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Nextorage B2 SE vs. B1 Pro: CFexpress Typ B Speicherkarten im Test

Nextorage ist ein noch recht junger Hersteller auf dem deutschen Markt, der jedoch sehr hochwertige und generell gute Speicherprodukte anbietet. Neben SSDs und SD-Karten führen sie auch CFexpress-Speicherkarten im Sortiment.

In diesem Test wollen wir uns die beiden CFexpress Typ B Modelle von Nextorage ansehen: die günstigere B2 SE und die etwas teurere B1 Pro. Letztere soll eine höhere konstante Leistung bieten, kostet aber auch entsprechend mehr. Die Nextorage B2 SE hingegen zählt zu den günstigsten Typ B Modellen auf dem Markt, bietet aber dennoch eine sehr hohe Leistung. Lassen wir uns beide Speicherkarten einmal genauer betrachten.

 

Die CFexpress Typ B Speicherkarten von Nextorage im Test

Die B2 SE und B1 Pro sind recht klassische CFexpress Typ B Speicherkarten. Beide Modelle setzen auf ein Gehäuse, das größtenteils aus Metall besteht.

Dies macht nicht nur in puncto Robustheit absolut Sinn, sondern vor allem auch für die Wärmeabfuhr, was bei CFexpress Speicherkarten ein wichtiger Faktor ist. Beide Speicherkarten tragen einen vergleichsweise einfachen und schlichten Aufkleber.

 

Was macht CFexpress Speicherkarten besonders?

CFexpress Speicherkarten unterscheiden sich technisch deutlich von herkömmlichen SD-Karten. Im Wesentlichen handelt es sich bei CFexpress Speicherkarten um „normale“ NVMe SSDs, wie sie auch in PCs oder Notebooks verwendet werden. Gerade in CFexpress Typ B Speicherkarten stecken oft normale M.2 2230 NVME SSDs.

Mit entsprechenden Adaptern ist es möglich, eine solche Speicherkarte intern zu verbauen. Eine SD-Karte hingegen ist eher wie ein USB-Stick zu betrachten. Dies bietet zwei wesentliche Vorteile: Durch die PCIe-Anbindung und das NVMe-System hinter der Speicherkarte haben wir weniger Overhead und höhere Geschwindigkeiten im Vergleich zu SD-Karten. Die Zuverlässigkeit von SSDs/CFexpress Speicherkarten ist dank erweiterter Datenschutzfunktionen und besserem Wear-Leveling höher als die von SD-Karten.

Zudem kann der Zustand der Speicherzellen ausgelesen werden. Gerade dieser letzte Punkt ist interessant. Alle Flash-Speicher sind Verschleißmaterial und die Speicherzellen gehen irgendwann kaputt. Bei SD-Karten weiß man nicht, wann dies der Fall ist. Bei CFexpress Speicherkarten hingegen kann man den Zustand der Speicherzellen auslesen! Man kann sogar sehen, wie oft die Speicherkarte bereits beschrieben wurde.

 

Typ A und Typ B

CFexpress Speicherkarten gibt es in zwei Versionen (eigentlich drei, aber Typ C wird kaum verwendet):

  • Typ A – verwendet von Sony, sehr klein und kompakt, mit einer maximalen Geschwindigkeit von 1000 MB/s.
  • Typ B – verwendet von Canon, Nikon, Fuji usw., etwas größer, mit einer maximalen Geschwindigkeit von 2000 MB/s.

Achte also darauf, den richtigen CFexpress Typ für deine Kamera zu wählen! Wenn du beispielsweise eine Sony-Kamera hast, dann ist Typ B nicht die richtige Speicherkarte für dich.

 

Datenraten, erster Test

Wichtig: Datenraten bei CFexpress Speicherkarten schwanken stark je nach Kartenleser! Hast du einen normalen USB-Kartenleser, wirst du nicht mehr als 1000 MB/s erreichen können, unabhängig von der Speicherkarte, da hier die USB-Verbindung limitiert ist. Willst du die vollen Datenraten, brauchst du einen Thunderbolt- oder USB 4-Kartenleser. Ich teste zunächst die maximalen Datenraten mit CrystalDiskMark. Laut Hersteller sollen dabei folgende maximale Datenraten erreicht werden:

  • Nextorage B1 Pro 165GB – 1950 MB/s lesend, 1900 MB/s schreibend
  • Nextorage B2 SE 256GB – 1950 MB/s lesend, 1750 MB/s schreibend

Die Datenraten sehen auf den ersten Blick ziemlich ähnlich aus. Aber was sagt der CrystalDiskMark Test zu den Speicherkarten?

Hier liegen beide Speicherkarten noch dichter beieinander als schon vom Hersteller angegeben. Allerdings konnte ich bei beiden Modellen nicht ganz die Herstellerangabe erreichen. So schaffte die Nextorage B1 Pro 1869 MB/s lesend bzw. 1733 MB/s schreibend. Die B2 SE kam auf 1869 MB/s lesend bzw. 1633 MB/s schreibend. Zwar etwas unter der Herstellerangabe, aber generell recht gute Werte!

 

Konstante Schreibrate?

Allerdings sind die Werte von CrystalDiskMark beim Schreiben auf die Speicherkarte eher mäßig genau, denn viele CFexpress Speicherkarten setzen auf einen Schreibcache. Das bedeutet, ein Teil der Speicherkarte lässt sich deutlich schneller beschreiben als der Rest. Dies unterscheidet in der Regel die günstigen von den teureren Modellen. So wird beispielsweise die 165 GB B1 Pro mehr als 165 GB Speicher haben. Ein Teil der echten Speicherkapazität ist jedoch reserviert, um für höhere Schreibraten zu sorgen. Vermutlich wird bei der B1 Pro der TLC NAND im MLC- oder SLC-Modus laufen. Bei der B2 SE ist dies hingegen nicht der Fall, daher ist die Schreibrate nicht konstant.

Hier kannst du die Datenraten sehen, während ich die Speicherkarten konstant beschreibe. Diese sinkt bei der B2 SE nach kurzen Augenblicken von über 1400 MB/s auf lediglich +- 420 MB/s. Bei der B1 Pro hingegen sehen wir etwas stabilere Datenraten. So hält die Speicherkarte recht konstant über 1400 MB/s. Daher wird diese gerade bei hohen Serienbild-Frequenzen und hochauflösenden Video-Formaten deutlich besser abschneiden.

 

Praxis-Test in der FUJIFILM X-H2S

Machen wir auch einen Praxis-Test. Hierfür habe ich die FUJIFILM X-H2S genutzt. Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • 40 Bilder/s
  • 1/2500s Belichtungszeit
  • Manueller Fokus
  • ISO 100

Zunächst habe ich gemessen, wie viele Bilder die Kamera in 30 Sekunden mit durchgedrücktem Auslöser machen kann.

Hier sehen wir zwei sehr unterschiedliche Ergebnisse. Die Nextorage B1 Pro ist die schnellste CFexpress Typ B Speicherkarte, die ich bisher für die Fuji im Test hatte. Die Nextorage B2 SE hingegen ist die langsamste CFexpress Typ B Speicherkarte, die ich im Test hatte. Dennoch ist sie signifikant schneller als selbst die besten V90/V60 SD-Karten! Im zweiten Test habe ich gemessen, wie lange die Kamera benötigt, um den Puffer zu leeren.

Hier sehen wir im Kern das gleiche Bild mit erneut sehr starkem Abschneiden der Nextorage B1 Pro.

 

Wer ist Nextorage?

Im Gegensatz zu SanDisk, Samsung, Kingston und Co. ist Nextorage vermutlich den Wenigsten bekannt. Aber wer ist Nextorage und sind sie vertrauenswürdig? Nextorage ist ein japanischer Hersteller von Speicherprodukten, der von ehemaligen Sony Mitarbeitern im Jahr 2019 gegründet wurde. Mittlerweile gehört Nextorage zum Phison Konzern und expandiert. Ich habe bisher sehr gute Erfahrungen mit den Nextorage Speicherkarten gemacht, die ich auch in meinen Kameras einsetze. Also ja, ich würde Nextorage klar als vertrauenswürdig einstufen; wir haben es hier nicht mit einem 08/15-Hersteller zu tun.

 

Fazit

Wir müssen bei den beiden Speicherkarten ein etwas differenziertes Fazit ziehen. Die Nextorage B1 Pro konnte im Test voll überzeugen!

Die Speicherkarte macht einen sehr hochwertigen Eindruck und die Leistung von konstant über 1400 MB/s ist hervorragend. Viel besser geht es kaum! Die Nextorage B2 SE bietet hingegen nur eine konstante Datenrate von 420 MB/s. Damit ist sie klar eine eher langsame CFexpress Typ B Speicherkarte, aber immer noch schneller als jede SD-Karte. Dabei ist die Nextorage B2 SE jedoch recht günstig!

179€ für 512GB sind ein sehr fairer Preis! Möchtest du also maximale Leistung gerade bei Serienbildern oder ProRes Video-Aufnahmen, greif zur B1 Pro. Suchst du hingegen einfach eine etwas schnellere Alternative zu einer SD-Karte, die aber dennoch nicht zu teuer ist oder sogar günstiger als die V90 SD-Karten ist, dann ist die Nextorage B2 SE eine spitzen Wahl! Alternativ solltest du dir auch einmal die Angelbird AV PRO CFexpress SE ansehen.

Nextorage CFexpress Typ B Karte 512GB, japanische speicherkarte...
  • Der Nextorage-Vorteil: Über 20 Jahre Erfahrung mit Sony-Speicher...
  • CFexpress Typ B Karten für vielfältige Anwendungen: von Fotos...
  • Klassenbeste Übertragungsgeschwindigkeiten und niedrigste...
  • Zuverlässige Haltbarkeit: Hat die Dauertests gemäß den...
  • Universelle Kompatibilität: Die Kompatibilität mit den neuesten...

AOC Q27G3XMN Test: Günstiger QHD Gaming Monitor mit Mini-LED und HDR1000 im Detail

AOC bietet mit dem Q27G3XMN einen günstigen QHD Gaming Monitor an, der auf ein Mini-LED Backlight setzt. So verfügt der Monitor über 336 individuelle LEDs als Hintergrundbeleuchtung, die unter optimalen Bedingungen für einen Kontrast auf OLED-Niveau sorgen können.

Ebenso verfügt der Monitor laut Hersteller über eine maximale Helligkeit von 1000 cd/m² und eine HDR1000-Zertifizierung. Beeindruckend für einen Monitor unter 400 €. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Bringt hier die Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung wirklich so viel, und wie steht es um die generelle Bildqualität? Finden wir dies im Test des AOC Q27G3XMN heraus! An dieser Stelle vielen Dank an AOC für das Ausleihen des Q27G3XMN für diesen Test.

 

AOC Q27G3XMN im Test

Der AOC Q27G3XMN ist ein Gaming Monitor und versucht dies auch nicht zu verstecken. So setzt er auf ein schwarzes Gehäuse, das mit diversen roten Akzenten ausgestattet ist. Ich finde das Design nicht zu offensiv, aber in einem reinen Office-Setup sieht dieser sicherlich etwas fehl am Platz aus.

Positiv überrascht war ich allerdings von der generellen Verarbeitungsqualität und dem Standfuß. So ist der Q27G3XMN schon ein etwas “kräftigerer” Monitor, aber das Gehäuse wirkt stabil und auch der Standfuß wirkt sicher.

Dabei bietet dieser nicht nur eine Höhenverstellung, sondern du kannst auch den Winkel und die Ausrichtung des AOC anpassen.

 

Anschlüsse und OSD

Wo wir etwas die Preis/Leistungs-Orientierung des AOC Q27G3XMN sehen, ist bei den Anschlüssen und dem OSD bzw. der Steuerung.

  • 2x HDMI 2.0 (144Hz@2560×1440)
  • 1x DisplayPort 1.4 (180Hz@2560×1440)
  • 1x 3,5mm

An sich sind 2x HDMI und 1x DisplayPort nicht schlecht, aber wir haben beispielsweise kein USB-C. Bei einem Gaming Monitor ist das keine Pflicht, aber ein USB-C-Port wäre schon ein netter Bonus gewesen, falls du beispielsweise einen Desktop-PC und ein Notebook hast.

Auch verfügt der Monitor nicht über einen USB-Hub oder Ähnliches. Gesteuert wird dieser über ein paar Tasten am unteren Rand. Das OSD ist an sich okay, aber es ist gerade bei der Steuerung schon zu merken, dass wir hier einen günstigen Monitor haben. Erfreulicherweise wirst du in der Praxis nicht oft mit dem OSD interagieren müssen.

 

180 Hz und VA-Panel

Mit 2560 x 1440 Pixeln verfügt der AOC Q27G3XMN über eine recht gute Auflösung für einen Monitor mit 27 Zoll. Dieser hat hierdurch 109 PPI, was aus einer normalen Blickdistanz für ein scharfes Bild ausreicht.

Etwas ungewöhnlich ist die Bildwiederholungsrate von 180 Hz. Dies ist aber für einen Monitor dieser Klasse gar nicht übel, vor allem wenn wir das Mini-LED-Backlight bedenken und dass wir hier ein VA-Panel vor uns haben.

VA-Panels sind an sich qualitativ sehr gut, aber was die Reaktionszeiten betrifft, sind diese selten die erste Wahl. VA-Panels sind traditionell träger und langsamer, allerdings sind moderne VA-Panels hier auch schon ein gutes Stück besser. So wirbt AOC mit Reaktionszeiten von 1 ms.

 

Erfreulich gute Blickwinkel!

Ein paar Pluspunkte kann der AOC Q27G3XMN direkt für die sehr guten Blickwinkel sammeln, welche erstaunlich gut sind, selbst für einen Monitor dieser Klasse.

