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Kurztest: Lexar E6 SSD Gehäuse, externe SSD besser selbst bauen?

Externe SSDs sind sehr beliebt, dies auch aus einem guten Grund. Speicher kann man nie genug haben und externe SSDs sind einfach um einiges robuster als externe HDDs.

Sicherlich die beliebtesten Modelle stammen hier von Samsung, aber auch Kingston, Crucial und praktisch alle Hersteller bieten entsprechende Modelle an.

Oftmals ist aber selbstbauen die beste Lösung. So bekommst du von diversen Hersteller entsprechende NVME SSD Gehäuse in welche du einfach eine entsprechende SSD verbauen kannst.

Auch der SSD und Speicherkarten Hersteller Lexar bietet ein entsprechendes SSD Gehäuse an, das Lexar E6.

Dieses soll durch eine besonders hohe Qualität zum niedrigen Preis punkten. Und ja auch auf den ersten Blick sieht die Kombination aus Lexar E6 SSD Gehäuse und Lexar NM790 sehr attraktiv aus!

Wollen wir uns einmal ansehen wie sich diese Kombination in der Praxis schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der SSD/Gehäuse für diesen Test.

 

Das Lexar E6 SSD Gehäuse im Test

Ich hatte schon einige externe SSD Gehäuse in den Fingern. In der Regel sind diese alle recht ähnlich aufgebaut und setzen auch auf sehr ähnliche Technik.

Allerdings das Lexar E6 sticht qualitativ klar hervor! So wirkt das Gehäuse unheimlich wertig und massiv!

So sind die Kanten sehr schön abgerundet und der Deckel bzw. Boden zum Öffnen der SSD ist hochwertig im Gehäuse eingelassen.

Selbst die Beschichtung des Gehäuses wirkt deutlich hochwertiger als bei den 08/15 Modellen. Die Oberfläche/Textur des Aluminiums erinnert mich eher an hochwertige Notebooks.

Eingesetzt wird die SSD auf der Unterseite über eine kleine Klappe. Diese ist über eine Schraube fixiert, ein entsprechender Schraubendreher liegt bei.

 

Mit Gummiüberzug

Im Lieferumfang des Gehäuses liegt ein Gummi/Silikon Überzug. Dieser soll das Gehäuse vor Kratzern schützen, wie auch bei Stürzen etwas Puffer bieten.

 

Warmes Gehäuse, kalte SSD

Mit im Lieferumfang des Gehäuses liegen zwei Wärmeleitpads in unterschiedlicher Dicke. Mit deren Hilfe wird die Unterseite des Gehäuses mit der verbauten SSD gekoppelt.

Dies verbessert die Wärmeabfuhr massiv! Zwar heizt sich das Gehäuse hierdurch sehr stark auf, aber die SSD bleibt temperatur-technisch im Rahmen.

 

Die Technik

In dem Lexar E6 steckt der JMS583 Controller. Dies ist ein vergleichsweise “alter” PCIe zu USB Controller.

Dieser erlaubt es NVME M.2 SSDs via USB anzubinden. Entsprechend ist das Gehäuse universell zu M.2 NVME (nicht SATA!) SSDs kompatibel.

Auf Seiten des USB Ports haben wir einen USB C Port mit 10Gbit, also USB 3.2 Gen 2.

 

Mit Lexar NM790 eine starke Kombination

Ich habe das Lexar E6 mit der Lexar NM790 SSD kombiniert. Dies ist eine sehr schöne und günstige, aber potenziell leistungsstarke Kombination.

Allerdings ist das Gehäuse natürlich nicht auf Lexar SSDs beschränkt. Du kannst jede NVME M.2 SSD im 2230 bis 2280 Formfaktor verbauen.

 

Testsystem

Ich teste die externe SSD an folgendem System:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E
  • 16GB DDR5 RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Natürlich werden die Messwerte etwas schwanken, je nachdem was du für eine SSD im Inneren des E6 verbaust, aber die Werte hier sollten dennoch einen guten Eindruck geben was das Gehäuse verglichen mit einigen Fertigen SSDs leisten kann.

 

CrystalDiskMark, der erste Test

Starten wir mit dem klassischen SSD Benchmark, CrystalDiskMark.

Trotz des etwas älteren JMS583 Controller erreicht das SSD Gehäuse bei mir das volle Tempo der USB C 3.2 10 Gbit Verbindung.

So erreichte die SSD 1088 MB/s lesend und 1094 MB/s schreibend, was absolute Top-Werte sind!

Keine “fertige” externe SSD mit 10 Gbit USB Verbindung kann dies schlagen.

 

PC Mark

PC Mark ist zwar ein „künstlicher” Test, welcher aber gemacht ist praktische Situationen nachzustellen.

Hier machen wir zwei Tests, den “Data Drive” Test, welcher wie der Name schon sagt Datenlaufwerke sind und primär aus Kopier-Tests besteht, wie aber auch den “Full” Test.

Letzterer ist eigentlich für interne Laufwerke gedacht, aber vielleicht doch ganz spannend.

Auch im PC Mark Test kann die Kombination aus Lexar E6 und Lexar NM790 SSD sich problemlos auf Platz 1 der bisher getesteten externen SSDs setzen.

 

3D Mark SSD Test

Schauen wir uns auch einmal den 3D Mark SSD Test an. Dieser ist eigentlich auch für interne SSDs gemacht, liefert und aber mit ein paar Vergleichswerten durchaus spannende Informationen über Reaktionszeit und Laderaten der externen SSDs.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Auch hier Platz 1 für die Kombination aus Lexar E6 und Lexar NM790.

 

Praktische Tests

Natürlich müssen wir auch ein paar praktische Tests durchführen. Hierbei kopiere ich 3 Datenpakete auf und von der SSD.

  • Test 1 – 1x Datei mit 49 GB
  • Test 2 – 1x Datei mit 215 GB
  • Test 3 – 378x Dateien mit einer Gesamtgröße von 49 GB (Spiele Installation)

Dies ist einer der ersten Tests wo die aus Lexar E6 und Lexar NM790 geschlagen werden kann und zwar minimal von der Crucial X9 Pro.

 

Fazit

Das Selberbauen einer externen SSD kann durchaus Sinn machen und eine recht günstige und flexible Lösung sein, eine schnelle externe SSD “nach Wahl” zu bekommen.

Dabei ist das Lexar E6 Gehäuse voll zu empfehlen und auch die Kombination mit der NM790 macht aufgrund der hohen konstanten Leistung viel Sinn!

Ein guter CPU Kühler für unter 50€! Der Xilence M906 im Test

Xilence bietet mit dem M906 einen modernen CPU Kühler, welcher trotz des Preises von unter 50€ in der Lage sein soll, moderne CPUs vernünftig zu kühlen.

Keine ganz leichte Aufgabe bei den Leistungsaufnahmen moderner CPUs. Wollen wir uns in diesem kleinen Test einmal ansehen wie gut sich der Xilence M906 sich auf dem AMD Ryzen 5 7600X schlägt.

Der AMD Ryzen 5 7600X ist zwar ein ziemlicher Hitzkopf, aber an sich eine recht passende CPU für einen Kühler dieser Klasse.

An dieser Stelle vielen Dank Xilence für das Zurverfügungstellen des M906 für diesen Test!

 

Der Xilence M906 im Test

Der Xilence M906 ist auf den ersten Blick ein recht schlichter, schwarzer CPU Kühler, welcher allerdings mit 905g durchaus eine gute Masse mitbringt.

Xilence verzichtet dabei beim Kühler selbst komplett auf ein auffälliges Branding oder auch RGB LEDs. Der beiliegende 120 mm Lüfter ist ebenfalls sehr schlicht gehalten und verzichtet auch auf RGB LEDs.

Ganz wichtig, mit “schlicht” meine ich nicht billig, denn der M906 wirkt unheimlich wertig gemacht und gebaut! Dies ist kein “billig” CPU-Kühler.

 

Wir haben sogar eine schöne gebürstete Metall-Abdeckung auf dem Kühler, welcher die Heatpipes(wovon wir 6 Stück haben) abdeckt.

 

Praktisch für alle Sockel

Der Xilence M906 ist praktisch für alle aktuellen Sockel, abseits von AMD Threadripper geeignet.

  • Intel: 2066 / 2011 / 1200 / 1156 / 1155 / 1151 / 1150 / 1700
  • AMD: AM4 / AM5

Dabei bewirbt Xilence den Kühler auch für CPUs mit bis zu 250W TDP.

 

Montage und Installation

Ich habe den Xilence M906 auf der AM5 Plattform genutzt. Hier war die Installation absolut problemlos und schnell!

Du nutzt wie üblich die AM5 vorinstallierte Rückenplatte, in welche Abstandshalter und eine Art Rahmen verschraubt wird. Darauf wird einfach der Kühler aufgesetzt und mit einem beiliegenden Schraubendreher verschraubt. Fertig.

Die Montage des Xilence M906 ist problemlos und gut gelöst.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

  • Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM DDR5
  • Windows 11

 

Lautstärke des Xilence M906

Beginnen wir mit einer Messung der Lautstärke des Xilence M906. Ein Kühler, der super laut ist, hat es natürlich deutlich leichter, sich niedrige Temperaturen zu “erkaufen”.

Daher müssen wir alle folgenden Messwerte immer ein wenig im Vergleich zur Lautstärke ansehen.

Zunächst gesagt, der Xilence M906 ist kein lauter Kühler. Dieser ist merkbar leiser als der eh schon nicht so laute AMD Wraith Prism.

Allerdings ist er wiederum auch klar lauter, zumindest auf 100% Drehzahl, als der Noctua NH-D15S oder Scythe Mugen 5.

Bei 50% Drehzahl sind alle Kühler praktisch nicht zu hören.

 

Temperaturmessung

Ich habe die Temperaturen des Ryzen 5 7600X während eines Durchgangs (10 Minuten +) des Cinebench 2024 Benchmarks gemessen.

Zum Vergleich habe ich selbiges mit 3 weiteren Kühlern durchgeführt. Starten wir mit der Temperaturmessung bei 50% eingestellter Lüftergeschwindigkeit.

Hier sehen wir ein starkes Ergebnis des Xilence M906. Dieser kann Platz 2 hinter dem Noctua NH-D15S belegen.

Dabei ist die Kühlleistung des Xilence M906 signifikant besser als beim Mugen 5 oder AMD Wraith Prism.

Der AMD Wraith Prism ist zwar der besten “CPU Box Kühler” der vermutlich jemals auf den Markt gekommen war, schafft es aber nicht ansatzweise die CPU unter 95 Grad zu halten.

Wie sieht es bei 100% Lüftergeschwindigkeit aus?

Hier verschiebt sich die Rangliste nicht groß. Der größere Noctua NH-D15S kann den Xilence M906 knapp schlagen, aber der Xilence bleibt klar vor dem Mugen 5 und dem AMD Wraith Prism.

 

Fazit

Du hast eine aktuelle Mittelklasse CPU von AMD oder Intel und suchst einen guten CPU Kühler, welcher nicht die Welt kostet aber eine gute Kühlleistung bietet?

Dann ist der Xilence M906 absolut empfehlenswert!

Dies ist einfach ein guter und auch durchaus schicker Kühler mit mehr als ordentlicher Leistung! Klar dieser kann nicht ganz mit den Flaggschiffen von Noctua oder Be Quiet mithalten, oder den AIOs, aber für CPUs wie den Ryzen 5 7600X ist dieser mehr als ausreichend, was beispielsweise nicht für den AMD Wraith Prism gilt.

Dabei ist der Kühler bei höheren Drehzahlen zwar nicht “rekordverdächtig” leise, aber auch nicht auffällig oder störend laut. Zudem ist die Kühlleistung auch bei niedrigeren Drehzahlen gut, aufgrund der hohen Masse.

