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Die besten TWS Ohrhörer unter 50€? Soundcore Liberty Neo im Test

Die Liberty Neo gehören zu den spannendsten TWS Ohrhörern im LineUp von Anker. Zum einem sind diese mit unter 50€ in einer recht gut bezahlbaren Preisklasse angesiedelt, zum anderen verfügen diese gerade auf der Amazon Plattform über extrem gute Bewertungen. Über 1700 5* Bewertungen können doch nicht lügen?

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 5

Diese extrem guten Bewertungen haben zumindest mein Interesse geweckt. Kurzum ich habe mir die Soundcore Liberty Neo aus eigener Tasche gekauft. Können diese TWS Ohrhörer wirklich überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Anker Soundcore Liberty Neo im Test

Die Soundcore Liberty Neo machen auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck! So ist die Ladebox mit 80 x 36 x 31 mm und einem Gewicht von 54 g (inklusive Ohrhörer, 43 g ohne) schön alltagstauglich.

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 1

Dabei setzt die Ladebox der Sonderversionen blau und rot auf eine Art Metallic Lackierung, welche wie Metall anmuten soll. Natürlich ist aber die Ladebox komplett aus Kunststoff gefertigt. Allerdings wirkt dieser Kunststoff sehr schön wertig und stabil. Ähnliches gilt auch für den Klappmechanismus.

Der integrierte Akku der Ladebox kann die Ohrhörer unterwegs rund 3x aufladen. Mit jeder Ladung sollen die Ohrhörer rund 5 Stunden durchhalten. Bei einer niedrigen Lautstärke kann ich diesen Wert auch bestätigen. Geladen wird die Ladebox noch über einen klassischen microUSB Port auf der Rückseite.

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 2

Bei den Soundcore Liberty Neo selbst setzt Anker auf eine Mischung aus einem einfachen, aber wertigen matten Kunststoff, wie auch Gummi bzw. Silikon Elemente. Dabei sind die Ohrhörer erfreulicherweise in einem recht kompakten „Ohrstöpsel“ Design gehalten. Die Ohrhörer sind also recht unauffällig gehalten, was im Alltag oftmals angenehm ist.

Auf der Rückseite der Ohrhörer findet sich eine Taste zur Steuerung. Über diese könnt Ihr Musik pausieren, fortsetzen, Anrufe annehmen usw. Hier bin ich allerdings hin und her gerissen. Normalerweise bin ich kein Fan von Touch-Pads bei Kopfhörern, aber bei TWS Ohrhörern machen diese meist mehr Sinn als Tasten. So sind die Tasten bei den Liberty Neo zwar schön leichtgängig, aber das Drücken während sich die Ohrhörern in den Ohren befinden ist eher so semi angenehm.

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 4

Das Ein/Ausschalten der Ohrhörer geschieht aber wie üblich automatisch wenn Ihr diese in die Ladebox legt bzw. heraus nehmt.

 

Tragekomfort

Die Liberty Neo sind mittelgroße Ohrhörer, welche über eine recht klassische „Ohrstöpsel“ Form besitzen. Anker hat bei diesen zudem auf Ohrhaken oder andere Silikon-Bügel verzichtet.

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 10

Hierdurch sitzen die Ohrhörer etwas lockerer als beispielsweise die Anker Soundcore Spirit Dot 2. Allerdings ist hierdurch der Sitz auch etwas entspannter und lockerer. Ihr habt weniger das Gefühl einen Fremdkörper im Ohr zu haben.

Dies ist ideal für etwas ruhigere Tätigkeiten oder einfaches Gehen. Unterm Strich würde ich die Liberty Neo weniger für sehr intensiven Sport empfehlen, aber dafür umso mehr für alltägliche Anwendungen wie den Heimweg usw.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Anker wirbt hier mit „ENORMER BASS: Unsere exklusive BassUp Technologie analysiert das Klangprofil in Echtzeit und erhöht niedrige Frequenzen automatisch um 43%. Mehr hören – mehr fühlen!“ Und ja ich denke dies trifft doch sehr gut wohin die akustische Reise geht. Die Soundcore Liberty Neo sind kleine Bass-Bomber. Gehen wir aber geordnet vor, starten wir also bei den Höhen.

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 8

Die Höhen der Soundcore Liberty Neo sind als gut bis sehr gut zu bezeichnen. Diese sind sehr schön klar und sauber. Dabei halten diese eine schöne Balance aus Brillanz und Abrundung. Zischlaute wirken also nicht übermäßig scharf oder schrill, allerdings können die Liberty Neo auch recht luftig klingen, wenn vom Song verlangt.

Die Mitten der Liberty Neo sind okay. Diese sind ganz klar von Anker auf die „Badewannen“ Klangsignatur getrimmt. Badewannen-Klangsignatur? Badewannen sind im Querschnitt vorne und hinten hoch und in der Mitte abgeflacht. So in der Art ist auch die Klangsignatur der Soundcore Liberty Neo. Viele Höhen, viele Bässe, weniger Mitten. Das soll nicht heißen, dass die Mitten furchtbar wären, dies ist nicht der Fall.  Stimmen und Gesang werden gut dargestellt und Musik hat eine gute Füllung. Allerdings setzt der Beat ein sind die Bässe klar dominant.

Der Bass ist klar das Prachtstück der Anker Soundcore Liberty Neo. Der Bass ist ein gutes Stück angehoben, sehr kräftig und vor allem Tief und voluminös! Solch einen wirklich runden und guten Bass hört man selten in der 50€ Preisklasse. Selbst der Tiefgang ist hervorragend! Seid Ihr Bass-Fans werdet Ihr hier voll auf Eure kosten kommen.

Im Gegenzug sind die Anker Soundcore Liberty Neo natürlich weniger etwas für die Puristen unter Euch, die einen besonders neutralen und unverfälschten Klang suchen. Die Liberty Neo nutzen den mächtigen Bass natürlich etwas zur „Effekthascherei“. Dieser in Kombination mit den guten Höhen lässt die Ohrhörer lebendig und kräftig erscheinen.

Interessanterweise haben alle aktuellen Anker SoundCore Ohrhörer einen sehr ähnlichen Bass.

Vergleich Anker Ohrhörer

Hier seht Ihr die Frequenzmessung der einzelnen Ohrhörer, der Bass ist der linke Bereich. Hier sind:

+- identisch. Solltet Ihr Euch bei den Anker SoundCore TWS Ohrhörern nicht entscheiden können, diese Modelle sind was den Bass angeht auf einem sehr ähnlichen Level. Lediglich die Höhen unterscheiden sich deutlich. So haben die Soundcore Liberty Neo ganz klar die neutralsten Höhen.

Neutral würde eine komplett gerade Linie von Anfang bis Ende bedeuten.

Frequenzkurve

Schlägt die Line nach oben aus bedeutet dies nur, dass dieser Frequenzbereich „lauter“ ist und somit kräftiger wirkt. Im Studio Umfeld gelten Kopfhörer und Ohrhörer als am besten wenn diese Möglichst neutral sind. Solche Ohrhörer wirken allerdings oftmals etwas „langweilig“. Daher gibt es hier beispielsweise den starken Bass-Boost. Bei anderen SoundCore Ohrhörern werden zudem die Höhen noch etwas weiter angehoben, wodurch diese subjektiv „klarer und brillanter“, aber auch anstrengender und gegebenenfalls unnatürlicher klingen.

 

Fazit

Es gibt an den Anker Soundcore Liberty Neo sehr viel zu mögen! Die Kombination aus:

  • Alltagstauglichem Design
  • Sehr gutem Tragekomfort
  • Rundem Klang mit starkem Bass
  • Guter Akkulaufzeit
  • Sehr fairem Preis von unter 50€

Ist fast wie der Heilige Gral bei den true Wireless Ohrhörern. Diese sind einfach ideal für den normalen Alltag, Bus, Bahn usw., wo man auch vielleicht nicht immer mit 200€ Ohrhörern herumrennen möchte.

Anker Soundcore Liberty Neo Im Test 6

Dabei sind die Liberty Neo auch klanglich nicht schlecht, ganz im Gegenteil! Diese besitzen recht neutrale Höhen und Mitten, aber einen stark angehoben Bass. Hierdurch klingen die Ohrhörer sehr lebendig und dynamisch. Musik macht mit den einfach Spaß! Dabei ist die Bass Qualität und der Tiefgang ziemlich perfekt.

Ziemlich perfekt ist auch der Tragekomfort. Für sehr intensiven Sport gibt es sicherlich besser Ohrhörer, aber die Liberty Neo Sitzen angenehm ohne zu drücken, was ideal für den Weg zur Arbeit, Schule oder Uni ist.

Kurzum ja, ich halte die Anker Soundcore Liberty Neo für die so ziemlich besten True Wireless Ohrhörer unter 50€, wenn Ihr einen guten Schuss Bass mögt. Die nächst besseren Ohrhörer wären im Übrigen die Anker Soundcore Spirit Dot 2, welche einen ähnlichen Bass und Tragekomfort haben (letzter etwas schlechter), aber noch etwas klarere Höhen bieten.

Der Cecotec CONGA 5090 Saugroboter im Test, ein spannender Exot!

Der spanische Hersteller Cecotec wird den wenigsten hier zu Lande etwas sagen. Allerdings bietet Cecotec einige wirklich spannende Saugroboter an! So bietet beispielsweise der CONGA 5090 laut Hersteller eine fantastische Saugleistung von 8000pa, austauschbare Bürsten, eine moderne Laser-Navigation, eine App Steuerung mit Raumunterstützung usw.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 12

Aber oftmals ist die Theorie und die Praxis doch etwas anderes. Wollen wir uns daher doch einmal den CONGA 5090 ansehen und ob dieser den Kaufpreis von fast 500€ gerechtfertigt ist.

An dieser Stelle vielen Dank an Cecotec für das Zurverfügungstellen des Saugroboters für diesen Test.

 

Der Cecotec CONGA 5090 Saugroboter im Test

Der CONGA 5090 setzt auf das vertraute Saugroboter-Design. Das heißt dieser besitzt eine runde Form, mit einer kleineren rotierenden Bürste auf der vorderen Seite. Diese soll Schmutz aus den Ecken kehren. Auf der Oberseite thront der auffällige Laser-Sensor, welcher das Kernstück der Navigation darstellt.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 1

Mit einer Höhe von ca. 11,8 cm ist der CONGA 5090 ausreichend flach, um unter die meisten Möbel zu gelangen.

Dabei ist das Gehäuse wie üblich aus Kunststoff gefertigt. Die Oberseite ist dabei aus einem Hochglanzkunststoff. Leider lassen sich auf diesem Kunststoff recht gut Fingerabdrücke usw. sehen. Ihr müsst Euren Saugroboter also regemäßig reinigen, ansonsten ist dieser schmutziger als Eure Wohnung.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 2

Ebenfalls auf der Oberseite sind zwei Steuerungstasten. Hierbei handelt es sich um Start/Stopp, wie auch um eine Taste um den Roboter auf seine Basisstation zu senden. Die Basis-Station ist wie üblich eine kleine Box mit zwei Kontakten auf der Front über welche der Saugroboter geladen wird.

Eine Besonderheit beim CONGA 5090 befindet sich auf der Unterseite. Wie die meisten Saugroboter verfügt auch der CONGA 5090 über eine motorisierte Bürste, welche den Saugmotor unterstützt. Beim CONGA 5090 liegen hier aber gleich drei verschiedene Bürsten mit im Lieferumfang.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 6

  • Eine „Walze“, welche komplett mit Borsten bestückt ist, für glatte Böden
  • Eine „Hybrid“-Bürste welche sowohl Borsten wie aber auch Gummi-Elemente besitzt, für Teppich und glatte Böden.
  • Eine Gummi-Walze für Tierhaare

Alle anderen mir bekannten Saugroboter (abseits von iRobot) setzten nur auf Hybrid-Bürsten. Auf glatten Böden oder wenn Ihr nur sehr wenige kurze Teppiche habt, macht aber eine Walzenbürste mehr Sinn. Diese können besser Schmutz von Böden aufnehmen und Haare können sich in diesen nicht so verfangen. Ihr habt also die Qual der Wahl.

Interessanterweise bietet Euch Cecotec neben der Steuerung direkt am Gerät und via App auch noch eine kleine Fernbedienung, welche im Alltag durchaus recht praktisch ist!

 

Filter und Schmutzauffangbehälter

Der Cecotec CONGA 5090 verfügt erfreulicherweise über einen recht großen Schmutzauffangbehälter, gerade verglichen mit den Roborock-Modellen. Für Nutzer mit Haustieren ist dies durchaus ein großer Vorteil. Zudem wirbt Cecotec mit „Zyklon-Technologie“ auf Seite des Filters.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 4

Dies halte aber für etwas Marketing. Es gibt zwar eine Art Zyklon im Inneren, dieser ist aber kein „echter“ Zyklon wie wir diesen von Dyson und Co. Kennen. Viel mehr handelt es sich um einen spiralförmigen-Kanal hin zum Schmutzauffangbehälter. Dennoch ist das Filter-System nicht schlecht. So ist der HEPA-Filter gut abgeschirmt, sodass der grobe Schmutz nicht an diesen herankommt.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 20

Allgemein blieb der HEPA-Filter vergleichsweise sauber. Ob dies nun an der Abschirmung liegt oder an dem Zyklon, oder an beidem kann ich nicht sagen. Hier können sich aber andere Hersteller ein Vorbild nehmen.

