Amazfit werden die meisten von Euch primär aufgrund von Fitness Trackern und Smart Watches kennen. Allerdings bietet Amazfit mit den Powerbuds seit neustem auch ein paar Bluetooth Ohrhörer an.
Klingt doch interessant. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Klingen vor allem die Ohrhörer auch gut? Finden wir dies im Test der Amazfit Powerbuds heraus!
Die Amazfit Powerbuds im Test
Dafür das die Amazfit Powerbuds vergleichsweise viele Feature und Funktionen mitbringen sind die Ohrhörer und auch die Ladebox vergleichsweise klein und kompakt.
Der Deckel setzt dabei wie so oft üblich auf einen Magnet Verschluss. Dass wir hier keine billig Bluetooth Ohrhörer vor uns haben ist schon beim Scharnier des Deckels zu bemerken, welches sich deutlich weicher öffnen lässt.
Leider kann die Ladebox die Ohrhörer nur 2x „on the go“ wiederaufladen. Vermutlich der Preis der für die kompakten Abmessungen zu zahlen ist. Geladen wird die Ladebox anschließend via USB C, Daumen hoch dafür!
Die Powerbuds selbst setzten zunächst auf das klassische „Ohrstöpsel“ Design. Dieses ist allerdings etwas modifiziert um den Pulsmesser unterzubringen. So gibt es am Anfangsstück eine kleine Verdickung in welcher der Pulsmesser sitzt.
Die Amazfit Powerbuds haben aber noch eine kleine Besonderheit. Amazfit legt optionale Ohrbügel bei. Hierbei handelt es sich um Silikonbügel die um Eure Ohren gelegt werden und den Halt verbessern.
Die App
Um den Pulsmesser zu verwenden benötigt Ihr die die Amazfit App. sind die Ohrhörer hier eingebunden erkennen diese automatisch wenn Ihr beginnt Sport zu treiben und messen dann Euren Puls.
Über die App könnt Ihr auch einen EQ festlegen oder einstellen, dass der Bass beim Sporttreiben automatisch etwas geboostet wird.
Tragekomfort
Aufgrund des Pulsmessers ist der untere Teil der Amazfit Powerbuds vergleichsweise dick. Dies ist für den Tragekomfort natürlich nicht ganz optimal. Generell würde ich die Ohrhörer nicht als unbequem bezeichnen, aber sie könnten auch noch bequemer sein. Dabei denke ich gerade an Nutzer mit kleinen Ohren.
Der Halt ist nicht schlecht. Zwar sind die optionalen Ohrbügel etwas fummelig, aber diese verhindern doch ein Herausfallen effektiv!
Klang
Kommen wir zum spannendsten Punkt, dem Klang der Amazfit Powerbuds. Ihr könnt den Klang der Ohrhörer über die Amazfit App noch ein gutes Stück nach Euren Wünschen anpassen. Wir konzentrieren uns hier aber auf den „Standard“ Klang. Starten wir hier bei den Höhen.
Erstaunlich gut sind die Mitten der Amazfit Powerbuds. Gerade die unteren Mitten werden von den Ohrhörern betont. Hierdurch klingen wärmere Stimmen sehr schön kräftig und lebendig. Allerdings neigen die Ohrhörer zu einem leicht bauchigen, aber wohl gefüllten Klangbild. Dieses steht etwas im Kontrast zu vielen populären Modellen, welche die Mitten oftmals etwas absenken um den Bass mehr hervorzuheben.
Der Bass bei den Amazfit Powerbuds wirkt etwas schwächer als er eigentlich ist, da die Mitten nicht ganz so „glattgebügelt“ sind.
Was ich meine ist auch gut in der Frequenzkurve ersichtlich.
Dies ist natürlich Geschmackssache und Ihr könnt den Tiefbass auch noch etwas über die App anheben, sollte Euch dies besser gefallen.
Fazit
Das Fazit zu den Amazfit Powerbuds fällt mir etwas schwer. Einerseits sind diese keine schlechten true Wireless Ohrhörer, aber auf der anderen Seite gibt es für weniger Geld bessere Modelle.
Das Merkmal der Amazfit Powerbuds sind die Fitness-Feature, also der Pulsmesser und die optionalen Ohrbügel. Allerdings verschlechtert der Pulsmesser den Tragekomfort etwas und zum anderen, wenn Ihr so viel Wert auf Fitness legt, werdet Ihr doch eh einen Fitnesstracker tragen?!
Wofür dann die Pulsmessung, zumal ein Schrittzähler oder Ähnliches fehlt?! Wir haben hier also schon ein nettes Bonus-Feature, dem ich aber in der Praxis nicht all zu viel Bedeutung zumessen möchte.
Das Wichtigste ist der Klang. Dieser ist von Haus aus tendenziell recht warm mit guten unteren Mitten/oberen Tiefen, aber der Bass ist auch nicht „extrem“. Dies ist Geschmackssache! So klingen die Amazfit Powerbuds sehr gut gefüllt und auch harmonisch. Es gibt aber auch viele andere Modelle welche aufregender und treibender klingen. Selbstverständlich könnt Ihr die Powerbuds via EQ noch etwas an Euren Geschmack anpassen.
Ob ich nun die Amazfit Powerbuds zu einem Preis von 100€ empfehlen kann hängt von Eurem Bedarf nach einem Pulsmesser ab. Ist der Pulsmesser für Euch DAS Feature, dann okay greift zu. Ist Euch der Pulsmesser mehr oder weniger egal gibt es für unter 100€ bessere Modelle (außer natürlich die Klangsignatur ist genau das was Ihr sucht).
