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Günstiger LiFePO4 Akku mit Selbsterwärmung, Bluetooth und 100Ah, VATRER POWER

Günstige LiFePO4 Akkus sind nichts mehr Besonderes. Allerdings günstige LiFePO4 Akkus mit hoher Kapazität, Selbsterwärmung und Bluetooth sind doch recht rar.

Aber genau solch ein Akku ist der VATRER POWER LiFePO4 12V 100AH. So bekommst du diesen Akku trotz der Zusatzfunktionen für rund 300€.

Spannend! Wollen wir uns im Test einmal ansehen VATRER POWER LiFePO4 12V 100AH mit Selbsterwärmung und App Support ist!

An dieser Stelle vielen Dank an VATRER für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test!

 

VATRER POWER LiFePO4 Akku mit Selbsterwärmung und App

Der Aufbau und das Design des VATRER Akkus ist mehr oder weniger identisch mit den gängigen LiFePO4 Akkus der 100 Ah Klasse.

Wir haben hier also einen Akku im Auto-Batterie-Design. Dieser misst 329 x 172 x 214 mm, ist also “normal” groß und kein Mini- Akku. Allerdings ist dieser aufgrund der LiFePO4 Technik mit rund 11 Kg schon etwas leichter als ein normaler Blei Gel Akku.

Das Gehäuse besteht aus einem grau / blauen Kunststoff mit Labeln auf der Front und Rückseite.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir die üblichen M8 Terminals mit entsprechenden Schrauben.

 

Technische Daten

  • Vatrer 12V 100AH ​​LiFePO4-Lithiumbatterie mit APP-Überwachung und Selbsterwärmung
  • 100 Ah Kapazität
  • 1280 Wh Energie
  • 12,8 V Nennspannung
  • 14,2V-14,6V Ladespannung
  • Maximaler Ladestrom 100 A
  • Empfohlener Ladestrom 20 A
  • Maximaler Entladestrom 100 A
  • IP65

Rein von den technischen Daten haben wir hier einen sehr klassischen 100 Ah LiFePO4 Akku vor uns.

Dieser verfügt über ein 100 A BMS. Das heißt, dieser kann mit bis zu 100 A geladen bzw. entladen werden. Allerdings beim Laden ist ein maximaler Ladestrom von 20 A empfohlen. Mehr als 20 A würde die Akkuzellen mehr stressen und entsprechend die Haltbarkeit senken.

 

Mit App Support

In diesem VATRER Akku ist ein Bluetooth BMS verbaut. Du kannst also dein Smartphone mit dem Akku verbinden und über die entsprechende App Daten sehen.

Hier hatte ich Anfangs etwas Probleme, denn die VATRER App aus dem App Store wollte sich einfach nicht mit dem Akku verbinden. Dies liegt aber daran, dass dies die falsche App ist.

Richtig ist die xiaoxiang App, welche du ebenfalls im Play/Apple App Store findest. Mit dieser App funktionierte eine Verbindung zum Akku auf Anhieb.

Dabei zeigt dir die App folgende Informationen an.

  • Aktueller Ladezustand in %
  • Verbleibende Kapazität in Ah (schätzung)
  • Spannung in Volt
  • Aktueller Strom in Ampere
  • Aktuelle Leistung in Watt
  • Durchschnittliche Zellenspannung in Volt
  • Zyklen
  • Temperatur Controller
  • Temperatur Zellen

Dies sind sehr nützliche Informationen! Gerade die Kapazitätsanzeige kann sehr nützlich sein. Das Ermitteln der aktuellen Kapazität von LiFePO4 Akkus ohne Bluetooth BMS ist sehr schwer aufgrund des sehr flachen Spannungsverlaufs. Ein Bluetooth BMS ist hier die so ziemlich genaueste Art den aktuellen Ladezustand zu ermitteln.

Ansonsten haben wir die üblichen Leistungswerte, welche ebenfalls praktisch sind.

Wie so oft bei solchen Akkus ist das Bluetooth Signal “offen” und theoretisch kann sich jeder der sich die App installiert mit dem Akku verbinden. Aber erneut ist dies bei so ziemlich allen Bluetooth LiFePO4 Akkus so.

 

Ein/ausschalten via App

Eine Besonderheit ist die Möglichkeiten, das Laden und Entladen über die App zu steuern. Dies hatte ich bisher noch bei keinem Bluetooth LiFePO4 Akku gesehen.

 

Warum einen LiFePO4-Akku wählen?

Was macht LiFePO4- oder Lithium-Eisenphosphat-Akkus so interessant? Diese Akkus könnten möglicherweise die „Zukunft“ im Bereich der Solar-Pufferspeicher, Elektromobilität usw. darstellen. Aber warum?

LiFePO4-Akkus bieten eine etwas niedrigere Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus, dafür jedoch eine höhere Sicherheit und Langlebigkeit.

Selbst die einfachsten LiFePO4-Akkus können problemlos mehr als 2000 Ladezyklen erreichen, während Lithium-Ionen-Akkus in der Regel nur auf 500-1000 Ladezyklen kommen. In der Praxis kann die Langlebigkeit sogar noch größer sein, da sie stark von der Entladungstiefe abhängt.

Beispielsweise wirbt VATRER hier mit 2000 Ladezyklen bei einer Entladetiefe von 100%. Ein guter Wert, allerdings auch nicht extrem hoch.

Bei einer 80% Entladetiefe kommen wir laut Hersteller allerdings schon auf satte 5.000 Zyklen. Diese Werte lassen sich aber in der Praxis leider schwer nachprüfen. Meine Erfahrung zeigt jedoch, dass LiFePO4-Akkus wirklich extrem langlebig sind! Daher halte ich die Werte für +- plausibel.

Besonders als Solar-Pufferspeicher bieten LiFePO4-Akkus daher eine potenziell enorme Langlebigkeit. Zusätzlich neigen LiFePO4-Akkus nicht dazu, thermisch durchzugehen, selbst in extremen Situationen, falls das BMS völlig versagt usw. Zudem sind Sie beim Laden/Entladen weniger empfindlich.

Hierzu trägt auch das verbaute BMS bei, welches beispielsweise das Tiefentladen oder Überladen genau wie Kurzschlüsse oder Überlast verhindert.

Allerdings gibt es auch Nachteile:

Im Vergleich sind sie bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium-Ionen-Akkus. Daher eignen sie sich weniger für Smartphones, Notebooks und andere Geräte, bei denen die Abmessungen eine wichtige Rolle spielen.

Es ist zudem wichtig zu beachten, dass LiFePO4-Akkus nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius geladen werden dürfen. Entladen ist kein Problem, aber das Laden bei unter 0 Grad kann die Akkus beschädigen.

Erfreulicherweise verfügt aber der VATRER Akku über eine entsprechende Abschaltung bzw. Wärmefunktion, welche so nicht gängig ist.

 

Selbsterwärmung

LiFePO4 Akkus dürfen bei unter 0 Grad auf keinen Fall geladen werden. Entladen ist OK, laden nicht.

Im Normalfall ist dies auch kein Problem, nutzt du den Akku aber im Outdoor Einsatz beispielsweise an einem Solar-Ladecontroller gilt Vorsicht.

Die meisten normalen LiFePO4 Akkus haben keinen Untertemperaturschutz! Diese würden sich einfach bei unter 0 Grad laden lassen, was entsprechend den Akku beschädigt.

Der VATRER Akku bietet hier nicht nur einen Schutz, sondern auch eine Selbsterwärmung. Versuchst du den Akku unter 0 Grad zu laden wird die Energie nicht in die Akkuzellen geladen, sondern zunächst in eine Wärmematte. Erst wenn der Akku 4 Grad erreicht, wird dann wieder Energie in die Akkuzellen geleitet.

Super! Allerdings je nach Temperatur kann hierfür sehr viel Energie nötig sein. Andere Hersteller sprachen von 10-20A, um ihre Akkus auf Temperatur zu bringen. Dies kann gerade im kalten Winter durchaus schwer sein, via Solar aufzubringen.

Dennoch ist alleine die Abschaltung ein wichtiges Sicherheitsfeature im Outdoor Einsatz.

 

Wie misst Techtest die Kapazität von LiFePO4 Akkus?

Um die Kapazität von LiFePO4 Akkus zu messen, nutze ich eine elektronische Last.

Es kommt hier die DLB-600W zum Einsatz.

Den Akku habe ich dabei auf 10,8V entladen. Teilweise habe ich Testdurchläufe wiederholt um mehr Ergebnisse zu erhalten.

 

Die Kapazität des VATRER POWER Akkus

Kommen wir zum spannendsten Punkt, der Kapazität. Ich habe die Kapazität des Akkus 4x gemessen, 1x bei 10A und 3x bei 20A.

Ah Wh
10A -1 103.64 1350.2
20A -1  105.19 1363.2
20A -2 104.06 1345.1
20A -3 103.94 1342.7

Die Kapazität des Akkus schwankte bei mir im Test zwischen 103,64 Ah und 105,19 Ah. Im Schnitt kam ich auf 104,2 Ah bzw. 1350,3 Wh.

Dies ist ein gutes Ergebnis! Wir übertreffen die Herstellerangabe ein kleines Stück.

 

Spannungsverlauf

Werfen wir einen Blick auf den Spannungsverlauf des VATRER Akkus. LiFePO4 Akkus haben im generellen einen einen sehr flachen Spannungsverlauf, was wir auch hier sehen können.

Voll geladen startet der Akku mit einer Spannung von 14,2 V, welche aber sehr schnell auf rund 13,1 V sinkt.

Ca. 90% der Kapazität des Akkus spielt sich dabei im Spannungsbereich 13,1 V bis 12,6 V ab. Werden 12,5 V unterschritten, ist der Akku effektiv leer und die Spannung fällt rapide.

Theoretisch kannst du einen LiFePO4 recht sicher bis 10,8 V entladen, aber sofern du nicht jedes % Kapazität brauchst, kannst du eigentlich schon bei 12,5 V stoppen.

Der Unterspannungsschutz des Akkus greift im Übrigen bei rund 9,6 V. Wird 9,6 V unterschritten, schaltet sich der Akku ab, bis er wieder geladen wird.

 

Erfahrung mit günstigen LiFePO4 Akkus in der Praxis

Ich verfüge über zwei kleine Off-Grid “DIY” Solaranlagen mit jeweils 600-800W Leistung. An diesen nutze ich “günstige” LiFePO4 Akkus der gängigen Herstellern.

Natürlich konnte ich mit dem VATRER Akku bisher noch keine großen Langzeiterfahrungen sammeln. Bisher funktioniert dieser tadellos an meinem Victron Energy Solar Ladecontroller.

Das BMS verhält sich absolut unproblematisch und unauffällig. Dies ist aber auch keine Überraschung. Meine Erfahrung zeigt, dass die günstigen asiatischen LiFePO4 Akkus wirklich gut und unproblematisch funktionieren und es in der Regel keinen Grund gibt einen deutlich teureren Akku zu wählen.

Die Bluetooth Funktionalität kann nach meiner Meinung allerdings durchaus einen gewissen Aufpreis rechtfertigen. Vor allem um den Ladestand auszulesen. Mir ist noch kein Off-Grid Solar Ladecontroller untergekommen welcher zuverlässig den aktuellen Ladestand von LiFePO4 Akkus einschätzen kann.

Ja es ist hier möglich die Spannung des Akkus zu sehen, aber aufgrund des flachen Spannungsverlaufs ist hier meist nur zu erkennen wenn der Akku fast voll oder fast leer ist.

Das Bluetooth BMS des VATRER Akkus ist hier deutlich zuverlässiger und du kannst wirklich ziemlich genau sehen wie der Ladestand ist. Daher mag ich die LiFePO4 mit Bluetooth BMS so gerne.

Auch die Möglichkeit die Zyklenzahl zu sehen ist interessant, aber hier werden effektiv nur vollständige Zyklen gezählt. Daher bleibt diese Zahl bei einer Solaranalge nach meiner Erfahrung eher gering.

 

Fazit

Der VATRER POWER LiFePO4 12V 100 AH Akku ist extrem spannend! Warum? Preis/Leistung! Günstige LiFePO4 Akkus gibt es einige. Allerdings gerade das Bluetooth BMS, dass wir hier haben genau wie die Selbsterwärmung und Untertemperatur-Abschaltung sind in der 300€ Preisklasse in welcher wir uns hier bewegen unüblich.

Dies macht den VATRER Akku spannend und außergewöhnlich! Die App (xiaoxiang) hat bei mir soweit gut funktioniert und bietet die üblichen Funktionen eines Bluetooth BMS.

So kannst du hier vor allem den aktuellen Akkustand und Eingangs/Ausgangsleistung “Live” sehen, was durchaus spannende Informationen sind.

