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Epson EcoTank ET-8500 im Test: Oberklasse-Fotodrucker mit günstigen Folgekosten

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Wenn du nach einem Oberklasse-Fotodrucker suchst, der dir im Unterhalt nicht die Haare vom Kopf frisst, wirst du vielleicht über die Epson-EcoTank-ET-8500-Serie stolpern.
Epsons EcoTank-Serie ist eine hervorragende Wahl, wenn es um günstige Tinte geht. Anstelle dessen, dass hier Patronen genutzt werden, füllst du flüssige Tinte in Tanks.

Diese ist um einiges günstiger (im Anbetracht der Menge) als reguläre Patronen, und es gibt kein DRM-System. So nutze ich beispielsweise den Epson EcoTank ET-2875 und kann daher aus erster Hand die Ergiebigkeit dieses Systems bestätigen.

Der ET-8500 stellt hier nun eines der Oberklassemodelle dar, welches speziell für das Drucken von Fotos gemacht und gedacht ist.

So verfügt der EcoTank ET-8500 über ein 6-Farbensystem, was für eine besonders gute Fotodruckqualität sorgen soll. Hinzu kommen weitere Features wie die Möglichkeit, bis zu 2 Meter lange Bilder zu drucken, WLAN, LAN usw.

Wollen wir uns den EcoTank ET-8500 doch einmal im Test ansehen und wie dieser sich auch im Vergleich zum deutlich günstigeren EcoTank ET-2875 schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Epson für das Ausleihen des ET-8500 für diesen Test.

 

Der Epson EcoTank ET-8500 im Test

Bei dem Epson EcoTank ET-8500 handelt es sich um einen etwas größeren DIN-A4-Multifunktionsdrucker.

So misst dieser 403 × 162 × 369 mm und verfügt beispielsweise über 2 Papierfächer/Kassetten, eine Duplex-Einheit wie auch den typischen A4-Flachbettscanner auf der Oberseite.

Epson setzt dabei auf ein modernes und schlichtes Design in einem schicken Weiß.
Zur Steuerung findet sich ein vergleichsweise großes LCD-Touchdisplay auf der rechten Seite, über der Anzeige für die Füllstände der Farben.

Der Touchscreen ist gelungen und die Benutzeroberfläche nutzerfreundlich. So erlaubt der Touchscreen auch das direkte Fotodrucken von angeschlossenen Speichermedien. Für letztere haben wir einen USB-Port wie auch einen SD-Kartenslot auf der Front.

Auf der Rückseite finden wir den typischen USB-B-Anschluss für die Verbindung zu einem Computer. Natürlich kannst du den EcoTank ET-8500 auch via WLAN mit deinem Netzwerk verbinden und dann von allen Geräten aus drucken (auch AirPrint wird unterstützt). Neben WLAN verfügt der ET-8500 sogar noch über einen LAN-Port. Bei mir war allerdings die WLAN-Verbindung problemlos.

 

Super einfache Einrichtung über die App

Du kannst den Epson EcoTank wahlweise via USB direkt mit einem PC verbinden oder über WLAN/LAN mit deinem Netzwerk verbinden. Die WLAN-Verbindung ist deutlich flexibler, denn so ist ein Drucken von allen Geräten in deinem Netzwerk möglich.

Aber wie wird der Drucker eingerichtet? Erfreulicherweise war dies um einiges einfacher, als ich befürchtet hatte!

Mein Tipp: Lade dir die Epson Smart Panel App auf dein Smartphone herunter.
Die Epson Smart Panel App führt dich durch die komplette Einrichtung des Druckers – vom Einfüllen der Farbe über die Kalibrierung bis hin zur Einbindung in dein WLAN. Dies dabei auch auf eine sehr freundliche und klare Art.

Nachdem der Drucker in deinem Netzwerk eingebunden ist, lässt er sich dann über jeden Computer in deinem Netzwerk ansteuern.

 

Drucken vom Smartphone?

Über die Epson Smart Panel App kannst du auch problemlos von deinem Smartphone aus auf dem EcoTank ET-8500 drucken.

Dies hat bei mir auch absolut ohne Probleme von meinem Android-Smartphone funktioniert.

Für Apple-Nutzer unterstützt der Drucker auch AirPrint.

 

EcoTank-Design

Das Highlight am ET-8500 ist das „EcoTank“-Design. Anstelle von Patronen besitzt der ET-8500 sechs Tanks mit Farbe. Diese werden mit Flaschen gefüllt und fassen jeweils ca. 60–65 ml.

Insgesamt haben wir also rund 360 ml Farbe im Drucker – was ziemlich viel ist! In einer normalen Druckerpatrone sind vielleicht 10 ml.

Entsprechend wirbt Epson auch mit „bis zu 2.300 hochwertigen Fotos mit nur einem Satz Tintenflaschen“. Ob dies nun stimmt, kann ich nicht genau sagen, aber einige Hundert oder sogar Tausende Seiten sind absolut plausibel bei dieser Menge Tinte.

Das Wichtige ist aber auch der Preis der Tinte. Original kostet die Tinte ca. 13–16 € pro Flasche, ein Satz also im Worst Case 96 € für „bis zu 2.300 Seiten“.

Du bekommst aber auch Nachbautinte für ca. 20 € für einen Satz. Ob diese so gut ist wie das Original, lassen wir mal dahingestellt, aber wenn es so richtig günstig sein soll, ist das möglich.

Wichtig: Auch das Einfüllen ist absolut problemlos und komplett sauber!

 

Maintenance Box!! (Resttintenbehälter)

Im ET-8500 gibt es noch eine Überraschung. In jedem Tintenstrahldrucker gibt es immer einen Restfarbschwamm. Dort wird überschüssige Farbe hineingepumpt.

Oftmals lässt sich dieser nicht tauschen! Wenn voll, dann ist der Drucker effektiv Müll! Gerade bei günstigeren Modellen limitiert dieser teils die Lebensdauer.

Beim ET-8500 gibt es hingegen eine Box, die du selbst tauschen kannst. Sollte also hier der Resttintenbehälter voll sein: Kein Problem, kannst du tauschen.

 

Randloses A4-Fotodrucken

Erfreulicherweise unterstützt der Epson EcoTank ET-8500 das randlose Drucken von A4-Fotos (und kleiner).

Theoretisch kann der ET-8500 sogar Banner mit einer Länge von bis zu 2 Metern drucken (in der A4-Höhe), was ich aber mangels entsprechendem Papier nicht getestet habe.

 

Druckqualität auf höchstem Niveau

Darüber, dass der ET-8500 sauber Briefe auf normalem Papier drucken kann, brauchen wir nicht sprechen. Das schaffen auch günstige Modelle tadellos.

Hierfür lohnt es sich nicht, einen Drucker wie den EcoTank ET-8500 zu kaufen.
Dieser lohnt primär für Fotos und Ähnliches. Hierfür ist er gemacht und kann seine Stärken ausspielen.

Mit gutem Fotopapier kann der EcoTank ET-8500 Ergebnisse erzielen, die über den Sofort-Drucken der Discounter liegen. Die Ergebnisse des EcoTank ET-8500 sind eher mit professionellen Fotolaboren wie Saal-Digital usw. vergleichbar!

Kurz gesagt: Die Drucke sind fantastisch! Ich habe für diesen Test einige meiner eigenen Drucke auf A4 angefertigt und war begeistert.

Farben sind absolut herausragend, Details spitzenklasse und die generelle Textur des Drucks wahnsinnig gut.

Die Drucke des EcoTank ET-8500 haben selbst bei genauer Betrachtung nicht diesen Tintenstrahldrucker-Look, sondern sehen wie professionelle Abzüge aus. Der EcoTank ET-8500 liefert klar die beste Qualität, die ich jemals bei einem Tintenstrahldrucker gesehen habe!

 

Vergleich Druckqualität mit dem ET-2875

Aber wie steht es im direkten Vergleich mit dem ET-2875 aus? Der ET-2875 ist auch ein Modell aus der EcoTank-Serie, welches aber mit rund 200 € signifikant günstiger ist.

Spiegelt sich der Unterschied im Preis auch bei der Druckqualität wider? Die Antwort ist: „Natürlich nicht in diesem Ausmaß.“

In der Praxis ist beim Fotodrucken der größte Unterschied, dass der ET-8500 A4 randlos drucken kann, der ET-2875 nicht.

Aber auch bei der Druckqualität sind leichte Unterschiede zu erkennen. Schärfe und Detaildarstellung sind ca. identisch.

Allerdings hat der ET-8500 eine etwas andere Farbabstimmung, welche noch näher am Original ist. Dies fällt aber wirklich nur im direkten Vergleich auf.

Wo der ET-8500 auch etwas die Nase vorn hat, ist bei Schattierungen und Grau-Abstufungen. Diese sind hier etwas feiner und sauberer als beim ET-2875.

(Scans/Vergleich zum Original)

ET-8500
ET-2875
Original Bild

 

ET-8500
ET-2875
Original Bild

Unterm Strich also wirklich kein gewaltiger Unterschied bei der Druckqualität, was schon zeigt, wie stark auch der ET-2875 ist, aber im Detail hat der ET-8500 doch die Nase vorne. Für höchste Ansprüche ist dieser schon die bessere Wahl.

 

Schönheitsfehler?

Es gab beim Drucken mit dem ET-8500 doch eine kleine Auffälligkeit. Ab und an konnte es passieren, dass die vordere Kante von Fotopapier (A4) „beschmiert“ oder nicht ganz sauber bedruckt wird.

Dies tritt nicht immer auf, aber ich konnte eine Häufung beobachten, wenn im hinteren Schacht beispielsweise nur ein oder zwei Blätter eingelegt sind. Daher mein Tipp: Leg immer etwas mehr Papier/Fotopapier ein, dann trat dieses Problem bei mir nicht auf.

 

Scannen und Kopieren

Bei dem ET-8500 handelt es sich um ein Multifunktionsgerät. Dieses kann also auch kopieren und scannen.

Der Scanner hat eine Auflösung von 1.200 dpi × 4.800 dpi. Über die Epson-Scan-2-App für den PC kannst du aber die Auflösung auf bis zu 9.600 dpi hochskalieren.

Wichtig! Du willst die Epson-Scan-2-Anwendung nutzen und nicht die Windows-eigene Scan-Anwendung. Letztere liefert eine deutlich schlechtere Qualität.

Aber wie gut ist die Scanqualität?

Hervorragend!

Der Scanner liefert sowohl für Fotos wie auch für Dokumente eine hervorragende Scanqualität. Viel besser geht es in dieser Klasse nicht.

Kleine Anmerkung, du kannst über den Drucker selbst auch auf beispielsweise USB Sticks Scannen.

 

Wie lange dauert ein Scan?

Folgende Werte konnte ich im Foto-Modus messen:

  • 200 dpi – 23 Sekunden
  • 600 dpi – 40 Sekunden
  • 1200 dpi – 128 Sekunden
  • 2400 dpi – 240 Sekunden

Wahnsinnig schnell ist der ET-8500 damit nicht, aber an der Qualität gibt es nichts zu bemängeln.