Xilence M906
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Das Anker A2337 Nano USB C 30W Ladegerät im Test

Anker bietet mit dem Nano USB C 30W ein neues einfaches USB-C Ladegerät an. Dieses bietet einen 30W USB C Port und ist als eine Art Standard Ladegerät für das neue iPhone 15 Pro oder auch diverse Android Smartphones gedacht.

So nutzt dieses natürlich auch wieder den USB Power Delivery Standard, welcher universell von allen Herstellern inklusive Apple, Samsung und Google genutzt wird.

Wollen wir uns im Test einmal das Anker A2337 Nano USB C 30W Ladegerät näher ansehen.

Kann dieses überzeugen?

 

Das Anker A2337 Nano USB C 30W Ladegerät im Test

Das Anker A2337 ist ein sehr einfaches USB Ladegerät. So misst dieses lediglich 24 x 36 x 34 mm (ohne Stecker) und bringt 48 g auf die Waage.

Dabei nutzt das Ladegerät ein Kunststoffgehäuse, das an den Seiten geriffelt, aber auf der Front mit einer Art halb durchsichtigen Abdeckung versehen ist.

Das Ladegerät wirkt soweit “OK” gebaut, ist aber auch kein absolutes Premium Gerät.

 

Anschlüsse des Anker A2337 Nano USB C 30W

Das Anker A2337 Nano USB C 30W besitzt genau einen USB C Port, welcher wenig überraschend genau 30W Leistung bietet.

  • USB C – 30W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A

Der USB C Port des Ladegerätes setzt auf den USB Power Delivery Standard. Dies ist der Ladestandard welcher von allen großen Herstellern genutzt wird. Hierzu zählt Apple, Samsung, Google und co.

Du kannst also theoretisch mit dem Ladegerät sowohl ein iPhone, wie auch ein Samsung Galaxy oder eine Nintendo Switch schnellladen. Ja, auch die Switch nutzt USB Power Delivery.

Theoretisch wäre es sogar möglich, dass ein oder andere Notebook an diesem Ladegerät zu laden, allerdings ist hier 30W etwas wenig.

 

Mit PPS

Auch wenn sich das Anker A2337 Nano USB C 30W ganz klar etwas an die Apple Nutzer richtet, unterstützt dieses erfreulicherweise den PPS Standard.

  • 3,3-11V / 3A
  • 3,3-16V / 2A

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Belastungstest

Ich habe das Anker A2337 Nano USB C 30W rund 6 Stunden mit einer elektronischen Last zu 100% belastet.

Dies hat das Ladegerät ohne Probleme überstanden. Dabei schwankte die Temperatur zwischen 75 und 78 Grad am Gehäuse.

Sicherlich nicht wenig, aber auch nicht zu heiß für ein Ladegerät. Ladegeräte halten in der Regel um die 90 Grad aus. Alles unter 80 Grad ist aus meiner Sicht völlig unproblematisch, wenn auch sicherlich nicht kühl.

 

Ladetempo

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank des 30W USB C Ausgangs und der Unterstützung von PPS ist das Anker A2337 Nano USB C 30W universell zu “westlich” ausgerichteten Smartphones gut kompatibel und kann diese generell mit hohem Tempo laden.

So kann das Ladegerät beispielsweise das Apple iPhone 14 Pro (Max) wie auch die Google Pixel Serie mit dem vollen Tempo laden.

Samsung Smartphones lassen sich hingegen mit bis zu 25W laden, was auch alles andere als wenig ist.

Prinzipiell ist das Ladegerät auch für Tablet wie das iPad gut zu gebrauchen. Sogar das MacBook Pro 13 M1 lässt sich an diesem laden, allerdings kann und will ich ein 30W Ladegerät nicht für Notebooks empfehlen.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität des Nano sieht ok aus. Zwar habe ich bei der 5V Stufe schon klar stabilere Ladegeräte gesehen, aber dies ist auch nichts Dramatisches oder Problematisches.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des Ladegerätes.

Die Effizienz des Anker A2337 Nano USB C 30W schwankt zwischen 85,8% und 90,6%. Dies ist eine gute Effizienz für ein einfaches Ladegerät dieser Klasse.

 

Fazit

Das Anker A2337 Nano USB C 30W ist ein gutes Standard-Ladegerät, welches ich aber nicht empfehlen kann.

Warum? Ganz einfach Anker bietet das Anker 511 Nano 3 an, welches aus meiner Sicht genauso gut, wenn nicht sogar besser ist und dabei weniger kostet.

Daher meine Empfehlung: Lass das Anker A2337 Nano USB C 30W aus und greife zum Nano 3.

Allerdings müssen wir auch fair sein, denn prinzipiell ist das Anker A2337 Nano USB C 30W ein gutes Ladegerät. Die Messwerte passen soweit alle, auch die Effizienz ist mit 85,8% bis 90,6% gut und generell haben wir hier ein vertrauenswürdiges Ladegerät vor uns.

Sollte dieses also zu einem guten Preis verfügbar sein, schlag zu. 25€, was dieses zum Zeitpunkt des Tests kostet, ist etwas zu viel für solch ein Standard Ladegerät, aus meiner Sicht.

Schau dir lieber das Anker 511 Nano 3 oder den Anker 313 Charger (Ace 2) an, welche beide meines Erachtens besser und günstiger sind.

Anker Nano USB C Netzteil, 30W High-Speed USB C Ladegerät, PIQ 3.0...
  • HIGH-SPEED 30W LADEPOWER: Genieße 3-fache Ladegeschwindigkeiten...
  • KOMPAKT UND MOBIL: Genieße Aufladen unterwegs mit einem...
  • FORTSCHRITTLICHER LADESCHUTZ: Modernste ActiveShield...
  • NACHHALTIGES DESIGN: Umweltfreundliches Laden mit einem...
  • IM LIEFERUMFANG: Ein Anker Nano USB-C Wandladegerät (30W),...

Ein sehr schwieriger Test! SYONCON SC930 PRO

Manchmal gibt es Tests, die auf den ersten Blick wie Routine aussehen. So auch bei der SYONCON SC930 PRO der Fall. Allerdings hat sich der Test als sehr schwierig und problematisch entpuppt.

Zunehmend mehr Geräte nutzen den kleineren 2230 SSD Formfaktor. Ganz prominent, das Steam Deck, aber auch beispielsweise das Framework 16 Notebook, die Microsoft Surface Geräte usw.

Leider ist die Auswahl an SSDs im 2230 Formfaktor überschaubar. Eins der besonders exotischen Modelle ist die SYONCON SC930 PRO.

Bei der SYONCON SC930 PRO handelt es sich um eine 2230 M.2 NVME SSD mit 1TB für knapp unter 100€.

Für eine große 2280er SSD wäre das kein guter Preis, aber für einer kleinere 2230 SSD ist das fair.

Aber hier stellt sich natürlich die Frage wie gut ist die SSD? Ich vermute die wenigsten werden schon einmal etwas von SYONCON gehört haben, ich vor diesem Test auch nicht.

Wollen wir uns also einmal die SYONCON SC930 PRO näher im Test ansehen!

 

Test: SC930 PRO von SYONCON

Das wichtige an der SC930 PRO ist der Formfaktor. So haben wir hier eine M.2 NVME SSD vor uns, welche aber nur eine 30 mm Länge hat, also den 2230 Formfaktor nutzt.

2230 = 22 mm Breite und 30 mm lang. Normale M.2 SSDs nutzen den 2280 Formfaktor, also 22 mm breit und 80 mm lang.

Hierdurch müssen die Komponenten auf der SSD deutlich enger gepackt werden, was diese teurer macht.

Auf den ersten Blick macht die SSD einen vernünftigen Eindruck. Wir haben einen SYONCON Aufkleber auf der Rückseite. Auf der Oberseite sind hingegen die Chips frei sichtbar.

Spannenderweise legt der Hersteller einen kleinen “Überzug” aus Aluminium bei, welcher verhindern soll ,dass die SSD z.B. das WLAN Modul stört.

Nett! Denn dies kann beispielsweise im Steam Deck ansonsten ein Problem sein. Dieser Überzug kann auch der Wärmeabfuhr helfen.

Weitere Pluspunkte gibt es für die beiliegende SSD Schraube. Das ist leider nicht selbstverständlich.

 

Die Technik

Bei der Technik der SYONCON SC930 PRO wird es etwas exotisch. So haben wir hier prinzipiell eine PCIe 4.0 SSD mit folgenden Datenraten laut Hersteller vor uns:

  • 4950 MB/s lesen
  • 4400 MB/s schreiben

Als Controller kommt hier der MaxIO MAP1602A-F3C zum Einsatz. Ein super exotischer Controller, welchen wir nur bei ganz wenigen anderen SSDs finden, wie bei der Acer Predator GM7 oder TeamGroup MP44.

Hier findest du weitere technische Daten zu dem MaxIO MAP1602A: http://www.maxio-tech.com/product/11628/11631/11754/11755/

An sich ließt sich der Controller ganz ordentlich! Je nachdem mit welchem NAND dieser kombiniert wird ist er zu bis zu 7200 MB/s in der Lage.

Wo wir beim NAND sind, dieser ist mit “BWN09TC1B30C6C” beschriftet. Selbst Google hat von diesem NAND noch nichts gehört.

Auch auf der Herstellerwebseite gibt es nur sehr wenige Infos zum NAND. SYONCON gibt bei der SC930 PRO nicht mal an ob es sich um TLC oder QLC handelt.

Vermutlich handelt es sich hier um NAND eines chinesischen Herstellers.

 

TBW

Immerhin der TBW Wert der 1TB SSD ist mit 788 TB recht hoch angegeben.

Dies muss natürlich nicht zwingend etwas bedeuten, aber dennoch ist es ein kleiner Pluspunkt und möglicherweise als Zeichen zu werten, dass der Hersteller an seine SSD glaubt.

 

Die Probleme mit der SYONCON SC930 PRO!

Die SYONCON SC930 PRO zeigt in meinem Test-PC ein Verhalten das ich zuvor bei noch keiner SSD beobachten konnte!

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E
  • 16GB DDR5 RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Zunächst funktionierte die SSD absolut tadellos! So zeigt auch ein erster Durchlauf von CrystalDiskMark vielversprechende Werte.

So erreichte die SC930 Pro hier lesend 4949 MB/s und schreibend 4410 MB/s. Für solch eine SSD mehr als ordentliche Werte!

Aber hiernach wird es abenteuerlich!

Denn AS SSD, PC Mark, 3D Mark und WinRAR weigern sich mit der SSD zusammenzuarbeiten!

Entweder hängen sich die Programme auf (oder der ganze PC) oder diese stoppen mit einer Fehlermeldung.

Nachdem diese Fehlermeldung auftritt, verweigert sogar Windows das Formatieren der SSD.

Was habe ich alles versucht?

  1. BIOS auf den aktuellsten Stand gebracht.
  2. SSD „zurückgesetzt“ und neu partitioniert usw.
  3. Andere Slots am Mainboard ausprobiert.

Aber nein, das Problem bleibt bestehen! Ich habe so etwas auch noch nie bei einer SSD beobachten können.

 

Auch im Geekom AS6 Probleme

Um auszuschließen, dass es sich hier um einen Bug mit meinem primären Test PC handelt, habe ich die SSD in meinem Geekom AS6 (AMD Ryzen) verbaut.

Leider gab es auch hier ähnliche Probleme und Verhaltensauffälligkeiten.

 

Extern funktioniert alles!

Ein möglicher Gedanke könnte jetzt sein, „die SSD wird einfach kaputt sein”. Aber nein, ich denke die SSD ist in Ordnung!

In einem externen SSD Gehäuse funktioniert die SSD tadellos!

