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INIU P51L-E2 (45W, 20.000 mAh) im Test: Kompakt, stark, aber Temperatur gedrosselt?

Und täglich grüßt das Murmeltier, es gibt mal wieder eine neue INIU Powerbank. INIU flutet derzeit regelrecht den Markt mit Powerbanks, welche sich nur im Detail unterscheiden. So haben wir mit der INIU P51L-E2 eine kompakte Powerbank mit 20.000 mAh und einem integrierten USB-C-Kabel.

Verglichen mit der alten Version, der INIU P51L-E1, gibt es vor allem eine Neuerung, die Ausgangsleistung. So bot die alte Version lediglich eine Standard-Leistung von 20 W. Die neue P51L-E2 hingegen bietet bis zu 45 W.

Dies ist ein durchaus großer Sprung! 45 W sind ausreichend für Smartphones, aber auch für Tablets und sogar kleine Notebooks. Wollen wir uns einmal die INIU P51L-E2 im Test ansehen.

 

Eine typische INIU Powerbank, die INIU P51L-E2 im Test

Auf den ersten Blick unterscheidet sich die INIU P51L-E2 von der alten E1 Version und auch anderen 20.000 mAh INIU Modellen kaum bis gar nicht.

So haben wir hier eine schwarze Powerbank mit einer Softtouch-Oberfläche, die stark abgerundet ist. Lediglich auf der Oberseite haben wir ein schwarzes Hochglanz-Fenster.

Unter diesem Fenster verbirgt sich eine Akkustandsanzeige, welche beim Betätigen des Einschalters aufleuchtet.

 

Erfreulich kompakt

Eine Besonderheit der INIU P51L-E2 sind die sehr kompakten Abmessungen. So misst die Powerbank 114 x 72 x 29 mm und bringt nur 330 g auf die Waage. Vergleichen wir dies doch einmal mit ein paar anderen Powerbanks der 20.000 mAh.

 

Das integrierte Kabel

Die INIU P51L-E2 besitzt ein integriertes USB-C-Kabel mit einer Länge von ca. 15 cm. Dieses lässt sich an der Powerbank so verstauen und als eine Art Trageschlaufe nutzen.

 

Anschlüsse der INIU P51L-E2

Neben dem integrierten USB-C-Kabel haben wir noch einen USB-C- und USB-A-Port.

  • USB-C-Port – 45 W USB Power Delivery, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/3A, 10V/2,25A, 12V/3A, 15V/3A
  • USB-C-Kabel – 45 W USB Power Delivery, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/3A, 10V/2,25A, 12V/3A, 15V/3A
  • USB-A-Port – 18 W Quick Charge, 22,5 W Super Charge – 5V/3A, 9V/2A, 10V/2,25A, 12V/1,5A

Sowohl das USB-C-Kabel wie auch der USB-C-Port der Powerbank bieten eine Leistung von bis zu 45 W nach dem USB Power Delivery Standard. Damit hat die INIU P51L-E2 in der Theorie genug Leistung auch für etwas größere Geräte wie Tablets oder sogar Notebooks.

Hinzu kommt der USB-A-Port mit bis zu 18 W Quick Charge und 22,5 W Super Charge. Die Powerbank kann sowohl über den USB-C-Port wie auch über das USB-C-Kabel geladen werden.

 

Mit PPS

Wie es sich für eine Powerbank im Jahr 2025 gehört, unterstützt die INIU P51L-E2 auch den PPS Standard. Hier ist allerdings das integrierte Kabel und der Port nicht identisch!

  • USB-C-Kabel – 5 V – 11 V bei bis zu 3 A
  • USB-C-Port – 5 V – 11 V bei bis zu 4,5 A

Offensichtlich haben wir hier nur ein 3 A Kabel integriert. Entsprechend ist die PPS-Stufe über das Kabel auf 3 A limitiert. Der USB-C-Port hingegen bietet bis zu 4,5 A. Entsprechend ist der USB-C-Port für Samsung Smartphones, welche besonders Wert auf eine große PPS-Stufe legen, etwas schneller als das integrierte Kabel.

 

Nicht konstant 45 W

Leider kann die INIU P51L-E2 nicht konstant 45 W liefern. Nach einer Weile drosselt sich die Powerbank aufgrund der Hitzeentwicklung herunter auf +- 27 W. Die genaue effektive Leistung nach der Drosselung hängt aber etwas von deinen Geräten ab. Hier einmal das Beispiel mit dem Framework 16 Notebook.

Regulär lädt das Framework 16 mit +- 40 W an der Powerbank. Allerdings nach ca. 30 Minuten (ca. 60 %) Restladung wird die Ladegeschwindigkeit auf nur 17 W gedrosselt. Dass es sich hier um eine temperaturbedingte Drosselung handelt, können wir daran sehen, dass nach einer Weile die Ladegeschwindigkeit wieder auf 40 W ansteigt, ehe diese wieder absinkt.

Damit ist diese Powerbank nicht oder nur bedingt für große Geräte wie Notebooks geeignet. Bei kleineren Geräten wie Smartphones wird die Drosselung hingegen nicht auffallen oder nicht auftreten.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Wie steht es aber um die Kapazität der INIU P51L-E2? Wir haben hier eine wunderbar kompakte Powerbank, erfüllt diese dann wirklich ihre Herstellerangabe?

Die Kapazität der INIU P51L-E2 sieht richtig gut aus! So schwankte diese zwischen 18518 mAh und 19660 mAh. Dies ist eine Spanne von 93 % bis 98 % der Herstellerangabe, was hervorragend ist!

Vergleichen wir dies mit anderen Powerbanks, die mit 20.000 mAh werben, kannst du sehen, wie stark hier die INIU Powerbanks sind, was die “echte” Kapazität angeht.

 

Ladedauer INIU P51L-E2

Wie lange dauert das Laden der INIU P51L-E2? Diese kann grundsätzlich mit bis zu 27 W an einem entsprechenden USB-PD-Ladegerät laden.

So dauerte eine vollständige Ladung der Powerbank ziemlich genau 4 Stunden. Ein zufriedenstellender Wert, wenn wir die super kompakten Abmessungen bedenken.

 

Fazit

Die INIU P51L-E2 ist eine recht spezielle Powerbank. Wir haben hier ein sehr kompaktes 20.000 mAh Modell, welches auch in der Praxis eine sehr hohe Kapazität liefert, welche gleichzeitig auch eine hohe Leistung von bis zu 45 W bereitstellen kann. Damit ist dies für viele Nutzer ein extrem spannendes Modell.

45 W sind ordentlich Leistung für Smartphones und Tablets und können sogar für Notebooks ausreichen. Allerdings gibt es in der Praxis hier eine Einschränkung. Die Leistung von bis zu 45 W kann nicht konstant geliefert werden, aufgrund von Temperatur-Problemen.

Daher ist die INIU P51L-E2 in der Praxis nicht oder nur sehr bedingt für Notebooks geeignet. Allerdings suchst du eine möglichst kompakte Powerbank mit einer hohen Spitzenleistung für Smartphones oder auch Tablets, dann ist die INIU P51L-E2 super! Hier wirst du die Drosselung praktisch nie spüren oder bemerken.

INIU 45W Power Bank, Ultra Klein 20000mAh Powerbank iPhone mit...

  • Sehr kompakt und relativ leicht für eine 20.000 mAh Powerbank.
  • Integriertes USB-C-Kabel, das auch als Trageschlaufe dient.
  • Hohe maximale Ausgangsleistung von 45 W
  • Sehr hohe „echte“ Kapazität, die nahe an der Herstellerangabe von 20.000 mAh liegt (93-98%).
  • Akzeptable Wiederaufladezeit der Powerbank selbst (ca. 4 Stunden).
  • Hervorragend geeignet für Smartphones und Tablets, bei denen die Drosselung kaum auffällt.
  • Kann die maximale Leistung von 45 W nicht dauerhaft halten 
  • Die PPS-Stufe ist über das integrierte Kabel etwas geringer als über den dedizierten USB-C-Port.

Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB im Test – So schlägt sich die Profi-Karte im Vergleich

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Der österreichische Hersteller Angelbird ist für Fotografen und Videografen eine der wichtigsten Anlaufstellen, wenn es um besonders hochwertige und zuverlässige Speichermedien geht.

So konzentriert sich Angelbird im Allgemeinen eher auf die „Oberklasse“ und professionelle Nutzer, was sich aber auch etwas im Preis niederschlägt.

Mit der AV PRO v4 MK2 bietet Angelbird nun eine neue Version seiner CFexpress Typ A Speicherkarte an. Diese bietet dabei bis zu 1800 MB/s nach dem frischen CFexpress 4.0 Standard und siedelt sich in der preislichen Mittelklasse an.

Wollen wir uns einmal anschauen, wie sich die Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 im Vergleich mit den Modellen von Sony, Lexar, Nextorage und Co. schlägt!
An dieser Stelle vielen Dank an Angelbird für das Zurverfügungstellen der Speicherkarte für diesen Test!

 

Bereit für die Zukunft mit CFexpress 4.0

Die Angelbird „MK2“ CFexpress Typ A Speicherkarte setzt bereits auf den CFexpress 4.0-Standard. Dieser neue Standard bietet eine verdoppelte maximale Datenrate im Vergleich zu CFexpress 2.0, sowohl für Typ A als auch Typ B Karten.
Was bedeutet das konkret? Typ-A-Karten nach CFexpress 4.0 können jetzt Datenraten von über 1000 MB/s erreichen, theoretisch sind sogar bis zu 2000 MB/s möglich. Das ist ein klarer Leistungssprung!

Allerdings gibt es einen kleinen Haken…
Stand April 2025 ist noch keine Kamera auf dem Markt, die den CFexpress 4.0-Standard vollständig unterstützt. Das bedeutet aber nicht, dass du die Karten nicht verwenden kannst. Im Gegenteil. Sie sind voll kompatibel mit bestehenden Kameras, arbeiten dort allerdings mit der maximalen Geschwindigkeit von CFexpress 2.0, also rund 1000 MB/s.
Wenn du z. B. eine dieser Kameras nutzt, bist du mit der OWC ATLAS PRO auf der sicheren Seite:

  • Sony A1
  • Sony A1 II
  • Sony A7R V
  • Sony A9 III
    … und viele weitere Modelle mit CFexpress Typ A Unterstützung.

Du holst also das Beste aus dem vorhandenen Kartenslot deiner Kamera heraus (in der Theorie), und sobald zukünftige Kameras CFexpress 4.0 unterstützen, bist du bestens gerüstet.

Auch auf Seiten der Peripherie gibt es gute Nachrichten: Kartenleser, die mit CFexpress 4.0 umgehen können, sind bereits erhältlich. Angelbird etwa bietet mit dem Card Reader PKT CFexpress A ein Modell an, das die volle Geschwindigkeit der neuen Karten ausnutzen kann.

 

Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB

Angelbird setzt bei seiner 2. Generation „MK2“ der CFexpress Typ A Speicherkarte auf ein etwas außergewöhnliches Design.

So haben wir hier natürlich den bekannten Formfaktor, der vom CFexpress Typ A Standard vorgegeben wird.

Allerdings nutzt Angelbird ein Gehäuse, das komplett aus schwarzem Kunststoff besteht. Dieses wirkt sehr hochwertig und gut verarbeitet, überrascht aber etwas. Viele CFexpress-Speicherkarten nutzen ein Metallgehäuse für eine bessere Wärmeabfuhr. Es wird hier interessant zu sehen sein, ob das ein Problem beim Angelbird-Modell darstellt.

Wo aber der Premiumanspruch von Angelbird deutlich zu sehen ist, ist bei der Bedruckung. So besitzt die Speicherkarte nicht einfach nur einen Aufkleber, sondern die Karte ist direkt bedruckt, was sehr hochwertig anmutet.

Wir haben hier also kein 08/15-OEM-Modell.

