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Günstig und gut? UseNiy Lithium AA Akkus mit 3600 mWh im Test! Besser als BATZONE und ANSMANN?

Wir hatten uns in der letzten Zeit einige AA Akkus auf „Lithium“-Basis angesehen. Ein Modell, das sich hier besonders positiv hervorgetan hatte, war vom Hersteller BATZONE.

Zwar waren dies nicht die AA Akkus mit der höchsten Kapazität, aber diese waren vergleichsweise günstig und wurden in einer praktischen 8-Fach Lade-/Transport-Box geliefert. Ähnliches trifft auf unseren heutigen Testkandidaten auch zu, die Lithium AA Akkus von UseNiy.

Auch hier haben wir ein praktisches Set mit 8 Akkus, wie auch einem Ladegerät, das alle 8 Akkus gleichzeitig laden kann und zudem als Aufbewahrungsbox dient. Die Kapazität wird dabei, wie bei den BATZONE Akkus, mit 3600 mWh angegeben. Wollen wir uns diese doch einfach mal in einem Test ansehen!

 

Die UseNiy Lithium AA Akkus mit 3600 mWh im Test

UseNiy liefert dieses Set inklusive einer passenden Ladebox aus, in welcher die Akkus auch bei Nichtnutzung gelagert werden können.

So setzt die Ladebox auf eine vergleichsweise flache, aber lange und breite Form. Diese ist dabei in 2x 4 Schächte unterteilt. Jede Unterteilung verfügt über eine Klappe, die ein Herausfallen der Akkus beim Transport verhindert.

Mit Energie wird die Ladebox einfach via USB-C versorgt. Erfreulicherweise verfügt jeder Akku in der Ladebox über eine eigene Status-LED, welche je nach Ladestand leuchtet. Qualitativ ist die Ladebox von UseNiy eher einfach gemacht.

Diese ist funktional absolut in Ordnung, aber die Ladebox der BATZONE Akkus machte schon einen noch wertigeren Eindruck. Die Akkus selbst sind wiederum sehr wertig gestaltet und entsprechen ansonsten dem üblichen AA-Formfaktor.

 

Schutz vor Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus bieten gegenüber herkömmlichen AA-Akkus wesentliche Vorteile, da sie über eine integrierte Schutzelektronik verfügen. Diese schützt sie zuverlässig vor Überladung, Kurzschlüssen und insbesondere vor Tiefentladung. Klassische Nickel-Metallhydrid-Akkus sind anfällig für Schäden, wenn ihre Spannung unter 1 Volt sinkt, ein Problem, das bei vielen Geräten auftreten kann, die für den Einsatz von Einwegbatterien ausgelegt sind.

Die UseNiy-Akkus hingegen schalten sich automatisch ab, sobald ihr minimaler sicherer Ladezustand erreicht ist. Dadurch wird eine Tiefentladung effektiv verhindert und mögliche Schäden werden vermieden. Dies trägt dazu bei, dass die Lebensdauer von Lithium-AA-Akkus in der Praxis oft höher ist als die von herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Akkus.

 

Kapazitätsangaben bei Akkus: mAh vs. mWh

Die Kapazität von Akkus, insbesondere im AA-Format, wird häufig in unterschiedlichen Einheiten angegeben: mAh (Milliamperestunden) und mWh (Milliwattstunden). Diese Einheiten unterscheiden sich in ihrer Aussagekraft.

  • mAh: Diese Einheit beschreibt die Ladungsmenge, die ein Akku speichern kann. Sie gibt an, wie lange ein Akku einen bestimmten Strom liefern kann. Die Spannung des Akkus bleibt dabei unberücksichtigt.
  • mWh: Diese Einheit beschreibt die Energie, die ein Akku speichern kann. Sie berechnet sich aus der Ladungsmenge (mAh) und der Nennspannung des Akkus.

Relevanz bei unterschiedlichen Akku-Technologien:

  • NiMH-Akkus: Haben eine typische Nennspannung von 1,2 V.
  • Lithium-basierte AA-Akkus: Haben eine typische Nennspannung von 1,5 V.

Aufgrund der höheren Spannung liefern Lithium-basierte Akkus bei gleicher mAh-Angabe eine höhere Energiemenge als NiMH-Akkus. Die mWh-Angabe ist daher aussagekräftiger, um die tatsächliche Leistungsfähigkeit unterschiedlicher Akku-Technologien zu vergleichen. Ein NiMH-Akku mit 2900 mAh hat eine Energie von etwa 3500 mWh (2900 mAh * 1,2 V ≈ 3500 mWh). Ein Lithium-Akku mit dem gleichen mAh-Wert hätte dementsprechend mehr mWh.

 

Wie hat Techtest.org die Lithium-AA-Akkus getestet?

Zum Testen der UseNiy-AA-Akkus habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen. Ich habe hier jeweils 4 Akkus aus dem Set getestet, um die übliche Serien-Schwankung abzubilden.

 

Wie hoch ist die Kapazität der UseNiy?

Kommen wir zur Kapazität der Akkus bei den Leistungsstufen.

Auffällig ist zunächst, dass die 4 Akkus recht dicht beieinander sind, was die Kapazität angeht. Es gibt hier also erfreulich wenig Serienstreuung. Die beste Kapazität erreichten die Akkus bei einer Last von 0,4 A. Hier schafften diese 2188 mAh bzw. 3254 mWh im Schnitt. Dies ist ein gutes Abschneiden! Vergleichen wir dies einmal mit anderen Lithium AA Akkus.

Hier kannst du sehen, dass die UseNiy die drittbesten Lithium AA Akkus sind, die ich bisher im Test hatte. Diese können sich sogar vor die BATZONE Lithium AA Akkus setzen. Aber an das Ergebnis der XTAR AA Lithium 4150 mWh/2500 mAh Akkus kommen wir wenig überraschend nicht heran. Dennoch bin ich sehr positiv überrascht von den UseNiy Akkus.

 

Nicht für alle Geräte optimal

Ich würde Lithium-basierte AA Akkus nicht für alle Geräte empfehlen. Diese machen in Geräten, welche extrem wenig Energie benötigen, wie Uhren, Fernbedienungen, Wetterstationen usw. in der Regel keine gute Figur. Warum? Durch den integrierten Spannungswandler arbeiten diese Akkus bei extrem niedriger Last vergleichsweise ineffizient. Dies konntest du hier auch im Test sehen, wo die Akkus bei 0,4 A Last eine höhere Kapazität erreichen als bei 0,1 A Last. Bei noch deutlich niedrigeren Lasten wird das noch extremer. In solchen Anwendungen sind NiMH-Akkus deutlich sinnvoller. Lithium AA Akkus wie die UseNiy machen primär in Anwendungen Sinn, wo der Verbrauch größer ist. Ich denke hier an Radios, Taschenlampen, Motoren, LED-Kerzen usw.

 

Mit Spannungsabsenkung

Generell haben Lithium AA Akkus eine stabile Spannung, so auch die UseNiy Akkus. Selbst bei einer Last von 1 A liegt diese konstant bei 1,5x V. Damit haben deine Geräte immer volle Power. Aber haben wir wirklich eine konstante Spannung?

Nicht ganz, denn die Akkus senken bei einem Ladestand von ca. 4-5 % die Spannung auf 1,1 V ab. Warum wird dies gemacht? Die Akkustandsanzeige bei diversen Geräten mit AA Akkus und Batterien basiert auf der Spannung der Akkus. Hätten diese immer konstant 1,5 V von Anfang bis Ende, dann würden dir Geräte keine Warnmeldungen bei einem niedrigen Akkustand anzeigen können. Durch das Absenken der Spannung kurz vor Ende auf 1,1 V wird dem Gerät signalisiert „Hey, die Akkus sind gleich leer“ und die Geräte können dir gegebenenfalls eine Akkustand-Warnmeldung schicken. Dies machen viele Lithium AA Akkus, aber auch nicht alle.

 

Ladedauer

Das Laden von 4 Akkus in der Ladestation dauert ca. 3:15 h.

 

Fazit

Ich bin mit den UseNiy Lithium 3600 mWh AA Akkus sehr zufrieden! Sind dies die Lithium AA Akkus mit der höchsten Kapazität? Nein, aber von allen Modellen, die ich bisher getestet habe, landen die UseNiy auf Platz 3 von 7, also kein übles Abschneiden! Dabei ist hier vor allem die Preis-Leistung spannend. 8 Akkus inklusive der praktischen Ladebox kosten „nur“ +- 34 € (mit Coupon bei Amazon habe ich sogar nur 17 € gezahlt, achte auf den aktuellen Preis).

Das ist ein sehr fairer Preis und vor allem die Ladebox, die alle Akkus gleichzeitig laden kann, macht die UseNiy Akkus sehr alltagsfreundlich. Bist du also auf der Suche nach Lithium AA Akkus, sind die UseNiy, gerade wenn du diese mit Rabatt bekommst, alles andere als eine schlechte Option. Schau dir auch mal die XTAR und BATZONE Akkus an.

UseNiy Lithium AA Akku mit Ladegerät 8 stück, wiederaufladbare AA...
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  • 【Schnellladetechnologie】3 Stunden schnelle Ladung für...
  • 【1.5 VOLT Konstantspannung】Um eine stabile und zuverlässige...
  • 【0V Akkus Aktivierung 】 Niedervoltbatterie kann aktiviert...
  • 【Ladung-Aufbewahrung Design】 2 in 1-Funktion mit Ladung und...

Der CREABEST LiFePO4 Akku 300Ah 12.8V (VB028-300AH) im Test

CREABEST gehört zu meinen favorisierten Herstellern von LiFePO4 Akkus. Gerade der CREABEST VB046 LiFePO4 (https://techtest.org/creabest-vb046-lifepo4-12v-175ah-akku-test-vorteile-leistung-und-praxisbericht/) gehört zu den wertigsten Modellen, die ich bisher im Test hatte.

