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OTCB Smart LiFePO4 Akku? Was ist das? Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart im Test

Die meisten LiFePO4 Akkus setzen auf ein sehr einfaches BMS Modul. Dieses kann alle Basic-Features, aber nicht viel darüber hinaus.

So gibt es bei diesen in der Regel keine Möglichkeit, mit dem BMS Modul zu „kommunizieren“. Dies macht einfach passiv im Hintergrund seinen Job.

Willst du mehr, dann musst du einen Akku mit Bluetooth BMS wählen. Wobei dies nicht ganz stimmt, es gibt auch ein “Mittelding”. Dieses hört auf den Namen “OTCB Smart LiFePO4 Batterie”.

So bietet der Power Queen Akku mit dem OTCB Smart BMS zwar kein Bluetooth, aber eine Status-Anzeige und generell ein höherwertiges BMS, welches auch eine Untertemperatur-Abschaltung mitbringt.

Schauen wir uns das Ganze einmal im Test an!

An dieser Stelle vielen Dank an PowerQueen für das Zurverfügungstellen des Akkus für den Test.

 

Die Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart LiFePO4 Batterie im Test

Das erste was mich an der Power Queen 100Ah Smart LiFePO4 Batterie überrascht hatte, waren die Abmessungen. So misst der Akku 27,4 x 20,65 x 20,5 cm, was weniger ist als die normalen 100Ah Akkus.

Zum Vergleich

  • Power Queen 100Ah Smart : 27,4 x 20,65 x 20,5 cm
  • Power Queen 100Ah : 32,9 x 17,2 x 21,4 cm

So ist der smarte Akku ein gutes Stück kürzer, dafür aber etwas höher und tiefer. Dennoch bleibt das Volumen mit 11599 cm3 (zu 12109 cm3) etwas niedriger. Erfreulich, dass die Smart BMS Version hier etwas kompakter ist.

Das Gewicht wiederum ist mit 11,27Kg (zu 11Kg) minimal höher.

Ansonsten haben wir das typische hochwertige Power Queen Design. Zudem liegt eine sehr gute, bebilderte, deutsche Anleitung mit im Lieferumfang.

Alleine hierdurch wirkt der Akku sehr wertig und vertrauenswürdig.

Als Anschlüsse haben wir die üblichen M8 Schrauben. Eine Besonderheit stellt allerdings eine Taste auf der Oberseite da, welche das BMS “aktiviert”.

 

Technische Daten

  • Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart LiFePO4 Batterie
  • 100Ah Kapazität
  • 1280Wh Energie
  • 12,8V Spannung
  • Ladespannung 14,4 +- 0,2V
  • Entladestrom Max 100A
  • Spitzen Entladestrom (5 Sekunden) bis zu 500A
  • Abmessungen 27,4 x 20,65 x 20,5 cm
  • Gewicht 11,27 Kg
  • Ladetemperatur 0 bis 50 Grad
  • Entlade Temperatur -20 bis 60 Grad

 

Was kann das Smart BMS?

In diesem Akku steckt ein “passives” Smart BMS. Dieses besitzt also kein Bluetooth oder Ähnliches!

PowerQueen bewirbt dies als Vorteil, denn du brauchst keine App oder Ähnliches. Anstelle dessen haben wir eine LED Statusanzeige. Ich kann dem so halb zustimmen.

Hast du dutzende Akkus zusammengeschaltet, sind Bluetooth BMS Module schon etwas nervig, da du zwischen allen Akkus hin und her schalten musst usw.

Allerdings liefert dir hier die Status-LED deutlich weniger Informationen. Je nach Art des Blinkens und der Farbe kannst Du sehen, was gerade der Status des Akkus ist.

  • Grün Leuchtend = Akku Eingeschaltet
  • Grün Blinkend = Akku niedrige Energie
  • Orange Leuchtend = BMS hat den Akku vor einem Kurzschluss, Überspannung, …. usw. geschützt
  • Rot Leuchtend = BMS Defekt
  • Rot Blinkend = Akku defekt

Das Smart BMS ist hier also eher ein “Diagnose-Tool”. Du kannst aber nicht den aktuellen Ladestand in % sehen oder Ähnliches, was bei Modellen mit Bluetooth BMS der Fall ist.

 

Was macht LiFePO4 Akkus so gut?

Warum sind LiFePO4 Akkus die beste Sache seit geschnittenem Brot? LiFePO4 Akkus haben zwei große Vorteile gegenüber Lithium Ionen Akkus.

  1. Eine besonders hohe Haltbarkeit
  2. Eine höhere Sicherheit
  3. Einfacheres Laden/Entladen

LiFePO4 Akkus erreichen in der Regel 3000+ Lade/Entladezyklen. Lithium Ionen Akkus schaffen meist nur 500-1000 Zyklen. LiFePO4 Akkus sind also 3-6x haltbarer.

Power Queen wirbt hier sogar mit 4000 – 15000 Zyklen!

  • 4000 Zyklen bei 100% Entladetiefe
  • 8000 Zyklen bei 80% Entladetiefe
  • 15000 Zyklen bei 60% Entladetiefe

Dies ist für einen LiFePO4 Akku ein besonders hohe Angabe, welche aber hinkommen kann.

Zudem können LiFePO4 Akkus im Gegensatz zu Lithium Ionen Akkuzellen nicht thermisch durchgehen. Das heißt, die Gefahr, dass ein Akku in Flammen aufgeht ist sehr gering, selbst wenn das BMS Modul und alle Sicherheitsfeature “scheitern”.

Ein LiFePO4 Akku kann weiterhin qualmen, dampfen, sich sehr stark erwärmen aber sie gehen nicht in Flammen auf, da sich diese Zellen nicht selbst entzünden können bzw. die Dämpfe nicht flammbar sind.

Ein weiterer Vorteil ist das viel einfachere Laden/Entladen. So sind LiFePO4 Akkus bei der Ladespannung etwas flexibler und stellen nicht ganz so präzise Anforderungen an das Ladegerät.

Dank des integrierten BMS ist der Akku auch generell gegen Überspannung, Unterspannung, Kurzschlüsse usw. geschützt.

Aber was sind die Nachteile?

  • LiFePO4 Akkus sind bei gleicher Kapazität ein Stück größer und schwerer als Lithium Ionen Akkus, daher findest du diese nicht in Smartphones usw.
  • LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden.

Dies sind aus meiner Sicht eher kleinere Nachteile.

 

Untertemperatur-Abschaltung

LiFePO4 Akkus darfst du nicht bei unter 0 Grad laden, ansonsten nimmt der Akku sofort Schaden!

Allerdings besitzen die meisten Akkus keinen aktiven Schutz gegen das Laden unter 0 Grad. Selbst die besseren Modelle haben oft nur einen Übertemperatur-Schutz.

Erfreulicherweise besitzt der Power Queen OTCB Smart Akku durchaus einen Untertemperaturschutz.

 

Wie testet Techtest LiFePO4 Akkus?

Die wichtigste Messung bei einem Akku ist die Kapazität. Hierfür lade ich zunächst den Akku am Xnvua 14,6V 20A LiFePO4 Ladegerät auf.

Anschließend wird dieser an einer elektronischen Last mit 10A und 20A entladen. Dabei logge ich sowohl die Kapazität wie auch die Spannung mit. Als elektronische Last kommt die DLB-600W zum Einsatz. Zum Mitloggen nutze ich einen ChargerLAB Power-Z Tester.

Diese Tests können mehrfach wiederholt werden, sollten Messwerte unplausibel erscheinen.

 

Die Kapazität

Kommen wir zur Messung der Kapazität des Akkus. Power Queen verspricht hier 100Ah, folgendes konnte ich messen:

Wh Ah
10A 1270.7 98.785
20A 1248.5 98.386
25A 1230.8 98.028

Hier muss ich gestehen etwas überrascht gewesen zu sein. In meinem Test kam der Akku “nur” auf rund 98,x Ah Kapazität. Dies ist aus meiner sicht “OK”, 98% der Herstellerangabe, damit kann ich leben.

Aber es ist schon einen Hauch schwächer, als ich es von vergleichbaren LiFePO4 Akkus kenne. Auch der reguläre “nicht Smarte” Power Queen 12,8V 100Ah Akku erreichte bei mir im Test rund 105,x Ah.

Entweder hat also die nicht Smarte Version einfach einen Hauch weniger nutzbare Kapazität oder ich habe ein Montagsmodell erwischt.

 

Spannungsverlauf

Der Spannungsverlauf der Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart ist durchaus interessant! Primär am Anfang des Entladevorgangs, denn die Leerlaufspannung des Akkus ist mit 12,9V sehr niedrig. Legst du aber eine Last an, springt diese auf 13,2V. Interessant, dass das BMS die Spannung des Akkus irgendwie drosselt.

Abseits davon haben wir aber den normalen Spannungsverlauf eines LiFePO4 Akkus. Heißt dieser ist sehr flach. Über 90% der Kapazität des Akkus spielt sich im Spannungsbereich 13,1V bis 12,8V ab.

Fällt die Spannung unter 12,8V, beginnt diese rapide zu sinken. Ganz deutlich wird dies ab 12,4V, ab wann diese praktisch ins Bodenlose fällt. Ab 12,4V ist der Akku effektiv leer.

 

Fazit

Der Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart ist ein guter LiFePO4 Akku. Allerdings würde ich diesen nicht jedem empfehlen.

Warum? Zum einen sorgt das Smart BMS für einen gewissen Aufpreis, zum anderen war die Kapazitätsmessung in meinem Test eher durchwachsen. So bot der Akku eine “echte” Kapazität von 98,xx Ah. Nicht schlecht, aber auch nicht fantastisch.

Der normale Power Queen 100Ah Akku ohne Smart BMS kam in meinem Test auf rund 105,x Ah, bei einem doch merkbar niedrigerem Preis.

Was spricht für den Akku? Die etwas kompakteren Abmessungen, das Semi Smarte BMS und die Untertemperatur-Abschaltung. Letztere kann viel Sinn machen, wenn du den Akku im Outdoor Bereich nutzt.

Das OTCB Smart BMS ist ein nettes Gimmick, allerdings aus meiner Sicht weniger nützlich als ein echtes Bluetooth Smart BMS. So zeigt dir das OTCB Smart BMS zwar den Systemstatus an, aber leider fehlt mir die Information über den aktuellen Akkustand, welche aus meiner Sicht die wichtigste Information ist. Du kannst aber sehen ob Beispielsweise der Unterspannungsschutz oder Kurzschlussschutz usw. ausgelöst haben.

Suchst du die Untertemperatur-Abschaltung, kompakten Abmessungen und kannst mit dem Smart BMS etwas anfangen (welches auch durchaus nützliche Informationen liefern kann), dann ist die Power Queen 12,8V 100Ah OTCB Smart LiFePO4 Batterie eine gute Wahl!

Ansonsten würde ich eher zum normalen Power Queen Akku mit 100Ah greifen, welcher die bessere Preis/Leistung liefert.

Die UGREEN Powerroam 1200 im Test, eine ziemlich perfekte Powerstation im Kampf gegen die Delta 2

UGREEN hat mit seiner Powerroam-Serie den Einstieg in die Welt der Powerstations gewagt. Das Spannendste hier ist zunächst die Zusammenarbeit mit BYD.

BYD wird dir vielleicht noch nichts sagen, aber dieser ist einer, wenn nicht sogar der größte und vor allem beste chinesischen Auto-Hersteller, welcher besonders auf den Bereich E-Mobilität und Akku-Technologien fokussiert ist.

So stammen die LiFePO4 Akkuzellen in der UGREEN Powerroam 1200 von einer Zusammenarbeit mit BYD. Entsprechend können wir hier großes, sowohl in punkto Kapazität wie aber auch Haltbarkeit erwarten.