 

CFexpress-Speicherkarten: NVMe-Power im Kompaktformat

CFexpress-Karten bieten einen bedeutenden technologischen Fortschritt gegenüber klassischen SD-Karten. Im Kern handelt es sich um leistungsstarke NVMe-SSDs, die speziell für den Einsatz in kompakten Kamerasystemen konzipiert wurden.
Die Karten sind in verschiedenen Formaten erhältlich, wobei die Typen A und B am weitesten verbreitet sind.

CFexpress Typ A setzt im 4.0-Standard auf eine PCIe 4.0 x1-Schnittstelle und ermöglicht so Übertragungsraten von bis zu 2000 MB/s.

Typ B hingegen nutzt eine PCIe 4.0 x2-Schnittstelle, was theoretisch doppelt so hohe Geschwindigkeiten erlaubt.

Diese Leistung ist vor allem für professionelle Fotografen und Videografen wichtig, etwa bei schnellen Serienaufnahmen oder hochauflösenden 8K-Videos. In Kameras wie der Sony A9 III oder A1 ist der Einsatz einer CFexpress-Karte beinahe Pflicht.

Spannend: Mit passenden Adaptern lassen sich CFexpress-Karten auch direkt in PCs integrieren und als „SSD“ nutzen. Nicht empfehlenswert, aber technisch möglich.

 

Langlebigkeit und Datensicherheit: CFexpress als zuverlässige Speicherlösung

Neben der hohen Geschwindigkeit punkten CFexpress-Karten auch bei Haltbarkeit und Datenintegrität. Während SD-Karten oft plötzlich und ohne Vorwarnung ausfallen können, verfügen CFexpress-Modelle über erweiterte Monitoring-Funktionen. Mit Tools wie CrystalDiskInfo lässt sich etwa der Gesundheitszustand der Karte überwachen, die Schreibbelastung auslesen und eine drohende Abnutzung frühzeitig erkennen.

Ein weiterer Vorteil liegt in der eingesetzten hochwertigen NAND-Flash-Technologie, die für eine längere Lebensdauer sorgt. Ergänzt wird dies durch moderne Fehlerkorrekturmechanismen wie ECC (Error Correction Code) sowie Wear-Leveling-Technologien, die gleichmäßige Speicherabnutzung fördern. Das macht CFexpress zu einer besonders zuverlässigen Lösung, ideal für professionelle Anwender, die auf maximale Datensicherheit angewiesen sind.

Trotz aller Vorteile sind auch CFexpress-Karten nicht völlig vor plötzlichem Ausfall gefeit, wie ich selbst bei einem Modell von Sony erfahren musste.

 

Typ A vs. Typ B – Unterschiede und Kompatibilität

CFexpress-Karten sind vor allem in den Varianten Typ A und Typ B erhältlich. Der Typ C Standard existiert zwar, spielt aber bislang kaum eine Rolle im Markt. Typ A wird primär von Sony genutzt. Typ B hingegen findet sich in Kameras verschiedenster Hersteller wie Nikon, Canon, Fujifilm und anderen.

Mit einem Adapter lässt sich eine Typ A Karte zwar in einer Typ B Kamera verwenden, umgekehrt ist dies jedoch aufgrund der physischen Unterschiede nicht möglich.

 

Wie hoch ist die Spitzenleistung?

Beginnen wir mit der Frage nach der Leistung im „Optimalfall“. Was kann die Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB erreichen?

Angelbird AV PRO CFexpress A MK2 CrystalDiskMark

Im Test schaffte diese unter optimalen Bedingungen rund 1851 MB/s lesend und 1748 MB/s schreibend. Damit übertrifft sie die Herstellerangabe sogar leicht.

 

Mit SLC Cache

Leider nutzt die Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB wie die meisten günstigeren und größeren CFexpress-Speicherkarten einen SLC-Cache.
Was bedeutet das?

Die Speicherkarte bietet nicht konstant 1748 MB/s, sondern nur kurzzeitig. Gibt es eine konstante Last über längere Zeit, sinkt die Datenrate ein gutes Stück.
Es gibt zwar auch CFexpress-Speicherkarten, bei denen dies nicht auftritt (Stichwort pSLC), allerdings sind diese meist signifikant teurer oder kleiner in der Kapazität.

Aber welche Datenrate kann die Angelbird AV PRO konstant in der Praxis liefern?

Diese schafft eine Datenrate von ca. 800 MB/s, was den Konkurrenten von Nextorage oder OWC entspricht.

Allerdings hält die Angelbird-Speicherkarte ihre volle Datenrate ein Stück länger als die Modelle der anderen Hersteller. Hierdurch sollte sie vergleichsweise stark bei „Lastschüben“ z.B. bei Serienbildern abschneiden.

 

Keine Temperaturprobleme

Ein Punkt, der mich bei der Angelbird CFexpress Typ A Speicherkarte überrascht hatte, war die Hitzeentwicklung.

So wird auch die Angelbird Speicherkarte extrem heiß. Allerdings zeigte diese bei mir im Test keine Temperatur-Drosselung, wie z. B. die Nextorage A2 SE oder auch die Sony-eigene Speicherkarte. Überraschend, aufgrund des Kunststoffgehäuses.

 

Wie gut in der Praxis?

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die Speicherkarte in der Sony A1 getestet mit folgenden Einstellungen:

  • 1/2000s
  • f2.8
  • 30 Bilder/s
  • komprimiertes RAW
  • ISO 125

Ich habe hier diverse Speicherkarten in die Kamera eingesetzt und den Auslöser für 30 Sekunden konstant gedrückt gehalten. Am Ende habe ich geschaut, wie viele Bilder mit den verschiedenen Speicherkarten in dieser Zeit gemacht wurden.

Wichtig: Die Sony A1 unterstützt wie derzeit (April 2025) keine Kamera, die den CFexpress 4.0 Standard voll unterstützt. Effektiv liegt die maximale Datenrate, die die A1 schafft, bei etwa 600 – 800 MB/s.

Die Frage ist, kann die Sony A1 diese Datenrate auch wirklich praktisch mit der Angelbird erreichen? Beispielsweise konnte die auf dem Papier ähnliche Nextorage A2 SE 512 GB ihre Leistung in der Praxis nicht vollständig abrufen.

Aber bei der Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB sieht es gut aus. Diese platziert sich im oberen Drittel des Testfeldes mit anderen High-End CFexpress-Speicherkarten.
Also in der Praxis sehen die Leistungswerte auch mehr als zufriedenstellend aus!

 

Fazit

Aktuell gibt es zwar noch keine Kameras, die den neuen CFexpress 4.0 Standard voll unterstützen, dennoch macht es Sinn, solche Speicherkarten zu kaufen.
So gibt es gerade bei günstigeren CFexpress Typ A Speicherkarten, wie z. B. auch der Angelbird, einen merkbaren Leistungssprung in der Praxis.

So schaffte die Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB unter optimalen Bedingungen rund 1851 MB/s lesend und 1748 MB/s schreibend. Allerdings ist die Schreibrate nicht konstant, sondern sinkt bei konstanter Last auf rund 800 MB/s ab.
800 MB/s ist aber alles andere als schlecht und reicht selbst für 8K-Video (in der Sony A1 und A7RV) vollkommen aus. Auch bei Serienbildern wurde in der Praxis eine sehr gute Leistung erreicht.

Preislich ist die Angelbird AV PRO CFexpress A v4 MK2 512 GB mit rund 350 € fair eingepreist, gerade wenn man bedenkt, dass Angelbird ein österreichischer Hersteller ist, der sich auch wirklich auf professionelle Kunden und deren Qualitätsansprüche eingestellt hat.

 

Nubert nuGo! ONE+ im Praxistest: Stärken & Schwächen des DAB+ Radios

Nubert hat mit dem nuGo! ONE+ ein etwas untypisches Produkt auf den Markt gebracht. So handelt es sich beim nuGo! ONE+ nicht um eine Soundbar oder Lautsprecher, sondern um ein Digitalradio mit Bluetooth! Für Nubert ist dies eine etwas untypische Produkt-Kategorie, allerdings ist das nuGo! ONE+ auf den ersten Blick sehr vielversprechend!

Wir haben hier einen portablen Lautsprecher mit einer Leistung von 2x 36 W und einer unteren Grenzfrequenz von 55 Hz, womit er einen beachtlichen Bass schaffen sollte. Dabei haben wir neben dem Digitalradio natürlich auch einen klassischen UKW-Empfänger wie auch Bluetooth mit an Bord. Allerdings möchte Nubert für diesen Spaß auch satte +- 300 € haben. Ein sehr stolzer Preis! Ist dieser gerechtfertigt?

 

Nubert nuGo! ONE+

Ein wichtiger Punkt beim Nubert nuGo! ONE+ ist das Design. So besitzt das “Radio” eine sehr schlichte und aufgeräumte Optik, mit einem gewissen Hang zum Minimalismus. Dabei setzt Nubert hier auf eine moderne Form des “Koffer-Radio”-Designs.

Wir haben hier einen 25 x 14,1 x 7,6 cm großen Korpus, mit einem Tragegriff auf der Oberseite. Damit ist das “Radio” durchaus portabel. Ideal, um dieses beispielsweise zum Grillen mit in den Garten zu nehmen usw. Die generelle Verarbeitungsqualität ist sehr hochwertig und massiv gemacht. Hier wird der nuGo! ONE+ seinem gehobenen Preis durchaus gerecht. Der Tragebügel erfüllt zudem eine weitere Funktion.

So ist es möglich, diesen als eine Art Halterung zu verwenden, um den Lautsprecher gekippt aufzustellen, damit du von der Front aus das Display sehen kannst. Wo wir beim Display sind: In der normalen Ausrichtung besitzt der nuGo! ONE+ auf der Oberseite ein vergleichsweise großes LCD-Farbdisplay.

Gesteuert wird der Lautsprecher über lediglich eine Taste und ein Drehrad. Also auch bei den Bedienelementen ist Minimalismus angesagt. Aber auch das große Drehrad bietet ein sehr hochwertiges Gefühl, was zur generellen Qualität passt.

 

Anschlüsse des Nubert nuGo! ONE+

Auf der Rückseite des Nubert nuGo! ONE+ finden wir die Anschlüsse unter einer kleinen Klappe. Hier finden wir einen USB-C-Port, über welchen das Radio mit Strom versorgt wird, wie auch einen 3,5-mm-Eingang und einen optischen Toslink-Ausgang. Auf Wunsch kannst du das Nubert nuGo! ONE+ also auch mit deinem großen Verstärker verbinden und dieses als reinen Digitalradio-Tuner nutzen.

 

Funktionen des nuGo! ONE+

Die Kernfunktion des Nubert nuGo! ONE+ ist klar das integrierte Digitalradio “DAB+”. Neben diesem bietet das Radio aber auch weitere Funktionen:

  • DAB+
  • Bluetooth
  • UKW
  • AUX-Eingang

So haben wir neben dem Digitalradio auch ein klassisches UKW-Radio verbaut. Zudem kannst du den Lautsprecher auch via Bluetooth mit deinem Smartphone/PC verbinden.

Dabei wird unter anderem auch aptX, aptX HD und AAC als Protokoll unterstützt, was eine gute Qualität via Bluetooth sicherstellt. Zudem haben wir natürlich den AUX-Eingang.

 

Sehr guter Akku und Ladegerät mit im Lieferumfang

Der Akku im nuGo! ONE+ soll laut Hersteller 24 Stunden halten, was sehr lang ist. Und ja, ich kann bestätigen, dass der Lautsprecher/Radio sehr ausdauernd ist. Ob er jetzt genau 24 Stunden schafft, kann ich nicht sagen, aber deutlich über 12 Stunden sind klar möglich. Geladen wird der Lautsprecher an universellen USB-PD-Ladegeräten. Erfreulicherweise liegt aber auch bereits ein passendes Ladegerät bei.

 

DAB+-Empfang

Ich wohne recht ländlich, hier ist leider der Empfang von Digitalradio so eine Sache. Generell würde ich die Empfangsqualität des Nubert nuGo! ONE+ als gut, aber auch nicht perfekt einstufen. So habe ich in Innenräumen teils Empfangsprobleme, wenn ich zu weit von einem Fenster entfernt bin.

