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Die VOLTERO S25 im Test, 26800mAh Kapazität und 100W USB C

VOLTERO bietet mit der S25 eine neue High End Powerbank an. Diese soll 26800 mAh Kapazität bieten, einen 100W USB C Ausgang und PPS.

Dies alles in einem schlichten, aber schicken Aluminiumgehäuse.

Klingt doch erst einmal sehr gut! Auch der Preis von rund 120€ passt erst einmal für eine Powerbank mit diesen Leistungswerten.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier die VOLTERO S25 wirklich? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an VOLTERO für das Zurverfügungstellen der S25 für diesen Test.

 

Die VOLTERO S25 im Test

Die VOLTERO S25 setzt auf ein recht klassisches Design. So haben wir abseits vom VOLTERO Logo auf der Front eine komplett schwarze Powerbank.

Diese besteht aus Aluminium, lediglich die Endstücke, in welchen die Anschlüsse eingelassen sind, wurden aus Kunststoff gefertigt.

Entsprechend wirkt die Powerbank sehr massiv und “schwer”, was Fluch und Segen zugleich ist. So wiegt die Powerbank 634g, was relativ schwer ist, selbst für ein Modell mit 26800mAh, aber noch in Ordnung geht. Ähnliches gilt für die Größe von ca. 189 x 87 x 23 mm.

 

Die Anschlüsse

Auf der Front der Powerbank finden wir 2x USB A und 1x USB C

  • USB C – Power Delivery 100W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5
  • USB A – Quick Charge 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der USB C Port setzt, wie es sich gehört, auf den Power Delivery Standard, welcher von allen großen Herstellern wie Apple, Samsung, Dell, ASUS usw. genutzt wird.

Dank der Leistung von bis zu 100W ist die Powerbank dabei auch prinzipiell gut für Notebooks geeignet.

Zusätzlich haben wir zwei USB A Ports mit jeweils bis zu 18W nach Quick Charge. Bei gemeinsamer Nutzung werden die Ports aber auf zusammen maximal 5V/3,4A gedrosselt.

Die VOLTERO S25 wird auch via USB C geladen. Hier liegt das Maximum aber bei 60W.

 

Mit PPS

Der USB C Port der VOLTERO S25 unterstützt den PPS Standard.

  • 3,3-11V bei bis zu 3A
  • 3,3-21V bei bis zu 3A

Laut meinem Messgerät haben wir zwei PPS Stufen, welche aber vollständig überlappen. Die PPS Range ist ok. Leider haben wir nur bis 3A Stufen.

Entsprechend lassen sich beispielsweise die Samsung S Serie Smartphone “lediglich” mit maximal 25W laden. Für 45W wie beim S23 Ultra wäre eine bis 5A Stufe nötig gewesen.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Die Kapazität

VOLTERO wirbt bei der S25 mit einer Kapazität von 26800 mAh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 80.082 21644 81%
9V/1A 86.418 23356 87%
9V/3A 84.692 22890 85%
20V/1A 86.223 23304 87%
20V/3A 80.577 21778 81%

Hier bin ich positiv überrascht! Die Kapazität des Akkus schwankt zwischen 21644 mAh und 23356 mAh, was sehr gute Werte sind!

Dies entspricht 81% bis 87% der Herstellerangabe, super! Gerade High End Powerbanks haben ansonsten oft probleme mit der Kapazität, da diese einfach etwas ineffizienter arbeiten, aber hier passen die Werte.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

100W nur kurz?! Dafür dann PPS bis 5A?!

Viele 100W Powerbanks können 100W nicht konstant liefern. So auch die S25 in meinem Test. Dort konnte diese lediglich die ersten 25% ihrer Kapazität 100W bereitstellen.

Ob dies bei der S25 normal ist oder ein Fehler bei meinem Sample kann ich nicht abschließend sagen. Allerdings ist dies kein Temperatur-Problem, denn auch nach dem Abkühlen bleibt es bei 20V/3A max.

Allerdings sobald die 20V/5A (100W) Stufe verschwindet und durch eine 20V/3A (60W) ausgetauscht wird, verändert sich die PPS Stufe.

So haben wir nicht mehr 3,3-11V bei 3A, sondern 3,3-11V bei 5A ?! Hä?! So ein Verhalten habe ich noch nie zuvor gesehen.

Dies muss ein Bug sein.

 

Laden der VOLTERO S25

Die VOLTERO S25 kann mit bis zu 60W laden. Natürlich kannst Du diese auch an ein 100W USB C Ladegerät anschließen, aber auch dort wird diese nur mit bis zu 60W laden. Umgekehrt, nutzt du z.B. nur ein 30W USB PD Ladegerät, dann wird sie mit maximal 30W laden.

An einem 60W USB PD Ladegerät benötigt die Powerbank ziemlich genau 2 Stunden für eine 0% auf 100% Ladung. Dies ist sehr schön flott!

Natürlich kannst Du die Powerbank auch an einem normalen USB A Ladegerät laden. Hier dauert das aber “minimal” länger.

In meinem Test benötigte die S25 an einem 5V/2,4A Ladegerät rund 13 Stunden für eine vollständige Ladung.

 

Fazit

An sich halte ich die VOLTERO S25 für eine hervorragende Powerbank! Für eine High End hält diese ihre Kapazitätsangabe zunächst sehr gut ein!

So schwankt die echte, nutzbare Kapazität zwischen 21644 mAh und 23356 mAh, was top Werte sind!

Auch das Laden der Powerbank geht mit knappen 2 Stunden an einem 60W USB C Ladegerät sehr flott.

Etwas merkwürdig war bei mir allerdings das Entladen bei 100W. So konnte die PB nur sehr kurz mit 100W entladen werden. Hier bin ich mir nicht ganz sicher ob dies ein Bug oder “by Design” ist. Es gibt einige andere 100W Powerbanks, welche sich ähnlich verhalten.

Meine VOLTERO S25 ist also eher eine 60W Powerbank in der Praxis mit 100W “Spitzenleistung”.

Pluspunkte gibt es wieder für die große PPS Range und das wertige Design.

Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler mit Bluetooth im Test

Power Queen bietet mit dem PQ2430 einen spannenden Bluetooth Solarladeregler an. Dieser soll mit 12V/24V Batterien klar kommen und eine maximale Leistung von 30A liefern. Der Einsatzzweck sind Insel-Solaranlagen.

Damit spielt dieser in direkter Konkurenz zu den Victron Energy Modellen, welche bei Bastlern sehr beliebt sind.

Auch ich verfüge über zwei Off-Grid Solaranalgen, daber war ich hier sehr interessiert! Leider gibt es in diesem Bereich viele schlechte Solarladeregler, weshalb hier oft zu den Victron Energy Modellen gegriffen wird.

Power Queen PQ2430

Allerdings auf den ersten Blick sieht der Power Queen 12/24V 30Amp MPPT Solarladeregler durchaus sehr attraktiv aus!

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut der Power Queen PQ2430 Solarladeregler wirklich ist.

An dieser Stelle vielen Dank an Power Queen für das zur Verfügungstellen des Ladecontrollers für diesen Test.

 

Der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler mit Bluetooth im Test

Mit einer Leistung von bis zu 30A ist der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler schon ein recht mächtiges Modell.

Entsprechend fällt dieses mit 173 x 72,5 x 238 mm auch etwas größer aus. Einen großen Beitrag dazu leisten die aufwendigen Kühlrippen auf der Rückseite, welche einen passiven Luftstrom erlauben.

Auf der Front haben wir 4 Steuerungstasten, wie auch ein relativ großes Display.

Am unteren Ende des Solarladereglers finden sich 6 Schraubklemmen für das Solarpanel, den Akku und Lasten. Es handelt sich hierbei um recht kräftige AWG8 bzw. 8mm2 Terminals.

Zudem haben wir hier den Anschluss für einen externen Temperaturfühler wie auch den RS232 Port, welcher für das Bluetooth Modul genutzt wird. Ja das Bluetooth Modul ist extern und ein kleiner schwarzer Kasten.

Pluspunkte gibt es für eine wirklich gute und detaillierte deutsche Anleitung, welche mit im Lieferumfang liegt.

 

Das Display

Da du nicht zwingend das Bluetooth Modul beim Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler nutzen musst, kannst du auch alle Einstellungen direkt über das Display und die Steuerungstasten tägigen.

Das Display kann dir z.B. folgende Informationen sehen:

  • Spannung des Akkus
  • Spannung des Solarpanels
  • Strom zur Batterie (vm Solarpanel)
  • Strom Lastausgang

Oberhalb des Displays haben wir zudem drei Status LEDs.

 

Technische Daten

Werfen wir einen kleinen Blick auf die technischen Daten des Solarladeregler:

  • Power Queen PQ2430
  • MPPT
  • 12V / 24V Batteriesystem
  • 30A Ladestrom
  • 20A Lastausgang
  • Eigenverbrauch 0,7-1,2W
  • Spannungsbereich Batterie 9V bis 35V
  • Maximale Eingangsspannung Solar 100V
  • Betriebstemperatur -35 Grad bis 45 Grad
  • Batterietypen Sealed Blei-Säure / Gel Blei-Säure / Flooded Blei-Säure/ LiFePO4

 

20A Lastausgang

Der Ladecontroller besitzt einen 20A Lastausgang. Diesen kannst Du für kleinere Geräte nutzen. So kann du ihn über die App ein/ausschalten und der Ausgang wird bei niedriger Akkuspannung automatisch abgeschaltet.

Auch loggt der Controller hier Verbrauchswerte mit, praktisch!

 

Die App

Power Queen wird den Solar Ladecontroller vermutlich auch nur zukaufen, entsprechend haben wir eine “universelle” App. Die Solar App, welche für IOS und Android verfügbar ist, funktionierte bei mir im Test soweit problemlos, ist aber auch nichts “Besonderes”.

So wirkt die App recht unspektakulär und hat teils ein paar raue Kanten.

Funktional gibt es aber erst einmal nichts zu bemängeln. Nach dem Verbinden via Bluetooth, was bei mir gut funktioniert hat, sehen wir auf der Startseite zunächst eine “Live” Übersicht.

  • Leistung vom Solarpanel in Watt
  • Spannung Solarpanel in Volt
  • Strom vom Solarpanel in Ampere
  • Batteriespannung in Volt
  • Strom von/zu Batterie in Ampere
  • Temperatur
  • Lasten Ausgang Ein/Aus
  • Leistung in Watt Lastenausgang

Diese Werte werden schnell und zuverlässig geupdatet.

Neben diesen Live-Werten gibt es auch historische Werte. Allerdings sind diese etwas dünn. Zunächst loggt der Controller die gesamte geladene Leistung (in kWh und Ah) und Betriebsstunden mit.

Zudem gibt es auch eine Listenübersicht über die letzten 7 Tage mit den genauen Spannungswerten, Ladeleistung usw.

