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Geheimtipp, herausragende Semi-in-Ear Ohrhörer! Die FIIL CC im Test

FIIL gehört für mich zu den spannendsten Audio Herstellern aktuell auf dem Markt. Produkte von FIIL werdet Ihr in der Regel nicht auf dem deutschen Markt finden. Lediglich die diversen chinesischen Versender, AliExpress, Gearbest usw. haben vereinzelt Produkte von FIIL im Programm.

Eins der gerade was das Design angeht spannendsten Produkte hier sind die neuen FIIL CC. Bei den FIIL CC handelt es sich um Designer TWS Ohrhörer, die absolut einmalig aussehen.

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Hinzu kommt laut FIIL ein spitzen Klang! Dafür will FIIL aber auch nur rund 50-60€ haben. Klingt doch spannend, das dachte ich mir auch daher habe ich mit die FIIL CC aus China bestellt.

Können diese im Test überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

 

Die FIIL CC im Test

Das Design der FIIL CC ist als einzigartig zu bezeichnen! Ich habe noch nie TWS Ohrhörer mit einem vergleichbaren Design gesehen, was selten ist! Gerade kleinere Marken kaufen in der Regel ihre Produkte nur zu und setzen hier auf ein Design das der Fertiger bereits fertig in der Schublade liegen hat. Im besten Fall wird dieses lediglich nur etwas modifiziert.

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Dass FIIL hier aber ein komplett eignes Design nutzt ist für eine kleinere Marke ungewöhnlich.

So sind die FIIL CC in einer kleinen Ladeschatulle verstaut. Diese verfügt über keinen Deckel! Anstelle dessen werden die Ohrhörer einfach nach oben herausgeschoben. Dabei sind die Ohrhörer selbst in das Design der Ladebox integriert.

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Die Ladebox misst dabei 44 x 50 x 20mm und bringt 43,5g (inklusive Ohrhörer) auf die Waage. Die Ohrhörer selbst wiegen nur 4g.

Damit ist sowohl die Ladebox wie auch die Ohrhörer vergleichsweise leicht. Erstaunlich, denn beispielsweise die Ladebox ist äußerlich mit Aluminium verkleidet. Auch die Ohrhörer selbst haben eine Aluminiumoptik, sind aber komplett aus Kunststoff gefertigt.

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Der generelle Qualitätseindruck ist dabei aber sehr hoch! Die FIIL CC wirken wie ein echtes Premium Produkt!

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Die Akkulaufzeit der Ohrhörer liegt bei 3 Stunden, was ich auch voll bestätigen kann. Dabei können die Ohrhörer 4x von der Ladebox geladen werden ehe diese selbst via USB C geladen werden muss.

 

Tragekomfort

Die FIIL CC sind grundsätzlich sehr locker und luftig sitzende Ohrhörer. Dies liegt am Formfaktor und dem Verzicht auf die Silikonaufsätze.

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Allerdings im direkten Vergleich fand ich die JBL TUNE 225TWS noch einen Hauch bequemer. FIIL setzt bei den CC komplett auf einen harten Kunststoff, während beispielsweise JBL eine leichte Gummierung nutzt.

Dennoch würde ich die FIIL CC als sehr bequem einstufen!

 

Klang der FIIL CC

Kommen wir zu dem Punkt auf den Ihr sicherlich gewartet habt, den Klang. Dieser wird natürlich extrem durch den Formfaktor der FIIL CC beeinflusst! Da die FIIL CC Eure Ohren nicht komplett verschließen klingen diese völlig anders als reguläre Semi-in-Ear Ohrhörer.

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Die Höhen werden sicherlich am wenigsten vom Semi-in-Ear Formfaktor beeinflusst. Diese sind absolut klar und schön luftig. Zwar könnten diese hier und da etwas direkter sein, aber das ist Kritik auf einem sehr hohen Level! In der Preisklasse in der wir uns hier bewegen sind die Höhen absolut tadellos. Auch die Schärfe passt. So sind die FIIL CC zwar tendenziell recht hell, aber auch nicht übertrieben scharf oder spitz. Ich finde die Höhen sind ziemlich perfekt getroffen.

Bei den Mitten wird es aber etwas schwerer. Grundsätzlich ist die Wiedergabe von Sprache und Stimmen sehr gut, könnte aber etwas voller sein. Stimmen wirken recht hell und „scharf“. Ähnliches gilt auch für Instrumente. Je nach Song kann dies aber die Fülle rauben und Titel klingen etwas clean.

Das Spannendste ist aber sicherlich der Bass. Hier kommt es auf die Herangehensweise an. Normale in-Ears können einen deutlich kräftigeren Bass produzieren, aufgrund der Versiegelung der Ohren. Daher, wollt Ihr das Maximum an Bass, dann nehmt Ohrhörer mit Silikon Aufsätzen! Die FIIL CC haben allerdings für „semi-in-Ear“ Ohrhörer einen guten, wenn nicht sogar sehr guten Bass. Dieser ist ausreichend satt und voll, dass Musik nicht zu flach oder hohl klingt. Im Gegenzug sind die FIIL CC aber auch keine Bass-Bomber. Ich würde den Bass als gut und recht neutral bezeichnen, was für Semi-In-Ear Ohrhörern ein klasse Ergebnis ist!

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Allgemein können die FIIL CC mit einem schön lebendigen und dynamischen Klang überzeugen. Aufgrund des Semi-in-Ear Designs wirken die Ohrhörer zudem sehr luftig und leicht, was sich auch auf die Klang Wahrnehmung ausübt. Ihr seid nicht von der Welt abgeschottet! Dies kann natürlich ein Nachteil oder Vorteil sein, je nach Geschmack.

 

Fazit

Die FIIL CC sind absolute Exoten, aber sehr gute Exoten! Zumindest dann wenn Ihr Semi-in-Ear Ohrhörer sucht bzw. bevorzugt. Ja ich habe in diesem Test viel über den Semi-in-Ear Formfaktor gesprochen, zu Recht! Der Verzicht auf Silikon-Ohraufsätze beeinflusst den Tragekomfort und Klang der FIIL CC massiv!

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So sitzen die Ohrhörer sehr locker und entspannt in den Ohren, ohne aber herauszurutschen. Dabei habt Ihr auch nicht dieses Druck oder Isolationsgefühl von normalen in-Ears. Hierdurch bevorzugen einige Menschen diesen Style der Ohrhörer, was ich auch aus sicht des Tragekomforts verstehen kann. Die FIIL CC sind sehr bequem und schotten Euch nicht so sehr von der Umgebung ab, was gerade im öffentlichen Raum oftmals nicht das Schlechteste ist.

Klanglich ist aber der Verzicht auf eine Versieglung bei ALLEN Semi-In-Ear Ohrhörern ein Nachteil! So ist gerade der Bass immer etwas schwächer. Grundsätzlich gehören aber die FIIL CC zu den besten ihrer Sorte! Diese besitzen einen offen, dynamischen und lebendigen Klang. Sogar der Bass ist ordentlich, besser als bei allen anderen mit bekannten Semi-In-Ear Modellen!

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Die FIIL CC klingen eindeutig besser als die Apple AirPods und sind vergleichbar, wenn nicht sogar besser als die JBL TUNE 225TWS.

Hinzu kommt das überragende Design und wir haben hier potenziell die besten Semi-in-Ear TWS Ohrhörer auf dem Markt vor uns! Mir sind zumindest keine Besseren bekannt. Schade nur, dass die Beschaffung dieser aktuell nur aus China möglich ist.

Das QNAP TS-453D im Test, ein gutes und schnelles 2,5GBit NAS!

Mit dem TS-453D hat QNAP ein sehr spannendes NAS auf den Markt gebracht. Warum? Das TS-453D verfügt über zwei 2,5 Gbit LAN Ports und einen PCIe Erweiterungsslot! Dies ist in der 500€ Preisklasse durchaus als ungewöhnlich zu bezeichnen.

Etwas Vergleichbares ist beispielsweise in Synologys LineUp nicht zu finden, erst einige Preisklassen höher. Dabei machen die 2,5Gbit LAN Ports auch durchaus Sinn! Selbst immer mehr WLAN Router bekommen 2,5Gbit fähige Anschlüsse und Rivet Networks hat nun einen „passenden“ 2,5Gbit USB C Adapter auf den Markt gebracht.

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Hierdurch wird das schnellere LAN langsam aber sicher markttauglich, auch abseits großer IT Netze. Wollen wir uns da doch einmal ansehen wie gut und wie schnell das QNAP TS-453D so ist.

 

Das QNAP TS-453D im Test

Bei dem QNAP TS-453D handelt es sich um ein 4-Bay NAS System. Das heißt in diesem finden bis zu vier HDDs/SSDs Platz.

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Dies bestimmt aber auch etwas den Formfaktor des NAS, welchen ich als klassisch bezeichnen würde. Das QNAP TS-453D ist die typische „Box“ mit 170 x 168 x 226mm. Dabei sind die Laufwerke auf der Front eingesetzt. Diese sind hier mit einer kleinen Kunststoff-Blende verdeckt.

Unter dieser finden wir vier Werkzeuglose und entkoppelte Festplatten-Schlitten. In diesen können auch 2,5 Zoll SSDs verbaut werden, diese müssen aber per Hand verschraubt werden.

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Ebenfalls auf der Front sind ganze sieben Status-LEDs, ein USB 3.0 Port und zwei Schalter zu finden. Bei dem einen Schalter handelt es sich um den Ein/Ausschalter des NAS. Der zweite Schalter steht mit dem USB Port im Zusammenhang. Ihr könnt hier programmieren, dass automatisch Daten auf oder den einem angeschlossenen Speichermedium beim Betätigen der Taste kopiert werden.

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Wirklich spannend wird es aber erst auf der Rückseite. Hier finden wir zunächst den 120mm Lüfter der nicht nur die CPU kühlt, sondern auch Eure Laufwerke. Neben dem Lüfter haben wir hier auch vier USB Ports, wovon 3x USB 2.0 Ports sind und 1x USB 3.0. Des Weiteren findet sich hier ein HDMI Port. Ja das QNAP TS-453D kann als eine Art Media-Center genutzt werden.

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Das Wichtigste sind aber ohne Frage die beiden LAN Ports. QNAP setzt hier auf zwei 2,5 Gbit LAN Ports! Normale Gbit LAN Ports erreichen maximal +- 120MB/s. Mit 2,5Gbit LAN liegt das Limit bei 300MB/s, was schon ein guter Sprung ist.

 

Software und Benutzeroberfläche

QNAP setzt bei seinen NAS Systemen nicht auf eine einfache WebUI, sondern um ein regelrechtes Betriebssystem das in Eurem Webbrowser läuft. QNAP nennt dieses QTS.

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QTS wird durch die Eingabe der IP Adresse in Eurem Webbrowser aufgerufen und verfügt ähnlich wie ein richtiges Desktop Betriebssystem über einen Fenstermanager und sogar Multitasking Fähigkeiten.

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Was aber das generelle Design angeht, geht QNAP einen etwas anderen Weg als Synology. Synology versucht bei seinen NAS Systemen etwas den Spagat zwischen Professionellen- und Heimnutzern zu schlagen und setzt hier auf viele einsteigerfreundliche Icons usw. QNAP scheint sich mehr auf die professionelleren Nutzer zu richten, die primär ein Speichersystem suchen. Gerade im Bereich „Speicher & Snapshots“ ist QTS durchaus als recht komplex zu bezeichnen.

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Ich denke, dass jeder technikbegeisterte Nutzer hier gut klarkommen wird, aber absolute Einsteiger könnten doch von den vielen Einstellungen, Fachwörter wie Speicherpools, Thick-Volumes, Thin-Volumes, Virtual JBOD usw. etwas überwältigt werden.

Auch ich musste mich teilweise etwas durchklicken, um alle Optionen zu finden. Durch diesen etwas komplexeren Aufbau gibt es allerdings auch viele feinere Einstellungen die bei Synology zum Beispiel fehlen.

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Ein Beispiel ist hier die Möglichkeit das Tempo der Raid 5/6 Synchronisation zu verstellen. Schneller = die Performance des NAS ist bei paralleler Nutzung langsamer, Langsamer = es dauert länger bis das RAID 5/6 erstellt bzw. wiederhergestellt ist, aber das NAS lässt sich mit normalem Tempo nutzen.

Auch was iSCSI usw. angeht, merkt man, dass Qnap sich mehr Richtung der professionellen Nutzer orientiert.

Etwas sehr Praktisches sind die sogenannten Snapshots. Bei Snapshots handelt es sich um im Hintergrund erstelle Abbilder Euerer Daten.

