Die Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank im Test

Ankers neuste, beste und teuerste Powerbank im Test, die PowerCore+ 26800mAh.

Anker Powerbanks haben einen exzellenten Ruf und das auch zurecht. Im Allgemeinen sind Anker Powerbanks so ziemlich das Beste was man auf dem Markt finden kann, gerade was Ihre Ladegeschwindigkeit angeht.

Aber es gab auch Dinge welche Anker Powerbanks eine Zeit lang fehlten. Zum einen wirklich hochwertige Gehäuse, Anker setzte einige Zeit auf das furchtbare schwarz Hochglanz, und die Unterstützung von Quick Charge.

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Eine kurze Erklärung was Quick Charge ist. Grundsätzlich ist Quick Charge kein festgelegter Begriff, jeder Hersteller kann sein Smartphone „Quick Charge“ fähig nennen, aber im Allgemeinen wird damit das Schnelladeverfahren von Qualcomm gemeint, auch QC 2.0 genannt.

Normale USB Ports besitzen eine Spannung von 5V und die Smartphones unterschieden sich nur in der Ampere zahl, heißt manche Smartphones laden mit 1A mache mit 2A. Beim Qualcomms QC 2.0 Verfahren wird aber der zu übertragende Strom (Ampere) nicht erhöht, sondern die Spannung, auf entweder 9V oder 12V.

Dafür muss sowohl Euer Smartphone wie auch das Ladegerät/Powerbank dieses Verfahren unterstützen, ansonsten wir nur in der regulären Geschwindigkeit geladen. Je nach Smartphone kann der Quick Charge Support die benötigte Ladezeit teilweise halbieren oder noch stärker verringern, von daher ist dies schon eine große Sache.

Deshalb kann dies für den ein oder anderen ein wirklich großer Plus- Punkt für die Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank sein, aber kann diese diesen Anspruch auch in der Praxis erfüllen, zumal dieses Model mit über 60€ eine der teuersten Powerbanks auf dem Markt ist?

Lieferumfang und Verpackung der Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank

Die PowerCore+ wird wie es bei den meisten Anker Produkten der Fall ist in einer relativ schlichten weiß/ blauen Box geliefert. Aber bereits an dieser erkennt man, dass diese Powerbank schon ein etwas größerer Brocken ist.

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Im Inneren finden wir natürlich die Powerbank selbst, aber auch eine kleine Tasche, ein microUSB Kabel und ein Quick Charge Ladegerät welches Anker bereits beilegt.

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Die Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank

Die Anker PowerCore+ ist schon ein ziemliches Monster an Powerbank und das beziehe ich nicht nur auf die massiven 26800mAh Kapazität sondern auch auf die Größe und vor allem das Gewicht.

Mit ziemlich genau 600g ist diese Powerbank ein ziemlicher Brocken. Ein großer Teil des Gewichts verantwortet natürlich, dass wirklich exzellente Metallgehäuse, welches einen hervorragenden Eindruck macht.

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Zum einen ist es sehr massiv, im Notfall könnte man damit auch nen Einbrecher erschlagen, zum anderen ist die Verarbeitung nahezu perfekt und auch die Haptik bzw. das Gefühl in der Hand besser als bei vielen anderen Powerbanks aus Aluminium.

Natürlich bleibt am Ende immer noch das sehr hohe Gewicht aber eine 26800mAh Powerbank ist auch eigentlich nichts was man mal eben in der Tasche mit sich rum schleppt. 26800mAh Kapazität reichen um die meisten Smartphones 8-10 mal aufzuladen, wenn nicht sogar noch mehr.

Dementsprechen ist diese Powerbank primär für längere Ausflüge gedacht wo 600g mehr auch nicht mehr so sehr ins Gewicht fallen.

Ansonsten ist die Powerbank wie man es für so einen Brocken auch erwartet ausgestattet. Auf der Front findet Ihr drei USB Ports, zwei davon sind „normale“ Smart USB Ports mit jeweils mit bis zu 2,4A und den einen besonderen Qualcomm QC 2.0 Port.