Leider sind es nur 7 Tage die du in der App zurückblicken kannst, aber besser als nichts. Ausnahme ist die Gesamtleistung, welche kontinuierlich mitgezählt wird.

Über die App kannst du auch die Einstellungen zur Batterie anpassen, wie auch zum Lastausgang. Beispielsweise kannst du hier die Spannungsgrenzwerte usw. einstellen.

 

Maximal 360W bzw. 720W

Der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler besitzt eine maximale Leistung von 30A. Es dürfen also maximal 30A vom Solarpanel oder zum Akku kommen/gehen.

Hast du einen 12V Akku, ergibt dies in der Praxis eine maximale Leistung von +- 360W. Bei einem 24V Akku kommen wir entsprechend auf das Doppelte.

 

In der Praxis problemlos!

Ich nutze den Power Queen 12/24V 30Amp MPPT Solarladeregler derzeit mit folgenden Komponenten:

  • Klimaworld Solarmodul 380 Watt – Leerlaufspannung 40,4V, Systemspannung 33,2V
  • 2x 100Ah LiFePO4 Akkus (parallel geschaltet)

Im absoluten Maximum konnte ich mit dieser Kombination an einem Tag 2036 Wh erreichen! Dies ist ein hervorragender Wert, welchen ich bisher mit meinen alten zugegeben maximal 20A, Ladecontrollern nicht erreichen konnte.

An normaleren Sommertagen kommen wir in Kombination mit dem 380W Panel aber eher auf 1200 bis 1500 Wh. Dabei sehe ich Spitzenleistungen von 270-340W vom Solarpanel.

An einem Tag meldete der Controller auch eine Spitzenleistung von 369W, was bisher Rekord war.

Generell hat der Power Queen MPPT Solarladeregler wunderbar problemlos und zuverlässig funktioniert. Es gab keinerlei Verhaltensauffälligkeiten oder anderes zickiges Verhalten.

Auch an schlechten Tagen war die Energieausbeute des Controllers sehr gut! Ob dieser nun wirklich auf 98% Effizienz kommt, kann ich nicht sagen, aber diese ist hoch! Zumal sich der Solarladeregler nicht sonderlich erwärmt.

Ich werde ihn auch weiter an meiner DIY Solaranlage nutzen!

Lediglich eine kleine Auffälligkeit konnte ich beobachten. Dies war aber weniger die Schuld des Ladecontrollers und mehr meine. So hatte ich an einem Tag die Akkus zu stark entladen (nicht über den Lastausgang, sondern direkt an den Akkus), so dass das BMS der Akkus das Entladen stoppte. Dies hat den Power Queen MPPT Solarladeregler etwas verwirrt und dieser verweigerte das Laden, bis ich ihn manuell neu mit dem Akku verband.

 

Fazit zum Power Queen MPPT Solarladeregler

Der Power Queen PQ2430 MPPT Solarladeregler ist aus meiner Sicht absolut empfehlenswert! Der Ladecontroller funktioniert bei mir tadellos in Kombination mit einem 320W Solarpanel und zwei 100Ah LiFePO4 Akkus.

Jetzt im Frühlung/Sommer komme ich hier auf eine Energieausbeute von +- 1200-2000 Wh pro Tag (schönes Wetter) mit einer maximalen Leistung von +- 340W. Dies ist für ein System mit einem 380W Solarpanel top!

Die Effizienz des Solarladereglers passt, auch bei schlechterem Wetter. Diese ist nicht schlechter als die Modelle von Victron Energy.

Auch die generelle Qualität scheint auf einem sehr guten Level zu sein! Vor allem die großen Anschlussterminals haben mich gefreut, die bei Victron Energy oft sehr “minimalistisch” ausfallen.

Das integrierte Display ist praktisch, um auf die Schnelle die Leistungswerte zu sehen. Hinzu kommt aber die Bluetooth Verbindung.

Die App ist zwar nicht absolute Weltklasse und ich finde es schade, dass diese nur 7 Tage die Werte mitgeloggt, aber prinzipiell funktionierte diese bei mir tadellos.

Kurzum, suchst du einen guten MPPT Solarladeregler mit hoher Leistung und Bluetooth für eine Off-Grid Solaranlage? Dann kann ich den Power Queen PQ2430 mit gutem Gewissen empfehlen.

Power Queen PQ2430 MPPT
POSITIV
Hohe Leistung mit bis zu 30A
20A steuerbarer Lastausgang
Integriertes Display
Integriertes Display
Gute Praktische Leistung, auch bei schlechtem Wetter
Universell zu 12V/24V Systemen und bis zu 100V Solarpanels kompatibel
Hervorragende Anleitung und Dokumentation
NEGATIV
App teils mit rauen Kanten
App loggt Werte nur für 7 Tage mit
90

Das Selore&S-Global Selore SL-C001 67W USB C Ladegerät im Test

Der Hersteller Selore ist bei Techtest noch ein Neuling. Allerdings bieten diese einige interessante Zubehör Produkte an.

In diesem Test soll es um das Selore 67W SL-C001 gehen. Bei diesem handelt es sich um ein 2-Port USB C Ladegerät mit, wie der Name schon sagt, bis zu 67W Leitung.

Zudem soll dieses auf die GaN Technologie setzen. Klingt doch interessant! Schauen wir uns das Ganze einmal im Test an. Kann das Ladegerät hier überzeugen.

 

Das Selore SL-C001 67W USB C Ladegerät im Test

Das Selore SL-C001 ist auf den ersten Blick ein sehr unauffälliges USB C Ladegerät. Dieses setzt auf den normalen Steckdosenadapter Formfaktor und ein matt schwarzes Gehäuse.

Mit 52 x 52 x 31 mm und einem Gewicht von 129,9g ist das Ladegerät für ein Modell mit 67W und zwei USB C Ports durchaus kompakt.

Die Verarbeitung würde ich als gut, aber auch nicht außergewöhnlich einstufen. Oberhalb der USB C Ports haben wir eine kleine Status-LED.

 

Die Anschlüsse des SL-C001

Das Selore SL-C001 besitzt genau zwei USB C Ports und keine USB A Ports.

USB C 1 / 2 – 67W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A, 20,3V/3,25A

Wir haben zunächst zwei 65W bzw. 67W USB C Ports, nach dem Power Delivery Standard. Diese sind also mit Geräten von Apple, Google, Samsung, ASUS usw. kompatibel.

Aufgrund der hohen Leistung ist das Ladegerät auch für Geräte wie Notebooks geeignet.

Spannenderweise haben wir laut Hersteller neben der 20V Stufe auch eine 20,3V Stufe. Tatsächlich ist diese 20,3V Stufe echt! Diese wird vom Ladegerät via USB PD angeboten. Ich habe in meinem Leben noch nie gesehen oder davon gehört, dass irgendein Gerät 20,3V benötigt?! Aber eine USB PD Stufe mehr schadet auch nicht, von daher soll dies keine Kritik sein.

Nutzt du beide Ports gleichzeitig haben wir eine Drosselung auf 45W + 20W.

 

Mit PPS

Das Selore Ladegerät unterstützt erfreulicherweise auch den PPS Standard.

3,3-21V bei bis zu 3A

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB C Ladegeräten nicht ganz so wichtig, so lange die Spannungen innerhalb der Grenzwerte bleiben. Zudem ist natürlich eine hohe Spannungsstabilität ein Zeichen von besserer Elektronik.

Die Spannungsstabilität des Selore SL-C001 67W USB C Ladegerät sieht soweit gut aus! Hier habe ich schon viel schlechteres gesehen.

 

Effizienz

Kommen wir zum Abschluss auf die Effizienz zu sprechen.

Diese schwankt zwischen 78% bei niedriger Last und 90% bei hoher Last. Dies ist soweit in Ordnung! Es gibt Modelle die in der Spitze vielleicht 91-92% erreichen, aber generell passt die Effizienz des Selore SL-C001.

 

Fazit

Das Selore SL-C001 ist ein gutes Dual-Port 67W USB C Ladegerät. Dieses bietet eine gute Spannungsstabilität, gute Effizienz, hat PPS und zeigte sich im Test allgemein unproblematisch.

Kurzum, das Selore SL-C001 ist empfehlenswert! Allerdings im Gegenzug, es ist auch kein ungewöhnliches Ladegerät. Es gibt in diesem Bereich durchaus einige Alternativen, welche +- ähnlich sind.

Ladegerät 67W GaN Charger Dual USB C Netzteil 2-Port PD 3.0/PPS...
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Schau hier ein wenig auf den Preis! Bekommst du das Selore 67W Dual Port Ladegerät günstig, dann schlag zu! Ansonsten schau dir auch mal das UGREEN Nexode USB C Ladegerät 65W als Alternative an.

Empfehlung: die XLayer Power Bar im Test, 20000 mAh + 65W USB C

XLayer bietet mit der Power Bar eine interessante Allround Powerbank an! Diese bietet 20000 mAh Kapazität und einen 65W USB C Ausgang, für rund 70€. Damit ist die Powerbank sowohl für Smartphones, Tablets aber auch kleinere Notebooks geeignet.

Dies zumindest in der Theorie! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die XLayer Power Bar überzeugen? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an XLayer für das Zurverfügungstellen der Power Bar für diesen Test.

 

Die XLayer Power Bar im Test

Der Name “Bar” kommt bei dieser Powerbank nicht von ungefähr. So setzt XLayer auf ein sehr „blockiges“ Design. Die Powerbank misst 104 x 48 x 48 mm, was für ein 20000 mAh + 65W Modell soweit passt.

Auf Seiten des Gewichts haben wird 394g.

Kapaziät  Leistung  Gewicht
INIU BI-B5 20000 22,5 W 350 g
XLayer Power Bar 20000 65 W 394 g
Baseus PPAP20K 20000 20 W 438 g
Baseus Power Bank 20000mAh 20000 65 W 453 g
INIU BI-B63 25000 65 W 487 g
ANKER 537 PowerCore 24K für Laptop 24000 65 W 496 g

 

Damit ist die XLayer Power Bar sogar relativ leicht für eine 65W Powerbank dieser Größenklasse, gerade wenn wir bedenken, dass diese über ein Metallgehäuse verfügt.

Ja das Gehäuse, abseits der Endstücke, besteht aus einem Stück Metall, welches an den Rändern abgerundet ist.

Hierdurch wirkt die Powerbank sehr massiv, stabil und auch wertig!

Weitere Pluspunkte gibt es für das kleine Display auf der Front. Dieses zeigt dir den aktuellen Ladestand in % an, nett.

 

Anschlüsse der XLayer Power Bar

Die XLayer Power Bar besitzt auf der Front 2x USB A und 2x USB C Ports, was eine ziemlich optimale Ausstattung ist.