Blickwinkel Vergleich mit dem ASUS G15 (IPS Panel)

 

Farbraumabdeckung des Q27G3XMN

AOC wirbt mit durchaus beeindruckenden Farbraumwerten. So soll der Monitor über 100% sRGB, 96% AdobeRGB und 99% DCI-P3 erreichen können, was für einen Monitor in dieser Preisklasse beeindruckend wäre! Folgendes konnte ich messen:

AOC Q27G3XMN Farbraumabdeckung
100% sRGB, 93% AdobeRGB und 95% DCI-P3

Bei meinen Messungen konnte ich nicht ganz so hohe Werte wie vom Hersteller angegeben erreichen. So erreichte der Monitor 100% sRGB, 93% AdobeRGB und 95% DCI-P3. Dies sind allerdings weiterhin sehr beeindruckende Werte, gerade wenn wir bedenken, dass dies ein Gamer-Monitor ist.

sRGB AdobeRGB P3
ASUS ProArt PA32UCR-K 100% 100% 95%
Philips 27E1N8900 100% 99% 98%
Philips 27B1U7903 100% 98% 98%
LC-Power LC-M27-QHD-165  100% 96% 94%
LC-Power LC-M16-4K-UHD-P-OLED 100% 94% 100%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144 100% 94% 93%
AOC Q27G3XMN 100% 93% 95%
LG UltraGear 34GK950F 100% 89%
Alienware AW3420DW 100% 89%
KTC H27T22 100% 87% 95%
HUAWEI MateView 28 Zoll 100% 86% 94%
LC-Power LC-M27-4K-UHD-144-V2  100% 87% 93%
LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C-K 100% 84% 90%
LC-Power LC-M27-QHD-240-C-K 100% 83% 91%
HUAWEI MateView SE 23,8 Zoll 100% 82% 91%
Samsung C34F791 100% 82%
Dell P3421W 100% 80% 86%
ASUS ROG Strix XG35VQ 100% 78%
BenQ EX3501R 100% 78%
HP X27q 99% 77% 84%
BenQ MOBIUZ EX2710 98% 77%
ASUS MX38VC 99% 75%
LG 34UC99-W 98% 76%
Alienware AW2521HFL 97% 76% 73%
Dell U3419W 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 92% 71%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C-V2 92% 71% 72%

 

Mit diesen Werten übertrifft der AOC Q27G3XMN sehr viele professionelle Monitore für die Foto- und Videobearbeitung.

 

Kalibrierung schwierig

AOC wirbt mit einer sehr guten Kalibrierung mit einem Delta-E <2. Dies in Kombination mit der großen Farbraumabdeckung würde den Q27G3XMN an sich perfekt auch für Content Creation machen. Aufgrund der Mini-LED-Technik hatte allerdings mein Messgerät Probleme, dies zu überprüfen, und spuckte nur sehr wilde Werte aus.

Daher kann ich dies nur schwer genau nachprüfen. Generell scheint die Kalibrierung durchaus gut zu sein, dies ist aber nur eine subjektive Einschätzung.

 

Dynamisches Dimmen

Die Besonderheit beim Q27G3XMN ist die Mini-LED-Technik. Diese erlaubt es, die Hintergrundbeleuchtung in gewissen Bereichen dynamisch zu regulieren oder komplett abzuschalten. Hierdurch ist der Monitor in der Lage, “echtes” Schwarz anzuzeigen, wie es ansonsten nur bei OLEDs möglich wäre.

Dynamisches Dimmen An
Dynamisches Dimmen Aus

Allerdings verfügt der Monitor nur über 336 Zonen, was vergleichsweise wenig ist für einen Monitor mit Mini-LED-Technik. Das Bild ist in 336 gleich große Zonen unterteilt, die individuell abgeschaltet werden können. Ein Bereich muss dabei komplett schwarz sein, damit dieser auch wirklich abgeschaltet werden kann.

Entsprechend ist das “dynamische Dimmen” in der Praxis etwas schwieriger und nicht immer nützlich. Zudem kann der Halo-Effekt auftreten, bei dem kleine helle Flächen, wie der Mauszeiger, auf einem dunklen Hintergrund einen hellen “Schatten” werfen, da in diesem Bereich die Zonen-Hintergrundbeleuchtung eingeschaltet wird. Dieser Effekt kann etwas stören. Vermutlich hat deshalb AOC das dynamische Dimmen vom Werk aus abgeschaltet.

 

Helligkeit des AOC Q27G3XMN

Die Helligkeit beim Q27G3XMN ist ein sehr spannender Punkt. Monitore mit Mini-LED-Technik bieten in der Regel eine sehr hohe Helligkeit.

Dies ist derzeit sogar die beste Technik, wenn du eine möglichst hohe Helligkeit erreichen willst, gerade außerhalb von HDR-Profilen. So soll der Q27G3XMN bis zu 1000 cd/m² erreichen, was gewaltig wäre! Allerdings handelt es sich hierbei um die maximale Helligkeit bei der Nutzung von HDR. So besitzt der Q27G3XMN eine VESA DisplayHDR 1000-Zertifizierung, was schon beeindruckend ist. Aber welche Helligkeit kann der Q27G3XMN im normalen Alltag erreichen, z.B. auf dem Windows-Desktop?

AOC Q27G3XMN Helligkeit

Hier erreichte dieser bis zu 689 cd/m²! Damit ist der Q27G3XMN einer der hellsten Monitore, die ich jemals im Test hatte. Dies in Kombination mit der Mini-LED-Technik macht den Q27G3XMN ideal für HDR-Inhalte und auch helle Umgebungen, wo du eine hohe konstante Helligkeit benötigst.

 

Kontrast

Beim Kontrast wird es ebenfalls sehr spannend. VA-Panels bieten in der Regel eh recht gute Kontrastwerte. Dies kombiniert mit dem dynamischen Dimmen sollte für herausragende Kontraste sorgen. Schauen wir uns hier einmal die Messwerte mit und ohne dynamisches Dimmen an.

AOC Q27G3XMN Kontrast

Mit dynamischem Dimmen erreichte der Monitor herausragende 8340:1 auf Seiten des Kontrasts. Aber auch ohne das dynamische Dimmen kommen wir auf sehr starke 3620:1, was einer der besten Werte ist, die ich bisher bei einem Monitor gesehen habe, abseits von OLEDs.

Kontrast vergleich mit dem ASUS G15 (welches ein gutes IPS Panel besitzt)

 

Reaktionszeiten und Gaming

Die Reaktionszeit des Q27G3XMN wird von AOC mit 1 ms angegeben, was sehr gut ist. Praktisch haben wir hier aber ein VA-Panel mit Mini-LED-Backlight, was jetzt nicht unbedingt die beste Kombination für besonders niedrige Reaktionszeiten und Klarheit bei Bewegungen ist.

In der Praxis sind die Reaktionszeiten des AOC Q27G3XMN gut, aber auch nicht absolut überragend. Für ein VA-Panel ist der Monitor sehr gut, aber er kann nicht ganz mit den High-End-IPS-Gaming-Monitoren mithalten. Allerdings ist dies für mich kein großes Problem.

Abseits von speziellen Tests, um mir die Reaktionszeiten/Motion Blur anzusehen, habe ich dies praktisch nicht bemerkt. Für einen normalen Gamer ist der AOC Q27G3XMN also absolut geeignet! Dabei macht der Monitor vor allem in HDR-Games durchaus viel Spaß, genau wie in Spielen, wo wir viel „Licht und Schatten” haben, aufgrund der hervorragenden Kontraste. Ich bin zwar zugegeben nicht der absolute “Shooter-Pro”, aber auch dort machte der Monitor in den von mir angespielten Spielen eine gute Figur.

 

Fazit

Der AOC Q27G3XMN* ist ein sehr spannender und auch außergewöhnlicher Monitor! So ist dieser zunächst einer der günstigsten Monitore mit Mini-LED-Technik. Aufgrund der 336 Zonen, was vergleichsweise wenig ist, sehen hier Features wie das dynamische Dimmen nicht ganz so beeindruckend aus wie bei größeren Mini-LED-Monitoren, wie dem Philips 27B1U7903.

Dennoch hat die Verwendung der Technik einige Vorteile! So ist der Monitor unheimlich hell. Im Test erreichte dieser bis zu 689 cd/m², was einer der besten SDR-Werte ist, die ich bisher messen konnte. Auch der Kontrast fällt extrem hoch aus, selbst wenn dynamisches Dimmen deaktiviert ist. Ohne dynamisches Dimmen kommen wir weiterhin auf 3620:1, was ebenfalls einer der besten Messwerte ist, die ich bisher gesehen habe. Die Kombination aus hoher Helligkeit und tollen Kontrasten macht den Q27G3XMN auch für HDR-Inhalte gut geeignet.

Zumindest so gut geeignet, wie es ein Monitor ohne OLED-Technik sein kann. Hinzu kommt eine gute Farbraumabdeckung mit 100% sRGB, 93% AdobeRGB und 95% DCI-P3. Auch die 180 Hz konnten im Test überzeugen. Zwar bietet der Q27G3XMN ordentliche Reaktionszeiten, aber dieser wäre für einen professionellen E-Sport-Spieler klar nicht meine erste Wahl. Aber für den Allround-Gamer, der einen Monitor mit einem ausgewogenen Verhältnis aus Bildqualität und Geschwindigkeit sucht, macht der AOC Q27G3XMN eine richtig gute Figur. Auch für Content Creation halte ich den AOC Q27G3XMN für gut geeignet.

 

AOC Q27G3XMN
POSITIV
Günstiger Monitor mit Mini-LED-Technik
Sehr hohe maximale Helligkeit (689 cd/m² )
Hervorragende Kontrastwerte, sowohl mit als auch ohne dynamisches Dimmen (8340:1 mit, 3620:1 ohne).
Gute Farbraumabdeckung mit 100% sRGB, 93% AdobeRGB und 95% DCI-P3
Hohe Bildwiederholrate von 180 Hz
Sehr gute Blickwinkelstabilität
NEGATIV
Fehlen eines USB-C-Ports und USB-Hubs
Steuerung über Tasten am unteren Rand etwas umständlich
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UGREEN Nexode 130W 20000mAh Powerbank im Test: Leistung, Kapazität und Ladezeit im Überblick

UGREEN hat mit seiner 130W 20000 mAh Nexode eine neue interessante Powerbank auf den Markt gebracht. Wie der Name schon sagt, haben wir hier eine Powerbank mit einer Ausgangsleistung von bis zu 130W (100W + 30W) und einer soliden Kapazität von 20000 mAh.

Dabei setzt die Powerbank auf das neue Säulen-Design und verfügt über ein interessantes LCD-Display, welches die Leistungswerte anzeigt. Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut oder wie schlecht die neue UGREEN Powerbank wirklich ist!

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

UGREEN Nexode 130W 20000mAh Power Bank im Test

Die UGREEN Nexode 130W 20000mAh Power Bank setzt auf den aktuell so beliebten hochkant “Säulen-Formfaktor”, bei welchem die Powerbank aufrecht auf deinem Schreibtisch steht.

Dabei ist die Powerbank mit 54 x 131 x 50 mm relativ kompakt für die Leistung von bis zu 130W und die Kapazität von 20000 mAh. Ähnliches gilt auch für das Gewicht von 475 g. Allerdings suchst du eine besonders kompakte Powerbank, dann gibt es natürlich andere Modelle, welche eine bessere Wahl wären.

Diese haben dann aber meist deutlich weniger Leistung. Was die Verarbeitungsqualität angeht, ist die Powerbank, wie es von UGREEN zu erwarten ist, sehr gut! So ist die Powerbank aus einem recht hochwertigen silbernen Kunststoff gefertigt. Dabei haben wir auf der Front eine schwarze Hochglanz-Abdeckung. Unter dieser ist ein Display versteckt.

 

Sehr umfangreiches LCD-Display!

Ein Highlight dieser Powerbank ist das Display. Dieses zeigt dir nicht nur den Akkustand an, sondern auch diverse erweiterte Informationen.

Dabei nutzt UGREEN ein LCD-Farbdisplay, welches auch überdurchschnittlich hochwertig ist. So zeigt es folgende Informationen an:

  • Akkustand in %
  • Verbliebene Lade-/Entlade-Dauer
  • Leistung in Watt pro Port
  • Spannung in Volt pro Port
  • Strom in Ampere pro Port

Diese Informationen können sehr hilfreich sein! Gerade wenn du versuchst, Probleme zu diagnostizieren. Dein Smartphone lädt gefühlt zu langsam? Dann kannst du hier sehen, ob dies nur ein Gefühl ist oder ob da vielleicht wirklich was dran ist.

 

Anschlüsse der UGREEN Nexode 130W 20000mAh Power Bank

Die UGREEN Nexode besitzt 2x USB-C und 1x USB-A.

  • USB-C 1 – 100W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C 2 – 30W PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • USB-A – 22,5W Super Charge und 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A, 10V/2,25A

Der primäre USB-C-Port bietet eine Leistung von bis zu 100W nach dem USB Power Delivery Standard. Dieser ist der gängige Ladestandard, welcher von Apple, Samsung usw. genutzt wird. Entsprechend ist die Powerbank auch in der Lage, große Geräte wie die MacBooks, aber natürlich auch kleinere Geräte wie Smartphones, universell zu laden.

Zusätzlich zu dem 100W-Port haben wir noch einen “kleineren” 30W USB-C-Port und einen 18W Quick Charge USB-A-Port. Dabei ist es möglich, gleichzeitig beide USB-C-Ports zu nutzen. Prinzipiell kann die Powerbank also ein Smartphone und ein Notebook gleichzeitig gut versorgen.

 

Mit PPS

Beide USB-C-Ports der Powerbank unterstützen die optionale PPS-Erweiterung des USB Power Delivery Standards.

  • USB-C 1 – 3,3 – 21V bei bis zu 5A
  • USB-C 2 – 5 – 11V bei bis zu 3A

Gerade der primäre USB-C-Port bietet die volle PPS-Range! Damit ist die Powerbank auch in der Lage, beispielsweise das S24 Ultra mit vollem Tempo zu laden, was ohne die Unterstützung der großen PPS-Stufe nicht möglich wäre.

 

Wie testet Techtest.org Powerbanks?