Im Außenbereich ist der Empfang generell gut, aber es kann auch hier zu Abbrüchen kommen, je nachdem wie ich zur Antenne stehe. Leider ein gängiges Problem von Digitalradios hier in der Gegend, und ich kenne lediglich drei Modelle, die es besser machen, und zwar die Modelle von Teufel: RADIO ONE, 3SIXTY und den BOOMSTER. Andere Modelle von JBL und Co. sind mit dem Nubert vergleichbar oder schlechter.

 

Klang

Wie steht es aber um den Klang? Gut, aber zugegeben auch nicht absolut überragend. So liefert der nuGo! ONE+ einen sehr gut ausbalancierten und präzisen Klang. Die Höhen haben eine gute Klarheit, klingen aber auch nicht zu spitz.

Die Mitten haben einen sehr natürlichen Unterton, weshalb gerade Stimmen und Gesang gut abgebildet werden. Der Bass ist wiederum vergleichsweise zurückhaltend in der Starteinstellung. Dieser hat eine ordentliche Qualität, aber der nuGo! ONE+ ist alles andere als ein Bass-Monster. Du kannst über die Einstellungen den Bass etwas anheben, dann wird der Lautsprecher merklich kräftiger, aber suchst du einen “Party-Lautsprecher”, ist der nuGo! ONE+ nichts für dich.

Dies auch aufgrund der maximalen Lautstärke. So wird der nuGo! ONE+ eh nicht wahnsinnig laut, zum anderen baut dieser im Bereich der maximalen Lautstärke auch ein Stück weit ab. Wir haben hier also ganz klar einen Lautsprecher für leisere Töne bis hin zu einer mittleren Lautstärke. Hier kann dieser auch mit einem sehr guten und vor allem natürlichen Klangbild überzeugen.

So spielt der nuGo! ONE+ sehr fein und gut aufgelöst. Gerade hochwertige Musik klingt mit diesem sehr schön. Wir haben hier also einen “ehrlichen” Klang, welcher nicht so effekthascherisch ist wie von vielen 08/15-Bluetooth-Lautsprechern.

 

Fazit

Das Fazit zum Nubert nuGo! ONE+ ist nicht ganz einfach, was vor allem am Preis liegt. Grundsätzlich macht der Nubert nuGo! ONE+ eine gute Figur. Wir haben hier ein sehr schickes Gerät, welches klanglich auf einem feinen Level spielt und auch bei Punkten wie bei der Akkulaufzeit absolut überzeugen kann.

Gerade das wertige und schlichte Design springt dabei ins Auge und hebt den nuGo! ONE+ von den Konkurrenten ab. Klanglich haben wir hier einen sehr fein aufgelöst spielenden Lautsprecher, mit einer sehr guten Balance und einer generell hohen Qualität. Allerdings ist es in der 300-€-Preisklasse möglich, Modelle zu bekommen, die noch besser und “imposanter” klingen. Ich denke hier z.B. an den Teufel BOOMSTER. Auch die DAB+-Signalstärke ist ausbaufähig.

Ich hatte hier schon Radios mit deutlich schlechterem Empfang in den Fingern, aber auch mit besserem. Unterm Strich musst du hier entscheiden: Ist dir das schicke Design und der extrem sympathische Hersteller Nubert einen kleinen Aufpreis wert? Falls ja, bekommst du mit dem Nubert nuGo! ONE+ ein ganz tolles Radio/Bluetooth-Lautsprecher der gehobenen Klasse, egal ob nun für den Garten beim Grillen oder die Wohnung.

Synology NAS-Systeme für Endkunden weitestgehend gestorben (nur noch Synology-eigene HDDs)

Ein NAS-System gehört praktisch in jeden technikaffinen Haushalt. Bisher die beste Wahl war für den Normalnutzer ein NAS von Synology.

Synology NAS-Systeme waren zwar bei der Hardware eher schwächer unterwegs, verglichen mit der Konkurrenz, aber die Software von Synology und deren Benutzerfreundlichkeit war immer der absolute Goldstandard. Aber nun macht Synology etwas, was diese für Heimnutzer komplett uninteressant macht.

Die neuen NAS-Systeme der Plus (+) Serie von Synology werden nur noch die eigenen HDDs unterstützen!

Was bedeutet dies?

 

Nur noch Synology-eigene HDDs?!

Folgendes schreibt Synology am 16.04.25 in einer Pressemitteilung:

“Für die Nutzer bedeutet dies, dass ab den im Jahr 2025 erscheinenden Modellen der Plus-Serie
ausschließlich die Synology-eigenen Festplatten sowie nach den Vorgaben von Synology
zertifizierten Festplatten von Drittherstellern kompatibel sind und den vollen Funktions- und
Supportumfang bieten.”

Effektiv sind also nur noch Synologys eigene HDDs in den NAS-Systemen ab Baujahr 2025 der Plus-Serie nutzbar.

 

Erstmal nur Plus-Systeme

Diese Änderung betrifft erst einmal nur die Modelle der Plus-Serie ab dem Baujahr 2025.
Allerdings sind die “Plus”-Modelle in der Regel die interessanten NAS-Systeme für alle Enthusiasten.

Die Nicht-Plus-Modelle verfügen derzeit bei Synology alle nur über Gbit-LAN und keine PCIe-Erweiterungsmöglichkeit, was diese stark einschränkt.

 

Wo ist das Problem?

Aber wo ist das Problem, Synology-eigene HDDs zu nutzen?
Das Problem lässt sich in einem Wort zusammenfassen: Preis.

So sind Synology HDDs konstant die teuersten, verglichen mit WD, Seagate und Toshiba.
Bei den niedrigeren Kapazitäten bis zu 16 TB geht der Aufpreis für die Synology-Laufwerke noch halbwegs.

Allerdings: Bei den Kapazitäten über 16 TB werden Synology HDDs bescheuert teuer.
Hier gibt es nicht die “günstigen” Plus-Modelle, sondern nur die HAT5300-Serie.
Zudem gibt es Synology HDDs in der Regel nicht in großen Rabattaktionen oder als Refurbished-Modelle.
Noch viel schlimmer sind die Preisunterschiede bei SSDs.

 

Sind Synology HDDs besser?

Aber sind Synology HDDs besser als die Modelle von WD, Seagate oder Toshiba? Nicht wirklich!

Synology baut keine HDDs, sondern kauft diese bei Seagate und Toshiba zu, packt seine eigene Firmware und Aufkleber drauf – und das war’s.
Ich erwarte hier keine bessere Leistung.

Du zahlst hier den Aufpreis im Kern für den Support, welchen du hier “aus einem Guss” hast.

 

Auch Zertifizierte Festplatten

Synology erlaubt auch zertifizierte Festplatten von 3. Anbietern, super! Problem, Synology hat in der letzten Zeit keine neuen Festplatten von 3. Anbietern zertifiziert.

https://www.synology.com/de-de/compatibility?search_by=drives&model=DS1821%2B&category=hdds_no_ssd_trim&display_brand=other

Auf der Kompatibilitätsliste finden sich maximal HDDs mit 16 TB, was nicht daran liegt das größere HDDs nicht funktionieren.

 

Preis für Endkunden nicht gerechtfertigt

Das Teure bei NAS-Systemen sind in der Regel nicht die NAS-Systeme selbst, sondern die Speicherlaufwerke.
Synology dreht jetzt den Preis für seine NAS-Systeme effektiv durch die Pflicht, die eigenen HDDs zu nutzen, gewaltig hoch, zumindest bei den Plus-Modellen.
Gerade die großen Synology HDDs ab 18 TB sind unverschämt teuer.

Ich werde aufgrund dieser Entwicklung Synology Plus NAS-Systeme nicht mehr empfehlen.

Für Heimnutzer ist dies eine gewaltige Einschränkung, die Synology hier vornimmt – ohne einen echten Vorteil.
Das ist mega schade, denn die Software von Synology ist die beste auf dem Markt.

 

Was für ein NAS-System würde ich nun empfehlen?

Abseits von den DIY-Lösungen mit Unraid und TrueNAS gibt es, wie ich denke, drei Alternativen:

Alle drei bieten tendenziell bessere Hardware fürs Geld als Synology. Die Software von QNAP ist die umfangreichste, aber auch komplexeste.

UGREENs Software ist weniger umfangreich, aber einfacher zu nutzen.

Alternativen gibt es also schon, denen Synology mit seiner Entscheidung einen guten Boost geben sollte.

Narwal Freo Z10 Ultra im Test: Der beste Saugroboter 2025!

Im Bereich der Saugroboter gibt es einen neuen Hersteller, den du dir gut merken solltest: Narwal. Wir hatten bereits zwei Modelle von Narwal im Test, die absolut fantastisch waren. Gerade der Narwal Freo Z Ultra zählt derzeit zu den besten Modellen auf dem Markt. Nun legt Narwal mit dem Freo Z10 Ultra nach und bietet einige Verbesserungen unter der Haube.

So ist hier auch wieder KI das Stichwort: Wir haben zwei Kameras auf der Front, die nicht nur Objekte erkennen können, sondern auch Schmutz identifizieren! Der Narwal Freo Z10 Ultra kann grobe Verschmutzungen, größere Flecken usw. erkennen und die Leistung entsprechend dynamisch anpassen. Ebenso werden Stuhl- und Tischbeine erkannt, es gibt eine verbesserte Kabelerkennung usw. Gepaart wird das Ganze natürlich mit einer High-End-Saugleistung und ausfahrbaren Putzpads. Wollen wir uns den Narwal Freo Z10 Ultra einmal im Test ansehen?

 

Der Narwal Freo Z10 Ultra im Test

Der Narwal Freo Z10 Ultra ist ein Saugroboter der absoluten Oberklasse. Entsprechend verfügt dieser über eine sehr umfangreiche Ladestation. In dieser Ladestation sind eine automatische Absaugstation und eine automatische Waschstation für die Putzpads integriert.

Für Letztere haben wir unter der oberen Abdeckung zwei Wassertanks sowie einen Steckplatz für einen Putzmittel-Tank. Entsprechend fällt die Ladestation etwas größer aus. Dabei setzt Narwal allerdings auf ein durchaus wertiges Design. Eine Besonderheit ist die kleine Steuereinheit auf der Oberseite, die es dir erlaubt, den Roboter von der Station aus ohne Smartphone zu steuern.

Der Narwal Freo Z10 Ultra setzt auf das recht typische Design eines Saugroboters. So besitzt er eine runde Form mit dem kleinen „Hubbel“ auf der Oberseite, in dem der LIDAR-Sensor verbaut ist, der essenziell für die Navigation ist. Für die KI und Hindernis-Erkennung haben wir auf der Front zudem zwei Kameras, die mit 1200 Pixel auflösen.

Weiterhin haben wir natürlich die bewegliche Stoßstange und die rotierenden Bürsten auf der Unterseite. Der Schmutzauffangbehälter ist unter der oberen Abdeckung versteckt. In der Theorie musst du diesen jedoch nie anrühren, aufgrund der Absaugstation. Solltest du diese aber nicht nutzen wollen, ist leider der Schmutzauffangbehälter des Z10 Ultras etwas klein.

Warum solltest du die Absaugstation vielleicht nicht nutzen wollen? Ganz einfach: Narwal setzt hier, wie 99% aller Modelle, leider auf Beutel im Inneren. Hast du ein großes Schmutzaufkommen, kann dies schnell ein teurer Spaß werden.

 

Umfangreiche App

Die Narwal-App gehört vom Funktionsumfang zu den besten und umfangreichsten Apps, die ich bisher bei Saugrobotern gesehen habe.

Auf der Startseite hast du zunächst, wie üblich, eine Karte deiner Wohnung, die automatisch in Räume unterteilt ist.

Du kannst diese Unterteilung natürlich noch anpassen, No-Go-Zonen usw. erstellen. Du kannst einzelne Räume, Zonen oder die gesamte Wohnung reinigen lassen.