 

Druckdauer

Epson wirbt beim ET-8500 mit folgenden Werten bei der Druckgeschwindigkeit:

  • „16 Seiten/Min Schwarzweiß, 12 Seiten/Min Farbe (ISO/IEC 24734)“
  • „32 Seiten/Min Schwarzweiß (Normalpapier), 32 Seiten/Min Farbe (Normalpapier)“

Ich habe offen gesagt keine Ahnung, wie Epson auf diese Werte kommt. Bei mir war der ET-8500 ein tendenziell eher langsamer Drucker!
Im Folgenden siehst du Werte, die ich beim Drucken von SW-A4-Seiten (komplett mit Text gefüllt) messen konnte. Ich habe hier 10 Seiten gedruckt und die Zeit gestoppt vom Moment, in dem ich auf „Drucken“ klicke, bis die letzte Seite fertig ist:

  • Entwurf – 120 Sekunden (12 s pro Seite)
  • Standard – 122 Sekunden (12,2 s pro Seite)
  • Stark – 349 Sekunden (34,9 s pro Seite)

Dies ist nicht langsam, aber ein besonders schneller Drucker ist der ET-8500 damit auch nicht.

Selbiges gilt fürs Fotodrucken. Beim Drucken eines Fotos bei maximaler Qualität auf Epson-Fotopapier (A4) dauerte ein Druck bei mir ca. 4 Minuten!

Allerdings ist das gar nicht so ein furchtbarer Wert, der ET-2875 braucht mit den gleichen Einstellungen sogar noch etwas länger.

Dennoch: Geht’s dir ums schnelle Drucken von großen Mengen Dokumente, dann wäre der ET-8500 nicht meine erste Wahl.

 

Fazit zum Epson EcoTank ET-8500

Wenn du einen Fotodrucker suchst, der in puncto Qualität richtig abliefert und gleichzeitig deine Druckkosten niedrig hält, dann ist der Epson EcoTank ET-8500 eine hervorragende Wahl.

Der 6-Farb-Druckkopf, das randlose A4-Drucken und die beeindruckend gute Fotoqualität heben ihn klar von normalen Multifunktionsdruckern ab. Gerade bei Farben, Schattierungen und der generellen Anmutung der Fotos spielt der ET-8500 in der absoluten Oberklasse und liegt qualitativ nah an professionellen Laborabzügen.

Die Einrichtung geht mit der Epson Smart Panel App erfreulich einfach von der Hand, der Scanner liefert hervorragende Ergebnisse, und das EcoTank-System bleibt weiterhin ein unschlagbarer Vorteil, wenn du viel druckst und dabei nicht arm werden willst. Auch die tauschbare Maintenance Box ist ein Pluspunkt für die Langlebigkeit.

Kritikpunkte gibt es dennoch: Die Druckgeschwindigkeit ist eher gemütlich, und der gelegentliche „Schmierer“ bei zu wenig Papier im Schacht kann nerven, auch wenn er sich leicht vermeiden lässt. Für große Mengen Textdokumente ist der ET-8500 daher weniger ideal.

Angebot
Epson EcoTank ET-8500 Tintentankdrucker | Fotodruck...

Pro

  • Hervorragende Fotoqualität

  • Randloses A4-Fotodrucken

  • Sehr günstige Druckkosten dank EcoTank-System

  • 6-Farb-Druckkopf für bessere Farbabstufungen

  • Einfache Einrichtung über die Epson Smart Panel App

  • Guter Scanner

  • Tauschbare Maintenance Box (verlängert Lebensdauer)

  • LAN, WLAN & AirPrint

  • Sauber und einfach zu befüllende Tintentanks

Kontra

  • Relativ langsame Druckgeschwindigkeit

  • Gelegentlicher „Schmierer“ bei wenig Papier im hinteren Fach

  • Hoher Anschaffungspreis

Unterm Strich bekommst du mit dem Epson EcoTank ET-8500 aber einen exzellenten Fotodrucker, der vor allem dann überzeugt, wenn dir höchste Bildqualität wichtiger ist als pure Geschwindigkeit. Wenn du regelmäßig Fotos druckst und Wert auf niedrige Folgekosten legst, wirst du mit diesem Modell sehr glücklich werden.

Das QNAP TVR-AI200 im Test, NVR System mit KI Gesichtserkennung

Videoüberwachung ist ein Thema, das immer wichtiger wird. Viele Hersteller bieten hier eigene Ökosysteme und Lösungen an.

Allerdings gibt es auch Lösungen, welche die zentrale Speicherung und Auswertung von Überwachungskameras verschiedener Hersteller erlauben. Beispielsweise bieten viele NAS-Systeme eine entsprechende NVR-Funktionalität an.

Allerdings bieten einige NAS-Hersteller auch gesonderte Systeme speziell für die Videoüberwachung an. So bietet beispielsweise QNAP das TVR-AI200.

Bei dem QNAP TVR-AI200 handelt es sich um ein NVR-System mit integriertem PoE-Switch und zwei HDD-Slots. Dabei soll dieses auch Funktionen wie eine Personenerkennung bieten.

Wollen wir uns das QNAP TVR-AI200 doch in einem Test etwas näher ansehen.

 

Das QNAP TVR-AI200 im Test

Das TVR-AI200 setzt auf einen recht typischen Formfaktor für ein NVR-System. So würde ich den Formfaktor am ehesten „DVD-Player-ähnlich“ bezeichnen.

So misst dieser 44 × 360 × 333 mm und kann wahlweise auf einem Tisch platziert werden oder mit Rackohren in einem Server-Rack montiert werden.

Dabei ist das Design „unspektakulär“ und ziemlich langweilig.

 

Anschlüsse

Auf der Front besitzt der QNAP TVR-AI200 lediglich einen USB-A-2.0-Port. Deutlich spannender wird es auf der Rückseite.

  • 1x Gbit LAN Uplink
  • 16x Gbit PoE Ports
  • 1x HDMI 1.4
  • 1x USB 2.0
  • 1x USB 3.0

Die große Besonderheit beim TVR-AI200 sind die 16x Gbit LAN Ports auf der Rückseite. Im Kern ist hier ein Switch integriert.

Diese Ports bieten auch PoE, genau genommen PoE+ „802.3at“ mit maximal 25,5 W pro Port. Insgesamt kann der NVR 130 W über diese PoE-Ports bereitstellen.

Der Gedanke ist, dass du hierdurch Überwachungskameras direkt mit dem NVR verbinden kannst.

Neben diesen Anschlüssen haben wir auch einen Gbit Uplink, um auf das System aus dem Netzwerk zugreifen zu können, wie auch HDMI und einige USB-Ports. Über HDMI kannst du direkt einen Monitor verbinden, um Kameras usw. zu beobachten.

 

2x 3,5 Zoll im Inneren

Im Inneren des QNAP TVR-AI200 findest du zwei „Slots“ bzw. Anschlüsse für SATA-Festplatten oder SSDs.

Diese werden hier „fest verbaut“ und lassen sich ohne ein Zerlegen des Gehäuses nicht entfernen, was auch aus Sicht der Sicherheit absolut Sinn macht.

 

KEIN NAS!

Wichtig, das QNAP TVR-AI200 ist nicht neben der NVR-Funktionalität als NAS-System nutzbar. Die Software des TVR-AI200 bietet keine Möglichkeit für das freie Anlegen von freigegebenen Ordnern usw.

 

Bis zu 16 Kameras

Das TVR-AI200 unterstützt grundsätzlich bis zu 16 Kameras. Wichtig: 16 Kameras mit Full-HD-Auflösung.

Kameras mit höheren Auflösungen werden auch unterstützt, aber dann im Maximum entsprechend weniger.

Ich habe für diesen Test zunächst eine Ubiquiti UniFi G5 Turret Ultra verbunden, später auch noch eine Reolink-Kamera.

 

16-Port-Switch

Der Switch im TVR-AI200 kann in zwei Modi genutzt werden. Du kannst diese „separieren“ von deinem restlichen Netzwerk mit eigenem DHCP-Server usw., aber du kannst angeschlossene Geräte auch im Netzwerk verfügbar machen, wie bei einem normalen Switch.

 

„TVR OS (QNE)“

Als Betriebssystem beim TVR-AI200 kommt das QNAP-eigene „TVR OS (QNE)“ zum Einsatz. TVR OS scheint im Kern das bekannte QTS NAS-Betriebssystem zu sein, bei welchem aber alle Apps und Features weggeschnitten sind, die nichts mit der Videoüberwachung oder Funktion als NVR zu tun haben.

Grundsätzlich haben wir hier eine Web-UI, die eher einem „Betriebssystem“ im Webbrowser entspricht. So haben wir hier nach dem Einloggen einen Desktop, Fenster-Manager usw.

Du kannst auch mehrere Fenster auf einmal öffnen usw.

Dabei ist die Benutzeroberfläche grundsätzlich optisch sehr gut gelungen und ansprechend. Sicherlich ist diese etwas komplexer als bei einem 0815-Überwachungssystem, dafür aber auch etwas mächtiger.

 

QVR Surveillance

Im Kern besteht das TVR-AI200 aus zwei Komponenten. Auf der einen Seite haben wir die klassische NVR-Funktionalität, auf der anderen Seite die KI-Features.

Starten wir mit der klassischen NVR-Funktionalität über die QVR Surveillance App.

Diese erlaubt dir zunächst das Verbinden von Überwachungskameras, das Aufzeichnen dieser und das Auswerten der Aufnahmen.

QVR Surveillance hat jetzt erst einmal keine „erweiterten“ Features. Dieser Teil des TVR-AI200 ist sehr klassisch und ohne KI oder Ähnlichem.

Du hast die Wahl aus hunderten Überwachungskameras, wie aber auch die Möglichkeit, universell Modelle via Onvif oder RTSPS zu verbinden.

Einmal verbunden, kannst du einen Zeitplan für die Aufnahme erstellen oder halt dauerhaft aufnehmen.

Nichts Besonderes, alles soweit klassisch.

Dies funktioniert beim TVR-AI200 mit bis zu 16 Kameras (Lizenzen dafür sind inbegriffen). Du kannst auch mehrere Kameras auf einmal live betrachten usw.

Die Aufnahmen werden dabei in 5-Minuten-Häppchen unterteilt und nach Datum/Uhrzeit sortiert. Hier aber ein Kritikpunkt: Das Auswerten und Durchsehen der Aufnahmen ist relativ verworren und kompliziert!

Beispielsweise die Timeline-Ansicht bei UniFi Protect ist um einiges schöner und besser gelöst.

 

QVR Pro Client

Etwas besser und schöner ist vor allem das Auswerten der Aufnahmen über die App (Desktop-App) „QVR Pro Client“ gelöst.

Diese kannst du einfach herunterladen und lokal mit dem NVR verbinden. Dort lassen sich Aufnahmen auch in einer Timeline betrachten, durch Scrollen usw.

Auch kannst du hier die KI-Ereignisse sehen, direkt zu diesen springen usw.

Ich denke, für eine effiziente Nutzung/Auswertung ist der QVR Pro Client mehr oder weniger Pflicht.

 

Die KI-Funktionen

Aber wie es sich für jedes Produkt im Jahr 2026 gehört, hat natürlich auch das TVR-AI200 „KI“. Wobei KI bei der Videoüberwachung auch wirklich sinnvoll sein kann.

Welche KI-Features bringt das TVR-AI200 mit?

