3D Drucken macht mir so wieder Spaß! Creality Ender-3 V3 KE im Test

-

3D Drucker sind etwas extrem Spannendes, können aber auch frustrierend sein! Gerade die günstigeren Modelle funktionieren an sich gut, können aber auch mal zickig sein… Auch Dinge wie die Kalibrierung, das Ausrichten der Druckplattform sind nervig!

Der Creality Ender-3 V3 KE, um welchen es sich in diesem Test drehen soll, ist der erste günstige 3D Drucker den ich bisher in den Fingern hatte, bei dem alles passt und der auch wirklich Spaß macht zu nutzen!

In diesem Test erfährst du, warum ich den Creality Ender-3 V3 KE so sehr mag und dieser mir wieder die Freude am 3D Drucken gebracht hat.

 

Etwas unübersichtliches Line Up

Creality bietet unter dem Ender 3 Branding dutzende 3D Drucker an! V1-V3, diese dann in Neo und Pro Versionen, in Max Versionen usw.

Hier im Test haben wir den Creality Ender-3 V3 KE. Achte auch wirklich auf die “KE” Endung, ein Modell ohne diese ist “was anderes”.

 

Creality Ender-3 V3 KE im Test

Der Creality Ender-3 V3 KE ist, was den Aufbau und das Design betrifft, ein absolut klassischer 3D Drucker.

Dieser setzt auf drei Motoren (+ extruder) und einen offenen Aufbau.

Im Gegensatz zu vielen super günstigen Modellen kommt dieser aber schon fast komplett fertig aufgebaut zu Dir. Du musst lediglich ein paar Kabel verbinden und Z-Achse montieren. Diese wird einfach mit 6 Schrauben befestigt, ein passender Inbusschlüssel liegt bei.

Fertig zusammengebaut wirkt der Ender-3 V3 KE erfreulich stabil und generell gut gebaut.

So sind auch Dinge wie das Netzteil komplett geschlossen, die Kabel textilummantelt und auch die Halterung für die Filament Rolle ist platzsparend auf der Oberseite angebracht.

Gesteuert wird der Ender-3 V3 KE über eine Displayeinheit, welche auch direkt über zwei USB Ports für USB Sticks verfügt. Du musst also nicht umständlich mit microSD Karten auf der Rückseite des Druckers arbeiten, wie ich das bei meinen älteren Modellen so erlebt habe.

 

Die Steuerung

Gesteuert wird der Ender-3 V3 KE über einen Touchscreen an der Seite des Druckers. Dieser ist relativ groß und die Benutzeroberfläche ist gelungen!

So lassen sich Projekte lokal auf dem Drucker speichern, wie aber auch via WLAN auf diesen übertragen oder über einen USB-Stick einspielen.

Dort siehst du eine Vorschau des Projekts, inklusive Laufzeiten usw. Zudem kannst du natürlich Parameter und „Wartungs-Einstellungen“ anpassen.

 

Eigene Software

Die meisten günstigen 3D Drucker nutzen die Cura Software zum verarbeiten deiner Projekte. Der Ender-3 V3 KE nutzt allerdings die Creality eigene Software, Creality Print.

Dieses funktioniert via Cura. Du lädst deine zu druckenden Projekte in die Software, wählst aus in welcher Qualität, Saitenstärke usw. diese gedruckt werden und kannst diese dann für den Drucker vorbereitet auf einen USB Stick exportieren.

Die Software erlaubt es dir auch dich via WLAN mit deinem Drucker zu verbinden! Dann ist ein hin und her kopieren via USB Stick nicht mehr nötig.

In der Software ist zudem auch ein kleiner “Store” für Projekte intigriert. Du kannst hier direkt einige 3D Modelle auswählen und direkt drucken.

Ich fand die Creality Print Anwendungen erstaunlich gut!

 

Auto Nivellierung

Der Creality Ender-3 V3 KE unterstützt Auto Nivellierung! Dies ist ein Feature, ohne das ich keinen 3D Drucker mehr kaufen würde.

