Start Blog Seite 52

Die Elgato FACECAM MK.2 im Test, eine der besten Webcams auf dem Markt!

Die Elgato Facecam zählt ohne Frage zu den Klassikern unter den Webcams, die sich gerade bei Streamern großer Beliebtheit erfreut. Nun hat Elgato mit der FACECAM MK.2 einen Nachfolger auf den Markt gebracht. Dieser soll vor allem mit einer gesteigerten Bildqualität punkten.

So haben wir zwar weiterhin „nur“ eine Full-HD-Auflösung, aber dies bei 60 FPS und mit einem verbesserten Sensor. Der genutzte SONY STARVIS soll gerade bei schlechten Lichtbedingungen eine höhere Bildqualität und bessere Farbdarstellung bieten.

Hinzu kommt ein großer Umfang an Software-Features. Wollen wir uns die Elgato FACECAM MK.2 einmal im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Elgato für das Zurverfügungstellen der FACECAM MK.2.

 

Die Elgato FACECAM MK.2 im Test

Bei der Elgato FACECAM MK.2 handelt es sich um eine etwas größere Webcam. Begründet wird dies unter anderem durch einen großen Kühlkörper im Inneren, um ein Überhitzen des Sensors und der erweiterten Elektronik zu vermeiden.

Und dies scheint Elgato auch wirklich ernst zu meinen, denn die Webcam setzt unter anderem auf USB 3.0, welches auch für die volle Qualität nötig ist.

So überträgt die Webcam ein unkomprimiertes Bild an deinen Computer, was die Qualität verbessern soll. Ein entsprechendes USB-C-Kabel mit 2 Metern Länge liegt im Lieferumfang bei. Montiert wird die Kamera wie üblich über eine Halterung, welche ein Aufsetzen auf deinen Monitor erlaubt.

Alternativ kannst du diese Halterung auch abnehmen und die Kamera auf ein Stativ aufschrauben. Für eine verbesserte Privatsphäre sorgt eine Abdeckung, die du über die Linse schieben kannst.

 

USB 3.0

Die Elgato FACECAM MK.2 nutzt eine USB-3.0-Verbindung zu deinem PC. Warum? Die Kamera überträgt ein unkomprimiertes bzw. niedrig komprimiertes Bildsignal an deinen PC für eine bessere Qualität.

Du kannst auch USB 2.0 nutzen, hier ist aber die Qualität der Webcam schlechter.

 

Die Software von Elgato

Zur Steuerung der FACECAM MK.2 gibt es von Elgato eine entsprechende Anwendung. Diese macht auf mich einen sehr guten Eindruck!

So ist die App nicht zu sehr überladen, bietet aber durchaus viele erweiterte Einstellungen. So kannst du beispielsweise Belichtungszeiten, ISO usw. manuell einstellen.

Ebenso ist es möglich, in das Bild digital zu zoomen und entsprechend optimal zuzuschneiden. Ich halte die App für sehr gelungen.

 

KI-Effekte nur mit Nvidia

Die Software von Elgato unterstützt prinzipiell auch KI-Effekte, wie das Entfernen des Hintergrunds auch ohne Greenscreen.

Allerdings erfordern diese Effekte eine Nvidia-Grafikkarte und können entsprechend eventuell die Bildrate in Spielen negativ beeinflussen, sofern du nicht gleich mit einer 4090 anrückst.

 

Bildqualität bei gutem Licht

Prinzipiell liefert die Elgato FACECAM MK.2 eine Full-HD-Auflösung bei bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Die 60 Bilder/s sind ordentlich, aber abseits davon sehen die technischen Daten unspektakulär aus. Allerdings wirbt Elgato mit einem besonders guten SONY STARVIS Sensor. Vergleichen wir einfach die Bildqualität mit anderen Webcams.

– Elgato FACECAM MK.2 – 1080p Auflösung – 60 FPS
– Creative Live! Cam Sync V3 – 1440p Auflösung – 30 FPS
– Logitech Webcam BRIO UHD – 4K Auflösung – 30 FPS

Auf den ersten Blick bietet die FACECAM MK.2 hier die niedrigste Auflösung. Ist entsprechend auch die Qualität am schlechtesten? Beginnen wir mit einem Vergleich bei gutem Licht, mit Scheinwerfern.

Logitech Brio 4K
Elgato FACECAM MK.2
Creative Live! Cam Sync V3

Hier können wir sehen, dass es in der Praxis nicht ganz so einfach ist! Die Creative Live! Cam Sync V3 wird sowohl von der Elgato als auch von der Logitech Webcam ganz klar geschlagen, in allen Punkten. Das Duell zwischen der Logitech Webcam BRIO UHD und der FACECAM MK.2 ist etwas schwerer. Die Logitech hat klar den Auflösungsvorteil und einen Hauch mehr Schärfe und Kontrast. Die FACECAM MK.2 ist aber detaillierter und etwas besser ausgeleuchtet. Ich vermute, bei Logitech arbeitet eine sehr starke Rauschunterdrückung, welche bei der FACECAM MK.2 so nicht nötig ist.

Im Video sehen wir Ähnliches. Tendenziell würde ich aber sagen, dass die Logitech doch leicht die Nase vorn hat, was die Bildqualität angeht. So scheint diese auch eine etwas bessere Dynamik zu bieten, sowohl bei 1080p/60 FPS als auch bei 4K/30 FPS.

Bei Dunkelheit

Aber wie sieht es bei Dunkelheit aus? Ich habe bei allen drei Webcams einmal das Licht komplett abgeschaltet.

Elgato FACECAM MK.2
Creative Live! Cam Sync V3
Logitech Webcam BRIO UHD

Bei Dunkelheit rückt das Testfeld gefühlt etwas zusammen. Gerade die Logitech Webcam BRIO entwickelt hier eine etwas unschöne Rauschcharakteristik. So hellt die Kamera das Bild deutlich auf, aber um das extreme Bildrauschen zu kompensieren, wird das Bild extrem geglättet. Die FACECAM MK.2 ist dunkler, aber deutlich schärfer und detaillierter.

Dies fällt auch sehr stark bei Bewegungen auf. So hält die FACECAM MK.2 ihre Bildrate sehr gut, während das Video bei der Logitech BRIO schon recht schwammig wirkt. Selbst wenn wir das Bild bei der FACECAM MK.2 aufhellen, bleibt diese detaillierter als die Logitech (sofern wir die Rauschunterdrückung nicht zu hoch drehen).

 

Bild lässt sich anpassen

Natürlich kannst du über die Software von Elgato noch Kontrast, Farben usw. anpassen. Ebenso kannst du hier das Bild auch heller und dunkler stellen.

Die Bilder hier sind einfach alle die „Standard-Einstellungen“.

 

Fazit

Die Elgato FACECAM MK.2* ist sicherlich eine der besten Webcams für Streamer, die aktuell auf dem Markt sind! Elgato hat hier einfach viel richtig gemacht.

Die Kombination aus dem hochwertigen SONY STARVIS Sensor und der unkomprimierten Verbindung zu deinem PC sorgt für ein sehr detailliertes Bild, welches sogar die 4K Logitech Brio in diesem Punkt übertrifft. Vor allem aber ist die Leistung bei schlechten Lichtverhältnissen richtig stark!

So hält hier die Webcam vor allem gut die 60 FPS, bei einem weiterhin sehr detaillierten Bild. Ja, bei gutem Licht ist die Logitech Brio 4K weiterhin der „König“ der Bildqualität, aber ist das Licht etwas schlechter, bietet die Elgato FACECAM MK.2 eine höhere Qualität und vor allem eine stabilere Bildrate als die Brio.

Daher, ja, Elgato verspricht nicht zu viel! Gerade für Streamer und Youtuber ist dies eine richtig gute Webcam.

LincStation N1 6-Bay NAS im Test, ein NAS System mit Unraid vorinstalliert

Die LincStation N1 von LincPlus ist eins der interessantesten und außergewöhnlichsten NAS-Systeme, die ich seit langem gesehen habe.

So hatten wir uns vor kurzem bereits mit dem T-bao R1 ein interessantes DIY NAS angesehen. Die LincStation N1 geht nun noch ein Stück weiter und bietet gleich Platz für 6 Laufwerke und hat Unraid vorinstalliert!

Allerdings hindert dich hier auch nichts ein beliebiges anderes Betriebssystem zu nutzen, wenn du möchtest. So setzt die LincStation N1 auf eine Intel CPU und verfügt auch über schnelles 2,5 Gbit LAN.

Klingt doch sehr interessant! Wollen wir uns einmal die LincStation N1 im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an LincPlus für das Zurverfügungstellen der LincStation N1 für diesen Test.

 

LincStation N1 6-Bay NAS im Test

Die LincStation N1 hat einen recht ungewöhnlichen Formfaktor, für ein NAS mit 6 Bays. Dies hat aber auch einen einfachen Grund, wir haben hier ein SSD NAS.

So verfügt die LincStation N1 über 4x NVME SSD Slots auf der Unterseite und 2x 2,5 Zoll SATA Slots auf der Front.

Die SATA Slots auf der Front sind unter einer kleinen Abdeckung versteckt und besitzen Hot-Swap Schlitten. Dabei wirken diese, wie auch das NAS im Allgemeinen sehr hochwertig und gut gemacht.

Wir haben hier kein umfunktioniertes 08/15 Design, sondern die LincStation N1 ganz offensichtlich für die Nutzung als NAS/Server designt worden.

Dabei setzt dieses auf eine Mischung aus gebürstetem Metall und Kunststoff, welche schick und wertig aussieht.

Auf Seiten der Anschlüsse verfügt das NAS über folgendes:

  • 1x USB C 3.1 10 Gbit (unter der Frontabdeckung)
  • 2x USB A 3.0
  • 1x HDMI 2.0 (4K 60 Hz)
  • 1x 3,5mm Audio-Ausgang
  • 1x 2,5 Gbit LAN Port
  • 1x DC Eingang (12V/5A)

Für ein NAS ist dies eine sehr ordentliche Portausstattung. Gerade der 2,5 Gbit LAN Port ist sehr erfreulich! LincPlus hätte vielleicht sogar noch etwas weiter gehen können mit einem 10 Gbit LAN Port, aber dieser hätte sicherlich die Intel Celeron CPU etwas überfordert.

Ansonsten haben wir 3x USB und auch einen HDMI Ausgang. Dieser wird in der Standardkonfiguration eigentlich für nichts genutzt, aber erlaubt im Zweifel die Installation eines alternativen Betriebssystems.

Es gibt einen weiteren USB A Port, dieser ist aber unter den Klappen für die NVME SSDs versteckt. Hier ist bereits ein kleiner USB-Stick vorinstalliert, auf welchem das Betriebssystem installiert ist.

 

Mit Unraid

Bei DIY NAS Systemen ist die Frage nach dem Betriebsystem immer eine große Sache. Gerade wenn du auf eine einfache Nutzung und schicke Benutzeroberfläche Wert legst, gibt es hier gar nicht so viele Optionen.

Systeme wie TrueNAS sind zwar sehr professionell und sicher, aber von der Benutzererfahrung und Funktionsumfang Synology und QNAPs Betriebssystemen massiv unterlegen.

Was hat hier LincPlus gemacht? Diese haben einfach Unraid auf der LincStation N1 vorinstalliert und mit einer entsprechenden Lizenz ausgestattet.

Unraid ist ein “universelles” Server/NAS Betriebssystem, welches etwas einfacher zu nutzen ist als TrueNAS und vor allem etwas flexibler ist, was die Speicherkonfigurationen angeht.

So kommt Unraid deutlich besser mit dem Mischen von verschiedenen SSDs mit unterschiedlichen Kapazitäten klar als TrueNAS. Ich mag Unraid lieber als TrueNAS, genau aus diesem Grund.

