Start Blog Seite 32

Ubiquiti UniFi 7 Pro Max und UniFi 7 Pro im Test – Lohnt sich der Aufpreis?

Mit dem UniFi 7 Pro Max bietet Ubiquiti einen neuen High-End WLAN Access Point an, der sich über den UniFi 7 Pro einordnet. Dieser soll 688 + 8600 + 5700 Gbit auf insgesamt 3 Bändern nach dem Wi-Fi 7 Standard bieten, ebenso wie einen 2,5 Gbit Uplink. Dies sind durchaus beeindruckende technische Daten.

Allerdings ist dies auch kein großes Leistungsplus im Vergleich mit dem Ubiquiti UniFi 7 Pro. So haben wir hier auf dem 5 GHz Band ein 4×4 Design sowie eine höhere Kapazität für mehr Geräte (500 vs. 300).

Ist dies einen Aufpreis von ca. 90 € wert? Schauen wir uns dies in einem kleinen Test/Vergleich zwischen dem UniFi 7 Pro und dem UniFi 7 Pro Max an.

 

Der Ubiquiti UniFi 7 Pro (Max) im Test

Rein optisch sind der UniFi 7 Pro Max und die UniFi 7 Pro Version absolut identisch! Beide setzen auf die für Ubiquiti typische „Teller-Form“ und sind für die Wand-/Deckenmontage optimiert.

So liefert Ubiquiti umfangreiches Montagematerial für die Wand- und Deckenmontage mit.
Beide Modelle sind aus strahlend weißem Kunststoff gefertigt und wirken generell recht hochwertig. Auf der Oberseite befindet sich eine Status-LED, die weiß oder blau leuchtet.

 

Anschlüsse

Auch bei den Anschlüssen sind die beiden Access Points identisch. Beide besitzen genau einen LAN-Port.

LAN-Port – PoE+ – 2,5 Gbit

Dieser Port hat es jedoch in sich, denn er unterstützt Geschwindigkeiten von bis zu 2,5 Gbit!

Ansonsten haben wir auf der Rückseite nur noch eine Lüftungsöffnung und eine Reset-Taste.

 

Stromversorgung via PoE

Der Ubiquiti UniFi 7 Pro Max und auch der UniFi 7 Pro werden über den LAN-Port mit Strom versorgt – PoE ist hier das Stichwort.
Für beide Access Points benötigst du ent

weder einen PoE-Switch oder PoE-Injektor. Genau genommen brauchst du einen PoE+-fähigen Switch oder Injektor.

Grundsätzlich funktionieren die Access Points auch an regulären PoE-Geräten, dann jedoch mit reduzierter Leistung. PoE+ ist für die volle Leistung nötig.

Ubiquiti legt keinen Injektor oder Ähnliches bei! Ich habe für diesen Test den YuanLey 9-Port 2.5G PoE+ Switch (Link zum Switch) genutzt.

 

Das UniFi-System

Wenn du als Privatperson überlegst, dir einen UniFi Access Point zuzulegen, solltest du dies gut überlegen! UniFi ist eigentlich ein System, das eher für den geschäftlichen oder professionellen Einsatz konzipiert wurde – weniger für den Heimgebrauch.

Trotzdem hat sich UniFi auch unter „Hobby-Systemadministratoren“ großer Beliebtheit erfreut, und das liegt vor allem an der fairen Preisgestaltung sowie dem durchdachten und schicken Design und Aufbau.

Um UniFi-Hardware nutzen zu können, benötigst du einen Controller. Ein Controller ist eine Software, mit der die UniFi-Komponenten verwaltet werden. Die einzelnen Geräte haben keine eigene Benutzeroberfläche!

Stattdessen werden die Geräte in den Controller eingebunden und zentral gesteuert. Für große Installationen mit vielen Access Points, Switches und anderen Geräten ist das ideal, da alle Daten und Statistiken in einer einzigen Benutzeroberfläche zusammenlaufen.

Damit diese Daten und Statistiken korrekt angezeigt werden, sollte die Controller-Software allerdings rund um die Uhr laufen. Ubiquiti bietet dafür den sogenannten Cloud Key an – einen kleinen Computer, der speziell für diese Aufgabe entwickelt wurde. Alternativ kannst du den Controller auch auf einem eigenen Server oder einem Raspberry Pi installieren. Ohne diese Software ist UniFi jedoch nicht nutzbar.

 

Software

Die Software des Ubiquiti UniFi 7 Pro Max ist identisch mit der anderer UniFi-Geräte, da sie ebenfalls auf die gleiche Controller-Software zurückgreift. Zwar hat sich die Benutzeroberfläche über die Jahre durch Updates etwas verändert, der Kern bleibt jedoch derselbe wie bei den UniFi-5- und UniFi-6-Geräten.

Um den UniFi 7 Pro Max einzurichten, schließt du ihn einfach an Strom und Netzwerk an. Der Controller erkennt das Gerät automatisch, und du kannst es „adoptieren“. „Adoptieren“ bedeutet, dass der Access Point in das System integriert wird.

Nach der Integration beginnt der Access Point, ein WLAN-Netzwerk bereitzustellen, sofern du bereits ein oder mehrere WLAN-Netze in der UniFi-Software angelegt hast. Die Einstellungen sind übersichtlich gehalten: Du kannst die Sendeleistung, die Frequenz und die Kanalbreite anpassen sowie Funktionen wie Band Steering aktivieren oder deaktivieren.
Über die UniFi-Software kannst du jederzeit sehen, wie viele Geräte mit dem Access Point verbunden sind und wie hoch die Netzauslastung ist. So lassen sich überlastende Clients schnell identifizieren und bei Bedarf drosseln.

Weitere Funktionen, wie das Einrichten von Gastnetzwerken, sind ebenfalls möglich. Allerdings habe ich den Eindruck, dass UniFi in diesem Bereich nicht ganz so weit entwickelt ist wie manche Konkurrenzprodukte. Cisco Meraki Go bietet hier beispielsweise zusätzliche Statistiken und Optionen.

Im Allgemeinen überzeugt die Benutzeroberfläche jedoch vor allem durch ihr klar strukturiertes und ansprechendes Design. Sie gehört definitiv zu den besten und übersichtlichsten, die es im Bereich von Netzwerk-Produkten gibt. Gerade wenn du mehrere verschiedene UniFi-Geräte hast, werden diese wunderbar in der Benutzeroberfläche verknüpft und auch die Daten zusammengefasst.

 

Leistung und technische Daten

Sowohl der Ubiquiti UniFi 7 Pro als auch die Max-Version unterstützen den Wi-Fi 7 Standard und das 2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz Band.

UniFi 7 Pro Max  UniFi 7 Pro 
2,4 GHz 688 Mbit  688 Mbit 
5 GHz 8,6 Gbit 4,3 Gbit
6 GHz 5,7 Gbit 5,7 Gbit

 

Während der Ubiquiti UniFi 7 Pro auf ein reines 2×2-Design setzt, also 2 parallele Streams auf allen Bändern, nutzt die UniFi 7 Pro Max Version auf dem 5 GHz Band ein 4×4-Design. Entsprechend soll dieser auf dem 5 GHz Band rund die doppelte Bandbreite erreichen können.

Beide Access Points bieten auf dem 2,4 GHz Band und dem 6 GHz Band zumindest auf dem Papier die gleiche Leistung.

Der Pro Max bietet auf dem 5 GHz Band allerdings maximal 8,6 Gbit, während der normale Pro „nur“ 4,3 Gbit erreichen soll.

Dies ist aber natürlich eine theoretische maximale Leistung.

 

Leistungstest

Im Folgenden habe ich sowohl den Ubiquiti UniFi 7 Pro Max als auch den regulären Ubiquiti UniFi 7 Pro getestet.
Dies habe ich in Kombination mit der Intel BE200 WLAN-Karte und einem 2,5 Gbit Uplink zu einem lokalen Server gemacht. Hierbei handelt es sich natürlich um die „Peak“-Leistung zu einem Client. Gerade mit mehreren Clients auf dem 5 GHz Band sollte der Pro Max tendenziell im Vergleich zum regulären Pro besser abschneiden.
Starten wir mit einer Messung auf kurzer Distanz.

Interessant! Auch wenn beide Modelle auf dem Papier sehr ähnlich sind, gibt es in der Praxis doch einen recht deutlichen Unterschied zwischen den beiden Modellen. Und ja, ich habe die Tests mehrfach wiederholt, um ganz auf Nummer sicher zu gehen.

Auf dem 5 GHz Band konnte ich im Download rund 30 % bessere Werte beim Pro Max messen und 36 % bessere Werte im Upload.

Dies ist nicht ganz unerwartet, denn auch auf dem Papier ist der UniFi 7 Pro Max ja auch ein gutes Stück schneller. Allerdings kommen wir hier mit einer normalen WLAN-Karte nicht ansatzweise auf die Maximalwerte.

Selbst die wirklich gute Intel BE200 erreichte im Maximum 1677 Mbit. Dennoch ist dies mehr als bei einer Gbit LAN-Verbindung, was schon beachtlich ist.

Spannenderweise sehen wir auch auf dem 6 GHz Band ein Leistungsplus für den Pro Max. So schaffte dieser im Download rund 42 % höhere Datenraten und 16 % mehr im Upload.
Auf dem 6 GHz Band kratzen wir beim Pro Max schon am Limit der 2,5 Gbit Uplink-Verbindung. So konnte ich hier 2421 Mbit im Upload erreichen, was schon das Limit des 2,5 Gbit Uplinks ist, und beachtliche 2124 Mbit im Download.

Aber wie sieht es auf Distanz aus? In diesem Fall auf ca. 8 Metern und einer Wand.
Laut den technischen Daten scheint es eine kleine Optimierung der 6 GHz Antenne beim Pro Max gegeben zu haben. Macht dies in der Praxis einen großen Unterschied?

Im Schnitt war der Pro Max auf dem 5 GHz Band auf Mitteldistanz ca. +- 20 % schneller unterwegs. Wie zu erwarten war, schrumpft der Vorteil des Pro Max, je höher die Distanz wird.

Etwas überraschend ist das 6 GHz Band. Hier ist der Pro Max 43 % bzw. 51 % schneller als der Pro.

Allerdings fängt bereits auf Mitteldistanz (8 Meter + 1 Wand) das 6 GHz Band an, recht stark einzubrechen und ist entsprechend langsamer als das 5 GHz Band.

 

Stromverbrauch

Wie hoch ist der Stromverbrauch der Access Points?

Ubiquiti UniFi 7 Pro Max – 10,88 W
Ubiquiti UniFi 7 Pro – 7,95 W

Erwartungsgemäß benötigt der UniFi 7 Pro Max etwas mehr Energie. Allerdings ist der Stromverbrauch beider Modelle für PoE-Geräte nicht zu hoch (PoE ist in der Regel etwas ineffizienter).

