Das Eve Degree im Test

Wenn man nach einer smarten Wetterstation sucht, wird man zunächst immer über Netatmo stolpern. Als nächste Alternative wird dann aber meist das Eve Degree bzw. allgemein das Eve Lineup genannt.

Zumindest dann wenn Ihr im Apple Ökosystem unterwegs seid.

Dies hat mich natürlich neugierig gemacht. Kurzum ich habe einen Eve Degree bestellt.

Wollen wir uns doch einmal in einem Test ansehen was dieses kann und ob sich die Investition gelohnt hat. Neugierig?

 

Der Eve Degree im Test

Man merkt dem Eve Degree an, dass dieses ein premium Produkt ist, welches sich an die Apple Zielgruppe richtet. Das komplette äußere Gehäuse ist aus einem sehr schön wertigen Aluminium gefertigt.

Dies verleiht dem Eve Degree eine gewisse Massivität und Stabilität.

Auf der Front findet sich ein recht großes Display. Hierbei handelt es sich aber um ein klassisches LC Display ohne Hintergrundbeleuchtung! Dieses Display wird im Grunde nur dafür genutzt die aktuelle Temperatur anzuzeigen.

Sofern die Lichtverhältnisse einigermaßen sind, ist auch die Ablesbarkeit gut.

Dieses Display wird von schwarzem Hochglanz Kunststoff eingefasst und von einer Plexiglas Scheibe bedeckt. Abseits des Eve Schriftzugs ist das Degree ansonsten komplett clean.

Auf der Rückseite findet sich lediglich eine Taste zum Einschalten/Resetten, wie auch die Abdeckung für eine Knopfzelle und eine Hakenöffnung.

Leider legt Elgato keinerlei Montagematerial mit in den Lieferumfang!

Mit 54 x 54 x 15,8 mm ist das Eve Degree aber so klein und leicht, dass Ihr dies einfach mit etwas doppelseitigem Klebeband oder einem kleinen Haken befestigen könnt.

Laut Elgato ist das Eve Degree auch im Außenbereich nutzbar, hier wäre ich aber etwas vorsichtig und würde einen direkten Wasserkontakt vermeiden.

 

Die Technik

Wichtig, das Eve Degree ist NUR mit Apple Geräten zu nutzen. Eve nutz Apples Homekit als Basis für seine Plattform, welche natürlich unter Android nicht nutzbar ist.

Ein weiterer großer Unterschied zu beispielsweise Netatmo ist die Technik auf welcher das Ganze basiert. Das Eve Degree nutzt Bluetooth zur Verbindung und nicht WLAN.

Der Vorteil liegt auf der Hand, Bluetooth ist günstiger und energiesparsamer. Im Gegenzug ist allerdings die Reichweite stark limitiert und eine Steuerung/Auslesen der Daten übers Internet nicht möglich.

Im Normalfall würde ich dies als eine sehr große Einschränkung deklarieren, aber das Apple HomeKit System hebt das Ganze wieder etwas auf.

Im Normalfall ist ein Bluetooth Gerät immer nur mit einem Gerät gleichzeitig verbunden, Apple HomeKit synchronisiert allerdings diese Daten. Auf einem Gerät eingerichtet, könnt ihr mit allen Euren IOS Geräten die Daten des Eve Degree Auslesen, ohne dieses manuell erneut zu verbinden.

Auch wenn Ihr einen Apple TV habt, kann dieser als eine Art Basisstation genutzt werden. Dennoch wäre für mich WLAN weiterhin eleganter.

Immerhin die Bluetooth Reichweite ist ausreichend hoch, vermutlich da nicht viele Daten übertragen werden müssen. Wir reden hier über 2-3 Wände Abstand die man haben darf.

 

Die App und Feature

Um das Eve Degree zu nutzen, müsst Ihr die Eve App auf Eurem iPhone installieren. Die Eve App ist dabei nicht nur für das Eve Degree, sondern auch für andere Eve Produkte gemacht und gedacht.

Neben dem Auslesen der Daten könnt Ihr in der Eve App Räume anlegen und auch diverse Automatismen erstellen, die natürlich nur Sinn machen wenn Ihr mehrere Eve Produkte habt.

Alternativ könnt Ihr all dies auch direkt über die Apple Home App machen. Hier lassen sich ebenfalls die Daten vom Eve Degree auslesen und Automatismen einstellen, letzteres aber nur wenn Ihr einen Apple TV /HomePod habt.

Welche App nun für Euch komfortabler ist überlasse ich Euch. Die Apple Home App bietet natürlich den Vorteil, dass auch andere HomeKit Produkte sich über diese steuern lassen.

Die Eve App hingegen ist ein gutes Stück detaillierter.

Starten wir aber bei den Basics. Was kann das Eve Degree messen? Grundsätzlich drei Dinge, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck. Das Eve Degree ist hier tendenziell eher für die Innenräume gedacht, allerdings gibt es auch ein Außenmodul.

Diese Daten werden alle 10 Minuten automatisch im Hintergrund aktualisiert. Hieraus konstruiert die Eve App auch schöne Verlaufsdiagramme über einen Zeitraum von einem Tag bis hin zu einem Monat. Habt ihr mehrere Eve Degrees lassen sich hier auch die Daten vergleichen.

Die Eve App ist zwar etwas komplexer als ich dies zunächst erwartet hätte, bereitet die Daten aber wirklich schön auf!

Sollte sich Euer iPhone mal nicht in der Nähe des Eve Degree befinden, gibt es auch keine Lücke in diesen Aufzeichnungen. Anscheinend speichert das Degree die Verlaufsdaten auch intern und übermittelt diese dann bei der nächsten Verbindung.

 

Fazit

Das Eve Degree* hat mich durchaus positiv überrascht! Zwar würde ich grundsätzlich eher den Kauf einer Netatmo Wetterstation oder eines Netatmo Home Coach empfehlen, diese bieten noch mehr Daten und Ihr seid nicht ganz so auf das Apple Ökosystem festgelegt.

Aber solltet Ihr eh ausschließlich im Apple Ökosystem unterwegs sein, macht auch das Eve Degree seinen Job gut! Ihr könnt Temperatur, Luftfeuchtigkeit und auch Luftdruck akkurat messen. Zudem lassen sich in der Eve App schöne Verlaufsdaten betrachten.

Dies ist gerade bei einer Außennutzung durchaus interessant! Hier ist auch das Display direkt am Degree praktisch.

Mit diesen Daten könnt Ihr automatische Aktionen wie „bei einer Temperatur unter XYZ schalte Heizlüfter ein“ erstellen, vorausgesetzt Ihr habt den Eve Zwischenstecker.

Mit rund 60€ ist das Eve Degree* zwar recht teuer, aber gut!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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