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Ihr könnt beispielsweise das NAS anweisen alle 12 Stunden einen Snapshot zu erstellen, dann wird der jeweilige Zustand von allen Dateien gesichert. Habt Ihr ein Word Dokument ausversehen überschrieben, ist es so möglich dieses von einem früheren Zeitpunkt abzurufen.

Im Gegensatz zu richtigen Backups belegen Snapshots nicht direkt Speicherplatz. Diese werden für den Nutzer unsichtbar erstellt und so lange aufbewahrt wie Ihr eingestellt habt bzw. so lange der freie Speicher auf Eurem NAS nicht anderweitig genutzt wird.

Auch werden Snapshots sofort erstellt, es müssen keine Daten hin und her kopiert werden. Neben dem versehentlichen Überschreiben von Dateien bieten Snapshots auch einen guten Schutz vor Ransomware.

Unter „Systemsteuerung“ findet Ihr die grundlegenden Einstellungen des NAS, wie IP Adressen, Benutzerkonten, freigegebene Ordner usw.

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Für freigegebene Ordner lassen sich einfach und schnelle Berichtigungen vergeben. Ebenso lassen sich freigegebene Ordner auf Wunsch verschlüsseln. Ihr habt hier genau genommen die Wahl, wollt Ihr das gesamte Laufwerk verschlüsseln, nur einzelne Ordner.

In der Systemsteuerung könnt Ihr auch die Lüftersteuerung an Eure Bedürfnisse anpassen, wann und wie das NAS in den Standby geht, ob es sich nach einem Stromausfall automatisch wieder hochfahren soll, nach wie vielen gescheiterten Log-in-Versuchen Nutzer ausgesperrt werden usw.

Auch lassen sich hier die gewünschten Netzwerk Protokolle ein- bzw. Ausschalten. Hier sind natürlich die üblichen Verdächtigen mit an Bord, wie SMB, AFP, NFS, FTP, SSH, WEBDAV, UPnP, Rsync, Time Machine usw.

 

App Store

Jedes Qnap NAS System ist mit einem App Store ausgestattet, in welchem sich hunderte zusätzliche Programme finden. Beispielsweise wenn Ihr einen Plex Media Server nutzen wollt, die Owncloud Apps oder auch Docker Container werdet Ihr fündig.

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Ebenfalls sind diverse Apps für die Synchronisation mit diversen Cloud Diensten wie Dropbox usw. verfügbar.

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Eine vollständige Auflistung und Vorstellung würde in diesem Test doch etwas den Rahmen sprengen.

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Interessant wären hier abschließend aber noch die Mobile Apps wie die Note Station, welche eine Art Evernote auf dem eigenen NAS ist, oder die Music Station, welche es Euch über die passende Smartphone App erlaubt Eure eigene Musik aufs Smartphone zu streamen „das persönliche Spotify“.

 

Performance

Das Kernstück des QNAP TS-453D stellt der Intel Celeron J4125 dar. Dieser bietet vier Kerne mit 2Ghz und basiert auf der Gemini Lake Refresh Architektur. Für ein NAS bietet die CPU eine ordentliche Leistung, zumal ihr gute 4GB RAM zur Seite gestellt werden.

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Das wirklich Spannendste sind aber die zwei 2,5Gbit LAN Ports! Etwas überrascht hat mich der verwendete Chipsatz, denn wir haben hier einen recht exotischen Realtek RTL8125. Neben 2,5Gbit LAN unterstützt dieser natürlich auch das normale Gibit LAN oder 100Mbit.

Aber wie steht es um die Performance? Diese hängt hier sogar deutlich von Euer gewählten Speicherkonfiguration ab. Starten wir mit dem Optimalfall, einer SSD und dem CrystalDiskmark.

Ssd 2,5 Gbit Lan Ssd Gbit Lan

Im Optimalfall konnte ich bis zu 290,11MB/s lesend und 290,44MB/s schreibend mit dem QNAP TS-453D erreichen. Dies sind sehr starke Werte, welche dicht am Limit von 2,5Gbit LAN liegen. Mit einer optionalen 10Gbit LAN Karte wäre also sogar noch eine Performance Steigerung möglich.

Aber wie sieht es in einer etwas praktischeren Situation aus? Hierfür messe ich die Datenrate bei einer ganz klassischen Windows Übertragung einer 40GB Datei auf und von dem NAS.

Datenraten

Hier kommt es etwas auf Euer Speichermedium an. Im Optimalfall habt Ihr eine SSD verbaut, mit welcher Ihr auch auf praktische +- 285MB/s lesen und schreiben kommt. Mit einer HDD landet Ihr bei 150-200MB/s, je nachdem wie schnell Eure HDD ist. Hier kann ein RAID Verbund helfen. RAID 0 ist natürlich am schnellsten, sollte aber eigentlich vermieden werden. RAID 5 ist eine gute Mischung aus Verfügbarkeit und Performance.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch eines NAS ist extrem wichtig, da dieses in der Regel 24/7 läuft. Der größte Teil des Stromverbrauchs kommt aber in der Regel gar nicht vom NAS, sondern von den Speichermedien.

So benötigt das NAS selbst mit nur einer SSD gerade einmal +- 6,8W im Leerlauf und selbst unter Last übersteigt der Stromverbrauch kaum 10W. Mit vier HDDs benötigt das NAS hingegen satte +-36W. Wählt also im Optimalfall sparsame Laufwerke.

 

Fazit

Ihr sucht eine gute und vor allem schnelle „Storage-Box“? Dann ist das QNAP TS-453D eine absolute Empfehlung!

Dankt der beiden 2,5Gbit LAN Ports und der für ein NAS flotten Intel Celeron J4125 CPU kann das TS-453D in der Praxis bis zu 290MB/s erreichen. Nutzt Ihr nur Gbit LAN sind die Übertragungsraten natürlich auf +- 120MB/s limitiert, ähnliches gilt auch wenn Ihr langsamere HDDs verbaut.

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Weitere Bonuspunkte bekommt das TS-453D für seine niedrige Leistungsaufnahme von rund 6,8W in Kombination mit einer SSD und die Erweiterbarkeit mit wählweise einer 10Gbit LAN Karte oder weiteren SSDs über einen PCIe Slot.

Die Software ist prinzipiell auch ein Pluspunkt, hier ist aber Synology im direkten Vergleich etwas umfangreicher. QNAP fokussiert sich mehr auf die Funktion als „Storage-Box“ mit Snapshots und anderen erweiterten Funktionen.

Sucht Ihr also genau solch eine schnelle Storage-Box mit einer sehr umfangreichen Software und einem niedrigen Stromverbrauch? Dann ist das QNAP TS-453D vielleicht genau das Richtige für Euch!

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Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour im Test, Outdoor Lampen für Philips Hue!

Gerade im Herbst und Winter ist eine Garten-Beleuchtung etwas Feines! Erfreulicherweise ist mittlerweile die Auswahl an Smart Home Gartenbeleuchtung massiv gestiegen. So hat Innr und auch Philips ein großes Sortiment an wasserfesten Zigbee bzw. Philips Hue kompatiblen Lampen im Sortiment.

In diesem Test soll es um die neuen Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour gehen. Diese kleinen Sockel-Lampen sollen dank RGB LEDs und natürlich der bei Innr üblichen Philips Hue/ZigBee Kompatibilität im Garten ein wahrer Blickfang sein.

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Besser wäre es, denn mit 160€ sind die Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour wirklich kein Schnäppchen! Wollen wir uns diese da doch einmal im Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Innr für das Zurverfügungstellen der Smart Outdoor Pedestal Light Colour für diesen Test.

 

Die Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour im Test

Bei den Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour handelt es sich um kleine „Sockel-Lampen“ für den Garten, wie man diese schon seid einigen Jahren für Wegbeleuchtungen usw. nutzt. Innr hat diese lediglich mit RGB LEDs und der ZigBee Funktechnologie ausgestattet, dazu aber später mehr.

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Ihr könnt das Set wahlweise mit einer oder drei Pedestal Lights erhalten. Jede Lampe ist dabei eine rund 27 cm hohe und 6 cm im Durchmesser große Einheit.

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Die Lampen sind aus einer Kunststoff/Aluminium Mischung gefertigt. Die Erdspieße und der obere Teil bestehen aus Kunststoff, während die Basis aus Aluminium gefertigt ist. Optisch ist dies Okay, aber Kunststoff, der über Jahre UV Strahlung ausgesetzt ist, neigt nun mal dazu etwas brüchig zu werden. Daher bevorzuge ich hier komplett Aluminium, was bei rund 160€ auch nicht zu viel verlangt wäre.

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Hier müssen wir einfach hoffen das Innr auf einen guten Kunststoff gesetzt hat der auch X Jahre im Garten durchhält.

Im oberen Teil der Pedestal Lights findet sich ein kleines Kunststoff-Fenster hinter welchem die LEDs sitzen. Diese strahlen das Licht recht gleichmäßig aus der Lampe heraus.

 

Montage und Kabel

Die Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour benötigen eine 230V Steckdose. Leider ist es aktuell nicht möglich Solarlampen und Smarte Lampen wie wir sie hier haben zuverlässig zu kombinieren.

Die Pedestal Lights besitzen zunächst ein Steckernetzteil, mit welchem ein LED/Funkcontroller verbunden wird. Dieser verfügt über insgesamt 3 Meter Zuleitung.

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Für den Anschluss der Lampen liegen zwei T Stücke mit jeweils 2 Meter und ein Endstück mit 2 Metern bei. Somit kann die weitest entfernte Lampe rechnerisch rund 9 Meter von der Steckdose entfernt sein. Zwischen zwei Lampen können allerdings maximal 2 Meter liegen.

Sollte Euch das nicht passen, bietet Innr Verlängerungskabel an.

Sämtliche Kabel und auch der Controller sind natürlich Wassergeschützt!

 

Zigbee und Philips Hue

Die Innr Smart Outdoor Pedestal Lights Colour unterstützt den Zigbee Funkstandard. Hierdurch könnt Ihr die Lampen mit diversen Systemen verbinden, wie dem Amazon Echo Plus, Ikea TRÅDFRI und natürlich Philips Hue!

Ja es ist möglich 3. Anbieter Leuchtmittel mit einer Philips Hue Bridge zu verbinden. Dort werden die Leuchtmittel prinzipiell wie herstellereigene behandelt. Ihr könnt diese ganz normal steuern, in Gruppen hinzufügen usw. Es gibt lediglich zwei Einschränkungen in Kombination mit Philips Hue.

  • Eine Steuerung via Apple Homekit ist nicht möglich.
  • Ihr könnt die LEDs nicht mit Hue Sync nutzen.

Ansonsten gibt es keine Einschränkungen bei der Verbindung Innr + Philips Hue.

 

Steuerung und Funkverbindung

Starten wir mit etwas sehr erfreulichem, der Funkverbindung bzw. der Reichweite. Die Lampen sind bei mir gut über 40 Meter durch mehrere Wände hindurch von der Philips Hue Bridge entfernt und funktionieren problemlos!

Was die Signalstärke angeht, hat also Innr eindeutig einen guten Job gemacht!

Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour Im Test 13

Wie die Steuerung der Lampen ausfällt hängt natürlich von Eurer genutzten Bridge ab. Via Philips Hue könnt Ihr die Lampen natürlich ganz normal per Hand Steuern oder Routinen anlegen.

Eine Routine kann eine einfache „Zeitschaltuhr“ sein, wie geh um 18 Uhr an und um 24 Uhr aus, oder ein automatisches Ein/Aus gemeinsam mit dem Sonnenaufgang und Sonnenuntergang.

Dabei könnt Ihr leider die Lampen nicht separat steuern, diese werden von der jeweilig genutzten Bridge als eine Lampe erkannt.

 

Das Licht und die Leistungsaufnahme

Innr gibt die Lichtleistung der Pedestal Lights mit 14,5W bzw. 3x 215lm an. Ich würde die Lichtqualität als sehr gut einstufen!

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Die weißen Lichtfarben wirken sehr schön klar und sauber. Die bunten Farben wirken ebenso sehr kräftig und satt. Auch ist die Lichtabstrahlung ist schön gleichmäßig, rund um die Lampe. Was allerdings auch auffällt, die bunten Farben sind nicht ganz so hell wie das weiße Licht.

Dieser Eindruck bestätigt sich auch bei der Strommessung.

Leistungsaufnahme

Beim weißen Licht liegt die Leistungsaufnahme bei rund 12W, bei buntem Licht bei 5-6W. Es ist also davon auszugehen das im inneren separate weiße und RGB LEDs angebracht sind. Rein subjektiv ist der Helligkeitsunterschied sichtbar, aber auch nicht so extrem wie es aufgrund der unterschiedlichen Leistungsaufnahme zu erwarten wäre.