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Wichtig hierbei die 26800mAh PowerCore+ unterstütz sowohl QC2.0 zum Aufladen von Smartphone und Tablet wie auch zum selbst wiederaufgeladen werden. Das ist nicht bei allen Modellen der PowerCore+ Serie der Fall, bei der 13400mAh Version, welche ich bereits vor längerer Zeit getestet habe, war es nur möglich die Powerbank selbst mit QC2.0 zu laden aber diese konnte keine an sich angeschlossenen Geräte über diese Technology laden. Ähnliches gilt auch für die 20100mAh PowerCore+.

Dementsprechend ist die 26800mAh Powerbank Ihren kleineren Brüdern doch ein Stück voraus.

Ehe ich es vergesse zu erwähnen nein es ist kein Problem oder eine Gefahr ein nicht QC 2.0 fähiges Smartphone oder Tablet auch an diesem speziellen Port zu nutzen, es kann lediglich sein, dass der Ladevorgang etwas langsamer geschieht als an den PowerIQ Ports.

Zum Wiederaufladen verwendet die Powerbank einen normalen microUSB Port, wie bereits erwähnt unterstützt sie auch zum Aufgeladen werden QC 2.0, was wirklich eine feine Sache ist. Bei meiner Anker Astro E7 welche auch 26800mAh Kapazität hatte, dauerte eine Ladung noch so ca. 15 Stunden was schon eine Weile ist.

Bei der Verwendung des mitgelieferten Quick Charge Ladegerätes ist die PowerCore+ in ca. 5-6 Stunden bereits wieder voll, also eine deutlich Zeitersparnis. Aber natürlich bedeutet dies nicht, dass man die Powerbank nur mit diesem Ladegerät aufladen kann, Ihr könnt auch ein normales verwenden sofern dieses 1A oder mehr liefert, was die meisten Ladegeräte tun sollten, dennoch würde ich Euch das mitgelieferte Ladegerät empfehlen zu nutzen oder wenigstens ein gutes 2-2,4A Modell.

Wo wir gerade beim Ladegerät sind, ein paar Worte zum mitgelieferten. Dieses mitgelieferte Ladegerät kostet im Einzelkauf ca. 12€ bei Amazon und bietet die übliche Anker Qualität. Ich habe dieses Ladegerät bereits ausführlich als Einzeltest getestet, diesen Bericht findet Ihr HIER, daher versuche ich mich kurz zu halten.

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Es handelt sich bei diesem Ladegerät um ein einfaches Single USB Port Ladegerät welches Quick Charge 2.0 unterstützt und maximal 18W liefern kann. Es gibt zwar mittlerweile ein noch besseres Modell von Anker, aber dennoch ist auch dieses Ladegerät empfehlenswert, gerade für Android Geräte egal ob diese Quick Charge unterstützen oder nicht.

Apple Smartphones und Tablets werden zwar auch geladen aber ein Stück weit langsamer als beispielsweise mit dem „normalen“ 20W Dual Port Ladegerät von Anker, von daher würde ich Euch für Apple Geräte eher die Nutzung von einem anderen Ladegerät für die maximale Ladegeschwindigkeit empfehlen.

Aber habe ich technisch wenig an diesem Produkt zu bemängeln und würde es auch empfehlen für den Einzelkauf, lediglich das Gehäuse finde ich etwas „billig“ anmutend.

Zurück zum PowerCore+, die letzte Besonderheit betrifft die Anzeige für die verbliebende Restladung. Die meisten Powerbanks besitzen hierfür vier blaue LEDs, die PowerCore+ hat im Einschalter zehn kleine weiße LEDs, welche jeweils für 10% stehen, integriert.

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Dies wirkt wesentlich hochwertiger als die übliche Anzeige mit den vier blauen LEDs. Der „Einschalter“ dient praktisch im

Übrigen lediglich zur Anzeige des verblieben Akku Stands, denn einschalten tut sich die Powerbank automatisch, wenn ein Gerät angeschlossen wurde, selbiges gilt natürlich auch fürs Abschalten welches auch automatisch geschieht.

 

Wie teste ich?

Mein Testverfahren ist recht „strait forward“. Ich lade die Powerbank bis sie sich von alleine abschaltet oder es keinen nennenswerten Ladestrom mehr gibt, dann wird sie mithilfe eines 1A USB Widerstands entladen und die abgegebene Leistung mit einem PortaPow Premium USB + DC Power MonitorLeistungsmesser gemessen.

So erreiche ich gut reproduzierbar Ergebnisse.