Die Kapazität des Akkus lag bei mir im Schnitt bei 104 Ah und das BMS verhält sich problemlos.

Suchst du also einen günstigen LiFePO4 mit Bluetooth BMS, dann halte ich den VATRER POWER LiFePO4 12V 100 AH für eine gute Wahl!

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Günstiger 4K Monitor mit guter Bildqualität, LC-Power LC-M28-4K-UHD im Test

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LC-Power gehört für mich zu den absoluten Geheimtipps unter den Monitor Herstellern. So verwenden diese einfach Panels von großen Herstellern wie Samsung, packen diese in ein eigenes Gehäuse und verlangen mit die günstigsten Preise am Markt, für effektiv gute Monitore.

Auch der LC-M28-4K-UHD sieht auf den ersten Blick interessant aus, zumindest wenn du einen Office/Media Monitor suchst.

Der LC-M28-4K-UHD bietet eine 4K “UHD” Auflösung auf 28 Zoll bei klassischen 60 Hz. Entsprechend ist aber der Preis mit knapp über 200€ sehr günstig!

Wollen wir uns einmal im Test ansehen wie gut die Bildqualität des Monitors ist.

An dieser Stelle vielen Dank an LC-Power für das Zurverfügungstellen des Monitors für einen Test.

 

LC-Power LC-M28-4K-UHD im Test

Der LC-Power LC-M28-4K-UHD ist ein relativ einfacher Monitor. Dieser ist sehr schlicht und einfach gestaltet. Wir haben ein einfaches flaches Panel und ein schwarzes “unspektakuläres” Gehäuse.

Allerdings verfügt der Monitor dennoch über einen Standfuß mit Höhenverstellung! Dieser erlaubt auch ein Anwinkeln des Panels, aber du kannst den Monitor nicht quer stellen.

Solltest du dies wollen, kein Problem, denn der Monitor verfügt über einen VESA Mount.

Gesteuert wird der Monitor über 5 Tasten am rechten unteren Rand und die Anschlüsse sind auf der Rückseite angebracht. Dort finden wir folgende:

  • 2x HDMI 2.0
  • 1x DP 1.4
  • 1x 3,5 mm Audio Ausgang
  • AC Eingang

Wir haben 2x HDMI 2.0 wie auch einen DisplayPort Eingang. Etwas schade, dass wir kein USB C Eingang haben, aber ansonsten bin ich zufrieden!

Pluspunkte gibt es für das integrierte Netzteil!

 

Technische Daten

  • LC-Power LC-M28-4K-UHD
  • 28 Zoll
  • 3840 x 2160 Pixel
  • IPS Panel
  • 60 Hz
  • 280 cd/m² maximale Helligkeit
  • 1000:1 Kontrast

Auf den ersten Blick ist der LC-Power LC-M28-4K-UHD ein recht normaler „Allround“ / Office-Monitor mit hoher 4K Auflösung und potenziell gutem IPS Panel.

4K Auflösung auf 28 Zoll ist dabei durchaus ein Garant für ein scharfes Bild.

 

Farbraum und Farbumfang

LC-Power wirbt beim LC-M28-4K-UHD mit einer 99% Abdeckung des sRGB Farbraums und 80% von AdobeRGB.

Solide Werte, welche eine vernünftige Farbdarstellung versprechen.

In meinem Test wurden diese Werte aber sogar ein Stück weit übertroffen! So erreichte der Monitor:

  • 100% sRGB
  • 82% AdobeRGB
  • 88% DCI-P3

Dies sind gute Farbraum Werte. Entsprechend ist die Farbdarstellung des Monitors auch in der Praxis gut. Farben wirken klar und kräftig und generell macht das Bild einen wertigen Eindruck.

Prinzipiell sind dabei die Farbraum-Werte sogar gut genug, damit der Monitor für Foto/Video-Bearbeitung einsetzbar ist.

Erfreulicherweise haben wir hier auch ein 10 Bit Panel, was die gute Farbraum-Abdeckung mit erklärt.

 

Kalibrierung

Aber wie steht es um die Kalibrierung? Gerade wenn du planst, auch etwas Foto/Video-Bearbeitung auf dem Monitor zu betreiben, sind akkurate Farben wichtig.

Aber auch die Kalibrierung ist ordentlich! Im Schnitt haben wir ein Delta E von 1,51, was sehr gut ist. Damit ist der LC-M28-4K-UHD als farb-akkurat zu bezeichnen.

 

Helligkeit und Ausleuchtung

Die Helligkeit wird vom Hersteller mit ungewöhnlichen 280 cd/m² angegeben. 280 cd/m² wäre akzeptabel, aber eher eine kleine Schwäche des Monitors.

Erfreulicherweise hat der LC-M28-4K-UHD in der Bildmitte die Herstellerangabe sogar übertroffen! So erreichte dieser bei mir 297 cd/m².

Dies ist sicherlich keine überragende Helligkeit, aber +- 300 cd/m² ist für eine normale Innennutzung absolut ausreichend und auch der gängige Standard.

Etwas mäßiger ist die Ausleuchtung. Diese ist nicht furchtbar, aber an den Ecken fällt doch die Helligkeit etwas ab. Im normalen Desktop Betrieb ist dies nicht sichtbar, aber bei weißen oder sehr hellen Bildern könnte es sichtbar werden.

Allerdings kann ich in dieser Preisklasse auch nicht zu sehr über die Ausleuchtung meckern.

 

Kontrast

Beim Kontrast gibt es keine großen Überraschungen. Wir haben hier einen typischen Monitor mit IPS Panel vor uns. IPS Panel erreichen in der Regel einen Kontrast von +- 1:1000, was auch hier die Herstellerangabe ist.

Im Test konnte dieser Wert mit 1:1200 leicht übertroffen werden. Für einen IPS Monitor ist das ein starker Wert. Am Kontrast gibt es also nichts zu meckern.

 

Subjektiver Bildeindruck in der Praxis

Der LC-Power LC-M28-4K-UHD fällt für mich in die Kategorie unauffällig gut. Ich hatte schon einige Monitore vor mir, entsprechend habe ich auch einige Referenzen.

Der LC-M28-4K-UHD bietet einfach ein sauberes und gutes Bild, welches mich weder komplett aus den Socken haut, noch irgendwie negativ auffällt. So würde ich die generelle Bildqualität als als gut einstufen, was für einen 4K Monitor in der 220€ Preisklasse durchaus beachtlich ist.

Vor allem die Farbdarstellung und Schärfe sehen richtig gut aus. Die Helligkeit und auch der Schwarzpunkt sind wiederum typisch für einen IPS Monitor der 200-600€ Preisklasse.

Etwas unterdurchschnittlich ist lediglich die Blickwinkelstabilität und die Ausleuchtung. Allerdings für die 220€ Preisklasse sind diese weiterhin als völlig OK zu bezeichnen. Etwas teuere Modelle können hier aber etwas besser sein, müssen es aber auch nicht gerade bei der Ausleuchtung habe ich auch schon bei sehr teuren Monitoren schon wilde Dinge gesehen.

Dies wäre auch die Stelle wo ich mich normalerweise über das Menü und OSD Beschwerden würde, welches bei LC-Power Monitoren eher mäßig ist. Allerdings hier ist mir die Steuerung des Monitors nicht negativ aufgefallen. Es ist nicht das beste OSD, aber auch nicht furchtbar.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch ist wichtiger denn je. Wie viel Energie benötigt der LC-Power?

Im Test benötigte der Monitor je nach eingestellter Helligkeit zwischen 19W und 37,5W. Spannenderweise schwankte die Leistungsaufnahme aber gar nicht so stark, wie es oftmals üblich ist.

37,5W im Maximum ist für einen Monitor dieser Klasse erwartungsgemäß.

 

Fazit

Der LC-Power LC-M28-4K-UHD hinterlässt im Test einen erfreulich positiven Eindruck!

Natürlich haben wir gerade bei der Ausstattung einen sehr einfachen Monitor. Wir haben kein USB C, das Design und auch der Standfuß sind eher einfach und generell hat der Monitor wenig „Luxus“.

Ebenso liegt die Bildwiederholungsrate bei klassischen 60 Hz, womit dieser Monitor für Gamer weniger spannend ist.

Aber beim eigentlichen Bild macht dieser eine richtig gute Figur! Wir haben 4K auf 28 Zoll, was für ein klares Bild sorgt. Dabei ist auch die generelle Bildqualität hoch!

So haben wir eine 100% sRGB Farbraum-Abdeckung, wie auch beachtliche 82% Adobe RGB und 88% DCI-P3. Die Kalibrierung ist von Haus aus gut, genau wie der generelle Bildeindruck.

Die Helligkeit liegt bei soliden 297 cd/m² und der Kontrast liegt bei vernünftigen 1:1200.

Damit ist der Monitor trotz seines sehr günstigen Preises für Hobby Fotografen und Filmemacher interessant, die vielleicht etwas mehr aufs Geld achten müssen. Ebenso eignet sich dieser gut für generelle Office und Media-Anwendungen.

Was die Bildqualität betrifft wäre lediglich die Ausleuchtung ein kleiner Kritikpunkt, welche gerade in den Ecken nicht ganz optimal ist. Aber das ist schon Meckern auf einem vergleichsweise hohen Niveau.

Für einen Monitor der 220€ hat der LC-Power LC-M28-4K-UHD ein sehr gutes Panel und Bildqualität!

LC-Power LC-M28-4K-UHD
POSITIV
4K Auflösung
Gute Farbraum-Abdeckung
Generell gute Bildqualität
Ordentliche Kalibrierung von Werk aus
IPS Panel
Maximale Helligkeit brauchbar
NEGATIV
"Nur" 60 Hz
Kein USB C
Einfaches Gehäuse und OSD
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Erfahrungsbericht: kommt der ECOVACS GOAT G1-2000 mit komplexen Gärten klar?

Mähroboter haben seit vielen Jahren nach einem einfachen Prinzip funktioniert. Du legst um deinen Garten und Hindernisse ein Begrenzungskabel und der Mähroboter fährt den Innenbereich nach dem Zufallsprinzip ab.

ECOVACS hat mit dem GOAT G1-2000 aber nun einen Mähroboter auf den Markt gebracht, welcher ohne Begrenzungskabel oder Ähnlichem auskommt.

So nutzt dieser Kameras und Navigations-Beacons, um sich in deinem Garten zurechtzufinden.

Aber wie gut funktioniert dies? Hier war ich offen gesagt etwas skeptisch. Gerade bei meinem Garten, der sehr “kompliziert” ist und zudem noch viele Steigungen und Unebenheiten hat.

Selbst mein Husqvarna Automower 315X tut sich mit diesen Gegebenheiten sehr schwer!

Allerdings habe ich nun den neuen ECOVACS GOAT G1-2000 in die Finger bekommen. An dieser Stelle meine ersten Erfahrungen, wie gut der GOAT G1-2000 auch mit unordentlichen und komplexen Gärten klarkommt!

 

Mein Garten ist Chaos

Ich habe einen sehr chaotischen Garten mit einem Gartenhaus in der Mitte, Pflanzen die in die Wiese gesetzt sind, einem Gartentisch der herumsteht (und dem Husqvarna Automower 315X immer Probleme gemacht hat), wie auch diversen Steigungen und Löchern im Rasen.

Hinzu kommen meine Hunde die an einigen Stellen den Rasen doch etwas verunstaltet haben.

Entsprechend ist dies nicht der Vorzeigerasen für Mähroboter!

 

Beacons anstelle von Kabeln

Der ECOVACS GOAT G1-2000 verzichtet komplett auf ein Begrenzungskabel. Das einzige Kabel, das der GOAT benötigt, ist das Stromkabel zur Ladestation.

Wie navigiert dieser dann? Der Mähroboter besitzt zwei Kameras, eine Front Kamera und eine 360 Grad Kamera auf der Oberseite.

Zudem musst du “Beacons” in einem Garten verteilen. Beacons sind Säulen welche in den Boden gesteckt werden und als Orientierungspunkte verwendet werden.

ECOVACS GOAT Beacons Batterien

Diese Beacons besitzen im Inneren 3x D Batterien, sind also auch “kabellos”.

 

Karte erstellen

Der ECOVACS GOAT G1-2000 muss zuerst eine Karte vom Mähbereich erstellen. Hierfür musst du diesen mit deinem Handy wie ein ferngesteuertes Auto am Rand deines Gartens leiten.

Diese Route merkt sich der Mähroboter und nutzt diese als Außengrenze. Dies hat bei mir auch wunderbar funktioniert.

Höhere Hindernisse werden vom Mähroboter prinzipiell automatisch erkannt. Allerdings kannst du auch NoGo Zonen erstellen.