 

Fazit

Sowohl der Ubiquiti UniFi 7 Pro als auch der Pro Max sind aus meiner Sicht absolut empfehlenswert, wenn du natürlich weißt, auf was du dich beim UniFi-System einlässt.
Dabei zeigte sich der Ubiquiti UniFi 7 Pro Max im Test ein Stück weit stärker, als ich es anhand der technischen Daten im Vergleich zum „regulären“ Pro erwartet hätte.

So bot dieser auf dem 5 GHz und 6 GHz Band eine konstant etwas höhere Leistung als die reguläre Pro-Version. Dies sowohl auf kurzer als auch auf mittlerer Distanz.
Und auch durch meine Nutzung in der Praxis kann ich durchaus bestätigen, dass der Ubiquiti UniFi 7 Pro Max schon ein Stück schneller ist als der reguläre Ubiquiti UniFi 7 Pro. Allerdings primär, wenn du einen 2,5 Gbit Uplink nutzt.

Generell bieten beide Access Points die vertraute und umfangreiche Verwaltungs-Benutzeroberfläche von Ubiquiti sowie eine Stabilität und Zuverlässigkeit, wie man sie von einem „Business-Class“-AP erwartet.

WLAN 7 Karten von Intel, Qualcomm und MediaTek im Vergleich: Wer baut die beste?

Derzeit gibt es von gleich drei Herstellern WLAN-Karten für Notebooks oder Desktop-PCs, die den neuen WLAN 7-Standard unterstützen.

Diese Hersteller wären Intel, Qualcomm und MediaTek. Vier Modelle dieser Hersteller habe ich mir gekauft und wir schauen uns in diesem Artikel einmal an, welche die derzeit beste WLAN-Karte auf dem Markt ist!

 

Die Testkandidaten

Folgende WLAN-Karten schicken wir in diesem Vergleich in den Test:

  • MediaTek MT7925
  • MediaTek MT7927
  • Intel Wi-Fi 7 BE200
  • Qualcomm QCNCM865

Alle vier Modelle in diesem Vergleich setzen auf den M.2-Formfaktor (E-Key) und sind somit, theoretisch, universell in Notebooks oder auch Desktop-PCs (mit entsprechenden Adaptern) einsetzbar.

Allerdings ist es teils gar nicht so leicht, an die entsprechenden WLAN-Karten heranzukommen. Die Intel Wi-Fi 7 BE200 ist ohne Probleme im Handel erhältlich, beim Rest wird es schwieriger!

Die Qualcomm QCNCM865 wie auch die MediaTek MT7925 sind über Aliexpress “gut” zu bekommen. Die MT7927 hingegen ist noch extrem exotisch. So war diese allerdings auf meinem ASUS ProArt X870E-Creator WiFi vormontiert.

 

Intel nur für Intel

Bei der Intel Wi-Fi 7 BE200 gibt es einen sehr wichtigen Punkt zu beachten. Diese WLAN-Karte funktioniert NUR mit Intel-basierten Systemen!

Hast du eine AMD-CPU, dann funktioniert diese WLAN-Karte nicht!

Die anderen Modelle sind universell zu AMD und Intel kompatibel.

 

Technische Daten

Werfen wir einen kleinen Blick auf die technischen Daten.

Qualcomm QCNCM865 Intel Wi-Fi 7 BE200 MediaTek MT7927 MediaTek MT7925
2,4 GHz 574 Mbit 574 Mbit 688 Mbit 688 Mbit
5 GHz 2400 Mbit 2403 Mbit 2880 Mbit 2880 Mbit
6 GHz 5800 Mbit 5764 Mbit 5760 Mbit 2880 Mbit

 

Hier können wir zunächst sehen, dass die MediaTek MT7927, Intel Wi-Fi 7 BE200 und Qualcomm QCNCM865, rein was die maximalen Datenraten angeht, sehr dicht beieinander liegen!

Die MediaTek MT7925 bietet auf dem 2,4 GHz- und 5 GHz-Band ebenfalls +- die gleiche Leistung wie die anderen Modelle, fällt aber auf dem 6 GHz-Band doch ein Stück zurück.

So schaffen hier die “großen” Modelle bis zu 5,7 bzw. 5,8 Gbit Datenraten, was mehr als beachtlich ist! Die MediaTek MT7925 kommt hingegen “nur” auf 2,88 Gbit.

Dennoch, vor allem auf dem wichtigen 5 GHz-Band sollten alle vier WLAN-Karten gleich schnell sein!

 

Testmethode

Ich habe die WLAN-Karten in meinem ASUS ProArt StudioBook 16 OLED (Intel-basiert) verbaut und mithilfe von OpenSpeedTest die Datenrate in Mbit zu einem lokalen Server getestet. Dieser Server war via 10 Gbit angebunden.

Als WLAN-Router bzw. Access Point kamen der ASUS GT-BE98 und der Ubiquiti UniFi 7 Pro Max zum Einsatz.

ASUS GT-BE98

  • 2,4 GHz – 1376 Mbit
  • 5 GHz – 5764 Mbit
  • 6 GHz – 11529 Mbit
  • 10 Gbit Uplink

Ubiquiti UniFi 7 Pro

  • 2,4 GHz – 688 Mbit
  • 5 GHz – 8600 Mbit
  • 6 GHz – 5700 Mbit
  • 2,5 Gbit Uplink

 

Die Tests

Starten wir mit einem Test auf kurzer Distanz, also auf 2-3 Metern ohne Hindernisse.

Auf kurzer Distanz und dem 5 GHz-Band sehen wir folgende Rangliste, wenn wir alle Werte kombinieren:

  • Intel Wi-Fi 7 BE200
  • MediaTek MT7927
  • MediaTek MT7925
  • Qualcomm QCNCM865

Die Intel BE200, MediaTek MT7927 und Qualcomm QCNCM865 sind unterm Strich extrem dicht beieinander. Allerdings ist die Intel BE200 und MT7927 doch ein Stück vor der QCNCM865 und deutlich vor der kleineren MT7925.

In Kombination mit dem ASUS GT-BE98 erreichten die WLAN-Karten um die 2000 Mbit. Dabei war tendenziell der Upload immer stärker als der Download, mit Ausnahme der Qualcomm QCNCM865, wo erfreulicherweise (auch in weiteren Tests) der Download stärker ist als der Upload.

Auffällig, die MediaTek MT7925 ist in Kombination mit dem ASUS GT-BE98 sehr stark, sogar etwas schneller als die Intel BE200.

Allerdings ist diese in Kombination mit dem Ubiquiti UniFi 7 Pro Max deutlich langsamer.

Auf dem 6 GHz-Band wendet sich das Bild etwas. Hier zeigt sich die Qualcomm QCNCM865 sehr stark, vor allem in Kombination mit dem ASUS GT-BE98. Mit dem Ubiquiti UniFi 7 Pro ist der 2,5 Gbit Uplink für alle Modelle, außer der MediaTek MT7925, der limitierende Faktor.

Unterm Strich ist die Intel Wi-Fi 7 BE200 die “konstanteste” WLAN-Karte. Diese liefert sowohl bei 5 GHz als auch bei 6 GHz eine starke Leistung!

Danach kommt es etwas darauf an, die MediaTek-Modelle sind bei 5 GHz sehr gut, aber bei 6 GHz etwas schwächer.

Bei der Qualcomm QCNCM865 ist es wieder komplett andersherum. Diese ist bei 6 GHz signifikant stärker als bei 5 GHz.

Ich habe auch einen kleinen Test auf Distanz durchgeführt, dies mit dem Ubiquiti UniFi 7 Pro.

Hierbei habe ich die Werte auf ca. 8 Metern mit einer Wand/Tür zwischen Access Point und Notebook gemessen.

Spannend! Hier zeigen sich die MediaTek WLAN-Karten sehr stark! Die Modelle von Intel und Qualcomm fielen auf Distanz ein gutes Stück zurück. Dies kann auch an der recht guten 5 GHz-Leistung der MediaTek-Modelle liegen, denn auf Distanz ist 6 GHz zunehmend “unwichtiger”.

 

In der Praxis

Gerade die MediaTek WLAN-Karten haben keinen besonders guten Ruf. Dies allerdings nur bedingt zu Recht. Die WLAN 6-Generation von MediaTek war echt nicht gut!

Allerdings über die MediaTek MT7925 und auch MT7927 kann ich nichts Negatives sagen! Die MediaTek MT7925 nutze ich schon seit über einem ¾ Jahr in meinem Framework 16 Notebook und dort funktioniert die WLAN-Karte absolut problemlos und stabil! Ich hatte noch nie einen Aussetzer oder Ähnliches.

Die MediaTek MT7925 verrichtet ihren Job absolut zuverlässig! Sehr Ähnliches kann ich aber auch über die Intel Wi-Fi 7 BE200 sagen. Intel WLAN-Karten sind im Generellen der “Gold-Standard” und dies auch meist zu Recht.

Gerade die Treibersituation ist bei Intel sehr angenehm und diese werden auch von anderen Betriebssystemen als Windows 11 zuverlässig unterstützt.

Bei der Qualcomm QCNCM865 hingegen hatte ich ein kleines Kompatibilitätsproblem in Kombination mit dem ASUS GT-BE98. So wollte sich die QCNCM865 nicht mit dem 6 GHz-Band verbinden, wenn die Verschlüsselung mit WPA3 aktiv war. Ich habe sehr lange gebraucht, um dieses Problem zu finden.

Ansonsten kann ich aber von keinen Kompatibilitätsproblemen berichten, auch bei den anderen WLAN-Karten nicht.

 

Fazit

Keine der hier getesteten WLAN-Karten ist schlecht! Alle vier Modelle machen ihren Job zuverlässig und gut!

Welche Modelle würde ich aber besonders empfehlen?

Hast du ein Intel-basiertes System, nimm die Intel Wi-Fi 7 BE200. Diese bietet eine hervorragende Leistung auf dem 5 GHz- und 6 GHz-Band, ist günstig verfügbar und auch die Treibersituation ist sehr gut.

Die Intel Wi-Fi 7 BE200 ist einfach der Goldstandard!

Du bist AMD-Nutzer, was ist hier deine beste Option? Ist dir die maximale Leistung auf dem 6 GHz-Band wichtig, ist die Qualcomm QCNCM865 deine beste Option. Allerdings hat dieser auf dem 5 GHz-Band bei mir etwas geschwächelt. Qualcomm hat hier anscheinend die 6 GHz-Leistung priorisiert.

Unterm Strich würde ich bei meinen AMD-Systemen tatsächlich die MediaTek MT7927 wählen. Diese bietet einfach in allen Situationen eine sehr gute Leistung und ich hatte auch mit der Stabilität und Zuverlässigkeit der “7er”-Generation von MediaTek null Probleme.

Leider ist es nur etwas schwer, die MediaTek MT7927 in die Finger zu bekommen. Sollte dir das 6 GHz-Band nicht so wichtig sein, ist die MediaTek MT7925 auch eine sehr gute und besser verfügbare Option.