Hinzu kommt eine technische Ausstattung mit der nur wenige andere Hersteller mithalten können! 2x 100W USB C Ports, 1200W Steckdosen, App Steuerung, 10 Jahre Haltbarkeit und vollständig ladbar in 1,5 Stunden.

Klingt doch gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die UGREEN Powerroam 1200 überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an UGREEN für das Zurverfügungstellen der Powerroam 1200.

 

Die UGREEN Powerroam 1200 im Test

UGREEN bewirbt die Powerstation mit einer Kapazität von 1024Wh. Für diese Kapazität ist die Powerstation mit 34 x 22 x 27 cm angenehm kompakt. Auch das Gewicht von 11,68 Kg passt. Damit ist diese +- auf dem Level der EcoFlow Delta 2.

Überrascht hat mich die generell sehr hochwertige Haptik! Die Powerroam 1200 ist eine der wertigsten Powerstations die ich bisher in den Fingern hatte.

So ist das Gehäuse schick durchgestylt und der verwendete Kunststoff wirkt einfach wertig. Hier können sich viele andere Powerstation Hersteller eine Scheibe abschneiden.

So würde ich die “Haptik” der Powerstation auf oder sogar über dem hohen Level von EcoFlow einstufen. Super!

Mit 11,68 Kg ist die Powerstationen zwar nicht extrem schwer, aber für einen besseren Transport besitzt diese auf der Oberseite einen Handgriff. Dieser ist auch gut gemacht, steht aber etwas hervor. Hierdurch kannst du nicht auf die Powerstation stellen. Du könntest lediglich ein Smartphone oder Ähnliches unter den Handgriff legen.

Die Anschlüsse sind über die Front und die Seiten der Powerstation verteilt. Ebenso finden wir auf der Front ein relativ großes Display. +

 

Anschlüsse der Powerroam 1200

Die Anschlüsse der Powerroam 1200 sind über drei Seiten verteilt. Auf der Front finden wir die DC Anschlüsse, auf der rechten Seite die Steckdosen und auf der linken Seite die Eingänge.

  • 2x 100W USB C Power Delivery
  • 2x 18W USB A Quick Charge Ports
  • 1x Zigarettenanzünder Ausgang 12V/10A
  • 2x DC5521 12V/10A Ausgänge
  • 2x 230V Steckdosen 1200W (3000W kurzzeitig)

Die UGREEN Powerroam 1200 bietet alles was Du dir wünschen kannst! Wir haben jede Menge DC Ausgänge inklusive zwei 100W USB C Ports wie auch zwei Steckdosen mit bis zu 1200W bzw. 3000W kurzzeitig.

Die Eingänge der Powerroam 1200 sind auf der linken Seite unter einer Klappe versteckt. Hier haben wir folgendes:

  • 230V AC Eingang
  • XT60 DC Eingang

Das AC Netzteil ist bereits in der Powerroam 1200 integriert, klasse! Du musst kein gesondertes Netzteil mit dir herumschleppen, welches dann verloren geht usw. alles ist bereits in der Powerstation integriert.

Du muss diese lediglich mit einem Standard AC Kabel mit der Steckdose verbinden. Auch auf Seiten des DC Eingangs haben wir einen Standard XT60 Eingang.

 

Das Display

Wie die meisten Powerstations besitzt auch die UGREEN Powerroam 1200 ein Display.

Dieses kann dir folgende Informationen anzeigen:

  • Akkustand in %
  • Leistung in Watt Eingang
  • Leistung in Watt Ausgang
  • Verbliebene Lade/Entladedauer
  • Welche Anschlüsse gerade aktiv sind

 

Mit WLAN und Bluetooth

Spannenderweise ist in der Powerroam 1200 sowohl ein WLAN wie auch Bluetooth Modul verbaut. Du kannst also die Powerstation mit der UGREEN App verbinden und Leistungswerte sehen, wie auch anpassen.

Die UGREEN App macht dabei einen sehr guten Eindruck! Du kannst in dieser die aktuellen Live Werte sehen, wie viel leistung in/aus der Powerstation geht, wie der Ladestand ist, welche Anschlüsse aktiv sind usw.

Du kannst auch Anschlüsse aus der Ferne ein/ausschalten.

In den Optionen kannst Du noch das Ladetempo für den DC Eingang anpassen und einige Einstellung vornehmen. Was mir noch fehlen würde, wäre die Möglichkeit das AC Ladetempo zu drosseln und den maximalen Ladestand zu limitieren.

Aber auch schon so macht die App eine sehr guten Eindruck.

 

Wie testet techtest.org Powerstations?

Ich habe für Techtest.org Dutzende Powerstations getestet. Neben der ersten optischen und haptischen Betrachtung und Einschätzung nimmt vor allem das Testen der Kapazität viel Zeit ein.

Hierbei lade ich die Powerstation wahlweise über das beiliegende Netzteil oder via KFZ Netzteil zunächst auf. Dies meist an einer kleinen Off-Grid Solaranalge im Techtest-Büro, um ein wenig Energie zu sparen.

Anschließend entlade ich die Powerstation über die diversen Ports und Anschlüsse, lade sie wieder usw. Dabei messe ich die Energie (in Wh), welche ich aus der Powerstation entnehmen kann, ehe diese sich abschaltet. Diese Messungen wiederhole ich bei unterschiedlichen Leistungsstufen, an AC und DC Ports usw.

Während des Tests wird so eine Powerstation zwischen 5 und 15 Zyklen hergestellt.

Als Messgerät für die AC Messungen kommt das UNI-T UT230B-EU zum Einsatz, wie auch das ATORCH AC3680W. Für die DC Messungen nutze ich die ATORCH DLB-600W 200V 40A DC Elektronische Last und weitere Messgeräte wie das Power-Z KM003C oder das ATORCH AT24.

Parallel teste ich, ob die verschiedenen Anschlüsse auch ihre Leistungswerte einhalten können. Zudem logge ich Ladezeiten und benötigte Energie für das Laden zwischen den einzelnen Entladevorgängen mit, um später die Ladeeffizienz berechnen zu können.

Anschließend folgt ein Praxis Test, wie auch ein Test der “USV” Eigenschaften.

 

Akkutechnologie der Powerroam 1200

Die Powerroam 1200 nutzt einen LifePO4 Akku von BYD, dem größten chinesischen Elektro-Autohersteller. Entsprechend ist hier mit einer überdurchschnittlich hohen Akkuqualität zu rechnen.

Im Kern nutzt die Powerstation aber einen LifePO4 Akku, mit allen Stärken und Schwächen dieser Technologie.

Starten wir mit den beiden großen Stärken, Haltbarkeit und Sicherheit.

LifePO4 Akkus haben eine deutlich höhere Haltbarkeit als klassische Lithium Ionen Akkus. Letztere kommen auf 300-1000 Lade/Entladezyklen. LifePO4 Akkus hingegen schaffen 3000+ Zyklen.

Mit genau solchen 3000+ Zyklen wirbt UGREEN auch. So soll die Powerstation nach diesen 3000 Zyklen immer noch 80% der originalen Kapazität besitzen.

Hierdurch kannst Du mit einer Lebenserwartung von +- 10 Jahren rechnen!

Zudem können sich LifePO4 Akkus nicht selbst entzünden. Natürlich besitzt eine Powerstation wie die Powerroam 1200 diverse Schutzfunktionen, gegen Kurzschlüsse usw.

Allerdings selbst wenn diese völlig versagen und es einen internen Kurzschluss geben sollte, dann fangen LifePO4 nur extrem schwer Feuer. Lithium Ionen Zellen sind hier um einiges gefährlicher.

LifePO4 Zellen sind also sicherer und haltbarer, was sind aber die Nachteile?

LifePO4 Zellen sind bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium Ionen Zellen, weshalb diese beispielsweise in Smartphones und Notebooks nie zum Einsatz kommen werden.

Ebenso sind diese etwas teurer und dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden.

Unterm Strich bevorzuge ich LifePO4 Zellen in Powerstations ganz klar!

 

Wie hoch ist die echte Kapazität der UGREEN Powerroam 1200?

UGREEN wirbt bei der Powerroam 1200 mit einer Kapazität von 1024Wh. Ich habe die an diversen Anschlüssen und Last Situationen getestet. Folgendes konnte ich messen:

Wh % der HA
USB C 100W 898.65 88%
DC 12V/5A 841.7 82%
AC 200W 834 81%
AC 1200W 844 82%

Bei mir schwankte die Echte Kapazität der Powerstation zwischen 834 Wh und 899 Wh. Dies entspricht 81% bis 88% der Herstellerangabe.

Dies ist ein guter, aber auch nicht absolut fantastischer Wert. Warum sind 81% bis 88% gut? Die Herstellerangabe bei Powerbanks und Powerstations bezieht sich immer auf die verbauten Akkuzellen.

So werden hier 1024Wh Akkuzellen verbaut sein. Allerdings muss deren Spannung beim Entladen gewandelt werden. So hat das Akkupack in der Powerroam 25,6V, entsprechend muss die Spannung für die DC Ports abgesenkt werden und für die AC Ports angehoben werden. Dies geschieht nicht zu 100% Effizient, was für alle Power Stations gilt! 80-90% “echte” Kapazität ist hier normal.

Starke USB C Ports

Falls Du ein Notebook besitzt, welches via USB C laden kann, dann solltest Du wenn möglich auch die USB C Ports der Powerstation nutzen. Diese sind deutlich effizienter als wenn Du das reguläre Notebook Netzteil über die Steckdose verwendest.

Die UGREEN Powerroam 1200 besitzt zwei 100W USB C Ports. Viel mehr Leistung geht also gar nicht mehr! Diese beiden 100W Ports bieten:

  • 5V/3A
  • 9V/3A
  • 12V/3A
  • 15V/3A
  • 20V/5A

Zudem unterstützten beide Ports auch den PPS Stadnard. Allerdings haben wir hier “nur” eine bis 3A Range, 3,3-21V bei bis zu 3A, was aber auch schon ordentlich ist.

Hierdurch sollten die USB C Ports nicht nur sehr gut mit Notebooks, wie den Apple MacBooks oder Dell XPS Modellen, klar kommen, sondern auch mit allen gängigen Smartphones, wie den iPhones, Google Pixel und Samsung Galaxy S Modellen.

Die beiden USB C Ports lassen sich auch gleichzeitig mit 100W nutzen! Dem gleichzeitigen Laden von zwei großen Notebooks seht also nichts im Weg.

 

Steckdosen

Die Steckdosen der Powerroam 1200 können konstant bis zu 1200W und kurzzeitig bis zu 3000W liefern. In meinem Test funktionierten die Steckdosen mit aller Art von Geräten Problemlos, egal ob es sich dabei um Ladegeräte, PCs, Lampen usw. handelte.

Allerdings gab es in kombination mit einem meiner PCs doch eine auffälligkeit. So erzeugte das Netzteil des PCs an der Powerstation ein leichtes Spulenfiepen, welches bei einem direkten Betrieb an der Steckdose nicht der Fall ist.

Funktional gab es keine Einschränkungen, zeigt aber, dass die Spannung vermutlich nicht ganz so sauber ist wie aus der Steckdose.

 

Als USV nutzbar? (Ja)

Du kannst die UGREEN Powerroam 1200 gleichzeitig Laden und Entladen. Dabei ist es auch möglich diese als USV zu nutzen.

Verbindest Du die Powerstation mit der Steckdose und dann ein Gerät über die Steckdosen an der Powerstation, wird anscheinend die Last einfach “durchgeschliffen”. Es scheint keine Wandlung zu geben.

100W 94%
300W 97%

Das erklärt auch die sehr hohe Effizienz von 94%+ im USV Betrieb. Die Powerstation nimmt im USV Betrieb einfach immer 7-8W mehr auf als das angeschlossene Gerät benötigt. Es wird auch auf dem Display keine Last angezeigt.

