikon.

Diese sorgen für eine bessere Versieglung Eures Ohrs und somit für einen druckvolleren Klang. Allerdings sind sie, was den Tragekomfort angeht, „anders“.

Ihr könnt die Ohrhörer nicht einfach in Eure Ohren drücken, dann werdet Ihr einen schlechten Halt und Klang haben.

Ihr müsst die Ohrstöpsel vorher zusammendrücken, dann in die Ohren stecken, wo diese sich dann entfalten. Ja dies ist etwas umständlicher, aber für den optimalen Klang wichtig.

Sitzen die Ohrhörer einmal, sind diese auch durchaus bequem. Dank des Ohrbügels sitzen die B80 auch recht sicher.

Kommt Ihr also mit dem Memory Schaum Ohrpolster klar, sind die Ohrhörer als bequem einzustufen.

Alternativ legt AUKEY auch ein paar „klassische“ Ohrstöpsel bei, welche aber den Klang unter Umständen etwas verschlechtern können.

 

Klang

Kommen wir zu dem ohne Frage wichtigsten Punkt bei jeden Ohrhörern. Dies wäre klar der Klang.

AUKEY setzt bei den B80 auf einen Dual Driver Aufbau. Dabei ist ein Treiber ein klassischer dynamischer Treiber und der andere ein sogenannter Armature Treiber. Dynamische Treiber finden wir in 99% aller Ohrhörer und Kopfhörer. Allerdings ist in den letzten Jahren ein Trend aufgekommen zusätzlich zu den dynamischen Treibern auch einen Armature Treiber zu verbauen.

Warum? Armature Treiber sind extrem präzise und sauber spielend. Daher kamen diese vor X Jahren nur in sehr teuren Studio Ohrhörern zum Einsatz. Dies lag auch sicherlich am sehr hohen Einkaufspreis der Treiber, welche durchaus Komplex aufgebaut sind.

Hier findet Ihr ein Bild eines Armature Treibers.

Allerdings sind zum einen die Preise stark gefallen, zum anderen sind Armature Treiber nicht perfekt. Diese haben oftmals etwas Probleme Druck bzw. Kraft aufzubauen, was im Tiefton-Bereich suboptimal ist. Dies können dynamische Treiber sehr gut!

Daher ist dieser Hybrid-Aufbau sehr clever, da die eine Technologie die Schwäche der anderen ausgleicht.

Normalerweise starte ich hier immer mit der Beschreibung der Höhen, allerdings bei den AUKEY B80 mache ich hier einmal eine kleine Ausnahme, aus gegebenem Anlass.

Der Bass ist klar das prägende Klangelement dieser Ohrhörer. Bereits nach wenigen Sekunden mit den B80 zeigte sich auf meinem Gesicht ein so „Oh ich sehe wo die Reise hingeht“ Ausdruck.

Es ist klar das AUKEY die B80 voll auf Bass getrimmt hat. Dieser ist sehr dominant und auch von der Masse ein gutes Stück angehoben. Sucht Ihr ausbalancierte Bluetooth Ohrhörer, dann kauft die AUKEY B80 nicht!

Allerdings kann man auch nicht sagen, dass AUKEY hier einen schlechten Job gemacht hat. Die Kombination aus guten Treibern und den Memory Schaumstoff Ohrstöpsel sorgt für einen sehr guten Druck und fast schon spürbaren Punch.

Auch der Tiefgang und die generelle Bass Qualität ist mehr als ordentlich! Der Bass wirkt bei den AUKEY B80 nicht erzwungen, sondern scheint den Ohrhörern gut von der Hand zu gehen. Lediglich auf 100% der Lautstärke sinkt die Bass Qualität zugunsten der Lautstärke etwas. Und ja die B80 werden überdurchschnittlich laut!

Wie sieht es aber abseits des Basses aus?

Okay ist glaube ich sehr passend. Die Mitten sind bei den B80 ein ganz klein wenig abgesenkt bzw. werden vom Bass etwas überschattet. Stimmen klingen ausreichend voll, aber sobald der Beat einsetzt, müssen diese ein Stück weit Platz machen. Haben wir einen Song ohne besonders viele Tiefen, Beat usw. klingen die B80 sogar recht ausgeglichen.

Hierzu passen auch die erfreulich klaren Höhen. Diese sind sauber und auch recht brillant. Ich will hier nicht von einem leichten Klang sprechen, dafür ist der Bass zu dominant, aber der hoch/tief Kontrast passt.

Hierdurch klingen die AUKEY B80 in keiner Weise dumpf! Ganz im Gegenteil, die Ohrhörer klingen sehr lebendig! Gerade in elektrischen Titeln wie Moonlight von Gaullin erzeugen die Ohrhörer eine unglaubliche Klangkulisse.

Die AUKEY B80 klingen hier einfach unfassbar kräftig und treibend, wie ich dies schon lange nicht mehr gehört habe.

 

Fazit

Die AUKEY Key Series B80 Bluetooth Ohrhörer haben mich sehr beeindruckt zurückgelassen! Ich bekomme des Öfteren Bluetooth Ohrhörer von asiatischen Herstellern, welche meist ordentlich sind, aber nicht unbedingt aus der Masse herausstechen.

Die AUKEY B80 sind hier anders! Dies beginnt schon bei der unheimlich wertigen Präsentation! Die Ohrhörer wirken recht luxuriös und wertig. Deutlich wertiger als die typischen 0815 Bluetooth Ohrhörer.

Das Entscheidende ist aber der Klang. Die AUKEY Key Series B80 sind Bass-Bomber! Allerdings hat AUKEY hier einen herausragenden Job gemacht. Die meisten High End Bluetooth Ohrhörer sind auf einen eher ausbalancierten Klang getrimmt. Günstige Bluetooth Ohrhörer hingen schon des Öfteren auf „mehr Bass“. Bei Letzteren klingt dies allerdings oft erzwungen, weil die Treiber einfach nicht dafür taugen und nur via EQ zu mehr Bass gezwungen werden.

Bei den AUKEY B80 ist dies anders! Der Bass wirkt natürlich und wertig. Hinzu kommen gute Höhen, welche den B80 trotz viel Bass eine gewisse Freiheit verleihen.  Erwartet also keine dumpfen Bass Bomber, sondern sehr lebendige und einfach spaßige Bluetooth Ohrhörer, die einem ab und zu mal etwas Schmunzeln ins Gesicht zaubern (aufgrund des Bass Levels).

Mir fallen spontan keine anderen Bluetooth Ohrhörer ein, die eine ähnliche Klangsignatur aufweisen wie die B80 bzw. diese so gut umsetzen.

Das Einzige was vielleicht etwas gegen die AUKEY B80 spricht, sind die Memoryschaum Ohrstöpsel, welche klanglich klar ein Vorteil sind, aber etwas ungewohnt sein können.

Dennoch sucht Ihr DIE Bass Bluetooth Ohrhörer dann wählt die AUKEY B80 „Key Series“. 80€ ist hier ein fairer Preis. 

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät im Test (unter 10€!)

Plattformen wie Aliexpress sind so etwas wie der Wilde Westen des online Shoppings. Hier gibt es massenhaft Produkte, die mit großen Worten zu teils extrem günstigen Preisen angeboten werden.

Viele dieser Produkte taugen und es gibt auch einige echte Perlen, aber es gibt auch genau so viel Schrott, welcher mit falschen Angaben beworben wird.

Daher ist es mutig ein „noName“ USB C Ladegerät bei Aliexpress zu bestellen. Sollte dieses spektakulär den Geist aufgeben, kann es zum einen gefährlich werden und zum anderen angeschlossene Geräte sogar beschädigen.

Wollen wir uns hier doch einmal das 10€ „ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät“ im Test ansehen. Top oder Schrott?

An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser dieses Blogs für das Zurverfügungstellen dieses Ladegerätes für diesen Test!

 

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät um ein wirklich sehr generisches Ladegerät.

Dieses wird in einer einfachen braunen Box geliefert, ohne jegliches Hersteller Branding. Auch das Ladegerät selbst besteht aus einem einfachen weißen Hochglanz Kunststoff, welcher ebenfalls kein Hersteller Branding vorweist, lediglich die Modellnummer „P0181-VV“.

Was aber die Form und auch die Haptik angeht, würde ich das ZMonlinery Ladegerät als okay einstufen. Dieses entspricht von der Größe und Form ungefähr den beiliegenden Ladegeräten von modernen Smartphones wie dem Google Pixel 3.

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät ist allerdings noch ein Stück kompakter und leichter. Dieses bringt gerade einmal 46,7g auf die Waage und misst 45,7 x 21,6 x 42,7 (ohne Stecker) . Für ein 18W USB PD Ladegerät ist dies angenehm kompakt.

Das ZMonlinery Ladegerät gibt es einmal als Version für den amerikanischen Markt und einmal für uns in Europa. Diese Version ist sogar mit dem CE Zeichen usw. ausgestattet, welches für einen Import wichtig ist.

 

Die Technik

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät verfügt lediglich über einen USB C Port auf der Front. Dieser USB C Port unterstützt allerdings den Power Delivery Standard, mit bis zu 18W.

Genau genommen soll das Ladegerät laut Hersteller 3,6-6V/3A. 6,2-9V/2A oder 9,2-12V/1,5A nach dem Power Delivery 3.0 Standard liefern.

Hierdurch ist dieses in der Theorie ideal für Smartphones wie dem Apple iPhone Xs oder dem Google Pixel 3 XL.

 

Der Test

Starten wir mit dem üblichen Belastungstest. In diesem habe ich das ZMonlinery Ladegerät 12 Stunden zu 100% belastet um nach Auffälligkeiten zu suchen.

Erfreulicherweise konnte ich nicht mal welche finden! Das Ladegerät verhält sich unter konstanter Last vorbildlich! Nicht einmal die Hitzeentwicklung sticht besonders aus der Masse hervor. Klasse!

Kommen wir noch zur Spannungsstabilität.

Diese ist leider beim ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät nicht sonderlich gut, abseits der 12V Spannungsstufe. Unter Last steigt die Spannung bei der 5V und 9V Stufe konstant immer weiter an.

So erreicht das Ladegerät bei 0A Last gute 5,066V, bei 1A 5,132A und bei 3A steigt die Spannung auf 5,196V an.

Im Allgemeinen würde ich diese Spannungsstabilität als Okay ein Einstufen! Es geht noch besser, aber für den Preis kann man nicht meckern.

 

Ladetests

Kommen wir zu ein paar praxisnahen Ladetests. Folgende Geräte habe ich an dem Ladegerät getestet:

  • Apple iPhone Xs Max
  • Apple iPad Pro 11
  • Apple MacBook Pro 13
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Samsung Galaxy Note 9

Hier könnte man es an sich sehr kurz machen, denn alle Geräte ließen sich absolut problemlos am ZMonlinery laden und das auch jeweils mit dem vollen möglichen Tempo!

So erreichte das Apple iPhone Xs Max 9,2V 1,918A, das Apple iPad Pro 11 12,05V 1,295A, das Huawei Mate 20 Pro 9,15V 1,47A und das Samsung Galaxy Note 9 5,38V 2,615A.

