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20W für 4€?! Das Ikea SJÖSS E2501-EU im Test

Ikea bietet mit seiner SJÖSS-Serie einige wirklich gute Ladegeräte zu fantastischen Preisen an. So hatten wir uns bereits die 45-W-Version wie auch die 65-W-Version im Test angesehen.

Allerdings gibt es auch noch eine 20-W-Version. 20-W-Ladegeräte sind normalerweise nicht besonders spannend, aber hier sieht es etwas anders aus. So verkauft Ikea das 20-W-SJÖSS für gerade einmal 4 €.

Das ist ein fantastischer Preis! Gerade dann, wenn du nach einem günstigen und guten 2. Ladegerät suchst.

Aber wollen wir uns das SJÖSS 20 W doch mal im Test ansehen.

 

Das Ikea SJÖSS E2501-EU im Test

Beim SJÖSS 20 W handelt es sich um ein sehr einfaches USB-C-Ladegerät. Dieses setzt auf ein extrem schlichtes, weißes Hochglanzgehäuse.

Dieses ist sehr simpel gemacht, wirkt aber stabil und robust. Auch die Abmessungen sind mit 44 × 28 × 43 mm soweit okay, genau wie das Gewicht von 51 g.

Nein, dies ist nicht das Ladegerät mit der höchsten Energiedichte, aber für ein einfaches Modell passt das soweit.

 

Der USB-C-Port

Das SJÖSS verfügt über genau einen USB-C-Port auf der Front.

  • USB-C – 20 W USB PD – 5 V / 3 A, 9 V / 2,22 A, 12 V / 1,67 A, 15 V / 1,33 A

Der USB-C-Port des SJÖSS setzt auf den USB Power Delivery Standard mit einer Leistung von bis zu 20 W.
20 W ist das derzeitige Minimum, was ein USB-C-Port zum Laden bieten sollte. 20 W reichen auch für Smartphones, Kopfhörer, Bluetooth-Lautsprecher und ähnliche Geräte in der Regel aus.

So kannst du davon ausgehen, dass ein modernes Smartphone ca. 2 Stunden für eine vollständige Ladung an einem 20-W-Ladegerät benötigt. Nicht rekordverdächtig schnell, aber meistens ausreichend.

Für größere Geräte wie Notebooks, Spielekonsolen (Steam Deck) oder große Powerbanks ist ein 20-W-Ladegerät wie dieses aber nicht oder nur bedingt geeignet.

USB Power Delivery ist dabei der von Apple, Samsung, Google usw. benutzte Ladestandard. Das SJÖSS ist also grundsätzlich universell kompatibel.

 

Kein PPS?!

Erstaunlicherweise unterstützt das SJÖSS 20 W kein PPS. PPS ist eine optionale Erweiterung des USB-Power-Delivery-Standards, welche von vielen Smartphones für eine hohe Ladegeschwindigkeit benötigt wird.

Bei einem 20-W-Ladegerät ist das Fehlen von PPS weniger tragisch, aber es führt bei Samsung-Smartphones oftmals zu einem niedrigeren Ladetempo.

So werden die meisten Samsung-Smartphones am SJÖSS 20 W mit maximal ca. 14 W laden können. Mit PPS wären es 18–20 W.

Apple-Smartphones wiederum interessiert dies nicht.

 

Belastungstest

Ich habe auch beim Ikea SJÖSS 20 W einen Belastungstest durchgeführt. Hierbei habe ich das Ladegerät mithilfe einer elektronischen Last ca. 6 Stunden lang mit 100 % Last belastet.

Erfreulicherweise konnte das Ladegerät diese Leistung konstant bereitstellen.

Radiometric Image

Dabei erwärmte sich dieses auch nur recht leicht. Äußerlich konnte ich maximal eine Temperatur von unter 50 Grad messen. Absolut unproblematisch!

 

Spannungsstabilität

SJÖSS Maximal Minimal
0A 5.131 5.5 4.75
1A 5.157 5.5 4.75
2A 5.183 5.5 4.75
3A 5.207 5.5 4.75

 

SJÖSS Maximal Minimal
0A 9.031 9.45 8.55
1A 9.056 9.45 8.55
2A 9.082 9.45 8.55

 

Auch bei der Spannungsstabilität gibt es nichts zu bemängeln. Alle Spannungen bleiben sicher innerhalb der Grenzwerte.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch des SJÖSS war im Test so niedrig, dass dieser von meinen Messgeräten nicht einmal gemessen werden konnte. Wir reden hier also von unter 0,15 W.

 

Effizienz

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des SJÖSS 20 W.

Dies sieht alles so weit sehr gut aus! Die Effizienz schwankte bei mir zwischen 86,9 % im Minimum und 89,3 % im Maximum.
Das ist ein tadelloses Abschneiden und somit eignet sich das SJÖSS auch zum Betreiben von kleineren Smart-Home-Geräten wie Kameras usw.

 

Fazit

Das Ikea SJÖSS E2501-EU zeigt im Test sehr deutlich, dass ein gutes USB-C-Ladegerät nicht teuer sein muss. Für gerade einmal 4 Euro bekommst du hier ein solides 20-W-Ladegerät, das im Alltag genau das liefert, was man von dieser Leistungsklasse erwartet – und das ohne nennenswerte Schwächen bei Verarbeitung, Effizienz oder Sicherheit.

Natürlich darfst du bei 20 W keine Lade-Rekorde erwarten, und das fehlende PPS sorgt vor allem bei Samsung-Smartphones für etwas geringere Ladegeschwindigkeiten. Für iPhones, viele andere Smartphones, Kopfhörer, Lautsprecher oder Smart-Home-Geräte spielt das aber kaum eine Rolle. Dazu kommen eine sehr gute Spannungsstabilität, ein extrem niedriger Leerlaufverbrauch und ein absolut unkritisches Temperaturverhalten selbst unter Dauerlast.

Unterm Strich ist das SJÖSS 20 W kein aufregendes Ladegerät, aber genau das ist hier positiv gemeint. Es funktioniert zuverlässig, effizient und universell. Für 4 Euro ist das Preis-Leistungs-Verhältnis schlicht überragend und macht das Ikea SJÖSS zur perfekten Wahl als Zweit- oder Ersatzladegerät oder für alle, die einfach günstig und sorgenfrei laden wollen.

Aferiy Nano 100 Test: Ungewöhnliche Powerbank mit LiFePO4-Akkus

Aferiy bietet mit der Nano 100 eine extrem kuriose Powerbank bzw. Powerstation an. Aferiy ist normalerweise ein Hersteller, welcher sich auf Powerstations konzentriert. Entsprechend besitzt die Nano 100 auch einige Merkmale einer Powerstation, ist aber bei der Leistung und Kapazität eher auf dem Level einer großen Powerbank.

So bietet die Aferiy Nano 100 eine Kapazität von 99,2 Wh (31.000 mAh) und eine Ausgangsleistung von maximal 145 W.
Ebenso setzt die Nano 100 auf LiFePO4-Akkuzellen, welche in Powerbanks normalerweise nicht zu finden sind.

Allerdings ist die Nano 100 im Gegenzug für eine Powerbank ein recht großes und schweres Modell.
Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob das Konzept der Aferiy Nano 100 aufgeht.

An dieser Stelle vielen Dank an Aferiy für das Zurverfügungstellen der Nano 100 für diesen Test.

 

Die Aferiy Nano 100 im Test

Der Name „Nano“ ist hier etwas irreführend, denn die Nano 100 mag zwar sehr klein für eine Powerstation sein, ist aber für eine 99-Wh-Powerbank gewaltig!

So wiegt diese satte 1,126 kg und misst 145 × 88 × 88 mm. Damit ist diese natürlich portabel, aber alles andere als hosentaschenfreundlich. Allerdings wirkt sie auf Bildern ohne Referenz nochmals ein gutes Stück größer, als sie eigentlich ist.

Dabei nutzt die Powerbank einen „Powerstation“-artigen Formfaktor. An sich finde ich die kleine Box dabei auch recht witzig und auf eine gewisse Art „niedlich“.

Ähnlich wie die großen Modelle von Aferiy besteht die Nano aus einem grau-schwarzen Kunststoff. Die Verarbeitungsqualität ist dabei völlig in Ordnung.

 

Mit LiFePO4-Akkuzellen!

Woher kommen aber diese vergleichsweise großen Abmessungen und das hohe Gewicht? Während die meisten Powerbanks klassische Lithium-Ionen-Akkuzellen nutzen, verwendet die Nano 100 LiFePO4-Akkuzellen.