Erfreulicherweise scheinen aber die Umschaltzeiten beim Umschalten auf den Akkubetrieb soweit OK zu sein. In meinem Test lief beim Abziehen des Netzkabels mein PC und auch ein ASUSTOR NAS einfach weiter. Es kann aber natürlich immer Geräte geben welche hier super sensibel sind, aber Prinzipiell halte ich die Powerstation gut als USV einsetzbar.

 

Ladetempo der UGREEN Powerroam 1200

Die UGREEN Powerroam 1200 besitzt zwei Eingänge, einen AC Eingang und einen XT60 DC Eingang.

Über den AC Eingang kannst Du die Powerstation einfach mit der Steckdose verbinden und laden. Der XT60 Eingang erlaubt hingegen ein Laden an einem Zigarettenanzünder oder Solarpanels.

Übersicht Lademöglichkeiten:

  • An einer Steckdose mit bis zu 1200W
  • An einem Zigarettenanzünder mit bis zu 96W (12V/8A)
  • An einem Solarpanel mit maximal 400W (12-48V bei maximal 15A)

An einer Steckdose soll die Powerstation mithilfe des Integrierten Netzteils mit bis zu 1200W laden, was ein sehr beachtlicher Wert wäre!

Und diesen kann ich auch +- bestätigen! Im Test konnte die UGREEN Powerroam 1200 mit bis zu 1150W laden.

Dies resultiert in einer Ladedauer von gerade einmal 1:08h, was für solch eine Powerstation wahnsinnig schnell ist!

Alternativ ist es möglich die Powerstation einfach an einem Zigarettenanzünder zu laden. Hier kannst Du aber mit einer Ladedauer von 11-12 Stunden rechnen.

Etwas flotter geht’s via Solar. Hier akzeptiert die UGREEN Powerroam 1200 generische Solarpanels mit einer Spannung von 12-48V. Du brauchst hier also kein spezielles Solarpanel, gegebenenfalls nur ein MC4 auf XT60 Adapterkabel, welches aber breit verfügbar ist. An solchen Solarpanels kann die Powerstation dank MPPT Lade Controller mit bis zu 400W laden, sofern es das Solarpanel und das Licht zulässt.

 

Ladeeffizienz

Eine Ladung an der Steckdose benötigt ca. 1165 Wh Energie. Dies ergibt eine Ladeeffizienz von 77% im besten Fall und 72% im schlechtesten Fall.

Keine überragenden Werte, aber diese passen.

 

Lüfter und Spulenfiepen

Auch in dieser Powerstation findet sich ein Lüfter. Dieser ist allerdings, wenn er anspringt, sehr leise!

Allerdings hatte meine UGREEN Powerroam 1200 beim Laden mit dem vollen Tempo ein deutlich hörbares Spulenfiepen. Wichtig, nur beim Laden, nicht beim Entladen. Ein kleiner Schönheitsfehler.

 

Fazit

Die UGREEN Powerroam 1200 ist gemeinsam mit der EcoFlow DELTA 2 die beste Powerstation in der +- 1000 Wh Klasse!

An der UGREEN Powerroam 1200 haben sich sämtliche Flaggschiff Powerstations zu messen, denn UGREEN hat hier einfach alles richtig gemacht. Es gibt hier praktisch nichts was zu verbessern wäre.

  • Gute Kapazität mit bis zu 898,65 Wh in der Praxis
  • Sehr leistungsstarke und gute Steckdosen
  • 2x 100W USB C Ports und 2x USB A
  • Sehr gutes Display
  • App Support (WLAN und Bluetooth)
  • Extrem schnelles Laden an der Steckdose (0% auf 100% in 1:08h)
  • Flexibles DC Laden an z.B Solarpanels (mit bis zu 400W)
  • Kompaktes und wertiges Design
  • LifePO4 Akkuzellen

Beginnen wir beim Akku. UGREEN verspricht 1024Wh und liefert praktisch nutzbar ca. 898 Wh, was passt! Damit bietet die Powerroam 1200 ca. die gleiche Kapazität wie die DELTA 2. Auch hier haben wir die guten und haltbaren LifePO4 Akkuzellen. Hinter diesen steht sogar mit BYD ein großer Hersteller!

Auch an der Anschlussvielfalt ist nichts auszusetzen. Wir haben zwei starke Steckdosen, diverse DC Ausgänge und die beiden 100W USB C Ports.

Beeindruckend ist aber auch das Ladetempo. Du kannst die Powerstation in 1:08h von 0% auf 100% bringen, was wahnsnnig schnell ist! Aber auch das Laden an Solarpanels kann mit bis zu 400W recht flott gehen. Damit nutzt die Powerstation den „Standard“ XT60 Eingang.

Hinzu kommen noch abrundend das gute Display, der App Support usw. hinzu.

Wir sind also um einiges schneller durch, wenn wir darüber reden, was mir nicht an der UGREEN Powerroam 1200 gefällt.

Beim Laden mit 1200W hatte diese bei mir ein recht deutliches Spulenfiepen, was lauter war als der verbaute Lüfter. Das ist alles. Ansonsten ist nichts an der Powerstation auszusetzen.

Wenn Du also eine Powerstation in der 1000Wh Klasse suchst, ist die UGREEN Powerroam 1200 das beste Modell, das Du derzeit kaufen kannst!

UGREEN Powerroam 1200
POSITIV
Gute Kapazität mit bis zu 898,65 Wh in der Praxis
Sehr leistungsstarke und gute Steckdosen
2x 100W USB C Ports und 2x USB A
Sehr gutes Display
App Support (WLAN und Bluetooth)
Extrem schnelles Laden an der Steckdose (0% auf 100% in 1:08h)
Flexibles DC Laden an z.B Solarpanels (mit bis zu 400W)
Kompaktes und wertiges Design
LifePO4 Akkuzellen
NEGATIV
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Der UPERFECT UMax 18 im Test, großer externer und portabler Monitor

Aufgrund der stark steigenden Beliebtheit von Notebooks hat das Interesse an sogenannten portablen Monitoren auch stark zugenommen.

Portable Monitore sind im Kern Notebook Displays, welche in ein eigenes Gehäuse gepackt wurden und sich einfach via USB C / HDMI mit einem beliebigen Endgerät verbinden lassen.

Dies ist in vielen Situationen extrem praktisch, denn ein 2. Monitor kann die Produktivität stark verbessern.

In diesem Artikel soll es um einen recht großen “portablen” Monitor gehen, den UPERFECT UMax 18.

Wie der Name schon sagt handelt es sich bei diesem um einen 18 Zoll externen Monitor, ideal für die Nutzung daheim im Büro, auf dem Küchentisch oder im Hotelzimmer.

Wollen wir uns einmal ansehen, wie gut dieser ist, wie er funktioniert und ob die Bildqualität taugt!

An dieser Stelle vielen Dank an UPERFECT für das Zurverfügungstellen des UMax 18 für diesen Test.

 

Der UPERFECT UMax 18 im Test

Im Kern handelt es sich beim UMax 18 um ein Notebook-Display, welches von UPERFECT mit passendem Steuerungsboard in ein entsprechendes Gehäuse gepackt wurde. An sich also ein einfaches Prinzip, das aber in der Praxis gar nicht so leicht gut umzusetzen ist.

Mit einem 18,5 Zoll Panel ist der UMax 18 schon ein etwas größeres Modell. So misst das Gehäuse 252 x 425 mm und ist gerade einmal 12 mm dick. Damit ist der Monitor dünner als ein normales Notizbuch.

Dabei ist im unteren Teil des Gehäuses ein “Kickstand” integriert. Hierbei handelt es sich um einen Bügel, welchen du zum Aufstellen hochklappen kannst. Dieser Bügel ist aus Metall und macht einen wertigen Eindruck!

Allerdings kannst du mit diesem den Monitor nur in einem “nach hinten” gekippten Winkel aufstellen.

Spannenderweise verfügt der UMax 18 aber auch über Vorbohrungen für eine VESA Halterung 75 x 75 mm. Du könntest den Monitor als auch stationär an einem Monitorarm nutzen.

 

Anschlüsse des UMax 18

Die Anschlüsse des UMax 18 sind etwas versteckt hinter dem Standfuß angebracht. Du musst den Standfuß also ausklappen um an die Ports zu kommen (dieser lässt sich auf Wunsch auch komplett flach nach oben klappen).

Dort finden wir:

  • 2x USB C
  • 1x mini HDMI
  • 1x 3,5mm Audio Ausgang

Dies ist an sich eine brauchbare Ausstattung. Etwas schade, dass wir nur mini-HDMI haben, aber aus Platzgründen kann ich die Entscheidung verstehen. Der Hersteller legt auch ein passendes Adapterkabel auf den normalen HDMI Anschluss bei.

 

Eine “Einkabellösung”

Sofern dein PC/Notebook einen USB C Port mit Display Ausgang hat, kannst du den UPERFECT UMax 18 mit einem Kabel verbinden.

So wird der Monitor via USB C mit Strom und Display Signal versorgt. Nutzt du den HDMI Eingang, dann musst du den Monitor zusätzlich über einen der USB C Ports mit Strom versorgen.

Allerdings nutzt du zusätzlich ein USB Kabel für die Stromversorgung, dann kann der Monitor heller werden. Dazu später mehr.

 

Funktioniert sogar mit dem iPad

Ich habe den UPERFECT UMax 18 an diversen Windows Notebooks, wie auch dem Apple MacBook Pro 13 M1 getestet. An allen Geräten funktionierte der Monitor tadellos.

Aus Spaß habe ich diesen auch an einem iPad Pro 11 M1 getestet und auch hier funktionierte er!

 

Lautsprecher im UMax 18

Im Monitor sind auch zwei Lautsprecher verbaut. Wenig überraschend sind diese “überschaubar”.

An sich geht die Klangqualität in Ordnung, aber die Lautsprecher sind recht leise. Ich gehe ganz klar davon aus, dass dein Notebook bessere Lautsprecher hat. Im Notfall sind diese aber in einer leisen Umgebung brauchbar.

 

Technische Daten

  • 18,5 Zoll Panel
  • IPS
  • Full HD 1920 x 1080 Pixel
  • 300 cd/m² Helligkeit
  • 120 Hz
  • 100 % sRGB
  • 2 Lautsprecher 8Ω 1W

 

Schärfe

Direkt gesagt, der UMax 18 ist nicht der schärfste Monitor. Full HD auf 18,5 Zoll geht in Ordnung, ist aber auch nicht überragend. Wie sehr dies auffällt, hängt etwas von deinem Notebook ab.

Hast Du ein 4K 17 Zoll Notebook, dann fällt natürlich die niedrigere Schärfe des UMax 18 deutlich auf. Hast Du ein 17 Zoll Notebook mit Full HD Panel, dann wirkt das Display “normal”.

Es kommt hier also darauf an, mit was für einem Notebook du den UMax 18 kombinierst.

 

Helligkeit, unterschiedlich je nach Anschluss

Die maximale Helligkeit des UPERFECT UMax 18 schwankt je nach Quelle der Stromversorgung. Verbindest du den Monitor nur mit einem USB C Kabel, wird dieser nicht so hell, wie wenn du ein gesondertes Netzteil nutzt.

Nur via USB-C verbunden erreicht der Monitor eine maximale Helligkeit von 114 cd/m². Dies ist nicht viel! Bei einer reinen Indoor Anwendung kann es ausreichen, zumal der UMax 18 entspiegelt ist, aber in schwierigen Umgebungen benötigst du eine gesonderte Stromversorgung.

Mit deren Hilfe erreicht der Monitor immerhin bis zu 239,5 cd/m². Dies ist auch nicht überragend viel, aber ausreichend für die meisten Situationen.

 

Farbraumabdeckung

Der UPERFECT UMax 18 erreichte in meinem Test 97% sRGB Farbraumabdeckung, 75% AdobeRGB und 76% DCI-P3.