 

Einrichtung und App

Der Cecotec CONGA 5090 lässt sich natürlich auch über eine App steuern, welche passend zum Modell Conga 5090 heißt. Wenn Ihr nach der App im Google Playstore sucht werden Euch die negativen Bewertungen auffallen. Diese kann ich bedingt nachvollziehen.

Das erstmalige Verbinden des Saugroboters kann etwas trickreich sein, gerade wenn man nicht solche trickreichen Installationen gewohnt ist. Ladet Euch zunächst die App herunter und registriert Euch beim Hersteller. Wählt anschließend das Hinzufügen eines neuen Saugroboters aus. Startet den CONGA 5090 und haltet anschließend die beiden Tasten gedrückt bis diese Blinken. Nun sollte die App Euren Saugroboter erkennen und mit Eurem WLAN verbinden.

Dies hat bei mir nicht funktioniert! Wie macht man es funktionierend? Schaltet zuerst „Mobile Daten“ bei Eurem Smartphone aus und wechselt manuell während die App nach dem Saugroboter sucht auf das neu verfügbare CongaLaser WLAN Netz. Nun sollte die App den Sauger erkennen und ins Netzwerk einbinden.

Anschließend funktionierte die App bei mir wie erwartet! Hier und da gab es aber auch mal kleinere Verbindungsprobleme, die sich mit einem Neustart der App aber behoben haben. Die App ist zwar nicht so schick wie z.B. von Roborock, aber bietet an sich alle Funktionen die man in der Regel benötigt.

In der App Übersicht könnt Ihr den Saugroboter steuern und auch die aktuelle Karte inklusive der Live Position sehen. In den Einstellungen könnt Ihr zudem die Saugleistung und Putzleistung in vier Stufen anpassen. Interessant Ihr könnt einen „zweimaligen“ Modus aktivieren. Ist dieser aktiv versucht der Sauger alle Positionen in Eurer Wohnung zweimal zu überfahren, was die Gründlichkeit der Reinigung massiv erhöht!

Wenn ich etwas kritisieren muss, dann ist es die Möglichkeit zum Bearbeiten der Karte. Ihr könnt diese in Räume unterteilen, NoGo Bereiche festlegen usw. aber in das Menü dazu kam ich nur einmal beim ersten erstellen der Karte. Vielleicht habe ich aber auch nur eine Schaltfläche übersehen? Falls ja sollte diese besser sichtbar sein.

Navigation und Fahrverhalten

Die Navigation bei einem Saugroboter ist extrem wichtig. Alte Staubsaugroboter die eine Zufallsnavigation nutzen, was immer noch die meisten Modelle unter 250€ machen, sind gerade in komplexeren Wohnungen nur bedingt zu gebrauchen. Eine geordnete Navigation im besten Fall mit einem rotierenden Laser-Sensor ist „the Way to go“.

Genau über solch einen Laser-Sensor verfügt der CONGA 5090. Dieser sendet konstant einen Laser-Strahl aus der von Wänden und Möbeln reflektiert wird. Daraus kann der Saugroboter seine aktuelle Position und die Form Eurer Wohnung errechnen.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 10

Dies erlaubt in Kombination mit den Abstandssensoren und dem Stoßsensor eine zentimetergenaue Navigation, welche sichergeht, dass alle Räume und Bereiche Eurer Wohnung gleichmäßig gesaugt werden.

  1. In der Praxis verhält sich der CONGA 5090 ähnlich wie viele andere Modelle mit ähnlicher Navigation.
  2. Der Saugroboter startet.
  3. Er sucht sich zu seiner rechten eine Wand und folgt dieser .
  4. Nach ca. 5 Metern dreht der Roboter nach links ab bis er eine Wand findet.
  5. Dieser wird auch wieder 5 Meter gefolgt, ehe wieder nach links abgedreht wird usw.
  6. Erreicht der Sauger seine Ausgangsposition wird der mittlere Bereich in möglichst geraden Bahnen gereinigt.
  7. So unterteilt der Roboter Eure Wohnung in gleichmäßige Abschnitte welche nacheinander abgearbeitet werden.
  8. Dank der Laser-Navigation weiß der Saugroboter genau wo er noch hinmuss und wo er schon war, dies wird Euch auch auf der Karte eingezeichnet.

In der Praxis navigiert der CONGA 5090 durchaus sehr zuverlässig und auch vorhersehbar. Ich hatte wenige bis keine Situationen wo der Saugroboter irgendwie verwirrt wirkte. Teils versucht dieser sich nur etwas intensiver unter Stühle zu arbeiten. Sollte dies aufgrund des Abstands nicht gehen gibt der Roboter aber nach ein paar Minuten auf. Ein Roborock S6 MaxV wirkt im direkten Vergleich teils aber noch etwas souveräner, auch wenn der CONGA 5090 sich schon überdurchschnittlich gut verhält.

Erfreulicherweise hat der CONGA 5090 keine Probleme mit Teppichen, auch wenn diese etwas höher sind! 

Lediglich Tische und Stühle mit solch einer Art der Füßen (siehe Bild) sind ein Problem. Diese „Balken“ zwischen den Beinen sind meist gerade so hoch, dass der Roboter drauf kommt, aber dann hängen bleibt, es aus einem anderen Winkel versucht usw. Es kann hier sehr viel Zeit vergehen bis der Roboter aufgibt. Dies ist ein gängiges Problem von Saugrobotern die eine hohe Steigungsfähigkeit haben. Hier müsst Ihr in der App einen NoGo Bereich festlegen.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 9

Die generelle Fluchtlogik würde ich als gut einstufen. Der Cecotec CONGA 5090 konnte sich in meiner Wohnung aus allen Situationen befreien, in welche dieser auch hineingekommen ist. Was den Umgang mit herumliegenden Kabeln, Hundespielzeug usw. angeht, ist der Sauger durchschnittlich. Ihr solltet im besten Fall nichts herumliegen haben, aber das gilt für fast alle Saugroboter.

 

Die Saugleistung

Auf dem Papier ist die Saugleistung des Cecotec CONGA 5090 mit 8000pa geradezu gigantisch! Selbst die großen Modelle anderer Hersteller übertreffen in der Regel kaum die 2500pa.

Grundsätzlich ist mein Fazit zur Saugleistung positiv, aber die 8000pa halte ich für etwas optimistisch! Der CONGA 5090 übertrifft keinen Roborock S6 (mit 2000pa) um den Faktor 4x. Rein subjektiv hat der Roborock S6 sogar den höheren Luftdurchsatz.

Allerdings hat der Cecotec CONGA 5090 ein Ass im Ärmel, das sind die austauschbaren Bürsten. Habt Ihr nur glatte Böden bietet die „Walze“ eine hervorragende Saugleistung. Diese ist sehr gut darin auch längere Haare ohne Verwicklungen aufzunehmen und abzutransportieren. Selbiges gilt auch für größeren Schmutz wie Cornflakes, Hundeleckerlis usw. Auf Glatten-Böden ist die Saugleistung Weltklasse!

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 6

Auf Teppichen ist diese Bürste aber natürlich nur mäßig gut. Habt Ihr nur in einem Raum Teppichboden und dort auch nur leichte Verschmutzungen, dann ist die „Walzen-Bürste“ weiterhin auseichend. Bei mehreren Teppichen solltet Ihr aber auf die Hybrid oder die Tierhaar-Bürste wechseln. Die Hybrid-Bürste entspricht +- dem was 90% aller Saugroboter besitzen. Auch die Saugleistung ist hier +- auf dem Level eines Roborock S6, vielleicht leicht drüber aber dies ist schwer genau zu beurteilen.

Interessant ist die Gummi-Rolle für Tierhaare. Diese reinigt Teppiche weniger tief, dafür bleiben Tierhaare an der Walze besser „kleben“ und werden dann aufgenommen. Tierhaare sind für alle Saugroboter eine gewaltige Herausforderung! Selbst mein 600€ Roborock S6 MaxV schafft es nicht 100% der Haare von meinem Berner Sennenhund vom Teppich zu entfernen, diese kleben einfach unheimlich stark. Auch der CONGA 5090 schafft es nicht 100% alle Haare zu entfernen, bietet aber mit der Gummi-Walze eine bessere Reinigung als der Roborock! Dabei funktioniert die Gummi-Walze auch auf glatten Böden erstaunlich gut.

Kurzum, habt Ihr fast ausschließlich glatte Böden, dann bietet der CONGA 5090 mit seiner „Walze“ eine weit überdurchschnittliche Reinigungsleistung. Auf mix-Böden ist die Leistung mit der Hybrid-Bürste auf einem guten hohen Level. Habt Ihr viele Tierhaare und Teppichboden, dann ist die Leistung mit der Gummi-Walze ebenfalls weit überdurchschnittlich!

 

Lautstärke

Leider ist die Lautstärke der größte Kritikpunkt an dem Cecotec CONGA 5090. Selbst auf der niedrigsten Stufe erzeugt der Saugroboter ein vergleichsweise lautes „surren“, das auf den höheren Stufen auf die Lautstärke eines etwas älteren klassischen Staubsaugers anwächst.

Damit ist der Cecotec CONGA 5090 der lauteste Staubsaugroboter der mir bekannt ist.

 

Fazit

Der Cecotec CONGA 5090 ist ohne Frage ein sehr exotischer Saugroboter, welcher aber durchaus einige spannende Neuerungen mitbringt. Das Interessanteste ist hier die austauschbare Bodenbürste. Cecotec liefert spezielle Bürsten für glatte Böden, Mix-Böden und Tierhaare mit.

Zudem wirbt Cecotec mit einer unheimlich hohen Saugleistung, welche ich zwar so nicht zu 100% bestätigen kann, aber dennoch ist die Reinigungsleistung des CONGA 5090 sehr gut! Gerade in Kombination mit der Walze für glatte Böden oder der Bürste für Tierhaare. Hier kann der Sauger mit der ganz großen Konkurrenz mithalten oder diese sogar überbieten.

Cecotec Conga 5090 Saugroboter Im Tes 11

Auch die Navigation ist gelungen! In meinem Test wirkte der CONGA 5090 durchgehend souverän und zuverlässig. Dank der Laser-Navigation wusste der Saugroboter konstant wo er war und wo er noch hinmusste. Ideal für etwas komplexere Wohnungen mit vielen Räumen.

Die Cecotec App war soweit okay. Diese bietet zwar an sich alle Feature, könnt aber schon noch etwas mehr Liebe aufseiten des Designs und der Übersichtlichkeit benötigen.

Der größte Kritikpunkt am CONGA 5090 ist für mich die Lautstärke! Leider ist dieser ein sehr lauter Saugroboter. Diesen wollt Ihr also wenn möglich primär nutzen wenn Ihr entweder nicht da seid oder in einem anderen Raum. Bonuspunkte gibt es für die gute Wischfunktion und den großen Schmutzauffangbehälter. Dieser in Kombination mit der Gummi-Walze macht den Cecotec CONGA 5090 gerade für Haustierbesitzer interessant. Prinzipiell geht der Preis von 450€ (zum Zeitpunkt des Tests) für den CONGA 5090 in Ordnung, aber eine kleine Preissenkung würde doch die Marktposition etwas verbessern, gerade verglichen mit der bekannteren Konkurrenz.

Cecotec Conga 5090

B&W PI3, leider mit Nackenbügel, dafür mit einem spitzen Klang!

Durch das Aufkommen von True Wireless Ohrhörern sind klassische Bluetooth Ohrhörer oder auch Nackenband Ohrhörer weitestgehend vom Markt verdrängt worden.

Allerdings setzen einige Hersteller weiterhin auf das Nackenband Design, dazu gehört auch B&W. Dieses bietet auch einige Vorteile, so ist unter anderem mehr Platz in den Ohrhörern selbst, da viel Elektronik in das Nackenband ausgelagert werden kann. Dies wiederum kann die Klangqualität positiv beeinflussen.

B&w Pi3 Test 9

Aber dennoch muss ein Nackenband Bluetooth Ohrhörer im Jahr 2020 schon einiges bieten um sich gegen die kompaktere Konkurrenz zu behaupten. Gelingt dies den B&W PI3? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an B&W welche mir die PI3 für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Die B&W PI3 im Test

Starten wir mit der Frage was Nackenband Ohrhörer überhaupt sind. Nackenband Bluetooth Ohrhörer besitzen eine Art Kranz aus einem flexiblen Gummi der um Euren Nacken gelegt wird. An den jeweiligen Enden dieses Kranzes befindet sich ein Kabel, das die Ohrstöpsel verbindet.

B&w Pi3 Test 1

Dieses Design war extrem beliebt als Bluetooth Ohrhörer gerade im Kommen waren und Elektronik dafür noch recht viel Platz benötigte. Diese Elektronik und auch die Akkus wurden dann in das Nackenband ausgelagert, während die Ohrhörer selbst „normale passive Ohrhörer“ sind. Mit rund 31g sind die B&W PI3 sicherlich nicht schwer, aber auch nicht super leicht. In der Praxis spielt dies hier aber kaum eine Rolle, da das Nackenband seitlich auf Euren Schultern aufliegt. Hier sind 31g nichts!

