21:9 ist ein tolles Format für Monitore, sowohl in Spielen wie auch in produktiv Anwendungen. Dementsprechend gibt es auch einige 21:9 Monitore im Handel. Einige dieser Modelle haben auch schon ihren Weg in den Test bei techtest.org gefunden.


Aber welchen 21:9 Monitor solltet Ihr im Jahr 2020 kaufen? Bei genau dieser Frage möchte ich Euch etwas helfen.

 

Bereits bei Techtest.org im Test

Folgende 21:9 Monitore hatte ich schon im Test:

Preis Panel Diagonale  Auflösung
Alienware AW3420DW 1,200 € IPS 34″ WQHD +
ASUS MX38VC 1,100 € IPS 38″ WQHD +
ASUS ROG Strix XG35VQ 900 € VA 35″ WQHD +
BenQ EX3501R 715 € VA 35″ WQHD +
Dell U3419W 800 € IPS 34″ WQHD +
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 400 € VA 34″ WQHD +
LG 34UC99-W 800 € IPS 34″ WQHD +
LG UltraGear 34GK950F 1,000 € IPS 34″ WQHD +
Samsung C34F791 600 € VA 34″ WQHD +

Schauen wir uns direkt einmal die Messwerte im Vergleich an.

Helligkeit (cd/m²) Kontrast (1:xxx) sRGB ARGB
Alienware AW3420DW 342 590 100% 89%
ASUS MX38VC 315 960 99% 75%
ASUS ROG Strix XG35VQ 335 1350 100% 78%
BenQ EX3501R 317 1140 100% 78%
Dell U3419W 341 630 98% 73%
LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C 270 1080 92% 71%
LG 34UC99-W 325 610 98% 76%
LG UltraGear 34GK950F 353 720 100% 89%
Samsung C34F791 290 1180 100% 82%


Infos

Panel, TN, IPS, VA, OLED Der Panel-Typ eines Monitors hat einen sehr großen Einfluss auf die Bildqualität. TN Panels stellen hier die „einfachste“ Art da. TN Panels sind sehr günstig, haben gute Reaktionszeiten, aber schlechte Blickwinkel, einen mäßigen Kontrast und mäßige Farben. Daher findet Ihr TN Panels nur noch in sehr günstigen Modellen.

IPS Panels sind die aktuell populärsten Panels. Diese haben recht gute Reaktionszeiten (die modernen IPS Panels), sehr gute Blickwinkel, gute Farbdarstellung, solide Kontraste. Allerdings sind IPS Panels ein gutes Stück teurer als TN.

VA Panels stecken in den meisten Fernsehern. Diese bieten von Natur aus sehr gute Kontraste, gute Blickwinkel, gute Farben und lassen sich gerade in größeren Größen gut herstellen. Allerdings sind VA Panels etwas „träger“ als IPS Panels, siehe Ghosting.

OLED Panels sind allen anderen Technologien in so ziemlich allen Punkten überlegen, aber gerade in PC Monitoren extrem teuer und selten.

Helligkeit (cd/m²) höher = besser. Generell gesprochen ist ein heller Monitor natürlich besser als ein dunkleres Modell. Wie viel Helligkeit Ihr braucht, hängt aber von Eurem Geschmack und Umfeld ab. Habt Ihr ein Fenster im Rücken, dann ist mehr Helligkeit von Nöten um Spiegelungen auszugleichen. In einem Büro gilt ein Wert von 150 cd/m² als der Standard.

Helligkeit

Mir ist dies aber etwas wenig, ich würde einen Monitor mit mindestens 250 cd/m² empfehlen. Über 300 cd/m² sind aber in der Regel nicht nötig, außer Ihr legt auf HDR wert.

Kontrast (1:xxx) höher = besser. Monitore, abseits von OLED Modellen, können kein „echtes“ Schwarz darstellen. Dies liegt an der Hintergrundbeleuchtung, welche konstant aktiv ist und das Bild beleuchtet. Um nun schwarz darzustellen, versucht das Panel so viel Licht abzublocken. Umso besser dies gelingt umso tiefer das Schwarz.

Kontrast

Der Kontrast kann Euch hier einen Eindruck vermitteln wie tief das Schwarz und wie hell das Weiß ist. Einen Kontrast von unter 1:500 könnt Ihr subjektiv deutlich erkennen. Ab ca. 1:500 beginnen die Unterschiede langsam kleiner zu werden. Ihr werdet kaum einen Unterschied zwischen einem 1:500 und einem 1:700 Kontrast wahrnehmen. Über 1:500 ist in Ordnung über 1:1000 ideal.

sRGB und AdobeRGB damit ein Monitor Farben richtig darstellen kann, werden sogenannte Farbräume benötigt. Ein Farbraum umfasst eine gewisse Menge an Farben und ihren Abstufungen. Die meisten Inhalte die Ihr im Internet findet nutzen den sRGB Farbraum, welcher tendenziell recht klein ist. AdobeRGB wiederum ist ein gutes Stück größer, wird aber primär in der Fotografie genutzt. Im Optimalfall bietet Euer Monitor 100% Abdeckung eines Farbraums. Kann ein Monitor nur 90% darstellen, dann kann es passieren das einzelne Farbabstufungen nicht korrekt dargestellt werden, sondern nur die nächst mögliche Farbe. Ab 90% sRGB könnt Ihr damit rechnen, dass die Farben eines Monitors gut aussehen. Bei unter 70% wirken Farben erfahrungsgemäß oft etwas matt. 100% AdobeRGB erreichen nur sehr sehr wenige Profi Modelle.

 

Die Top 3!