Dies sind mehr als solide Werte, über die wir uns nicht beschweren können.

Lediglich die Kalibrierung ist vom Werk aus etwas wild. Beim normalen Arbeiten kein Problem, hier wirkt das Bild sehr passend, aber für „farb kritische“ Aufgaben ist der UPERFECT UMax 18 nur bedingt geeignet.

 

Kontrast

Beim Kontrast gibt es wenig Spannendes zu berichten. Wir haben ein IPS Panel und wie die meisten IPS Panel kommt auch der UMax 18 auf +- 1000:1. Genau genommen konnte ich 920:1 messen.

 

Stromversorgung

Du hast im Kern zwei Optionen den UPERFECT UMax 18 mit Strom zu versorgen. Du kannst diesen via USB C mit Strom und Daten gleichzeitig versorgen oder du kannst den zweiten USB C Port für eine gesonderte Stromverbindung nutzen.

Als zweite Stromquelle kannst du ein USB Power Delivery Ladegerät nutzen oder ein USB A zu C Kabel.

Bei einer reinen “ein Kabel USB C Verbindung” benötigt der Monitor maximal 6,42W. Bei einer zusätzlichen Stromquelle kann dieser bis zu 11,32W aufnehmen. Dies ist durchaus ein gutes Stück mehr und erklärt auch gut die höhere maximale Helligkeit.

 

Fazit

Ein zweiter Monitor kann die Produktivität massiv steigern! Dies gilt auch bzw. sogar besonders für die Notebook-Nutzer unter Euch.

Der UPERFECT UMax 18 ist hier aufgrund des Preises und der Größe eine interessante Option. 18,5 Zoll ist schon eine ordentliche Größe und der Preis von rund 250€ wirkt auf mich fair.

Gerade da der Monitor auch wunderbar schlank ist und der Standfuß mit “Kickstand” gut funktioniert. Für eine stationäre Nutzung haben wir sogar eine VESA Halterung Kompatibilität.

Qualitativ ist der Monitor soweit gut, wenn auch nicht außergewöhnlich. Wir haben eine Full HD Auflösung, IPS Panel mit ordentlichen Kontrasten, 97% sRGB Farbraum und eine Helligkeit von maximal 240 cd/m².

Letztere erreichen wir aber nur mit einer “externen” Stromversorgung. Nutzt Du nur ein USB C Kabel für die Verbindung, reduziert sich die Helligkeit auf 114 cd/m².

Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Helligkeit gewünscht, aber für eine Innennutzung geht dies in Ordnung. Pluspunkte gibt es für die 120Hz, wodurch das Bild sehr schön flüssig erscheint. Auch war die Nutzung generell sehr unproblematisch und klappte mit meinen Windows Notebooks wie auch MacBook Pro tadellos.

Kurzum, du suchst einen größeren semi-portablen Monitor für das flexible und produktive Arbeiten und dir reicht die Full HD Auflösung, dann ist der UPERFECT UMax 18 ein ordentliches Modell.

Die beste Powerbank von UGREEN! Die UGREEN 145W Powerbank mit 25000mAh im Test

UGREEN bietet mit der PB205 eine sehr interessante Powerbank, welche über 145W Ausgangsleistung wie auch eine Kapazität von 25000mAh verfügt.

Damit ist diese bereits auf dem Papier eine super interessante Powerbank! Diese gehört klar zu den Flaggschiff-Modellen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die UGREEN PB205 hier auch ihre 150€ Kaufpreis wert? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Steller vielen Dank an UGREEN für das Zurverfügungstellen der Powerbank für diesen Test.

 

UGREEN PB205 145W Powerbank mit 25000mAh Kapazität im Test

UGREEN gehört zu den Herstellern, die sich in den letzten Jahren am stärksten gewandelt haben. Früher war UGREEN eher ein “günstiger” Hersteller, aber gerade mit der Nexode Netzteil Serie haben diese den Sprung in die Königsklasse geschafft.

Die UGREEN 145W 25000mAh Powerbank ist zunächst optisch passend gestaltet. So besitzt die Powerbank ein sehr schickes silbernes Kunststoffgehäuse. Dieses wirkt sehr wertig und fasst sich auch gut an.

Mit 160 x 81 x 27 mm und einem Gewicht von 508g ist die UGREEN PB205 sicherlich kein absolutes Leichtgewicht, aber für eine 100W Powerbank auch nicht zu groß oder schwer, ganz im Gegenteil.

An der Seite der Powerbank finden wir einen kleinen Schalter, welcher ein Display aktiviert, das dir den Ladestand anzeigt. Leider haben wir hier aber kein Leistungsdisplay, wie bei einigen anderen High End Powerbanks.

 

Anschlüsse, 100W + 45W

Die UGREEN PB205 besitzt 2x USB C und 1x USB A.

  • USB C 1 – 100W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – 45W Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB A – Quick Charge 3.0 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Bei der Powerbank handelt es sich nicht um ein Modell, welches über einen USB C Port 140/145W ausgeben kann, entsprechend haben wir hier noch nicht die neue 28V Spannungsstufe. Der leistungsstärkste USB C Port besitzt die gängige maximale Leistung von 100W.

100W ist aber schon sehr viel und reicht für praktisch alle Notebooks aus, von Smartphones und Tablets ganz zu schweigen.

Neben dem 100W USB C Port haben wir einen zweiten 45W Port. Spannenderweise kann die Powerbank beide Ports gleichzeitig voll versorgen! Daher die Angabe 145W Leistung.

Du könntest hier also theoretisch ein großes Notebook + ein kleines Notebook gleichzeitig mit dem vollen Tempo laden, super!

Zusätzlich haben wir noch einen 18W Quick Charge Port, der immer ganz praktisch für ältere Geräte ist.

 

Kein PPS

Etwas überrascht hat mich das Fehlen von PPS bei der UGREEN PB205. Normalerweise ist UGREEN bei sowas immer extrem gut und unterstützt viele (auch optionale) Standards.

Allerdings unterstützen beide USB C Ports kein PPS. Schlecht wenn du ein Samsung Galaxy S Smartphone hast, ansonsten aber weitestgehend egal.

 

100W bis 29%

Viele 100W Powerbanks können die Leistung von bis zu 100W nicht konstant liefern. Dies hat oft einen von zwei Gründen.

  1. Übertemperatur
  2. Niedriger Akkustand

Auch die UGREEN PB205 145W Powerbank kann nicht konstant 100W liefern! Allerdings nicht aufgrund von Temperatur-Problemen.

Die Powerbank drosselt ihren USB C Port sobald der Akku +- 29% erreicht. Allgemein, sobald die Powerbank 29% erreicht, werden die USB PD Ports einmal kurz zurückgesetzt und auf 65W gedrosselt.

Aus meiner Sicht ist eine Drosselung von 100W bei 29% Restkapazität auf 65W kein übermäßiges Drama.

Warum macht die Powerbank dies? Hier kann ich nur Vermutungen aufstellen. Vermutlich wird dies mit dem Verhältnis aus Spannung und Strom zusammenhängen. Wenn die Akkuzellen leerer werden, sinkt ihre Spannung. Um dennoch die Ausgangsleistung gleich zu halten, muss entsprechend der Strom steigen, was die interne Elektronik mehr belastet. Umso niedriger die Spannung der Akkuzellen ist, umso stärker dieser Effekt.

 

Die Kapazität

UGREEN verspricht eine Kapazität von 25000 mAh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der Ha
5V/1A 74.29 20077 80%
9V/1A 77.94 21064 84%
9V/3A 80.35 21715 87%
20V/1A 75.68 20453 82%
20V/3A 79.57 21505 86%

Im Test schwankte die Kapazität der UGREEN PB205 zwischen 20077 mAh und 21714 mAh. Dies entspricht 80% bis 87% der Herstellerangabe, was soweit Ok ist.

Es ist bei Powerbanks leider normal, dass diese nicht 100% der Herstellerangabe erreichen. Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Diese werden auch hier vermutlich 25000 mAh besitzen. Allerdings musst die Spannung der Zellen für die USB Ports gewandelt werden, was niemals zu 100% effizient geschieht.

In der Regel kannst Du bei einer normalen Powerbank mit einer Kapazität im Bereich 80-90% der Herstellerangabe rechnen. Damit fällt die UGREEN in den normalen Rahmen.

Bedenke aber auch, dass dein Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hier gehen auch noch mal 10-30% Energie verloren, für welche die Powerbank nichts kann.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel ++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Grundsätzlich eignet sich die Powerbank zunächst wunderbar für größere Geräte. Beispielsweise die Apple MacBooks, Dell XPS und andere via USB C ladbare Notebooks.

Aber auch für iPads, die Nintendo Switch oder das Steam Deck ist die Powerbank sehr gut geeignet.

Auf Seiten von Smartphones würde ich diese für die Apple Modelle empfehlen. Für Samsung Smartphones ist sie mangels PPS nicht optimal. Wobei das nur bedingt stimmt, natürlich wird die Powerbank auch Samsung Smartphones zuverlässig laden, aber halt mit maximal 14W, also je nach Modell nicht zwingend dem vollen Tempo.

 

Ladedauer der UGREEN PB205

Die UGREEN PB205 kann laut Hersteller mit bis zu 65W laden. Diesen Wert kann ich an einem entsprechenden USB PD Ladegerät mit 65W oder mehr auch bestätigen. Maximal waren hier ca. 65,8W möglich.

Eine vollständige Ladung dauerte so ca. 2 Stunden, was angenehm flott ist. Du kannst die Powerbank auch an normalen USB A Ladegeräten (5V/2,4A) laden, hier dauert das Laden mit 13 Stunden aber erheblich länger.

 

Ladeeffizienz der UGREEN PB205

Effizientere Elektronik wird immer wichtiger, wie steht es hier um die UGREEN PB205?

Beim Laden via USB PD benötigte die Powerbank rund 93,2 Wh für eine 0% auf 100% Ladung. Via USB A 5V war es mit 108,1 Wh ein gutes Stück mehr. Das schnellere Laden via USB PD ist also effizienter.

Im besten Fall Im schlechtesten Fall
USB C PD 86% 80%
USB A 5V 74% 69%

Hier heraus ergibt sich eine Effizienz von bis zu 86%, was ein spitzen Wert ist! Im worst Case können es aber auch nur 69% sein, was aber auch gar nicht so mies für eine Powerbank ist.

 

Fazit

Die UGREEN PB205 ist eine gute Powerbank, für Notebooks und Apple Nutzer! Die Kombination aus hoher Kapazität (25000 mAh) und 100W + 45W USB C Ausgängen kann durchaus überzeugen.

So ist es prinzipiell möglich ein großes MacBook und iPad gleichzeitig mit dem vollen Tempo zu laden, was nicht bei allen Powerbanks geht, genau genommen geht dies nur bei den wenigsten Modellen.

Dabei ist die Powerbank für die Kapazität von 25000 mAh und die hohe Ausgangsleistung auch angenehm kompakt.

Allerdings ist die UGREEN PB205 auch nicht perfekt! So fehlt dieser etwas überraschend der PPS Standard, was die Powerbank für Samsung Smartphone Besitzer etwas uninteressanter macht. Auch drosselt sich der 100W USB C Port ab 29% Restkapazität auf 65W herunter, was aber auch kein großes Drama ist.

UGREEN Nexode Power Bank 145W Max 25000mAh externer Akku mit...

