Groß, größer die Baseus BS-30KP302 30000mAh Powerbank im Test

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30000mAh Powerbanks sieht man im Handel meist sehr selten! Warum? Powerbanks die über 100Wh Kapazität (ca. 27000mAh) besitzen sind „speziell“. Diese dürfen in der Regel nicht an Board von Flugzeugen und auch der Import via Flugzeug kann für den Händler teurer ausfallen.

Nun bietet aber der asiatische Händler Baseus, dessen Produkte Ihr bis vor kurzem nur via AliExpress beziehen konntet, auch erste Modelle via Amazon.de an. Darunter die Baseus BS-30KP302.

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Bei der Baseus BS-30KP302 handelt es sich um eine 30000mAh Powerbank mit satten sechs Anschlüssen zu einem Preis von unter 50€.

Klingt doch interessant! Wollen wir uns hier im Test doch einmal ansehen ob die Baseus BS-30KP302 wirklich gut ist und wirklich 30000mAh besitzt!

An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser der diese Powerbank mit einer Spende finanziert hat!

 

Die Baseus BS-30KP302 30000mAh Powerbank im Test

Wenn Ihr Euch für eine 30000mAh Powerbank entscheidet, dann sollte Euch auch klar sein, dass es sich hier nicht um ein kompaktes Modell handelt.

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So ist auch die Baseus BS-30KP302 mit 145x 64 x 38mm als „massiv“ zu bezeichnen. In Anbetracht der Kapazität würde ich diese aber auch nicht als zu groß einstufen. Die Abmessungen passen soweit für die Kapazität.

Beim Gehäuse Material setzt Baseus auf eine sehr feine Wabenstruktur. Dies fühlt sich durchaus gut an, aber diese Textur ist auch vergleichsweise empfindlich für Fingerabdrücke.

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Was die generelle Verarbeitung angeht passt die Powerbank. Diese wirkt ausreichend massiv und stabil gebaut.

Das wirklich Spannende ist aber natürlich die technische Seite. Die Baseus BS-30KP302 30000mAh Powerbank besitzt satte sechs Anschlüsse!

Hierbei handelt es sich um vier USB A Ports, einen USB C Port, einen microUSB Port und einen Lightning Port.

Starten wir bei den Ausgängen. Drei der vier USB A Ports sind normale 5V/2,4A Ports. Der vier USB A Port hingegen unterstützt Quick Charge 3.0 mit bis zu 18W bzw. 5V/3A, 9V2A oder 12V/1,5A. Dieser Port ist orange gekennzeichnet.

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Der USB C Port hingegen unterstützt USB Power Delivery mit ebenfalls bis zu 18W, also 5V/3A, 9V/2A oder 12V/1,5A.

Der USB C Port kann dabei nicht nur als Ausgang genutzt werden, sondern auch zum Laden der Powerbank. Hier kann dieser ebenfalls bis zu 18W nach dem USB Port Delivery Standard aufnehmen.

Der microUSB Port unterstützt wiederum Quick Charge mit bis zu 18W. Ihr habt also die Wahl wie Ihr die Powerbank schnellladen wollt.

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Der Lightning Eingang unterstützt allerdings nur 5V/2A, ist also eher als Backup für die reinen IOS Nutzer gedacht.

Weitere Bonuspunkte gibt es für das Display auf der Front. Dieses zeigt Euch in % den aktuelle Ladestand an, wie auch die aktuelle Stromstärke und Spannung! Ihr könnt also direkt auslesen wie schnell die Powerbank lädt bzw. geladen wird.

Punkt Abzug gibt es allerdings wieder für die Genauigkeit der % Angabe. Diese hängt proportional lange bei 1% und bei 99%.

 

Wie testet Techtest.org Powerbanks?