Dies funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip. Du übernimmst für das Anlegen der NoGo Zonen die Kontrolle über den Mäher und umfährst den Bereich. Leider ist es aber nicht möglich, beispielsweise einen Halbkreis an einer Mauer festzulegen. Die NoGo Zone muss immer eine Umrundung sein.

 

Eine erstaunliche erste Fahrt

Von meinem Husqvarna Automower 315X und anderen Mährobotern bin ich es gewohnt, dass nach der ersten Installation “Optimierungen” beim Verlegen des Kabels durchzuführen sind.

Entsprechend hatte ich auch beim ECOVACS GOAT G1-2000 erwartet, dass dieser sich schwer tut. Aber nein! Dieser hat meinen Garten unheimlich gut navigiert!

Die erste Fahrt hat er komplett ohne Hängenbleiben oder Hilfe absolviert!

Bei der zweiten Fahrt ist er an einer Stelle abgesackt, wo ich allerdings einfach mit ein paar Steinen aushelfen konnte. Diese Stelle hatte ich beim Automower 315X komplett ausgeklammert.

Auch kam der GOAT G1-2000 tendenziell mit Steigungen und “Löchern” im Boden etwas besser klar als der Automower 315X.

 

Gute Flucht Logik

Ein weiterer Unterschied zum Automower 315X ist die bessere „Flucht Logik“ beim GOAT G1-2000.

Dieser ist recht gut darin, sich aus Engstellen zu befreien. Auch der Automower 315X war hier recht gut, aber es ist klar sichtbar, dass hier auch etwas Erfahrung von ECOVACS Saugroboter eingeflossen ist.

 

Recht schnell unterwegs

Der GOAT G1-2000 fährt deinen Garten in geraden Bahnen ab. Dies ist bei Mährobotern eine absolute Seltenheit! Es gab hier ein paar Modelle von Bosch die dies konnten, aber diese waren sehr „diffizil“.

Der GOAT G1-2000 hingegen kommt auch mit einem sich verändernden Garten klar, beispielsweise wenn ein Liegestuhl plötzlich irgendwo steht.

So habe ich beispielsweise einen Gartentisch, an welchem sich der Automower 315X immer festfuhr. Der GOAT G1-2000 kommt hingegen nach meiner bisherigen Erfahrung sehr gut mit diesem klar.

Dank des recht gezielten Abfahrens deines Gartens ist der Mähroboter auch sehr viel schneller mit deinem Garten fertig als Mähroboter die das Zufallsprinzip nutzen.

So schafft der ECOVAS GOAT G1-2000 meinen Garten in 1-2 Stunden.

Der Husqvarna Automower 315X brauchte ca. 6-8 Stunden.

 

Kantenmähen überschaubar

Die größte Schwäche des GOAT G1-2000, die ich bisher beobachten konnte, ist das Kantenmähen um Hindernisse. Am äußersten Rand mäht der G1-2000 am Ende einmal gezielt die Kanten, was soweit OK ist.

Aber zu erkannten Hindernissen lässt der Mähroboter bei mir recht viel Platz.

Dies kann natürlich ein Vorteil (aus Sicherheitsgründen) sein, aber deinen Kantenschneider kann der GOAT G1-2000 noch nicht in Rente schicken.

 

Video

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Mehr Informationen

 

Ein erstes Fazit zum GOAT G1-2000

Ich bin legitim überrascht vom ECOVAS GOAT G1-2000. Ich hatte schon mal Mähroboter von Bosch im Test, welche auch mit einer erweiterten Logik arbeiteten und in geraden Bahnen fuhren.

Diese waren aber super empfindlich und absolut nichts für komplexe Gärten.

Daher hatte ich auch beim ECOVAS GOAT G1-2000 so ein wenig ein unsicheres Gefühl. Wie gut kommt dieser mit nicht komplett flachen und quadratischen Gärten klar? So hatte hier mein Husqvarna Automower 315X eigentlich einen ganz guten Job gemacht.

Allerdings war diese Sorge unbegründet! Der ECOVAS GOAT G1-2000 kommt erstaunlich gut mit meinem komplexen Garten klar! Ich vermute sogar, dass dieser auch noch viel mehr verwinkelte Gärten schaffen würde, beim Einsatz von mehr Beacons.

Auch hatte der Mähroboter extrem wenig Probleme mit dem Festsitzen oder auch Steigungen.

Ich würde sogar sagen, dass der ECOVAS GOAT G1-2000 der unproblematischste Mähroboter ist, den ich bisher in den Fingern hatte.

Kurzum, der GOAT G1-2000 eignet sich nach meiner Erfahrung auch gut für komplexe Gärten!

Der Intel NUC 11 Performance Kit im Test, auch 2024 noch super?

Mit den NUCs hat Intel den Markt für Mini-PCs extrem beflügelt. Leider wird Intel selbst keine neuen NUCs mehr auf den Markt bringen. Sehr schade! Aber derzeit gibt es noch einige Interessante NUC Modelle.

Beispielsweise den Intel NUC 11, welchen du je nach Version (mit SSD/RAM und Windows) für +- 500€ bekommst.

Aber lohnt sich dieser, gerade im Vergleich zu den Modellen von Geekom und Co? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Intel NUC 11 Performance Kit im Test

Der Intel NUC 11 setzt auf das bekannte und vertraute Design. So misst der Mini-PC gerade einmal 117 x 46 x 112 mm und setzt auf ein professionelles grau schwarzes Design.

Ein Highlight ist beim NUC 11 die Auswahl an Anschlüssen. So haben wir auf der Front und der Seite:

  • 1x USB C Thunderbolt 3 40 Gbit
  • 1x USB A 3.1 10 Gbit
  • 1x 3,5mm Audio-Eingang/Ausgang
  • 1x SD Kartenleser

Auf der Rückseite haben wir folgendes:

  • 1x USB C Thunderbolt 3 40 Gbit
  • 2x USB A 3.1 10 Gbit
  • 1x HDMI 2.0b
  • 1x mini Displayport 1.4
  • 1x 2,5 Gbit LAN

Dies ist einfach eine perfekte Ausstattung an Anschlüssen! 2x USB C mit Thunderbolt, 2,5 Gbit LAN, 3x schnelle USB A Ports und noch diverse Monitor-Anschlüsse.

Für die Stromversorgung haben wir einen DC Eingang mit 19V. Ein entsprechendes 120W Netzteil liegt natürlich bei.

 

Barebone oder als Kit

Die Intel NUCs gibt es als “Barebone”, also ohne RAM, SSD oder Betriebssystem. Alternativ bieten viele Anbieter auch den NUC mit passender SSD, RAM und Windows an.

Genau solch ein KIT habe ich hier.

Dieses verfügt über eine 512 GB NVME SSD und 2x 8 GB RAM.

 

Aufrüstoptionen

Im Inneren des Intel NUC 11 Performance Kit findest du Folgendes:

  • 1x M.2 NVME SSD Slot 2280
  • 1x 2,5 Zoll SATA Slot
  • 2x SO-DIMM DDR4

Die WLAN Karte ist leider fest verbaut.

 

UHS-II Speicherkartenleser

Im NUC 11 Performance Kit steckt erfreulicherweise ein UHS-II SD Kartenleser.

Dieser erreichte im Test bis zu 266 MB/s. Damit ist der Kartenleser sehr schnell.

 

Netzwerk

Wenig überraschend nutzt der Intel NUC Intel Netzwerk Hardware.

Als WLAN Karte kommt die Intel AX201 zum Einsatz. Dies ist eine sehr gute WLAN 6 Karte mit bis zu 2402 Mbit.

Als LAN Karte kommt die Intel I225-V mit bis zu 2,5 Gbit zum Einsatz.

Beides sehr gute Netzwerkcontroller!

 

Mit Windows 11 Pro

Auf meinem NUC 11 war Windows 11 Pro vorinstalliert und auch aktiviert. Die Windows 11 Pro Installation wirkt soweit sauber und Virenfrei, sehr schön.

Neben den Standard Windows Anwendungen waren lediglich Camo Studio und Luminar Neo vorinstalliert, wie auch die diversen Treiber.

 

Performance

Das Herzstück des Mini-PCs ist der Intel Core i7-1165G7. Der Intel Core i7-1165G7 ist eine Intel I CPU der 11. Generation. Dieser ist nach aktuellem Stand nicht mehr ganz das Neuste, aber prinzipiell ist die 11. Generation noch als recht aktuell zu bezeichnen.

Bei dem Core i7-1165G7 handelt es sich um einen 4-Kerner mit bis zu 4,7 GHz. Bei diesem handelt es sich allerdings um eine „Low Power“ CPU, welche in der Regel auf eine maximale Leistung von +- 28W limitiert ist.

Wollen wir uns dennoch einmal ein paar Benchmarks ansehen.

 

Die SSD

In meiner “Pre Build” des NUC 11 ist die Kingston OM8SEP4512N verbaut. Kingston OM8SEP4512N?

Hierbei scheint es sich um eine OEM Version der Kingston NV2 zu handeln.

Dies ist eine akzeptable SSD für den normalen Einsatz, aber offensichtlich auch nicht das schnellste Modell das du bekommen kannst.

 

Lautstärke

Im normalen Betrieb ist der Intel NUC 11 praktisch nicht hörbar. Der Lüfter surrt höchstens minimal.

Dabei ist die Lüftersteuerung gut gelungen. So kann der NUC 11 unter Last durchaus hörbar werden, wie ein normales Notebook unter Last. Allerdings dreht der Lüfter auch wirklich nur bei höherer Last hoch, nicht wie bei anderen Mini-PCs wo schon der Lüfter beim Öffnen von Programmen anspringt usw.

Von daher ist der NUC 11 sicherlich nicht der leiseste Mini-PC, aber der verbaute Lüfter ist gut gesteuert.

 

Extrem niedriger Stromverbrauch

Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch selbst für einen Mini-PC sehr gering!

  • Ohne Monitor (Windows mit LAN) – 3,96W
  • Windows Leerlauf – 7,7W
  • Volllast – 64W

Ohne Monitor, in Windows mit 2,5 Gbit LAN benötigte der PC gerade einmal +- 4W, was diesen auch als eine Art Home-Server spannend macht.

Mit Monitor, in Windows im Leerlauf kommen wir auf 7,7W. Unter Last kann der Verbrauch auf bis zu 64W ansteigen.

Gerade die Leerlauf Werte des NUC 11 sind dabei sehr gut!

 

Fazit

Es gibt sehr viel am Intel NUC 11 zu mögen! Wir haben hier durchaus einen leistungsfähigen Mini-PC, mit super Portausstattung und einer fantastischen IO.

Alleine die 2x Thunderbolt 3 Ports (welche ja effektiv USB 4 sind) in Kombination mit den schnellen USB A Ports und 2,5 GBit LAN ist spitze!

Dabei reicht die Leistung des PCs für Office, Media Anwendungen oder sogar leichte Foto- und Video-Bearbeitung gut aus.

Allerdings ist dies auch der Kritikpunkt. Wir haben hier „nur“ eine Intel 11. Gen CPU. Diese ist noch fähig, aber es gibt auch Besseres.

Persönlich würde ich vermutlich eher einen Mini-PC wie den Geekom A5 kaufen, welcher beim gleichen Preis mit stärkerer CPU und GPU punktet, aber im Gegenzug natürlich kein Thunderbolt besitzt.

Zudem sind natürlich die Intel NUCs aus Sicht der Stabilität der Goldstandard, auch wenn die Geekom Modelle hier nach meiner Erfahrung ebenfalls stark sind. Das vermutlich beste am NUC 11 verglichen mit vielen anderen Mini-PCs ist der Stromverbrauch, welcher selbst für einen Mini-PC sehr gering ist!

Von daher ist der NUC 11 auch weiterhin eine gute Wahl, aber ich würde vermutlich eher zum Geekom A5 oder der kleinen Version des Geekom IT13 greifen.

Shelly H&T Gen3 im Test, WLAN Temperatur Messgerät mit oder ohne Cloud Anbindung!

Shelly ist ein extrem spannender Smart Home Hersteller. Warum? Im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home Produkten sind die Shelly Geräte für Enthusiasten.

So bieten diese nicht nur einen sehr großen Funktionsumfang, sondern sind auch im Gegensatz zu 99% aller Konkurrenz-Produkte komplett Offline und ohne Cloud nutzbar, wenn du möchtest.

Und das, wenn du möchtest, ist ein wichtiger Punkt! So kannst du Shelly Produkte auch in die Hersteller-Cloud einbinden, um diese von unterwegs zu steuern, du musst es aber nicht.

Entsprechend werden die Shelly Smart Home Produkte auch weiter funktionieren, sollte der Hersteller irgendwann mal pleite gehen oder die Server dicht machen.

So viel zu Shelly, in diesem Test soll es aber um ein spezielles Shelly Produkt gehen, den H&T Gen3.