Interessant ist die Leistungsaufnahme je nach eingestellter Helligkeit.

Leistungsaufnahme Je Nach Helligkeit

Sind die Lampen aus liegt der Stromverbrauch unter der Messgrenze meines Messgerätes (also bei unter 0,4W). Bei 25% Helligkeit haben wir gerade die Messgrenze mit lediglich 0,4W überschritten und selbst bei 50% sind wir gerade einmal bei 0,6W! 0,6W für alle drei Lampen zusammen.

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Erst ab 75% eingestellter Helligkeit „explodiert“ die Leistungsaufnahme plötzlich. 50% Helligkeit entspricht im übrigen so der von normalen Solarlampen. Bei 100% Helligkeit sind die Pedestal Lights sogar als Wegbeleuchtung nutzbar.

 

Stromkosten

An dieser Stelle zwei Stromverbrauchsrechnungen bei 0,28€ pro kWh:

  • Euch kosten die Lampen 5,39€ pro Jahr wenn Ihr diese auf 100% Helligkeit und warm weißen Licht 8 Stunden pro Tag leuchten lasst.
  • Euch kosten die Lampen 2,69€ pro Jahr wenn Ihr diese auf 100% Helligkeit und warm weißen Licht 4 Stunden pro Tag leuchten lasst.
  • Euch kosten die Lampen 0,25€ pro Jahr wenn Ihr diese auf 50% Helligkeit und warm weißen Licht 4 Stunden pro Tag leuchten lasst.
  • Euch kosten die Lampen 2,04€ pro Jahr wenn Ihr diese auf 100% Helligkeit und blauem Licht 4 Stunden pro Tag leuchten lasst.
  • Euch kosten die Lampen 5,069€ pro Jahr wenn Ihr diese auf 100% Helligkeit und weißen Licht 4 Stunden pro Tag leuchten lasst.

Hier ist nicht der Standby-Verbrauch einberechnet, da dieser so gering ist, dass ich diesen nicht akkurat messen kann. Ich rechnet hier aber mit 0,10-0,20€ pro Jahr zusätzlich.

 

Fazit

Prinzipiell kann ich die Innr Smart Outdoor Pedestal Lights Colour mit gutem Gewissen empfehlen wenn Ihr eine schicke „Smarte“ Außenbeleuchtung mit Kompatibilität zu Philips Hue oder anderen ZigBee fähigen Systemen sucht.

Innr Smart Outdoor Pedestal Light Colour Im Test 14

Die Lampen sehen schick aus, das Licht ist sehr gut und auch die Funkstabilität/Reichweite ist ordentlich! Probleme oder Auffälligkeiten in Kombination mit dem Philips Hue System kann ich nicht vermelden, abseits der fehlenden HomeKit Unterstützung.

Lediglich den Preis von rund 160€ finde ich etwas saftig. Klar die Innr Smart Outdoor Pedestal Lights Colour sind ein Luxusprodukt und Wasserfest, aber 160€ ist auch eine stolze Summe! Solltet Ihr bereit sein diese auszugeben, erhaltet Ihr aber auch einen Hingucker für Euren Garten!

Der Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter im Test

Das klassische Gbit LAN begleitet uns nun seit vielen Jahren als der Standard für verkabelte Netzwerke. Wo es bei WLAN einige Entwicklung gab, ist Gbit LAN der Standard geblieben und wird es auch noch einige Jahre bleiben.

Rund 120MB/s maximale Datenrate reicht in der Regel auch völlig. Aber gerade beim Nutzen von Speichersystem sind 120MB/s auch nicht großzügig. Mittlerweile gibt es aber immer mehr NAS Systeme und WLAN Router die über 2,5Gbit oder sogar 10Gbit LAN verfügen, klasse! In vielen Desktopsystem ist das Nachrüsten einer 10Gbit LAN Karte wie der ASUS XG-C100C gut möglich. In vielen, aber nicht in allen und auch nicht jeder Nutzer traut es sich seinen PC zu zerlegen um eine neue LAN Karte zu verbauen. Notebook Nutzer ohne Thunderbolt 3 schauen völlig in die Röhre.

Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet Zu Usb C 3.1 Adapter Im Test 6

Hier kommt nun der neue 2,5Gbit LAN zu USB-C 3.1 Adapter von Rivet Networks ins Spiel. Wie der Name schon sagt handelt es sich hier um einen einfachen USB C Adapter der Euch das problemlose Nachrüsten von 2,5Gbit LAN erlaubt.

Rivet Networks ist dabei der bekannte Hersteller hinter den „Killer“ Netzwerklösungen. Kurzum, klingt doch interessant! Aber wie sieht es in der Praxis aus, funktioniert der „Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter“ so problemlos und schnell wie beworben? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter im Test

Bei dem Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter handelt es sich um einen recht einfachen USB C Adapter.

Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet Zu Usb C 3.1 Adapter Im Test 1

Dieser misst ca. 72,5 x 27 x 16,5 mm und bringt 32,9 g auf die Waage. Dabei ist bereits ein kurzes 15cm USB C Kabel fest integriert. Mit einem USB C auf USB A Adapter könnt Ihr den Adapter auch an einem normalen USB A Port nutzen, achtet nur darauf das der Adapter USB 3.1 Unterstützt.

Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet Zu Usb C 3.1 Adapter Im Test 2

Erfreulicherweise wirkt der Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter sehr wertig gebaut! Das Gehäuse besteht aus Aluminium, was sicherlich auch zur Hitzeabfuhr dient, und das Kabel ist textilummantelt.

 

Die Technik und Treiber

Im inneren des Adapters setzt Rivet Networks auf den eigenen Killer E3100U Chipsatz. Dieser unterstützt 10/100/1000/2500 Mbit LAN Netzwerke. Wichtig! Nicht jeder 10Gbit LAN Switch unterstützt auch 2,5Gbit LAN! Beispielsweise der beliebte ASUS XG-U2008 funktioniert nur mit 100/1000/10000 Mbit LAN Karten.

Windows Treiber

Positiv, Treiber sind beim Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter anscheinend kein großes Problem. Ich habe die LAN Karte unter Windows 10 2004, MacOS Catalina und Ubuntu 20.04.1 LTS getestet. Unter allen drei Betriebssystemen lief die LAN Karte auf Anhieb! Keine manuelle Treiber Installation erforderlich. Linux erkannte diese allerdings nur als generische USB LAN Karte.

 

Performance

Rivet Networks wirbt bei seinen „Killer“ Netzwerkkarten immer mit sehr großen Worten was die Performance, verbesserten Ping usw. angeht. Viel davon ist aber reines Marketing. So solltet Ihr bei dem Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter KEINE bessere Performance im Zusammenspiel mit Gbit LAN Netzwerken erwarten. Sollte es eine Performance-Verbesserung in Spielen geben, dann liegt diese höchstens am Killer Control Center 2.0. Dieses erlaubt Euch Euren Netzwerk-Trafik zu priorisieren. Heißt Daten von Spielen werden bevorzugt behandelt.

Performance

Sollte Eure Internetleitung aber halbwegs vernünftig sein ist so etwas meist nicht nötig und kostet Euch nur CPU-Rechenzeit.

Dies soll natürlich nicht heißen das die Performance in Kombination mit Gbit LAN-Netzwerken schlecht wäre, ganz der Gegenteil ist der Fall!

Performance 1 Gbit

Bei einem normalen Gbit LAN Netzwerk konnte ich bis zu 118,4MB/s durch den Adapter jagen, was ein herausragender Wert ist. Allerdings erreichen die meisten OnBoard LAN Adapter sehr ähnliche Geschwindigkeiten. In der Regel schwanken wir hier zwischen 112-118MB/s.

Aber wirklich sinn macht der Adapter natürlich primär in Kombination mit 2,5Gbit LAN Geräten. Hier einmal die Daten in Kombination mit einem QNAP TS-453D 2,5Gbit LAN NAS.

Performance 2,5 Gbit

In meinem Test erreichte der Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter maximal rund 295MB/s! Ein Top Wert, der absolut am Limit von 2,5Gbit LAN liegt.

 

Fazit

Ihr sucht einen schnellen 2,5Gbit LAN Adapter den Ihr einfach extern an Eurem PC, Notebook oder MAC anschließen könnt?

Dann bietet der Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter genau dies! Der 2,5Gbit LAN Adapter zeigte sich im Test absolut unproblematisch, sowohl was Treiber aber auch Performance anging.

Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet Zu Usb C 3.1 Adapter Im Test 5

Via Gbit LAN konnte ich Datenraten von bis zu 118MB/s erreichen und via 2,5Gbit LAN von rund 295MB/s, was beides klasse Werte sind! Dabei hatte ich auch keine Probleme bezüglich der Stabilität der LAN Verbindung.

Kurzum, Ihr habt ein 2,5Gbit NAS bzw. Server System im Haus, dann sind 60€ gut angelegtes Geld für den Rivet Networks Killer 2.5 Gigabit Ethernet zu USB-C 3.1 Adapter!

10x 9V Block-Batterien im Vergleich, wer ist besser Varta, Duracell, Energizer, …?

9V Block-Batterien kommen zwar immer weniger im Alltag zum Einsatz, aber gerade in Messgeräten und Rauchmeldern finden diese noch Verwendung.

Aber welche Block-Batterie kaufen? Es gibt hier hunderte Modelle im Handel die alle mit großen Worten auf Kundenfang gehen. Lohnt es sich vielleicht teurere Modelle zu kaufen oder tun es auch die günstigeren Block-Batterien?

10x 9v Block Batterien Im Vergleich, Wer Ist Besser Varta, Duracell, Energizer 6

Finden wir dies in einem Vergleich von 10x 9V Block-Batterien heraus!

 

10x Block-Batterien im Vergleich, die Testkandidaten

Ich habe für diesen Test/Vergleich 10 verschiedene Block-Batterien bei Amazon von meinem eigenen Geld gekauft.

10x 9v Block Batterien Im Vergleich, Wer Ist Besser Varta, Duracell, Energizer 1

Dabei handelt es sich um folgende Modelle:

Was die Preise angeht gibt es natürlich massive Schwankungen je nachdem wie viele Ihr kauft. Große Pakete = günstiger. Hier einfach mal die Preise pro Stück die ich gezahlt habe:

Preis Pro Stück

Hier gibt es massive Unterschiede! Während ich bei den einfachen VARTA Industrial gerade einmal 0,85€ pro Batterie gezahlt habe schlägt die teure VARTA Lithium mit satten 6,35€ pro Stück zu buche. Dies liegt Lithium Basis.

Ich fand es aber durchaus interessant mal eine Lithium basierte 9V Block Batterie mit in den Vergleich aufzunehmen. Alle anderen Block-Batterien sind die typischen Alkaline Modelle.

 

Die 9V Batterien im Detail

Leider ist nicht auf allen Batterien ein Produktionsdatum vermerkt. Ein Ablaufdatum habe ich allerdings auf allen Batterien gefunden, bis auf bei den VARTA Industrial.

AmazonBasics Everyday Alkalibatterien Jun 25
ANSMANN longlife Rauchmelder 9V Block Apr 26
Duracell Plus Power Typ 9V Jan 25
Energizer Max 9V Dez 25
GP Extra Alkaline 9V Jan 26
VARTA Industrial Batterie 9V X
VARTA Lithium 9V Block Dez 30
VARTA Longlife Max Power 9V Dez 25
Varta LongLife Power High Energy Dez 24
VARTA Power on Demand 9V Block Jun 24

Die meisten Block Batterien sind bis 2025/2026 haltbar. Lediglich die VARTA Power on Demand soll lediglich bis Mitte 2024 haltbar sein. Möglicherweise habe ich habe aber auch ein Vorjahres Modell erhalten.

10x 9v Block Batterien Im Vergleich, Wer Ist Besser Varta, Duracell, Energizer 3

Bei den Modellen wo ein Produktionsdatum vermerkt war, war dies immer im Jahr 2020! Also wirklich alte Lagerware scheine ich nicht bekommen zu haben.

Schauen wir uns noch das Gewicht an. Es ist hier natürlich nicht wichtig wie schwer Euer Feuermelder usw. ist, aber mehr Masse kann ein Hinweis auf eine größere Kapazität sein.

Gewicht

Mit 40,1g ist die VARTA Lithium 9V Block dank der Lithium Basis die leichteste Batterie. Auf Platz 2 der leichtesten Batterien ist der ANSMANN longlife Rauchmelder 9V Block mit 44g. Die schwerste Batterie ist die Duracell Plus Power Typ 9V mit 48,3g.

 

Der Test

Kommen wir zum spannendsten Test, dem der Kapazität. Da mein reguläres Messgerät keine 9V Batterien fasst, nutze ich mein Powerbank-Test-Setup. Dabei entlade ich alle Batterien bei 0,05A bis diese 6V Spannung unterschreiten. Dann wird der Test gestoppt.