  • Gute Portausstattung
  • Zwei High Power Geräte gleichzeitig (100+45W)
  • Wird sehr schnell geladen (0% auf 100% in 2h)
  • Hohe Ladeeffizienz
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Schickes Design
  • Hohe Kapazität
  • Kein PPS
  • Nicht konstant 100W

Dennoch ist die UGREEN PB205 eine wertige und spannende “Notebook” Powerbank. Ob ich diese voll empfehlen kann, hängt aber vom jeweiligen Tagespreis ab. Regulär will UGREEN 150€ für diese haben. In einem Vakuum sicherlich ok, aber bei diesem Preis würde ich vermutlich die Anker 737 vorziehen. Zum Zeitpunkt dieses Tests ist die Powerbank aber auf rund 120€ reduziert, mit 20€ Gutschein, womit diese wieder sehr attraktiv ist! Schau also was diese kostet, bei 120€ und weniger kann ich sie mit gutem Gewissen empfehlen!

Tipp: KAIWEETS ES20, Feinmechaniker Set mit elektrischem Schraubendreher zum fairen Preis

Ich habe einen recht großen Verschleiß an Werkzeug und Bits, nicht zuletzt da ich gerade Bits gerne verlege… Daher muss ich regelmäßig neue Bitsets usw. kaufen.

Normalerweise würde ich hier immer zu den iFixit Modellen raten, auch einfach da iFixit viel für die Reparatur-Community macht. Allerdings sind die iFixt Toolkits auch recht teuer.

Ich bin nun über das KAIWEETS ES20 Set gestolpert. Dieses ist mit 45,99€ (zum Zeitpunkt des Tests) auch alles andere als günstig, hat aber einen spannenden Lieferumfang.

So liegen neben diversen Bits auch ein elektrischer Schraubendreher mit im Lieferumfang. Letztere sind sehr cool und haben auch einen Wert von 20-30€, was dieses Set preislich wieder sehr spannend macht.

In diesem kleinen Artikel möchte ich dir einfach das KAIWEETS ES20 Set kurz vorstellen und “empfehlen”.

 

Fantastischer Lieferumfang!

Sicherlich die größte Stärke dieses Sets ist der pure Lieferumfang. So werden alle Bestandteile in einer kleinen “Mappe” geliefert, welche sich tadellos verstauen lässt.

Eine kleine Übersicht über die mit im Lieferumfang befindlichen Teile (sofern ich sie alle richtig benennen kann):

  • Stoff-Mappe
  • 120x Bits
  • 1x Elektrischer Schraubendreher
  • 1x Saugnapf
  • 1x SIM Auswurf-Werkzeug
  • 1x 120mm Hebelwerkzeug
  • 1x Reinigungsbürste
  • 1x Magnetmatte für Schrauben
  • 6x Verschiedene Dreieckige Öffnungswerkzeuge
  • 1x Bitverlängerung
  • 1x Flexible Bitverlängerung
  • 1x Pinzette
  • 1x USB Kabel
  • 1x Magnetisierer

Bestimmt habe ich hier noch etwas vergessen, aber der Hersteller wirbt mit insgesamt 137 Teilen.

Auf mich wirkt das Set soweit extrem stimmig! Vielleicht wäre noch ein alternativer “manueller” Schraubendreher und ein zweites „Hebelwerkzeug“ (diese nutzen sich schnell ab) nett gewesen, aber das ist Kritik auf einem hohen Level.

 

Viele Bits in “Standard” Qualität

Direkt gesagt, erwartest du in diesem Set Bits in “Premium” Qualität, dann wirst du enttäuscht.

So haben wir 120 Bits! Entsprechend ist hier jeder Schraubentyp vertreten den du dir vorstellen kannst, zumindest im “kleinen” Rahmen. Wir haben hier Feinmechaniker Bits, entsprechend sind diese eher von der kleineren Sorte. Dies ist kein Set, mit welchem du Möbel aufbauen kannst.

Allerdings sind hier praktisch alle exotischen Bit Typen, neben den Klassikern wie Kreuz, Schlitz, Torx usw. vertreten.

Qualitativ erhältst Du hier aber böse gesagt China Standardware. Die Bits sind absolut nichts Besonderes. Schlimm? Die Passform ist soweit Ok und in der Regel tun es die Bits. Lediglich würde es mich gerade bei den Schlitz-Bits nicht wundern, wenn sie schnell brechen oder biegen.

Ich kenne diese Art Bits aus anderen Sets, daher habe ich hier schon einige Erfahrungen gemacht.

Kreuz, Torx usw. funktionieren in der Regel aber auch bei “härteren” Schrauben gut.

Ein iFixit Toolkit oder Schraubendreher von Wera spielen schon qualitativ 1-2 Klassen über diesem Set.

 

Elektrischer Schraubendreher

Ohne Frage, das Highlight an diesem Set ist der elektrische Schraubendreher. Hierbei handelt es sich um einen ca. 168 x 16 mm großen “Stift”, welcher 62g schwer ist.

Dieser besitzt auf der Front eine Bithalterung und einen USB C Port auf der Rückseite. Zur Steuerung besitzt er ungefähr auf Daumenhöhe drei Tasten, Vor, Zurück und LED An/Aus.

Die Nutzung ist extrem einfach, anstellen den Schraubendreher zu drehen drückst du einfach die entsprechende Richtungstaste und die Schraube wird gedreht.

Und ja auch in der Praxis funktioniert das gut und kann das Handgelenk doch sehr entlasten!

Allerdings gibt es durchaus ein paar Punkte zu beachten. So ist die Leistung, das Drehmoment, des Schraubendrehers eher überschaubar. Dieses ist eigentlich ziemlich ideal für Notebook Schrauben, welche man eh nicht so fest anziehen sollte.

Allerdings hast Du wirklich feste Schrauben, wie Sie vom Werk aus meist sind, wird der Schraubendreher diese nicht über die Motorkraft gelöst bekommen!

Hier musst du aber einfach eine halbe Umdrehung per Hand machen und den Rest übernimmt der Motor.

Qualitativ macht dabei der Akku Schraubendreher einen ordentlichen Eindruck. Nein dieser ist kein absolutes Luxusmodell, aber wirkt auch nicht billig.

 

Fazit

Dieser Artikel sollte einfach ein kleiner Hinweis auf das KAIWEETS ES20 Set sein. Gerade wenn du ein einfaches “All in One” Set für die Reperatur von Smartphone, Notebook, PC suchst, ist dieses aus meiner Sicht schön zusammengestellt.

Klar qualitativ gibt es noch besseres, darüber brauchen wir nicht streiten. Es gibt auch noch günstigere Bit-Sets, aber die Kombination aus einem sehr vollständigen Bit-Set, diversen Werkzeugen und dem ordentlichen elektrischen Schraubendreher für rund 45€ halte ich für stark!

KAIWEETS ES20 Set di cacciaviti elettrici, 137 in 1 Cacciaviti...
  • 【 Hohe Geschwindigkeit & Drehmomenteinstellung 】 KAIWEETS...
  • 【 Schraubendrehersatz 137 in 1】120X...
  • 【 CRV Silver Nickel Bits 】 KAIWEETS elektro schraubendreher...
  • 【 Einfach zu bedienen 】KAIWEETS schraubendreher elektrisch...
  • 【Weit verbreitet】Das tragbare und präzise elektrische...

Jetzt auch mit WLAN, die JBL Boombox 3 Wi-Fi im Test!

JBL hat mit der Boombox 3 Wi-Fi, wie es der Name schon vermuten lässt, eine neue Version der bekannten und beliebten Boombox 3 auf den Markt gebracht, welche um ein WLAN Modul erweitert wurde.

Dieses erlaubt eine Integration von Apple AirPlay, Spotify Connect, ChromeCast, Internetradio usw. Damit ist die Boombox 3 Wi-Fi nicht einfach nur ein Bluetooth Lautsprecher, sondern kann auch als eine Art Heim-Stereo-Anlage genutzt werden.

JBL Boombox 3 Wi-Fi Test

Sollte dennoch Bedarf an einem Party Lautsprecher bestehen, kein Problem! Auch die Wi-Fi Version verfügt über einen Akku mit bis zu 24 Stunden Laufzeit.

Liest sich doch alles soweit sehr gut! Aber wie gut klingt die JBL Boombox 3 Wi-Fi und wie gut sind die Smart Feature umgesetzt? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an JBL für das Ausleihen der Boombox 3 Wi-Fi für diesen Test.

 

Die JBL Boombox 3 Wi-Fi im Test

Größenverhältnisse sind anhand von Bildern immer sehr schwer einzuschätzen. Die JBL Boombox 3 Wi-Fi ist einer der größten Bluetooth Lautsprecher, die ich bisher im Test hatte!

So misst diese 48 x 26 x 20 cm und bringt 9,6 Kg auf die Waage. Damit ist der Lautsprecher weiterhin portabel, aber nichts mehr, was du dir einfach in den Rucksack stecken kannst.

JBL Boombox 3 Wi-Fi im Vergleich zum JBL Tuner

Für einen einfacheren Transport besitzt die Boombox 3 Wi-Fi einen großen Handgriff auf der Oberseite.

Ansonsten ist der Lautsprecher recht rundlich in “Football” Form gehalten. Der größte Teil der Boombox ist dabei mit einem Leinenstoff bedeckt. Unter diesem sind die Treiber angebracht, wovon wir gleich 5 Stück haben!

Zudem finden sich an den Enden jeweils zwei passive Radiatoren, für den internen Druckausgleich.

JBL Boombox 3 Wi-Fi Tasten

Auf der Oberseite haben wir 6 Tasten zu Steuerung. Die Anschlüsse, ein AC-Eingang und ein USB A Ausgang, sind auf der Rückseite angebracht, unter einer kleinen Klappe.

JBL Boombox 3 Wi-Fi Anschlüsse

Der integrierte Akku soll laut JBL bis zu 24 Stunden im Bluetooth Betrieb halten. Dies kann hinkommen, aber nur bei einer sehr dezenten Lautstärke.

 

Mit WLAN und Bluetooth

Du kannst die JBL Boombox 3 Wi-Fi auch ganz klassisch via Bluetooth direkt mit deinem Smartphone verbinden.

Die Wi-Fi Version erlaubt aber auch eine Verbindung zu deinem WLAN. Hierfür benötigst Du die JBL One App. Diese hat bei mir auch problemlos funktioniert.

Was bringt dir aber die WLAN-Verbindung? Du kannst die Boombox 3 Wi-Fi so über diverse Dienste mit Musik versorgen, wie z.B.

  • Apple AirPlay
  • Google ChromeCast
  • Spotify Connect
  • Amazon Music
  • Clam Radio
  • iHeartRadio
  • Napster
  • Qobuz
  • TIDAL
  • TuneIn

Du kannst generell via AirPlay und ChromeCast Musik einfach Musik auf den Lautsprecher streamen, je nachdem ob du Android oder IOS nutzt. Zudem unterstützt die Boombox 3 Wi-Fi auch beispielsweise Spotify Connect. Du kannst den Lautsprecher einfach in Spotify als “Ziel” auswählen.

Zudem kannst du über TuneIn auch WebRadio wiedergeben. Leider lassen sich aber Radiosender nicht direkt über den Lautsprecher starten. Es gibt zwar eine „Favoriten“ Taste, aber die scheint nicht mit TuneIn zu funktionieren.

Aber im Kern funktioniert bei mir die WLAN-Verbindung wunderbar!

 

Im Netzbetrieb etwas mehr Power

Die JBL Boombox 3 Wi-Fi besitzt 5 aktive Lautsprecher Treiber. Deren maximale Leistung schwankt aber etwas je nachdem ob der Lautsprecher im Netz oder Akkubetrieb ist.

  • 1x Subwoofer 80W / 60W
  • 2x Mitteltöner 40W / 30W
  • 2x Hochtöner 20W / 10W

Wenn der Lautsprecher mit der Steckdose verbunden ist, haben wir also etwas mehr “Power”. In der Praxis hörst Du dies nur bei extremen Lautstärken! Bei normaler Zimmerlautstärke oder sogar gehobener Lautstärke bemerkst Du keinen Qualitätsunterschied.