Bei Techtest habe ich mittlerweile hunderte Powerbanks getestet. Der Testablauf hat sich im Laufe der Jahre nur geringfügig geändert. Nach Erhalt der Powerbank wird sie ausgepackt und fotografiert, bevor sie genauer untersucht, vermessen und gewogen wird. Anschließend wird die Powerbank aufgeladen. Die wichtigste Messung ist die Bestimmung der Kapazität. Hierzu leere ich die Powerbanks bei verschiedenen Laststufen mit einer elektronischen Last. Dazu verwende ich meistens die ATORCH DLB-600W 200V und einen USB-PD-Trigger, um die spezifische Spannungsstufe auszuwählen. Nach jedem Entladevorgang wird die Powerbank wieder aufgeladen und der Ladevorgang, die Ladedauer und andere relevante Daten aufgezeichnet. Dazu verwende ich das Power-Z KM003C. Die Kapazität der Powerbanks wird in Wattstunden (Wh) gemessen und umgerechnet in Milliamperestunden (mAh) bei 3,7V, um eine bessere Vergleichbarkeit zu erzielen. Abschließend teste ich die Powerbanks an verschiedenen Geräten, wie zum Beispiel dem aktuellen iPhone, iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel oder Nintendo Switch. Es ist mir leider nicht möglich, alle Smartphones zu testen. Dank des Power-Z KM003C kann ich jedoch unterstützte Ladestandards und andere relevante Informationen auslesen und eine fundierte Einschätzung geben.

 

Nicht konstant 100W

Wie so viele Powerbanks kann auch die UGREEN leider nicht konstant 100W Leistung bieten über ihren primären USB-C-Port. Ich teste dies mithilfe der oben angesprochenen elektronischen Last.

Heißt, ich ziehe wirklich konstant 20V/5A aus der Powerbank, was natürlich so in der Praxis meist nicht vorkommt. Hier drosselte sich die UGREEN Powerbank bei einem Restladestand von 34% auf 65W herunter. Sicherlich nicht perfekt, aber leider ein Verhalten, das sehr viele 100W bzw. 140W Powerbanks zeigen.

 

Die Kapazität der UGREEN Nexode 130W 20000mAh

Laut Hersteller soll die Powerbank eine Kapazität von 20000 mAh bieten. Folgendes konnte ich hier messen:

Wh mAh %
5V/2A 62.387 16861 84%
9V/1A 63.381 17130 86%
9V/3A 64.684 17482 87%
20V/1A 60.969 16478 82%
20V/3A 57.899 15648 78%
20V/5A 54.756 14799 74%

 

Bei mir erreichte die Powerbank eine Kapazität zwischen 14789 mAh bzw. 54,756 Wh und 17482 mAh bzw. 64,684 Wh. Dies entspricht einer Spanne von 74% bis 87% der Herstellerangabe. Die Kapazität von Powerbanks bezieht sich auf die Fähigkeit der Akku-Zellen, Energie zu speichern. Jedoch ist das Entladen nicht zu 100% effizient, da es Verluste durch Wärme und Spannungswandlungen gibt.

Der typische Wert für die nutzbare Kapazität liegt zwischen 80-90%. Über 90% sind selten, unter 80% ungewöhnlich. Es ist auch wichtig zu beachten, dass Smartphones nicht zu 100% effizient laden, insbesondere bei Verwendung von Schnellladestandards. Die 74% minimale Kapazität sind hier eher ein schwaches Abschneiden, während die 80%+ bei niedrigeren Lasten soweit passt.

 

Ladedauer der UGREEN Nexode 130W 20000mAh Power Bank

Laut Hersteller soll die Powerbank mit bis zu 65W laden können. Wir haben hier also keinen 100W-Eingang, aber 65W ist auch schon ordentlich. Leider hatte ich hier aber ein paar Probleme.

So kannst du sehen, dass die Powerbank nicht konstant mit 65W lädt, sondern sich nach ca. 30 Minuten auf +- 30W drosselt. Nach einer Weile schaltet diese auch wieder auf 65W hoch, um dann wieder herunterzuschalten. Dabei habe ich diesen Test einmal wiederholt, um sicherzugehen, dass dies kein einmaliger Fehler war.

Leider waren aber die Messungen anscheinend richtig, denn auch beim zweiten Testdurchlauf zeigte sich ein ähnliches Bild. Dies spricht dafür, dass die Powerbank auch beim Laden etwas Probleme mit der Temperaturentwicklung hat. Dennoch geht der Ladevorgang mit +- 1:45 h bis 2 h bei mir im Test recht flott! Ich kann hier also auch nicht zu laut meckern.

 

Fazit zur UGREEN Nexode 130W

Das Fazit zur UGREEN Nexode 130W 20000 mAh fällt mir nicht ganz einfach. Zunächst macht die Powerbank sehr viel richtig.

  • 100W USB-C Ausgang
  • 16400 mAh “echte” Kapazität im Schnitt
  • 0% auf 100% in 1:45 h bis 2 h
  • großes und umfangreiches Display
  • volle PPS-Range mit bis zu 5A Stufe.

Wir haben die hohe Leistung von bis zu 100W, welche in Kombination mit der großen PPS-Stufe es erlaubt, viele Geräte mit dem maximalen Tempo zu laden, egal ob nun iPhone, iPad, die Samsung Galaxy Smartphones, die Samsung Galaxy “Ultra” Smartphones, die meisten Notebooks usw.

Die echte Kapazität ist mit 16400 mAh soweit okay und das große Display sehr hilfreich! Hinzu kommt ein schnelles Laden. So ist die Powerbank an einem 65+W Ladegerät in unter 2 Stunden gefüllt. Allerdings war auch nicht alles perfekt.

So fiel die Kapazität bei höheren Lasten etwas unterdurchschnittlich aus und die Powerbank zeigte im Test durchaus ein paar Temperaturprobleme. So kann diese nicht mit konstant 100W entladen werden und auch beim Laden mit 65W drosselt diese sich hin und wieder herunter. In der Praxis vermutlich nicht das Drama, aber dennoch so ein wenig das Sandkorn in der Suppe. Vor allem da UGREEN regulär um die 100€ für die Powerbank will, was ich für etwas viel halte, gerade da wir hier auch keinen 140W Ausgang haben. Mit entsprechenden Rabatten ist dies natürlich eine interessante Powerbank!

UGREEN Nexode 20000mAh Powerbank 130W Max Schnellladung, USB-C PD...

  • 100W USB-C Ausgang
  • 16400 mAh “echte” Kapazität im Schnitt
  • 0% auf 100% in 1:45 h bis 2 h
  • großes und umfangreiches Display
  • volle PPS-Range mit bis zu 5A Stufe.
  • Nicht konstante 100W-Leistung, aufgrund von Temperatur-Problemen

UGREEN Nexode 130W 20000mAh Power Bank
POSITIV
Hohe Ausgangsleistung: Bis zu 130W (100W + 30W)
Solide Kapazität
Säulen-Design
Unterstützung von PPS, mit großer Range
Umfangreiches LCD-Display
Kann mit bis zu 65W in etwa 1:45 h bis 2 h vollständig geladen werden
NEGATIV
Nicht konstante 100W-Leistung
Kapazität bei hohen Lasten: Fällt bei höheren Lasten unterdurchschnittlich aus
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(Nicht gesponsert!) WHOOSH! Reiniger und Tücher, wirklich so gut wie behauptet?

Vielleicht denkst du dir jetzt: „Ist der völlig verrückt geworden, jetzt testet er schon Putzmittel?!“ und damit hast du vielleicht auch etwas Recht. Allerdings gibt es hier eine Geschichte, die hinter diesem Test steht. So wurde ich vor einer Weile vom Marketing von WHOOSH! angeschrieben und mir Produkte zum Test angeboten.

Diese werden angeblich auch von Apple in seinen Stores verwendet usw. Allerdings habe ich mich nicht so wohl bei dem Gedanken gefühlt, solche Produkte für einen Test anzunehmen. Da ich aber durchaus Bedarf an Reinigungsmitteln für Displays usw. habe, habe ich mir die Reiniger von WHOOSH! einfach mal bestellt. Schauen wir uns in diesem Artikel mal an, ob diese wirklich was taugen!

 

Nicht gesponsert!

Nochmal wichtig: Ich habe die Reiniger und Tücher in diesem Artikel selbst gekauft, es gab keine Vergütung für diesen Test oder Ähnliches. So war auch WHOOSH! bzw. SB Supply vor der Veröffentlichung dieses Artikels nicht von mir informiert worden, dass ich irgendwas zu den Produkten schreibe.

 

Mikrofaser-Tücher und Bildschirmreiniger

Ich habe mir für diesen Test/Artikel zwei Produkte von WHOOSH! bestellt:

● WHOOSH! XL Antimikrobielle Mikrofaser Reinigungstücher (3er Pack)

● WHOOSH! Nachfüllbarer Bildschirmreiniger Spray – 500 ml + 1 Mikrofaserreinigungstuch

Wollen wir an dieser Stelle direkt einmal über den Preis sprechen. Es ist offensichtlich, dass WHOOSH! schon auf ein recht intensives Marketing und Design setzt.

So sind die Produkte sehr schick gestaltet und haben eine wertige Aufmachung. Dies wirkt sich aber auch deutlich auf den Preis aus! Für die 3 Mikrofaser-Tücher habe ich 17 € gezahlt und für das Set mit dem Spray und einem Tuch satte 30 €! Da brauchen wir nicht drüber zu diskutieren, das sind mehr als Premium-Preise!

 

Mikrofaser-Tücher hervorragend!

Sprechen wir zunächst über die Mikrofaser-Tücher. Zunächst mag ich diese optisch sehr, Orange ist meine Lieblingsfarbe, von daher haben sie direkt von Anfang an einen Stein im Brett. Aber auch qualitativ sind die Tücher super!

Der Stoff wirkt sehr wertig und angenehm. Dabei ist dieser leicht „texturiert“ (auf der einen Seite etwas weicher, auf der anderen etwas „glatter“), wir haben hier also keines von den ganz glatten Mikrofaser-Tüchern vor uns. Das Wichtigste ist aber die Reinigungsleistung. Diese ist herausragend! In einem frischen Zustand reinigen die Tücher Glasoberflächen absolut streifenfrei und mühelos. Hier spiegelt sich durchaus der sehr hohe Preis in der Reinigungsleistung wider. Und ja, Mikrofaser ist nicht gleich Mikrofaser.

Hier gibt es qualitativ teils sehr massive Unterschiede und die WHOOSH! Tücher gehören zweifellos zu den besten, die ich jemals in den Fingern hatte. Dabei eignen sich diese prinzipiell aufgrund der großen Größe nicht nur für Displays, sondern auch generell für alle glatten Oberflächen. Ich habe sie zwar noch nicht zum Fensterputzen verwendet, aber ich könnte mir vorstellen, dass diese auch hier super sind, auch wenn ich da fast ein schlechtes Gewissen hätte, diese für solch eine „dreckige“ Arbeit einzusetzen. Dabei lassen sich die Tücher allerdings bei 60 Grad in der Maschine waschen, wenn sie mal schmutzig sind. Kurzum: Mit den Tüchern bin ich voll zufrieden, sie machen beim Reinigen von Glasoberflächen einen perfekten Job.

 

WHOOSH! Bildschirmreiniger

Kommen wir zum Bildschirmreiniger, welcher in einer praktischen Sprühflasche geliefert wird. Was macht ihn besonders? WHOOSH! verzichtet bei diesem auf Alkohol und Ammoniak, welche die obersten Schichten von Touchscreens angreifen können.

Dies ist auch kein „pures“ Marketing, sondern kann bei anderen Reinigern durchaus ein Problem sein. So finden sich auf Smartphone-Displays Beschichtungen, welche Fingerabdrücke und Reflexionen minimieren sollen. Diese können sich eh mit der Zeit auflösen, was aber durch aggressive Reiniger noch verstärkt werden kann. Selbiges gilt auch beispielsweise für Kamera-Objektive. Normale Glasreiniger wiederum besitzen diverse Inhaltsstoffe, welche beispielsweise für einen Lotus-Effekt sorgen sollen, welcher hier aber gar nicht erwünscht ist, denn diese Chemikalien hast du früher oder später an den Fingern.

Von daher macht ein etwas puristischer Reiniger durchaus Sinn! Und dies scheint der WHOOSH! Bildschirmreiniger auch zu sein. So riecht dieser auch recht neutral, es wurden also keine Parfümstoffe beigesetzt. Die Reinigungsleistung ist dabei gut! Hier gibt es erst einmal nichts zu meckern. Ich habe den Reiniger dabei nicht nur für Displays genutzt, sondern auch beispielsweise für die Oberfläche diverser Notebooks (vor allem die Handballenauflage) und auch hier konnte ich in Kombination mit den Mikrofasertüchern super Ergebnisse erzielen. Allerdings hat der Verzicht auf Alkohol einen Nachteil.

So zieht der Reiniger nicht einfach so ab, sondern muss im besten Fall mit einem trockenen Stück des Mikrofasertuchs etwas nachgerieben werden. Würdest du das Mikrofasertuch komplett tränken und damit dann ein Display putzen, gäbe es Streifen. Arbeite recht sparsam mit dem Reiniger, sprüh am besten nur einen kleinen Punkt auf das Tuch, wische einmal mit der feuchten Stelle über das zu reinigende Gerät und dann direkt mit einer trockenen Stelle hinterher. Dann lassen sich perfekte, streifenfreie Ergebnisse erzielen.

 

Softtouch Kunststoff Reiniger, auch gut geeignet! 

Sehr gute Ergebnisse konnte ich mit WHOOSH auch bei Softouch Kunststoffen wie beispielsweise auf meinem Thinkpad T490 oder auf der Handballen-Auflage meines XPS 13 erzielen. 

Die sind normalerweise ganz furchtbar zu reinigen, funktionierten mit den Tüchern und dem Putzmittel erfreulich gut.