  • Gesichtserkennung
  • Personenzählung

Sieht im ersten Moment recht überschaubar aus und leider haben wir z. B. keine Objekterkennung oder so was. Aber gerade die Gesichtserkennung ist recht ausgeprägt.

So wird auf Wunsch jedes Gesicht einer Person erkannt und „mitgeloggt“. Du kannst bekannte Personen hinterlegen und auch beispielsweise eine Benachrichtigung anlegen, wenn Person XYZ auftaucht.

Du kannst auch Benachrichtigungen anlegen, wenn eine „nicht autorisierte“ Person einen Bereich betritt.

Bis zu 1000 Gesichter lassen sich beim TVR-AI200 anlegen.

Zudem kann das TVR-AI200 auch die Personen noch weiter einordnen.

  • Geschlecht
  • Alter
  • Stimmung
  • Maske Ja/Nein

Sehr interessant, gerade dass das NVR auch die Stimmung erkennen kann. Und ja, dies funktioniert auch in einem gewissen Rahmen. Wenn ich recht deutlich mit verzogener Miene auf die Kamera zugehe, wird erkannt, dass ich „Angry“ bin.

Auch die generelle Gesichtserkennung funktioniert gut, wie so oft üblich ist aber im besten Fall ein recht direkter Blick in die Kamera nötig, damit das Gesicht sauber erkannt und zugeordnet werden kann.

Generell ist aber die Gesichtserkennung klar ein Highlight am TVR-AI200.

Es lassen sich auch Berichte anzeigen/erstellen und exportieren, wann wer wie wo gesehen wurde. Praktisch!

Neben der Gesichtserkennung haben wir auch eine „Personen-Erkennung“ und Zählung.

So kannst du eine virtuelle Linie erstellen und alle Personen zählen, welche diese überschreiten. Praktisch für Events oder wenn du mitzählen willst, wie viele Besucher dein Geschäft hatte.

Auch dies lässt sich in Logs exportieren, inklusive Statistiken usw.

 

Maximal 2x KI

Wichtig! Es lassen sich aber nur zwei KI-Anwendungen beim TVR-AI200 anlegen! Heißt, du kannst nur bei 2 Kameras die Gesichtserkennung aktivieren bzw. 1x Gesichtserkennung + 1 Personenerkennung usw.

Dies wird eine Limitierung der Rechenleistung des SoCs sein. Schade.

 

Lokale Konsole

Du kannst einen HDMI-Monitor, Maus und Tastatur mit dem TVR-AI200 verbinden. Dann kannst du deine Aufnahmen bzw. die Live-Ansicht auch direkt am Gerät betrachten und verwalten.

Du hast hier dann den QVR Pro Client, nur dass dieser direkt auf dem NVR läuft ohne zusätzlichen PC.

 

Stromverbrauch und Lautstärke

Der Stromverbrauch des QNAP TVR-AI200 schwankt je nach verbauten Festplatten/Laufwerken und welche PoE-Geräte du angeschlossen hast.

Ich habe das TVR-AI200 mit einer SATA-SSD getestet, wir sehen hier also den „Basis-Verbrauch“. Dieser lag bei mir bei ca. 15 – 16 W. Das ist akzeptabel für ein Gerät dieser Klasse.

Im TVR-AI200 sind Lüfter verbaut. Im Normalbetrieb erzeugt das NVR konstant ein hörbares Surren. Dieses ist aushaltbar, aber ich würde mir das NVR jetzt auch nicht auf meinen Schreibtisch stellen.

 

Fazit zum QNAP TVR-AI200

Das QNAP TVR-AI200 richtet sich klar an dich, wenn du eine zentrale, herstellerunabhängige Videoüberwachung suchst und dabei Wert auf stabile NVR-Funktionalität legst. Besonders der integrierte 16-Port-PoE-Switch ist ein echtes Highlight: Kameras lassen sich direkt und sauber anbinden, ohne zusätzliche Switches oder Netzteile, das spart Platz und Kabel, vor allem bei kleineren Geschäften.

Die klassische NVR-Funktionalität ist solide, aber eher konservativ umgesetzt. Aufnahme, Verwaltung und Kamera-Kompatibilität funktionieren zuverlässig, die Web-Oberfläche wirkt jedoch bei der Auswertung der Aufnahmen etwas komplizierter. Der QVR Pro Client ist hier praktisch Pflicht, wenn du effizient arbeiten möchtest. Positiv ist, dass QNAP diese Möglichkeit überhaupt bietet. Allerdings ist auch der QVR Pro Client nicht die „schönste“ Lösung, die ich jemals gesehen habe.

Die KI-Funktionen sind das spannendste Merkmal des TVR-AI200. Vor allem die Gesichtserkennung überzeugt im Test mit guter Erkennungsrate, umfangreichen Auswertungen und sinnvollen Benachrichtigungsoptionen. Auch die Personenzählung ist praxisnah umgesetzt. Die harte Limitierung auf maximal zwei gleichzeitige KI-Analysen bremst das System allerdings deutlich aus.

Wichtig zu wissen: Das TVR-AI200 ist kein NAS. Wenn du zusätzliche Speicher- oder Serverfunktionen erwartest, bist du hier falsch. QNAP geht bewusst den Weg eines dedizierten Überwachungssystems. Dafür punktet das Gerät mit ordentlichem Stromverbrauch, stabiler Software und der Möglichkeit, es auch direkt per HDMI zu bedienen.

Unterm Strich ist das QNAP TVR-AI200 ein leistungsfähiges, aber spezialisiertes NVR, das vor allem in kleinen bis mittleren Installationen, Büros oder Geschäften seine Stärken ausspielt. Wenn du mit den KI-Limits leben kannst und eine saubere, zentrale Überwachungslösung im klassischen Gewand suchst, bekommst du hier ein durchdachtes Gesamtpaket mit klaren Stärken, aber auch klaren Grenzen.

Ladeanalyse – VIVO X300 Pro, bis zu 90W laden?!

Wir hatten uns bereits vor einer Weile das VIVO X300 Pro im Test angesehen. Hier war es vor allem die Kamera, welche positiv hervorstach.

Allerdings gibt es einen weiteren Punkt, wo die chinesischen Smartphones traditionell sehr stark abschneiden. Das ist beim Ladetempo!

So soll auch das Vivo X300 Pro mit satten 90 W laden können! Rund das Doppelte eines S24 Ultras.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann dieses wirklich mit bis zu 90 W laden und wie lange dauert das Laden?

 

Proprietärer Ladestandard

Natürlich kann das VIVO X300 Pro an jedem x-beliebigen USB-PD-Ladegerät laden. Allerdings dies nur mit stark reduzierter Geschwindigkeit.

Willst du das volle Ladetempo, dann musst du das VIVO-eigene Schnellladegerät und Kabel nutzen!

Als Ladestandard wird hier „Vivo FlashCharge“ genutzt.

Mit dem beiliegenden Ladegerät sind maximal 11 V / 8,2 A möglich. 11 x 8,2 = 90,2, also maximal 90,2 W, die das Ladegerät liefern kann.

 

Maximale Leistungsaufnahme

Was ist aber die wirklich praktisch maximale Leistungsaufnahme des X300 Pro? Sind es wirklich 90 W? Wie verhält sich das Ladegerät an alternativen Ladegeräten?

Im Folgenden siehst du die Spitzenwerte, die ich messen konnte bei einem Akkustand von +- 10 %. Wichtig, es handelt sich hier um die ungefähren Spitzenwerte, diese können in der Praxis leicht schwanken, geben aber eine klare Tendenz vor.

Am originalen Ladegerät konnte ich eine Leistungsaufnahme von maximal 84,5 W beobachten. Allerdings ist dies die Leistungsaufnahme direkt aus der Steckdose, da ein Zwischenschalten eines meiner Messgeräte direkt zu einer reduzierten Leistung führte.

84,5 W aus der Steckdose wird nach Abzug der Effizienz des Ladegerätes bedeuten, dass +- 80 W im Smartphone laden.

Nicht ganz die theoretisch maximalen 90 W, aber 80 W ist schon eine Ansage!

Wie steht es aber um das Schnellladen an universellen USB-Power-Delivery-Ladegeräten? Zunächst ist hier für das VIVO X300 Pro ein Ladegerät mit einer PPS-Stufe sehr wichtig.

Hast du ein USB-Power-Delivery-Ladegerät ohne PPS, ist die Leistungsaufnahme auf +- 11 W limitiert!

Ja, an einem 100-W-USB-PD-Ladegerät ohne PPS lädt das VIVO X300 Pro mit maximal +- 11 W.

Mit PPS sieht es dann aber besser aus. Haben wir eine „bis 3A“-PPS-Stufe wie z. B. 5 – 11 V bei bis zu 3 A oder 5 – 21 V bei bis zu 3 A, sind +- 24 W möglich.

Bei einer bis zu 5-A-PPS-Stufe sind es +- 40 W. Damit spielt es keine Rolle, ob wir eine 5 – 11 V bei bis zu 5 A oder eine 5 – 21 V bei bis zu 5 A PPS-Stufe haben.

Das VIVO X300 Pro holt sich immer +- 8 – 9 V bei dem maximalen Strom, den dein Ladegerät liefern kann.

Aber wir sehen hier dennoch, dass mit einem universellen USB-PD-Ladegerät maximal die halbe Ladegeschwindigkeit möglich ist, verglichen mit dem original FlashCharge-Ladegerät.

 

Ladedauer

Die maximale Ladegeschwindigkeit ist das eine, die andere Frage ist, wie lange kann das VIVO X300 Pro mit 80+ W laden?

Die Antwort ist kaum eine Minute! Der größte Teil des Ladevorgangs verläuft mit 40 – 60 W, was immer noch sehr beeindruckend ist, aber auch nicht mehr ganz so krass, wie die beworbenen 90 W es vermuten lassen.

Eine 5-%-auf-100-%-Ladung dauert knapp unter eine Stunde (0:59 Minuten).

Spannenderweise ist dies +- die gleiche Dauer wie an einem universellen USB-PD-Ladegerät (mit PPS bis 5A).

So dauerte hier das Laden 1:01 h.

Zwar haben wir hier eine deutlich niedrigere Spitzenladegeschwindigkeit, aber dafür auch eine weniger harte Drosselung und ein konstanteres Laden.

Vergleichen wir das mit anderen Smartphones, können wir sehen, dass das Vivo X300 Pro mit seinen 58 Minuten signifikant schneller lädt als alle iPhones, Samsung- und Google-Smartphones, die ich bisher im Test hatte.

Bei einer „auf 60 %“-Ladung sähe der Unterschied sogar noch größer aus.

 

Fazit

Das Vivo X300 Pro zeigt beim Laden eindrucksvoll, warum chinesische Hersteller in diesem Bereich oft die Nase vorn haben. Mit dem originalen FlashCharge-Netzteil erreichst du zwar nicht ganz die beworbenen 90 Watt, aber rund 80 Watt reale Ladeleistung sind mehr als respektabel und sorgen für sehr kurze Ladezeiten. Auch wenn diese Spitzenleistung nur kurz anliegt, bleibt das gesamte Ladetempo auf einem hohen Niveau.

Gleichzeitig wird aber auch klar: Das volle Potenzial schöpfst du nur mit dem proprietären Ladegerät und Kabel aus.