Auf Wunsch kann der Ender-3 V3 KE vor jedem Druck den Abstand des Druckbeds an verschiedenen Punkten messen und automatisch den Druck entsprechend anpassen. Hierfür besitzt dieser einen kleinen Fühler, der aufgeklappt wird. Dies hat bei mir auch absolut tadellos funktioniert.

 

Mittlere Druckgröße

Der Creality Ender-3 V3 KE kann Projekte mit einer Größe von bis zu 220 x 220 x 240 mm drucken.

Dies ist eine gute mittlere Größe. Die meisten Modelle auf dem Markt bieten diese maximale Druckgröße.

 

Hohe Druckgeschwindigkeit mit bis zu 500 mm/s

Der Creality Ender-3 V3 KE kann mit bis zu 500 mm/s Geschwindigkeit drucken, was recht hoch ist! Damit gehört dieser schon zu den schnelleren Modellen, gerade in dieser Preisklasse. Hinzu kommt eine Beschleunigung von bis zu 8000 mm/s!

Allerdings empfiehlt Creality eine Geschwindigkeit von rund 300 mm/s, was immer noch sehr flott ist!

Damit ist die “KE” Version auch ein gutes Stück flotter als die “SE” Version.

Ich habe alle Projekte mit 300 mm/s gedruckt, was 0 Probleme gemacht hat.

 

Wie gut funktioniert der Creality Ender-3 V3 KE in der Praxis?

Ich habe bisher den Alfawise U30 genutzt. Dies ist ein sehr günstiger 3D Drucker, welcher aber für meine kleineren Projekte, irgendwelche Halter usw., ausgereicht hat.

Allerdings war der Drucker teils etwas nervig zu nutzen, vor allem das manuelle Ausrichten des Druckbetts war einfach nervig. Auch die Druckgeschwindigkeit war mit um die 100 mm/s eher dürftig.

Der Creality Ender-3 V3 KE macht hier viel mehr Spaß! Einfach das Druckprojekt heraussuchen, in Creality Print laden, wahlweise via USB Stick oder WLAN auf den Drucker übertragen und los gehts!

Der Drucker braucht zwar für die Kalibrierung vor jedem Druck ein paar Minuten, aber dies fällt beim 3D Drucken praktisch nicht ins Gewicht. Anschließend legt der Drucker von alleine los und druckt das gewünschte Projekt.

Ich musste auch nichts nachjustieren, irgendwelche Bänder nachziehen oder Ähnliches. Nach der Grundmontage arbeitete der Creality Ender-3 V3 KE bei mir sofort problemlos.

Dies auch relativ leise! Ich würde nicht empfehlen diesen im gleichen Raum stehen zu haben, er ist auf jeden Fall klar hörbar, gerade bei schnellen Bewegungen, aber er ist für einen “offenen” 3D Drucker auch alles andere als zu laut. Er ist klar leiser als der Alfawise U30.

Probleme mit dem Verstopfen, Klemmen oder Ähnlichem hatte ich 0! Klar, ich habe bisher erst knapp über 1 Kg “verdruckt”, aber in dieser Zeit hatte der Drucker bei mir 0 Probleme gemacht. Ganz im Gegenteil, selbst Kleinigkeiten, beispielsweise wie gut sich Projekte am Ende vom Druckbett ablösen lassen, sind positiv hervorgestochen.

 

Druckqualität

Die Druckqualität des Creality Ender-3 V3 KE schwankt zwischen gut und sehr gut! Glatte Flächen sehen merkbar besser aus als bei meinem alten Alfawise U30, feine Details werden gut gedruckt, und gerade die ersten Schichten werden dank Auto Nivellierung sehr “sauber”.

Links KOKONI EC2, rechts Creality Ender-3 V3 KE

Überhänge können etwas durchhängen, wenn nicht sauber unterstützt, aber dies ist weitestgehend normal für solche 3D Drucker.