Abseits des iPads, welche mehr als 18W aufnehmen kann, ist dies das jeweilige maximale Ladetempo welches theoretisch über USB Power Delivery bei diesen Smartphones aufgenommen werden kann.

Auch einige Notebooks wie das Apple MacBook Pro 13 late 2016 oder das LG Gram lassen sich am ZMonlinery Ladegerät laden. Allerdings ist dieses aufgrund der Leistung von „nur“ 18W für Notebooks nicht optimal. Viele Notebooks wie das Dell XPS 13 werden das Aufladen am ZMonlinery aufgrund der geringen Leistung sogar verweigern.

 

Effizienz

Die Effizienz eines Ladegerätes hängt von mehreren Faktoren ab. Der wichtigste ist natürlich die verbaute Elektronik. Aber auch die Auslastung und bei Ladegeräten mit mehreren Spannungsstufen auch die Spannung spielen eine wichtige Rolle.

Daher habe ich gleich mehrere Spannungen und Lastsituationen getestet.

Mit einer Effizienz von 82%-86% schlägt sich das ZMonlinery Ladegerät recht gut. Dies sind keine absoluten Spitzenwerte, aber auch nichts wofür man sich schämen muss!

Die meisten Smartphone Ladegeräte schaffen um die 81% – 85% Effizienz. Neuere Modelle können auch mal knapp an die 90% erreichen, dies ist aber sehr selten! Des Öfteren erreichen aber gerade ältere USB Ladegeräte nicht mal 80%.

 

Fazit

Das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät ist natürlich sehr exotisch und den meisten Nutzern würde ich eher zu einem normalen USB C Ladegerät einer bekannten Marke raten.

Nicht weil das ZMonlinery schlecht ist, aber eine Bestellung bei Amazon und einer bekannteren Marke ist immer etwas sicherer.

Sucht Ihr allerdings ein möglichst günstiges USB Power Delivery Ladegerät für Euer iPhone Xs, Google Pixel 3 usw. welches zudem recht kompakt und leicht sein soll, dann ist das ZMonlinery 18 W Typ-C Wand Ladegerät keine schlechte Option!

Für +-10€ ist dies ein grundsolides Ladegerät! Dieses zeigte lediglich bei der Spannungsregelung ein paar kleinere Schwächen, aber diese werden in der Praxis keine Probleme verursachen.

Das Samsung Galaxy S10+ im Test, zu teuer aber dennoch gut?

Das wichtigste Android Smartphone des Jahres ist da! Samsung hat mit dem S10 und S10+ seine beiden neusten Flaggschiff Smartphones wie üblich auf dem MWC vorgestellt, die mittlerweile auch im Handel angekommen sind.

Wie leider mittlerweile ebenfalls üblich sind auch die Preise beider Smartphones wieder ein Stück gestiegen.

So startet das Samsung Galaxy S10 bei satten 899€ und das S10+ bei 999€. Beide Modelle können aber auch problemlos die 1000€ Marke übersteigen, wenn Ihr mehr Speicher wollt.

Aber kann solch ein Preis noch vom technischen Fortschritt gerechtfertigt werden? Können die beiden Smartphones ihre Position als „die“ Android Smartphones verteidigen?

Diese Fragen wollen wir doch einmal in einem kleinen Test des Samsung Galaxy S10+ klären!

 

Das Samsung Galaxy S10+ im Test

Samsung setzt beim Galaxy S10+ auf ein sehr ähnliches Gehäuse wie bei der älteren Generation, zumindest auf den ersten Blick.

Allerdings hat Samsung hier doch einiges verändert, selbst bei der Materialwahl. So besitzt das aktuelle Galaxy S10 und S10+ einen Edelstahlrahmen und nicht mehr Aluminium wie es bei den Vorgängern der Fall war. Auch besteht die Rückseite beim S10+ nicht aus Glas wie man dies auf dem ersten Blick meinen könnte.

Die Rückseite sowohl bei der weißen wie auch schwarzen Version ist aus Keramik gefertigt. Dies ist allerdings in der Praxis keine große Sache, denn die Rückseite fühlt sich fast genau wie Glas an und ist auch ähnlich rutschig.

In der Theorie ist allerdings Keramik etwas kratzerresistenter als Glas.

Wichtig! Es gibt das S10+ auch mit einer Glas Rückseite. Diese Version (mit 128GB Speicher) ist dafür etwas günstiger.

Was die Haptik angeht, geht das S10+ wieder etwas mehr in die Richtung des S8 Plus. Das S8 Plus war ein recht rundliches Smartphone mit einem polierten Rahmen, das S9 Plus hingegen etwas kantiger mit einem matten Rahmen.

Das S10 Plus ist wieder sehr rundlich mit einem glatten Rahmen der fast fließend in das gebogene Glas des Displays und der Keramik der Rückseite übergeht. Hierdurch wirkt das S10 Plus sehr edel und weich in der Hand.

Im Gegenzug ist das S10+ auch ein sehr flutschiges Smartphone! Ich würde dieses um ehrlich zu sein nicht ohne Hülle nutzen wollen. Dennoch würde ich das S10+ als Handschmeichler deklarieren.

Mit einer Displaydiagonale von 6,4 Zoll ist das S10+ natürlich schon ein recht großes Smartphone. Allerdings verfügt dieses wie bei Samsung typisch über sehr minimale Rahmen, gerade an der Seite. Hierdurch ist das Smartphone gut zu handhaben, auch wenn Ihr keine riesigen Hände habt.

Lediglich die Positionierung des Einschalters kann ich überhaupt nicht verstehen. Wie bei Samsung üblich, befindet sich der Einschalter auf der rechten Seite und die Lautstärkewippe links. Allerdings ist der Einschalter unheimlich hoch angebracht. Ich habe keine winzigen Hände, muss aber glatt umgreifen um diesen zu erreichen. Blöd….

Dafür haben wir auf der linken Seite weiterhin die wundervolle Bixby Taste, die sich aber in einem gewissen Rahmen umprogrammieren lässt.

Die Anschlüsse des Samsung Galaxy S10+ sind wie üblich auf der Unterseite. Hier findet sich natürlich der USB C Ladeport, wie aber auch ein 3,5mm Kopfhöreranschluss, welcher mittlerweile eine Seltenheit ist.

Auf der Rückseite finden wir zu guter Letzt die Dreifach-Kamera, einen LED Blitz und diverse Sensoren für die Fitness Feature des S10+.

Natürlich verfügt das S10+ auch über einen Fingerabdruckscanner, hier aber im Display verbaut. Zudem ist das Smartphone natürlich wassergeschützt nach IP68.

 

Display

Das Samsung Galaxy S10+ verfügt über 6,4 Zoll AMOLED Display. Samsung ist dafür bekannt die besten Smartphone Displays zu bauen, aus diesem Grund kaufen auch Hersteller wie Apple bei Samsung ihre Displays zu.

Die jeweiligen eigenen Flaggschiff Smartphones dienen Samsung dabei immer als eine Art Show Stück, was man in diesem Bereich leisten kann.

So steckt auch im S10+ ein wirklich herausragendes Display! Farben sind klar und kräftig, Kontraste perfekt, Blickwinkel in alle Richtungen stabil und auch die maximale Helligkeit ist Weltklasse.

Nein ein besseres Display werdet Ihr aktuell nirgends finden!

Allerdings muss ich bei allem Lob auch etwas Eure Erwartungen vielleicht herunterfahren. Kommt Ihr von einem Samsung Galaxy S8 oder iPhone X werdet Ihr keine massive Steigerung beobachten. Von Jahr zu Jahr werden die Displays immer etwas besser, gewaltige Sprünge gibt es kaum.

So ist dies auch beim S10+ der Fall. Ja das Display ist das beste, aber vergleiche ich dieses mit einem iPhone Xs, Samsung Galaxy Note 9 oder auch Xiaomi Mi9, dann sind die qualitativen Unterschiede eher im Detail.

Lediglich bei der Helligkeit und Ablesbarkeit im Freien gab es in den letzten 1-2 Generationen doch deutliche Fortschritte. So ist das S10+ auch bei Sonneneinstrahlung noch gut lesbar bzw. zumindest besser als alle anderen Smartphones die ich in letzter Zeit in den Händen hatte.

 

Lautsprecher

Samsung setzt beim S10+ auf das mittlerweile weit verbreitete Stereo System, bei welchem die Ohrmuschel als sekundärer Lautsprecher genutzt wird.

Dies funktioniert auch beim S10+ besser den je! Zwar gibt es was die Lautstärke angeht noch bessere bzw. lautere Modelle, aber qualitativ gibt es nichts zu klagen.

Das Galaxy S10+ klingt glasklar und für ein Smartphone sogar erfreulich voll! Von Bass zu sprechen wäre sicherlich übertrieben, aber einen Hauch Tiefgang hört man durchaus heraus.

Zusätzlich bekommt das S10+ Bonuspunkte für den Kopfhöreranschluss. Samsung ist einer der letzten Hersteller der diesen noch verbaut. Erfreulicherweise bietet der Kopfhöreranschluss auch eine sehr solide Qualität, welche Ihr auch gleich über die brauchbaren beigelegten AKG Kopfhörer überprüfen könnt.

 

Kameras

Samsung ist beim S10 auf den Tripple-Kamera Trend aufgesprungen. Im Gegensatz zu einigen früheren Smartphones erfüllt dabei aber jede Kamera eine andere Aufgabe.

  • Hauptkamera 12 Megapixel F1.5/F2.4
  • Weitwinkelkamera 16 Megapixel F2.2
  • Zoomkamera 12 Megapixel F2.4

Als großer Fan der Weitwinkelkameras freue mich sehr darüber, dass diese beim S10 und S10+ nun auch zu finden ist.

Bei der Hauptkamera setzt Samsung wieder auf die verstellbare Blende, wie es schon beim S9 der Fall war. Erkennt das S10+ wenig Licht wird die Blende auf F1.5 geöffnet, gibt es genug Licht wird die Blende auf F2.4 geschlossen.

Warum belässt man die Blende nicht bei F1.5? Theoretisch sind die meisten Linsen bei einer kleineren Blende, wie bei F2.4, schärfer als wenn die Blende sehr weit offen ist. Daher kann das Abblenden durchaus Sinn machen. Allerdings war der Unterschied beim S9 zwischen Offenblende und geschlossener Blende minimal.

Daher würde ich das Ganze primär als Gimmick bezeichnen.

Wollen wir uns aber mal ein paar Bilder des Samsung Galaxy S10+ ansehen. Wichtig die Bilder sind hier in voller Qualität hochgeladen und werden in voller Größe beim Anklicken geladen.

Es sollte kaum überraschen dass sich das Samsung Galaxy S10+ bei der Kamera keine Blöße gibt. Diese macht einen angemessenen Job!

Leider allerdings gibt es vom Note 9 bzw. S9 keine Steigerung der Qualität bzw. Veränderung der Qualität. Das S10 scheint 1 zu 1 das gleiche Kamera Modul zu besitzen wie das S9.