 

Klang, was ein Monster!

Die JBL Boombox 3 Wi-Fi ist nicht einfach nur aus Spaß recht groß, der Lautsprecher hat ordentlich Power!

Zunächst ja, dieser klingt fantastisch! Die Boombox 3 Wi-Fi hat einfach eine beeindruckende Wucht und Kraft.

Gehen wir aber mal geordnet vor und starten bei den Höhen. Die Höhen sind wunderbar klar und brillant. Es ist ganz klar zu hören, dass wir hier separate Hochtöner haben. Die Höhen sind einfach super sauber und scharf. Vielleicht etwas überschärft, aber bei einem Lautsprecher stört mich dies nicht.

Die Mitten sind unspektakulär. Die Boombox 3 ist ganz klar ein Party Lautsprecher, welcher auf möglichst starke Höhen und Tiefen getrimmt ist. Allerdings sind die Mitten auch nicht furchtbar! Ganz im Gegenteil, die Mitten sind Ok. Stimmen werden gut wiedergegeben, auch wenn der Beat diesen schon manchmal etwas die Show stehlen kann.

Kommen wir damit zum Bass. Die Boombox 3 Wi-Fi hat einen interessanten Bass. So ist der Bass natürlich sehr kräftig, aber zu weiten Teilen ist er auch nicht extrem. Allerdings scheint JBL den Tiefbass massiv angehoben zu haben. Hierdurch hat der Beat am unteren Ende eine extreme Wucht. So schwebt beim Klang des Lautsprechers fast schon ein “Donnern” mit.

Hierdurch klingt die JBL Boombox 3 Wi-Fi sehr effektvoll und beeindruckend! Diese wird hierdurch zwar weniger etwas für Puristen sein, aber gerade bei etwas bassstärkerer Musik macht er einfach richtig Spaß! Dieser sehr wertige und große Klang in Kombination mit diesem beachtlichen Tiefbass, das macht einfach richtig Laune!

Der Klang der Boombox 3 ist nicht mit dem Klang normaler Bluetooth Lautsprecher zu vergleichen. Selbst der sehr gute Teufel BOOMSTER kann hier nicht ganz mithalten. Wobei der Teufel BOOMSTER vermutlich für Puristen und “klassische” HiFi Liebhaber die bessere Wahl ist.

Die Boombox 3 WiFi ist einfach auf Spaß getrimmt und macht dies hervorragend!

 

Extrem laut!

An dieser Stelle nur kurz erwähnt, die JBL Boombox 3 Wi-Fi kann extrem laut werden! Der Lautsprecher kann problemlos ein größeres Wohnzimmer beschallen.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Boombox 3 Wi-Fi schwankt natürlich etwa nach Akkustand. Ist der Akku nicht ganz voll, dann nimmt der Lautsprecher ca. 26W auf.

Ist der Akku voll und im Standby (im WLAN) haben wir einen Verbrauch von 1,5W bis 2W.

Bei leiser Musikwiedergabe via WLAN steigt der Verbrauch auf 5-6W.

 

Fazit zur JBL Boombox 3 Wi-Fi

Die JBL Boombox 3 Wi-Fi ist einfach ein Monster! Wenn dir dieser Lautsprecher kein Lächeln ins Gesicht zaubert, dann weiß ich es auch nicht.

Dies liegt natürlich primär am Klang. Die Boombox 3 WiFi ist groß, laut und bassstark! Gerade der Tiefbass ist eine Wucht. Aber auch die Höhen und Mitten sind gut. Klar dies ist kein klassischer HiFi-Lautsprecher, die Boombox 3 ist schon eher auf “Spaß” getrimmt, aber dennoch haben wir ein drei Wege System mit gesonderten Hoch/Mittel und Tieftönern.

Hierdurch klingt der Lautsprecher schon recht gut aufgelöst und wertig, auch wenn natürlich der Bass das Highlight ist.

Hinzu kommen ein guter Akku und eine beachtliche Pegelfestigkeit.

Aber wie steht es um die Wi-Fi spezifischen Feature? Du kannst den Lautsprecher Zuhause einfach in dein WLAN einbinden und via AirPlay, ChromeCast, Spotify Connect usw. mit Musik versorgen, ohne dass du in Bluetooth Reichweite bleiben musst. Ebenso kannst du über die App Webradio starten. Leider ist es nicht möglich direkt am Lautsprecher Radio-Programme auszuwählen, aber die App hat bei mir problemlos funktioniert.

JBL Boombox 3 Wifi – Kabelloser Lautsprecher mit Bluetooth und Wifi...

  • Herausragender Klang
  • 3-Wege Design
  • Hervorragender Tiefbass
  • Wertiges Design
  • Gut Funktionierende WLAN-Verbindung
  • Viele Dienste unterstützt
  • Unheimlich pegelfest
  • Weiterhin mit Bluetooth
  • Webradio usw. nur über die App steuerbar und nicht direkt am Gerät

Hierdurch ist die JBL Boombox 3 Wi-Fi mehr als nur ein Bluetooth Lautsprecher. Diese ist eher eine kleine “Stereo-Anlage”, welche halt auch voll stationär zu nutzen ist.

Dafür möchte JBL rund 100€ Aufpreis. Nicht wenig, da der Lautsprecher eh schon recht teuer ist. Allerdings ist die JBL Boombox 3 Wi-Fi auch wirklich gut und hat mir sehr viel Spaß gemacht!

JBL Boombox 3 Wi-Fi
POSITIV
Herausragender Klang
3-Wege Design
Hervorragender Tiefbass
Wertiges Design
Gut Funktionierende WLAN-Verbindung
Viele Dienste unterstützt
Unheimlich pegelfest
Weiterhin mit Bluetooth
NEGATIV
Webradio usw. nur über die App steuerbar und nicht direkt am Gerät
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In-Ear Headset mit Mikrofonarm! Antlion Audio Kimura Solo im Test

Antlion werden sicherlich viele Enthusiasten von Euch kennen. Antlion bietet primär Zusatz- Mikrofone an, mit deren Hilfe du normale Kopfhörer in Headsets verwandeln kannst.

Allerdings hat Antlion sein Sortiment mittlerweile deutlich vergrößert. So bieten diese mittlerweile auch komplette Headsets an.

Hierzu zählen auch die Kimura Solo. Bei den Kimura Solo handelt es sich aber nicht um ein klassisches Headset sondern um In-Ear Ohrhörer mit einem Mikrofon Arm!

Wir haben hier also ein sehr einzigartiges Produkt, für Nutzer die In-Ear Ohrhörer großen Kopfhörern vorziehen, aber dennoch ein vernünftiges Mikrofon wollen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier das Antlion Audio Kimura Solo Headset? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Antlion für das Zurverfügungstellen der Kimura Solo für diesen Test.

 

Die Antlion Audio Kimura Solo im Test

Bei dem Kimura Solo handelt es sich um in-Ear Ohrhörer, welche aber an der linken Seite einen kleinen Mikrofonarm besitzen.

Hierdurch vereinen diese den Tragekomfort von in-Ear Ohrhörer mit der Klangqualität von regulären Headsets. Ja, die meisten In-Ear Ohrhörer besitzen ein Kabelmikrofon, aber von diesem ist die Qualität in der Regel recht schlecht, da es am Kabel einfach schlecht positioniert ist. Dies ändern die Kimura Solo.

An sich sind die Kimura Solo ganz klassische In-Ear Ohrhörer, welche aber auf ein cooles durchsichtiges Design setzen. Dieses erinnert mich etwas an die Knowledge Zenith Ohrhörer.

Der Mikrofonarm ist dabei nicht direkt an den Ohrhörern angebracht, sondern spaltet sich vom Kabel ab. Die Kimura Solo setzen auf eine über Ohr-Kabelführung, welches dort auch verstärkt ist, so dass der Mikrofonarm in Position bleibt.

Das Kabel und somit auch der Mikrofonarm sind nicht fest mit den Ohrhörern verbunden. Viel mehr setzen diese auf den “Standard” MMCX Stecker. Du könntest das Kabel auch mit anderen Ohrhörern nutzen, theoretisch.

Spannenderweise nutzen die Ohrhörer zwei 3,5mm Stecker, separate für Ohrhörer und Mikrofon.

 

Tragekomfort

Die Antlion Audio Kimura Solo besitzen eine sehr ergonomische Form. Allerdings sind die Ohrhörer recht groß und werden tief in die Ohren “geschraubt”. Das Einsetzen erfordert etwas Übung und auch das Kabel, welches über das Ohr läuft, ist etwas gewöhnungsbedürftig.

Ich denke es ist hier eine extrem persönliche Sache, wie sehr du den Tragekomfort der Kimura Solo bewerten wirst. Für einige werden die Ohrhörer super bequem sein, für andere vermutlich nicht, aufgrund der speziellen Form.

Ich sehe mich aber eher auf der “passen mir gut” Seite.

 

Klang der Antlion Audio Kimura Solo

Wie üblich bei Kopfhörern/Headsets mit 3,5mm Stecker hängt der Klang auch einen großen Teil von deiner genutzten Soundkarte ab. Ich habe die Kimura Solo an der Creative Sound Blaster X 4 getestet.

Warum sage ich dies dazu? Bei Amazon konnte ich eine Bewertung finden welche sich über “Zero Bass” beschwert. Etwas, dem ich in keiner Weise zustimmen kann! Ganz im Gegenteil, die Antlion Audio Kimura Solo haben richtig viel Bass (was auch die Messwerte bestätigen). Das sich hier jemand über zu wenig Bass beschwert kann nur zwei Gründe haben. Eine sehr schlechte Onboard Soundkarte (welche oft dünn klingen) oder nicht passende Aufsätze.

Starten wir daher auch gleich beim Bass. Die Antlion Audio Kimura Solo haben viel Bass, ich würde sogar sagen sehr viel! Dabei ist der Bass wunderbar tief und hat einen tollen Punch. Bist du ein Bass-Fan, kannst du hier voll auf deine Kosten kommen. Zumal der Bass nicht nur reichhaltig vorhanden ist, sondern auch qualitativ tadellos ist.

Die Mitten sind recht unspektakulär. Diese wurden zugunsten der Höhen und Tiefen etwas abgesenkt. Stimmen klingen aber an sich soweit ordentlich, aber die Mitten sind auch nicht besonders voll.

Grundsätzlich sind die Höhen schön klar und haben eine gute Brillanz. Allerdings sind einzelne Frequenzen der Höhen, vor allem der unteren Höhen wieder etwas abgesenkt. Dies gibt in den Höhen eine “interessante” Klangsignatur. Hier und da hätte ich mir vielleicht eine etwas bessere Auflösung gewünscht, aber unterm Strich bin ich mit den Höhen sehr zufrieden.

Die Kimura Solo besitzen eine ganz klassische “aufgeweckte” und lebendige Klangsignatur, welche viel Spaß macht! Damit eignen sich die Ohrhörer auch sehr gut für Musik. In Spielen machen die Ohrhörer grundsätzlich auch einen guten Job, aber wir haben hier auch keine übermäßig große “Klangbreite”, wie es bei in-Ears leider üblich ist. Dafür wirkt die Detailwiedergabe überdurchschnittlich gut, für ein Gaming Headset. Dies ist ein Punkt welchen in-Ears nach meiner Erfahrung nach oft besser machen, diese klingen einfach “direkter”. Haben die Kimura Solo eine bessere Detailwiedergabe als andere kabelgebundene in-Ear Headsets der 100€ Preisklasse? Nein, aber diese ist dennoch besser als sehr viele Gaming “Kopfhörer” in dieser Preisklasse.

