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7x NVME SSD Kühler im Test, be quiet!, ICY BOX und Co. im Vergleich

NVME SSDs sind eine heiße Sache und das meine ich wörtlich. Viele High End NVME SSDs laufen extrem heiß, so heiß, dass diese auch mal schnell in eine Drosselung laufen können.

Aber was dagegen machen?

nvme kühler im vergleich 12

Diverse Hersteller bieten NVME SSD Kühler an, aber wie viel bringen diese? Welches ist das beste Modell? Um genau diese Fragen zu klären habe ich mir 7x NVME SSD Kühler bestellt, welche wir nun in den Vergleich schicken.

 

Testkandidaten 

Folgende NVME SSD Kühler schicken wir in den Vergleich:

EK EK-M.2 für SSD M.2 2280  16.99 €
EZDIY-FAB M.2 2280 SSD Kühlkörper  12.99 €
Glotrends M.2 Kühler M.2 Heatsink  5.39 €
ICY BOX M.2 Kühler mit 10 mm Bauhöhe  7.99 €
Thermalright „One enjoy“ M.2 2280 SSD Kühler  15.99 €
SilverStone SST-TP02-M2  10.59 €
be quiet! MC1 Pro  14.99 €

 

Mit 5,39€ ist der Glotrends M.2 Kühler M.2 Heatsink klar der günstigste Kühler. Bei diesem handelt es sich um ein sehr einfaches und generisches „China“ Modell.

nvme kühler im vergleich 1

Der Ekwb EK-M.2 für SSD M.2 2280 ist mit 16,99€ hingegen das teuerste Modell, wirkt aber auch deutlich edler.

 

Abmessungen und Gewicht 

Schauen wir uns einmal die Abmessungen und das Gewicht der Kühler an. Wichtig, ich messe hier nur den oberen Teil des Kühlers, der auf der SSD aufliegt. Auch beim Gewicht berücksichtige ich nur den „Haupt-Kühler“ ohne Halterungen usw.

Höhe  Gewicht
EK Water Blocks EK-M.2 NVMe Passivkühler  4,8 13,9
EZDIY-FAB M.2 2280 SSD Kühlkörper  6,3 18,6
Glotrends M.2 Kühler M.2 Heatsink  2,8 9,5
ICY BOX M.2 Kühler mit 10 mm Bauhöhe  9,5 16,1
Thermalright „One enjoy“ M.2 2280 SSD Kühler  8,7 33,3
SilverStone SST-TP02-M2  9,5 16,2
be quiet! MC1 Pro  8,5 27,7

 

Der Thermalright Kühler ist ganz eindeutig der schwerste im Testfeld, während der ICY BOX der höchste ist.

nvme kühler im vergleich 3

Interessant der be quiet! MC1 Pro, der im Inneren über eine Heatpipe verfügt, welche die Wärme besser verteilen soll.

 

Der Test, welcher SSD Kühler ist der beste?  

Der spannende Punkt ist natürlich der Test. Diesen habe ich wie folgt durchgeführt.

  1. Als Test SSD wurde die Western Digital WD_BLACK SN850 genutzt. Bei dieser handelt es sich um eine PCIe 4.0 NVME SSD, welche dementsprechend recht heiß läuft.
  2. Es handelte sich um eine offene-Testbench, ohne direkten Luftstrom über die Kühler! 
  3. Die Kühler wurden auf der SSD Montiert und es gab zwei vollständige Durchläufe von CrystalDiskMark mit einer Dateigröße von 64GB hintereinander.
  4. Dabei habe ich die via Software ausgegebene Temperatur mitgeloggt.

nvme kühler im vergleich 9

Schauen wir uns die Ergebnisse an.

temperatur

Das Wichtigste vorweg, jeder SSD Kühler senkt die Spitzentemperatur der SN850 gewaltig! So sorgte selbst der „billige“ Glotrends M.2 Kühler M.2 Heatsink für eine Temperatur Reduktion von 91 Grad auf 76 Grad in der Spitze. 

Der Testsieger ist aber sehr eindeutig der be quiet! MC1 Pro! Allerdings gab es durchaus ein paar Auffälligkeiten.

  • Die beiden besonders massereichen Kühler (Thermalright und be quiet!) schneiden im ersten Teil des Tests nochmals deutlich besser ab als bei fortgesetzter Last.
  • Der Thermalright Kühler hat Probleme seine gespeicherte Wärme wieder abzugeben. Dieser hat eine vergleichsweise kleine Oberfläche, aber halt viel Masse. Daher ist dieser bei kurzen Lastschüben sehr gut, aber schwächelt bei konstanter-Last.
  • Der vergleichsweise große und „luftige“, aber leichte, ICY BOX M.2 Kühler kann die Wärme sehr gut wieder abgeben. In den kurzen Lastpausen kühlt dieser am stärksten ab. Ähnliches gilt auch für das Modell von Silverstone.

Unterm Strich bietet der be quiet! MC1 Pro die beste Kombination aus Masse und Oberfläche. Auch die Heatpipe im Inneren hilft sicherlich ein gutes Stück einzelne Hitzepunkte herunterzukühlen.

maximaltemperatur

Die größte Überraschung ist aber sicherlich der ICY BOX Kühler. Dieser ist etwas höher als die anderen Modelle, ist aber deutlich günstiger und leichter. Allerdings verfügt der Kühler über vergleichsweise viel Fläche und ist recht „offen“ gebaut. Dieser kann zwar weniger Wärme puffern, gibt diese aber am schnellsten wieder ab.

Das krasse Gegenteil ist der Thermalright Kühler. Dieser ist im Grunde nur ein großer Klotz Metall. Er kann sehr viel Wärme „aufsaugen“, schwächelt aber bei der Wärmeabgabe.

 

Fazit  

Enden wir diesen Test zunächst mit einem wichtigen Punkt. Jeder SSD Kühler ist besser als keiner! Selbst der günstigste 5€ Kühler reduzierte im Test die Temperatur der Western Digital SN850 signifikant. Allerdings sehen die Empfehlungen natürlich noch etwas anders aus.

nvme kühler im vergleich 11

Der Testsieger, der be quiet! MC1 Pro. Der be quiet! MC1 Pro Kühler konnte im Test eindeutig überzeugen. Die Mischung aus hoher Masse, großer Oberfläche und einer Heatpipe konnte von keinem Konkurrenten geschlagen werden. Dabei ist auch das Montagematerial völlig in Ordnung und der Preis mit 15€ fair. Kurzum der Testsieger ist die be quiet! MC1 Pro.

Der Preis/Leistungstipp, ICY BOX M.2 Kühler. Mit unter 10€ ist der ICY BOX M.2 Kühler nicht nur günstig, sondern auch gut! Habt Ihr genug Platz kann dieser Kühler einfach dank seiner sehr großen Oberfläche überzeugen, gerade bei konstanter Last. Hier kann dieser sogar mit dem be quiet! MC1 Pro mithalten. Lediglich die Halterung des Kühlers ist nicht so schick.

Die Alternative, SilverStone SST-TP02-M2. Ähnlich wie das Modell von ICY BOX kann der SilverStone SST-TP02-M2 mit einer guten Kühlleistung und einem sehr fairen Preis punkten.

Ich hoffe dieser Test konnte Euch etwas weiterhelfen!

10x 128GB USB Sticks unter 20€ im Vergleich, Sandisk, Intenso, Transcend und Co. Im Vergleich

10x 128GB USB Sticks unter 20€ im Vergleich, Sandisk, Intenso, Transcend und Co. Im Vergleich

Durch das Aufkommen von Cloud-Speicher Systemen ist zwar der Bedarf an USB Sticks etwas gesunken, hier und da ist aber mal solch einer praktisch, um Daten schnell und unkompliziert von A nach B zu transportieren.

128gb usb sticks im vergleich 3

Mittlerweile sind USB Sticks erfreulich günstig geworden. 128GB USB Sticks bekommt Ihr problemlos für 10-20€ bekommen. Allerdings welches Modell solltet Ihr hier kaufen?

So hat SanDisk alleine gefühlt ein Duzend verschiede Modelle, hinzu kommen tonnenweise Modelle von Intenso, Transcend, Kingston und Co.

Um diese Frage zu klären habe ich mir 10 USB Sticks mit 128GB in der “Einsteiger” Preisklasse gekauft. Schicken wir diese in den Vergleich, welcher Stick ist am empfehlenswertesten?

 

Die Testkandidaten

Folgende USB Sticks habe ich in den Vergleich geschickt. Der angegebene Preis ist der Preis zum Zeitpunkt des Schreibens dieses Artikels.

 

Intenso Rainbow Line 128 GB 9 €
Intenso Speed Line 128GB Speicherstick USB 3.0  12 €
Kingston DT100G3/128GB DataTraveler 100 G3 13 €
Kioxia TransMemory U365 21 €
Philips Vivid 3.0 USB Stick 128GB 13 €
Samsung BAR Plus 128GB  19 €
SanDisk Ultra 128GB USB-Flash-Laufwerk 17 €
SanDisk Ultra Flair USB 3.0 Flash-Laufwerk 18 €
SanDisk Ultra Luxe 128GB 18 €
Transcend 128GB JetFlash 790 18 €

 

Ich habe mich in diesem Vergleich auf 128GB USB Sticks unter 20€ konzentriert, mit einer Ausnahme dem KIOXIA Stick für 21€.

Der mit Abstand günstigste USB Stick ist der Intenso Rainbow Line 128 GB für unter 10€! 128GB für unter 10€ ist schon eine Ansage, allerdings ist dies auch der einzige Stick im Vergleich der noch auf USB 2.0 setzt.

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Allerdings auch der Intenso Speed Line ist mit 12€ nicht viel teurer und bietet bereits USB 3.0.

Die beiden auf den ersten Blick wertigsten USB Sticks sind klar der Samsung BAR Plus und der SanDisk Ultra Luxe. Beide setzen auf ein Gehäuse komplett aus Metall und sind nahezu unkaputtbar. Gerade den Samsung USB Stick könnte ich vermutlich nicht einmal zerbrechen, wenn ich wollte.