Hierdurch weiß ich auch, dass die SSD TLC NAND nutzt, denn diese hat nach dem Schreibcache noch eine Datenrate von ca. 370 MB/s, was für TLC NAND spricht.

 

Fazit

Leider kann ich kein echtes Fazit zur SYONCON SC930 PRO geben. Ich hatte massive Probleme mit der SSD, welche ich so zuvor noch nie gesehen habe. Mögliche Gründe:

  1. Eine Inkompatibilität zu meinen beiden AMD Systemen
  2. Eine halb defekte SSD
  3. Inkompetenz des Testers (nie zu 100% auszuschließen)

Prinzipiell funktionierte die SSD genug, dass ich einige Werte bekommen konnte. So erreichte die SSD 4949 MB/s lesend und 4410 MB/s schreibend. Gute Werte! Auch haben wir TLC NAND mit ca. 370 MB/s nach dem Cache.

An sich mehr als vernünftige Werte für eine 2230 SSD! Wären die weiteren Tests ebenfalls so positiv ausgefallen, hätte ich die SSD auch empfohlen.

So tue ich mich schwer. Da die SSD in externen Gehäusen bei mir problemlos funktionierte, gehe ich nicht von einem (völligen) Defekt aus.

Möglicherweise haben wir hier eine blöde Inkompatibilität? Oder vielleicht doch eine teils defekte SSD?

Test: Lexar NM790 SSD, hervorragende Leistung, niedriger Stromverbrauch, herausragender Preis!

Lexar bietet mit der NM790 Serie derzeit ein paar der spannendsten SSDs auf dem Markt an. Warum?

2TB für rund 90€ und 4TB für rund 200€, bei einer SSD die über 7000 MB/s erreichen soll, ist ein absolut konkurrenzlos günstiger Preis! Um diesen günstigen Preis bei hoher Leistung zu erzielen, nutzen diese allerdings etwas exotischere Komponenten.

So kommt hier ein Controller von Maxiotek zum Einsatz und NAND von YMTC. Letzterer ist aber sogar TLC NAND und nicht QLC.

Damit klingt die NM790 wie eine richtig interessante SSD, welche im Test vielleicht auch für die ein oder andere Überraschung sorgen könnte.

Wollen wir uns also einmal die 2TB und die besonders spannende 4TB Version ansehen. Können die beiden SSDs im Test überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der SSDs für diesen Test.

 

Test: Lexar NM790

Auf den ersten Blick macht die Lexar NM790 einen sehr guten Eindruck! So wirkt die SSD sehr hochwertig gemacht mit einem wertigen Aufkleber.

So setzt die SSD auf ein schwarzes PCB und einen schwarz/silbernen Aufkleber.

Ansonsten ist dies eine klassische NVME PCIe SSD im 2280 Formfaktor. Pluspunkte gibt es für die Schraube, welche mit im Lieferumfang ist. Die wenigsten SSDs legen diese bei.

 

Die Technik der NM790

Die NM790 ist eine PCIe 4.0 SSD, welche durchaus in die High End Klasse einzuordnen ist. Diese ist derzeit in 1TB, 2TB und 4TB verfügbar.

1TB 2TB 4TB
Lesend 7400 MB/s 7400 MB/s 7400 MB/s
Schreibend 6500 MB/s 6500 MB/s 6500 MB/s
TBW 1000 GB 1500 GB 3000 GB

Dabei wirbt Lexar bei allen Versionen mit der gleichen Leistung. So sollen die SSDs satte 7400 MB/s lesend erreichen können und 6500 MB/s schreibend!

Damit ist die SSD zumindest lesend am PCIe 4.0 Limit angekommen, mit SSDs wie der Samsung 990 Pro oder WD SN850X.

Lexar nutzt als Controller den Maxiotek MAP1602A. Dies ist ein außergewöhnlicher Controller! Er ist einer der ersten chinesischen High End SSD Controller auf dem Markt.

Beim NAND geht es außergewöhnlich weiter, denn hier kommt 232-Layer-TLC-NAND von YMTC zum Einsatz.

YMTC ist ein chinesischer Speicherhersteller, welcher in unseren Regionen eher selten anzutreffen ist. Allerdings liest sich der 232 Layer NAND von YMTC beeindruckend! So ist dieser technisch (zumindest auf dem Papier) in sehr vielen Punkten mit Microns RG NAND Generation 3 vergleichbar, welcher bei der neuen Crucial T700 zum Einsatz kommt.

Damit ist er zumindest theoretisch 99% aller NAND vorraus. Ob sich dies in der Praxis bestätigt, wird sich im Test zeigen.

Ein möglicher Nachteil, auch wenn die NM790 durchaus wie eine High End SSD wirkt, verzichtet diese auf einen RAM Cache. Anstelle nutzt sie die NVMe Host Memory Buffer Funktion, die einen kleinen Teil deines System RAMs als Cache nutzt.

In der Praxis ist dies völlig OK. Du kannst bei NVME SSDs in der Regel auch unbesorgt zu Modellen ohne RAM Cache greifen, aber es keinen in Benchmarks durchaus ein paar % Leistung kosten.

Die NM790 auch in der 4TB Version ist eine einseitig bestückte SSD! Die 4TB Version besitzt verglichen mit der 2TB Version lediglich doppelt so viele Speicherchips (4TB Version = 4 NAND Chips, 2TB = 2 NAND Chips).

 

Garantie und TBW

Lexar gibt auf die NM790 5 Jahre Garantie, die wie üblich früher ablaufen kann wenn du die TBW überschreitest.

Die TBW Werte, welche beschreiben wie viele TB du auf die SSD schreiben darfst, ehe diese “außerhalb der Mindesthaltbarkeit” ist, sehen dabei sehr gut aus!

Du darfst auf die 1TB Version 1000 TB schreiben, auf die 2TB Version 1500 TB und auf die 4TB Version 3000 TB, was alles sehr gute und hohe Werte sind.

Diese sagen aber natürlich nicht so viel über die letztendliche Haltbarkeit aus, sondern nur über das Vertrauen des Herstellers in die Haltbarkeit der SSD.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für folgende Benchmarks zum Einsatz

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Theoretische Tests

Lasst  uns den Test mit einem beliebten Standard beginnen: CrystalDiskMark 8. Zuerst werden wir uns die Übertragungsraten genauer anschauen, angefangen mit den Werten für das Lesen.

Zunächst einmal sehen die Werte der NM790 fantastisch aus! So sprengt sowohl die 2TB wie auch die 4TB Version die 7400 MB/s Grenze im lesenden Test.

Damit setzen sich beide SSDs zwischen die Samsung 990 Pro und Solidigm P44 Pro, was ein spitzen Ergebniss ist, denn diese beiden SSDs gehören zu den schnellsten Modellen auf dem Markt, zumindest innerhalb des PCIe 4.0 Standards.

Schreibend erreichen wir rund 6500 MB/s bzw. 6700 MB/s, was ebenfalls herausragende Werte sind und die NM790 erneut in die High End Klasse katapultiert.

Diese spielt auch hier wieder auf dem gleichen Level wie die High End Modelle von Samsung, WD und Solidigm.

Etwas versteckt bietet CrystalDiskMark auch die Möglichkeit die IOPS und die Zugriffszeit von SSDs zu messen.

CrystalDiskMark NM790 IOPS

Hier sei aber direkt gesagt, diese Funktion bei CrystalDiskMark scheint etwas “speziell” zu sein. Teilweise schneiden SSDs je nach Controller unlogisch gut oder schlecht ab usw.

So mag dieser Benchmark beispielsweise Samsung Controller nicht.

Auch bei der Lexar NM790 sehen wir interessante Werte. So erreicht die 4TB Version der NM790 hier Bestwerte bei den IOPS, wie auch bei den Zugriffszeiten.

Die 2TB Version hingegen platziert sich “nur” im Mittelfeld. Hier ist es aus meiner Sicht etwas merkwürdig und unplausibel, dass die beiden Versionen der SSD so unterschiedlich abschneiden.

Wo wir bei merkwürdigen Benchmarks sind, werfen wir einen kleinen Blick auf AS SSD.

AS SSD ist nicht mehr für moderne SSDs geeignet und an sich nicht aussagekräftig. Allerdings wird dieses weiterhin gerne als Benchmark empfohlen, daher nehme ich dieses vorerst weiter in meine Benchmarks mit auf.

AS SSD mag die Lexar NM790 nicht, vor allem nicht die 4TB Version, welche hier am Ende des Benchmarks landet.

Anvil’s Storage Utilities hingegen ist wieder ein moderner SSD Benchmark, welcher der NM790 wieder plausible Werte bescheinigt. Hier fällt diese zwar wieder etwas hinter die absoluten High End SSDs zurück, schneidet aber dennoch stark ab.

So liegt diese weiterhin klar von der Samsung 980 Pro und ist +- auf dem Niveau der Corsair MP600 Pro.

Unterm Strich würde ich das Abschneiden der NM790 als sehr stark bezeichnen! Diese ist nicht ganz auf dem Level der aktuellen High End Modelle wie der 990 Pro von Samsung oder der Solidigm P44 Pro, aber kann anscheinend die vorherige High End Generation in Form der Samsung 980 Pro oder WD SN850 schlagen.

 

PC Mark Test

PC-Mark versucht in seinem Speicher-Benchmark, alltägliche Anwendungen wie Office-Anwendungen und Spiele zu simulieren.

Es gibt zwei Tests zur Auswahl: die „Quick“-Version und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, wodurch SSDs mit langsamerer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiver Schreibcaches schlechter abschneiden.

Die Werte NM790 sehen erneut gut aus! So liefert die SSD recht konstante Leistungswerte. So ist die 4TB Version minimal schneller, aber die 2TB Version kann schon mithalten.

Prinzipiell spielt die NM790 ungefähr auf dem Level der WD Black SN850 und Corsair MP600 Pro und oberhalb der Samsung 980 Pro.

 

3D Mark SSD Test

3D Mark hingegen spezialisiert sich auf die Messung von Spieleladenzeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Hier landen beide Versionen der SSD im soliden Mittelfeld. Erneut irgendwo um die Corsair MP600 Pro herum.

Für eine SSD die eine starke Preis/Leistungs Orientierung hat alles andere als schlecht.

 

Daten entpacken

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tinas Wonderland ca. 52GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tinas Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Hier kann die Lexar NM790 ihre starken Datenraten ausspielen und sehr gute Ergebnisse liefern. Gerade bei dem großen Datenpaket kann diese sogar die Samsung 990 Pro schlagen.

Beeindruckend!

 

SLC Cache bei der Lexar NM790

Fast alle aktuellen SSDs besitzen einen so genannten SLC Cache. Selbst modernster NAND lässt sich nicht mit Datenraten wie 6000 MB/s beschreiben. SSDs nutzen hierfür einen Trick.

So nutzt die NM790 beispielsweise TLC NAND. TLC NAND erlaubt das Schreiben von bis zu 3 Bits pro Zelle. Allerdings wird der Schreibvorgang immer komplexer, je nachdem wie viele Bits pro Zelle geschrieben werden. Daher ist QLC NAND beim schreiben normals signifikant langsamer.

Was aber, wenn wir einfach nur ein Bit pro Zelle schreiben? Dies beschleunigt den Schreibvorgang massiv! Und so entstehen die hohen Schreibraten moderner SSDs, es wird einfach ein Teil des TLC/QLC NANDs nur mit einem Bit beschrieben.

Allerdings ist dieser Cache nicht unbegrenzt groß und nach dem Cache können Datenraten teils extrem sinken. QLC SSDs schaffen nach dem Cache oft nur noch um die 100 MB/s, einfache TLC SSDs meist um die 300-400 MB/s.