Die besten für Gamer und semi-professionelle Nutzer, LG UltraGear 34GK950F und Alienware AW3420DW

Es ist nicht ganz leicht sich auf „den“ besten 21:9 Monitor festzulegen. Daher lege ich mich auf das beste Panel fest. Der LG UltraGear 34GK950F und der Alienware AW3420DW nutzen das gleiche Panel und bieten daher eine sehr ähnliche Charakteristik.

Beide Monitore bieten eine tolle Farbdarstellung und hohe Abdeckung der gängigen Farbräume. Dies in Kombination mit der guten Kalibrierung erlaubt eine auch semi-professionelle Nutzung bei Foto und Videobearbeitung.

Lg Ultragear 34gk950f Im Test 12

Allerdings richten sich beide Modelle primär an Gamer. Beide bieten eine sehr gute Reaktionszeit und 144Hz bzw. 120Hz. Woher kommt der Unterschied? Der Alienware AW3420DW setzt auf einen G-Sync Controller der nur 120Hz beherrscht. Daher hat Alienware das Panel „untertaktet“.

LG setzt bei seinem 34GK950F auf die vollen 144Hz und FreeSync.

Die einzige Schwäche die sich beide Monitore etwas teilen, ist der Kontrast. Dieser ist mit 1:590 bzw. 1:720 eher mäßig, aber subjektiv auch kein NoGo.

Alienware Aw3420dw Im Test 9

Deutliche Unterschiede gibt es bei der Konstruktion. Der LG UltraGear 34GK950F ist vergleichsweise „einfach“ gebaut. Der Standfuß ist nicht billig, aber auch kein Luxus. Der Alienware AW3420DW hingegen ist deutlich wertiger und schicker gebaut. Legt Ihr darauf wert bietet der Alienware ein gewisses Plus.

Wie auch immer, diese beiden Monitore sind Qualitativ die beiden besten 21:9 Monitore sowohl fürs Gaming, wie auch für das Erstellen von Medien! Dies kommt allerdings auch mit einem saftigen Preis.

Alienware AW3420DW

  • + Großer Farbraum
  • + Gute Kalibrierung
  • + Sehr hell
  • + Wertiger Standfuß und Design
  • + 120Hz und GSync
  • + Sehr gute Reaktionszeit
  • 0 Mittelmäßiger Kontrast

Link zum Hersteller /// beim Geizhals Preisvergleich

LG UltraGear 34GK950F

  • + Großer Farbraum
  • + Gute Kalibrierung
  • + Sehr hell
  • + 144Hz und FreeSync
  • + Sehr gute Reaktionszeit
  • 0 Mittelmäßiger Kontrast
  • 0 Mittelmäßiger Standfuß

Link zum Hersteller /// beim Geizhals Preisvergleich

Gut für Content-Creatoren, der Samsung C34F791

Spielt die Reaktionszeit und allgemein Gaming für Euch keine große Rolle? Dafür aber das Erstellen von Medien eine viel größere Rolle?

Dann ist vielleicht der Samsung C34F791 die richtige Wahl im 21:9 Bereich. Dieser bietet einen großen Farbraum, eine solide Helligkeit und einen tollen Kontrast.

Die Kalibrierung von Haus aus ist okay, könnte aber besser sein, gerade wenn Ihr Foto und Video Bearbeitung sehr ernst nehmt oder sogar professionell tätigt.

In diesem Punkt wäre zwar z.B. der LG 34GK950F etwas besser, allerdings kostet der Samsung „nur“ 600€. Für das gesparte Geld kauft Euch eine Hardware-Kalibrierungslösung, wie eine Datacolor Spyder und der Samsung C34F791 ist „on Point“.

Die hohe Bildwiederholungsrate von 100Hz lässt zudem das Bild etwas weicher erscheinen. Für Gamer ist der C34F791 semi gut geeignet, aufgrund des höheren Inputlags.

Samsung C34F791

  • +Sehr guter Kontrast
  • +Großer Farbraum
  • +Ausreichend hell
  • +100Hz
  • +Fairer Preis
  • 0 Kalibrierung von Haus ausreichend.
  • – Inputlag für Gamer suboptimal

Link zum Hersteller /// beim Geizhals Preisvergleich

Die Preis/Leistungsempfehlung, der LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C

Der LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C ist nicht der beste 21:9 Monitor, so ehrlich muss man sein. Allerdings gleicht dieser diesen Umstand durch den Preis wieder aus.

Ihr bekommt den LC-M34-UWQHD-100-C für rund 390€! LC-Power setzt bei diese auf ein solides VA Panel aus dem Hause Samsung. Dieses bietet einen guten Kontrast, vernünftige Farbraumabdeckung, gute Kalibrierung und sogar 100Hz. Für Pro-Gamer ist der LC-M34-UWQHD-100-C selbstverständlich eher weniger, aber im Casual Bereich macht der Monitor durchaus eine gute Figur.

Lc Power Lc M34 Uwqhd 100 C Im Test 13

Ähnliches gilt auch für hobbymäßige Foto und Videobearbeitung.

Das Entscheidende ist aber der Preis. Der Alienware AW3420DW kostet gut 3x so viel wie der LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C. Ist aber das Bild des AW3420DW 3x so gut? Nein.

Der LC-Power liefert ein absolut vernünftiges Bild fürs Geld. Punkabzug gibt es allerdings für das Fehlen einer Höhenverstellung.

LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C

  • + Sehr fairer preis!
  • + gute Bildqualität
  • + Sehr guter Kontrast
  • + 100Hz
  • + Gute Kalibrierung
  • – Mäßiger Standfuß

Link zum Hersteller /// beim Geizhals Preisvergleich

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.