Die TERACLE T460 im Test, eine exotische und spannende SSD mit IG5236 und SK Hynix NAND

2

Der koreanische Hersteller TERACLE hat mit der T450 eine der exotischsten SSDs des vergangenen Jahres auf den Markt gebracht. Die Kombination aus SK Hynix NAND und InnoGrit Rainier/​IG5236 Controller bietet keine andere SSD.
Mit der T460 hat nun TERACLE eine neue Version auf den Markt gebracht, diesmal mit 4 TB Kapazität.

Wollen wir uns die TERACLE T460 einmal im Test ansehen!
An dieser Stelle vielen Dank an TERACLE für das Zurverfügungstellen der T460 für diesen Test.

 

Die TERACLE T460 im Test

Die T460 ist auf den ersten Blick eine recht klassische M.2 SSD im 2280-Format. TERACLE setzt auf ein blaues PCB und einen einfachen Aufkleber. Von Haus aus liegt kein Kühlkörper oder Ähnliches bei.

Es gibt allerdings eine „H“-Version, die über einen Kühlkörper verfügt und damit sogar theoretisch PS5-geeignet ist.

Auffällig ist der Schriftzug „Made in Korea“. Wir haben hier also keine „08/15“-SSD vor uns, wie sie aktuell viel im Handel auftauchen.

Wichtig bei der T460: Diese ist beidseitig mit Bausteinen bestückt.

 

Technik der T460

Die TERACLE T460 ist derzeit nur in 4 TB Kapazität verfügbar. Dabei soll diese laut Hersteller folgende Datenraten erreichen:

7400 MB/s lesend
6400 MB/s schreibend

Damit ist die T460 eine High-End-PCIe-4.0-SSD. Das Herzstück dieser stellt der InnoGrit Rainier/​IG5236 Controller dar, welcher passend durchaus in die High-End-Klasse gehört.
Dies ist ein eher exotischer Controller, der aber z. B. auch in der sehr guten ADATA XPG Gammix S70 Blade zum Einsatz kommt.

Kombiniert wird der Controller mit SK Hynix TLC NAND. Ebenfalls eine sehr außergewöhnliche Wahl. SK Hynix NAND ist im Allgemeinen sehr gut, kommt aber fast ausschließlich in den SK Hynix-eigenen SSDs zum Einsatz. Daher ist es überraschend, dass dieser hier genutzt wird und nicht der weiter verbreitete KIOXIA oder YMTC NAND. SK Hynix NAND ist allerdings nicht weniger gut, eher im Gegenteil.

Erfreulicherweise ist die T460 keine DRAM-less SSD, sondern verfügt über einen NAND-Cache. Wir haben hier 2x SK Hynix H5ANAG6NCJ RAM-Bausteine.

 

Garantie und TBW

Die TERACLE T460 verfügt über eine 5 Jahre Garantie und einen TBW-Wert von 2400 TB.

Mit einem TBW-Wert von 2400 GB ist die TERACLE T460 auf dem Level anderer High-End-SSDs.

Wichtig: Der TBW-Wert ist primär wichtig für die Garantie und zeigt das Vertrauen des Herstellers in seine SSD. Aber nur weil eine SSD einen höheren TBW-Wert hat als eine andere, heißt dies nicht, dass die eine SSD zwingend eine bessere Haltbarkeit hat.
Theoretisch, rein von den verwendeten Komponenten, sollte die T460 eine recht haltbare SSD sein. SK Hynix NAND zählt zu den besten auf dem Markt.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:
AMD Ryzen 5 7600X
ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
16 GB RAM
Windows 11 Pro 22H2
Es handelt sich hierbei um das gleiche Testsystem wie bei anderen SSDs.

 

Benchmarks der T460 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test der T460 mit CrystalDiskMark. Dieser ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist zwar nicht immer ganz alltagsnah, ermöglicht aber, die SSD unter optimalen Bedingungen voll auszureizen und die Herstellerangaben zu überprüfen.

Mit 7457 MB/s lesend und 6563 MB/s schreibend übertrifft die TERACLE T460 bei mir im Test die Herstellerangabe ein Stück weit. Gerade lesend gehört diese zu den besten SSDs, die ich bisher im Test hatte. Allerdings sind hier die High-End-SSDs alle sehr dicht beieinander.

Aber auch schreibend sehen die Ergebnisse, selbst verglichen mit den großen Flaggschiff-Modellen, sehr gut aus!

CrystalDiskMark kann neben den Datenraten auch IOPS und Zugriffszeiten messen. Diese Werte sind teils etwas speziell und merkwürdig, da einige Controller hier vergleichsweise schlecht abschneiden, obwohl die SSDs an sich gut sind. Trotzdem werfen wir einen Blick auf die Werte.

Hier erreicht die TERACLE T460 ein mittleres Ergebnis. Aber erneut: Der IOPS- und Zugriffszeiten-Test von CrystalDiskMark ist etwas speziell, und einige High-End-SSDs schneiden hier „untypisch“ ab.

Bei ASSSD setzt sich die T460 ins obere Drittel des Testfeldes, zwischen die Neatac NV7000-t und die WD Black SN850x.

Etwas enttäuschend ist das Abschneiden in Anvil’s Storage Utilities, wo die T460 nur in der unteren Hälfte landet.
Damit können wir zusammenfassen, dass die Leistung in den Benchmarks von sehr gut bis mittelmäßig etwas schwankt.

 

PCMark

Der PCMark-Test zielt darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Bürosoftware und Spiele zu simulieren, was ihn alltagsnäher macht als reine Benchmarks.
Drei Testoptionen stehen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Bei PCMark setzt sich die TERACLE T460 in die Mitte des Testfelds zwischen die Crucial P5 Plus und die ADATA S70 Blade, was ein plausibles und aus meiner Sicht gutes Abschneiden ist.

So setzt die ADATA S70 Blade auch auf den gleichen Controller, entsprechend ist auch zu erwarten, dass die T460 +- die gleiche Leistung liefert.

 

3DMark SSD-Test

3DMark konzentriert sich auf die Messung von Spieleladezeiten, die intern simuliert werden. Der Test umfasst:
Laden von Battlefield™ V vom Start bis zum Hauptmenü
Laden von Call of Duty®: Black Ops 4 vom Start bis zum Hauptmenü
Laden von Overwatch® vom Start bis zum Hauptmenü
Aufzeichnen eines 1080p-Gameplay-Videos bei 60 FPS mit OBS während des Spielens von Overwatch®
Installieren von The Outer Worlds® aus dem Epic Games Launcher
Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds®
Kopieren des Steam-Ordners für Counter-Strike®: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk

Dies ist ein Benchmark, den ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Hier schneidet die T460 aus unerklärlichen Gründen richtig schlecht ab. Irgendetwas läuft hier im Zusammenspiel mit dem 3DMark SSD und der TERACLE T460 einfach schief.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpack-Leistung im Detail

Zum Abschluss kopieren wir zwei große Archive auf die SSD und entpacken sie dort. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.
Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Hier sieht es wieder deutlich besser für die TERACLE T460 aus. So kann diese sich hier in beiden Tests im oberen Drittel platzieren.
Dabei ist auch der Abstand zu den Flaggschiff-SSDs sehr gering.

 

Performance bei konstanter Last (SLC Cache)

Ein wichtiger Punkt ist der SLC-Cache. Moderner NAND ist schreibend oft langsamer als man erwartet. Kaum eine SSD erreicht konstant mehr als 2000 MB/s; alles darüber ist meist dem SLC-Cache zu verdanken.
Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND mit 3 oder 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang, insbesondere bei QLC-SSDs, die nach dem Cache sehr langsam sein können.
Daher nutzen SSDs hier einen Trick: Ein Teil des NANDs wird „nur“ mit einem Bit pro Zelle beschrieben, um eine höhere Leistung zu erzielen. Allerdings ist dies natürlich nicht über die gesamte Kapazität möglich.

So können wir bei der TERACLE T460 mehrere Abstufungen sehen. So bietet die SSD zunächst die volle Leistung, wie zu erwarten ist, dann sinkt diese auf +- 2500 bis 3000 MB/s ab und in der letzten Stufe auf +- 1300 MB/s.

Dies ist ein gutes Abschneiden! Damit liegt die konstante Datenrate der T460 über der Lexar NM790, der ADATA S70 Blade und auch z. B. der WD SN580.
Hier können wir durchaus sehen, dass die SSD ordentlichen NAND nutzt sowie einen Controller mit einigen Kanälen.

 

Eine heiße SSD

Es gibt noch einen wichtigen Punkt. Die TERACLE T460 ist eine sehr heiße SSD! Diese benötigt dringend einen Kühlkörper, ansonsten wird sie sich drosseln oder komplett abschalten.

 

Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung

Die Ermittlung des Stromverbrauchs von M.2 SSDs stellt eine Herausforderung dar. Um dies zu bewerkstelligen, wende ich eine besondere Methode an: Ich verbaue die SSDs in ein externes NVMe-SSD-Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Eine exakte Messung ist zwar aufgrund der Limitierung der SSD-Leistung auf 1000 MB/s nicht möglich, aber die Ergebnisse bieten dennoch einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es empfiehlt sich daher, weniger auf absolute Werte zu fokussieren, sondern eher einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um einzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie benötigt. Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann eine Differenz von nur +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde beeinflussen.

Passend zu der höheren Hitzeentwicklung benötigt die TERACLE T460 relativ viel Energie. In einem Desktop-PC egal, aber für Notebooks wäre die T460 auch dank der doppelseitigen Bestückung.

 

Fazit

Die TERACLE T460 ist eine sehr außergewöhnliche SSD. Die Kombination aus IG5236 Controller, SK Hynix TLC NAND und RAM Cache ist nach meinem Wissen derzeit einmalig.
Aber ist dies auch eine gute Kombination?

Die Leistung der T460 war in meinem Test etwas schwankend, zwischen durchschnittlich und sehr gut. Vor allem was die reinen Datenraten angeht, konnte die T460 absolut überzeugen, aber auch im Praxiseinsatz zeigte sich die SSD stark. So nutze ich in meinem System auch die T450 von TERACLE mit gleicher Technik, und diese arbeitet bei mir problemlos und flott.

Etwas unerklärlich schwach war das Abschneiden im 3DMark-Benchmark. Ebenso läuft die SSD vergleichsweise heiß, wodurch ich sie nur bedingt für Notebooks empfehlen kann.
Unterm Strich würde ich sagen, ist die T460 leistungstechnisch vergleichbar mit der Lexar NM790. So bietet die TERACLE T460 eine etwas höhere Leistung nach dem Cache und ähnliche bis höhere Datenraten. Beide liegen auch eine Stufe unter den absoluten Flaggschiff-SSDs wie der Samsung 990 Pro und Co. und über den Mittelklasse-Modellen wie der WD SN580.

In einem Desktop-System würde ich dabei die TERACLE T460 der Lexar NM790 vorziehen, in einem Notebook umgekehrt.

Am Ende kommt es aber natürlich etwas auf den Preis an. Generell ist die T460 eine gute und spannende SSD der unteren Oberklasse.