An universellen USB-PD-Ladegeräten, selbst mit PPS, halbiert sich die maximale Ladeleistung deutlich. Interessant ist jedoch, dass die Gesamtladezeit am Ende kaum länger ausfällt, da das Laden konstanter und weniger aggressiv gedrosselt wird.

Unterm Strich bekommst du mit dem Vivo X300 Pro ein Smartphone, das im Alltag extrem schnell wieder einsatzbereit ist und die Konkurrenz von Apple, Samsung und Google klar hinter sich lässt. Wenn dir schnelles Laden wichtig ist und du bereit bist, das originale Ladezubehör zu nutzen, gehört das X300 Pro aktuell zu den überzeugendsten Geräten in diesem Bereich.

 

Maximale Flexibilität! Der Shelly Power Strip 4 Gen4 im Test

Shelly hat mit seinem Power Strip 4 Gen4 eine interessante smarte Steckdosenleiste auf den Markt gebracht.

So verfügt diese über 4 Slots, welche nicht nur individuell gesteuert werden können, sondern auch über eine individuelle Strommessung verfügen.

Hinzu kommt die volle Flexibilität bei der Verbindung: WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter werden unterstützt!

Damit ist der Shelly Power Strip 4 Gen4 derzeit ein ziemlich einmaliges Produkt.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Steckdosenleiste überzeugen? Wie steht es um die Messgenauigkeit und den Leerlaufstromverbrauch? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Shelly für das Zur-Verfügung-Stellen der Steckdosenleiste für diesen Test.

 

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 im Test

Auf den ersten Blick handelt es sich beim Shelly Power Strip 4 Gen4 um 4x Shelly Plug S, die in einem Gehäuse zusammengefasst wurden.

Und dies ist vermutlich auch technisch nicht ganz falsch. Im Kern ist jede Steckdose bei dieser Steckdosenleiste ein einzelnes Modul, mit einer Status-LED im Rahmen und einer seitlichen Taste.

Das Gehäuse besteht dabei aus einem recht einfachen Hochglanz-Kunststoff.

Die Zuleitung ist rund 1,5 Meter lang und setzt im Inneren auf einen 1,5 mm² Aderquerschnitt, was adäquat ist.

Auf der Unterseite finden wir zwei Schraubenlöcher, mit deren Hilfe wir die Steckdosenleiste aufhängen können.

 

12A

Wichtig, jede Steckdose beim Shelly Power Strip 4 Gen4 bietet eine maximale Leistung von 12A, nicht 16A wie ansonsten üblich.

 

WLAN, Bluetooth und Zigbee!

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 unterstützt natürlich WLAN, aber auch Bluetooth und sogar Zigbee!

Du hast hier also volle Flexibilität bei der Verbindung der smarten Steckdosenleiste.

 

4x Smart in 1

Sowohl in der WebUI wie auch in der Shelly App werden die einzelnen Steckdosen des Power Strip 4 Gen4 mehr oder weniger als individuelle Geräte erkannt und gesteuert.

So tauchen in der App nach dem Einbinden 4 Geräte auf, für jede Steckdose eins. Du kannst hierdurch aber alle Steckdosen auch wirklich individuell steuern und verwalten.

Auch in der WEB-UI werden alle 4 Steckdosen einzeln aufgelistet.

An sich ein Aufbau, gegen den ich nichts habe, ganz im Gegenteil, ich finde es super, dass sich jede Steckdose komplett einzeln steuern und überwachen lässt, aber ich hätte es nett gefunden, wenn es in der UI auch einen Tab für alle Steckdosen gemeinsam gäbe, beispielsweise der kombinierte Verbrauch usw.

 

Volle Flexibilität (kein Cloud-Zwang)

Ein großes Highlight an Shelly-Produkten ist deren Flexibilität. Du möchtest die Shelly App nicht nutzen? Kein Problem! Du kannst die Shelly-Steckdosenleiste auch einfach über einen PC oder Notebook einrichten.

So erstellt der Shelly Power Strip 4 Gen4 nach dem ersten Einstecken einen WLAN-Access-Point, in den du dich für die Einrichtung einklinken kannst. Hier kannst du diesen dann in dein heimisches WLAN einloggen.

Auch nach der Einrichtung präsentiert der Power Strip 4 Gen4 eine vollständige und Cloud-unabhängige WebUI.

Entsprechend sollte der Shelly Power Strip 4 Gen4 auch voll funktionsfähig bleiben, sollte der Hersteller mal den Support einstellen.

Du kannst diesen aber auch wie ein klassisches Smart-Home-Produkt nutzen und mit der Shelly App und Cloud verbinden.

 

Die Shelly App

Shelly hat seine Smart-Home-App ein gutes Stück anders aufgebaut als die typischen 0815-Smart-Home-Apps anderer Hersteller.

An sich immer eine Sache, die ich begrüße, aber ich bin kein großer Fan der Shelly App. Aus persönlicher Sicht finde ich diese einfach unübersichtlich und etwas kompliziert.

Klar, die App macht, was du möchtest, aber suchst du ein „möglichst einfaches“ Smart-Home-Erlebnis, bist du bei Herstellern mit der Tuya-Smart-Life-Plattform oder Switchbot besser dran.

So ist die Shelly App sehr verschachtelt und einfach etwas unübersichtlich, gerade wenn du neu in dieser bist. Auch die Steuerung der Produkte selbst über die App ist „komplizierter“.

Dies liegt aber auch daran, dass die Shelly-Produkte einen sehr großen Funktionsumfang haben und es einfach sehr viele Einstellungsmöglichkeiten gibt. So gibt es hier um einiges mehr erweiterte Optionen als bei 0815-Smart-Home-Steckdosen.

Du kannst beispielsweise selbst Skripte schreiben, Dienste wie MQTT oder Websocket nutzen usw.

Natürlich kannst du auch als Smart-Home-Einsteiger Shelly-Produkte und die Shelly App verwenden, aber die Lernkurve ist hier klar etwas höher als bei den 0815-Anbietern.

 

Als Repeater nutzbar

Spannenderweise kannst du auf Wunsch den Shelly Power Strip 4 Gen4 als WLAN-Repeater nutzen!

Die WLAN-Steckdose kann also parallel mit deinem WLAN verbunden sein und ein eigenes WLAN mit von dir wählbarer SSID und Passwort aussenden!

Allerdings sei natürlich dazu gesagt, dass die Geschwindigkeit „überschaubar“ ist. Wir kommen hier praktisch auf ca. 10 Mbit Up/Download im WLAN-N-Standard.

Dies ist aber ein nettes Feature, um beispielsweise mehrere WLAN-Steckdosen „hintereinander“ zu schalten, falls das Signal etwas dünn wird. So kannst du ein kleines „IoT-WLAN-Netz“ aufbauen.

 

MQTT und HomeAssistant

Ein Highlight von Shelly-Produkten ist die hervorragende Kompatibilität auch zu vielen Drittanbieter-Systemen, wie Homey, Smart Things, Amazon ALEXA usw.

So wird hier auch MQTT und der Home Assistant unterstützt. Gerade die Home Assistant-Unterstützung ist vorbildlich. Auch im Home Assistant wird der Power Strip als 4 Geräte erkannt.

 

Mit Matter!

Auch der Power Strip unterstützt den universellen Matter-Smart-Home-Standard. Matter erlaubt es, Smart-Home-Geräte verschiedener Hersteller in einer Plattform zu mixen.

 

Verbrauchsüberwachung

Ein sehr wichtiger Punkt beim Power Strip 4 ist die individuelle Überwachung des Stromverbrauchs jedes Anschlusses.

Du kannst bei jedem Anschluss sehen, wie viel Leistung gerade dort genutzt wird. Genau genommen wird folgendes alles angezeigt:

  • Leistung in Watt
  • Powerfaktor
  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • Hz
  • Übertragene Leistung in Wh (Stromzähler)

Dies funktioniert hier auch in beide Richtungen.

Aber wie genau ist diese Messung? Im Folgenden vergleiche ich die Messwerte mit einem gesonderten Strommessgerät.

Erfreulicherweise scheint der Shelly Power Strip 4 Gen4 recht genau zu messen. Im Worst Case konnte ich eine Abweichung von ±5% zu meinem Messgerät beobachten.

Bei höheren Lasten sank die Abweichung sogar auf unter 1%.

Damit würde ich den Power Strip als recht akkurat einstufen.

 

Stromverbrauch

Wie hoch ist aber der Stromverbrauch des Shelly Power Strip 4 Gen4? Dieser schwankt sehr stark, je nachdem, wie viele Steckdosen du eingeschaltet hast.

So schwankt der Stromverbrauch zwischen 0,74 W, wenn alle Steckdosen aus sind, und 3 W, wenn alle aktiv sind.

Dies ist relativ viel, aber auch nicht unerwartet. Wir haben hier im Kern 4 WLAN-Steckdosen, die sich eine CPU teilen. Daher haben wir im ausgeschalteten Zustand den Verbrauch von einer normalen WLAN-Steckdose, aber eingeschaltet, wenn die Relais aktiv sind, liegt der Verbrauch eher auf dem Level von ±3 WLAN-Steckdosen.

 

Fazit

Der Shelly Power Strip 4 Gen4 richtet sich klar an anspruchsvollere Smart-Home-Nutzer und überzeugt genau dort. Du erhältst vier individuell steuer- und messbare Steckdosen, eine hohe Messgenauigkeit sowie eine aktuell seltene Protokollvielfalt mit WLAN, Bluetooth, Zigbee und Matter. Besonders positiv fallen die Cloud-unabhängige Nutzung, die offene WebUI und die sehr gute Integration in andere Smart-Home-Systeme auf.

In der Praxis arbeitet die Steckdosenleiste zuverlässig und präzise, auch Funktionen wie MQTT, Skripting oder der optionale WLAN-Repeater unterstreichen den hohen Funktionsumfang. Gleichzeitig gibt es aber auch Schwächen: Das Gehäuse wirkt eher schlicht, die Shelly App ist gerade für Einsteiger etwas unübersichtlich und der Eigenverbrauch von bis zu rund 3 Watt im Betrieb ist nicht niedrig.

Angebot
Shelly Power Strip 4 Gen4 Schwarz - Matter WLAN Mehrfachsteckdose...

Pro

  • 4 Steckdosen individuell steuerbar inkl. separater Strommessung

  • Hohe Messgenauigkeit (±5 %, bei hoher Last <1 %)

  • Sehr große Protokollvielfalt: WLAN, Bluetooth, Zigbee & Matter

  • Kein Cloud-Zwang: vollständige lokale WebUI, offline nutzbar

  • Top Smart-Home-Integration (Home Assistant, MQTT, Alexa, SmartThings etc.)

  • Erweiterte Funktionen: Skripting, MQTT, WebSockets

  • Zukunftssicher durch offene Standards

Kontra

  • Nur 12A pro Steckdose (statt üblichen 16A)

  • Relativ hoher Eigenverbrauch (ca. 0,7–3 W je nach Zustand)

  • Gehäuse wirkt schlicht (Hochglanz-Kunststoff)

Unterm Strich ist der Shelly Power Strip 4 Gen4 aber eine sehr leistungsfähige und flexible smarte Steckdosenleiste für Nutzer, die maximale Kontrolle und offene Standards schätzen. Ideal, wenn du mehrere Geräte (z. B. in einem Home Lab) steuern oder den Stromverbrauch überwachen möchtest.