Dabei kannst du auswählen, ob der Narwal Freo Z10 Ultra nur saugen oder saugen und putzen soll. Alternativ kann der Freo Z10 Ultra auch zuerst saugen und dann in einem zweiten Durchgang putzen. Dies kann sinnvoll sein, wenn du sehr viel Schmutz in der Wohnung hast.

Die Reinigungsleistung wird von Haus aus automatisch an jeden Raum angepasst. Du kannst diese aber auch individuell festlegen.

Ebenso kannst du die Intervalle anpassen, in denen der Roboter zur Reinigung auf seine Station zurückkehrt usw. Die App kann also sehr viel, ist aber teils auch etwas verschachtelt.

 

KI / Objekterkennung und Navigation

Ein sehr wichtiges Thema beim Narwal Freo Z10 Ultra ist die „KI“. So verfügt der Saugroboter neben der Dual-Kamera auf der Front über einen 8-Kern-Prozessor mit 4 TOPS „KI-Power“. 4 TOPS sind natürlich nicht die Welt, aber für einen Saugroboter sehr beachtlich. Dies erlaubt dem Freo Z10 Ultra, bis zu 200 verschiedene Objekttypen zu unterscheiden.

Normalerweise bin ich kein Fan davon, dass „alles KI haben muss“, aber bei einem Saugroboter kann es Sinn machen, wenn dieser akkurat Kabel, Socken, Schuhe, Spielzeug usw. erkennt und entsprechend meidet.

Laut Hersteller bietet der Roboter eine „Null-Kollision“ mit Hindernissen und eine Präzision beim Fahren und Erkennen von Hindernissen von 5 mm. Und ja, dies funktioniert auch beim Narwal Freo Z10 Ultra richtig gut! Der Narwal Freo Z10 Ultra besitzt die präziseste Navigation und beste Hindernisvermeidung, die ich bisher gesehen habe! Ich bin von anderen High-End-Saugrobotern durchaus schon beeindruckendes bei der Navigation gewohnt, aber die Narwal-Modelle setzen dem noch die Krone auf! Ich habe noch nie einen anderen Saugroboter sicherer und souveräner durch die Wohnung fahren sehen. Dabei meidet dieser auch Hindernisse wie beworben extrem zuverlässig. Hast du also eine etwas chaotische Wohnung, ist der Narwal Freo Z10 Ultra derzeit das vermutlich beste Modell, das du wählen kannst.

 

Perfekt für Haustierbesitzer!

Der Freo Z10 Ultra besitzt einen sogenannten „Smart Pet Modus“. So kannst du in der App auswählen, ob du Hunde und/oder Katzen hast. Machst du dies, kannst du z.B. einen „Haustier-Reinigungsbereich“ anlegen, z.B. um den Futternapf.

Hier reinigt der Z10 Ultra dann besonders intensiv. Auch kann der Roboter automatisch deinen Hund oder deine Katze erkennen und weicht diesem aus. Sollten deine Fellnasen den Weg blockieren, wird der Roboter erst einmal woanders reinigen und dann noch einmal überprüfen, ob dein Tier weitergezogen ist und den Weg freigegeben hat. Generell wird auch die Saugleistung angehoben und mehr auf Tierhaare geachtet.

 

Datenschutz und Künstliche Intelligenz

Die Frontkameras des Freo Z10 Ultra erfassen kontinuierlich die Umgebung, um Hindernisse zuverlässig erkennen zu können. Dabei werden sämtliche Bilddaten ausschließlich lokal verarbeitet; es erfolgt keine Übertragung an den Hersteller. Auch mein eigener Eindruck bestätigt das: Der Roboter generiert nur ein sehr geringes Datenvolumen im Internet, was nicht ausreicht, um Video- oder Fotodaten zu übertragen. Wird ein ungewöhnliches Hindernis erkannt, erscheint in der App ein entsprechendes Symbol. Du hast dann die Möglichkeit, dir ein Bild des erkannten Objekts anzeigen zu lassen. In diesem Fall wird das Foto auf einen Server des Herstellers hochgeladen, allerdings nur, wenn du dem ausdrücklich zustimmst. Alternativ kannst du die Übertragung auch ablehnen.

Der Datenschutz des Z10 ist sogar vom TÜV Rheinland zertifiziert. Der Hersteller schreibt hier Folgendes:

„Der lokale Chip für die Speicherung und Berechnung arbeitet vollständig offline, sodass die Daten sicher und frei von externen Zugriffen bleiben. Die Haupt-CPU, die eine Internetverbindung benötigt, ist von diesem Offline-Chip getrennt. Anwendungen, die die Kamera nutzen, fragen den Benutzer um Erlaubnis, bevor sie Fotos aufnehmen oder die Kamera aktivieren. Das Gerät ist vom TÜV Rheinland für den Schutz von Privatsphäre und Daten zertifiziert und erfüllt strenge Sicherheitsstandards.“

 

18.000 Pa Saugleistung

Laut Narwal liegt die Saugleistung des Z10 Ultra bei satten 18.000 Pa in der Spitze, was nochmals eine deutliche Steigerung im Vergleich zum Vorgänger ist, der auch schon beachtliche 12.000 Pa schaffte. 18.000 Pa ist auf dem Papier schon eine Ansage, allerdings ist dieser Wert nur begrenzt aussagekräftig, da sich die Messverfahren von Hersteller zu Hersteller etwas unterscheiden. Aber tendenziell ist der Narwal Freo Z10 Ultra sehr saugstark unterwegs.

Wie sieht es in der Praxis aus? Hier tun sich die meisten Oberklasse-Modelle offen gesagt nicht viel. Sofern du es nicht anders einstellst, arbeitet der Narwal Freo Z10 Ultra 99% der Zeit auch mit einer deutlich reduzierten Saugleistung. Lediglich wenn er starken Schmutz erkennt (oder du es gezielt einstellst), dreht er hoch.

Dennoch ist die Saugleistung in der Praxis tadellos! Dies liegt auch an der hervorragenden rotierenden Bürste, die einen großen Teil der Reinigungsleistung ausmacht. Auf glatten Böden kannst du mit einer nahezu perfekten Reinigung rechnen, egal ob es nun um Staub oder Haare geht. Spätestens die Putzpads fangen auch kleine Partikel wie Pollen ein. Auch auf Teppichen und in Kombination mit Tierhaaren konnte ich eine weit überdurchschnittliche Reinigungsleistung beobachten. Hier enttäuscht der Narwal Freo Z10 Ultra absolut nicht.

 

Extrem leise!

Der Narwal Freo Z10 Ultra ist im Normalfall einer der leisesten Saugroboter, die ich jemals in den Fingern hatte! Klar, wenn der Motor auf volle Power hochdreht, ist er schon gut hörbar, aber im Normalfall ist der Saugroboter ein gutes Stück leiser als alle Modelle, die ich von Dreame, EcoVacs und Co. kenne.

 

Gute und umfangreiche Putzfunktion

Ein wichtiges Element ist die Putzfunktion beim Narwal Freo Z10 Ultra. Dieser besitzt auf der Unterseite zwei rotierende Scheiben mit Mikrofaser-Pads. Diese Pads werden in der Ladestation mit Wasser befeuchtet. Zudem kehrt der Roboter in gewissen Intervallen auf die Ladestation zurück, um die Pads mit heißem Wasser auszuwaschen.

Natürlich kann die Putzfunktion des Z10 Ultra keine extremen Verschmutzungen beseitigen, wie großflächig ausgelaufene Flüssigkeiten. Aber das feuchte Putzen der Böden frischt diese massiv auf, bindet Pollen und kann natürlich Fußabdrücke, kleine Spritzer usw. effektiv beseitigen, was auch wunderbar funktioniert. Ein neuer Trick des Z10 Ultra ist, dass er sein Putzpad seitlich ausfährt, um auch an Wänden, Möbeln usw. lückenlos zu reinigen. Auch die Putzfunktion des Narwal Freo Z10 Ultra ist in der Praxis unheimlich gut!

 

Fazit: Der beste Saugroboter 2025 (so weit)

Der Narwal Freo Z10 Ultra ist ein herausragender Saugroboter! Dieser ist derzeit das beste Modell, das ich in den Fingern hatte. Dies liegt vor allem an der Navigation und Hindernisvermeidung. Ich kenne keinen anderen Saugroboter, der so sicher und präzise durch die Wohnung navigiert. Dabei funktioniert auch die KI/Objekterkennung wie beworben! Der Roboter weicht Kabeln usw. wirklich wunderbar aus.

Hast du also eine etwas komplexere Wohnung und vielleicht auch etwas mehr Chaos, ist der Narwal Freo Z10 Ultra das beste Modell, das du derzeit wählen kannst. Dabei ist auch die Saug- und Putzleistung auf absolutem High-End-Niveau. Besser geht’s derzeit kaum oder gar nicht. Egal ob nun Staub, Pollen oder Tierhaare, auf glatten Böden oder Teppich – der Narwal Freo Z10 Ultra macht einen herausragenden Job, wobei dieser auch noch sehr leise ist.

Kurzum: Mit über 1000€ ist der Narwal Freo Z10 Ultra extrem teuer, aber dafür ist er auch wirklich ein perfekter Saugroboter!

 

Narwal Freo Z10 Ultra
Positiv
Extrem präzise Navigation und Hindernisvermeidung (beste im Testfeld)
Starke Saugleistung mit bis zu 18.000 Pa
Effiziente KI-gestützte Objekterkennung (z. B. Kabel, Haustiere, Spielzeug)
Dual-Kamera + 8-Kern-Prozessor mit 4 TOPS KI-Leistung
Automatische Absaug- und Reinigungsstation inklusive Putzmittel-Tank
Seitlich ausfahrbare Wischpads
Sehr leise im Betrieb
App mit vielen Funktionen
Haustier-Modus mit gezielter Reinigung z. B. um Fressplätze
Datenschutzkonformität zertifiziert vom TÜV Rheinland
Wischfunktion mit heißer Wasserreinigung der Pads
Negativ
Hoher Preis (über 1000 €)
Absaugstation nutzt Staubbeutel – laufende Kosten
96
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Lexar NM1090 PRO 2TB im Test: Schnelle PCIe 5.0 SSD mit neuem Controller

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PCIe 5.0 SSDs bieten auf dem Papier einen sehr großen Leistungssprung, allerdings ist es in der Praxis etwas komplizierter. So waren zwar bei den ersten PCIe 5.0 Modellen durchaus sehr gute sequenzielle Datenraten erkennbar, aber diese wurden mit einer extremen Hitzeentwicklung, hohen Leistungsaufnahme und einem sehr hohen Preis bezahlt. Allerdings trifft nun langsam die 2. Generation der PCIe 5.0 SSDs ein, und hier gibt es einige spannende Modelle. Zu diesen zählt auch die neue Lexar NM1090 PRO.

Das Wichtigste bei dieser SSD ist der Controller. So haben wir hier eine der ersten SSDs mit einem „6 nm“ Controller, genau genommen dem Silicon Motion SM2508. Der Silicon Motion SM2508 verspricht eine High-End-Leistung bei deutlich reduzierter Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung im Vergleich zu Modellen, die noch den Phison E26 nutzen. Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob dies stimmt und ob die Lexar NM1090 PRO 2TB auch in der Praxis überzeugen kann! An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der NM1090 PRO für diesen Test.

 

Die Lexar NM1090 PRO 2TB im Test

Wichtig: Es gibt die NM1090 in zwei Versionen, „PRO“ und „Normal“. Die normale Version nutzt noch den alten Phison E26 und unterscheidet sich daher extrem von der PRO-Version.

Im Kern handelt es sich bei der NM1090 PRO aber um eine ganz typische M.2 NVMe SSD im 2280er Format. Lexar setzt bei dieser auf ein schwarzes PCB und einen goldenen Aufkleber, was auch die höhere Leistungsklasse im Vergleich zur NM790 vermitteln soll.

In der Standard-Version besitzt die Lexar NM1090 PRO keinen Kühlkörper im Lieferumfang. Mit im Lieferumfang ist erfreulicherweise aber eine Schraube zum Befestigen der SSD.