CREABEST bietet dieses Modell aber auch in einer größeren 300 Ah Version an (VB028-300AH). Auch diese setzt auf ein massives Metall-Gehäuse, Bluetooth BMS und macht generell einen sehr außergewöhnlichen und hochwertigen Eindruck.

Wollen wir uns den CREABEST LiFePO4 Akku 300Ah 12.8V einmal im Test ansehen! Kann der Akku hier überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an CREABEST für das zur Verfügung stellen des Akkus für diesen Test.

 

Der CREABEST LiFePO4 Akku 300Ah 12.8V (VB028-300AH) im Test

Mit einer Kapazität von 300 Ah bietet der Akku auf dem Papier eine sehr saftige Kapazität! Mit dieser gehen aber auch etwas größere Abmessungen einher. So misst der Akku 434 x 243 x 248 mm und bringt rund 35 kg auf die Waage. Dies ist auf den ersten Blick natürlich recht viel, aber für die hohe Kapazität passen diese Werte.

Gerade dann, wenn wir bedenken, dass der Akku auf ein Metall-Gehäuse setzt. Wir haben hier also keinen Kunststoff-Akku, wie es ansonsten üblich ist, sondern ein massives Gehäuse. Hierdurch strahlt der Akku eine deutlich höhere Wertigkeit aus und wirkt gefühlt auch etwas sicherer. Für einen etwas leichteren Transport haben wir auf der Oberseite zwei klappbare Tragegriffe. Diese sind auch stabil genug, um das Gewicht des Akkus zu halten.

 

Anschlüsse des CREABEST Akkus

Aufgrund der hohen Kapazität des VB028-300AH und der gehobenen Ausgangsleistung besitzt der Akku etwas mächtigere Anschluss-Terminals. So finden wir auf der Front zwei große M10 „Bolzen“, mit langem Gewinde, welche auch wirklich hohe Leistungen bereitstellen können.

Zudem haben wir auf der Front einen „LAN“-Port. Dieser wird von CREABEST nicht näher spezifiziert, aber ich nehme an, es handelt sich hier um einen RS-485-Port.

 

Mit Display

Neben den Anschlüssen haben wir auf der Front auch ein Display. Dieses Display kann dir folgende Werte anzeigen:

  • Ladestand in %
  • Akkutemperatur
  • Akkuspannung
  • Lade-/Entladestrom

Damit ist das Display eine sehr praktische Möglichkeit, auf die Schnelle den Status des Akkus zu überprüfen.

 

Mit Bluetooth und App-Support

Im CREABEST VB028 ist ein Bluetooth BMS verbaut. Dieses ermöglicht das Auslesen der Daten des Akkus über die entsprechende CREABEST App.

Die App ist einfach und übersichtlich aufgebaut und bietet folgende Informationen:

  • Kapazität in Ah
  • Kapazität in %
  • Spannung in Volt
  • Eingangs-/Ausgangsstrom
  • Zyklenzahl
  • Temperatur
  • Zellenspannung
  • Systemstatus

Wir finden hier einige nützliche Informationen, vor allem den Ladestand. Erweiterte Einstellungen gibt es jedoch nicht. Dennoch sind die App und die Bluetooth-Funktion ein klarer Mehrwert.

 

Technische Daten

  • CREABEST VB028
  • 12,8 V Nennspannung
  • 300 Ah
  • 3840 Wh
  • 150 A Entladestrom
  • 300 A maximaler Entladestrom
  • 600 A Spitzen Entladestrom (5 s)
  • 200 A maximaler Ladestrom
  • -20°C – 60°C Entladetemperatur

 

Warum einen LiFePO4-Akku wählen?

LiFePO4-Akkus bieten eine Reihe von Vorteilen gegenüber Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus. Ihre außergewöhnliche Lebensdauer macht sie besonders attraktiv, da sie robuster konstruiert sind und nicht zur thermischen Instabilität neigen – ein Problem, das bei Lithium-Ionen-Akkus gelegentlich auftreten kann. Das Laden und Entladen erfolgt dank des integrierten Battery-Management-Systems (BMS) sicher und unkompliziert.

Ein herausragendes Merkmal dieser Akkus ist ihre hohe Zyklenfestigkeit: Während Blei-Gel-Akkus bereits nach weniger als 100 Zyklen an Leistung einbüßen können, überstehen LiFePO4-Modelle problemlos über 3000 Ladezyklen. Lithium-Ionen-Akkus erreichen im Vergleich dazu meist zwischen 300 und 1000 Zyklen. Der Hersteller CREABEST gibt für seine Akkus eine erwartete Lebensdauer von etwa 7 bis 8 Jahren an, obwohl die Garantiezeit auf zwei Jahre begrenzt ist. Eigene Erfahrungen, auch mit Modellen von CREABEST, bestätigen jedoch ihre hohe Zuverlässigkeit.

Ein weiteres wichtiges Sicherheitsmerkmal von LiFePO4-Akkus ist ihre geringere Brandanfälligkeit im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Selbst wenn das BMS einmal vollständig ausfallen sollte – was äußerst selten vorkommt –, entwickeln diese Akkus in der Regel nur Rauch oder Dampf, anstatt in Flammen aufzugehen. Auch hinsichtlich der Ladespannung sind sie weniger empfindlich als Lithium-Ionen-Akkus. Das integrierte BMS schützt zudem effektiv vor Risiken wie Unterspannung, Überspannung, Kurzschlüssen und Überlastung, sodass die Sicherheit im Betrieb gewährleistet ist.

 

Mögliche Nachteile von LiFePO4-Akkus:

  • Größe und Gewicht: Obwohl sie im Vergleich zu Blei-Gel-Akkus kompakter und leichter ausfallen, sind LiFePO4-Akkus bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Modelle.
  • Temperaturempfindlichkeit: Eine Ladung bei Temperaturen unter 0 °C ist nicht möglich. Dies kann problematisch sein, da viele LiFePO4-Akkus keinen speziellen Schutz gegen das Laden bei niedrigen Temperaturen besitzen. Beim CREABEST VB046 ist jedoch ein solcher Schutz integriert, sodass der Akku auch bei frostigen Bedingungen sicher bleibt.

 

Hohe Spitzenleistung

Der CREABEST VB028-300AH besitzt nicht nur eine sehr große Kapazität mit 300 Ah, sondern auch ein recht mächtiges BMS-Modul. So kann der Akku bis zu 300 A konstant bereitstellen, was entsprechend 3840 W entspricht. Allerdings empfiehlt der Hersteller, 150 A nicht immer zu überschreiten. Ansonsten würde vermutlich das BMS auf Dauer auch zu sehr gestresst. Auch das Aufladen geht mit bis zu 150 A, was sehr ordentlich ist.

 

Wie misst Techtest die Kapazität von LiFePO4-Akkus?

Um die Kapazität von LiFePO4-Akkus zu messen, nutze ich eine elektronische Last. Dabei verwende ich die Atorch DL24MP, mit der ich den Akku bei 10 A, 20 A und 25 A entlade. Zudem teste ich den Akku auch an einem 12 V zu 230 V Spannungswandler für höhere Lasten.

 

Kapazität

Wie hoch ist aber nun die echte Kapazität des CREABEST LiFePO4 Akku? Laut Hersteller soll dieser 300 Ah bzw. 3840 Wh liefern. Folgende Werte konnte ich messen:

Dies sind sehr gute Werte! So schwankte die Kapazität im Test zwischen 326,6 Ah bzw. 4218 Wh und 328,8 Ah bzw. 4236 Wh. Damit übertrifft der VB028-300AH die Herstellerangabe ein gutes Stück! Zum Vergleich hier ein paar Werte anderer LiFePO4 Akkus und wie diese die Herstellerangabe erreichen.

Du kannst hier sehen, der CREABEST VB028-300AH erreichte prozentual das zweitbeste Ergebnis, das ich jemals bei einem LiFePO4 Akku messen konnte, super!

 

Die Spannung des Akkus

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf den Spannungsverlauf bei 30 A und 20 A Last.

Wie bei den meisten LiFePO4-Akkus ist der Spannungsverlauf sehr flach. So spielt sich 90% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich von 13,2 V bis 12,6 V ab. Sobald die Spannung unter 12,6 V fällt, sinkt diese rapide! Hier kannst du den Akku praktisch als leer deklarieren. Das BMS schaltet den Akku bei ca. 10,85 V endgültig ab.

 

Im Inneren

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick ins Innere des Akkus. Dieser lässt sich komplett zerstörungsfrei öffnen.

Hier sieht alles sehr sauber aus! Es gibt sogar einige Liebe zum Detail, wie beispielsweise der orange Schrumpfschlauch. Alle Verbinder wirken dabei ausreichend dick und sind an den wichtigen Stellen isoliert.

 

Fazit

Der CREABEST VB028-300AH ist ein hervorragender LiFePO4 Akku! Dieser ist zwar mit 1000€ vergleichsweise teuer, aber wir haben hier einen Premium-Akku!

Woran sehen wir das? Zunächst einmal an der Kapazität. So wirbt CREABEST mit 300 Ah, im Test konnte der Akku aber bis zu 328,8 Ah erreichen. Also fast 10 % mehr Kapazität zur Herstellerangabe, was ein sehr großer Puffer ist. Dies ist auch bei LiFePO4 unüblich viel.

Hinzu kommt das extrem wertige und auch wartungsfreundliche Gehäuse. Du kannst den Akku zerstörungsfrei öffnen. Sollte das BMS also beispielsweise mal Probleme nach dem Garantiezeitraum machen oder Ähnliches, wäre der Akku nicht komplett „verloren“, wie bei verklebten Modellen.

Weitere dicke Pluspunkte gibt es für das kleine Display und natürlich das Bluetooth BMS. Ein Bluetooth BMS ist etwas extrem Praktisches! So erlaubt dieses, wie auch das integrierte Display, ein genaues Auslesen des Ladezustands, was ansonsten nicht so einfach möglich ist.