Zu mindestens sind die Aufnahmen der Hauptkamera sehr ähnlich! Die Unterschiede würde ich auf leichte Software Anpassungen zurückführen.

Sämtliche Charakteristiken bleiben aber identisch. So produziert das S10+ sehr detaillierte und meist auch sehr scharfe Aufnahmen, welche allerdings nicht so stark nachgeschärft sind wie bei einigen Modellen der Konkurrenz.

Dies hat mich allerdings nicht gestört, weder bei der Betrachtung auf dem Smartphone selbst, noch auf  einem großen PC Monitor.

Abseits davon neigt das S10 zu sehr hellen Aufnahmen, zumindest bei Tag. Diese sind fast immer konstant eine Stufe heller als von den meisten Konkurrenten und sogar zwei Stufen heller verglichen mit einem Google Pixel 3. Überrascht nicht, denn hellere Bilder gelten im Allgemeinen als etwas ansprechender.

Huawei Mate 20 Pro
Xiaomi Mi9
Google Pixel 3 XL
Samsung Galaxy S10+

Die größte Stärke und Schwäche des S10+ ist die Dynamik. Das S10+ versucht immer sehr gut ausgeleuchtete Bilder zu erzeugen. Hierfür hellt dieses Schatten teils extrem auf. Hierdurch kommen natürlich Details die im Schatten sind deutlich besser zu Geltung, aber Bilder verlieren stark an Kontrast!

Das Samsung Galaxy S10+ produziert gemeinsam mit dem iPhone Xs die Kontrast ärmsten Bilder aller High End Smartphones. Dies gefällt mir um ehrlich zu sein weniger, ist aber natürlich Geschmackssache.

Apple iPhone XS Max

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy S10+

Samsung Galaxy S10+

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi9

Apple iPhone XS

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi 9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy S10+

Apple iPhone XS

Huawei Mate 20 Pro

Xiaomi Mi9

Google Pixel 3 XL

Samsung Galaxy S10+

Im Low Light bin ich etwas hin und her gerissen. Grundsätzlich würde ich dem S10+ die aktuell so ziemlich fähigste Low Light Kamera bescheinigen, zumindest was Schärfe und das Rauschverhalten angeht.

Allerdings scheint es hier keinerlei Software „Aufhellung“ zu geben, wie es bei Huawei oder Google der Fall ist. Low Light Bilder wirken hier auch immer wie Low Light, auch wenn diese schön scharf und detailliert sind. Erneut ist dies Geschmackssache.

Kurzum die Hauptkamera des S10+ ist nicht mein Favorit wenn es um die beste Bildqualität geht. Diese ist natürlich „Top 10“, aber mittlerweile sind einige Konkurrenten vorbeigezogen.

Dies gilt allerdings nur sehr bedingt für Videos! Die Videostabilisierung und die generelle Qualität der 4K 60 FPS Aufnahmen des S10+ sind absolut spitze!

Wie steht es aber um den Neuankömmling, die Weitwinkelkamera?

Grundsätzlich freue ich mich, dass diese überhaupt vorhanden ist. Gerade im Urlaub kann man wundervoll mit dieser Perspektiven und Szenen einfangen, welche sonst nicht möglich wären.

Gerade da das S10+ die „weitwinkligste“ Weitwinkelkamera hat. Diese besitzt nochmal ein größeres Blickfeld als die Kamera des Mate 20 Pro oder des Xiaomi Mi 9.

Qualitativ ist diese allerdings auch die Schlechteste der drei. Gerade am Rand ist das Bild der Kamera merkbar unschärfer und generell ist die Kamera etwas „weicher“.

Ja die Weitwinkel Kamera ist völlig brauchbar und nicht nur ein Gimmick, aber Huawei hat diese beim Mate 20 Pro etwas besser gelöst.

Zumindest bei Tag. Bei schlechten Lichtverhältnissen hält sich das Samsung Galaxy S10+ recht gut, bzw. die anderen Modelle brechen stärker ein.

 

Leistung

Das Samsung Galaxy S10+ gibt es mal wieder in zwei Versionen, was den SoC angeht. Das amerikanische S10+ ist mit dem Qualcomm Snapdragon 855 ausgestattet, während unser europäisches S10+ auf den Samsung eigenen Exynos 9 Octa 9820 setzt.

Grundsätzlich sind beide Chips, was die Leistung angeht, auf einem sehr ähnlichen Level. Beide SoCs setzten auch auf 8 Kerne, allerdings damit hören die Gemeinsamkeiten glatt schon auf. Der Exynos 9 Octa 9820 setzt auf das 8nm Fertigungsverfahren, wie auch ein 4 + 2 + 2 Design. Es gibt also vier langsamere Kerne mit 1,7GHz, zwei schnelle Kerne mit 2,3GHz und zwei super schnelle Kerne mit 2,73GHz und einer speziellen Architektur.

Der Snapdragon 855 hingegen setzt schon auf eine 7nm Fertigung und ein 4 + 3 + 1 Design.

Was den Arbeitsspeicher und den „ROM“ angeht, gibt es das S10 und S10+ in vielen Kombinationen. Die jeweils kleinste Version verfügt über 6GB RAM und 128GB Speicher. Die größeren Versionen über 512GB oder 1TB Speicher und 8GB RAM.

Ich verfüge über die Version mit 512GB Speicher und 8GB RAM. Wollen wir uns die Leistung einmal in ein paar Benchmarks ansehen.

Wie zu erwarten war spielt das Samsung Galaxy S10+ ganz oben mit was die Benchmarks angeht. Allerdings wird der Exynos 9 Octa 9820 in den meisten Benchmarks vom Snapdragon 855 (Xiaomi Mi 9) knapp geschlagen.

Mit knapp meine ich ca. 10-12%. In der Praxis ist dies nicht relevant, aber dennoch scheinen wir dieses Jahr die etwas langsamere Version des S10/S10+ hier in Europa zu haben.

 

Das Samsung Galaxy S10+ in der Praxis

Was die Performance angeht gibt es keine wirklichen Überraschungen. Das Galaxy S10+ läuft natürlich ziemlich perfekt! Auch die neue Benutzeroberfläche die Samsung beim S10 und S10+ eingeführt hat, zeigt keine Schwächen bzw. Ruckler.

Das Smartphone läuft konstant flüssig und schnell, wirkt allerdings nicht ganz so reaktionsfreudig wie beispielsweise das Xiaomi Mi 9 oder die OnePlus Smartphones. Dies liegt aber nicht an der Hardware, Samsung arbeitet einfach mit etwas mehr Animationen die beim Aufrufen Zeit fressen abgespielt zu werden. Hübsch anzusehen ja, aber ein Rennen gewinnt das S10+ damit nicht gegen das Xiaomi Mi9.

Allerdings glaubt nicht, dass sich das S10+ träge anfühlt! Damit würdet Ihr total falsch liegen. Dies ist das schnellste Samsung Smartphone, das ich bisher in der Hand hatte. Gerade in Spielen oder intensiveren Anwendungen kann das S10+ voll überzeugen!

Hinzu kommt eine wirklich überragende WLAN und LTE Performance! Gerade das WLAN Modul konnte mich sehr beeindrucken. Samsung setzt hier als erster Hersteller auf den neuen WLAN ax „6“ Standard und erreicht mit diesem an die 80MB/s!

Mehr Infos dazu hier.

Spannend ist natürlich auch der Fingerabdruckscanner. Fingerabdruckscanner die unter dem Display verbaut sind kennen wir ja schon vom Oneplus 6T, Huawei Mate 20 Pro oder auch Xiaomi Mi9, allerdings setzt Samsung hier auf eine andere Technik.

Samsung nutzt keinen optischen Sensor, sondern einen Ultraschall-Sensor. Der Unterschied in der Praxis? Nicht groß um ehrlich zu sein!

Der Scanner arbeitet recht genau und zuverlässig, ist aber etwas langsamer als ein normaler Fingerabdruckscanner, aber schon etwas schneller als die „erste Generation“.

Allerdings gab es beim S10+ im Alltag auch einen Punkt der mich überrascht bzw. gestört hat. Dies wären versehentliche Berührungen des Touchscreens an den Seiten.  Damit hatte ich damals beim S7 Edge schon ein paar Probleme, das S8+ und S9+ hingegen waren hier unproblematisch. Erstaunlicherweise scheint die Erkennung nicht gewollter Berührungen beim S10+ (noch) nicht so gut zu sein.

 

Akkulaufzeit

Mit 4100mAh besitzt das Samsung Galaxy S10+ einen großen Akku! Allerdings ist ein großer Akku immer nur das eine, das andere ist die Energieeffizienz der verbauten Komponenten.

Von daher, wie schlägt sich das Samsung Galaxy S10+ in meinem üblichen Akkutest. In diesem teste ich eine gemischte Nutzung aus Webbrowsen, Social Media, leichtem Gaming usw.

Hier erreichte das S10+ rund 10 Stunden! Schaut Ihr sogar nur ein Video, steigt die Laufzeit auf sehr gute 12,5 Stunden.

Damit ist das Samsung Galaxy S10+ ein sehr akkustarkes Smartphone! Die meisten Nutzer werden mit diesem glatt zwei Tage schaffen.

Zum Wiederaufladen setzt Samsung wie auch schon beim S8 und S9 auf adaptiv fast Charge bzw. Quick Charge 2.0. Das S10+ ist hier kein „Sprinter“ aber lädt durchaus flott. Mehr zum Aufladen des S10+ hier. Auch kabelloses Laden ist mit an Bord.

 

Fazit

Das Samsung Galaxy S10+ und natürlich auch das S10 sind die eierlegenden Wollmilchsäue unter den High End Smartphones. Ganz blöd gesagt niemand macht etwas falsch, wenn er/sie das S10/S10+ kauft.

Die Haptik ist besser den je , auch wenn etwas rutschig, das Display ist absolute Weltklasse, die Lautsprecher top und die Leistung hoch.

Hinzu kommt eine deutlich verbesserte Software und eine gute Kamera! Bei letzterer gab es zwar qualitativ etwas Stillstand, dafür ist aber eine spaßige Weitwinkelkamera hinzugekommen.

Kurzum das Galaxy S10+ gibt sich in keinem Punkt Blöße!

Allerdings haben in einigen Punkten mittlerweile die Konkurrenten Samsung überboten. So ist beispielsweise die Kamera des S10+ sehr gut, aber Huawei und Google sind besser und selbst kleinere Asiaten wie Xiaomi sind Samsung dicht auf den Fersen.

Wollt Ihr hingegen das Maximum an Leistung greift zu einem Xiaomi Mi 9, noch leistungsstärker und deutlich günstiger. Allgemein ist der Preis ein Problem.

Ab 999€ für das S10+ ist schon ein sehr gewagter Preis und rein aus Sicht der Preis/Leistung habe ich Probleme das Samsung Galaxy S10+ zu empfehlen, in einer Welt wo das Xiaomi Mi 9 und andere Preis/Leistungsstarke Asiaten existieren. Das Xiaomi Mi 9 kostet die HÄLFTE und bietet 99% der Leistung des S10+.