LiFePO4-Akkuzellen werden in der Regel bei Powerstations und Batteriespeichern genutzt.

Vorteile:

  • Höhere Zyklenfestigkeit – 2000+ Zyklen
  • Höhere Sicherheit – können sich nicht selbst entzünden
  • Umweltfreundlichkeit – kommt ohne giftiges Kobalt oder Nickel aus
  • Robustheit – unempfindlicher gegenüber Tiefentladung und hohen Temperaturen

Nachteile:

  • Größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen bei gleicher Kapazität
  • Kälteempfindlichkeit – das Laden bei Minustemperaturen (unter 0 °C) kann die Zellen dauerhaft schädigen

Wie so oft im Leben hat alles Vor- und Nachteile. Im Allgemeinen bevorzuge ich LiFePO4-Akkuzellen wegen der höheren Sicherheit und Haltbarkeit.

Allerdings sind diese verglichen mit Lithium-Ionen-Akkuzellen doch ein Stück größer und schwerer, was wir hier auch bei der Aferiy Nano 100 sehen.

 

Mit Display

Erfreulicherweise verfügt die Nano 100 auf der Front über ein kleines Display. Dieses zeigt dir folgende Infos an:

  • Akkustand in %
  • Eingangsleistung in Watt
  • Verbleibende Ladedauer
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Verbleibende Entladedauer

Damit bietet das Display durchaus einen Mehrwert!

 

Anschlüsse der Nano 100

Ich klassifiziere die Nano 100 als „Powerbank“ und nicht als Powerstation aufgrund der Anschlüsse. So haben wir hier ausschließlich USB-Ports:

  • USB-C-Kabel – 100 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB-C – 45 W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – 18 W QC 3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Auf der Oberseite der Nano 100 finden wir ein ausziehbares, integriertes USB-C-Kabel. Dieses ist ca. 75 cm lang und qualitativ sehr hochwertig. So ist es sogar textil ummantelt.

Dieses Kabel bietet eine Leistung von bis zu 100 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard. Hiermit ist die Aferiy Nano 100 auch für große Geräte wie Notebooks geeignet!

Hinzu kommt ein 45-W-USB-C-Port auf der Front sowie ein 18-W-USB-A-Quick-Charge-Port.

 

PPS

Sowohl der USB-C-Port als auch das USB-C-Kabel bringen PPS-Support mit:

  • USB-C-Kabel – 3,3–11 V bei bis zu 3 A, 3,3–21 V bei bis zu 3 A
  • USB-C – 3,3–11 V bei bis zu 3 A, 3,3–21 V bei bis zu 2,25 A

Grundsätzlich haben wir hier eine solide PPS-Range, aber keine perfekte. So kann die Nano 100 bis zu 21 V via PPS liefern – perfekt. Allerdings haben wir einen maximalen Strom von 3 A.

Entsprechend kann diese Powerbank ältere Samsung-Ultra-Smartphones nicht mit den vollen 45 W laden.

 

Konstant 100 W?!

Leider können sehr viele High-End-Powerbanks nicht die vom Hersteller angegebene Leistung konstant liefern. Dies meist zum Schutz der Akkuzellen bzw. aus Temperaturgründen.

Gerade bei 140-W-Powerbanks ist dies sehr verbreitet. Aber wie steht es um die Nano 100?

Leider kann die Aferiy Nano 100 nicht konstant 100 W bereitstellen. Dies hat mich etwas überrascht und enttäuscht, denn aufgrund der Größe hätte ich erwartet, dass dies möglich wäre.

So drosselte sich die Powerbank bei einem Ladestand von bereits 60 % auf 60 W herunter.

Schade!

 

Kapazität der Nano 100

Kommen wir zu einem der wichtigsten Punkte: der Kapazität der Nano 100. So verfügt die Aferiy Nano 100 über eine Kapazität von 99,2 Wh bzw. laut Hersteller 31.000 mAh.

Damit bietet die Powerbank die maximale Kapazität, die du mit an Bord eines Flugzeugs nehmen darfst.

Aber wie hoch ist die Kapazität in der Praxis wirklich? Folgende Werte konnte ich mithilfe einer elektronischen Last messen:

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 87.475 17555 23642 88 %
9V/1A 88.224 9803 23844 89 %
9V/3A 89.124 9902 24088 90 %
20V/3A 87.049 4520 23527 88 %

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 87,05 Wh bzw. 23.527 mAh und 89,124 Wh bzw. 24.088 mAh.

Damit haben wir eine Spanne von 88 % bis 90 % der Herstellerangabe, was ein starkes Abschneiden ist.

Generell gilt: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100 % effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.

80–90 % sind die gängigen „guten“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90 % sind sehr selten und unter 80 % ungewöhnlich.

Bedenkt auch, dass euer Smartphone nicht zu 100 % effizient lädt! Hat dieses einen 4.000-mAh-Akku, werden ca. 4.800 mAh für eine 100-%-Ladung benötigt. Dies hängt jedoch vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Ladedauer

Über das USB-C-Kabel kann die Powerbank auch mit bis zu 100 W geladen werden.

Genau genommen konnte der Akku bei mir mit ± 93 W laden. So dauerte eine Ladung rund 1:20 h, was angenehm flott ist.

Damit lädt die Powerbank schnell, allerdings auch nicht rekordverdächtig. Es gibt Modelle mit 140-W-Port, die noch flotter unterwegs sind. Für eine ± 99-Wh-100-W-Powerbank gibt es hier jedoch nichts zu bemängeln.

 

Fazit

Die Aferiy Nano 100 ist eine ungewöhnliche Powerbank, die bewusst aus der Reihe tanzt. Ihr klares Alleinstellungsmerkmal sind die verbauten LiFePO4-Akkuzellen, die man in dieser Gerätekategorie sonst praktisch nicht findet. Diese sorgen für eine hohe Sicherheit, eine sehr lange Lebensdauer und eine insgesamt robuste Auslegung – Eigenschaften, die vor allem für Nutzer interessant sind, die ihre Powerbank viele Jahre intensiv einsetzen möchten oder besonderen Wert auf Sicherheit legen.

Dem stehen allerdings auch klare Nachteile gegenüber. Für eine 99-Wh-Powerbank ist die Nano 100 groß und schwer, und auch leistungstechnisch schöpft sie ihr Potenzial nicht vollständig aus. Dass die 100 W Ausgangsleistung nicht konstant gehalten werden können und bereits bei rund 60 % Ladestand gedrosselt wird, ist enttäuschend – gerade angesichts der Abmessungen. Zudem ist das Anschlussangebot klar auf USB beschränkt, wodurch der Powerstation-Charakter eher optischer Natur bleibt.

Unterm Strich ist die Aferiy Nano 100 ein Nischenprodukt. Sind dir die Vorteile von LiFePO4-Zellen wichtig, bekommst du hier eine sehr sichere, langlebige und technisch saubere Powerbank mit gutem Display und hoher nutzbarer Kapazität. Sind dir die verbauten Akkuzellen hingegen egal, gibt es am Markt kompaktere, leichtere und leistungsstärkere Alternativen, die das Gesamtpaket schlicht besser umsetzen.

Die leistungsstärkste Powerbank der 10.000 mAh Klasse! Strong S-19 im Test, 12.000 mAh / 176W

Willst du eine hohe Ausgangsleistung bei einer Powerbank, dann musst du in der Regel Modelle wählen, die auch viel Kapazität mitbringen. Kleine Powerbanks in der +- 10.000 mAh Klasse schaffen meist nicht mehr als 45W.

Es gibt zwar auch Ausnahmen wie die CUKTECH 10, aber diese sind selten.

Strong bietet mit der S-19 hier ein außergewöhnliches Modell an! Die S-19 bietet einen 140W USB C Port und 176 W Ausgangsleistung, bei einer Kapazität von 12.000 mAh.

Damit ist dies auf dem Papier eine, wenn nicht sogar die leistungsstärkste Powerbank der +- 10.000 mAh Klasse!

Wollen wir uns die Strong S-19 einfach mal in einem kleinen Test ansehen.

An dieser Stelle vielen Dank an Strong für das Zur-Verfügung-Stellen der S-19 für diesen Test.

 

Die Strong S-19 im Test

Ein Nachteil der extrem hohen Leistung von bis zu 176 W sind die Abmessungen und das Gewicht.