B&w Pi3 Test 2

Das Nackenband bei den B&W PI3 ist komplett flexibel aus einem weichen Gummi bzw. Silikon gefertigt. Selbiges Material wird auch für die Kabel der Ohrhörer genutzt. An den Endstücken des Nackenbands sind kleine Verdickungen angebracht, welche mit einem Aluminium Gehäuse ausgestattet sind.

B&w Pi3 Test 3

An diesen Verdickungen finden sich auch die Steuerungs-Tasten und der Ladeport. Bei dem Ladeport handelt es sich um einen modernen USB C Port! Dieser ist aber komplett offen, zudem wirbt B&W auch nicht mit einem Wasserschutz. Ihr müsst hier also mit Schweiß etwas vorsichtig sein.

Die Akkulaufzeit liegt bei soliden 8 Stunden laut B&W. Dieser Wert kommt auch +- hin.

B&w Pi3 Test 5

Was die Verarbeitungsqualität angeht, kann ich nichts Negatives über die B&W PI3 sagen. Die Ohrhörer wirken wertig und solide gebaut.

 

Tragekomfort

An sich sind Nackenband Ohrhörer natürlich vergleichsweise groß und auch etwas klobig. Allerdings da das Gewicht des Nackenbands und auch der Elektronik usw. auf Euren Schultern liegt, merkt Ihr davon nicht viel!

Auch die Ohrstöpsel selbst sind recht bequem und sitzen gut in den Ohren. Dabei setzt B&W auf so genannte Ohrhaken, bei welchen es sich um kleine Silikonbügel handelt die sich in Euren Ohren verkanten.

Klingt etwas unbequem, ist aber nicht der Fall. B&W hat die Passform bei den PI3 wirklich sehr gut getroffen. Die Ohrhörer sitzen sehr fest und bequem in meinen Ohren. Ich würde den Tragekomfort mit einer 1- bewerten.

 

Klang

Gerade Kopfhörer und Ohrhörer sind absolute Wundertüten. Egal was die Hersteller alles versprechen, man weiß nie wie diese klingen. So ist es auch mir als Tester prinzipiell lieber Kopf/Ohrhörer klingen gut, so ist der Test einfacher für mich zu schreiben ????

Daher war ich von den B&W PI3 auch sehr positiv überrascht! Die Ohrhörer klingen fast schon etwas überraschend gut, starten wir aber am Anfang, also bei den Höhen.

Die Höhen der B&W PI3 sind tadellos! Diese sind super klar und sauber, ohne dabei künstlich schrill zu klingen. Stimmen wirken natürlich, deutlich verständlich und Zischlaute werden sauber abgerundet, ohne in die Ohren zu stechen. Ähnliches gilt auch für höhere Instrumente, welche ebenfalls sehr natürlich wirken, ohne die künstlichen Spitzen die viele Ohrhörer bieten.

B&w Pi3 Test 7

Ebenfalls positiv geht es bei den Mitten weiter! Diese sind absolut neutral und natürlich. Stimmen werden 1a wiedergeben, egal ob diese eher hell oder tief sind. Auch generell ist die Klangfülle gut, auch wenn hier noch etwas Luft nach oben ist.

Wichtig, probiert bei den B&W PI3 eventuell die größeren Silikon-Aufsätze aus! Für eine gute Bass-Wiedergabe ist eine gute Versieglung der Ohren extrem wichtig. Normalerweise passen mir die Standardaufsätze immer gut, bei den B&W PI3 musste ich eine Nummer größer wählen. Für dieses herumprobieren werdet Ihr aber mit einem wahnsinns Bass belohnt! Das „Wahnsinn“ bezieht sich dabei aber weniger auf die Masse. Ja die B&W PI3 bieten etwas mehr Bass, sind aber in keiner Weise als extrem zu bezeichnen. Was die Ohrhörer aber extrem gut machen ist die Bass-Qualität! Der Bass hat einen tollen Tiefgang, besitzt eine schöne Masse, wirkt dabei aber sehr präzise und „kompakt“.  Ich habe schon lange keinen solch guten Tiefbass mehr gehört wie bei den B&W!

 

Fazit

Ich bin an sich kein Fan des Nackenband Designs der B&W PI3. Ja dieses ist neutral gesehen eigentlich recht komfortabel, da das Gewicht der Bluetooth Elektronik, Akku usw. auf Euren Schultern liegt, aber mittlerweile bevorzuge ich ganz klar „true Wireless“ Ohrhörer. Zugegeben dies primär aufgrund der Optik.

B&w Pi3 Test 11

Allerdings machen mir die B&W PI3 ein negatives Fazit sehr schwer, denn die Ohrhörer klingen verdammt gut und sind bequem! Diese sind HiFi Ohrhörer wie sie im Bilderbuche stehen. Die Höhen sind wunderbar klar und sauber, ohne zu überschärfen. Die Mitten sind recht neutral mit einer guten Wiedergabe von Stimmen und der Bass ist wirklich ein kleines Meisterstück! Dieser hat einen tollen Tiefgang, klingt dabei aber sehr präzise und satt!

Damit sind die B&W PI3 zwar generell etwas lebendigere Ohrhörer, verzichten aber auf Extreme. Diese bieten einfach einen top Klang, der 90% aller Menschen gefallen wird. Hinzu kommt ein sehr guter Tragekomfort, der viele wenn nicht sogar die meisten true Wireless Ohrhörer übertrifft.

B&w Pi3 Test 12

Daher müssen wir etwas abwägen, ist das Nackenband Design für Euch Okay? Dann kann ich Euch gerade klanglich die Ohrhörer nur ans Herz legen! Für 150€ ist dieser top.

Die Anker Soundcore Life Dot 2 im Test

Mit den Life Dot 2 bietet Soundcore ein paar sehr attraktiver TWS Ohrhörer in der 50€ Preisklasse an, welche sich eine Klasse über den sehr beliebten Liberty Neo einordnen sollen. Diese sollen dabei dank 8mm dreifache Dynamic Drivers einen besonders guten und bassstarken Klang bieten.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 7

Hierbei wurde auch der Tragekomfort laut Hersteller dank ZERO-PRESSURE AIRWINGS nicht außer Acht gelassen. Klingt doch interessant, aber wie sieht es in der Praxis aus? Können hier die Soundcore Life Dot 2 überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Anker Soundcore Life Dot 2 im Test

Das Erste was bei den Anker Soundcore Life Dot 2 auffällt, ist die vergleichsweise große und schwere Lade/Transportbox der Ohrhörer. Diese misst 82 x 38 x 42 mm und bringt ein Gewicht von 99,9 g auf die Waage.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 1

Das hohe Gewicht hat aber auch einen Grund. So kann die Ladebox die Ohrhörer laut Hersteller 11,5 mal aufladen! Hier muss ich aber gestehen diesen Wert nicht nachgeprüft zu haben, die Größenordnung scheint aber zu passen. Mit einer Ladung halten die Ohrhörer 8 Stunden laut Hersteller durch. In der Praxis kam ich auf ca. 6-7 Stunden, aber bei niedriger Lautstärke halte ich 8 Stunden für machbar.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 3

Die Ladebox selbst ist wie üblich komplett aus einem matten, schwarzen Kunststoff gefertigt. Dieser macht einen guten Eindruck und wirkt wertig gearbeitet, auch wenn das Design „nichts Besonderes“ ist. Geladen wird die Ladebox via USB C.

Die Soundcore Life Dot 2 selbst setzen auf die meist übliche Ohrstöpselform. Dabei sind die Ohrhörer ebenfalls aus Kunstsoff gefertigt, sind aber ein Mix aus Hochglanz Kunststoff und mattem Kunststoff.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 5

Die Rückseite der Ohrhörer ist dabei eine kleine Touch Oberfläche zur Steuerung. Das Ein/Ausschalten passiert aber wie üblich automatisch wenn Ihr die Ohrhörer in die Ladebox legt bzw. herausnehmt.

 

Tragekomfort

Die Soundcore Life Dot 2 sind recht große TWS Ohrhörer. Anker setzt zudem bei diesen auf so genannte Ohrhaken, also kleine Silikon-Bügel die sich in Euren Ohren verhaken sollen. Hierdurch soll ein besser Halt entstehen.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 11

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort als befriedigend bis gut einstufen. Ich fand die Ohrhörer gerade im ersten Moment etwas groß und klobig in meinen Ohren. Allerdings habe ich mich erstaunlich schnell an diese gewöhnt, woraufhin der Tragekomfort gut war. Diese sind ohne Frage nicht die bequemsten Ohrhörer, aber sind auch nicht schlecht was den Tragekomfort angeht, gerade mit etwas Gewöhnung und herumprobieren der unterschiedlichen Aufsätzen.

 

Klang

Kommen wir zu spannendsten Punkt, dem Klang. Starten wir hier am Anfang, also bei den Höhen.

Die Höhen der Soundcore Life Dot 2 sind soweit sehr sauber und auch angenehm direkt. Allerdings sind diese auch nicht super „aggressiv“ und auch nicht übermäßig leicht/luftig. Die Höhen der Soundcore Life Dot 2 runden recht stark ab und wurden nicht bis ans Limit gepuscht. Ich würde diese als angenehm bezeichnen. Selbst spitze S Laute stechen nicht in den Ohren. Legt Ihr aber auf einen besonders leichten Klang wert, dann sind dies nicht die richtigen Ohrhörer für Euch.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 9

Dies liegt auch zu weiten teilen am Bass und den Mitten. Der Bass ist eindeutig die treibende Kraft bei den Soundcore Life Dot 2! Dieser ist sehr mächtig, tief und kraftvoll. Dabei wirkt er aber auch nicht künstlich. Die Bassqualität passt, genau wie der Tiefgang, welcher gemeinsam mit dem Klangvolumen als sehr stark zu bezeichnen ist.  Seid Ihr Bass-Fans dann werdet Ihr die Soundcore Life Dot 2 lieben!

Die Mitten wiederum sind als unauffällig zu bezeichnen. Diese sind grundsätzlich nicht schlecht, werden aber etwas vom Bass überschattet. Dies gilt gerade für die oberen Mitten. Die unteren Mitten sind hingegen recht stark, wodurch Musik sehr kräftig und voll klingt. Stimmen werden soweit gut dargestellt, können aber im Beat etwas untergehen.

Unterm Strich haben die Anker Soundcore Life Dot 2 einen sehr kräftigen und treibenden Klang, der klar vom Bass dominiert wird. Dabei würde ich den Bass und auch generell den Klang nicht als extrem oder zu einseitig deklarieren. Die Höhen könnten zwar noch einen Hauch mehr hervorkommen, aber gerade wenn Ihr etwas mehr Bass mögt werden die Soundcore Life Dot 2 Euch richtig viel Spaß machen.

Anker Soundcore Life Dot 2 Frequency Response

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Fazit

Die Anker Soundcore Life Dot 2 sind klasse „Alltags“ TWS Ohrhörer. Zumindest dann wenn Ihr einen etwas wärmeren und vor allem bassstarken Klang bevorzugt. Dabei bieten die Soundcore Life Dot 2 aber nicht einfach nur Bass ohne Ende, auch qualitativ ist der Bass hervorragend! Hier spielen die Ohrhörer ein gutes Stück über ihrer eigentlichen Preisklasse. Aber auch die Mitten und Höhen sind soweit nicht schlecht, der Bass ist aber schon etwas dominant, was Musik sehr kräftig wirken lässt.

Anker Soundcore Life Dot 2 Im Test 8

Der Tragekomfort ist nicht schlecht. Die Ohrhörer sind zwar recht groß, aber ich habe mich daran sehr schnell gewöhnt. Weitere dicke Bonuspunkte gibt es für die Akkulaufzeit und das problemlose Koppeln.

Kurzum, ja für rund 60€ (zum Zeitpunkt des Tests) sind die Soundcore Life Dot 2 mit gutem Gewissen zu empfehlen, vor allem wenn Ihr nach einem guten Schuss Bass sucht!

Soundcore by Anker Life Dot 2 True Wireless Kopfhörer, 100h...
  • 100 STUNDEN LEISTUNG: Deine Soundcore Life Dot 2 Ladehülle ist...
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Die Mu6 Space2 im Test, sehr gute und exotische Kopfhörer mit ANC!

Hochpreisige Bluetooth Kopfhörer stammen in der Regel von Herstellern wie JBL, Bose, Sony, Sennheiser usw. Das sich ein kleinerer Hersteller wagt sich in den oberen Preisklassen mit diesen Herstellern zu messen ist selten.

Aber genau dies versucht Mu6 mit den Space2. Die Space2 sind 200€ Bluetooth Kopfhörer welche durch ein besonders gutes Noise Cancelling, einer erstklassige Klangqualität und durch einen ein Nulldruck-Ohrmuschel-Design überzeugen sollen.