Link zum Hersteller /// bei Amazon

„240W Ladegerät“ für 3€ von Aliexpress?!

Ich bin vor Kurzem bei Aliexpress über einen fantastischen Deal gestolpert. So wurde mir hier ein 240 W, 5 Port USB Ladegerät für unter 3€ angeboten.

WOW! Was ein Deal, nicht wahr?

Aber kann dieser Deal auch nur ansatzweise wahr sein? Die Antwort ist natürlich nein. Ein 240 W Ladegerät für solches Geld und in solch einem kompakten Formfaktor ist nicht möglich.

Aber was bekommen wir hier? Wie viel Leistung hat das Ladegerät wirklich? Finden wir es im Test heraus!

 

Das „240W“ Ladegerät von Aliexpress

Leider verfügt das Ladegerät über keine Herstellerbezeichnung oder Ähnliches. Das optisch auffälligste Merkmal, zumindest für mich, ist allerdings der „240W“ Schriftzug.

Und ja, die 240W sind auch auf dem Ladegerät in Anführungszeichen gesetzt. Was will der Hersteller uns damit bloß sagen? Im Folgenden werde ich dieses Ladegerät einfach das „240W“ Ladegerät nennen.

Für die Leistung von angeblichen 240 W ist das Ladegerät sehr verdächtig klein und vor allem auch leicht.

So bringt dieses nur ein Gewicht von 71 g auf die Waage.

Lass uns ehrlich sein, spätestens jetzt ist klar, dass dieses Ladegerät nicht ansatzweise 240 W liefern können wird.

Allerdings, abseits davon, dass das Ladegerät sich fast leer anfühlt, ist das Gehäuse an sich „OK“. Auch das generelle Design ist nicht furchtbar. Aber dies ist das größte Lob, was dieses Ladegerät bekommen wird.

Eine kleine Besonderheit stellen ein paar blaue LEDs an der Seite des Ladegerätes dar, welche eingesteckt leuchten.

 

Keine Beschriftung

Ein weiterer auffälliger Punkt ist die Beschriftung auf dem Ladegerät bzw. das Fehlen dieser!

Es gibt auf dem Ladegerät keinerlei Informationen zu Leistungswerten, aber auch keine „Zertifizierungen“ oder CE Logo.

Damit dürfte dieses Ladegerät nicht mal in die EU eingeführt werden!

Dies ist extrem überraschend, denn ich würde erwarten, dass ein Hersteller einfach als Standard diese Logos draufdruckt, egal ob die dahinterstehenden Normen erfüllt werden oder nicht. Aber nicht mal das wurde bei diesem Ladegerät gemacht, was schon einiges aussagt.

 

5 Ports

Das „240W“ Ladegerät besitzt satte 5 USB Ports. 3x USB C und 2x USB A, was für solch ein kompaktes Ladegerät durchaus beeindruckend ist.

Die USB C Ports sind mit „PD“ beschriftet und die USB A Ports mit „QC“.

 

Welche Leistung haben wir hier wirklich?

Aber welche Leistung bietet unser „240W“ Ladegerät wirklich?

Zunächst unterstützt dieses KEIN USB Power Delivery! Das Ladegerät kann lediglich 5 V liefern!

Nach einigen Tests liegt die maximale Leistung des Ladegerätes bei 5V/2A, also 10W.

Und nein, es sind nicht 10W pro Port, sondern insgesamt! Verbindest du zwei Geräte, haben wir 5 + 5 W usw.

Nutzt du alle 5 Ports des Ladegerätes, hat jeder Port „satte“ 2W.

Für ein Ladegerät, das mit Schnellladen und 240W wirbt, ist dies unfassbar schlecht.

Aber auch abseits von der reinen Leistung ist das Ladegerät nicht gut. Die Spannungsstabilität ist fragwürdig und auch die generelle Technik ist richtig schlecht. Immerhin einen Überlastungsschutz gibt es.

 

Fazit: nicht kaufen

Dies ist das schlechteste USB Ladegerät, das ich jemals im Test hatte. Ich habe mit wenig gerechnet, vor allem nicht mit 240W für unter 3€.

Allerdings hatte ich durchaus mit einer Leistung so im Bereich 20 W gerechnet, aber nicht mal die bekommen wir. Dieses Ladegerät bietet lediglich 5V/2A bzw. 10W.

Dabei verfügt dieses über KEIN CE Zeichen oder Ähnliches und dürfte somit nicht mal in die EU verkauft werden.

Schade! Ich hatte schon lange kein wirklich schlechtes Produkt von Aliexpress bekommen, aber dies ist mal wieder solch eins.

Nicht kaufen.

UGREEN 45W Ladegerät mit 3 Ports Test: Solides 45W-Ladegerät mit PPS für Samsung und Apple

Wir schauen uns auf Techtest.org meistens primär „große“ und „spektakuläre“ USB-Ladegeräte an. Allerdings sind diese in der Praxis oftmals gar nicht nötig. Oftmals reicht hier ein günstiges und vernünftiges Modell mit mittlerer Leistung.

Genau solch ein Modell bietet UGREEN mit dem X527 an. Wir haben hier ein 45 W USB Power Delivery Ladegerät mit insgesamt 3 USB-Ports, welches für unter 20 € erhältlich ist.

Klingt doch eigentlich nach einem sehr interessanten Deal, vor allem wenn das Ladegerät nochmals im Angebot ist.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier das Ladegerät auch wirklich gut? Wie groß ist die PPS-Stufe?

Finden wir dies im Test heraus!

 

Das UGREEN X527 45W Ladegerät mit 3 Ports im Test

Rein optisch und haptisch ist das UGREEN X527 „nichts Besonderes“. Wir haben hier ein einfaches graues Ladegerät, welches aber solide und massiv gearbeitet ist. An der Verarbeitung gibt es also nichts zu bemängeln, aber diese ist auch nicht „außergewöhnlich“.

Ähnliches gilt auch für die Abmessungen und das Gewicht. So misst das Ladegerät 39 x 41 x 48,5 mm und bringt 138 g auf die Waage.

Damit ist dieses natürlich nicht absolut winzig für 45 W, aber rein subjektiv ist das Ladegerät auch alles andere als groß.

 

Anschlüsse

Das X527 verfügt über 2x USB-C-Ports und 1x USB-A.

  • USB-C – 45 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/2,25A
  • USB-A – 18W + 22,5W – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Die USB-C-Ports des Ladegerätes können grundsätzlich jeweils bis zu 45 W liefern, nach dem normalen USB Power Delivery Ladestandard.

Hinzu kommt der USB-A-Port, welcher 18W Quick Charge oder 22,5W Super Charge bereitstellen kann, neben dem normalen USB-Laden.

Nutzt du mehrere Ports, dann drosselt sich das Ladegerät! Nutzt du z. B. beide USB-C-Ports, haben wir eine Drosselung auf 30 W + 15 W.

 

Mit PPS

Wie beworben besitzt das Ladegerät eine PPS-Unterstützung, welche für viele Smartphone-Hersteller sehr wichtig ist.

  • 5 – 11 V bei bis zu 4,5 A

Dies ist eine ausreichend große PPS-Stufe, um beispielsweise die diversen Samsung-Smartphones mit bis zu 45 W laden zu können.

Damit ist dieses Ladegerät ideal für Samsung- und Apple-Smartphones.

 

Belastungstest bestanden

Ich habe das UGREEN X527 rund 6 Stunden mit 45 W belastet. Dies habe ich gemacht, um zu überprüfen, ob es Temperaturprobleme oder Ähnliches gibt.

Erfreulicherweise ist dies nicht der Fall!

Das Ladegerät kann konstant eine Leistung von 45 W liefern.

Dabei ist auch die Hitzeentwicklung überschaubar für ein USB-Ladegerät unter konstanter Volllast.

 

Spannungsstabilität

Auch bei der Spannungsstabilität gibt es nichts zu bemängeln, ganz im Gegenteil. Die Spannung ist relativ stabil und bleibt sicher in den Grenzwerten.

 

Leerlaufstromverbrauch

Der Leerlaufstromverbrauch des UGREEN X527 45W Ladegerät liegt bei ca. 0,22 W, was ein durchschnittlicher bis guter Wert für ein Ladegerät dieser Klasse ist.

 

Effizienz des X527

Werfen wir zum Abschluss noch einen Blick auf die Effizienz des Ladegerätes.

Diese schwankte bei mir zwischen 80,31 % bei sehr niedriger Last und 89,99 % bei Volllast.

Das ist ein gutes Abschneiden! Vor allem die gute Effizienz von 80 %+ bei niedriger Last ist bei solch einem Ladegerät erfreulich.

 

Fazit

Du suchst ein einfaches, aber gutes USB-Ladegerät für dein Smartphone, Bluetooth-Kopfhörer und ähnliche Geräte?

Dann ist das UGREEN X527 45W Ladegerät* eine sehr gute Wahl! Technisch wie auch haptisch gibt es bei diesem nichts zu bemängeln, gerade bei einem Preis von deutlich unter 20 €.

Das Ladegerät ist wunderbar für alle aktuellen Samsung- und Apple-Smartphones geeignet, wie auch für viele weitere Geräte. Auch für die Nintendo Switch oder das Steam Deck bietet sich das Ladegerät an.

Wir haben hier zudem eine gute Effizienz und im Test selbst bei konstanter Last keine Temperaturprobleme.

Angebot
UGREEN 45W USB C Ladegerät 3-Port, PPS Schnellladegerät, iPhone...

Pro:

  • 45W USB Power Delivery über USB-C
  • PPS-Unterstützung für Samsung-Smartphones (bis 45W)
  • 3 Ports (2x USB-C, 1x USB-A)
  • Gute Effizienz (bis 89,99 % bei Volllast)
  • Solide Verarbeitung
  • Keine Temperaturprobleme bei Dauerlast
  • Stabile Spannungsversorgung
  • Niedriger Leerlaufverbrauch (0,22 W)

Kontra:

  • Leistung wird bei Nutzung mehrerer Ports gedrosselt
  • Keine außergewöhnliche Optik oder Haptik
  • Nicht besonders kompakt für 45W

Kurzum, das UGREEN X527 45W Ladegerät mit 3 Ports ist voll empfehlenswert in seiner Klasse!

Litime 12V 140Ah LiFePO4 Test – Hält der Bluetooth-Akku, was er verspricht?

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Litime gehört zu meinen Lieblings-Herstellern im Bereich der LiFePO4-Akkus. Diese bieten im Allgemeinen eine gute Leistung zu recht fairen Preisen.

Eins der neueren Modelle von Litime ist der 12V 140 Ah Deep Cycle Lithium-Akku mit Bluetooth. Dieser setzt dabei auf den DIN H8 L5 genormten Formfaktor. Hier bietet der Akku mit 140 Ah eine sehr hohe Kapazität.

Dies zumindest auf dem Papier. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann die „Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Lithium-Batterie mit Bluetooth“ die Kapazitätsangabe erfüllen und was kann die Bluetooth-Verbindung? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Litime für das Zur-Verfügung-Stellen des Akkus für diesen Test.