Günstige NVME SSD-Gehäuse mit Display aus China im Test

Vor einer Weile hatte ich mir bereits das DOCKCASE SSD Enclosure angesehen. Dabei handelt es sich um ein NVME SSD-Gehäuse, das über ein Display verfügt, auf dem zusätzliche Informationen angezeigt werden.

Ein interessantes Feature, das allerdings auch ordentlich Geld kostet. Das DOCKCASE SSD Enclosure bekommst du für rund 70 €.

Nun bin ich bei AliExpress über ähnliche SSD-Gehäuse mit Display gestolpert – diese jedoch für deutlich weniger Geld!

So kosten die NVME SSD-Gehäuse hier gerade einmal etwa 20 €. Ich habe mir zwei dieser Gehäuse bestellt. Sehen wir uns diese einmal im Test an!

 

Die SSD-Gehäuse mit Display im Test

Ich habe für diesen Test zwei NVME SSD-Gehäuse mit Display bestellt:
Gehäuse 1 – JEYI – mit dem kleinen Display
Gehäuse 2 – ShuoLe – mit dem großen Display

Beide SSD-Gehäuse setzen auf einen sehr ähnlichen Formfaktor und Design. Beide sind äußerlich, abseits vom Display, aus Metall gefertigt und ähnlich groß.

Der Formfaktor wird dabei natürlich von der 2280 NVME SSD bestimmt, die bei beiden Gehäusen verbaut werden kann.

Tendenziell ist das ShuoLe-Gehäuse etwas größer und dicker.

 

Dies liegt auch daran, dass das ShuoLe-Gehäuse Kühlrippen auf der Unterseite besitzt.
Die SSD wird bei beiden Modellen auf der Unterseite eingesetzt. Diese ist ebenfalls bei beiden Modellen mit einer Schraube gesichert.

 

Die Displays

Das Spannendste bei beiden SSD-Gehäusen ist das Display, das bei beiden Modellen sehr unterschiedlich umgesetzt ist.

Das ShuoLe-Gehäuse besitzt ein sehr großes Schwarz-Weiß-Display, das im Betrieb konstant alle Informationen anzeigt.

Das JEYI-Gehäuse hingegen hat ein kleineres Farbdisplay mit einer Touch-Taste, die es dir erlaubt, durch die Informationen zu schalten.

Was zeigen die Displays an?

JEYI:

  • USB-Geschwindigkeit
  • Kapazität
  • Dateisystem (NTFS usw.)
  • SSD-Name
  • Temperatur
  • Geschriebene Daten (in TB)
  • Gelesene Daten (in TB)
  • Betriebsstunden
  • Power Cycles
  • Unsafe Off

ShuoLe:

  • USB-Status (USB 2.0, 3.0, 3.2)
  • Power-on-Times
  • Laufzeit in Stunden
  • TBW
  • Disk Health in %
  • Temperatur
  • USB-Spannung in V

Beide Gehäuse lesen Informationen der SSDs über die SMART-Werte aus und zeigen daher fast die gleichen Informationen an.

Tendenziell sind die Informationen des JEYI-Gehäuses etwas umfangreicher, das ShuoLe zeigt allerdings alle Informationen dauerhaft an. Beim JEYI musst du diese durchschalten.
Ein weiterer Unterschied: Das Display des JEYI leuchtet konstant, das ShuoLe hat keine Beleuchtung. Dies kann je nach Situation ein Pluspunkt sein oder nicht.

 

SMART-Daten auch via Software auslesbar

Bei beiden SSD-Gehäusen ist es weiterhin möglich, SMART-Daten der SSDs mithilfe von Software wie CrystalDiskInfo auszulesen.

 

Leistung

Hier gibt es keine wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Modellen. Beide scheinen den RTL9210B-Chipsatz zu nutzen.
Entsprechend unterstützen sie USB-C 3.2 Gen 2 mit maximal 10 Gbit/s.

JEYI Gehäuse (kleines Display)
ShuoLe Gehäuse (großes Display)

Auch praktisch erreichen beide Modelle etwa die gleiche Geschwindigkeit mit knapp über 1000 MB/s beim Lesen und Schreiben in CrystalDiskMark.
Dies sind typische Leistungswerte für SSD-Gehäuse mit dem Realtek RTL9210B-Chipsatz.
Der RTL9210B-Chipsatz ist nach meiner Erfahrung auch der beste Chipsatz für externe SSDs in der 10-Gbit-Klasse. Er arbeitet recht unproblematisch und stabil, im Gegensatz zum JMicron JMS583, der teils etwas „zickig“ und instabil ist.

 

Hitzeentwicklung

Bei beiden SSD-Gehäusen wird die SSD im Inneren mithilfe eines Wärmeleitpads mit der Unterseite des Gehäuses verbunden.
Ich habe eine Samsung 980 Pro mit 2 TB in den Gehäusen verbaut, vollständig mit maximaler Geschwindigkeit beschrieben und dabei die Temperatur mitgeloggt.

Hier können wir sehen, dass die SSD in beiden Gehäusen eine Temperatur von knapp unter 60 Grad erreicht.
Tendenziell ist das ShuoLe-Gehäuse etwas kühler, aber der Unterschied beträgt lediglich 2 Grad.

 

Fazit

Beide Modelle sind aus meiner Sicht voll empfehlenswert, wenn du nach einem NVME SSD-Gehäuse mit 10-Gbit-Verbindung suchst.
Das Display beider Modelle kann einen gewissen Mehrwert bieten, vor allem, wenn wir bedenken, dass dieses praktisch keinen Aufpreis kostet.
Du bekommst beide Gehäuse für etwa 10–20 €, was absolut fair ist!

Welches nun besser ist, ist Geschmackssache. Das JEYI hat ein beleuchtetes Display mit mehr Informationen und einer Status-LED.

Das Display des ShuoLe hingegen ist deutlich größer und weniger „aufgeregt“.
Hier liegt es an dir, was dir besser gefällt. Temperaturen und Datenraten sind bei beiden Modellen nahezu identisch.

Tineco Waschsauger saugt nicht mehr? Anleitung: Schlauch austauschen!

Ich habe einige Tineco Waschsauger, die ich auch auf täglicher Basis nutze – mittlerweile schon seit vielen Jahren.
Entsprechend kenne ich die Stärken und Schwächen dieser Geräte sowie die möglichen Probleme.

Eines der häufigeren Probleme (nach meiner Erfahrung) ist das Brechen bzw. Reißen des Schlauchs, der sich im Fußgelenk befindet.

Das führt dazu, dass der Waschsauger zwar augenscheinlich funktioniert, aber kein Wasser mehr aufsaugt. Der Boden wird immer feuchter, und das Wasser wird nur verteilt.

Wie lässt sich das Problem lösen?

 

Das Problem: Mein Tineco saugt nicht mehr

Dein Tineco Waschsauger (oder Dreame usw.) scheint auf den ersten Blick korrekt zu funktionieren – der Saugmotor läuft usw. –, aber er nimmt keine Flüssigkeit oder nur sehr wenig auf?

Dann prüfe den Schlauch, der sich im knickbaren Fuß des Waschsaugers befindet. Es kann vorkommen, dass dieser im Laufe der Zeit Risse bildet und schließlich reißt.

 

Warum passiert das?

Dies kann auf einfache Materialermüdung zurückzuführen sein oder darauf, dass du zu scharfe Reinigungsmittel mit deinem Waschsauger verwendest.

 

Falls du Garantie hast: Ab zu Tineco!

Der Schlauch ist sichtbar oder fühlbar gerissen, und du hast noch Garantie auf deinem Tineco Waschsauger?
Dann wende dich an den Support, damit dieser das Problem behebt.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Tineco-Support recht gut und kulant ist.

 

Selbst reparieren?

Du hast keine Garantieansprüche mehr? Dann kannst du versuchen, den Schlauch selbst auszutauschen.

Das passende Ersatzteil bekommst du beispielsweise aus China über AliExpress:
https://de.aliexpress.com/item/1005006942820323.html

Ich hatte dieses Problem mit dem Tineco S5 Combo. Anscheinend nutzen jedoch alle Tineco-Modelle denselben Schlauchdurchmesser, sodass das Ersatzteil universell einsetzbar ist.

 

Die Reparatur

Die Reparatur ist nicht ganz einfach und erfordert etwas handwerkliches Geschick. Wie genau die Reparatur abläuft und wo sich die Schrauben befinden, hängt natürlich vom jeweiligen Modell ab, das du besitzt.

In meinem Fall war es der Tineco S5 Combo.

  1. Entferne alle Wassertanks sowie die Bodenbürste, und drehe den Waschsauger auf die Rückseite.
  2. Entferne alle Schrauben, die du auf der Unterseite des Fußes findest. Eventuell sind einige Schrauben unter der abnehmbaren Gummileiste versteckt.
  3. Nun sollte sich die Abdeckung des Fußes bzw. der Bodenbürste einfach abnehmen lassen. Diese war bei mir weder verklebt noch mit Clips gehalten, sondern nur verschraubt.
  4. Im Inneren siehst du diverse Motoren, Kabel usw. – mach ein Foto! Die Kabel sind gesteckt, und du kannst sie für eine leichtere Demontage abziehen. Das Foto hilft dir später, die Kabel richtig anzuschließen.

Der Schlauch

  1. Der Schlauch besitzt zwei Halterungen, in die er „eingeschraubt“ ist. Zudem ist der Schlauch verklebt.
  2. Die untere Halterung kannst du recht einfach entfernen.
  3. Die obere Halterung lässt sich nicht so einfach entfernen. Du kannst versuchen, den Schlauch vorsichtig mit einer Zange herauszuziehen. Gelingt dies nicht, befinden sich an der Seite des Gelenks zwei Clips, die du mit einem flachen Schraubendreher lösen kannst.
  4. Anschließend kannst du den Schlauch mit den beiden Endstücken herausnehmen. Entferne den Schlauch aus den Endstücken. Hier ist etwas Kraft erforderlich, da der Schlauch verklebt ist.

 

Der neue Schlauch

  1. Der neue Schlauch kommt mit passendem Kleber/Dichtungsmittel.
  2. Trage den Kleber auf und schraube den Schlauch in die Endstücke. Tipp: Setze das obere Endstück bereits ohne den Schlauch wieder ein und montiere dann den Schlauch durch das Fußgelenk hindurch.
  3. Verschraube den Fuß des Waschsaugers wieder und warte, bis der Kleber getrocknet ist.
  4. Nun sollte der Waschsauger wieder voll funktionsfähig sein!

 

Fazit

Ich hoffe, dieser kleine Artikel konnte dir weiterhelfen und eine Hilfestellung bieten.

WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4 Akku im Test: Bluetooth-BMS und Kapazitätscheck

0

LiFePO4-Akkus sind in den letzten Jahren stark im Preis gefallen! So bekommst du Modelle mit 100 Ah Kapazität schon für etwa 200 €. Besonders spannend sind hier aus meiner Sicht die Modelle mit Bluetooth BMS, denn dieses bietet in der Praxis einen enormen Vorteil, gerade wenn es um die Bestimmung der Restkapazität geht.