  • USB C – Power Delivery 65W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB A – Quick Charge 3.0 18W – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Zunächst haben wir zwei USB C Ports, welche bis zu 65W nach dem Power Delivery Standard liefern können.

USB Power Delivery ist der Ladestandard welcher von Apple, Samsung, Google, Nintendo, ASUS und im Generellen allen westlich orientierten Herstellern genutzt wird. Entsprechend funktioniert die Powerbank prinzipiell erst einmal mit hunderten Geräten, ob nun iPhone, iPad, MacBook, Dell XPS, Nintendo Switch usw.

Dank der Leistung von bis zu 65W ist die Powerbank auch für mittelgroße Notebooks geeignet.

Hinzu kommen zwei USB A Ports mit Quick Charge 3.0.

 

Nur ein USB C Port 65W

Spannenderweise hat nur der rechte USB C Port die Leistung von 65W. Der linke Port hat “nur” 60W. Nicht, dass diese +-5W eine Rolle spielen würden, aber ich will dennoch diese Beobachtung mit dir teilen.

 

Nur ein Gerät 65W

Die Powerbank kann maximal 65W liefern. Entsprechend drosselt sich diese sobald du mehr als ein Gerät verbindest.

Diese Drosselung ist hier aber sehr hart! Verbindest du zwei Geräte mit der Powerbank werden alle Ports auf 5V/2,4A gedrosselt!

Also Notebook + Smartphone Laden ist nicht möglich, selbst wenn dein Notebook nicht die vollen 65W benötigt, schade!

 

Mit PPS

Erfreulicherweise bietet die Powerbank auf beiden USB C Ports den PPS Standard.

  • 3,3-11V bei bis zu 3A
  • 3,3-21V bei bis zu 3A

Für eine 65W Powerbank eine gute, normale PPS Range. So kann die Powerbank Samsung Smartphones beispielsweise mit bis zu 25W laden.

PPS steht für Programmable Power Supply. Das normale USB Power Delivery bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dieses eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone es wäre gerade ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS Ladegerät diesem 6,5V liefern.

Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23 Serie benötigen PPS um das volle Ladetempo zu erreichen, siehe hier Laden des S23 Ultra. Ein S23 Ultra kann an einem normalen USB PD Ladegerät mit maximal 14W laden, an einem PPS Ladegerät mit 45W. Unterstützt Dein Smartphone kein PPS, dann ignoriert es einfach diese Funktion und behandelt das Ladegerät wie ein normales USB PD Ladegerät.

 

Wie testet techtest.org Powerbanks?

Mittlerweile habe ich für Techtest hunderte Powerbanks getestet. Der generelle Testaufbau ist dabei über die Jahre aber sehr ähnlich geblieben.

Nach Erhalt wird die Powerbank ausgepackt und fotografiert. Anschließend sehe ich mir diese näher an, messe sie aus, wiege sie usw. Anschließend wird die Powerbank geladen.

Die wichtigste Messung ist hier die Kapazität. Hierfür entlade ich Powerbanks bei diversen Leistungsstufen an einer elektronischen Last. Dafür nutze ich meist die ATORCH DLB-600W 200V und einen USB PD Trigger (welcher für das Auswählen der spezifischen Spannungsstufe nötig ist). Teils nutze ich auch ein gesondertes Messgerät, da teils bei hohen Lasten (3A+) die Kabel einen zu großen Einfluss auf die gemessene Kapazität haben.

Nach jedem Durchlauf wird die Powerbank wieder geladen. Dabei logge ich den Ladevorgang, Ladedauer usw. mit. Hierfür nutze ich das Power-Z KM003C Messgerät.

Die Kapazität bei Powerbank Tests messe ich in Wh und rechne für eine bessere Vergleichbarkeit anschließend in mAh @3,7V um! Mehr zum Thema Wh gegen mAh findest du hier.

Zu guter Letzt teste ich die Powerbanks an diversen Geräte, meist dem aktuellen iPhone, iPad Pro, MacBook Pro, Google Pixel, Nintendo Switch und anderen Geräten die ich im Büro herumliegen habe.

Selbstverständlich kann ich aber auch nicht alle Smartphones testen. Ich kann aber mithilfe des Power-Z KM003C unterstützte Ladestandards usw. auslesen und eine fundierte Einschätzung abgeben.

 

Kapazitätsmessung der XLayer Power Bar

XLayer wirbt bei der Power Bar mit einer Kapazität von 20.000 mAh bzw. 74Wh. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der HA
5V/1A 57.987 15672 78%
9V/1A 62.861 16989 85%
9V/3A 63.521 17168 86%
20V/1A 63.207 17083 85%
20V/3A 60.525 16358 82%

Ich konnte bei der XLayer Power Bar eine Kapazität zwischen 15672 mAh und 17168 mAh messen. Dies entspricht einem Bereich von 78% bis 86% der Herstellerangabe. Dies passt!

Die niedrigen 15672 mAh wurden bei geringen 5V/1A gemessen, die hohen 17168 mAh bei 9V/3A.

Und ja es ist normal, dass eine Powerbank nicht 100% der Herstellerangabe erreicht! Alles über 80% ist hier völlig normal, unter 70-75% wäre “verdächtig” niedrig.

 

Ladetempo der XLayer Power Bar

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks ++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones +
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) ++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) ++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Dank des 65W USB C Ports ist die Powerbank für eine Vielzahl an Geräten sehr gut geeignet! Ob nun Apple iPhones, iPads, MacBooks, Windows Notebooks (Dell XPS 13, usw) oder auch Konsolen wie die Nintendo Switch oder das Steam Deck, die Powerbank wird mit solchen Geräten sehr gut klar kommen. Sofern du nicht mehr als ein Gerät auf einmal verbindest.

Dank der PPS Stufe ist die Powerbank auch für Samsung Galaxy und Google Pixel Smartphones gut geeignet. Samsung Smartphones würden sich mit maximal +- 25W an der Powerbank laden lassen. Die vollen 45W einiger Modelle sind entsprechend leider nicht möglich, hierfür wäre eine größere PPS Stufe nötig.

 

Ladedauer

Ist die XLayer Power Bar nun leer, wie lange dauert das Laden?

An einem, 60W+ USB Power Delivery Ladegerät braucht die Powerbank einfach 1:45h für das 0% auf 100% laden, was sehr flott ist!

An einem klassischen USB A Ladegerät brauchen wir rund 10 Stunden, was soweit normal ist.

 

Fazit zur XLayer Power Bar

Die XLayer Power Bar gehört zu den besten Powerbanks derzeit auf dem Markt!

  • 20000 mAh (17168 mAh) Kapazität
  • 65W USB C Port
  • PPS (3,3-21V bei bis zu 3A)
  • 0% auf 100% in 1:45h geladen

Dies sind erst einmal wirklich brauchbare Eckwerte! Damit ist XLayer Power Bar als Allround Powerbank absolut brauchbar, egal ob nun für iPhone, Samsung Galaxy, Google Pixel oder auch größere Geräte wie Tablets und kleinere Notebooks.

Die XLayer Power Bar wird gut mit jeder Form von Endgerät umgehen! Zwar ist die Kapazität der Powerbank gut, allerdings sind rund 17000 mAh im Maximum auch nicht überragend, weshalb ich die Powerbank für größere Notebooks nur bedingt empfehlen würde.

Hinzu kommt ein flottes Laden, 0% auf 100% in 1:45h kann sich sehen lassen, und auch die Abmessungen der Powerbank sind für die Leistung und Kapazität nicht zu groß.

Sicherlich der größte Pluspunkt ist aber der Preis. Du bekommst die XLayer Power Bar für knapp unter 70€, was ein sehr guter Preis für das Gebotene ist!

Super kompakt, günstig und auch gut? Die 1More PistonBuds Pro im Test

Mit den PistonBuds Pro bietet 1More neue günstige true Wireless Ohrhörer an. Diese sehen auf den ersten Blick sehr spannend aus!

Wir haben hier sehr kleine und kompakte Ohrhörer, was in der Regel für den Tragekomfort ideal ist, welche zudem über ANC verfügen. Mittlerweile nicht mehr außergewöhnlich, aber in der +- 60€ Preisklasse auch nicht selbstverständlich.

Aber wie steht es um den Klang? Klingen die 1More PistonBuds Pro gut? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an 1More für das Zurverfügungstellen der PistonBuds Pro für diesen Test.

 

Die 1More PistonBuds Pro im Test

Die 1More PistonBuds Pro sind sehr kleine und kompakte Ohrhörer. Dies gilt sowohl für die Ohrhörer selbst, wie aber auch für die Lade/Transportbox.

Letztere misst gerade einmal 58 x 23 x 37,4 mm und bringt 40g inklusive Ohrhörer auf die Waage (31,35g ohne).

Dabei ist die Ladebox schick gestaltet und auch qualitativ soweit gut! Allerdings ist diese auch nichts “Besonderes”.

Geladen wird die Ladebox via USB C. In der Ladebox steckt ein 410 mAh großer Akku, welcher die Ohrhörer ca. 4-5x laden kann. Mit jeder Ladung halten die Ohrhörer ca. 4-5 Stunden mit ANC durch.

Dies sind vernünftige Werte für die Akkulaufzeit.

Die PistonBuds Pro selbst setzen auf das typische Ohrstöpsel Design, sind aber sehr kompakt gebaut! Ebenso sind diese mit rund 4,4g wunderbar leicht.

Optisch würde ich die Ohrhörer aber als unspektakulär einstufen. Ihr Gehäuse besteht aus einfachem, aber gutem Kunststoff, lediglich auf der Touch-Sensitiven Rückseite haben wir eine Hochglanzoberfläche und das 1More Logo.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der 1More PistonBuds Pro ist 1a. Die Ohrhörer sind leicht, klein und sitzen einfach absolut problemlos in meinen Ohren. Diese drücken oder stören nicht.

Viel besser kann der Tragekomfort eigentlich nicht ausfallen!

 

ANC und Transparenzmodus

Das ANC der 1More PistonBuds Pro ist soweit OK. Dies ist nicht das beste ANC das ich jemals gehört habe, aber es ist auch nicht das schlechteste. Für die Preisklasse ist das ANC sogar recht gut!

Dieses kann surrende und brummende Geräusche merklich ausblenden. Allerdings besonders laute Geräusche kommen weiterhin durch, zudem haben die Ohrhörer ein leichtes Rauschen im ANC Modus.

Der Transparenzmodus wiederum gefällt mir fast noch etwas besser als der ANC Modus. Dieser ist recht klar und verzögerungsarm.

Kurzum, teurere Ohrhörer haben ein besseres ANC, aber für die 60€ Preisklasse ist dieses mehr als brauchbar. Der Transparenzmodus hingegen ist sogar überdurchschnittlich gut.