Mein Herz hängt allerdings zugegeben etwas bei den ausfahrbaren USB Sticks, wie dem Kioxia TransMemory U365, dem Transcend JetFlash 790 oder dem SanDisk Ultra.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kam für diesen Artikel zum Einsatz

  • Intel NUC 11 Pro
  • Intel Core i5-1135G7
  • 16GB RAM
  • 1TB SSD (Corsair MP600)
  • Intel Iris Xe Graphics

Alle Tests wurden jeweils unter Windows 10 durchgeführt.

 

Die Kapazität

Theoretisch haben alle USB Sticks hier im Test 128GB. In der Praxis zeigt aber H2TestW leichte Schwankungen bei der Kapazität der Sticks an. Hier einfach mal die Werte der frisch NTFS formatierten Sticks.

kapazität

 

Der Test, CrystalDiskMark

Starten wir mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist ein sehr guter Benchmark, welcher allerdings auch sehr gut darin ist, absolute “optimal-Werte” zu zeigen.

Dies hier sind also die absoluten Maximal-Werte, welche so in der Praxis nicht zwingend zu erreichen wären.

datenraten crystalcrystaldiskmark transcend jetflash 790 crystaldiskmark sandisk ultra crystaldiskmark sandisk ultra luxe crystaldiskmark sandisk ultra flair crystaldiskmark samsung bar plus crystaldiskmark philips vivid crystaldiskmark kioxia u365 128gb crystaldiskmark kingston 100 g3 crystaldiskmark intenso speed line crystaldiskmark intenso rainbow line intenso rainbow line

Zwei USB Stick stechen hier etwas aus der Masse hervor. Dies wäre der Samsung BAR Plus 128GB und der Kioxia TransMemory U365.

Gerade der Samsung BAR Plus erreicht mit 361 MB/s lesend einen fantastischen Wert. Auch der Kioxia TransMemory U365 erreicht mit 233 MB/s lesend einen spitzen Wert! Kein anderer USB Stick kann die 200 MB/s Grenze noch überschreiten.

Allerdings wo fast alle USB Sticks lesend gut bis sehr gut sind, sehen die Schreibwerte deutlich schwächer aus! Selbst der Samsung Stick der 361 MB/s lesend erreichte, schafft schreibend nur rund 62 MB/s und ist damit schon recht gut dabei.

128gb usb sticks im vergleich 10

Schreibend kann der Kingston DT100G3/128GB DataTraveler 100 G3 mit 84 MB/s die Spitzenposition erreichen.

Allerdings sind dies alles absolute “Peek-Werte”. Bei einfachen Dateiübertragungen sehen die Werte meist ein gutes Stück schlechter aus.

 

Ein defekter nach dem ersten Test 

Leider muss ich nach dem ersten Test einen defekten USB Stick vermelden, den Intenso USB 3.0 Stick.

Der Intenso Stick ist komplett kaputt gegangen bei einem Test mit H2Testw. Dieser wird nicht mehr korrekt erkannt und alle Daten auf dem Stick wären weg. Daher taucht dieser auch nicht mehr im Praxis-Teil auf.  

 

Test in der Praxis

Viele der USB Sticks hier im Test tricksen etwas. So besitzen die Sticks einen Speicherbereich, den diese schneller beschreiben können als den Rest.

Dies könnt Ihr hier z.B. gut erkennen.

unbenannt

Hier besitzt der Stick drei unterschiedliche Schreibgeschwindigkeiten, je nachdem wie lange der Schreibvorgang dauert.

Bei anderen Modellen (Philips) ist der Schreibvorgang generell sehr ungleichmäßig.

philips

Für diesen Test kopiere ich zwei große Dateien auf und von den USB Sticks.

  1. Eine Linux ISO mit 1690 MB
  2. Eine Spiele Installation (also RAR gepackt) mit 21300 MB

Ich denke dies repräsentiert ganz gut eine Alltagsanwendung. Schauen wir die Ergebnisse an.

test 1 test 2

Der Sieger ist recht eindeutig, der Samsung BAR Plus kann die Konkurrenz sowohl lesend wie auch schreibend deutlich schlagen.
Platz 2 ist etwas umkämpft. Lesend holt diesen sich ganz eindeutig der Kioxia U365, welcher aber schreibend eher etwas langsamer unterwegs ist.
Schreibend kann sich der SanDisk Ultra bei kleinen Dateien auf Platz 2 setzen und bei größeren Dateimengen der Kingston.

 

Fazit

Welchen USB Stick würde ich in der 128GB Klasse mit einem Preislimit von ca. 20€ empfehlen?

  1. Samsung BAR Plus 128GB 
  2. SanDisk Ultra Flair 128GB 
  3. Kioxia TransMemory U365 
  4. Kingston DataTraveler 100 G3 

Der Samsung BAR Plus 128GB ist ganz eindeutig der schnellste USB Stick im Test und kann auch generell überzeugen! Sofern Ihr also nicht irgendwelche Vorbehalte gegen Samsung habt, kauft diesen.

128gb usb sticks im vergleich 8

Alternativ würde ich den SanDisk Ultra Flair oder den Kingston DataTraveler 100 G3 empfehlen. Der Ultra Flair ist lesend etwas schneller, wie auch beimSchreiben von kleineren Dateien. Der DataTraveler 100 G3 ist hingegen bei großen und längeren Datenübertragungen etwas flotter.

Grundsätzlich kann ich auch den Kioxia Stick empfehlen, dieser kann aber primär durch sein sehr hohes Lesetempo überzeugen.

Diese vier Sticks würde ich kaufen. Grundsätzlich sind aber alle Sticks von SanDisk oder auch der Transcend JetFlash 790 gut brauchbar. Sollte einer von diesen Sticks besonders günstig sein, greift zu, ansonsten bleibt bei der Top 4.

Test: iRobot Roomba i3 (+), guter Saugroboter mit der besten Absaugstation!

iRobot ist der Vorreiter im Bereich der Saugroboter gewesen. Gerade in den Anfangszeiten galt etwas übertrieben gesagt entweder hattest du einen iRobot Roomba oder Schrott.

Mittlerweile haben allerdings die diversen asiatischen Hersteller den Massenmarkt etwas an sich gerissen. Dennoch haben die iRobot Modelle weiterhin einen sehr guten Ruf!

Vor einer Weile haben wir uns schon einmal den iRobot Roomba S9+ im Test angesehen. Dieser war zwar nicht perfekt, aber setzte durchaus Maßstäbe bei der Reinigungsgeschwindigkeit und Saugleistung. Mit über 1000€ ist dieser allerdings in einer Preisklasse die für viele zu hoch ist (verständlicherweise).

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Hier kommt nun der Roomba i3 bzw. i3+ ins Spiel. Dieser soll ebenfalls mit einer sehr guten Saugleistung und generell hohen Qualität punkten, ist aber mit unter 350€ bzw. 650€ (mit Absaugstation), deutlich bezahlbarer!

Aber wie sieht es in der Praxis aus, kann hier der Roomba i3 überzeugen und wie schlägt dieser sich verglichen mit den asiatischen Konkurrenten? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an iRobot für das Zurverfügungstellen des Roomba i3 für diesen Test.

 

Der iRobot Roomba i3 im Test

Bei dem Roomba i3 handelt es sich um einen vergleichsweise „klassischen“ Saugroboter in der bekannten runden Form.

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Dabei setzt iRobot aber auf ein etwas außergewöhnlicheres Design. So ist die Oberfläche teils mit einer Art Leinenstoff verkleidet. Dies gibt dem I3 einen etwas „wohnlicheren“ Charakter.

Abseits davon ist dieser natürlich weitestgehend aus einem matten Kunststoff gefertigt. Die Verarbeitungsqualität würde ich als tadellos einstufen! Es ist hier klar zu merken, dass iRobot einen Premium-Anspruch besitzt.

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Auf der Oberseite des Saugroboters sind drei Tasten angebracht, mit welchen Ihr den Roboter steuern könnt. Alternativ gibt es natürlich auch eine Smartphone App.

Der Schmutz wird in einem kleinen Auffangbehälter gesammelt, welcher am hinteren Ende des Roboters angebracht ist. Dieser Auffangbehälter besitzt mit 0,4L ein leicht überdurchschnittlich großes Volumen, klasse!

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Ebenfalls Bonuspunkte möchte ich für den zusätzlichen Filter geben, der sich mit im Lieferumfang befindet. Punktabzug gibt es fürs Entleeren des Schmutzauffangbehälters. Die Öffnung fürs Entleeren ist leider recht klein und Schmutz verkeilt sich gerne im Inneren.

 

+ oder nicht +, die Absaugstation

Ihr könnt den iRobot Roomba i3 in zwei Versionen bekommen. Einmal in der normalen Version ohne „+“ und einmal mit „+“. Die Version mit + bietet eine zusätzliche Absaugstation mit im Lieferumfang.

Die Absaugstation entleert den Saugroboter jedes Mal wenn dieser zum Laden nach Hause fährt.

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Dies klappt beim Roomba i3+ auch tadellos! iRobot hat aktuell die aus meiner Sicht beste Absaugstation. Und ja diese bedeutet im Alltag einen deutlichen Komfortgewinn! Die Schmutzauffangbehälter von Saugrobotern sind leider immer sehr klein und habt Ihr eine größere Wohnung und/oder Haustiere, dann werdet Ihr diesen jedesmal entleeren müssen.

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Eine Absaugstation gibt Eurem Saugroboter ein deutliches Plus an Selbstständigkeit. Ihr müsst Euch nicht jedes Mal Gedanken machen, habe ich den Saugroboter entleert? Ihr könnt diesen einfach immer losschicken wann Ihr wollt ohne einen Finger krumm machen zu müssen.