Mehr Infos

Alle Powerbanks werden nach erhalt zunächst einmal vollständig entladen und dann wieder gefüllt. Daraufhin messe ich die Kapazität mithilfe des PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser. Dieser ist aktuell leider nicht mehr verfügbar, leistet bei mir aber weiter treue Dienste.
In der Regel messe ich die Kapazität an einem USB A Port bei einer Last von 5V/1A (mithilfe eines USB Widerstands). Hierdurch sind die Messwerte über alle Powerbank-Tests vergleichbar.
Gemessen wird dabei die Kapazität in Wh! Für eine bessere Vergleichbarkeit rechne ich diese aber auf mAh @ 3,7V um, mehr dazu hier.
Powerbank Tests 1
Hat eine Powerbank keinen USB A Ausgang oder ich will einen USB C Port für die Messung nutzen, dann kommt ein Power-Z USB Tester zum Einsatz. Dieser kann auch unterstützte Schnellladeprotokolle usw. auslesen und auslösen. Aufgrund der zumeist höheren Leistung der USB C Ports nutze ich eine 150W USB Load, dieser Art.
Anschließend Teste ich diverse Smartphones, Tablets oder sogar Notebooks an den Powerbanks. Hier habe ich in der Regel eine möglichst repräsentative Auswahl der gängigen Hersteller auf Lager. Klar ich kann nicht alle auf dem Markt verfügbaren Smartphones an den Powerbanks testen, aber lädt beispielsweise das iPhone 11 Pro an einer Powerbank schnell, dann ist anzunehmen, dass ähnliches auch für andere iPhones gilt usw.
Wichtig, ich nutze hier standardisierte Ladekabel! Im Falle von microUSB das Anker PowerLine+ MicroUSB Kabel, bei USB C das AUKEY USB C 3.0 Kabel und bei Lightning original Apple Kabel.
Bei USB C auf USB C Verbindungen nutze ich Baseus Ladekabel und einen KKmoon USB Tester Typ-C.
Ich hoffe dies gibt Euch genug Infos gegebenenfalls Tests zu reproduzieren oder besser zu verstehen.

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Die Kapazität

Das wichtigste an der Baseus BS-30KP302 ist ohne Frage die Kapazität von 30000mAh. Aber ist diese auch richtig? Ja, zu mindestens weitestgehend. Messen konnte ich 108,871Wh bzw. 29424mAh. Dies entspricht gigantischen 98% der Herstellerangabe.

Dies ist ein absoluter Top-Wert, welcher mich glauben lässt das im inneren noch mehr als 30000mAh Kapazität steckt. Die Herstellerangabe bei Powerbanks bezieht sich eigentlich immer auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen.

Das Entladen dieser ist aber nicht 100% effizient. Es geht immer etwas Energie in Wärme oder sonstige Elektrische Vorgänge verloren.  Normalerweise erreichen Powerbanks nur 80-90% „echte“ Kapazität. 98% spricht dafür das hier intern etwas mehr als 30000mAh vorhanden sind.

 

Das Ladetempo

Folgende Geräte habe ich an der Baseus BS-30KP302 getestet:

  • Google Pixel 4 XL
  • Apple iPhone 11 Pro
  • Apple iPad Pro 11
  • Apple MacBook Pro 13
  • Huawei Mate 20 Pro
  • Motorola Moto G8 Plus

Ladegeschwindigkeit

Starten wir mit einem auffälligen Punkt, USB Ports 1-3. Hier hat Baseus keinen guten Job gemacht! Manche Geräte laden an einzelnen Ports sehr langsam (das iPhone 11 Pro), einige laden an allen drei Ports langsam (das Huawei Mate 20 Pro) und einige laden mit einem guten normalen Tempo.

Woher kommen diese Unterschiede? Die Spannung der USB Ports ist drunter und drüber, irgendwas läuft bei der Reglung hier nicht gut. Teils liefern die Ports nur 4,7V bei 1A (was recht wenig ist), dann springt die Spannung auf 5,1V (ebenfalls bei 1A), dann wieder auf 5,01V usw.

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Gefühlt schwankten meine Messwerte bei jedem Einstecken etwas hin und her. Prinzipiell nicht schlimm, diese Schwankungen bleiben im Rahmen des Erlaubten, aber dies scheint einige Smartphones blöd gesagt zu stören. Die Ports sind zu aggressiv und zu sprunghaft geregelt, dies können andere Hersteller besser!