Beim H&T Gen3 handelt es sich um ein Temperaturmessgerät mit ePaper-Display, WLAN und Batteriebetrieb.

Dabei ist dies mit rund 30€ alles andere als zu teuer. Zumindest auf den ersten Blick.

Wollen wir uns das Shelly H&T Gen3 einmal im Test ansehen!

 

Shelly H&T Gen3 im Test

Beim dem Shelly H&T Gen3 handelt es sich um eine kleine Displayeinheit. Diese besitzt ein recht großes ePaper Display, welches auch erfreulich gut aussieht!

Das Gehäuse wiederum besteht aus Kunststoff.

Hier kommen wir aber auch auf einen ersten wichtigen Punkt zu sprechen, der verwendete Kunststoff und allgemein die Haptik wirken unterdurchschnittlich!

Wir haben hier definitiv kein Premium-Produkt vor uns, zumindest was das Gehäuse betrifft.

Auch ist dieses, wie ich finde, funktional nicht durchdacht.

So lässt sich das Shelly H&T Gen3 nicht einfach aufstellen! Shelly hat die Unterseite nicht abgeflacht, entsprechend muss das H&T Gen 3 an einer Wand aufgehängt werden. Dies finde ich etwas zu kurz gedacht, ich hätte das H&T Gen3 gerne einfach aufgestellt.

Die Rückseite des Temperatur-Messgerätes kannst du abnehmen. Darunter findest du eine Taste für die Einrichtung wie auch das Batteriefach.

In das H&T Gen 3 passen 4x normale AA Batterien oder Akkus. Mit diesen soll eine Laufzeit von bis zu 1 Jahr möglich sein. Selbst wenn dieser Wert nur ansatzweise hinkommt, wäre das beeindruckend.

Alternativ kannst du aber auch einen USB C Port an der Seite für eine konstante Stromversorgung nutzen.

 

Die Anzeige

Auf der Front des H&T Gen3 finden wir ein sehr gutes ePaper Display mit +- 2,3 Zoll. Dieses zeigt dir sehr gut ablesbar folgendes an:

  • Uhrzeit
  • Akkustand
  • Temperatur
  • Verbindungsstatus
  • Luftfeuchtigkeit

 

App und Funktionen

Zur Einrichtung benötigst du zunächst die Shelly App. So hat das H&T Gen3 Bluetooth und WLAN. Dieses nutzt aber Bluetooth für die erste WLAN Einrichtung.

Die Shelly App ist vorsichtig ausgedrückt “speziell”. So ist sie extrem umfangreich und verschachtelt! Ich finde die App sehr unübersichtlich, zumindest im ersten Moment.

Daher würde ich Shelly Produkte auch keinem „Einsteiger“ empfehlen, der ein möglichst leichtes und einfaches Smart Home System sucht.

Funktional ist aber die App fantastisch! Dafür, dass wir hier an sich nur ein “Thermometer” haben, gibt es tonnenweise Funktionen und Einstellungen.

  • Aktuelle Temperatur mit Diagramm der letzten 24 Stunden
  • Luftfeuchtigkeit
  • Historische Temperaturwerte mit CSV Export Option
  • Min/Max/Durchschnittswerte
  • Historische Luftfeuchtigkeitswerte mit CSV Export Option
  • Temperatur-Offset
  • Feuchtigkeits-Offset
  • Diverse Verbindungsoptionen inklusive WLAN, Bluetooth, MQTT usw.

Zunächst kannst du neben den Live-Werten auch historische Werte sehen, auswerten und auf Wunsch auch exportieren und so in Anwendungen wie Excel weiterverarbeiten.

Natürlich kannst du auch Benachrichtigungen erstellen, beispielsweise wenn eine Temperatur über Wert X oder Wert Y fällt.

Im Kern kann das Shelly H&T Gen3 alles was Du dir von solch einem Produkt nur wünschen kannst.

 

Mit WebUI

Das H&T Gen3 besitzt auch eine WebUI, die du durch das Aufrufen der IP Adresse in deinem Webbrowser erreichen kannst, theoretisch.

Praktisch musst du hierfür aber das H&T Gen3 in den “Setup” Modus bringen, denn im normalen Batteriebetrieb verbindet sich dies nur alle paar Minuten einmal kurz für das Übermitteln der Werte mit deinem WLAN.

 

MQTT, HomeAssistant und möglicherweise Matter

Das H&T Gen3 lässt sich auch mit 3. Anbieter Systeme via MQTT verbinden. Ebenso lässt sich das H&T Gen3 im HomeAssistant einbinden und nutzen.

Ich musste für die Nutzung im HomeAssistant lediglich folgenden web socket Eintrag anlegen:

ws://homeassistantipaddress:8123/api/shelly/ws

(Quelle)

Theoretisch spricht Shelly auf seiner Webseite auch von einer Unterstützung des Matter Standards. Allerdings konnte ich da in der Praxis nichts von erkennen. Es ist also möglich, dass dieser erst später nachgereicht wird.

 

Cloud und Internet optional!

Bei Shelly ist die Cloud und Internet Anbindung optional. Du kannst den H&T Gen3 auch komplett offline nutzen, dann halt aber nur vom lokalen Netzwerk aus erreichen bzw. Musst diesen dann mit Systemen wie dem HomeAssistant verbinden.

Aus Sicht des Datenschutzes super, zudem sollten mal die Hersteller-Server offline gehen oder der Support eingestellt werden, kannst du diesen lokal weiternutzen. Wir haben hier also kein „Ablaufdatum“.

 

Messgenauigkeit und Update Intervall

Ich habe die Messwerte des H&T Gen3 mit meiner froggit HP1000SE PRO Wetterstation verglichen.

Hier kann ich es kurz machen, bei mir waren die Werte auf +- 0,2 Grad identisch zu dieser. Entsprechend würde ich die Messwerte als genau bezeichnen.

Allerdings ist das Update Intervall des H&T Gen3 sehr gering! Dies sowohl was die Anzeige auf dem Display angeht, wie auch bei den übermittelten Werten. Wir reden hier über +- 15 Minuten zwischen der Übermittlung / Aktualisierung der Werte.

Allerdings macht dies natürlich auch Sinn bei einem Gerät, das Batterien/Akkus nutzt.

 

Fazit

Du bist ein erweiterter Nutzer und suchst eine Möglichkeit, die Temperatur zu überwachen und mitzuschreiben?

Dann ist der Shelly H&T Gen3* eine hervorragende Wahl! Vor allem der Funktionsumfang und das schöne ePaper Display können überzeugen. Auch die potenziell extrem lange Akku/Batterie-Laufzeit, trotz der WLAN Verbindung ist herausragend.

Die Shelly App ist zwar etwas spezieller, aber gerade, wenn du ein erweiterter Nutzer bist sollte dich das nicht schrecken, ganz im Gegenteil.

Der Funktionsumfang des H&T Gen3 ist sehr groß und auch, dass diese optional komplett auf Cloud und die Internet-Anbindung verzichtet kann ist spitze und hebt dieses Modell von vielen anderen ab.

Kurzum, wie die meisten Shelly Produkte ist auch das H&T Gen3 ein außergewöhnliches aber sehr gutes Smart Home Produkt.

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DIY TrueNAS, Unraid Server 2024 mit niedrigem Stromverbrauch, 2,5 Gbit LAN und günstigem Preis

Ein NAS bzw. Home Server gehört in jeden technikbegeisterten Haushalt. Diese sind nicht nur praktisch um Daten zu sichern, das auch mit unbedenklichem Datenschutz, sondern auch hilfreich über Server und deren Verwaltung zu lernen.

Willst du letzteres nicht, dann ist natürlich ein “Fertig-NAS” von Synology, QNAP, ASUSTOR usw. deine beste Wahl.

Selbst ein NAS/Server zusammenzustellen macht aber mehr Spaß! Viele amerikanische Youtuber empfehlen hier oftmals völlig übertriebene Systeme oder alte Enterprise Server.

Das Problem für uns sind hier aber einfach die Stromkosten. Alte Server sind zwar günstig zu bekommen, aber irre teuer im Unterhalt.

In diesem Artikel soll es um einen DIY Homeserver für Unraid oder TrueNAS gehen, welcher einen möglichst niedrigen Stromverbrauch bietet und günstig in der Anschaffung ist.

 

Übersicht über die Komponenten

Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard Mainboard + CPU  ca. 150€
Crucial SO-DIMM 16GB, DDR5-4800 RAM ca. 45€
Jonsbo N2 Gehäuse ca. 140€
be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L Netzteil ca. 90€
5x SATA Kabel Kabel ca. 10€

(Affiliate / Werbe-Links)

Dies sind die Basis-Komponenten ohne Speicherlaufwerke. Eventuell könntest Du noch einen Noctua NF-A12x15 PWM einplanen.

 

Das Herzstück, das Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard

Zunächst brauchen wir ein passendes Mainboard und CPU. Wir wollen unser System möglichst kompakt und sparsam halten, dabei sollte dieses 2,5 Gbit LAN oder 10 Gbit LAN “Onboard” mitbringen. Warum OnBoard? Kosten, eine separate LAN Karte kostet ein Stück mehr in der Anschaffung und erhöht den Stromverbrauch meist deutlich mehr als ein OnBoard Modell.

Eine spannende Option wäre hier das Supermicro X10SDV-4C+-TLN4F. Dies ist ein richtig “professionelles” Board mit allem was wir uns wünschen könnten, zum Preis von 700€. Dies ist mir aber zu viel.

Ich habe mich am Ende für ein Mainboard von AliExpress entschieden. Hier suchst du am besten nach “NAS Motherboard N100” und du findest mehrere Modelle die alle +- identisch sind.

Ich habe mich für das “Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard” für +- 150€ entschieden. Dies ist ein ITX Mainboard mit Intel N100 CPU und einer Ausstattung, welche fantastisch für ein NAS ist.

  • Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard
  • Intel N100
  • 1x SO-DIMM DDR5 RAM Slot
  • 4x 2,5 Gbit LAN Ports Intel i226
  • 2x m.2 NVME SSD Slots
  • 6x SATA Ports
  • 1x PCIe x1 Slot

Wir haben hier ein Mainboard mit einer sehr sparsamen CPU und insgesamt 8x Anschlüssen für SSDs / HDDs wie auch 4x 2,5 Gbit LAN und einem PCie Erweiterungs-Slot.

Wir haben leider nur einen RAM Slot, aber das ist eine Limitierung der Intel N100 CPU. Wir schauen uns das Mainboard und die CPU später noch einmal im Detail an.

 

Gehäuse, Jonsbo N2

Beim Gehäuse kannst du natürlich alles nutzen, was du möchtest. Allerdings habe ich mich für ein “NAS like” Gehäuse entschieden.

  • Jonsbo N2

Das Jonsbo N2 ist ein mini-ITX Gehäuse, welches aber über 5x 3,5 Zoll “Hot-Swap” Schächte in seinem “Bauch” verfügt.

Dabei sieht das Gehäuse sehr schick und edel aus. Es ist komplett aus Metall gefertigt und macht einen guten Eindruck. Es ist etwas eng darin zu bauen und mir würde vielleicht ein zusätzlicher Lüfter im “Mainboard-Bereich” fehlen, aber abseits davon bin ich richtig zufrieden.

Die Festplattenschächte sind über die Front erreichbar und besitzen eine entsprechende Backplate.

 

Das Netzteil, be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L

Das Netzteil war eine schwere Wahl! In das Jonsbo N2 gehört ein SFX-L Netzteil, welche im Allgemeinen recht teuer sind, wenn du was Vernünftiges möchtest.

Ich habe mich für das be quiet! SFX-L Power 500W entschieden. Warum? be quiet! gehört zu den besten Herstellern im Bereich der Netzteile und wir wollen ein zuverlässiges Netzteil.

  • be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L

Zudem bekommst du das Netzteil für unter 100€ und es bietet die 80% Gold Zertifizierung bzw. ETA-Platinum Zertifizierung.

Eventuell könnten wir noch etwas mehr Energie mit einem “PICO-PSU” sparen, aber diese sind etwas spezieller.

 

Ein detaillierter Blick auf das Mainboard

Werfen wir einen etwas detaillierteren Blick auf das Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard. Starten wir mit den Basics. Als CPU kommt hier der Intel N100 zum Einsatz.

  • Intel N100
  • Alder Lake-N Architektur
  • 4 Kerne
  • Bis zu 3,4 GHz
  • Baujahr 2023
  • 6W TDP

An sich ist der Intel N100 eine aktuelle CPU. Allerdings ist diese extrem gedrosselt und auf eine niedrige Leistungsaufnahme getrimmt. Moderne Intel CPUs besitzen 2 Typen von CPU Kernen, Performance Kerne und Effizienz-Kerne.