 

Der Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Akku im Test

Bei dem „Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Akku“ handelt es sich um einen LiFePO4-Akku in der recht typischen Form einer „Autobatterie“, zumindest für mich als Laien.

Dies liegt daran, dass dieser Akku auf ein Standardformat setzt: „DIN H8 L5″ oder auch als „Group 49″ bekannt. So misst er 358 x 177 x 189 mm und bringt ein Gewicht von 13 kg auf die Waage.

Das Gehäuse besteht aus einem stabilen und hochwertigen schwarzen Kunststoff, mit einem ausklappbaren Griff auf der Oberseite.

Ein Display oder Ähnliches besitzt der Akku nicht. Wir haben lediglich zwei M8-Schrauben auf der Oberseite, welche den Plus- und Minus-Kontakt herstellen.

Entsprechende Schrauben und auch Schutzabdeckungen sind im Lieferumfang enthalten.

 

Warum ein LiFePO4-Akku?

LiFePO4-Akkus bieten eine Vielzahl von Vorteilen im Vergleich zu Blei-Gel- und herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus.

Die Haltbarkeit von LiFePO4 ist beträchtlich höher. Sie sind wesentlich widerstandsfähiger und nicht anfällig fürs thermische Durchgehen, wie es bei Lithium-Ionen-Akkus vorkommen kann.

Das Aufladen und Entladen von LiFePO4 gestaltet sich unkompliziert, nicht zuletzt dank des Battery Management Systems (BMS), welches bei diesem Typ Akkus immer verbaut ist.

Der größte Vorteil von LiFePO4-Akkus ist ihre Langlebigkeit. Sie können problemlos über 3000 Zyklen durchhalten, während Blei-Gel-Akkus oft bereits nach weniger als 100 Zyklen bei tiefer Entladung an Leistung verlieren. Lithium-Ionen-Akkus schaffen normalerweise zwischen 300 und 1000 Zyklen.

LiTime wirbt bei diesem Akku mit folgenden Leistungs-/Haltbarkeitswerten:

  • 4000 Zyklen (100% Entladetiefe)
  • 6000 Zyklen (80% Entladetiefe)
  • 15000 Zyklen (60% Entladetiefe)

Dies sind fantastische Werte! Sicherlich etwas hoch angesetzt, aber auch nicht unmöglich.

Im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus sind LiFePO4-Akkus auch weniger anfällig für Brände. Im unwahrscheinlichen Fall eines vollständigen Versagens des BMS können LiFePO4-Akkus rauchen oder dampfen, jedoch normalerweise nicht in Flammen aufgehen.

Auch hinsichtlich der Ladespannung zeigen sich die Akkus etwas entspannter im Vergleich zu Lithium-Ionen-Akkus. Zusätzlich bietet das BMS Schutz vor Unterspannung, Überspannung, Kurzschlüssen und Überlast, falls etwas schiefgehen sollte.

Allerdings gibt es auch Nachteile von LiFePO4-Akkus:

Obwohl sie kleiner und leichter sind als Blei-Gel-Akkus, sind LiFePO4-Akkus bei gleicher Kapazität größer und schwerer als Lithium-Ionen-Akkus.

Des Weiteren dürfen LiFePO4-Akkus nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius aufgeladen werden.

Letzteres ist ein wichtiger Punkt, denn viele LiFePO4-Akkus haben hiervor keinen Schutz. Bei diesen musst du selbst aufpassen, sie nicht bei unter 0 Grad zu laden. Allerdings hat dieser Akku dank Bluetooth-BMS einen Schutz vor dem Laden bei Temperaturen unter 0 Grad.

 

Mit Bluetooth-BMS

Ein sehr wichtiges und nützliches Feature bei diesem Akku ist das Bluetooth-BMS. Du kannst dir also auf Wunsch die Litime-App herunterladen und diese mit dem Akku verbinden, um weitere Werte und Informationen zu erhalten.

Die Litime-App hat trotz mäßiger Bewertungen im App Store bei mir tadellos funktioniert.

Bonuspunkte bekommt diese sogar für ein Sicherheitsfeature. 99% aller LiFePO4-Akkus haben eine konstant offene Bluetooth-Verbindung.

Dieser erfordert allerdings die Eingabe der Seriennummer, bevor die App eine Verbindung zulässt.

Aber was kann nun die App anzeigen?

  • Ladestand in %
  • Ladedauer / Entladedauer bei aktueller Leistung
  • Spannung in Volt
  • Strom in Ampere
  • Leistung in Watt
  • geschätzte aktuelle Kapazität in Ah
  • Temperatur
  • Zyklenzahl
  • Systemstatus

Dies sind die guten Standard-Features eines Bluetooth-BMS. Einstellungsmöglichkeiten gibt es kaum bzw. nur eine: Du kannst den Akku über die App ein- und ausschalten.

Dennoch ist das Bluetooth-BMS und die App ein großer Mehrwert! Es ist bei LiFePO4-Akkus sehr schwer, den aktuellen Ladestand anhand der Spannung festzustellen.

Hier bietet das Bluetooth-BMS hingegen eine zuverlässige Auskunft.

 

Kapazitätstests bei Techtest.org

Für die Messung der Kapazität von LiFePO4-Akkus setzt Techtest.org auf eine elektronische Last. Dieses Gerät wandelt Energie in Wärme um und zeichnet dabei die entnommene Energiemenge auf. In meinen Tests kamen die Modelle Atorch DL24MP und Atorch DL24EW zum Einsatz. Letzteres diente zur Verifizierung der Ergebnisse des ersten Geräts. Zusätzlich wurde der Akku vorübergehend an eine Offgrid-Solaranlage in meinem Büro angeschlossen, um realitätsnahe Einsatzbedingungen zu simulieren.

 

Wie hoch ist die Kapazität des Litime 12V LiFePO4 140Ah?

Kommen wir zum wichtigsten Punkt: Wie steht es um die Kapazität? Haben wir wirklich 140 Ah?

Ah Wh
20A 143.49 1847
30A 143.495 1829
40A 143.137 1839

Ja, erfreulicherweise kann der Akku die Herstellerangabe erreichen bzw. sogar überschreiten. So erreichte dieser bei mir +- 143 Ah bzw. 18xx Wh.

Dies ist ein solides Abschneiden für einen LiFePO4-Akku im Neuzustand.

Im Vergleich zu anderen LiFePO4-Akkus sehen wir, dass dies ein prozentual durchschnittliches Abschneiden ist.

 

Spannungsverlauf

Werfen wir noch einen Blick auf den Spannungsverlauf des Akkus.

Dieser ist wie bei den meisten LiFePO4 sehr flach! Gefühlt hier sogar noch etwas flacher als bei einigen Konkurrenten.

So spielt sich +- 90% der Kapazität des Akkus im Spannungsbereich 13,1 V bis 12,6 V ab. Wird eine Spannung von 12,5 V unterschritten, ist der Akku praktisch leer.

Das BMS zieht bei ca. 10,7 V die Reißleine und schaltet den Akku ab.

 

Fazit

Der Litime 12V LiFePO4 140Ah Deep Cycle Akku hinterlässt im Test einen sehr positiven Gesamteindruck. Du bekommst hier einen leistungsstarken LiFePO4-Akku im gängigen DIN-H8-Format, der sich ideal für den Einsatz im Wohnmobil, insbesondere unter dem Sitz, eignet. Die gemessene Kapazität liegt sogar leicht über der Herstellerangabe, was Vertrauen schafft und zeigt, dass Litime seine Spezifikationen nicht nur auf dem Papier erfüllt.

Besonders gefallen hat mir das Bluetooth-BMS. Die App liefert dir alle relevanten Informationen übersichtlich und zuverlässig, inklusive Ladestand, Temperatur und Zyklenzahl. Gerade bei LiFePO4-Akkus ist das ein echter Mehrwert, da sich der Ladezustand über die Spannung allein kaum sinnvoll abschätzen lässt. Auch der integrierte Schutz vor dem Laden unter 0 °C ist ein wichtiges Sicherheitsfeature, das längst nicht selbstverständlich ist.

Natürlich ist auch dieser Akku kein Schnäppchen, bewegt sich aber in einem fairen Preis-Leistungs-Bereich, gemessen an Kapazität, Verarbeitung und Ausstattung. Wie immer gilt jedoch: Die Preise für LiFePO4-Akkus schwanken teils deutlich. Mein klarer Tipp an dich ist daher, vor dem Kauf unbedingt die aktuellen Tagespreise zu vergleichen. Triffst du dabei auf ein gutes Angebot, bekommst du mit diesem Litime-Akku eine sehr solide, langlebige und moderne Energiespeicherlösung.

Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i im Test: Luftreiniger, Ventilator und Heizlüfter in einem

Blueair bietet mit dem Comfort Pure einen „3 in 1″ Luftreiniger an. Warum 3 in 1? Neben der üblichen Funktion eines Luftreinigers bringt dieser auch die Funktion eines Ventilators und eines Heizlüfters mit.

Letzteren musst du nicht nutzen, kann aber gerade in kalten Winternächten oder bei einem Heizungsausfall ein praktisches Feature sein.

Hinzu kommt eine App-Unterstützung wie auch die Möglichkeit, den Feinstaub in der Luft zu messen.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut ist hier der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i Air Purifier? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Blueair für das Zur-Verfügung-Stellen des T10i für diesen Test.

 

Der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i Air Purifier im Test

Der T10i ist ein Luftreiniger, welcher für kleine bis mittlere Raumgrößen gemacht und gedacht ist. So wirbt Blueair hier mit einer maximalen empfohlenen Raumgröße von 16 m².

Entsprechend hat der Luftreiniger eine durchschnittliche Größe mit ca. 26 x 26 x 50 cm. Dieser setzt dabei auf eine rundliche Form.

Eine Besonderheit sind die 2 Luftauslässe. So besitzt der T10i auf der Oberseite wie auch auf der Front einen Luftauslass.

Je nach Modus nutzt der Luftreiniger einen anderen Auslass. Bei der normalen Luftreinigung wird der obere Auslass genutzt, bei der Kühl- und Heizfunktion der vordere.

Dabei besitzt der T10i auf der Oberseite eine Touch-Steuereinheit. Mit im Lieferumfang liegt aber auch eine Fernbedienung, zudem ist eine App-Steuerung auch möglich.

 

3 in 1

Blueair wirbt beim T10i mit einer 3-in-1-Funktionalität.

  • Luftreiniger
  • Ventilator
  • Heizlüfter

Grundsätzlich ist der T10i ein Luftreiniger. Allerdings wirbt Blueair aufgrund des Front-Auslasses auch mit einer „Kühlfunktion“.

Der T10i kann keine Luft kühlen. Allerdings kann er als eine Art Ventilator mit Oszillation genutzt werden.

Zudem haben wir ein Heizelement integriert, welches auf Wunsch die Luft erwärmen kann.

Du kannst frei zwischen diesen 3 Modi entscheiden.

 

App Support

Der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i lässt sich komplett „lokal“ steuern, ob nun am Gerät selbst oder über die Fernbedienung.

Allerdings haben wir hier auch WLAN verbaut und somit einen App-Support.

Über die Blueair-App kannst du den Luftreiniger komplett steuern, also einschalten, ausschalten, durch die Modi wechseln, die Leistung einstellen usw.

