Die beste mechanische Tastatur die Du bekommen kannst! Die Monsgeek M1 im Test

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Eine eigene mechanische Tastatur bauen ist einerseits ein extrem nerdiges Projekt, aber andererseits auch spannend. Du kannst dir deine eigene individuelle Tastatur bauen.

Solltest du dir eine eigene mechanische Tastatur bauen wollen, dann war der beste Ausgangspunkt sicherlich die GMMK Pro, welche aber auch ein super teurer Spaß ist.

Aber es gibt eine spannende Alternative, die Monsgeek M1. Diese ist zwar auch eine recht teuere Basis, aber erlaubt es dir von Grund auf eine eigene Tastatur zu bauen.

Wollen wir uns doch einmal die Monsgeek M1 ansehen und was du hier machen kannst!

An dieser Stelle vielen Dank Akko für ein Set der Monsgeek M1 für diesen Artikel.

 

Eine eigene mechanische Tastatur bauen?

Beginnen wir mit den Basics. Was brauchst du, um eine “eigene” mechanische Tastatur zu bauen?

  • Die Basis mit PCB und Stabilisatoren
  • Die “Plate” in welcher die Taste gesteckt werden
  • Die Taster
  • Die Tastenkappen

Es gibt natürlich noch viele weitere Möglichkeiten und Dinge, die du machen kannst, wie alternative Stabilisatoren, das Fetten von Stabilisatoren und Tastern usw.

Allerdings hast du die vier Punkte von oben, dann bist du schon einmal gut aufgestellt.

In unserem Fall habe ich folgende Komponenten:

  • Monsgeek M1 Basis mit Akko Stabilisatoren
  • Die beiliegende Kunststoff Plate, alternative Platten aus Aluminium usw. sind verfügbar
  • CS Jelly White Switch
  • SAL White on Black Tastenkappen-Set (ABS, 195 Tasten)

Meine Version setzt hier noch auf das amerikanische Layout, aber eine Version mit ISO Layout wird anscheinend demnächst verfügbar sein.

Taster usw. kannst du natürlich noch nach deinem eigenen Geschmack auswählen.

 

Die Monsgeek M1 Basis

Die Monsgeek M1 ist eine 75% Tastatur-Basis, welche komplett aus einem massiven CNC gefrästen Block Aluminium besteht.

Hierdurch wirkt diese unheimlich massiv und stabil! Alleine die Basis wiegt 1,96 Kg! Optisch scheint sie aber schon etwas von der GMMK Pro inspiriert zu sein.

Neben den von mir sehr geschätzten 75%-Formfaktor ist hier das Drehrad am rechten oberen Rand (oberhalb von Entfernen) und die “Streifen” am linken und rechten Rand die optisch größten Auffälligkeiten.

Links und rechts an der Tastatur finden sich Cutouts in welchen eine “bronzefarbene” Abdeckung steckt. Letztere ist austauschbar, aber ich konnte nicht sehen, dass Akko hier alternative Farben anbietet, was etwas schade ist.

Mit im Lieferumfang der Monsgeek M1 Basis ist natürlich auch das PCB mit den HotSwap Sockeln für die Tastern, einer vollen RGB Beleuchtung und nach unten ausgerichteten LEDs. Zudem liefert AKKO passende Stabilisatoren und eine Kunststoff-Platte für die Halterung der Taster mit.

Alternativ zu der Polycarbonate kannst du aber auch folgende Platten mitbestellen:

Das Material der Basis-Platte, in welcher die Taster fixiert werden, hat einen gewissen Einfluss auf den Klang der Tastatur und auch das Tippgefühl.

Natürlich ist die Monsgeek M1 auch komplett mit Schaumstoff gefüllt, welcher die Akustik verbessern soll.

Unterm Strich wirkt die Monsgeek M1 wie ein sehr stimmiges High End “Set”.

Leider verfügt die Tastatur nicht über ein Bluetooth/Funk Modul, sondern wird klassisch via USB C verbunden.

 

Die Taster

Die Monsgeek M1 Basis akzeptiert sowohl 3-Pin wie auch 5-Pin Taster. Du könntest also auch Taster wie die GLORIOUS PANDA oder Ähnliches nutzen.

Allerdings bietet Akko selbst einige wirklich spannende und gute Taster an.

https://akkogear.de/collections/switches

Ich habe hier CS Jelly White Switch gewählt, recht leichtgängige lineare Taster. Aber es gibt viele wirklich gute Akko Taster. Folgende würde ich spontan empfehlen oder halte ich für besonders interessant:

  • CS Jelly White Switch – Linear, mit 35gf recht leichtgängig (gut fürs Tippen), leider ein Auslaufmodell
  • CS Wine Red Linear Switch – Linear, recht klassischer Linearer Taster mit 44gf, leider ein Auslaufmodell
  • CS Lavender Purple – Tactile, Cherry MX Browns nur in viel besser

Die CS Jelly White Switch sind hervorragende Taster! Diese sind relativ leise und in der geschmierten Version super flüssig und weich.