Kurzum, der Creality Ender-3 V3 KE produziert aus meiner Sicht sehr saubere und gute Ergebnisse.

 

Fazit

Der Creality Ender-3 V3 KE hat mir offen gesagt wieder etwas Freude am 3D Drucken gebracht. Warum?

Ganz einfach gesagt, der Ender-3 V3 KE funktioniert einfach gut und unproblematisch!

Der Aufbau ist super schnell gemacht und ich musste auch nichts nachjustieren. Dank Auto Nivellierung und Kalibrierung musst du auch nichts vor den Druckvorgängen manuell anpassen.

Du musst nichtmal Druckprojekte via USB Stick oder Speicherkarte auf den Drucker übertragen. Dank integriertem WLAN lassen sich Projekte einfach per Netzwerk an den Drucker senden.

Dabei machte die Creality Print Anwendung bei mir einen wirklich guten Job. Nicht nur als Slicer, sondern auch bei der Überwachung des Drucks und sogar beim Finden von Projekten zum Drucken.

Die Druckgeschwindigkeit ist mit 300 mm/s hoch und die Druckqualität überdurchschnittlich.

Kurzum, ich bin mit dem Creality Ender-3 V3 KE sehr zufrieden! Für rund 300€ bekommst du einen sehr komfortablen und problemlosen 3D Drucker, der einfach Spaß macht!

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

Immer noch aktuell! Eine Flut an fake Speicherkarten mit Versand durch Amazon? 256GB microSD Speicherkarten von Dawell, Karenon, Adamdsy im Test

Ich war bei Amazon auf der Suche nach einer günstigen 256GB microSD Speicherkarte. Hier bin ich auf Modelle von Dawell, Karenon und Adamdsy gestoßen. Während...

Powerstations, über 10 Modelle im Test, was gilt es zu beachten?

Powerstations haben in den letzten Monaten deutlich an Beliebtheit gewonnen. Egal ob nun als “Notfall-Generator” bei einem Blackout oder einfach als portable Energiequelle. Entsprechend...

Hat eine Hülle eine (negativen) Einfluss auf das kabellose Laden? Mit Messwerten!

Kabelloses Laden ist sehr komfortabel und angenehm. Leider ist kabelloses Laden aber auch deutlich langsamer und ineffizienter. Mehr dazu im Artikel “Welche Stromkosten verursachen...

Neuste Beiträge

QNAP Turbo Station TS-932PX im Test, 10 Gbit LAN + Annapurnalabs CPU

Mit der Turbo Station TS-932PX bietet QNAP ein spannendes NAS, für Nutzer die auf eine Mischung aus HDDs und SSDs setzen wollen. So bietet das...

Ein hervorragendes NAS Mainboard, für 150€ mit CPU! Topton NAS Motherboard N5105

Wenn du nach einem einfachen und günstigen Mainboard beispielsweise für ein NAS oder einen Home Server mit schnellen LAN Ports? Dann lohnt sich vielleicht ein...

Anker Prime 67W GaN im Test, ein herausragendes Ladegerät mit großer PPS Stufe

Mit dem A2669 oder auch „Prime 67W GaN“ bietet Anker ein sehr spannendes USB Ladegerät an. Dieses besitzt wie der Name schon sagt eine Leistung...

Wissenswert

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Wie schnell kann das iPhone 15 Pro wirklich Daten übertragen? (mit echter Messung)

Das neue iPhone 15 setzt erstmals auf einen USB C Port. Dieser erlaubt nicht nur das Nutzen von universellen Ladekabeln, sondern auch das schnellere...

Welche Powerbank Ende 2023 kaufen? Empfehlung und Vergleich

Powerbanks sind etwas extrem Praktisches und mittlerweile auch sehr universell einsetzbar. So können immer mehr Geräte via USB C laden, nicht nur Smartphones, Tablets,...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.