Kurzum, der CREABEST VB028-300AH ist fantastisch! Suchst du einen großen LiFePO4 Akku mit gehobener Kapazität, dann greif zu. Sicherlich aus reiner Preis zu Kapazitäts-Sicht gibt es noch bessere Akkus, aber das Modell hier gehört klar zur Premium Klasse.

Die beste Powerbank fürs Wandern 2025?! Nitecore NB20000 GEN3, extrem leicht und Wasserdicht

Gerade wenn du viel unterwegs bist, oder vielleicht auf Wanderschaft, Backpacking usw., ist eine Powerbank essentiell. Hier ist es aber wichtig, eine möglichst kompakte und leichte Powerbank mit möglichst hoher Kapazität zu haben.

Eines der besten Modelle, das ich bisher im Test hatte, war die Nitecore NB20000. Von dieser gibt es mit der Nitecore NB20000 GEN3 nun eine neue Version, welche noch kompakter und leichter sein soll.

Damit ist die Nitecore NB20000 GEN3 potenziell die derzeit beste Powerbank fürs Wandern. Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob dies in der Praxis auch stimmt!

 

Die Nitecore NB20000 GEN3 im Test

Die Nitecore NB20000 GEN3 setzt auf ein recht „außergewöhnliches“ Design. So ist die Powerbank komplett rechteckig aufgebaut und besitzt eine Ober- und Unterseite aus Carbonfaser.

Dabei sind erfreulicherweise die Ecken der Powerbank aus einem dicken Gummi gefertigt. Dies soll die Powerbank bei Stürzen schützen. Und ja, die Ecken sind wirklich aus Gummi und nicht einfach nur gummiert. Dies macht die Nitecore NB20000 GEN3 recht robust.

Hinzu kommt, dass die Nitecore NB20000 GEN3 IPX5-wassergeschützt ist! Ja, wir haben hier eine wassergeschützte Powerbank.

  • IPX5 = Schutz gegen Strahlwasser (Düse) aus beliebigem Winkel

Im Gegensatz zu anderen wassergeschützten Powerbanks verzichtet die Nitecore NB20000 GEN3 auf Abdeckungen über den Ports. Diese sind intern gegen Wasser geschützt. Diesen Schutz solltest du natürlich nie absichtlich auf die Probe stellen, aber sollte dich mal ein Regenschauer überraschen, ist dies bei der Nitecore NB20000 GEN3 nicht ganz so furchtbar wie bei anderen Powerbanks.

Generell ist die Verarbeitungsqualität und Stabilität der Powerbank wirklich gut! Auch wenn diese generell weniger „filigran“ gebaut ist und eher „robust“ gefertigt wurde.

 

Wie kompakt ist die Nitecore NB20000 GEN3?

Über den wichtigsten Punkt bei der NB20000 GEN3 haben wir noch gar nicht gesprochen, und das sind die Abmessungen und das Gewicht.

Folgende Werte konnte ich messen:

  • 117 x 68 x 21 mm
  • 288 g

Ja, mit diesen Werten ist die Nitecore NB20000 GEN3 sowohl die kleinste als auch leichteste 20.000-mAh-Powerbank, die ich bisher im Test hatte!

 

Anschlüsse der NB20000 GEN3

Bei den Anschlüssen gab es verglichen mit der 1. Generation der NB20000 ein kleines Downgrade. So haben wir hier nur noch 2x USB-C; der USB-A-Port wurde weggelassen. Letzteres vermutlich, um die Powerbank noch kompakter zu gestalten und zugunsten des Wasserschutzes.

  • USB-C 1: 20 W USB Power Delivery, 22,5 W Super Charge (5 V / 3 A, 9 V / 2,22 A, 12 V / 1,66 A)
  • USB-C 2: 18 W USB Power Delivery (5 V / 3 A, 9 V / 2 A, 12 V / 1,5 A)

Zudem haben wir bei der GEN3 maximal 22,5 W bzw. 20 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Damit ist die Powerbank zwar in der Lage, moderne Smartphones „flott“ zu laden, aber sie wird auch keine Geschwindigkeitsrekorde brechen.

20 W ist für eine aktuelle Powerbank okay, aber auch nichts Besonderes. Für Smartphones ausreichend, aber weniger für größere Geräte wie Notebooks, Tablets usw.

Über beide Ports kann die Powerbank auch geladen werden.

 

Beide USB-C-Ports 20 W

Laut Aufdruck hat USB-C 1 20 W nach dem USB-PD-Standard und USB-C 2 18 W. Allerdings bieten in der Praxis beide Ports 20 W.

  • 5 V / 3 A, 9 V / 2,22 A, 12 V / 1,67 A

 

Mit PPS

Erfreulicherweise unterstützen auch beide Ports den PPS-Standard.

  • 3,3 – 11 V bei bis zu 2 A

Dies ist die erwartungsgemäße PPS-Stufe für eine 20-W-Powerbank. Diese hilft dabei, die Ladegeschwindigkeit gerade in Kombination mit Samsung Smartphones zu optimieren.

Mehr Infos zu PPS findest du hier: https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut Hersteller bietet die Nitecore NB20000 GEN3 eine Kapazität von 20.000 mAh. Leider gab es beim Messen der Kapazität für mich eine negative Überraschung.

So schwankte im Test die Kapazität zwischen 12.491 mAh und 14.850 mAh. Dies entspricht einer Spanne von 62 % bis 74 % der Herstellerangabe.

Ich kann hier nicht zu 100 % ausschließen, dass ich ein „Montagsmodell“ erwischt habe.

 

Volumen und Gewicht im Verhältnis zur Kapazität

Die Nitecore NB20000 GEN3 ist zwar prinzipiell die kleinste und leichteste 20.000-mAh-Powerbank, die ich bisher im Test hatte, allerdings ist die Kapazität dieser für eine 20.000-mAh-Powerbank auch etwas dürftig.

Daher setzen wir doch mal das Gewicht und die Größe ins Verhältnis zur von mir gemessenen Kapazität.

Hier schneidet die Nitecore NB20000 GEN3 weiterhin sehr gut ab! Gerade das Verhältnis von Volumen zu Kapazität ist super. Auch beim Verhältnis Kapazität zu Gewicht zeigt sich die Powerbank stark, aber nicht mehr ganz so überragend.

So ist die Nitecore NB20000 in der 1. Generation hier effektiv nicht schlechter.

 

Gleichzeitig Laden und Entladen?

Ja, die Nitecore NB20000 GEN3 lässt sich gleichzeitig laden und entladen.

 

Ladedauer der Nitecore NB20000 GEN3

Die Nitecore NB20000 GEN3 kann mit bis zu 18 W via USB-PD geladen werden.

Eine Ladung von 0 % auf 100 % dauerte bei mir im Test knapp über 4 Stunden. Nicht rekordverdächtig schnell, aber ausreichend flott.

 

Fazit zur Nitecore NB20000 GEN3, die beste Powerbank zum Wandern?

Es gibt an der Nitecore NB20000 GEN3 sehr viel zu mögen, aber leider auch Kritikpunkte. Zunächst ganz wichtig: Ist dir die Größe und das Gewicht bei einer Powerbank egal oder zweitrangig, dann bekommst du günstigere Modelle mit vergleichbarer Leistung.

Sagst du aber, dass dir die Größe und das Gewicht wichtig sind, genau wie eine generelle Outdoor-Tauglichkeit, dann wird die Nitecore NB20000 GEN3 spannend!

Wir haben hier generell eine der Powerbanks mit dem besten Verhältnis aus Kapazität zu Volumen und Gewicht. Hinzu kommen einige spannende Outdoor-Features, wie der IPX5-Wasserschutz und die gummierten Ecken, welche die Powerbank vor Stürzen schützen sollen.

Schwächen zeigte die Powerbank bei mir im Test nur bei der Kapazität, welche praktisch recht niedrig war. Allerdings bleibt dennoch das Verhältnis zum Gewicht und zur Größe sehr gut! Auch kann ich nicht zu 100 % ausschließen, dass ich hier ein Montagsmodell erwischt habe.

Dennoch ist und bleibt die Nitecore NB20000 GEN3 eine sehr gute „Outdoor“-Powerbank und hier eine meiner Top-Empfehlungen, allerdings aus Sicht der Preis/Leistung gibt es klar bessere Modelle, vor allem von INIU.

NZXT Function Elite MiniTKL im Test: guter Klang, schnell, magnetisch – Die perfekte Gaming-Tastatur?

Wenn wir an Gaming-Tastaturen denken, fallen uns primär Hersteller wie Logitech oder Razer ein. Wenn wir jedoch über den Tellerrand hinausschauen, gibt es einige wirklich fantastische weitere Modelle.

Beispielsweise bietet NZXT richtig gute mechanische Tastaturen an, welche sich nicht hinter Logitech oder Razer verstecken müssen. NZXT hat mit der Function Elite MiniTKL eine neue, sehr vielversprechende Tastatur auf den Markt gebracht.

So setzt diese auf magnetische Hall-Effekt-Schalter, 8000 Hz, ein schallgedämpftes Gehäuse und natürlich eine vollständige RGB-Beleuchtung.

Gerade die Hall-Effekt-Schalter klingen extrem interessant und machen die NZXT Function Elite MiniTKL auch wirklich zu einer High-End-Tastatur, zumindest auf dem Papier.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die NZXT Function Elite MiniTKL wirklich so gut, wie sie auf den ersten Blick aussieht?

An dieser Stelle vielen Dank an NZXT für das Zurverfügungstellen der Tastatur für diesen Test.

 

Die NZXT Function Elite MiniTKL im Test

NZXT bietet die Function Elite MiniTKL in zwei Versionen an: weiß und schwarz. Dabei besitzen beide Versionen generell ein sehr „cleanes“ Design, wie es bei NZXT üblich ist.

Dabei finde ich gerade die weiße Version sehr schick! Weiße Tastaturen sind im Allgemeinen sehr selten und daher freut es mich, dass NZXT hier eine Option anbietet.

Allerdings ist die Function Elite MiniTKL genau genommen nicht komplett weiß. Wir haben weiße Tastenkappen, wie auch eine weiße Basis. Aber die Tastatur besitzt einen Metallrahmen, welcher silbern ist.