Allerdings kostet die Absaugstation natürlich einen guten Batzen und die Staubsaugerbeutel die in die Station kommen lässt sich iRobot sehr gut bezahlen! Drei dieser Beutel kosten Euch gute 17€! Es gibt allerdings auch einige günstigere Nachbauten.

 

Die App

Der Roomba i3 setzt wie auch die anderen iRobot Modelle auf die iRobot App. Diese ist sehr schlicht aber schick und modern gestaltet.

Was den Funktionsumfang angeht ist der i3 allerdings sehr überschaubar! Im Grunde könnt Ihr den Roboter nur starten und stoppen über die App. Auch ein Zeitplan ist möglich.

Ihr könnt allerdings nicht die Saugkraft verstellen oder eine Zimmerreinigung starten. So erstellt der i3 zwar durchaus eine Karte Eurer Wohnung, Ihr könnt hier aber keine NoGo Zonen einrichten oder Ähnliches. Schade!

 

Navigation und Fahrverhalten

Der Roomba i3 setzt auf keine Kamera oder einen rotierenden Laser-Sensor. Anstelle dessen setzt dieser auf ein Gyroskope und einen einfachen Laser-Sensor für die Navigation.

Ganz blöd gesagt, der Saugroboter versucht mitzuschreiben in welche Richtungen dieser gefahren ist und erstellt daraus einen einfachen Plan. Dieser Plan soll dabei helfen alle Stellen in Eurer Wohnung abzudecken.

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In der Praxis funktioniert dies mittelgut. So ist es offensichtlich, dass der Roomba i3 einen gewissen Plan hat wo er schon war und wo er noch hin muss. Teils bricht dieser an einer Ecke ab um dann an einer anderen weiter zu machen usw.

Allerdings ist die Navigation nicht so zuverlässig und souverän wie bei Modellen mit einer Laser-Navigation oder dem Roomba S9! Teils reinigt dieser Bereiche doppelt oder es kann auch mal passieren, dass ein Raum vergessen wird. Letzteres ist allerdings eher selten und meist dann wenn eine Tür nicht ausreichend weit geöffnet ist. Dann wird die Durchfahrt nicht ausreichend gut erkannt.

Tendenziell würde ich den i3 aber nicht für besonders komplexe oder volle Wohnungen empfehlen! Dieser fühlt sich in großen und offenen Räumen sichtlich wohler als in engen und vollgestellten Wohnungen.

In offeneren Wohnungen wird der i3 auch deutlich schneller Arbeiten also viele Konkurrenten! So hat dieser eine leicht überdurchschnittlich große Fahrgeschwindigkeit und auch die Bürsten auf der Unterseite sind leicht überdurchschnittlich Breit.

Dies war auch schon eine stärke des Roomba S9, welcher ebenfalls sehr gut darin war „Fläche“ zu machen.

Was die Fluchtlogik und das Umgehen mit Hindernissen angeht zeigt sich der i3 durchschnittlich Souverän. Die ganzen Roomba Modelle haben etwas mehr Probleme mit Kabeln, Socken usw. als viele Konkurrenten. Dies liegt an der großen Doppelbürste, welche solche Objekte gnadenlos einsaugt. Da aber die Bürste verglichen mit dem S9 in der Mitte sitzt ist diese etwas besser vor Kabeln geschützt.

Die Fluchtlogik wiederum ist gut. In meinem Test hatte der i3 keine übermäßigen Probleme mit Stuhlbeinen oder anderen Engstellen.

 

Saugleistung

Ähnlich wie auch schon der Roomba S9+ setzt auch der i3 auf eine doppelte rotierende Gummiwalze für die Schmutzaufnahme. Diese ist auch die große Besonderheit der Roomba Modelle.

So soll die Gummi-Walze besser Schmutz anheben, als die ansonsten meist üblichen Bürsten. Dem scheint auch Roborock zuzustimmen, welche beim neuen S7 ebenfalls auf eine Gummi-Walze setzen. Was den reinen Saugmotor angeht landet der Roomba i3 allerdings eher im Mittelfeld. Dieser verlässt sich bei der Reinigung primär auf seine außergewöhnliche Doppelwalze.

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Und ja dies funktioniert auch in der Praxis! Gerade auf glatten Böden ist die Reinigungsleistung hervorragend! Hausstaub, Tierhaare aber auch Krümel sind kein Problem für den i3. Hier reinigt dieser deutlich oberhalb seiner Preisklasse.

Grundsätzlich ist die Reinigungsleistung auch auf Teppichen hervorragend! Hier muss ich aber etwas unterscheiden. Ich habe einige Ikea Teppiche, welche etwas störrischer sind. Fährt der i3 auf diese Teppiche ist klar zu hören das die Walzen einen deutlich erhöhten Wiederstand bekommen und die Rotationsgeschwindigkeit sinkt. Dies ist ein Problem, wir haben hier schließlich gleich zwei Gummiwalzen die vom Motor angetrieben werden müssen.

Hierdurch ist die Saugleistung auf diesen Ikea Teppichen weiterhin Okay, aber es können vereinzelt Tierhaare kleben bleiben.

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Auf meinen Vorwerkteppichen (gleiche Teppichhöhe) hatte der Roomba i3 keine Probleme. Hier war die Saugleistung hervorragend! Selbst die Haare meines Hundes wurden super entfernt.

Weitere Bonuspunkte gibt es für die recht hohe Fahrgeschwindigkeit. Stellt Euch einen einfachen viereckigen Raum ohne Hindernisse vor, diesen würde der Roomba i3 überdurchschnittlich schnell reinigen. Schneller als die meisten Modelle von Roborock und Co., aber langsamer als der S9+. Letzterer besitzt eine extra breite Bürste und ist daher noch besser beim „Fläche machen“.

 

Fazit

Ob ich Euch den Roomba i3 empfehlen kann hängt stark von Euren Anforderungen und Eurer Wohnung ab! So sollte Eure Wohnung:

  • Im Optimalfall recht groß und offen sein
  • Nicht übermäßig vollgestellt sein
  • Es sollten wenig Dinge herumliegen
  • Primär glatten Boden haben, auch wenn ein paar Teppiche okay sind.

Die größte schwäche des Roomba i3 ist die Navigation. Ja die Navigation ist deutlich besser als bei den älteren Zufallsbasierten Modellen, der i3 arbeitet in geraden Bahnen, allerdings ist die doch etwas einfachere Navigation in sehr engen und vollgestellten Wohnungen, mit vielen unterschiedlichen Wegen usw. schnell auch mal etwas überfordert und dann weniger Effizient.

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Habt Ihr solch eine sehr enge und volle Wohnung, dann würde ich entweder ein teureres Modell empfehlen oder zu einem der Asiaten greifen, wie Roborock, EcoVacs und Co.

Die Stärke des Roomba i3 ist das Saug/Bürsten System. Die Gummi-Doppelbürste ist aktuell iRobot exklusiv. Diese ist gerade auf glatten Böden sehr gut! Auch auf Teppichen kann die Reinigungsleistung weit überdurchschnittlich sein, hier kommt es aber etwas auf den jeweiligen Teppich an (meine Ikea-Teppiche sind z.B. etwas problematischer als meine Vorwerk-Teppiche).

Unterm Strich würde ich aber klar sagen die Saugleistung ist ein großer Pluspunkt des i3 und vermutlich der Grund warum Ihr den Saugroboter in Betracht ziehen solltet.

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Sprechen wir noch über die optionale Absaugstation. Grundsätzlich hat iRobot die beste Absaugstation die Ihr aktuell auf dem Markt finden könnt. Diese funktioniert auch beim Roomba i3+ tadellos und ist ein großer Komfortgewinn!

Allerdings ist der Preis saftig! 400€ für den Roomba i3 gehen in Ordnung, wenn Ihr die höhere Saugleistung sucht und eine passende Wohnung habt. 700€ , also 300€ mehr, für den i3+ mit Absaugstation halte ich aber für sehr saftig!

 

irobot roomba i3

Verarbeitung und Haptik
92
Navigation
82
App und Feature
80
Hindernisvermeidung
82
Saugleistung (glatte Böden)
93
Saugleistung (Teppich)
92
Lautstärke
84
Putzfunktion
0
Sonstiges
92
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Apple iPad Pro M1 Ladestandards und Ladetempo, eine Analyse

Mit dem iPad Pro M1 hat Apple im Jahr 2021 den nächsten großen Schritt gewagt. Dieses verfügt nun über einen der schnellsten Prozessoren aktuell auf dem Markt, selbst verglichen mit Notebooks!

Dementsprechend soll das iPad Pro M1 nun mehr denn je ein Ersatz für einen PC oder Notebook sein. Wir bei Techtest interessieren uns aber vor allem für einen Aspekt, den Akku bzw. das Laden.

apple ipad pro 11 ladestandards 2

Apple hat bisher bei seinen Geräten immer auf den Power Delivery Standard gesetzt. Dabei konnten die älteren iPads (11 Zoll) mit bis zu 30W laden. Aber wie steht es um das neue Apple iPad Pro 11 M1? Nutzt dieses auch weiterhin den ganz normalen Power Delivery Standard und falls ja mit welchem Tempo? Finden wir dies im Test heraus!

 

Das Ladegerät mit im Lieferumfang des iPad Pro M1 

Im Lieferumfang des iPad Pro 11 2021 „M1“ findet sich ein USB C auf USB C Kabel, wie auch ein USB C Ladegerät.

apple ipad pro 11 ladestandards 3

Bei dem USB C Ladegerät handelt es sich um das 20W A2347 von Apple, welches auch als Optimum für das aktuelle iPhone gilt.

Ganz spannend, beim alten 2018er iPad Pro war die Rückseite noch mit „45W“ maximalem Ladestrom beschriftet. Beim aktuellen iPad Pro steht hier nur noch 5V/3A oder 9V/2,22A, also 20W.

 

Welchen Ladestandard nutzt das iPad Pro 2021? 