So ist die Powerbank mit 139 x 43 x 43 mm und 415 g extrem schwer und groß für die 12.000 mAh Kapazität. Hier können wir natürlich streiten, ob dies nicht etwas den Sinn einer Powerbank mit niedrigerer Kapazität besiegt. Normalerweise wählen wir Powerbanks in der 10.000 mAh Klasse für die kompakteren Abmessungen.

Ein ähnliches Problem hatte auch schon die CUKTECH 10, welche 10.000 mAh / 100W bot.

Allerdings bleibt die Strong S-19 natürlich weiter kompakter als die Modelle mit 20.000 mAh und 140W.

Die hohe Ausgangsleistung ist also Fluch und Segen zugleich.

Wo es aber nichts zu bemängeln gibt, ist bei der Haptik und Verarbeitungsqualität. Die Strong S-19 ist sehr massiv und stabil gearbeitet. Viel besser geht’s nicht!

Auch das zweigeteilte Design mit dem oberen Teil aus schwarzem Hochglanz-Kunststoff sieht durchaus schick aus.

 

Mit Display

Die Strong S-19 verfügt über ein kleines LCD-Farbdisplay. Auf diesem kannst du jederzeit die aktuelle Eingangsleistung, Ausgangsleistung in Watt pro Port sehen.

Des Weiteren wird natürlich der aktuelle Ladestand angezeigt, wie auch auf Wunsch die Zellentemperatur und die bisher entladene Energiemenge.

Damit ist das Display ganz klar als großer Pluspunkt zu bezeichnen.

 

Anschlüsse der Strong S-19

Die Strong S-19 verfügt über 2x USB C Ports und einen USB A Port.

  • USB C 1 – 140W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 2 – 36W – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A
  • USB A – 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB C Port bietet beeindruckende 140 W Leistung nach dem USB Power Delivery 3.1 Standard. Damit hat die Powerbank grundsätzlich genug Leistung für praktisch alle erdenklichen Geräte. Egal ob nun Smartphone, Tablet oder auch Notebook.

Zusätzlich haben wir noch einen 36 W USB C Port und einen 18 W USB A Port.

Du kannst dabei den primären USB C Port und den sekundären USB Port (oder USB A Port) gleichzeitig voll nutzen, ohne dass die Powerbank sich direkt drosselt.

 

Schwache PPS Range!

Ein Punkt, der mich bei der S-19 sehr enttäuscht hatte, war die PPS Range!

  • USB C 1 – PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 3A
  • USB C 2 – PPS 3,3 – 11 V bei bis zu 3A

Für eine Powerbank dieser Leistungsklasse ist das leider enttäuschend. 3,3 – 11 V und das auch nur bei 3 A, das geht klar besser!

Mit maximal 11 V ist die Spannung vergleichsweise niedrig und wir haben mit maximal 3 A auch recht wenig Leistung. Ich hätte hier eher 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A erwartet. Schade!

Für Apple-Nutzer spielt dies keine Rolle. Allerdings beispielsweise kann diese Powerbank Samsung „Ultra“-Smartphones nicht mit 45 W laden. Auch in Kombination mit den Google Pixel Modellen und vielen chinesischen Smartphones ist das Ladetempo eingeschränkt.

 

Dafür mit AVS

Zwar war die PPS Range enttäuschend, aber erfreulicherweise bringt die Powerbank bereits eine AVS-Unterstützung mit.

AVS ist der Nachfolgestandard von PPS. Dieser wird derzeit noch nicht genutzt, ist aber für die Zukunftssicherheit ein klarer Pluspunkt!

  • AVS 15 – 28V bei bis zu 140W

Dabei ist die AVS Range auch absolut tadellos.

 

Konstant 140W?

Sehr viele Powerbanks, die mit einer Leistung von 140 W werben, können nicht konstant 140 W ausgeben, sondern drosseln sich nach einer Weile. Genau genommen können nur die wenigsten 140 W Powerbanks konstant 140 W ausgeben.

Aber wie steht es um die Strong S-19?

Diese kann fast konstant 140 W liefern. Bei mir im Test drosselte sich die Powerbank bei einer Restladung von +- 10%.

Also weitestgehend kann sie 140 W liefern. 100W kann die Powerbank durchgehend bereitstellen.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Sicherlich der kontroverse Punkt bei der Strong S-19 ist die Kapazität. So bietet die S-19 „nur“ 12.000 mAh laut Hersteller.

Dies ist für Smartphones eine ausreichende Kapazität für 1-2 Ladungen. Bei Tablets wird dies in der Regel für +- eine Ladung reichen. Allerdings für Notebooks, wo die hohe Leistung Sinn machen würde, sind die 12.000 mAh eher ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ich sehe die Strong S-19 also eher bei kleineren Notebooks, großen Tablets oder mobilen Gaming-Konsolen à la Steam Deck.

Aber wie groß ist nun die Kapazität in der Praxis?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 33.332 6857 9009 75 %
9V/1A 38.27 4124 10343 86 %
9V/3A 39.568 4243 10694 89 %
20V/3A 39.162 1923 10584 88 %
20V/5A 36.239 1765 9794 82 %

 

Im Test schwankte die Kapazität zwischen 9009 mAh bzw. 33,332 Wh im Worst Case und 10694 mAh bzw. 39,568 Wh im besten Fall.

Dies ist eine Spanne von 75 % der Herstellerangabe bis 89% der Herstellerangabe.

Es ist völlig normal, dass eine Powerbank nicht 100% der beworbenen Kapazität auch praktisch erreicht. Über 80% ist hier ein normales gutes Abschneiden.

 

Extrem hohe Ladegeschwindigkeit!

Erstaunlicherweise kann die Strong S-19 nicht nur mit 140W entladen werden, sondern auch mit 140W laden!

Praktisch kann die Powerbank mit maximal +- 132 W laden und dies auch vergleichsweise konstant. Entsprechend ist die Powerbank in ca. 29 Minuten komplett gefüllt!

Damit kann die Strong S-19 extrem schnell laden. Dies ist eins der größten Highlights an dieser Powerbank.

 

Fazit

Die Strong S-19 ist eine sehr spezielle Powerbank! Wir haben hier ein Modell mit vergleichsweise niedrigen 12.000 mAh Kapazität (auf dem Papier), die aber mit einer sehr hohen Eingangs- und Ausgangsleistung kombiniert sind.

140 W Ausgangs- und Eingangsleistung bei einer Powerbank in der 10.000 mAh Klasse sind glatt einmalig!

Dabei kann die Strong S-19 auch fast konstant 140 W liefern und auch sehr lange mit 140 W aufladen. Dies resultiert in einer Ladedauer von unter 30 Minuten, was extrem schnell ist. Dies ist auch klar ein Highlight an der Strong S-19.

Hinzu kommt eine sehr gute Haptik, das nützliche Display und sogar ein AVS-Support.

Allerdings gibt es auch einen großen Kritikpunkt, die PPS Range. Hier hat die Powerbank leider eine Chance vertan. 3,3 – 11 V bei bis zu 3 A sind für eine Powerbank mit dieser Ausgangsleistung enttäuschend.

STRONG S-19 Tragbare Powerbank 12000mAh, 176W Schnelllade-Externer...

Pro

  • 140W Ausgangs- und Eingangsleistung – einmalig in der 10.000 mAh Klasse
  • Extrem schnelles Laden (unter 30 Minuten)
  • Fast konstante 140W Leistung
  • Sehr gute Haptik und Verarbeitungsqualität
  • Nützliches LCD-Farbdisplay mit Echtzeitinformationen
  • AVS-Unterstützung für Zukunftssicherheit

Kontra

  • Schwache PPS Range (nur 3,3 – 11V bei 3A)
  • Groß und schwer für die Kapazität (415g)
  • Relativ geringe Kapazität (12.000 mAh) für die Größe

Wann würde ich nun die Strong S-19 empfehlen? Ich denke, diese Powerbank macht primär für Apple-Nutzer, wie auch beispielsweise Besitzer von Handheld-Gaming-Konsolen Sinn. Bereiche, wo wir von einer hohen Ausgangsleistung und schnellem Laden profitieren, aber nicht zwingend PPS oder das Maximum an Kapazität benötigen.

Unterm Strich ist die Strong S-19 die stärkste Powerbank ihrer Klasse, aber auch nicht ganz perfekt.

Schrott oder doch brauchbar? 65W Ladegerät für 3€ von AliExpress TRG-182

Wir hatten uns in der letzten Zeit schon zwei „ultra billig“ Ladegeräte aus China angesehen. Das „240W“-Ladegerät, das nur 10W liefern konnte, und das 65W-Ladegerät mit ausziehbarem Kabel, das nur 20W liefern konnte. Heute schauen wir uns ein weiteres 65W-Ladegerät an, welches ich für +- 3€ erworben habe.