 

Technik der Lexar NM1090 PRO 2TB

Das Herzstück und auch die große Besonderheit der Lexar NM1090 PRO ist der Silicon Motion SM2508 Controller. Der Silicon Motion SM2508 soll sich vor allem durch eine besonders hohe Effizienz, unter anderem dank des 6 nm Fertigungsverfahrens, auszeichnen. Dabei ist die NM1090 PRO eine der ersten SSDs, die diesen Controller nutzt.

Abseits des Controllers wird es aber etwas „mysteriöser“. Die NM1090 PRO nutzt TLC NAND, welcher mit Longsys RC88TAA1442512G beschriftet ist. In der 2 TB Version haben wir 4x NAND Chips, die jeweils 512 GB bieten. Aber was verbirgt sich hinter den Longsys RC88TAA1442512G? Laut Lexar handelt es sich um 232-Layer 3D TLC NAND. Es handelt sich hierbei vermutlich um Micron NAND, wovon auch die meisten anderen Medien ausgehen. Es könnte aber theoretisch auch YMTC NAND sein.

Erfreulicherweise verfügt die SSD auch über einen DRAM Cache, welcher mit Foresee FLXC2002G-N2 beschriftet ist. Die 2 TB und 4 TB Version sollen laut Lexar 14.000 MB/s lesend und 13.000 MB/s schreibend bieten.

 

Beidseitig bestückt

Die NM1090 PRO verfügt in der 2 TB Version auf beiden Seiten über Bausteine. So finden sich auf der Rückseite der SSD zwei NAND Chips.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Es handelt sich hierbei um das gleiche Testsystem wie bei anderen SSDs.

 

Benchmarks der Lexar NM1090 PRO 2TB (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter „optimalen“ Bedingungen voll auszureizen und somit die Herstellerangaben zu überprüfen.

Erfreulicherweise kann die Lexar NM1090 PRO die Herstellerangabe von 14.000 / 13.000 MB/s übertreffen. So erreichte diese lesend 14.275 MB/s, was das 2. beste Ergebnis ist, das ich bisher im Test sehen konnte. Lediglich die Samsung 9100 PRO kann die Lexar knapp schlagen, zumindest wenn es um die sequentiellen Werte im Bestfall geht. Wenn es um Random-Werte geht, ist die SSD zwar auch sehr gut, aber hier schrumpft der Unterschied zu High-End PCIe 4.0 Modellen doch ein gutes Stück zusammen. Ähnliches gilt auch für die Samsung 9100 PRO oder Crucial T700. Hier haben PCIe 5.0 SSDs keinen direkten Vorteil.

Dies zeigt sich auch bei den schreibenden Werten. Sequenziell landet hier die NM1090 PRO erneut nur hinter der Samsung 9100 PRO mit 13.262 MB/s schreibend auf Platz 2. Bei den Random-Werten sehen wir ähnliche Ergebnisse wie bei High-End PCIe 4.0 SSDs.

CrystalDiskMark bietet auch die Möglichkeit, IOPS und die Zugriffszeit zu messen. Dieser Test ist etwas speziell und scheint gewisse Hersteller zu bevorzugen. So schneiden hier Samsung-SSDs beispielsweise immer ungewöhnlich schlecht ab.

Auch die Lexar NM1090 PRO schneidet hier mit ihrem SM2508 eher durchwachsen ab. Immer noch besser als die Samsung 9100 PRO, aber die Aussagekraft der IOPS- und Zugriffszeit-Werte von CrystalDiskMark lasse ich mal dahingestellt. Dennoch möchte ich dir diese Werte nicht verheimlichen.

Spannenderweise bewertet AS SSD die Lexar NM1090 PRO wieder sehr stark. So landet diese hier auf Platz 1 des Testfeldes.

Anvil’s Storage Utilities stellt wieder die zuvor bekannte Rangliste wieder her. Hier landet die NM1090 PRO auf Platz 2 hinter der Samsung 9100 PRO und vor der Crucial T700 und allen PCIe 4.0 SSDs.

 

3DMark: Storage Benchmark

Im Gegensatz zu anderen Benchmarks simuliert 3DMark das Laden von Spielen realitätsnah, anstatt nur theoretische Werte anhand der Datenrate zu liefern. Der 3DMark-SSD-Test prüft folgende Szenarien:

  • Spiele laden: Start von Battlefield V, Call of Duty: Black Ops 4 und Overwatch bis zum Hauptmenü.
  • Gameplay-Aufnahme: Aufzeichnen eines 1080p-Videos mit 60 FPS in Overwatch während des Spielens.
  • Spieleinstallation: Installation von The Outer Worlds über den Epic Games Launcher.
  • Spielstand speichern: Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds.
  • Dateikopie: Kopieren des Steam-Ordners von Counter-Strike: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk.

Hier war ich offen gesagt etwas überrascht, denn die Lexar NM1090 PRO kann sich lediglich im unteren Oberfeld hinter einigen High-End PCIe 4.0 SSDs platzieren. Um sicherzugehen, dass es sich hierbei nicht um einen Fehler handelt, habe ich den Test mehrfach mit einer frisch formatierten SSD wiederholt und abseits der üblichen Schwankungen gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Dies ist natürlich kein wirklich schlechtes Abschneiden, aber bisher landete die SSD in den meisten Tests auf Platz 1 oder 2.

 

PCMark

Aber wie sieht es bei PCMark aus, das zwar vom gleichen Hersteller stammt, aber andere Dinge testet? Der PCMark-Test zielt darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Bürosoftware und Spiele zu simulieren, was ihn alltagsnäher macht als reine Benchmarks. Drei Testoptionen stehen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Hier sieht es wieder ein gutes Stück besser aus! Allerdings setzt sich auch hier die SSD nur auf Platz 3, hinter der Samsung 9100 PRO und der Crucial T700, was etwas überrascht, denn bisher standen alle Anzeichen darauf, dass die Crucial T700 von der NM1090 PRO klar geschlagen wird.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpack-Leistung im Detail

Zum Abschluss kopieren wir zwei große Archive auf die SSD und entpacken sie dort. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Beim kleinen Datei-Paket erreicht die Lexar NM1090 PRO 2TB den gleichen Topwert wie die Samsung 9100 PRO, mit 30 Sekunden. Damit ist diese ca. 10% schneller als die beste PCIe 4.0 SSD. Kein gewaltiger Unterschied, aber durchaus messbar.

Beim größeren Datenpaket ordnet sich die Lexar knapp hinter der Samsung SSD ein, auf Platz 2. Auch hier gibt es einen sichtbaren Sprung im Vergleich zu PCIe 4.0 SSDs, aber dieser ist erneut auch nicht gewaltig.

 

Performance bei konstanter Last (SLC Cache)

Ein wichtiger Punkt ist der SLC-Cache. Moderner NAND ist schreibend oft langsamer, als man erwartet. Kaum eine SSD erreicht konstant mehr als 2.000 MB/s; alles darüber ist meist dem SLC-Cache zu verdanken. Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND mit 3 oder 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang, insbesondere bei QLC-SSDs, die nach dem Cache sehr langsam sein können. Daher nutzen SSDs hier einen Trick: Ein Teil des NANDs wird „nur“ mit einem Bit pro Zelle beschrieben, um eine höhere Leistung zu erzielen. Allerdings ist dies natürlich nicht über die gesamte Kapazität möglich.

Auch die Lexar NM1090 PRO 2TB kann nicht konstant die volle Leistung erreichen, was aber auch keine Überraschung ist. Allerdings war der SLC-Cache relativ groß! Hier die Werte für meine 2 TB Version der SSD:

  • Volle Geschwindigkeit = für ca. 400 GB
  • 3.600 bis 4.000 MB/s = für die nächsten 900 GB
  • 1.800 MB/s = für die restliche Kapazität

Die SSD besitzt 3 Stufen. Für die ca. ersten 400 GB bzw. 20% freien Speicher erreicht die SSD die volle Geschwindigkeit. In der „2.“ Stufe drosselt sich die SSD auf ca. 3.600 bis 4.000 MB/s. Diese Geschwindigkeit konnte für die nächsten 900 GB bzw. 45 % freie Kapazität gehalten werden. Anschließend sank die Datenrate auf ca. 1.800 MB/s. Diese 1.800 MB/s nach dem Cache sind sehr stark! Beispielsweise erreichte die Samsung 9100P bei mir „nur“ 1.400 MB/s nach dem Cache.

Im Folgenden habe ich die SSDs im Vergleich mit dem Tool H2TestW einmal vollgeschrieben und die Zeit gemessen, die dies gedauert hat.

Hier erreicht die NM1090 PRO den besten Wert, den ich bisher bei einer SSD gesehen habe! Entsprechend bietet diese auch bei konstanter Schreiblast eine sehr gute Leistung.

 

Wie hoch ist die Hitzeentwicklung?

Die ersten PCIe 5.0 SSDs hatten extreme Temperaturprobleme. So wurden diese Modelle so heiß, dass viele Hersteller sogar aktive Kühler nutzten. Wie steht es nun um die NM1090 PRO?

Leider ist es gar nicht so leicht, Temperatur-Werte von SSDs zu vergleichen, da sehr viele SSDs irgendwelche Offsets in den via Software übermittelten Werten haben. Beispielsweise wird die Crucial T700 extrem heiß (100 Grad), wie ich via Wärmebildkamera sehen kann, aber via Software werden nur 70 Grad gemeldet. Die Samsung SSDs sind im Allgemeinen recht ehrlich. Was ist aber nun mit der NM1090 PRO?

Spannenderweise meldet die Lexar NM1090 PRO 2TB höhere Temperaturen via Software, als ich über meine Wärmebildkamera beobachten konnte. So meldet die Lexar NM1090 PRO 2TB bei einem Durchlauf von CrystalDiskMark Temperaturen von bis zu 100 Grad!

Auf meiner Wärmebildkamera konnte ich allerdings maximal Temperaturen von ca. 70-75 Grad beobachten, was weniger ist als bei der Samsung 9100 PRO. Auch zeigte die SSD unter normaler Last keine Drosselung. Wir haben hier also keine kühle SSD, aber diese ist auch nicht extrem problematisch, was die Kühlung angeht. Auf meiner „oben Air“ Testbench würde sich die SSD im Alltag auch ohne Kühler betreiben lassen, wenn auch mit höheren Temperaturen, aber ohne Drosselung. Allerdings ist bei konstant hoher Last doch ein Kühler Pflicht.

 

Fazit

Die Lexar NM1090 PRO ist eine hervorragende und auch generell empfehlenswerte SSD. So bietet sie eine hohe Leistung, ohne die großen negativen Punkte bisheriger PCIe 5.0 SSDs. Die NM1090 PRO setzt sich im Schnitt vor alle PCIe 4.0 SSDs und zwischen die Samsung 9100 PRO und die Crucial T700. Besonders positiv ist hier die hohe Leistung der SSD nach dem SLC Cache anzumerken. So hat diese die höchste konstante Schreibrate aller bisher getesteten 2 TB SSDs.

Die Hitzeentwicklung ist dank des Silicon Motion SM2508 Controllers besser im Griff als bei alten PCIe 5.0 Modellen. Ja, auch die NM1090 PRO ist eine heiße SSD, aber das in einem akzeptablen Rahmen. Am Ende kommt es etwas auf deinen Einsatzzweck an. In Notebooks und auch „mittelklasse“ Systemen würde ich weiterhin eine gute PCIe 4.0 SSD empfehlen. Allerdings in einem absoluten High-End-System macht die Lexar NM1090 PRO eine gute Figur, wenn sie preislich sich etwas unter der Samsung 9100 PRO einordnet.

 

Die beste Reise-Powerbank 2025 – 27 Modelle im Vergleich, welche hat die höchste Energiedichte? (Update)

So langsam beginnt wieder die Reisezeit, und da wird sich der ein oder andere von euch sicherlich überlegt haben: „Welche Powerbank soll ich mit in den Urlaub nehmen?“
Dies ist auch eine sehr gute Frage, denn im Urlaub ist leichtes Gepäck wichtiger denn je, gerade wenn du vielleicht einen Wanderurlaub machst.