Allerdings hat auch Unraid seine Tücken und benötigt etwas Eingewöhnung um alle Optionen und Möglichkeiten zu finden. So erlaubt Unraid auch beispielsweise ZFS Speicherpools, dies aber etwas versteckt.

Was den Funktionsumfang “out of the Box” angeht, würde ich Unraid als auch sehr übersichtlich bezeichnen. Du kannst Speicherpools erstellen und Netzwerkfreigaben anlegen, das wars.

Allerdings erlaubt Unraid auch das recht einfache Installieren von Docker Containern und das Erstellen von VMs.

Vor allem über Docker lässt sich Unraid gut erweitern, beispielsweise um Foto-Verwaltungs-Anwendungen wie Immich.

Aber erneut, wenn du möchtest, kannst du auch ein anderes Betriebssystem auf der  LincStation N1 installieren.

 

Standardpasswort LincStation N1

Der Standard Benutzername der LincStation N1 ist root und das Standardpasswort ist 123456.

 

RAID?

Wenn es um NAS Systeme geht stellt sich immer die Frage nach der Datensicherheit. Du willst ja nicht das all deine Daten bei einem Laufwerksausfall verloren gehen.

RAID ist hier das Stichwort. Die LincStation N1 nutzt, wie es bei NAS Systemen üblich ist, Software RAID.

Das NAS stellt die Laufwerke einfach an das Betriebssystem durch, welches diese dann verwaltet.

Bei Unraid hast du hier mehrere Möglichkeiten. Von Haus aus nutzt Unraid eine spezielle Art des “RAIDs”. Dieses erlaubt eine größere Flexibilität als bei einem klassischen RAID.

Du kannst bei Unraid problemlos Laufwerke mit unterschiedlichen Kapazitäten mischen, aber dennoch weitestgehend die volle Kapazität nutzen.

So wird das größte Laufwerk, das du verbaust als Parity genutzt, alle anderen Laufwerke, egal wie groß oder klein, stehen dir mit voller Kapazität zur Verfügung. Fällt ein Laufwerk aus, kein Problem, dank des Parity Laufwerks bleiben alle Daten erhalten.

Dabei werden die Daten nacheinander auf die „Datenlaufwerke“ geschrieben und nicht aufgeteilt, wie es bei anderen RAID-Systemen üblich ist.

Dies hat Vor- und Nachteile. In einem “SSD” NAS mit 2,5 Gbit LAN hat es aber in der Regel primär Vorteile.

Alternativ erlaubt Unraid, etwas versteckt, auch ZFS “Raids”, wenn du mehr Datensicherheit und ZFS-Vorteile nutzen möchtest.

Persönlich würde ich aber das Unraid eigene System nutzen, gerade wenn du verschiedene Typen von SSDs verbaust.

 

Performance der LincStation N1

Die LincStation N1 setzt auf den Intel Celeron N5105 wie auch 16 GB RAM. Der Intel Celeron N5105 ist eine 4 Kern CPU mit bis zu 2,9 GHz, welche aus dem Jahr 2021 stammt und gerne in Low Power Systemen genutzt wird.

So ist der Intel Celeron N5105 sicherlich kein “Monster” und bietet an sich auch nicht genug PCIe Lanes für die NVME SSDs, aber wir haben einen 2,5 Gbit LAN Port.

2,5 Gbit LAN = maximal 250-280 MB/s, was der Intel Celeron N5105 auch locker schafft!

Auch wenn die SSDs nicht alle mit den vollen 4x Lanes angebunden sind, ist dies hier einfach kein Flaschenhals.

Die Datenraten zum und vom NAS sehen erwartungsgemäß sehr gut aus!

Lincstation N1 Datenraten

Dabei hat der Intel Celeron N5105 auch genug Power für den ein oder anderen Docker Container.

Beispielsweise für den HomeAssistant, immich für die Fotoverwaltung oder Pihole usw.

Von daher denke ich der Celeron N5105 ist eine solide Wahl für ein NAS dieser Klasse.

 

Stromverbrauch

Ein nicht ganz unwichtiger Punkt bei einem NAS ist der Stromverbrauch. Wie schlägt sich hier die LincStation N1?

Normalerweise hängt der Stromverbrauch bei NAS-Systemen stark von den verbauten Festplatten ab. Aber wir haben hier keine Festplatten, sondern SSDs. Auch SSDs benötigen Strom, allerdings ist der Stromverbrauch von SSDs im Verhältnis deutlich niedriger als von HDDs.

Ich habe hier die LincStation N1 zunächst mit 2x NVME SSDs getestet und 2,5 Gbit LAN.

Interessanterweise schwankte hier der Stromverbrauch im Sekunden-Takt zwischen 8,x W und 16W. Dieses Verhalten kann ich mir nicht erklären, da es in dieser Zeit keinen Zugriff auf das NAS gab.

LincStation N1 Stromverbrauch
LincStation N1 Stromverbrauch

Wie auch immer, im Schnitt benötigt dieses 10,5W mit 2x NVME SSDs. Mit mehr SSDs steigt der Verbrauch aber dies auch nicht signifikant

Damit ist das NAS tendenziell sehr sparsam!

 

Fazit

Wenn du ein flexibles “all SSD” NAS bauen möchtest, ist die LincStation N1 derzeit eine der interessantesten Optionen auf dem Markt!

4x NVME SSD Slots und 2x SATA Slots ist schon nicht übel und erlaubt dir den Aufbau einer ordentlichen Kapazität. Dabei ist das NAS auch selbst sehr gut gebaut! Die 2,5 Zoll Slots sind “Hot-Swap” fähig und das generelle Design ist wertig.

Dank des 2,5 Gbit LAN Ports hast du auch Zugriff auf Geschwindigkeiten im Bereich 250 – 280 MB/s über das Netzwerk.

Der verbaute Celeron N5105 ist sicherlich nicht die mächtigste CPU, aber auch kein limitierender Faktor, auch wenn Du etwas mit Docker Containern herumspielen möchtest.

Eine weitere Besonderheit ist die Software. Prinzipiell kannst du alles, was du möchtest, auf dem NAS installieren. Von Haus aus ist aber Unraid vorinstalliert und mit einer Lizenz ausgestattet.

LincStation N1 6-Bay NAS Server | 16GB RAM | 128GB eMMC | 2X SATA HDD...

  • Sehr schickes und hochwertiges Design
  • Mit Unraid inklusive Lizenz 
  • 2,5 Gbit LAN 
  • Bis zu 250 -280 MB/s Datenraten über das Netzwerk 
  • Niedriger Stromverbrauch (ca. 10W)
  • 4x NVME Slots + 2x SATA Slots
  • Unraid ist ein mächtiges Betriebssystem für einen Speicher und Virtualisierungsserver….
  • …. kann aber für Einsteiger etwas überwältigend sein.

Unraid ist dabei eine super Wahl für solch ein “DIY” NAS. Ja ich mag die Betriebssysteme von Synology oder QNAP lieber, von den “offen” verfügbaren NAS Betriebssystemen ist derzeit Unraid mein Favorit.

Kurzum, suchst du ein “all SSD” NAS mit einem gewissen DIY Flair, dann ist die LincStation N1 tadellos!

Link zum Hersteller /// bei Amazon 

 

LincStation N1
POSITIV
Sehr schickes und hochwertiges Design
Mit Unraid inklusive Lizenz 
2,5 Gbit LAN 
Bis zu 250 -280 MB/s Datenraten über das Netzwerk 
Niedriger Stromverbrauch (ca. 10W)
4x NVME Slots + 2x SATA Slots
Unraid ist ein mächtiges Betriebssystem für einen Speicher und Virtualisierungsserver....
NEGATIV
.... kann aber für Einsteiger etwas überwältigend sein.
Keine 3,5 Zoll HDD Slots
90

Stromsparender und Leistungsstarker Desktop für Office, Foto und Video-Bearbeitung (Ryzen 8000)

Aufgrund der aktuellen Strompreise und Umweltbedenken ist der Stromverbrauch von Computern ein zunehmend wichtiger Faktor.

Gerade dann, wenn der PC über viele Stunden im Leerlauf verbringt, wie es bei einem Office-PC meist der Fall ist.

Hier ist meist ein Notebook oder ein Mini-PC eine gute Wahl. Diese sind in der Regel mehr als ausreichend leistungsfähig und gerade was den Stromverbrauch angeht recht sparsam.

Aber was, wenn du lieber einen Desktop-PC möchtest, aufgrund der besseren Reparierbarkeit und Möglichkeiten diesen später aufzurüsten? Was für Hardware hier wählen?

In diesem Artikel möchte ich dir eine Build-Vorlage auf Basis des AMD Ryzen 7 8700G anbieten.

Schauen wir uns einmal an, wie gut und sparsam ein PC auf Basis des AMD Ryzen 7 8700G sein kann!

 

Für welche Anwendungen?

Wofür ist der PC gedacht, den wir hier bauen? Dies soll ein sparsamer Office PC sein, welcher aber auch für intensivere Foto und Video-Bearbeitung geeignet ist.

 

Die Hardware

  • AMD Ryzen 7 8700G
  • Box-Kühler
  • ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WIFI
  • Crucial Pro DIMM Kit 96GB, DDR5-5600, CL46-45-45
  • KIOXIA EXCERIA PLUS G3
  • be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L 3.3
  • Cooler Master MasterBox NR200

 

Warum der AMD Ryzen 7 8700G?

Beginnen wir beim Herzstück unseres PCs, dem AMD Ryzen 7 8700G. Warum habe ich diesen gewählt?

  • AMD Ryzen 7 8700G
  • 8 Kerne
  • 16 Threads
  • bis zu 5,10 GHz
  • AMD AM5
  • 65W TDP

Theoretisch sind moderne Intel CPUs im Leerlauf oftmals noch etwas sparsamer als AMD Chips. Das entscheidende hier die iGPU.

Wir bauen keinen Gaming-PC und für Office Anwendungen brauchen wir keine starke Grafikkarte. Selbiges gilt in der Regel auch für die Foto- und Videobearbeitung. Ja, letztere können in gewissen Anwendungen auch von einer leistungsstarken Grafikkarte profitieren, aber beispielsweise für Photoshop und Lightroom ist diese absolut zweitrangig.

Der AMD Ryzen 7 8700G hat allerdings mit der AMD Radeon 780M eine vergleichsweise fähige Grafikkarte integriert!

Und dies ist der Grund, warum ich den AMD Ryzen 7 8700G gewählt habe über den Ryzen 7000 und Intel CPUs.

Wir können hier mit gutem Gewissen auf eine gesonderte Grafikkarte verzichten, haben aber dennoch 8 leistungsfähige Zen 4 Kerne und eine brauchbare integrierte Grafikkarte.

Zudem verspricht AMD, dass die AM5 Plattform sehr langlebig sein soll. Ideal für zukünftige Upgrades und die generelle Lebenserwartung des Systems.

 

Ein Gaming Mainboard? ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WIFI

Als Mainboard habe ich mich für das ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WIFI entschieden. Warum?

Zunächst fiel meine Wahl auf ein ITX-Board, da in der Praxis ITX Boards um einiges sparsamer sind als reguläre ATX-Boards. Zudem können wir so ein schönes kleines Gehäuse wählen.

Tendenziell sind zudem “low End” Boards nicht nur günstiger, sondern auch niedriger im Stromverbrauch.

Allerdings da wir die iGPU verwenden wollen, brauchte es ein ITX Board mit zwei Monitor-Anschlüssen (für eine Produktiv-Nutzung wichtig) und hier gibt es nicht viele AM5 Optionen.

  • ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WIFI
  • GIGABYTE B650I AX
  • ASUS ROG Strix X670E-I Gaming WIFI

An sich sieht das GIGABYTE B650I AX auch sehr gut aus, hat aber nur einen NVME SSD Slot, was mich persönlich gestört hat. Daher fiel die Wahl auf das ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WIFI, welches 2x Monitor Anschlüsse hat (1x HDMI und 1x USB C mit DisplayPort).