Ich denke es ist offensichtlich, dass Antlion hier normale, gute, in-Ear Ohrhörer als Basis nutzt. Einen entsprechenden Klang kannst du hier erwarten.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

Gutes Mikrofon

Das Mikrofon der Antlion Audio Kimura Solo hat mich sehr positiv überrascht! Dieses ist wunderbar klar und sauber. Ich würde sagen dies gehört zu den besseren Mikrofonen die du bei einem Gaming Headset finden kannst.

Lediglich war dieses bei mir recht leise. Ich kann hier nicht abschließend sagen ob es an der Creative Sound Blaster X 4 liegt, oder am Mikrofon selbst. Abseits davon ist dieses qualitativ top!

 

Fazit zum Antlion Audio Kimura Solo

Antlion verfolgt mit dem Kimura Solo ein interessantes Konzept! Wir haben hier im Kern normale, gute in-Ear Ohrhörer welche allerdings mit einem Mikrofonarm ausgestattet sind.

Hierdurch haben wir eine spannende Kombination aus der überlegenen Mikrofonqualität klassischer Gaming-Headsets und dem Klang/Tragekomfort von in-Ear Ohrhörern.Und beim Klang können die Antlion Audio Kimura Solo auch überzeugen, sowohl was das Mikrofon wie aber auch die Ohrhörer selbst betrifft.

Das Mikrofon hat eine gehobene Qualität und nimmt wunderbar klar und natürlich auf. Die Ohrhörer wiederum sind klassische “HiFi” Ohrhörer mit einer lebendigen Klangsignatur. An einer guten Soundkarte haben wir einen kräftigen und vor allem bassstarken Klang mit einer soliden Auflösung, wenn auch nicht übermäßig breiten Klangdarstellung.

Generell fällt es mir aber leichter mit In-Ears aufgrund des “direkteren” Klangs feine Details wahrzunehmen.

Dies sind aber keine “speziellen Gaming” Ohrhörer, sondern normale HiFi Ohrhörer, welche sich für Musik, Spiele und Filme eignen, sofern Du eine lebendigere Klangsignatur magst.

Der Tragekomfort ist wieder etwas höchst Persönliches. Grundsätzlich ist die Passform gut, aber es kommt hier im Detial etwas darauf an wie gut du mit großen Ohrhörern und dem “Kabel über dem Ohr” Tragesystem klarkommst.

Kann ich die Antlion Audio Kimura Solo unterm Strich empfehlen? Wenn du einen richtigen Mikrofon-Arm suchst und den in-Ear Formfaktor magst? Dann ja!

Erfahrungsbericht: Haltbarkeit Lithium-Ionen gegen LiFePO4 bei Powerstations

Bei Powerstations hast du die Wahl zwischen zwei Akkutechnologien, Lithium-Ionen oder LiFePO4.

Lithium-Ionen Powerstations sind in der Regel etwas kleiner, leichter und günstiger. LiFePO4 Powerstations hingegen sind haltbarer und sicherer, in der Theorie.

Wie groß aber gerade die Unterschiede bei der Haltbarkeit in der Praxis sind, ist gar nicht so leicht zu ermitteln. Ich kann im Test halt nur schwer tausende Ladezyklen mit einer Powerstation durchspielen.

Allerdings habe ich zwei Powerstations bei mir im Dauereinsatz, eine mit LiFePO4 und eine mit Lithium-Ionen Akkus. Wollen wir uns mal im Test ansehen, wie sich die Kapazität im Laufe der Zeit verändert hat.

 

LiFePO4: BEAUDENS tragbare Power Station mit 166Wh

Die BEAUDENS 166Wh Powerstation war eins der ersten Modelle die ich im Test hatte. Dies ist eine günstige und einfache Powerstation mit LiFePO4 Akkuzellen.

Dieses Modell stammt aus dem Jahr 2020 und ist somit eine der “frühen” LiFePO4 Powerstations. Seit meinem Test nutze ich diese Powerstation als eine Mischung aus Solar-Puffer Powerstation und USV.

 

Lithium-Ionen: EcoFlow RIVER Pro

Die EcoFlow RIVER Pro habe ich seit knapp über einem Jahr im Einsatz. Ähnlich wie die BEAUDENS Powerstation hängt diese an einer Solaranlage und dient dort als eine Art Pufferspeicher gemixt mit einer USV.

Im Gegensatz zur BEAUDENS Powerstation setzt aber die EcoFlow RIVER Pro auf klassische Lithium-Ionen Akkuzellen.

 

Abnutzung als USV

Aber wie hoch ist eigentlich die Abnutzung einer Powerstation bei der Nutzung als USV? EcoFlow hat mir hier einmal mitgeteilt, dass man im USV Betrieb mit einer Abnutzung von 1 Zyklus pro Tag rechnen soll.

Entsprechend kommen wir auf rechnerisch:

  • EcoFlow RIVER Pro ca. 400-500 Zyklen
  • BEAUDENS Powerstaiton ca. 1100 Zyklen

EcoFlow wirbt bei der RIVER Pro mit 800 Zyklen (bei 80% Restkapazität). BEAUDENS hingegen mit 2000 Zyklen, was für eine LiFePO4 Powerstation recht pessimistisch wäre.

Allerdings nach beiden Werten, wären die Powerstations jeweils zu ca. 50% verschlissen.

 

Messwerte, Haltbarkeit Lithium-Ionen gegen LiFePO4

Kommen wir zu den Messwerten. Hierbei habe ich jeweils die Kapazität der Powerstations auf die gleiche Art gemessen wie damals in meinem Test.

Gebrauchte Kapazität Neu Kapazität
EcoFlow RIVER Pro   586.9 Wh 650.5 Wh
BEAUDENS tragbare Power Station mit 166Wh 130.3 Wh 139.2 Wh

Spannend! Denn die Messwerte passen an sich recht gut zur Theorie. So verlor die EcoFlow RIVER Pro rund 10% Kapazität in dem Jahr Nutzung als USV/Puffer-Speicher.

Wenn wir davon ausgehen, dass die Powerstation nach 800 Zyklen noch 80% der neu Kapazität hat und wir jetzt nach 300-400 Zyklen auf 90% kommen, verhält sich der Akku “wie erwartet”.

Bei der BEAUDENS tragbaren Power Station mit 166Wh haben wir weiterhin 94% der ursprünglichen Kapazität nach ca. 3 Jahren / 1000 Zyklen. Auch dieser Wert passt, zeigt uns aber auch schon, dass tendenziell sich der LiFePO4 Akku besser hält.

 

Fazit

Meine Erfahrungen aus der Praxis bestätigen weitestgehend die Theorie, Powerstations mit LiFePO4 Akkus sind haltbarer als Lithium-Ionen basierte Modelle.

Dabei scheinen die Angaben von EcoFlow mit 800 Zyklen und 80% Restkapazität hinzukommen. Ich komme auf 400 Zyklen und rund 90% Kapazität. Das ist auch völlig Ok! Gerade wenn du solch eine Powerstation nicht als “Pufferspeicher” oder USV nutzt, wirst Du auch nicht so schnell auf 800 Zyklen kommen.

Die LiFePO4 Powerstation hingegen kam nach 3 Jahren Dauerbetrieb und rechnerisch “1000 Zyklen” auf 94%.

Natürlich ich habe die Powerstations als USV mit gelegentlichen Zyklen verwendet und wir wissen nicht wie akkurat EcoFlows Angabe “1 Tag USV = 1 Zyklus” ist, aber nach meinen Messwerten scheint es hin zu kommen.

Solltest du deine Powerstation als USV / Solar Puffer-Speicher nutzen wollen, würde ich nach meinen Erfahrungen zu den LiFePO4 Modellen raten. Diese scheinen doch ein gutes Stück haltbarer zu sein.

Allerdings zeigte auch die EcoFlow RIVER Pro nach einem Jahr Dauerbetrieb noch keine besorgniserregende Abnutzung. Bei einer gelegentlichen Nutzung ist die Lithium-Ionen Akku Technologie also absolut ok. LiFePO4 scheint aber praktisch wirklich merkbar haltbarer zu sein.

Sollte jeder Technik-Enthusiast haben! YOJOCK USB Tester Messgerät

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Es gibt einige Dinge die sich im Sortiment jedes Technik-Enthusiasten befinden sollten. Ein immer wichtiger werdendes Tool, welches aber viele von Euch vermutlich nicht haben werden, ist ein USB Tester bzw. USB Power Meter.

Was ist dies? Ein USB Tester ist ein kleines Messgerät welches du zwischen dein Smartphone/Notebook/Tablet und das Ladegerät/Powerbank stecken kannst.

Dieses zeigt dir nun an wie viel Leistung gerade von A nach B geht, was in vielen Situationen eine nützliche Information sein kann!

Einer der beliebtesten USB Tester stammt von YOJOCK, welcher mit unter 20€ auch sehr spannend ist!

Schauen wir uns dieses einmal näher an und auch warum du dir solch einen Tester zulegen solltest!

 

Wofür kannst du einen USB Tester nutzen?

Was ist der Nutzen eines USB Testers? Ein USB Tester/Messgerät kann viele Einsatzzwecke erfüllen.

Zunächst kannst du sehen wie viel Spannung, Strom und Leistung “anliegt”. Du kannst also sehen mit welchem Tempo dein Smartphone/Notebook usw. gerade via USB lädt. Dies ist nicht nur interessant zu wissen, sondern kann auch bei Problemen helfen.

Dir kommt es so vor als würde dein Smartphone an einem Ladegerät langsamer laden als an einem anderen? Dann kannst du dies mit solch einem USB Tester/Messgerät herausfinden.

Dein Smartphone geht nicht an? Mithilfe solch eines Testers kannst du sehen ob Strom in dein Smartphone geht. Ja? Dann ist es vielleicht nur tiefentladen und braucht etwas. Nein? Dann gibt es vielleicht ein größeres Problem.

Zudem kann solch ein Tester genutzt werden den Stromverbrauch eines Smartphones/Notebooks mit zu loggen bzw. die Kapazität einer Powerbank zu messen. Letzteres ist zwar etwas trickreicher, ist aber prinzipiell mit dem YOJOCK USB Tester möglich.

 

USB A und USB C

Ein großer Vorteil weshalb ich mir den YOJOCK USB Tester für diesen Test ausgesucht habe, sind die Anschlüsse.

So besitzt dieser nicht nur ein Set USB A Ports sondern auch USB C Ports. Hierdurch kann dieser einfach zwischen USB A und USB C Geräte geschaltet werden, was mit vielen anderen einfacheren Modellen nicht möglich ist.

Wichtig, die USB C Ports funktionieren nur in eine Richtung. Das Messgerät wird also immer am Ladegerät eingesteckt.

 

Was kann der YOJOCK USB Tester messen?

  • Spannung „Lade Adern“ in Volt
  • Spannung „Daten Adern“ in Volt
  • Strom in Ampere
  • Leistung in Watt
  • Wiederstand in Ohm
  • Übertragene Leistung in mAh
  • Übertragene Energie in Wh
  • Aktuelles Ladeprotokoll

Für uns die spannendsten Werte sind die Spannung, der Strom in Ampere, die Leistung in Watt und gegebenenfalls die übertragene Energie in Wh, falls du den Stromverbrauch bzw. Kapazität bei Powerbanks messen willst.

Der wichtigste Wert ist aber klar die aktuelle Leistung in Watt. Unter 1W bedeutet so viel wie, dass dein Endgerät gerade nicht geladen wird.

 

Wie ist der USB Tester zu nutzen?

Dies hängt natürlich davon ab was du messen willst. Falls du nur das Ladetempo deines USB Ladegerätes ermitteln möchtest, geh wie folgt vor.