Dies ist natürlich ein fantastischer Preis! +- 3€ für ein 65W USB-C-Ladegerät. Allerdings kann dieses auch in die Kategorie zu gut, um wahr zu sein fallen. Wollen wir uns das 65W TRG-182 Ladegerät doch einmal im Test ansehen!

 

Ein erster Blick auf das TRG-182 65W Ladegerät

Das TRG-182 ist optisch und haptisch ein sehr einfaches Ladegerät, freundlich ausgedrückt. Wir haben hier ein 46 × 43 × 27 mm einfaches Steckernetzteil.

Das Gehäuse wirkt dabei schon sehr billig, was auch am verdächtig niedrigen Gewicht liegt. So bringt das Ladegerät gerade einmal 44 g auf die Waage.

Für ein 65W Ladegerät bedenklich leicht.

 

Anschlüsse

Das TRG-182 besitzt zwei Anschlüsse. Wir haben einen USB-C-Port und einen USB-A-Port. Der USB-C-Port ist mit „PD 33W“ markiert. Auf dem USB-A-Port finden wir gar keine Markierung.

Ansonsten findet sich auf dem Ladegerät nur der Aufdruck 65W und die Beschriftung:
DC 9V / 7,2A, 12V / 5,4A, 20V / 3,25A.

Gerade die 9V- und 12V-Spannungsstufe passt zu keinem mir bekannten Standard. Zudem fehlt hier auch die 5V-Stufe komplett.

 

10W Leistung…..

Kommen wir zur spannenden Frage: Hat das TRG-182 wirklich eine Leistung von 65W bzw. hat der USB-C-Port die beworbenen 33W?

Nein….

Dieses Ladegerät unterstützt keinerlei Schnellladestandards. Kein USB Power Delivery, kein Quick Charge. Wir haben lediglich 5V Spannung und hier maximal +- 2A. Damit hat das Ladegerät nur 10W Leistung.

Wir haben hier also nach meinen Tests ein klares Fake-Ladegerät.

 

Fazit

Mehr brauchen wir auch gar nicht wissen oder testen. Wir haben hier ein klares Fake-Ladegerät. Dieses wirbt mit 65W und liefert gerade einmal 10W. Entsprechend ist auch die technische Qualität des Ladegerätes. Schade!

Ich habe hier zwar ein paar Ladegeräte in den letzten Wochen erwischt, die mit falschen Angaben werben. Eigentlich hatte ich hier bei AliExpress nie große Probleme, daher ist dies schade. Aber hier gilt wie so oft: Wenn etwas zu gut oder günstig ist, um wahr zu sein, dann ist es das meistens auch.

Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen AVS?

Beim Laden gibt es derzeit zwei wichtige Standards, USB Power Delivery und PPS. Wobei beides genau genommen ein Standard ist. USB Power Delivery ist der „Oberstandard“ und PPS ist ein optionaler zusätzlicher Funktionsteil von USB Power Delivery.

PPS ist derzeit extrem wichtig für das schnelle Laden von Smartphones! Gerade bei Samsung, Google und den diversen chinesischen Herstellern wird es ohne PPS extrem langsam. Mittlerweile bieten aber die meisten Powerbanks und Ladegeräte im Handel irgendeine Form von PPS-Unterstützung.

Allerdings bietet USB Power Delivery seit Version 3.1 noch einen weiteren optionalen Standard/Featureset und zwar den AVS-Standard. AVS ist der Nachfolger von PPS und Anfang 2026 noch nicht so relevant. Allerdings kann sich das schnell ändern, gerade da sich andeutet, dass Apple diesen Standard vielleicht nutzen möchte.

Daher: Welche Powerbanks und Ladegeräte unterstützen derzeit AVS?

 

Was ist PPS und AVS?

USB Power Delivery (USB-PD) ist der Standard fürs Schnellladen über USB-C. Normalerweise arbeitet er mit festen Spannungen wie 5, 9, 12, 15 oder 20 Volt.

PPS („Programmable Power Supply“) ist eine Erweiterung von USB-PD 3.0. Statt nur fester Spannungen kann das Ladegerät die Spannung fein stufenlos innerhalb eines Bereichs einstellen, z. B. 3,3–11 V oder 3,3–21 V. Das Smartphone kann sich so genau die Spannung und Stromstärke holen, die es gerade braucht. Das macht das Laden effizienter, kühler und bei manchen Modellen deutlich schneller.

Besonders viele Samsung Galaxy S20–S25 (und einige Pixel, Nothing, Xiaomi) erreichen ihr maximales Ladetempo nur mit USB-PD-PPS.

AVS („Adjustable Voltage Supply“) ist der „Nachfolger“ von PPS für USB-PD 3.1 und Leistungen bis 240 Watt. Hier können Spannungen, sofern unterstützt, mit bis zu 48 V flexibel eingestellt werden, gedacht vor allem für leistungsstarke Geräte wie Notebooks.

 

Welche Endgeräte nutzen derzeit AVS?

Derzeit (Anfang 2026) ist mir noch kein Gerät bekannt, das wirklich den AVS-Standard nutzt. Es gab Gerüchte, dass das Apple iPhone 17 Pro AVS unterstützen würde, das ist aber falsch.

Ladeanalyse: Apple iPhone 17 Pro Max – wie schnell lädt es und welcher Standard wird genutzt? (Update)

Zumindest in meinen Tests machte dies keinen Unterschied und ich habe keine belastbaren Infos von anderen Quellen gefunden, dass es anders wäre. AVS ist also Anfang 2026 noch reine Zukunftsmusik.

Allerdings kann es gerade bei High-End-Smartphones Sinn machen, bereits auf solche Standards zu achten, die vermutlich in 1–2 Jahren aufblühen werden.

 

AVS per Messgerät

Derzeit kann ich lediglich das Vorhandensein von AVS über Messgeräte und Testequipment überprüfen. Mangels Endgeräten ist es einfach derzeit nicht möglich, die Praxis zu testen.

 

Welche Ladegeräte unterstützen AVS?

Bei folgenden Ladegeräten konnte ich im Test einen AVS-Support bestätigen.

Max Leistung Leistung AVS Port
Anker Prime Charger 160W 160W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
4smarts Lucid GaN DIY 360W 360W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
Google Pixel Flex Dual‑Port 67W 67W 9 – 20 V bei bis zu 4A
Anker Charger (140W, 4-Port, PD3.1) A2697 140W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
4Smarts Desk Charger Lucid GaN 300W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
Anker Prime 250W USB-C Ladegerät 250W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Derzeit gibt es eine Handvoll Modelle im High-End-Segment. So unterstützen vor allem die aktuellen Modelle von Anker und 4Smarts den AVS-Standard.

Abseits bietet das neue Google-Pixel-Smartphone ebenfalls AVS-Support.

 

Welche Powerbanks bieten AVS?

Bei Powerbanks sieht die Liste derzeit noch sehr dünn aus…

Kapazität Max Leistung Leistung AVS Port
Edge X100 28741mAh 315W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W
AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh 24160mAh 140W 140W 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Derzeit sind mir lediglich zwei Powerbanks mit AVS-Support bekannt. Einerseits haben wir die Edge X100, eine sehr gute High-End-Powerbank, wie aber auch die AMEGAT Powerbank 140W 27600mAh. Letztere ist aus Sicht der Preis/Leistung die klar bessere Wahl.

 

Fazit

Derzeit gibt es noch nicht viel Equipment mit AVS-Support. Noch dünner sieht es bei Endgeräten aus, die AVS nutzen.

AVS ist Anfang 2026 noch reine Zukunftsmusik und auf diesen Standard zu achten macht lediglich eventuell aus Sicht der Zukunftssicherheit Sinn. Aber auch da wissen wir noch nicht, welche Hersteller bei welchen Geräten überhaupt AVS nutzen werden.

Ich vermute, dass Apple früher oder später auf diesen Standard setzen wird. Apple bietet in den USA ein entsprechendes Ladegerät mit AVS neu an, was beachtlich ist, da Apple beispielsweise PPS nie unterstützt hat.

Aber ob nun Apple plant, AVS bei iPhones, iPads oder MacBooks zu nutzen, steht in den Sternen.

 

Solide, aber gibt besseres, der Anker Zolo Charger 50W A121E im Test

Anker bietet mit dem A121E ein neues Modell in seiner Zolo Charger Serie an. Dieses bietet eine Leistung von bis zu 50 W und 4 USB-Ports. Dabei besitzt das Ladegerät ein sehr hochwertiges und schickes Design.