 

Klang der 1More PistonBuds Pro

Kommen wir zum Klang der 1More PistonBuds Pro. Dieser ist leider recht unspektakulär. Die Ohrhörer klingen nicht direkt schlecht, aber recht flach und etwas langweilig.

Dies fällt vor allem bei den Höhen auf. Ich würde die Höhen nicht mal als dumpf bezeichnen, das sind Sie nicht, aber sie wirken recht flach. Dies ist aber auch eine recht treffende Bezeichnung für den gesamten Klang der Ohrhörer. Musik klingt recht “neutral”, weder Bass noch Höhen stechen groß hervor.

Dabei ist aber der Bass auch nicht schlecht, der Bass ist schön satt und tief, aber von der Masse halt nicht angehoben oder geboostet. So würde ich den Bass als absolut neutral bezeichnen.

Die Mitten und somit auch Stimmen hingegen klingen voll und sehr schön natürlich.

Nach meiner ersten klanglichen Einschätzung hätte ich die Ohrhörer unterm Strich Nutzern empfohlen, die einen neutralen Klang suchen, welcher in dieser Preisklasse normalerweise extrem selten ist. Die meisten Ohrhörer in den günstigeren Preisklassen haben einen extrem wilden Bass und Klangsignatur, was hier nicht der Fall ist.

Allerdings ist bei der Messung der Frequenzkurve schon etwas auffällig. So ist der Bass und auch die unteren Mitten recht neutral. Allerdings alles oberhalb von ca. 3000 Hz bricht bei den 1More PistonBuds Pro extrem weg.

So eine Klangsignatur habe ich noch nie gesehen.

 

Fazit

Es gibt an den 1More PistonBuds Pro viel zu mögen. So gefällt mir gerade der Tragekomfort sehr gut! Die Ohrhörer sind schön klein und leicht. Zudem war die Passform für meine Ohren ziemlich ideal.

Auch am ANC und Transparenzmodus gibt es nichts zu bemängeln. Klar beides geht schon noch besser, aber nicht in der 60€ Preisklasse! Für diese Preisklasse ist das ANC überdurchschnittlich.

Allerdings bin ich beim Klang etwas hin und her gerissen. Die Ohrhörer klingen nicht schlecht, aber recht unspektakulär und fast schon etwas flach. Hier kommt es etwas auf deinen Geschmack an! Ist das für dich Ok? Suchst du weniger aufgeregte Ohrhörer mit tollem Tragekomfort? Dann bist du vielleicht bei den 1More PistonBuds Pro richtig.

Das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN USB C Netzteil im Test

Oraimo bietet mit dem HyperGaN 120W ein interessantes USB Ladegerät nun auch auf dem deutschen Markt an.

Wie der Name schon sagt haben wir hier ein 120W USB C Ladegerät mit vier Ports, welches auf die GaN Technologie setzt. Dabei sieht das Ladegerät auf den ersten Blick sehr wertig und edel aus.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist das Oraimo 120W HyperGaN USB C Netzteil so gut wie es der Hersteller verspricht?

Finden wir es im Test heraus!

 

Das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN USB C Netzteil im Test

Das  Oraimo OCW-E109F setzt auf den typischen Steckernetzteil-Formfaktor. Das Ladegerät wird also direkt in die Steckdose gesteckt, ideal für Reisen oder wenn es um das Platzsparen geht.

Das Ladegerät misst 75 x 75 x 34,7 mm und bringt 343g auf die Waage. Damit ist dieses trotz der Nutzung von GaN nicht extrem kompakt oder klein.

Es ist kompakt, aber auch nicht extrem. Für mich ist das aber ok, zumal das Ladegerät sich sehr wertig und gut gebaut anfühlt.

So steht das Oraimo OCW-E109F den Modellen von Anker und Co in nichts nach!

 

Die Anschlüsse des Oraimo OCW-E109F

Das Oraimo OCW-E109F 120W Ladegerät besitzt 3x USB C und 1x USB A auf der Front.

  • USB C 1 / 2 – 100W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 3 – 30W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB A – SCP und Quick Charge – 4,5V/5A, 5V/4A, 9V/3A, 12V/2,5A, 20V/1,5A

Die beiden primären USB C Ports bieten maximal 100W Leistung nach dem USB Power Delivery Standard. Entsprechend sind diese Ports sowohl für Smartphones wie aber auch größere Geräte wie Notebooks geeignet.

USB C Port 3 hingegen bietet “nur” 30W, ist also für Smartphones und Tablets geeignet.

Der USB A Port unterstützt ebenfalls bis zu 30W nach Quick Charge und Huawei Super Charge.

 

Nicht alle Ports gleichzeitig nutzbar

Natürlich kannst Du nicht alle Ports des Ladegerätes gleichzeitig nutzen. Das Ladegerät kann maximal 120W über alle Ports bereitstellen.

Nutzt Du mehrere Ports, dann wird nach folgendem Schema gedrosselt.

USB C 1 USB C 2 USB C 3 USB A
100W
60W 30W
90W 30W
90W 30W
90W 30W
90W 30W
60W 30W 30W
60W 30W 30W
65W 30W 10W 10W

 

Mit PPS

Das Oraimo OCW-E109F unterstützt auf allen USB C Ports den PPS Standard.

  • USB C 1 und 2 – 3,3-21V bei bis zu 5A
  • USB C 3 – 3,3-21V bei bis zu 1,5A

 

Probleme beim Belastungstest

Wie üblich habe ich das Oraimo OCW-E109F eine Zeit lang mit Leistung X belastet. Hierfür nutze ich eine so genannte elektronische Last, um gezielt beispielsweise 20V/5A aus dem Ladegerät zu ziehen.

Allerdings mochte das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN USB C Netzteil meine elektronische Last nicht.

So brach das Ladegerät den Testdurchlauf bei 20V/5A immer nach wenigen Sekunden ab. Selbes Spiel bei 4,9A, 4,8A, 4,7A, 4,6A, 4,5A.

Okay, erster Gedanke “oh das Ladegerät kann keine 20V/5A liefern”. Allerdings ist dies nicht ganz richtig. In Kombination mit einer Powerbank 4smarts Lucid Ultra konnte das Ladegerät konstant 5,1A bei 20V liefern(bis die Powerbank voll war bzw. das Laden drosselte).

Von daher scheint es hier einfach eine merkwürdige Inkompatibilität zu meinem Test Equipment zu geben. In der Praxis funktionierte das Ladegerät aber normal.

Allerdings kann ich daher diesmal nicht meinen üblichen Belastungstest durchführen.

 

Ladetempo

Zu erwartendes Ladetempo
Apple iPads +++
Apple iPhones +++
Apple MacBooks +++
Google Pixel +++
Huawei Smartphones ++
OnePlus Smartphones +
Realme Smartphones +
Samsung Galaxy Smartphones („S“ Serie) +++
Windows Notebooks (Dell XPS, ASUS usw.) +++
  • +++ = „perfekt“ maximal mögliches Ladetempo zu erwarten
  • ++ = sehr hohes Ladetempo zu erwarten
  • + = flottes Ladetempo zu erwarten
  • 0 = „Standard“ Ladetempo zu erwarten
  • – = langsames Ladetempo zu erwarten
  • — = nicht kompatibel oder nur sehr eingeschränkt geeignet

Zunächst ist das Ladegerät für sämtliche Apple Geräte gut geeignet. Egal ob nun iPhone, iPad oder MacBook. Mit bis zu 100W sind hier alle Geräte gut versorgt.

Auch für Windows Notebooks ist das Ladegerät prinzipiell gut einsetzbar. Wenn diese via USB C laden können sind 100W mehr als ausreichend.

Dank der vollen PPS Range passt auch das Ladetempo in Kombination mit den Samsung S Serie Smartphones. So könnte das Ladegerät ein S23 Ultra mit bis zu 45W laden.

 

Spannungsstabilität des Oraimo OCW-E109F

Die Spannungsstabilität ist bei USB C Ladegeräten nicht mehr ganz so relevant wie es bei klassischen 5V Ladegeräten der Fall war. Dennoch überprüfe ich gerne die Stabilität der primären USB C Ports.

Eine gleichmäßige Spannung ist immer ein Zeichen für eine gute Elektronik.

Prinzipiell sind die Spannungen beim Oraimo OCW-E109F alle innerhalb der Grenzwerte. Allerdings ist die Stabilität vorsichtig gesagt eher mäßig gut. Gerade bei der 20V Stufe fällt diese doch recht stark ab. Bei 5A liegen wir nur noch bei ca. 19,2V. Ich konnte in der Praxis aber auch schon Werte im Bereich 19,1xxV beobachten.

Wahnsinnig gut geregelt sind die USB C Ports also nicht. Wird dies in der Praxis zu Problemen führen? Vermutlich nicht.

 

Wie hoch ist die Effizienz des Oraimo OCW-E109F?

Bei immer steigenden Strompreisen ist die Effizienz von Netzteilen zunehmend wichtiger. Wie schlägt sich das Oraimo OCW-E109F hier?

Bei super niedriger Last ist die Effizienz mit 69% etwas niedrig, aber bereits bei 15W (5V/3A) steigt diese auf vernünftige 82% an.

Bei hoher Last kommen wir auf bis zu 92% Effizienz, was spitze ist! Kurzum hier gibt es nichts zu meckern.

 

Fazit

Ich bin mit dem Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN zufrieden! Das Ladegerät machte im Test eine gute Figur.

Gut, aber nicht perfekt. So ist vor allem die Spannungsstabilität eher mäßig und die Probleme in Kombination mit meinem Testequipment verwundern mich weiterhin.

Allerdings in der Praxis ist das an sich egal. Ich konnte hier kein Gerät finden welches sich daran störte. Auch der generelle Qualitätseindruck ist gut, genau wie die Portausstattung.

3x USB C + 1x USB mit maximal 120W und PPS ist mehr als ordentlich! Hierdurch eignet sich das Ladegerät prinzipiell für so ziemlich alle Geräte. Du hast ein iPad und Samsung Galaxy S23 Ultra? Passt! Du bist voll im Apple Ökosystem unterwegs? Auch dann ist das Ladegerät ideal.

120W Ladegerät, oraimo HyperGaN USB C Netzteil 4 Ports Charger PD...
  • Ultra-schnelles Laden: Ein Ladegerät für MacBook Pro, das eine...
  • Intelligente Energieverteilung: Die intelligente...
  • Eines für alle: Das Ladegerät Oraimo 120 W Gan – schließen...
  • Angetrieben von Hypergan: Die Technologie kombiniert sich, um den...

Kurzum ja das Oraimo OCW-E109F 120W HyperGaN ist empfehlenswert. Allerdings musst du ein wenig auf den Preis achten. Vergleich diesen mit dem UGREEN Nexode 100W, welches ich für fast etwas besser halte!

Der ASUS ROG Rapture GT6 im Test, High End WLAN Mesh für Gamer!