Das gemessene Ergebnis in mW rechne ich in mAh @3,7V um da die Herstellerangabe sich zu 99% auf eine Zellenspannung von 3,7V bezieht.

Zudem teste ich die Powerbanks an meinen diversen Endgeräten ob es hier „Auffälligkeiten“ gibt. Ich nutze für den Ladetest an meinem iPhone und Samsung Note 3 das Originalkabel, für sonstige Ladetests verwende ich ein Referenzkabel und ja das verwendete Kabel hat einen großen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit siehe HIER.

Micro USB Kabel im VergleichApple Lightning Kabel im Vergleich

Wichtig einige Samsung Tablets (Note 10.1 2013 z.B.) sind beim Laden etwas Problematisch! Hier könnt ihr mehr dazu lesen.

 

Testergebnis der Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Anker verspricht hier 26800mAh, praktisch werden diese 26800mAh natürlich nicht erreicht. Dies ist aber normal, die wenigsten, genau genommen so gut wie keine, Powerbank erreicht in der Praxis Ihre angegebene Kapazität. Dies liegt an internen Umwandlungsprozessen bei welchen Energie verloren geht, dies ist in einem gewissen Rahmen normal.

Ich konnte der AnkerPowerCore+ 23402mAh bzw. 86,591Wh entnehmen. Dies entspricht 87% der Herstellerangabe. Das ist ein guter Wert, der Durchschnitt der von mit getesteten Powerbanks erreichen 83% ihrer Herstellerangabe.

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Aber natürlich ist die Kapazität nur das eine, das andere ist die erreichte Ladegeschwindigkeit. Was bringt eine schöne und große Powerbank wenn diese Euer Smartphone nur langsam auflädt.

Hier haben wir natürlich zu unterscheiden, zum einen die Ladegeschwindigkeit an den „PowerIQ“ USB Ports und zum anderen an dem Quick Charge USB Port.

Starten wir mit den PowerIQ Ports und hier ist Anker immer noch „State of the Art“ wie man so schön sagt. Wie auch die meisten Anker Powerbanks erreicht auch die PowerCore+ 26800mAh Powerbank hervorragende Ladegeschwindigkeiten.

Mein iPhone 6+ erreichte 1,66A und mein iPad 4 2,23A, aber auch Android Geräte welche kein QC 2.0 unterstützen laden an diesen PowerIQ Ports sehr schnell.

Grundsätzlich sogar schneller als an dem Quick Charge Port. Kommen wir mal zu diesem, ich habe aktuell drei Geräte zur Hand welche das QC2.0 Verfahren unterstützen. Zum einen ein Google Nexus 6, ein Sony Xperia Z5 und eine andere Anker Powerbank.

Alle drei Geräte luden problemlos mit Ihrer höchst möglichen Geschwindigkeit bei 9V bzw. die Powerbank sogar bei 12V. Hierbei konnte der PowerCore+ 26800mAh die Ladespannung sehr stabil halten. Zwar viel diese im 12V Modus auf 11,9X V bzw. beim 9V Modus auf 8,9X V ab, aber dennoch ist dies ziemlich stark.

Geräte welche im Übrigen kein Quick Charge unterstützen, laden an den beiden PowerIQ Ports im Normalfall ein Stückchen schneller.

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Kommen wir zum Aufladen der Powerbank selbst. Dies ist bei großen Modellen immer so eine Sache. Die Anker Astro E7, wenn man so will das Vorgängermodell der AnkerPowerCore+, benötigte zum vollständigem Wiederaufladen gerne mal 14-16 Stunden an einem 2A Ladegerät.

Dies ist natürlich recht lange, daher haben die Powerbank Hersteller versucht eine Lösung zu finden um Powerbanks schneller zu laden. Ein interessanter Ansatz von EasyAcc war die Integrierung von zwei microUSB Ports zum schnelleren Aufladen. Mittlerweile setzten aber immer mehr Hersteller auf die Integration von Quick Charge auch zum Laden der Powerbank selbst.

Mit dem mitgelieferten QC 2.0 Ladegerät ist die PowerCore+ 26800mAh Powerbank in ca. 6 Stunden wieder voll einsatzfähig, was, wie auch Anker wirbt, eine Halbierung der Ladedauer ist.