In der App kannst du aber auch zusätzliche Features entdecken. So ist im T10i ein Feinstaubmessgerät wie auch ein Temperatursensor verbaut. Die entsprechenden Messwerte kannst du in der App sehen, inklusive kleiner Diagramme.

Damit bietet die App einen klaren Mehrwert.

 

Der Luftfilter

Im Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i wird eine interessante Filterung genutzt. So haben wir hier nach Angaben des Herstellers eine „elektrostatische und mechanische Filterung“.

Aber was ist diese elektrostatische Filterung?

Die in den Luftfilter angesaugten Partikel werden elektrisch vorgeladen, meist durch ein schwaches elektrisches Feld oder eine Ionisation. Dadurch erhalten selbst sehr kleine Partikel (< 0,3 µm) eine elektrische Ladung.

Diese geladenen Partikel werden anschließend im Filtermaterial stärker angezogen und festgehalten. Dies sorgt für eine bessere Filterung vor allem bei extrem kleinen Partikeln.

Kombiniert wird dies mit einem mechanischen Filter, vermutlich der HEPA-H13-Klasse.

Zusätzlich haben wir noch einen Aktivkohlefilter für VOCs.

Die Werbeangabe von einer 99,97% Filterung ist hier absolut plausibel für solch ein aufwendiges Filtersystem. Kleine Anmerkung, ich weiß nicht zu 100% wie der Luftreiniger diese elektrostatische Filterung macht, denn ich konnte hier keine entsprechenden Komponenten am Filter endecken. Allerdings wirbt der Hersteller klar mit der elektrostatischen Filterung und das wäre wild wenn diese nicht wirklich vorhanden wäre. Daher gehe ich davon aus das diese einfach versteckt im inneren ist oder ich die Komponenten übersehen habe.

Egal in welchem Modus, die Luft wird immer durch den Luftfilter auf der Rückseite angesaugt.

 

Lüfterleistung und Lautstärke

Im besten Fall, also auf der höchsten Stufe, erreicht der T10i eine Luftreinigung von 224 m³/h. Blueair empfiehlt diesen für eine Raumgröße von maximal +- 16 m².

16 m² = ca. 40 m³, also würde hier 5,6x die Stunde die Luft gefiltert.

Wichtig, diese Angabe ist auf maximaler Leistung! Der T10i hat 4 Stufen + einen Nacht- und einen ECO-Modus.

Auf der höchsten Stufe ist der T10i relativ laut, auch im Anbetracht des Luftdurchsatzes. So liefert der Blue Pure 311i (3350i) Max im direkten Vergleich einen doch deutlich höheren Luftdurchsatz bei gleicher bzw. niedrigerer Lautstärke.

Auf Stufe 1 bzw. im Nachtmodus ist der T10i leise. Dieser erzeugt ein im normalen Umfeld kaum wahrnehmbares Surren. Allerdings ist auch der Luftdurchsatz entsprechend niedriger.

Offen gesagt ist das Verhältnis aus Leistung zu Lautstärke bei anderen Modellen, die ich schon im Test hatte, vor allem aber dem Blue Pure 311i (3350i) Max, doch ein Stück besser.

 

Heizfunktion

Spannenderweise konnte ich auf der Blueair-Webseite keine Angabe zur Heizleistung des T10i finden.

Nach meinen Messungen scheinen wir hier ein +- 1200 – 1300 W Heizelement zu haben. Dieses sorgt schon für ordentlich Wärme, gerade in Kombination mit dem auf den höheren Stufen doch recht starken Lüfter.

Grundsätzlich scheint sich aber die Leistung des Heizelements nicht mit den Stufen zu verändern. Wir haben also die gleiche Wärmeleistung bei Stufe 1 wie bei Stufe 4. Allerdings wird mit den höheren Stufen die Wärme mehr in den Raum hinausgetragen und verteilt.

Die Luft am Auslass hat ca. 40 Grad und das Heizelement im Inneren über 100 Grad.

Von der Wärmeleistung entspricht der T10i unterm Strich jedem anderen +- 1200 – 1300 W Heizlüfter, da diese alle eine Effizienz deutlich über 90 % haben.

 

Leistungsaufnahme

Die Leistungsaufnahme schwankt je nach eingestellter Stärke und Modus.

Luftreiniger  Ventilator Heizlüfter
ECO 4.2 W
Nacht 4.3 W 4.1 W
Stufe 1 4.2 W 4.2 W 1125 W
Stufe 2 5 W 5 W 1258 W
Stufe 3 9.1 W 9.4 W 1306 W
Stufe 4 19 W 19.4 W 1353 W

 

Auf Stufe 1 kannst du mit einem Verbrauch von unter 5W rechnen, was angenehm wenig ist. Im Maximum konnte ich ca. 20 W Leistungsaufnahme messen bei voller Leistung. Außen vor ist hier der Heizmodus, wo das Heizelement alleine 1200-1300 W benötigt.

 

Fazit

Der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i ist ein vielseitiger Luftreiniger, der sich klar an Nutzer richtet, die mehr als nur reine Luftreinigung wollen. Das 3-in-1-Konzept aus Luftreiniger, Ventilator und Heizlüfter funktioniert in der Praxis gut und macht den T10i besonders flexibel, vor allem in kleineren Räumen bis etwa 16 m². Gerade die Heizfunktion kann an kalten Tagen oder als Übergangslösung ein echtes Plus sein.

Stärken zeigt der T10i vor allem bei der Filtertechnik und der App-Anbindung. Die Kombination aus elektrostatischer Vorladung, mechanischem Filter und Aktivkohle wirkt durchdacht und die angegebenen Filterleistungen erscheinen realistisch. Die App bietet dir mit Feinstaub- und Temperaturwerten einen echten Mehrwert und macht die Bedienung angenehm modern, auch wenn das Gerät ebenso problemlos ohne App genutzt werden kann.

Kritisch sehen wir das Verhältnis aus Lautstärke und Luftleistung auf den höheren Stufen. Hier gibt es andere Modelle, auch aus dem Hause Blueair, die bei ähnlicher oder sogar besserer Reinigungsleistung leiser arbeiten. Für den Nachtbetrieb oder niedrige Stufen ist der T10i hingegen angenehm leise, dann allerdings mit entsprechend reduziertem Luftdurchsatz.

Unterm Strich ist der Blueair ComfortPure 3-in-1 T10i kein klassischer Preis-Leistungs-Sieger, sondern eher ein Spezialist. Wenn du ein kompaktes All-in-One-Gerät suchst, das Luft reinigt, Luft bewegt und bei Bedarf auch heizt, bekommst du hier ein technisch interessantes und gut ausgestattetes Gesamtpaket. Legst du hingegen den Fokus ausschließlich auf maximale Luftreinigungsleistung bei möglichst geringer Lautstärke, gibt es bessere Alternativen, wie z.B. den Blue Pure 311i (3350i) Max.

Radar Bewegungserkennung, mit Batterie und Matter! Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 im Test

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Meross bietet mit dem MS605 einen neuen Smart Presence Sensor an. Dieser setzt auf ein Millimetre-Wave-Radar für die Bewegungserkennung. Hinzu kommt ein Batteriebetrieb für eine flexible Positionierung und die Unterstützung für den neuen und universellen Matter-/Thread-Standard.

Hierdurch ist er flexibel in verschiedenen Smart-Home-Systemen einsetzbar. Dies in der Theorie auch in Kombination mit dem Home Assistant.

Bewegungssensoren, die auf Radartechnik setzen, sind deutlich zuverlässiger als herkömmliche Modelle.

Allerdings setzen die meisten Modelle hier auf eine feste Stromverbindung. Ein Modell mit Batterie und der universellen Unterstützung ist da schon etwas Besonderes.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert der Meross MS605 wie beworben? Und wie funktioniert er im Zusammenspiel mit dem Home Assistant?

Finden wir es im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Meross für das Zur-Verfügung-Stellen des MS605 für diesen Test.

 

Der Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 im Test

Bei dem Meross MS605 handelt es sich um einen kleinen weißen Sensor, welcher aufgrund der verbauten Radartechnologie etwas größer ist als ein herkömmlicher Bewegungsmelder.

Allerdings ist dieser weiterhin als sehr kompakt zu bezeichnen.

Dieser hat auch bereits einen kleinen Standfuß integriert, was z. B. das Ausrichten auf einem Schrank problemlos möglich macht.

Meross wirbt sogar mit einem IP67-Wasserschutz, was den Sensor sogar für den Außenbereich interessant macht.

 

Batterie

Die Stromversorgung des MS605 läuft über eine Batterie, genau genommen eine CR123A-Lithium-Batterie.

Diese Batterien sind etwas exotischer, haben aber vergleichsweise viel Energie.

Laut Meross soll diese 3 Jahre halten! Dies wäre sehr beeindruckend, kann ich aber natürlich noch nicht bestätigen.

Praktisch wird die Laufzeit aber stark davon abhängen, wie viele Bewegungen der Sensor registriert usw.

Selbst wenn die Laufzeit nur bei einem Jahr liegen sollte, wäre ich schon beeindruckt.

 

Matter und Thread

Matter ist ein offener und universeller Smart-Home-Standard. Dieser erlaubt es, Sensoren und Module verschiedener Hersteller untereinander zu kombinieren.

Dieser Standard wird dabei von vielen großen Herstellern unterstützt und gefördert. So beispielsweise auch von Apple, Google oder Amazon.

Allerdings nutzt der Meross MS605 Matter in Kombination mit Thread.

Was ist Thread? Thread ist ein Funkstandard, ähnlich wie Zigbee oder Z-Wave. Thread ist dabei aber ein offener Standard.

Um den Meross MS605 zu nutzen, brauchst du einen Thread Border Router! Hiervon gibt es einige, und das entsprechende Modul ist auch in vielen Smart-Home-Lautsprechern verbaut.

  • Apple HomePod (2. Generation)
  • Apple HomePod Mini
  • Apple TV 4K
  • Google Nest Hub (2. Generation)
  • Google Nest Hub Max
  • Google Nest WLAN-Router (und Pro)
  • Amazon Echo (4. Generation)
  • Amazon Echo Hub
  • Amazon Echo Show (3. Generation)
  • Amazon Eero 6 WLAN-Router (und Pro-Modell)

Hast du einen hiervon oder einen anderen Thread Border Router, dann bist du für den MS605 gerüstet.

 

Meross App und Matter

Es ist zwar grundsätzlich möglich, den Smart Presence Sensor einfach direkt in ein Matter-/Thread-fähiges Ökosystem einzubinden, ohne auch nur einmal die Meross App zu installieren, aber das würde ich nicht empfehlen.

Ich habe den MS605 zunächst in mein Thread-/Matter-Netzwerk eingebunden über den Home Assistant und dann die Verbindung zur Meross App hergestellt.

Die Meross App erlaubt dir das Einstellen und Feinjustieren der Bewegungserkennung, welche ansonsten über die Matter-Plattform alleine nicht möglich wäre.

Aber das ist ein Vorteil von Matter: Du kannst Sensoren wie diesen gleichzeitig in der herstellereigenen App wie auch in einem Drittanbieter-Ökosystem nutzen.