Generell ist das ROG Strix B650E-I Gaming WIFI ein gutes Mainboard der oberen Mittelklasse.

 

RAM, es müssen nicht 96 GB sein

In habe in diesem Build unglaubliche 96 GB RAM in Form des Crucial Pro DIMM Kit verbaut. So viel RAM muss absolut nicht sein!

Da ich dieses Kit sehr günstig bekommen habe und plane den PC als Arbeitsrechner auch für Foto und Video-Bearbeitung zu nutzen, warum nicht.

Für einen reinen Office-PC würden 16 GB gut reichen, für einen „Content–Creator“ PC würde ich 32 GB oder 64 GB empfehlen.

Wir brauchen hier DDR5 RAM und ich würde 5600 MHz empfehlen, mehr wird uns nicht viel bringen (wenn überhaupt) und nur mehr Strom verbrauchen.

 

SSD, weitestgehend egal

Es gibt zwar auch bei SSDs Unterschiede beim Stromverbrauch, aber diese fallen in die Kategorie minimal. Hier reden wir von +- 1-2W.

Hier ein paar Empfehlungen für generell sparsame SSDs:

  • KIOXIA EXCERIA PLUS G3
  • Lexar NM790
  • SK Hynix Gold P31
  • SK Hynix Platinum P41

 

Gehäuse

Beim Gehäuse kannst du natürlich etwas nach deinen Vorlieben entscheiden. Ich habe mich aber für ein ITX Gehäuse entschieden.

  • Cooler Master MasterBox NR200

Die Cooler Master MasterBox NR200 ist ein fantastisches Gehäuse! Kompakt, aber auch nicht so kompakt das es nervig ist alle Hardware unterzubringen.

Leider ist aber das NR200 derzeit sehr schlecht verfügbar. Ich habe noch eins bekommen, solltest du keins mehr finden, würde ich das Fractal Design Terra als Alternative in den Raum werfen.

  • Fractal Design Terra

Dieses ist noch kompakter und sehr schick! Aber lässt etwas weniger Raum für den CPU Kühler.

 

Netzteil, effizient und nicht zu teuer

Deine Wahl des Netzteils hängt natürlich etwas vom Gehäuse ab. Ich habe im NR200 das be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L 3.3 verbaut.

  • be quiet! SFX-L Power 500W SFX-L 3.3

Warum dieses? Es ist eins der günstigsten SFX / SFX-L Netzteile mit einer 80+ Gold oder besseren Zertifizierung, von einem Hersteller dem ich vertraue.

500W ist mehr als genug Leistung, selbst wenn du noch eine kleine Grafikkarte verbauen würdest.

 

CPU Kühler

Mit im Lieferumfang des AMD Ryzen 7 8700G liegt ein Kühler. Dieser ist auch ausreichend. Allerdings ist der Box Kühler relativ laut.

Nicht extrem laut, aber schon leicht hörbar, unter Last. Sollte dich dies stören, würde ich den Noctua NH-L9x65 chromax.black oder den Noctua NH-L12S empfehlen, je nachdem was dein Gehäuse an Höhe zulässt.

Im NR200 findet der Noctua NH-L12S gut Platz, auf welchen ich gewechselt bin.

 

Kein RGB und wenige Lüfter

Wir bauen hier einen möglichst sparsamen PC. Daher würde ich empfehlen auf Dinge wie RGB LEDs zu verzichten. Dies gilt vor allem für spezielle RGB Controller wie von Corsair, diese brauchen einfach ein paar W “unnötig” Energie.

Willst du RGB-LEDs, dann würde ich das Nutzen der RGB Header des Mainboards empfehlen.

Ebenso würde ich mit Lüftern sparsam umgehen. Jeder Lüfter sind konstant 1-5W und generell ist unser System sehr sparsam, was natürlich auch in niedrigen Temperaturen resultiert.

Im Cooler Master NR200 reicht im Kern der “Box-Kühler” aus! Eventuell würde ein zusätzlicher 120mm Lüfter die Innenraumtemperaturen reduzieren, aber ich würde diesen als optional bezeichnen.

 

Der Zusammenbau

An sich gibt es zum Zusammenbau nicht viel zu sagen. Hast du schon mal einen PC zusammengebaut, dann wirst du auch hier keine Probleme haben.

Gerade im Cooler Master NR200 Gehäuse geht der Zusammenbau super einfach! Dieses ist zwar recht kompakt, bietet aber mehr als genug Platz und ist verständlich aufgebaut.

 

Leistung des PCs

Der AMD Ryzen 7 8700G ist ein sehr fähiger Prozessor! Wir haben hier 8 Kerne mit der AMD Zen 4 Architektur. Zwar ist der Prozessor auf +- 65W Limitiert, aber damit hat dieser mehr als genug Leistung selbst für anspruchsvollere Anwendungen wie Foto und Video-Bearbeitung.

Beispielsweise läuft Adobe Lightroom wunderbar auf dem PC, genau wie Davinci Resolve für die Videobearbeitung.

Mit genug RAM ist der PC wunderbar für “Content Creation” und ähnliche Dinge geeignet.

Auch die AMD Radeon 780M ist hier in der Regel völlig ausreichend. So hatte ich in Adobe Lightroom und Photoshop nie den Eindruck, dass die Grafikkarte irgendwie ein limitierender Faktor ist.

Auch bei Davinci Resolve reichte die 780M gut aus. Lediglich beim Export (sofern du die Studio Version nutzt) ist die 780M natürlich etwas langsamer als eine gesonderte Grafikkarte.

Multitasking, also Office + Webbrowser + Fotobearbeitung usw. sind absolut kein Problem.

Kurzum, die Leistung des PCs ist für 99,9% aller Nutzer mehr als ausreichend! Auch für mich hat die CPU genug Leistung.

 

Gaming?

Gaming ist ein Punkt für welchen dieser PC nur bedingt geeignet ist. Die AMD Radeon 780M ist durchaus in der Lage “Spiele wiederzugeben”.

CIV 6 AVG MIN
Hoch 56 36
Mittel 99 72
Niedrig 126 98

 

Shadow of the Tomb Raider AVG MIN
Hoch 36 29
Mittel 38 33
Niedrig 51 43

 

Total War Warhammer III AVG MIN
Hoch 28 18
Mittel 34 28
Niedrig 42 36

 

Baldurs Gate 3 AVG MIN
Hoch 25 14
Mittel 31 18
Niedrig 40 22

 

Hogwarts Legacy AVG MIN
Hoch 27 18
Mittel 29 20
Niedrig 35 29

 

So kannst du aktuelle Spiele bei Full HD Auflösung und niedrigen bis mittleren Grafikeinstellungen durchaus gut spielen.

Ältere Spiele oder eSport Titel sind natürlich auch bei höheren Einstellungen gut zu spielen.

 

Aufrüstbar, der große Vorteil gegenüber Mini-PCs und Notebooks

Wenn du nach einem möglichst sparsamen PC suchst ist ein Mini-PC vermutlich die beste Wahl.

Allerdings hat ein Desktop-System zwei große Vorteile.

  • Reparierbarkeit
  • die Möglichkeit zum Aufrüsten

Wenn bei einem Mini-PC etwas kaputt ist, ist dies in der Regel ein Totalschaden. Ähnliches kann auch bei Notebooks der Fall sein.

An einem Desktop System wie hier können wir einzelne Komponenten austauschen. Da wir hier auch Standard Komponenten nutzen, kannst Du diese in x Jahren noch problemlos nachkaufen.

Ebenso hast du die Möglichkeit den PC aufzurüsten. AMD hat für die AM5 Plattform mehrere Jahre neue CPUs versprochen. Willst du in 2-3 Jahren mehr Leistung? Dann sollte dies kein Problem sein und ein Austausch der CPU wäre möglich.

Auch sollte dir die AMD Radeon 780M doch nicht ausreichen, kein Problem! Du kannst das System problemlos mit einer gesonderten Grafikkarte aufrüsten. Das be quiet! SFX-L Power 500W bietet genug Leistung für eine Mittelklasse Grafikkarte.

Hier musst du dann allerdings mit ca. 20W mehr Leerlauf-Stromverbrauch rechnen.

Aber dennoch, du hast die Möglichkeit den PC nach deinen Wünschen anzupassen, was bei einem Mini-PC oder Notebook nicht möglich ist.

 

BIOS Optimierungen für einen niedrigeren Stromverbrauch

Es gibt noch ein paar Einstellungen welche du im BIOS tätigen kannst um den Stromverbrauch zu reduzieren bzw. bei gleichem Stromverbrauch die Leistung zu erhöhen.

“Max Power Saving”

Im BIOS des ASUS Boards findest du die Option “Max Power Saving”. Diese findest du unter Advanced\APM Configuration.

Max Power Saving deaktiviert die RGB LEDs und scheint noch ein paar andere Einstellungen im Hintergrund zu ändern, welche sich aber nicht auf die Leistung des Systems auswirken.

Bei mir brachte diese Option 2-3W im Leerlauf.

“Curve Optimizer”

Der Curve Optimizer ist eine einfache Möglichkeit den AMD Ryzen 7 8700G zu untervolten. Dies bedeutet wir geben der CPU etwas weniger Spannung, wodurch diese kühler und sparsamer läuft bzw. in der Praxis bei gleicher Leistungsaufnahme etwas mehr Leistung bietet.

Den Curve Optimizer findest du unter Advanced\AMD Overclocking\Precision Boost Overdrive.

Dort stellst du den Curve Optimizer auf “negativ” und einen Wert von 0-40. Hier kommt es etwas auf deine individuelle CPU an, wie hoch bzw. tief du gehen kannst. Ich würde mit 10-20 starten und schauen, ob damit das System noch stabil ist.

Negativ 20 war bei mir problemlos möglich.

PPT Limit

Aktuelle AMD CPUs werden in der Regel durch ein PowerLimit “limitiert”. Beispielsweise der AMD Ryzen 7 8700G darf theoretisch maximal 65W aufnehmen und taktet so hoch damit wie möglich.

Dieses Limit lässt sich aber erhöhen bzw. senken. Viele Mainboard Hersteller erhöhen dieses von Haus aus etwas, damit das System schneller läuft. Das macht auch ASUS.

Wir haben hierdurch zwar Mehrleistung, aber tendenziell verlieren die CPUs bei höheren Power Limits etwas an Effizienz, daher kann es unter Umständen Sinn machen die maximale Leistungsaufnahme auf die “Standard” 65W zu limitieren.

Dies machst du unter Advanced\AMD Overclocking\Precision Boost Overdrive

Stell hier PBO Limits auf Manual und das PPT Limit auf z.B. 65.000 für 65W.

 

Stromverbrauch, unter 30W

Wie viel Strom benötigt nun der PC? War unser Ziel erfolgreich, einen sparsamen PC zu bauen?

Im Leerlauf mit WLAN lag der Stromverbrauch bei gerade einmal 22-23 W! Damit würde ich das Ziel einen möglichst sparsamen PC, der auch erweiterbar ist, zu bauen als erfüllt ansehen.

Allerdings praktisch rechne eher mit einem Stromverbrauch um die 30-35W, wenn du im Web unterwegs bist, Office-Anwendungen nutzt usw.

Bedenke mit Dingen wie einer beleuchteten Tastatur usw. kann der Verbrauch auch noch etwas steigen. Wir sind hier aber sehr deutlich unter 50W im Alltag unterwegs.

Unter hoher/Volllast haben wir einen Verbrauch von +- 135W.

 

Fazit

Ich hoffe, dieser kleine Build Guide konnte dir bei dem Plan weiterhelfen, einen möglichst sparsamen aber leistungsstarken PC mit der Möglichkeit zum Aufrüsten zu bauen.