Etwas merkwürdig ist allerdings die Ladespannung. Quick Charge besitzt zwei Stufen 9V und 12V. Die kleinere PowerCore+ mit 13400mAh konnte mit 1,55A bei 12V laden, die große PowerCore+ mit 1,73A bei 9V.

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Dementsprechend lädt die größere Powerbank langsamer, was etwas merkwürdig ist. Aber gut, die  Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank lädt dennoch ziemlich flott wieder auf.

Bei der Nutzung eines normalen USB Ladegerätes, was natürlich auch geht, erreicht die Powerbank maximal 1,71A Ladestrom. Entsprechend dauert eine Ladung so ca. 14 Stunden.

Den vollständigen Test zum beigelegten Ladegerät findet Ihr HIER.

 

Fazit zur Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank

Verarbeitung, Kapazität und Ladegeschwindigkeit voll Punktzahl, besser geht es aktuell nicht. Am Ende spricht nichts wirklich gegen dieses Modell außer vielleicht das hohe Gewicht, was aber bei so einer großen Powerbank in einem gewissen Rahmen normal ist, und der hohe Preis.

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65,99€ ist natürlich ein stolzer Preis, auch wenn Anker ein gutes Ladegerät mitliefert. Letztendlich ist dies Eure Entscheidung ob diese Powerbank dieses Geld für euch Wert ist.

Nach aktuellem Stand gibt es keine schnellere oder bessere Powerbank auf dem Markt! Egal ob Ihr nun ein iPhone, iPad, oder auch ein Android Smartphone mit oder Ohne Quick Charge Euer Eigen nennt.

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Alternativen: Hier kommt es etwas darauf an ob Ihr auf das Quick Charge und/oder etwas Kapazität verzichten könnt oder wollt. Eine alternative Powerbank mit Quick Charge und 26800mAh Kapazität gibt es aktuell nicht. Wenn Ihr auf das Quick Charge verzichten könnt weil das euer Smartphone eh nicht unterstützt wäre z.B. die Anker Astro E7 eine sehr gute Wahl für rund 50€.

Wenn Ihr auf etwas Kapazität verzichten könnt würde ich euch die RAVPower RP-PB043 20100mAh Powerbank als Alternative empfehlen. Diese Powerbank unterstützt auch Quick Charge und besitzt zudem einen USB Typ C Port was sie vielleicht sogar noch ein stück zukunftsreicherer macht, dafür ist dies Powerbank aber kleiner und auch beim Laden vielleicht 10-20% langsamer.

Am Ende kommt es etwas darauf an ob Ihr das mitgelieferte Ladegerät der PowerCore+ 26800mAh Powerbank gebrauchen könnt. Wenn man nämlich die 12,99€, welches dieses im Einzelkauf kosten würde, vom Preis abzieht, landet man bei 53€, was nur noch minimal mehr ist als die 50€ für die Astro E7, welche ein schlechteres Gehäuse und kein QC2.0 besitzt, und die RAVPower RP-PB043, welche kleiner ist und etwas langsamer.

Anker PowerCore+ 26800mAh Powerbank im Test Review-1

Von daher kann die Anker PowerCore+ 26800mAh ein guter Deal sein, auch wenn der Preis von 65,99€ auf den ersten Blick sehr hoch wirkt.

EDIT: Mittlerweile gibt es den Anker PowerCore+26800mAh in einer neuen Version mit Quick Charge 3.0!  Hier geht es zum Test

 Anker PowerCore+ 26800mAh
Angegebene Kapazität26800mAhmAh
Preis65,99€
Erreichte Kapazität23402mAh bzw. 86,591Wh
Erreichte Kapazität in %87%
Laden und gleichzeitig entladen-
LED Taschenlampe-
Gewicht599g
Ladeleistung Smartphones
Samsung Note 3/Apple iPhone 6+/Nexus 6/Sony Z5
1,67A / 1,66A / 1,47A@9V / 1A@9V
Ladeleistung Tablets
iPad 4 / Fire HD 10
2,23A / 1,66A
Ladeleistung Sonstiges
Aukey AIPowerTM PB-N28 / Anker PowerCore+
2,89A / 1,52A @12V
Aufladegeschwindigkeit der Powerbank selbst1,71A @5V / 1,73A @9V
Kapazität87%
Verarbeitung95%
Ladegeschwindigkeit100%
Anschlüsse und Sonstige Features90%
Lieferumfang und Verpackung95%
Preis / Leistung★★★★
Testergebnis★★★★★
Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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6 Comments
Matthias

Hallo Michael,
zunächst einmal großes Lob für Deinen Blog, man merkt das Du dich mit der Materie auskennst und kritisch beurteilst. Bitte mach mit Deinem Blog weiter – du machst das großartig!