Mit dem ROG Rapture GT6 bietet ASUS ein absolutes High End WLAN Mesh System an. Dieses soll sich primär an Gamer richten und besitzt ein dazu passend Feature Set und vor allem ein “Gaming” Design.

Aber was macht einen WLAN Router zu einem “Gaming WLAN Router”? Und ist dies überhaupt gut?

Finden wir dies im Test des ROG Rapture GT6 heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des ROG Rapture GT6 für diesen Test

 

Der ASUS ROG Rapture GT6 im Test

Bereits auf dem ersten Blick ist klar ersichtlich, dass der ROG Rapture GT6 kein gewöhnlicher WLAN Router ist.

So setzt der ROG Rapture GT6 auf ein trapezförmiges Gehäuse. Aber im Gegensatz zu anderen ASUS Gaming Routern verzichtet dieser auf die auffälligen externen Antennen.

Hierdurch sieht dieser etwas „cleaner“ und geschmackvoller aus, auch wenn der Router schon etwas “Gamer” schreit. Dennoch, mir gefällt das Design!

Die kleinen Antennen sind beim ROG Rapture GT6 unter einer durchsichtigen Kunststoffabdeckung auf der Oberseite angebracht.

Die Anschlüsse des Routers finden sich auf der Rückseite. Dort haben wir:

  • 1x 2,5Gbit WAN
  • 3x 1Gbit LAN
  • 1x USB 3.0
  • 1x DC Eingang

Zunächst freut es mich, dass wir einen 2,5Gbit Port haben. Allerdings finde ich es wieder etwas schade, dass wir nur einen davon haben.

 

App und Software

Grundsätzlich setzt der ASUS ROG Rapture GT6 auf die typische ASUS Software Benutzeroberfläche. Du hast hier die Wahl aus einer WebUI und der ASUS Router App.

Normalerweise bevorzuge ich bei Netzwerk Equipment die WebUI, allerdings ist hier klar ersichtlich, dass der Fokus von ASUS eher auf der App liegt.

So ist die App um einiges schicker und moderner gestalltet. Diese setzt dabei auf das Republic of Gamers Design.

Es hat mich hier etwas zum Schmunzeln gebracht, dass der erste Menüpunkt nach der Einrichtung der Steuerung der RGB LED gilt.

Allerdings abseits vom “ROG” Look ist die App gelungen, wenn auch vielleicht etwas “verschachtelt”.

So wäre das GT6 und allgemein die ASUS WLAN Router nicht zwingend meine erste Wahl wenn du ein “super einfaches” System möchtest.

Im Gegenzug ist allerdings der Funktionsumfang erfreulich gut. Für mich das Wichtigste ist immer eine Übersicht über alle verbundenen Geräte im Netzwerk. Diese gibt es auch hier. So kannst du eine Übersicht über alle verbundenen Geräte mit IP Adresse und der aktuelle “Live” Datenrate sehen. Nützlich!

Hier kannst du auch einzelne Geräte blocken, priorisieren oder das “Sichere Browsen” einschalten. Ja das GT6 System kann auf Wunsch für einzelne Geräte folgende Inhalte blocken:

  • Schädliche Inhalte (Viren)
  • Nicht Jugendfreie Inhalte
  • Werbung

Ebenso kannst Du auch die Bandbreite für einzelne Geräte limitieren.

Wir haben selbstverständlich auch einige “gaming” Feature. So kannst du spielen (LOL, AOV, SWITCH, XBOX,Dota 2, Overwatch usw.), Streaming, VoIP, Video Chat und noch andere Anwendungen auf Wunsch priorisieren.

In der Praxis wird dies aber nur eine Rolle spielen, wenn du eine sehr “limitierte” Internetleitung besitzt.

 

Auch als Access Point nutzbar!

Prinzipiell ist der ASUS ROG Rapture GT6 als WLAN Router gedacht. Das heißt du nutzt diesen in Kombination mit einem Modem.

 

Technische Daten ASUS ROG Rapture GT6

Der ASUS ROG Rapture GT6 ist ein absoluter High End WLAN Router! Schauen wir uns zunächst einmal die technischen Daten an:

  • ASUS ROG Rapture GT6
  • WLAN 6 (wie auch WLAN a/b/g/n/ac)
  • 574 Mbit auf dem 2,4Ghz Band
  • 4804 Mbit auf dem 5GHz Band 1
  • 4804 Mbit auf dem 5GHz Band 2

Der ROG Rapture GT6 verfügt über drei WLAN Bänder, 1x 2,4GHz wie auch 2x 5 GHz. Die beiden 5 GHz Bändern können als getrennte WLAN Netzen genutzt werden, beispielsweise 5 GHz 1 für Smartphones, Smart TV usw., 5 GHz 2 für Spielekonsolen, Gaming Notebooks usw.

Durch dieses Aufteilen stören sich die Geräte untereinander nicht und nehmen sich keine Bandbreite weg.

Alternativ kannst Du ein 5 GHz Band auch für die Mesh Funktionalität reservieren.

Mit 4804 Mbit erreicht der ASUS ROG Rapture GT6 die gängigen maximalen Datenraten eines High End WLAN 6 Routers. So setzt dieser auf ein 4×4 Design mit 160 MHz Kanalbreite.

Die 160 Mbit Kanalbreite ist gerade für Computer mit den Intel WLAN 6 Netzwerkkarten extrem wichtig, welche diese für das volle Tempo benötigen.

Dabei ist der GT6 natürlich abwärtskompatibel zu den alten WLAN Standards. Das 6 Ghz WLAN 6E ist leider nicht mit an Board. Allerdings ist WLAN 6E auch nicht das absolute Wunderding, mehr dazu hier: WLAN 6E, was kann das neue 6GHz WLAN und wie ist die Reichweite?

 

Tri-Band WLAN Mesh

Du kannst eine Station des ASUS ROG Rapture GT6 komplett einzeln nutzen, wie einen klassischen WLAN Router. Allerdings ist der GT6 als “Mesh” System gedacht. Du kannst also mehrere Stationen des GT6 miteinander verbinden und diese “Gemeinsam” als ein großes WLAN System nutzen.

Dies kannst Du bei ASUS prinzipiell immer, dank AI Mesh. https://www.asus.com/microsite/AiMesh/de/

Allerdings ist der Rapture GT6 hier besonders geeignet, denn er verfügt über ein Tri-Band WLAN Netz. Wir haben also ein 2,4 GHz Band und 2x 5 GHz Bänder. Dabei kann eins der 5 GHz Bänder als ein Rückkanal für das Mesh System genutzt werden, was dessen Performance massiv steigert.

 

Wie testet techtest.org WLAN Router?

Das testen von WLAN Routern ist nicht einfach, da es hier sehr viele Faktoren gibt! Alleine je nach Störsignalen kann die WLAN Leistung extrem schwanken.

Dennoch möchte ich dir natürlich auch ein paar Zahlen aus der Praxis nennen. Da wir hier ein WLAN Mesh System Teste ich zunächst die Leistung der beiden Stationen untereinander.

Hierfür nutze ich das Synology DS1821+ NAS an der einen Station (2,5Gbit) LAN (zum Test bei Techtest) und mein Notebook an der anderen Station.

 

Mesh Performance

Starten wir mit der “Mesh” Performance des GT6 Systems. Hierbei messe ich den Datenrate zwischen den beiden Stationen. Hierfür verbinde ich jeweils ein Endgerät via 2,5Gbit LAN und messen den Datendurchsatz zwischen den Stationen.

Dies habe ich auf 3 Distanzen gemacht.

  1. Die Stationen standen sich im gleichen Raum auf Kurzdistanz gegenüber.
  2. Eine Station stand im Erdgeschoss und eine Station oberhalb in der 1. Etage.
  3. Durch ein ca. 200m² Haus, von einer Ecke im Erdgeschoss zur anderen Ecke in der 1. Etage.

Im absoluten Maximum erreichen zwei Stationen des ASUS ROG Rapture GT6 Systems 1509 bis 1603 Mbit. Nicht ganz die beworbene Leistung, aber klar oberhalb einer klassischen Gbit LAN Verbindung.

Spannender wird es auf Distanz. Selbst mit einer Decke/Fußboden zwischen den Stationen kommen wir weiterhin auf rund 1400 Mbit.

Willst Du also das ASUS ROG Rapture GT6 System nutzen, um eine Datenverbindung von einer Etage zur anderen zu bringen, dann wirst du hier sehr zufrieden sein! Über 1 Gbit ist mehr als beachtlich.

Bei Test NR. 3 wird es dann aber etwas enger, hier kommen wir “nur” noch auf 393 Mbit bzw. 311 Mbit.

Ich würde also nicht mehr als 3-4 Wände zwischen die zwei Stationen bringen.

An dieser Stelle aber nochmal ein interessanter Vergleich und zwar was wäre, wenn wir ein Apple MacBook Pro 13 M1 und ein Notebook mit der Intel AX201 auf diesen Distanzen direkt mit der Basisstation verbinden vs. wenn wir den Mesh Knotenpunkt im gleichen Raum betreiben.

Gerade die Intel AX201 tut sich auf Distanz sehr schwer und erreicht hier nur noch ein Ergebnis, welches als kaum nutzbar zu bezeichnen ist. Das Apple MacBook Pro 13 M1 hingegen scheint etwas Signalstärker zu sein.

Allerdings einfach mit dem Mesh Knotenpunkt im gleichen Raum wie die Endgeräte (und via WLAN verbunden) steigert die Performance schon massiv!

Besser wäre es wenn Du den Knotenpunkt mittig zwischen Basis und Endgerät bewegen würdest, dann würden wir vermutlich Ergebnisse im Bereich 600 Mbit sehen, aber auch schon so ist der Unterschied deutlich.

 

Performance zu Endgeräten

Schauen wir uns auch einmal die Leistung zu diversen Endgeräten an. In diesem Fall zu einem ASUS Notebook mit Intel AX201 WLAN Karte, welche sehr weit verbreitet ist, wie auch einem MacBook Pro 13 M1.

Wir nutzen hier die gleichen Distanzen wie schon beim Mesh Test.

Auf kurze Distanz liefert die Kombination aus GT6 und Intel AX201 eine extrem gute Performance, mit 1640 Mbit im optimalen Fall. Dies ist erstaunlicherweise sogar etwas mehr als beim ASUS ZenWiFi Pro XT12.

ASUS ROG Rapture GT6      1640

ASUS ZenWiFi Pro XT12      1228

Aber auch das MacBook Pro 13 M1 erreicht beachtliche 926 Mbit.

Durch eine Etage/Wand hindurch kommen wir bei der Intel AX201 weiterhin auf sehr beachtliche 1142 Mbit und beim MacBook auf 689 Mbit.