So bin ich auf den WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4-Akku mit Bluetooth gestoßen. Es handelt sich hier um einen “Mini”-100Ah-Akku, der zusätzlich mit Bluetooth ausgestattet ist und preislich mit rund 200 € sehr attraktiv wirkt. Wollen wir uns den WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4-Akku mit Bluetooth doch einmal im Test ansehen. Wie viel Kapazität hat dieser wirklich, und was taugt das Bluetooth BMS?

An dieser Stelle vielen Dank an WattCycle für das Zurverfügungstellen des Akkus für diesen Test.

 

Der WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4-Akku mit Bluetooth im Test

Bei diesem Akku handelt es sich um eine “Mini”-Version eines 100 Ah LiFePO4-Akkus. Solche Mini-Versionen hatten wir schon von anderen Herstellern im Test gesehen, aber diese hatten bisher kein Bluetooth BMS.

Der WattCycle-Akku misst gerade einmal 229 x 138 x 208 mm und wiegt 9,5 kg. Somit ist er, wie beworben, wirklich sehr kompakt und klein. Der generelle Aufbau entspricht den Erwartungen: Wir haben ein schwarzes Kunststoffgehäuse mit einem WattCycle-Aufkleber auf der Front.

Auf der Oberseite befinden sich ein Stoff-Tragegriff sowie die Anschlussterminals. Bei den Anschlussterminals handelt es sich wie üblich um M8-Schrauben/Bolzen. Passende Schrauben liegen dem Lieferumfang bei.

 

Mit spannender Bluetooth-App

Ein wichtiger Faktor beim WattCycle-Akku ist das Bluetooth BMS und der entsprechende App-Support.

Die App, die hier zum Einsatz kommt, heißt BMS Meta. Sie ist vergleichsweise umfangreich. Nach dem Verbinden des Akkus finden wir auf der Startseite zunächst folgende Informationen:

  • Akkustand in %
  • Strom in A
  • Spannung in V
  • Leistung in W
  • Zyklen
  • Umgebungstemperatur
  • Temperatur der Mosfets
  • Temperatur der Zellen 1
  • Temperatur der Zellen 2
  • Maximale Spannung der einzelnen Zellen
  • Minimale Spannung der einzelnen Zellen
  • Durchschnittliche Spannung der einzelnen Zellen
  • Spannungsabweichung der einzelnen Zellen
  • Spannung der einzelnen Zellen

Diese Informationen sind erfreulich zahlreich! Zudem kannst du über die App das Laden und Entladen des Akkus separat ein- oder ausschalten. Es gibt auch einige interessante zusätzliche Einstellungen wie “Parameter for Protection” usw., auf die normalerweise nicht zugegriffen werden kann.

Diese Einstellungen sind beim WattCycle-Akku jedoch mit einem Passwort geschützt. Du hast leider nicht das Passwort, es kann jedoch über den Support angefragt werden.

Was versteckt sich hier für geheime Einstellungen? Du kannst hier fast alle Parameter des BMS anpassen, wie die maximale und minimale Zellspannung, Temperaturen für Über- bzw. Untertemperatur-Abschaltungen, das BMS neu kalibrieren usw.

Ja, wenn du nicht weißt, was du tust, kannst du den Akku über diese Einstellungen tatsächlich beschädigen. Allerdings finde ich die Möglichkeit, erweiterte Einstellungen anpassen zu können, extrem praktisch!

 

Warum ist ein Bluetooth-BMS so nützlich?

Aber warum halte ich es für sinnvoll, einen LiFePO4-Akku mit Bluetooth BMS zu wählen?

Zum einen ist es natürlich praktisch und interessant, diverse Parameter des Akkus einzusehen. Das “Dicke Ding” ist jedoch die Kapazitätsanzeige.

LiFePO4-Akkus haben einen sehr flachen Spannungsverlauf. Die Spannung schwankt also nur wenig abhängig vom Ladezustand. Entsprechend ist es anhand der Spannung nur schwer zu erkennen, wie voll oder leer ein LiFePO4-Akku ist. Zwar gibt es einige Solar-Ladecontroller, die versuchen, die Restladung zu schätzen, doch gelingt dies meist nicht zuverlässig.

Meist kann nur zuverlässig erkannt werden, ob ein LiFePO4-Akku fast voll oder fast leer ist. Über das Bluetooth BMS hingegen lässt sich deutlich sicherer feststellen, wie der genaue Akkustand ist.

 

Die Vorteile von LiFePO4-Akkus

Warum sind Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO4) so interessant? Obwohl sie eine geringere Energiedichte im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus aufweisen, punkten sie mit höherer Sicherheit und einer deutlich längeren Lebensdauer.

Im Gegensatz zu Lithium-Ionen-Akkus, die meist nur 500 bis 1000 Ladezyklen schaffen, erreichen LiFePO4-Akkus problemlos über 2000 Ladezyklen. Ihre tatsächliche Lebensdauer hängt stark von der Entladungstiefe ab und kann in der Praxis sogar deutlich höher ausfallen. WattCycle verspricht bei einer vollständigen Entladung (100%-Entladetiefe) über 5000 Zyklen und bei geringeren Entladetiefen beeindruckende 15.000 Zyklen. Diese hohe Zyklenfestigkeit macht LiFePO4-Akkus besonders attraktiv für den Einsatz als Solar-Pufferspeicher.

Ein weiterer Vorteil ist ihre thermische Stabilität, selbst unter extremen Bedingungen. Sollte ein Schutzmechanismus einmal versagen, besteht bei diesen Akkus kaum die Gefahr, dass sie in Brand geraten – ein bekanntes Risiko bei Lithium-Ionen-Akkus. Ein integriertes Batterie-Management-System (BMS) schützt zuverlässig vor Tiefentladung, Überladung, Kurzschlüssen oder Überlastung.

 

Die Nachteile von LiFePO4-Akkus

Trotz der zahlreichen Vorteile haben LiFePO4-Akkus auch einige Einschränkungen. Aufgrund ihrer geringeren Energiedichte sind sie bei gleicher Kapazität größer und daher weniger geeignet für kompakte Geräte wie Smartphones oder Laptops. Zudem dürfen sie bei Temperaturen unter 0 °C nicht geladen werden, da dies Schäden verursachen kann. Das Entladen ist hingegen selbst bei niedrigen Temperaturen unproblematisch.

 

Kapazitätstests bei Techtest.org

Für die Messung der Kapazität von LiFePO4-Akkus setzt Techtest.org auf eine elektronische Last. Dieses Gerät wandelt Energie in Wärme um und zeichnet dabei die entnommene Energiemenge auf. In meinen Tests kamen die Modelle Atorch DL24MP und Atorch DL24EW zum Einsatz. Letzteres diente zur Verifizierung der Ergebnisse des ersten Geräts. Zusätzlich wurde der Akku vorübergehend an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen, um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu simulieren.

 

Wie hoch ist die Kapazität des WattCycle-Akkus?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: der Kapazität. Laut Hersteller soll der Mini-Akku 100 Ah bieten.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Erreicht der Akku wirklich diese Kapazität?

Im Test erreichte der Akku im Schnitt eine Kapazität von 103 Ah bzw. 1312 Wh. Damit übertrifft der Akku die Herstellerangabe leicht – sehr gut!

In diesem Diagramm kannst du sehen, welche Werte die bisher von mir getesteten Akkus erreichten, verglichen mit der vom Hersteller angegebenen Kapazität.

Mit 103% der Herstellerangabe liegt der WattCycle-Akku im guten Mittelfeld.

 

Die Spannung des Akkus

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf den Spannungsverlauf.

Wie bei den meisten LiFePO4-Akkus ist der Spannungsverlauf sehr flach. So spielt sich 90% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich von 13V bis 12,4V ab. Sobald die Spannung unter 12,4V fällt, sinkt diese rapide! Hier kannst du den Akku praktisch als leer deklarieren. Das BMS schaltet den Akku bei ca. 10,5V endgültig ab.

 

Fazit

Der WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4-Akku mit Bluetooth ist aus meiner Sicht absolut empfehlenswert!

Das Wichtigste: Der Akku hält die Kapazitätsangabe des Herstellers ein. So konnte ich im Schnitt 103 Ah messen, was 103% der Herstellerangabe entspricht – ein solider bis guter Wert, gerade für einen Akku mit Bluetooth BMS.

Das Bluetooth BMS ist hier auch ein großer Pluspunkt! Allgemein würde ich immer LiFePO4-Akkus mit Bluetooth BMS empfehlen!

Die Möglichkeit, detaillierte Informationen über den aktuellen Akkustand, die Leistung usw. zu erhalten, ist einfach ein großer Vorteil. Zudem bietet die App auch die Möglichkeit, erweiterte Parameter anzupassen – etwas, das ich bei einem LiFePO4-Akku bisher noch nicht gesehen habe! Diese Parameter sind zwar hinter einem Passwort geschützt, welches du aber unproblematisch vom Support anfragen kannst.

Damit ist der WattCycle 12V 100Ah Mini LiFePO4-Akku mit Bluetooth auch vergleichsweise günstig! Kurz gesagt: Ja, ich kann diesen Akku mit gutem Gewissen empfehlen!

Der Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 im Test, sehr gut, aber mit Schönheitsfehlern!

Anker hat Anfang 2025 einige spannende neue Produkte auf den Markt gebracht. Hierzu zählt neben der Anker 25000 mAh 165W Powerbank vor allem auch der neue Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) „A2697“.

Hinter diesem Namen verbirgt sich ein 4-Port „High-End“ USB-C-Ladegerät mit Display, bis zu 140 W Leistung und einem einklappbaren Netzstecker.

Damit ist dieses Ladegerät in der Theorie ideal für den Urlaub, Geschäftsreisen usw.
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 so gut, wie er auf den ersten Blick aussieht und wie es der durchaus gehobene Preis verspricht?
Finden wir es im Test heraus!

 

Der Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 im Test

Beim Anker Charger A2697 handelt es sich um ein Steckdosenladegerät. Dieses wird also direkt in die Steckdose gesteckt, ohne Kabel zwischen Ladegerät und Steckdose.
Es misst 36 x 69 x 69 mm (ohne Stecker) und bringt 287 g auf die Waage. Damit ist das Ladegerät durchaus als kompakt zu bezeichnen, aber es ist auch nicht winzig für 140 W und 4 Ports.

Spannend ist die Ausrichtung der Anschlüsse. So sind die Anschlüsse des Ladegeräts nach unten gerichtet, was ungewöhnlich ist. Dies liegt daran, dass wir auf der Rückseite des Ladegeräts ein Display haben, zu diesem gleich mehr.

Ein weiterer ungewöhnlicher Punkt ist der Stecker. Dieser lässt sich beim A2697 einklappen, wodurch das Ladegerät noch etwas handlicher wird.
Der generelle Qualitätseindruck ist positiv.

 

Anschlüsse des Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1)

Der Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) verfügt über 3 USB-C-Ports und 1 USB-A-Port.