Gerade der AMD Ryzen 7 8700G ist hier aus meiner Sicht eine wunderbare Basis, mit seinen 8 leistungsstarken Kernen und der recht leistungsstarken integrierten Grafikkarte.

Letztere ist zwar nur bedingt fürs Gaming geeignet, aber ausreichend leistungsstark für Foto und Video Bearbeitung, wie auch die üblichen Alltagsanwendungen.

In Kombination mit einem sparsamen ITX Board wie z.B. dem ASUS ROG Strix B650E-I Gaming WIFI lässt sich ein durchaus sparsamer PC bauen.

Bei mir im Test lag die Leistungsaufnahme dieser Kombination unter 30W! Für einen Desktop-PC mit solch leistungsfähiger und aktueller Hardware nicht schlecht.

 

(Werbe-Links)

Wirklich 50.000 mAh und 65W Leistung? Revolt ZX-3427-675 im Test

Die meisten großen Powerbanks haben eine Kapazität von vielleicht 20.000 bis 27.000 mAh. Ab und an gibt es mal ein Modell, das über 30.000 mAh besitzt, diese sind aber eher selten.

Vor kurzem hat mich ein Leser auf die Revolt ZX-3427-675 angesprochen. Bei dieser handelt es sich um eine Powerbank, die laut Hersteller 50.000 mAh Kapazität besitzen soll, wie auch eine Ausgangsleistung von satten 65W nach dem USB Power Delivery Standard.

Dies alles zu einem Preis von deutlich unter 100€. Klingt doch gar nicht so übel, oder?

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Hat die Powerbank wirklich eine Kapazität von satten 50.000 mAh? Wie lange dauert das Laden ?

Finden wir dies und noch viel mehr im Test heraus!

 

Eine Powerbank mit 50.000 mAh im Test, die Revolt ZX-3427-675

Mit einer Kapazität von 50.000 mAh (laut Hersteller) ist die Revolt ZX-3427-675 natürlich schon ein etwas größerer Brocken.

So misst diese 139 x 75 x 75 mm und bringt 1,2 Kg auf die Waage. Damit ist diese groß, aber auch nicht absolut monströs. Zudem hat Revolt ihr auf der Oberseite eine kleine “Trageschlaufe” spendiert, welche auch das Design etwas auflockert.

Dabei sind die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik gelungen. Nein es ist nicht die filigranste Powerbank, aber sie wirkt auch nicht billig.

 

Anschlüsse der Revolt ZX-3427-675

Sämtliche Anschlüsse der Revolt ZX-3427-675 sind auf der Oberseite angebracht. Hier finden wir folgendes:

  • 2x USB A – Quick Charge 18W / 22,5W Super Charge – 4,5V/5A, 5V/4,5A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 1x USB A – 5V/3,4A.
  • 1x USB C – 65W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • 1x micoUSB Eingang – bis zu 18W nach Quick Charge

So finden sich an der Powerbank zunächst 3 USB A Ports, wovon 2 Quick Charge bzw. Super Charge unterstützen. Der 3. USB A Port wird nur mit 5V beworben, aber mit bis zu 3,4A, was eine ungewöhnliche maximale Leistung ist.

Der wichtigste Anschluss ist aber sicherlich der USB C Port, welcher gleich bis zu 65W bietet. Dies nach dem universellen USB Power Delivery Standard. Entsprechend ist der Port nicht nur für Smartphones, sondern auch für Tablets und Notebooks geeignet.

Über den USB C Port kann die Powerbank auch geladen werden, mit bis zu 60W. Alternativ steht auch ein microUSB Eingang zur Verfügung, mit maximal 18W.

 

Mit LED-Scheinwerfer

In der Front der Powerbank ist ein kleiner LED-Scheinwerfer mit immerhin 3W Leistung integriert.

Dieser ist nicht extrem hell, aber gerade im Notfall durchaus hilfreich.

 

Nicht für Flugreisen!

Kleiner Hinweise, Powerbanks oder allgemein Akkus mit über 100 Wh dürfen in der Regel nicht einfach so mit an Bord eines Flugzeugs genommen werden.

Daher haben die meisten “normalen” Powerbanks auch maximal +- 27.000 mAh, was 100Wh entspricht.

 

Mit PPS

Erfreulicherweise verfügt die Revolt ZX-3427-675 über PPS.

  • 3,3 – 21V bei bis zu 3A

Dies ist eine ordentliche PPS-Stufe für eine Powerbank dieser Klasse. So können Samsung Smartphones, welche viel Wert auf PPS legen, hier mit maximal 25-30W laden.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Sicherlich einer der wichtigsten Punkte bei der Revolt ZX-3427-675 ist die Kapazität. Hat die Powerbank wie beworben wirklich 50.000 mAh?

Diese messe ich mithilfe von so genannten USB-Testern, wie auch einer elektronischen Last. Letztere erlaubt es mir, die Powerbank mit einem kontrollierten Tempo zu entladen und dabei die Energie zu messen.

Was konnte hier nun bei der 50.000 mAh Powerbank messen?

Wh mAh @3,7V % der HA
5V/2A 176.51 47705 95%
9V/1A 181.33 49008 98%
9V/3A 174 47027 94%
20V/1A 182.22 49249 98%
20V/3A 178.16 48151 96%

 

Dies sind sehr erfreuliche Ergebnisse! So erreichte die Powerbank im Test zwischen 47027 mAh bzw. 174 Wh und 49249 mAh bzw. 182,22 Wh.

Dies entspricht zwischen 94% und 98% der Herstellerangabe, fantastische Werte!

Es ist für Powerbanks normal, nicht 100% der Herstellerangabe bei der Kapazität zu erreichen. Dies liegt daran, dass die Herstellerangabe sich in der Regel auf die verbauten Akkuzellen bezieht. Beim Entladen muss allerdings unter anderem die Spannung gewandelt werden, wodurch nicht 100% der vorhandenen Energie effektiv nutzbar ist.

80-90% “echte Kapazität” sind hier die Norm. Über 90% sind sehr selten! Entsprechend ist das Abschneiden der Revolt ZX-3427-675 beindruckend!

 

Konstant 60W? (Temperatur-Probleme)

Erfreulicherweise konnte die Revolt ZX-3427-675 im Test recht konstant 60W liefern. Lediglich nach 85% entladener Kapazität (15% Restladung) stoppte diese den Entladevorgang, vermutlich aufgrund von Übertemperatur.

Nach einem kurzen Abkühlen konnte die Powerbank aber weiter mit 60W entladen werden.

 

Ladedauer

Bei einer Powerbank mit solch hoher Kapazität ist ein schnelles Laden besonders wichtig, denn ansonsten kann es ewig dauern, bis diese wieder voll ist.

Auf dem Papier kann die Revolt ZX-3427-675 mit bis zu 60W laden.

Revolt 50000 mAh Powerbank Ladedauer bei der Nutzung des USB C Ports

Dies bestätigte sich auch im Test. Allerdings sehen wir, dass die Powerbank gegen Ende den Ladevorgang immer wieder kurz stoppte. Dies vermutlich temperaturbedingt.

Hierdurch dauert das Laden effektiv rund 5:30h.

Nicht extrem schnell, aber auch nicht zu langsam für eine Powerbank mit dieser mächtigen Kapazität.

Ladedauer bei der Nutzung des microUSB Eingangs und Quick Charge

 

Ladeeffizienz

Wie steht es um die Ladeeffizienz? Also wie viel Energie benötigt die Powerbank zum Laden, verglichen mit der Energie, die am Ende nutzbar ist.

Im Schnitt benötigte die Powerbank bei mir 226,7 Wh zum Laden. Entsprechend schwankte die Ladeeffizienz zwischen 77% und 80%, was solide Werte sind.

 

Fazit

Wenn du nach einer großen, also richtig großen, Powerbank suchst, ist die Revolt ZX-3427-675 eine sehr spannende und gute Wahl!

Das Wichtigste ist die Kapazität. Bei mir im Test erreichte die Powerbank zwischen 47027 mAh bzw. 174 Wh und 49249 mAh bzw. 182,22 Wh. Dies sind richtig gute Werte!

Damit hat die Powerbank fast das Doppelte an Kapazität verglichen mit den gängigen High End Modellen.

Weitere Pluspunkte gibt es für den USB C Port. Dieser bietet bis zu 65W nach dem USB Power Delivery Standard, inklusive einer PPS-Stufe. Damit ist die Powerbank in der Lage, auch Notebooks und Tablets mit einem vernünftigen Tempo zu laden. Hinzu kommen noch die drei USB A Ports, welche auch praktisch sein können.

Die Powerbank selbst wird in ca. 5:30h an einem 60W + USB C Ladegerät geladen, was ausreichend flott ist.

Kurzum, für unter 100€ bietet die Revolt ZX-3427-675 eine super Kapazität und ist dank des USB C Ports auch universell kompatibel.

Ugreen CD361 Nexode RG 65W GaN-Ladegerät im Test, ein Roboter als Ladegerät?!

Mit dem CD361 bietet Ugreen eins der außergewöhnlichsten USB-Ladegeräte des Jahres an. Dies weniger aufgrund der Technik und mehr aufgrund des Designs.

So setzt das Nexode RG 65W GaN-Ladegerät auf eine Roboter-Optik mit einem kleinen Display, welches je nach Status unterschiedliche „Gesichtsausdrücke“ anzeigt.

Das Ganze ist natürlich ein absolutes Gimmick. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Ist das Ugreen CD361 Nexode RG 65W GaN-Ladegerät auch abseits des Designs ein gutes Ladegerät?

Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Ugreen für das Zurverfügungstellen des Ladegerätes für diesen Test.

 

Ugreen CD361 Nexode RG 65W GaN-Ladegerät

Das Design ist sicherlich der wichtigste Punkt an diesem Ladegerät. So sieht dieses aus wie ein kleiner Roboter mit Kopfhörern.

Hierfür liefert Ugreen sogar eine Abdeckung für den Stromstecker mit, die wie Schuhe aussieht. Zudem haben wir ein kleines LED-Display auf der Front, das je nach Status des Ladegerätes unterschiedliche “Emotionen” anzeigt. Dies ist natürlich ein absolutes Gimmick.

Auf Seiten der Leistung ist aber das Ladegerät mit bis zu 65W durchaus brauchbar ausgestattet. Dabei ist dieses auch nicht übermäßig groß. Klar aufgrund des Designs ist es nicht absolut minimalistisch, aber es gehört dennoch zu den kompakteren Modellen mit 65W.

 

Anschlüsse des Roboters

Das Ugreen CD361 besitzt 2x USB C und 1x USB A.

  • USB C 1 – 65W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB C 2 – 30W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A – Quick Charge und 22,5W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Der primäre USB C Port bietet eine Leistung von bis zu 65W. Damit hat dieser genug Leistung für die meisten Smartphones und auch viele größere Geräte wie Tablets, dem Steam Deck und 13 Zoll Noteboks.

Der sekundäre USB C Port hingegen bietet “nur” bis zu 30W, was aber in der Regel auch für Smartphones gut ausreichend ist.

Der USB A Port zu guter Letzt unterstützt Quick Charge und den 22,5W Ladestandard der diversen asiatischen Smartphone-Hersteller.

 

Mit PPS

Unser kleiner Roboter unterstützt auch PPS.

3,3 – 11V bei bis zu 4,5A

Dies ist eine ordentliche PPS-Stufe, wobei es überraschend ist, dass diese bis 4,5A, was eine etwas merkwürdige Stufe ist. Allerdings ist diese +- ausreichend um beispielsweise ein Samsung S24 Ultra ungefähr mit dem vollen Tempo zu laden.

Warum +- ? Für die vollen 45W beim S24 Ultra sind in der Regel rund 4,7A nötig. Mit 4,5A ist das Nexode RG einen Hauch langsamer, aber das wird in der Praxis nicht auffallen.