Erst wenn wir die Distanz nochmal steigern bricht die Intel AX201 völlig ein. Hier kann ich aber nicht mit Sicherheit sagen ob dies an der Intel WLAN Karte oder am Router liegt, denn das MacBook lieferte auf dieser Distanz immer noch sehr gute Ergebnisse.

Dennoch unterm Strich sind dies gerade auf Kurz- und Mitteldistanz die besten Werte, die ich bisher gesehen habe!

 

Stromverbrauch

Mit im Lieferumfang des GT6 ist ein 45W Netzteil! Glücklicherweise benötigt der Router aber keine 45W.

Bei einer leichten bis mittleren Last und einer 2,5Gbit LAN Verbindung benötigt der Router ca. 10,4W.

Dies ist nicht wenig, aber auch nicht extrem viel. 10W 24/7 bei einem Strompreis von 0,40€ entspricht 35€ pro Jahr an Stromkosten, pro Station.

 

Fazit

Der ASUS ROG Rapture GT6 ist schon ein sehr teurer Spaß! Zudem sind die “Gamer” Feature zu weiten Teilen eher Gimmicks. Es gibt durchaus nützliche Feature, wie das Limitieren von Bandbreite für gewisse Geräte usw., aber beispielsweise die Priorisierung von Traffic spielt nach meiner Einschätzung nur bei sehr limitierten Internetverbindungen eine große Rolle (16 Mbit oder weniger).

Allerdings ist ASUS Mentalität bei Routern eh eher “mehr ist mehr”. So bieten die GT6 einen gigantischen Funktionsumfang, mit dem kaum ein anderer Router mithalten kann. Viel davon sind Gimmicks oder Detaileinstellungen, einiges ist aber auch wirklich nützlich. Hierdurch ist ASUS UI aber auch etwas überladen und allgemein wären ASUS Router nicht meine erste Wahl, wenn du es möglichst einfach haben möchtest.

ASUS größte Stärke ist aber klar die Performance. Auf kurzen bis mittleren Distanzen mit gängigen WLAN 6 Endgeräten sind Geschwindigkeiten über 1 Gbit problemlos erreichbar!

Auf Kurz und Mitteldistanz habe ich in Kombination mit der Intel AX201 WLAN Karte und dem GT6 bisher die besten Werte eines WLAN Routers jemals im Test gesehen! 

Über 1600 Mbit zu einem Endgerät ist mehr als beachtlich!

Auch was die Stabilität betrifft, waren die GT6 unheimlich gut. ASUS Router hatten früher, was die Stabilität betrifft, eher einen mittelmäßigen Ruf, aber die Modelle der letzten Generationen liefen bei mir immer absolut stabil, nicht schlechter als UniFi Equipment (teils sogar besser).

Hinzu kommt die gute WLAN Mesh Leistung und auch die flexible Mesh Nutzung. So kannst du verschiedene ASUS Router zu einem Mesh Netzwerk verknüpfen.

Das einzige was ich etwas kritisieren muss und will ist, dass wir nur einen 2,5Gbit LAN Port haben. Hier hätte ich mir einen zweiten gewünschten, beispielsweise für einen PC und ein NAS.

Abseits davon ist aber das ROG Rapture GT6 System herausragend! Gerade die pure Leistung ist beachtlich!

ASUS ROG Rapture GT6
POSITIV
Herausragende WLAN Leistung
2x 5Ghz Bänder
Sehr großer Softwareumfang
Sehr gute Mesh Funktionalität
Interessantes Design
Sehr gute Stabilität
NEGATIV
Software teils etwas überladen
Nur 1x 2,5Gbit LAN
96

Satte 200Ah Kapazität zum fairen Preis! Test: Redodo LiFePO4 12V 200Ah

Wenn Du nach günstigen Batteriespeichern für DIY Solaranlagen suchst, wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit auch über den Hersteller Redodo stolpern.

Bereits im Vergleich “6x 100Ah LiFePO4 Akkus im Vergleich” hatte der 100Ah Akku von Redodo sehr gut abgeschnitten. Aber war dies nur ein „Ausrutscher“ oder sind die Redodo Akkus wirklich überdurchschnittlich gut und dabei auch noch recht günstig?

Schauen wir uns in diesem Test den großen Redodo LiFePO4 12V 200Ah Akku an. Kann dieser ebenfalls überzeugen? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Redodo für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test!

 

Der Redodo LiFePO4 12V 200Ah Akku im Test

Mit 200Ah Kapazität ist der Redodo Akku schon ein ziemlicher Brocken! So misst dieser 532 x 207 x 215 mm und bringt satte 19,16 Kg auf die Waage.

Damit der Akku dennoch für eine einzelne Person gut zu transportieren ist, besitzt dieser zwei Handgriffe mit Kordel. Tatsächlich ein “System” das erfreulich sicher und gut funktioniert.

Allgemein wirkt der Akku sehr gut gebaut! Auch das weiß graue Design mit dem bunten Aufkleber wirkt einfach wertig. Natürlich spielt das Design in der Praxis keine rolle, aber es wirkt schon vertrauenserweckend.

Selbiges gilt für die wirklich gut gemachte Anleitung! Auch diese ist sehr wertig in einem klaren Deutsch. Hervorragend!

Mit im Lieferumfang des Akkus liegen zwei M8 Schrauben. Wie die meisten LiFePO4 Akkus nutzt auch dieser eine M8 Schraube für den Anschluss der Kontakte.

 

Technische Daten

Redodo LiFePO4 12V 200Ah
Kapazität  200 Ah
Energie 2560 Wh
Spannung 12,8V
Maximale Ausgangsleistung  100 A
Maximale Eingangsleistung 100 A
Maximale Ausgansleistung spitze 280 A
Empfohlener Ladestrom 40 A
Ladespannung 14,4V +- 0,2V

Der Redodo LiFePO4 12V 200Ah besitzt trotz der Kapazität von 200Ah “lediglich” ein 100A BMS. Dieses kann also 100A liefern bzw. aufnehmen.

Ja, du kannst den Akku mit bis zu 100A laden. Allerdings empfiehlt der Hersteller den Akku für eine bessere Haltbarkeit mit maximal 40A zu laden.

Ansonsten haben wir recht klassische technische Daten.

 

Was macht LiFePO4 so gut?

LiFePO4 / Lithium-Eisenphosphat Akkus sind eine super spannende Angelegenheit und diesen könnte durchaus die “Zukunft” im Bereich der Solar Pufferspeicher, E-Mobilität usw. gehören. Aber warum?

LiFePO4 Akkus tauschen eine etwas niedrigere Energiedichte verglichen mit klassischen Lithium Ionen Akkus gegen eine höhere Sicherheit und Haltbarkeit ein.

So erreichen selbst die einfachsten LiFePO4 Akku problemlos 2500+ Zyklen. Lithium-Ionen Akkus kommen meist nur auf 500-1000 Zyklen. In der Praxis kann die Haltbarkeit sogar noch viel größer ausfallen, denn diese schwankt auch nochmal massiv je nach Tiefe des Entladens.

So wirbt Redodo mit 4000-8000 Zyklen, was absolut hinkommen kann! Allerdings wirst Du gerade die 4000-8000 Zyklen nicht bei einer 100% Entladetiefe erreichen. Ich schätze die 4000 Zyklen sind bei einer 80% Entladetiefe möglich, die 8000 vermutlich bei um die 60%.

Gerade als Solar Pufferspeicher haben wir hier also eine potenziell extrem hohe Haltbarkeit.

Ebenso können LiFePO4 nicht thermisch durchgehen und sind beim Laden/entladen nicht ganz so sensibel.

Im Gegenzug sind diese aber bei gleicher Kapazität etwas größer als Lithium Ionen Akkus. Hierdurch eignen diese sich weniger für Smartphones, Notebooks und andere Geräte wo die Abmessungen eine übergeordnete Rolle spielen.

Wichtig, LiFePO4 Akkus dürfen nicht bei unter 0 Grad geladen werden! Entladen ist kein Problem, aber laden bei unter 0 Grad macht die Akkus kaputt. Leider hat der Redodo keine Unter-Temperatur-Abschaltung.

 

Wie testet Techtest LiFePO4 Akkus?

Die wichtigste Messung bei einem Akku ist die Kapazität. Hierfür lade ich zunächst den Akku am Xnvua 14,6V 20A LiFePO4 Ladegerät auf.

Anschließend wird dieser an einer elektronischen Last mit 10A und 20A entladen. Dabei logge ich sowohl die Kapazität wie auch die Spannung mit. Als elektronische Last kommt die DLB-600W zum Einsatz. Zum Mitloggen nutze ich einen ChargerLAB Power-Z Tester.

Diese Tests können mehrfach wiederholt werden, sollten Messwerte unplausibel erscheinen.

 

Die Kapazität

Der entscheidende Punkt ist die Kapazität des Akkus. Du kaufst im Kern einen LiFePO4 Akku nur für diesen Zweck, möglichst viel Kapazität zu haben.

Folgendes konnte ich hier messen:

Wh Ah
10A 2594.6 201.256
20A 2565.5 201.221
25A 2543.5 200.972

Im Test schwankte die Kapazität des Akkus um die 201Ah bzw. 25xx Wh. Damit wird die Herstellerangabe zur Kapazität erreicht bzw. minimal übertroffen.

Dies allerdings etwas weniger deutlich als erhofft. Die 100Ah Version des Redodo Akkus hatte damals bei mir im Test die Herstellerangabe deutlicher überschritten. Allerdings ist das auch kein Punkt über den ich wirklich meckern kann.

Wir bekommen bei der Kapazität hier ein Stück mehr als beworben ist, was sehr gut ist!

 

Spannungskurve

Die Spannungskurve bzw. der Spannungsverlauf bei LiFePO4 Akkus ist sehr flach, so auch hier.

Redodo LiFePO4 12V 200Ah Spannungsverlauf

Komplett voll pendelt sich der Akku bei 14,1 bis 13,8V ein. Nach dem Beginn des Entladens sinkt die Spannung aber mehr oder weniger sofort auf 13,1-13,2V.

Anschließend bleibt die Spannung lange Zeit sehr konstant. 80-90% der Kapazität dieses bzw. allgemein aller LiFePO4 Akkus spielt sich im Spannungsbereich 13,2-12,9V ab.

Sobald die Spannung unter 12,9V fällt, beginnt diese rapide zu sinken. Ab ca. 12,5V sind wir effektiv am Entladeschluss angekommen.

Ob du nun den Redodo LiFePO4 12V 200Ah auf 12,5V oder 10,8V entlädst, macht gerade einmal rund 5% Unterschied. Daher würde ich in der Praxis LiFePO4 auch nicht unter 12V entladen, auch wenn die offizielle Entladeschlussspannung bei 10,8V liegt.

 

Probleme mit dem BMS? (nein)

Ich habe den Akku in einer meiner DIY Off-Grind Solaranlagen integriert. Dort hängt dieser an einem BougeRV 20A MPPT Laderegler.