Dennoch, kommt Ihr günstiger an ein S10/S10+ heran, über eine Vertragsverlängerung oder Rabatte, oder Ihr wollt einfach die „sichere“ Wahl, dann ist das Samsung Galaxy S10/S10+ die beste Wahl!

Positiv

  • Herausragendes Display
  • Edle Haptik
  • Gute Lautsprecher und Kopfhöreranschluss
  • Gute Akkulaufzeit
  • Tippel-Kamera mit guter Qualität
  • Hohe Leistung und je nach Version sehr viel Speicher

Negativ

  • Recht rutschig und „empfindlich“
  • Hoher Preis

Die RAVPower RP-PB098 im Test

Mit der RP-PB098 hat RAVPower vor kurzem seine neuste super kompakte Powerbank für Apple Nutzer vorgestellt.

Diese soll mit einer Kapazität von 5000mAh, einem fairen Preis und vor allem einem integrierten Lightning Kabel punkten.

Gerade letzteres kann unterwegs sehr praktisch sein! So kann man zum einen nie ohne Kabel dastehen und zum anderen muss man nicht zusätzlich zur Powerbank noch ein Kabel mit sich herumschleppen.

Wollen wir uns daher im Test die RAVPower RP-PB098 doch einmal genauer ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an RAVPower für das Zurverfügungstellen der RP-PB098 für diesen Test.

 

Die RAVPower RP-PB098 im Test

Die RAVPower RP-PB098 fällt klar in die super portable Kategorie. Hierbei handelt es sich um eine sehr flache, aber durchaus breite und lange Powerbank mit 145 x 70 x 11 mm. Auch das Gewicht fällt mit 128g sehr gering aus.

Die Form der RAVPower RP-PB098 ist wie ich finde sehr gut gewählt! Es gibt sicherlich noch kompaktere Powerbanks mit 5000mAh, aber die RP-PB098 ist sehr Hosentaschen freundlich.

Während des Ladevorgangs könnt Ihr die Powerbank einfach hinter Euer Smartphone „klemmen“ und die Powerbank wird in der Tasche nicht stören. So ist die RP-PB098 beispielsweise ein Stück kleiner als ein iPhone XS Max.

Was das Material angeht, setzt RAVPower natürlich auf Kunststoff. Dieser ist aber auf der Vor- und Rückseite mit einer Art Wabenstruktur versehen, was der Powerbank eine deutlich höherwertige Haptik verleiht.

Wie man dies auch von RAVPower erwarten darf, lässt sich die Powerbank bzw. Ihr Gehäuse  natürlich nicht eindrücken oder Ähnliches. Die RP-PB098 fühlt sich ausreichend massiv und recht robust an!

Interessant wird es bei der Ausstattung. Die RAVPower RP-PB098 richtet sich klar an die Apple Nutzer unter Euch. Warum?

Die Powerbank besitzt ein kurzes (ca. 25 mm) langes integriertes Lightning Kabel um Euer iPhone komfortable „on the Go“ zu laden. Das Kabel ist auch offiziell von Apple zertifiziert, was wichtig für eine langfristige Funktion ist.

Zusätzlich zu diesem Lightning Anschluss findet sich auch noch ein normaler USB Anschluss, für beispielsweise ein iPad oder ein Android Smartphone.

Leider verfügen beide Anschlüsse lediglich über 1A, das Aufladen ist also eher „gemütlich“ vom Tempo. Im Jahr 2019 sicherlich suboptimal, aber mehr Leistung als 2x 1A lässt sich nur schwer aus einem vergleichsweise kleinen 5000mAh kitzeln.

Zum Wiederaufladen der Powerbank setzt RAVPower auf einen microUSB Port. Dieser soll bis zu 2A aufnehmen können.

Wie üblich verfügt die RAVPower RP-PB098 auch über vier Status LEDs an der Seite, die Euch über die verbliebende Restladung informiert.

 

Kapazität

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Laut RAVPower liegt diese bei 5000mAh, messen konnte ich 15,739Wh bzw. 4253mAh.

Dies entspricht guten 85% der Herstellerangabe. Warum sind 85% gut?

Die Herstellerangabe bezieht sich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen. Diese werden auch hier 5000mAh haben. Allerdings geschieht das Entladen der Akku-Zellen nicht zu 100% effizient, aufgrund einer Spannungsumwandlung und anderen internen Vorgängen.

85% echte Kapazität sind also schon völlig okay. Bedenkt allerdings, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hierfür kann die Powerbank aber nichts.

 

Ladetempo

Hier kann man es sehr kurz machen. Sowohl der Lightning Port wie auch der normale USB Ausgang besitzen nur 1A Leistung. Dementsprechend ist die Leistung auch bei allen Smartphones auf +-1A limitiert.

Die meisten Modelle wie das iPhone Xs laden mit 0,98A an der Powerbank, einzelne Modelle wie das Google Pixel können sich auch mal 1,1A genehmigen, was aber den Braten auch nicht fett macht.

Ihr müsst also damit rechnen, dass ein modernes Smartphone ca. 3 Stunden an der RAVPower RP-PB098 lädt.

 

Wiederaufladen

Ist die Powerbank leer, wie lange dauert das Wiederaufladen? Dies geht erfreulich schnell! Wie von RAVPower beworben nimmt die RP-PB098 ziemlich genau 2A (1,975A) auf.

Eine vollständige Ladung dauert so ca. 2,5-3 Stunden.

 

Fazit

Die RAVPower RP-PB098 ist eine solide Standard Powerbank, über welche es an sich nicht viel zu sagen gibt.

Das wichtigste Merkmal ist hierbei natürlich der Lightning Anschluss, welcher für Apple Nutzer ideal ist! Und ja, in der Praxis ist es durchaus komfortabel nicht immer ein langes Kabel mit sich herumschleppen zu müssen.

Abseits davon bekommen wir Standardkost. Die 5000mAh reichen um ein größeres Smartphone +- 1x aufzuladen und das Ladetempo von 1A ist vorsichtig gesagt unspektakulär.

Dafür wiederum ist die Powerbank angenehm portable. Kurzum, es gibt sicherlich technisch spektakulärere Powerbanks, aber dennoch taugt die RAVPower RP-PB098 wenn Ihr ein Apple Nutzer seid und eine einfach kompakte Powerbank sucht.

TFA Dostmann WeatherHub, was sind PRO+ und OBSERVER Sensoren und was können diese?

Das spannendste an TFAs vernetzten Weatherhub System ist klar die Sensoren vielfallt. Schaut man aber genauer hinsieht man das TFA drei „Stufen“ an Sensoren anbietet.

Zum einen haben wir die normalen Standard Sensoren, die PRO+ Sensoren und die Sensoren aus der  OBSERVER Serie. Hier war es auch für mich anfangs etwas verwirrend was nun welcher Sensor Typ besser kann als der andere, ob alle gemeinsam in einem System arbeiten usw.

In diesem kleinen Artikel möchte ich Euch kurz vorstellen was die PRO+ und die OBSERVER Sensoren im TFA Weatherhub System können.

 

Das TFA Weatherhub System

Ich nehme zwar an das Ihr Euch bereits über das Weatherhub System von TFA informiert habt, wenn Ihr über diesen Artikel gestolpert seid. Dennoch möchte ich noch einmal das System zusammenfassen.

Beim TFA Weatherhub System handelt es sich um eine Art vernetzte Wetterstation. Allerdings im Gegensatz zu den Modellen von beispielsweise Bresser oder Froggit ist das TFA Weatherhub System flexibel aufgebaut.

TFA bietet also diverse Sensoren und Module für dieses an, welche Ihr frei Kombinieren könnt. Ihr wollt 50 Windmesser? Theoretisch kein Problem!

Das Herzstück des Weatherhub Systems stellt immer das Gateway da, welches bis zu 50 Module versorgen kann.

 

Normal, PRO+ und OBSERVER

Einige der Sensoren des Weatherhub Systems werden von TFA mit PRO Funktionen oder sogar mit Anschluss an die OBSERVER Plattform beworben. Aber was bedeutet dies?

PRO Sensoren bietet gegenüber normalen Sensoren im Grunde nur einen Vorteil. Bei normalen Sensoren werden in der Weatherhub App historische Daten nur in reiner Textform aufgelistet und 90 Tage gespeichert.

Bei den PRO Sensoren gibt es zusätzlich ein verstellbares Diagramm über den Messzeitraum, welches natürlich deutlich aussagekräftiger ist als die reine Textform.

Hier muss ich gestehen es etwas schade zu finden das TFA die normalen günstigen Sensoren so beschneidet. Es handelt sich hier ja um ein reines Software Feature.

Etwas anders sieht es bei den „OBSERVER“ Modulen aus. Diese bieten laut TFA zum einen eine deutlich höhere Messgenauigkeit und auch Zugriff auf die OBSERVER Plattform.

Bei der OBSERVER Plattform handelt es sich um eine Webseite, auf welcher Ihr Euch Einloggen könnt um dann über den PC auf die Daten des Sensors zugreifen zu können. Die Daten werden hierbei übersichtlich, professionell und auch durchaus schick aufbereitet! Ich wünschte dieses Design und Informationsgehalt würde TFA auch in seine App übernehmen.

Wie TFA es auch bewirbt, die OBSERVER Sensoren sind wirklich für Profis gemacht und gedacht. Ideal für die Überwachung von Arbeitsräumen, Kühlkammern, große Aquarien usw.

Die OBSERVER wie auch die PRO+ Sensoren lassen sich ganz normal mit dem normalen Gateway verbinden. Ihr könnt auch bunt die Sensoren Typen mischen, dies ist kein Problem!

OBSERVER Sensoren werden in der App im Übrigen sehr ähnlich behandelt wie PRO+ Sensoren. Ihr habt hier also auch Diagramme usw.

 

Wie genau sind die professionellen OBSERVER Sender?

TFA wirbt damit das die Profi Sensoren der OBSERVER Serie besonders genau arbeiten. Mir liegt für diesen Test der „Profi Thermo-Hygro-Sender WEATHERHUB“ vor.

Dieser soll einen Temperaturbereich von -40 bis +60°C abdecken und eine Genauigkeit von +-0,5 Grad bieten. Auf der Herstellerwebseite konnte ich zudem ein „Swiss Precision Sensor“ Logo finden, welches uns sagt das der Sensor aus der Schweiz stammt?!

Leider ist das genaue Überprüfen der Genauigkeit einer Temperatur Messung nicht ganz einfach, daher überlasse ich Euch dies!

Hier einfach mal eine Beispielsmessung mit vielen weiteren Temperatur Sensoren, entscheidet Ihr welchem Wert Ihr am meisten vertraut.

 

Fazit

Ich hoffe dieser kleine Bericht konnte Euch etwas helfen Licht ins Dunkele zu bringen, wenn es um die unterschiedlichen Sensoren beim TFA Weatherhub System geht.

Der BenQ GV1 mini Beamer im Test, klein aber oho?