 

Für welche Geräte geeignet

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
+++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
+ = flottes Ladetempo zu erwarten
0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
– = Langsames Ladetempo zu erwarten
— = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Mit einer Leistung von bis zu 67W ist das Ugreen Ladegerät für eine Vielzahl von Geräten geeignet.

Dank des USB Power Delivery Standards ist es universell kompatibel, egal ob du ein Apple-, Samsung-, Google- oder ein anderes USB-C-Gerät besitzt.

So kannst du ein Apple iPhone 15 Pro Max genauso mit dem vollen Tempo aufladen wie ein Samsung S24 Ultra oder ein Pixel 8 Pro. Wobei wir praktisch bei Samsung aufgrund der 4,5A PPS-Stufe ein Limit von +- 42-44W haben.

Das Ladegerät eignet sich aber auch für größere Geräte wie iPads, die Nintendo Switch, das Steam Deck oder sogar kleine bis mittelgroße Notebooks. Für die meisten 13-Zoll-Notebooks ist die Leistung von 67W beispielsweise völlig ausreichend.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist aus Sicht der Ladegeschwindigkeit bei USB Power Delivery nicht mehr ganz so wichtig. Was aber wichtig ist, ist dass alle Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben und dass diese nicht zu wild schwankt.

Die Spannungsstabilität des Nexode RG 65W sieht soweit gut aus. Wir haben bei allen Leistungsstufen eine leicht ansteigende Spannung bei zunehmender Last. Dies ist aber nichts Schlechtes und gleicht Verluste durch Ladekabel etwas aus.

 

Leerlauf Stromverbrauch

Aufgrund des kleinen Display Gimmicks könnte es sein, dass der Standby Stromverbrauch des Nexode RG 65W etwas höher ausfällt.

Dies ist aber in der Praxis kein großes Problem, so benötigt das Ladegerät im Leerlauf ca. 0,3W.

 

Effizienz des Nexode RG

Bei der Messung der Effizienz vergleiche ich die Menge an Energie, die ein Ladegerät aufnimmt mit der Menge, welches dieses wieder abgibt.

Eine höhere Effizienz bedeutet niedrigere Stromkosten, weniger Hitzeentwicklung und ist auch immer ein Hinweis auf hochwertige Elektronik.

Mit 77,2% bis 92,2% sieht die Effizienz des Nexode RG sehr gut aus!

Auch verglichen mit anderen Ladegeräten der 60-67W Klasse hält sich das Nexode RG erfreulich gut und gehört gerade bei höherer Last zu den effizientesten Modellen.

 

Fazit

Das Ugreen Nexode RG 65W GaN-Ladegerät* ist ein etwas speziellerer Kandidat. So haben wir hier im Kern ein sehr gutes 65W USB C Ladegerät, das aber gleichzeitig auch etwas „Merchandise“ für Ugreen ist.

Das mit dem Display ist beispielsweise ein lustiges Gimmick, aber in der Praxis auch nichts wirklich “Nützliches”. Es ist halt einfach lustig und nicht mehr oder weniger.

Ein alternativer Modus, bei welchem auf dem Display Leistungswerte angezeigt werden, wäre nett gewesen.

Aber trotz der etwas spezielleren Optik steckt im Nexode RG ein sehr fähiges Ladegerät der 65W, welches auch absolut zu empfehlen ist.

Dieses ist technisch modern und als gut gemacht zu bezeichnen. Also, wenn die Optik dich anspricht, ist nichts gegen das Nexode RG 65W GaN-Ladegerät* einzuwenden.

Western Digital WD Blue SA510 und WD Red SA500 SATA SSDs im Vergleich

Bei SATA SSDs gibt es nur noch wenig Entwicklung. Aufgrund des SATA-Anschlusses sind diese bei den Datenraten so stark limitiert, dass schnellerer NAND und Controller eigentlich nichts mehr bringen.

Western Digital bietet derzeit noch zwei aktuelle SATA SSDs an, die WD Blue SA510 und die WD Red SA500.

Die WD Blue SA510 ist die klassische Datenträger SSD für PCs und Notebooks. Die WD Red SA500 hingegen ist besonders für NAS-Systeme und den Dauerbetrieb gemacht und gedacht.

Entsprechend ist die WD Red SA500 auch ein Stück teurer. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Unterscheiden sich die beiden SSDs überhaupt groß? Hat WD vielleicht bei beiden SSDs die gleiche Hardware genutzt? Dies wäre ja nichts neues, dass sich “NAS” SSDs nur durch die Firmware unterscheiden.

Finden wir genau dies im Test heraus!

 

WD Blue SA510 und WD Red SA500 im Vergleich

Die SA510 und SA500 sind klassische 2,5 Zoll SATA SSDs. Diese sind abseits vom Aufkleber äußerlich identisch.

So besteht der untere Teil der SSD aus Metall, während der “Deckel” mit dem Aufkleber aus Kunststoff gefertigt ist.

Allgemein wirken die Western Digital SATA SSDs vergleichsweise “einfach”. So sind die Modelle von Crucial merklich massiver gebaut.

 

Datenraten der SSDs

Western Digital bietet beide SSDs mit 500GB, 1TB, 2TB und 4TB an. Die WD Blue SA510 wird auch noch in 250 GB angeboten.

SA510 Lesen Schreiben
250GB 555 MB/s 440 MB/s
500GB 560 MB/s 510 MB/s
1TB 560 MB/s 520 MB/s
2TB 560 MB/s 520 MB/s
4TB 560 MB/s 520 MB/s

L

SA500 Lesen Schreiben
500GB 560 MB/s 530 MB/s
1TB 560 MB/s 530 MB/s
2TB 560 MB/s 530 MB/s
4TB 560 MB/s 520 MB/s

esend befinden sich alle Versionen am Limit der SATA Verbindung, mit 560 MB/s (abseits der 250GB SA510).

Schreibend schwanken die Modelle auf dem Papier zwischen 440 MB/s und 530 MB/s.

 

4TB Versionen im Test

Hier im Test finden sich die 4TB Versionen der WD Blue SA510 und WD Red SA500.

 

SA510 und SA500 identisch?

Auf dem Papier sind die beiden SSDs sehr ähnlich. Ist es möglich, dass beide Modelle abseits der Firmware identisch sind?

Um dies herauszufinden, habe ich beide SSDs geöffnet. Und ja beide SSDs sind sehr ähnlich.

Controller RAM NAND
SA500 SM2259H NANYA 2311 NT5CC256M16ER SanDisk 006900-1T00
SA510 SM2259H NANYA 2328 NT5CC256M16ER SanDisk 006900-1T00

 

Beide SSDs nutzen den gleichen Silicon Motion SM2259H Controller und den gleichen NAND, welcher mit SanDisk 006900-1T00 beschriftet ist.

Vermutlich handelt es sich beim SanDisk 006900-1T00 um BiCS5 NAND von KIOXIA, allerdings ist diese Information von Western Digital sehr gut versteckt.

SA510 und SA500 im inneren

Der einzige Unterschied, den ich entdecken konnte, war der RAM-Cache.

Allerdings ist dieser bei beiden gleich groß und mit der gleichen Modellnummer NT5CC256M16ER beschriftet. Lediglich die Nummer NANYA “2328” / “2311” unterschied sich. Es könnte sich hierbei aber auch nur um unterschiedliche Chargen handeln.

Ansonsten konnte ich auch bei den passiven Komponenten keine Unterschiede entdecken.

 

Unterschiede bei der Garantie

Der wichtigste Unterschied ist die Garantie bei den beiden SSDs. Beide SSDs haben prinzipiell eine 5 Jahres Garantie.

Allerdings ist die WD Red SA500 ist für die 24/7 Nutzung zugelassen und hat eine signifikant höhere TBW.

Die SA500 hat mit 1TB ein TBW Rating mit 600 TB (4TB Version, 2,5 PB) und die SA510 ein Rating von 400 TB (4TB Version, 600TB).

Bei der 1TB Version ist der Unterschied von den beiden SSDs nicht ganz so gewaltig. Allerdings wird die Spanne größer, bei den 2TB und 4TB Modellen.

Im Allgemeinen ist das TBW-Rating gerade der WD Blue sehr zurückhaltend. Auch das der WD Red SA500 ist nicht “gigantisch” hoch.

Hat dieses Rating in der Praxis einen Einfluss? Nur für die Garantie. Natürlich ist immer ein höheres Rating ein Zeichen dafür, dass der Hersteller seiner SSD vertraut, aber dies bedeutet nicht zwingend, dass ein Modell haltbarer ist als das andere.

 

Folgendes Testsystem kommt für die Benchmarks zum Einsatz

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Benchmarks (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Werfen wir zunächst einen Blick auf CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist der beste Test um die maximale Leistung einer SSD zu ermitteln.

Beide SSDs bieten in CrystalDiskMark auf +- ein paar MB/s die gleiche Leistung. Gerade lesend sind die SSDs mit bis zu 566 MB/s unheimlich schnell. Damit sind diese die schnellsten SATA SSDs die ich bisher in den Fingern hatte.

Schreibend kommen wir auf 520 MB/s bzw. 522 MB/s, was auch ein gutes Abschneiden ist, aber auch nicht absolut rekordverdächtig.

Auch in AS SSD bieten beide Laufwerke die effektiv gleiche Leistung. Diese platzieren sich hier hinter der Kingston DC600M und der Samsung 870 EVO, aber vor der Verbatim Vi550 und der Silicon Power Ace A55.

Dies ist ein plausibles Abschneiden der SSD.

Und nochmal das gleiche Bild in Anvil’s Storage Utilities. Auch hier sind beide SSDs +- gleich auf und liegen hinter der Kingston und der Samsung, aber vor der Verbatim und Silicon Power.

 

PC Mark

Der PC-Mark-Test zielt mit seinem Speicher-Benchmark darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Büroanwendungen und Spiele zu simulieren.

Es stehen drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variant, “Data” und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Hier schneiden die beiden Western Digital SSDs erfreulich gut ab! So ist lediglich die Samsung 870 EVO hier nochmal ein gutes Stück besser.

Aber dies zeigt, dass sich die WD SSDs prinzipiell auch gut als System Laufwerk für ältere Systeme eignen.

 

3D Mark SSD Test

3D Mark hingegen spezialisiert sich auf die Messung von Spieleladenzeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.
  • Copying the Steam folder for Counter-Strike®: Global Offensive from an external SSD to the system drive.

Hier schneiden die SSDs ebenfalls sehr gut ab und müssen sich lediglich der Samsung 870 EVO geschlagen geben.

 

Praxis-Test

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tinas Wonderland ca. 52GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tinas Wonderland, Total War Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Hier gab es eine kleine (negative) Überraschung. So schnitten die beiden Western Digital SSDs am schlechtesten ab.

Dies kann ich mir offen gesagt nicht so ganz nach dem guten Abschneiden in den vorherigen Tests erklären. Eine mögliche Erklärung finden wir beim SLC-Cache.

 

Cache?

Viele, wenn nicht sogar die meisten, aktuellen SSDs besitzen einen so genannten SLC-Cache. Das heißt, dass diese effektiv nicht über die volle Kapazität auch die volle Schreibleistung erreichen können.

Dieses Problem ist bei NVME SSDs verbreitet, da selbst der beste NAND in der Regel keine 3000 MB/s erreichen kann.

Wie sieht es hier bei der WD Blue SA510 und WD Red SA500 aus? Gerade bei der WD Red wäre eine konstante Leistung sehr wünschenswert. Gibt es hier Unterschiede?

Um dies zu testen habe ich beide SSDs mit H2TestW einmal vollgeschrieben.

Zunächst erreichen auch hier beide SSDs exakt das gleiche Ergebnis. Dies ist etwas schlechter als bei der Samsung 870 EVO und der Kingston DC600M 3,84TB, aber auch nicht auffällig schlecht.