Das Apple iPad Pro 2021 nutzt auch den USB Power Delivery Standard zum Schnellladen. Apple hat diesen dabei nicht verändert oder modifiziert. Jedes handelsübliche USB Power Delivery Ladegerät mit ausreichend Leistung kann das iPad Pro mit dem vollen Tempo laden. Apple eigene Ladegeräte werden also nicht bevorzugt behandelt! 

 

Wie schnell lädt das neue iPad Pro 2021?  

Wie schnell kann das iPad Pro 2021 nun aber an verschiedenen Quellen laden? Wichtig die hier gemessenen Werte gelten erst einmal nur für die 11 Zoll Version. Es ist aber anzunehmen das diese ähnlich beim iPad Pro 12,9 Zoll ausfallen werden.

ladetempo ipad pro 11

Ihr wollt, wenn irgendwie möglich, für das iPad Pro 2021 mit dem M1 Chip ein USB C Ladegerät nutzen. Verwendet Ihr ein USB A auf USB C Adapterkabel ist das Ladetempo auf rund 5W limitiert!

apple ipad pro 11 ladestandards 11

Hier unterscheidet sich das iPad Pro 2021 etwas vom Pro 2018, letzteres konnte an normalen USB A Ladegeräten noch mit bis zu 7,5W laden.

An USB C Ladegeräten mit Power Delivery ist das Ladetempo signifikant höher. Hier konnte ich ein maximales Ladetempo von 28W messen. Dies natürlich nur wenn Euer Ladegerät auch 28W liefern kann.

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Bei einem 18W USB PD Ladegerät seid Ihr auf 17,xW limitiert und bei einem 20W Ladegerät auf 19,xW.

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Mit original Ladegerät

Das beiliegende 20W Ladegerät kann also das iPad Pro 11 2021 bereits schnell laden, aber mit einem größeren Ladegerät würde es noch schneller gehen. 

 

Höhere Leistungsaufnahme bei paralleler Nutzung  

Ladet Ihr das iPad Pro regulär auf, dann nimmt dieses maximal rund 28W auf. Nutzt Ihr dieses aber parallel, dann konnte ich Leistungswerte von bis zu 35W messen. 

apple ipad pro 11 ladestandards 6
Bei gleichzeitiger Nutzung

Dies natürlich nur dann, wenn Ihr auch ein passendes Ladegerät habt. Daher empfiehlt sich für das iPad Pro 11 2021 ein Ladegerät mit 45W oder mehr. Dieses wäre in allen Situationen in der Lage ausreichend Energie bereit zu stellen.

 

Welche Ladegeräte und welche Powerbanks empfehlen sich für das iPad Pro 2021?  

Fassen wir einmal zusammen was eine Powerbank oder ein Ladegerät haben/können sollte damit diese ideal fürs iPad Pro ist.

  • USB C Ausgang mit der Unterstützung des Power Delivery Standards (Quick Charge bringt nichts!)
  • 18W bzw. 20W reichen bereits, ideal sind aber 45W oder mehr
  • Eine Kapazität von ca. 10000mAh+ für das 11 Zoll Modell oder 12000mAh+ fürs 12,9 Zoll iPad (für mindestens eine vollständige Ladung)

Grundsätzlich halte ich das beiliegende Ladegerät beim iPad Pro 11 für ausreichend gut. Ein Austauschen ist grundsätzlich nicht zwingend nötig, allerdings ein etwas höheres Ladetempo ist durchaus erreichbar.

apple ipad pro 11 ladestandards 12

Hierfür wollt Ihr im Optimalfall 45W Leistung oder mehr. Mehr Leistung ist grundsätzlich nicht schädlich, bringt aber auch kein höheres Ladetempo mit.

Alternativ zum original Ladegerät würde ich folgende Modelle empfehlen:

Jeder dieser Ladegeräte passt sehr gut zum iPad Pro 2021!

Auf Seiten der Powerbanks würde ich folgende Modelle empfehlen:

 

Fazit  

Wie lädt nun das Apple iPad Pro 11 2021 und welche Ladestandards nutzt das Tablet?

apple ipad pro 11 ladestandards 13

Fassen wir das Ganze einmal zusammen

  • Das iPad Pro 2021 nutzt weiterhin den normalen USB Power Delivery Ladestandard. Es gibt hier keinen direkten Vorteil für Apple eigene Ladegeräte.
  • Das iPad Pro 11 kann mit rund 26-28W laden. Bei gleichzeitiger Nutzung kann der Ladestrom auf bis zu 35W ansteigen.
  • Ein 45W+ USB Power Delivery Ladegerät/Powerbank wäre optimal für das Tablet.  
  • Ein Laden an einem normalen USB A Ladegerät mit einem USB A auf USB C Kabel ist weiterhin möglich, aber sehr langsam! Hier liegt das maximale Ladetempo bei 5W.

Ich hoffe dieser Artikel konnte Euch etwas helfen.

Intel NUC 11 Pro Kit (NUC11TNHv50L) im Test, top Office/Media PC mit herrausragender IO!

Intels NUC Serie an Mini-PCs erfreut sich seit vielen Jahren einer große Beliebtheit. Nicht verwunderlich, denn die kleinen Intel NUCs sind ausreichend leistungsstark, schön kompakt und auch nicht zu teuer.

So könnt Ihr einen kleinen Intel NUC der 11. Generation bereits ab 299€ bekommen. Dabei bietet diese eine ordentliche Leistung dank Intel CPUs der 11. Generation, eine überragende Portausstattung mit Thunderbolt 4 und 2,5 Gbit LAN und nicht zuletzt das NUC typische super kompakte Design.

intel nuc 11 pro kit nuc11tnhv50l test review 7

Ich habe mir nun auch solch einen Intel NUC 11 als Test-PC zugelegt. Wollen wir uns im Test einmal ansehen wie gut dieser ist und wie er sich gegen den AMD Ryzen basierten ASUS PN50 schlägt!

 

Verschiede Versionen und Barebone

Den Intel NUC 11 Pro gibt es in diversen Versionen. Hierbei unterscheidet sich sowohl das Gehäuse wie vor allem die CPU.

Es gibt die Intel NUC 11 in einer besonders flachen Bauform und in einer etwas dickeren Bauform. Letztere bietet einen zusätzlichen 2,5 Zoll SSD/HDD Slot und 2x USB A und 1x Gbit LAN mehr.

Folgende CPUs könnt Ihr aktuell in den NUCs finden:

  • Intel Core i3-1115G4 (2-Kerne)
  • Intel Core i5-1135G7 (4-Kerne)
  • Intel Core i7-1165G7 (4-Kerne)

Grundsätzlich sind alle drei CPUs Okay, aber ich würde zum i5 Raten, wenn Ihr etwas mehr als nur Office machen wollt.

Bei allen Versionen des Intel NUC 11 Pro handelt es sich um Barebone PCs! Diese beinhalten also KEINEN Arbeitsspeicher, SSD oder Betriebssystem.

 

Der Intel NUC 11 Pro Kit (NUC11TNHv50L) im Test

Mit 117 x 54 x 112 mm ist der Intel NUC 11 Pro ein super kompakter kleiner PC. Dieser kann problemlos auf der Rückseite eines Monitors mithilfe einer VESA Halterung verschraubt werden.

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Dabei setzt Intel auf ein sehr minimalistisches Design. So gibt es kein großes Intel Branding oder Aufkleber. Das Gehäuse besteht einfach aus einer Mischung aus schwarzem Kunststoff und Aluminium.

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Einer der beeindruckendsten Punkte am NUC ist aber klar die Portausstattung. So finden wir folgende Ports am NUC 11 Pro:

  • 3x USB A 3.2 Gen 2 (10 Gbit)
  • 2x USB C 4 (Thunderbolt 4)
  • 3x USB A 2.0
  • 1x 2,5 Gbit LAN
  • 1x Gbit LAN
  • 2x HDMI 2.0

Damit ist alles an Ports am NUC 11 zu finden war Ihr Euch wünschen könnt, mit Ausnahme eines 3,5mm Ports und eventuell eines Kartenlesers.

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Links der Intel NUC, rechts der ASUS PN50

Mit Energie wird der NUC über ein 120W Netzteil versorgt, welches fast so groß ist wie der NUC selbst.

 

Keine Soundkarte!

Wichtig die Intel NUC 11 Pro verfügen über keine reguläre Soundkarte! Diese können Ton nur via HDMI ausgeben. Solltet Ihr einen regulären 3,5mm Audio-Ausgang benötigen, dann müsst Ihr eine USB Soundkarte nutzen.

 

Aufrüsten

Um den Intel NUC 11 Pro nutzen zu können benötigt Ihr mindestens ein Arbeitsspeicher Modul (SO-DIM DDR4), eine SSD (M.2 NVME oder 2,5 SATA) und ein passendes Betriebsystem.

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In meinem Fall habe ich einfach zwei RAM Module mit jeweils 8GB genutzt die ich aus einem Dell XPS 17 hatte. Der NUC hat diese ohne Probleme akzeptiert.

Auf Seiten der SSD nutze ich eine Samsung 980. Diese wird sogar „akzeptabel“ vom NUC gekühlt. Der NUC unterstützt sogar PCIe 4.0!

 

Performance

Ich habe folgende Version des NUC 11 Pro:

  • Intel NUC 11 Pro Kit NUC11TNHv50L
  • Intel Core i5-1145G7, 4C/8T, 2.40-4.40GHz, 8MB+5MB Cache, 28W TDP
  • Intel Iris Xe Graphics (iGPU), 80EU/640SP
  • 16GB RAM
  • Samsung 980 SSD

Bei dem i5-1145G7 handelt es sich um eine von Intels 10nm CPUs mit 4 Kernen und 8 Threads. Diese ist weitestgehend identisch zum größeren Core i7-1185G7, hat nur etwas weniger Takt und Cache.