Erwartest du nun einen spektakulären Erfahrungsbericht, dann muss ich dich enttäuschen, der Redodo LiFePO4 12V 200Ah macht einen unauffällig guten Job. Dies gilt allerdings für so ziemlich alle LiFePO4 Akkus die ich in letzter Zeit in den Fingern hatte.

Die modernen LiFePO4 Akkus sind alle super unproblematisch! Kombiniert mit einem Ladecontroller der der schon LiFePO4 Akkus unterstützt und du brauchst wirklich nicht mit Problemen zu rechnen.

Selbiges gilt auch für das Reihe- und Parallelschalten von Akkus. Ich schalte in meinen DIY Anlagen meine Akkus parallel. Die Hersteller, auch Redodo, sagen natürlich, dass dies geht, aber bitte immer nur die gleichen Modelle parallel schalten.

Nach meiner Erfahrung kannst Du hier auch etwas „mixen“ und die BMS Module/Akkus haben damit keine Probleme.

 

Fazit

Der Redodo LiFePO4 12V 200Ah ist ein guter Akku. Dies ist allerdings nach meinen letzten Tests auch keine große Überraschung mehr. Die günstige LiFePO4 von Herstellern wie Redodo und Co. sind sehr gut und machen in der Praxis einen tadellosen Job.

So erreicht der Redodo LiFePO4 12V 200Ah Akku seine Herstellerangabe bezüglich der Kapazität. Das zwar mit rund 201 Ah recht knapp, aber diese wird überschritten.

Dabei zeigte sich der Akku im Test auch sehr problemlos und nicht zickig. Das 100Ah BMS taugt, genau wie das Gehäuse des Akkus und die Dokumentation.

Suchst du also einfach einen großen Akku für deine DIY Projekte, Wohnwagen usw. zu einem möglichst niedrigen Preis und ordentlicher Qualität, dann kann ich den Redodo LiFePO4 12V 200Ah empfehlen!

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Ideale Powerstation zum mitnehmen, mit fairem Preis! Die EBL MP500 500W Powerstation im Test

Der Hersteller EBL ist uns primär aufgrund seiner guten AA und AAA Akkus bekannt. Allerdings bietet EBL mittlerweile auch Powerstations an, genau genommen drei Modelle. Das mittlere Modell, die EBL MP500 wollen wir uns in diesem Test einmal ansehen.

So soll die MP500 eine Kapazität von 519.4Wh und eine Ausgangsleistung von bis zu 500W bieten. Dies zu einem Preis von unter 500€.

EBL MP500 Powerstation

Klingt doch erst einmal gut! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die EBL MP500 500W Powerstation auch ein gutes Modell? Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EBL für das Zurverfügungstellen der Powerstation für diesen Test.

 

Die EBL MP500 500W Powerstation im Test

EBL setzt bei der MP500 auf ein tendenziell eher funktionelles Design. So wirkt die Powerstation eher wie ein “Werkzeug” gebaut.

EBL MP500

So haben wir ein schwarz oranges Gehäuse mit vielen Rillen und Riffeln. Zudem besitzt dieses auf der Oberseite einen ausklappbaren Tragegriff. Zwar ist das Gehäuse und auch der Griff nicht übermäßig filigran gearbeitet, aber beides wirkt erfreulich stabil.

Die Anschlüsse wie auch ein kleines Display befinden sich auf der Front der Powerstation. An den Seiten oder der Rückseite ist nichts weiter Interessantes, außer die Auslässe für den integrierten Lüfter.

Auf der Oberseite, unterhalb des Tragegriffes findet sich noch ein kabelloses Ladepad.

EBL MP500 Lieferumfang

Mit im Lieferumfang der Powerstation befindet sich ein passendes Netzteil, KFZ Ladeadapter und ein Adapter für den Anschluss normaler Solarpanels.

 

Anschlüsse der MP500

Die Anschlüsse der Powerstation finden sich alle auf der Front. Hier finden wir:

  • 1x Steckdose 500W konstante Leistung, 1038W Peekleistung
  • 3x USB A – 18W Quick Charge
  • 1x USB C – 60W Power Delivery
  • 2x DC Ausgänge mit 14V/8A
  • 1x KFZ “Zigarettenanzünder” 14V/8A

Diese Anschlussauswahl ist für eine Powerstation dieser Klasse erst einmal sehr gut! Etwas ungewöhnlich sind die DC Ausgänge welche “nur” bis 8A Leistung besitzen. In der Praxis ist dies aber für Kühlboxen oder Ähnliches mehr als ausreichend.

Neben diesen Anschlüssen haben wir auch zwei DC Eingänge:

  • DC 7909 Anschluss, 12-26V 105W max
  • Anderson Anschluss, 12-26V 105W max

 

Mit Display

Natürlich besitzt die EBL MP500 auch ein kleines Display. Dieses zeigt dir die üblichen Basisinformationen an.

  • Akkustand in %
  • Welche Anschlüsse sind aktiv
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt

Das Display ist damit “ausreichend”. Es zeigt das an was du wissen musst, nicht mehr und auch nicht weniger.

 

Wie testet techtest.org Powerstations?

Ich habe für Techtest.org Dutzende Powerstations getestet. Neben der ersten optischen und haptischen Betrachtung und Einschätzung nimmt vor allem das Testen der Kapazität viel Zeit ein.

Hierbei lade ich die Powerstation wahlweise über das beiliegende Netzteil oder via KFZ Netzteil zunächst auf. Dies meist an einer kleinen Off-Grid Solaranalge im Techtest-Büro, um ein wenig Energie zu sparen.

Anschließend entlade ich die Powerstation über die diversen Ports und Anschlüsse, lade sie wieder usw. Dabei messe ich die Energie (in Wh), welche ich aus der Powerstation entnehmen kann, ehe diese sich abschaltet. Diese Messungen wiederhole ich bei unterschiedlichen Leistungsstufen, an AC und DC Ports usw.

Während des Tests wird so eine Powerstation zwischen 5 und 15 Zyklen hergestellt. ????

Als Messgerät für die AC Messungen kommt das UNI-T UT230B-EU zum Einsatz, wie auch das ATORCH AC3680W. Für die DC Messungen nutze ich die ATORCH DLB-600W 200V 40A DC Elektronische Last und weitere Messgeräte wie das Power-Z KM003C oder das ATORCH AT24.

Parallel teste ich, ob die verschiedenen Anschlüsse auch ihre Leistungswerte einhalten können. Zudem logge ich Ladezeiten und benötigte Energie für das Laden zwischen den einzelnen Entladevorgängen mit, um später die Ladeeffizienz berechnen zu können.

Anschließend folgt ein Praxistest, wie auch ein Test der “USV” Eigenschaften.

 

Die Kapazität der EBL MP500

EBL wirbt bei der MP500 mit einer Kapazität von 519,4Wh. Folgendes konnte ich hier messen:

Wh % der HA
USB C 60W 513.38 99%
DC 12V/4A 489.39 94%
DC 12V/6A 476.87 92%
AC 200W 435 84%

Im besten Fall, spannenderweise via USB C, kam ich auf eine Kapazität von 513,38Wh, was satten 99% der Herstellerangabe entspricht.

Dies ist ein hervorragender Wert! Selbst im Worst Case, beim Entladen mit 200W über die Steckdose konnte ich immer noch beachtliche 435 Wh erreichen. Dies ergibt 84% der Herstellerangabe.

Für eine Powerstation sind dies wirklich gute Werte! Die meisten Modelle schaffen maximal +- 80-85% der Herstellerangabe. 99% im Maximum ist sehr selten zu sehen.

 

12V Spannung stabilisiert

Bei vielen Powerstations werden die 12V DC Ausgänge einfach auf die Akkuzellen durchgeschliffen. Entsprechend schwankt die Spannung dieser je nach Ladestand des Akkus.

Dies ist bei der MP500 aber nicht der Fall. Hier sind die DC Ausgänge auf 12,xV unter Last “fixiert”.

Sehr gut!

 

Der USB C Port

Ein leistungsstarker USB-C Port bei Power Stations ist für mich sehr wichtig. Dieser erlaubt es dir nicht nur Smartphones schnell zu laden, sondern auch Notebooks direkt zu laden!

Mit 60W ist der USB-C Port auch ausreichend leistungsstark für die meisten Notebooks. In meinem Test funktionierte dieser auch wunderbar mit dem MacBook Pro 13 M1.

Zudem unterstützt der Port PPS mit 3,3-21V bei 3A. Damit ist dieser auch für Samsung Smartphones ordentlich optimiert.

 

Nur bedingt als USV

Die EBL MP500 ist nicht bzw. nur bedingt als USV zu empfehlen. So ist natürlich ein gleichzeitiges Laden/Entladen möglich. Hast Du beispielsweise ein Solarpanel mit der Powerstation verbunden, kannst Du natürlich gleichzeitig die Ausgänge nutzen.

Allerdings würde ich die MP500 nicht als USV empfehlen. Warum?

  1. Das beiliegende Netzteil hat “nur” 100W. Entsprechend kannst Du die Powerstation mit maximal +- 60-80W belasten, da sich diese ansonsten entlädt.
  2. Die Powerstation zeigt ein interessantes “Verhalten”. So entlädt diese sich immer auf ca. 95%, ehe das Laden wieder anspringt. Dies wird auf Dauer vermutlich zu einem etwas höheren Verschleiß führen.

In einem gewissen Rahmen wäre also die Nutzung als USV möglich. Hier konnte ich eine Effizienz im Bereich 74% bis 77% messen.

Allerdings abseits der Nutzung als temporärer Solarpufferspeicher, beispielsweise beim Camping, würde ich die MP500 praktisch nicht als “USV” nutzen.

 

Ladedauer der Powerstation

Du kannst die Powerstation über drei Wege laden.

  • Über das beiliegende Ladegerät mit bis zu 100W (25V/4A)
  • Über Solarpanels 12-26V/ 6A 105W max
  • Über einen Zigarettenanzünder mit maximal ca. 12V/6A

Auf der Unterseite der Powerstation ist für die Eingänge eine maximale Leistung von 4A angegeben. Auf seiner Webseite spricht EBL allerdings von 5,5-6A. Etwas kurios, dass es hier unterschiedliche Angaben gibt.

In der Praxis sind es nach meinem Test 5,5A. Lädst du die Powerstation also beispielsweise an einem 12V Ladegerät (KFZ) dann lädt diese mit 12V * 5,5A = 66W.

Dies ist eine gewisse Limitierung beim Laden und schränkt das Ladetempo in der Praxis etwas ein. Das beiliegende Ladegerät umgeht dies etwas durch die Leistung von 25V/4A, denn +- 100W ist das maximale Ladetempo der Powerstation auch via Solar.