So scheinen beide SSDs eine konstant gute Leistung zu haben.

Wenn wir uns aber die Schreibrate im Detail ansehen gibt es schon ein paar interessante Punkte. So ist diese zwar recht gut, gerade verglichen mit den QLC SSDs, aber dennoch nicht perfekt konstant wie es bei der Samsung 870 EVO oder der Kingston DC600M der Fall ist.

Dies ist auch eine mögliche Erklärung für das Semi-gute Abschneiden beim Datei-Entpacken Test.

 

Fazit

Die Western Digital WD Blue SA510 und WD Red SA500 sind gute SATA SSDs, welche auch uneingeschränkt für alle gängigen Nutzungsszenarien empfehlenswert sind.

Dies liegt an der stabil hohen Leistung, welche auch unter konstanter Last nicht nennenswert einbricht. Dabei platzieren sich die SSDs allerdings unter der Samsung SSD 870 EVO, welche derzeit aus Sicht der Leistung die Speerspitze der SATA SSDs ist.

Wieso spreche ich hier aber gemeinsam von der Blue SA510 und Red SA500?

Nach allen Tests und meiner Einschätzung sind beide SSDs identisch! Diese bieten bis auf wenige % die gleiche Leistung (was die übliche Messschwankung ist). Auch im Inneren scheinen die gleichen Komponenten zum Einsatz zu kommen.

Unterschiede gibt es primär bei der Garantie und eventuell bei der Firmware. Allerdings bei letzterer können diese auch nicht groß ausfallen.

Von daher sind beides gute SSDs, sowohl für die Nutzung in Computer, wie auch NAS Systemen. Willst du allerdings eine besonders zuverlässige “professionelle” SSD für dein NAS/Server, dann musst du zu so etwas wie der Kingston DC600M greifen. Die RED setzt an sich auf normale (gute) Konsumer Technik. Willst du eine noch schnelle SSD, dann zur Samsung 870 EVO.

Die Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh im Test

Magnetisches kabelloses Laden ist an sich eine schöne Sache! Es ist super komfortabel und du brauchst dir um Kabel keine Gedanken mehr machen.

Entsprechend gibt es zunehmend mehr magnetische Powerbanks. Unterwegs eigentlich super, denn du brauchst nicht noch ein Kabel mitnehmen. Aber natürlich ist kabellos um einiges ineffizienter.

Baseus bietet mit seiner Magsafe Powerbank 6000mAh ein spannendes Modell in diesem Bereich an.

So ist dies eine sehr schön kompakte und handliche Powerbank, mit magnetischem kabellosem Laden, 6000 mAh und einem 20W USB C Port.

Wollen wir uns mal im Test ansehen, wie gut die Powerbank wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an Baseus für das Zurverfügungstellen der Magsafe Powerbank 6000mAh für diesen Test.

 

Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh im Test

Die Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh ist optisch sehr schick! Wir haben ein weißes Kunststoff-Gehäuse, das sehr wertig wirkt.

Allgemein ist dies eine der haptisch besten Powerbanks, die ich bisher von Baseus in den Händen hatte. Sogar Details wie der USB C Port sind sehr wertig mit einer kleinen silbernen Umrandung eingelassen.

Auch haben wir eine Gummierung im Bereich, der mit deinem Smartphone beim kabellosen Laden Kontakt hat. Hierdurch hält die Powerbank besser an deinem Smartphone und das Risiko für Kratzer ist reduziert.

Die Powerbank misst 97 x 64 x 15 mm und bringt 145g auf die Waage. Damit ist diese angenehm kompakt.

 

Anschlüsse und Features

Die Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh besitzt genau einen Anschluss, einen USB C Port.

  • USB C – 20W Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,5A

Wir haben hier einen ganz klassischen 20W USB C Power Delivery Port, welcher universell zu so ziemlich allen Smartphones kompatibel ist, egal ob nun iPhone oder zu den diversen Android Modellen.

Über den USB C Port wird die Powerbank auch geladen, aber mit maximal 18W.

Zudem haben wir natürlich das kabellose Ladepad, welches bis zu 15W liefern kann. Allerdings iPhones können hier auch mit maximal 7,5W geladen werden.

 

Die Kapazität der Powerbank

Ich habe die Kapazität der Baseus Magsafe Powerbank wie üblich zunächst über den USB C Port und mithilfe einer elektronischen Last gemessen.

Folgende Kapazitätswerte konnte ich hier ermitteln:

Wh mAh % der HA
5V/1A 21.757 5880 98%
9V/1A 20.142 5444 91%
9V/2A 17.129 4629 77%

 

Dies sieht doch gut aus! Ich konnte bis zu 5880 mAh bzw. 21,757 Wh messen. Dies entspricht satten 98% der Herstellerangabe.

Selbst bei 9V/1A kommen wir immer noch auf gute 5444 mAh bzw. 20,142 Wh.

 

In der Praxis

Aber wie viel Kapazität bringt die Powerbank in der Praxis? Kabelloses Laden ist leider vergleichsweise ineffizienz, entsprechend fällt die Ladung etwas kleiner aus.

Ich habe die Powerbank mit einem Apple iPhone 15 Pro Max getestet.

Hier brachte die Powerbank das iPhone auf 80% bzw. bei Durchlauf 2 auf 81%.

 

Ladedauer Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh

Die Powerbank ist nun leer, wie lange dauert das Aufladen an einem 20W (oder größerem) USB C Ladegerät.

Es dauert ziemlich genau 2 Stunden, bis die Powerbank von 0% auf 100% gebracht ist, was recht flott ist.

 

Fazit

Wir haben hier eine gute Magsafe Powerbank*, welche in der Lage ist, die kleineren iPhones von 0% auf 100% zu bringen und die größeren iPhones (Max Modelle) auf +- 80%.

Dies ist eine sehr solide Leistung für solch eine kompakte Powerbank beim kabellosen Laden.

Hinzu kommt eine gute Kapazität über den USB C Port mit bis zu 5880 mAh und ein flottes Aufladen. So ist die Powerbank in +- 2 Stunden wieder komplett gefüllt.

Also von daher ist die Baseus Magsafe Powerbank 6000mAh empfehlenswert, wenn du eine kompakte kabellose Powerbank suchst.

Noctua NV-FS1 im Test, ein Schreibtisch – Ventilator von Noctua ?!

Mit dem “NV-FS1” bietet Noctua ein erstes Produkt der neuen Home-Serie an. Hierbei handelt es sich um einen Tischventilator.

Klingt im ersten Moment vielleicht etwas verrückt, aber macht in Noctuas Lineup durchaus Sinn! So setzt der Tischventilator auf den NF-A12x25 PWM “PC” Lüfter, welcher mit einer Halterung, Luftstromverstärker und entsprechendem Netzteil ausgestattet ist.

Wollen wir uns dieses Set von Noctua einmal im Test ansehen und schauen, ob dieses die 99€ auch Wert ist, die der Hersteller verlangt!

An dieser Stelle vielen Dank an Noctua für das zur Verfügung stellen des NV-FS1 für diesen Test.

 

Der Noctua NV-FS1 im Test

Bei dem Noctua NV-FS1 handelt es sich eigentlich nicht um ein Produkt, sondern um ein “Set”, welches den NF-A12x25 PWM in einen Schreibtisch-Ventilator verwandelt.

Die Komponenten aus diesem Set lassen sich prinzipiell auch einzeln kaufen, falls du nicht alles benötigst.

So besteht dieses Set aus folgenden Komponenten:

Erfreulicherweise kommt das Set auch bereits fertig vormontiert.

Als ich das erste Mal von diesem Set gehört hatte, gab es bei mir etwas die Sorge, dass es sich hier um ein recht einfaches Produkt handelt und vielleicht sogar die Komponenten nur irgendwie 3D gedruckt sind usw.

Aber diese Sorge bestätigt sich in der Praxis nicht!

Vor allem die Noctua NV-FM1 Halterung ist unheimlich massiv! Diese ist komplett aus Metall gefertigt und wirkt einfach stabil und gut gemacht. Hierdurch hat diese auch ein gewisses Gewicht, was ein umkippen des Lüfters effektiv verhindert.

Zudem finden sich auf der Unterseite des Standfußes Gummi-Pads wie auch Schraubenlöcher. Noctua liefert sogar passende Schrauben und Dübel mit, falls du den Lüfter an der Wand montieren willst.

Der Luftstromverstärker sieht zwar im ersten Moment etwas merkwürdig aus, macht aber, was der Name sagt.

Dieser fokussiert den Luftstrom ein gutes Stück, wodurch er stärker erscheint.

Allgemein sieht das komplette Noctua NV-FS1 Set etwas “DIY” mäßig aus und ist sicherlich nichts für das Lifestyle Wohnzimmer, aber funktional ist alles recht durchdacht und sinnvoll.

 

Stromversorgung und Steuerung des Noctua NV-FS1

Das Herzstück des Noctua NV-FS1 Set stellt der Noctua NF-A12x25 PWM Lüfter dar. Hierbei handelt es sich um den ganz “normalen” PC Lüfter mit 4-Pin Lüfteranschluss.

Entsprechend solltest du das Set nicht mehr wollen oder der Lüfter hat irgendwie einen Schaden, dann kannst du diesen problemlos gegen einen beliebigen 120 mm Lüfter tauschen oder diesen anderweitig verwenden.

Natürlich kannst du den Lüfter mit seinem 4-Pin Adapter nicht einfach mit der Steckdose verbinden. Hierfür legt Noctua gleich mehrere Adapterstücke bei.

Zunächst haben wir die Noctua NA-FC1 Lüftersteuerung. Diese besitzt einen 4-Pin Lüfter Eingang und Ausgang, wie auch einen kleinen Drehschalter auf der Oberseite.

Dieser Drehschalter erlaubt ein Verstellen der Lüfterleistung zwischen 0% und 100%, durch das PWM-Signal.

Die Stromversorgung verläuft über das Noctua NV-PS1 Netzteil. Hierbei handelt es sich um ein Noctua gebrandetes 230V zu 12V / 2A, also 24W, Steckernetzteil. Dieses endet auf einem normalen Rundstecker. Hier liegt erneut ein Adapter vom Rundstecker auf den 4-Pin Stecker bei.

Also ja, wir haben hier einige Adapter und Adapterkabel, welche benötigt werden. Es liegt auch noch eine Verlängerung mit im Lieferumfang.

 

Super leise bei hoher Leistung

Das Herzstück des Tischventilators ist der bekannte Noctua NF-A12x25 PWM Lüfter, in der chromax.black Version.

  • Noctua NF-A12x25 PWM
  • 120 mm
  • bis zu 2000 rpm
  • 102,1 m³/h Volumenstrom
  • 2,34 mm H₂O Statischer Druck
  • 22,6 dB(A) Geräuschentwicklung
  • selbststabilisierendes Öldruck Lager

Hier brauchen wir nicht drum herumreden, der Noctua NF-A12x25 PWM ist im PC, gerade an Radiatoren, aufgrund des hohen statischen Drucks einer der besten Lüfter auf dem Markt!

In Kombination mit dem Luftstromverstärker sorgt dies für eine durchaus beachtliche „Reichweite“, auf welchem du den Luftstrom noch spüren kannst. Der Luftstromverstärker hilft, den Luftstrom zu fokussieren, welcher ansonsten deutlich breiter gefächert wäre. Dabei hilft sicherlich auch etwas der hohe statische Druck des Lüfters.

Aufgrund der 120 mm Breite ist dieser natürlich nichts um ein großes Wohnzimmer zu “belüften”. Wir sind hier also nicht auf dem Level eines Standventilators, aber verglichen mit USB Tischventilatoren, wovon ich schon einige hatte, schneidet der Noctua NV-FS1 sehr gut ab!

Hier ist dieser für seine Größe das stärkste Modell, das ich bisher in den Fingern hatte.