Der Intel N100 besitzt nur 4 Effizienz-Kerne, welche zudem auf eine Leistungsaufnahme von lediglich 6W limitiert sind! Dies ist extrem wenig, entsprechend ist die maximale Leistung des Prozessors massiv limitiert. Mehr dazu hier: Wie gut (oder schlecht) ist der Intel N100?

Allerdings in einem NAS / Home Server ist der N100 super! Er ist für diese Anwendung mehr als ausreichend schnell und extrem effizient.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir folgendes:

  • 3x USB 2.0
  • 2x USB 3.0
  • 1x HDMI
  • 1x DisplayPort
  • 4x 2,5 Gbit LAN mit Intel i226 Chipsatz
  • 1x 3,5mm Audio-Ausgang

Dies ist für ein NAS / Home-Server völlig ausreichend! Gerade die 4x 2,5 Gbit LAN Ports mit Intel Chipsatz sind sehr erfreulich.

Einer der USB 2.0 Ports ist im Übrigen intern! Dieser ist gedacht für einen USB Stick mit dem Server OS. Viele Server/NAS Betriebssysteme lassen sich auf USB Sticks installieren, wie UnRaid oder TrueNAS. Diesen USB Stick kannst du dann sicher im Gehäuse installieren.

Intern haben wir zudem folgende wichtige Ports:

  • 2x M.2 NVME 2280 Slots (PCIe 3.0 x1)
  • 1x PCIe 3.0 x1 Slot
  • 6x SATA
  • 2x 4-Pin Lüfter-Anschluss
  • 3x USB 2.0 Header

Zunächst haben wir 6x SATA-Ports, entsprechend können wir bis zu 6x HDDs oder SSDs mit dem Mainboard verbinden. Zudem haben wir 2x M.2 Slots für NVME SSDs.

Allerdings, sind diese Slots nur mit PCIe 3.0 und x1 angebunden! So sind die verbauten NVME SSDs auf +- 800 MB/s limitiert. Allerdings ist dies “OK”, aufgrund der 2,5 Gbit LAN Ports, welche unsere Datenraten eh auf +- 250-300 MB/s über das Netzwerk limitiert.

Etwas schade ist die Limitierung des PCIe 3.0 Slots auf x1. Zwar könnten wir hier eine 10 Gbit LAN Karte verbauen, aber diese wäre doch aufgrund der Schnittstelle ebenfalls etwas eingeschränkt.

 

CPU Temperatur und Kühlung

Der Intel N100 wird von einem integrierten “MINI-Kühler” gekühlt. Dieser scheint nicht Temperaturgesteuert zu sein und dreht konstant mit 100%. Allerdings ist dieser selbst bei 100% Drehzahl kaum hörbar.

Dabei pendelt sich die CPU-Temperatur bei +- 66-69 Grad unter Volllast ein, was unproblematisch ist.

 

Welches Betriebssystem?

Prinzipiell kannst du so ziemlich jedes Betriebssystem auf diesem Server installieren. Wir haben eine normale X86 CPU. Im Zweifel könntest du also sogar Windows oder eine normale Linux-Distribution nutzen.

Ich würde aber im Normalfall eher folgende Systeme empfehlen:

  • UnRaid
  • TrueNAS

Beide Systeme sind nicht perfekt, gerade was die Benutzerfreundlichkeit angeht. Was spricht für das jeweilige System?

UnRaid

  • Benutzeroberfläche etwas freundlicher und einfacher
  • Ideal wenn du Laufwerke mit unterschiedlicher Kapazität mixen willst
  • Datenraten teils merklich niedriger als bei TrueNAS
  • Stromsparender (da Spindown funktioniert)
  • Kostenpflichtig

TrueNAS

  • Sehr hohe Datensicherheit
  • Professionelles System
  • Kostenfrei
  • Nutzung für Nueinsteiger kompliziert
  • Das Mixen und Tauschen von unterschiedlichen Festplatten mit unterschiedlichen Kapazitäten kann suboptimal sein

In einem richtig professionellen Umfeld würde ich eher TrueNAS wählen. Allerdings hast du mehrere verschiedene Festplatten mit unterschiedlichen Kapazitäten die du in den System kombinieren willst, würde ich eher UnRaid wählen.

Es gibt hier auch eine 30 Tage Testversion, welche du nutzen kannst um erst mal zu schauen ob dies das Richtige für dich ist.

Für mich ein ganz wichtiger Punkt, UnRaid benötigt weniger Energie. Warum? Festplatten die nicht benötigt werden, gehen bei UnRaid zuverlässig in den Standby, was bei mir in TrueNAS nie geklappt hat!

 

ECC RAM?

Für TrueNAS wird in der Regel ECC RAM empfohlen. Leider können wir hier keinen ECC RAM verbauen.

Ist dies schlimm? Was ist ECC RAM?

ECC RAM besitzt eine integrierte Fehlererkennung und Korrektur. Sollte ein Bit im RAM “kippen”, also unerwartet einen falschen Wert ausgeben, kann ein ECC RAM Modul dies erkennen und korrigieren.

Warum ist dies für TrueNAS wichtig? TrueNAS nutzt ZFS und ZFS verlässt sich stark auf Datei-Prüfsummen.

Sollte es nun zu einem RAM Fehler kommen, könnten die Prüfsummen falsch sein und im schlimmsten Fall zu Datenverlust führen. Allerdings muss hierfür ein Doppelfehler auftreten.

So müsste beispielsweise eine HDD bei dir gleichzeitig mit dem RAM kaputt gehen.

Ich denke, dies ist ein überschaubares Risiko, gerade wenn du noch zusätzliche Backups hast. ECC RAM ist sicherlich gut in Kombination mit ZFS und TrueNAS, aber auch keine Pflicht.

 

Leistung in der Praxis

Aber wie steht es um die Leistung des Systems? Reicht der Intel N100 hier aus? In der Regel absolut ja!

In Kombination mit UnRaid (und SSDs) waren rund 270 MB/s über das Netzwerk konstant kein Problem. Der Intel N100 wird vermutlich auch bei paralleler Nutzung von 2 Ports auch noch jeweils das volle Tempo bereitstellen können.

Dabei haben wir hier durchaus genug Reserven auch ein paar Docker Container auf dem System laufen zu lassen.

Ich denke hier allerdings primär an kleinere Dinge wie ein Netzwerk Werbefilter (PiHole), den HomeAssistant usw. Solche Docker Container sind gemacht auf einem RaspberryPI zu laufen und der Intel N100 hat bei all seinen Limitierungen ein vielfaches der Leistung eines RaspberryPIs.

Lediglich wenn du beispielsweise Windows oder richtige Linux VMs auf dem System über Proxmox usw. laufen lassen willst könnte es etwas eng werden. Es geht sicherlich, aber ist nicht optimal.

Auch Plex könnte so eine Sache sein. Ich habe Plex zugegeben nicht ausprobiert und die GPU im Intel N100 ist theoretisch Quick Sync kompatibel, aber für Video-Codierung „on the fly“ sehe ich dieses System offen gesagt eher weniger.

 

Eventueller Lüfter-Mod

Eventuell würde ich empfehlen den Lüfter im Jonsbo N2 für die HDDs zu tauschen oder mit einem entsprechenden Adapter zu drosseln.

Von Haus aus läuft dieser konstant auf 100%, weshalb dieser relativ laut ist.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme schwankt ganz massiv je nach eingesetzten HDDs / SSDs. Eine HDD kann durchaus 5-10 W Strom benötigen.

Im Jonsbo N2 können wir 5x HDDs verbauen, welche entsprechend alleine zwischen 25 W und 50 W verbrauchen könnten.

Daher sprechen wir erst einmal nur über den Stromverbrauch des Mainboards, nur mit einem USB Stick mit UnRaid und 2,5 Gbit LAN.

Im Normalbetrieb benötigt dieses +- 15-17W. Dies ist sparsam, aber zugegeben auch nicht extrem wenig für ein Mainboard mit Intel N100. Allerdings kann dies an den vielen 2,5 Gbit LAN Ports und PCIe Verbindungen liegen.

Unterm Strich sind aber 15-17W absolut kein zu großer Verbrauch.

  • Ohne HDDs oder SSDs ca. 15-17W.
  • Mit 2x NVME SSDs steigt der Verbrauch auf +- 18-19W.
  • Mit 2x NVME SSDs und 2x HDDs steigt der Verbrauch auf +- 34W.
  • Mit 2x NVME SSDs und 4x HDDs steigt der Verbrauch auf +- 48W.

 

Fazit

Ich hoffe, dieses Projekt konnte dich etwas beim Bau eines NAS inspirieren. Gerade das “NAS Motherboard” ist aus meiner Sicht extrem spannend und vor allem die Intel N100 Version macht für ein NAS viel Sinn!

Szbox Alder Lake N100 NAS Motherboard Mainboard + CPU  ca. 150€
Crucial SO-DIMM 16GB, DDR5-4800 RAM ca. 45€
Jonsbo N2 Gehäuse ca. 140€
be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L Netzteil ca. 90€
5x SATA Kabel Kabel ca. 10€

(Affiliate / Werbe-Links)

Diese Version des NAS läuft bei mir absolut problemlos seit nun einigen Wochen mit UnRaid, welches ich wegen des zuverlässigen HDD Spindown nutze. Persönlich bevorzuge ich weiterhin klar die Software von Synology oder QNAP NAS Systemen, aber diese lässt sich leider nicht auf DIY Systemen nutzen.

Auf Seiten der Leistung ist der Intel N100 mehr als ausreichend für die 2,5 Gbit LAN Ports. Dabei ist die Leistungsaufnahme mit 15-17W ohne Laufwerke OK.

Etwas schade ist, dass der PCIe Slot nur mit PCIe 3.0 x1 angebunden ist und somit 10 Gbit LAN Karten hier nur schwer möglich sind. Dennoch ist 2,5 Gbit für die meisten Heim-Nutzer derzeit der “Sweet Spot”.

Das Jonsbo N2 Gehäuse und auch das be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L Netzteil sind natürlich “flexibel”. Wenn du ein NAS Formfaktor willst sind diese eine gute Wahl (auch wenn ich das Lüfter-Setup des Jonsbo N2 nicht so sehr mag). Allerdings gerade beim Gehäuse ist natürlich etwas Spar-potenzial.

Beim Netzteil würde ich nicht zu viel sparen und gerade im SFX Formfaktor ist das be quiet! eine gute und preis-/leistungstechnisch vernünftige Wahl.

Entsprechend halte ich hier meine Vorlage für eine Basis für ein gutes, günstiges und sparsames DIY NAS System im Jahr 2024!

Samsung Galaxy S24 Ultra im Test, hohe Leistung, fantastisches Display, super Kameras, aber was ist mit der KI?

Es ist da, das vermutlich wichtigste Android Smartphone des Jahres, das S24 Ultra. Wenn wir Samsung dabei glauben wollen, ist dieses schneller, besser, toller und hat KI!

Ja, die KI ist auch bei Samsung ein wichtiges Thema, zumindest im Marketing.

Aber ist diese wirklich so wichtig und relevant? Wie sieht es abseits der KI aus? Gibt es hier deutliche Verbesserungen verglichen mit dem S23 Ultra?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Samsung Galaxy S24 Ultra im Test

Das Design des S24 Ultra hat sich verglichen mit dem S23 Ultra nur leicht verändert. So ist auch das S24 Ultra zwar ein sehr großes Smartphone, aber prinzipiell eins der schlichtesten Modelle derzeit auf dem Markt.

So besitzt es zwar auf der Rückseite ganze 5 Aussparungen für die Kameras/Sensoren, aber keinen auffälligen “Buckel, Balken” oder Ähnliches.

Auch die Form fällt dieses Jahr deutlich mehr in die Richtung “quadratisch, praktisch gut”. Wir haben für Samsung Verhältnisse ein sehr geradliniges Smartphone. Dieses Jahr ist sogar das Display des Smartphones flach! Dies gab es schon sehr lange nicht mehr bei Samsung Smartphones.

Das flache Display erlaubt eine einfachere Nutzung von Displayschutz-Produkten und sollte die Robustheit bei Stürzen verbessern.

Eingefasst wird das Ganze durch einen matten Metallrahmen, welcher laut Samsung sogar aus Titan besteht!

Mit einem 6,8 Zoll Display und einem Gewicht von 232g ist das S24 Ultra mal wieder ein gewaltiges Smartphone!

Es ist zwar theoretisch 1g leichter als sein Vorgänger, aber deutlich schwerer als das iPhone 15 Pro Max oder Google Pixel 8 Pro. Dies ist auch spürbar!

Das S24 Ultra liegt zwar gut in der Hand, aber im direkten Vergleich finde ich gerade das Pixel 8 Pro angenehmer.