10x 9v Block Batterien Im Vergleich, Wer Ist Besser Varta, Duracell, Energizer 9

Warum entlade ich die 9V Block-Batterien bei 0,05A? Block-Batterien kommen nach meinem Wissen nicht in High Power Geräten zum Einsatz und sind auch nicht oder nur sehr bedingt für diese geeignet. In der Regel werden Block-Batterien in Feuermeldern, Multimetern, Fernbedienungen und anderen Geräten genutzt die nur extrem wenig Energie benötigen. Ein Entladestrom von 0,05A ist das niedrigste was ich hier ausreichend zuverlässig messen kann.

Kapazität 9V Block Batterien

Wenig überraschend dominiert die Lithium Block-Batterie den Test regelrecht. Mit 6,906Wh Kapazität übertrifft diese die nächst beste Alkaline Batterie mit mehr als das doppelte!

Verglichen mit der schwächsten Batterie, der VARTA Industrial Batterie 9V hat der VARTA Lithium 9V Block die 3,2x Kapazität! Gut dafür ist der VARTA Lithium 9V Block auch über 6x teurer.

Wie sieht es aber abseits des Lithium Blocks aus?

Kapazität

Die ganzen Alkaline Block-Batterien sind relativ dicht beieinander.

  1. Energizer Max 9V
  2. AmazonBasics Everyday Alkalibatterien
  3. Duracell Plus Power Typ 9V

An sich gibt es in der Top 3 lediglich eine Überraschung. Das Energizer und Duracell ganz oben mitspielen sollte niemanden überraschen. Energizer und Duracell sind die beiden größten und auch so ziemlich teuersten Marken.

Der Energizer Max 9V Block erreichte eine Kapazität von 3,085Wh und die Duracell Plus Power Typ 9V 2,956Wh. Allerdings hat sich eine Überraschung zwischen die beiden gesetzt, die AmazonBasics.

Von dem sehr starken Abschneiden der AmazonBasics war ich so überrascht, dass ich den Test 2x wiederholt habe. Batterie 1 = 2,958Wh, Batterie 2 = 2,905Wh und Batterie 3 2,961Wh. Also ja die recht günstige Amazon Batterie ist zurecht so weit oben!

Überraschend insofern das die Amazon Bewertungen eher mäßig sind. Allerdings verkauft Amazon unter dem Namen „AmazonBasics Everyday“ anscheinend teils unterschiedliche Modelle, ich kann also nicht ausschließen das die früheren Bewertungen aus 2017,2018 und 2019 sich teils auf andere Versionen (mit weißem Gehäuse) bezogen.

Auf dem letzten Platz mit 2,139Wh landet die VARTA Industrial Batterie 9V. An sich nicht die große Überraschung, diese ist auch die günstigste Batterie. Was eine große Überraschung bei der VARTA Industrial Batterie ist, ist die große Streuung! Ich hatte hier satte 5 Block Batterien getestet mit folgenden Ergebnissen: 1,98Wh, 1,99Wh, 2,139Wh, 2,222Wh und 2,68Wh. Es scheint hier also eine gewisse Schwankung zu geben, wie ich sie bei keiner anderen Batterie beobachten konnte. Letztendlich habe ich mich für das mittlere Ergebnis entschieden, da dieses anscheint am ehesten dem Durchschnitt entspricht.

Zwischen der erst Platzierten und letzt Platzierten 9V Block Batterie (die Lithium Zelle mal außen vor gelassen) liegen rund 44% Unterschied.

Leerlaufspannung

Hier auch einmal die Leerlaufspannung der einzelnen Block Batterien, falls diese jemand interessiert. Auf die Kapazität schien diese aber keine großen Rückschlüsse zu ziehen.

 

Fazit

Machen wir es kurz, dies ist das Ergebnis meines Tests:

  1. VARTA Lithium 9V Block 6.906Wh
  2. Energizer Max 9V 3.085Wh
  3. AmazonBasics Everyday Alkalibatterien 2.958Wh
  4. Duracell Plus Power Typ 9V 2.926Wh
  5. VARTA Longlife Max Power 9V 2.892Wh
  6. ANSMANN longlife Rauchmelder 9V Block 2.581Wh
  7. Varta LongLife Power High Energy 2.234Wh
  8. GP Extra Alkaline 9V 2.215Wh
  9. VARTA Power on Demand 9V Block 2.2Wh
  10. VARTA Industrial Batterie 9V 2.139Wh

Solltet Ihr die Block Batterie mit der höchsten Kapazität suchen, dann müsst Ihr zu einem Modell auf Lithium Basis greifen, wie der VARTA Lithium 9V Block! Mit über 6€ das Stück ist diese zwar unsäglich teuer, aber übertrifft die Kapazität der Alkaline Modelle um mehr als das doppelte! Betrachten wir das ganze aus sicht der Preis/Leistung ist die Lithium Batterie von VARTA gar nicht mal so übel und macht somit in Feuermeldern, wo das Austauschen der Batterie immer nervig ist!

10x 9v Block Batterien Im Vergleich, Wer Ist Besser Varta, Duracell, Energizer 7

Auf Platz 2 landet Energizer, auf Platz 3 etwas überraschend AmazonBasics und Platz 4 Duracell. Das hervorragende Abschneiden der Amazon Batterien ist für mich auch etwas überraschend! Dieses habe ich aber in mehreren Durchläufen überprüft. Es ist natürlich möglich das einzelne Batterien nach 5 Jahren einen größeren Kapazitätsverlust haben als andere, aber dies kann ich aus offensichtlichen Gründen nicht testen.

Wie steht es aber um die Preis/Leistung?

Preis Leistung, Block Batterien

Aus Sicht der Preis/Leistung solltet Ihr Euch für eine der folgenden drei Batterien entscheiden:

  1. AmazonBasics Everyday Alkalibatterien
  2. VARTA Industrial Batterie 9V
  3. VARTA Power on Demand 9V Block

Das die AmazonBasics Batterie die beste Preis/Leistung bietet ist nicht überraschend bei einem Blick auf die Top Leistung. Das VARTA hier so weit oben landet liegt aber primär daran das die Batterien recht günstig sind.

Ganz offen gesagt, für Dinge wo die Batterien leicht zu wechseln sind, also Fernbedienungen, Messgeräte usw. würde ich zur AmazonBasics oder VARTA Industrial greifen. Warum mehr Geld ausgeben?

10x 9v Block Batterien Im Vergleich, Wer Ist Besser Varta, Duracell, Energizer 5

Bei Rauchmeldern, die Lebensretter sein können und bei denen das Wechseln der Batterie nervig ist, würde ich eventuell sogar wirklich mit einer teuren Lithium Batterie wie dem VARTA Lithium 9V Block oder der Energizer Max 9V greifen. Diese sind im ersten Moment etwas teurer, aber Ihr habt für länger Ruhe.

Das Xiaomi Mi 10T Pro im Test, ein Downgrade zum Mi 10 Pro, aber dennoch gut?

Mit dem Mi 10T Pro ist Xiaomi den dicksten Kritikpunkt angegangen den ich beim regulären Mi 10 Pro hatte, den Preis. Hatte das Mi 10 Pro noch 999€ zum Start gekostet, hat Xiaomi das Mi 10T für gerade einmal 599€ starten lassen.

599€ für ein Smartphone mit Snapdragon 865, 8GB RAM, 3x Kameras und einem 144Hz Display klingt nach einem fantastischem Angebot! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier das Xiaomi Mi 10T Pro auch überzeugen oder hat Xiaomi an einigen Ecken gespart?

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 15

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Xiaomi für das Zur Verfügung stellen des Mi 10T Pro für diesen Test.

 

Das Xiaomi Mi 10T Pro im Test

Optisch ist das Mi 10 Pro zumindest auf der Front ein ganz klassisches 2020 Flaggschiff Smartphone. Allerdings gibt es im Detail ein paar Veränderungen zum Mi 10 Pro.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 1

So verfügt das Mi 10T Pro natürlich auch über ein fast vollflächiges Display auf der Front. Die Front-Kamera ist dabei in einem kleinen „Loch“ im Display untergebracht. Waren allerdings die Kanten des Displays beim Mi 10 Pro noch sehr stark abgerundet sind diese hier flach! Dies ist sicherlich Geschmackssache, aber ich bevorzuge ganz klar flache Displays, zumal diese sich auch besser mit einer Folie schützen lassen.

Eine weitere Kuriosität erwartet uns auf der Seite des Smartphones. Der Fingerabdruckscanner ist beim Mi 10T Pro in der Home-Taste integriert. Hierfür ist die Home Taste stark abgeflacht. Eine durchaus interessante, aber nicht zwingend schlechte Entscheidung den Scanner nicht mehr unter dem Display zu verbauen.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 6

Die Rückseite des Smartphones besteht wie üblich komplett aus Glas und wird von einem großen Kamera-Modul dominiert. Dabei hebt Xiaomi das 108 Megapixel Modul besonders hervor und vergrößert den sowieso sehr großen Sensor nochmals.

Eingefasst wird die Glasfront und Rückseite von einem Aluminiumrahmen, der leicht poliert ist. Dieser ist hierdurch zwar sehr glatt, aber auch nicht übermäßig glitschig. Allgemein liegt das Mi 10T Pro ordentlich in der Hand, auch wenn dieses leicht kopflastig ist.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 3

Aus diesem Grund würde ich vermutlich auf eine Hülle oder Ähnliches setzen um ein aus der Hand gleiten zu verhindern.

Abschließend finden wir auf der Unterseite einen USB C Port wie auch einen Lautsprecher.

 

Display

Das Xiaomi Mi 10T Pro verfügt über ein 6,67 Zoll Display mit einer Auflösung von 2400×1080 Pixeln und einer Bildwiederholungsrate von 144 Hz. Beim Display des Mi 10T Pro handelt es sich aber NICHT um ein AMOLED Panel, sondern Xiaomi setzt auf die IPS Technologie.

Dies hat mich zugegeben auch etwas überrascht, denn AMOLED ist die überlegende Technologie und kommt aktuell bei so ziemlich jedem Flaggschiff Smartphone zum Einsatz.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 16

Grundsätzlich sieht das Display des Mi 10T Pro aber gut bis sehr gut aus! Farben sind soweit klar und kräftig, die Helligkeit ist hoch und der generelle Bildeindruck überzeugt. Im direkten Vergleich zu einem guten AMOLED Panel ist aber auch zu sehen das selbst ein spitzen IPS Panel hier nicht zu 100% mithalten kann.

Ich denke aber ohne direkten Vergleich wird dies in der Praxis kaum jemanden auffallen. Was mir recht früh aufgefallen ist, ist ein kleiner Schatten um den Kamera-Ausschnitt im Display. Dieser ist nur auf weißem Hintergrund sichtbar und auch bei anderen Smartphones mit einem ähnlichen Loch zu sehen. Allerdings haben viele 2020er Smartphones dieses Problem weniger gehabt.

Kurzum, das Display des Xiaomi Mi 10T Pro ist gut, aber auch nicht absolut überragend.

 

Lautsprecher

Xiaomi setzt beim Mi 10T Pro erfreulicherweise auf einen Dual-Lautsprecher Aufbau. Bei diesem wird die Ohrmuschel zusätzlich zum primären Lautsprecher bei der Medien-Wiedergabe genutzt.

Dies sorgt für ein deutlich breiteres und besseres Klangbild! Zwar sind beide Lautsprecher nicht ganz gleichwertig, aber ich würde diesen Aufbau jederzeit gegenüber lediglich einem Lautsprecher bevorzugen.

Lautstärke

Klanglich ist das Mi 10T Pro klar im Oberfeld einzuordnen. Die Lautsprecher sind sehr laut, klar und ausreichend kräftig klingend. Hier gibt es nicht mehr viel Luft nach oben, Daumen hoch dafür!

 

Die Kameras

Das Mi 10T Pro verfügt über drei primäre Kameras.

  • Hauptkamera 108 MP, f1.69, Samsung Bright S5KHMX
  • Weitwinkelkamera 13 MP, f2.4
  • Makrokamera 5 MP, f2.4
  • Frontkamera 20 MP, f2.2, Samsung S5K3T2

Die Makrokamera halte ich für ein Gimmick, welches nur dafür da ist mit drei Kameras werben zu können. Verglichen mit dem Mi 10 Pro hat Xiaomi somit die Zoom-Kamera weggespart, schade!

Das Spannendste ist und bleibt aber natürlich die 108 MP Hauptkamera. Bei dieser handelt es sich um das gleiche Modul wie beim Samsung Galaxy S20 Ultra und beim Mi 10 Pro. Der Sensor ist mit 1/1,33 Zoll glatt schon als riesig zu bezeichnen!