  1. Verbinde den USB Tester mit deinem Ladegerät (USB A oder C)
  2. Verbinde dein normales USB Kabel mit dem passenden Ausgang am Messgerät
  3. Verbinde das Ladekabel mit deinem Endgerät (Smartphone, Notebook usw.)
  4. Achte auf den Spannungs, Strom und Leistungswert. Vor allem der Leistungswert ist hier wichtig (Leistungswert = Watt).
  5. Eine Leistung von unter 1-2W = es wird nicht geladen bzw. die Geräte sind nur im Standby.
  6. Welches Ladetempo für dein Gerät “normal” ist hängt vom jeweiligen Gerät und Ladegerät ab. Aber generell alles über 5W wäre für ein Smartphone ein normales Ladetempo, was auf eine normale Akkufunktion hindeutet.

 

Kein Power Delivery Trigger!

Wichtig, in dem YOJOCK scheint kein Power Delivery Trigger verbaut zu sein! Was bedeutet das?

Normale USB A Ports sind “Hot”, das heißt auf den spannungsführenden Kontakten liegt immer 5V an. USB C Power Delivery Ports sind “Cold”, dort wird der Strom erst “eingeschaltet” wenn ein Gerät angeschlossen wurde und es eine Absprache gab.

Diese Absprache kann der YOJOCK USB Tester nicht selbst durchführen. Verbindest du diesen mit einem USB C Port, wird er nichts anzeigen. Erst wenn du ans andere Ende ein Endgerät anschließt, wird der Tester Werte anzeigen.

Bei USB A Ports sieht das anders aus. Hier geht der Tester sofort an sobald du diesen einsteckst.

 

Powerbanks Kapazität messen mit dem YOJOCK USB Tester?

Prinzipiell kann der YOJOCK USB Tester auch zum Messen der Kapazität von Powerbanks genutzt werden.

Allerdings musst du dir hier überlegen, wie du die Powerbank entlädst. Hast du z.B. eine 20000 mAh Powerbank, reicht es nicht einfach, das Messgerät zwischen die Powerbank und dein Smartphone zu hängen. Das Smartphone ist voll und die Powerbank noch nicht komplett leer.

Zudem schwankt die Effizienz von Powerbanks stark je nach Ladetempo. Meist bedeutet super langsames oder schnelles Laden eine niedrigere Effizienz. Die letzten 20% beim Laden eines Smartphones wären also ineffizienter als die ersten 20% usw. Dies kann so ein wenig die Werte verzerren.

Für ein “richtiges” Kapazität Testen solltest du dir vermutlich eine elektronische Last, wie z.B. diese “ANGEEK 15W USB Last Widerstand” (bei Amazon) zusätzlich zulegen. Dies kann die Powerbank dann konstant bei X A entladen.

Wichtig, das wird mangels USB PD Trigger nur über USB A Ports funktionieren. Zudem denk an die mAh 3,7V / 5V Umrechnungsgeschichte.

 

Die Messgenauigkeit

Der YOJOCK Tester soll laut Hersteller mit 3,6-36V und 0-5,1A klar kommen. Dies ist erst einmal für USB Anwendungen mehr als ausreichend!

Dabei soll das Messgerät neben dem normalen USB Protokoll auch Quick Charge, BC1.2 und USB PD unterstützt.

USB Power Delivery wird dabei mit bis zu 100W durch das Messgerät unterstützt. Das neuere 140W/280W Laden via USB C wird noch nicht unterstützt.

Auch Huawei Super Charge usw. können in Kombination mit solchen Testern gerne mal zickig sein.

Aber wie genau misst der YOJOCK USB Tester? Hierfür habe ich die Werte des Messgerätes mit meiner “Referenz” dem Power-Z KM001C verglichen.

Hier passt alles! Wir haben lediglich eine Abweichung im Bereich 0% bis 3%, was ziemlich “on Point” ist.

 

Auf keinen Fall mehr als ein Gerät gleichzeitig!

Wichtig! Verbinde niemals mehr als ein Endgerät + Ladegerät gleichzeitig mit dem Tester! Würdest du zwei Smartphones (eins via USB C und eins via USB A) mit dem Tester und einem Ladegerät verbinden, dann stehen die Karten sehr gut, das eins der Smartphones nie wieder angeht.

 

Fazit

Ich denke ein USB Tester bzw. USB Messgerät gehört in jeden technisch versierten Haushalt! So viele Geräte laden mittlerweile via USB und es gibt hier ab und an einfach Probleme, welche sich wunderbar mit solch einem USB Messgerät diagnostizieren lassen.

Du hast das Gefühl dein Smartphone lädt an einem Ladegerät / Ladekabel langsamer als an anderen? Dann kannst du dies mit einem Messgerät wie dem von YOJOCK einfach nachmessen!

Dein Smartphone geht nicht an? Mit einem USB Tester kannst du überprüfen, ob dein Smartphone lädt und vielleicht nur tiefentladen ist oder ob hier gar nichts mehr geht. Es gibt einfach so viele Situationen, wo es interessant zu wissen wäre, was für eine Leistung über ein USB-Kabel geht.

Ich kann hier auch den YOJOCK USB Tester voll empfehlen! Ich habe diesen von meinem eigenen Geld für diesen Test gekauft, denn ich wollte einen Artikel zu USB Testern machen und ich halte das YOJOCK einfach für sehr spannend.

So kostet der YOJOCK USB Tester unter 20€, kann USB A und USB C Geräte testen und die Messwerte stimmen ziemlich genau. In meinem Test konnte ich eine maximale Abweichung von 3% zu meiner Referenz messen.

Auch kann der YOJOCK USB Tester so ziemlich alles messen, was du benötigst. Es ist etwas schade, dass wir keine USB PD Trigger Funktion haben und das Display ist etwas klein. Aber abseits davon bietet dieses alles, was du für den Heimbedarf benötigst.

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Kurzum, ich kann dir nur empfehlen einen USB Tester zu kaufen, sowas ist oft praktisch! Der YOJOCK USB Tester ist hier so ziemlich das “günstigste und gute” Modell, das mir bisher über den Weg gelaufen ist.

Kritik, SSD Volumes bei Synology nur mit Synology SSDs?!

Mittlerweile haben einige Synology NAS Systeme M.2 SSD Slots. So auch mein Synology DS1821+.

Hier eingesetzte SSDs konnten bisher als SSD Cache genutzt werden, allerdings nur so halb sinnvoll. Denn Synology hatte den SSD Cache auf zufällige Zugriffe eingeschränkt. Sequenzielle Zugriffe konnten nicht gecacht werden.

Mit DSM 7.2 kannst du nun auch reguläre Speichervolumes auf M.2 SSDs erstellen. https://kb.synology.com/de-de/DSM/tutorial/Which_models_support_M_2_SSD_storage_pool

Allerdings hat mich beim Versuch dieses Feature zu nutzen der Schlag getroffen!

 

Nur für Synology SSDs!

Wie du vielleicht weißt, bietet Synology eigene HDDs und SSDs an. Diese bieten einige zusätzliche Feature, waren aber bisher nie Pflicht in den “Small Business“ Systemen.

Beim Versuch ein SSD Volume auf meinen beiden WD RED SSDs zu erstellen, erhielt ich eine Fehlermeldung “Es sind keine Laufwerke verfügbar oder sie erfüllen die Anforderungen nicht.”

synology snv3400 400g test review 4

Im Kleingedruckten traf mich dann etwas der Schlag! https://kb.synology.com/de-de/DSM/tutorial/Which_models_support_M_2_SSD_storage_pool

“Verwenden Sie nur Synology M.2 SSDs, die mit Ihrem NAS-Modell kompatibel sind.2 Diese SSDs wurden gründlich getestet, um sicherzustellen, dass sie in Speicherpools betrieben werden können und innerhalb des Betriebstemperaturbereichs bleiben.”

Auf gut deutsch, du kannst NUR Synology SSDs für Speicher Volumes nutzen.

Fun Fakt, Synologys größte M.2 SSD hat gerade einmal 800GB……

 

Synologys Begründung halte ich für falsch

Synology begründet diese künstliche Limitierung damit, dass nur die eigenen SSDs gründlich getestet wurden usw. Das mag stimmen, ist aber ein vorgeschobener Vorwand.

Bisher war es problemlos möglich alternative SSDs als SSD Cache zu nutzen, was eigentlich noch eine viel schwierigere Aufgabe für eine SSD ist. Daher bin ich fest davon überzeugt, dass dies nur eine vorgeschobene Limitierung ist.

 

“Wehret den Anfängen”

Leider ist dies eine Entwicklung, die mir etwas Sorgen macht. Wenn Synology schon 3. Anbieter SSDs blockt, werden dann irgendwann auch nicht Synology HDDs geblockt?

Derzeit gibt es schon eine Warnmeldung, wenn du “ungetestete” HDDs (was praktisch alle neueren Modelle abseits der Synology eigenen HDDs sind) nutzt. Diese lässt sich aber noch überspringen. Zumindest bei den meisten Modellen. Sofern ich recht Informiert bin, gibt es einige Business Modelle, die auch schon zwingend Synology HDDs benötigen.

Ich hoffe Synology weitet diese Praxis, nur noch eigene Laufwerke zu unterstützen, nicht noch weiter aus.

 

Preise jenseits von gut und böse

Leider sind Synologys HDDs und SSDs preislich jenseits von Gut und Böse, für Privatnutzer. Für Geschäftskunden, für die auch der Support wichtig ist, kann die Welt völlig anders aussehen.

Hier einfach mal ein paar Preise:

18TB HDDs

  • Synology HAT5310 – ca. 710€
  • Toshiba MG09ACA – ca. 260€
  • Seagate Exos X – X18 – ca. 280€
  • Western DC HC550 – 340€

NVME SSD 1TB / 800GB

  • Synology SNV3000 – ca. 310€
  • Kingston NV2 – ca. 45€
  • Western Digital WD Blue SN570 – ca. 45€
  • Western Digital Red SN700 – ca. 80€
  • Micron 7450 MAX – 3DWPD – ca. 140€
  • Samsung OEM Datacenter SSD PM9A3 – ca. 110€

Bei den HDDs glaube ich sprechen die Zahlen für sich. Sofern ich hier richtig informiert bin handelt es sich bei der HAT5310 zudem “nur” um eine modifizierte Toshiba HDD.

Bei der NVME SSD SNV3000  handelt es sich durchaus um eine professionelle SSD. Allerdings ist diese dennoch um den Faktor 2x teuer als die Micron Datacenter SSD.

 

Fazit

Mir gefällt dieser Schritt von Synology überhaupt nicht! Dies ist keine sympathische Entscheidung, M.2 SSD Speichererweiterungen auf Synology eigene Modelle zu limitieren.

  1. Synology M.2 SSDs sind mit maximal lediglich 800GB verfügbar.
  2. Die 800GB SSD ist mit 300€+ extrem teuer!

Synology NAS Systeme haben weiterhin die mit Abstand beste Software. Daher lässt sich der gehobene Preis von Synology NAS Systeme durchaus rechtfertigen.

Allerdings wenn Synology anfängt Speichererweiterungen auf die eigenen, extrem teuren HDDs und SSDs zu limitieren, dann werden die NAS Systeme für Privatanwender und kleine Unternehmen leider uninteressant. Es ist schön, dass via Software Update die Möglichkeit M.2 SSDs für Volumes zu nutzen, nachgereicht wurde, aber die künstliche Limitierung auf die eigenen SSDs hinterlässt bei mir einen faden Nachgeschmack. Zumal die Begründung sehr dünn ist, da es weiterhin möglich ist x beliebige SSDs als SSD Cache zu nutzen.

Persönliche Anmerkung, mit diesem Artikel wollte ich mir einfach meinem Frust etwas Luft machen. Als ich gelesen habe, dass mit DSM 7.2 es endlich möglich ist normale Speichervolumes auf M.2 SSDs zu erstellen, hatte ich mich sehr gefreut! Die Crucial P3 4 TB ist derzeit so günstig, ich hätte hier sofort zwei davon verbaut. Ich wollte sie sogar schon bestellen, als ich von dieser künstlichen Limitierung gelesen habe.