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Verglichen mit dem AMD Ryzen im ASUS PN50 hat die Intel CPU eine etwas höhere TDP mit 28W. Die CPU darf also etwas mehr Energie aufnehmen, was der Performance gut tut. Mit 28W TDP ist allerdings der Intel NUC weiterhin als sehr sparsam zu bezeichnen. Selbst einige Notebooks dürfen bis zu 45W aufnehmen.

Schauen wir uns die Leistung des Intel NUC 11 Pro Kit NUC11TNHv50L einmal in ein paar Benchmarks an.

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Ich bin sehr positiv von der Leistung des NUC überrascht! Dieser kann problemlos mit größeren Notebooks mithalten. So kratzt der i5-1145G7 an der Leistung des i7-9750H, welcher in Notebooks sehr verbreitet ist.

Bei der Single Core Leistung kann sich der NUC sogar an die Spitze der Notebook Benchmarks setzen.

Wie stehts ums Gaming? Natürlich ist dies kein Gaming PC und dieser verfügt nicht einmal über eine gesonderte Grafikkarte. Allerdings sind die integrierten Intel GPUs in den letzten Jahren deutlich fähiger geworden. Wie steht es hier um die Intel Iris Xe Graphics (iGPU), 80EU/640SP?

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Sagen wir es so, nein der Intel NUC 11 Gen ist ohne externe GPU nicht wirklich fürs Gaming zu gebrauchen. Auf 720p Auflösung werdet Ihr die meisten aktuellen Spiele bei sehr niedrigen Details zum Laufen bekommen. Ältere Titel laufen auch bei niedrigen bis mittleren Details und Full HD Auflösung, aber eine „Pracht“ ist die Gaming Leistung des NUC nicht.

 

Temperatur, TDP und Lautstärke

Intel gibt die TDP, also wie viel Energie die CPU aufnehmen darf, des i5-1145G7 mit 28W an.

temperatur

In einem ersten Boost geht die CPU sogar auf bis zu 44W hoch, was allerdings mit Temperaturen im Bereich von 90+ Grad einher geht.

Nach diesem ersten Boost pendelt sich der NUC bei 28W ein, welche in CPU-Temperaturen im Bereich von 70 Grad resultieren, was absolut unproblematisch ist.

Im reinen Leerlauf ist der NUC nicht hörbar, kommt es aber zu Last ist der mini PC klar ortbar. Dabei drehte der Lüfter auch teils bei „alltäglichen“ Anwendungen, wie dem Installieren von Programmen, kurz mal hoch.

Der NUC 11 Pro ist somit nicht absolut „silent“, aber auf dem Level eines normalen Notebooks.

 

Stromverbrauch

Der Intel NUC 11 Pro hat zwar ein 120W Netzteil, dieses ist aber ein gutes Stück überdimensioniert.

Im normalen Leerlauf (Windows Desktop) benötigt der NUC ca. 8W, was extrem wenig ist. Der höchste Stromverbrauch den ich vom NUC gesehen habe ist ca. 71W bei absoluter Voll-Last.

 

Fazit

Ja ich kann den Intel NUC 11 Pro mit gutem Gewissen als Office/Media-PC für die Bastler unter Euch empfehlen!

So ist die Performance der Intel Core i5 Version abseits vom Gaming sehr gut! Diese ist mehr als ausreichend für Office oder Web-Anwendungen. Sogar Foto/Video-Bearbeitung sollte absolut kein Problem für den NUC sein, natürlich in einem Hobby Rahmen.

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Ein dickes Plus gibt es für die Portausstattung. Thunderbolt 4 und 2,5Gbit LAN sind alles andere als selbstverständlich! Positiv ist auch der sehr niedrige Stromverbrauch von 8W im Leerlauf bzw. bei leichter Last.

Seid Ihr allerdings kein Bastler, dann schaut Euch lieber bei Lenovo, Dell und Co. Nach einem passenden Mini-PC um. Mit 499€ ist zwar meine Version des NUC nicht zu teuer, aber es ist RAM, SSD und eine Windows Lizenz zusätzlich nötig (ca. 200€) um den PC nutzen zu können. Hier sind wir durchaus in Preisregionen in welchen Ihr auch einen regulären PC bekommt, auch wenn diese nicht so schick und klein sind.

Die SOUNDPEATS T2 TWS Ohrhörer im Test

SOUNDPEATS gilt als ein absoluter Geheimtipp unter den ture Wireless Ohrhörern! So bietet SOUNDPEATS sehr gute true Wireless Ohrhörer zu fairen Preisen an. Das aktuelle Flaggschiffmodell sind die T2.

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Diese sollen nicht nur mit einem tollen Klang und langer Akkulaufzeit (30 Stunden) punkten, sondern auch mit einem Hybrid Active Noise Cancelling.

Noise Cancelling ist bei günstigen true Wireless Ohrhörer immer so eine Sache. Daher wollen wir doch einmal schauen ob die neuen SOUNDPEATS T2 im Test überzeugen können.

 

Die SOUNDPEATS T2 im Test

Die SOUNDPEATS T2 werden wie üblich in Kombination mit einer kleinen Transport bzw. Ladebox geliefert. Diese misst 64,7 x 28,8 x 41,5 mm und bringt inklusive Ohrhörer ein Gewicht von 47,2g auf die Waage. Die Ohrhörer selbst wiegen 5,4g pro Stück.

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Dabei setzt die Ladebox auf eine einfache Kunststoff-Oberfläche, welche sich aber recht wertig anfühlt. Auch das Scharnier des Deckels macht einen guten Eindruck!

Nein die T2 sind keine absoluten Premium Ohrhörer, aber für 50€ sind diese völlig Okay.

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Der Akku, welcher in der Ladebox integriert ist, kann die Ohrhörer ca. 2x wiederaufladen. Mit jeder Ladung sollen die Ohrhörer ca. 10 Stunden halten. Dies halte ich für etwas übertrieben, aber 6+ Stunden sind durchaus möglich.

Die Ohrhörer selbst sind mittelgroß. Diese setzen auf das übliche Ohrstöpsel Design. Dabei nutzt SOUNDPEATS auch hier ein mattes Kunststoff Design.

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Grundsätzlich gefallen mir die Ohrhörer sehr gut, auch wenn diese nicht aus der Masse hervorstechen.

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Gesteuert werden die Ohrhörer einerseits natürlich über die Ladebox. Nehmt Ihr sie aus der Ladebox, dann gehen diese an, legt Ihr sie ein, dann gehen Sie aus. Zusätzlich findet sich auf der Rückseite der Ohrhörer ein kleines Touchpad, zum Pausieren von Musik usw.

 

Tragekomfort

Die SOUNDPEATS T2 sind normale Ohrstöpsel und auch nicht außergewöhnlich geformt oder gearbeitet. Diese sitzen grundsätzlich gut in meinen Ohren und ich hatte auch keine großen Probleme mit dem Verrutschen.

Für intensiven Sport wäre die T2 vielleicht nicht meine erste Wahl, aber für die normale Nutzung zu Hause, in Bus und Bahn sind diese völlig Okay. Lediglich wenn Ihr sehr kleine Ohren habt, dann gibt es sicherlich bessere Modelle für Euch.

 

Klang

Kommen wir zum spannendsten Punkt, wie klingen die SOUNDPEATS T2? Die T2 haben einen extrem mächtigen Klang!

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Wir sollten daher direkt beim Bass starten. Der Bass ist sehr tief und voll, mit einem extrem guten Volumen und Punch. Die T2 können richtig drauf los hämmern, wenn vom Song gefordert. Dabei klingen die Ohrhörer aber so als hätten diese eine große Klangkammer, der Bass wirkt also nicht künstlich oder durch Softwaretricks erzeugt. Allerdings ist der Bass auch ganz klar gesagt etwas dominant! Der Bass ist bei den T2 ganz klar der Dreh- und Angelpunkt im Klang. Diesen setzen die Ohrhörer aber auch wirklich fantastisch um.

Die Mitten der SOUNDPEATS T2 sind akzeptabel. So klingen Stimmen an sich sehr sauber und natürlich rund, aber der Bass kann sich je nach Song und Stärke des Beats etwas vordrängeln.

Sehr Ähnliches gilt auch für die Höhen. So klingen die Ohrhörer zwar nicht dumpf, aber diese verfügen auch nicht über die aller brillantesten Höhen. Die Höhen sind prinzipiell sauber und runden gut ab, aber diese haben teils etwas Probleme sich vom restlichen Klang zu lösen. Dies ließt sich etwas schlimmer als ich es meine. Ich mag normalerweise sehr klare Höhen bei Ohrhörern, aber ich kann völlig mit den T2 leben!

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Allgemein haben die SOUNDPEATS T2 einen sehr spannenden Klang. Der wirklich extrem volle und satte Bass und Kombination mit Höhen und Mitten, die zwar etwas vom Bass dominiert werden, aber generell auch sehr wertig und sauber klingen, gibt den T2 eine interessante Klangsignatur.

Als Bonus obendrauf haben die Ohrhörer auch noch einen sehr guten räumlichen Klang! Erneut dieser mit dem starken Bass gekoppelt, macht Spaß!

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Erklärung: Bei einer komplett geraden Linie würden die Ohrhörer Audiosignale 1 zu 1 wiedergeben, ohne diese zu färben oder zu „verfälschen“. Dies ist aber nur bei Studio/Referenz Kopfhörern üblich. Ihr könnt das Diagramm grob in drei Bereiche unterteilen, links = Tiefen/Bass, Mitte = Mitten und  rechts = Höhen. Ist ein Teil höher als ein anderer Teil ist dieser Frequenzbereich klanglich mehr betont als ein anderer. Ist beispielsweise die Frequenzkurve links sehr hoch bedeutet dies einen Bass-Boost. Es ist zwar nicht möglich den Klang nur auf die Frequenzkurve herunter zu brechen, aber diese liefert dennoch neutrale Informationen zum Klang.

 

ANC?