Über die Meross App kannst du bis zu 3 Zonen einrichten mit einer maximalen Reichweite von bis zu 6 Metern, wie auch die Empfindlichkeit des Sensors feinjustieren.

 

Bewegungserkennung mit Radar

Die große Besonderheit des Meross Smart Presence Sensor MS605 ist neben dem Thread-Support vor allem die genutzte Technik für die Bewegungserkennung.

So kommt hier neben einem klassischen PIR-Sensor ein Radarsensor zum Einsatz.

Der Radarsensor sendet hochfrequente Millimeterwellen (mmWave) aus. Diese Wellen werden von Objekten (z. B. Personen) reflektiert. Aus Laufzeit, Phasen- und Frequenzänderungen berechnet der Sensor Entfernung und Bewegung. Dadurch erkennt er nicht nur Bewegung, sondern auch Anwesenheit bei minimalen Bewegungen (Atmung, kleine Gesten).

Hierdurch ist ein Radarsensor deutlich zuverlässiger, auch wenn du z. B. still auf einer Couch sitzt.

Zudem kann ein Radarsensor auch Abstände zur Bewegung messen. So kannst du in der Meross App beispielsweise sehen, auf welcher Distanz +/- die Bewegung erkannt wurde und auch wie stark diese war.

Du kannst hier auch mehrere „Stufen“ der Auslösung festlegen, um unterschiedliche Dinge passieren zu lassen.

Und ja, ich kann bestätigen: Die Bewegungserkennung ist in der Praxis extrem präzise.

Grundsätzlich hat der MS605 eine maximale Reichweite von rund 6 Metern.

 

Mit Lichtsensor

Der MS605 verfügt neben dem Bewegungssensor auch über einen Helligkeitssensor. Praktisch, wenn du Lampen mit diesem steuern willst.

So könntest du festlegen, dass Lampen beim Erkennen einer Bewegung eingeschaltet werden, aber nur wenn die Helligkeit im Raum unter Wert XYZ liegt.

 

Im Home Assistant

Dieser Teil richtet sich speziell an Home-Assistant-Nutzer.

Verbindest du den Meross MS605 via Matter (oder direkt via Thread), werden 5 Informationen an den Home Assistant weitergeleitet.

  • Belegung (2)
  • Belegung (3)
  • Belegung (4)
  • Helligkeit
  • Batteriestatus

Die 3 „Belegungswerte“ spiegeln einfach wider, ob eine Bewegung erkannt wurde oder nicht.

Von Haus aus ist hiervon aber nur einer aktiv: Belegung (2).

Die anderen lassen sich über die Meross App konfigurieren. So kannst du hier z. B. für Belegung (3) andere Distanzen festlegen, beispielsweise wenn eine Bewegung näher als 2 Meter ist oder Ähnliches.

Die Reaktionszeit für die Auslösungen lag bei mir bei +/- 1 Sekunde.

 

Fazit

Der Meross Thread Smart Presence Sensor MS605 überzeugt im Test als moderner und sehr zuverlässiger Präsenzsensor. Die Kombination aus mmWave-Radar, Batteriebetrieb und Matter/Thread ist aktuell noch selten und macht den Sensor besonders flexibel für unterschiedliche Smart-Home-Ökosysteme.

In der Praxis punktet vor allem die präzise Bewegungs- und Anwesenheitserkennung, die auch bei kaum wahrnehmbaren Bewegungen zuverlässig arbeitet. Die Möglichkeit, Zonen und Distanzen zu definieren, eröffnet viele sinnvolle Automationen. Der integrierte Helligkeitssensor ist dabei eine praktische Ergänzung.

Im Home Assistant funktioniert die Einbindung über Matter stabil und reaktionsschnell. Für die detaillierte Konfiguration ist zwar die Meross App notwendig, dies ist jedoch gut verschmerzbar. Der Batteriebetrieb und der IP67-Schutz sorgen zusätzlich für eine flexible Nutzung.

Unterm Strich ist der Meross MS605 ein überzeugender Smart Presence Sensor für alle, die präzise Anwesenheitserkennung und Zukunftssicherheit durch Matter und Thread suchen.

EarFun Wave Life Test: Over-Ear-Kopfhörer mit starkem ANC für unter 50 €

Mit den Wave Life bietet EarFun günstige Over-Ear-Kopfhörer an. Für unter 50 € erhältst du hier große Over-Ear-Kopfhörer mit AI-ANC, 4 Mikrofonen, HiRes-Klang und 60 Stunden Akkulaufzeit.

Dies liest sich zumindest sehr gut, aber wie sieht es in der Praxis aus? Was ist vor allem mit dem Klang? Können hier die EarFun Wave Life überzeugen?

Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an EarFun für das Zur-Verfügung-Stellen der Wave Life für diesen Test.

 

Die EarFun Wave Life im Test

Die EarFun Wave Life setzen auf ein recht schlichtes und unaufdringliches Design. So sind diese weitestgehend aus einem matt schwarzen Kunststoff gefertigt.

Lediglich im Kopfband finden wir eine Metallverstärkung.

Dabei sind die Ohrmuscheln recht clean designt. Wir haben hier lediglich ein recht dezentes EarFun-Logo.

Die generelle Verarbeitungsqualität und Haptik ist gut. Es sind keine Premium-Kopfhörer, aber diese fühlen sich auch nicht billig an.

Dabei wirbt EarFun mit einer Akkulaufzeit von bis zu 60 Stunden! Diese habe ich zwar nicht komplett getestet, aber ich kann bestätigen, dass die Laufzeit im ANC-Modus bei 24+ Stunden liegt, was beeindruckend ist.

 

Tragekomfort

Die EarFun Wave Life setzen auf ein Over-Ear-Design, mit recht dicken und weichen Ohrpolstern. Diese setzen auf eine Kunstleder-Oberfläche und eine weiche Schaumstofffüllung.

Der Tragekomfort der Kopfhörer ist gelungen. Diese sitzen bequem auf meinen Ohren, auch über eine längere Zeit. Im Sommer könnte es zwar zu etwas schwitzigen Ohren kommen, aber das ist halt ein Problem des geschlossenen Over-Ear-Designs.

Unterm Strich würde ich den Tragekomfort mit einer „2“ Gut bewerten.

 

Überdurchschnittliches ANC

Sehr positiv überrascht hat mich das ANC der EarFun Wave Life! Es ist beeindruckend, wie gut dieses bereits bei Kopfhörern dieser Preisklasse sein kann.

So schaffen es die Kopfhörer erstaunlich gut und stark Umgebungsgeräusche zu filtern. Dabei geht die Filterwirkung auch etwas über die typische Reduktion von brummenden und tiefen Geräuschen hinaus.

Auch Stimmen usw. werden merklich gedämpft. Hierbei hilft auch die recht starke passive Geräuschdämpfung, welche die Kopfhörer mitbringen.

Geht es noch besser? Ja klar, aber vor ein paar Jahren wäre das ANC der Wave Life nur bei Kopfhörern der High-End-Klasse zu finden gewesen.

 

App-Support

Die EarFun Wave Life bringen auch einen Support für die EarFun-App mit. Diese erlaubt neben dem Einstellen des ANC-Modus vor allem eine Klanganpassung.

So gibt es hier diverse vorgefertigte Klangprofile, aber auch einen freien EQ und die Möglichkeit für eine geführte Personalisierung.

 

Klang der EarFun Wave Life

Aber wie steht es um den Klang der EarFun Wave Life? Ich beschreibe hier im Folgenden den generellen Klang im „Standard“-EQ-Profil.

Auch der eingestellte ANC-Modus spielt für den Klang eine Rolle. Ohne ANC klingen die EarFun Wave Life etwas besser aufgelöst und detailreicher. Mit ANC ist der Klang „cleaner“, aber verliert gerade in den Mitten und Tiefen leicht an Details.

Wie ist aber der Klang im Generellen?

Erfreulicherweise haben die Wave Life einen guten Klang, gerade für ihre Preisklasse. Allerdings ist dieser gerade im Vergleich zu teureren Modellen auch nicht perfekt.

Starten wir aber geordnet zunächst bei den Höhen.

Die Höhen der EarFun Wave Life sind soweit tadellos. Diese sind sauber und klar. Dabei aber auch nicht stechend, sondern runden gut ab. Suchst du besonders luftig klingende Kopfhörer, wären die Wave Life zwar nicht meine erste Wahl, sie klingen eher etwas wärmer, aber im Großen und Ganzen sind die Höhen gelungen.

Tendenziell sind aber die Tiefen eher das Highlight der Kopfhörer. So bieten diese bereits im Standard-EQ-Profil einen guten und kräftigen Bass.

Dieser hat einen soliden Tiefgang und einen guten Punch. Hierdurch bieten die Wave Life einen spaßigen und kräftigen Klang. Dabei ist der Bass aber auch nicht übertrieben, er ist kräftig, aber auch nicht extrem.

Ich denke, dass die Klangsignatur 90 % aller Menschen gut zusagen wird und auch generell zu typischer Pop-/Top-40-Musik passt.

Dabei können die EarFun Wave Life auch eine recht hohe Lautstärke erreichen, bei welcher diese auch weiter sauber spielen.

Wo wir den Preis der Kopfhörer etwas merken, ist bei der Auflösung und der Bühne. Gerade mit aktivem ANC ist die Auflösung in den Tiefen eher mäßig. Mäßig, aber auch nicht furchtbar.

Die Wave Life klingen nicht matschig, aber hier ist am ehesten ein Unterschied zu teureren Modellen zu spüren/hören.

Dennoch ist das Klang-Fazit klar positiv bei 50-€-Kopfhörern mit dem Feature-Set. Gerade wenn auch du die Möglichkeit nutzt, den Klang auch etwas auf deine Bedürfnisse über die App anzupassen, erhältst du hier gut klingende Kopfhörer.

 

Fazit

Mit den Wave Life liefert EarFun ein insgesamt sehr rundes Gesamtpaket ab, das vor allem durch sein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Für unter 50 Euro bekommst du hier Over-Ear-Kopfhörer mit gutem Tragekomfort, überraschend starkem ANC, sehr langer Akkulaufzeit und einem insgesamt überzeugenden Klangbild. Gerade das aktive Noise Cancelling sticht in dieser Preisklasse positiv hervor und kann sich problemlos mit deutlich teureren Modellen messen.

Klanglich bieten die Wave Life eine spaßige, leicht warme Abstimmung mit kräftigem Bass und angenehmen Höhen. Für audiophile Feinschmecker oder Liebhaber besonders großer Bühnen sind sie zwar nicht die erste Wahl, für den Alltag, unterwegs oder im Homeoffice machen sie aber einen richtig guten Job. Dank App-Support und Equalizer kannst du den Sound zudem gut an deinen Geschmack anpassen.

Natürlich merkt man in Details wie Auflösung und Materialwahl den günstigen Preis, wirklich gravierende Schwächen leisten sich die EarFun Wave Life aber nicht. Wenn du also auf der Suche nach bequemen Over-Ear-Kopfhörern mit starkem ANC, sehr guter Akkulaufzeit und solidem Klang bist, machst du hier definitiv nichts falsch.

Angebot
EarFun Wave Life Over Ear Noise Cancelling Bluetooth Kopfhörer...
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Kurz gesagt: Viel Kopfhörer fürs Geld.