 

Fazit

Das Fazit zu den WHOOSH! Produkten ist nicht ganz einfach aufgrund des hohen Preises! Qualitativ allerdings sind diese auf einem Spitzenlevel!

So sind dies die besten Mikrofaser-Tücher, die ich bisher in den Fingern hatte, allerdings zugleich auch die teuersten. Wird es unmöglich sein, genauso gute Mikrofaser-Tücher für weniger Geld zu bekommen? Nein, absolut nicht! Aber wir spielen hier schon in der absoluten Oberklasse und aus dem Stand ist mir hier nichts Besseres bekannt. Auch das Reinigungsmittel hat einen sehr positiven Eindruck hinterlassen.

Vor allem ist dieses recht mild und greift Beschichtungen nicht an. Entsprechend ist dieses ideal für Smartphone-Displays, wie aber auch Softtouch-Oberflächen und Ähnliches. Aber auch hier gilt: Der Preis ist entsprechend saftig. Kurzum, ja, die WHOOSH! Produkte sind wirklich hervorragend für die oberflächliche Reinigung des Smartphone-Bildschirms und generell von Elektronik, wenn du mit dem Preis leben kannst.

Habt ihr noch Geheimtipps? 

Habt Ihr vielleicht noch ein paar alternative „Geheimtipps“ für gute Elektronik-Reiniger?

KOOSEED 145W Power Bank Test: Ausführliche Analyse von Kapazität, Leistung und Ladeverhalten

KOOSEED ist ein recht neuer und kleiner Anbieter auf der Amazon-Plattform, der jedoch eine durchaus interessante Powerbank im Sortiment hat. Die 983SP-145W bietet laut Hersteller 27000 mAh Kapazität und eine Ausgangsleistung von bis zu 145W.

Dabei setzt die Powerbank auf den momentan sehr beliebten Säulenformfaktor. Wollen wir uns die Powerbank doch einmal im Test ansehen! Wie gut ist die KOOSEED 145W Power Bank?

 

KOOSEED 145W Power Bank im Test

Die KOOSEED 983SP-145W setzt auf das aktuell so populäre Säulenformat. So misst diese 54,5 x 48 x 151,5 mm und bringt ein Gewicht von 538g auf die Waage.

Für eine Powerbank in der 27000 mAh Klasse ist dies vergleichsweise wenig, auch wenn die Powerbank natürlich weiterhin ein ziemlicher Brocken ist. Zum Vergleich:

  • KOOSEED 983SP-145W – 538g
  • INIU Power Bank 27000mAh 140W – 598g
  • Anker 737 (PowerCore 24K) – 632g
  • CUKTECH 20 – 633g
  • AMEGAT 140W 27600mAh – 654g
  • Anker Prime 27650mAh – 679g
  • Xtorm Titan Ultra – 706g

Aber natürlich kann ein zu niedriges Gewicht auch ein Warnsignal sein, dass möglicherweise bei der Kapazität etwas nicht stimmt. Generell macht die Powerbank aber einen recht guten Eindruck.

Ja, wir haben hier ein etwas generisches Design und es ist klar, dass die Powerbank auf ein “OEM”-Design setzt. Heißt, es ist sehr wahrscheinlich, dass diese auch unter anderen Herstellernamen zu finden ist, aber das Gehäuse ist gut und an sich auch wertig gemacht. Dabei hat sich der Hersteller natürlich etwas bei Anker und der “737” inspirieren lassen. So haben wir auf der Front eine große Hochglanzoberfläche, unter welcher ein Display versteckt ist. Die Anschlüsse sind auf der Oberseite angebracht und an der Seite haben wir einen Einschalter.

 

Das Display

Auf der Front der Powerbank finden wir ein Display, welches nicht nur den Ladestand anzeigt, sondern auch erweiterte Informationen:

  • Akkustand in %
  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • In/Out

Spannend! Es ist nur etwas schade, dass wir keine Anzeige über die Wattleistung haben. Klar lässt sich ausrechnen, aber eine direkte Anzeige, wie viel Watt gerade rein oder raus geht, wäre einfacher. Dennoch bin ich über das Display erfreut!

 

Anschlüsse der KOOSEED 983SP-145W

Die KOOSEED 983SP-145W besitzt 2x USB-C Ports und 1x USB-A:

  • USB C1 und C2 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB A – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3A, 10V/2,25A

Die beiden USB-C Ports der Powerbank können bis zu 100W nach dem USB Power Delivery Standard liefern. Leider nicht 140W, aber 100W sind für die meisten Notebooks mehr als ausreichend, ebenso für Smartphones und Tablets.

Der USB-A Port soll ebenfalls mit bis zu 60W sehr mächtig sein. So unterstützt dieser Quick Charge, FCP, SCP (25W), Huawei Super Charge 22,5W und natürlich auch das normale 5V Laden.

 

Bis zu 145W

Wir haben zwar 2x 100W USB-C Ports und den 60W USB-A Port, aber wir können natürlich nicht die volle Leistung aller Ports gleichzeitig nutzen. Nutzt du beispielsweise beide USB-C Ports gleichzeitig, dann haben wir eine Drosselung auf 100W + 45W.

 

Wie testet techtest.org Powerbanks?

Bei Techtest habe ich mittlerweile hunderte Powerbanks getestet. Der Testablauf hat sich über die Jahre nur wenig verändert. Nach dem Erhalt der Powerbank wird sie ausgepackt und fotografiert. Anschließend wird sie genau untersucht, vermessen und gewogen. Danach wird die Powerbank aufgeladen. Die wichtigste Messung ist die der Kapazität. Dazu entlade ich die Powerbanks bei verschiedenen Leistungsstufen mit einer elektronischen Last.

Hierfür verwende ich meistens die ATORCH DLB-600W 200V und einen USB PD Trigger, der für die Auswahl der spezifischen Spannungsstufe notwendig ist. Nach jedem Entladevorgang wird die Powerbank wieder aufgeladen. Dabei zeichne ich den Ladevorgang, die Ladedauer und andere relevante Daten auf. Dafür benutze ich das Power-Z KM003C. Die Kapazität der Powerbanks messe ich in Wattstunden (Wh) und rechne diese zur besseren Vergleichbarkeit in Milliamperestunden (mAh) bei 3,7V um.

Mehr Informationen zum Thema Wh vs. mAh findest du hier. Abschließend teste ich die Powerbanks an verschiedenen Geräten, darunter das aktuelle iPhone, iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel, Nintendo Switch und andere Geräte, die ich im Büro zur Verfügung habe. Selbstverständlich kann ich nicht alle Smartphones testen. Mithilfe des Power-Z KM003C kann ich jedoch unterstützte Ladestandards und andere relevante Informationen auslesen und eine fundierte Einschätzung geben.

 

Mit PPS

Natürlich unterstützen beide USB-C Ports den PPS-Standard:

  • 3,3 – 20V bei bis zu 5A

Sehr gut! Dies ist die volle PPS-Range, womit die Powerbank in der Lage ist, das S24 Ultra sowie viele Moto Smartphones mit dem vollen Tempo zu laden.

Dies wäre ohne die Unterstützung des optionalen PPS-Standards nicht möglich.

 

Nicht konstant 100W

Leider kann die KOOSEED 145W Power Bank nicht konstant 145W oder auch 100W liefern. An einer konstanten 100W Last drosselte die Powerbank sich bei einem Ladestand von rund 25% herunter.

Nach einer kurzen Abkühlzeit konnte diese aber wieder die vollen 100W liefern. Schade, allerdings leider absolut nicht ungewöhnlich, dass 100W oder 140W Powerbanks nicht konstant die volle Leistung liefern können.

 

Wie hoch ist die Kapazität 

Hat die KOOSEED Powerbank wirklich 27.000 mAh Kapazität? Um dies herauszufinden, habe ich die Powerbank mit Hilfe einer elektronischen Last bei verschiedenen Laststufen entladen. 

Wh mAh %
5V/2A 84.39 22808 84%
9V/1A 83.697 22621 84%
9V/3A 87.406 23623 87%
20V/1A 88.047 23796 88%
20V/3A 91.275 24669 91%
20V/5A 79.83 21576 80%

 

Im Test bot die Powerbank eine Kapazität zwischen 21576 mAh bzw. 79,83 Wh und 24669 mAh bzw. 91,275 Wh. Damit schwankt die Kapazität zwischen 80% und 91% der Herstellerangabe, was ein sehr gutes Abschneiden ist!

 

Laden und Entladen gleichzeitig

Es ist prinzipiell möglich, die Powerbank gleichzeitig zu laden und zu entladen. Allerdings ist ein Entladen nur mit 45W möglich.

 

Ladedauer der KOOSEED 145W Power Bank

Die KOOSEED 145W Power Bank kann mit bis zu 100W über USB-C geladen werden.

An einem 100W USB-C Ladegerät dauerte eine Ladung der Powerbank 1:38h, was schön schnell ist. Allerdings können wir auch sehen, dass die Powerbank die Leistungsaufnahme nach ca. 40 Minuten auf um die 65W drosselt, vermutlich aus Temperaturgründen. Ich habe auch mal geschaut, wie lange die Powerbank an einem klassischen 5V 2,4A USB-A Ladegerät lädt.

Hier dauerte eine Ladung rund 13 Stunden! Also, du willst für die Powerbank ein USB-C Ladegerät mit möglichst viel Leistung nutzen.

 

Fazit zur KOOSEED 983SP-145W

Die KOOSEED 983SP-145W ist eine gute Powerbank! Diese ist zwar nicht perfekt, aber sofern du sie zu einem guten Preis bekommst, kann ich diese empfehlen! Was spricht für die KOOSEED 145W Power Bank?

Zunächst natürlich die recht hohe Kapazität, die hohe Ausgangsleistung von bis zu 100W, die volle Unterstützung des PPS-Standards sowie das recht schnelle Laden. An einem 100W USB-C Ladegerät ist die Powerbank in 1:38h komplett geladen. Dank der Ausgangsleistung von 100W nach dem USB Power Delivery Standard sowie der Unterstützung des PPS-Standards ist die Powerbank sehr universell geeignet, egal ob für Apple, Samsung, Google oder viele chinesische Hersteller. Was spricht gegen die KOOSEED?

KOOSEED 145W Laptop Powerbank, Hohe Kapazität 27.000mAh Externe...

  • Hohe echte Kapazität
  • Bis zu 100W über USB-C
  • Vollständige PPS Range
  • Display mit erweiterten Informationen
  • Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • Schnelles Aufladen der Powerbank selbst
  • Powerbank kann nicht konstant 100W liefern
  • Unterstützt nicht die neue 140W Leistungsstufe

Die KOOSEED kann nicht konstant 100W liefern und unterstützt auch noch nicht die neue 140W Leistungsstufe. Daher würde ich im direkten Vergleich die INIU Power Bank 27000mAh 140W oder die AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh vorziehen. Allerdings, wenn du die KOOSEED 145W Power Bank* zu einem günstigeren Preis als die beiden zuvor genannten Modelle bekommst, kann ich diese durchaus empfehlen.

KOOSEED 145W Power Bank
POSITIV
Hohe echte Kapazität
Bis zu 100W über USB-C
Vollständige PPS Range
Display mit erweiterten Informationen
Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
Schnelles Aufladen der Powerbank selbst
NEGATIV
Powerbank kann nicht konstant 100W liefern
Unterstützt nicht die neue 140W Leistungsstufe
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Preis-Leistungs-Wunder? Der Ultenic D10 Saugroboter im ausführlichen Test

Mit dem D10 bietet Ultenic einen neuen, günstigen Saugroboter an. So kostet dieser unter 200€, setzt aber dennoch auf die gute Navigation via LIDAR-Sensor. Zudem haben wir (laut Hersteller) eine hohe Saugleistung von 4000 Pa und natürlich auch eine Putzfunktion. Wollen wir uns den günstigen Ultenic D10 doch einmal im Test ansehen!

Kann der Saugroboter überzeugen? Finden wir es heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Ultenic für das Zurverfügungstellen des D10 für diesen Test.

 

Der Ultenic D10 im Test

Der Ultenic D10 ist ein absolut klassischer Saugroboter. So setzt dieser auf das typische runde Design. Dabei haben wir auf der Front eine kleine rotierende Bürste, welche Schmutz aus Ecken kehren soll, sowie auf der Oberseite den “LIDAR”-Turm.

In diesem “Turm” steckt ein rotierender Laser-Sensor, welcher deine Wohnung vermisst und anhand dieser Daten eine Karte erstellt. Diese Karte erlaubt es dem Saugroboter, zuverlässig durch deine Wohnung zu navigieren.

Zu diesem Thema kommen wir auch später noch. Auf der Oberseite finden wir zwei Tasten zur Steuerung des Saugroboters direkt am Gerät. Zudem ist natürlich WLAN für eine App-Steuerung integriert.

 

Schmutzauffangbehälter im Heck

Der Schmutzauffangbehälter des D10 ist im Heck integriert. Dieser ist leider nicht übermäßig groß und ich finde ihn etwas “schwieriger” zu entnehmen als bei Saugrobotern, bei denen dieser auf der Oberseite verbaut ist.

Allerdings ist dies schon Meckern auf hohem Niveau. Das Leeren geht aber sehr gut.

 

App von Ultenic

Die App zur Steuerung des D10 hat mich positiv überrascht. So ist diese an sich sehr klassisch aufgebaut und, wie ich finde, auch einfach zu nutzen. So hilft dir die App sogar in deutscher Sprache und mit Videos bei der Einrichtung.

Der Funktionsumfang in Kombination mit dem D10 ist soweit erwartungsgemäß. So findest du auf der Startseite die aktuelle Karte deiner Wohnung, welche automatisch in Räume unterteilt ist. Diese Unterteilung kannst du auch noch anpassen, wie auch No-Go-Zonen anlegen usw. Auch die Saugleistung lässt sich anpassen und du kannst gezielt einzelne Räume saugen lassen.