Sensor

Ein größerer Sensor bietet in der Theorie eine größere Menge Licht das aufgenommen werden kann und besitzt zudem eine stärkere natürliche Hintergrundunschärfe. Diese kann aber auch Fluch und Segen zugleich sein, da man auch nicht immer eine Hintergrundunschärfe haben möchte.

Schauen wir uns aber ein paar Testbilder an.

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Grundsätzlich sind die Bilder technisch sehr gut! Diese sind super scharf, detailliert und besitzen eine top Dynamik. Der 108 MP Sensor ist in diesem Punkt einfach Weltklasse. Stilistisch neigt das Mi 10T Pro zu etwas konservativeren Farben, was teils Bilder aber auch etwas matt erscheinen lässt. Des Weiteren ist der Weißabgleich bei schwierigen Lichtverhältnissen oftmals etwas unsicher und neigt dort zu sehr kalten Bildern. Dennoch gehört die Hauptkamera klar zu den besten die Ihr aktuell in einem Smartphone finden könnt.

Um die Aufnahmen besser einschätzen zu können schauen wir uns ein paar Testbilder an.

Vergleichsbilder 3 Vergleichsbilder 4 Vergleichsbilder 5 Vergleichsbilder 6 Vergleichsbilder 8 Vergleichsbilder

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1 Iphone 11 Pro Max
Apple iPhone 11 Pro Max
1 Mi 10
Xiaomi Mi 10 Pro
1 Mi T
Xiaomi Mi 10T Pro
1 Note 20 Ultra
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
4 Iphone 11 Pro Max
Apple iPhone 11 Pro Max
4 Mi 10
Xiaomi Mi 10 Pro
4 Mi T
Xiaomi Mi 10T Pro
4 Note 20 Ultra
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
12 Iphone 11 Pro Max
Apple iPhone 11 Pro Max
12 Mi 10
Xiaomi Mi 10 Pro
12 Mi T
Xiaomi Mi 10T Pro
12 Note 20 Ultra
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
27 Xiaomi Mi 10t Pro
Xiaomi Mi 10T Pro
27 Apple Iphone 12 Pro
Apple iPhone 12 Pro
27 Samsung Galaxy Note 20 Ultra
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
27 Sony Xperia 5 Ii
Sony Xperia 5 II

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Starten wir mit dem Offensichtlichsten, die Hauptkamera des Mi 10 Pro und Mi 10T Pro sind weitestgehend identisch. Das Mi 10T Pro wirklich lediglich minimal stärker gesättigt und die Kamera App ist deutlich reaktionsfreudiger.

Diese minimal höhere Sättigung tut dem Mi 10T Pro aber gut! Was die Farben angeht bleibt das Smartphone zwar eher konservativ, gerade im Vergleich zum Note 20 Ultra, aber hier und da wirken die Aufnahmen etwas lebendiger, auch wenn der Unterschied minimal ist.

Grundsätzlich sind Bilder des Note 20 Ultras und auch des iPhones 11 Pro Max deutlich kräftiger. Dies ist aber Geschmackssache. Neutral betrachtet ist es hier schwer einen „Sieger“ auszumachen. Hier und da wirkt das iPhone was die Dynamik und Ausleuchtung angeht stärker, hier und da ist aber auch das Mi 10/10T und das Note 20 Ultra stärker, was ich oft einfach auf den größeren Sensor schiebe. Gerade Makro-Aufnahmen wirken bei diesen oft harmonischer.

Wo wir aber einen deutlichen Unterschied sehen ist bei der Weitwinkelkamera.

13 Xiaomi Mi 10t Pro
Xiaomi Mi 10t Pro
13 Sony Xperia 5 Ii
Sony Xperia 5 II
13 Apple Iphone 12 Pro
Apple iPhone 12 Pro
13 Samsung Galaxy Note 20 Ultra
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
19 Xiaomi Mi 10t Pro
Xiaomi Mi 10T Pro
19 Apple Iphone 12 Pro
Apple iPhone 12 Pro
19 Samsung Galaxy Note 20 Ultra
Samsung Galaxy Note 20 Ultra
19 Sony Xperia 5 Ii
Sony Xperia 5 II

Vergleichsbilder Weitwinkel Vergleichsbilder Weitwinkel 2

Das Mi 10 Pro hatte schon eine eher durchschnittliche Weitwinkelkamera, aber leider hat das Mi 10T Pro hier ein Downgrade erfahren. Grundsätzlich sind die Aufnahmen weiterhin völlig brauchbar, aber die Schärfe lässt an den Rändern der Aufnahmen deutlich nach und die Dynamik des Sensors ist zu Teilen eher schwach.

Somit ist die Hauptkamera des Mi 10T Pro als sehr gut und einem Flaggschiff würdig einzustufen, aber die sekundären Kameras sind eher auf dem Level eines Mittelklasse Modells.

 

Benchmarks

Xiaomi setzt im Mi 10T Pro auf den Snapdragon 865 in Kombination mit 8GB RAM. Der Snapdragon 865 ist natürlich ein alter Bekannter der in den meisten Flaggschiff Android Smartphones steckt. Schauen wir uns daher direkt einmal ein paar Benchmarks an.

Antutu Benchmark Pc Mark 2.0

Das Xiaomi Mi 10T Pro ist ein Flaggschiff Smartphone was die Performance angeht, dies wird auch von den Benchmarks bestätigt. Dieses kann sich hier konstant in die Top 5 aller bisher getesteten Smartphones setzen. Das einzige Smartphone, das das Mi 10T Pro konstant schlagen kann, ist das OnePlus 8 Pro, dies aber auch nur minimal.

 

Die Praxis

Das Xiaomi Mi 10T Pro ist eins der schnellsten und reaktionsfreudigsten Smartphones die ich bisher in den Fingern hatte! Die Kombination aus spitzen Hardware und einer stark optimierten Software verhilft dem 10T Pro zu einer hervorragenden Leistung. Hier darf man auch nicht das 144Hz Display unterschätzen. Dieses lässt Bewegungen und Animationen deutlich weicher und flüssiger erscheinen. Der Unterschied zwischen 120Hz und 144Hz ist dabei allerdings nicht relevant.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 13

Die Spiele Performance des Mi 10T Pro ist „so gut wie es aktuell geht“. Anders kann ich es nicht beschreiben, ich kenne kein Smartphone das hier eine merklich bessere Leistung liefert. Allgemein kann lediglich das OnePlus 8 Pro mit dem Arbeitstempo des Mi 10T Pro mithalten.

Ebenfalls positiv aufgefallen ist mir der Fingerabdruckscanner. Normalerweise sind Fingerabdruckscanner an den Seiten von Smartphones immer eher mäßig was die Qualität angeht. Der beim Mi 10T Pro arbeitet aber recht zuverlässig. Auch wenn Ihr diesen des Öfteren aus Versehen berühren werdet, wenn Ihr das Smartphone aus Eurer Tasche nehmt usw.

 

Fazit

Das Xiaomi Mi 10T Pro ist ein klasse Smartphone mit dem ich auch grundsätzlich voll zufrieden bin! Das Mi 10T Pro ist dabei zwar sicherlich nicht perfekt, es hat durchaus einige Schwächen, aber dies wird durch den Preis kompensiert.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 8

Was sind die Stärken und Schwächen des Mi 10T Pro? Aufseiten der Stärken haben wir:

  • die wirklich herausragende Performance, dank Snapdragon 865 und 144Hz Display.
  • die sehr gute Hauptkamera, dank herausragendem Kamerasensor.
  • die sehr gute Akkulaufzeit
  • die starken Lautsprecher und das gute Display
  • und die generell gute Haptik und Verarbeitung.

Was die Performance angeht ist das Mi 10T Pro ein wirklich rasantes Smartphone, das sich hinter niemanden verstecken muss. Viel schneller und reaktionsfreudiger geht es aktuell nicht. Hierzu passt auch das 144Hz Display und die hervorragenden Lautsprecher.

Der Akku ist mit 5000mAh schön groß, was zu einer überdurchschnittlichen Laufzeit führt. Leider hat aber Xiaomi beim Mi 10T Pro auf kabelloses Laden verzichtet. Dies führt uns auch zu den Nachteilen.

  • Kein kabelloses Laden
  • die sekundären Kameras sind qualitativ eher in der Mittelklasse angesiedelt.
  • das Smartphone ist recht groß und schwer.
  • „nur“ ein IPS Panel

Neben dem Verzicht auf kabelloses Laden sind die Kameras mein größter Kritikpunkt. Die Hauptkamera ist top! Hier gibt es keine Diskussion, diese gehört klar zu den Top 10 die Ihr aktuell finden könnt, sowohl bei Tag wie auch bei Nacht. Allerdings die Weitwinkelkamera hat verglichen mit dem Mi 10 Pro ein kleines Downgrade erfahren und auf die Zoom Kamera wurde komplett verzichtet.

Xiaomi Mi 10t Pro Test Review 9

Dafür kostet das Mi 10T Pro aber auch „nur“ 599€ und nicht 999€ wie noch das Mi 10 Pro. Dies passt auch gut zu meinem Fazit. Das Mi 10T Pro geht zwar ein paar Kompromisse ein, aber im Kern ist das Mi 10T Pro ein absolut empfehlenswertes Flaggschiff Smartphone das sich nicht verstecken muss und weit von der sonnst oft üblichen 1000€ Grenze entfernt ist.

Xiaomi Mi 10t Pro

Das neue Apple MacBook Pro 13 mit Apple M1 CPU im Test

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Apple diese Verrücken haben es wirklich gemacht! Sie haben ein Notebook mit eigener CPU auf ARM Basis herausgebracht. So werden zukünftig MacBooks nur noch auf Apple CPUs setzen, was ein extrem mutiger Schritt ist.

Auch Microsoft hat schon mehrfach versucht Notebooks und Windows Tablets auf ARM Basis zu etablieren, mit mäßigem Erfolg. Die Windows Notebooks mit ARM CPU waren zwar sehr energieeffizient, aber höchstens genauso schnell wie Mittelklasse Intel CPUs.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 8

Daher gehe ich ganz offen gesagt sehr skeptisch in diesen Test. Es fällt mir einfach schwer zu glauben, dass das Apple mit dem M1 Chip einfach mal so Intel, die seit Jahren Notebook und Desktop CPUs bauen, in allen Belangen schlagen können. Das dies bei höchst optimierten Anwendungen vielleicht der Fall ist, Okay. Allerdings ist nicht jede Anwendung perfekt optimiert.

Aber vielleicht ist meine erste Einschätzung auch völlig falsch und das Apple MacBook Pro 13 mit Apple M1 CPU ist wirklich ein Gottesgeschenk! Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Apple MacBook Pro 13 mit M1 CPU im Test

Auf den ersten Blick ist das Apple MacBook Pro 13 nicht groß verändert. Wir haben weiterhin ein mit 15,6mm sehr schlankes und kompaktes Notebook.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 1

Allerdings sind die Displayrahmen des Pro 13 nicht so minimalistisch wie beispielsweise beim MacBook Pro 16 oder bei den Dell XPS Notebooks. So ist das MacBook Pro 13 zwar weiterhin sehr kompakt, aber Dell bringt beim XPS 13 9300 mehr Display im kleineren Gehäuse unter.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 3

Schade, dass Apple die neue technische Basis nicht für ein kleines Design Refresh genutzt hat. Habt Ihr ein MacBook Pro 13 seit dem Jahr 2016 gesehen, dann kennt Ihr auch die 2020er Version. Dies soll aber nicht heißen, dass das MacBook Pro 13 hässlich oder altmodisch aussieht.

Nein wir haben hier ein wunderschönes und perfekt verarbeitetes Notebook vor uns! Neben den perfekten Spaltmaßen und dem tollen Aluminiumgehäuse kann dieses auch durch das Apple typische eine-Hand-Scharnier punkten.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 7

Kritik gibt es von mir nur für die hohe Anfälligkeit für Fingerabdrücke und die vielleicht etwas harte Kante bei der Handballenauflage. Ein Dell XPS ist hier mit seiner Carbon Handballenauflage etwas angenehmer beim Tippen, wenn natürlich auch nicht so edel.

Eventuell etwas kritisch können wir auch die Portausstattung betrachten. Das neue MacBook Pro 13 hat nur noch zwei USB C Ports auf der linken Seite und einen Kopfhöreranschluss auf der rechten Seite.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 6

Bei den USB C Ports handelt es sich allerdings um Thunderbolt 3 bzw. USB 4 Ports. Diese sind also recht mächtig.