Hier ist also eine Powerbank mit möglichst viel Kapazität bei möglichst kompakten Abmessungen extrem wichtig. Aber welche Powerbank bietet die beste Energiedichte?

 

Die beste Reise-Powerbank in der 20.000-mAh-Klasse

In diesem Artikel konzentrieren wir uns auf Powerbanks in der 20.000-mAh-Klasse. Diese können praktisch ein Smartphone ca. ± 3–4 Mal aufladen.

Hierbei achte ich vor allem auf ein möglichst gutes Verhältnis von Volumen bzw. Gewicht zur echten Kapazität. Sämtliche Powerbanks hier im Artikel hatte ich im Test und habe persönlich die nutzbare Kapazität gemessen.

Folgende Powerbanks schicke ich in den Vergleich:

AMEGAT 100W 20.000 mAh Slim
AMEGAT PBC2020
AMEGAT PBQ2010 20000 mAh Omnia II
Anker 335 Powerbank (PowerCore 20K)
Anker A1383 20000 mAh
Anker Prime Powerbank 20000 mAh 200W
Anker Zolo Power Bank 20K 30W
Baseus PPAP20K
CUKTECH 15 SE
CUKTECH 15 Ultra
CUKTECH PB200N
Epico PB 100W 20000 mAh
INIU BI-B5
INIU BI-B5 (TinyCells)
INIU P51-E2
INIU BI-B62
INIU P51L-E1
INIU P63-E1
Nitecore NB20000
Nitecore NB20000 GEN3
Re-load Powerbank mit 20.000 mAh
Samsung EB-P4520
UGREEN Nexode 130W 20000mAh
VEGER V2053 20000mAh
XLayer Power Bar
Xtorm FS5201
Xtorm Nova Pro

 

Hier haben wir 26 Modelle der 20.000-mAh-Klasse, von günstig bis teuer, von 18 W Leistung bis 140 W.

 

Leicht und klein

Das Wichtigste bei einer Reise-Powerbank sind sicherlich die Abmessungen und das Gewicht, gerade bei einer Backpack-Tour.

Reisepowerbanks Gewichtsvergleich

Das Gewicht der hier getesteten Modelle schwankt zwischen 288 g und 593 g. Glaubt man den Herstellern, bieten alle Modelle 20.000 mAh.

Auch beim Volumen sehen wir deutliche Unterschiede. Aber bei beiden Werten heben sich einige Modelle hervor:

  • Nitecore NB20000 GEN3
  • VEGER V2053 20000 mAh
  • INIU P51-E2
  • INIU BI-B5 (TinyCells)
  • INIU P51L-E1
  • Nitecore NB20000
  • INIU BI-B5
  • Anker Zolo Power Bank 20K 30W
  • Epico PB 100W 20000 mAh

In den Top 8 finden sich gleich drei Modelle von INIU und zwei von Nitecore. Ansonsten haben wir eine Anker-, Epico- und VEGER-Powerbank.

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut den Herstellern haben alle Powerbanks hier im Vergleich 20.000 mAh. Allerdings weicht die Herstellerangabe immer ein Stück von der Realität ab.
Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Das Entladen dieser ist aufgrund von Spannungswandlungen nicht zu 100 % effizient.
Entsprechend fällt die echte bzw. nutzbare Kapazität niedriger aus. 80–90 % der Herstellerangabe ist hier ein normaler Wert.

Wie schlagen sich hier die Reise-Powerbanks im Vergleich? In der folgenden Grafik siehst du den „Bestwert“, den ich bei jeder Powerbank ermitteln konnte:

Hier sehen wir, wie schon beim Gewicht, eine große Spanne. Die schlechteste Powerbank, die zugleich auch die leichteste ist, erreicht gerade einmal 14.850 mAh.
Die beste Powerbank schafft hingegen sogar etwas mehr als die Herstellerangabe mit 20.305 mAh (INIU BI-B5 (TinyCells)).

Leider ist die Nitecore NB20000 GEN3 mit 14.850 mAh wirklich das Negativbeispiel. Die nächstschlechteste Powerbank im Vergleich erreicht schon fast 2.000 mAh mehr.

Größe und Gewicht zu Kapazität

Setzen wir nun einmal die Größe und das Gewicht ins Verhältnis zur gemessenen Kapazität, um zu sehen, welche Powerbank die beste Energiedichte hat und somit die beste „Reise-Powerbank“ ist.

Wir sehen in der Rangfolge einen kleinen Unterschied zwischen den Modellen, je nachdem, ob wir mehr aufs Gewicht oder die Größe achten.

Wenn dir das Gewicht besonders wichtig ist, dann sind die INIU-Modelle besonders spannend:

  1. INIU BI-B5 (TinyCells)
  2. INIU P51-E2
  3. INIU P51L-E1
  4. VEGER V2053 20000 mAh
  5. Nitecore NB20000
  6. INIU BI-B5
  7. Anker Zolo Power Bank 20K 30W

Achten wir aber mehr auf die Abmessungen, zeigen sich die Nitecore-Powerbanks besonders stark:

  1. Nitecore NB20000
  2. INIU P51-E2
  3. Nitecore NB20000 GEN3
  4. INIU BI-B5 (TinyCells)
  5. VEGER V2053 20000 mAh
  6. INIU P51L-E1
  7. AMEGAT PBQ2010 20000 mAh Omnia II

Die Nitecore NB20000 GEN3 bietet immer noch das zweitbeste Verhältnis aus Größe zu Kapazität, obwohl die praktische Kapazität eher mäßig war.

Unterm Strich zeigen sich folgende Modelle bei beiden Werten als besonders stark:

  • INIU P51-E2
  • INIU BI-B5 (TinyCells)
  • Nitecore NB20000
  • INIU P51L-E1
  • VEGER V2053 20000 mAh

 

Und für große Geräte?

Unsere Top-Powerbanks haben leider einen kleinen Nachteil: So bieten diese Modelle alle „nur“ eine Leistung von 20 W. Das mag zwar für Smartphones ausreichend sein, aber was, wenn du auf Reisen auch dein Notebook laden möchtest?

Im Folgenden schauen wir uns nur Modelle mit einer Leistung von über 45 W an. 45 W ist so im Allgemeinen das Minimum, was ich als „tauglich“ für Notebooks bezeichnen würde, auch wenn beispielsweise MacBooks durchaus an kleineren 20-W-Powerbanks laden können.

Info: Ich nehme hier auch noch die INIU P63-E1 mit auf. Bei der INIU P63-E1 handelt es sich um eine 25.000 mAh 100 W Powerbank, die für ihre Klasse aber absolut winzig ist.

  • Nitecore NB20000
  • INIU P63-E1
  • Epico PB 100W 20000 mAh
  • INIU BI-B62
  • Samsung EB-P4520

Suchst du nach einer Reise-Powerbank für dein Notebook, würde ich vermutlich zur INIU P63-E1, Epico PB 100W 20000 mAh oder INIU BI-B62 raten.

Die Nitecore NB20000 ist natürlich auch eine interessante Option, aber diese ist leider nur noch vereinzelt zu bekommen und leidet auch etwas unter Temperaturproblemen, die zu einer Drosselung unter 45 W führen können.

 

Fazit: Welche ist die beste Reise-Powerbank?

Welche Powerbank würde ich nun für Reisen in der 20.000-mAh-Klasse empfehlen?

Ich würde vermutlich zur INIU P51-E2 greifen, wenn ich nach einer Reise-Powerbank 2025 suchen würde. Diese ist einfach eine sehr kompakte, leichte und gute „Standard“-Powerbank. Mit 20 W hat diese ausreichend Leistung, um Smartphones flott zu laden und mit ± 30 € ist diese auch preislich fair.

Grundsätzlich ist auch die BI-B5 (TinyCells) interessant, aber diese wurde von INIU mehr oder weniger komplett durch die P51-E2 ersetzt. Ähnliches gilt für die ebenfalls sehr gute Nitecore NB20000, welche aber nur schwer im Handel noch aufzutreiben ist.

Für größere Geräte wie Notebooks empfehle ich diese Modelle:

Diese sind zwar aufgrund der höheren Leistung etwas größer und schwerer, aber für die Kapazität und Leistung immer noch sehr kompakt.

OWC ATLAS PRO CFexpress Typ A Speicherkarte im Test, günstig aber extrem schnell in der Praxis!

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Eine schnelle Speicherkarte ist ein Must-have im Bereich der Videografie, und wenn du regelmäßig die Serienbild-Funktion deiner Kamera ausgiebig nutzt. So können hier Kameras gewaltige Datenmengen produzieren, welche gerade für SD-Karten schnell etwas überfordernd sind. Daher setzen beispielsweise die großen Sony-Kameras auch auf CFexpress-Speicherkarten, welche deutlich schneller sind.

Anfangs waren CFexpress-Speicherkarten sehr teuer, aber mittlerweile gibt es einige günstigere Optionen, welche teils sogar preiswerter sind als V90-SD-Karten. Zu diesen günstigen und auf den ersten Blick sehr interessanten Optionen zählt auch die OWC ATLAS PRO CFexpress-Typ-A-Speicherkarte.

So bekommst du die OWC ATLAS PRO mit 480 GB bereits ab +/- 270 €. Dies ist für eine Speicherkarte, die 1850 MB/s lesend und 1700 MB/s schreibend erreichen soll, kein schlechtes Angebot. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die OWC ATLAS PRO CFexpress-Typ-A-Speicherkarte so gut wie sie aussieht? Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an OWC für das Zurverfügungstellen der Speicherkarte für diesen Test.

 

Bereits gerüstet für CFexpress 4.0

Die OWC ATLAS PRO setzt bereits auf den neuen CFexpress 4.0-Standard. Dieser bringt eine signifikante Leistungssteigerung mit sich, da sich die maximale Bandbreite sowohl für CFexpress Typ A als auch Typ B im Vergleich zur Vorgängerversion verdoppelt. Konkret bedeutet das: Mit CFexpress 4.0 erreichen Typ-A-Karten jetzt Datenraten jenseits der 1000 MB/s-Marke, theoretisch sind sogar bis zu 2000 MB/s möglich. Ein echter Geschwindigkeitssprung!

Aber es gibt einen Haken… Stand März 2025 existiert noch keine Kamera, die CFexpress 4.0 tatsächlich unterstützt. Das heißt jedoch nicht, dass diese Karten in aktuellen Kameras nicht nutzbar wären. Sie funktionieren einwandfrei, allerdings sind sie in der Praxis auf eine Geschwindigkeit von rund 1000 MB/s limitiert, genau das, was CFexpress 2.0 maximal hergibt.

Besitzt du eine der folgenden Kameras, kannst du die OWC ATLAS PRO problemlos verwenden:

  • Sony A1
  • Sony A1 II
  • Sony A7R V
  • Sony A9 III
  • und viele weitere Modelle mit CFexpress-Typ-A-Slot

Du profitierst von der maximalen Performance des Slots deiner Kamera und hoher Zuverlässigkeit, musst aber beachten, dass du (noch) nicht die volle Bandbreite von CFexpress 4.0 ausschöpfen kannst. Sobald jedoch zukünftige Kameramodelle die neue Schnittstelle nutzen, bist du mit der OWC ATLAS PRO bestens vorbereitet.

 

Die OWC ATLAS PRO im Test

Die OWC ATLAS PRO setzt auf das typische Design für eine High-EndCFexpress-Typ-A-Speicherkarte. So haben wir hier natürlich den Formfaktor, welcher vom Typ-A-Standard vorgegeben wird.

Dabei setzt allerdings OWC auf ein Gehäuse, welches aus einer Mischung aus Metall und Kunststoff besteht.

Das Metall sieht dabei nicht nur wertig und schick aus, sondern hilft auch bei der Wärmeabfuhr, welche ein Problem sein kann, wenn wir bis zu 1850 MB/s auf die Größe eines Daumennagels packen.