 

Mit S Pen

Ein großer Pluspunkt verglichen mit den meisten anderen Smartphones ist der S Pen beim S24 Ultra. In der Seite des S24 Ultra ist ein kleines Fach, in welchem ein Stylus untergebracht ist.

Dieser erlaubt dir eine Präzisere Nutzung des Smartphones, das handschriftliche Schreiben von Notizen oder Zeichnen.

Dabei ist der S Pen qualitativ um einiges besser als ein 08/15 Stylus! Dieser stellt also durchaus einen großen Mehrwert dar.

 

Ein fantastisches Display

Ein absolutes Highlight des S24 Ultra ist das Display.

  • 6,8 Zoll
  • AMOLED
  • 3120×1440 Pixel
  • 120 Hz
  • 2500 Nits Helligkeit

Wir haben hier ein sehr hoch auflösendes 6,8 Zoll AMOLED Display. An sich nichts absolut Außergewöhnliches und die Displays von allen High End Smartphones sehen extrem gut aus.

Allerdings sieht das Display im S24 Ultra noch einen bisschen besser aus als im iPhone 15 Pro Max und Pixel 8 Pro. Es ist schwer dies ohne direkten Vergleich zu beschreiben, aber das Display des S24 Ultra wirkt klarer und sauberer.

Zudem ist dieses extrem hell und reflektionsarm. Hier hat sich Samsung selbst übertroffen!

 

Kameras

Der wichtigste Unterscheidungspunkt bei allen Smartphones ist die Kamera bzw. Kameras, denn das S24 Ultra hat gleich 4 davon.

  • Hauptkamera 200 Megapixel, f1.7, Samsung ISOCELL HP2
  • Weitwinkel Kamera 12 Megapixel, f2.2, Sony IMX564
  • 3x Zoom Kamera, 10 Megapixel, Sony IMX754
  • 5x Zoom Kamera, 50 Megapixel, Sony IMX854

Spannend! Wir haben wie beim S23 Ultra eine 200 Megapixel Hauptkamera. Das klingt natürlich absolut überragend, aber praktisch produziert diese in der Regel auch nur 12 Megapixel Bilder.

So werden die 200 Megapixel zu 12 Megapixel Bildern „heruntergerechnet“, was die Bilder schärfer und rauschfreier macht.

Dabei ist der Samsung ISOCELL HP2 mit 1/1.3″ ein sehr großer Sensor, welcher entsprechend viel Licht aufnehmen kann. Dieser ist ohne Frage einer der besten Sensoren die du in einem Smartphone finden kannst.

Ansonsten ist die Zoom Kamera auffällig. Hatte das S23 Ultra noch eine 3x + 10x Zoom Kamera, bietet das S24 Ultra eine 3x und 5x Zoom Kamera. Hierdurch ist der maximale Zoom beim S24 Ultra etwas geringer bzw. qualitativ schlechter, aber die mittleren Zoomstufen (um die 5x) besser als beim S23 Ultra.

Schauen wir uns aber ein paar Bilder des S24 Ultra im Vergleich zum Pixel 8 Pro und iPhone 15 Pro Max an.

Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max
Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Interessant! Starten wir mit den offensichtlichsten Unterschieden.

Das iPhone 15 Pro Max produziert recht kühle Bilder, das Google Pixel 8 Pro recht warme Bilder und das S24 Ultra setzt sich so etwas in die Mitte der beiden.

Früher waren Samsung Smartphones für sehr knallige Farben bekannt. Auch das S24 Ultra produziert recht kräftige Bilder, aber die Aufnahmen wirken auch nicht übersättigt.

Ich würde sagen die Farbbalance des S24 Ultra gefällt mir ganz gut. Hier und da bevorzuge ich zwar den wärmeren Touch des Pixels aber generell hat das S24 Ultra super Farben!

Was auch auffällt, ist das relativ aggressive HDR des S24 Ultra. Das S24 Ultra produziert sehr gleichmäßig ausgeleuchtete Bilder.

Schatten werden aufgehellt, Highlights im Himmel werden abgedunkelt usw. Hierdurch sehen Bilder sehr “gleichmäßig” aus, können aber im Gegenzug auch etwas flach wirken.

Dies ist sicherlich Geschmackssache, aber die natürlichsten Bilder produziert erstaunlicherweise das Pixel 8 Pro.

Was die generelle Bildschärfe angeht, tun sich die drei Flaggschiff-Smartphones nicht viel, bei der Hauptkamera und der Weitwinkelkamera.

Allgemein gefällt mir die Weitwinkelkamera beim S24 Ultra sehr gut! Diese sieht qualitativ sehr gut aus.

Überrascht haben mich die Zoom Kameras, dies aber nicht zwingend positiv. Ja tendenziell hat das S24 Ultra immer noch die besten Zoom-Kameras, aber bei der letzten Generation waren die Unterschiede deutlich größer zugunsten des S23 Ultra.

Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Beim 3x Zoom ist das S24 Ultra etwas detaillierter als das Pixel 8 Pro und iPhone 15 Pro Max, aber beispielsweise bei der 10x Zoom Stufe sind die Unterschiede fast verschwunden und alle drei Smartphones sind vergleichbar.

Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Low Light ist beim S24 Ultra so eine Sache. Mit dem „Nacht Modus“, bei welchem das S24 Ultra mehrere Sekunde Bilder macht und diese verrechnet haben wir eine Low Light Leistung auf dem Level der anderen Smartphones.

Allerdings ohne diesen Nachtmodus sind die Bilder klar mehr rauschend als beim Pixel 8 Pro und iPhone 15 Pro Max.

Samsung S24 Ultra
Apple iPhone 15 Pro Max
Google Pixel 8 Pro

Das scheint auch Samsung zu wissen, denn der Nachtmodus greift bei diesem viel früher als beim Pixel 8 Pro oder iPhone.

Hast du also Bewegung im Dunkeln, ist das S24 Ultra etwas schwächer als die beiden anderen Smartphones.

Samsung S24 Ultra
Google Pixel 8 Pro
Apple iPhone 15 Pro Max

Generell würde ich aber sagen, dass die Kameras des S24 Ultra gemeinsam mit dem Pixel 8 Pro die beste ist, die du derzeit in einem Smartphone finden kannst! Ob nun das Pixel 8 Pro oder S24 Ultra besser ist hängt etwas von der jeweiligen Situation und deinem Geschmack ab.

 

Leistung

Das Herzstück des S24 Ultra ist der Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3. Dieser wird mit 12 GB RAM und bis zu 1 TB Speicher kombiniert.

Der Snapdragon 8 Gen 3 ist ein sehr leistungsfähiger SoC! Sicherlich treibt das S24 Ultra diesen nicht bis zum absoluten Limit wie einige „Gaming“ Smartphones, aber dennoch lässt sich an der Performance des Smartphones nichts aussetzen.

Bei mir lief das S24 Ultra konstant flüssig und wunderbar sauber. Auch in Spielen verhielt sich das Smartphone ziemlich perfekt.

Ich bin vom Alltag ein Google Pixel 8 Pro gewöhnt, welches mit seinem Tenso G3 eine ganz klar schwächere CPU hat. Allerdings waren die Unterschiede hier in der Praxis gering. Ja hier und das wirkte das S24 Ultra einen Hauch flotter und reaktionsfreudiger, gerade beim schnellen Scrollen usw.

Allerdings sofern du kein „hardcore“ Gamer bist, sind die meisten aktuellen High End Smartphones ausreichend schnell. Wir haben hier einfach den Punkt erreicht wo Smartphones ab der oberen Mittelklasse einfach „alles gut können“, was die Leistung betrifft.

Positiv aufgefallen war mir allerdings die schnelle Verarbeitungszeit beispielsweise beim versenden von Videos über Messenger und die sehr hohe WLAN Geschwindigkeit!

 

KI, das große Thema

KI war beim S24 Ultra ohne Frage das große Thema. Allerdings habe ich im ersten Moment offen gesagt nicht viel von irgendwelchen KI-Features gemerkt.

Das S24 Ultra fühlt sich wie ein völlig normales Android-Smartphone an. Wir haben hier lediglich zwei Bereiche, wo sich die KI-Feature etwas konzentrieren.

  • In der Notizen App
  • In der Fotobearbeitung

So kannst du Notizen beispielsweise von der KI zusammenfassen lassen.

In Fotos lassen sich Schatten und Reflektionen aus Bildern entfernen (reduzieren), wie auch Objekte entfernen oder im Bild verschieben.

Das sind ohne Frage nette Feature, aber für mich auch nichts absolutes Revolutionäres. Vor allem da viele Funktionen gar nicht von deinem S24 Ultra berechnet werden! Vor allem bei der Foto-Bearbeitung wird die eigentliche Berechnung von den Samsung Servern gemacht. Entsprechend ist dies ein reines Software Feature, welches auch nur 2 Jahre beim S24 Ultra inklusive ist. Danach musst du vermutlich dafür eine Gebühr zahlen!

Einige Funktionen wie das Zusammenfassen von Notizen werden auch direkt auf deinem Smartphone gemacht.

Dennoch, das Ganze ist zumindest für mich keine große Revolution, sondern halt ein paar weitere Software Feature.

 

Akkulaufzeit

Im S24 Ultra steckt ein 5000 mAh großer Akku, was eine normale hohe Kapazität für ein Smartphone dieser Größenordnung ist.

Im Allgemeinen ist die Akkulaufzeit als gut einzustufen! So bleibt bei mir konstant am Abend mehr Akku übrig als beim Pixel 8 Pro, allerdings weniger als beim iPhone 15 Pro Max.

Ich schaffe mit dem S24 Ultra gut 1,5 Tage, im Notfall vielleicht auch 2 Tage.

Also die Akkulaufzeit ist ordentlich!

 

Preise

Das S24 Ultra in der kleinsten Version mit 256 GB Speicher hat eine UVP von satten 1449€! Ein sehr stolzer Preis, welcher allerdings bei Samsung nie lange so bleibt.

Quelle: Idealo Galaxy S24 Preisprognose

Idealo bietet jedes Jahr eine Preis Prognose an, basierend auf den Vorgänger. Hier kannst du sehen wie schnell die Preise fallen, vor allem am Anfang.

Und das bestätigt sich auch, zum Zeitpunkt dieses Test ist der Preis des S24 Ultra schon unter 1300€ gefallen.

 

Fazit

Das Samsung S24 Ultra ist ein fantastisches Smartphone! Allerdings wer dieses als S23 Ultra „+“ bezeichnet, liegt aus meiner Sicht nicht ganz falsch.

Dies ist das Ultra Smartphone von Samsung, das aus meiner Sicht den bisher kleinsten Sprung gemacht hat. Wir haben hier ein absolutes Top Smartphone vor uns, aber Verbesserungen liegen primär im Detail.

So haben wir etwas mehr Leistung, welche du in der Praxis kaum merkst, wir haben ein etwas besseres Display, das aber auch schon beim S23 Ultra fantastisch war usw. Dies gilt sogar für die Kameras, welche extrem stark sind, aber auch keinen großen Sprung (wenn überhaupt) darstellen.

Aber ja das S24 Ultra kann sich Kamera technisch absolut gegen das Pixel 8 Pro und das iPhone 15 Pro Max behaupten! Es ist nicht klar besser als das Pixel, aber kann je nach Kamera-Modul und Lichtsituation durchaus auch bessere Bilder produzieren. Das Pixel 8 Pro und S24 Ultra haben schon einen etwas anderen Bildstyle. Das Pixel 8 Pro produziert wärmere und natürlichere Bilder. Das S24 Ultra hat eine bessere Dynamik (stärkeres HDR) und vielleicht etwas ausgewogenere Farben. Die Kamera ist für mich ein absoluter Pluspunkt.

Ich will also nicht zum S24 Ultra zu kritisch sein! Verglichen mit dem Pixel 8 Pro halte ich dies für das bessere Smartphone. Nicht viel besser, aber in den meisten Punkten hat es etwas die Nase vorne.

Über die KI Feature haben wir dabei noch gar nicht gesprochen. Für mich sind diese ein Software Gimmick! Hier und da sind sie nützlich, aber zumindest für mich auch kein herausstechendes Merkmal, zumal viele davon auf die Cloud setzen und eventuell nach 2 Jahren ein Abo erfordern! Dinge wie das Löschen von Objekten aus Bildern wird also nicht vom S24 Ultra gemacht, sondern von den Samsung Servern. Entsprechend wäre dies bei jedem 100€ Smartphone auch ein Feature das einbaubar wäre.

Dennoch muss das Fazit positiv ausfallen! Das S24 Ultra ist für mich absolut keine Revolution, aber eine Weiterentwicklung des eh schon guten S23 Ultra.

Ob dies allerdings den doch sehr hohen Preis rechtfertigt, steht natürlich auf einem anderen Blatt. Allerdings wie bei Samsung üblich ist der Preisverfall recht stark.