Für diesen Test schreibe ich die SSDs mit H2Testw einmal komplett voll und logge die Geschwindigkeit dabei mit. H2Testw kitzelt nicht das volle Tempo aus den SSDs heraus, gibt uns aber verglichen mit anderen SSDs durchaus eine korrekte Rangliste und realistische „Alltagsgeschwindigkeiten“.

In meinem Test erreichte die Lexar NM790 mit 4TB nach dem Cache ca. 750 MB/s und bei der 2TB ca. 720 MB/s.

Keine schlechten Werte, gerade im Anbetracht des Preises, aber wir sehen schon, dass die anderen High End SSDs nach dem Cache etwas schneller unterwegs sind.

Allerdings ist der Cache sehr groß.

4TB

  • Erster Einbruch nach ca. 660 GB
  • Endgültige Geschwindigkeit nach ca. 2800 GB

2TB

  • Erster Einbruch nach ca. 240 GB
  • Endgültige Geschwindigkeit nach ca. 1400 GB

Effektiv ein gutes Ergebnis, gerade verglichen mit günstigen SSDs wie der SN580 von Western Digital.

 

Stromverbrauch

Das Messen des Stromverbrauchs bei M.2 SSDs gestaltet sich leider etwas kompliziert. Um dies zu bewerkstelligen, greife ich auf einen Trick zurück. Ich baue die SSDs in ein externes NVME SSD Gehäuse und USB-C 3.1 ein und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, einschließlich der SSD. Dabei kann ich den Leerlauf des Gehäuses in gewissem Maße herausrechnen, jedoch sind die ermittelten Werte nicht zu 100% genau! Dennoch werden die Werte einer SSD, die tendenziell mehr Strom benötigt, in der Tabelle ersichtlich sein. Daher sollten Sie weniger auf die absoluten Werte achten und mehr den Vergleich zu anderen Modellen ziehen, um einzuschätzen, ob eine SSD eher mehr oder weniger Energie benötigt.

Dabei wird natürlich die Datenrate der SSD aufgrund der externen Anbindung limitiert. Dies gilt aber für alle SSDs, die ich so bisher getestet habe.

Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von +- 1W praktisch keinen Einfluss auf die Stromrechnung hat. Jedoch kann eine Differenz von +- 1W in einem Ultrabook bereits eine Laufzeit von fast einer Stunde ausmachen.

Lexar NM790 Leistungsaufnahme

Dies sieht richtig gut aus! in meinem Test war die Lexar NM790 eine bzw. unterm Strich sogar die sparsamste NVME SSD die ich bisher im Test hatte.

Sowohl im Leerlauf, wie vor allem auch unter Last. Klar ich teste hier aufgrund meiner Testmethode nicht alle SSD Powerstats, aber das was ich sehe sieht extrem vielversprechend aus.

Lexar NM790 Leistungsaufnahme über Zeit

Auch der Stromverbrauch über Zeit während eines Testdurchlaufes von CrystalDiskMark ist richtig gut!

 

Fazit zur Lexar NM790

Normalerweise hast du bei günstigen SSDs immer gewisse Kompromisse einzugehen. So bekommst du beispielsweise die Kingston NV2 oder die Crucial P3 für ähnliche Preise wie die NM790. Dies sind zwar brauchbare SSDs, aber klar nichts Außergewöhnliches.

Die Lexar NM790 hingegen ist außergewöhnlich! Denn wir haben hier eine Oberklasse SSD zum Preis einer Einsteiger SSD.

Nein diese kann sicherlich nicht ganz mit den Top Modellen mithalten, wie der Solidigm P44 Pro oder Samsung 990 Pro, aber im Test konnte ich hier Leistungswerte oberhalb der Samsung 980 Pro bzw. auf dem Level der Corsair MP600 Pro beobachten.

Dies bei einem deutlich niedrigeren Preis! Dabei ist vor allem die 4TB Version sehr attraktiv! Unter 200€ für eine schnelle 4TB NVME SSD. Wäre ich gerade auf der Suche nach einer SSD für meinen Gaming PC als “Spiele-Datengrab” würde ich hier sofort zugreifen.

Allerdings aufgrund der hohen Leistung ist die SSD nicht nur als Datengrab zu empfehlen, sondern auch als System SSD. Gerade in Notebooks würde diese auch dank der sehr niedrigen Leistungsaufnahme sicherlich eine gute Figur machen.

Selbst die Datenraten nach dem SLC Cache sind OK, was normalerweise der Schwachpunkt bei günstigeren SSDs ist.

Kurzum, wenn du auf der Suche nach einer leistungsstarken SSD mit hoher Kapazität und niedrigem Preis bist, spricht nichts gegen die Lexar NM790, ganz im Gegenteil!

Lexar NM790
POSITIV
Mit bis zu 4TB Verfügbar
Sehr niedriger Preis
Hohe Datenraten
Sehr niedrige Leistungsaufnahme
Leistung nach SLC Cache ordentlich......
NEGATIV
..... aber nicht ganz auf High End SSD Level
Kein DRAM Cache
90

Test: Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W, eine spitzen High End Powerbank!

Wenn du nach einer High End Powerbank suchst, bist du in der Prime Serie von Anker gut aufgehoben. Das 2. größte Modell hier ist die Anker A1336 Prime 20000 mAh 200W Powerbank.

Wie der Name schon sagt, haben wir hier eine Powerbank mit 20000 mAh Kapazität und einer maximalen Ausgangsleistung von satten 200W! Dies ist für eine Powerbank der 20000 mAh Klasse absolut rekordverdächtig.

Wollen wir uns mal im Test ansehen, wie gut die Anker A1336 Prime Powerbank 20000 mAh 200 W wirklich ist und ob diese ähnliche Bugs besitzt wie die Anker Prime 27.650mAh.

 

Die Anker A1336 Prime Powerbank 20000 mAh 200W im Test

Bei der Anker A1336 Prime 20000 mAh handelt es sich im Kern einfach um eine kleinere Version der Anker Prime 27.650mAh.

Und damit meine ich nicht nur die Leistung, sondern auch die Abmessungen. So misst die Powerbank 127 x 55 x 50 mm und bringt 517g auf die Waage.

127 x 55 x 50 mm sind für eine Powerbank mit dieser Kapazität zwar nicht rekordverdächtig klein, aber wenn wir die hohe Leistung bedenken wirkt dies auch nicht zu viel.

Anker Prime Powerbank 20000 mAh (in der Mitte) im Vergleich zur Anker 737 (Links) und Anker Prime 27650 mAh (rechts)

Selbiges gilt für das Gewicht. 517g sind nicht wenig, aber für eine Powerbank, die bis zu 200W Leistung besitzt auch nicht zu viel.

Die Haptik und Verarbeitungsqualität ist dabei sehr gut! Die Powerbank besteht aus einem wertigen silbernen Kunststoff, welcher an den Seiten mit einer rillen Textur versehen ist.

Die Front wiederum wird von einer Hochglanz Kunststoffabdeckung bedeckt. Diese ist etwas empfindlich, sieht aber schick aus.

Unter der Abdeckung ist ein kleines LCD Display mit diversen Leistungswerten versteckt, dazu später mehr.

 

Anschlüsse der Anker Prime Powerbank 20000 mAh

Die Anker A1336 Prime mit 20000 mAh besitzt zwei USB C Ports und einen USB A Port.

  • 2x USB C – 100W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 10V/2,25A, 12V/1,5A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x USB A – Quick Charge und UFCS 65W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/6,5A 12V/1,5A

Die beiden USB-C Ports können bis zu 100W nach dem USB Power Delivery Standard liefern. Damit hat die Powerbank genug Leistung für Smartphones wie auch für Notebooks.

Der USB A Port soll zudem bis zu 65W liefern. Dieser unterstützt Quick Charge mit bis zu 18W wie auch den neuen UFCS Ladestandard. Letzter ist für mich noch eine unbekannte Größe, aber hierbei handelt es sich um einen Standard auf welchen sich die chinesischen Hersteller geeinigt haben.

Über die USB C Ports wird die Powerbank auch geladen, mit bis zu 100W. Zudem haben wir auf der Unterseite ein paar Kontaktpunkte für eine optionale Charging Base von Anker.

 

Mit nützlichem Display

Auch die kleinere Anker Prime 20000 mAh besitzt wie der große Bruder ein großzügiges LCD Display auf der Front, welches dir folgende Informationen anzeigen kann:

  • Akkustand in %
  • Ausgangsleistung/Eingangsleistung in Watt Port 1
  • Ausgangsleistung/Eingangsleistung in Watt Port 2
  • Ausgangsleistung/Eingangsleistung in Watt Port 3
  • Eingangsleistung in Watt Ladebasis
  • Verbliebene Lade/Entlade Zeit
  • Batteriegesundheit
  • Batteriezyklen
  • Temperatur

Dieses Display ist extrem praktisch, gerade wenn Du irgendwelche Probleme oder ein zu niedriges Ladetempo diagnostizieren musst.

 

Mit PPS aber ohne volle Range!

Die Anker A1336 Prime Powerbank 20000 mAh 200W unterstützt natürlich PPS.

  • 3,3 – 11V bei bis zu 3A

Allerdings dies nicht mit der “vollen” Range. Wir haben nur 3,3-11V bei bis zu 3A. Ich hätte bei einer Powerbank wie dieser 3,3-21V bei bis zu 5A erwartet.

Warum ist dies wichtig? PPS ist zunächst völlig optional, nicht alle Powerbanks haben überhaupt PPS.

PPS wird von einigen Smartphones für da volle Ladetempo benötigt, wie von den Samsung Galaxy S Modellen.

3,3-11V bei 3A erlaubt es der Anker A1336 Prime Samsung Smartphones mit maximal ca. 25W zu laden. Für 45W Laden wäre aber eine größere PPS Stufe notwendig!

Hier finde ich es etwas schade das Anker PPS anscheinend etwas beschnitten hat verglichen mit der größeren Anker Prime 27.650mAh 250W, welche die volle PPS Range hat.

 

Die Kapazität

Anker gibt die Kapazität der A1336 Prime mit 20000 mAh bzw. 72 Wh an. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 55.405 14974 77%
9V/3A 62.395 16864 87%
20V/1A 60.975 16480 85%
20V/3A 60.658 16394 84%
20V/5A 55.572 15019 77%

Info: % = HA = % der Herstellerangabe, basierend auf der Wh Messung.

Im schlechtesten Fall kam ich auf eine Kapazität von 14974 mAh bzw. 55.405 Wh, was akzeptablen 77% der Herstellerangabe entspricht.

Im besten Fall kam ich auf 16864 mAh bzw. 62.395 Wh was guten 87% der Herstellerangabe entspricht.

Generell ist alles über 80% als gut einzustufen. Es ist für Powerbanks völlig normal das diese nicht 100% der Herstellerangabe erreichen. 80-90% ist hier das normale Ergebnis.

 

Ladegeschwindigkeit

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones ++
Realme Smartphones ++
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Prinzipiell ist die Powerbank dank des 100W USB C Ports zu sehr vielen Geräten gut kompatibel. Gerade für Apple Geräte ist die Powerbank ideal, egal ob nun iPhone, iPad oder MacBook Pro.

Allerdings auch zu Windows Notebooks ist die Powerbank gut kompatibel, wie auch zu Android Smartphones.

Bedenke allerdings bei Samsung Geräten, dass diese Powerbank hier maximal 25W unterstützt und nicht das schnellere 45W Laden.

 

Ladedauer

Ist nun die Powerbank leer, wie lange dauert das Wiederaufladen?

Prinzipiell kann die Anker Prime Powerbank 20000 mAh mit bis zu 100W geladen werden. Allerdings kann diese nur kurz rund 100W aufnehmen, wonach diese Ihre Leistungsaufnahme auf rund 50W drosselt, bis diese zum Ende des Ladevorgangs den Ladestrom langsam auf 0 abfallen lässt.