Ja natürlich kann die Powerstation auch via Solar geladen werden, hier kannst du Solarpanels mit 12-26V nutzen, also praktisch vermutlich 12V oder 18V Panels. Dank dem entsprechenden Adapterkabel kannst Du hier auch beliebige Solarpanels nutzen.

Am AC Netzteil das beiliegt benötigt die MP500 ca. 5:30h für eine vollständige Ladung. Nicht rasend schnell, aber Ok.

 

Effizienz

Sprechen wir zum Abschluss über die Effizienz beim Laden der Powerstation, also das Verhältnis zwischen Energie die du aus der Powerstation später entnehmen kannst verglichen mit der Energie welche die Powerstation zum Laden benötigt.

Beim Laden über das Netzteil benötigte die Powerstation für eine 0% auf 100% Ladung ca. 624Wh Energie.

Hieraus ergibt sich eine Ladeeffizienz von 82% im besten Fall und 70% im schlechtesten Fall. Dies ist gar nicht übel!

Vor allem da diese nochmal ca. 10% besser beim DC Laden ausfallen wird.

 

Fazit zur EBL MP500

Die EBL MP500 könnte eine der attraktivsten „Einsteiger“ Powerstations derzeit auf dem Markt sein! Vor allem je nachdem welchen Preis du für sie zahlst, denn es gibt immer mal wieder Rabatt-Aktionen usw.

Der “normale” Preis von 499€ ist für die Leistung angemessen, aber ich habe diese auch schon für unter 400€ gesehen, was dann ein sehr guter Deal ist! Während ich diesen Artikel schreibe, gibt es z.B. einen 25% Gutschein bei Amazon, was den Preis auf 3xx€ drückt, was ein herausragender Preis ist!

Warum ist die MP500 aber so gut?

  • Gute Anschluss Vielfalt
  • In der Praxis unproblematische Nutzung
  • Recht kompakt
  • Hält die Herstellerangabe zu 99% ein

Für mich der größte Pluspunkt ist die Kapazität. Laut Hersteller haben wir 519,4Wh. Messen konnte ich im besten Fall satte 513,38Wh, was 99% der Herstellerangabe entspricht, klasse!

EBL MP500 auf einer Wiese

Bedenke aber dies ist keine Powerstation, mit der du dein Haus im Falle eines Stromausfalls lange betreiben kannst. 500Wh ist nicht “extrem” viel. Dies ist eine optimale Kapazität, wenn du eine Powerstation fürs Camping suchst oder dein Notebook im Garten betreiben möchtest, eine Kühlbox mit zum Sportplatz mitnimmst usw.

Hierfür ist die EBL MP500 auch dank der kompakten Abmessungen wunderbar geeignet.

Hinzu kommt die mehr als solide Portausstattung. Eine 500W Steckdose, diverse DC Ausgänge, 3x USB A Ports und ein 60W USB C Port sind ziemlich ideal. Dank des 60W USB C Ports kannst Du Notebooks auch direkt an der Powerstation ohne zusätzliches Netzteil laden.

Keine Produkte gefunden.

Was spricht aber gegen die EBL MP500?

Vielleicht das etwas langsamere Laden. So wird die Powerstation in der Praxis mit zwischen 70W und 100W laden. Eine Vollständige Ladung dauert also +- 6-7 Stunden, eventuell mehr. Hierdurch eignet sich die Powerstation auch nicht oder nur bedingt als USV.

Zudem haben wir auch nur “klassische” Lithium Ionen Akkuzellen. Aber das denke ich ist kein wirklicher Nachteil für eine Powerstation dieser Klasse zumal der Hersteller mit satten 1000 Zyklen wirbt.

Unterm Strich gefällt mir die EBL MP500 also richtig gut, vor allem wenn du etwas “Portables” für den Garten, den Schrebergarten, den Sportplatz oder für den Campingausflug suchst.

EBL MP500
POSITIV
Hält die Herstellerangabe zu 99% ein (513 Wh Kapazität)
Recht kompakt
60W USB C Port mit PPS
Gute Anschluss Vielfalt
Fairer Preis
NEGATIV
Ladegeschwindigkeit mit maximal 105W durchschnittlich (0% auf 100% in 5:40h)
85

Günstige AIO mit erstaunlich guter Leistung, die Xilence LQ240PRO 240mm im Test

Xilence LQ240PRO 240mm

Xilence bietet mit der LQ240PRO eine super günstige 240mm AIO Wasserkühlung an. Diese soll sich trotz des Preises von weit unter 100€ auch für aktuelle Intel und AMD CPUs eignen.

So wirbt der Hersteller mit einer unterstützten TDP von bis zu 300W, was praktisch alle aktuellen CPUs problemlos abdeckt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus. Ist die Xilence LQ240PRO wirklich so gut wie die Modelle welche teils das X fache kosten?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Xilence für das zur Verfügung stellen der LQ240PRO 240mm für diesen Test.

 

Die Xilence LQ240PRO 240mm im Test

Moderne AIOs unterscheiden sich primär bei der Radiatorgröße und dem Design. Mit 240mm ist der Radiator der LQ240PRO vergleichsweise klein. Dennoch soll dieser laut Hersteller für bis zu 300W TDP ausreichen.

Grundsätzlich ist das Design der Xilence unspektakulär. Wir haben einen einfachen schwarzen Pumpenblock mit großem Xilence Logo auf der Oberseite und kleinen RGB LED Akzenten.

Für letztere besitzt die AIO einen 3 Pin 5V ARGB Stecker. Die Beleuchtung wird also universell über dein Mainboard gesteuert (sofern dieses einen passenden Stecker besitzt).

Ich finde das Design der Xilence LQ240PRO um ehrlich zu sein eher etwas “langweilig” und uninteressant, allerdings ist dieses Modell natürlich auf einen niedrigen Preis gebaut.

Die Pumpe wird einfach über einen 3-Pin Lüfteranschluss gesteuert.

Mit im Lieferumfang liegen zudem zwei 120mm Lüfter mit bis zu 1500 RPM. Diese sind nichts “besonderes”, wirken aber grundsätzlich brauchbar.

 

Das Testsystem, Ryzen ist undankbar

Folgendes Testsystem kam zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 7 7700X
  • NZXT N7 B650E
  • 32GB RAM
  • NVIDIA RTX 3070
  • NZXT H9 Flow

Direkt gesagt, der AMD Ryzen 7 7700X ist etwas undankbar für Kühler. Aufgrund des dicken Heatspreaders und den kleinen Chips, unter diesem sind die “X” Modelle extrem schwer zu kühlen. Daher sind hier auch die Abstände der AIOs untereinander geringer, da die Wärme nur schwerer abgeführt werden kann.

 

Lautstärke

Beginnen wir mit einer Lautstärkemessung. Hierbei ist der Radiator auf der Oberseite des NZXT H9 Flow montiert und das Messgerät befindet sich 30 cm seitlich zum Radiator.

100% 50%
NZXT Kraken Elite 280 RGB 51 37.9
NZXT Kraken Z63 RGB 48.8 37.4
Xilence LQ240PRO 47.4 37.3
be quiet! Silent Loop 2 280mm 45.8 37

Erfreulicherweise ist die Xilence LQ240PRO relativ leise! Diese ist leiser als die NZXT Kraken Z63 RGB und die NZXT Kraken Elite RGB, aber etwas lauter als die be quiet! Silent Loop 2 280mm.

Für eine günstige AIO ist es ein top Ergebnis!

 

Leistung

Kommen wir zu den Benchmarks der Xilence LQ240PRO 240mm. Für ein wenig Kontext habe ich alle Benchmarks auch mit der NZXT Kraken Z63 RGB 280mm, NZXT Kraken Elite RGB und der be quiet! Silent Loop 2 280mm durchgeführt.

Starten wir mit 10 Minuten Cinebench, einmal bei 100% Lüfter Leistung und einmal bei 50%.

Dies sieht doch schon mal sehr gut aus! Nein, die Xilence LQ240PRO kann nicht ganz mit der be quiet! Silent Loop 2 wie auch mit der NZXT Kraken Elite RGB mithalten, welche auch 280mm Radiatoren besitzen.

Allerdings sind die Unterschiede extrem gering!

Etwas deutlicher fallen die Unterschiede bei Handbrake aus. Hier wandle ich ein 4K Video in ein anderes Format um, was ein recht langer Test ist. Hier fällt die AIO etwas hinter die anderen Modelle zurück, was nicht überrascht beim Vergleich 240 mm vs. 280 mm Radiator. Interessant, dass dies hier stärker ins Gewicht fällt als bei Cinebench.

Allerdings in leichteren Anwendungen wie im Final Fantasy Benchmark oder bei 3D Mark sehen wir wieder eine Top-Performance, welche sogar die be quiet! Silent Loop 2 leicht übertreffen kann.

Allgemein scheint die Xilence LQ240PRO 240mm sehr gut mit den leichten Lasten zurechtzukommen. Wir sehen hier, dass eine große und teure AIO meist nicht viel bringt. Gerade wenn wir bedenken, dass die Xilence auch noch recht leise ist.

Sicherlich trägt hier auch der Ryzen 7700X seinen Teil dazu bei. Der größte Flaschenhals hier ist meist nicht die AIO, sondern die Wärmeabfuhr von den einzelnen Chips unter dem Heatspreader zum Kühler.

 

Fazit

Das Fazit zur Xilence LQ240PRO 240mm fällt sehr positiv aus und ist fast schon etwas traurig zugleich.

Die meisten AIOs sind sich extrem ähnlich was die Kühlleistung betrifft. Du kannst vermutlich eine beliebige 240mm AIO kaufen und eine sehr ähnliche Leistung erreichen. Primäre Unterschiede ergeben sich aus dem Design und den beiliegenden Lüftern.

Noch schlimmer wird es auf der AM5 Plattform, wo auch die Unterschiede zwischen den einzelnen Radiatorgrößen nicht ganz so groß sind. Hier ist einfach die Wärmeabfuhr von CPU zu Pumpenblock bei allen Modellen das Problem und der Grund für die höheren Temperaturen, was aber an den CPUs und nicht den AIOs liegt (meist).

Die Xilence LQ240PRO ist hier aber an sich ein Vorzeigemodell! Denn wir haben eine fantastische Leistung zu sehr kleinem Preis. So kann die Xilence LQ240PRO beim Ryzen 7700X mit der über 3x so teuren NZXT Kraken Elite mithalten und ist dabei sogar noch etwas leiser. Denn auch die Lautstärke der Xilence ist kein Kritikpunkt!

Spricht also irgendwas gegen die Xilence LQ240PRO auf der AM5 Plattform? Ich denke es hängt am Ende etwas vom Design ab. Gefällt dir die AIO? Ist dir das Design völlig Egal? Falls ja dann ist die Xilence LQ240PRO aus sicht der Preis/Leistung ein Kracher und voll empfehlenswert!