Die SOUNDPEATS T2 verfügen über aktives ANC, wie auch einen Transparenz Modus. Das ANC ist okay. Dieses blockt wirklich Lüfter oder Motor-Geräusche gut! Diese werden fast zu 100% geblockt. Stimmen oder ähnliche Geräusche werden natürlich nur leicht reduziert.

Allerdings hatte ich im ANC Modus teils das Problem, dass die Ohrhörer „kratzen“. Gerade bei lauterer Musik scheint es so als würden die Ohrhörer versuchen die eigene Musik zu blocken, was dann in Störgeräuschen resultiert. Allerdings reden wir hier von Lautstärken wo ANC eh nichts mehr bringt, da die Musik zu laut ist.

 

Fazit

Ihr sucht true Wireless Ohrhörer in der 50€ Preisklasse die vor allem mit einem wertigen und vollem Bass punkten können? Dann seid Ihr bei den SOUNDPEATS T2 absolut richtig.

Die SOUNDPEATS T2 haben ein tolles Klangvolumen, einen super Tiefgang und eine große Klangbühne! Hierdurch klingen diese einfach nur mächtig. Der Bass ist zwar klar dominant, aber die Höhen und Mitten würde ich weiterhin als Okay einstufen!

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Die T2 sind dennoch eher Ohrhörer für Nutzer die primär Bass und „Kraft“ suchen.

Bonuspunkte gibt es für das brauchbare ANC und den ordentlichen Tragekomfort. Kurzum, für 50€ (zum Zeitpunkt des Tests) sind die SOUNDPEATS T2 absolut zu empfehlen!

Die Samsung 980 im Test, die gute Standard SSD

Samsung ist sicherlich einer der beleibtesten und besten Hersteller von SSDs. Samsung SSDs gelten als zuverlässig und schnell, sind aber oftmals auch ein gutes Stück teurer.

Aktuell bietet Samsung zwei High End NVME SSDs an, die 980 und 980 Pro. Letztere ist die wahre High End SSD, mit PCIe 4.0 usw. In diesem Test soll es aber um die reguläre 980 gehen, welche ein wenig die „Mainstream“ NVME SSD von Samsung fürs Jahr 2021 ist.

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Diese bietet sich dabei vor allem für Notebooks und kleine PCs an, wo oftmals nicht genug raum für die Kühlung einer High End SSD wie der 980 Pro wäre.

Wollen wir uns aber mal im Test ansehen ob die Samsung 980 auch wirklich überzeugen kann, oder ob die Konkurrenz die Nase vorne hat.

 

Die Samsung 980 im Test

Bei der Samsung 980 (diesmal ohne Namenszusatz wie EVO) handelt es sich zunächst um eine recht klassische NVME PCIe 3.0 SSD. Diese setzt auf den M.2 Formfaktor.

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Was das Design angeht bleibt sich Samsung glücklicherweise treu und setzt auf ein schickes schwarzes PCB und einen stylischen Aufkleber. So würde diese SSD auch in einem durchgestylten Gaming-PC nicht deplatziert wirken.

Zwar hat Samsung auf eine großen Kühlkörper verzichtet, aber wir haben auf der Rückseite einen kleinen Kupfer-Aufkleber. Dieser soll etwas bei der Wärmeabfuhr helfen. In der Praxis ist diese Hilfe allerdings überschaubar, aber mehr „Masse“ ist nie schlecht.

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Etwas überraschend bietet Samsung die 980 nur in folgenden Kapazitäten an:

  • 250GB
  • 500GB
  • 1TB

Eine 2TB Version fehlt aktuell im LineUp. Samsung scheint Euch hier etwas auf die 980 Pro puschen zu wollen.

Samsung setzt bei der 980 auf eine 5 Jahre Garantie, welche aber auch vorzeitig ablaufen kann, wenn Ihr die maximale TBW überschreitet.

tbw

Die TBW ist bei der Samsung 980 „durchschnittlich“. Die 1TB Version dürft Ihr 600x vollständig beschreiben, was in der Praxis viele Jahre normale Nutzung garantiert. Ein normaler Nutzer sollte damit 10-20 Jahre klar kommen.

 

Die Technik

Samsung setzt in der 980 auf den eigenen „Samsung Pablo“ Controller. Leider sind über diesen Controller nur wenige Informationen bekannt, lediglich das Samsung hier auf einen DRAM Cache verzichtet. Anstelle dessen wird HMB „Host Memory Buffer“ genutzt. Dabei wird ein kleiner Teil Eures RAMs als Cache für die SSD genutzt, was diese deutlich beschleunigt. Hierbei handelt es sich im übrigen nur um wenige MB, welche bereits völlig als Cache reichen.

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Beim Speicher handelt es sich wenig überraschend um TLC NAND aus dem Hause Samsung (V-NAND v6).

Kapazität 250 GB 500 GB 1 TB
Lesend 2900 MB/s 3100 MB/s 3500 MB/s
Schreibend 1300 MB/s 2600 MB/s 3000 MB/s

 

Auf Seiten der Performance verspricht Samsung bis zu 3500MB/s (lesend). Allerdings die kleineren Versionen der 980 bieten gerade schreibend teils eine deutlich schwächere Leistung.

 

Das Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für den SSD Test zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 3600X
  • ASUS Prime X570-P
  • 16GB RAM
  • Corsair HX Series HX850 Netzteil
  • Windows 10

Wichtig, bei Windows 10 handelt es sich um einen etwas älteren Update-Stand der über alle SSD-Tests konstant gehalten wird, um vergleichbare Werte zu erhalten.

Getestet wurde hier die 1TB Version der 980.

 

Ein erster theoretischer Test

Starten wir in den Test mit einem absoluten Klassiker, CrystalDiskMark, hier noch in Version 6, da ich in dieser Version alle Vergleichswerte habe.

crystal lesen crystal schreiben

Mit 3306 MB/s lesend und schreibend 2721 MB/s schreibend liegt die Datenrate etwas unter Samsungs Angaben, was aber nicht unüblich ist. Lesend kann sich die Samsung 980 im vorderen 1/3 der von mir bisher getesteten SSDs Platzieren, was ein gutes Ergebnis ist!

Schreibend landet die SSD allerdings nur im Mittelfeld.

Interessant ist immer der ASS SSD Zugriffszeiten-Test.

zugriffszeit

Auch hier platziert sich die Samsung 980 im Mittelfeld.

 

Praktische Tests

Allerdings sind Benchmarks nur das eine, die Praxis das andere. Starten wir hier mit der Installation von Windows 10 von einem USB Stick aus. Es wird die Zeit vom letzten „weiter“ Klicken des Installations-Programms bis zur ersten Nutzerinteraktion gemessen.

installation

Mit 260 Sekunden vom Klick auf „Installieren“ bis zur ersten Nutzereingabe ist die Samsung 980 erneut „mittelschnell“.

In Windows angekommen entpacken wir zwei Dateipakete mit WinRAR. Test-Datei Paket Nr. 1 besteht aus 47.000 teils sehr kleinen Dateien und bringt 41GB auf die Waage. Test-Datei Paket Nr. 2 ist 25GB groß und besteht aus rund 2000 Dateien. Paket Nr. 2 ist die Installation von Bioshock Infinite.

entpacken

Hier gibt es eine erste Überraschung. Hat die Samsung 980 in vorangegangen Tests eher mittelgut abgeschnitten, kann diese hier plötzlich auf Platz 3 bzw. Platz 1 vorrücken! Dies ist auch kein Einzelfall!

Im nächsten Test kopieren wir beide entpackten Dateipakte innerhalb der SSD und stoppen erneut die Zeit.

intern kopieren

Hier kann sich die Samsung 980 einen extrem starken 2. Platz sichern.

Die Samsung 980 kann also in der Praxis deutlich mehr überzeugen als in den theoretischen Benchmarks, was sogar von PC Mark und dem „Full System Drive“ Benchmark bestätigt wird.

pc mark

 

Temperatur

NVME SSDs laufen heiß, teils sehr heiß! Es ist gerade in Notebooks nicht ungewöhnlich das NVME SSDs sich aufgrund von zu hoher Temperatur drosseln.

Wie steht es hier um die Samsung 980? Schauen wir uns die maximalen Temperaturen bei Dauerlast an, in einem offenen System, aber ohne direktem Luftstrom über die SSD.

Die SSD hat selbst maximal eine Temperatur von 79 Grad gemeldet. Dies ist aber nur die halbe Wahrheit, wenn wir uns das Wärmebild ansehen.

temperatur

Hier ist klar zu erkennen, dass der Controller satte 100 Grad erreicht, was als „kritisch“ zu bezeichnen ist. Allerdings hatte sich die SSD dennoch nicht gedrosselt!

Anscheinend kann diese ganz genau 100 Grad halten ohne einen sichtbaren Performance Einbruch. Allerdings in einem engen System wie einem Notebook kann das auch wieder ganz anders aussehen.

Daher, nein die Samsung 980 braucht nicht zwingend einen Kühlkörper, dieser ist aber klar empfohlen! 

 

Stromverbrauch

Leider ist das Messen des Stromverbrauchs bei M.2 SSDs etwas nicht ganz Triviales. Ich muss mich hier eines Tricks bedienen. Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME fähiges USB C 3.1 Gehäuse (Jmicron JMS582) und messe hier den Stromverbrauch dieses Gehäuses inklusive SSD. Ich kann hier das leere Gehäuse in einem gewissen Rahmen herausrechnen, aber die so erhaltenen Werte werden nicht 100%ig genau sein! Allerdings, eine SSD die tendenziell mehr Strom benötigt, wird auch dies in der Tabelle zeigen. Achtet also weniger auf die absoluten Werte und mehr auf den Vergleich zu den anderen Modellen um einzuschätzen ob nun eine SSD eher mehr oder weniger Energie benötigt.