Effektiv dauert eine Ladung an einem 100W Netzteil ca. 1:23h, was recht flott ist. Allerdings an einem 60W Ladegerät dauert es mit 1:28h nicht signifikant länger.

 

Laden und gleichzeitig entladen

Ja es ist möglich die Powerbank gleichzeitig zu laden und zu entladen.

 

Ladeeffizienz

Kommen wir zum Abschluss des Tests noch auf die Ladeeffizienz zu sprechen. Dies ist das Verhältnis aus Energie welche wir in die Powerbank “füllen” müssen, verglichen mit der Energie die wir am Ende nutzen können.

An einem 100W Ladegerät benötigte die Powerbank 73,524 Wh für eine vollständige Ladung und an einem 60W Ladegerät 69,161 Wh.

Hier fällt direkt etwas auf. Normalerweise sollte dieser Wert die Herstellerangabe zur Kapazität um ca. 10% übertreffen. Allerdings ist dies hier nicht der Fall. Beim 60W Laden unterschreiten wir die 72 Wh Herstellerangabe knapp und beim 100W überschreiten wir diese lediglich minimal.

Hierfür gibt es 2 mögliche Gründe.

  1. Anker ist bei der Kapazitätsangabe nicht ganz ehrlich.
  2. Die Powerbank nutzt ihre Kapazität nicht voll aus.

Ich tippe hier auf Punkt 2 nach meiner Erfahrung mit der Anker Prime 27.650mAh 250W, wo dies noch viel extremer der Fall ist.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
100W PD 85% 75%
60W PD 90% 80%

Aus diesen Werten ergibt sich eine Ladeeffizienz von 75% im schlechtesten Fall bis zu 90% im besten Fall. Dies sind fantastische Werte! 80% ist so guter durchschnitt und diese knackt die Powerbank locker!

 

Fazit

Ähnlich wie auch schon der große Brude, die Anker Prime 27.650mAh 250W, ist die Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W eine wirklich herausragende Powerbank, halt nur eine Nummer kleiner.

Allerdings würde ich sie neutral betrachtet nicht oder nur bedingt empfehlen! Ich würde offen gesagt lieber zur Anker 737 PowerCore 24K greifen, welche zum Zeitpunkt des Tests +- gleich viel kostet, aber mehr Kapazität und Leistung hat. Abseits der hauseigenen Konkurrenz gibt es aber wenig vergleichbares auf dem Markt!

So haben wir zunächst 2x 100W USB C Ports, welche auch wirklich konstant 100W liefern können, ohne Temperatur-Probleme oder eine andere Drosselung.

Auch kann die Powerbank bis zu 100W aufnehmen, an einem entsprechenden Ladegerät. Allerdings ist dies nur kurz, danach drosselt sich die Powerbank etwas. Dennoch kommen wir auf eine sehr respektable Ladezeit von lediglich 1:23h.

Die Kapazität passt dabei in meinem Test mit bis zu 16864 mAh bzw. 62.395 Wh. Dicke Pluspunkte gibt es für das Farbdisplay mit Leistungsinformationen! Auch PPS ist mit an Board.

Hierdurch eignet sich die Anker Prime Powerbank 20000 mAh praktisch für so ziemlich alle Geräte, egal ob nun iPhone, iPad, Google Pixel, Steam Deck oder doch Notebook.

Lediglich Samsung Smartphones lassen sich aufgrund der etwas kleineren PPS Stufe mit maximal 25W Laden. 45W Laden wird hier nicht unterstützt, was aber auch mein einziger Kritikpunkt ist.

Kurzum die Anker A1336 Prime Powerbank 20000 mAh ist eine herausragende High End Powerbank! Allerdings schau dir auch mal die alte Anker 737 an, welche abseits vom fehlenden Bluetooth etwas besser ist und preislich ähnlich.

Anker Prime Powerbank, 20,000mAh externer Akku mit 200W Leistung,...

  • 2x 100W USB C Ports
  • Schickes Design
  • Ein tolles Display mit Leistungswerten
  • Eine solide Kapazität von praktisch bis zu 16864 mAh bzw. 62.395 Wh
  • Schnelles laden, von 0% auf 100% in 1:23h
  • Mit PPS….
  • …. aber mit einer vergleichbar kleinen PPS Range

Die Lexar Silver Pro V60 256GB SD Karte im Test

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Eine schnelle SD Karte kann beim Fotografieren einen gewaltigen Unterschied machen, gerade bei Serienbildern. Moderne Kameras produzieren gut und gerne 10+ Bilder Pro Sekunde, was im RAW Format schon eine große Datenmenge ist.

Allerdings sind schnelle V90 Speicherkarten leider oft sehr teuer! Aus Sicht der Preis/ Leistung sind hier die eine Stufe kleinere V60 Speicherkarten meist die bessere Wahl.

So bietet Lexar mit seiner Gold Serie entsprechende High End V90 Speicherkarten zum marktüblichen hohen Preis an. Allerdings gibt es auch die Silver Serie, welche nur etwas langsamer ist, aber preislich schon etwas attraktiver daher kommt.

Die Silver Serie von Lexar wird nun aber durch die Silver Pro V60 SD Karte erweitert.

Diese soll noch mehr die Lücke zu den großen V90 Speicherkarten schließen, aber dennoch preislich attraktiv sein. Gelingt dies?

Schauen wir uns das Ganze einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der Silver Pro V90 SD Karte für diesen Test.

 

Die Lexar Silver Pro V60 256GB SD Karte im Test

Die Lexar Silver Pro ist auf den ersten Blick eine recht klassische SD Karte. Diese wirkt gut und wertig, ist aber auch nichts Außergewöhnliches.

So haben wir ein schwarzes Gehäuse mit einem schwarz/silbernen Aufkleber. Ebenso verfügt die Speicherkarte über den obligatorischen Schreibschutzschalter.

Auf Seiten der Leistung soll die Speicherkarte bis zu 280 MB/s lesend und 160 MB/s schreibend bieten. Dies nach dem UHS-II Standard.

Aufgrund von UHS-II besitzt die Speicherkarte auch zusätzliche Kontakte auf der Rückseite. Die Speicherkarte ist aber natürlich weiterhin voll abwärtskompatibel.

 

Ein erster Test

Schauen wir uns zunächst einmal die Datenraten der Speicherkarte unter optimalen Bedingungen an. Hierfür nutze ich den ProGrade PG09 Kartenleser, welcher nach meiner Erfahrung das so ziemlich schnellste Modell auf dem Markt ist.

In diesem Kartenleser erreicht die Lexar Silver Pro V60 273,6 MB/s lesend und 165,6 MB/s schreibend. Gute Werte für eine Speicherkarte der V60 Klasse!

 

In der Praxis

Schauen wir uns aber auch einmal die Leistung der Speicherkarte in der Praxis an. Hier stoppe ich die Zeit bis der Buffer, also der Zwischenspeicher, bei einer Kamera mit Speicherkarten gefüllt ist und bis dieser geleert ist.

Da die Kamera bereits beim Machen der Bilder diese auf die Speicherkarte schreibt, dauert es bei schnellen Speicherkarten etwas länger, bis der Zwischenspeicher gefüllt ist.

Entsprechend hast du länger die volle Serienbildgeschwindigkeit. Umgekehrt geht es bei schnellen Speicherkarten schneller, bis alle Bilder im Zwischenspeicher auf der Speicherkarte gesichert sind.

Ich teste dies derzeit in zwei Kameras:

  • Sony A7R V – 10 Bilder/s – High+ – Komprimiertes RAW (ca. 61 MB pro Bild)
  • Fujifilm H2S – 20 Bilder/s – Unkomprimiertes RAW

Hier sehen wir einige sehr gute Ergebnisse! Gerade in Kombination mit der Fujifilm H2s schneidet die Lexar Silver Pro V60 sehr gut, überdurchschnittlich gut, für eine V60 Speicherkarte ab.

In der Sony A7R V hingegen schneidet die Speicherkarte eher durchschnittlich ab, so +- auf dem Level der Sony SF-M Tough Series R277/W150.

 

Fazit

Die neue Lexar Silver Pro V60 ist eine gute Speicherkarte, welche bei mir unproblematisch in meiner Sony A7R V und Fuji H2s funktioniert.

Auf Seiten der Leistung schwankt diese etwas. So scheint die Fuji H2s die Lexar Speicherkarte etwas mehr zu mögen als die Sony. In der Fujifilm H2s ist die Lexar Silver Pro V60 eine der schnellsten V60 Speicherkarten die ich bisher im Test hatte!

In der Sony A7R V landet diese etwas mehr im Mittelfeld +- auf dem Level der Sony eigenen SF-M Tough Series R277/W150. Aber auch dies ist kein schlechtes Abschneiden!

Am Ende kommt es also etwas auf den Preis an. Leistungstechnisch sind wir hier +- auf dem Level der Sony SF-M Tough Series R277/W150 SDXC 256GB und der Angelbird AV PRO SD MK2 V60 R280/W160 256GB.

Kann die Lexar Silver Pro V60 diese beiden Speicherkarten preislich unterbieten, dann kann ich diese mit gutem Gewissen empfehlen.

Test: Kingston XS1000, kleine und kompakte externe SSD mit guter Leistung

Mit der XS1000 bietet Kingston eine neue Mittelklasse externe  SSD an. Diese setzt auf das typische USB C 3.2 Gen 2×1 Interface, über welches sie bis zu 1050 MB/s erreichen soll.

Dabei nutzt diese den SMI 2320 Controller. Viele gängige externe SSDs nutzen intern normale NVME SSDs, welche dann mit einem Adapter Chip USB fähig gemacht werden.

Die XS1000 hingegen nutzt einen Controller, der direkt das USB Interface mitbringt. Dies erlaubt vor allem eine super kompakte Bauform. So ist die XS1000 noch kleiner als selbst eine Samsung T7.

Aber wie gut ist die Kingston XS1000 in der Praxis und wie schlägt sie sich im Vergleich zu anderen externen SSDs?

Finden wir es im Test heraus. An dieser Stelle vielen Dank an Kingston für das Zurverfügungstellen der SSD für diesen Test.

 

Die Kingston XS1000 im Test

Sicherlich eins der Highlights an der XS1000 sind die Abmessungen. Mit 69 x 32 x 13,5 mm ist die XS1000 zwar etwas dicker als beispielsweise die Samsung T7, aber in allen anderen Abmessungen um einiges kleiner.

Auch ist die XS1000 mit 28 g sehr leicht!

Das Design würde ich dabei als recht einfach bezeichnen. So wirkt die SSD nicht übermäßig “wertig” oder edel. Spannenderweise besteht aber die Ober- und Unterseite der XS1000 aus Metall, auch wenn diese fast eher nach Kunststoff aussieht.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir genau einen USB C Port an der Seite. Hierbei handelt es sich um einen USB C 3.2 Gen 2×1 Port. Spannenderweise legt Kingston nur ein USB A auf USB C Kabel bei, was etwas ungewöhnlich ist.

Ansonsten besitzt die SSD nur eine kleine Status LED neben dem USB C Port.

 

Testsystem

Ich teste die Kingston XS1000 an folgendem System:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E
  • 16GB DDR5 RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Um den Messwerten etwas mehr Kontext zu geben, vergleiche ich die XS1000 mit folgenden anderen externen SSDs:

  • Crucial X8 1TB
  • Samsung T5 1TB
  • Samsung T7 Shield 1TB
  • Lexar SL200 1TB

 

CrystalDiskMark, der erste Test

Schauen wir uns zunächst einmal die Spitzenleistung der XS1000 an.

Die ersten Werte der XS1000 sehen sehr gut aus! So kommen wir auf satte 1089 MB/s lesend und 1033 MB/s schreibend.