  • USB-C 1 / 2 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 3 – 40 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2,66A, 20V/2A
  • USB-A – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge, 33 W UFCS

Die beiden primären USB-C-Ports des Anker Chargers A2697 bieten eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB PD 3.1 Standard. Damit sind diese Ports nicht nur für Smartphones und Tablets geeignet, sondern auch für größere Geräte wie Notebooks oder auch große 140 W Powerbanks.

Der dritte USB-C-Port bietet mit 40 W etwas weniger Leistung, was aber für die meisten Smartphones mehr als ausreichend ist.

Zudem haben wir einen USB-A-Port, welcher Quick Charge, Super Charge und UFCS mit 33 W unterstützt.

 

Das Display

Sicherlich eine große Besonderheit ist das Display. Wir haben auf der Front des Ladegeräts ein LCD-Farbdisplay und eine Taste. Diese Taste erlaubt es dir, durch diverse angezeigte Informationen zu wechseln.

Was kann dir das Ladegerät anzeigen?

  • Ausgangsleistung insgesamt (Watt)
  • Ausgangsleistung pro Port (Watt)
  • Temperaturstatus
  • Betriebsstunden

Damit ist das Display des Ladegeräts durchaus hilfreich und interessant!

 

Wie kompakt?

Das Anker A2697 ist durchaus ein kompaktes Ladegerät, aber wie kompakt ist es im Vergleich zu anderen 140 W USB-C-Ladegeräten mit 4 Ports?
Abmessungen:

Gewicht:

Wir können also wirklich sehen, dass das Anker Ladegerät für seine Leistung und Ausstattung recht kompakt ist.

 

Keine 12V-Stufe

Wie leider bei Anker oft üblich, besitzt auch der A2697 keine 12-V-Spannungsstufe! Die 12-V-Spannungsstufe wird bei USB PD in der Regel nicht oft genutzt.
Smartphones, Tablets, Notebooks usw. nutzen in der Regel 5 V, 9 V oder 20 V, manchmal auch 15 V.

Daher ist das Fehlen der USB Power Delivery 12 V-Stufe kein „Drama“, aber es gibt eine Handvoll Geräte, wie einige Drohnen von DJI, die doch 12 V benötigen.
Daher ist es merkwürdig, dass Anker diese Stufe weglässt, obwohl das Ladegerät technisch in der Lage ist, diese zu liefern.

 

PPS

Das Ladegerät unterstützt auch den PPS- und AVS-Ladestandard.

  • USB-C 1/2 – 4,5 – 20 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 3 – 5 – 11 V bei bis zu 3,6 A

Erfreulicherweise haben wir hier eine recht große PPS-Range, die fast „perfekt“ ist. So bieten die beiden primären USB-C-Ports 4,5 – 20 V bei bis zu 5 A. Damit kann das Ladegerät beispielsweise die diversen Samsung Galaxy-Smartphones mit voller Geschwindigkeit laden.

Gerade die Samsung-Smartphones nutzen PPS sehr ausgiebig. Aber auch viele Xiaomi- und ASUS-Smartphones benötigen PPS für die volle Ladegeschwindigkeit.
Allerdings geht PPS hier „nur“ bis 20 V und nicht bis 21 V, weshalb das Ladegerät beispielsweise das Google Pixel 9 Pro XL nicht ganz mit voller Geschwindigkeit laden kann.
Neben PPS unterstützt das Ladegerät an Port 1 und 2 auch den AVS-Standard.

 

Keine halbe Stunde 140 W

Etwas enttäuschend war für mich die konstante Leistung des Ladegeräts. So unterziehe ich alle Ladegeräte einem Belastungstest. Bei diesem belaste ich das Ladegerät für einen bestimmten Zeitraum mit der vom Hersteller angegebenen maximalen Leistung, hier 140 W.

Leider konnte der Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 nur ca. eine halbe Stunde lang 140 W liefern, ehe sich die Leistung auf 120 W herunterdrosselte.
Dies ist eher ein schwaches Abschneiden! Eine halbe Stunde ist wirklich nicht lang, gerade da das A2697 auch nicht so winzig ist.

Leistung nach Drosselung

Spannend ist jedoch, dass das Ladegerät auf 120 W drosselt. So bleibt die 28 V-Spannungsstufe erhalten, aber mit 28 V / 4,28 A.

Auf dem Display können wir sehen, dass das Ladegerät dann im „Cooling“-Modus ist.

 

Spannungsstabilität

Die Spannungsstabilität ist bei USB Power Delivery-Ladegeräten prinzipiell nicht mehr ganz so wichtig für die Ladegeschwindigkeit wie bei normalen USB-A-Ladegeräten. Dennoch ist eine stabile Spannung ein gutes Zeichen für hochwertige Elektronik.

Die Spannungsstabilität beim A2697 ist offen gesagt nicht besonders beeindruckend, aber auch nicht bedenklich schlecht.

Gerade bei der 5 V- und 9 V-Stufe steigt die Spannung unter Last deutlich an.

 

Effizienz des Ladegeräts

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1).

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 71,3 % bei sehr niedriger Last und 92,5 % bei voller Last.

Dies sind gute Werte, aber auch nicht außergewöhnlich für ein Ladegerät dieser Klasse.

In diesem Diagramm kannst du sehen das einzelne High End 140 W Ladegeräte in gewissen Last Situationen besser abschneiden, aber generell ist die Effizienz sehr zufriedenstellend.

 

Fazit

Der Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 ist ein gutes, aber auch kein überragendes Ladegerät!

Die größte Stärke dieses Ladegeräts sind die Abmessungen und das durchaus praktische Display. So ist das Ladegerät für 140 W Ausgangsleistung und 4 Ports relativ leicht und kompakt. Kompakter als beispielsweise die UGREEN-Modelle.
Hinzu kommen der einklappbare Stecker und natürlich das Display. Als Reiseladegerät macht das A2697 also schon eine ganz gute Figur!

Allerdings zeigte es im Test durchaus Temperaturprobleme! Mehr als eine halbe Stunde lang konnte es nicht konstant 140 W liefern. Danach gab es eine Drosselung auf 100-120 W.

Dies ist kein großes Problem, aber ein kleiner „Schönheitsfehler“. Ähnliches gilt für die fehlende 12-V-Stufe und die PPS-Stufe, die „nur“ bis 20 V und nicht bis 21 V geht.
Im Großen und Ganzen haben wir hier also ein gutes Ladegerät vor uns mit vielen Pluspunkten, aber es ist auch nicht perfekt!
Das UGREEN Nexode Pro 160W würde ich als technisch besser bezeichnen, auch wenn es beispielsweise kein Display hat.

 

Anker 140W USB C Ladegerät, Laptop Ladegerät, 4-Port Multi-Geräte...

  • Kompakte Abmessungen
  • Einklappbarer Netzstecker
  • Hohe Leistung: Bis zu 140 W über USB-C ½
  • PPS-Unterstützung mit großer Range
  • AVS-Unterstützung
  • Gute Effizienzwerte zwischen 71,3 % und 92,5 %
  • Hochwertiger Eindruck
  • Temperaturprobleme
  • Keine 12-V-Stufe
  • PPS Range nur bis 20 V und nicht 21 V

Nikon Z6III für die Hunde- und Tierfotografie? Erfahrungsbericht!

0

Hundefotografie ist ein sehr schweres Feld der Fotografie, vor allem, wenn du Hunde zuverlässig in Bewegung fotografieren willst. Nur sehr wenige schaffen es, Hunde in Bewegung zuverlässig zu tracken, bei kleiner Blende.
Gerade im Sony-Ökosystem musst du einiges an Geld in die Hand nehmen, damit dies zuverlässig klappt.

Dies weiß ich aus eigener Erfahrung, denn die Hunde- und Tierfotografie ist eine große Leidenschaft von mir, welche ich semi-professionell betreibe fotografie-barton.de.
Daher war ich sehr neugierig, als ich von der neuen Nikon Z6III gehört habe. Nach meiner Erfahrung bieten vor allem Kameras mit einem Stacked Sensor eine besonders gute AF-Tracking-Leistung. Allerdings sind diese Kameras recht teuer.

Die Nikon Z6III bietet nun einen “partially-stacked Sensor”. Dieser soll besonders schnelle Auslesezeiten und damit auch einen besonders reaktionsschnellen Autofokus ermöglichen, aber den Preis im Rahmen halten.

So bekommst du die Nikon Z6III für knapp über 2000€. Sicherlich immer noch eine stolze Summe, aber in dieser Preisklasse ist ein Stacked Sensor nicht denkbar.
Freundlicherweise hat mir Nikon die Z6III für eine kurze Zeit geliehen. In diesem Artikel wollen wir uns meine Erfahrungen mit der Z6III in der Hundefotografie ansehen, vor allem die AF-Leistung.

 

Die Nikon Z6III

Bei der Nikon Z6III handelt es sich um eine spiegellose Vollformatkamera, die im Jahr 2024 auf den Markt gekommen ist.

Zwar handelt es sich bei dieser hier eher um ein Mittelklassemodell, allerdings hat Nikon diesem einen recht “großzügigen” Body verpasst. So ist die Kamera relativ groß und professionell wirkend.

Hierbei hilft auch das Top-Display, welches normalerweise den High-End-Modellen vorbehalten ist.

Das primäre Display auf der Rückseite lässt sich zur Seite wegklappen. Ich als Fotograf bin nicht der größte Fan von diesem Design, aber die Videografen wird es freuen. Das Display machte bei mir im Test einen guten Eindruck, und die Vorschau wirkte scharf.

 

Reichen 24 Megapixel?

Sicherlich ein streitbarer Punkt bei der Nikon Z6III ist die Auflösung. Wir haben hier weiterhin 24 Megapixel, was “Standard” ist und mittlerweile zunehmend bei anderen Modellen überschritten wird.

Reichen 24 Megapixel? In der Regel ja, absolut! Klar, du hast hier etwas weniger Raum, um in die Bilder zu croppen, was der größte Nachteil ist.
Beispielsweise bei der Vogel-Fotografie sind mir oftmals 24 Megapixel etwas wenig, da hier doch oft der Bildausschnitt nochmals ein gutes Stück vergrößert wird, um noch näher heranzukommen.

Bei der Hunde-, Sport- oder Porträt-Fotografie ist dies aber meist kein Drama. So haben die “großen” Sportkameras wie die Sony A9 III oder Canon R1 auch nur 24 Megapixel und diese beiden kosten rund 7000€.

Eine doppelt so hohe Megapixelanzahl bedeutet auch nicht zwingend, dass wir deutlich mehr croppen können, denn hier kann auch schneller mal die Abbildungsleistung des Objektivs der limitierende Faktor sein.

Von daher, ja, mehr Auflösung ist immer gut, besser haben als brauchen, aber ich komme mit 24 Megapixeln gut klar.

 

6K RAW Video

Nikon ist eigentlich primär für seine “Fotografie”-Features bekannt. Allerdings spätestens seit der Übernahme von RED ist klar, dass Nikon sich auch mehr auf Videos konzentrieren will.