 

Navigation und Fahrverhalten

Der D10 setzt auf einen rotierenden “Laser”-Sensor auf der Oberseite, welcher eine Karte von deiner Wohnung erstellt und dann seine Position anhand dieser Daten bestimmt. Hierdurch kommt der D10 auch mit unterschiedlichen Räumen, Durchgängen usw. klar.

Dieser vergisst also nicht einmal erkannte Bereiche, sondern arbeitet deine Wohnung nach und nach ab. Dabei unterteilt dieser deine Wohnung auch nochmal in “Unterbereiche” bzw. Räume, welche nacheinander abgearbeitet werden. Entsprechend arbeitet der D10 auch kontrolliert und fährt in geraden Bahnen durch deine Wohnung und nutzt kein Zufallsprinzip.

Etwas überrascht hat mich aber die erste Fahrt des Saugroboters, denn dieser legt nicht gleich los, sondern startet mit einer “Kartierungsfahrt”. Bei dieser saugt der D10 nicht, sondern erstellt zunächst gezielt die Karte deiner Wohnung, an welcher er sich dann später orientiert. Dieser navigiert generell erfreulich sicher und souverän. Hier arbeitet er sicherer und zuverlässiger als es in dieser Preisklasse üblich ist.

 

Saugleistung

Ultenic wirbt beim D10 mit einer Saugleistung von 4000 Pa, was sehr beachtlich wäre für einen Sauger in dieser Klasse. Praktisch würde ich aber sagen, dass die Saugleistung soweit okay ist, aber auch nicht absolut überragend. Diese ist dem Preis von 200€ absolut angemessen, wenn nicht sogar überdurchschnittlich, aber so ganz kann der D10 dann doch nicht mit den “großen” Modellen mithalten.

Dabei ist allerdings Hausstaub und auch Haare auf glatten Böden soweit kein Problem. Hier haben wir eine Reinigungsleistung im Bereich von 95-100%. Bei sehr starker Verschmutzung kann mal ein Haar liegen bleiben, aber hast du primär glatte Böden, passt die Reinigungsleistung. Auf Teppichen wird es etwas schwieriger. Auf glatten Teppichen, also Teppichboden, war die Saugleistung bei mir überraschend gut! Selbst in Kombination mit Tierhaaren. Auf tieferen Teppichen oder besonders “klebrigen” Teppichen wird es aber etwas schwieriger.

Hier kann dann schon ein gewisser Unterschied zu den High-End-Modellen zu spüren sein. Aber im Großen und Ganzen war die Saugleistung in allen Situationen des Ultenic D10 besser, als ich es von einem Saugroboter dieser Klasse erwartet hätte, wenn natürlich auch ein Stück unter den High-End-Modellen.

 

Putzfunktion “Okay”

Wie die meisten Saugroboter bringt auch der D10 eine Putzfunktion mit. Diese ist aber aufgrund der Preisklasse sehr rudimentär. So befindet sich im Schmutzauffangbehälter ein kleiner Wassertank und eine Pumpe. Füllst du hier Wasser ein und setzt die Putzplatte auf, fährt der Saugroboter so durch deine Wohnung. Im Gegensatz zum Ultenic MC1 https://techtest.org/der-ultenic-mc1-im-test-guenstiger-saugroboter-mit-absaug-und-wachstation/ “schrubbt” der Saugroboter aber nicht den Boden, ebenso wenig wird das Putzpad automatisch ausgewaschen.

Der Sauger zieht nur das Putztuch an den Boden gedrückt hinter sich her. Dabei beißt sich diese Funktion auch mit Teppichen. In der Praxis ist diese also primär sinnvoll zu nutzen, wenn du fast nur glatte Böden hast. Hier kann das feuchte Abwischen durchaus die Böden auffrischen und auch helfen, Pollen usw. zu binden, aber hier ist noch deutlich Luft nach oben. Aber erneut für die Preisklasse von unter 200€ ist dies die „gängige“ Putzfunktion.

 

Lautstärke

Bei der Lautstärke gibt es eigentlich nicht viel zu berichten. Der D10 ist weder besonders leise noch besonders laut. Ich würde sagen, dieser befindet sich hier so ein wenig im Mittelfeld.

 

Fazit

Unterm Strich ist der Ultenic D10 besser als ich es erwartet hätte! Gerade die Navigation und die Saugleistung sind überdurchschnittlich.

Klar, wir können hier nicht mit den 500€+ Modellen mithalten, aber der Saugroboter ist absolut brauchbar im Alltag! Oftmals sind sehr günstige Modelle mehr Last als Nutzen, dies kann ich über den Ultenic D10 nicht sagen! Saugleistung und die Navigation sind gut. Die Putzfunktion ist sicherlich besser als nichts, falls du keine Teppiche hast, aber offen gesagt, legst du auf diese besonders viel Wert, würde ich etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Hier sind die High-End-Modelle mit Waschfunktion usw. um einiges besser.

Reicht dir aber eine gute Saugfunktion und Navigation und du brauchst nichts “Besonderes”, dann wirst du mit dem Ultenic D10 sehr zufrieden sein.

Ultenic D10
POSITIV
Preis: Unter 200€, sehr günstiger Saugroboter.
Navigation: Gute Navigation durch LIDAR-Sensor, zuverlässige Kartierung und Navigation.
Saugleistung: Hohe Saugleistung, ausreichend für glatte Böden und sogar Teppiche.
Flexible Reinigungszonen: Möglichkeit, No-Go-Zonen und gezielte Raumreinigungen festzulegen.
NEGATIV
Putzfunktion sehr rudimentär
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Nextorage NX-A1SE Test: Günstige CFexpress Typ A Speicherkarte mit hoher Leistung

Nextorage NX-A1SE Traditionell sind CFexpress Typ A Speicherkarten sehr teuer! Es gibt hier lediglich eine Handvoll günstiger Modelle, wie die von Pergear. Nun hat aber auch Nextorage ein paar sehr interessante und günstige CFexpress Typ A Speicherkarten auf den Markt gebracht. So bezahlst du zum Zeitpunkt des Tests für die NX-A1SE mit 480 GB gerade einmal 180€, was ein Top-Preis ist!

Auch die größeren Versionen mit 960 GB oder 1920 GB sind vergleichsweise günstig. Aber wie kann das sein? Nextorage wirbt bei der NX-A1SE mit satten 950 MB/s lesend und schreibend, was das Maximum von CFexpress Typ A Speicherkarten ist. Warum dann überhaupt ein teureres Modell nehmen? Finden wir dies im Test heraus!

 

Nextorage NX-A1SE im Test

Bei der Nextorage NX-A1SE handelt es sich natürlich um eine klassische CFexpress Typ A Speicherkarte. Auffällig bei dieser ist aber zunächst das Gehäuse.

Viele Typ A Speicherkarten setzen auf ein Gehäuse aus Metall, was aus Sicht der Wärmeabfuhr auch absolut Sinn macht! Denn die Hitzeentwicklung ist bei CFexpress Typ A Speicherkarten ein großes Problem.

Nextorage nutzt hier aber ein Gehäuse aus Kunststoff. Qualitativ ist dieses völlig okay, aber es macht mir wegen der Wärmeabfuhr etwas Sorgen. Auch wirkt die Speicherkarte hierdurch nicht ganz so hochwertig wie einige Konkurrenten.

 

CFexpress Speicherkarten = NVME SSDs

CFexpress Speicherkarten sind genau genommen gar keine klassischen “Speicherkarten”, sondern vielmehr SSDs. So setzen diese im Hintergrund auf die PCIe-Schnittstelle und die NVME-Technik. Daher sind diese auch so schnell und ein gutes Stück haltbarer als SD-Speicherkarten, da es deutlich mehr Logik im Hintergrund gibt, welche auf die Datensicherheit achtet. Prinzipiell ist es sogar möglich, CFexpress Speicherkarten mit Adaptern intern in einem PC zu verbauen und als Systemlaufwerk zu nutzen. Dies ist natürlich nicht empfehlenswert, aber technisch machbar.

 

Erweiterte Haltbarkeit

Mit Tools wie CrystalDiskInfo kannst du bei der Nextorage NX-A1SE den aktuellen Zustand auslesen. Speicherkarten sind im Kern Verbrauchsmaterial.

So lassen sich alle Flash-Speicher nur eine begrenzte Anzahl beschreiben, ehe die Zellen kaputt gehen. Bei SD-Karten hast du keine Möglichkeit zu überprüfen, wie viele Schreibzyklen diese schon hinter sich haben und wie der generelle Zustand des Speichers ist.

Bei der NX-A1SE kannst du allerdings auslesen, wie der Zustand der Speicherzellen aussieht und auch wie viele GB du schon auf die Speicherkarte geschrieben hast. Dies macht eine Einschätzung des Zustandes um einiges einfacher. Natürlich kann auch solch eine Speicherkarte unerwartet ausfallen, dies ist aber um einiges weniger wahrscheinlich.

 

CFexpress Typ A = für Sony

Es gibt 2 Typen (genau genommen 3) von CFexpress Speicherkarten: Typ A und Typ B. Typ A wird derzeit exklusiv von Sony genutzt, Typ B von Nikon, Fuji, Canon usw. Es ist möglich, eine Typ A Speicherkarte mit Adapter in einer Typ B Kamera zu nutzen, aber nicht umgekehrt.

 

Warum nutzt Sony CFexpress Typ A Speicherkarten?

CFexpress Typ A Speicherkarten sind langsamer und teurer als die Typ B Modelle. Warum nutzt dann Sony diese? Keine ganz leichte Frage, aber die wahrscheinliche Antwort sind praktische Gründe. So ist es möglich, einen Combo CFexpress Typ A und SD Kartenslot zu bauen.

So kannst du in viele Sony Kameras 2x CFexpress Typ A oder 2x SD Karten einsetzen. Bei Kameras mit CFexpress Typ B Karten musst du dich meist entscheiden, denn hier gibt es nur 1x SD und 1x CFexpress Typ B Slots.

 

Erster Leistungstest der NX-A1SE

Nextorage wirbt bei der NX-A1SE mit Datenraten von bis zu 950 MB/s lesend wie auch schreibend. In der Praxis können die maximalen Datenraten natürlich etwas schwanken, je nach Kartenleser, aber schauen wir einmal mit CrystalDiskMark, was ich hier im Maximum erreichen konnte.

Bei mir im Test wurden leider nicht ganz die vom Hersteller beworbenen Werte erreicht. So schaffte die Speicherkarte dennoch beeindruckende 934 MB/s lesend und 853 MB/s schreibend!Damit gehört diese zunächst zu den schnellsten CFexpress Typ A Speicherkarten auf dem Markt.

 

Keine konstante Schreibrate!

An dieser Stelle kommt leider das „Aber“, denn es ist nicht alles so perfekt, wie es auf den ersten Blick aussieht. So nutzt die NX-A1SE einen Cache beim Schreiben. Heißt, nur ein Teil der SSD ist mit den zuvor gemessenen 853 MB/s beschreibbar. Bei konstanter oder längerer Schreiblast sinkt die Datenrate deutlich. Dies ist auch der Unterschied zwischen der NX-A1SE und den größeren CFexpress Typ A Speicherkarten.

So können wir sehen, dass die Schreibrate ziemlich schnell von 800 MB/s+ auf +- 430 MB/s einbricht. 430 MB/s ist damit die „wirkliche“ Schreibrate der Nextorage NX-A1SE. Dies passt auch zu anderen günstigen CFexpress Speicherkarten, welche ein ähnliches Prinzip nutzen. Lesend ist die Leistung im Übrigen konstant! Hier gibt es keine Einbrüche.

 

Praxis-Test in der A1

Machen wir auch einen Praxis-Test. Hierfür habe ich die Sony A1 genutzt. Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:
● 30 Bilder/s
● 1/2000s Belichtungszeit
● Manueller Fokus
● ISO 100

Hier habe ich zwei Tests durchgeführt. Zunächst habe ich 30 Sekunden lang den Auslöser durchgedrückt, um zu schauen, wie viele Bilder am Ende auf der Speicherkarte landen.

Hier sehen wir schon, dass die Nextorage NX-A1SE schon etwas langsamer ist als die anderen CFexpress Typ A Modelle, aber dennoch deutlich schneller als die SD-Karten. Selbst die großen V90 SD-Karten können nicht mit der Nextorage NX-A1SE mithalten.
In Test 2 habe ich gestoppt, wie lange es dauerte, bis der Buffer komplett auf die Speicherkarte geschrieben wurde.

Hier sehen wir im Kern das gleiche Bild wie schon vorher. So ist die NX-A1SE die langsamste CFexpress Typ A Speicherkarte, aber immer noch schneller als jede SD-Karte.

 

Keine Temperatur-Probleme

Die Sony eigenen CFexpress Typ A Speicherkarten können prinzipiell konstant eine hohe Geschwindigkeit liefern. Warum sage ich prinzipiell?

Wie sehr viele CFexpress Typ A Speicherkarten kämpfen die Modelle von Sony oder ProGrade mit massiven Temperatur-Problemen, welche dazu führen, dass sich die Speicherkarten drosseln, dies auch teils ziemlich extrem!

Auch die Nextorage NX-A1SE wird sehr heiß bei konstanter Last, aber sie überhitzte im Test nicht, weder lesend noch schreibend.

 

Fazit

Die Nextorage NX-A1SE ist ohne Frage nicht die schnellste CFexpress Typ A Speicherkarte, die du derzeit bekommen kannst. Aber diese stellt aus Sicht der Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit ein klares Upgrade verglichen mit SD-Karten dar.

So erreichte die Speicherkarte im Test lesend konstant 800-900 MB/s und schreibend um die 430 MB/s. Dies liegt daran, dass Nextorage hier ähnlich wie z.B. Pergear auf einen Cache setzen. So kann die Speicherkarte kurzzeitig mit über 800 MB/s beschrieben, aber bei etwas anhaltender Last sinkt die Datenrate auf 430 MB/s.

Wäre dies nun eine teure Speicherkarte, würde ich meckern, aber wir haben hier die so ziemlich günstigste CFexpress Typ A Speicherkarte vor uns, die du im Handel finden kannst. Diese ist z.B. günstiger als eine V90 SD-Karte und in der Praxis ein gutes Stück schneller.