Mu6 Space2 Im Test 7

Klingt doch im ersten Moment sehr gut! Allerdings wie sieht es in der Praxis aus? Klingen die Kopfhörer wirklich so gut wie der Hersteller verspricht? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen dank an Mu6 für das Zurverfügungstellen der Kopfhörer für diesen Test.

 

Die Mu6 Space2 im Test

Bei den Mu6 Space2 handelt es sich um recht klassische Over-Ear Kopfhörer in einem schlichten Design.

Mu6 Space2 Im Test 1

Mu6 setzt auf eine recht einfache Kunststoffrückseite, die lediglich über ein kleines Mu6 Logo verfügt. Dabei sind die Space6 relativ groß für Kopfhörer die primär unterwegs genutzt werden sollen. Hier erinnern diese mich etwas an die Sony Flaggschiff Modelle.

So wirken die Space2 wie eine Mischung aus Bose QC 35 und Sony WH-1000XM4. Die Form entspricht eher den Sony und die Materialwahl Bose. Dabei wirken die Space2 aber ein gutes Stück massiver als beispielsweise die Bose QC 35!

Mu6 Space2 Im Test 2

Allgemein machen die Mu6 Space2 einen ausgesprochen massiven und stabilen Eindruck! Wenn Ihr erwartet hier irgendwelche 08/15 billig Kopfhörer zu erwarten, dann werdet Ihr überrascht sein. Die Verarbeitungsqualität der Space2 ist auf Flaggschiff Level!

Mu6 Space2 Im Test 4

Was das Steuern angeht bieten Euch die Space2 zunächst zwei Tasten an der linken Ohrmuschel. Eine zum Ein/Ausschalten der Kopfhörer und eine um das Noise Cancelling zu steuern. Das Noise Cancelling lässt sich in drei Stufen steuern:

  • ANC Ein
  • ANC Aus
  • „Ambient Aware“

Zum ANC kommen wir später noch etwas ausführlicher. Bei Ambient Aware handelt es sich um das genaue Gegenteil von ANC. Hierbei werden außen Geräusche gezielt verstärkt, so dass Ihr trotz Kopfhörer noch etwas von Eurer Umgebung mitbekommt.

Mu6 Space2 Im Test 5

Play/Pause, Laut/Leiser usw. könnt Ihr auch direkt an den Ohrhörern steuern. Hierfür ist allerdings ein kleines Touchpad auf der rechten Ohrmuschel angebracht. Je nachdem wie Ihr hier wischt werden unterschiedliche Befehle ausgeführt. Dies funktioniert in der Praxis „Okay“. Teils werden aber auch andere Befehle erkannt usw. Ich bevorzuge hier zugegeben normale Tasten.

Auch besitzen die Mu6 Space2 eine Erkennung wenn Ihr die Kopfhörer abnehmt. Dann pausieren diese automatisch die Musik. Nett! Dieses Feature hat allerdings bei mir auch ein paar mal versehentlich ausgelöst, was etwas nervig war.

Mu6 Space2 Im Test 3

Geladen wird der Akku der Kopfhörer über einen USB C Port auf der Unterseite. Die Akkulaufzeit in der Praxis liegt bei ca. 20 Stunden.

 

Tragekomfort

Die Space2 verfügen über relativ große Ohrmuscheln, für portable Kopfhörer. Die Ohrmuscheln sind zudem recht dick gepolstert und die Polsterung ist sehr schön weich.

Hier heraus ergibt sich ein guter bis sehr guter Tragekomfort! Meine Ohren wurden unter den Space2 nicht einmal sonderlich warm/schwitzig, obwohl es an sich nur wenig Belüftung gibt.

 

ANC

Aktives Noise Cancelling ist ohne Frage der größte Trend im Bereich der portablen Kopfhörer der letzten Jahre. Legt Ihr auf dieses einen besonders hohen Wert, dann solltet Ihr zu Sony oder Bose greifen, welche hier ohne Frage die besten ANC Kopfhörer produzieren.

Mu6 Space2 Im Test 10

Da können selbst Hersteller wie JBL und Co. nicht ganz mithalten, geschweige denn die „kleinen asiatischen Hersteller“. Daher war ich von den Mu6 Space2 in diesem Belang extrem positiv überrascht! Die Space2 verfügen über ein sehr gutes ANC, welches Sony und Co. nicht viel nachsteht!

Die Kopfhörer schaffen es Brummen und surrende Geräusche wie Motoren, Lüfter usw. fast zu 100% auszublenden. Stimmen werden ähnliche Geräusche werden ein gutes Stück gedämpft. Dabei erzeugen die Kopfhörer aber auch kein störendes weißes Rauschen bzw. dieses ist nicht wahrnehmbar. Ebenso hatte ich kein Druckgefühl.

Kurzum das ANC der Space2 ist glatt das beste das ich bisher bei Kopfhörern unter 200€ gehört habe.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang. Die Mu6 Space2 sind generell recht warme und bassstarke Kopfhörer. Aber schlüsseln wir den Klang etwas genauer auf. Starten wir hier bei den Höhen.

Die Höhen der Mu6 Space2 sind generell schön klar und „direkt“. Allerdings verglichen mit vielen Konkurrenten sind die Höhen etwas weniger stark angehoben, gerade verglichen mit den Mitten und den Bässen. Hierdurch werden die Höhen etwas in den Hintergrund gedrängt. Dies ist nicht „extrem“ oder störend, auch sind die Höhen nicht matt, aber die Mu6 Space2 klingen vergleichsweise „schwer“. An dieser Stelle möchte ich einfach mal eine Frequenzmessung einblenden um diese Aussagen etwas zu visualisieren.

Mu6 Space2 Frequency Response

Vergleich

Die Mu6 Space2 haben gerade verglichen mit den Sony WH-1000XM4 deutlich weniger ausgeprägte Höhen und auch die B&W PX7 haben etwas stärkere Höhen. In der Praxis hat mich dies erstaunlich wenig gestört, obwohl ich normalerweise besonders leichte und luftige Höhen mag. Die Höhen der Mu6 Space2 sind halt dennoch sehr klar und absolut sauber, aber nicht schrill oder künstlich angehoben um „brillanter“ zu klingen als sie eigentlich sind.

Wenn Ihr Euch das Diagramm angesehen habt, dann werdet Ihr vielleicht schon erahnen wie es um die Mitten steht. Die Mu6 Space2 haben die mit besten Mitten die ich bisher bei Bluetooth Kopfhörern gehört habe! Die Space2 klingen unheimlich voll und satt. Stimmen und Gesang, gerade wenn dieser etwas wärmer ist, wird wunderbar natürlich wiedergegeben. Auch Instrumente klingen sehr schön plastisch und lebendig. Gerade Songs wie von Queen oder Michael Jackson profieren hiervon extrem! Ich hatte selten Kopfhörer auf denen Dont Stop Me Now von Queen so natürlich und lebendig klang wie auf den Space2!

Mu6 Space2 Im Test 11

Wie steht es aber um den Bass? Der Bass der Space2 ist stark, wirkt aber teils weniger stark als er ist. Aufgrund der sehr ausgeprägten Mitten ist der Übergang zwischen Mitten und Tiefen etwas weniger kontrastreich, wodurch die Tiefen weniger tief anmuten. Aus diesem Grund neigen viele Kopfhörer dazu die Mitten etwas abzusenken um die Bässe besser hervorzustellen. Generell bieten die Space2 aber einen tollen Bass! Dieser ist kräftig, angenehm tief und satt! Ähnlich wie auch der restliche Klang wirkt der Bass schön harmonisch und rund.

Gerade in elektrischen Titeln wie Thank You – VIZE, Felix Jaehn oder Pendulum – Witchcraft können die Space2 regelrecht anfangen zu vibrieren. Erfreulicherweise vermeiden es die Kopfhörer aber in irgendeiner Form extrem zu wirken. Der Bass wirkt zu keinem Zeitpunkt und auch nicht bei ruhigeren Titeln übertrieben oder forciert. Ein gutes Beispiel ist hier Dont Stop Me Now von Queen, welches mit den Space2 fantastisch klingt. Generell alle Songs in welchen ein wärmer Grundton + eine kräftige Stimme vorhanden ist liegt den Kopfhörer sehr gut!

 

Fazit

Ich bin überrascht! Bei einem Preis von 200€ habe ich durchaus damit gerechnet, dass die Mu6 Space2 keine schlechten Kopfhörer sind, aber diese haben meine Erwartungen eindeutig übertroffen!

Die Space2 machen im Kern sehr viel richtig! Starten wir bei der größten Überraschung, dem ANC. Das Noise Cancellig der Kopfhörer ist erstaunlich stark und steht selbst den Marktführern in diesem Bereich wenig bis nichts nach. So ist das ANC der Space2 beispielsweise besser als der B&W PX7.

Mu6 Space2 Im Test 12

Das Spannendste ist aber natürlich der Klang. Die Mu6 Space2 haben einen recht warmen und natürlichen Klang. Dabei stechen gerade die Bässe und Mitten hervor. Hierdurch klingen Stimmen und auch viele Instrumente fantastisch! Auch in elektronischen Titeln können gerade die Bässe richtig Spaß machen. Die Höhen der Space2 sind nicht schlecht, sind aber weniger angehoben als bei einigen Konkurrenten.

Weitere Pluspunkte sind der Tragekomfort und die Verarbeitungsqualität! Aber gibt es auch etwas zu bemängeln? Bei meinen Space2 arbeitet der Sensor der die Musik pausiert, wenn Ihr die Kopfhörer abnehmt etwas über empfindlich und stoppte ab und zu (vielleicht einmal alle paar Stunden) die Musik einfach so.

Mu6 Space2 Im Test 13

Abseits davon kann ich die Mu6 Space2 aber wirklich mit gutem Gewissen empfehlen, wenn Ihr Kopfhörer mit einem starken ANC sucht und den kräftigen und natürlich warmen Klang mögt. Die Space2 sind sicherlich kein „Schnäppchen“, aber gute Kopfhörer der gehoben Klasse!

Mu6 Space2

Anker PowerPort III Nano, Ankers kleinstes USB C Ladegerät!

Mittlerweile werden fast alle Smartphones via USB C geladen. Selbst Apple setzt auf Seiten des Ladegerätes auf USB C, auch wenn die iPhones selbst vorerst noch den Lightning Port haben.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 4

Da ist ein gutes USB C Ladegerät essenziell. Mit dem PowerPort III Nano hat Anker nun sein neustes „Standard“ USB C Ladegerät auf den Markt gebracht. Wobei „Standard“ sich hier nur auf den sehr günstigen Preis von rund 15€ bezieht. Das Ladegerät selbst ist technisch absolut modern, aufgrund der Unterstützung des USB Power Delivery Ladestandards mit bis zu 18W und den extrem kompakten Abmessungen.

Wollen wir uns das Anker PowerPort III Nano doch einmal im Test ansehen. Ist dieses wirklich so gut wie von Anker versprochen und wie steht es um die Hitzeentwicklung und Effizienz?

 

Das Anker PowerPort III Nano im Test

Das Erste was beim Anker PowerPort III Nano auffällt sind die Abmessungen. Mit 18W ist das Ladegerät sicherlich kein high Power Model, dieses ist aber auch nicht zu schwach auf der Brust. Da sind 4,6 x 2,7 x 2,7 cm erfreulich kompakt im Anbetracht der Leistung! Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 32 g.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 1

Damit ist das Anker PowerPort III Nano deutlich kleiner als alle mir bekannten 18W USB C Ladegeräte! Lediglich das AUKEY PA-Y19 könnte noch ein besseres Größe- zu Leistungsverhältnis haben.

Dabei besteht das Anker PowerPort III Nano natürlich aus Kunststoff, welcher aber sehr wertig anmutet! Die Seiten sind komplett aus einem matten weißen Kunststoff gefertigt. Die Front, wo auch der USB C Port eingelassen ist, besteht hingegen aus einem Hochglanzkunststoff. Diese Kombination wirkt sehr wertig und vertrauenswürdig.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 2

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir auf der Front lediglich einen USB C Port. Dieser unterstützt Ankers proprietäres PowerIQ 3.0. PowerIQ 3.0 ist eine Kombination aus Quick Charge 3.0 und USB Power Delivery, wie auch weiteren Ladestandards in einem Port.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 3

Der für uns wichtigste Standard ist aber USB Power Delivery. USB Power Delivery ist der Schnellladestandard den alle aktuellen iPhones, aber auch viele Android Smartphones wie die S20 Serie nutzen. Prinzipiell könntet Ihr mit dem Anker PowerPort III Nano sogar einige Notebooks wie die Apple MacBook Pros laden, dafür ist allerdings die Leistung von 18W suboptimal. Anker selbst spricht von 18W bzw. 5V/2,4A oder 9V/2A.

 

Erster Test

Starten wir mit einem ersten kleinen Test. Ankers Leistungsangaben beim Anker PowerPort III Nano sind mit 5V/2,4A und 9V/2A zunächst korrekt, allerdings bietet das Ladegerät Smartphones auch ein Quick Charge 3.0 Profil mit 5-12V an. 5V/2,4A und 9V/2A gelten nur für USB PD!