So bietet die Nikon Z6III bis zu 6K (5376×3024@60p) Video mit 60 FPS und dies auf Wunsch auch im RAW-Format.

Damit hat die Z6III auch durchaus das Zeug zu einer kleinen Cinema-Kamera. Bei 4K-Auflösung werden sogar bis zu 120 FPS erreicht.
Dies ist die Klassenbeste Video-Funktion.

 

Mechanisch oder Elektronisch

Bei aktuellen spiegellosen Kameras hast du die Wahl zwischen dem mechanischen Verschluss und dem elektronischen Verschluss.

Bei den meisten Modellen bringt der rein elektrische Verschluss einige Nachteile mit. Teils haben wir hier eine deutlich reduzierte Bildqualität, ein Verzerren des Bildes durch eine hohe Auslesezeit usw.
Diese Probleme sind allerdings bei der Nikon Z6III dank des partially-stacked Sensors absolut minimal!

So konnte ich kein starkes Verzerren von bewegten Motiven entdecken. Dies kann auftreten, aber bei der Hundefotografie brauchst du dir da keine Sorgen machen.
Theoretisch ist die Dynamik der Z6III mit elektronischem Verschluss etwas reduziert, aber auch dies ist so minimal, dass es mir praktisch nicht aufgefallen ist.
Ich habe die Nikon Z6III weitestgehend mit dem rein elektrischen Verschluss genutzt! Die Vorteile überwiegen hier doch deutlich.

 

Bis zu 20 Bilder/s

Prinzipiell kann die Nikon Z6III bis zu 120 Bilder/s aufnehmen, dies aber nur mit reduzierter Qualität/Auflösung (10 Megapixel, JPG).

Willst du die volle Qualität im RAW-Format, erreicht die Kamera maximal 20 Bilder/s mit elektronischem Verschluss bzw. 14 Bilder/s mit mechanischem Verschluss.
20 Bilder/s sind zwar auch nicht extrem rasant, aber auch für die Hundefotografie eine schöne und meist auch völlig ausreichende Bildrate.

 

Konstant hohe Leistung dank CFexpress

Die Nikon Z6III bringt nicht nur einen SD-Karten-Slot mit, sondern auch einen CFexpress-Kartenslot vom Typ B.

Typ B CFexpress-Speicherkarten sind recht günstig und auch in großen Kapazitäten zu bekommen und dabei auch deutlich schneller als SD-Karten.
Und ja, dies ist nicht nur fürs 6K-Video wichtig, wo rund 460 MB/s Daten produziert werden.

Auch im Serienbild-Modus erzeugen moderne Kameras extreme Datenmengen im RAW-Modus. Mit einer ausreichend schnellen CFexpress Typ B-Speicherkarte kann die Nikon Z6III allerdings ihre 20 Bilder/s konstant erreichen.
Dies ist ideal, wenn du beispielsweise tobende Hunde fotografieren willst.

 

Zu mir

An dieser Stelle eine kleine Info: Ich bin ein großer Foto-Fan, vor allem was die Hunde-/Tierfotografie angeht.

Ich besitze eine Sony A1 unter anderem mit dem Sony FE 70-200mm 2.8 GM OSS II.
Neben der Sony A1 habe ich aber auch eine Sony A7R V, wie auch die Fujifilm X-H2 (mit Fujifilm Fujinon XF 50-140mm 2.8 R LM).

Bis zum Ende letzten Jahres hatte ich auch noch eine Canon R6 II mit dem RF 70-200mm 2.8 L IS USM. Entsprechend bilde ich mir durchaus ein, etwas Erfahrung mit Kameras und Hundefotografie zu haben und auch abschätzen zu können, wie gut der Autofokus einer Kamera ist.

 

Mit Nikon Z 70-200mm 2.8 VR S

Freundlicherweise hat mir Nikon die Z6III mit dem Nikon Z 70-200mm 2.8 VR S für diesen Test geliehen.

Im ersten Moment war ich beim Nikon Z 70-200mm 2.8 VR S etwas skeptisch. Dieses wirkt schon sehr groß und fast etwas klobig. Gerade wenn wir dies mit dem Canon RF 70-200mm 2.8 L IS USM oder auch Sony FE 70-200mm 2.8 GM OSS II vergleichen.
Tendenziell halte ich auch das Sony FE 70-200mm 2.8 GM OSS II für etwas besser, auch wenn ein direkter Vergleich schwer ist.

Allerdings praktisch war ich sehr happy mit dem Nikon Z 70-200mm 2.8 VR S und seiner Abbildungsleistung. Die Schärfe ist tadellos, genau wie das Gegenlichtverhalten und auch der AF kommt mit.

Kurzum, ein etwas kleineres und kompakteres Refresh des Nikon Z 70-200mm 2.8 VR S wäre nett, aber die Abbildungsleistung ist vollkommen zufriedenstellend.

 

Tieraugen-Fokus, ein Muss!

Wie alle aktuellen Kameras kann die Nikon Z6III automatisch Augen erkennen und auf diese fokussieren.

Dies gilt nicht nur für Menschen-Augen, sondern auch für Tier-Augen! Und dieser Tieraugen-Fokus ist essentiell für die Hundefotografie!
Es ist einfach ein Segen, wenn der AF automatisch aufs Auge springt, gerade bei Objektiven mit viel Tiefenunschärfe. Und ja, dies hat bei all meinen Hunden auch sehr zuverlässig funktioniert. Dies im Stillstand auch bei dunklen Augen, auf dunklem Hund und bei leichtem Gegenlicht.

Gerade bei schlechten Lichtverhältnissen oder Gegenlicht zeigte sich die Nikon Z6III beispielsweise sicherer als die Canon R6 II, welche ebenfalls einen sehr guten AF hat, aber nach meiner Erfahrung bei schwierigen Lichtverhältnissen doch stark einbricht. Die Canon R6 II braucht recht “saubere” Lichtverhältnisse, dann trifft diese auch echt gut.
Hier ist die Z6III eher bei den Sony-Kameras, welche auch besser mit solchen schwierigen Lichtverhältnissen klarkommen.

Wichtig: Tieraugenfokus bedeutet nicht, dass der Fokus auch immer wirklich zu 100% sitzt! Zwar erkennen die meisten Kameras Augen mittlerweile zuverlässig, aber ob sie es schaffen, darauf auch scharf zu stellen, gerade bei Bewegung, steht nochmals auf einem anderen Blatt.
Hier gehört die Z6III aber klar schon zu den besten Modellen, die ich jemals in der Hand hatte.
Neben dem Tieraugen-Fokus bringt die Z6III auch eine Erkennung für folgende Dinge mit:

  • Personen-Erkennung
  • Tier-Erkennung
  • Verkehrsmittel-Erkennung
  • Flugzeug-Erkennung

 

Wie gut ist der Autofokus der Z6III für die Hundefotografie?

Kommen wir nun zu einem spannenden Punkt: Wie steht es um den Autofokus? Kann dieser mit einem Hund im vollen Lauf mithalten?

Dies hängt wie üblich von sehr vielen Faktoren ab, vor allem dem Objektiv und deinen Einstellungen. Aber auch was du für einen Hund hast, kann eine große Rolle spielen. Hast du einen schwarzen Hund mit schwarzen Augen, wird sich die Nikon Z6III etwas schwerer tun als bei einem hellen Hund mit dunklen Augen.

Auch ein Hund, der schräg zur Kamera läuft, ist um einiges leichter zu bewältigen als ein Hund, der direkt auf die Kamera zurennt. Bedenke dies!
Folgende Einstellungen habe ich bei der Nikon Z6III für die Teststrecken genutzt:

  • 1/2000 Belichtungszeit
  • f/2.8 Blende
  • Auto ISO
  • Elektronischer Verschluss
  • Tieraugen-Fokus
  • 20 Bilder/s
  • AF-C

Abseits davon habe ich alle Einstellungen auf “Standard” belassen. Als Objektiv kam das Nikon Z 70-200mm 2.8 VR S zum Einsatz, welches theoretisch die beste Wahl für “Sport”-Bilder ist.
Ich habe einige Bildstrecken von meinen Hunden gemacht und die Bilder farblich markiert:

  • Grün = Treffer aufs Auge
  • Gelb = Auf dem Kopf
  • Rot = Kein Treffer

Wie du sehen kannst, ist die Trefferquote bei meinem Hund mit der Z6III bei einem frontalen Lauf erfreulich gut!
Erst wenn der Hund mehr als bildfüllend ist, fällt die Trefferquote erwartungsgemäß deutlich.

Bei meiner kleinen Felia tat sich die Z6III etwas schwerer. Die schwarzen Augen auf schwarzem Fell lassen die Trefferquote ein Stück sinken.
Hier können wir sehen, dass entsprechend die Hundeart auch einen Einfluss hat. Dennoch ist die Trefferquote bei all meinen 3 Hunden besser als ich es erwartet hätte.

So liegt die Trefferquote in Bewegung klar über der Sony A7R V, knapp über der Fujifilm X-H2 und Canon R6 II und unterhalb der Sony A1.

Die Trefferquote der Nikon Z6III und der Canon R6 II ist auf einem ähnlichen Level. Tendenziell war aber die Nikon etwas sicherer.

Dies vor allem auch bei Bildern im Stillstand. Hier zeigte die Kamera bei mir eine hervorragende Trefferquote. Dies auch bei schwierigen Lichtverhältnissen, wie Gegenlicht. So wurde auch hier das Auge aller meiner Hunde sauber erkannt.

Lediglich bin ich etwas mehr “Feedback” vom AF von meinen Sony-Kameras gewohnt. Was die Nikon Z6III wiederum mehr mitbringt, sind “Personalisierungsoptionen”, auch für die Fokus-Optionen.

 

Testbilder

An dieser Stelle ein paar Bilder, die ich mit der Nikon Z6III gemacht habe. Diese Bilder sind mit meinem üblichen Workflow bearbeitet.

 

 

Fazit

Wie gut ist die Nikon Z6III für die Hundefotografie geeignet? Mit dem passenden Objektiv sehr gut!

Zwar setzt die Nikon Z6III bei der reinen Bildqualität keine neuen Maßstäbe, sondern liefert die übliche gute Vollformat-Qualität, aber dank des partially-stacked Sensors und den damit verbundenen niedrigen Auslesezeiten eine hervorragende AF-Leistung!

Gerade bei Hunden in Bewegung zeigte sich die Nikon Z6III sehr stark. Kann diese hier mit einer Sony A1 oder Nikon Z8 mithalten? Nicht ganz, aber sie kann die Sony A7 IV und auch die Sony A7R V schlagen. Auch verglichen mit der Canon R6 II zeigte sich der AF ein Stückchen zuverlässiger, sowohl in Bewegung als auch bei Stillstand.
Dies ist, wie ich denke, ein tolles Abschneiden!

Dabei ist auch der Preis der Kamera durchaus attraktiv. Etwas mehr Auflösung wäre schön gewesen, aber 24 MP + schnelle Reaktionszeiten sind für die Hundefotografie besser als ein 61 MP Sensor, der super träge ist.