Die restliche Tastatur ist aus Kunststoff gefertigt. Dies gilt auch für die Unterseite. Der Metallrahmen gibt ihr aber eine gewisse Stabilität und Massivität.

Wir haben hier mit der Function Elite MiniTKL eine kabelgebundene Tastatur vor uns. Entsprechend wird diese über einen USB-C-Port mit deinem PC verbunden.

Pluspunkte gibt es für die ausklappbaren Füße der Tastatur. Diese erlauben ein Anwinkeln der Tastatur in zwei Stufen. Eine Handballenauflage gibt es keine.

Zwar ist die NZXT Function Elite MiniTKL nicht extrem hoch, aber dennoch würde ich eine „Memory-Schaum“-Handballenauflage, gerade fürs Tippen, empfehlen.

 

Das Layout

Wie der Name schon sagt, ist die „Function Elite MiniTKL“ eine Tastatur ohne Nummernblock. Auch abseits davon ist das Layout der Tastatur ziemlich zusammengerückt.

So sind die F-Tasten direkt ohne Abstand angebracht, genau wie die seitlichen Steuerungstasten (Entfernen, Einfügen usw.). Auch die Pfeiltasten sind in das Layout der Tastatur etwas eingerückt, wie es oft bei Notebooks der Fall ist.

Dies wurde gemacht, um die Tastatur möglichst kompakt zu gestalten, ohne dabei auf wichtige Tasten zu verzichten, wie es einige Mini-Tastaturen durchaus machen.

Dies würde ich als teils gelungen bezeichnen. So verfügt die Function Elite MiniTKL wirklich über alle Tasten, die im Alltag wichtig sind, im Gegensatz zu Tastaturen mit 60%-Layout. Allerdings erfordern die zusammengerückten Tasten schon etwas Gewöhnung.

Abseits davon haben wir das übliche QWERTZ-„ISO“-Layout, mit großer Enter-Taste usw.

 

Keine Mediatasten

Was der NZXT Function Elite MiniTKL aufgrund des minimalistischen Designs aber komplett fehlt, sind Mediatasten oder auch ein Drehrad. Ja, es gibt Media-Funktionen, aber diese nur als Doppelbelegung anderer Tasten.

 

NZXT Magnetic Switches

Das wichtigste Merkmal dieser Tastatur sind zweifellos die Taster. Anstelle herkömmlicher Mechanik verbirgt sich hier eine neue Technologie bei Gaming-Tastaturen.

Jeder Schalter besteht aus einem simplen Kunststoffgehäuse, einer Feder und einem winzigen Magneten. Ein Hall-Effekt-Sensor, positioniert unter jedem Taster, registriert präzise das Magnetfeld.

Beim Betätigen einer Taste nähert sich der Magnet dem Sensor, wodurch sich die Feldstärke verändert. NZXT bezeichnet diese Taster schlicht als „Magnetic Switches“.

 

Lineares Tippgefühl mit Anpassungsspielraum

Die NZXT Magnetic Switches bieten ein lineares Tippgefühl mit einer Betätigungskraft von 65 gf und einem Gesamtweg von 4 mm. Damit entsprechen sie in ihren Grundeigenschaften klassischen linearen Schaltern.

 

Freiheit pur: Anpassbarer Aktionspunkt

Doch was macht magnetische Taster so besonders? Die Antwort liegt in der Kontrolle über den Aktions- und Rücksetzpunkt. Du bestimmst, ob ein Tastendruck bereits nach 0,6 mm, vollen 4 mm oder irgendwo dazwischen registriert wird.

Diese Flexibilität ermöglicht es dir, die Reaktionszeit der Tastatur exakt an deine Bedürfnisse anzupassen. Gleiches gilt für den Rücksetzpunkt: Ein vollständiges Loslassen der Taste ist nicht mehr nötig. Ein leichtes „Wippen“ genügt, und die Tastatur erkennt jede noch so kleine Aufwärtsbewegung als neuen Anschlag.

In Spielen ermöglicht diese Technologie extrem hohe Aktionsraten (APM) – ein klarer Vorteil, ähnlich wie bei den populären Wooting-Tastaturen. NZXT erlaubt hier eine präzise Einstellung des Auslösepunkts über die NZXT CAM Software, sogar auf einer individuellen „Pro-Tasten“-Basis. Es werden aber auch Profile angeboten, beispielsweise fürs Tippen, FPS, RTS usw.

 

Bis zu 8000 Hz

Die Function Elite MiniTKL unterstützt eine Polling-Rate von bis zu 8000 Hz. Bei Tastaturen ist der positive Effekt der höheren Polling-Rate zwar tendenziell weniger zu spüren als bei Mäusen, aber dennoch ist es kein Nachteil, dass die NZXT 8000 Hz bietet, im Gegenteil. Im Worst Case wirst du es nicht spüren, im besten Fall gibt es dir einen leichten Vorteil bei der Reaktionszeit.

 

Guter „Klang“

Bei mechanischen Tastaturen ist der Klang, gerade im High-End-Bereich, etwas sehr Wichtiges! So klingen Gaming-Tastaturen in der Regel recht hell und oftmals auch etwas „klapprig“. Dies liegt meist an den mechanischen Tastern in Kombination mit einem hohlen Gehäuse, das als Resonanzkörper dient.

NZXT hat allerdings die Function Elite MiniTKL beispielsweise mit Schaumstoff gefüllt und die Grundplatte auf Gummi gelagert.

Hierdurch klingt die Function Elite MiniTKL deutlich wertiger als die 08/15-Modelle von Logitech oder Razer. Wir haben hier einen gedämpften Klang, welcher auch deinen Mitbewohnern oder Stream-Zuschauern nicht so sehr auf die Nerven gehen wird, wie es bei mechanischen Tastaturen ansonsten oft üblich ist.

Nein, die NZXT spielt hier nicht ganz auf dem Level der „Special“-Marken wie Akko, aber ich finde den Klang der Tastatur gelungen.

 

Sehr gutes Tippgefühl!

Am Tippgefühl der Function Elite MiniTKL lässt sich nichts Negatives feststellen. Die „NZXT Magnetic Switches“ sind tadellos. Diese sind von Haus aus gefettet und laufen sehr schön gleitend und gleichmäßig. Auch die großen Tasten wie die Leertaste sind sehr gut stabilisiert und „rattern“ auch nicht.

Kurzum, sofern du mit dem zusammengerückten Layout klarkommst, ist die NZXT Function Elite MiniTKL wunderbar für Vielschreiber geeignet.

 

Die Beleuchtung

Wie es sich für eine High-End-Gaming-Tastatur gehört, besitzt auch die NZXT Function Elite MiniTKL natürlich jede Menge RGB-LEDs.

So besitzt jede Taste der Tastatur eine RGB-LED, und wir haben zudem einen LED-Ring um die komplette Tastatur. Wie üblich hast du hier die freie Hand, wie die Tastatur leuchten soll, egal ob nun Regenbogen, eine Farbe oder aus.

 

Fazit

NZXT ist der absolute Geheimtipp unter den Peripherie-Herstellern! Die NZXT Function Elite MiniTKL ist eine hervorragende Tastatur. Dies sowohl aus technischer Sicht als auch aus Sicht der generellen Verarbeitung.

Wir haben hier technisch eine topmoderne Tastatur. Diese setzt auf magnetische Taster mit einem verstellbaren Auslösepunkt, Snap-Tap usw., wie auch 8000 Hz Polling-Rate. Dabei ist die NZXT-Software tadellos und die Taster in der Praxis von hoher Qualität.

Damit ist die NZXT Function Elite MiniTKL auf dem gleichen Level wie z.B. die Razer Huntsman V3 Pro.

Allerdings, was den generellen Qualitätseindruck beim Tippen angeht, ist die NZXT sogar über dem Niveau der Razer Huntsman V3 Pro.

Die NZXT-Tastatur klingt wirklich sehr gut für die Tastatur eines großen Herstellers. Diese ist im Inneren stark gedämpft und hat unter anderem hierdurch einen sehr wertigen Klang.

Kurzum, die NZXT Function Elite MiniTKL ist eine hervorragende Tastatur, die ich voll empfehlen kann.

Angebot
Magnetische RGB-Gaming-Tastatur NZXT Function Elite MiniTKL...
  • NZXT-MAGNETSCHALTER – Halleffekt-Sensoren, leistungsstarke...
  • ANPASSBARE BETÄTIGUNG – Konfiguriere die tastenweise...
  • VERBESSERTES GAMEPLAY – Rapid Trigger setzt Tasten...
  • 8K-ABFRAGERATE – Sendet 8000 Mal pro Sekunde Signale an deinen...
  • ANGENEHM IN KLANG UND GEFÜHL – Schalldämpfender Schaumstoff...
NZXT Function Elite MiniTKL
Positiv
Magnetische (Hall-Effekt) Switches mit einstellbarem Auslösepunkt und Rücksetzpunkt
8000 Hz Polling-Rate
Tippgefühl: Sehr gutes Tippgefühl durch gefettete, gleichmäßig laufende Switches und gute Stabilisierung
Klang: Gedämpfter, hochwertiger Klang dank Schaumstofffüllung und Gummilagerung
Beleuchtung: Vollständige RGB-Beleuchtung (jede Taste + Ring) mit vielen Anpassungsmöglichkeiten
Software: NZXT CAM Software ermöglicht detaillierte Anpassung der Taster und Beleuchtung
Design: Schlichtes, "cleanes" Design, verfügbar in Weiß und Schwarz
Negativ
Layout: Zusammengerücktes Layout erfordert Eingewöhnung
Mediatasten: Keine dedizierten Mediatasten oder Drehrad
95

Das beste Mainboard-Feature! Der ASUS ROG STRIX HIVE II

Die Motherboard-Hersteller denken sich jedes Jahr neue Features aus. Manche mehr nützlich, manche weniger.

Beim ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI ist mir nun ein Feature begegnet, bei dem ich mir wünschen würde, dass es mehr Mainboards mitbringen würden.