Die 18W maximale Leistung können dabei problemlos auch konstant über mehrere Stunden hinweg geliefert werden. Dabei ist die Hitzeentwicklung soweit unproblematisch.

Temperatur

Das Ladegerät wird zwar mit über 60 Grad recht heiß unter konstanter Last, aber 60 Grad sind auch nicht problematisch für ein USB Ladegerät.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich am Anker PowerPort III Nano getestet:

  • Apple iPad Pro 11
  • Apple iPhone 11 Pro Max
  • Apple MacBook Pro 13
  • Apple MacBook Pro 16
  • Dell XPS 13 9380
  • Samsung Galaxy S20 Ultra
  • Xiaomi Mi 10 Pro

Ladetempo

Starten wir mit dem problematischsten Punkt, dem Samsung Galaxy S20 Ultra. Leider verweigert dies und somit vermutlich auch die anderen Modelle der S20 Serie das Laden am Anker PowerPort III Nano. Hier gibt es eine blöde Inkompatibilität, deren Ursprung ich mir nicht so recht erklären kann, die aber auch bei einigen anderen Ladegeräten auftritt.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 6

Das S20 Ultra beginnt zunächst am Anker PowerPort III Nano zu laden (zeigt dies zumindest an) und es wird auf die 9V Spannungsstufe hochgeschaltet. Nach einer Sekunde stoppt das Laden aber und das Ladegerät verweilt bei 9V/0A.

Ebenfalls etwas auffällig war das Xiaomi Mi 10 Pro. Dieses erreichte ein ordentliches Ladetempo von 10,5W, müsste aber an einem 18W Ladegerät noch schneller Laden. Leider gibt sich das PowerPort III Nano nur als 5V/2,4A Ladegerät via USB PD zu erkennen. Das Mi 10 Pro nutzt via USB PD aber nicht die 9V Spannungsstufe, wie z.B. das Apple iPhone, sondern lädt mit 5V/3A. Da es hier keine 3A gibt ist das Ladetempo leicht gedrosselt.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 7

Sehr positiv sieht es auf Seiten der Apple Geräte aus! Sowohl das Apple iPhone wie auch das iPad laden mit fast vollen 18W am Anker PowerPort III Nano. Kompatibilitätsprobleme gab es keine!

 

Effizienz

Schauen wir uns zum Abschluss noch die Effizienz an.

5V/1A 84%
5V/2A 84%
9V/1A 87%
9V/2A 87%

Mit 84% bis 87% Effizienz ist das Anker PowerPort III Nano als erfreulich Effizient einzustufen! Auch der Leerlaufverbrauch liegt unter 0,4W!

 

Fazit

Kompakt, wertig und gut? So können wir in einem gewissen Rahmen das Anker PowerPort III Nano zusammenfassen. Das Ladegerät bietet generell ein gutes Ladetempo und wirkt technisch mehr als solide! Letzteres zeigt sich unter anderem durch die gute Effizienz und die akzeptable Hitzeentwicklung.

Allerdings zeigte das Anker PowerPort III Nano im Test auch zwei Schwächen. 1. Wir haben leider eine gewisse Inkompatibilität zu Smartphones der Samsung Galaxy S20 Serie 2. Da das USB PD Profil nur 5V/2,4A besitzt laden eine Handvoll Smartphones die ansonsten 5V/3A nutzen würden nicht mit dem vollen Tempo.

Anker Powerport Iii Nano Test Review 5

In der Regel könnt Ihr aber davon ausgehen, dass alle modernen USB C Smartphones schnell am Anker PowerPort III Nano laden. Dies gilt besonders für Apple Geräte, wie iPads und auch die neueren iPhones! Letztere können mithilfe eines Lightning auf USB C Kabels schnellgeladen werden!

Kurzum, gerade für Apple iPhones und iPads kann ich das Anker PowerPort III Nano mit gutem Gewissen empfehlen, zumal das Ladegerät sehr schön kompakt und mit rund 15€ (zum Zeitpunkt des Tests) erstaunlich günstig ist!

Test: ASUS RT-AX86U, WLAN 6 und 2,5Gbit LAN in Perfektion

Der RT-AX86U ist der neuste High End WLAN Router in ASUS Lineup. Dieser verfügt natürlich über den noch recht frischen WLAN 6 „ax“ Standard und Geschwindigkeiten von bis zu 4804 Mbit.

Auch setzt ASUS auf einen 2,5Gbit LAN Port, welcher helfen soll das hohe WLAN Tempo in der Praxis sinnvoll nutzbar zu machen. Immerhin gibt es immer mehr NAS Systeme welche 2,5Gbit LAN unterstützen. Dabei ist der ASUS RT-AX86U mit rund 260€ sicherlich kein Schnäppchen, aber auch nicht übertrieben teuer.

Test Asus Rt Ax86u 4

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier der ASUS RT-AX86U im Test überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des RT-AX86U für diesen Test!

 

Der ASUS RT-AX86U im Test

ASUS setzt beim RT-AX86U auf sein übliches „Gaming“ Design und die schwarz/rot Färbung die oft bei ASUS Router zu finden ist.

Test Asus Rt Ax86u 1

Dabei ist der ASUS RT-AX86U zwar recht auffällig gestaltet aber auch nicht völlig übertrieben. Sehr gefällt mir dabei das aufrechte Design! Der RT-AX86U verfügt über einen kleinen Standfuß sodass dieser hochkant auf Eurem Schreibtisch steht, was doch seine Stellfläche deutlich reduziert. Die drei Antennen sind dabei natürlich auf der Oberseite angebracht, was auch für den Empfang optimal ist.

Test Asus Rt Ax86u 2

Auf der Front des Routers finden wir zunächst einige Status LEDs. ASUS hat hier satte 10 LEDs integriert, für jeden Port einen + für den generellen Netzwerk-Status, WLAN Status usw. Sollten Euch die LEDs stören hat ASUS direkt eine Taste am Rand des Routers integriert um diese abzuschalten.

Auf der Rückseite finden wir die Anschlüsse des ASUS RT-AX86U. Hier gibt es zunächst das übliche zu bestaunen, also 4x Gbit LAN, 1x Gbit WAN, 2x USB 3.0 und den Anschluss für das Netzteil. Allerdings hat ASUS auch einen 2,5Gbit LAN Port verbaut!

Test Asus Rt Ax86u 3

Dies macht auch bei einem Router mit einer derartig hohen WLAN Leistung durchaus Sinn.

 

Software

Was die Benutzeroberfläche angeht, sind alle ASUS Router +- identisch. Leider sind ASUS Router nur bedingt für absolute Einstiger geeignet. Die Benutzeroberfläche kann anfänglich etwas überwältigend wirken.

Asus Rt Ax86u Software (7)

Dies bedeutet aber natürlich, dass Ihr einige Einstellungsmöglichkeiten habt. Genau genommen sind die ASUS WLAN-Router was den Funktionsumfang angeht die mit besten und umfangreichsten Geräte auf dem Markt.

Hierzu gehören neben den Standard-Einstellungen wie WLAN Band, Passwort, Name, IP Adressen usw. auch Bonusfunktionen wie AIProtection oder ASUS AIMesh.

Asus Rt Ax86u Software (8)

AIProtection ist eine Art Virenschutz welcher auf Eurem WLAN-Router läuft und konstant die Verbindungen überwacht. Dieser Virenschutz überprüft nicht übertragende Dateien (Ihr könnt Euch also weiterhin Viren über Anhänge usw. herunterladen), aber zu welchen Servern Ihr Euch verbindet.

Steht einer dieser Server auf einer sich stetig aktualisierenden Blockliste wird die Verbindung unterbrochen. Ein Virus der Daten klaut bzw. nach Anweisungen von einem Kontroll-Server fragt, kann dies nicht machen und wird inaktiv bzw. wird gar nicht erst gestartet.

Dieser Schutz gilt auch für Smart Home Geräte! Sollte eins davon verseucht werden, kann dies AIProtection auch gegebenenfalls verhindern. Dies ist kein 100%iger Schutz, aber ist eine weitere Sicherheitsebene in Eurem Netzwerk. Mehr zu AiProtection findet Ihr hier https://techtest.org/was-ist-asus-aiprotection-und-was-kann-es/

Ebenfalls sehr spannend ist AIMesh. AIMesh erlaubt es auch mehreren ASUS Routern ein Mesh Netzwerk zu erstellen. Dabei müssen dies nicht gleiche Modelle sein! Ihr könnt hier den ASUS RT-AX86U auch mit älteren AC Modellen, wovon Ihr vielleicht auch bereits einen habt, mischen. Nett!

Asus Rt Ax86u Software (21) Asus Rt Ax86u Software (22) Asus Rt Ax86u Software (23) Asus Rt Ax86u Software (9) Asus Rt Ax86u Software (11) Asus Rt Ax86u Software (12) Asus Rt Ax86u Software (13) Asus Rt Ax86u Software (14) Asus Rt Ax86u Software (18) Asus Rt Ax86u Software (19)

Viele kleine weitere Einstellungen verbergen sich in der Benutzeroberfläche des RT-AX86U, gerade was die WLAN Einstellungen angeht.

Kurzum, Enthusiasten werden die Benutzeroberfläche und unzähligen Optionen lieben, wollt Ihr es aber möglichst „einfach“ gibt es bessere Router.

 

Die Leistung, in der Theorie

Bei dem RT-AX86U handelt es sich um einen WLAN 6 „AX“ Router. Dieser kann auf dem 2,4Ghz Band bis zu 861 Mbit und auf dem 5Ghz Band bis zu 4804 Mbit erreichen.

Dabei setzt ASUS auf ein 4×4 Design, der Router kann also vier Datenströme parallel erzeugen. 4? Ja ASUS scheint beim ASUS RT-AX86U eine zusätzliche vierte Antenne im Gehäuse des Routers versteckt zu haben. Dies hat ASUS auch schon bei anderen Modellen gemacht, warum auch immer.

Bedenkt aber es handelt sich hier um das maximale Tempo nach dem WLAN 6 Standard! Via WLAN 5 werden maximal 1733Mbit bzw. 4333 Mbit mit 160MHz Kanalbreite und 1024 QAM erreicht.

Test Asus Rt Ax86u 6

Aber diese Werte werdet Ihr in der Praxis nie oder nur extrem selten sehen. Um das volle Tempo zu erreichen müsst auch Euer Endgerät „4×4“ unterstützen, also vier Antennen besitzen. Dies ist selbst bei High End Notebooks nicht der Fall. 2403 Mbit ist hier in der Regel das Maximum.

Bringt also ein High End WLAN Router gar nichts? High End WLAN Router sind in der Regel bei der Nutzung mehrerer Geräte parallel stärker als Modelle die bereits mit einem Gerät völlig ausgelastet wären.

Das Spannende am ASUS RT-AX86U ist die Zukunftssicherheit. Wobei dies auch nicht ganz richtig ist, denn es gibt schon einige Geräte mit WLAN 6, wie Notebooks oder auch Smartphones (das Samsung Galaxy S20 beispielsweise).

Warum ist WLAN 6 so interessant? Neben Features wie MU-MIMO und OFDMA kann WLAN 6 höhere Datenraten mit weniger Antennen erreichen.

So kann hier ein Gerät mit einem 2×2 Design (also zwei Antennen und zwei Datenströme) auf dem 5Ghz Band bis zu 2402 Mbit erreichen, via WLAN AC nur 867Mbit.

 

Performance

Um die Performance des ASUS RT-AX86U zu testen habe ich mir zwei WLAN Karten geschnappt. Zum einen die WLAN AC TP-LINK Archer T9E mit maximal 1300Mbit und zum anderen die Intel Wi-Fi 6 AX200 mit WLAN AX Support und bis zu 2402Mbit. Für den Perfomance Test wird der Test-PC und der WLAN Router in einem Abstand von ca. 2 Metern positioniert und die Datenrate von und zu einem lokalen NAS gemessen. Es handelt sich hier also um ziemliche Optimal-Werte.

Wlan 5 2,4ghz Performance Wlan 5 5ghz Performance Wlan 6 Performance

Wie auch etwas zu erwarten war ist der ASUS RT-AX86U einer der schnellsten WLAN Router die ich bisher getestet habe! In Kombination mit der Intel Wi-Fi 6 AX200 waren bis zu 183 MB/s möglich, beeindruckend! Dieses Tempo ist dank des 2,5Gbit LAN Ports in der Praxis auch recht einfach zu erzielen, falls Ihr ein passendes NAS habt.

Falls nein ist die maximale Datenrate zwischen WLAN und LAN auf 120MB/s limitiert. In der Praxis werdet Ihr solch hohen Werte aber eh sehr selten sehen, da ich hier die Maximalwerte auf sehr kurzer Distanz ermittele.

Test Asus Rt Ax86u 7

100MB/s+ werdet Ihr in der Regel nur im gleichen Raum erreichen. Mit 1-2 Wänden und +- 10 Metern könnt Ihr beim ASUS RT-AX86U mit maximal 50-65MB/s rechnen. Hier gibt es aber sehr viele Faktoren, unter anderem wie dick die Wände sind, wie empfangsstark Eure Geräte sind usw.. Moderne WLAN Router tun sich bei der Reichweite prinzipiell wenig. Auch zwischen WLAN AX und AC gibt es bei der Reichweite keinen direkten Unterschied. Tendenziell sind aber WLAN Router die einen höheren Basis-Output haben auch auf Reichweite stärker. So halte ich den ASUS RT-AX86U für sehr reichweitenstark! Rein subjektiv ist mit kein WLAN Router bekannt welcher den RT-AX86U in diesem punkt deutlich übertrifft.