Empfehlung! Eine fantastische Gaming Maus, NZXT Lift 2 im Test

Mit der Lift 2 hat NZXT eine neue High End Gaming Maus auf den Markt gebracht. Diese soll durch ein extra leichtes Design, wie auch einen neuen 26.000 DPI Sensor und 8000 Hz Polling Rate überzeugen.

Dabei nutzt NZXT ein sehr schlichtes Design, ohne RGB LEDs oder anderen Schnickschnack. Wir haben lediglich einen High End Sensor und Taster.

Klingt doch eigentlich nach einem sehr guten Konzept! Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut die Lift 2 wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an NZXT für das Zurverfügungstellen der Lift 2 für diesen Test.

 

NZXT Lift 2 im Test

Die Lift 2 setzt auf ein sehr schlichtes Design! So gibt es die Maus entweder in komplett Schwarz oder komplett Weiß.

Beide Versionen besitzen keine RGB LEDs oder sonstige Farbakzente.

Sicherlich ist dieses Design etwas Geschmackssache, aber hierdurch wirkt die Maus recht erwachsen und “clean”, was für eine High End Gaming Maus eher ungewöhnlich ist.

Dabei ist sie mit einem Gewicht von lediglich 61g extrem leicht! Erfreulicherweise fühlt diese sich aber nicht billig an!

So wirkt der verwendete Kunststoff sehr massiv und stabil. Auch haben wir so eine leicht matte Oberfläche, die mir gut gefällt und wertig wirkt.

Ebenso würde ich diese Oberfläche aus Erfahrung als recht haltbar einstufen. Hier kann sich nichts ablösen oder abreiben.

Spannenderweise besitzt die Maus keinen Boden. Wir haben hier ein paar Streben aber ansonsten ist die Maus von unten offen und du kannst das PCB sehen. Dies ist sicherlich um Gewicht zu sparen.

Leider ist die Lift 2 keine kabellose Maus. Wir haben aber ein sehr schön flexibles und leichtes Kabel, welches zudem farblich passend textilummantelt ist.

 

8000 Hz Polling Rate

Die Lift 2 setzt auf eine Polling Rate von 8000 Hz. Das heißt die Maus übermittelt 8000x pro Sekunde ihre Position an deinen Computer.

Normale Gaming Mäuse haben normalerweise eine Polling Rate von 1000 Hz, was unter anderem eine Limitierung von USB 2.0 war. Der Unterschied von 1000 Hz zu 8000 Hz klingt im ersten Moment natürlich sehr groß, aber in der Praxis ist dieser eher minimal.

Dennoch ist es tendenziell ein Vorteil 8000 Hz zu besitzen.

 

Der Sensor, PMW3395

Die Lift 2 nutzt den PMW3395 Sensor. Dies ist ein High End Sensor!

PMW3395 PAW3370 PMW 3399
Auflösung 100-26000 dpi 100-19000 dpi 100-18000 dpi
Tracking Geschwindigkeit (IPS) 650 400 650
Beschleunigung 50 g 50 g 50 g

 

Rein von den technischen Daten ist dies derzeit der womöglich beste Sensor, den du in einer Maus finden kannst. Wir haben nicht nur einen sehr hohen maximalen DPI Wert von 26.000 sondern vor allem eine sehr hohe Tracking Geschwindigkeit von bis zu 650 IPS (inch per second).

Allerdings müssen wir hier wie bei den 8000 Hz Polling Rate dazu sagen, dass bei High End Sensoren die Unterschiede super gering sind! Rein vom Sensor wirst du hier kaum Unterschiede spüren.

Wenn doch, werden diese zugunsten der Lift 2 ausfallen, denn diese nutzt den besten Sensor, den PixArt derzeit zu bieten hat.

PixArt, falls dir der Name nichts sagt, ist der Hersteller von praktisch allen guten Maus-Sensoren. 99% aller Mäuse setzen auf einen PixArt Sensor (benennen diese nur oft um). Allerdings bieten diese auch eine große Bandbreite von Sensoren in unterschiedlichster Qualität an.

Der DPI Wert der Maus lässt sich über die Taste hinter dem Mausrad steuern oder natürlich über die NZXT CAM Software.

 

Taster, optische Taster

Bei den Tasten haben wir zunächst die übliche Basis-Ausstattung. Wir haben 6 Tasten inklusive dem drückbaren Mausrad.

Dabei setzt die Lift 2 auf nicht näher spezifizierte optische Taster. Optisch = es wird hier kein Kontakt geschlossen wie bei normalen Tastern, sondern eine Lichtschranke durchbrochen, was den Klick auslöst. Theoretisch ist dies schneller und haltbarer.

Prinzipiell setzen bei der Lift 2 alle Tasten (auch die Daumentasten) auf mechanische Taster und haben daher einen sehr wertigen Klick.

Die Maustasten fühlen sich hervorragend an! Diese sitzen sehr schön straff und haben einen angenehmen, mittel lauten Klick. Die Maustasten sind dabei sehr präzise und NZXT hat hier einen super Job gemacht!

Auch die Daumentasten sind gelungen mit einem schönen Klick und einem straffen Sitz.

 

Gutes Mausrad

Das Mausrad ist gelungen! Dies ist etwas, womit sich viele Hersteller schwer tun. Allerdings hat hier NZXT einen super Job gemacht.

Das Mausrad ist sehr griffig und hat aus meiner Sicht eine ideale Abstufung. Diese ist nicht zu hart, dass ein schnelles Drehen schwierig ist, aber auch nicht zu locker, dass du nicht mehr die Zwischenstufen spürst.

 

Das Gefühl in der Praxis, eine fantastische Maus!

Soweit klingt das alles ja sehr positiv und tatsächlich habe ich nichts Negatives über die Lift 2 zu sagen.

Nicht nur ist diese technisch sauber umgesetzt mit gutem Sensor und guten Tastern, auch liegt diese hervorragend in der Hand! NZXT bietet die Lift 2 dabei in zwei Versionen an:

  • Symm
  • Ergo

Die Symm Version der Maus ist symmetrisch geformt (abseits der Daumentasten). Die Ergo Version, welche ich hier habe, ist auf der rechten Seite leicht abgeflacht. Hierdurch liegt die Hand etwas schräger, was tendenziell angenehmer ist.

Allerdings ist diese aus Sicht der Handgelenks-Gesundheit keine besonders ergonomisch geformte Maus. Sie liegt gut in der Hand, ist aber auch bei weitem keine Vertikal-Maus.

Die Kombination aus sehr niedrigem Gewicht, starkem Sensor und sehr guter Gleiteigenschaften machen die Lift 2 zu einer hervorragenden Maus in schnellen Spielen! Ich glaube noch nie eine Maus in den Fingern gehabt zu haben mit der ich so treffsicher und präzise agieren konnte.

Klar ich bin kein CS2 Profi, aber dennoch bin ich wirklich begeistert von der Maus. Und auch nach mehreren Wochen Nutzung in der Praxis kann ich nichts Negatives an dieser erkennen.

Oftmals ist das Mausrad so eine Sache (ich mag hier Logitech sehr) aber auch hier bin ich sehr zufrieden mit der Abstufung, die NZXT gewählt hat.

 

Fazit

Die NZXT Lift 2 ist eine der besten Gaming / Allround Mäuse, die ich bisher in den Fingern hatte!

Wie ich finde hat NZXT hier einen ziemlich perfekten Job gemacht. Angefangen beim schlichten und schicken Design, über die Leichtbauweise, bis hin zum sehr guten Sensor und den guten Tastern.

Auch liegt die Maus sehr gut in der Hand und macht einen haltbaren Eindruck. Selbst das Mausrad ist gelungen.

Auch wenn das in einem Test immer blöd klingt, ich habe an dieser nichts zu krisieren. Die Maus hat zwar keine “Special-Feature” aber alles was an der Maus ist, hat NZXT richtig gemacht. So haben wir sogar einen High End Sensor und eine Polling Rate von bis zu 8000 Hz.

Mit 61g bzw. 58g ist die Maus extrem leicht und auch auf dem Mauspad sehr schön leichtgängig. Hierdurch konnte ich mit dieser sehr reaktionsschnell agieren und bisher (gefühlt) meine beste Treffsicherheit erreichen, die ich jemals mit einer Maus hatte. So habe ich die von mir auch sehr gemochte Glorious PC Gaming Race Model O gegen die NZXT Lift 2 getauscht.

Also sollte dich auch das Design ansprechen, ist dies eine hervorragende Maus!

 

NZXT Lift 2 Ergo | Leichte ergonomische kabelgebundene Gaming-Maus |...
  • Die leichte Konstruktion mit nur 62 g Gewicht verbessert die...
  • Bei einer Abfragerate von 8.000 Hz werden Klicks und Bewegungen...
  • Optische Switches ermöglichen blitzschnelle Reaktionszeiten bei...
  • Der optische 26.000-DPI-Sensor bietet einwandfreies 1:1-Tracking...
  • Ergonomische Form für Rechtshänder mit strukturierten...
NZXT Lift
POSITIV
Sehr niedriges Gewicht
Gute Haptik
Sehr guter Sensor
Gute Taster
8000 Hz Polling rate
Hohe Gleiteigenschaften und flexibles Kabel
Schlichtes Design
Hervoragende Preis/Leistung
NEGATIV
Keine "einmaligen" Feature oder Funktionen
Keine RGB Beleuchtung (muss nicht jeden stören)
90

Top Smarte Türklingel ohne Abo! Tapo D230 Smarte Batterie -Video-Türklingel im Test

TP-Link hat mit seiner Tapo Marke ein beachtliches Sortiment an durchaus guten Smart Home Produkten aufgebaut. Dieses wird nun mit der Tapo D230S1 Smarten Batterie -Video-Türklingel erweitert.

Ich denke der Name sagt schon ganz gut um was es sich hier handelt. Wir haben eine kabellose vernetzte Türklingel, welche aber im Gegensatz zu vielen anderen Modellen keine Abo Gebühren oder Ähnliches besitzt.

Ebenso ist diese dank des verbauten Akkus sehr flexibel einsetzbar und soll bis zu 6 Monate mit einer Ladung durchhalten.

Klingt doch beachtlich! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Tapo D230S1 Smarte Batterie -Video-Türklingel auch wirklich gut und zuverlässig?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an TP-link für das Zurverfügungstellen der Tapo D230S1 für diesen Test.

 

Tapo D230 Smarte Batterie -Video-Türklingel im Test

Die Tapo Smarte Batterie -Video-Türklingel besteht aus zwei Komponenten. Wir haben einerseits die Batterie-Betriebene Türklingel selbst, wie aber auch eine kleine „Basis-Station“.

Bei der Basisstation handelt es sich um eine kleine weiße Box, welche via LAN mit deinem Netzwerk verbunden wird. Diese Basis-Station wiederum verbindet sich dann kabellos mit der Türklingel.

In der Basisstation findest du einen Speicherkarten-Slot, wie auch einen Lautsprecher, welcher als Gong dient. Wenn jemand bei dir klingt, klingt also auch die Basis-Station.

Die Türklingel selbst setzt auf das übliche längliche Design. Dabei nutzt TP-Link weitestgehend einen weißen Kunststoff, welcher allerdings auf der Front teilweise von einer schwarzen Hochglanz-Fläche unterbrochen wird. Das Design der Türklingel gefällt mir an sich ganz gut. Diese sieht modern und aufgeräumt aus.

Auf der Front der Klingel haben wir die Kameralinse, einen Sensor, einen LED Scheinwerfer und eine große Klingeltaste. Die Klingeltaste ist zwar sehr groß, aber vielleicht auf dem ersten Blick nicht so gut als entsprechende zu erkennen. Dies hat sich vermutlich auch TP-Link Tapo gedacht und liefert zusätzlich Aufkleber mit, die du nutzen kannst um die Klingeltaste nochmal etwas offensichtlicher zu machen.

 

Mit Akku

Bei der Tapo D230S1 handelt es sich um eine akkubetriebene Türklingel. Der Akku der Tapo ist dabei entnehmbar und lässt sich extern via microUSB laden. Etwas schade, dass wir hier noch microUSB haben, aber dennoch das prinzip mit dem entnehmbaren Akku finde ich super.

So kannst du dir einen 2. Akku für +- 25€ kaufen und so einfach hin und her wechseln, wenn ein Akku leer ist.

Und ja der verwendete Tapo A100 Akku kostet auch wirklich nur 25€, was sehr fair ist!

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit bei Akku-Überwachungskameras hängt stark davon ab, wie oft diese anspringen muss um Aufnahmen zu tätigen.

Hast du diese an einer ruhigen Haustür, wird sie viel länger laufen, als wenn du diese auf eine Straße gerichtet hast.