Nextorage CFexpress Typ A Karte 480GB, VPG200 japanische speicherkarte...

  • Günstiger Preis
  • Hohe Lesegeschwindigkeit: Erreicht im Test bis zu 934 MB/s
  • Erweiterte Haltbarkeit
  • Etwas langsamer als beim schreiben als andere Cfexpress Typ A Karten…..
  • ….. aber schneller als jede SD Karte

Also, wenn du nicht das absolute Maximum an Geschwindigkeit brauchst, aber dennoch für Videos und Serienbilder eine hohe Geschwindigkeit suchst, ist die Nextorage NX-A1SE eine super Wahl! Willst du die maximale Geschwindigkeit, dann würde ich zur Lexar CFexpress Typ A Gold Speicherkarte raten.

Nextorage NX-A1SE
POSITIV
Günstiger Preis: Mit 180€ für 480 GB eine der preiswertesten CFexpress Typ A Speicherkarten.
Hohe Lesegeschwindigkeit: Erreicht im Test bis zu 934 MB/s.
Erweiterte Haltbarkeit: Möglichkeit, den Zustand der Speicherzellen auszulesen und Schreibzyklen zu überwachen.
Keine Überhitzung: Trotz hoher Last keine Überhitzungsprobleme festgestellt.
NEGATIV
Etwas langsamer als Konkurrenz: Insgesamt geringere Schreibleistung im Vergleich zu teureren CFexpress Typ A Modellen.
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FOSSiBOT F2400 Powerstation Test: Leistung, Kapazität und Effizienz im Überblick

Mit der F2400 bietet FOSSiBOT eine Powerstation mit satten 2048 Wh Kapazität und einer Ausgangsleistung von mächtigen 2400 W an. Dabei kannst du die FOSSiBOT F2400 für unter 1000€ bekommen, was ein sehr guter Preis für eine Powerstation mit dieser Kapazität ist. Zudem soll die Powerstation in gerade einmal 2 Stunden komplett geladen werden, und dies trotz des LiFePO4-Akkus.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen, wie gut oder schlecht die Powerstation ist! Kann die FOSSiBOT F2400 im Test überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an FOSSiBOT für das Zurverfügungstellen der F2400 für diesen Test.

 

FOSSiBOT F2400 Test

Mit einer Kapazität von 2048 Wh und einer Ausgangsleistung von 2400W ist die F2400 natürlich schon ein etwas größerer Brocken. So misst diese 386 mm × 284 mm × 321 mm und bringt satte 22 kg auf die Waage.

Das Design der Powerstation ist dabei recht klassisch. Wir haben die übliche Kastenform und ein Gehäuse aus adäquatem Kunststoff. Dabei besitzt die Powerstation zwei integrierte Handgriffe auf der Oberseite, welche den Transport etwas erleichtern.

Wobei dies natürlich relativ ist, denn mit 22 kg ist die Powerstation nicht sonderlich portabel. Aber um diese in ein Auto oder in den Garten zu transportieren, reicht es.

 

Anschlüsse der F2400

Die Ausgänge der F2400 Powerstation sind auf der Front und der rechten Seite angebracht. Dort finden wir folgende Ports:

  • 3x 230V Steckdosen mit bis zu 2400 W
  • 2x DC5521 DC Ausgänge mit 12V/3A
  • 1x Zigarettenanzünder 12V/10A
  • 1x XT-60 12V/25A Ausgang
  • 2x USB A Quick Charge 3.0 Ports
  • 3x USB C 20W Ports
  • 1x USB C 100W Port

Damit hat die F2400 eine fantastische Ausstattung an Ausgängen! Hier ist praktisch alles, was du dir wünschen kannst, angefangen bei den starken Steckdosen und dem 100W USB-C-Port.

Die Eingänge zum Laden der Powerstation sind auf der linken Seite unter einer Klappe angebracht:

  • AC Eingang – 1100 W
  • DC Eingang (XT90) – 500 W

Erfreulicherweise ist das Netzteil bereits in der F2400 integriert, welches zudem mit 1100W recht leistungsstark ist. Zudem haben wir noch einen 500W XT90 DC Eingang. Laut Hersteller soll die Powerstation mit bis zu 1600 W geladen werden.

 

Mit Display

Wie die meisten großen Powerstations verfügt auch die FOSSiBOT F2400 über ein Display, welches dir Informationen anzeigt. Hierzu zählen:

  • Ladestand in %
  • Verbliebene Lade-/Nutzungsdauer
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Aktive Anschlüsse
  • Fehlermeldungen

Das Display der FOSSiBOT F2400 ist dabei überdurchschnittlich groß und gut ablesbar.

 

USB-C (mit bis zu 100W)

Die FOSSiBOT F2400 Portable Power Station verfügt über 3x 20W USB-C-Ports und einen schnellen 100W-Port. Im Test konnte der USB-C auch wirklich sauber 100W nach dem USB Power Delivery Standard liefern. Entsprechend funktionierte dieser auch problemlos mit dem Dell XPS 13, iPhone 15 Pro Max und Samsung S24 Ultra.

Dabei unterstützt der USB-C-Port auch PPS: 3,3-21V bei bis zu 5A.

Dies ist die volle PPS-Range, womit die Powerstation auch beispielsweise Smartphones wie das S24 Ultra mit vollem Tempo laden kann. Mehr Infos zu PPS findest du hier: USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS Übersicht und Info.

 

Mit LiFePO4-Zellen!

FOSSiBOT verwendet bei der F2400 LiFePO4-Akkuzellen. Aber was bedeutet das genau? LiFePO4-Zellen bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen mehrere Vorteile:

  1. Höhere Zyklenfestigkeit: Durch eine stabilere chemische Struktur können sie viel mehr Lade- und Entladezyklen durchlaufen, bevor ihre Kapazität erheblich nachlässt. Konkret können LiFePO4-Zellen etwa 3500+ Zyklen erreichen, während Lithium-Ionen-Zellen oft nur etwa 500 Zyklen schaffen.
  2. Sicherheit: LiFePO4-Zellen können nicht thermisch durchgehen, was das Risiko von Überhitzung und Bränden reduziert.
  3. Umweltfreundlichere Zusammensetzung: Im Gegensatz zu anderen Lithium-Ionen-Batterien enthalten sie keine giftigen Schwermetalle wie Kobalt, was sie umweltfreundlicher und leichter zu recyceln macht.

Trotz dieser Vorteile haben LiFePO4-Zellen auch einige Nachteile. Sie sind bei gleicher Kapazität etwa 20-30% größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen. Außerdem dürfen LiFePO4-Zellen nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius geladen werden, obwohl das Entladen bei solchen Temperaturen möglich ist.

Zusammengefasst sind LiFePO4-Zellen eine hervorragende Wahl für Anwendungen, bei denen Sicherheit, Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit wichtiger sind als das Gewicht und die Größe des Akkus. Daher bevorzuge ich auch klar diesen Akku-Typ in Powerstations.

 

Kapazität der F2400

Laut Hersteller soll die F2400 eine Kapazität von 2048 Wh haben, was sehr ordentlich ist! Damit gehört diese klar zu den größeren Modellen im Handel. Allerdings ist dies auch nur die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Je nachdem, über welchen Anschluss du die Powerstation entlädst, muss die Spannung der Akkuzellen mal mehr oder weniger aufwändig gewandelt werden. Entsprechend fällt die effektiv nutzbare Kapazität bei Powerstations immer ein Stück niedriger aus.

Ich habe die Kapazität der Powerstation bei verschiedenen Laststufen und an diversen Anschlüssen gemessen:

Im Test schwankte die nutzbare Kapazität der F2400 zwischen 1512 Wh und 1807 Wh, was einer Spanne von 74% bis 88% der Herstellerangabe entspricht. Dies ist ein gutes Abschneiden! Die „minimalen“ 1512 Wh wurden dabei bei einer Last von lediglich 100W über die Steckdose gemessen, was für viele Powerstations der Worst Case ist, langsam über Steckdosen entladen zu werden. Spannenderweise konnte ich die beste Kapazität beim 100W-Entladen über den USB-C-Port messen. Hast du also ein Notebook, das auch via USB-C geladen werden kann, nutze den USB-C-Port der Powerstation und nicht ein gesondertes Netzteil. Dies steigert die Effizienz deutlich.

 

Problemlose Steckdosen

Die 3 Steckdosen der F2400 bieten eine Leistung von bis zu 2400W bzw. kurzzeitig bis zu 4800W. Dabei ist natürlich eine reine Sinuswelle vorhanden. In meinem Test habe ich die Steckdosen mit diversen kleineren Netzteilen (Notebook und Mini-PCs) sowie mit Werkzeug-Ladegeräten (Einhell) und einem Heizlüfter getestet.

Dabei konnten die Steckdosen wirklich 2400W liefern, und es gab keine Auffälligkeiten oder Anomalien. Alle Geräte haben sich soweit normal und unauffällig verhalten. Probleme mit einem höheren Anlaufstrom schien die Powerstation dabei nicht zu haben, zumindest die bis zu 2500W meines Heizlüfters wurden problemlos ausgehalten.

 

Dezente Lüfter

Etwas ungewöhnlich sind die Lüfter der FOSSiBOT F2400. Diese sind an den Seiten unter zwei Klappen angebracht, welche du im Betrieb manuell öffnen musst. Vermutlich sollen diese beim Wasserschutz helfen. Hier sehe ich aber das Potenzial, dass dies vergessen wird und die Powerstation überhitzt. Prinzipiell sind die Lüfter der Powerstation sehr dezent! Selbst bei Volllast sind diese vergleichsweise ruhig. Allerdings springen die Lüfter unter 500W Last fast gar nicht an. Daher halte ich die Lüfter für kein großes Problem, und diese sind eher ein Vorteil.

 

Laden mit bis zu 1100W!

Die F2400 hat bereits ein Netzteil integriert, welches die Powerstation mit bis zu 1100W an einer Steckdose laden kann. Beeindruckend!

Spannenderweise kannst du die Leistungsaufnahme der Powerstation mithilfe eines Drehrads auf der Front auch reduzieren. So stehen hier folgende Stufen zur Auswahl:

  • 1100W
  • 900W
  • 700W
  • 500W
  • 300W

Wann ist dies praktisch? Einerseits ist langsames Laden immer etwas schonender, zum anderen kann dies praktisch sein, wenn du beispielsweise die Powerstation an einem Inverter lädst, den du nicht überfordern willst. Dies ist eine Funktion, die ich sehr begrüße!

 

Wie lange dauert das Laden der FOSSiBOT F2400?

Aber wie lange dauert das Laden der Powerstation nun? Um dies herauszufinden, habe ich ihre Leistungsaufnahme geloggt.

FOSSiBOT F2400 Ladedauer

So können wir sehen, dass eine vollständige Ladung der FOSSiBOT F2400 im 1100W-Modus rund 2:45 Stunden dauert, was bei einer Powerstation mit 2048 Wh Kapazität doch recht schnell ist! Was wir aber auch sehen können, ist, dass es nach ca. 30 Minuten zu kleineren Aussetzern kommt. Diese wären möglicherweise als temperaturbedingte Drosselungen einzustufen. Um dies zu testen, habe ich auch mal einen Ladevorgang mit 700W geloggt.

Und hier können wir sehen, dass es nicht zu diesen Einbrüchen kommt. Dennoch dauert der Ladevorgang mit 3:45 Stunden natürlich ein Stück länger.

 

Laden via DC / Solar?

Natürlich kann die FOSSiBOT F2400 nicht nur über die Steckdose geladen werden, sondern auch über DC-Quellen, also den KFZ-Zigarettenanzünder im Auto oder via Solar. Hierfür haben wir einen universellen XT90-Anschluss (ein Standardanschluss), welcher 11,5 – 50V und maximal 20A bzw. 500W unterstützt.

Damit hat die FOSSiBOT F2400 einen sehr mächtigen DC-Eingang! Im Lieferumfang liegen auch ein XT90-zu-KFZ-Stecker sowie ein XT90-zu-MC4-Adapter bei. So kannst du problemlos universelle Solarpanels an der Powerstation nutzen. Dabei hat die Powerstation einen MPPT-Controller integriert. Bei mir funktionierte die Powerstation in Kombination mit einem 200W-Panel (0815 Solarpanel) absolut ohne Probleme. Beim Laden an einer 12/13V-Quelle (wie in einem Auto) lag die maximale Leistungsaufnahme bei ca. 100W, was so weit passt.

 

Nutzung als USV / gleichzeitig Laden und Entladen

Es ist problemlos möglich, die FOSSiBOT F2400 gleichzeitig zu laden und zu entladen, egal ob via Solar oder über die Steckdose. Auch ist es möglich, die F2400 als USV zu nutzen. Im Test funktionierte dies mit einem PC auch problemlos, und es gab beim Umschalten keine Probleme. Je nachdem wie sensibel deine Geräte bzw. die Netzteile deiner Geräte sind, kann das natürlich immer noch anders aussehen, aber bei mir im Test war die Umschaltzeit für meine Geräte schnell genug.

Bei mir schwankte die Effizienz dabei zwischen 76% und 98%, je nach Last, was sogar ziemlich gut ist!

 

Fazit zur FOSSiBOT F2400

Ich bin mit der FOSSiBOT F2400 richtig zufrieden, vor allem wenn wir den Preis bedenken! Diese Powerstation ist zum Zeitpunkt des Tests für klar unter 1000€ zu bekommen.

Für eine Powerstation mit 2048 Wh und 2400 W Ausgangsleistung ist das schon ein sehr guter Preis! Im Test erreichte die Powerstation dabei eine maximale nutzbare Kapazität von bis zu 1807 Wh. Dies entspricht 88% der Herstellerangabe, was ein gutes Abschneiden ist. Hinzu kommen die vielfältigen Anschlüsse, angefangen bei den 3x Steckdosen über die diversen USB-C-Ports mit bis zu 100W, den XT60-Ausgang, KFZ-Ausgang usw. Dabei funktionierten im Test alle Anschlüsse absolut problemlos!