 

Kleiner Tipp und Hinweis!

Aus mir unerklärlichen Gründen ist die 160MHz Kanalbreite beim ASUS RT-AX86U nicht von Haus aus eingeschaltet! Für die best mögliche Performance solltet Ihr diese einschalten. So bringt die Umstellung von 80MHz zu 160Mhz bei der Intel Wi-Fi 6 AX200 einen Performance Sprung von ca. 50%. 80MHz = 122MB/s, 160MHz = 183MB/s in meinem Test, ja ich habe zunächst auch übersehen, dass das 160MHz Kanalbreite aus war und war über die niedrige Performance verwundert.

Ebenso solltet Ihr wenn möglich einen niedrigen 5Ghz WLAN Kanal wählen. Die höheren Kanäle (100+) sind zwar in dicht besiedelten Gebieten weniger belegt, aber bei mir war die AX200 in Kombination mit dem RT-AX86U teils etwas zickig wenn es um diese Kanäle ging. Entweder wollte die Karte sich gar nicht verbinden, oder dann nur mit 80Mhz Kanalbreite.

 

NAS

Der ASUS RT-AX86U verfügt über zwei USB Ports, welchen Ihr zum Anschluss einer externen HDD/SSD nutzen könnt.

Auf diese könnt Ihr dann via Netzwerk oder Internet zugreifen. Die „NAS“ Funktionalität kann natürlich nicht ganz mit einem gesonderten NAS mithalten, ist aber für einen WLAN Router vergleichsweise gut ausgeprägt. So könnt Ihr auch via Internet auf das angeschlossene Laufwerk zugreifen oder dieses für einen Sync-Service nutzen.

Aber wie steht es um das Tempo?

Nas Performance

Dank des 2,5 Gbit LAN Ports kann der ASUS RT-AX86U Geschwindigkeiten über 120MB/s erreichen. So konnte ich lesend bis zu 157MB/s erreichen, in Kombination mit einer externen SSD. Ein sehr gutes Tempo, welches viele NAS Systeme hinter sich lässt.

Schreibend waren rund 51MB/s möglich. Nicht absolute Weltklasse aber völlig Okay.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch im Jahr 2020 ist wichtiger denn je, gerade bei Geräten die 24/7 laufen.

Stromverbrauch

Im Normalbetrieb benötigt der WLAN Router rund 8,1W. Unter Last kann die Leistungsaufnahme auf knapp über 10W ansteigen. Dies sind absolut erträgliche Werte! Die modernen WLAN AX Chipsätze sind erstaunlich effizient.

 

Fazit

Der ASUS RT-AX86U ist einer der besten WLAN Router aktuell auf dem Markt! Dieser kann vor allem in vier Punkten überzeugen

  1. Die WLAN 6 Performance ist hervorragend mit bis zu 183 MB/s, auch in Kombination mit kleineren Geräten wie Smartphones (welche auch schon oft WLAN 6 unterstützen)
  2. Der 2,5 Gbit LAN Port ermöglich eine sehr schnelle Anbindung beispielsweise von NAS Systemen.
  3. Die Software ist sehr umfangreich und erlaubt auch viele erweiterte Einstellungen!
  4. Die NAS Funktionalität ist ordentlich und bietet mit 157 / 51 MB/s ein ordentliches Tempo.

Gerade die WLAN Performance und der 2,5 Gbit LAN Port sind die Highlights des ASUS RT-AX86U. Es gibt zwar auf dem Papier noch extremere WLAN Router, aber in der Praxis bietet der RT-AX86U eine absolut überragende Performance, welche dank des 2,5Gbit LAN Ports auch in der Praxis etwas bringen kann! Was bringt uns WLAN das schneller ist als 120MB/s wenn die LAN Ports bremsen?

Test Asus Rt Ax86u 8

Auch die integrierte NAS Funktionalität ist soweit Okay für eine „leichte“ Nutzung. Lesend konnte ich hier bis zu 157MB/s messen, nett! Schreibend lag das Limit allerdings bei 51MB/s.

Die Software ist für mich eine kleine Hassliebe. Grundsätzlich hat der RT-AX86U und alle ASUS WLAN Router eine extrem umfangreiche Software, welche so viele Einstellungsmöglichkeiten und Feature bietet wie kein Konkurrent. Viele diese Feature sind auch sehr sinnvoll wie AIProtection. Allerdings wirkt die Software teils etwas überladen und unübersichtlich. Hier müsste vielleicht mal ein Refresh des Designs her. Abseits davon habe ich aber nichts zu bemängeln.

Damit ist der ASUS RT-AX86U ein absolut empfehlenswerter und moderner High End WLAN Router, welcher mit 260€ sicherlich nicht günstig ist, aber auch nicht übertrieben teuer ist. Dies passt auch ganz gut zum Fazit, der RT-AX86U ist für einen High End WLAN Router gut und sinnvoll ausgestattet, aber nicht übertrieben oder extrem. Wir haben hier ein absolut alltagstaugliches Gerät vor uns das auch von der Preis/Leistung soweit Okay ist.

Asus Rt Ax86u

ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ im Test, ein herausragender Saugroboter mit praktischer Absaugstation!

Mit rund 800€ ist der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ einer der teuersten Saugroboter aktuell auf dem Markt. Für dieses Geld hat der Saugroboter aber auch einiges zu bieten! So verfügt dieser neben der mittlerweile schon fast üblichen Laser-Navigation auch über die TrueDetect 3D-Technologie, welche Objekte wie Kabel, Schuhe usw. vor dem Saugroboter erkennen soll. Dementsprechend soll der DEEBOT solchen Objekten ausweichen.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 11

Ein weiterer sehr wichtiger Punkt beim DEEBOT OZMO T8+ ist die Ladestation, welche eine Lade/Absaugstation ist! Jedes Mal wenn der Saugroboter nach gemachter Arbeit zum Laden zurückkehrt wird der Schmutzauffangbehälter automatisch in einen großen Tank entleert. Klasse! Gerade wenn Ihr Haustiere habt ist sonst ein tägliches Entleeren nötig, was zwar in der Regel nicht problematisch ist, aber auch schon etwas Zeit und Gedanken in Anspruch nimmt. Dieser nimmt Euch der DEEBOT OZMO T8+ ab.

Aber wie gut funktioniert dies in der Praxis? Kann der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ECOVACS die mir den DEEBOT OZMO T8+ für diesen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der DEEBOT OZMO T8+ im Test

Beim DEEBOT OZMO T8+ handelt es sich im Grunde um ein Set bestehend aus dem „regulären“ DEEBOT OZMO T8 und der optionalen Absaugstation, welche den Saugroboter automatisch entleert.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 1

Schauen wir uns zunächst einmal den Saugroboter selbst an. Dieser ist im vertrauten runden Design gehalten. Dabei sticht der Laser-Sensor auf der Oberseite ein Stück weit heraus. Ebenfalls auffällig, der DEEBOT OZMO T8+ verfügt über zwei rotierende Bürsten auf der Front, welche Schmutz in die Fahrbahn kehren sollen. Viele Konkurrenten setzen hier auf nur noch auf eine solcher Bürsten.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 5

Der Schmutzauffangbehälter des DEEBOT OZMO T8+ ist unter dem Deckel auf der Oberseite versteckt. Dieser fasst 420ml, womit er eher auf der kleineren Seite ist. Im Schmutzauffangbehälter ist ein HEPA Filter verbaut, der sich um die Filterung kleinerer Partikel kümmert. Ein zusätzlicher Filter liegt bereits mit im Lieferumfang.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 8

Unter dem Deckel ist zudem der Einschalter versteckt. Eine weitere Taste findet sich außen am Gerät, über welche Ihr den Saugroboter manuell starten und stoppen könnt. Eine Taste um den Sauger auf die Ladestation zu senden ist nicht vorhanden! Ihr müsst also die App vergleichsweise oft nutzen.

 

Die Absaugstation des DEEBOT OZMO T8+

Bei der Absaugstation handelt es sich im Grunde um einen Staubsauger, der in einer kleinen Box oberhalb der Ladestation angebracht ist. Fährt der Saugroboter auf die Ladestation dockt dieser an zwei kleinen Schächten an, über welche der Schmutz aus dem Roboter gesaugt wird.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 4

Dafür schaltet sich die Absaugstation für ca. 15 Sekunden ein, was in der Praxis auch völlig ausreicht um den internen Schmutzauffangbehälter vollständig zu leeren.

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Der Schmutz landet anschließend in der Box der Auffangstation. Hier kommt aber nun ein großer Kritikpunkt, denn ECOVACS setzt auf Staubsaugerbeutel! Diese lassen sich für rund 20€ für 3 Stück beim Hersteller nachkaufen, was schon fast ein dreister Preis ist. Laut ECOVACS hält ein Beutel ca. 30 Tage, womit diese vermutlich auch den sehr hohen Preis rechtfertigen. Habt Ihr aber Haustiere und/oder eine größere Wohnung werdet Ihr alle 14 Tage spätestens einen neuen Beutel benötigen.

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6,50€ für einen Beutel, der vielleicht 30 Cent in der Produktion kostet ist einfach zu viel!

 

Die App

Um den DEEBOT OZMO T8+ mit seinem vollen Potenzial zu nutzen benötigt Ihr die ECOVACS Smartphone App. Die Einrichtung und das Hinzufügen des Saugroboters funktionierte vergleichsweise einfach und problemlos.

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Die App an sich macht einen guten, aber auch nicht ganz perfekten Eindruck. So sind generell alle Feature die Ihr Euch wünschen könnt vorhanden.

Ihr könnt den Saugroboter steuern, die Leistung verstellen, Eure Wohnung in diverse Bereiche unterteilen, NoGo Zonen einrichten usw. Auch den praktischen Teppichmodus könnt Ihr aktivieren, welcher die Saugleistung auf Teppichen automatisch steigert.

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In der App wird Euch zudem die aktuelle Karte Eurer Wohnung angezeigt. Diese könnt Ihr dann mit NoGo Bereichen usw. bearbeiten, sollte der Saugroboter irgendwo nicht hindürfen. Leider hatte ich hier gelegentlich den Bug, dass angeblich keine Karte verfügbar wäre, obwohl diese auf der Startseite angezeigt wurde.

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Ebenso neigte die App des Öfteren dazu den Sauger nicht zu finden (Verbindungsfehler). Hier musste die Liste manuell aktualisiert werden. Keine große Sache, aber dennoch ein kleiner Schönheitsfehler.

Klar gesagt ich bevorzuge die Roborock App, aber die ECOVACS App kommt auf Platz 2 aller Saugroboter Apps die ich bisher erlebt habe.

 

Navigation

Wie die meisten High End Saugroboter nutzt auch der DEEBOT OZMO T8+ eine erweiterte „Laser-Navigation“. Das Herzstück stellt hier ein rotierender Laser auf der Oberseite da, welcher konstant Eure Wohnung vermisst und anhand dieser Daten eine Karte erstellt. Also ja der DEEBOT OZMO T8+ erstellt einen akkuraten 2D Grundriss Eurer Wohnung, welchen Ihr auch in der App betrachten könnt.

Hierdurch weiß der DEEBOT OZMO T8+ immer wo er gerade ist, wo er noch hin muss und wo er schon war. Im Gegensatz zu Saugrobotern die eine Zufallsnavigation nutzen arbeitet der DEEBOT Eure Wohnung geordnet ab. Dabei kehrt der Saugroboter auch zu möglicherweise verpassten Stellen oder Räumen wieder zurück.

Diese Navigation funktioniert auch beim DEEBOT OZMO T8+ sehr akkurat! Der bisher zuverlässigste Saugroboter was die Navigation anging war der Roborock S6 MaxV, der DEEBOT OZMO T8+ spielt aber +- auf einem Level mit diesem Modell. Der Saugroboter navigiert also sehr sicher in allen Situationen und kann sich auch problemlos aus Engstellen, wie Stuhlbeinen usw. befreien.

Was auffällt ist die etwas höhere Fahrgeschwindigkeit beim DEEBOT OZMO T8+ verglichen mit allen anderen mir bekannten Saugrobotern. Der Unterschied ist nicht gewaltig, aber ich schätze der DEEBOT wird +- 20% mehr Strecke im gleichen Zeitraum zurücklegen als beispielsweise der Roborock S6 MaxV.

  1. In der Praxis verhält sich der DEEBOT OZMO T8+ recht vorhersehbar. Der Saugroboter startet.
  2. Er sucht sich zu seiner rechten eine Wand und folgt dieser.
  3. Nach ca. 5 Metern dreht der Roboter nach links ab bis er eine Wand findet.
  4. Dieser wird auch wieder 5 Meter gefolgt, ehe wieder nach links abgedreht wird usw.
  5. Erreicht der Sauger seine Ausgangsposition wird der mittlere Bereich in möglichst geraden Bahnen gereinigt.
  6. So unterteilt der Roboter Eure Wohnung in gleichmäßige Abschnitte welche nacheinander abgearbeitet werden.
  7. Dank der Laser-Navigation weiß der Saugroboter genau, wo er noch hin muss und wo er schon war, dies wird Euch auch auf der Karte eingezeichnet.