 

Das Display

Im MacBook Pro 13 steckt wie der Name es vermuten lässt ein 13,3 Zoll Display mit einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 16

2560 x 1600 halte ich für eine sehr schöne Auflösung! 4K ist in 13 Zoll Notebooks ist in der Regel etwas überflüssig und frisst nur sehr viel Akkulaufzeit. Full HD wiederum passt zwar, wirkt aber im Jahr 2020 vielleicht auch schon etwas „schwach“ bei einem High End Notebook. 2560 x 1600 ist hier ein schönes Mittelding.

Das Display basiert wie üblich auf der IPS Technologie und bietet eine Helligkeit von bis zu 500 Nits bzw. 500 cd/m³, was auf dem Papier sehr hell ist!

Praktisch sieht das Display des MacBook Pro 13 M1 fantastisch aus! Es ist hell, Farben sind kräftig und Kontraste 1a für ein IPS Panel.

Ähnliches bestätigt mir auch der DataColor SpyderX.

Macbook Pro 13 M1 Farbraum

Laut diesem erreichen wir eine 100% Abdeckung von sRGB, 99% von DCI-P3 und 87% von AdobeRGB.

Aufseiten der Helligkeit konnte ich zwar „nur“ 424 cd/m² messen, aber dies ist weiterhin ein spitzen Wert! Zwar ist das Display des MacBooks hoch glänzend, aber durch die hohe Helligkeit ist eine Ablesbarkeit im Freien weiterhin gegeben. Der Kontrast des Notebooks liegt bei ebenfalls starken 1710:1.

Damit hat das MacBook Pro 13 M1 zwar nicht das beste Notebook Display das ich jemals gesehen habe, aber es hat das beste Display eines 13 Zöllers!

sRGB AdobeRGB Helligkeit Kontrast
Apple MacBook Pro 13 M1 100% 87% 424 cd/m² 1710:1
Alienware m17 R2 98% 72% 343 cd/m² 680:1
ASUS ROG Zephyrus G14 100% 75% 250 cd/m² 1130:1
Dell XPS 13 9300 92% 71% 297 cd/m² 1160:1
Dell XPS 15 9500 100% 100% 356 cd/m² 1220:1
Dell XPS 17 9700 100% 99% 454 cd/m² 1510:1
HP Spectre x360 13-aw0031ng 100% 96% 382 cd/m² 38262:1 (OLED)
LG Gram 14 14Z90N 99% 75% 261 cd/m² 650:1
XMG FUSION 15 98% 73% 283 cd/m² 770:1

 

Eingabegeräte

Etwas untergegangen bei der Ankündigung des neuen MacBooks ist das Update der Tastatur. Endgültig vorbei sind die Zeiten der Apple Butterfly Tastatur (Gott sei dank)!

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 11

Anstelle dessen setzt Apple auf eine etwas klassischere Tastatur, welche der des Apple MacBook Pro 16 entspricht. So würde ich die Tastatur als gut bis sehr gut einstufen! Eine viel bessere und angenehmere Tastatur zum Tippen werdet Ihr kaum finden. Vielleicht bei den Dell XPS Notebooks, aber abseits davon wird es schwer.

Das Trackpad wiederum ist absolute Weltklasse! Es ist groß, extrem präzise und genau. Ein besseres Trackpad findet Ihr in keinem Notebook, geschweige denn in einem Windows Notebook.

 

Lautsprecher

Ähnlich wie beim Trackpad ist Apple seinen Konkurrenten bei den Lautsprechern gut einen Schritt voraus. Die Lautsprecher des MacBook Pro 13 klingen unheimlich gut!

Diese sind sehr laut und erstaunlich voll für so ein kleines Notebook. Hier können selbst die meisten Windows Gaming Notebooks nicht mithalten. Legt Ihr wert auf gute Lautsprecher, dann ist das MacBook Pro 13 eine klasse Wahl!

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 12

Ähnliches gilt im Übrigen auch für das Mikrofon! Dies ist das mit beste Mikrofon das ich jemals direkt integriert in einem Notebook gehört habe. Lediglich das MacBook Pro 16 war hier noch einen Hauch besser.

Die Webcam des Notebooks ist ebenso ordentlich, aber nicht ganz überragend. Dennoch ist dies ein richtig starkes Notebook für Video-Konferenzen.

 

Der Apple M1

So kommen wir zum spannenden Punkt, der Leistung des Apple M1. Bei dem Apple M1 handelt es sich um eine sogenannte ARM CPU.

Normale Desktops und Notebooks setzen auf die sogenannte X86 Architektur bzw. Befehlssatz, welche von Intel in den 1980er Jahren eingeführt wurde. Hierbei handelt es sich vereinfacht ausgedrückt um eine Befehlsliste, frei nach dem Motto wenn Programm XYZ sagt, dann führt der Prozessor XYZ aus. X86 hat aber zwei Nachteile. 1. Aufgrund des Alters dieses Befehlssatzes ist dieser vergleichsweise aufgebläht mit mittlerweile unnötigen Teilen. 2. Lediglich Intel und AMD dürfen X86 CPUs herstellen.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 15

Apple setzt nun auf einen sogenannten ARM Prozessor. ARM ist ein etwas effizienterer Befehlssatz, welcher aber primär in Smartphones, Smart TVs und anderer Smart Home Elektronik eingesetzt wird.

Programme die nun den X86 Befehlssatz nutzen laufen NICHT auf CPUs mit ARM Basis und umgekehrt, außer es wird eine Art Übersetzer zwischengeschaltet. So macht es auch Apple. Prinzipiell laufen alle Programme auf den neuen MacBooks, aber Programme welche nicht für den neuen Chip optimiert wurden, laufen nicht so effizient und schnell.

Wir müssen also immer zwischen optimierten und nicht optimierten Anwendungen unterscheiden. Optimierung ist beim Apple M1 eh sehr wichtig. Der M1 besitzt 8 CPU Kerne, wovon 4 schnelle und 4 langsamere und „effizientere“ Kerne sind. High Performance Anwendungen müssen also drauf achten primär die schnellen Kerne zu nutzen. Zusätzlich besitzt das MacBook auch noch einen 16-Kern Neural Core, welcher auch Aufgaben der CPU übernehmen kann.

Kurzum mit einer perfekten Optimierung die alle Fassetten der CPU sauber ausnutzt hat der Apple M1 durchaus viel Potenzial!

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Hier können wir zunächst mit ein paar Benchmarks starten.

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Macbook Pro 13 M1 Cinebench 23

Die Benchmarks sprechen eine recht eindeutige Sprache, der Apple M1 kann mit den größten Intel CPUs mithalten! Wenn es um die Single Core Performance geht kann dieser diese sogar überbieten. Wirklich beeindruckend.

Aber realistisch gesehen spielen Benchmarks keine Rolle. Wie sieht es bei anderen Anwendungen aus? Handbrake ist hier das Tool meiner Wahl. Handbrake ist ein Video-Encoding-Tool, das Videos von einem Format in ein anderes umwandeln kann. Handbrake gibt es für Windows und Mac. Zudem gibt es hier eine Version für die „alten“ Intel Macs und auch eine optimierte Version für den M1. Hier können wir wunderbar testen wie gut die „Übersetzung“  alter Anwendungen läuft.

Handbrake

Beeindruckend! Mit der für den Apple M1 optimierten Version von Handbrake kann das MacBook Pro 13 an die Leistung des großen Dell XPS 17 9700 herankommen! Wir müssen dabei bedenken, dass das XPS 17 9700 ein „großes“ Notebook mit 45W CPU ist und das MacBook Pro 13 eine TDP von unter 15W hat.

Dabei ist das MacBook Pro 13 auch ca. 14% schneller als das MacBook Pro 16. Nicht schlecht!

Allerdings ist auch klar zu sehen das für eine gute Leistung des MacBook Pro 13 mit M1 eine optimierte App notwendig ist. Die optimierte Version von Handbarke ist schlanke 69% schneller als die alte „Intel“ Version.

Bei der SSD war ich geizig und habe mich lediglich für die Basis-Version entschieden, mit 256GB.

Macbook Pro 13 M1 Ssd Speed

Diese erreicht schreibend 2411MB/s und lesend 2904MB/s. Sehr gute Werte für eine 256GB SSD, aber auch nicht absolut überragend. Ich vermute die größeren Versionen mit mehr Speicher werden hier noch etwas höhere Datenraten erreichen.

 

Akkulaufzeit

Im MacBook Pro 13 M1 steckt ein 58,2Wh großer Akku. Eine solide aber nicht ungewöhnlich hohe Kapazität, für ein Windows Notebook. Sollte es aber Stimmen, dass der Apple M1 Chip so viel weniger Energie verbraucht, dann relativiert dies die mittlere Kapazität wieder etwas und wie das der M1 macht!

Die Akkulaufzeit des MacBook Pro 13 M1 ist fantastisch! Bei einer reinen Video-Wiedergabe bei mittlerer Helligkeit, WLAN usw. konnte ich eine Laufzeit von rund 18,5 Stunden erreichen! Beim reinen Webbrowsen wurden 15 Stunden geknackt.

Selbst unter Volllast frisst das Notebook gerade einmal +- 22W! Heißt bei CPU Volllast hält das Notebook noch rund 3 Stunden durch, was ein absoluter spitzen Wert ist. Die meisten Windows Notebooks machen da nach 1-2 Stunden schlapp.

 

Fazit

Der Umstieg ist geglückt und wird mit der Zeit nur noch besser! So in der Art lautet mein Fazit zum Apple MacBook Pro 13 M1.

Das „dicke Ding“ beim neuen MacBook Pro 13 ist natürlich Apples eigene M1 CPU. Ich war hier super skeptisch, kann Apple wirklich eine CPU aus dem Hut ziehe die Intel schlagen kann? Die Antwort ist ja!

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 8

Grundsätzlich gibt es noch schnellere Notebooks als das MacBook Pro 13 M1. So können Notebooks mit aktuellen Flaggschiff AMD Ryzen CPUs den Apple M1 noch problemlos schlagen. Intels Flaggschiff Notebook CPUs können auch noch einen knappen Sieg erringen.

Allerdings finden sich diese CPUs nicht in 13 Zöllern! Das MacBook Pro 13 M1 schlägt das Dell XPS 13 9300 einfach mal um das 2,38x beim Encoding von Videos. Lediglich mein großes 3500€ Dell XPS 17 9700 bietet eine vergleichbare Leistung zum 13 Zoll MacBook. Dies kann man einfach nur als WOW bezeichnen!

Allerdings müssen Anwendungen auf den neuen Apple M1 Chip optimiert sein damit dieser seine volle Leistung entfalten kann. Die meisten Anwendungen werden aber in den nächsten Tagen und Wochen sicherlich eine Optimierung erhalten und selbst unoptimierte „alte“ Software läuft gut. Hier und da merkt man schon, dass diese etwas träger ist, aber das ist keine große Sache.

Was aber mindestens genauso wichtig ist, auch abseits der CPU ist das MacBook Pro 13 top! Die Verarbeitung und Haptik ist Weltklasse. Das Display das beste das ich jemals in einem 13 Zoll Notebook gesehen habe und Ähnliches gilt auch für die Lautsprecher.

Die überarbeitete Tastatur des MacBooks ist super zum tippen und das Trackpad ist so gut wie eh und je. Sicherlich einer der dicksten Punkte ist aber die Akkulaufzeit. Ihr könnt in der Praxis hier wirklich Werte im Bereich von 15 Stunden oder mehr erreichen! Dies auch beim Websurfen usw.

Apple Macbook Pro 13 Mit Apple M1 Cpu Im Test 13

Kurzum, das Apple MacBook Pro 13 M1 ist ein wirklicher Schlag in den Bauch für Hersteller wie Dell, ASUS und Co. Könnt Ihr auf Windows verzichten, dann ist das MacBook Oro 13 M1 klar das beste 13 Zoll Notebook aktuell für Euch auf dem Markt. Ein Dell XPS 13 9300 mag zwar bei Haptik, Display usw. mithalten können, wird aber im direkten Vergleich von der Intel CPU im Stich gelassen.

Selbst der Preis von 1500€+ geht für das MacBook Pro 13 M1 völlig in Ordnung! Zwar sind die Aufpreise für mehr RAM (ich würde immer 16GB nehmen) und mehr Speicher hart, aber an sich ist das Notebook nicht zu teuer für das Gebotene.

Positiv

  • Schickes „Apple“ Design
  • Sehr leistungsfähige CPU….
  • Tolles und sehr helles Display
  • Herausragende Akkulaufzeit mit 15+ Stunden
  • Herausragende Lautsprecher
  • Gute Tastatur und sehr gutes Trackpad
  • Ladbar via USB C

Neutral

  • ….. für die volle CPU Leistung sind optimierte Apps nötig
  • Preise für RAM und Speicher Upgrades sehr hoch

Negativ

  • Nicht aufrüstbar
  • Reparierbarkeit fragwürdig

Analyse, Aufladen des neue MacBook Pro 13 M1, welche Powerbank und welche Ladegeräte eignen sich?