Auch das Laden der Powerstation selbst ging wunderbar schnell im Test mit bis zu 1100W an der Steckdose und bis zu 500W über den DC-Eingang. Dank der hohen DC-Eingangsleistung ist die Powerstation auch wunderbar als „Solargenerator“ geeignet, zumal wir hier auch die haltbaren LiFePO4-Zellen haben. Weitere Pluspunkte sind die niedrige Lautstärke, das umfangreiche Display, der Lieferumfang und die gute USV-Funktionalität. Was spricht gegen die FOSSiBOT F2400? Eigentlich nicht viel. Die Powerstation ist sehr groß und schwer, das war es aber auch schon. Ansonsten habe ich nichts Großes zu bemängeln!

Also von daher von mir ein Kauftipp!

FOSSiBOT F2400
POSITIV
Hohe Kapazität und Leistung
Vielfältige Anschlüsse
Kann in ca. 2:45 Stunden vollständig geladen werden
Hochwertige LiFePO4-Akkuzellen
Niedrige Lautstärke
Gute USV-Funktion
Für unter 1000 € erhältlich, was für die gebotene Leistung und Kapazität ein sehr guter Preis ist
NEGATIV
Große und schwere Bauweise
Manuelle Lüfterklappen
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Beyerdynamic MMX 300 Pro: Detaillierter Test und Erfahrungen zum Nachfolger der MMX 300

Die MMX 300 sind ein legendäres Gaming-Headset, welches seit vielen Jahren auf dem Markt ist. Nun hat Beyerdynamic aber einen Nachfolger für die Legende vorgestellt, das MMX 300 Pro. Dieses setzt weiterhin auf das Erfolgsrezept des Vorgängers. So haben wir hier geschlossene HiFi-Kopfhörer, welche mit einem hochwertigen Mikrofon ausgestattet sind. Diese Kombination sorgte schon beim alten MMX 300 für eine Klangqualität, die bis heute die meisten Gaming-Headsets schlagen kann. Allerdings setzen die neuen MMX 300 Pro auf die verbesserten STELLAR.45-Treiber aus der „Pro X“-Serie von Beyerdynamic.

Wollen wir uns im Test ansehen, ob die neuen MMX 300 Pro ebenfalls überzeugen können und welche Verbesserungen es gibt! An dieser Stelle vielen Dank an Beyerdynamic, die mir das Headset für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Nachfolger der MMX 300 im Test: die Beyerdynamic MMX 300 Pro

Das Design der MMX 300 Pro ist absolut Beyerdynamic-typisch. So haben wir komplett runde Ohrmuscheln, die schlicht, aber massiv designt sind.

Passend zu dem geschlossenen Design des Headsets sind auch die Rückseiten der Ohrmuscheln komplett glatt und es gibt hier lediglich ein kleines Beyerdynamic-Logo/Schriftzug mit orangenem Akzent. Auf der Rückseite der einen Ohrmuschel ist dabei aber natürlich die Halterung für den Mikrofonarm zu finden.

Dieser ist frei flexibel und lässt sich hochklappen. Es gibt hierbei aber keine automatische Abschaltung oder Ähnliches.

In diesem Punkt sind die MMX 300 Pro recht puristisch und einfach. Es gibt hier wenig „besondere“ Features, es ist einfach ein gut gebautes und massives Headset. Ich würde sogar sagen, dieses ist „für die Ewigkeit“ gebaut. So nutzt Beyerdynamic beispielsweise hier auch seine typischen Ohrpolster, für die du auch noch in vielen Jahren Ersatz bekommen wirst. Im Gegenzug ist das Headset aber auch relativ schwer und groß.

 

Mit abnehmbarem Kabel

Erfreulicherweise besitzen die MMX 300 Pro ein abnehmbares Kabel. Dieses verfügt über eine Kabelfernbedienung und endet auf 2x 3,5mm Stecker. Mit im Lieferumfang liegt ein passender Adapter auf einen „Headset-Combo“-Stecker.

Das Kabel wirkt sehr hochwertig und stabil. Sollte es aber mal kaputt gehen, ist ein Austausch absolut kein Problem.

 

Tragekomfort: sehr gut, aber Beyerdynamic-typisch

Beim Tragekomfort geht Beyerdynamic keine Experimente ein. Wir haben hier das klassische Beyerdynamic-Design. So haben wir sehr große und runde Ohrmuscheln, die dick gepolstert und zudem auch sehr tief sind.

Selbst für größere Ohren bieten die MMX 300 Pro mehr als genug Platz! Dabei setzen die Ohrpolster auf eine Stoffoberfläche, die sich gut anfühlt. Lediglich kann das Headset etwas „warm“ werden/wirken. Auch ist der Anpressdruck etwas höher als bei vielen Konkurrenten. Letzteres liegt an der recht massiven und stabilen Verarbeitung. Mich stört der hohe Anpressdruck gar nicht, von daher würde ich den Tragekomfort der MMX 300 Pro mit einer „1-“ bewerten. Sollte dich die Wärme stören, wären vielleicht die alternativen Ohrpolster von Wicked Cushions (Test) eine mögliche Option.

 

STELLAR.45-Treiber

Die MMX 300 Pro setzen auf die STELLAR.45-Treiber als Herzstück, welche bereits in den DT 770 PRO X Limited Edition Platz gefunden haben. Damit sind diese in einem gewissen Rahmen als „Schwester-Modell“ anzusehen. Mehr Infos zum STELLAR.45-Treiber findest du bei Beyerdynamic: Beyerdynamic STELLAR.45-Treiber.

 

Klar, wuchtig und kraftvoll!

Die Beyerdynamic MMX 300 Pro sind an sich kein Gaming-Headset, sondern „umfunktionierte“ HiFi-/Studio-Kopfhörer. Dies ist aber eher ein Vorteil als ein Nachteil. Klanglich sind diese überragend! Gerade wenn du diese mit einer etwas besseren Soundkarte versorgst, macht das Headset richtig Spaß.

So bieten die MMX 300 Pro einen sehr wuchtigen und mächtigen Klang. Der Bass ist hier klar das auffälligste Merkmal. Die MMX 300 Pro haben einen kräftigen und tiefen Bass, der dabei um einiges natürlicher klingt als bei vielen Bluetooth-Kopfhörern oder Gaming-Headsets. So wird der Bass hier nicht durch irgendwelche DSP-Einstellungen erreicht, sondern das Headset möchte von Natur aus viel Bass liefern und macht dies auch wunderbar.

Die Tiefen klingen unheimlich rund und sauber, auch bei hohen Pegeln. Dies ist eins der bassstärksten Gaming-Headsets, die ich in den Fingern hatte.

Dabei klingen die MMX 300 Pro aber auch nicht matt oder dumpf. Dies ist absolut nicht der Fall!

So hat das Headset sehr saubere und brillante Höhen. Diese sind aber erfreulicherweise auch nicht überschärft oder zu spitz. Ich finde die Höhen ziemlich perfekt. Allerdings sind die Mitten des Headsets etwas abgesenkt. Hierdurch haben wir einen recht starken Hoch-Tief-Kontrast, was dem Headset einen sehr dynamischen und kräftigen Klang verleiht.

Erwartest du einen neutralen HiFi-Klang, dann ist das MMX 300 Pro weniger etwas für dich. Dieses Headset ist gemacht, wuchtig zu klingen und Spaß zu machen, was diesem auch herausragend gelingt.

Beyerdynamic MMX 300 Pro Frequency Response
Beyerdynamic MMX 300 Pro Frequency Response

 

Ein herausragendes Mikrofon! Mikrofonqualität der MMX 300 Pro

Das Mikrofon an den MMX 300 Pro ist ein absolutes Highlight! So hat dieses eines der besten Mikrofone, die ich bisher bei einem Gaming-Headset erlebt habe.

Dieses klingt sehr voll und satt. Die Stimme klingt sehr voluminös usw.

Damit ist das Mikrofon der MMX 300 Pro durchaus auch für Video-Aufnahmen oder Twitch-Streams ausreichend gut.

 

Made in Germany!

In der heutigen Zeit vielleicht auch ein nicht ganz unwichtiger Faktor, aber die Beyerdynamic MMX 300 Pro sind Made in Germany! Kaufst du das Headset, unterstützt du einen deutschen Hersteller und somit auch deutsche Arbeitsplätze.

Dabei ist das Headset auch wirklich gut gebaut! Beyerdynamic-Kopfhörer und Headsets gehören zu den haltbarsten auf dem Markt! Dies kann ich aus erster Hand bestätigen. So bekommst du für diese auch problemlos alle Ersatzteile und generell liegt die Massivität weit über der gängiger Gaming-Headsets. Die Beyerdynamic MMX 300 Pro spielen hier in einer Klasse für sich!

 

Fazit: das beste Headset 2024

Das MMX 300 Pro ist ein herausragendes (Gaming-)Headset! So haben wir hier eine fantastische Klangqualität gemischt mit einer Verarbeitung und Massivität, die ihresgleichen sucht. Das MMX 300 Pro ist kein Wegwerf-Headset, sondern etwas Dauerhaftes und Wertiges. Hierzu passt auch der Klang, der eher zu einem HiFi-Kopfhörer passt als zu einem 08/15-Gaming-Headset.

Die MMX 300 Pro klingen unheimlich kräftig und druckvoll. So ist vor allem der Bass und die Tiefen ein Highlight des Headsets. Diese klingen dabei aber auch nicht erzwungen, sondern wunderbar natürlich und „rund“. Hinzu kommen sehr saubere und brillante Höhen. Suchst du den neutralsten Klang, dann sind die MMX 300 Pro eher weniger etwas für dich. Aber gerade einem Gaming-Headset steht die dynamische und kräftige Klangsignatur, wie ich finde, sehr gut.

Der Tragekomfort ist Beyerdynamic-typisch. Die Kopfhörer sind groß, dick gepolstert und wie ich finde auch sehr bequem. Allerdings sind diese auch etwas größer und schwerer. Das Mikrofon gehört wiederum zu den besten am Markt und auch das abnehmbare Kabel ist ein schöner Bonus. Gibt es etwas am MMX 300 Pro wirklich zu kritisieren? Nicht wirklich. Wir haben hier natürlich ein eher puristisches Headset. Dieses bietet keine „Bonus-Funktionen“, RGB-Beleuchtung oder Ähnliches.

Ebenso spielt die Qualität deiner Soundkarte eine große Rolle für das Headset. Hast du eine vernünftige Soundkarte und suchst ein „dauerhaftes“ und klanglich extrem starkes Headset, dann ist das Beyerdynamic MMX 300 Pro eine herausragende Wahl und auch ein würdiger Nachfolger der MMX 300.

Beyerdynamic MMX 300 Pro
POSITIV
Hervorragender, wuchtiger und mächtiger Klang
Kräftiger und natürlicher Bass, saubere und brillante Höhen
Massives und langlebiges Design
Hohe Verarbeitungsqualität und langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen
Abnehmbares Kabel mit Kabelfernbedienung
Große und gut gepolsterte Ohrmuscheln
Ausgezeichnete Mikrofonqualität
Made in Germany:
NEGATIV
Relativ schwer und groß
Ohrpolster können bei längerem Gebrauch warm werden
95

7x 4 TB SATA SSDs im Vergleich, für NAS-Systeme und als Datenlaufwerk

Das Nutzen von SSDs in NAS-Systemen oder als „Daten-Laufwerk“ ist weiterhin eher ungewöhnlich. HDDs sind hier einfach günstiger und deutlich größer. Aber was, wenn du dennoch die Vorteile von Flash-Laufwerken nutzen möchtest, gerade in einem NAS oder Home Server? Hier gibt es einige 4TB SATA SSDs im Handel.

In diesem Vergleich wollen wir uns einige dieser Modelle ansehen! Welche 4TB SATA SSD ist die beste?

 

Die 4TB SSDs im Vergleich

Ich schicke in diesen Vergleich gleich 7x 4TB SATA SSDs.

Crucial MX500 4TB
Kingston DC600M 3,84TB
Samsung 870 EVO 4TB
Silicon Power Ace A55 4TB
Verbatim Vi550 S3 4TB
WD Blue SA510 4TB
WD Red SA500 4TB

Hierzu zählen die populären Modelle wie die Samsung 870 EVO, Crucial MX500 und WD Blue SA510. Aber ich habe auch zwei günstigere Modelle aufgenommen: die Silicon Power Ace A55 4TB und die Verbatim Vi550 S3 4TB, welche die günstigsten Modelle in der 4TB-Preisklasse sind.

Um das Testfeld abzurunden, habe ich auch zwei „Server/NAS“-SSDs gewählt: die Kingston DC600M, eine echte Server-SSD, und die WD Red SA500.

 

Datenraten laut Hersteller

Schauen wir uns zunächst die Herstellerangaben bezüglich der Datenraten an.

Lesend Schreibend
Crucial MX500 4TB 560 MB/s 510 MB/s
Kingston DC600M 3,84TB 560 MB/s 530 MB/s
Samsung 870 EVO 4TB 560 MB/s 530 MB/s
Silicon Power Ace A55 4TB 500 MB/s 450 MB/s
Verbatim Vi550 S3 4TB 550 MB/s 500 MB/s
WD Blue SA510 4TB 560 MB/s 520 MB/s
WD Red SA500 4TB 560 MB/s 520 MB/s

 

Auf den ersten Blick fällt die Silicon Power Ace A55 4TB auf, die mit 500 MB/s lesend und 450 MB/s schreibend auf dem Papier die niedrigste Leistung hat. Ansonsten sind alle SSDs laut Hersteller mit 550 bis 560 MB/s lesend am SATA-Limit. Schreibend haben wir eine Spanne von 500 bis 530 MB/s, abseits der Silicon Power Ace.