Hierbei handelt es sich um den ASUS ROG STRIX HIVE II. Beim ASUS ROG STRIX HIVE II handelt es sich um eine Art Kabelfernbedienung mit USB-Hub und Steuerelementen.

In diesem kleinen Artikel möchte ich erklären, was ich am ROG STRIX HIVE II so spannend finde und warum ich mir wünschen würde, dass sich dieses Feature mehr verbreitet.

 

Mit im Lieferumfang des ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI

Der ROG STRIX HIVE II ist mit im Lieferumfang des ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI.

Bei diesem handelt es sich um ein kleines ITX-Mainboard, entsprechend war der ROG STRIX HIVE II eine Lösung, um das Platzproblem auf ITX-Boards etwas zu entschärfen.

 

Was ist der ROG STRIX HIVE II?

Bei dem ROG STRIX HIVE II handelt es sich um eine Art Kabelfernbedienung. So ist der ROG STRIX HIVE II ein kleiner „Puck“, welcher auf deinem Schreibtisch liegt.

An diesem Puck finden wir unter anderem einen 3,5-mm-Audioanschluss, wie auch zwei USB-Ports. Das ist zwar auch praktisch, aber nicht das Besondere an diesem.

Das Besondere ist, dass du deinem PC über den ROG STRIX HIVE II starten kannst! So findet sich auf diesem ein Ein-/Ausschalter für deinen Computer. Und dies finde ich extrem praktisch!

Oftmals stehen PCs mittlerweile auf dem Schreibtisch, hinter Monitoren usw., wo der Einschalter blöd zu erreichen ist. Der ROG STRIX HIVE II löst dieses Problem.

Zudem bietet dieser mit 2x USB und 1x 3,5-mm-Audioanschluss eine Art „Front IO“ direkt und gut erreichbar auf deinem Schreibtisch. Erneut, die Front IO kann bei Gehäusen je nach Positionierung schlecht zu erreichen sein und hier schafft der ROG STRIX HIVE II Abhilfe.

 

Auch mit Status-LEDs

Neben der Möglichkeit, deinen PC direkt über den „Puck“ einzuschalten, finden sich am ROG STRIX HIVE II auch Status- bzw. Diagnose-LEDs, wie diese ansonsten nur direkt am Mainboard zu finden sind.

So kannst du am ROG STRIX HIVE II direkt sehen, ob irgendwas mit Prozessor, RAM oder Grafikkarte nicht stimmt. Ideal, wenn du ein Gehäuse ohne Fenster hast und somit die Diagnose-LEDs am Mainboard vielleicht gar nicht siehst.

Durch dieses Feature und den Einschalter ist der ROG STRIX HIVE II auch deutlich mehr als nur ein „glorifizierter USB-Hub“.

 

Mit Lautstärkesteuerung

Weitere Bonuspunkte gibt es für das Lautstärke-Drehrad auf der Oberseite.

 

Anschluss über USB-C

Dabei wird der ROG STRIX HIVE II via USB-C mit dem Mainboard verbunden. Allerdings muss hierfür ein spezieller USB-C-Port am ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI genutzt werden, andernfalls wären Dinge wie das Einschalten des PCs oder das Durchreichen der Status-LEDs auch nicht möglich.

Dennoch halte ich den Anschluss über einen USB-C-Port für sehr elegant. Wir brauchen keine Kabel ins Innere des PCs zu den Front Headern oder Ähnliches.

 

Komplett optional

Erfreulicherweise ist der ROG STRIX HIVE II komplett optional! Du kannst deinen PC beim ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI auch einfach über die Taste am Gehäuse einschalten oder über den HIVE II. Der HIVE II nimmt dir auch keine Front IO weg oder Ähnliches. Dieser ist einfach eine weitere Option, deinen PC direkt vom Schreibtisch aus zu steuern.

 

Bitte an mehr Mainboards!

Für mich war der ROG STRIX HIVE II ein absolutes Highlight am ROG Strix Z890-I Gaming WIFI.

Mein PC-Gehäuse steht etwas versetzt zu meinem Sitzplatz. Um meinen PC einzuschalten oder um an die Front IO zu kommen, muss ich aufstehen. Natürlich keine große Sache, aber der ROG STRIX HIVE II macht dies schon etwas komfortabler.

Ich muss hier keinen 0815 USB-Hub nutzen, sondern habe ein gut integriertes Feature meines Mainboards, mit Steuerungsmöglichkeiten, direkt an meinem Sitzplatz.

Dabei hat ASUS den ROG STRIX HIVE II auch wirklich super integriert. Dieser wird einfach über einen USB-C-Port am ROG Strix Z890-I Gaming WIFI angeschlossen, was super elegant gelöst ist.

Kurzum, der ASUS ROG STRIX HIVE II ist eine super Sache und ich würde mir wünschen, dass mehr Mainboards diesen zumindest optional unterstützen!

ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI Test: ITX-Mainboard mit Hive II und Thunderbolt 4

QNAP QNA-UC10G1T Test: 10 Gbit LAN Adapter mit USB 4 / Thunderbolt

NAS-Systeme und Netzwerk-Switches mit schnellen LAN-Ports, wie 2,5 Gbit oder 10 Gbit, sind mittlerweile schon etwas weiter verbreitet. Allerdings sind gerade bei Notebooks schnelle Netzwerkanschlüsse sehr selten.

Was, wenn du hier doch schnelles LAN möchtest? Hier gibt es einige externe LAN-Karten.

QNAP bietet nun mit dem QNA-UC10G1T ein neues Modell an, welches 10 Gbit LAN via USB4-Port ermöglicht.

Wollen wir uns den QNAP QNA-UC10G1T einmal in einem kurzen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an QNAP für das zur Verfügung stellen des QNA-UC10G1T für diesen Test.

 

RJ45 oder SFP+

Die neuen USB4-Adapter von QNAP gibt es in zwei Versionen, je nachdem, welchen Anschluss du bevorzugst:

  • RJ45 = QNA-UC10G1T
  • SFP+ = QNA-UC10G1SF

 

USB 4 auf 10 Gbit LAN, der QNAP QNA-UC10G1T im Test

Bei dem QNAP QNA-UC10G1T handelt es sich um einen 125 x 56 x 27 mm großen Adapter.

Dieser besitzt auf einer Seite einen USB-C-Port und auf der anderen Seite einen RJ45-LAN-Port.

Dabei ist dieser weitestgehend aus Metall gefertigt und besitzt auch eine Kühlöffnung. Dies macht auch Sinn, denn 10-Gbit-Netzwerkkarten können durchaus recht heiß laufen.

Entsprechend ist der Adapter mit 251 g auch etwas schwerer.

Mit im Lieferumfang des Adapters ist ein passendes, 1 Meter langes, USB4-Kabel.

 

Bis zu 10 Gbit

Der QNAP QNA-UC10G1T unterstützt bis zu 10 Gbit LAN, aber auch alle Stufen darunter:

  • 10 Gbit
  • 5 Gbit
  • 2,5 Gbit
  • 1 Gbit
  • 100 Mbit
  • 10 Mbit

Dass 2,5 Gbit und 5 Gbit von einem 10-Gbit-LAN-Controller unterstützt werden, ist nicht immer selbstverständlich! Der 2,5-Gbit- und 5-Gbit-Standard sind jünger als 10 Gbit, daher werden diese oftmals von älteren Chipsätzen nicht unterstützt.

 

Marvell Chipsatz

Der QNAP QNA-UC10G1T setzt auf den Marvell AQC113 Chipsatz.

Mehr Infos zu dem Chipsatz: https://www.marvell.com/content/dam/marvell/en/public-collateral/ethernet-adaptersandcontrollers/marvell-fastLinq-edge-product-brief.pdf

Es handelt sich hier um einen PCIe-zu-“mGig” (Multi-Gigabyte)-Netzwerk-Controller.

 

USB 4 und Thunderbolt

Offiziell setzt der QNAP QNA-UC10G1T auf USB 4 für die Verbindung zu deinem PC. Allerdings wird aufgrund der Ähnlichkeit von USB 4 zu Thunderbolt 3 / 4 auch Thunderbolt vom Adapter unterstützt.

Andere USB-Ports funktionieren nicht! Es muss USB 4 oder Thunderbolt sein.

 

Windows oder Mac

Der QNAP QNA-UC10G1T funktionierte bei mir problemlos an einem Windows 11-System, wie aber auch an einem MacBook Pro 13 M1.

Es wird also Windows und Mac unterstützt. Bei beiden Betriebssystemen musste ich keine Treiber oder Software installieren.

 

Schnell und Problemlos

In der Praxis hat der QNAP QNA-UC10G1T bei mir absolut problemlos und stabil funktioniert. Es gab keine Aussetzer oder generelle Stabilitätsprobleme.

Auch die Leistung passte völlig.

So konnte ich +- 9,8 Gbit zu meinem lokalen Server erreichen.

 

Leistungsaufnahme

10 GBit LAN benötigt leider recht viel Energie und erzeugt daher auch recht viel Abwärme. Wie viel Energie benötigt der QNAP QNA-UC10G1T?

  • Leerlauf (ohne LAN) – ca. 3,5 W
  • 10 Gbit-Verbindung – ca. 4,8 W
  • 10 Gbit-Verbindung unter Last – ca. 5 W

Im Leerlauf, ohne angeschlossenes LAN-Kabel, benötigt der QNA-UC10G1T ca. 3,5 W Strom. Mit einer aktiven 10-Gbit-LAN-Verbindung steigt der Verbrauch auf ca. 4,8 W an. Unter Volllast steigt der Verbrauch auf 5 W an.

 

Fazit

Der QNAP QNA-UC10G1T 10-Gbit-LAN-Adapter macht genau das, wofür er gedacht ist. Er erlaubt dir, eine schnelle 10-Gbit-LAN-Verbindung an deinem Notebook oder Desktop-PC zu nutzen, sofern du einen USB4- oder Thunderbolt-Port hast.