Neben dem Laser-Sensor verfügt der DEEBOT OZMO T8+ auch über die „TrueDetect 3D-Technologie“. Hierbei handelt es sich um zwei Sensoren auf der Vorderseite, welche bereits auf Distanz kleinere Hindernisse wie Schuhe, Spielzeug usw. erkennen können. Hierdurch kann der DEEBOT OZMO T8+ solche Hindernisse effektiv bzw. effektiver als viele Konkurrenten umfahren. Auch wird der Saugroboter Eure Möbel in der Regel nicht berühren, sondern nur ganz dicht an diesen vorbeifahren.

Dies kann ich im Übrigen voll bestätigen! Der DEEBOT OZMO T8+ weicht Hindernissen wie Hundespielzeug, Kabeln, Hausschuhen usw. weit überdurchschnittlich gut aus. Hierdurch ist ein Eingreifen in den Saugprozess so gut wie nie nötig. In rund 2 Wochen in meiner Wohnung hat sich der DEEBOT OZMO T8+ lediglich einmal an einer Socke verschluck, obwohl in meiner Wohnung immer viel Hundespielzeug herumliegt.

 

Saugleistung

ECOVACS gibt die Saugleistung des DEEBOT OZMO T8+ mit gerade einmal 1500pa an. Dies ist eine vergleichsweise niedrige Leistungsangabe. So schafft der Roborock S6 MaxV laut Hersteller 2500pa und der Cecotec CONGA 5090 8000pa. Diese Angaben müssen wir aber mit einem kleinen „?“ versehen. Jeder Hersteller misst die Saugleistung etwas anders, einige Hersteller übertreiben hier usw.

Zudem gibt die „pa“ Angabe nur den erzeugten Unterdruck an. Neben diesen ist auch der Luftstrom und die Bodenbürste sehr wichtig. So wäre es möglich, dass der DEEBOT OZMO T8+ effektiv besser saugt als ein Modell mit einem höheren „pa“ Wert.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 14

Und ja in der Praxis könnte ich ganz klar gesagt KEINEN nennenswerten Unterschied zwischen dem DEEBOT OZMO T8+ und dem Roborock S6 MaxV erkennen! So erreichen beide Saugroboter auf glattem Boden eine fast perfekte Saugleistung. Tierhaare, Staub und einfache Krümel werden zu 100% entfernt. Der DEEBOT OZMO T8+ neigt nur dazu Schmutz mit seinen rotierenden Bürsten wegzuschleudern, gerade wenn es sich um gröberen Schmutz handelt. Erst wenn es um große Massen an Schmutz geht, beispielsweise „händeweise Katzenstreu“ oder Ähnlichem, dann bleiben bei einem einfachen Überfahren noch kleinere Reste liegen. Dies ist aber beim Roborock S6 MaxV nicht anders.

Auf Teppichen werden Haare von meinem „kleinen“ Berner Sennenhund vom DEEBOT OZMO T8+ erstaunlich gut entfernt! Ich würde sagen besser als beim Roborock. Die Bürste des ECOVACS ist etwas härter, was diesem vermutlich hilft die Haare besser anzuheben. Zwar ist die Reinigung auch nicht zu 100% perfekt, aber ich habe hier noch kein Modell erlebt, das einen merkbar besseren Job macht als der DEEBOT OZMO T8+. Beim täglichen Fahren reduziert der DEEBOT die Menge an angesammelten Haaren doch signifikant.

Anderer einfacher oberflächlicher Schmutz wird ziemlich perfekt entfernt. Lediglich wenn es um die Tiefenreinigung geht sehe ich den Roborock minimal besser.

Aber dies ist natürlich alles nur eine subjektive Einschätzung. Für folgenden Test habe ich genau 100g Erde/Katzenstreu auf einem festgelegten Bereich verteilt, der zuvor gründlich gesaugt wurde. Anschließend habe ich den ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ und den Roborock S6 MaxV durch diesen Bereich geschickt und gemessen wie viel Gramm beide Sauger aufgenommen haben.

Reinigungsleistung 100g Erde/Katzenstreu
ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ 90.7%
Roborock S6 MaxV 90.1%
Cecotec CONGA 5090 87.4%

Keine große Überraschung, der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ und der Roborock S6 MaxV bieten +- die gleiche Saugleistung mit 90,4% und 90,1% entferntem Schmutz. Unterschiede sind aber im Detail zu erkennen. So saugt der DEEBOT OZMO T8+ eindeutig gründlicher und besser, vor allem auf Teppichen, schleudert aber groben Schmutz ein gutes Stück vor sich her in bereits gereinigte Bereiche. Hier sind die vorderen rotierenden Bürsten mehr Hindernis als Nutzen.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 12

Beim Roborock S6 MaxV verteilt die vordere Bürste Schmutz nicht so stark, aber beim einmaligen Überfahren bleibt hier mehr Schmutz liegen. In meinem Test gleicht sich dies +- aus.

 

Putzen

Die meisten modernen Saugroboter können auch feucht wischen, so auch der DEEBOT OZMO T8+ . Hierfür müsst Ihr den Wassertank-Aufsatz montieren, wie auch eins der Putztücher unter den Roboter heften. In der App könnt Ihr nun den zu putzenden Bereich und die Wassermenge wählen.

Anschließend fährt der DEEBOT OZMO T8+ diesen Bereich mit dem Putztuch ab. Nett! Allerdings rechnet nicht mit einer all zu intensiven Reinigung. Im Grunde überfährt der Roboter alle Bereiche nur einmal mit einem feuchten Lappen. Dies kann durchaus eine reinigende Wirkung haben, erwartet aber keine Wunder.

 

Fazit

Der DEEBOT OZMO T8+ von ECOVACS ist der beste Staubsaugroboter den ich bisher im Test hatte! Dies liegt natürlich an der Kombination eines Weltklasse Saugroboters und der wirklich praktischen Absaugstation.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 13

Der DEEBOT OZMO T8+ kann durch eine erstaunlich präzise Navigation, herausragenden Saugleistung und einem guten Geschick beim Umfahren von Hindernissen punkten. Letzteres hatte mich etwas überrascht, da der DEEBOT OZMO T8+ nicht über die Kamera/KI des Deebot Ozmo T8 AIVI verfügt. Diese habe ich hier aber auch nicht vermisst! Dies gilt auch für den Vergleich mit dem Roborock S6 MaxV, welcher nicht besser navigierte als der DEEBOT.

Auf Seiten der Saugleistung konnte der DEEBOT OZMO T8+ den Roborock S6 MaxV auf Teppichen schlagen und auf glatten Böden lagen beide +- gleichauf, mit einem leichten Vorteil für den Roborock. Damit gehört der DEEBOT OZMO T8+ aber eindeutig zu den leistungsstärksten Saugrobotern aktuell auf dem Markt!

Hinzu kommt die wirklich super praktische Absaugstation, welche in der Praxis auch 1a funktioniert. Als Besitzer eines Hundes musste ich bisher meine Saugroboter nach jeder Fahrt entleeren (Berner Sennenhunde haaren leider recht viel), was zwar nicht viel Arbeit machte, aber schon den „Automatismus“ des Saugroboters etwas reduziert. Nicht so beim DEEBOT OZMO T8+! Dieser fährt auf seine Station und wird automatisch gereinigt.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+ Im Test 16

Klingt doch soweit alles sehr positiv, aber hat der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ auch Schwächen? Ja, die App von ECOVACS ist Okay, aber hier und da bin ich ein paar Bugs begegnet. Generell wirkt die App des großen Konkurrenten Roborocks noch etwas besser. Der dicke Kritikpunkt hat aber mit der Absaugstation zu tun und dies wären die Preise für die Staubsaugerbeutel! Fast 6,50€ pro Beutel der in der Produktion vielleicht 30 Cent kostet ist zu viel, vor allem da der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ auch generell kein günstiger Saugroboter ist.

Dennoch, technisch und funktional ist der ECOVACS DEEBOT OZMO T8+ ein herausragender Saugroboter, welcher dank toller Navigation, Hindernis Vermeidung, sehr hoher Saugleistung und nicht zu letzt der im Alltag praktischen Absaugstation voll überzeugen kann. Lediglich die hohen Preise für die Staubsaugerbeutel für die Absaugstation stören etwas.

Ecovacs Deebot Ozmo T8+

Die Logitech G915 Lightspeed im Test

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Der Markt für Gaming Tastaturen ist mal wieder im Wandel. Ging der Trend in den letzten Jahren zu besonders großen mechanischen Tastaturen versuchen aktuell die Hersteller ihre Modelle wieder etwas zu schrumpfen.

So bieten alle großen Hersteller aktuell auch so genannte low Profile mechanische Tastaturen an. Darunter auch Logitech mit ihrem Flaggschiff der G915 Lightspeed. Diese verfügt dabei nicht nur über mechanische Tasten und ein Low Profile Design, sondern ist auch kabellos, trotz RGB Beleuchtung!

Logitech G915 Lightspeed Im Test 10

Klingt doch spannend, allerdings verlangt Logitech über 200€ für den Spaß, was für eine Tastatur eine Stange Geld ist! Finden wir im Test heraus ob die Logitech G915 Lightspeed überzeugen kann.

An dieser Stelle vielen Dank an Samuel, der mir privat die Tastatur für diesen Test ausgeliehen hat.

 

Die Logitech G915 Lightspeed im Test

Bei der G915 Lightspeed handelt es sich natürlich um eine Gaming-Tastatur. Dennoch ist das Design dieser relativ schlicht und elegant! So ist das Gehäuse auf der Oberseite mit einem gebürstetem Aluminium verkleidet.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 1

Eine wirkliche Umrandung der Tasten gibt es dabei nicht. Die Basis der Tastatur stellt eine einfache Platte dar, auf welcher die Tasten erhoben angebracht sind. Ich finde dies ausgesprochen schick! Zudem erleichtert es die Reinigung der Tastatur.

Passend zum schmalen Design sind auch die Tastenkappen flach gehalten, unter welchen sich Kaihua GL Taster befinden. Zu diesem aber später mehr.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 2

Ihr könnt die G915 Lightspeed aktuell in zwei Versionen bekommen, mit Nummernpad und ohne. Abseits davon sind aber beide Versionen identisch. So besitzen auch beide Versionen die gleiche Anzahl an Multimedia-Tasten und ein cooles Drehrad für die Lautstärkenwahl.

Grundsätzlich ist die Logitech G915 Lightspeed schön stabil gebaut! Dies liegt auch zu einem großen Teil an der Aluminium-Basisplatte, auch wenn die Unterseite der Tastatur aus Kunststoff gefertigt ist. Zwar verfügt die G915 nicht über eine Handballenauflage (welche aufgrund der flachen Bauform auch nicht nötig ist), aber diese lässt sich mithilfe von Standfüßen aufrichten. Logitech hat hier sogar zwei Sets Standfüße in unterschiedlicher Höhe integriert. Praktisch!

Logitech G915 Lightspeed Im Test 5

Ein wichtiger Punkt bei der Logitech G915 Lightspeed ist die Anschlussvielfalt. Ihr könnt die Tastatur zunächst ganz klasse kabelgebunden nutzen. Hierfür findet sich ein regulärer microUSB Port auf der Rückseite, wie auch ein microUSB Kabel mit im Lieferumfang. Letzteres ist angenehm dick und wertig textil ummantelt.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 7

Alternativ könnt Ihr die Tastatur auch via Bluetooth mit Euren Geräten verbinden. Die empfohlene Funkverbindung ist aber der Logitech Lightspeed Empfänger. Dieser soll eine Übermittlungsgeschwindigkeit auf dem Level einer kabelgebundenen Anbindung bieten. Und ja in der Praxis werdet Ihr hier keinen Unterschied spüren. Die Akkulaufzeit beträgt rund 30 Stunden, mit RGB LED-Beleuchtung! Schaltet Ihr diese aus sind wir im gut dreistelligen Laufzeit-Bereich.

 

Layout und Sondertasten

Logitech setzt erfreulicherweise auf ein komplett reguläres QWERTZ Layout mit großer Enter Taste, kurzer Shift Taste usw. hier gibt es nichts zu bemängeln. Lediglich die Beschriftung der Tasten könnte etwas besser lesbar sein, wenn die Beleuchtung nicht aktiv ist.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 16

Abseits des regulären QWERTZ Tastenfelds verfügt die Tastatur auch über 5 frei programmierbare „G“ Tasten am linken Rand. Diese sind gut erreichbar, aber fast etwas nah am regulären Tastenfeld. Des Weiteren sind vier Modi-Wahl-Tasten am oberen Rand, vier Steuerungstasten für den Gamemodus, Bluetooth usw. und fünf Multimedia-Tasten auf der Tastatur zu finden.