Mit dem GV1 hat BenQ einen recht ungewöhnlichen Beamer auf den Markt gebracht. Mini Beamer sind an sich nichts Neues und gerade im geschäftlichen Umfeld durchaus verbreitet.

Allerdings richtet sich der GV1 klar eher an den Heimnutzer, der einen Beamer für gelegentliche Events wie ein Sportereignis oder einen kleinen Kino Abend mit Freunden sucht, ohne gleich ein großes stationäres Setup aufzubauen.

Dementsprechend ist der BenQ GV1 mit knapp unter 400€ auch recht fair preislich angesetzt.

Allerdings gibt es so ein paar Fragezeichnen. Reichen die 200 Lumen die der GV1 leisten soll und wie steht es um die Auflösung von nur 854×480 Pixeln?

Diese Fragen wollen wir doch einmal in einem Test klären!

An dieser Stelle vielen Dank an BenQ für das Zurverfügungstellen des GV1 für diesen Test.

 

Der BenQ GV1 Beamer im Test

Der BenQ GV1 ist ein mini Beamer. Dieser ist nicht für einen Einsatz im Wohnzimmer oder allgemein einer großen Leinwand gedacht, sondern eher als semi-portables Gerät für Partys oder kleine „Events“.

Dies sollte auch gleich klar sein wenn man den GV1 sieht. Ich will den Beamer nicht als winzig einstufen, aber dieser ist schon sehr kompakt. Hinzu kommt eine sehr untypische Form für einen Beamer. Der GV1 ist mit rund 15,5 cm recht hoch, aber mit 8 x 8 cm recht schmal.

Optisch hat BenQ einen klasse Job gemacht! Der Beamer ist größtenteils in einem silbernen Kunststoff gehalten, welcher über Perforierungen verfügt. Dabei ist das Gehäuse allerdings in zwei geteilt. Der untere Teil ist der „Körper“, welcher die Elektronik, Akku und auch die Lautsprecher beherbergt, der obere Teil ist der „Kopf“ in welchem der eigentliche Beamer inklusive Linse angebracht ist.

Dieser Kopf lässt sich beim GV1 ein wenig im Winkel verstellen, so dass Ihr den Beamer nach Euren Vorstellungen ausrichten könnt. Abseits davon gibt es allerdings keine Ergonomie Optionen, wie einen optischen Zoom.

Die Steuerungstasten des BenQ GV1 sind auf dessen Oberseite angebracht. Hier finden sich drei Touch Tasten und eine reguläre Taste, welche unter anderem als Einschalter dient. Natürlich legt BenQ aber auch eine kleine Fernbedienung im Apple TV Style bei.

Wie steht es um die Anschlüsse des GV1?

Der GV1 besitzt lediglich einen Netzteilanschluss und einen USB C Port. Der USB C Port kann für das Bildsignal genutzt werden. Zusätzlich besitzt der GV1 allerdings auch integriertes Bluetooth und WLAN. Via Bluetooth lässt sich der GV1 als Bluetooth Lautsprecher nutzen, via WLAN können hingegen auch Bildsignale übertragen werden.

Da der GV1 auch für den portablen Einsatz gemacht ist, hat BenQ einen Akku integriert. Dieser soll laut BenQ 3,5 Stunden halten, was aber natürlich stark auf die eingestellte Helligkeit ankommt.

Bonuspunkte gibt es für den Lieferumfang, in welchem sich neben dem Beamer, Netzteil und Fernbedienung auch eine kleine Tasche und ein USB C Kabel befindet.

 

Feature und Funktionen

Starten wir in den eigentlichen Test mit der Frage was denn der BenQ GV1 so alles kann. Der GV1 verfügt leider nicht über HDMI, dafür aber über USB C. Hierdurch ist es aber leider nicht möglich eine reguläre Spielekonsole (auch nicht die Switch) an den Beamer anzuschließen.

Theoretisch müsste ein USB C auf HDMI Adapter auch am GV1 funktionieren, aber leider habe ich gerade solch einen nicht vorrätig.

Was Ihr aber direkt mit dem GV1 verbinden könnt, sind Computer/Notebooks. Habt Ihr beispielsweise ein Apple MacBook Pro mit USB C oder ein Dell XPS, dann könnt Ihr das Notebook direkt mit dem Beamer verbinden und traditionell nutzen.

Selbiges funktioniert auch mit vielen Smartphones, die über einen USB C Port verfügen! Hier wird dann das Smartphone Display gespiegelt.

Allerdings benötigt Ihr dafür nicht einmal zwingend ein Kabel. Habt Ihr den BenQ GV 1 mit Eurem WLAN verbunden, dann könnt Ihr auch kabellos Medien von Eurem Smartphone auf diesen streamen.

In meinem Test hat dies sowohl mit IOS „Apple“ Geräten tadellos funktioniert, wie aber auch mit Android Smartphones. BenQ nutzt hier für die Apple Seite Airplay (Video und Ton!) und für die Android Seite Chromecast.

So könnt Ihr problemlos Medien wie Videos (lokal, Youtube usw.) problemlos auf den Beamer senden.

Alternativ könnt Ihr auch direkt einige Medien auf dem BenQ GV1 schauen. BenQ scheint hier als Grundlage für seine Benutzeroberfläche Android zu nutzen. Es gibt zwar keinen Google Play Store auf dem GV1, aber „Aptoide“. Aptoide (nein hatte ich zuvor auch nicht von gehört) ist eine Art alternativer Google Play Store, welcher für die Bedienung via Fernbedienung optimiert ist und auch viele TV Apps anbietet.

Selbst Netflix und der ein oder andere „große“ ist hier zu finden, verlassen solltet Ihr Euch darauf aber nicht. Amazon Prime konnte ich nicht finden. Auch sind die Apps teilweise semi-gut optimiert. Bei Netflix scheint es sich auch nur um eine Web App zu handeln, welche sich via Fernbedienung nur bedingt steuern lässt.

Ich würde hier eher raten Media vom Smartphone aus einfach an den GV1 zu senden, dies funktioniert sehr unkompliziert und meist schneller.

 

Die Bildqualität

Auf dem Papier ist der BenQ GV1 mit 854×480 Pixeln Auflösung und 200 Lumen wirklich wenig beeindruckend! Damit hat dieser nicht mal eine HD Auflösung, was eigentlich im Jahr 2019 ein No Go ist.

Praktisch ist dies aber nur die halbe Wahrheit. Der GV1 bietet ein klares und durchaus „scharfes“ Bild, allerdings ab einer Größe von sagen wir mal 1,5 Metern kann man die Pixel zählen. Nein das Bild ist nicht verwaschen! Kanten usw. werden hart und Klar dargestellt, was die niedrigere Auflösung fast etwas verschleiert. Oftmals verbindet man Auflösung mit reiner Schärfe, dies ist aber nicht ganz richtig. Rundungen wirken beim GV1 recht kantig, gerade bei Text, aber gerade Linien sind gestochen scharf. Allgemein ist die subjektive Schärfe beim GV1 höher als bei einigen 720P „billig Beamern“

Auf ca. 70 Zoll

Hier kommt es etwas darauf an wie verwöhnt Ihr seid. Gerade bei einer fließenden Bewegung (einem Film) fällt dies doch ein gutes Stück weniger auf als bei Text. Seid Ihr aber Tag für Tag einen 4K Fernseher und 4K Material gewohnt, dann ist dies schon ein kleiner Kulturschock.

Ich würde den BenQ GV1 nicht als meinen primären Beamer nutzen! Allerdings bei einer Fußball WM oder im Kinderzimmer für etwas Stimmung zu sorgen, passt das Bild völlig.

Zumindest so lange es dunkel genug ist. 200 Lumen sind in einem dunklen Raum in der Regel ausreichend.

Hier kommt es aber wie bei der Auflösung stark auf die von Euch gewünschte Bildgröße an. Bei 20 Zoll ist das Bild natürlich sehr scharf und auch sehr hell, ausreichend hell, dass ein Raum nicht mal groß abgedunkelt werden muss.

Bei 100 Zoll verteilt sich das Licht auf deutlich mehr Fläche und es wird absolute Dunkelheit benötigt.

So als maximale Diagonale des Bildes würde ich +- 1,5 Meter empfehlen. Darüber hinaus wird das Bild recht dunkel, selbst bei einem perfekt abgedunkelten Raum. Wenn die Bildqualität absolut zweitranig ist, würde auch noch etwas mehr gehen.

Bedenkt auch dass die maximale Helligkeit nur im Netzbetrieb erreicht wird. Im Akkubetrieb reduziert diese sich etwas. Der Unterschied ist mit einem aktiven Öko Modus zu vergleichen.

Was Farben und auch Kontraste angeht, bin ich sehr zufrieden mit GV1. Hier merkt man, dass es sich um ein neueres Modell handelt. Von Haus aus sind die Farben recht lebendig eingestellt, was wie ich finde ganz gut zum GV1 passt.

Auf Wunsch lassen sich die Farben aber auch auf ein normales Level herunterdrehen. Hier bietet der GV1 diverse Profile.

Aber generell sind die Farben und Kontraste auf dem Level eines absoluten Top Beamers!

Bei einem Beamer sind die Einschaltzeiten oftmals nicht ganz unwichtig. Der BenQ GV1 nutzt hier das Smartphone Prinzip. Schaltet Ihr diesen normal aus, geht er nur in einen Standby Modus. Aus diesem erwacht der GV1 innerhalb von 2-4 Sekunden!

 

Lautstärke und Lautsprecher

Im BenQ GV1 steckt wie in jedem Beamer auch ein Lüfter. Diesen würde ich als mittel laut einstufen. In einem komplett leisen Raum ist der GV1 auf eine Distanz von 0-2,5 Meter mit einem leisen, aber auch nicht penetranten Surren zu hören.

Habt Ihr einen Film laufen, dann geht dieses Surren meist komplett unter, da ja die Lautsprecher im selben Gehäuse stecken.

Von den Lautsprechern im GV1 muss ich allerdings gestehen etwas enttäuscht zu sein. Diese sind auf dem Level von guten Notebook Lautsprechern, aber etwas dumpf und auch nicht übermäßig bassstark.

Ausreichend ja, aber auch nicht überragend. Leider besitzt der Beamer keinen Audio Ausgang, aber Ihr könnt einen Bluetooth Lautsprecher mit diesem koppeln, was gut funktionierte und die Klangschwäche behebt.

 

Fazit

BenQ hat mit dem GV1 einen sehr spannenden und durchaus außergewöhnlichen Beamer im Sortiment. Wie meist bei etwas außergewöhnlichen Produkten ist allerdings der GV1 auch nichts für jeden!

Der BenQ GV1 ist kein „Heimkino“ Beamer und sollte dafür auch nicht bedingt eingesetzt werden. Der GV1 ist eher der Beamer für „Special-Events“, wie eine Fußball Weltmeisterschaft, der Season Start Eurer Lieblings TV Serie usw. Also besondere Momente wo man gerade mal ein etwas größeres Bild auspacken will und das gegebenenfalls auch außerhalb des Wohnzimmers (Hobbyraum, Kinder/Jugendzimmer, Küche, Büro usw.).