 

Verwendeter NAND

Leider sind viele Hersteller sehr zurückhaltend mit Informationen zum verwendeten NAND. Oftmals ist es sogar nicht ganz klar ersichtlich, ob TLC oder QLC NAND zum Einsatz kommt. Folgendes konnte ich ermitteln:

  • Crucial MX500: TLC Micron NAND
  • Kingston DC600M: TLC KIOXIA BiCS5
  • Samsung 870 EVO: TLC Samsung V-NAND v6
  • Silicon Power Ace A55: QLC
  • Verbatim Vi550 S3: QLC
  • WD Blue SA510: TLC (vermutlich KIOXIA BiCS5)
  • WD Red SA500: TLC (vermutlich KIOXIA BiCS5)

Alle SSDs in diesem Vergleich nutzen TLC NAND, abseits der Modelle von Silicon Power und Verbatim, die nach meinen Tests QLC NAND nutzen. Die Kingston DC600M und auch die WD-Modelle nutzen anscheinend BiCS5 NAND, allerdings in einer sehr unterschiedlichen Form.

Links Verbatim, rechts Kingston
Die WD SSDs

WD nutzt deutlich weniger, aber dichter gepackte Bausteine, während die professionelle Kingston DC600M mehr Speicherbausteine nutzt, die entsprechend weniger dicht gepackt sind. Dies ist tendenziell aus Sicht der Leistung und Haltbarkeit besser, aber auch teurer in der Produktion und nimmt mehr Platz ein.

 

Verwendete Controller

Auch die Controller, die die SSDs nutzen, sind teils ein Geheimnis. Allerdings ist dies nicht ganz so gut gehütet wie der NAND.

  • Crucial MX500: Silicon Motion SM2259H
  • Kingston DC600M: Phison PS3112-S12DC
  • Samsung 870 EVO: Samsung MKX
  • Silicon Power Ace A55: Realtek RayMX RM1135
  • Verbatim Vi550 S3: Realtek RayMX RM1135
  • WD Blue SA510: Silicon Motion SM2259H
  • WD Red SA500: Silicon Motion SM2259H

Interessanterweise nutzen die SSDs von Western Digital und Crucial den gleichen Silicon Motion SM2259H Controller. Es gibt bei WD hier keinen Unterschied zwischen der Blue und Red. Auch die Silicon Power und Verbatim SSD nutzen mit dem Realtek RayMX RM1135 den gleichen Controller, welcher auf dem Papier hier das schwächste Modell im Test ist. Spannend ist der Phison PS3112-S12DC in der Kingston DC600M, denn bei diesem handelt es sich um einen Controller, der wirklich für das Data-Center gemacht ist.

 

Sonderfall Kingston DC600M

Die Kingston DC600M richtet sich eigentlich nicht an Endkunden, sondern ist eine Data Center SSD. Diese setzt allerdings auf den normalen „SATA“-Standard und kann entsprechend auch in einem normalen NAS genutzt werden.

Sie ist auch preislich nicht so weit von den anderen Modellen entfernt. Zudem bringt diese auf dem Papier die höchste Haltbarkeit mit, wie auch beispielsweise einen Enterprise Controller und Power Loss Protection. Sie bietet nicht 4TB, sondern 3,84TB, da die Differenz an Speicher als Reserve genutzt wird, was die Haltbarkeit verbessert.

 

TBW (Total Bytes Written)

Ehe wir zum Test kommen, werfen wir noch einen kleinen Blick auf die TBW-Angabe. Die TBW-Angabe ist wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das die Hersteller garantieren. Also wie viele TB auf eine SSD geschrieben werden können, ehe diese „aufgebraucht“ ist. In der Praxis ist diese Angabe aber nur bedingt aussagekräftig, da SSDs diese Angabe in der Regel deutlich übertreffen. Dennoch ist es für die Garantie ein wichtiger Faktor und ein Indikator dafür, was ein Hersteller seiner SSD zutraut.

Die Kingston DC600M hat mit Abstand den höchsten TBW-Wert in diesem Vergleich. Sie hat einen so hohen TBW-Wert wie die nächsten drei besten SSDs zusammen, wow! Leider konnte ich bei der Verbatim SSD keinen TBW-Wert finden. Der TBW-Wert der Silicon Power Ace A55 wirkt überraschend hoch für eine SSD, die QLC NAND nutzt.

 

Erste Benchmarks (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Starten wir den Vergleich mit dem populärsten SSD-Benchmark, CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist der beste Test, um die maximale Leistung von SSDs zu testen.

Beginnen wir mit den Werten zur Lesegeschwindigkeit der SSDs. Hier zeigen alle Modelle sehr gute Werte mit über 500 MB/s. Die Modelle von Western Digital, Crucial, Samsung und Kingston liegen hier mit etwa 560 MB/s gleichauf und dicht am Limit der SATA-Verbindung. Die SSDs von Verbatim und Silicon Power fallen etwas zurück, aber zeigen dennoch gute Ergebnisse.

Schreibend sehen wir eine etwas größere Spanne. Hier bieten die Kingston und Samsung SSDs die höchste Leistung mit über 530 MB/s. Es folgen die Western Digital SSDs, gefolgt von den Crucial-Modellen. Erneut belegen die SSDs von Verbatim und Silicon Power die hinteren Plätze mit um die 450 MB/s in der Spitze.

CrystalDiskMark kann neben den reinen Datenraten auch IOPS und Zugriffszeiten messen. Hier sehen wir ein ähnliches Bild wie bei den vorherigen Tests. Die Samsung 870 EVO und Kingston DC600M führen das Testfeld knapp vor den WD– und Crucial-Modellen an.

Die gleiche Reihenfolge sehen wir bei den Zugriffszeiten. Auffällig ist hier vor allem das schwache Abschneiden der Verbatim und Silicon Power. Wechseln wir den Benchmark von CrystalDiskMark zu AS SSD.

Hier interessiert uns vor allem der Score. Dieser bestätigt die Einschätzung von CrystalDiskMark. Die Samsung 870 EVO und Kingston DC600M führen das Testfeld leicht vor den Modellen von Crucial und Western Digital an, die wiederum vor den Modellen von Verbatim und Silicon Power liegen.

Zur Sicherheit schauen wir uns noch Anvil’s Storage Utilities an.

Erneut sind sich alle Benchmark-Tools relativ einig, was die Leistung der SSDs angeht.

 

PC Mark

Kommen wir von den theoretischen Benchmarks zu einem, der versucht, Alltagsanwendungen möglichst realistisch zu reproduzieren und dabei die Geschwindigkeit misst.

In PC Mark stehen erst einmal drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Und hier wird es interessant! So schneidet hier die Samsung 870 EVO deutlich am besten ab und das in allen Kategorien! Gefolgt wird diese mit großem Abstand von den beiden Western Digital Modellen und der Crucial MX500. Spannenderweise sackt die Kingston DC600M hier ein gutes Stück ab, außer im Data Drive Benchmark. Dies lässt vermuten, dass die Kingston SSD wirklich primär auf die Nutzung als „Daten-Speicher“ optimiert ist und weniger auf die Nutzung als System-Laufwerk.

 

3D Mark SSD Test

Wo PC Mark die Allround-Leistung eines Systems messen soll, spezialisiert sich 3D Mark hingegen auf die Messung von Spieleladezeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.

Dieser Eindruck, dass die Kingston DC600M wirklich eher auf die Nutzung als Datenlaufwerk zugeschnitten ist, bestätigt sich bei 3D Mark. Auch hier landet diese eher im unteren Mittelfeld, während die Samsung SSD Platz 1 macht. Dies aber nur knapp vor den beiden Western Digital SSDs.

 

Praxis-Test

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderland ca. 52GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderland, Total War: Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Erneut ein Test, in dem Samsung und Kingston dominieren. Beim größeren Datei-Paket kann die Kingston die Samsung schlagen, beim kleineren Datenpaket ist es umgekehrt.

 

PC-Mark Consistency Test, Leistung nach 25 TB!

PC-Mark bietet auch einen “Consistency Test” an. Dieser soll messen, wie gut die konstante Leistung der SSDs bei wirklich hohen Schreiblasten ist. So schreibt dieser Test über 25 TB auf die SSDs, wofür teils über ein Tag gebraucht wird. Diesen Test halte ich gerade in einem NAS / RAID für recht wichtig!

Und hier sehen wir super interessante Werte! So dominiert hier spannenderweise die Samsung 870 EVO deutlich. Auf Platz 2 haben wir die Kingston DC600M 3,84TB, was nicht überrascht aufgrund der Data-Center Natur. Dahinter +- gleich auf die Western Digital und Crucial Modelle. Signifikant schlechter schneiden die SSDs von Verbatim und Silicon Power ab, was aber aufgrund des QLC NANDs auch nicht so sehr überrascht. QLC NAND ist sehr schlecht, was die konstante Schreibleistung angeht.

 

SLC Cache und konstante Schreibleistung

Werfen wir einen gesonderten Blick auf die konstante Schreibleistung. Warum ist die Schreibleistung bei SSDs möglicherweise nicht konstant? Selbst aktueller TLC NAND lässt sich nicht so schnell beschreiben, wie es oft auf den ersten Blick aussieht. So schaffen selbst die besten NVME SSDs kaum 2000 MB/s konstante Schreibleistung. QLC SSDs sind hier noch viel schlimmer dran, welche teils nicht mal 200 MB/s konstant schaffen. Um nun aber hohe Datenraten schreibend zu erreichen, bedienen sich die Hersteller eines Tricks. So werden oft Teile der SSD in einem SLC Modus beschrieben. Hierbei werden nicht 3 oder 4 Bits pro Zelle geschrieben, wie bei TLC oder QLC üblich, sondern nur 1 Bit. Hierdurch fasst jede Zelle nur 1/3 oder 1/4 der Kapazität, aber der Schreibvorgang ist weniger komplex und daher schneller. Prinzipiell ist es möglich, SATA SSDs mit konstanter Schreibleistung zu bauen, da hier einfach die SATA Schnittstelle eh stark limitiert.

Wie schneiden hier unsere 4 TB SSDs im Vergleich ab? Um dies zu testen, habe ich alle 7 Modelle mit H2TestW voll geschrieben.

Dabei sehen wir Unterschiede! So ist die Kingston DC600M die schnellste SSD und bietet somit die höchste konstante Schreibleistung, gemeinsam mit der Samsung 870 EVO, welche effektiv genauso schnell ist (da die Kingston mit 3,84 TB minimal weniger Kapazität hat). Etwas langsamer sind die Western Digital und Crucial Modelle. Die beiden SSDs mit QLC NAND sind hier weit abgeschlagen! Dies können wir auch deutlich sehen, wenn wir einen Blick auf die Datenraten werfen.

Hier sehen wir, dass die Kingston und Samsung SSD als einzige wirklich 100% konstante Datenraten bieten. Die Modelle von Western Digital haben nach den ersten GB einen leichten Einbruch der Datenrate, welche dann aber konstant bleibt. Die Crucial MX500 sieht ähnlich aus, hatte aber einen merkwürdigen Einbruch der Datenrate am Anfang, welcher sich dann aber wieder gut stabilisiert. Die QLC SSDs halten eine Zeit lang ihre Datenrate stabil, brechen dann aber, wie für QLC üblich, extrem ein. So erreichen diese konstant kaum 100 MB/s.

 

WD Blue SA510 und WD Red SA500 identisch!?

Vielleicht ist dir das Abschneiden der Western Digital SSDs in diesem Test aufgefallen. So bieten beide SSDs effektiv die gleiche Leistung, obwohl doch die Red teurer ist und angeblich besonders auf den Einsatz in NAS Systemen optimiert ist?! Nach meiner Einschätzung sind beide SSDs identisch! So schneiden diese nicht nur identisch ab, sondern haben auch im Inneren die gleiche Hardware. Aus meiner Sicht bietet die Red nur eine bessere Garantie.

Mehr Details dazu findest du hier:

Western Digital WD Blue SA510 und WD Red SA500 SATA SSDs im Vergleich

Fazit

Welche ist die beste 4TB SATA SSD? Dies hängt natürlich etwas von deinem Einsatzzweck ab, aber für ein NAS oder Server System würde ich sagen, entweder die Samsung 870 EVO oder die Kingston DC600M wählen.

Beide bieten im Test vor allem eine sehr konstante Schreibleistung. Es gibt hier keinen SLC Cache oder eine sonstige Verlangsamung auch bei konstanter Last. Dabei ist die Samsung tendenziell etwas besser, wenn es um Programmstarts geht und Ähnliches, während die Kingston DC600M komplett auf die Nutzung als Datenlaufwerk optimiert ist. Da die Kingston DC600M auch wirklich für Data-Center gedacht und gemacht ist, besitzt diese auch einen echten „Enterprise“ Controller wie auch Power Loss Protection. Auf dem Papier ist diese damit auch klar die haltbarste SSD in diesem Vergleich, auch wenn ich der Samsung hier ebenfalls sehr gute Werte zutraue, da der Samsung NAND allgemein extrem haltbar ist.

Willst du eine etwas günstigere “Allround” SSD, dann ist die MX500 oder die WD Blue SA510 vermutlich die beste Alternative zur etwas teureren Samsung 870 EVO. Sowohl die MX500 wie auch die WD Blue SA510 bieten eine recht konstante Leistung und vor allem lesend recht starke Werte, wie auch bei Programmstarts.

Bei der WD Red SA500 tue ich mich hingegen etwas schwerer. Es handelt sich hier nach meiner Einschätzung technisch um die gleiche SSD wie die Blue SA510, nur mit besserer Garantie und höherem Preis. Ist die bessere Garantie den höheren Preis wert? Ich denke weniger und falls du wirklich so viele Daten auf die SSD schreibst, greife direkt zur Kingston DC600M.

Die Verbatim und Silicon Power sind aufgrund des QLC NANDs etwas schwerer zu empfehlen. Die Preis/Leistung stimmt an sich, aber die konstante Schreibleistung ist bei beiden furchtbar. Lesend sind diese wiederum okay. Also als “Games-Laufwerk” wären diese also durchaus einsetzbar.