Ja, die Akko-Taster sind fürs Geld kaum zu schlagen!

 

Tastenkappen

Akko bietet dutzende Tastenkappen Sets an, welche allerdings sich meist an ANSI Layout Nutzer richten, entsprechend ohne üöä usw. Tasten auskommen.

https://akkogear.de/collections/keycap

Allerdings setzen die meisten mechanischen Taster auf das normale Cherry Profil. Du könntest also auch andere Tastenkappen-Sets kaufen.

 

Lautstärke und Tippgefühl

Grundsätzlich ist die Monsgeek M1 die leiseste und am stärksten gedämpfte mechanische Tastatur, die ich besitze! Diese klingt nochmals etwas wertiger und “satter” als meine GMMK Pro.

Lediglich die Leertaste ist noch etwas laut. Allerdings habe ich auch kein “Schmierfett” in den Stabilisatoren genutzt oder andere “Mods” angewendet. Wenn Du die Stabilisatoren noch etwas fettest (z.B. hier mit https://www.caseking.de/Glorious-G-Lube-Schmiermittel-fuer-mechanische-Switches-GAKC-100.html?tplview=desktop) dann wäre diese auch noch etwas leiser.

Dabei habe ich ein etwas festeres Tippgefühl gewählt, was mir sehr gut gefällt! Auch die CS Jelly White Switch sind absolute Weltklasse!

So gibt es die CS Jelly White Switch auch in einer von Haus aus geschmierten Version, welche kaum Aufpreis kostet, viel Arbeit erspart und nochmal deutlich weicher und geschmeidiger läuft.

Hierdurch übertreffen die CS Jelly White beispielsweise die Cherry MX Reds deutlich.

Allerdings sind die CS Jelly White auch sehr leichte Taster, was den Betätigungs-Widerstand angeht. Dies ist geschmackssache, aber Tendenziell mag ich den niedrigeren Widerstand fürs Tippen sehr gerne, fürs Gaming würde ich eher zu normalen Tastern greifen.

Unterm Strich ist dies meine absolute Lieblings-Tastatur! Allerdings ist diese für mich nur mit einer gesonderten Handballenauflage entspannt zu nutzen, da das Gehäuse der Tastatur schon recht hoch ist.

 

Software, Beleuchtung und Drehknopf

Die Monsgeek M1 nutzt die “VIA” Software zur Steuerung.

Diese erlaubt dir eine frei Anpassung und neu Belegung sämtlicher Tasten der Tastatur. So kannst du auch das Drehrad, welche von Haus aus für die Lautstärken Steuerung zuständig ist, frei neu belegen.

Ähnlich freie Möglichkeiten hast du bei der RGB Beleuchtung. Diese sieht auch sehr gut aus! Zwar sind die Tastenkappen leider nicht durchscheinend aber die LEDs selbst sind qualitativ sehr hochwertig.

Allerdings, bei aller Liebe, ist die VIA Software schon etwas “komplexer” als die klassische Tastatur Software der großen Hersteller.

 

Fazit

Du kannst dir auf Basis der Monsgeek M1 eine perfekte mechanische Tastatur bauen! Anders kann ich dies nicht sagen. Die Tastatur-Basis ist extrem gut und vor allem massiv. Was du aber auf dieser sehr guten Basis aufbaust ist etwas dir überlassen.

So verändern die gewählten Taster und Tastenkappen die Charakteristik natürlich extrem. Aber die Monsgeek M1 legt dank der diversen Schaumstoff-Einlagen usw. eine sehr gute und vor allem leise Basis.

Dabei halte ich die Monsgeek M1 auch grundsätzlich für etwas besser als die GMMK Pro. Letztere ist auch super, aber die M1 ist noch etwas massiver und “extremer” gebaut.

Bei meinem Build war zwar die Leertaste etwas lauter geworden, was sich aber mit etwas “Schmiere” und ähnlichen Tricks rund um die Stabilisatoren noch ändern lassen würde. Abseits davon ist die Monsgeek M1 bei mir extrem gut gelungen und klar die leiseste mechanische Tastatur in meinem Besitz.

Kann ich am Ende also die Akko Monsgeek M1 empfehlen? Absolut, aber erst uneingeschränkt wenn die ISO Version verfügbar ist. Das ANSI Layout ist weniger problematisch als du vielleicht denkst, aber natürlich auch nicht optimal für uns deutsche Nutzer.

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Michael Barton
Michael Barton
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