Dabei ist der Adapter zu Windows und Mac kompatibel und lieferte bei mir in der Praxis eine tadellose Leistung! So konnte ich praktisch rund 9,8 Gbit zu einem lokalen NAS erreichen.

Die Leistung passt also völlig und es gab auch keine Stabilitätsprobleme oder Ähnliches. Auch wurden keine Treiber oder Software benötigt.

Weitere Pluspunkte gibt es für das schicke und wertige Design. Kurzum, Daumen hoch für den QNAP QNA-UC10G1T.

 

Welche 140 W Powerbanks schaffen konstant die volle Leistung?

In meinen Artikeln zu Powerbanks mit 140 W USB-C-Port erwähne ich immer wieder, dass es mittlerweile leider nicht mehr selbstverständlich ist, dass Powerbanks konstant die volle Leistung liefern können.

Leider gibt es mittlerweile sogar schon kleinere Powerbanks, die nicht mehr konstant die volle Leistung über die gesamte Kapazitätsdauer liefern können. Aber wie verbreitet ist dieses Problem wirklich? Im Folgenden wollen wir einmal schauen, welche 140 W Powerbanks konstant die volle Leistung liefern können und welche Modelle nicht.

 

Wie habe ich getestet?

Um zu testen, ob eine Powerbank konstant 140 W via USB-C liefern kann, nutze ich eine elektronische Last, meist die ATORCH DL24, in Kombination mit einem USB PD Trigger wie dem PowerZ KM003c. Dieser erlaubt es mir, eine Powerbank konstant mit einem von mir gewählten Tempo zu entladen. Bei einer 140 W Powerbank ist dies 28 V, 5 A.

Mehr Infos dazu, welche Messgeräte ich nutze: Techtest Messgeräte.

Im besten Fall sollte dies eine Powerbank von 100 % Ladestand bis 0 % Ladestand durchhalten.

 

Welche Powerbank schafft konstant die volle Leistung?

Ich hatte bisher 10 Powerbanks mit einem 140 W USB-C-Port im Test. In folgender Tabelle kannst du die maximale Kapazität der Powerbank in Wh sehen, sowie ob diese konstant 140 W liefern konnte.

Konstant 140W? Kapazität in Wh
Edge X100 Ja 106
INIU Power Bank 27000mAh 140W Ja 87
Anker 737 (PowerCore 24K) Ja 77
CUKTECH 15 Ultra Ja 65
Voltcraft VC-C909 Nein (95%) 86
Xtorm Powerbank Titan Ultra 140W Nein (90%) 81
Anker A1340 Prime 27.650mAh 250W Nein (75%) 81
4smarts Lucid Maxx 60000mAh Nein (70%) 204
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh Nein (60%) 89
CUKTECH 20 Nein 80

(Werte in Klammern = wie viel Kapazität die PBs bei voller Leistung liefern können, laut eigener Anzeige)

Von den 10 Modellen mit 140 W USB-C-Port konnten leider nur 4 Stück konstant auch wirklich die volle Leistung bereitstellen. Die anderen 6 Modelle mussten sich drosseln, bevor der Akku leer war.

 

Welche Modelle schafften die volle Leistung?

Am souveränsten schaffte generell betrachtet die Edge X100 die volle Leistung. Aber auch die Anker 737 und die INIU Powerbank konnten diese bei mir im Test durchhalten.

Allerdings gibt es zwei „Sonderfälle“:

Die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh hat mehr als das doppelte der Kapazität der anderen Modelle und konnte rund 70 % ihrer Kapazität bei voller Leistung liefern. Damit hat diese effektiv mehr Leistung übertragen als die anderen Modelle, bevor diese sich drosselte.
Die Voltcraft VC-C909 schaffte es, bei mir 95 % der vollen Power zu liefern, bzw. drosselte sich bei 5 % Restladung. Sie schaffte es also nur knapp nicht.

 

Warum drosseln sich die Powerbanks?

Aber warum kommt es zu einer Drosselung? In der Regel liegt das an der Hitzeentwicklung. Wir können bei einer Last von ±140 W davon ausgehen, dass die meisten Powerbanks mit einer Effizienz von 85 % bis 90 % arbeiten.

Das heißt, wir haben eine Abwärme im Bereich von 14 bis 21 W. Dies ist nicht wenig! Wenn der Hersteller keine Vorkehrungen getroffen hat, diese Wärme abzuführen oder die Powerbank generell nicht am oberen Ende der Effizienz angesiedelt ist, wird dies auf Dauer zu viel! Zum einen hält die Elektronik nicht unendlich Wärme aus, zum anderen sollten sich auch die Akkuzellen nicht zu sehr erwärmen.

Bei den Akkuzellen ist alles über 50 bis 60 Grad kritisch und sollte vermieden werden.
Ein alternativer Grund kann einfach die Zellenspannung sein. Ist diese zu niedrig, muss das durch einen höheren Strom kompensiert werden, was die Elektronik mehr belastet. Entsprechend wird es für die Elektronik schwerer, die hohe Leistung bei niedrigerem Ladestand bereitzustellen.

 

Fazit

Leider ist es immer mehr Trend bei Powerbank-Herstellern, mit extrem hohen Leistungswerten zu werben, die dann in der Praxis nur kurzfristig gehalten werden.

Dieser Trend beginnt mittlerweile auch immer mehr bei „Low Power“-Modellen, wie z.B. bei Mini-Powerbanks.

250€ vs. 1250€ Wärmebildkamera, die Thermal Master P2 im Test

Eine Wärmebildkamera ist etwas Tolles! Diese kann beim Bau, im Bereich der Elektrotechnik und Bastelei praktisch sein.

Traditionell sind Wärmebildkameras aber ein teurer Spaß. So hatte ich mir für Techtest vor Jahren die Bosch Professional GTC 400 C gekauft, welche satte 1250 € kostet.

Mittlerweile gibt es aber einige interessante Optionen im Bereich +- 250 €. Solch eine Option ist auch die Thermal Master P2. Bei der Thermal Master P2 handelt es sich um eine Mini-Wärmebildkamera, welche du mit deinem Smartphone verbindest.

Über dein Smartphone wird dann das Bild angezeigt und dieses kannst du direkt speichern, weitergeben oder weiterverarbeiten.

Wollen wir uns einmal die Thermal Master P2 im Test ansehen, ob die Wärmebildkamera auch mit dem 1250€ Bosch Modell mithalten kann.

 

Die Thermal Master P2 im Test

Bei der P2 handelt es sich um eine Mini-Wärmebildkamera. Diese misst gerade einmal 31 x 22 x 10 mm. Der Hersteller wirbt mit „die zweitkleinste Wärmebildkamera der Welt“.

Diese setzt dabei auf einen USB-C Stecker. Über diesen wird die Kamera mit deinem Smartphone verbunden.

Entsprechend befindet sich in der Kamera kein Akku und diese verfügt auch nicht über Tasten zur Steuerung. Die Steuerung usw. erfolgt zu 100 % über die Smartphone App.

Was wir aber an der Kamera haben, neben dem USB-C Stecker, ist natürlich die Linse auf der Front. Diese ist für das Wärmebild verantwortlich.

Mit im Lieferumfang der Wärmebildkamera findet sich eine kleine Box, in welcher sich die Kamera verstauen lässt.

 

Dicke Smartphone Hüllen = Problem

Leider können dickere Smartphone-Hüllen das Einstecken der Thermal Master P2 verhindern. Hier musst du die Hülle vor der Nutzung entfernen.

Ein etwas längerer USB-C Stecker wäre da nett gewesen.

 

Hervorragende Technische Daten

Auf dem Papier besitzt die Thermal Master P2 eine fantastische Technik! So haben wir hier vor allem eine sehr hohe Auflösung von 256 x 192 Pixeln.

Das klingt jetzt vielleicht nicht viel, ist aber für eine Wärmebildkamera sehr ordentlich. So bietet die 800 € Bosch Kamera „nur“ 160 x 120 Pixel, also deutlich weniger.

Auch der Temperatur-Bereich ist beeindruckend. So soll die Kamera im Bereich -20 bis 600 Grad abdecken und dies mit einer Genauigkeit von +- 1,5 Grad. Auch dies ist in der Theorie besser als bei der Bosch Professional GTC 400 C.

 

Die App von Thermal Master

Wichtig: Thermal Master bietet mehrere Apps an. Für die P2 benötigst du die „Temp Master“ App, nicht die „Thermal Master“ App.

Die Temp Master App ist an sich sehr einfach und simpel aufgebaut, bietet aber einen erfreulich großen Funktionsumfang.

 

Fotos und Videos

Neben der Live-Ansicht bietet die Thermal Master P2 auch die Möglichkeit des Aufnehmens von Fotos und Videos!

Zwar gibt es keine direkte Zeitrafferfunktion, aber über die Video-Funktion kannst du somit auch die Erwärmung über einen Zeitraum dokumentieren.

 

Punkt oder Flächenmessung

Von Haus aus zeigt dir die Wärmebildkamera immer die Temperatur für den wärmsten Punkt und den Mittelpunkt im Bild an.

Allerdings kannst du bis zu 3 Punkte im Bild festlegen, für welche die Temperaturen angezeigt werden, wie auch Flächen.

Du kannst bei der Thermal Master P2 eine Fläche festlegen, in welcher die Temperatur angezeigt wird, wie auch der Durchschnittswert. Ein sehr praktisches Feature!

 

Auch nachträglich

Es ist auch nachträglich möglich, über die App Wärmebilder zu bearbeiten, um beispielsweise weitere Messpunkte usw. hinzuzufügen.

Bei Videos gibt es diese Möglichkeit leider nicht, hier musst du anhand der Farbcodierung selbst abschätzen, wie warm oder kalt eine Stelle ist.

 

Wie gut und genau sind die Messwerte?

Eine interessante und wichtige Frage ist, wie genau sind die Messwerte der Thermal Master P2?

Hierfür vergleiche ich die Werte der Thermal Master P2 mit denen der Bosch Professional GTC 400 C.