Dabei ist dieser auch recht leise. Auf 100% Leistung ist dieser zwar durchaus hörbar, aber besitzt einen sehr gleichmäßigen und “sanften” Ton und kein Klackern oder Klappern, wie ich es von billigen Tischventilatoren kenne.

Bei unter ca. 50% Leistung haben wir immer noch eine frische Brise, aber hier wird der Ventilator praktisch unhörbar. Hier ist dieser glatt leiser als mein Notebook im Leerlauf.

Dies liegt auch daran, dass der Lüfter mehrfach durch Gummi-Halterungen entkoppelt ist.

Von daher sieht das Verhältnis aus Lautstärke und Leistung richtig gut aus!

 

Ein paar Messungen

Ich habe auch ein paar Messungen durchgeführt. Bei diesen habe habe ich die Strömungsgeschwindigkeit im Abstand von 30 cm wie auch die Lautstärke gemessen.

Um den Werten etwas “Referenz” zu geben habe ich die Tests auch mit 3x alternativen Tischventilatoren durchgeführt.

Hierbei handelt es sich um 2x NoName Modelle und den MeacoFan 260C.

Strömungsgeschwindigkeit Lautstärke
Noctua NV-FS1 2,8 m/s 47 db
MeacoFan 260C 3,4 m/s 55 db
NoName klein 3,0 m/s 53 db
NoName groß 2,5 m/s 52 db

Auf Seiten der Strömungsgeschwindigkeit ist der Noctua NV-FS1 sicherlich nicht das stärkste Modell. Allerdings, wenn wir Strömungsgeschwindigkeit und Lautstärke ins Verhältnis setzen, sieht es doch sehr gut für den Noctua NV-FS1 aus!

So ist dieser vor allem sehr leise für seine doch sehr ordentliche Leistung.

Wichtig, Strömungsgeschwindigkeit bedeutet nicht auch zwingend, dass das Volumen der bewegten Luft größer ist.

 

Sehr langlebig!

Eine Erfahrung, die ich auch bei normalen Ventilatoren gemacht habe, ist die meist mäßige Haltbarkeit.

Nach einer gewissen Zeit fangen diese alle an zu klappern oder irgendwie “unsauber” zu laufen, was meist viel mehr stört als ein gleichmäßiges Betriebsgeräusch.

Hier erwarte ich vom Noctua NV-FS1 bzw. dem Noctua NF-A12x25 PWM deutlich mehr!

So habe ich einen Noctua NF-A12x25 seit rund 3 Jahren im Dauerbetrieb in meinem Server-Schrank und dieser läuft noch wie am ersten Tag.

Entsprechend erwarte ich auch vom Noctua NV-FS1 viele Jahre Betriebszeit. Und selbst wenn nicht, dank des modularen Aufbaus kannst du alle Komponenten problemlos einzeln tauschen, was ein großer Punkt für Umwelt und Haltbarkeit ist.

 

Stromverbrauch Noctua NV-FS1, nicht ansatzweise 24W

Das im Lieferumfang beiliegende Netzteil besitzt eine Leistung von 12V / 2A, also 24W. Offen gesagt weiß ich nicht, warum Noctua solch ein großes Netzteil gewählt hat, denn der Lüfter benötigt nicht ansatzweise so viel Energie!

Dieser hat einen Anlauf Verbrauch von rund 3W, welcher dann aber auf rund 2W (bei 100% Leistung abfällt). Damit benötigt dieser extrem wenig Energie.

 

Fazit zum Noctua NV-FS1

Mit dem NV-FS1* hat Noctua ein spannendes Set zusammengestellt, welches auch wirklich hervorragend funktioniert!

So ist der Tischventilator sehr leise, aber vergleichsweise kräftig. Nein dieser ist jetzt nichts für ein großes Wohnzimmer, aber verglichen mit einem 08/15 USB Tischventilatoren ist der Noctua NV-FS1 kräftiger und dabei recht leise.

Selbst auf voller Leistung ist dieser sehr erträglich! Sogar der Luftstromverstärker, welcher auf den ersten Blick wie ein Gimmick aussieht, macht in der Praxis absolut Sinn und fokussiert und verlängert somit den Luftstrom merklich.

Auch die NV-FM1 Halterung ist super stabil und gut gebaut. Ja, das ganze Set strahlt einen gewissen DIY Flair aus, aber funktional ist alles super!

Wenn ich mir was wünschen dürfte, wäre es vielleicht ein alternatives Netzteil, vielleicht sogar USB-Basiert, denn das beiliegende 24W ist absolut übertrieben für den einen Lüfter.

So braucht der Noctua NF-A12x25 PWM, auf dem das Set basiert, gerade einmal 3 W bei 100% Leistung. Was aber auch wieder ein erfreulich niedriger Verbrauch ist!

Kurzum, ja das Noctua NV-FS1 Schreibtisch-Ventilator Set funktioniert wunderbar und ist auch qualitativ sehr hochwertig! Wir spielen hier locker 3 Liegen über den 08/15 USB-Ventilatoren.

Allerdings verlangt Noctua dafür auch satte 99€, was ich offen gesagt für etwas hoch angesetzt halte. Wir haben hier allerdings auch die gewohnte Noctua Qualität, aber etwas vergleichbares „selbst basteln“, gerade mit einem 3D Drucker, wäre nicht völlig unmöglich.

Keine Produkte gefunden.

BOOX Note Air3, E-Ink Tablet mit Stylus, die bessere Alternative zum reMarkable

Vor einer ganzen Weile hatte ich mir auf Techtest.org bereits das reMarkable Tablet angesehen. Hierbei handelte es sich um ein E-Ink Tablet, welches besonders für handschriftliche Notizen optimiert war.

Allerdings hatte sich reMarkable weniger gut entwickelt und zunehmend Feature hinter einem Abo-Dienst versteckt.

Daher war ich auf das BOOX Note Air3 extrem gespannt! Beim BOOX Note Air3 handelt es sich ebenfalls um ein E-Ink Tablet, welches auch einen Stylus für Notizen besitzt und auf den ersten Blick sehr vielversprechend aussieht.

So nutzt dieses beispielsweise Android als Betriebssystem! Dieses ist zwar sehr stark auf die Funktionalität eines e-Readers optimiert, was aber dennoch einen Zugriff auf den regulären Google Play Store erlaubt.

Ein Tablet mit E-Ink Display und Android?

Wollen wir uns das BOOX Note Air3 einmal im Test ansehen! Stellt dieses wirklich die bessere Alternative zum remarkable dar?

An dieser Stelle vielen Dank an ONYX BOOX für das Zurverfügungstellen des Tablets für diesen Test.

 

BOOX Note Air3 im Test

Das Note Air3 ist ein sehr spezielles Tablet. Dies ist direkt ersichtlich, wenn du es das erste Mal in die Hand nimmst.

So ist dieses aus Metall gefertigt und unheimlich dünn. Es hat lediglich eine Dicke von 5,8mm. Zum Vergleich, das iPad Air hat 6,1 mm ist also einen Hauch dicker.

Dabei sind aber beide +- gleich schwer. Das BOOX Note Air3 bringt 450g auf die Waage. Das in Kombination mit dem Metall-Gehäuse und der flachen Bauweise lässt das Tablet sehr massiv erscheinen.

Auch die generelle Verarbeitungsqualität ist stark! Das Note Air3 fühlt sich wie ein wahres Premium Gerät an.

Auf Seiten der Ausstattung ist dies schlicht. Wir haben das 10,3 Display auf der Front, mit einem auf der linken Seite etwas ausgeprägteren Rahmen. Dieser soll das Halten des Tablets erleichtern, wenn du auf diesem liest.

Ansonsten haben wir ebenfalls auf der linken Seite den USB C Ladeport (an einer eher semi optimalen Position) und einen Einschalter auf der Oberseite.

In dem Einschalter auf der Oberseite ist auch ein Fingerabdruckscanner integriert. Kameras besitzt dieses Tablet keine.

 

Mit Android!

Die meisten eReader nutzen eine proprietäre Software des Herstellers, die auf ein Minimum an Funktionalität beschränkt ist, meist auf das Lesen von Büchern.

Allerdings nutzt das BOOX Note Air3 Android. Das hier verwendete Android ist allerdings vergleichsweise stark modifiziert.

So landen wir nach dem Start auf einer e-Reader angepassten Benutzeroberfläche mit einer Bibliothek, einem eBook Store, einem Bereich für Notizen usw.

Allerdings haben wir auch eine “App” Sektion. Hier finden wir neben der Galerie und einem Musik-Player vor allem den Play Store!

Ja, wir haben hier den “normalen” Google Play Store.

Du kannst über diesen beliebige Apps, andere eReader usw. installieren. Du könntest sogar WhatsApp, Facebook oder Instagram auf dem Tablet installieren.

Natürlich ist das BOOX Note Air3 nicht die beste Option für Instagram oder das Websurfen, aufgrund des schwarz/weiß E-Ink Displays, aber es ist prinzipiell alles möglich und du bist nicht eingeschränkt.

So kannst du Google Play Bücher, Amazon Kindle und weitere eBook Marktplätze problemlos nachinstallieren und nutzen. Du bist hier also nicht auf ein Ökosystem eingeschränkt.

 

Beleuchtetes E-Ink Display

Die Besonderheit am BOOX Note Air3 ist das 10,3 Zoll Display. Wir haben hier ein HD Carta 1200 Display, welches auf die E-Ink Technologie setzt.

Entsprechend haben wir hier ein “schwarz/weiß” Display, mit einigen Besonderheiten.

E-Ink Displays benötigen keine Energie, wenn sich das Bild nicht verändert. Zudem sind diese sehr “klar” lesbar, auch bei prallem Sonnenschein, und das Bild ist allgemein sehr augenfreundlich.

Daher nutzen auch die meisten eBook Reader E-Ink Displays. Das BOOX Note Air3 hat hier eins der besten, das ich bisher gesehen habe! Mit 1404×1872 Carta ist dieses recht hoch aufgelöst und der Kontrast des E-Ink Displays ist stark.

Also ja zum Lesen ist das Note Air3 herausragend.

Allerdings hat E-Ink auch einige Schwächen, welche normalerweise bei eBook-Readern nicht so hervorstechen.

Eine Schwäche ist die mangelnde Beleuchtung. E-Ink Displays sind von Haus aus nicht selbstleuchtend. Im Gegenzug sind dieser aber selbst bei praller Sonne gut lesbar.

Diesen Kritikpunkt hat BOOX allerdings mit einem gesonderten Backlight behoben. Entsprechend ist das Note Air3 auch bei Dunkelheit gut nutzbar.

Der andere Kritikpunkt sind Reaktionszeiten und das „Hängenbleiben“ von Pixeln. E-Ink Displays sind sehr träge und es kann passieren, dass Konturen von einem zuvor angezeigten Inhalt als Schatten sichtbar bleiben.

Hierfür gibt es eine “Refresh” Taste, welche das Bild säubert, sollte dieser Effekt zu stark sein.

Beim Lesen ist dies kein Problem, wenn du ab und an mal ne Seite umblätterst. Allerdings da wir hier ein Android Tablet vor uns haben, ist es auch möglich Videos auf diesem zu schauen oder Spiele zu spielen.

Dies ist, nennen wir es mal, eine sehr spezielle Erfahrung und eigentlich nichts, was du mit dem Tablet machen möchtest.

So ist das Display primär für ruhige Inhalte geeignet.

 

Mit Lautsprechern

Im BOOX Note Air3 sind sogar Lautsprecher für die Musik integriert. Diese sind jetzt wahrlich nichts Besonderes, aber recht laut und qualitativ ausreichend für etwas Musik nebenbei.

Ich würde sagen, qualitativ sind wir hier auf dem Level von 100-200€ Smartphones.

Lediglich dass die Lautsprecher beide am linken Rand angebracht sind, ist etwas “ungewohnt”.