Ich habe natürlich eine Frage an Dich, die ich leider nicht in Foren beantwortet gefunden habe.
Ich plane für den Sommer einen Dreh für eine Dokumenation in einem stillgelegten Bergwerk. Dazu möchte ich folgendes Setup verwenden: Eine sony alpha 7 II auf einem DSLR gimbal mit externen lilliput monitor und dem Videolicht Yongnuo Air 300.
Ein großes Problem stellt die Sony mit ihrem enormen Akku Verbrauch dar, mit einem Akku komme ich etwa 50 – 70 Minuten aus, weil ich mich in einem schwierigen Gelände bewege, ist es umständlich jedes Mal den Akku zu tauschen und das Gimbal neu zu kalibrieren. Mein Lösungsansatz, ich verwende einen DC-Coupler für die Sony. Den DC-Coupler möchte ich per USB-DC Kabel an eine Powerbank anschließen. Vereinfacht gesagt: Powerbank > USB-DC Kabel > DC-Coupler > Sony. Der Haken an der Sache ist, dass die jeweiligen Verbraucher unterschiedliche Versorgungsströme/spannungen benötigen. Zusammengefasst:

Sony alpha 7 II:
-7,4 V
-1080mAh

lilliput DSLR monitor (wird ebenfalls über ein USB-DC Kabel versorgt):
-7,4V (Netzteil wurde mit output 12V mitgeliefert)
-2620mAh
-=<8W

Yongnuo Air light:
-8V
-3A

Meine Fragen:
1) Kann die Anker Powerbank meine Sony und den monitor gleichzeitig ausreichend versorgen? (ich vermute der DC Coupler passt die benötigte Spannung für die Sony nocheinmal an, da eine interne Elektronik verbaut ist, die Sony selbst verfügt angeblich über keinen Spannungsschutz)
2) Welche Powerbank würdest Du mir empfehlen, aktuell bin ich am überlegen zwischen der anker 26800mAh und 20100mAh Version. Der Unterschied liegt soweit ich verstanden habe nur am Quickcharge 2.0 für die zu ladenden Geräte, was für meinen Zweck eigentlich nicht notwendig ist, da ich meine Geräte ja nicht "schneller" laden möchte sondern nur versorgen möchte.
3) Das Videolicht erübrigt sich eigentlich da die Powerbank ja nur zwei USB Ports hat. fällt Dir vllt ein Fehler in meinem Setup wo Du sagen würdest das geht gar nicht oder das kann man anders besser lösen?

Vielen vielen Dank für Deine Antwort und viel Erfolg weiterhin mit Deinem Blog!

LG Matthias

Reply
michael

Hi, erst einmal vielen Dank.

Verstehe ich das richtig, du hast Adapter um die Sony alpha 7 II, lilliput DSLR monitor usw. via USB anzuschließen/zu laden? (die Geräte nutzen ja keine 5V Spannung). Die DC Coupler die ich jetzt bei einer kurzen Google Suche gefunden habe scheinen dies nicht zu machen?!

Also rein von der Leistung müsste sowohl die 26800mAh wie auch die 20100mAH Powerbank die Sony und den Monitor versorgt bekommen. Bei der Yongnuo Air ligh sehe ich allerdings etwas Schwarz. 8V und 3A sind 24W das ist zuviel um über einen einzelnen USB Port versorgt zu werden.

PS. Kann man die A7II nicht direkt über USB Laden(oder kann sie nicht gleichzeitig via USB Laden und Arbeiten)?