Die Bosch Professional GTC 400 C ist eine Wärmebildkamera, welche bei Bosch für 1259,00 EUR gelistet ist. https://www.bosch-professional.com/de/de/products/gtc-400-c-0601083101

Sollten beide Wärmebildkameras +- die gleichen Werte liefern, dann sehe ich das als Gewinn für die 250 € Thermal Master P2.

Das sieht doch richtig gut aus! Beide Kameras liegen in der Regel +- 1 Grad gleichauf. Ich habe natürlich jetzt üblichere Temperatur-Werte geprüft, aber hier sind beide Kameras gleichauf.

Von daher würde ich die Werte der Thermal Master P2 als vertrauenswürdig einstufen. Lediglich bei sehr niedrigen Temperaturen (unter 0) sehen wir größere Abweichungen, aber hier ist die Bosch Professional GTC 400 C nach meiner Einschätzung etwas unzuverlässig.

Allerdings ist die P2 primär für Niedrig- bis Mitteldistanzen geeignet. Dort sitzt der Fokus am besten.

 

Wie hoch ist die Bildqualität der P2?

Erfreulicherweise bietet die Thermal Master P2, wie beworben, eine sehr gute Auflösung! Dies sehen wir vor allem verglichen mit dem Bosch Modell.

Thermal Master P2
Bosch GTC 400 C
Thermal Master P2
Bosch GTC 400 C
Thermal Master P2
Bosch GTC 400 C
Thermal Master P2
Bosch GTC 400 C

 

Info: Ich vergleiche hier die gemessene „maximal-Temperatur“ auf den Bildern.

So sind bei der Thermal Master P2 ganz klar mehr Details schärfer im Wärmebild zu erkennen.

 

Fazit zur Thermal Master P2

Die Thermal Master P2 ist eine beeindruckende kleine Wärmebildkamera. Für +- 250 € erhältst du hier eine Wärmebildkamera, die einige Profi-Modelle bei der Auflösung und auch beim Funktionsumfang übertrifft.

Dabei bietet diese eine Messgenauigkeit, die zumindest im üblichen Temperaturbereich (0-100 Grad) nicht schlechter ist als bei meiner Bosch Professional GTC 400 C, was ich ganz klar als Gewinn deklarieren würde.

Dabei bietet das „Ansteck-Design“ und die Smartphone-Verbindung einige Vorteile. Vor allem, was die Datenverwaltung und das Weiterleiten von Wärmebildern oder Videos betrifft.

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Klar, logisch, auf einer Baustelle ist ein Design wie bei der Thermal Master P2 etwas empfindlicher als bei einem Profi-Modell, aber bei einem Preis von +- 250 € kann ich hier absolut nicht meckern!

Volle Empfehlung meinerseits für die Thermal Master P2.

ASUS RT-BE58U Test – Günstiger WIFI 7 Router mit 2,5 Gbit LAN

ASUS bietet mit dem RT-BE58U einen 150 € WIFI 7 Router/Access Point an, der sich an den Normalnutzer richtet. Wir haben hier also nicht direkt einen „Gaming“-WLAN-Router oder Ähnliches, sondern auf dem Papier einfach ein generell leistungsstarkes Modell.

So bietet dieser bis zu 2882 Mbit auf dem 5-GHz-Band, bringt einen 2,5-Gbit-Uplink mit und setzt auf die umfangreiche ASUS-Software. Wir wollen uns einmal im Test ansehen, wie gut oder schlecht der ASUS RT-BE58U ist.

 

Der ASUS RT-BE58U im Test

ASUS setzt beim RT-BE58U auf ein recht klassisches Design. So haben wir hier einen schwarzen WLAN-Router in einem flachen Design. Dabei besitzt dieser am hinteren Ende seine Anschlüsse und 4 externe Antennen. Aufgrund dieser 4 Antennen ist der ASUS RT-BE58U auch direkt als WLAN-Router zu erkennen. Wirklich „dezent“ ist dieser also nicht, auch wenn ASUS hier auf sein extrem auffälliges ROG-Design verzichtet.

Auf Seiten der Anschlüsse bietet der RT-BE58U folgendes:

  • 1x 1 GBit WAN
  • 1x 2,5 Gbit WAN oder LAN
  • 4x 1 Gbit LAN
  • 1x USB A 3.2 Gen 1

Erfreulicherweise bietet der ASUS RT-BE58U 5 LAN-Ports. Dabei haben wir einen schnellen 2,5-Gbit-Port. Dieser kann wahlweise ein LAN-Port für beispielsweise ein NAS sein oder der Uplink, solltest du schon mehr als 1 Gbit Internet haben. Es ist hier aber wieder etwas schade, dass es nur 1x 2,5 GBit ist; zwei 2,5-Gbit-Ports wären noch deutlich praktischer. Neben den LAN-Ports haben wir noch einen USB-A-Port sowie den Anschluss für das 12V/2A-Netzteil.

 

Technik des ASUS RT-BE58U

Das wichtigste Merkmal des ASUS RT-BE58U ist die Unterstützung für den WLAN-7-Standard. Allerdings verzichtet der Router auf das 6-GHz-Band. So bietet dieser „nur“ 2,4 GHz und 5 GHz, wie es für diese Preisklasse leider üblich ist.

  • WLAN 802.11a/b/g/n/ac/ax/be (WLAN 7)
  • Bis zu 688 Mbit (2,4 GHz)
  • Bis zu 2882 Mbit (5 GHz)
  • 2×2
  • Bis zu 160 MHz Kanalbreite

Mit diesen technischen Daten ist der ASUS RT-BE58U ein solides Einsteiger-/Mittelklasse-Modell, das vernünftig ist. So gibt es nur sehr wenige Clients, die überhaupt 2882 Mbit auf dem 5-GHz-Band übertreffen können. Dank der 160 MHz Kanalbreite sollte der Router auch sehr gut mit WLAN-6-Clients zurechtkommen und dort auf dem 5-GHz-Band die volle Leistung entfalten.

 

Software

Der ASUS RT-BE58U verwendet die bewährte ASUS-Standardsoftware, die bei den meisten Modellen von ASUS zum Einsatz kommt. Die ASUS-WebUI überzeugt durch eine Vielzahl an Funktionen, lässt jedoch in puncto Design etwas zu wünschen übrig.

Die Benutzeroberfläche wirkt stellenweise etwas überladen und unübersichtlich. Ein modernes Redesign wäre daher eine sinnvolle Verbesserung – allerdings ist nicht davon auszugehen, dass dies in naher Zukunft passiert. Neben der WebUI stellt ASUS auch eine App zur Verfügung, die vermutlich das erwähnte Redesign widerspiegeln soll.

In Bezug auf die Funktionalität gibt es hingegen keinen Grund zur Kritik. Der ASUS RT-BE58U bietet extrem umfangreiche Einstellungsmöglichkeiten.

 

Betriebsmodi: Router, Repeater, Access Point

Der ASUS RT-BE58U kann flexibel als Router, Access Point oder Repeater eingesetzt werden.

Allerdings ist im RT-BE58U kein Modem integriert! Daher wird in den meisten Fällen weiterhin ein separates Modem, eine FritzBox, ein Speedport oder ein ähnliches Gerät benötigt.

 

AiMesh

Mit AiMesh bietet ASUS die Möglichkeit, mehrere WLAN-Router zu einem leistungsstarken Mesh-Netzwerk zu verbinden. Besonders praktisch ist, dass dabei auch unterschiedliche ASUS-Modelle kombiniert werden können.

Besitzt du also bereits einen älteren ASUS-WLAN-Router, könntest du diesen mit dem RT-BE58U als zusätzlichen Knotenpunkt ins Mesh-Netzwerk einbinden.

 

AiProtection

AiProtection ist eine Sicherheitsfunktion, die auf dem WLAN-Router läuft und den Datenverkehr im Netzwerk kontinuierlich überwacht. Der Schutz überprüft zwar keine übertragenen Dateien (z. B. E-Mail-Anhänge), kontrolliert jedoch die Serververbindungen. Befindet sich ein Server auf einer ständig aktualisierten Sperrliste, wird die Verbindung sofort unterbrochen. Dadurch wird verhindert, dass Schadsoftware Daten an einen Kontrollserver überträgt oder aktiv wird.

Dieser Schutzmechanismus, auch als Intrusion Detection System bekannt, erstreckt sich ebenfalls auf Smart-Home-Geräte. Sollte ein solches Gerät infiziert werden, kann AiProtection möglicherweise den Zugriff blockieren. Zwar bietet diese Funktion keinen vollständigen Schutz, stellt jedoch eine zusätzliche Sicherheitsebene im Netzwerk dar. Weitere Informationen zu AiProtection findest du hier: https://techtest.org/was-ist-asus-aiprotection-und-was-kann-es/

 

Netzwerkfreigaben

Der ASUS RT-BE58U erlaubt es, angeschlossene USB-Laufwerke im Netzwerk freizugeben. Hierfür gibt es eine einfache UI, die es dir erlaubt, Benutzer anzulegen und freigegebene Ordner zu erstellen. Es gibt auch eine einfache Rechteverwaltung. Auf die Freigaben lässt sich via SMB oder FTP zugreifen.

Aber wie schnell sind diese Freigaben?

via LAN
via WLAN

Via LAN konnte ich hier Gbit-Geschwindigkeiten in beide Richtungen erreichen, also 110 MB/s+. Via WLAN lagen die Datenraten etwas niedriger, aber auch um die 90-100 MB/s. Damit sind die Netzwerkfreigaben beim ASUS RT-BE58U erfreulich flott.

 

Ein Leistungstest

Aber wie steht es um die Leistung des ASUS RT-BE58U? Praktisch hängt diese natürlich von extrem vielen Faktoren ab, wie Distanz, Störeinflüssen und natürlich auch deinem Endgerät. Ich habe die Leistung des RT-BE58U bei optimalen Bedingungen mit zwei Clients getestet:

  • ASUS ProArt StudioBook 16 OLED – Intel BE200
  • Framework 16 – MediaTek MT7925

Gemessen habe ich hier die Leistung zu einem lokalen Server, der via 2,5 Gbit LAN angebunden wurde.