Zu den Multimedia-Tasten gehört auch ein Drehrad zur Steuerung der Lautstärke, welches eine sehr schöne sanfte Drehbewegung besitzt. Klasse!

 

Taster und Tippen

Logitech setzt bei der G915 Lightspeed auf vollwertige mechanische Taster. Aktuell könnt Ihr dabei zwischen drei Taster typen wählen:

Kaihua GL Linear Kaihua GL Tactile Kaihua GL Clicky
Feedback-Typ Glatt Spürbarer Widerstand Hörbares Tastenklacken
Betätigungsweg 1,5 mm 1,5 mm 1,5 mm
Gesamter Tastenhub 2,7 mm 2,7 mm 2,7 mm
Durchschnittliche Krafteinwirkung 50 gf 50 gf 50 gf
Taktile Krafteinwirkung N/A 60 gf 60 gf

 

Logitech lässt seine Taster von Kaihua bzw. Kailh in Asien fertigen. Diese werden dabei komplett nach den Vorgaben von Logitech gefertigt. Wie üblich steht dabei ein linearer Taster (vergleichbar mit Cherry MX RED), ein Tactile (vergleichbar mit einem Cherry MX Brown) und ein Clicky (vergleichbar mit einem Cherry MX Blue) zur Auswahl.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 17

Dabei ist aber der Tastenhub passend zur Bauform etwas kürzer. Ein normaler mechanischer Taster hat +- 4mm Hub, die Kaihua GL 2,7mm. Diese sind damit sogar noch etwas kürzer als die CHERRY MX SPEED Taster.

Kaihua GL Linear CHERRY MX SPEED CHERRY MX RED
Feedback-Typ Glatt Glatt Glatt
Betätigungsweg 1,5 mm 1,2 mm 2 mm
Gesamter Tastenhub 2,7 mm 3,4 mm 4 mm
Durchschnittliche Krafteinwirkung 50 gf 45 gf 45 gf

 

Generell bevorzuge ich etwas kürzere Taster sowohl beim Gaming, als auch beim Tippen. Beides hat mir auf der Logitech G915 Lightspeed grundsätzlich viel Spaß gemacht. Die Tasten fühlen sich wertig an und auch die großen Tasten sind sauber stabilisiert.

Lediglich der Anschlag könnte etwas „härter sein“ und die Tastenkappen haben etwas seitliches Spiel, was auch der einzige Punktabzug ist. Dies führt dazu das die G915 weniger „wertig“ beim Tippen wirkt und klingt. Auch allgemein ist der Klang der Tastatur sehr gedämpft und weniger satt als bei vielen Konkurrenten. Dies ist aber nicht zwingend ein Nachteil. So ist die Tastatur zwar nicht leise beim Tippen, aber für ein mechanisches Modell hält sich der Geräuschpegel in Grenzen.

Dennoch ist das Tippgefühl als gut bis sehr gut zu bezeichnen! Ja es gibt noch „wertigere“ Tastaturen was das Tippgefühl angeht, aber im Low Profile Bereich müssen leichte Einschränkungen immer hingenommen werden.

Eine Verzögerung beim Tippen oder Spielen konnte ich im Übrigen auch mit dem Funkadapter keine spüren! Eben so wenig gab es ein Abreißen der Funkverbindung oder Ähnliches.

 

Beleuchtung und Software

Jede Taste der G915 verfügt über eine einzelne RGB LED. hierdurch kann die Tastatur viele schöne Leuchteffekte darstellen. Dazu gehören die Klassiker wie die Regebogenwelle, aber natürlich auf Wunsch auch eine statische Beleuchtung.

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Cool ist Lightsync! Dabei wird der Inhalt Eures Monitors farblich von der Tastatur widergespiegelt. Habt Ihr also links einen roten Bereich, in der Mitte gelb und rechts blau, dann wird die Tastatur äquivalent leuchten. Gerade in Spielen ist dies ein spannender Effekt.

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Gesteuert wird das Ganze über den Logitech G Hub. Die G Hub Software ist recht übersichtlich und einfach gestaltet. Diese bietet dabei aber alle Möglichkeiten die Ihr von einer aktuellen Steuerungssoftware erwarten könnt. Neben der Lichtsteuerung habt Ihr auch einen umfangreichen Makro-Editor und eine % genaue Akkustandsanzeige.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 18

Verglichen mit Corsairs iCUE ist der Funktionsumfang etwas niedriger, aber die Software ist dafür übersichtlicher.

Fazit

Die Logitech G915 Lightspeed ist eine super spannende Tastatur, zu welcher es wenige Alternativen gibt. Die Kombination aus Low Profile + mechanische Tasten + kabellos ist aktuell ziemlich einmalig. Dies rechtfertigt in gewisser Weise auch den hohen Preis.

Aber natürlich ist die Logitech G915 auch abseits dieser Merkmale eine sehr gute Tastatur! Die Verarbeitung und das Design sind absolut top, die Multimedia-Tasten nützlich und gut umgesetzt und auch die generelle Ergonomie ist stark.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 14

Ich mag dieses sehr flache Design der G915 sowohl fürs Spielen aber auch vor allem fürs Tippen sehr gerne! Allerdings kommen wir hier auch zu meinem größten Kritikpunkt. Die Tastenkappen haben bei der Logitech G915 Lightspeed etwas Spiel. Fahrt Ihr mit dem Finger über diese wackeln die Tasten leicht hin und her. Sicherlich kein großer Kritikpunkt, aber bei einer 200€ Tastatur nicht optimal.

Logitech G915 Lightspeed Im Test 15

Kurzum, ja mir ist der Preis der Logitech G915 Lightspeed etwas hoch. 200€ ist eine verdammt stolze Summe! Dafür wird Euch aber einiges geboten und gerade wenn Ihr die Kombination aus edlem Design, kabelloser Nutzung und mechanischen Tasten sucht, dann werdet Ihr aktuell nichts besseres finden.

Die ReoLink RLC-410W Überwachungskamera im Test

Zwar liegen Akku betriebene Überwachungskameras aktuell voll im Trend, aber ab und zu ist doch eine reguläre „netzbetriebene“ Überwachungskamera praktischer. Einer der größten und auch generell empfehlenswertesten Hersteller ist hier ReoLink.

Diese bieten mit der ReoLink RLC-410W eine recht klassische Außenüberwachungskamera an, welche dank 2,4/5GHz WLAN, super HD Auflösung und der Möglichkeit einer lokalen Speicherung überzeugen soll.

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Dabei ist die ReoLink RLC-410W für unter 80€ erhältlich. Ein auf den ersten Blick fairer Preis! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Kamera auch empfehlenswert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die ReoLink RLC-410W im Test

ReoLink setzt bei der RLC-410W auf ein recht klassisches Design für eine Überwachungskamera. So verfügt die Kamera über ein einfaches „Röhren“ Design, auf dessen Front die Linse eingelassen ist.

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Erfreulicherweise ist das Gehäuse zum einen IP66 wassergeschützt, zum anderen ist dieses aus einem recht robust wirkenden Aluminium gefertigt. Selbst die Linse auf der Front ist aus Glas. Hierdurch wirkt die ReoLink RLC-410W sehr wertig und hebt sich von vielen „billig“ Modellen ab.

Aber nicht nur das Gehäuse ist aus Aluminium, auch die Halterung, welche auf eine Art Kugelkopf für die Ausrichtung setzt,  besteht aus einem massiven Metall. Wenn Ihr die Kamera gut verschraubt sollte es fast unmöglich sein diese von der Wand zu reißen.

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Selbst einen Steinwurf sollte sie überleben, auch wenn natürlich das Glas auf der Front brechen könnte. Erfreulicherweise ist die integrierte microSD Speicherkarte auf der Rückseite unter einer verschraubten Klappe eingelassen. Ein potenzieller Dieb müsste also erst einmal die Kamera von der Wand holen, dann zwei Schrauben lösen (das Gehäuse einfach „aufbrechen“ sollte aufgrund der Aluminium Konstruktion fast unmöglich sein) und die Speicherkarte entnehmen. Dafür wird kein Dieb der Welt Zeit haben.

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Angeschlossen wird die Überwachungskamera über einen kleinen Kabelstrang auf der Rückseite. An diesem findet sich ein LAN Port, eine Reset Taste und natürlich der Stromanschluss. Ihr habt bei der RLC-410W die Wahl, wollt Ihr eine kabelgebundene Netzwerkanbindung nutzen oder WLAN. Letzteres unterstützt sogar das 5GHz Band (neben 2,4GHz).

 

Einrichtung und App

Um die ReoLink RLC-410W zu nutzen benötigt Ihr die ReoLink Smartphone App. Diese ist wie üblich im Google PlayStore, und Apple App Store verfügbar. ReoLink ist dabei einer der letzten Hersteller die auf eine Zwangsregistrierung verzichten! Aus Sicht des Datenschutzes ideal!

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Vielmehr müsst Ihr entweder den QR Code auf der Unterseite der Kamera einscannen oder diese via LAN verbinden. Macht Ihr letzteres wird die Kamera automatisch von der App nach dem ersten Start erkannt. Ihr legt dann ein Passwort fest und fertig. Die Kamera wird an kein Konto gekoppelt oder ähnliches. Mittlerweile bietet ReoLink zwar auch ein Kontosystem an, dieses ist aber optional.

Wollt Ihr ohne ein ReoLink Konto die Kamera auf mehreren Smartphones nutzen ist dies auch kein Problem. Einfach den QR Code auf jedem Gerät einscannen und das Passwort angeben das Ihr bei der ersten Einrichtung eingestellt habt.

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Die ReoLink App selbst ist sehr einfach aufgebaut. Auf der Startseite habt Ihr eine Übersicht mit allen verbundenen Überwachungskameras und einer kleinen Vorschau. Tippt Ihr diese Vorschau an landet Ihr in der Live-Ansicht.

Dort habt Ihr die Möglichkeit manuell Fotos und Videos zu machen. Des Weiteren könnt Ihr Euch bestehende Aufnahmen ansehen.

 

Aufnahmen und Bewegungserkennung.

Die ReoLink RLC-410W zeichnet Videos nur beim Erkennen einer Bewegung auf. Dementsprechend ist eine gute Bewegungserkennung sehr wichtig! Die Bewegungserkennung der ReoLink RLC-410W ist auch auf kurzer bis mittlerer Distanz sehr zuverlässig! Ihr könnt die Bewegungserkennung und auch die Bereiche dafür sehr genau einstellen.

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Ihr könnt sogar die Sensitivität der Bewegungserkennung basierend auf der Uhrzeit steuern. Wollt Ihr beispielsweise nachts eine empfindlichere Erkennung, so könnt Ihr dies einstellen.

Beim Erkennen einer Bewegung wird ein Video-Clip aufgenommen. Zusätzlich könnt Ihr auf Wunsch eine Pusch-Benachrichtigung oder eMail erhalten. Videos werden auf der internen Speicherkarte gesichert. Allerdings könnt Ihr auch einen FTP Upload auf beispielsweise ein NAS oder allgemein Netzwerklaufwerk aktivieren.

 

Die Bildqualität

Die ReoLink RLC-410W verfügt über einen 2K Sensor bzw. „4MP“ Sensor. Dieser kann Videos mit bis zu 2560 x 1440 Pixeln aufnehmen, was 3,6 Megapixeln entspricht, was ReoLink großzügig auf 4 Megapixel aufrundet. Dennoch ist dies ein recht großer Sprung von Full HD! Full HD entspricht lediglich 2 Megapixeln.

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Dementsprechend sollte es nicht überraschen, dass die Bilder und Videos der ReoLink RLC-410W sehr scharf und detailliert sind! Ihr dürft natürlich keine „Smartphone Qualität“ aufseiten der Aufnahmen erwarten, aber die ReoLink RLC-410W bietet schon eine bessere Bildqualität für eine Überwachungskamera. Dies gilt auch für die Nacht! Die verbauten IR LEDs machen einen sehr guten Job darin das Bild auch auf Distanzen von +- 10 Metern auszuleuchten.

 

Fazit

Die ReoLink RLC-410W ist eine top „klassische“ Kabelgebundene bzw. Netzgebundene Überwachungskamera! Diese kann primär aufgrund der sehr guten Bildqualität und des Datenschutzes punkten.

Im Gegensatz zu anderen Überwachungskameras müsst Ihr bei der ReoLink RLC-410W keine Cloud Dienste nutzen. Ihr müsst nicht einmal ein Konto beim Hersteller anlegen und Aufnahmen werden lokal auf einer Speicherkarte oder einem FTP Server gesichert.

Reolink Rlc 410w Überwachungskamera Im Test 6

Die Bildqualität ist dank 2K bzw. 4MP Sensor ganz klar als überdurchschnittlich zu beurteilen, dies sogar bei Nacht.

Ihr müsst Euch lediglich die Frage stellen ob der Formfaktor das Richtige für Euch ist. Die ReoLink RLC-410W ist halt eine klassische Netzwerk-Überwachungskamera, die etwas mehr Verkabelung benötigt als die modernen kabellosen Modelle. Dafür ist aber auch der Preis mit rund 70€ (zum Zeitpunkt des Tests) sehr fair für das Gebotene.