 

CFexpress-Speicherkarten: NVMe-Technologie im Kompaktformat

CFexpress-Speicherkarten stellen einen erheblichen technischen Fortschritt gegenüber herkömmlichen SD-Karten dar. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um hochperformante NVMe-SSDs, die für den Einsatz in kompakten Kamerasystemen optimiert wurden. CFexpress-Speicherkarten sind in verschiedenen Typen erhältlich, wobei die beiden gängigsten Formate Typ A und Typ B sind. CFexpress-Typ-A-Karten nutzen im 4.0-Standard eine PCIe 4.0 x1-Schnittstelle, wodurch sie Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 2000 MB/s erreichen können. Der größere CFexpress-Typ-B-Standard hingegen setzt auf eine PCIe 4.0 x2-Schnittstelle, was theoretisch die doppelte Geschwindigkeit ermöglicht. Diese enorme Leistung ist insbesondere für professionelle Fotografen und Filmemacher von Bedeutung, da sie schnelle Serienaufnahmen sowie hochauflösende Videoaufzeichnungen erlaubt. Gerade in großen Sony-Kameras wie der A9 III oder A1 ist eine schnelle CFexpress-Speicherkarte fast Pflicht.

Interessanterweise lassen sich CFexpress-Speicherkarten durch entsprechende Adapter direkt in einen PC integrieren und als Systemlaufwerk nutzen. Auch wenn dies in der Praxis nicht empfehlenswert ist, ist es technisch möglich und zeigt die Nähe zu SSDs.

 

Langlebigkeit und Sicherheit: CFexpress als zuverlässige(re) Speicherlösung

Neben der hohen Geschwindigkeit bieten CFexpress-Karten auch deutliche Vorteile in Bezug auf Haltbarkeit und Datenintegrität. Während SD-Karten oft plötzlich ausfallen können, ohne vorherige Warnzeichen, sind CFexpress-Karten mit erweiterten Überwachungsfunktionen ausgestattet.

Über Software-Tools wie CrystalDiskInfo kannst du den Zustand der Karte überwachen, die bereits geschriebene Datenmenge auslesen und potenzielle Speicherabnutzung frühzeitig erkennen. Ein weiterer wesentlicher Vorteil von CFexpress-Speicherkarten liegt in der hochwertigen NAND-Speichertechnologie, die für eine längere Lebensdauer sorgt. Fortschrittliche Fehlerkorrekturmechanismen wie ECC (Error Correction Code) sowie Wear-Leveling-Technologien tragen zusätzlich zur Datensicherheit und Haltbarkeit bei. Dadurch sind CFexpress-Karten insbesondere für professionelle Anwender geeignet, die auf eine zuverlässige und langlebige Speicherlösung angewiesen sind.

Allerdings können auch CFexpress-Speicherkarten unerwartet ausfallen. Dies ist mir beispielsweise bei einem Sony-eigenen Modell passiert.

 

CFexpress Typ A und Typ B – Unterschiede und Kompatibilität

CFexpress-Speicherkarten sind primär in zwei Varianten verfügbar: Typ A und Typ B. Obwohl es theoretisch auch einen Typ-C-Standard gibt, ist dieser derzeit kaum verbreitet. CFexpress Typ A wird vor allem von Sony verwendet und ist speziell für deren Kamerasysteme ausgelegt. Der größere Typ-B-Standard hingegen ist mit einer breiteren Palette an Kameramodellen kompatibel, darunter solche von Nikon, Canon, Fuji und weiteren Herstellern. Ein besonderes Merkmal ist die bedingte Abwärtskompatibilität zwischen den beiden Haupttypen: Eine CFexpress-Typ-A-Karte kann mithilfe eines Adapters in einer Typ-B-Kamera genutzt werden, allerdings ist der umgekehrte Fall aufgrund der physikalischen Unterschiede nicht möglich.

 

Wie hoch sind die Datenraten der OWC ATLAS PRO?

Laut Hersteller bietet die 480-GB-Version der ATLAS PRO bis zu 1850 MB/s lesend und 1700 MB/s schreibend. Schauen wir uns zunächst einmal mit CrystalDiskMark an, ob diese Datenraten unter „optimalen“ Bedingungen möglich sind.

Hier erreichte die Speicherkarte bei mir satte 1863 MB/s lesend und 1722 MB/s schreibend. Damit übertrifft diese unter optimalen Bedingungen die Herstellerangabe ein kleines Stück, sehr gut! Beachte aber, dass die Datenraten in der Praxis je nach Kartenleser deutlich schwanken können.

 

Datenrate leider nicht konstant

Bei günstigen CFexpress Typ A und auch Typ-B-Speicherkarten gibt es aber leider einen wichtigen Punkt zu beachten. So bieten diese Modelle meist keine konstante Datenrate. Heißt, die bis zu 1722 MB/s, die ich messen konnte, werden nur kurzzeitig erreicht. Bereits nach wenigen Sekunden konstanter Last sinkt die Datenrate. Das betrifft nicht nur die OWC ATLAS PRO, sondern auch alle anderen günstigen Modelle von Nextorage, Pergear usw. Aber welche Datenrate kann die OWC ATLAS PRO konstant erreichen?

 

In meinem Test pendelte sich die Datenrate bei knapp über 800 MB/s ein. Dies hat auch nichts mit der Hitzeentwicklung zu tun, sondern ist eine Limitierung des NANDs. So nutzt die OWC ATLAS PRO TLC NAND, wie alle CFexpress-Modelle. Allerdings nutzen die teuren „Pro“-Modelle TLC NAND im pSLC-Modus. Was bedeutet dies? Anstelle von 3 Bits pro Zelle wird hier nur 1 Bit pro Zelle geschrieben, was die Datenrate beim Schreiben massiv erhöht. Allerdings wird umgekehrt die Kapazität auf 1/3 reduziert.

 

In der Praxis

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ich habe die Speicherkarte in der Sony A1 getestet mit folgenden Einstellungen:

  • 1/2000 s
  • f/2.8
  • 30 Bilder/s
  • komprimiertes RAW
  • ISO 125

Ich habe hier diverse Speicherkarten in die Kamera eingesetzt und den Auslöser für 30 Sekunden konstant gedrückt gehalten. Am Ende habe ich geschaut, wie viele Bilder bei den Speicherkarten in dieser Zeit gemacht wurden.

Und hier wurde ich etwas überrascht. Die Nextorage A2 SE, welche ebenfalls eine CFexpress-4.0-Speicherkarte ist und ca. 800 MB/s konstant erreicht, konnte ihre Leistung nicht so recht in der A1 abrufen. Die OWC ATLAS PRO hingegen kann dies! So erreicht die Speicherkarte +/- das gleiche Ergebnis wie die Lexar Gold, einem High-End-Modell.

Damit landet die Speicherkarte auf Platz 2 in meinem Testfeld. Es ist natürlich möglich das bei noch längerer konstanter Last die OWC etwas absackt verglichen mit dem Lexar Modell und der Nextorage Pro.

 

Fazit

Die OWC ATLAS PRO hat mich überrascht, und zwar positiv! Auf den ersten Blick dachte ich, die OWC ATLAS PRO wäre ein Schwestermodell zur Nextorage A2 SE. So erreichen beide Modelle sehr ähnliche Datenraten in der Theorie. Auch besitzen beide Modelle eine konstante Datenrate von +/- 800 MB/s bei dauerhafter Last. Allerdings war die OWC ATLAS PRO praktisch doch ein gutes Stück schneller in meiner Sony A1 unterwegs.

Ja, die A1 unterstützt noch nicht den neuen CFexpress-4.0-Standard, wie keine Kamera zum Zeitpunkt des Tests, aber dennoch sehen wir hier eine beachtliche Leistung! So konnte sich die OWC ATLAS PRO an die Spitze des Testfeldes setzen. Beeindruckend für eine Speicherkarte, die eigentlich auf Preis-Leistung getrimmt ist.

AAA Lithium Akkus mit 1300 mWh und praktischer Ladebox im Test

Wir haben uns in der Vergangenheit schon einige AA Akkus auf Lithium Basis angesehen, und es gibt hier durchaus einige Modelle, welche ich als empfehlenswert betrachte. Allerdings, wenn du auf der Suche nach AAA Akkus auf Lithium Basis bist, wird es deutlich schwerer. So gibt es hier deutlich weniger Modelle und noch weniger, die ich als interessant bezeichnen würde.

Einer der wenigen aus meiner Sicht interessanten Lithium AAA Akkus sind die Modelle von iMuto. Hier haben wir ein 8er Set AAA Akkus mit einer Kapazität von angeblich 1300 mWh, inklusive einer praktischen Ladebox für +- 30€. 30€ für dieses Set ist auf den ersten Blick ein sehr fairer Preis. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Halten die iMuto, was sie versprechen, vor allem in Bezug auf die Kapazität?

 

Lithium AAA Akkus sind schwierig

Lithium AA und AAA Akkus sind generell keine ganz einfache Angelegenheit. Warum? Lithium-Akku-Zellen haben eine Spannung von 3,6 V, AA bzw. AAA Akkus/Batterien 1,2 oder 1,5 V. Heißt, damit Lithium AA/AAA Akkus funktionieren, muss es einen Spannungswandler im Inneren geben, der aus 3,6 V 1,5 V macht.

Zudem benötigen wir Schutzelektronik usw. Dies alles braucht Platz, welcher dann der eigentlichen Lithium-Zelle weniger zur Verfügung steht. Dies ist bei den kleineren AAA Akkus natürlich noch ein größeres Problem, da hier prozentual noch mehr Raum eingenommen wird. Noch schlimmer ist es bei den Modellen, die noch über einen USB-C Ladeport verfügen. Daher sind AAA Akkus mit Lithium Technik seltener und auch, was die Kapazität angeht, schwächer.

 

Die imuto Lithium AAA Akkus mit 1300 mWh im Test

Das Auffälligste an den imuto Akkus sind im ersten Moment gar nicht die Akkus selbst, sondern die Box, in welcher diese geliefert werden.

So haben wir hier ein 8er Set, welches in einer praktischen Ladebox daher kommt. Diese Ladebox ist ähnlich wie bei Ohrhörern gestaltet, mit einem magnetischen Deckel, der sich aufklappen lässt.

Damit erinnert die Ladebox extrem an die BATZONE Akkus (https://techtest.org/batzone-lithium-aa-akkus-im-test-8er-pack-mit-ladebox/), die wir letztens im Test hatten. Es ist hier klar, dass beide Akkus vom gleichen Fertiger stammen. Allerdings ist dies nichts, über das ich meckern will, denn diese Ladebox ist extrem praktisch!

So lassen sich hier alle 8 Akkus verstauen und auch alle 8 gleichzeitig laden! Hierfür hat die Ladebox an der Seite einen USB-C Port, wie auch eine Status-LED für jeden Akku auf der Oberseite. Ein sehr alltagsfreundliches Design.

Die Akkus selbst sind ebenfalls recht hochwertig und schick gestaltet. Die Kapazität jedes Akkus soll bei 1300 mWh laut imuto liegen.

 

mWh vs. mAh – Wo liegt der Unterschied?

Bei herkömmlichen AA-Akkus auf Nickel-Metallhydrid-Basis wird die Kapazität in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Bei Lithium-basierten Akkus hingegen ist die Angabe in Milliwattstunden (mWh) üblich. Doch warum? Ein Akku mit 2000 mAh kann theoretisch eine Stunde lang 2000 mA liefern, unabhängig von der Spannung. Und genau hier liegt das Problem: Nickel-Metallhydrid-Akkus haben eine durchschnittliche Spannung von 1,2 V, während Lithium-AA-Akkus mit 1,5 V arbeiten.

Durch die um 25 % höhere Spannung eines Lithium-Akkus enthält er bei gleicher mAh-Angabe auch 25 % mehr Energie. Da vielen dieser Zusammenhang nicht bewusst ist, geben Hersteller die Kapazität lieber in mWh an, eine Einheit, die die Spannung bereits berücksichtigt. Zum Vergleich: Ein Nickel-Metallhydrid-AA-Akku mit rund 2900 mAh entspricht etwa 3500 mWh.