Damit ist die Kingston XS1000 so ziemlich am Limit der USB 10Gbit Verbindung. Lesend kommt die Crucial X8 wie auch die Samsung T7 Shield +- auf das gleiche Tempo.

Lesend kann die Crucial X8 die XS1000 minimal schlagen, aber die T7 Shield kann beispielsweise nicht mehr ganz mithalten.

 

PC Mark

PC Mark ist zwar ein „künstlicher” Test, welcher aber gemacht ist praktische Situationen nachzustellen.

Hier machen wir zwei Tests, den “Data Drive”  Test, welcher wie der Name schon sagt Datenlaufwerke sind und primär aus Kopier-Tests besteht, wie aber auch den “Full” Test.

Letzterer ist eigentlich für interne Laufwerke gedacht, aber vielleicht doch ganz spannend.

PC Mark bescheinigt der SSD ein gutes wenn nicht sogar sehr gutes Ergebnis! Diese kann zwar knapp von der Crucial X8 geschlagen werden, setzt sich aber vor die Samsung T7 Shield und die Samsung T5.

 

3D Mark SSD Test

Schauen wir uns auch einmal den neuen 3D Mark SSD Test an. Dieser ist eigentlich auch für interne SSDs gemacht, liefert und aber mit ein paar Vergleichswerten durchaus spannende Informationen über Reaktionszeit und Laderaten der externen SSDs.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Bei 3D Mark gibt es das +- gleiche Bild. Auch hier setzt sich die XS1000 zwischen die Crucial X8 und die Samsung T7 Shield.

 

Praktische Tests

Natürlich müssen wir auch ein paar praktische Tests durchführen. Hierbei kopiere ich 3 Datenpakete auf und von der SSD.

  • Test 1 – 1x Datei mit 49 GB
  • Test 2 – 1x Datei mit 215 GB
  • Test 3 – 378x Dateien mit einer Gesamtgröße von 49 GB (Spiele Installation)

Im Praxis-Test wird es nun spannend! Denn hier zieht die Samsung T7 Shield plötzlich vorbei!

Lesend setzt diese sich knapp vor die Kingston XS1000 mit 921 MB/s zu 915 MB/s (im Schnitt).

Schreibend wird es etwas wilder. So sehen wir bei der Kingston XS1000 wie auch der Crucial X8 bei Test-Paket 2 einen extremen Einbruch der Datenraten. Dies liegt an einem sehr aggressiven Schreibcache bei diesen SSDs, dazu später mehr.

Bei den kleineren Datei-Paketen schneidet die XS1000 aber sehr gut ab, nur beim extra großen Dateipaket sieht es etwas trauriger aus.

 

SSD Cache

Fast alle moderne SSDs besitzen einen Cache. Selbst moderner NAND schafft nicht mehr als 1000-2000 MB/s in der spitze und hierbei handelt es schon um den besten vom besten NAND.

Einfacher TLC NAND oder QLC NAND kann auch bei +- 100-500 MB/s sein Limit haben.

Aber wie kommen wir dann auch bei internen SSDs auf diese super hohen Datenraten? TLC NAND wie in der XS1000 kann pro Zelle 3 Bits speichern. QLC NAND schafft 4 Bits pro Zelle.

Allerdings umso mehr Bits wir pro Zelle speichern, umso komplexer wird der Schreibvorgang für den Controller, was in niedrigeren Datenraten resultiert. Gerade QLC Speicher ist hier extrem langsam.

Um nun hohe Datenraten zu erreichen, nutzten die SSD Hersteller einen sogenannten SLC Cache. Hierbei wird beispielsweise der TLC Speicher nicht direkt mit 3 Bits beschrieben, sondern nur mit einem Bit, weshalb der Speichervorgang um einiges schneller geht. Allerdings kann der Cache nicht die ganze SSD umfassen, irgendwann müssen mehr Bits pro Zelle geschrieben werden bzw. es müssen die Daten im Hintergrund zusammengefasst werden, ehe wieder etwas schneller Cache zur Verfügung steht.

Wie steht es hier um die Kingston XS1000? Ich habe diese mit H2TestW komplett gefüllt und dabei die Datenrate mitgeloggt.

Und hier gibt es leider eine negative überraschung. Auch die XS1000 setzt auf einen Cache. Dieser ist bei der 1TB Version ca. 60-70GB groß.

Nach dem Cache erreicht die SSD nur noch +- 150 MB/s! Das klingt jetzt im ersten Moment schon recht schwach, ist auch absolut nicht optimal, aber auch nicht völlig unnormal.

Hier ein paar andere SSDs im Vergleich:

Beispielsweise die Crucial X8 bricht nach dem Cache auf 80MB/s ein! Die Samsung SSDs bleiben tendenziell etwas konstanter, sind hier aber eher die Ausnahme als die Regel.

Dies kannst Du auch bei der durchschnittlichen Schreibrate in H2TestW beim vollständigen Beschreiben der SSD sehen.

 

Fazit

Die Kingston XS1000 ist eine interessante externe SSD. Wie sehr ich diese empfehlen kann hängt aber letztendlich etwas vom Preis und deiner Nutzung ab.

So ist die Kingston XS1000 prinzipiell eine sehr schnelle externe SSD. So erreichte diese mit 1089 MB/s lesend und 1033 MB/s absolute Spitzenwerte für eine USB C 3.2 10Gbit SSD!

Damit übertrifft sie sogar die Samsung T7 Serie. Klasse!

Allerdings in der Praxis ist es dann nicht ganz so einfach. So setzt die XS1000 wie die meisten SSDs auf einen Schreibcache. Nach dem Schreibcache ist die SSD mit ca. 150 MB/s recht langsam. Nicht so langsam wie die Crucial X8, welche nur noch +- 80 MB/s schafft, aber klar langsamer als die Samsung T7 Serie (gerade die Shield), welche eine niedrigere Spitzenleistung aber dafür eine konstante Leistung liefern.

Kopierst Du also große Datenmengen auf einmal von A nach B, dann gibt es bessere SSDs als die Kingston XS1000. Allerdings wenn die SSD nicht zu teuer ist und du suchst einen einfachen kleinen Datenspeicher mit hoher “Top-Speed”, dann ist das eine absolut empfehlenswerte SSD.

DER Monitor für Gamer, OLED + 240 Hz, LG UltraGear OLED 27GR95QE

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LG bietet mit seinem UltraGear 27GR95QE einen der derzeit spannendsten Monitore für Gamer an!

So haben wir hier einen 2K Monitor mit 240 Hz und der OLED Technologie! OLED Monitore bieten eine Reaktionszeit welche weit unter der von normalen IPS Monitoren liegt, dies kombiniert mit 240 Hz macht den 27GR95QE zu einem Hammer Monitor, sogar für eSportler!

Dies zumindest in der Theorie. Wollen wir uns den UltraGear 27GR95QE einmal in der Praxis ansehen. Wie gut ist der Monitor? Ist dieser vielleicht auch für andere Anwendungen als nur Gaming zu gebrauchen?

Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an LG für das Zurverfügungstellen des 27GR95QE für diesen Test.

 

Der LG UltraGear OLED 27GR95QE im Test

Der 27GR95QE ist ein reinrassiger Gaming Monitor. Entsprechend ist dieser auch etwas auffälliger gestaltet.

So haben wir zunächst einen sehr kantigen Standfuß, welcher aber wunderbar stabil ist. Zudem erlaubt dieser die gängigen Ergonomie Optionen, wie Höhenverstellung, Winkelverstellung usw.

Spannenderweise besitzt der Monitor eine Art Kugelkopf auf welchem dieser gelagert ist.

Der Monitor selbst ist in einem 2-teiligen Design gehalten. So haben wir einerseits das Panel, welches extrem dünn ist, wie aber auch eine “Box” auf der Rückseite in welcher die Elektronik untergebracht ist.

Ich vermute dieses zweiteilige Design ist gemacht, um zu zeigen, wie dünn das Panel ist.

Leider ist allerdings dass Netzteil nicht intern. Wir haben ein recht gewaltiges 210W externes Netzteil.

Für ein wenig mehr “Gamer” Feeling besitzt der Monitor einige RGB LEDs. So haben wir welche um den Standfuß auf der Rückseite, wie auch eine LED Leistung auf der Unterseite, die etwas auf deinen Tisch scheint.

 

Anschlüsse des 27GR95QE

Der 27GR95QE besitzt folgende Anschlüsse:

  • 2x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5mm Audio Ausgang
  • 1x Optischer Toslink Ausgang
  • 2x USB A 3.0 Ausgänge

Abseits des Fehlens eines USB C Ports ist dies eine sehr gute Portausstattung! Da es sich hier um einen Gaming Monitor handelt ist der fehlende USB C Port vermutlich zu verschmerzen.

 

Mit Fernbedienung

Der Monitor selbst besitzt lediglich eine Taste zur Steuerung. Diese ist grässlich! LG erwartet nicht, dass du den Monitor über diese Taste steuerst.

Sie legen viel mehr eine kleine Fernbedienung bei. Mit der Fernbedienung lässt sich der Monitor hervorragend steuern! Wir haben ein wirklich schönes und verständliches Menü.

Allerdings finde ich es dennoch schade, dass die Tasten am Monitor selbst so dünn ausfallen. Denn ich neige dazu, solche Fernbedienungen schnell zu verlegen…

 

Schärfe und Subpixel

Der LG UltraGear 27GR95QE OLED setzt nicht wie die meisten Monitore auf eine RGB Subpixel Anordnung, wo eine rote, grüne und blaue LED eine Gruppe bilden, sondern auch eine RWGB Anordnung.

RWGB? Zusätzlich zu jedem roten, grünen und blauen Pixel besitzt der 27GR95QE eine kleine weiße LED. Diese soll helfen die Helligkeit des Monitors etwas zu boosten.

Subjektiv fällt diese erst einmal nicht auf.

Was die Schärfe betrifft sollte der 27GR95QE an sich ganz ordentlich sein. Wir haben eine 2K Auflösung bei 26,5 Zoll. Nicht perfekt, aber an sich gut.

In der Praxis ist der Monitor auch durchaus schön scharf, aber die Text-Klarheit ist nicht ganz auf dem Level anderer 2K Monitore in dieser Klasse. Ob das an dem RWGB Subpixel System oder anderen Faktoren (beschichtung usw.) liegt kann ich nicht ganz sagen.

Allerdings ist der LG UltraGear 27GR95QE ausreichend scharf für eine Allround-Nutzung.

 

Farbumfang und Kalibrierung

LG wirbt beim 27GR95QE mit einer sehr guten Farbraumabdeckung von 98,5 % des DCI-P3 Farbraums. Entsprechend ist anzunehmen, dass der Monitor auch 100% sRGB erreichen kann, da der sRGB Farbraum deutlich kleiner ist als der DCI-P3 Farbraum.

Die Farbdarstellung ist allgemein eine große Stärke von OLED Monitoren. So erreichte der 27GR95QE 100% des sRGB Farbraums, 92% von AdobeRGB und 97% von DCI-P3.

Damit wäre der LG 27GR95QE an sich für (Semi) professionelle Foto und Video-Bearbeitung geeignet!

Allerdings, ist die Kalibrierung von Werk aus etwas abenteuerlich.

Ich habe hier auch mehrere Modi durchprobiert (Gaming, RTS, sRGB usw.) leider ist in allen Modi das Ergebnis eher mäßig gut.

Sicherlich eignet sich der 27GR95QE für Hobbymäßige Foto/Video-Bearbeitung und technisch wäre er auch zu mehr in der Lage, aber die Kalibrierung lässt mehr nicht oder nur bedingt zu.

So wirkt der Monitor von Haus aus auch etwas kühl auf mich.

 

Helligkeit, die große Schwäche von OLED

LG spricht beim 27GR95QE lediglich von einer Helligkeit von 200 cd/​m²! Dies ist sehr wenig. Im HDR Betrieb sollen hingegen bis zu 1000 cd/​m² möglich sein, was fantastisch ist.