Für die Nutzung in einem Desktop spielt dieser Test fast keine Rolle, hier wirkt sich +- 1W so gut wie 0 auf die Stromrechnung aus. Allerdings in einem Ultrabook kann +- 1W schon fast ne Stunde Laufzeit ausmachen.

leistungsaufnahme

Der Stromverbrauch ist eine erfreuliche Sache bei der Samsung 980! Die SSD ist angenehm sparsam, sowohl im Leerlauf wie auch unter Last.

Dies macht die 980 durchaus für Notebooks interessant, sofern Ihr die SSD gekühlt bekommt!

 

Fazit

Die Samsung 980 ist eine hervorragende Allrounder SSD. Auf dem Papier und in theoretischen Benchmarks kann diese zwar nicht groß hervorstechen, aber in den Praxis-Nahen Tests zeigte diese eine sehr starke Leistung!

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Gerade wenn es um Kopier-Benchmarks (innerhalb des Caches der SSD) geht kann diese weite Teile der Konkurrenz hinter sich lassen und sich in den Top 3 platzieren. Außerhalb des Schreib-Caches ist die Samsung 980 zwar nicht die flotteste SSD, aber der Cache ist ausreichend groß und selbst danach ist diese noch schnell genug.

Aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs eignet sich die 980 auch gut für die Nutzung in einem Notebook! Achtet allerdings auf die Temperaturen, denn die 980 läuft durchaus heiß, auch wenn diese nicht zwingend einen Kühlkörper benötigt.

Der CyberLink PowerDirector 365 im Test

CyberLinks PowerDirector ist das aus meiner Sicht beste Video-Schnitt Programm für den normalen Heim-Nutzer. Es gibt klar „bessere“ und umfangreichere Programme, aber der PowerDirector war sehr einfach und schnell zu nutzen, bot alle Feature die ein Normalnutzer braucht und war verglichen mit den Profi-Lösungen von Adobe und Co. Sehr bezahlbar.

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Der klassische PowerDirector wird aber so langsam von CyberLink zu Gunsten des PowerDirector 365 aufgegeben. Bei dem PowerDirector 365 handelt es sich natürlich um ein Abo-Modell. Ihr zahlt also monatlich oder jährlich Summe X und erhaltet dafür den vollen Zugriff auf alle Updates usw.

Aber lohnt sich der PowerDirector 365 wirklich? Kann das Programm Test überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Das Abo-Modell

Abo-Modelle sind (leider) aktuell sehr beliebt. Klar dies gibt einem Entwickler eine gewisse finanzielle Sicherheit, aber für den Endkunden ist dies meist einfach nur nervig.

CyberLink bietet Euch zwei Abos an:

  • PowerDirector 365 – ca. 52€ im Jahr – nur der PowerDirector 365 mit allen Plugins, Lizenzfreie Bilder, Videos und Musik usw.
  • Director Suite 365 – ca. 100€ im Jahr – PowerDirector 365, PhotoDirector 365, ColorDirector, AudioDirector und Zugriff auf alle Plugins, Vorlagen, lizenzfreie Bilder, Videos und Musik.

Preislich ist das Ganze noch in einem akzeptablen Rahmen, gerade nur der PowerDirector 365 ist mit 50€ im Jahr „fair“. Die unbegrenzte Version hat meist um die 100€ gekostet und sollte nach 2-4 Jahren geupdatet werden um die aktuellen technischen Neuerungen mitzunehmen.

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Betrachtet vielleicht den PowerDirector 365 weniger als Abo und mehr als Jahres Lizenz.

 

Der CyberLink PowerDirector 365

CyberLink wirbt zwar Jahr für Jahr mit großen Neuerungen beim PowerDirector, in der Praxis hat sich das Programm zu mindestens optisch wenig verändert. Hier und da sind ein paar neue Feature hinzugekommen, es wurden neue Technologien unterstützt und es gab Performance und Stabilitätsverbesserungen, aber die Benutzeroberfläche hat kein großes Refresh bekommen.

Dies finde ich aber ausnahmsweise nicht schlimm, denn der PowerDirector 365 hat die so ziemlich beste und einsteigerfreundlichste UI die ich bisher bei einem Video-Schnittprogramm gesehen habe!

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Startet Ihr den PowerDirector 365 werdet Ihr zunächst gefragt welchen Modus Ihr wünscht. CyberLink bietet Euch hier diverse „einfach“ und Automatik Modi. Der wichtigste Modus ist aber der klassische „Vollmodus“.

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Dieser ist genau das was Ihr von einem Video-Schnitt Programm erwartet. Ihr habt im unteren Bereich eine bzw. mehrere Zeitachsen, in welchen Ihr Eure Videos, Bilder, Texte usw. frei anordnen könnt. Dabei unterstützt der PowerDirector 365 bis zu 49 Spuren, was selbst für massive Projekte ausreichen sollte. Medien lassen sich dabei entweder über die Bibliothek (oben links) oder via Drag and Drop in die Zeitachse einfügen.

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Eine Vorschau Eures Videos seht Ihr im oberen rechten Bereich. Die Video-Vorschau neigt aber ab einer gewissen Menge an Effekten oder Nachbearbeitungsoptionen zum Stottern.

Die Basis Feature des PowerDirector 365 sind super einsteigerfreundlich. Dies gilt auch für Dinge wie eine erhöhte Video-Geschwindigkeit, Video Stabilisierung usw.

Wollt Ihr aber erweiterte Funktionen, wie Animationen, „eigene“ Übergänge usw. dann ist dies mit dem PowerDirector 365 durchaus möglich, aber deutlich weniger einsteigerfreundlich.

Allerdings bringt der PowerDirector 365 auch einige Effekte von Haus aus mit! Es gibt hunderte Übergänge, diverse Animationen wie Pfeile usw.

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Grundsätzlich sind diese Animationen und Effekte gut gemacht, aber teils sehr verspielt. Ich würde mir hier etwas mehr schlichte und „professionelle“ Effekte wünschen.

Was etwas sehr „rudimentär“ beim PowerDirector 365 gelöst ist, ist die Audio Bearbeitung.

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Ihr könnt den Ton abmischen und normalisieren. Das war es auch schon. In den Optionen „korrigieren/verbessern“ könnt Ihr den Ton noch entrauschen.

 

Bildverbesserung/Bearbeitung

PowerDirector 365 bietet Euch diverse Optionen um das Bild Eures Videos zu verbessern bzw. zu bearbeiten.

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Ihr könnt die Ausleuchtung Eures Videos verbessern, den Weißabgleich anpassen,videostabilisieren usw.

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Besonders interessant ist hier die Kantenhervorhebung. Diese skaliert das Video künstlich auf eine höhere Auflösung um dieses dann nachzuschärfen. In der Praxis kann dies durchaus gut aussehen, sofern Ihr diesen Effekt nicht übertreibt.

Auch die Video-Stabilisierung funktioniert gut, innerhalb der Limits dieser Technologie. So wird das Video deutlich stabilisiert, aber dafür wird auch etwas ins Video gezoomt, um Bewegungen auszugleichen.

Ein wenig negativer sehe ich das Entrauschen Feature. Dieses glättet zwar das Bild deutlich, aber dieses wird gerade auf den höheren Stufen eher matschig und detailarm. Ich würde hier eher ein Rauschen bevorzugen, als ein matschiges Bild zu haben.

 

Video-Export und Performance

Die generelle Stabilität des PowerDirector 365 würde ich als sehr gut bezeichnen. Probleme mit Abstürzen usw. hatte ich keine! Die generelle Performance hingegen würde ich als mittel gut einstufen.

Auf meinem durchaus leistungsfähigeren System läuft der PowerDirector 365 ordentlich, aber ich hatte zu keinem Zeitpunkt einen „oh“ Effekt. Habt Ihr während der Bearbeitung der Videos zu viele Effekte, nutzt einen schnellen Vorlauf usw. dann stockt die Live-Vorschau schnell.

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Beim Exportieren kann der PowerDirector 365 Intel Quick Sync nutzen, um Videos deutlich schneller zu exportieren. Angeblich ist auch ein NVIDIA CUDA support vorhanden, dieser ist aber sehr gut versteckt.

Allgemein scheint der PowerDirector 365 etwas auf Intel CPUs optimiert zu sein, auch wenn dieser natürlich absolut problemlos auf den aktuellen AMD Ryzen CPUs funktioniert.

 

Fazit

Das neue Abo-System beim PowerDirector macht mir zwar eine Empfehlung etwas schwerer, es gibt so viele Abos da muss man sich mittlerweile gut überlegen welche man alle abschließt, aber prinzipiell halte ich den PowerDirector 365 weiterhin für eine top Wahl!

Sicherlich für absolute Profis gibt es bessere Video-Bearbeitungsprogramme, aller Adobe Premiere Pro usw.. Allerdings die große Stärke des PowerDirector 365 ist eine Mischung aus einfacher Nutzung und großem Funktionsumfang.

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Für einen einfachen Video-Schnitt braucht Ihr Euch nicht groß einarbeiten. Einfach Videos in die Timeline ziehen und teilen, zusammenfügen usw. wie Ihr dies wollt.

Mir ist kaum ein anderes Schnittprogramm bekannt welches dies ähnlich einfach macht und eine schicke Benutzeroberfläche bietet. Der PowerDirector 365 hat natürlich jede Menge erweiterter Bearbeitungsoptionen, Effekte, und Bildverbesserungsmöglichkeiten. Diese sind auch zu weiten Teilen sehr gut umgesetzt, aber weniger „tief“ als beispielsweise bei der Adobe Alternative.

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Der Charme vom PowerDirector 365 ist die vergleichsweise angenehme Lernkurve. Ihr braucht keine große Anleitung, um das Programm schnell und effektiv nutzen zu können.

Von daher eine Empfehlung von mir für den PowerDirector 365! Dies ist das aus meiner Sicht beste Video-Schnitt-Programm für den normalen Heimnutzer!

Die Catlyn XHC-719 Powerbank 10000mAh im Test, super Kompakt, super Leistungsstark!