Apple MacBooks lassen sich dank ihres USB C Ports an diversen Ladegeräten und auch Powerbanks aufladen. So waren hier MacBooks in der Vergangenheit sehr unproblematisch, diese konnte praktisch an allen USB C Ladegeräten und Powerbanks laden, nur halt mit unterschiedlichem Tempo.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 3

Ende 2020 hat Apple mit dem MacBook Pro und MacBook Air allerdings eine neue Generation an Notebooks eingeleitet. Der neue Apple M1 Chip stellt hier eine große technische Veränderung dar.

Da stellt sich natürlich die Frage, an welchen Ladegeräten und Powerbanks kann das neue MacBook Pro 13 M1 laden und wie schnell kann es laden?

Versuchen wir genau diese Frage in einem Test zu klären!

 

Nicht nur für das MacBook Pro 13 M1

In diesem Artikel schaue ich mir zwar primär das Apple MacBook Pro 13 M1 und dessen Ladeverhalten an, aber es ist sehr wahrscheinlich das alle Informationen hier auch auf das Apple MacBook Air M1 und eventuell sogar auf zukünftige Versionen dieser Notebooks zutreffen.

Dies kann ich natürlich nicht garantieren, aber Apple hat in der Vergangenheit oft den gleichen Ladecontroller über mehrere Generationen und Modelle hinweg genutzt.

 

Das beiliegende Ladegerät

Das Ladegerät das beim MacBook Pro 13 M1 beiliegt (Apple A1947) hat folgende Technische Daten: 5,2V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20,3V/3A.

Es ist hier etwas merkwürdig, dass Apple „5,2V“ oder „20,3V“ schreibt und nicht einfach rundet wie alle anderen Hersteller. Ihr müsst Euch also nicht auf die Suche nach einem „20,3V USB C Ladegerät“ machen, 20V glatt sind hier völlig Okay. Das Ladegerät gibt sich sogar nur als 5,9,15,20V zu erkennen.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 12

Falls es Euch interessiert, folgende Effizienzwerte konnte ich für das Ladegerät messen:

Effizienz

Mit bis zu 91,1% bietet das Ladegerät eine sehr gute Effizienz!

 

Welchen Ladestandard nutzt das MacBook Pro 13 M1? 

Apple nutzt auch beim MacBook Pro 13 M1 den USB Power Delivery Ladestandard. USB Power Delivery oder kurz USB PD ist ein offener Standard, welcher auch von Herstellern wie Dell, Nintendo, Google usw. genutzt wird.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 5
An der 100W USB PD Powerbank, Zendure SuperTank

Theoretisch (und auch praktisch) ist es somit sogar möglich ein Apple MacBook Pro an einem Dell XPS Ladegerät zu laden.

 

Wie schnell kann das Apple MacBook Pro 13 M1 laden?

Wie auch schon ältere MacBooks ist das neue Pro 13 M1 sehr unproblematisch was das Laden angeht! Dieses akzeptiert nach meinen Beobachtungen alle Spannungen die USB PD bereitstellen kann, also 5V, 9V, 12V, 15V oder 20V. Dabei nutzt dieses in der Regel die stärkste Spannung die ein Ladegerät bereitstellen kann.

Hier die Werte an diversen Ladegeräten:

Ladetempo Macbook Pro M1

Das maximale Ladetempo das ich beim neuen MacBook Pro 13 M1 beobachten konnte war 58,6W. Selbst wenn wir diesem mehr anbieten, an einem 100W USB PD Ladegerät, dann bleibt dieses bei maximal 58W.

Ansonsten skaliert das MacBook nach unten mit den Ladegeräten mit. Dieses akzeptiert zum Laden ALLE USB Power Delivery Ladegeräte, egal ob mit 100W oder 18W. An einem 18W USB PD Ladegerät lädt dieses dann natürlich langsamer. 18W reichen um das Notebook während der Nutzung zu laden, allerdings unter CPU Volllast benötigt dieses ca. 22-25W. Um das Notebook unter allen Umständen und Lastsituationen mit Energie zu versorgen, braucht Ihr also ein 30W USB PD Ladegerät.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 7
An der 30W ProUser Powerbank 15000mAh

Theoretisch kann das MacBook Pro 13 M1 sogar an einem normalen USB A Ladegerät laden! Hier ist das Ladetempo aber immer auf 5V/1A also 5W limitiert.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 10
Lädt auch am 20W Apple Ladegerät

Dies ist extrem langsam und wird im Betrieb nicht ausreichen um „gegenzuladen“, im Notfall könntet Ihr aber so die Laufzeit Eures Notebooks etwas verlängern, da halt 5W zugefüttert werden.

 

Kompatibilitätsprobleme?

Leider ist das neue MacBook Pro 13 M1 etwas wählerischer als das alte MacBook Pro 13 was die Komptabilität angeht.

Zwar akzeptiert das Notebook prinzipiell alle USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks, aber es gibt vereinzelt Modelle die einfach nicht mit dem Notebook funktionieren. Ähnliches galt auch schon beim MacBook Pro 16.

So funktionieren die eigentlich von mir sehr geschätzten Xtorm Power Banks leider nicht am MacBook! Wie äußert sich das Ganze? Ihr verbindet die Powerbank und das Notebook behauptet zu Laden, macht es aber nicht. Im Hintergrund „pulsiert“ das Laden konstant. Das Laden geht an, geht aus, geht an, geht aus usw. Dies geschieht aber so schnell das Euch angezeigt wird es würde geladen, effektiv wird aber keine Energie übertragen. Ganz im Gegenteil dies könnte sogar auf Dauer Eure Ladeelektronik beschädigen. Folgende Powerbanks und Ladegeräte bezeichne ich als inkompatibel oder Problematisch in Kombination zum MacBook Pro 13 M1:

  • Xtorm Power Bank Voyager 26000
  • Xtorm Power Bank Voyager 20000
  • Sandberg Powerbank USB-C PD 100W

Hier gibt es klar noch einige Modelle mehr die Probleme machen. Schaut am besten in meine Tests, funktioniert eine Powerbank oder ein Ladegerät mit dem MacBook Pro 16, dann auch mit dem MacBook Pro 13 M1 bzw. mit ist noch keine Powerbank oder Ladegerät begegnet das beim einen funktioniert aber beim anderen nicht.

 

Empfohlene Powerbanks für das MacBook Pro 13 M1

Folgende Powerbanks wurden von mir als funktionierend am MacBook Pro 13 M1 getestet. Diese Modelle würde ich auch generell für das MacBook Pro 13 empfehlen.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 1

Bedenkt für eine vollständige Ladung des MacBooks benötigt Ihr ca. 70Wh oder 19000mAh Kapazität.

 

Empfohlene Ladegeräte für das MacBook Pro 13 M1

Grundsätzlich würde ich Euch immer empfehlen das original Apple Ladegerät zu nutzen! Viele Smartphone-Ladegeräte taugen zwar für das MacBook Pro 13 M1, aber diese sind meist nicht auf Stundenlange Belastung usw. optimiert.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 4

Solltet Ihr aber dennoch ein Ladegerät für Euer MacBook suchen das auch ein Smartphone (eventuell sogar parallel) laden kann, kompakter ist usw. dann wären folgende Modelle meine Empfehlung. Diese wurden alle von mir am MacBook Pro 13 M1 getestet:

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 9
Am HyperJuice 100W GaN Charger Ladegerät

 

Fazit

Was gibt es beim Laden des MacBook Pro 13 M1 an 3. Anbieter Ladegeräten und Powerbanks zu beachten?

  • Das MacBook benutzt den USB Power Delivery Ladestandard
  • Grundsätzlich akzeptiert es alle USB PD Ladegeräte und alle USB PD Spannungen (5V, 9V, 12V, 15V oder 20V)
  • In meinem Test lud das Notebook mit maximal 58W, es kann aber auch an 18W, 30W, 100W usw. Ladegeräten laden. Größere Ladegeräte als 60 bzw. 58W bringen nicht mehr, schaden aber auch nicht.
  • 95% aller USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks funktionieren problemlos, ein paar Powerbanks zeigen aber Kompatibilitätsprobleme aus unbekannten Gründen.
  • Unter CPU Volllast benötigt dieses ca. 22-25W, im Leerlauf 3-8W.

Ich denke damit habe ich das Ganze gut zusammengefast. Grundsätzlich sind Apple MacBooks nicht wählerisch was das Ladegerät angeht. Dieses sollte USB Power Delivery unterstützen und im besten Fall 60W oder mehr haben. Mehr ist immer nett, bringt aber an sich nicht mehr.

Im Gegenzug könnt Ihr auch kleinere Ladegeräte nutzen. Ihr könnt das MacBook Pro 13 M1 sogar am 20W Ladegerät des iPhone 12 Pro laden, dann halt nur mit 19-20W. Im Leerlauf benötigt das MacBook Pro 13 M1 lediglich 3-8W, das 20W Ladegerät würde es hier sogar im Betrieb aufladen. Setzt Ihr das Notebook aber unter Last wären 20W zu wenig und das MacBook würde den Akku entladen. Für eine konstante Nutzung wählt ein Ladegerät mit wenigsten 30W, besser 60W.

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 2

Ihr könnt Euch hier also im Handel austoben, hat ein Ladegerät oder Powerbank einen USB PD Port mit 18W aufwärts, dann eignet sich dieses generell für das Notebook. Mehr Leistung = besser. Allerdings habe ich hier und da eine Merkwürdige Inkompatibilität feststellen müssen. Ähnliches gab es schon beim MacBook Pro 16, wo theoretisch kompatible Ladegeräte und Powerbanks nicht funktionierten. Diese lassen sich leider nicht von außen erkennen. Schaut also in meine Empfehlungen und/oder Tests um zu erkennen ob ein Ladegerät/Powerbank mit dem MacBook funktioniert (scharmlose Werbung)

Analyse, Aufladen Des Neue Macbook Pro 13 M1, Welche Powerbank Und Welche Ladegeräte Eignen Sich 6
An der Flash 2.0 Powerbank

Sucht Ihr eine Powerbank für Euer MacBook Pro 13 M1, dann schaut Euch vielleicht zuerst einmal diese Modelle an:

Oder falls Ihr ein Ladegerät sucht:

Solltet Ihr noch weitere Fragen haben her damit!

Cat 5e LAN Kabel und 10 Gbit LAN? Was für ein LAN Kabel benötige ich für 10Gbit / 2,5Gbit LAN?

Jahrzehnte lang gab es im heimischen Netzwerk lediglich Gbit LAN oder gegebenenfalls auch noch das langsamere 100Mbit LAN. Mittlerweile gibt es aber im High End Segment immer mehr 10Gbit oder 2,5Gbit Netzwerkgeräte.

Cat 5e Lan Kabel Und 10 Gbit Lan 2

Mit diesen sind aber einige Verwirrungen um die benötigten LAN Kabel aufgetaucht. So findet sich an vielen Stellen die Information das für 10Gbit LAN beispielsweise mindestens Cat 6 Kabel nötig wären, aber Cat 5e Kabel nicht funktionieren.

Aber stimmt dies, funktionieren Cat 5e Kabel nicht mit 10Gbit LAN? Finden wir dies doch einmal in einem kurzen Test heraus!

 

Cat 5, 5e, 6, 7, UTP, STP, S/UTP, S/FTP und weitere Abkürzungen

Wenn Ihr ein LAN Kabel kaufen wollt, gibt es einige etwas kryptische Abkürzungen, die wir erst einmal klären wollen.

Cat steht für die „Kategorie“ des Kabels. Die meisten aktuellen Kabel sind Cat 5e oder Cat 6 Kabel.  Grundsätzlich sind diese Kabel aber alle gleich aufgebaut. Cat 5e, Cat 6 usw. Kabel haben den gleichen RJ45 Stecker und auch die gleiche Anzahl Adern. Ebenso ist die Pinbelegung identisch.

Wo liegen dann die Unterschiede? Gute Frage! Die höhere Kategorie des Kabels soll Euch in erster Linie eine höhere Bandbreite garantieren, da der Widerstand im Kabel geringer ist aufgrund dickerer Adern usw..

Cat 5e Lan Kabel Und 10 Gbit Lan 5

Fast etwas wichtiger ist da der Zusatz, denn dieser gibt die Schirmung des Kabels an.