Auf dem normalen Windows Desktop konnte ich eine maximale Helligkeit von bis zu 209 cd/​m² messen. Dies ist nicht viel.

200-250 cd/​m² fallen für mich in die Kategorie “akzeptabel”, sofern dein Raum nicht zu hell ist oder du direkt ein Fenster vor oder hinter dir hast.

Dennoch etwas schade, denn außerhalb des HDR Modus ist so der 27GR95QE nicht übermäßig strahlend.

Allerdings hilft hier natürlich wieder die OLED Technik, denn der Kontrast des Monitors ist dennoch aufgrund des schwarzen Schwarzes weiterhin herausragend, was hilft die niedrige Helligkeit etwas zu verstecken.

Im HDR10 Modus hingegen kann der 27GR95QE richtig hell werden! Aber dies nur wenn wirklich punktuell helle Stellen im Bild sind.

 

Spiele sehen fantastisch aus!

Der LG UltraGear OLED 27GR95QE ist ohne Frage ein “Gaming-First” Monitor. Und ja hier macht dieser richtig Spaß!

Die Kombination aus OLED, 2K Auflösung und 240 Hz ist ein Traum! So erlaubt die 2K Auflösung hohe Bildraten (auch an Mittelklasse PCs), ist aber dennoch merklich schärfer als Full HD.

240 Hz wiederum kombiniert mit der OLED Technologie sorgt für Reaktionszeiten die anderweitig unerreichbar sind. So ist die Umschaltzeit eines OLED Panels mit 0,x ms unfassbar schnell! Im Kern hängt es hier nur an der Elektronik wie schnell diese das Bild verarbeiten kann und das ist hier schnell.

Das Bild fühlt sich unfassbar reaktionsfreudig und flüssig an. Ja ich denke, dass der 27GR95QE auch für eSportler interessant ist!

Vor allem bei schnellen Bewegungen zeigt der 27GR95QE eine hervorragende „Klarheit“ des Bilds. Drehst du dich in Spielen schnell (sofern diese nicht irgendwelche Bewegungsunschärfe haben) kannst du in dieser Bewegung dennoch sehr gut Elemente ausmachen, was die Stärke von reaktionsschnellen gegenüber langsamen Panels ist.

Im Gegensatz zu einigen anderen sehr schnellen Monitoren sieht der LG 27GR95QE dabei auch extrem gut aus! Gerade wenn du Spiele mit viel Licht und Schatten hast (und im besten Fall HDR) hast erzeugt das OLED Panel ein traumhaftes Bild.

 

Einbrennen?

Bei OLED Monitoren kann sich ein Bild einbrennen. Wenn das passiert, hast du Schatten und Konturen im Bild, die nicht mehr weggehen.

Dies ist auch der Grund warum wir kaum OLED PC Monitore haben. Am PC hast du nunmal viele statische Elemente.

Der LG 27GR95QE hat aber einige Schutzfunktionen! Neben Pixel Shift (in vier Stufen einstellbar oder auch abschaltbar), haben wir auch diverse “Reinigungsfunktionen” um eingebrannte Bilder wieder zu entfernen.

Dies ist auch nötig! Bei meinem Presse-Gerät waren schon Bilder eingebrannt! Im oberen und unteren Bereich waren leicht Schatten von Fenstern zu erkennen.

Also ja der LG 27GR95QE ist auch von dem Einbrennproblem betroffen.

Allerdings nachdem ich manuell die beiden “Reinigungsprogramme” gestartet hatte, waren die eingebrannten Elemente zu 95% nach dem ersten Durchlauf verschwunden und nach einem zweiten Durchlauf vollständig (sagen wir mal 99,9%).

Es ist natürlich möglich, dass irgendwann sich etwas dauerhaft einbrennt, gerade wenn es immer wieder an den gleichen Stellen passiert, aber anscheinend funktionieren LGs Reinigungsprogramme.

Zudem war bei mir Pixel Shift ausgeschaltet! Warum auch immer. Vielleicht waren deshalb überhaupt erst Bilder eingebrannt.

Wie auch immer, wenn du einen OLED Monitor kaufst, gehst du hier immer ein gewisses Risiko ein, dass sich irgendwann etwas enbrennt. Suchst du einen Monitor für die „Ewigkeit“, kauf ein Modell mit IPS Panel.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch von OLED Monitoren schwankt stark je nach Bildschirminhalt. Hier einfach ein paar Richtwerte:

 

Fazit

OLED ist eine tolle Technologie und der LG 27GR95QE ist ein toller Monitor, für Gamer!

So ist die Bildqualität und die Geschwindigkeit des 27GR95QE ohne jede Frage hervorragend! Dank OLED haben wir einen perfekten Kontrast mit tiefem “echten” Schwarz. Dies gibt Bildern und vor allem auch Spielen mehr optische Tiefe, die so mit einem IPS Monitor nicht erreichbar ist.

Hinzu kommt eine tolle Farbdarstellung, welche auf dem Level von absoluten spitzen Monitoren ist, wie auch ein über jeden Zweifel erhabenen HDR Modus.

Dank der Kombination aus OLED Technologie und 240 Hz Bildwiederholungsrate fühlt sich der 27GR95QE unheimlich reaktionsfreudig und schnell an. Selbst wenn du Profi eSportler bist, wirst du an dem Monitor absolut deine Freude haben!

Wichtig, im Gegensatz zu einigen anderen “super schnellen” Monitoren musst du hier nicht auf Bildqualität zugunsten der Reaktionszeit verzichten.

Allerdings ist auch nicht alles Gold was glänzt. So ist der 27GR95QE außerhalb von HDR kein wahnsinnig heller Monitor, ganz im Gegenteil! So erreicht dieser lediglich 209 cd/​m².

Du willst diesen Monitor in einem abgedunkelten Raum nutzen! Hast du einen hellen Raum mit Fenstern, vor oder hinter dem Monitor, dann sind 209 cd/​m² knapp oder sogar zu wenig.

Ebenso besteht bei OLEDs immer das Einbrennrisiko bzw. es wird vermutlich zum Einbrennen beim 27GR95QE kommen. Dieses lässt sich aber mithilfe der Reinigungsprogramme wieder entfernen. Ob dies immer oder bei sehr intensivem Einbrennen auch funktioniert, kann ich nicht sagen, aber das ist derzeit das Risiko bei OLEDs.

Kannst Du mit diesem Risiko leben und ist die Helligkeit für deine Räumlichkeiten ausreichend, dann halte ich den LG UltraGear 27GR95QE für den derzeit besten 16:9 Gaming Monitor auf dem Markt, zumindest den besten den ich bisher in den Fingern hatte.

Zusammenfassung

  • Dank OLED Technologie ein tolles Bild mit perfekten Kontrasten
  • Sehr gute Farbraumabdeckung mit 100% sRGB, 92% AdobeRGB, 97% DCI-P3.
  • Kalibrierung von Haus aus nicht sehr akkurat, daher für Foto/Video-Bearbeitung nur semi-gut geeignet.
  • Maximale Helligkeit mit 209 cd/​m² sehr niedrig!
  • Guter Standfuß und Ergonomie, mit Fernbedienung
  • Gefahr von einbrennenden Bildern besteht, LG bietet aber gute Reinigungsprogramme für eingebrannte Bilder. Ob diese immer zu 100% helfen ist aber nicht sicher.

Test: Synology DS224+ , das leistungsstarke 2-Bay NAS mit Plus

Mit dem DS224+ bietet Synology eine neue Version seines „Brot und Butter” NAS Systems an. Ein einfaches NAS für den Normal-Nutzer mit zwei Slots und guter Leistung.

Allerdings selbst dieses “einfache” NAS von Synology kostet bereits über 300€ und das ohne Festplatten. Ein stolzer Preis, welcher aber durch die Leistung und Software gerechtfertigt wird?

Finden wir es im Test der DS224+ heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Synology für das Ausleihen des DS224+ für diesen Test

 

Das Synology DS224+ NAS im Test

Synology setzt beim DS224+ auf das vertraute Design seiner “erweiterten” Home NAS Systeme.

So besteht das Gehäuse des NAS komplett aus einem grob texturierten schwarzen Kunststoff.

Lediglich auf der Front finden wir eine etwas schicker geformte Abdeckung. Früher war diese bei Synology aus Hochglanzkunststoff, Gott sei dank nutzen diese jetzt aber auch hier eine matte Oberfläche. Die alten Hochglanzoberflächen waren immer extrem schnell zerkratzt, ich spreche hier aus Erfahrung.

Unter dieser Abdeckung befinden sich die beiden Hot-Swap Festplattenrahmen. Diese kannst du einfach schraubenlos entnehmen und auch das Montieren der Festplatten geschieht komplett schraubenlos über zwei Leisten welche einfach seitlich eingeklipst werden.

Dies gilt allerdings nur für 3,5 Zoll Laufwerke. Du kannst auch 2,5 Zoll HDDs/SSDs nutzen, diese müssen aber verschraubt werden. Passende Schrauben liegen natürlich mit im Lieferumfang.

Ebenfalls mit im Lieferumfang liegt ein externes Netzteil.

 

Anschlüsse des DS224+

Folgende Anschlüsse besitzt das DS224+:

  • 2x USB 3.0
  • 2x Gbit LAN

Zunächst haben wir 2x USB 3.0, davon ist ein USB Port jeweils auf Front und Rückseite. Diese USB Ports sind für externe Festplatten, Kartenleser oder Ähnliches.

Zudem haben wir natürlich zwei LAN Ports. Leider sind dies weiterhin nur Gbit LAN Ports, entsprechend sind wir in der Praxis auf eine Leistung von +- 120 MB/s limitiert!

Es gibt keine Möglichkeit alternative LAN Karten zu verbauen. Ich hätte es ganz klar bevorzugt wenn Synology 2,5Gbit LAN Ports genutzt hätte, was im Jahr 2023 nicht zu viel verlangt gewesen wäre.

 

DSM 7.2

Ganz klar gesagt, du zahlst bei Synology nicht für die Hardware, sondern für die Software! Das DS224+ wäre sein Geld nur für die Hardware nicht wert. Allerdings Synologys Software, hier derzeit DSM 7.2 ist Weltklasse!

Es gibt alternative NAS Hersteller wie QNAP, ASUSTOR usw. welche auch ordentliche Produkte anbieten, aber Synologys Software ist sowohl was den Umfang, wie auch die Benutzererfahrung betrifft einfach ungeschlagen.

So ist DSM zunächst viel mehr als nur eine Verwaltungsoberfläche wie du diese vielleicht von Routern oder TrueNAS kennst. Synologys DSM ist viel mehr ein Betriebsystem in deinem Webbrowser.

So bietet dieses Multitasking, einen Dateimanager, Office Programme usw. Du kannst auch mehrere Fenster/Programme in frei anpassbaren Fenstern hin und her schieben.

Kurzum, DSM 7.2 ist mehr als einfach nur eine Verwaltungsoberfläche. Dies liegt auch an der App die du installieren kannst.

Synology bietet einen umfangreichen App Store mit einigen hochwertigen Anwendungen, welche bei einer Fotoverwaltung alla Google Foto losgeht, über eine Notizen App wie Evernote weitergeht und bei Office Anwendungen endet.

Viele dieser Apps bieten nicht nur eine WebUI sondern teils auch entsprechende Smartphone Apps, welche sich mit dem NAS synchronisieren.

Dank der x86 CPU ist auch Docker und Virtualisierung mit an Board. Schauen wir uns ein paar der Apps mal in der Einzelvorstellung an.

 

Speicher-Manager

Nach der Einrichtung solltest du zunächst den Speicher-Manager aufsuchen. Hier kannst du deine Festplatten bzw. SSD konfigurieren.