Allerdings funktionieren die normalen USB Ports, nur gegebenenfalls recht langsam.

Der Quick Charge und USB Port Delivery Port hingegen arbeiten tadellos! Alle Quick Charge fähigen Smartphones ließen sich am Quick Charge Port problemlos schnell laden. Dabei erreichte sogar das Huawei Mate 20 Pro ein Schnelllade ähnliches Tempo. Der Quick Charge Port unterstützt neben Quick Charge auch Huaweis FCP Standard. Klasse!

Der USB Power Delivery Port hingegen konnte die getesteten Apple Geräte und das Google Pixel 4 XL schnellladen. Leider haben wir hier nur 18W, weshalb sich größere Geräte wie Notebooks an der  Baseus BS-30KP302 nur bedingt laden lassen.

Das Apple MacBook Pro 13 kann an der Baseus BS-30KP302 laden, aber dies nur sehr langsam (18W zu maximal möglichen 53W).

Für Smartphones und auch Tablets ist die Baseus BS-30KP302 aber ideal!

 

Das Wiederaufladen

Beim Wiederaufladen der Powerbank stehen uns drei Ports und drei Standards zur Verfügung.

Wiederaufladen

Ihr könnt die Baseus BS-30KP302 über den USB C Port wahlweise via USB Power Delivery oder Quick Charge schnellladen. Schnellladen bedeutet hier 16,x bis 17,xW. Eine vollständige Ladung dauert hier ca. 9 Stunden. Klingt lang, aber dies liegt natürlich auch an der gigantischen Kapazität.

Über den microUSB Port könnt Ihr die Powerbank ebenfalls mit 16,xW via Quick Charge aufladen. Habt Ihr kein Quick Charge oder USB Power Delivery Ladegerät, dann liegt das maximale Ladetempo bei 9,xW. Hier dauert ein Aufladen ca. 16 Stunden!

Der Lightning Port kann anscheinend nur 5V/1A, ist also wirklich nur im absoluten Notfall zu empfehlen! Einmal laden der Powerbank dauert über den Lightning Port über 30 Stunden.

 

Fazit

Gigantische Kapazität und gigantische Portauswahl, das sind die Punkte welche die Baseus BS-30KP302 stark machen.

Das Wichtigste sind die 30000mAh Kapazität, welche auch so zu 98% in meinem Test zur Verfügung standen! Wirklich beeindruckend! Dies bedeutet vermutlich das im Inneren sogar noch etwas mehr als 30000mAh vorhanden sind, da ansonsten dieses gute Ergebnis nicht zu erklären wäre.

30000mAh sind genug um selbst moderne Smartphones satte 7-9x zu laden oder ein Apple iPad Pro 11 knappe 3x.

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Auf Seiten der Anschlüsse haben wir 4x USB A, 1x USB C, 1x microUSB und 1x Apple Lightning. Dabei unterstützt einer der USB A Ports Quick Charge und der USB C Port USB Power Delivery.

Hierdurch könnt Ihr sehr viele Smartphones von Samsung, Apple, LG, Sony, Xiaomi usw. schnellladen! Leider hat der USB C Port aber nur 18W. Völlig ausreichend für Smartphones, aber gerade für Notebooks meist zu wenig.

Schade! Etwas mehr Leistung auf dem USB C Port hätte die Powerbank noch etwas flexibler gemacht und auch beim Aufladen geholfen. Hier unterstützt diese zwar auch USB PD und Quick Charge, aber dennoch dauert das Laden gute 9 Stunden.

Etwas bemängeln muss ich auch die normalen USB Ports. Diese funktionieren sind aber nicht wirklich schnell.

Kurzum, Ihr wollt das absolute Maximum an Kapazität zum Laden von Smartphones und kleineren Tablets? Dann kann ich die Baseus BS-30KP302 voll empfehlen! Der Preis von 50€ (zum Zeitpunkt des Tests) ist für die Kapazität fair und auch die Leistung passt völlig! Wollt Ihr allerdings Notebooks laden, dann gibt es bessere Modelle wie die POWERADD P2 oder die Xtorm XB303.

Michael Barton
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