Kurzum, die Nikon Z6III ist die vermutlich beste Vollformat-Kamera für bewegliche Objekte in der 2000-2500€ Preisklasse.

Tipp: Günstiger 2,5-Gbit-Switch mit PoE+ für Ubiquiti APs und Co. YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch im Test

Immer mehr Geräte verfügen über 2,5 Gbit LAN, was sich mittlerweile als die neue, schnelle „Standard“-Netzwerkgeschwindigkeit etabliert.
So haben praktisch alle aktuellen Mainboards 2,5 Gbit LAN, und auch entsprechende LAN-Karten zum Nachrüsten gibt es für kleines Geld. Auch immer mehr Router und Access Points unterstützen 2,5 Gbit LAN, so auch die neuen Access Points von Ubiquiti.
Diese benötigen PoE mit 2,5 Gbit für die optimale Geschwindigkeit und Anbindung. PoE-fähige Switche mit 2,5 Gbit LAN sind allerdings noch recht exotisch und entsprechend teuer.

Ubiquiti bietet mit dem Flex 2.5G PoE nun auch einen „günstigen“ 2,5-Gbit-LAN-PoE-Switch an, aber mit Netzteil kostet dieser weiterhin stolze 300 €.

Ich habe mir nun den YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch gekauft, der 8x 2,5-Gbit-PoE-Ports sowie einen 10-Gbit-Uplink bietet, für unter 100 €.

In diesem kleinen Artikel möchte ich kurz meine Erfahrungen damit teilen.

 

Der YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch im Test

Bei dem YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch handelt es sich im Kern um einen „NoName“-Netzwerk-Switch. Dies ist aber nicht schlimm, denn wir haben hier einen Unmanaged Switch ohne Benutzeroberfläche oder ähnliches.

Dieser setzt auf ein etwas größeres Metallgehäuse im Desktop-Style-Formfaktor. Das Design würde ich einfach mal als „funktional“ bezeichnen. Dies ist ein Switch, der dafür gemacht ist, in einem Netzwerkschrank oder Keller versteckt zu werden.

 

Anschlüsse

Die Anschlüsse sind an der Front des Switch angebracht. Hier haben wir zunächst 8x RJ45-Ports, die alle über 2,5 Gbit verfügen.

Zudem haben wir hier 1x 10-Gbit-SFP+, der als „Uplink“ dient. Diesen musst du natürlich nicht nutzen; jeder der anderen Ports kann als Uplink genutzt werden.

Alle Ports verfügen über zwei Status-LEDs, die direkt neben den Ports angebracht sind. Eine LED für die Aktivität und eine zum Kennzeichnen von 2,5 Gbit.

 

Mit PoE+

Das Wichtigste bei diesem Switch ist aber die PoE-Unterstützung. Alle 8x 2,5-Gbit-Ports unterstützen auch PoE mit einer maximalen Ausgangsleistung von 120 W. Dabei unterstützt jeder Port den IEEE 802.3af/at-PoE-Standard.

„af“ ist der „normale“ PoE-Standard mit maximal 15,4 W.
„at“ ist der PoE+-Standard mit maximal 30 W.

Also ja, der YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch unterstützt PoE+.

 

Mit Rackohren

Der YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch ist zwar nicht als wahnsinnig kompakt zu bezeichnen, setzt aber generell auf einen Desktop-Style-Formfaktor.

Mit im Lieferumfang liegen aber Rackohren, die eine Montage in einem 19-Zoll-Rack erlauben.

 

Internes Netzteil

Die meisten 2,5-Gbit-Switche besitzen ein externes Netzteil, nicht so der YuanLey-Switch. Zu meiner Überraschung besitzt dieser ein internes Netzteil.

 

Kein Lüfter, keine Geräusche

Der YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch besitzt zwar eine Aussparung für einen Lüfter, aber in diesem ist kein Lüfter verbaut.

Es ist sehr gut möglich, dass das Gehäuse für verschiedene Modelle genutzt wird und daher die Aussparung vorhanden ist.

 

Niedriger Stromverbrauch

Der Stromverbrauch war ein großes Problem vieler „schneller“ Netzwerk-Switche. Erfreulicherweise brauchen die neueren 2,5-Gbit-Switche nicht mehr so viel Energie, was auch für den YuanLey gilt.

So benötigt dieser im Leerlauf gerade einmal 3,5 W, und mit 2x 2,5-Gbit-Verbindungen steigt der Verbrauch auf 4,6 W.

Natürlich steigt der Verbrauch mit mehr Geräten und PoE-Geräten, aber generell braucht der Switch sehr wenig Strom.

 

Problemlos mit Ubiquiti APs

Ich habe mir den YuanLey-Switch primär für meinen Ubiquiti U7 Pro gekauft.
Dieser nutzt 2,5 Gbit LAN und muss via PoE versorgt werden. Genau genommen ist für die volle Leistung PoE+ nötig.

Und es gibt hier absolut keine Probleme! Der Access Point läuft seit Wochen nun stabil an dem Switch mit voller Leistung und ohne irgendwelche Probleme, Abstürze oder ähnliches.
Daraus kannst du auch entnehmen, dass der Switch bei mir ebenfalls stabil lief. Neben dem Access Point habe ich auch ein UGREEN NAS an diesem hängen sowie einen Desktop-PC. All diese Geräte funktionierten problemlos und auch mit der zu erwartenden Geschwindigkeit.

 

Fazit

Du suchst einen 2,5-Gbit-Switch mit PoE für beispielsweise deine Ubiquiti Access Points? Dann kann ich den YuanLey 9 Port 2.5G PoE Switch nur mit gutem Gewissen empfehlen.
Der Switch funktioniert bei mir zuverlässig, stabil und generell tadellos in Kombination mit dem Ubiquiti U7 Pro.

Dabei ist der Stromverbrauch mit unter 4 W im Leerlauf erfreulich niedrig. Kurzum: Wir haben hier einen guten Switch für rund 100 €.

YuanLey 10 Port 2.5G PoE Switch Unmanaged, 8 x 2.5G Base-T PoE Ports...
  • 【2.5G PoE-Switch】Der Netzwerk-Switch verfügt über 8 x...
  • 【120W PoE-Gesamtleistung】Unterstützt IEEE 802.3af/at...
  • 【Plug and Play】Unmanaged Plug and Play 2.5Gbps ethernet...
  • 【Stabil und Leise】Langlebiges Metallgehäuse mit 6KV...
  • 【Weit Verbreitet】Unterstützt Gestellmontage und...

2,5 Zoll und 6 TB, Western Digital WD_BLACK P10 Game Drive im Test

Auf Techtest sprechen wir mittlerweile primär über SSDs, die auch gerade als externe Laufwerke aufgrund ihrer Robustheit sehr viel Sinn machen.
Brauchst du jedoch viel Speicherplatz für wenig Geld, ist eine HDD weiterhin die beste Wahl. 2,5-Zoll-externe HDDs sind hier besonders praktisch, da sie in der Regel keine gesonderte Stromversorgung benötigen.

Externe 2,5-Zoll-HDDs gibt es mit einer Kapazität von bis zu 6 TB. Western Digital bietet hier mit der WD_BLACK P10 Game Drive ein besonders interessantes Modell an.
So ist hier eine besonders hohe Leistung zu erwarten – warum sonst würde die HDD „Game Drive“ heißen – und dies zu einem Preis von unter 200 €.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut die WD_BLACK P10 Game Drive wirklich ist!
An dieser Stelle vielen Dank an WD für das Ausleihen der WD_BLACK P10 Game Drive für diesen Test.

 

Die WD_BLACK P10 Game Drive im Test

Die WD_BLACK P10 Game Drive wird, wie der Name schon vermuten lässt, ganz klar in Richtung Gamer vermarktet.

Entsprechend ist die externe HDD auch etwas „verrückter“ gestaltet, mit einem Wellen-Design und einem schwarzen Kunststoffgehäuse. Dieses sieht durchaus interessant aus, auch wenn die WD_BLACK P10 Game Drive sicherlich nicht das kompakteste Gehäuse für eine externe 2,5-Zoll-HDD hat.

So misst die HDD 118 x 88 x 20,8 mm und bringt 230 g auf die Waage.
Auf der Anschlusseite haben wir lediglich einen USB-3.0-Micro-USB-Port. Offen gesagt, verstehe ich nicht, warum externe HDDs weiterhin auf Micro-USB setzen und nicht auf USB-C, aber dies machen fast alle Hersteller.

Wie es bei externen 2,5-Zoll-HDDs glücklicherweise üblich ist, benötigt auch die WD_BLACK P10 Game Drive keine gesonderte Stromversorgung, sondern wird über den USB-Port versorgt.

 

Shingled Magnetic Recording

Die P10 setzt in der 6-TB-Version auf die Shingled Magnetic Recording-Technologie.
SMR ist eine alternative Technologie zur klassischen „Conventional Magnetic Recording“-Technologie, die vor allem genutzt wird, um größere Datenmengen auf kleinem Raum unterzubringen.

Hierbei werden Tracks auf den internen Datenspeichern überlagernd geschrieben.
Lesend sind SMR-Festplatten leistungstechnisch weitestgehend identisch zu ihren Geschwistern mit CMR. Allerdings kann die SMR-Technik beim Schreiben, gerade bei zufälligen Schreibzugriffen, deutlich langsamer sein.

 

Wie schnell ist die WD_BLACK P10 Game Drive?

Kommen wir zur spannendsten Frage, und zwar der nach der Leistung. Starten wir hier mit CrystalDiskMark.

CrystalDiskMark konnte bei der P10 Datenraten von 128 MB/s lesend und 115 MB/s schreibend im Maximum messen.

Allerdings ist dies nur die halbe Wahrheit, denn die Leistung von HDDs schwankt, je nachdem, wo Daten auf die Platten geschrieben werden. Je weiter innen, umso langsamer geht das Schreiben und Lesen.

Hier können wir den Verlauf der Datenraten sehen. So schwanken diese praktisch zwischen knapp über 100 MB/s und 52 MB/s.

Im Schnitt schaffte die HDD bei H2TestW eine Datenrate von 82–84 MB/s.

Dies sind keine „herausragenden“ Datenraten, aber solche sind in der Regel auch nicht von 2,5-Zoll-externen HDDs zu erwarten.

Auch in anderen Tests schneidet die externe HDD solide, aber zugegeben nicht überragend ab.

 

Fazit

Die Western Digital WD_BLACK P10 Game Drive mit 6 TB ist eine gute externe HDD für das Sichern großer Datenmengen.
So würde ich die P10 Game Drive offen gesagt weniger für Games empfehlen. Es hat einen Grund, dass wir auch bzw. vor allem für Spiele auf SSDs setzen – diese beschleunigen das Laden schon deutlich.

Ich denke, die WD_BLACK P10 Game Drive ist primär für Backups, Spiele-Installer und als „Ablage“-Laufwerk gut geeignet, vor allem aufgrund des doch deutlich günstigeren Preises verglichen mit SSDs.