Das Synology DS224+ verfügt allerdings nur über zwei Festplatten-Schächte. Entsprechend sind die Optionen hier überschaubar.

Du kannst mit dem DS224+ ein RAID 0, RAID 1 oder JBOD erstellen. Empfohlen ist hier klar das RAID 1, bei welchem Daten in zwei eingesetzten Laufwerken gespiegelt werden. Dies halbiert zwar deine nutzbare Kapazität, schützt dich aber gegen einen unerwarteten Festplattenausfall.

Da wir hier ein “+” NAS System haben, kannst du auch das erweiterte Btrfs Dateisystem nutzen. Dieses erlaubt dir Feature wie Snapshots.

Was sind Snapshots? Du kannst festlegen, dass dein NAS in gewissen Intervallen Snapshots von Daten in einem freigegebenen Ordner anlegt. Hierbei handelt es sich um so etwas wie Backups von Daten. Wird eine Datei zwischen zwei Snapshots verändert, dann wird die alte Version der Datei in einem versteckten Ordner beibehalten.

Der Vorteil, Snapshots passieren “sofort” im Hintergrund und müssen nicht erst wie bei einem normalen Backup durchlaufen. Auch benötige Daten, die sich zwischen zwei Snapshots verändern, haben keinen zusätzlichen Speicherplatz.

Gerade wenn du mal ausversehen eine Datei überschreibt, sind Snapshots ein absoluter Segen!

 

Note Station

Eine meiner lieblings Synology Apps, die Note Station, welche ich fast auf täglicher Basis nutze. Die Note Station ist eine Art digitales Notizbuch im Style von Evernote / OneNote. Du kannst im Webbrowser, in einer Windows Desktop App oder in der DS Note Smartphone App Notizen mit Bildern, Tabellen usw. anlegen, welche dann basierend auf dem Nutzer synchronisiert werden.

Das Ganze funktioniert wunderbar auch über das Internet hinweg und macht einen Dienst wie Evernote wirklich überflüssig.

Kleiner Tipp, du solltest allerdings der Android App die Hintergrunddaten verbieten. Ich hatte hier oft Probleme das diese übermäßig viele Daten ansonsten verbraucht.

 

Audio Station

Die Audio Station ist so etwas wie dein persönliches Spotify. Du kannst hier Deine Musiksammlung hinterlegen. Auf diese kannst du dann via Webbrowser oder über die Smartphone zugreifen, auch über das Internet.

 

Synology Drive

Synology Drive ist ein Synchronisationsdienst wie Dropbox, OneDrive nur halt über euer NAS. Synology bietet hier Windows, Mac und Smartphone Apps an, die es erlauben Ordner über mehrere Geräte hinweg synchron zu halten.

 

Synology Foto

Synology Foto ersetzt die alte Photo Station und die Moments App. Bei Synology Fotos handelt es sich um eine Foto Verwaltung App/Webseite. Du kannst hier Fotos ähnlich wie bei Google Foto hochladen, welche in einer Timeline oder auf Wunsch auch in Alben sortiert werden.

Das Hochladen der Fotos vom Smartphone aus kann dabei automatisch geschehen. Natürlich ist auch ein Teilen der Bilder über das Internet hinweg möglich!

Wenn du also etwas Ähnliches wie Google Foto nur mit besserem Datenschutz suchst, dann ist Synology Foto eine gute Alternative, auch wenn Dinge wie die KI Erkennung nicht vorhanden sind.

 

Active Backup for Business

Active Backup for Business ist eine der besten Backup Anwendungen für Windows PCs, andere Dateiserver und sogar NAS Systeme die ich kenne!

So kannst du einfach auf einem PC eine kleine Anwendung installieren und dann die Backups über dein NAS steuern, ohne, dass am PC irgendeine Interaktion erforderlich ist. Es werden einfach zum vorgegebenen Zeitpunkt die entsprechenden Daten vom PC aufs NAS geschoben, dedupliziert und gesichert.

Wirklich eine super Anwendung, welche allerdings „exklusiv“ für die großen Plus NAS Systeme ist (wie wir hier aber eins haben).

 

Container Manager

Der Container Manager erlaubt es dir, auf der DS224+ einfach virtuelle Maschinen oder Docker-Images laufen zu lassen.

Gerade für Docker ist das DS224+ gut geeignet! Docker erlaubt es dir einfach zusätzliche Anwendungen wie Home Assistent und Co. ressourcenschonend auf dem NAS laufen zu lassen.

 

Performance

Das Herzstück des DS224+ ist der Intel Celeron J4125. Wir haben hier also eine x86 Plattform, muss dir nichts sagen, ist aber gut.

Über den Intel Celeron J4125 bin ich aber eher mäßig zufrieden. Dies ist ein Prozessor aus dem Jahr 2019 mit 4 Kernen und bis zu 2,7 GHz. In einem super günstigen NAS ok, aber bei über 300€ wäre da nach meiner Meinung mehr gegangen.

Allerdings wie gesagt du zahlst bei Synology primär für die Software und der Celeron J4125 ist mehr als ausreichend für ein Gbit LAN NAS!

Sofern du hier nicht dutzende virtuelle Maschinen drauf laufen lassen möchtest oder Ähnliches, wird der Intel Celeron J4125 praktisch nie ans Limit kommen. Wäre das hier ein NAS mit 10 Gbit LAN Port, dann sähe die Welt anders aus, aber Gbit LAN Geschwindigkeiten liefern ist für den J4125 kein Problem!

Welche Datenraten können wir also in der Praxis erreichen?

Das DS224+ erreicht ohne Probleme das Gbit LAN Limit, sofern deine verbaute Festplatte/SSD schnell genug ist.

So sind ca. 115 MB/s in beide Richtungen übers Netzwerk möglich. Nutzt du beide LAN Ports gleichzeitig, sind auch höhere Datenraten zum NAS möglich, dies aber in der Praxis nur mit zwei verschiedenen PCs die Zeitgleich auf dieses zugreifen.

 

RAM erweiterbar

Die Synology DiskStation DS224+ besitzt von Haus aus nur 2GB RAM. Dies ist nicht viel, aber für einen reinen Netzwerkspeicher ausreichend.

Es ist allerdings ein RAM Slot frei zugänglich! Du könntest also den Speicher noch um 4GB erweitern, auf 6GB, eventuell sogar noch weiter.

Warum solltest du das wollen? Primär wenn du beispielsweise Docker Container auf dem NAS laufen lässt. Diese können schon etwas RAM verbrauch, was bei 2GB etwas knapp ist.

 

Verschlüsselung

Das DS224+ bietet dir gleich zwei Arten der Verschlüsselung an. So unterstützt dieses die Volume-Verschlüsselung, wie auch die einzelne Ordner-Verschlüsselung.

Die Volumen-Verschlüsselung ist noch ein recht neues Feature bei einigen Synology NAS Systemen. Wie der Name schon sagt verschlüsselt diese das komplette Volumen, inklusive installierter Programme, Datenbanken, freigegebenen Ordnern usw.

Dabei gibt es kaum einen Performance-Nachteil! Allerdings ist die Volume Verschlüsselung so wie sie derzeit umgesetzt ist weniger sicher! Mehr dazu hier: Synology Volumen Verschlüsselung Performance und Sicherheit

Sicherer ist die reine Ordner-Verschlüsselung. Diese kann aber etwas Leistung kosten, wie viel ist das aber beim DS224+?

Der Celeron J4125 im DS224+ ist mehr als fähig die volle Gbit LAN Geschwindigkeit auch mit Verschlüsselung bereitzustellen.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch bei NAS Systemen hängt primär davon ab was für Festplatten/Laufwerke du verbaust.

Eine HDD benötigt im Leerlauf ca. 5-10W! Eine SSD verbraucht praktisch nichts. Im worst Case könnte also der Verbrauch des DS224+ um 20W höher oder niedriger liegen, je nachdem was du an Laufwerken verbaust.

Ich habe das DS224+ mit einer SSD ausgestattet. Entsprechend haben wir hier den puren Verbrauch des NAS selbst.

Im normalen Leerlauf benötigte dieses ca. 4,7 W, was extrem wenig ist!

Selbst unter Last (Netzwerklast) stieg der Verbrauch nicht über 6 W an.

 

Fazit

Das DS224+ ist sicherlich kein ganz günstiger Spaß. Gerade wenn du noch zwei ausreichend große Festplatte dazu kaufen musst.

Allerdings gerade für etwas erweiterte “Normal-Nutzer” oder kleine Unternehmen sind Synology NAS Systeme einfach spitze!

Synologys Software ist einfach Weltklasse. Diese ist extrem umfangreich (deutlich umfangreicher als z.B. bei den WD Cloud Systemen) aber gleichzeitig einfacher zu nutzen als beispielsweise True NAS und Co. Viel einfacher zu nutzen!

Mit wenigen Klicks hast du Netzwerklaufwerke eingerichtet, eine verschlüsselung erstellt, ein Fotospeicher-System im Google Foto Style aufgebaut, dein eigenes “Evernote” gehostet, Docker Container laufen lassen und vieles mehr.

Ich will jetzt nicht sagen das ein Synology NAS etwas für absolute Anfänger ist, aber es ist klar schöner und einfacher als beispielsweise die System von QNAP, ASUSTOR, TrueNAS und Co.

Da wir hier auch ein “Plus” NAS System haben, besitzt dieses den vollen Software Umfang, inklusive Volumenverschlüsselung, Active Backup for Business usw.

Die Hardware des DS224+ ist soweit “passend”. Es ist hier natürlich schade, dass wir nur Gbit LAN Ports haben. Daher ist das Tempo auf und vom NAS auf ca. 115 MB/s in der Praxis limitiert. Auch der  Intel Celeron J4125 ist sicherlich nicht der aller schnellste Chip, hat aber keine Probleme damit das volle Gbit LAN Tempo auch mit Verschlüsselung zu erreichen.

Dicke Pluspunkte gibt es für den Stromverbrauch. Mit einer SSD benötigt das NAS gerade einmal 4-6 W je nach Last, was extrem wenig ist!

Kurzum, die Hardware des DS224+ ist unspektakulär solide. Dieses schafft das volle Gbit LAN Tempo (115 MB/s) und benötigt sehr wenig Strom. Die wahre Schönheit dieses Systems ist einfach Synologys überragende Software. Kannst du mit dem Tempo von bis zu 115 MB/s und den 2 Festplatten-Schächten leben? Dann ist dies ein absolut empfehlenswertes NAS!

Zusammenfassung

  • Unspektakuläre aber Solide Hardware
  • Bis zu 115 MB/s lesend wie auch schreibend via Gbit LAN
  • Nur 2 Festplatten Schächte, daher ist die maximale Kapazität etwas beschränkt, gerade wenn du RAID 1 nutzt (was du tun solltest)
  • Synologys Software ist herausragend! Wir haben viele Möglichkeiten für erweiterte Nutzer (Docker, Virtualisierung usw), wie aber auch viele interessante Anwendungen für Heimnutzer (Synology Photo, Audio Station, Note Station usw).
  • Der Stromverbrauch des NAS ist mit 4-6 W (mit SSDs) sehr niedrig.
  • Nur 2GB RAM, aber erweiterbar, was aber nur bei der Nutzung von Virtualisierungsfunktion relevant wäre.
Synology DS224+
POSITIV
Maximale Datenrate von 115 MB/s
Solides Gehäuse mit 2 Hot Swap Schächten
Herausragende Software
Gute Smartphone Apps
Recht einfach zu nutzen
Sehr leise
Sehr niedriger Stromverbrauch (4-6W)
Von Haus aus mit 2GB RAM, aber erweiterbar
NEGATIV
Nur 2 Festplatten Schächte
Nur Gbit LAN Ports
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