ASUS ProArt StudioBook 16 OLED – Intel BE200
Framework 16 – MediaTek MT7925

Hier sehen wir, dass der ASUS RT-BE58U unter optimalen Bedingungen, also kurzer Distanz, zu Leistungen von über 1 Gbit via WLAN in der Lage ist, was beachtlich ist! Damit ist WLAN unter Umständen sogar schneller als eine kabelgebundene Verbindung. So erreichte ich mit der Intel BE200 bis zu 1350 Mbit im Download und satte 1960 Mbit im Upload. Sicherlich nicht rekordverdächtig, aber gerade für den normalen Alltag weit mehr als ausreichend.

 

Stromverbrauch

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt ist der Stromverbrauch. Aber erfreulicherweise ist dieser beim ASUS RT-BE58U nicht zu hoch!

Mit einem 2,5 Gbit Uplink und im Leerlauf benötigte der Router bei mir lediglich +- 6,4 W. Selbst unter Last, mit allen LAN-Ports belegt, kommen wir kaum auf 10 W. Entsprechend ist der RT-BE58U recht sparsam!

 

Fazit

Der ASUS RT-BE58U ist ein vernünftiger WLAN-Router/Access Point. Und dies meine ich sowohl aus Sicht der Leistung als auch des Preises. Mit +- 150 € ist der RT-BE58U in einer sehr verträglichen Preisklasse, auch für den Normalnutzer. Dabei bietet dieser eine Leistung, die für 99 % aller Nutzer ausreicht. So kann der ASUS RT-BE58U auf kurzer Distanz deutlich über 1 Gbit via WLAN 7 erreichen, bei mir im Test bis zu 1960 Mbit, wenn du den 2,5-Gbit-Uplink verwendest.

Dabei ist die Benutzeroberfläche sehr umfangreich und der Stromverbrauch mit deutlich unter 10 W angenehm niedrig, weshalb sich auch die Folgekosten im Rahmen halten. Kurzum, du suchst einen leistungsstarken, aber auch nicht „übertriebenen“ WLAN-Router/Access Point? Dann ist der ASUS RT-BE58U für +- 150 € eine gute und flexible Wahl.

ASUS RT-BE58U
Positiv
Unterstützung für WLAN 7 (5 GHz) mit bis zu 2882 Mbit
2,5 Gbit Uplink
AiMesh-Unterstützung für einfaches Mesh-Netzwerk mit anderen ASUS-Routern
Sehr gute Leistung bei optimalen Bedingungen (bis zu 1960 Mbit )
Niedriger Stromverbrauch (6,4 W im Leerlauf, max. 10 W unter Last)
Umfangreiche Software mit vielen Einstellungsmöglichkeiten
USB-3.2-Anschluss für schnelle Netzwerkfreigaben (bis zu 110 MB/s)
Flexibler Einsatz als Router, Access Point oder Repeater
Negativ
Kein 6 GHz Band trotz WLAN 7 Unterstützung
Nur ein einziger 2,5 Gbit Port
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Lexar ARMOR SD Card im Test – Robuste Speicherkarten mit Metallgehäuse und hoher Leistung

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Lexar hat mit seiner ARMOR-Serie SD-Karten auf den Markt gebracht, die sich stark von den gängigen Modellen unterscheiden.
Einer der größten Schwachpunkte von normalen SD-Speicherkarten ist die vergleichsweise geringe physische Widerstandskraft. So mag eine SD-Karte ein wenig Biegen oder auch Druck aushalten, aber dies beschädigt oftmals im Inneren Lötstellen, welche dann gerade durch Temperaturschwankungen brechen können. Ich vermute, dass die meisten SD-Karten aufgrund solcher physischen Auswirkungen irgendwann kaputt gehen.

Lexar hat mit seiner ARMOR-Serie nun SD-Karten auf den Markt gebracht, die auf ein Gehäuse aus Metall setzen! Dieses gibt den Speicherkarten ein Stück weit mehr physische Widerstandskraft, was deren Haltbarkeit stark verbessern sollte.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist das Gehäuse wirklich massiver und wie steht es um die sonstige Technik? Wie groß ist der Leistungsunterschied zwischen der SILVER- und der GOLD-Version?
Finden wir dies im Test der Lexar ARMOR SDXC UHS-II Serie heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der Speicherkarten für diesen Test.

 

Gold und Silber

Lexar bietet die Speicherkarten seiner ARMOR-Serie in zwei Versionen an: Gold und Silber. Spannenderweise sind beide aber „V60“-Speicherkarten.

Diese sind also in der Oberklasse angesiedelt, was die Leistung angeht, aber auch nicht absolutes High-End. Dennoch ist die Gold-Version etwas schneller als die Silver Pro.

 

Die Lexar ARMOR SD Cards im Test

Prinzipiell setzen beide Versionen der Lexar ARMOR auf das gleiche Gehäuse. Dieses ist nur passend zur Version Gold oder Silber gefärbt.

Lexar setzt hier auf ein massives Gehäuse aus Edelstahl. Lediglich im Bereich der Kontakte haben wir etwas Kunststoff. Allerdings ist die Speicherkarte sauber vergossen.
Es gibt also keine Ritzen oder Öffnungen. Passend dazu wirbt Lexar mit einigen spannenden Haltbarkeitswerten:

  • 370N Pressure Proof
  • IP68 Wassergeschützt
  • Bis zu 5 Meter “Drop Proof”

Und ja, die ARMOR SD Cards machen einen sichtlich wertigeren Eindruck als normale Kunststoff-SD-Karten.

Dies sehen wir auch etwas am Gewicht:

  • Lexar ARMOR Gold – 5,84 g
  • Lexar ARMOR SILVER Pro – 5,76 g
  • SanDisk Extreme – 1,71 g
  • Angelbird V60 AV PRO – 1,73 g
  • Kingston CANVAS React Plus – 1,82 g
  • Lexar Professional V90 – 1,76 g

So sind die Lexar ARMOR SD-Speicherkarten rund 3x schwerer als normale SD-Karten – wir sehen hier also, dass durchaus etwas mehr Material zum Einsatz kommt.

 

Kein Schreibschutz-Schalter

Die Lexar ARMOR SD-Karten besitzen keinen Schreibschutz-Schalter.

 

Die Datenraten

Die Lexar ARMOR Gold und SILVER PRO setzen auf den UHS-II-Standard mit der Geschwindigkeitsklassifizierung „V60“. Ich habe im Test die 256-GB-Version beider Speicherkarten verwendet.

Schauen wir uns zunächst einmal die Datenraten in meinem Kartenleser am PC an. Hier kommt der ProGrade Digital (PG09) Kartenleser zum Einsatz, wie auch CrystalDiskMark als Software.

Leider konnten hier beide Speicherkarten nicht ganz die vom Hersteller versprochene Leistung erreichen. Allerdings ist gerade die Gold-Version so dicht an den Werten, dass diese vermutlich mit anderen Kartenlesern durchaus erreichbar erscheinen.

Lexar ARMOR Gold

  • Lesend: 271 MB/s
  • Schreibend: 201 MB/s

Lexar ARMOR SILVER PRO

  • Lesend: 227 MB/s
  • Schreibend: 160 MB/s

Schreibend erreichen beide Modelle ± die Herstellerangabe. Die Gold-Version liegt mit 271 MB/s auch sehr dicht an den beworbenen 280 MB/s.
Allerdings ist die SILVER PRO mit 227 MB/s lesend ein gutes Stück langsamer als die beworbenen 280 MB/s.

Verglichen mit anderen SD-Karten können wir sehen, dass sich beide Lexar-Modelle im Mittelfeld bewegen – die Silver Pro am unteren Ende des Mittelfelds, die Gold am oberen Ende.

 

In der Praxis

Ich habe beide SD-Karten in diversen meiner Kameras getestet, unter anderem:

  • Sony A7RV
  • Sony A1
  • Sony ZV-E10
  • FUJIFILM X-H2S

Ich hatte mit früheren Lexar-Modellen in meinen Sonys (Modelle von vor 3–4 Jahren und älter) schon mal Probleme. Allerdings funktionierten die neueren Modelle und auch die ARMOR-Speicherkarten tadellos!

Mit der FUJIFILM X-H2S habe ich auch einen kleinen Speedtest durchgeführt.
Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • 40 Bilder/s
  • 1/2500 s Belichtungszeit
  • Manueller Fokus
  • ISO 160
  • RAW

Hier habe ich den Auslöser 30 Sekunden mit den oben genannten Einstellungen durchgedrückt und am Ende geschaut, wie viele Bilder die Kamera in dieser Zeit schaffte.
Mehr Bilder = Die Speicherkarte konnte diese schneller aufnehmen.

In der Praxis zeigte sich gerade die Lexar ARMOR Gold 256 GB erfreulich stark!

Hier schneidet diese sogar ein gutes Stück besser ab, als es die Benchmarks zuvor hätten erwarten lassen.

 

Fazit

Die Idee, eine Speicherkarte mit potenziell wertvollen Daten nicht in ein Kunststoffgehäuse, sondern in ein Metallgehäuse zu packen, ist an sich simpel, aber brillant.
Hierdurch sind die Modelle der ARMOR-Serie wirklich physisch um einiges robuster und dank der Versiegelung auch wassergeschützt.
In der Praxis kann dies die Zuverlässigkeit der Speicherkarte um einiges steigern.

Hinzu kommt bei der Lexar ARMOR SDXC UHS-II Serie eine grundsolide Technik. Gerade die GOLD-Version ist erfreulich flott unterwegs – dies vor allem in meinem Praxis-Test.

Allerdings sind dies dennoch „V60“-Speicherkarten, also eher in der gehobenen Mittelklasse angesiedelt.
Schlimm? In der Regel nein – vor allem dann, wenn dir Robustheit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als das absolute Maximum an Geschwindigkeit.