Hier macht der GV1 auch einen guten Job! Dieser ist wunderbar handlich und ist, gerade was die Software und Feature angeht, gut ausgestattet. So funktioniert beispielsweise das WiFi Streaming 1a, sowohl von Android wie auch IOS Geräten. Diese Konnektivität ist allgemein eine der größten Stärken des GV1!

Bei der Bildqualität kommt es aber durchaus etwas auf Eure Ansprüche an. 854×480 Pixel sind grenzwertig, aber meist ausreichend um ein Fußballspiel oder ähnliches genießen zu können.

Ähnliches gilt für die Helligkeit. 200 Lumen erfordern schon ein starkes Abdunkeln eines Raums, sofern man ein etwas größeres Bild wünscht. Dies gilt natürlich nicht bei +-20 Zoll, wo 200 Lumen mehr als ausreichend sind, selbst in einem nicht abgedunkeltem Raum.

Kurzum sucht Ihr einen portablen und handlichen „Gelegenheits-Beamer“, dann macht der BenQ GV1 einen guten Job! Wollt Ihr allerdings den Beamer wirklich regelmäßig nutzen, dann würde ich zu einem größeren Modell raten. Hier hat BenQ bereits für unter 500€ einige nette Modelle im Angebot, auch wenn diese nicht so gut vernetzt sind wie der GV1.

BenQ Mini Beamer GV1 mit Bluetooth Lautsprecher, WLAN, HDMI auf...

  • Sehr gute Bildqualität (Farbe, Kontraste,…) ……
  • Recht Leise
  • Sehr umfangreiche Software und Verbindungsmöglichkeiten (Airplay usw.)
  • Schickes Design
  • USB C
  • Android Basis 
  • ……Auflösung aber eher schwach
  • Kein HDMI

 

Die Xiaomi Mi AirDots Pro im Test, true wireless Ohrhörer mit ANC zum fairen Preis!

Die Mi AirDots Pro sind Xiaomis Flaggschiff Ohrhörer, welche auch noch recht frisch auf dem Markt sind. Diese sollen natürlich mit einem klasse Klang wie aber auch ANC punkten können.

ANC, also aktives Noise Cancelling, ist bei Bluetooth Ohrhörern etwas sehr Seltenes, gerade bei komplett kabellosen Modellen.

Dies sorgt allerdings auch dafür, dass die Mi AirDots Pro mit rund 120€ nicht ganz billig sind.

Dennoch wollen wir den Ohrhörern doch einmal eine Chance im Test geben zu überzeugen. Vor allem, dass diese mittlerweile auch regulär auf dem deutschen Markt erhältlich sind.

Von daher können die Mi AirDots Pro von Xiaomi im Test überzeugen?

 

Die Xiaomi Mi AirDots Pro im Test

Xiaomi hat sich in den letzten Jahren durchaus etwas gewandelt. Von einem reinen Nischenunternehmen für „Kenner“ zu einem Unternehmen welches durchaus den Massenmarkt bedient.

Dies merkt man auch den Produkten an. So werden die Xiaomi Mi AirDots Pro in einer durchaus schicken Verpackung geliefert, welche so in einem Elektromarkt stehen könnte.

Auch die Ohrhörer selbst wirken sehr wertig gemacht! Ja man sieht diesen durchaus einen gewissen „Apple Einfluss“ an, aber im Großen und Ganzen ist das Design ausreichend eigenständig.

Lediglich die, ich nenne sie mal Tropfenform, ist klar von den Apple Airpods inspiriert. Tropfenform bedeutet in diesem Fall, dass die Ohrhörer selbst relativ klein gehalten sind, aber am unteren Ende eine kleine „Röhre“ besitzen.

Diese Röhre hängt beim Tragen so grob auf der Höhe des Ohrläppchen. Diese Form hat durchaus ihre Vorteile. Der Schwerpunkt der Ohrhörer ist an sich recht angenehm und die Form ist sehr massenkompatibel, da der Teil in Euren Ohren recht klein ist. Dies fällt gerade im Vergleich zu Ohrhörern wie den Sennheiser Momentum True Wireless auf, welche signifikant breiter sind.

Im Gegenzug sind die AirDots Pro von außen etwas auffälliger in Euren Ohren.

Was die Optik angeht dominiert bei den AirDots Pro allerdings die Schlichtheit. Die Ohrhörer sind komplett aus einem weißen Kunststoff gefertigt. Lediglich auf der oberen Rückseite gibt es eine gefräste Textur und einen silbernen Akzent-Ring.

Auf ein ähnlich schlichtes Design setzt auch die Ladebox, welche selbstverständlich beiliegt. Diese ist komplett aus einem matten weißen Kunststoff gefertigt und besitzt lediglich eine Taste und einen USB C Ladeport. Letzter setzt sich so langsam auch beim Zubehör durch, was mich durchaus freut.

Der Akku in der Ladebox ist leider aber mal wieder etwas klein geraten. Dieser kann die Ohrhörer ca. 2-3 mal vollständig aufladen. Dies ist soweit okay, aber hier wäre auch mehr gegangen.

Insgesamt kommen die AirDots Pro auf rund 8-10 Stunden Laufzeit.

Qualitativ gefällt mir die Ladebox sehr gut! Diese wirkt sehr schön massiv und auch die Magnet sind angenehm stark. Letztere dienen um den Deckel geschlossen zu halten, wie auch die Ohrhörer in der Box zu fixieren.

Wie bei den meisten TWS Ohrhörern erkennen zudem die Ohrhörer wenn diese in der Ladebox sind und schalten sich dementsprechend aus bzw. ein wenn sie herausgenommen werden.

Für eine erweiterte Steuerung müsst Ihr dann aber Touch nutzen. Auf der Rückseite der Ohrhörer befindet sich eine Touch sensitive Oberfläche.

An sich bin ich nicht der größte Fan von Touch Oberflächen bei Ohrhörern, aber bei TWS Ohrhörern ist dies durchaus ein Vorteil. Tasten sind hier meist eher nervig.

Interessant ist das die Mi AirDots Pro über die Transportbox mit Eurem Smartphone gekoppelt werden. Auch ich musste um dies herauszufinden erst in die Anleitung schauen.

 

ANC

Die Xiaomi Mi AirDots Pro besitzen ein aktives Noise Cancelling! Dies ist bei Ohrhörern etwas sehr Seltenes.

Beim aktiven Noise Cancelling wird von den Ohrhörern Außengeräusche aktiv ausgeglichen. Hierfür müssen die Mikrofone in den Ohrhörern die Umgebungsgeräusche aufnehmen und passende Schallwellen generieren um diese auszugleichen. Dies ist ein sehr komplexes Verfahren, sofern man dies auch gut machen möchte.

So gelingt dies auch den Xiaomi Mi AirDots Pro eher so mittelmäßig gut. Tiefe Geräusche wie von Motoren werden in der Tat gut reduziert und teilweise sogar komplett entfernt. Dabei gibt es auch kein stärkeres Rauschen oder Ähnliches.

Stimmen und hellere Geräusche werden ebenfalls ein Stück weit gedämpft, aber dies deutlich weniger als bei „großen“ Kopfhörern.

Von daher würde ich das ANC bei den Mi AirDots Pro als netten Bonus und auch in vielen Situationen als angenehm bezeichnen, aber ich würde mir die Ohrhörer nicht nur dafür kaufen.

 

Tragekomfort

Die Xiaomi Mi AirDots Pro sind an sich angenehme Ohrhörer. Dies liegt vor allem an der Form. Die Mi AirDots Pro sind nicht zu groß oder zu klein. Diese werden hierdurch in 99% aller Ohren problemlos passen. Auch die Passform ist von Xiaomi gut gewählt!

Etwas gewöhnungsbedürftig sind lediglich die „Röhrchen“ welche auf Höhe der Ohrlappen hängen. Praktisch haben diese mich allerdings so gut wie gar nicht gestört und wenn dann eher optisch.

Wenn es einen Kritikpunkt beim Tragen der Xiaomi Mi AirDots Pro gibt, dann eher der Halt. Dieser ist im Alltag völlig okay. Aber gerade für Sportler gibt es Ohrhörer welche sich noch besser in Euren Ohren verkeilen. Hier würde ich aber sagen kommt Ihr während des Sports mit normalen In-Ears klar, dann auch mit den Xiaomi.

Dank IPx4 macht auch etwas Schweiß oder Regen diesen nichts.

 

Klang

Kommen wir zum vermutlich interessantesten Punkt, dem Klang.

Starten wir hier wie üblich mit den Höhen. Die Mi AirDots Pro besitzen klare und sehr saubere Höhen. Diese sind allerdings tendenziell etwas wärmer angehaucht. Erwartet Ihr einen besonders leichten und brillanten Klang, dann werdet Ihr enttäuscht. Allerdings sind die Mi AirDots Pro auch nicht dumpf oder matt. Diese haben gerade genug „Höhen“ um klar und sauber zu klingen.

Dementsprechend sollte es nicht überraschen, dass die Mitten der Ohrhörer etwas ausgeprägter ausfallen. Nein ich würde diese nicht als angehoben bezeichnen, aber diese wurden auch nicht abgesenkt. Die Xiaomi verhalten sich hier recht neutral. Hierdurch wirken die Ohrhörer aber sehr schön voll und Stimmen kommen gut zur Geltung, gerade wenn diese etwas wärmer sind.

Als die größte Stärke der Mi AirDots Pro würde ich aber den Bass bezeichnen. Dieser ist durchaus ein stückweit angehoben, aber auch nicht übertrieben. Musik klingt ausgesprochen satt und lebendig, aber der Bass dominiert auch nicht völlig. Hier Xiaomi eine wirklich schöne Balance gefunden! Dabei ist der Bass nicht nur kräftig, sondern auch qualitativ völlig in Ordnung! Selbst der Tiefgang ist für Ohrhörer der 100€ tadellos.

Unterm Strich kann man also durchaus sagen Xiaomi hat beim Klang einen klasse Job gemach! Es macht sehr viel Spaß die Xiaomi Mi AirDots Pro zu nutzen. So viel, dass ich vielleicht sogar auf diese für den Alltag wechsele (von den „großen“ Sennheiser Momentum True Wireless), was wie ich denke einiges aussagt.

Hinzu kommt eine überdurchschnittliche Detail-Wiedergabe und „Sauberkeit“ im Klang, erstaunlicherweise dies gerade in Kombination mit IOS Geräten. Die Mi AirDots Pro unterstützen den AAC Codec, welcher gerade unter IOS ein gewisser Vorteil sein kann. Unter Android ist aber AAC teilweise sogar eher ein Nachteil und oftmals dem SBC Codec unterlegen.

Allerdings im Falle der Mi AirDots Pro konnte ich keinen schlechteren Klang unter Android beobachten, was auch bei Xiaomi (einem Android Hersteller) merkwürdig wäre. Ein Grundrauschen konnte ich eben so wenig ausmachen.