Folgende Richtwerte gibt Tapo hier an:

  • Privater Innenhof (10 Aufnahmen pro Tag) – ca. 6 Monate
  • Wohnung (20 Aufnahmen pro Tag) – ca. 3 Monate
  • Haustür zur Straße (60 Aufnahmen pro Tag) – ca. 1 Monat

Dies sind durchaus ehrliche Angaben! Ich kann jetzt nicht mit dem Test der Tapo D230S1 warten bis der Akku bei mir leer ist, aber die Laufzeit scheint sich bei mir bei +- 2-3 Monate einzupendeln.

 

App

Die Türklingel nutzt natürlich die Tapo App, welche du vielleicht auch schon von anderen Tapo Smart Home Produkten, wie den WLAN Steckdosen usw. kennst.

Die Tapo App ist grundsätzlich sehr gelungen und auch optisch übersichtlich und schön gestaltet. Der Aufbau entspricht dabei dem gängigen Standard von universellen Smart Home Apps.

So findest du auf ihr eine Übersicht über alle verbunden Tapo (und TP-Link Kasa) Produkte. Tippst du eins davon an, landest du in der entsprechenden Ansicht.

Das Verbinden der Tapo Türklingel mit der App ist dabei sehr einfach! Du verbindest die Basis-Station mit einem Netzwerk und dem Strom. Anschließend startest du in der App die Suche nach einem neuen Produkt. Diese sollte dort sofort gefunden und verbunden werden.

Anschließend musst du lediglich den Akku in die Türklingel einlegen und auch diese wird mehr oder weniger automatisch erkannt und verbunden.

Tippst du nun in der Tapo App die Türklingel an, landest du innerhalb von 1-2 Sekunden in der Live Ansicht. Von hier aus kannst du manuell Fotos, Videos und die 2-Wege Kommunikation starten.

Wenn jemand klingelt erhältst du auf deinem Smartphone eine entsprechende Benachrichtigungen, welche dich direkt in die App und 2-Wege Kommunikation führt, zudem klingelt die Basis-Station.

 

Bewegungserkennung und Aufnahme

Grundsätzlich funktioniert die Tapo D230 Smarte Batterie -Video-Türklingel wie eine Überwachungskamera an deiner Haustür.

Heißt: Du kannst Benachrichtigungen erhalten, wenn eine Bewegung erkannt wurde und die Kamera zeichnet dann auch auf, selbst wenn niemand klingelt.

Dabei kann die Kamera zwischen folgenden „Objekten“ unterscheiden:

  • Menschen
  • Haustieren
  • Fahrzeugen
  • Paketen
  • Sonstige Bewegungen

In der App kannst du dabei die Erkennung für einzelne Kategorien deaktivieren, wenn du möchtest.

Prinzipiell scheint die Smarte Bewegungserkennung gut zu arbeiten, wenn auch nicht immer zu 100% perfekt.

Die Reichweite der Bewegungserkennung ist für eine Akku Kamera dabei relativ hoch, wenn auch nicht riesig. Hast du vor deiner Haustür einen großen Hof, wird die Kamera eine Bewegung am anderen Ende nicht mehr erkennen.

 

Lokal oder Cloud

Aufnahmen der Kamera werden dabei wahlweise lokal auf einer microSD Speicherkarte in der Basis-Station oder in der Cloud gespeichert.

Die Cloud Speicherung ist dabei kostenpflichtig, wenn du diese nutzen möchtest (3,49€ pro Monat).

Offen gesagt sehe ich hierfür dank der guten lokalen Speicherung auf der microSD Karte keinen Grund. Kauf dir eine 128 GB microSD Karte und du bist für viele Aufnahmen ausgestattet, denn die Türklingel zeichnet eh nur beim Erkennen einer Bewegung auf.

Entsprechend reichen z.B. 128 GB ewig!

 

Erfreulich gute Bildqualität

In der Tapo D230 steckt ein 5 Megapixel Sensor, welcher mit 2K Auflösung aufzeichnet. Dabei besitzt dieser einen 160 Grad Blickwinkel und eine Aufnahme im 4:3 Format.

Sehr gut! Denn so kannst du eine Person, die vor deiner Tür steht, meistens komplett sehen.

Dabei ist die generelle Bildqualität bei Tag und Nacht gut, wenn nicht sogar sehr gut.

Hier hat TP-Link / Tapo einen super Job gemacht.

 

Fazit

Die Tapo D230* ist erfreulicherweise eine sehr empfehlenswerte Video-Türklingel! Ich würde sogar sagen eine der besten die ich bisher im Test hatte! Warum?

  1. Niedriger Anschaffungspreis von unter 100€
  2. Kein verpflichtendes Abo
  3. Lange Akkulaufzeit und günstige Zusatzakkus
  4. Funktion konnte voll überzeugen

Es gibt ohne Frage sehr viele gute smarte Türklingeln. Beispielsweise die Modelle von Ring sind ohne Frage spitze, erfordern aber wie auch von Nest ein Abo um Aufnahmen tätigen zu können. Dies ist einfach ein bitterer Beigeschmack, monatlich für seine Türklingel zu zahlen.

Die Tapo D230 hingegen hat einen niedrigen Anschaffungspreis und keine Folgekosten. Ja es gibt hier auch ein Cloud-Speicher-Abo, aber dieses ist komplett optional. In der Regel werden alle deine Aufnahmen auf einer Speicherkarte in der Basis-Station gespeichert.

Dabei ist die Bildqualität der D230 gut, genau wie die Akkulaufzeit. Sollte der Akku leer sein, lässt sich dieser einfach entnehmen und via microUSB laden. Zusätzliche Akkus sind mit 25€ auch sehr günstig.

Die Tapo ist funktional tadellos genau wie die Türklingel im Generellen.

Kurzum, du suchst eine einfache, gute „WLAN Türklingel“, ohne Zwangsabo, dann ist die Tapo D230 einfach sehr gut und günstig.

TP-Link Tapo D230S1 Video-Türklingel Akku (Video Doorbell),...

  • Niedriger Anschaffungspreis
  • Kein verpflichtendes Abo
  • Lange Akkulaufzeit und günstige Zusatzakkus
  • Funktion konnte voll überzeugen
  • Gute Bildqualität
  • Großer Blickwinkel
  • Lokale Speicherung auf microSD Karte
  • Basis-Station mit integriertem Gong

Ugreen Nexode Pro 65W im Test, super kompakt und super gut?

Mit seiner Nexode Pro Serie hat Ugreen neue High End USB Ladegeräte auf den Markt gebracht.

Diese sollen sich dabei nicht nur durch aktuellste Technik, sondern auch durch eine sehr hohe Qualität überzeugen. Das derzeit kleinste Modell der Nexode Pro Serie ist das X755 mit 65W Leistung.

Bei diesem handelt es sich um ein 3-Port USB C und USB A Ladegerät mit einer maximalen Leistung von bis zu 65W.

Wollen wir uns dieses einmal im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Ugreen für das Zurverfügungstellen des Nexode Pro 65W für diesen Test.

 

Ugreen Nexode Pro 65W im Test

Bei dem Nexode Pro handelt es sich durchaus um ein Premium USB Ladegerät, was sowohl bei der Haptik wie auch Optik sichtbar ist.

So setzt Ugreen hier auf ein sehr gut gebautes silbernes Kunststoff-Gehäuse. Das Ladegerät fühlt sich wertig und massiv an.

Dabei ist dieses mit 32 x 40 x 54 mm und einem Gewicht von 127g relativ kompakt für ein Modell mit 3 Ports und einer Leistung von bis zu 65W.

 

Anschlüsse des Ugreen Nexode Pro 65W

Das Nexode Pro 65W besitzt 2x USB C und 1x USB A, was aus meiner Sicht die derzeit optimale Kombination ist.

  • USB C 1 / 2 – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Beide USB C Ports bieten bis zu 65W nach dem USB Power Delivery Standard. Damit sind diese nicht nur für Smartphones geeignet, sondern auch für kleinere Notebooks und Tablets.

Zusätzlich haben wir einen 22,5W bzw. 18W USB A Port mit Quick Charge und 22,5W Charging.

 

Bis zu 65W

Beide USB C Ports des Nexode Pro bieten bis zu 65W. Dies allerdings nur, wenn du einen Port verwendest. Die maximale Leistung des Ladegerätes liegt auch bei 65W.

Nutzt du mehrere Ports gleichzeitig, werden diese entsprechend gedrosselt. Beispielsweise nutzt du beide USB C Ports werden diese auf 45W + 20W gedrosselt.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützt das Ladegerät auf allen USB-C Ports den PPS Standard.

  • 3,3 – 11V bei bis zu 4,5A

Dies ist eine erfreulich große PPS Stufe. Hierdurch kann das Ugreen Nexode Pro 65W ein Samsung Galaxy S24 Ultra beispielsweise mit +- dem vollen Tempo (um die 40W) laden.

Dies ist für ein 65W Netzteil nicht selbstverständlich! Viele 65W Netzteile besitzen nur eine PPS Stufe mit bis zu 3A.

Info:

PPS steht für „Programmable Power Supply“, zu Deutsch programmierbares Netzteil. Das herkömmliche USB Power Delivery bietet deinem Smartphone verschiedene Spannungsstufen, in der Regel 5V, 9V, 15V und 20V. Dabei kann das Smartphone eine dieser Stufen auswählen und entsprechend laden. Mit PPS kann dein Smartphone jedoch innerhalb eines bestimmten Bereichs, zum Beispiel 3,3-11V, frei eine Spannung wählen. Wenn dein Smartphone also meint, dass es ideal wäre, mit 6,5V zu laden, kann ein PPS-Ladegerät genau diese Spannung liefern.

Einige Smartphones, wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23/S24 Serie, benötigen PPS, um die maximale Ladeleistung zu erreichen. Ein Beispiel hierfür ist das Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem herkömmlichen USB PD-Ladegerät mit maximal 14W laden, jedoch an einem PPS-Ladegerät mit 45W. Wenn dein Smartphone PPS nicht unterstützt, ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD-Ladegerät.

 

Belastungstest

Ich habe das Ugreen Nexode Pro 65W auch meinem üblichen Belastungstest unterzogen. Hierbei habe ich das Ladegerät 6 Stunden mit den vollen 65W belastet. Dies mithilfe einer elektronischen Last.

Und was soll ich sagen, das Ladegerät hat diese Zeit ohne Auffälligkeiten überstanden. Die Temperatur pendelte sich dabei bei +- 70 Grad ein, was für ein Netzteil noch als recht erträglich einzustufen ist.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB C Ladegeräten nicht ganz so wichtig, sofern alle Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben. Dennoch ist natürlich eine stabilere Spannung immer ein gutes Zeichen für eine hohe Qualität.

Erfreulicherweise sieht die Spannungsstabilität gut aus! Ich würde sogar sagen diese ist leicht überdurchschnittlich gut. Wir haben unter Last lediglich einen leichten Abfall, welcher aber durch den Übergangswiderstand des USB C Ports erklärbar ist.

 

Ladetempo und Eignung

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++

 

+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Grundsätzlich ist das Ugreen Nexode Pro 65W für alle westlichen Smartphone Hersteller sehr gut geeignet!

So erreicht dieses im Zusammenspiel mit den aktuellen iPhones, iPads, Google Pixeln und Samsung Galaxy S Modellen (+-) das volle Ladetempo!

Auch für etwas größere Geräte wie 13 Zoll Notebooks, das Steam Deck usw. Ist dieses gut geeignet.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss noch auf die Effizienz zu sprechen. Hierbei vergleiche ich die Leistungsaufnahme des Ladegerätes mit der Leistung, die ausgegeben wird.

Die Effizienz des Ugreen Nexode Pro 65W X755 sieht gut aus! Diese schwankt zwischen 83% bei niedriger Last und 90,1% bei hoher Last.

 

Fazit

Wie die anderen Modelle der Nexode Pro Serie ist auch das Ugreen Nexode Pro 65W* hervorragend!

Wir haben hier technisch ein ziemlich perfektes 65W Ladegerät mit großer PPS Stufe, guter Effizienz und generell einer wertigen Ausstrahlung.

Ja, die PPS Stufe könnte theoretisch noch 0,5A größer sein (3,3-11V bei bis zu 4,5A), aber das ist schon Meckern auf einem sehr hohen Niveau. Was anderes als Kritikpunkt fällt mir nicht ein.

Auch die Abmessungen sind am unteren Ende die bei einem 65W Ladegerät mit 3 Ports möglich sind.

Von daher suchst du eins der besten Ladegeräte der 65W Klasse, dann hast du dieses mit dem Ugreen Nexode Pro 65W gefunden.

UGREEN Nexode Pro USB C Ladegerät 65W GaN Charger Mini USB C Netzteil...
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