Anker möchte für die 50 W Leistung allerdings auch rund 30 € haben. Ist der Anker Zolo Charger 50W A121E diese 30 € wert? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der Anker Zolo Charger 50W A121E im Test

Rein optisch und haptisch ist der Anker Zolo Charger 50W fantastisch! Das Ladegerät fühlt sich einfach sehr hochwertig an und der verwendete Kunststoff macht einen sehr guten Eindruck.

Passend dazu ist das Design schlicht, aber schick und wertig. Der Zolo Charger strahlt also klar ein Premium-Feeling aus. Passend dazu ist das Ladegerät mit 54 × 43 × 32 mm und einem Gewicht von 106 g relativ kompakt.

Relativ kompakt, aber halt auch nicht ultra-kompakt. Wir haben 4 USB-Ports, diese machen das Ladegerät schon ein Stück größer.

 

Anschlüsse des Anker Zolo Charger 50W A121E

Der Zolo Charger 50W A121E besitzt gleich 4 USB-Ports: 2× USB-C und 2× USB-A.

  • USB-C 1 – 30 W – 5V/3A, 9V/3A, 15V/2A, 20V/1,5A
  • USB-C 2 – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 15V/1,33A, 20V/1A
  • USB-A – 18 W QC3.0 / 20 W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2A, 12V/1,5A

Die Leistungsverteilung hatte mich allerdings etwas verwundert. Ich hatte gehofft, dass wir zumindest einen 45-W-USB-C-Port haben. Klar, dieser würde gedrosselt, wenn du mehrere Anschlüsse nutzt, aber 45 W ist generell eine sehr schöne Leistung, da diese für viele Smartphones ideal ist, aber auch für Tablets oder sogar kleine Notebooks.

Durch die Leistungsverteilung 30 + 20 W ist dieses Ladegerät primär für kleinere Geräte geeignet. Klar, ein iPad + iPhone laden ausreichend flott, aber halt auch nicht mit dem vollen Tempo.

 

PPS-Stufe

Nur auf dem primären USB-C-Port bietet der Anker Zolo Charger 50W A121E eine PPS-Stufe:

  • 5–11 V bei bis zu 2,75 A

Dies ist eine unspektakuläre PPS-Stufe. Sie reicht, um die Ladegeschwindigkeit in Kombination mit Samsung-Smartphones zu „optimieren“, aber dies ist auch nichts Besonderes.

Wir haben hier halt nur einen 30-W-Port und bei Samsung das „25W“-Laden. Flott, ja, aber auch nicht spektakulär.

 

Für welche Geräte?

Gerät Einschätzung
Apple iPhones Gut geeignet
Apple iPads Gut geeignet
Apple MacBooks Mäßig geeignet
Samsung Einsteiger und Mittelklasse Gut geeignet
Samsung Oberklasse Mittelmäßig geeignet
Google Pixel Mittelmäßig geeignet

Wichtig: Dies ist nur eine grobe und generelle Einschätzung dafür, für welche Geräte und wie gut sich der Anker Zolo Charger 50W A121E eignet.

 

Belastungstest bestanden

Erfreulicherweise kann der Anker Zolo Charger 50W A121E konstant die Leistung von 50 W ausgeben, ohne Temperaturprobleme.

 

Leerlaufstromverbrauch

Im Leerlauf benötigt das Ladegerät ca. 0,18 W Strom, was durchschnittlich ist.

 

Effizienz

Kommen wir noch zum Abschluss auf die Effizienz zu sprechen.

Im Test schwankte die Effizienz zwischen 84,7 % und 90,7 %. Dies ist eine gute Effizienz, an der es absolut nichts zu bemängeln gibt.

Für ein Ladegerät dieser Klasse top!

 

Fazit

Der Anker Zolo Charger 50W A121E ist jetzt kein furchtbares Ladegerät, es ist okay. Allerdings würde ich es vermutlich nicht kaufen.

Warum? Die Leistung!

Wir haben hier zwar auf den ersten Blick ein 50-W-Ladegerät, was völlig okay ist, aber der stärkste USB-C-Port schafft maximal 30 W. Die 50 W kommen erst zum Tragen, wenn du mehrere Geräte auf einmal lädst.

Ich finde es hier sehr schade, dass das Ladegerät nicht 45 W an ein Gerät liefern kann. Wäre das der Fall, mit einer entsprechenden PPS-Stufe, hätte ich es mit gutem Gewissen empfehlen können.

Es gibt zwar auch einige positive Punkte, wie vor allem die Haptik und die Optik, und an sich ist es ein qualitatives Ladegerät.

Aber ich denke, es gibt bessere Optionen im Handel. Selbst in Ankers eigenem Line-up gibt es bessere Optionen, wie z. B. das Anker Nano 65W USB-C Ladegerät* (Nachfolger des Anker 735) oder das Anker 335 USB-C Ladegerät 67W*.

TOZO Golden X1 im Test: Hybrid-Sound mit besonderem Charakter

TOZO ist noch ein recht kleiner Hersteller von Audio-Equipment, welcher mit den Golden X1 erste Flaggschiff-Bluetooth-Ohrhörer auf den Markt gebracht hat.

Zumindest handelt es sich hier laut TOZO um Flaggschiff-Modelle. Bei einem Blick auf die technischen Daten sehen wir auch, warum, denn wir haben hier einen Ohrhörer mit einem Dual-Driver-Aufbau, mit einem Balanced-Armature-Driver und einem Hybrid-Dynamic-Driver.

Diese sollen vom Hersteller Knowles stammen, welcher eine bekannte Größe ist.
Hinzu kommt eine Hi-Res-Zertifizierung, ANC und App-Support.

Wollen wir uns die TOZO Golden X1 doch einmal im Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an TOZO für das Zur-Verfügung-Stellen der X1 für diesen Test. Abseits des Zur-Verfügung-Stellens der Ohrhörer gab es keine Bezahlung oder Verpflichtungen für diesen Test.

 

Die TOZO Golden X1 im Test

Passend zu dem „High-End“-Anspruch der X1 ist auch die Haptik und Optik der Ohrhörer gewählt.

So haben wir hier zunächst eine sehr kompakte und handliche Ladebox. Diese setzt auf einen matten und sehr hochwertigen Kunststoff.

Der Deckel wird wie üblich mit Magneten gehalten. Praktischerweise finden wir im Inneren neben den Ohrhörern auch eine kleine Akkustandanzeige in %.

Der Akku der Ladebox fasst 500 mAh und kann die Ohrhörer ca. 3× unterwegs laden.
Mit jeder Ladung können die Ohrhörer bis zu 8 Stunden durchhalten. Praktisch schafften die Ohrhörer bei mir aber nicht ganz 8 Stunden, eher 5–6 Stunden.

Die Ohrhörer setzen ähnlich wie die Ladebox auf einen schlichten, aber hochwertigen matten Kunststoff. Erfreulicherweise sind die Ohrhörer relativ kompakt für Modelle, die auf einen Dual-Treiber-Aufbau setzen. Relativ kompakt, aber auch nicht superkompakt.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort der X1 ist gut, aber auch nicht herausragend. Die Ohrhörer saßen soweit gut in meinen Ohren und drückten auch nicht.

Allerdings sind diese relativ breit im vorderen Bereich, was dazu führt, dass diese nicht sonderlich tief sitzen.

 

ANC und Transparenzmodus

Natürlich bringen die X1 auch ANC und einen Transparenzmodus mit. Es gibt sogar über die App mehrere Modi zur Auswahl.

Das ANC ist ok, aber auch nicht überragend. Dieses kann einfache Umweltgeräusche ein Stück weit ausblenden, aber komplexere Geräusche oder Stimmen werden nur leicht unterdrückt.

Ich habe in dieser Preisklasse schon besseres ANC und auch schon einen besseren Transparenzmodus gehört. Furchtbar ist aber beides auch nicht.

 

Mit App-Support

TOZO bietet für die X1 auch eine passende App an. Diese erlaubt dir das Wählen des ANC-Modus wie auch das Einstellen eines EQs.

Teils wirkt die App etwas überladen, aber am Funktionsumfang gibt es nichts zu bemängeln.

 

Audio-Aufbau

Die große Besonderheit bei den X1 ist der Hybrid-Treiber-Aufbau. So sind in jedem Ohrhörer gleich zwei klangerzeugende Treiber.

So findet sich hier ein „klassischer“ dynamischer Treiber wie aber auch ein Balanced-Armature-Treiber.