Was die räumliche Darstellung angeht, zeigen sich die Mi AirDots Pro unspektakulär. Diese ist ordentlich, aber blöd gesagt auf einem Level wie man diese bei 100€ Ohrhörern erwarten darf.

Probleme mit der Verbindung hatte ich keine! Ganz im Gegenteil, die Signalstärke der Mi AirDots Pro ist klar als überdurchschnittlich zu bezeichnen. In diesem Punkt sind die Ohrhörer sogar mit die besten Modelle die mir bisher begegnet sind.

Durchschnittlich ist wiederum die maximale Lautstärke. Diese ist mehr als ausreichend und auch vermutlich höher als jeder Ohrenarzt empfehlen würde, aber auch nicht brüllend laut.

 

Fazit

Voll empfehlenswert! Anders kann das Fazit zu den Xiaomi Mi AirDots Pro nicht lauten. Für einen Preis von +- 120€ (zum Zeitpunkt des Tests, mittlerweile deutlich günstiger!) sind dies sehr gute „TWS“ Bluetooth Ohrhörer und es wird sehr schwer sein etwas besseres auf dem Markt zu finden für das Geld.

Die größte Stärke der Mi AirDots Pro ist die alltags Tauglichkeit. Die Transportbox ist qualitativ hervorragend und die Magneten schön stark. Eine gute Transportbox ist bei komplett kabellosen Ohrhörern wichtig! Hier holen sich die Ohrhörer schon mal fast die volle Punktzahl.

Auch das automatische Ein- und Ausschalten funktioniert absolut tadellos, genau wie die generelle Steuerung, wenn man sich einmal die Touch Gesten eingeprägt hat.

Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch der Klang. Hier können die Xiaomi Mi AirDots Pro mit einem kräftigen, aber dynamischen Klang überzeugen. Gerade wenn Ihr einen Hauch mehr Bass mögt, werdet Ihr viel Freude an den Ohrhörern haben!

Dabei besitzen diese aber nicht so viel Bass, dass dieser alles überschattet. Ich schätze die Xiaomi Mi AirDots Pro treffen hier den Mehrheitsgeschmack ganz gut.

Weitere Bonuspunkte gibt es für das durchaus brauchbare Aktive Noise Cancelling, welches gerade auf längeren Reisen angenehm sein kann. Nein dies ist nicht so gut wie bei den Bose QC35, aber ich glaube dies darf man auch nicht erwarten.

Gibt es aber auch Kritikpunkte? Ich finde, dass der Akku in der Transportbox etwas klein geraten ist. 2-3 Ladungen sind zwar okay, genau wie eine gesamt Laufzeit von +- 10 Stunden, aber es hätte sicherlich mehr Akku in die Box gepasst.

Dennoch unterm Strich kann ich die Xiaomi Mi AirDots Pro nur voll empfehlen! Starker Klang und gute Alltagstauglichkeit zum kleinen Preis.

Der Cheerlux CL760 im Test, ein guter Beamer für unter 200€?

Es gibt wenig schöneres als einen Film oder ein Spiel auf einer großen Leinwand zu schauen. Dies ist einfach ein völlig anderes Feeling als auf einem Fernseher.

Leider sind große und auch gute Beamer teils sehr teuer! Dies natürlich auch in einem gewissen Rahmen zurecht, Qualität hat ihren Preis.

Aber geht es nicht günstiger? Ja sagen die gefühlt hunderten asiatischen Hersteller die Ihre Beamer auf Amazon, eBay oder den diversen asiatischen Versendern anpreisen.

Viele dieser Modelle sind zugegeben sehr mäßig, viele aber auch sehr brauchbar! In welche dieser Kategorien passt der Cheerlux CL760?

Cheerlux verspricht natürlich eine hervorragende Qualität zu einem günstigen Preis. Letzteres stimmt beim CL760 ohne Frage, welcher je nach Version gerade einmal 120-160€ kostet.

Aber wie steht es um die Qualität? Finden wir dies im Test des CL760 heraus!

 

Der Cheerlux CL760 im Test

Cheerlux setzt beim CL760 auf ein recht klassisches Beamer Design. Der Cheerlux CL760 ist in einer halbrunden Form gehalten, dessen Front abgeflacht ist. Mit einer Breite von rund 31cm und einer Tiefe von 23cm ist dieser schon ein etwas größeres Modell.

Suboptimal solltet Ihr diesen transportieren wollen, aber natürlich sind etwas größere Abmessungen besser für die Kühlung und auch letztendlich die Bildqualität.

Das Gehäuse des CL760 strahlt jetzt nicht unbedingt eine übermäßige Wertigkeit aus. Cheelux setzt auf ein einfaches Kunststoffgehäuse, welches allerdings seinen Job macht. Der Beamer wird Euch also nicht auseinanderfallen oder Ähnliches, aber auch keinen Schönheitspreis gewinnen.

Auf der Front des Beamers finden wir unter einer Klappe die angenehm große Linse, welche bereits etwas Vertrauen ausstrahlt.

Oberhalb der Linse sind zwei Drehräder angebracht. Eins um das Bild zu fokussieren und eins um Verzerrungen im Bild auszugleichen, solltet Ihr diesen nicht ganz gerade vor der Leinwand aufgebaut haben.

Wie üblich befinden sich auf der Oberseite ein paar weitere Steuerungstasten. Den Cheerlux gibt es in zwei Versionen, einmal als „dummen“ Beamer und einmal mit Android.

Ich habe hier die Version mit Android! Daher sind die Steuerungstasten besonders wichtig.

Erfreulicherweise verfügt auch die Android Version über zwei HDMI Eingänge, für sonstige Streaming Boxen, TV-Reciver, Spielekonsolen usw.

Auch vorhanden ist ein VGA Port und ein AV Eingang. Der AV Eingang macht Sinn falls Ihr noch eine ältere Spielekonsole wie PS 1/PS 2 oder noch älter am Beamer nutzen wollt.

Neben diesen Anschlüssen verfügt der CL760 aber auch über einen 3,5mm Audio Ausgang und zwei USB Ports.

Letztere erlauben Euch das Verbinden einer Maus/Tastatur für die Android Nutzung oder zum Verbinden eines Speichermediums, klasse!

Bonus Punkte gibt es für das integrierte Netzteil! Der Cheerlux CL760 verfügt über einen ganz normalen 3 Pin Stecker auf der Rückseite.

Im Lieferumfang liegt neben dem Netzkabel natürlich auch eine Fernbedienung. Diese ist die typische „China“ Fernbedienung aus einfachem Kunststoff. Allerdings was die Tastenanzahl angeht, genau wie ihr Druckpunkt ist die Fernbedienung völlig okay.

 

Menü und Feature

Der Cheerlux CL760 ist kein normaler „dummer“ Beamer. Cheerlux setzt bei diesem auf ein Android Betriebssystem, welches auch ohne separat angeschlossene Geräte, was natürlich via HDMI usw. problemlos geht, bereits etwas kann.

Ihr habt beispielsweise ein Media Player vorinstalliert. Schließt Ihr einen USB Stick mit Videos an, dann lassen sich diese direkt wiedergeben. Auch die Media Software Kodi ist vorinstalliert. Was allerdings fehlt ist ein App Store.

Ihr habt also auf dem CL760 keine Google Dienste. Schade, aber nicht weiter überraschend.

Einige Apps könntet Ihr versuchen direkt als APK auf dem Beamer zu installieren. Ich erwarte aber nicht, dass Netflix oder Amazon Prime Video funktioniert.

Meine Empfehlung kauft Euch für 39€ einen FireTV Stick oder ähnliches und Ihr habt einen besseren Mediaplay. Das integrierte Android ist zwar nett und bietet eine gewisse Flexibilität, aber ein FireTV oder Chromecast usw. wäre schon komfortabler.

Der Cheerlux CL760 unterstützt aber im übrigen Miracast!

Pluspunkte gibt es auch für das schnelle Starten und Ausschalten. Der CL760 geht in einen Standby Modus. Das Erwachen aus diesem dauert gerade einmal +-13 Sekunden und das Ausschalten +- 2 Sekunden.

 

Bildqualität

Bei der Bildqualität des Cheerlux CL760 bin ich etwas hin und her gerissen. Grundsätzlich bietet dieser ein schön helles Bild und auch eine gute Schärfe.

Zwar löst das Bild „nur“ mit 1280 x 800 Pixel auf, aber in der Praxis ist dies erstaunlich okay. Text wirkt nicht wie bei einem 4K Beamer super weich, aber selbst bei einer etwas größeren Bildgröße kann man keine Pixel „zählen“.

Allerdings habe ich hier leider auch einen großen Kritikpunkt. Eventuell hatte ich bei meinem CL760 etwas Pech, eventuell ist dies aber auch bei allen Geräten so. Bei meinem Cheerlux CL760 fällt die Bildschärfe am Rand merkbar ab.

Dies ist gerade im Menü auffällig. In der Mitte ist Text knackig scharf, am Rand etwas weicher. Dies deutet auf eine weniger gut geschliffene Linse hin. In Filmen fällt dies allerdings weniger auf.

Und nein ich hatte die Schärfe korrekt eingestellt! Bonuspunkte gibt es für eine optische Keystone Korrektur, welche man in dieser Klasse Beamer nur selten sieht.

Auch Farben und Kontraste sind bei einem ausreichend abgedunkelten Raum tadellos! Abseits des Schärfeverlustes am Rand habe ich nichts zu beklagen!

 

Lautstärke

Die Lautstärke ist leider beim Cheerlux CL760 ein etwas kritischer Punkt. Der Lüfter des Beamers arbeitet konstant recht hart.

Diesen als absolut unaushaltbar zu bezeichnen wäre sicherlich etwas übertrieben. Legt Ihr aber besonders viel Wert auf Ruhe ist der Cheerlux CL760 nichts für Euch! Auf eine Distanz von +- 2 Metern ist dieser deutlich hörbar, sofern natürlich nicht laut Musik/Film läuft.

Darüber hinaus wird es langsam deutlich angenehmer. Immerhin ist das Lüftergeräusch nicht übermäßig penetrant. Der Lüfter hat ein recht angenehm „warmes“ Brummen, welches nicht in den Ohren weh tut.

 

Fazit

Der Cheerlux CL760 ist nicht perfekt! Der Beamer ist relativ laut und besitzt einen gewissen Schärfeverlust zu den Rändern hin.

Allerdings abseits davon macht der Cheerlux einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Job! Die generelle Bildqualität würde ich als stark einstufen, gerade wenn man den Preis von unter 200€ bedenkt.

Auch die Anschlussvielfalt ist beeindrucken! Alleine die beiden HDMI Eingänge sind bei solch günstigen Geräten nicht selbstverständlich. Hinzu kommt die flexible Android Basis, die gerade für Bastler sehr spannend ist.

Am Ende kommt es aber etwas auf Euer Budget an. Wollt Ihr nicht mehr als 200€ für einen Beamer ausgeben, dann muss man mit Schwächen leben. Beim Cheerlux CL760 wäre dies primär die Lautstärke. Könnt Ihr damit leben? Dann erhaltet Ihr einen sehr soliden Beamer für rund 190€!