 

Der Stift, ein super Notizbuch!

Einer der wichtigsten Punkte beim BOOX Note Air3 ist der beiliegende Stift/Stylus. Dieser erlaubt nicht nur eine komfortable Navigation durch die UI, sondern auch das Anfertigen von Notizen oder Kommentaren in Dateien.

Die Kombination aus dem guten Stylus und dem Display mit einer leicht matten und texturierten Oberfläche macht das Note Air3 zu einem Notiz-”Monster”.

Ich finde das Schreiben auf dem Tablet sehr angenehm. Dies fühlt sich deutlich mehr nach normalem Papier an, wie beispielsweise ein iPad. Dies einfach aufgrund der texturierten Oberfläche.

Hier geht dieses sehr deutlich in die Richtung des reMarkable Tablets. Dieses hat hier noch eine etwas stärker ausgeprägte Textur, aber beide sind durchaus gut vergleichbar.

Das Display ist was die Reaktionszeit angeht, natürlich nicht so gut wie z.B. ein iPad, aber auch nicht “furchtbar” schlecht. So fand ich dies beim Schreiben nicht groß störend.

Ebenfalls positiv war die Druckempfindlichkeit. Der Stift reagiert präzise auf den von dir ausgeübten Druck.

 

Ausreichende Leistung

Das Herzstück des BOOX Note Air3 ist der Qualcomm Snapdragon 680. Hierbei handelt es sich um einen etwas älteren SOC, welcher aber völlig ausreicht, das Tablet anzutreiben.

Aufgrund des trägeren E-Ink Display würde es auch gar nicht auffallen, wenn Animationen nicht 100% flüssig laufen.

Allerdings, soweit ich dies beurteilen kann, läuft das Tablet gut und auch die Animationen sind soweit sauber. Die typischen Anwendungen wie eBook Reader, aber auch Facebook, der Play Store und Ähnliches läuft gut.

Spiele, abseits von vielleicht Schach, wirst du auf dem Tablet eh nicht spielen. Hier ist entsprechend die Leistung nicht relevant.

Kurzum, das Tablet läuft gut.

 

BOOX Note Air3 gegen das reMarkable 2

Das reMarkable 2 Tablet ist ein sehr populäres “Notiz-Tablet”, welches ich auch besitze. So sind beide Tablets +- gleich teuer und auf den ersten Blick ähnlich.

Aber im Detail sind die Unterschiede gewaltig!

Was spricht zunächst für das reMarkable 2? Das reMarkable 2 hat noch ein etwas “natürlicheres” Schreibgefühl, durch das noch stärker texturierte Display und tendenziell waren auch die Reaktionszeiten des Displays beim Schreiben etwas besser.

Das war es aber auch schon an Pluspunkte für das reMarkable 2. Das reMarkable 2 ist ausschließlich für Notizen. Ja du kannst auch PDFs öffnen und lesen, aber es gibt keine Apps und der Funktionsumfang ist sehr limitiert.

Hinzu kommt, dass du beim reMarkable 2 mittlerweile für fast alles ein Cloud Abo benötigt: https://remarkable.com/store/connect

Und dies ist beim BOOX Note Air3 anders. Du kannst die Notiz-App und den eBook Reader des Herstellers nutzen oder du kannst dir aus dem Play-Store eine beliebige andere App laden. Du hast diverse Bücher über Kindle gekauft? Dann kannst du auch über das BOOX Note Air3 auf diese zugreifen.

Du hast schon ein Google Drive Abo? Dann kannst du dieses nutzen, um Daten hin und her zu schicken.

BOOX Note Air3 vs. Remarkable

Dabei ist auch das Schreibgefühl des BOOX Note Air3 nicht signifikant schlechter, das Display ist sogar tendenziell besser.

Kurzum, ich würde das reMarkable 2 nicht kaufen und ganz klar das BOOX Note Air3 bevorzugen.

 

Fazit

Das BOOX Note Air3 ist ein spezielles Tablet. Suchst du ein universelles Tablet zum Webbrowsen, Facebook schauen usw. Dann bist du hier nicht richtig.

Das BOOX Note Air3 kann zwar prinzipiell alles, du kannst auch auf diesem Videos schauen, allerdings aufgrund des e-Ink Displays ist dies alles etwas “spezieller”.

Die Kernfunktion des BOOX Note Air3 ist das Lesen von Büchern und das Erstellen von Notizen mit dem Stift. Beides kann das Tablet auch wunderbar! So ist das Schreiben auf diesem um einiges angenehmer als beispielsweise auf einem iPad, aufgrund des texturierten Displays.

Und generell bietet das e-Ink Display eine sehr gute Ablesbarkeit und hohe „Augenfreundlichkeit“. Selbst bei praller Sonne ist dieses gut lesbar, wie auch bei Nacht dank der Beleuchtung.

Im Gegensatz zum reMarkable 2 ist dabei das Note Air3 aber eine offene Plattform. Du kannst beliebige Apps aus dem Google Play Store nachinstallieren. Klar aufgrund des e-Ink Displays ist jetzt sowas wie Netflix nicht praktikabel, aber beispielsweise alternative eBook Stores oder Notizen Apps sind eine Option.

BOOX Tablet Note Air3 10,3 Zoll Monochrom ePaper Tablet 64GB Android...
  • Sie können sich besser konzentrieren, wenn alles schwarz und...
  • Die Auflösung des HD-Bildschirms von 227PPI sorgt für ein...
  • Mit dem flexiblen Android 12 OS, dem monochromen ePaper...
  • Mit seinen verschiedenen Werkzeugen für Kunst und Notizen ist...
  • BOOX Note Air3 wird mit 1 Eingabestift BOOX Pen Plus und...

Ebenso kannst du auch mal schnell etwas im Internet nachschlagen, wenn du dir z.B. bei einer Notiz nicht sicher bist.

Kurzum, wenn du ein “Notiz” Tablet suchst, mit einem besonders angenehmen Schreibgefühl, das in Richtung von Papier geht, dann wäre das BOOX Note Air3 derzeit meine Nummer 1!

Welche ist die beste Varta Batterie? Alle Serien getestet

Vor kurzem habe ich einen Vergleich diverser AA-Batterien der großen Supermärkte und Discounter angefertigt.

Hier hatte ich als Referenz auch eine Batterie von Varta und Duracell mit in den Vergleich aufgenommen. Dabei hat vor allem die Varta Batterie richtig schlecht abgeschnitten.

Hier hatte ich allerdings auch die einfachste Serie von Varta gewählt. Varta bietet nun X verschiedene AA-Batterien an, von supergünstig bis recht teuer.

In diesem Artikel schauen wir uns einmal alle Batterie Serien von Varta an (die ich finden konnte) und wie groß hier die Unterschiede sind.

 

Die Varta Batterie-Serien

Varta bietet eine unübersichtlich große Menge an Batterie Serien an. Hier ist es auch teils gar nicht so einfach festzustellen, welche nun die beste ist und welche die schlechteste Serie ist.

Varta Longlife
Varta Longlife Max Power
Varta Super Heavy Duty
Varta Industrial Pro
Varta Ultra Lithium
Varta Longlife Power

 

Sonderfall Ultra Lithium und Super Heavy Duty

Es gibt zwei AA-Batterien von Varta die auf eine völlig andere Zellen-Chemie setzen. So nutzt die Ultra Lithium, wie der Name schon sagt, Lithium, was zu deutlich höheren Laufzeiten und höheren Spannungen führen soll.

Damit sind diese Batterien ideal für leistungsintensive Anwendungen.

Die Super Heavy Duty sind das genaue Gegenteil. Hierbei handelt es sich um Zink-Kohle-Batterien. Dies ist eine sehr alte Akku-Technologie welche gerade bei höheren Strömen praktisch nicht nutzbar ist. Lediglich beim sehr langsamen Entladen, beispielsweise in einer Uhr, kann diese Technologie eventuell noch Sinn machen.

 

Wie wurden die Batterien getestet?

Die Batterien in diesem Vergleich wurden im SkyRC MC3000 getestet. Hier habe ich diese mit 0,1A Last entladen (einer geringen Last) und 0,4A, einer etwas höheren Last.

Dabei habe ich jeweils 2 Batterien von jedem Anbieter getestet und aus diesen beiden Werten einen Mittelwert gebildet. Sollten sich die beiden Werte zu deutlich unterschieden haben, habe ich noch eine 3. Batterie getestet bzw. sogar eine 4.

Die Batterien wurden bis zu einer Spannung von 1V entladen, dann stoppte der Test.

0,1A ist effektiv die niedrigste Last, die ich zuverlässig testen kann. Allerdings ist dies für eine Batterie immer noch recht schnell, vergleichbar mit einer LED-Kerze usw.

0,4A sind eher vergleichbar mit einer Taschenlampe.

 

Messwerte bei niedriger Last

Beginnen wir mit den Messwerten bei 0,1A Last, also niedriger Last. Folgende Werte konnte ich ermitteln:

Wir sehen zunächst, dass ich wirklich in meinem letzten Vergleich per Zufall die so ziemlich schlechteste Varta Batterie erwischt habe.

So bot die Varta Energy die 2. niedrigste Kapazität. Lediglich die “spezielle” Super Heavy Duty Batterie ist noch signifikant schlechter.

Am besten schnitt die Ultra Lithium ab, was nicht überrascht, gefolgt von der Longlife Max Power.

Damit belegen die beiden größten und teuersten Modelle auch Platz 1 und 2. Vergleichen wir die Werte mit den anderen bisher von mit getesteten AA-Batterien.

Und hier stehen die Varta Batterien sogar recht gut da! Genau genommen sind die größeren Modelle sogar die besten.

Auffällig für mich war hier vor allem das Abschneiden der Varta Industrial Pro, welche preislich recht attraktiv ist.

 

Und bei höherer Last?

Aber wie sieht es bei der höheren Last von 0,4A aus?

Im Kern verändert sich hier die Rangliste nicht groß. Die Lithium Batterie bleibt auf Platz 1, gefolgt von der Longlife Max Power. Allerdings ist klar zu sehen, dass sich die Lithium AA Batterie bei höherer Last signifikant besser schlägt als die Alkaline Batterien. Für diese sind 0,4A Last schon recht viel.

Erneut schauen wir uns das Ganze einmal im Vergleich zu den anderen von mir getesteten AA-Batterien an.

Erneut ein sehr starkes Abschneiden der Varta Batterien, zumindest der Longlife Max Power, Longlife Power und Industrial Pro.

 

Preis / Leistung

Aber wie steht es um die Preis/Leistung? Die Preise von Batterien schwanken teils extrem je nach Set Größe und Händler.

Ich habe die Batterien für diesen Vergleich entweder bei den jeweiligen Supermärkten oder bei https://www.ttt48.de/ gekauft. Diese Preise nehme ich jetzt einfach mal an (Stand Mai 2024).

Hier können dann unsere Varta und allgemein die Marken Batterien nicht mehr mit den Discountern und Supermärkten mithalten.

 

Fazit, welche ist die beste Varta Batterie?

Augen auf beim Varta Kauf! Nach meinem Test baut prinzipiell Varta die besten AA-Batterien auf dem Markt, mal die diversen Lithium Batterien außen vorgelassen.

Allerdings sind nicht alle Varta-Serien gleichermaßen zu empfehlen. So würde ich die Varta Longlife, Varta Energy und Varta Super Heavy Duty nicht empfehlen!

Welche Varta Batterien würde ich als “gut” einstufen?

  • Varta Longlife Max Power
  • Varta Longlife Power
  • Varta Industrial Pro

Dabei ist die Varta Industrial Pro die vermutlich sinnvollste Batterie. Denn diese ist aus Sicht der Preis/Leistung durchaus interessant. Allerdings aus Sicht der Preis/Leistung können diese nicht mit den Discounter Batterien mithalten.