Balanced Armature sind funktional komplett anders als herkömmliche dynamische Treiber und verhalten sich auch klanglich etwas anders. Hier findest du ein Bild, wie diese aufgebaut sind:
https://mynewmicrophone.com/wp-content/uploads/2020/03/mnm_Headphone_Balanced_Armature_Driver.jpg

Balanced-Armature-Treiber liefern im Allgemeinen einen sehr präzisen und brillanten Klang, tun sich aber bei Dingen wie dem Bass etwas schwerer.

Hier kommt der Hybrid-Aufbau ins Spiel. Theoretisch übernimmt der Balanced-Armature-Treiber die Höhen, während der herkömmliche dynamische Treiber sich um den Bass kümmert.

 

Wie ist der Klang der TOZO Golden X1?

Aber wie gut ist nun der Klang der X1 in der Praxis?

Die X1 haben einen recht ungewöhnlichen und einzigartigen Klang. Dies wird zu großen Teilen natürlich an dem Hybrid-Aufbau liegen.

So verfügen die Ohrhörer zunächst über sehr starke Höhen. Diese sind sehr brillant, scharf, sauber und präzise. Trotz der sehr hohen Schärfe fransen aber gerade Zischlaute nicht aus, sondern bleiben sauber. Du musst schon eine gewisse Schärfe in den Höhen mögen, damit die Golden X1 etwas für dich sind, aber falls du dies magst, sind diese ziemlich perfekt.
Etwas dünn wird es in den Mitten. Hier zeigen diese ein leichtes „Loch“. Dieses ist sicherlich nicht extrem, aber die Ohrhörer bieten einen recht starken Hoch/Tief-Kontrast.

Passend dazu haben wir einen kräftigen und satten Bass. Dieser hat ein gutes Volumen und einen starken Tiefgang. Der Bass ist nicht absolut übertrieben, aber durchaus schon etwas angehoben.

Hierdurch bieten die Golden X1 einen sehr kontrastreichen und dynamischen Klang. Dieser hat teils etwas einen „2.1-Sound“-Effekt.

Wir haben klanglich eine Separierung durch den Hybrid-Aufbau, welcher mich etwas an ein 2.1-Soundsystem erinnert.

Diese Charakteristik ist natürlich Geschmackssache.

Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, Links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und Rechts = Höhen. Ist ein Teil Höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve Links sehr Hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

 

Fazit

Die TOZO Golden X1 hinterlassen im Test einen spannenden, aber nicht völlig makellosen Eindruck. Wenn du auf der Suche nach außergewöhnlichem Klang bist und Lust auf einen sehr kontrastreichen, brillanten Sound hast, dann könnten die X1 genau dein Ding sein.

Der Hybrid-Treiber-Aufbau sorgt tatsächlich für eine besondere Signatur: extrem klare, scharfe Höhen, ein satter Bass und eine gewisse 2.1-Anmutung, die du so in dieser Preisklasse eher selten findest. Allerdings musst du diese eher ungewöhnliche Abstimmung mögen, gerade die dünneren Mitten und die präsenten Höhen sind nicht jedermanns Sache.

Auch abseits des Klangs machen die Golden X1 vieles richtig. Verarbeitung und Haptik wirken hochwertig, die App liefert solide Zusatzfunktionen und die Akkulaufzeit geht in Ordnung. Beim ANC und dem Transparenzmodus solltest du hingegen keine Wunder erwarten, beides ist brauchbar, aber nicht auf dem Niveau der stärksten Konkurrenten.

Unterm Strich bekommst du mit den TOZO Golden X1 spannende True-Wireless-Ohrhörer, die vor allem durch ihren speziellen Klangcharakter überzeugen wollen. Wenn genau das deine Priorität ist, können sie eine echte Empfehlung sein. Wenn du hingegen ein möglichst neutrales oder besonders komfortables Gesamtpaket suchst, wirst du vermutlich an anderer Stelle glücklicher – gerade beim gehobenen Preis von +- 150 €.

65W Ladegerät aus China mit ausziehbarem Ladekabel für +- 5€?! Hot oder Schrott?

Wir hatten uns vor einer Weile schon das „240W“ Ladegerät aus China angesehen, welches für unter 3€ angeboten wurde. Ein Deal, der einfach zu gut um wahr zu sein war, denn das 240W Ladegerät brachte gerade einmal 10W.

„240W Ladegerät“ für 3€ von Aliexpress?!

Heute soll es erneut um einen auf den ersten Blick sehr guten Deal gehen und zwar das Elough TE-FC3 65 W Ladegerät mit ausziehbarem USB C Kabel.

Dieses bekommst du für +- 5€. Für ein 65W Ladegerät ein auf den ersten Blick sehr guter Deal. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dieses Ladegerät überzeugen?

 

Das Elough TE-FC3 65 W Ladegerät im Test

Auf den ersten Blick ist das TE-FC3 leider etwas enttäuschend. So ist die Haptik des Ladegerätes „mäßig“.

Der verwendete Kunststoff ist sehr einfach, genau wie die Verarbeitung. Dabei wirkt das Ladegerät verdächtig leicht.

So bringt dieses gerade einmal 71,8 g auf die Waage, für ein 65W Modell wäre dies ziemlich leicht. Auch die Abmessungen sind mit 52 x 53 x 30 mm extrem kompakt, falls die Leistungsangabe stimmt.

 

Ausziehbares Kabel

Das interessanteste Merkmal, neben der Leistung von angeblich 65W, ist das ausziehbare USB C Kabel.

Im TE-FC3 ist ein ca. 65 cm USB C Ladekabel integriert, welches sich auf Wunsch ausziehen lässt.

Der Mechanismus ist nicht ganz so hochwertig wie bei anderen Modellen, funktioniert aber.

 

Anschlüsse

Neben dem integrierten USB C Kabel haben wir noch einen USB C und USB A Port.

  • Kabel – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB C – 20 W – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
  • USB A – 18W QC3.0 – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Hier sehen wir auch das erste Mysterium, woher kommt die 65W Angabe?! Laut meinen Messgeräten bietet sowohl das USB C Kabel wie auch der USB C Port eine Leistung von maximal 20 W nach dem USB PD Standard.

Der USB A Port bietet 18 W nach Quick Charge. Selbst zusammengerechnet sind dies keine 65 W.

Laut Aufdruck soll das USB C Kabel 5V/3A, 9V/2,78A, 12V/2,08A bieten, aber das kann ich nicht bestätigen.

 

Alle zusammen?

Aber was ist, wenn wir alle Ports gleichzeitig nutzen? Kommen wir dann wenigstens auf 20 + 20 + 18 W?

Die Antwort ist nein! Nutzt du mehr als einen Port auf einmal, schaltet das Ladegerät alle Schnellladestandards ab und drosselt sich auf 5V.

Effektiv kann das Ladegerät also maximal 20 W liefern, egal wie viele Ports du nutzt.

 

Effizienz

Du solltest dieses Ladegerät nicht kaufen. Dennoch habe ich die Effizienz der maximalen Leistung von 20W gemessen.

Diese schwankte zwischen rund 82% im Minimum und 85% im Maximum. Weniger furchtbar als ich erwartet hätte, aber auch alles andere als fantastisch.

 

Fazit

Elough TE-FC3, nicht kaufen! Mehr brauchst du hier nicht wissen. Dieses Ladegerät wird mit 65W beworben und konnte bei mir im Test gerade einmal 20W liefern.

Dabei wirkt das Ladegerät auf mich sehr minderwertig und billig.

+- 5€ für 20 W Leistung ist auch gar nicht mehr so ein „krasser“ Deal. Du bekommst ein Ikea 20W Ladegerät, welches technisch besser sein wird, für 4€.

Schade! Ein weiteres Ladegerät aus der Kategorie zu gut um wahr zu sein.

 

Test: Thermal Master Thor 001 Wärmebildkamera (vs. Bosch GTC 400 C)

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Ich hatte mir vor Jahren für Techtest die Bosch GTC 400 C Wärmebildkamera gekauft, welche mit über 700 € eine große Investition war. Allerdings gab es lange Zeit einfach kaum gute und günstigere Wärmebildkameras.

Mittlerweile gibt es aber einige interessante asiatische Hersteller wie HIKMICRO oder Thermal Master. Besonders spannend bei diesen Herstellern sind die kleinen Wärmebildkameras, die sich an das Smartphone anstecken lassen.

Diese bieten für +- 200 € eine überraschend gute Qualität. Aber was, wenn du nach einem Standalone-Gerät suchst?