Reply
Matthias

Hallo Michael,
vielen Dank für Deine schnelle Antwort! Um Dir das Verständnis bzw die Übersicht über mein Setup zu erleichtern habe ich Dir meinen Entwurf auf meinen google photos acc hochgeladen. Du findest meine Fotos hier: https://goo.gl/photos/AuSccZHfQkgvitJy5
Ich habe gestern den DC-Coupler (=Battery-dummy für die Sony) an ein 12V Gleichstrom Netzgerät angehängt und die output Spannung am DC-Coupler gemessen. Wie schon vorher erwähnt, hatte ich mir erhofft, dass die interne Elektronik von dem DC-Coupler die in Input Spannung auf 7,4 V output runter transformiert. Leider haben 12V input am DC-Coupler auch 12V output ergeben.
Die Frage die bleibt ist, kann die Anker powerbank erkennen, dass meine Sony nur 7,4V benötigt? Wenn ja, hängt diese Eigenschaft von QuickCharge 2.0 ab bzw ist es erforderlich das die Powerbank diese Eigenschaft für die zu versorgendenen Geräte hat?

Ich präferiere zur Anker powercore 20100mAh, weil ich mir 2 Stück anschaffen muss, damit eine immer am Laden ist. Fällt Dir ein Nachteil zur 26800mAh auf, diese ist ja doch signifikant teurer?

Die Sony kann nicht über USB geladen werden, deswegen wurden DC-Coupler entwickelt, dass Batteriefach hat sogar eine kleine Aussparung für das Kabel nach außen.

Danke für Deine Hilfe!

LG Matthias

Reply
michael

Hi, Quick Charge funktioniert so nicht. Zwar kann die Anker Powerbank 12V ausgeben jedoch wird Sie das zu 99% nicht machen.

Quick Charge benötigt sofern ich richtig Infromiert bin auf der „anderen Seite“ einen Chip welcher der Powerbank gezielt mitteilt „Hey bitte gib mir 12V Spannung“ ansonsten wird immer nur 5V ausgegeben.

So einen Chip hat aber die Sony Kamera und auch der Adapter nicht daher wird Quick Charge hier nichts bringen.

Was eher funktionieren könnte wäre sowas http://www.amazon.de/RAVPower%C2%AE-23000mAh-Externer-Multi-Volt-Smartphones/dp/B00JGER8JW/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1458398925&sr=8-4&keywords=12V+Powerbank

Diese Powerbank kann gezielt 5V/9V/12V/16V/19V/20V Spannung ausgeben. Hilft aber leider nur wenig wenn die 7,4V benötigst. (mit sowas http://www.amazon.de/Module-4V-38V-1-25V-36V-Voltmeter-Adjustable/dp/B00IZ835II/ref=sr_1_6?ie=UTF8&qid=1458399227&sr=8-6&keywords=DC+Stepdown könnte man sich vielleicht sowas Bauen, dieses Modul kann 12V in 7,4V umwandeln)

Gibt es die Möglichkeit die A7II über den Normalen Zigaretten Anzünder im Auto zu Laden ? Dieser besitzt 12V womit man vielleicht eher arbeiten kann als mit den 7,4V.

PS. Ich habe eine A7R und die kann man per USB Laden daher dachte ich das wäre bei der A7II auch der fall.

Reply
Reto

Hallo Michael,

danke für deine ausführlichen Reviews&Tests. Ich habe lange herumgesucht und frage mich nun ob oder bzw. wie oft es möglich wäre meinen DSLR Akku mit diesem Powerbank aufzuladen. (Ich habe eine Pentax K-3 mit D-Li90 Akku) der Akku hat 1860 mAh bei 7,2 V und 14 Wh. Ich habe 2 dieser Akkus und auf längeren Wanderung bzw. im Urlaub würde ich gerne unabhängig von Steckdosen sein. Eine Usbladeschale für die Akkus hab ich schon. Jetzt frag ich mich wie oft ich ca diese Akkus mit den PowerCore Modellen laden könnte (die 20100 bzw. diese 26800 Version) Bevor ich Geld ausgebe habe ich mich nun gefragt ob du mir weiterhelfen könntest? Vielen Dank im Voraus.

Lg Reto

Reply
Michael Barton

Hi,

rein theoreitsch wäre es möglicht mit dieser Powerbank (26800mAh) die Akkus 6x zu laden.

Allerdings kommt es hier etwas auf die Effizienz der USB Lade schalen an. Selbst wenn die Akkus 14Wh haben schätze ich das bestimmt 16-18Wh nötig sein werden um diese auf 100% zu bekommen.

Praktisch würde ich mal mit 4-5 vollständigen Ladungen rechnen.

Die Anker PowerCore 20100 wird vermutlich 3,5-4,5 Ladungen schaffen.

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