Der Powerbank Hersteller Catlyn sagt Euch nichts? Um ehrlich zu sein bin ich nicht überrascht, denn diese sagten mir auch überhaupt nichts bis ich per Zufallen über dessen Powerbanks bei Amazon gestolpert bin.

Dabei sehen die Catlyn Powerbanks aber sehr interessant aus! So verfügt die 10000mAh Version über Quick Charge und USB Power Delivery. Viel wichtiger, die Powerbank ist laut Hersteller und Bilder extrem kompakt!

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Ideal für Tagesausflüge und Wanderungen. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Kann hier die Catlyn Powerbank 10000mAh überzeugen? Finden wir es heraus!

 

Die Catlyn XHC-719 Powerbank 10000mAh im Test

Das wichtigste Merkmal der Catlyn XHC-719 10000mAh Powerbank sind sicherlich die Abmessungen.

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Mit 80 x 58 x 26 und einem Gewicht von 173 g ist die Powerbank für die beworbene Kapazität von 10000mAh wirklich sehr kompakt. Sehr kompakt ja, aber nicht „unplausibel“ kompakt im Anbetracht der Kapazität.

Erfreulicherweise macht das Gehäuse einen vernünftigen Eindruck. Dieses verfügt über eine leicht gummierte Oberfläche mit einer interessanten Wellenstruktur.

Ich würde das Gehäuse der Catlyn Powerbank zwar nicht als „Premium“ einstufen, es gehört aber schon in die gehobene Klasse.

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Dies gilt auch für die Anschlussvielfalt. Wir haben einen USB A Port, einen microUSB Eingang und einen USB C Port.

Der USB A Port unterstützt den Quick Charge 3.0 Standard mit bis zu 18W Leistung. Der USB C Port wiederum dient sowohl als Eingang, wie auch als Ausgang.

In beide Richtungen soll der USB C Port bis zu 18W liefern bzw. aufnehmen können und dies nach dem verbreiteten Power Delivery Standard. Genau genommen kann der USB C Port 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A liefern.

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Der microUSB Eingang wiederum unterstützt ebenfalls bis zu 18W, aber nach dem Quick Charge Standard.

Ihr könnt die Catlyn XHC-719 Powerbank also sowohl via Quick Charge wie auch USB Power Delivery laden und entladen, was die Powerbank sehr schön flexibel macht.

 

Die Kapazität

Auf Seiten der Kapazität verspricht Catlyn 10000mAh. Messen konnte ich folgendes:

Wh mAh % der HA
5V/1A 30.241 8173.243 82%
9V/1A 28.425 7682.432 77%
9V/2A 26.164 7071.351 71%

Mit maximal 8173 mAh ist die Kapazität der Powerbank „Okay“, aber auch nicht überragend!

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihre Entladung  nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch das Euer Smartphone nicht zu 100% Effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

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Mit 82% im besten Fall und 71% im schlechtesten Fall ist die Kapazität der Catlyn XHC-719 eher so semi-gut. Allerdings gehe ich davon aus, dass Catlyn nicht bei der Kapazität der Zellen gelogen hat.

 

Wiederaufladen

Wie schnell geht das Wiederaufladen der Catlyn Powerbank 10000mAh?

wiederaufladen

Dies hängt natürlich ein gutes Stück von der von Euch gewählten Quelle ab. Aber wie beworben kann die Powerbank 17-18W in der Spitze aufnehmen. Dabei akzeptiert der USB C Port sowohl Quick Charge wie auch USB Power Delivery. Der microUSB Port akzeptiert natürlich nur Quick Charge.

Erfreulicherweise geht aber auch das Laden an einem normalen USB A Ladegerät mit 10W+ recht flott.

 

Fazit

Die Catlyn Powerbank mit 10000mAh ist kein schlechtes Modell! Ganz im Gegenteil, dieses ist ein absoluter Geheimtipp für alle Nutzer die eine moderne Powerbank mit Power Delivery und Quick Charge suchen, aber auf kompakte Abmessungen wertlegen.

Die kompakten Abmessungen und das relativ geringe Gewicht sind klar die größte Stärke der Catlyn Powerbank.

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Ich würde zwar nicht sagen, dass diese absolut winzig ist, aber die Powerbank ist durchaus als kompakt zu bezeichnen, gerade wenn wir nicht vergessen, dass diese Quick Charge und Power Delivery unterstützt.

Kritik gibt es nur für die Kapazität, welche eher am unteren Ende dessen ist was ich von einer 10000mAh Powerbank erwarte.

Die kompakteste Powerbank mit ordentlicher Kapazität, die Catlyn Mini 5000mAh im Test

Habt Ihr schon mal etwas vom Powerbank Hersteller Catlyn gehört? Nein? Nicht überraschend, denn es handelt bei diesem um einen Nischenhersteller ohne Webseite usw.

Allerdings hat Catlyn zwei sehr interessante Powerbanks im Sortiment. Dies vor allem aufgrund sehr kompakter Abmessungen bei ordentlicher Kapazität. So ist das 5000mAh Modell schon als winzig zu bezeichnen, obwohl 5000mAh „Okay“ ist.

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Wollen wir uns doch einmal die Catlyn Power Bank Mini 5000mah im Test ansehen. Vielleicht ist diese ja ein absoluter Geheimtipp für Nutzer die eine super kompakte Powerbank suchen.

 

Die Catlyn Power Bank Mini 5000mah im Test

Das herausstechende Merkmal bei der Catlyn XHC-718 „mini“ Powerbank sind klar die Abmessungen. Mit 79.2 x 39 x 26.2 mm und einem Gewicht von 96,5g ist die Powerbank wirklich sehr kompakt und leicht, für 5000mAh.

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5000mAh ist zwar keine gewaltige Kapazität, sollte aber in der Praxis reichen um ein modernes Smartphone mindestens von 0% auf 70% zu bringen.

Erfreulicherweise ist das Gehäuse qualitativ dabei recht gut! Catlyn setzt auf eine leicht gummierte Oberfläche und eine spannende Rillentextur. Hierdurch fasst sich die Powerbank recht spannend an und wirkt auch wertiger als man von einem NoName Hersteller erwarten würde.

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Die Catlyn XHC-718 hat auch mehr Anschlüsse als man von solch einer mini Powerbank erwarten würde.

Wir haben 1x USB C, 1x USB A und 1x microUSB.

Der USB C Port bietet aber kein Power Delivery! Sondern nur 5V/2A. Es scheint sich hier um einen normalen USB A Port zu handeln, der aber einfach auf einen USB C Port verkabelt wurde. Der USB A Port bietet 5V/2,4A.

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Das wir hier keinen Schnellladestandard haben ist nicht überraschend.

Der USB C Port oder auch der microUSB Port kann zum Laden der Powerbank genutzt werden. Hier soll die Powerbank bis zu 2A aufnehmen können.

 

Die Kapazität

Catlyn gibt die Kapazität der XHC-718 mit 5000mAh an. Folgendes konnte ich messen:

Wh mAh % der Herstellerangabe
5V/2,4A 12.52 3384 68%
5V/1A 13.72 3708 74%

 

Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akku-Zellen im Inneren. Allerdings ist ihre Entladung  nicht zu 100% effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw.  Dies gilt gerade bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt, dass auch Euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat dieses einen 2000mAh Akku werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber etwas vom Model und der Art des Ladens ab.

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Mit 3384 bis 3708mAh ist die Kapazität der Catlyn Power Bank Mini 5000mah Okay. Es ist nicht ungewöhnlich, dass kleinere Powerbanks eine etwas schlechtere „echte“ Kapazität haben, daher überrascht mich dies nicht.

In der Praxis werdet Ihr mit der Catlyn XHC-718 ein modernes Smartphone zwischen 50% und 80% laden können, danach muss die Powerbank selbst ans Netz.

 

Ladetempo

Schauen wir uns kurz einmal das Ladetempo an.

USB C USB A
Apple iPhone 12 Pro 0 4.905
Xiaomi Mi 10 Pro 5.6 7.48
Samsung Galaxy S21 Ultra 0 7.8

 

Ganz blöd gesagt, die Catlyn XHC-718 ist langsam! Diese scheint nicht oder nur schlecht auf iPhones optimiert zu sein. Über 5W Ladestrom kam ich im Test nicht hinaus. Dabei funktionierte der USB C Port gar nicht im Zusammenspiel mit dem iPhone.

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Auf der Android Seite sah es etwas besser aus, aber auch hier sticht die Catlyn Powerbank nicht durch ein besonders hohes Ladetempo hervor. Der USB C Port funktionierte auch beim S21 Ultra nicht.

 

Wiederaufladen

Wie lange dauert das Wiederaufladen der Catlyn Powerbank? Das Laden geschieht über ein USB A zu USB C oder USB A zu MicroUSB Kabel mit maximal 7,5W.

Nutzt Ihr ein Power Delivery Ladegerät und ein USB C zu USB C Kabel, dann sind bis zu 9W möglich. Hier zeigte sich die Powerbank aber teils etwas zickig.

Eine Vollständige Ladung dauert ca. 3-4 Stunden.

 

Fazit

Die Catlyn Power Bank Mini 5000mah verkauft sich wirklich primär, wenn nicht fast ausschließlich über die sehr schönen kompakten Abmessungen.

Ja die Powerbank ist wunderbar kompakt! Ist dies für Euch das wichtigste, dann schlagt zu! Auf Seiten der Kapazität haben wir zwar maximal 3700mAh, aber dies reicht um die meisten Smartphones ein gutes Stück zu laden (auf ca. 70%).

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Das Ladetempo ist allerdings eher schwach! Die Powerbank scheint nicht gut optimiert zu sein. Das Wiederaufladen der Powerbank geht mit 7,5W ausreichend, aber auch nicht übermäßig flott.

Unterm Strich kann ich die Catlyn Power Bank Mini 5000mah also nur empfehlen wenn Ihr eine wirklich kompakte Powerbank sucht und Euch das maximale Ladetempo oder Kapazität nicht so wichtig ist.