Thermal Master bietet mit der Thor 001 eine “professional-grade” Wärmebildkamera an, welche unter anderem mit einer besonders hohen Auflösung von 512 × 384 punkten soll.
Diese ist dabei mit rund 500 € zwar durchaus in einer gehobenen Preisklasse unterwegs, verglichen mit den Ansteck-Modulen, aber für einen professionellen Nutzer ist die Thor 001 fast schon ein Schnäppchen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist die Thermal Master Thor 001 auch verglichen mit der Bosch GTC 400 C? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die Thermal Master Thor 001 im Test

Bei der Thermal Master Thor 001 handelt es sich um eine recht typische handgehaltene Wärmebildkamera.

Diese richtet sich ganz klar an professionelle Nutzer. So ist die Kamera nicht nur recht robust gebaut, sondern wird auch in einer “gepolsterten” Box geliefert.
Dabei ist sowohl der Bereich um das Display als auch um den Sensor recht dick mit Gummi “gepolstert”, um einen Sturzschutz sicherzustellen. Und ja, die Kamera wirkt sehr robust und gut gebaut.

Auf der Front finden wir den Sensor mit einer integrierten Abdeckung, um diesen zu schützen.

Auf der Rückseite haben wir das 3,5-Zoll-Display, wie auch die Tasten zur Steuerung.
Die Tasten der Wärmebildkamera sind vergleichsweise groß und stark abgehoben. Dies hilft bei der Bedienung mit Handschuhen.

Auf der Oberseite haben wir einen microSD-Kartenslot wie auch den USB-C-Port der Kamera. Beides ist unter einer Klappe geschützt. Ein offizielles IP-Rating konnte ich leider aber nicht finden.

Der USB-C-Port wird auch genutzt, um die Kamera zu laden. Eine Ladung reicht für ca. 8 Stunden Nutzung. Dies ist eine gute Laufzeit, aber im Gegensatz zur Bosch GTC 400 C ist der Akku nicht tauschbar.

 

Die Technik

Das Wichtigste ist aber natürlich die Technik. Thermal Master wirbt bei der Thor 001 mit einer 512 × 384 Auflösung des Wärmebilds. Dies ist für eine Wärmebildkamera sehr viel!
Allerdings ist das auch nicht ganz richtig, denn die eigentliche Auflösung liegt bei 256 × 192 Punkten. Allerdings wird das Wärmebild hochskaliert auf 512 × 384, was auch durchaus gut funktioniert.

Zum Vergleich:

  • Thermal Master Thor 001 – 256 × 192 bzw. 512 × 384
  • Bosch GTC 400 C (ca. 700 €) – 160 × 120
  • Bosch GTC 600 C (ca. 1000 €) – 160 × 120
  • FLIR E4 (ca. 200 €) – 80 × 60
  • FLIR E96 (ca. 12.000 €) – 640 × 480
  • Fluke TiS20+ (ca. 1900 €) – 120 × 90
  • Fluke TiS60+ (ca. 4000 €) – 320 × 240

Dies einfach nur, um der Auflösung etwas Kontext zu geben. Allerdings setzen auch viele “Mini”-Wärmebildkameras im Preisbereich um 300 € auf einen Sensor mit 256 × 192 Punkten Auflösung. Es kann hier angenommen werden, dass es sich um den gleichen Sensor mit einer anderen Linse handelt.

Dabei wirbt Thermal Master mit einem Messbereich von –20 °C bis 550 °C, was erfreulich groß ist. Dabei soll die Wärmebildkamera mit einer Genauigkeit von +- 1,5 % arbeiten, was ebenfalls sehr beeindruckend wäre.

 

Mit Makro-Aufsatz

Mit im Lieferumfang der Thor 001 liegt eine Makrolinse. Diese Linse/Aufsatz erlaubt es dir, auch kleinere Komponenten mit hoher Bildschärfe zu überwachen.

Ohne die Makrolinse ist die Wärmebildkamera primär für mittelgroße Geräte wie Heizungsanlagen usw. geeignet.

 

Standalone oder mit App

Grundsätzlich lässt sich die Thermal Master Thor 001 komplett Standalone nutzen! Du schaltest die Kamera ein, machst ein Wärmebild und dieses wird einfach auf der eingesetzten microSD-Speicherkarte gesichert.

Am PC kannst du die Wärmebilder einfach als JPG aufrufen, erneut ist keine weitere Software erforderlich, wenn du die Bilder nicht weiter bearbeiten willst.
Also du kannst die Thor 001, wenn du willst, komplett ohne Software, App, Internet, Registrierung usw. nutzen.

Wenn du willst, kannst du die Kamera aber natürlich auch mit deinem Smartphone verbinden, um dort beispielsweise auch die Bilder im Nachhinein zu bearbeiten.

 

Messgenauigkeit?

Aber wie steht es um die Messgenauigkeit? Dies ist nicht ganz einfach immer zu beurteilen. So habe ich immer die Bosch GTC 400 C als Referenz, aber wie genau ist die Bosch?
Im Folgenden habe ich das Druckbett meines Bambu Lab H2C auf 40, 60, 80, 100 und 120 Grad geheizt. Natürlich ist auch hier die Frage, wo der H2C seine Temperatur misst, denn diese ist nicht komplett gleichmäßig.

Aber es gibt uns ein gewisses Ziel und eine Referenz, in welchem Temperaturbereich die Messung sein sollte.

Wichtig! Ich konzentriere mich hier auf die Maximal-Temperatur und nicht auf die Mittelpunkt-Messung. Dies sollte sicherstellen, dass beide Kameras die gleiche Stelle im Wärmebild „anzielen“.

 

Grundsätzlich bieten beide Wärmebildkameras ähnliche Messwerte. Allerdings misst die Thermal Master Thor 001 tendenziell etwas niedrigere Temperaturen als die Bosch GTC 400 C.

Allerdings liegen die Hot-Spot-Temperaturen der Thermal Master Thor 001 dichter an der Zieltemperatur des 3D-Druckers.

Auch bei anderen Messungen liegen beide Wärmebildkameras dicht beieinander, sind aber nicht immer identisch. Bei einer Stichprobe war die Thermal Master im Vergleich zu einem IR-Thermometer etwas dichter dran.

Am Ende muss ich klar sagen: Wärmebildkameras sind alle nie zu 100 % akkurat. Aber tendenziell sehe ich die Thermal Master Thor 001 fast etwas vor der Bosch GTC 400 C.
Dies gilt gerade bei mittleren oder höheren Distanzen! Hier verliert die Bosch sehr stark an Präzision und die Werte werden ungenau.
Die Thermal Master Thor 001 schlägt sich hier ein Stück besser und liefert auch auf Mitteldistanz noch saubere Ergebnisse.

Wie kommt’s? Ich vermute, dies liegt einfach an der höheren Auflösung der Thermal Master, welche gerade auf Distanz hilft, kleine Hitze- oder Kälte-Punkte zu finden, welche von der Bosch verschluckt werden.

 

Etwas langsamer beim Starten

Beim Vergleich mit der Bosch GTC 400 C gibt es einen Punkt, der mir zugunsten der Bosch aufgefallen ist. Dies wäre die Startzeit.

  • Thermal Master Thor 001 – 26 Sekunden
  • Bosch GTC 400 C – 6 Sekunden

Du kannst sehen, wie viel schneller die Bosch verglichen mit der Thermal Master startet.

 

Fazit

Mit der Thor 001 liefert Thermal Master eine Wärmebildkamera ab, die sich klar an anspruchsvolle Anwender richtet und dort auch überzeugt. Du bekommst ein robustes Standalone-Gerät, das ohne App-Zwang, Cloud oder Registrierung sofort einsatzbereit ist und dabei eine Bildqualität liefert, die in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist. Gerade die höhere effektive Auflösung macht sich in der Praxis bemerkbar, vor allem auf mittleren Distanzen, wo Details sichtbar bleiben, die ältere Modelle schlicht verschlucken.

Auch bei der Messgenauigkeit hinterlässt der Thor 001 einen sehr guten Eindruck. Absolut perfekt ist keine Wärmebildkamera, doch im direkten Vergleich bewegt sich die Thermal Master mindestens auf Augenhöhe zur Bosch GTC 400 C. Die mitgelieferte Makrolinse erweitert den Einsatzbereich zusätzlich und macht die Kamera auch für feinere Arbeiten interessant.