  • UTP = ungeschirmt
  • STP = Folienschirm um jedes Aderpaar (= vier einzelne Schirmungen)
  • S/UTP = Geflechtschirm, eine Schirmung um alle Adern
  • S/FTP = Folienschirm um jedes Aderpaar + Geflechtschirm

Theoretisch könnte Euch also ein Hersteller ein Cat 7 Kabel verkaufen, das aber völlig ungeschirmt ist und ja solche Kabel findet Ihr bei eBay und Amazon. Auf der anderen Seite könntet Ihr theoretisch auch Cat 5e Kabel mit einer doppelten Schirmung bekommen (S/FTP). Beides ist so vermutlich nicht als sinnvoll zu bezeichnen, aber die Schirmung ist letztendlich das was die Kabel teuer machen. Daran wird also oft gespart.

 

10Gbit LAN und Cat 5e?

Auf Wikipedia finden wir eine praktische Liste mit der theoretischen Eignung der diversen Kategorien.

  • Cat 5 = 100Mbit
  • Cat 5e = 100Mbit, 1000 Mbit, 2,5Gbit, 5Gbit
  • Cat 6 = 100Mbit, 1000 Mbit, 2,5Gbit, 5Gbit, 10Gbit
  • Cat 7 = 100Mbit, 1000 Mbit, 2,5Gbit, 5Gbit, 10Gbit, CCTV
  • Cat 8 = 100Mbit, 1000 Mbit, 2,5Gbit, 5Gbit, 10Gbit , CCTV, 25Gbit, 40Gbit

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Twisted-Pair-Kabel

Damit haben wir schon einmal die Frage geklärt Cat 5e und 2,5Gbit LAN sollten kein Problem sein!

 

Die Praxis!

Aber funktionieren Cat 5e Kabel wirklich nicht mit 10Gbit LAN? Für diesen Test habe ich mir einfach zwei „billige“ Cat-5e UTP Kabel mit 4,2 Metern und 15,2 Metern gekauft.

Als 10 Gbit Adapter kommt der SoNNeT Technologies Adapter Solo 10 g zum Einsatz und als Switch der ASUS XG-U2008.

Cat 5e Lan Kabel Und 10 Gbit Lan 3

Machen wir es kurz, 10Gbit LAN durch ein 15,2 Meter Cat 5e UTP Kabel? Kein Problem! Dementsprechend machte das kürzere Kabel auch keine Probleme. Und ja auch was das Tempo angeht gibt es keine Unterschiede.

 

Fazit

Cat 5e Kabel und 10Gbit (2,5Gbit) LAN sind zwei Dinge die sich nicht zwingend ausschließen müssen. Offiziell solltet Ihr zwar für 10Gbit LAN auf ein Cat 6 Kabel zurückgreifen, es funktioniert aber auch mit einem normalen Cat 5e Kabel. Vielleicht nicht auf Distanzen von 50 Metern+, aber in meinem Test waren 15 Meter überhaupt kein Problem.

Cat 5e Lan Kabel Und 10 Gbit Lan 4

Ich kann hier natürlich nicht für alle Cat 5e Kabel meine Hand ins Feuer legen und ich würde Euch immer raten nur noch Cat 6 Kabel zu kaufen, habt Ihr aber gerade nichts anderes da und es geht lediglich um ein paar Meter, dann macht Euch keine Sorgen!

10Gbit LAN kann zwar etwas zickig sein, aber was die Kabel angeht, habe ich dieses immer als sehr unproblematisch wahrgenommen. Ähnliches gilt auch für 2,5Gbit LAN. Dieses wird sogar ganz offiziell von Cat 5e unterstützt, hier braucht Ihr Euch also überhaupt keine Sorgen machen.

Das inCharge 6 im Test, ein Ladekabel für alles?

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Zwar setzen mittlerweile immer mehr Geräte auf USB C, aber leider nicht alle. Gerade wenn Ihr sowohl im Apple wie auch Android/Windows Universum unterwegs seid, werdet Ihr des Öfteren unterschiedlichste Ladekabel benötigen. USB A auf Lightning, auf USB C, auf microUSB , USB C auf USB C, auf Lightning, auf microUSB usw.

InCharge 6 verspricht dieses Kabelchaos zu beenden! Hierfür sollen 6x verschiedene Kabelkombinationen in einem Ladekabel untergebracht worden sein. Ähnliche „Multikabel“ sind natürlich nichts Neues. Allerdings das alle gängigen Anschlusskombinationen in einem solch wertigen Kabel untergebracht wurden ist schon etwas neues.

Incharge 6 Im Test 6

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier auch das inCharge 6 so gut wie der Hersteller verspricht? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Alexander der mir das inCharge 6 für diesen Test ausgeliehen hat!

 

Das inCharge 6 im Test

Ein guter erster Eindruck ist oftmals viel Wert. Und genau solch einen guten ersten Eindruck legt das inCharge 6 hin!

Incharge 6 Im Test 1

Ihr könnt das inCharge 6 aktuell in zwei Längen bekommen, in ca. 13 cm und in 1,5 Metern, bei der „Max“ Version. Abseits der Länge sind aber beide Versionen identisch.

Das Erste was auffällt sind die recht langen Steckergehäuse. Diese messen jeweils 33,8mm und sind aus einem sehr robusten Metall gefertigt. Die hohe Länge der Steckergehäuse entsteht natürlich aufgrund der ganzen Adapter die integriert sind.

Incharge 6 Im Test 3

Allerdings ist der qualitative Eindruck dieser Adapter und des Ganzen inCharge 6 hervorragend! Die ganzen Adapter sind aus Metall gefertigt und das „Umstecken“ der Adapter wirkt stabil. Wichtig die Adapter sind natürlich alle fest mit den Kabel verbunden. Es kann also nichts abfallen.

Aber welche Stecker Kombinationen bietet das inCharge 6?

  • USB A auf USB C
  • USB A auf Apple Lightning
  • USB A auf microUSB
  • USB C auf USB C
  • USB C auf Lightning
  • USB C auf microUSB

Auf der „primären“ Seite verfügt das inCharge 6 über einen USB A Port, der auf Wunsch in USB C umgesteckt werden kann.

Auf der „sekundären“ Seite ist ein USB C Port, der auf Wunsch in denen Lightning Stecker umgesteckt werden kann. In dem Lightning Anschluss ist zudem ein microUSB Port integriert. Ja Lightning und microUSB sind hier in einem Stecker und ja erstaunlicherweise passt dies!

Der microUSB Stecker sind sehr straff in allen Geräten die ich getestet habe, aber auch nicht zu straff. Auch der Lightning Anschluss passt.

Incharge 6 Im Test 2

Verbunden werden die Stecker von einem Textil ummantelten Flachbandkabel. Dieses wirkt ausreichend dick und stabil. Aufgrund des Flachband Designs lässt sich das Kabel besser aufrollen und verheddert sich nicht so schnell.

Für ein verbessertes Verstauen findet sich an den Steckern auch Magnete, die ein Zusammenheften dieser erlaubt.

 

KEIN Power Delivery!

Ich habe von Anfang an erwartet, dass die USB C auf Lightning Verbindung „problematisch“ ist. Generell funktioniert diese, allerdings funktioniert nicht das Schnellladen! Via USB C auf Lightning sind maximal 1A bzw. 5W Ladestrom möglich. In den offiziellen USB C auf Lightning Kabeln ist ein spezieller Chip für das Schnellladen, welcher hier nicht vorhanden ist. Dieser kann hier vermutlich auch nicht vorhanden sein, aufgrund des Adapter Designs.

Wobei ich mir nicht sicher war ist ob USB Power Delivery, also das Schnellladen von USB C Geräten, funktioniert. Dies ist leider nicht der Fall! USB Power Delivery funktioniert nicht mit inCharge 6!

Überraschend? Auch nein! Der USB C Stecker auf der sekundären Seite ist im Grunde ein Adapter von microUSB auf USB C. Daher werden nicht alle Kontakte des USB C Ports durchgestellt. Nur D+, D- und die beiden spannungsführenden Adern. Die Kontakte, welche speziell für die Power Delivery Kommunikation zuständig sind, fehlen. Es kann also nur mit 5V 2A geladen werden (bei USB C zu USB C).

Etwas merkwürdig, die USB C auf USB C Verbindung beim inCharge 6 Max (nur beim Max!) funktionierte bei mir gar nicht, obwohl die vier wichtigen Adern korrekt durchkommen.

Quick Charge funktioniert im Übrigen.

 

Das Ladetempo

Beginnen wir mit der Frage warum ein Ladekabel überhaupt einen Einfluss auf das Ladetempo haben könnte. Jedes Ladekabel hat einen Eigenwiderstand, dies einerseits durch die Adern des Kabel wie aber auch durch die Stecker. Dieser Widerstand sorgt für einen Spannungsabfall, welcher bei höherer Belastung (höheren Strömen) zunimmt. Ganz blöd gesagt aus Eurem USB Netzteil kommen 5V, aber bei 2A Ladestrom kommen nur noch 4,5V beim Smartphone an. Die Ladeelektronik Eures Smartphones benötigt aber eine gewisse Mindestspannung. Wird diese unterschritten muss das Smartphone das Ladetempo so lange drosseln bis die Spannung wieder über die Grenzwerte ansteigt.

Hier hat das inCharge 6 natürlich einen dicken Nachteil, jeder Adapter erhöht den Widerstand deutlich. Schauen wir uns hier zunächst die Theorie an. Hierfür habe ich auf diverse Kabel eine Spannung von 5V gegeben und diese anschließend mit 1A, 2A und 3A belastet. Hier habe zunächst nur die USB A auf USB C Verbindung getestet.

Spannung

Gerade das inCharge 6 Max schneidet hier echt nicht gut ab! Bereits bei 2A sinkt die Spannung von 5V auf 4,123V ab. Das kurze inCharge 6 schlägt sich hier mit 4,646V deutlich besser! Dies sagt mir, dass die Adern im Kabel vermutlich recht dünn sind, da die Stecker bei beiden Versionen identisch sein sollten.

Wie sieht es in der Praxis aus?

Usb C Microusb Lightning

Okay hier muss ich gestehen etwas überrascht zu sein. Aufgrund der Messwerte hatte ich mit einem recht vernichtenden Ergebnis beim inCharge 6 Max gerechnet.

Aber sowohl das iPhone wie auch die USB C Android Smartphones stören sich nicht groß am Kabel. Bei den USB C Smartphones laden alle Test-Kabel +- gleich auf. Das iPhone lud am inCharge 6 Max 1W langsamer, aber dies macht um ehrlich zu sein den Braten nicht fett.

Das einzige Smartphone das das inCharge 6 nicht mag ist das Samsung Galaxy S7 Edge. Dieses erreichte hier lediglich 0,5A bzw. 2,5W. Ich vermute hier gab es keine gute Verbindung des microUSB Steckers.

Dennoch ist das Fazit des Praxis Tests positiv!

 

Fazit

Ich bin von dem inCharge 6 etwas hin und her gerissen. Grundsätzlich hat inCharge bei der Haptik und Verarbeitung alles richtig gemacht! Die Kabel fühlen sich extrem wertig und durchdacht an.

Auch die Anschlussvielfalt ist top! Gerade, dass es gelungen ist einen Apple Lightning und microUSB Port in einem Anschluss zu kombinieren hat mich wirklich verblüfft. Bei meinen theoretischen Messwerten konnte das inCharge 6 Max zwar nicht überzeugen (recht hoher Eigenwiderstand), in der Praxis war aber das Ladetempo soweit völlig Okay! Ja es gibt schnellere Ladekabel, aber mir ist kein schnelleres Universalkabel bekannt.

Incharge 6 Im Test 4

Allerdings gibt eine wichtige Einschränkung. USB Power Delivery ist über inCharge 6 nicht möglich! Ebenso funktioniert auch das Schnellladen von Apple iPhones/iPads über die USB C zu Lightning Kombination nicht. Dies halte ich doch für eine gewisse Einschränkung. Zumal bei meinem Kabel der „Max“ Version USB C zu USB C gar nicht funktionierte.

Teilweise liegen diese Probleme am generellen Aufbau. Im Grunde ist inCharge 6 ein USB C zu microUSB/Lightning Kabel, alles andere wird über Aufsätze realisiert, welche zwar gut umgesetzt sind aber natürlich nicht alle Pins des USB C Kabels durchstellen. Aus meiner Sicht wäre hier ein USB C zu USB C Kabel als Basis sinnvoller gewesen und die anderen Anschlüsse als Adapter zu nutzen.

Incharge 6 Im Test 5

Wie auch immer, sucht Ihr ein universelles Ladekabel und könnt gegebenenfalls auf das Schnellladen verzichten, dann ist inCharge 6 ein Klasse Kabel! Ich habe bisher noch kein besseres „Multiladekabel“ erlebt.