Die Dell Notebook Power Bank Plus PW7018LC mit 65W Leistung im Test

In der Regel wenn wir uns auf Techtest eine Powerbank oder ein Ladegerät ansehen, stammen diese von einem der diversen asiatischen Zubehörspeziallisten, wie Anker, RAVPower, AUKEY usw.

Allerdings ab und zu hat auch mal ein „großer“ Hersteller ein sehr interessantes Modell in seinem Sortiment versteckt. In diesem Fall spreche ich von der Notebook Power Bank Plus PW7018LC von Dell.

Hierbei handelt es sich um eine 100€ Powerbank, welche allerdings aufgrund einer Ausgangsleistung von satten 65W über einen USB C Port ausgesprochen interessant ist.

Powerbanks welche 65W leisten können, sind sehr selten auf dem Markt! Zudem handelt es sich hier auf den ersten Blick um ein universelles Modell, welches den normalen USB C Power Delivery Standard nutzt.

Hierdurch ist die Notebook Power Bank Plus PW7018LC auch für Notebooks wie das Apple MacBook Pro oder die ASUS Zenbooks durchaus interessant.

Wollen wir uns die Dell Powerbank doch einmal im Test näher ansehen! Ist die Dell PW7018LC die beste Notebook Powerbank?

 

Die Dell Notebook Power Bank Plus PW7018LC im Test

Ganz klar gesagt, sucht Ihr eine besonders kompakte und leichte Powerbank, ist die PW7018LC wirklich nur bedingt etwas für Euch! Um eine Leistung von 65W in einer Powerbank unterzubringen wird eine „kräftige“ Elektronik benötigt, welche auch viel Hitze entwickelt, die abgeführt werden muss.

Zwar würde ich die Dell PW7018LC noch als sehr portabel einstufen, gerade wenn man einen Rucksack nutzt, aber für eine Powerbank mit einer Kapazität von 17567mAH (65Wh @3,7V) ist die PW7018LC einfach recht groß!

Mit 160 x 78 x 22mm entspricht diese eher der Größe einer normalen 26800mAh Smartphone Powerbank. Auch das Gewicht fällt mit 460g kräftig aus!

Immerhin bekommen wir dafür ein sehr schickes und wertiges Aluminium Gehäuse. Dieses umspannt die komplette Powerbank und ist aus einem Guss gefertigt. Lediglich das Front- und Endstück sind aus Kunststoff. Dennoch strahlt die PW7018LC eine unheimliche Massivität und Wertigkeit aus!

Auch das Design und das Dell Logo gefallen mir sehr gut! Man merkt hier eine premium Powerbank vor sich zu haben.

 

Technische Ausstattung der Dell PW7018LC

Die PW7018LC verfügt über drei Anschlüsse. Der wichtigste und auch klar auffälligste Anschluss ist der USB C Ausgang.

Dell setzt hier auf ein fest verbundenes USB C Kabel! Mit ca. 50cm ist dieses ausreichend lang und auch generell recht wertig erscheinend. Es ist aber natürlich Geschmackssache ob einen das fest integrierte Kabel gefällt oder stört.  Immerhin kann man so nie ohne Kabel dastehen.

Dell nutzt bei diesem USB C Ausgang den USB Power Delivery Standard! Heißt diese Powerbank funktioniert nicht nur mit Dell Produkten, sondern universell!

Ich könntet also über die Powerbank auch ein Apple MacBook oder eine Nintendo Switch schnellladen. Die Betonung liegt auf schnell, denn der USB C Port kann satte 65W Leistung liefern! Für Smartphones mehr als genug Leistung und sogar ausreichend um größere Notebooks problemlos mit Energie zu versorgen.

Die meisten 13 Zoll Notebooks benötigen höchstens 45W, hier wäre also sogar noch ein Puffer vorhanden. Es ist nicht schlimm wenn ein Ladegerät mehr Leistung hat als benötigt wird.

Die 65W teilen sich auf 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A oder 20V/3,25A auf. Interessanterweise kann die PW7018LC auch alle anderen Spannungen zwischen 5V und 20V dynamisch ausgeben.

Wichtig! Bei USB Power Delivery wird die Spannung zwischen Notebook, Smartphone usw. und der Powerbank automatisch ausgehandelt. Ihr müsst hier also nicht per Hand die Spannung wählen, wie es früher bei Notebook Powerbanks noch üblich war. Dementsprechend kann hier auch nichts schief gehen.

Schließt Ihr die Dell Notebook Power Bank Plus an ein inkompatibles Gerät an, wird einfach nichts passieren (sofern sich das Notebook an den USB C Standard hält).

Die PW7018LC wird allerdings nicht über dieses USB C Kabel geladen, sondern über einen separaten USB C Eingang. Dieser unterstützt ebenso den USB Power Delivery Standard!

Zusätzlich haben wir noch einen normalen USB Ausgang mit 5V 2A für das normale Smartphone.

Ein interessantes Bonus Feature ist die Möglichkeit Euer Notebook und die Powerbank gleichzeitig zu laden. Verbindet Ihr Euer Ladegerät mit der Powerbank und diese dann mit Eurem Notebook, wird beides geladen.

Hierbei wird aber nicht einfach nur die Leistung durchgeschleift, sondern zuvor aufbereitet und es können wohl sogar über 65W durch die Powerbank verarbeitet werden, was ich aber aufgrund mangelnder Testgeräte leider nicht überprüfen kann.

Es wird hierbei immer zuerst das Notebook geladen und dann die Powerbank bzw. die zur Verfügung stehende Leistung die Euer Notebook nicht benötigt, landet in der Powerbank.

Neben einer Status LED im Kabel, besitzt die PW7018LC auch fünf Ladestands-Leds am Gerät.

 

Die Kapazität

Starten wir wie Üblich mit der Kapazität. Diese wird von Dell nur mit 65Wh angegeben, was für eine Powerbank etwas ungewöhnlich ist. An sich ist zwar die Wh Angabe deutlich genauer als eine reine mAh Angabe, wir rechnen der besseren Vergleichbarkeit dennoch um.

Bei den meisten Powerbanks bezieht sich die Kapazitätsangabe auf 3,7V, also 65 / 3,7 = 17,567Ah = 17567mAh.

Messen konnte ich bei der PW7018LC 61,197Wh bzw. 16539mAh, was satten 94% der Herstellerangabe entspricht!

Dies ist ein klasse Wert! Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich bei Powerbanks immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku-Zellen und nicht auf die nutzbare Kapazität.

Letztere ist allerdings aufgrund der Umwandlung der Spannung und anderer interner Prozesse nicht zu 100% effizient.

94% echte Kapazität ist aber schon sehr gut! Wichtig die letztendliche Kapazität bzw. Effizienz hängt auch etwas vom Tempo ab mit dem Ihr die Powerbank entladet. Schneller = ineffizienter, auch wenn dies bei PW7018LC nicht so der Unterschied zu machen scheint.

 

Ladetests

Starten wir mit der wichtigsten Frage, ist Dell mit der Angabe ehrlich, dass die Powerbank 65W Leistung liefern kann? Ja das war Dell! Ich konnte überprüfen, dass die Powerbank 65W ausgeben kann, genau genommen liegt das Maximum bei 19,89V und ca. 3,6A also 71,6W ehe die Powerbank abschaltet.

Die generelle Spannungsstabilität ist dabei als gut zu bezeichnen!

Folgende Geräte habe ich an der Dell Powerbank getestet:

  • Apple MacBook Pro 13 late 2016
  • Dell XPS 13 9380
  • Google Pixel 3 XL
  • Apple iPad Pro 11
  • Samsung Galaxy Note 9
  • Nintendo Switch

Starten wir bei den Smartphones. Sowohl das Google Pixel 3 XL (9V 1,82A) wie auch das Samsung Galaxy Note 9 (5V 2,55A) lassen sich am USB C Port der Powerbank schnellladen.

Am normalen USB Port hingegen werden durchschnittliche normale Ladegeschwindigkeiten erreicht.

Das Apple iPad Pro 11 besitzt bekanntlich ebenfalls einen USB C Port. Über diesen kann das iPad auch satte 30W aufnehmen, welche die Dell PW7018LC problemlos liefern kann.

Ähnliches gilt auch für die Nintendo Switch, die mit der Powerbank ihr volles Tempo erreicht.

Das Wichtigste sind aber unsere beiden Notebooks. Die Dell XPS 13 Notebooks können „leider“ nur 45W im Maximum aufnehmen. Es sollte hier aber keine Überraschung sein, dass dies auch bei einer Dell Notebook Powerbank problemlos funktioniert.

In meinem Test nahm das XPS 13 9380 44,3W im Maximum auf.

Die Dell Powerbank funktioniert aber auch mit dem Apple MacBook Pro 13 late 2016 absolut problemlos. Dieses kann sogar rund 48W aufnehmen.

Klasse! Die Dell PW7018LC zeigt erfreulicherweise eine breite Kompatibilität in meinem Test. Habt Ihr ein Notebook das sich via USB C aufladen lässt, dann ist es sehr wahrscheinlich, dass dieses perfekt mit der Dell PW7018LC harmoniert.

 

Aufladen der Dell PW7018LC

Um die Dell PW7018LC aufzuladen müsst Ihr ein Ladegerät mit dem USB Power Delivery Standard nutzen!

Nein ein USB A auf USB C Kabel wird nicht funktionieren.

Habt Ihr ein USB Power Delivery Ladegerät, spielt es auch kaum eine Rolle wie viel Leistung dieses hat. Selbst an einem 18W USB PD Ladegerät lädt die Powerbank problemlos, allerdings mit niedrigerem Tempo.

Wollt Ihr das volle Ladetempo müsst Ihr ein 45W USB PD Ladegerät oder größer einsetzen. Hier scheint das Maximum der Leistungsaufnahme bei rund 32-33W liegen, woraus eine Ladezeit von rund 2 Stunden resultiert.

 

Fazit

Die Dell Notebook Power Bank Plus PW7018LC ist wie der Name schon sagt eine klasse Notebook Powerbank, welche gerade für größere Notebooks ausgesprochen interessant ist. Dies liegt primär an der hohen Leistung von 65W auf dem USB C Port und der Möglichkeit die Powerbank gleichzeitig zu laden und zu entladen. Auch die Haptik und die Verarbeitung ist klasse!

Allerdings ist die PW7018LC mit knapp über 100€ auch eine recht teure und von den Abmessungen recht große Powerbank, für ihre Kapazität von +- 16539mAh.

Daher würde ich Euch, falls Ihr eine Powerbank für Smartphones, Tablets oder kleinere Notebooks sucht, eher zu einem anderen Modell raten. In der 45W Klasse, was auch für 13 Zoll Notebooks in der Regel noch genug ist, gibt es einige gute und günstigere Modelle.

Habt Ihr aber ein größeres Notebook wie das Dell XPS 15 oder Apple MacBook Pro 15 (mit USB C), dann ist die Dell Notebook Power Bank Plus PW7018LC Eure beste Option auf dem Markt!