Kritikpunkte gibt es trotzdem: Die lange Startzeit ist im Alltag spürbar und der fest verbaute Akku dürfte nicht jedem gefallen. Auch ein offizielles IP-Rating hätte dem professionellen Anspruch gut zu Gesicht gestanden. Das sind aber Punkte, die den Gesamteindruck nicht entscheidend trüben.

Unterm Strich bekommst du mit der Thermal Master Thor 001 eine sehr leistungsfähige Wärmebildkamera, die preislich deutlich unter klassischen Pro-Geräten liegt, sich in der Praxis aber erstaunlich nah an diese heranschiebt. Ich denke, die größte Konkurrenz für die Thor 001 sind aber die Smartphone-Module, welche oftmals nochmals eine +- gleiche Messqualität zu einem nochmals günstigeren Preis bieten. Dies sind dann aber keine Standalone-Geräte mehr.

Akkusauger unter 200 €: Wie gut ist der Hoover HF1 Plus?

Für einen Akku-Staubsauger kannst du unheimliche Mengen Geld ausgeben! Es gibt natürlich auch günstigere Modelle, aber diese stammen in der Regel von irgendwelchen No-Name-Herstellern.

Allerdings bietet auch der bekannte Hersteller Hoover einige günstigere Modelle an. Dazu gehört auch der HF1 Plus, welchen du für unter 200 € bekommst.

Auf den ersten Blick haben wir hier auch einen interessanten Akkusauger. Dieser soll eine Leistung von ordentlichen 165 W bieten, bis zu 45 Minuten Laufzeit und eine ANTI-TWIST-Bodenbürste mit LED-Beleuchtung.

Aber wie gut kann ein Akkusauger für unter 200 € sein? Versuchen wir diese Frage im Test zu klären!

An dieser Stelle vielen Dank an Hoover für das Zurverfügungstellen des HF1 Plus in der „Pet Flexi“-Version für diesen Test.

 

Verschiedene Versionen

Wie bei vielen Staubsaugern üblich gibt es auch den Hoover HF1 Plus in verschiedenen Versionen.

Diese Versionen unterscheiden sich primär beim Zubehör.

So habe ich hier die „Pet Flexi“-Version, welche über eine zusätzliche Polster-Turbo-Bürste und ein knickbares Gelenk für ein einfacheres Reinigen unter Möbeln verfügt.
Brauchst du dies nicht, dann kannst du auch zur normalen Version des Hoover HF1 Plus greifen und etwas Geld sparen.

 

Der Hoover HF1 Plus „Pet Flexi“ im Test

Der HF1 Plus setzt auf ein recht klassisches Design für einen einfachen Akkusauger. So handelt es sich hier zunächst um einen Handstaubsauger, welcher sich mit verschiedenen Aufsätzen und vor allem einer Verlängerung nutzen lässt.

Hierdurch ist dieser voll als Bodenstaubsauger-Ersatz einsetzbar.

Dabei besitzt dieser einen länglichen 0,7-l-Schmutzauffangbehälter unterhalb des Handgriffs. Dieser lässt sich für ein einfaches Entleeren abnehmen.

Sofern du diesen nicht zu sehr füllst, funktioniert auch das Entleeren über eine Klappe am unteren Rand problemlos. Bei einer zu starken Füllung kann sich Schmutz und vor allem Haare an der Seite zwischen Behälter und Zyklon verklemmen. Kein Drama, der Zyklon-Einsatz lässt sich herausnehmen, aber hier ist eventuell etwas „Schmutzkontakt“ nötig. Mit 0,7 l ist der Schmutzauffangbehälter nicht riesig, eher etwas auf der kleineren Seite, aber für einen Ein-Personen-Haushalt/kleine Wohnung sicherlich ausreichend.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik ist „einfach“. Der Sauger ist zwar an sich ausreichend stabil, aber es ist schon klar zu merken, dass dieser etwas günstiger ist.
So ist dieser vergleichsweise leicht und einfach gebaut, was aber auch ein Vorteil sein kann.

 

Bis zu 45 Minuten Laufzeit?

Hoover wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu 45 Minuten. Dies stimmt auch ungefähr, allerdings ist das ohne Bodenbürste.

Mit Bodenbürste im Standardmodus konnte ich eine Laufzeit von rund 29 Minuten messen.
Mit Bodenbürste im Turbomodus sinkt die Laufzeit massiv auf rund 13 Minuten.
Beides sind aber akzeptable Werte. Ich denke, eine kleine Wohnung ist in der Zeit problemlos zu saugen.

 

Sehr einfaches (aber funktionierendes) Filtersystem

Beim Filter merken wir schon die Preisklasse, in der wir uns mit dem HF1 Plus bewegen. So würde ich diesen Sauger nicht für Allergiker empfehlen!
Der HF1 Plus besitzt keinen „richtigen“ Feinstaubfilter. Wir haben einen einfachen Zyklon mit Schaumstofffilter.

Schaumstofffilter sind ausreichend, um den üblichen Hausstaub usw. herauszufiltern. Allerdings können diese keine Allergene oder Mikropartikel filtern.

Im Gegenzug lassen sich solche Schaumstofffilter gut auswaschen und sind günstig im Nachkauf. Zudem reduzieren diese die Motorleistung weniger als richtige Feinstaubfilter, vor allem wenn diese schon etwas zugesetzt sind.

In der Praxis filtert der HF1 Plus ausreichend gut. Staub usw. wird natürlich zurückgehalten, genau wie Haare. Letztere werden schon vom Zyklon zu 99 % gefiltert.
Allerdings ist der HF1 bei Feinstaub oder extrem kleinen Partikeln weniger effektiv.

 

Saugleistung

Die wichtigste Frage ist aber: Wie gut saugt der HF1 Plus? Bisher war ich ja durchaus etwas kritisch, aber an der Saugleistung gibt es nichts zu bemängeln.
Der HF1 Plus hat durchaus eine sehr ordentliche Leistung! Wir haben einen vergleichsweise hohen Luftdurchsatz und eine fähige Bodenbürste.

Letztere ist zwar nicht „außergewöhnlich“, aber macht in dieser Preisklasse einen guten Job. Die Borsten haben eine gut gewählte Härte und der Motor ist kräftig genug, auch bei flauschigeren Teppichen nicht hängen zu bleiben.

Allerdings saugt sich die motorisierte Bodenbürste auch nicht extrem stark am Boden an. Diese hat an der Front recht große Schmutzeinlässe. Hierdurch kann der HF1 Plus recht gut auch gröberen Schmutz saugen, kommt aber in Teppichen eventuell nicht ganz so tief.

Grundsätzlich haben wir auf glatten Böden eine ziemlich perfekte Saugleistung. Haare, Staub, aber auch feinere Partikel werden sauber aufgenommen.
Auch auf Teppichen ist die Saugleistung gut, selbst in Kombination mit Tierhaaren. Gut, aber auch nicht perfekt. Ich würde sagen, 90 %+ der Tierhaare werden nach 1–2x Überfahren aufgenommen.

Allerdings „frisst“ sich der HF1 Plus auch nicht so tief in Teppiche wie einige „High-End“-Modelle.
Dennoch: In dieser Preisklasse ist der HF1 Plus ein überdurchschnittlich guter Allrounder.

 

Mit LED-Beleuchtung

An der Bodenbürste des HF1 Plus findet sich eine LED-Leiste, welche den zu saugenden Bereich beleuchtet.
Das mag im ersten Moment wie ein Gimmick wirken, ist aber in der Praxis tatsächlich ein sehr nützliches Feature!

 

Fazit

Der Hoover HF1 Plus ist ein solider Akkustaubsauger für kleinere Wohnungen oder als 2. Modell.
Dies ist ganz klar ein einfacherer Staubsauger, der auch nicht perfekt ist. Die Filterung ist eher einfach und auch die Haptik „auf eine gute Preis/Leistung“ ausgelegt.

Allerdings: Was die Saugleistung angeht, gibt es nichts zu meckern. Der HF1 Plus schlägt sich hier überdurchschnittlich gut für seine Preisklasse, egal ob nun auf Teppichen oder glatten Böden. Ist die Saugleistung mit 500 €+ Modellen vergleichbar? Nein, aber er macht einen guten Job und würde für mich glatt schon ausreichen – und das trotz meiner Hunde.

Hinzu kommt eine solide Akkulaufzeit mit ca. 30 Minuten.

Kurzum, du darfst zwar vom HF1 Plus keine Wunder erwarten, aber für einen kleinen Singlehaushalt, Studenten oder als 2. Sauger ist dieser absolut geeignet, sofern du kein Allergiker bist.