 

Schutz vor der Tiefentladung

Lithium-AA-Akkus bieten gegenüber klassischen AA-Akkus entscheidende Vorteile dank integrierter Schutzelektronik, die sie vor Überladung, Kurzschlüssen und insbesondere Tiefentladung schützt. Traditionelle Nickel-Metallhydrid-Akkus sind anfällig für Schäden, wenn sie unter 1 Volt entladen werden, was leider bei vielen Geräten, die für normale Batterien konzipiert sind, passieren kann. Im Gegensatz dazu schützen sich die imuto-Akkus selbstständig, indem sie sich abschalten, sobald ihr minimaler sicherer Ladestand erreicht ist. Dies verhindert zuverlässig die Tiefentladung und den damit verbundenen Schaden, wodurch die effektive Haltbarkeit von Lithium-AA-Akkus praktisch oft höher ist als die von klassischen Nickel-Metallhydrid-Akkus.

 

Wie hat Techtest.org die Lithium-AA-Akkus getestet?

Zum Testen der imuto-AA-Akkus habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,2 A und 0,4 A entladen. Ich habe hier jeweils 4 Akkus aus dem Set getestet, um die übliche Serienschwankung abzubilden.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Aber wie hoch ist nun die Kapazität der Akkus?

  • Bei einer Last von 0,1 A erreichten die Akkus im Schnitt 743 mAh bzw. 1115 mWh.
  • Bei einer Last von 0,2 A erreichten die Akkus im Schnitt 761 mAh bzw. 1121 mWh.
  • Bei einer Last von 0,4 A erreichten die Akkus im Schnitt 784 mAh bzw. 1149 mWh.

Damit bleiben diese zwar etwas unter dem Herstellerversprechen von 1300 mWh, aber leider ist dies nicht unnormal. Generell betrachtet ist die Kapazität der Akkus gut. Gerade wenn wir diese z.B. mit den ANSMANN Premium Rechargeable Li-ION Akkus vergleichen. Diese erreichten keine 400 mAh ( https://techtest.org/ansmann-premium-rechargeable-li-ion-akkus-im-test-aaa-aa-c-d-und-9v-block/#AAA_Akkus_Kapazitaet ) Erwartest du aber verglichen mit Nickel-Metallhydrid-Akkus ein großes Kapazitäts-Plus, wirst du dennoch überrascht sein, denn dieses gibt es hier nicht. Dafür haben wir halt die konstante Spannung von 1,5 V.

 

Wirklich 1,5 V?

Aber haben wir wirklich eine konstante Spannung von 1,5 V?

Nicht ganz! Ja, die Akkus liefern +- 1,5 V konstant, bis zu den letzten +- 5 %. Dann sinkt die Spannung auf 1,1 V ab. Dies ist aber ein gewolltes und gewünschtes Verhalten. Warum? Dies soll die „niedrige Batterie-Standmeldung“ bei diversen Endgeräten auslösen bzw. bei Lichtern und Taschenlampen kannst du erkennen: „Ah, diese sind plötzlich dunkler geworden, die Akkus sind gleich leer“. Ein, wie ich finde, sehr praktisches Feature!

 

Ladedauer

Aber wie lange dauert das Laden der Akkus in der beiliegenden Ladebox? Das Laden von 4 Akkus auf einmal dauert ca. 1:50 h, was sehr schön schnell ist.

 

Nicht für Mini-Verbraucher

Lithium AA und AAA Akkus eignen sich im Generellen nicht für Mini-Verbraucher, wie Fernbedienungen, Uhren, Wetterstationen usw. Durch den Spannungswandler im Inneren arbeiten diese bei solch niedrigen Lasten extrem ineffizient.

 

Fazit

Lithium AA und AAA Akkus sind immer etwas Spezielles. So eignen sich diese weniger für absolute Mini-Verbraucher. Auch wenn du hier eine höhere Kapazität als bei Nickel-Metallhydrid-Akkus erwartest, wirst du enttäuscht. Aber dennoch möchte ich die imuto AAA Akkus empfehlen! Warum? Zunächst sind es die besten AAA Lithium Akkus, die ich bisher in den Fingern hatte. Zum anderen bietet die Lithium Basis doch einige Vorteile.

So haben die Akkus eine konstante Spannung von 1,5 V, entsprechend haben deine Geräte immer “volle Power”. Zudem sind die imuto Akkus gegen das Tiefenentladen geschützt, was die Haltbarkeit in der Praxis doch deutlich verbessern kann. Dabei war die Kapazität im Test mit bis zu 784 mAh bzw. 1149 mWh alles andere als übel.

Unterm Strich musst du also überlegen, ob Lithium AAA Akkus das Richtige für deine Anwendung sind. Falls ja, sind die imuto AAA Akkus absolut eine Empfehlung wert und mit ca. 25€ für 8 Akkus alles andere als zu teuer! Gerade dann, wenn wir die praktische Ladebox bedenken.

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  • Hohe Kapazität:Mit einer hohen Kapazität von 1300mWh und einer...
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PAJ PET Finder 4G im Vergleich: Besser als Tractive und Fressnapf?

Den geliebten Hund zu verlieren, ist vermutlich einer der größten Albträume für alle Tierfreunde. Der Hund läuft im Wald oder nach einem Unfall weg, und man steht einfach verloren da und hofft, dass er wiederkommt.

Ein Hundetracker kann hier etwas diese Sorge nehmen. Im Handel gibt es einige Modelle, die bekanntesten stammen sicherlich von Tractive und Fressnapf.

Allerdings gibt es auch spannende alternative Modelle wie den PAJ PET Finder 4G. Dieser setzt, wie die meisten Modelle, auf eine Mischung aus GPS und einer 4G-Verbindung, um den Standort deines Hundes an dich zu übermitteln.

Dabei ist der PAJ PET Finder 4G in der Anschaffung deutlich günstiger als die meisten konkurrierenden Modelle und bietet mit bis zu 5 Tagen auch eine recht hohe Akkulaufzeit – zumindest laut Hersteller. Wollen wir uns den PAJ PET Finder 4G einmal im Test ansehen! Kann dieser wirklich mit Tractive und Co. mithalten?

An dieser Stelle vielen Dank an PAJ für das Zurverfügungstellen des PET Finder 4G für diesen Test.

 

Der PAJ PET Finder 4G im Test

Bei dem PAJ PET Finder 4G handelt es sich um eine ca. 3,1 × 1,9 × 7,9 cm große Einheit, die 48 g wiegt.

Diese wird über eine Silikonhalterung am Halsband oder Geschirr deines Hundes befestigt. Aufgrund der Größe des Trackers würde ich diesen primär für Hunde ab ca. 5–8 kg empfehlen.

Erfreulicherweise ist der PAJ PET Finder 4G laut Hersteller komplett wasserdicht. Ich kann aus der Praxis bestätigen, dass Schlammpfützen und Regen kein Problem sind.
Um dies zu erreichen, besitzt der Tracker einen speziellen Ladeanschluss. Ein passendes Kabel, das auf USB-A endet, liegt bei. Entsprechend kannst du den Tracker an deinem PC oder Smartphone-Ladegerät laden.

Am Tracker befinden sich eine Taste sowie drei LEDs.

 

PAJ – Ein Experte für Fahrzeug-Tracker

Eigentlich ist PAJ ein Experte für Auto-GPS-Tracker. Dies spiegelt sich auch beim PET Finder 4G etwas wider, insbesondere in der App.

 

Akkulaufzeit

Der Hersteller wirbt mit einer Akkulaufzeit von bis zu 5 Tagen. Dies stimmt generell, aber die effektive Laufzeit hängt stark von der Nutzung ab.
Der Tracker wechselt in einen Standby-Modus, wenn er sich eine Weile nicht bewegt. In diesem Modus sinkt der Verbrauch massiv.
Bewegt sich der Tracker den ganzen Tag, dann wird die Laufzeit klar unter 5 Tagen liegen.

 

Die PAJ-App

Um den Tracker zu nutzen, benötigst du die PAJ Portal App, die für Android und iOS verfügbar ist.

Erfreulicherweise ist sie sehr gut! Sie startet schnell und hat ein gutes Update-Intervall.
In der App kannst du jederzeit den Standort des Trackers sehen sowie den Verlauf des aktuellen Tages auf einer Karte einsehen.

Unter „Geräte“ findest du weitere Informationen zu deinem Tracker, insbesondere den Akkustand. Hier kannst du auch historische Routen abrufen und sogar exportieren.
Dass die App ursprünglich vor allem für das Tracking von Fahrzeugen gedacht war, merkt man an einigen Punkten. So werden dir auch die Durchschnittsgeschwindigkeit, Fahrtpausen usw. angezeigt.

Diese Informationen sind für einen Hund nicht unbedingt relevant, aber sie schaden auch nicht.

Verglichen mit Tractive und Fressnapf ist die App weniger auf die Nutzung mit Hunden zugeschnitten. Allerdings ist dies eher eine Designfrage, funktional bieten die Apps von Tractive und Fressnapf nicht mehr.

 

Sehr hohes Update-Intervall!

Verglichen mit den Trackern von Tractive und vor allem dem Fressnapf Tracker fällt beim PAJ PET Finder 4G ein deutlich höheres Update-Intervall auf.
Der Tracker aktualisiert konstant alle 10 Sekunden seine Position – das ist vergleichsweise oft. Entsprechend sind auch die Routen sehr detailliert und genau.

 

Sehr präzise!

Nicht nur das Aktualisierungsintervall ist hoch, auch die Präzision des Trackers ist erfreulich gut. Diese liegt auf oder sogar über dem Niveau von Fressnapf und Tractive.

Hier gibt es weniger Sprünge im Tracking, was sicherlich auch durch das höhere, konstante Abfrageintervall begünstigt wird.

 

Wie hoch sind die Folgekosten?

So ziemlich alle Hunde-GPS-Tracker erzeugen Folgekosten, mal mehr, mal weniger. Warum? GPS zu nutzen ist zwar grundsätzlich kostenfrei, allerdings muss die Standortinformation an dein Smartphone übermittelt werden.

Dafür nutzen alle GPS-Tracker eine Mobilfunkverbindung, die dem Hersteller Kosten verursacht. Diese Kosten werden mit einer Gewinnmarge an den Kunden weitergegeben.
Was kostet nun der PAJ PET Finder 4G im Monat? PAJ bietet zwei Tarife mit drei Laufzeiten an.

1 Monat 6 Monate 1 Jahr 2 Jahre
Basic 12 € 7 € 5 €
Premium 10 € 8 € 6 €

(Preis pro Monat)

Im günstigsten Fall zahlst du für den PAJ PET Finder 4G 5€ im Monat, wenn du das Basics-Abo für 2 Jahre abschließt (120€ für 2 Jahre).
Damit ist der PAJ PET Finder 4G preislich mit dem Tractive-Modell vergleichbar, aber teurer als der Fressnapf Tracker.

 

Fazit

Sowohl vom Update-Intervall als auch von der Präzision des Trackings ist der PAJ PET Finder 4G bisher der beste GPS-Tracker, den ich getestet habe.
Hier kann er Tractive und Fressnapf klar schlagen! Auch die App ist insgesamt gelungen.
Allerdings ist die App nicht speziell auf das Hundetraining zugeschnitten. Es gibt keine hundespezifischen Bonus-Features wie bei Tractive und Fressnapf. PAJ bietet Tracker für Autos, Kinder usw. an, daher ist die App etwas universeller gehalten.
Das muss jedoch kein Nachteil sein, denn alle wichtigen Informationen zum Tracking deines Hundes sind vorhanden.

Ein wichtiger Faktor sind die Folgekosten. GPS-Tracker haben immer Folgekosten. Der PAJ PET Finder 4G liegt preislich ungefähr auf dem Niveau des Tractive-Modells, ist aber deutlich teurer als der Fressnapf Tracker, der dafür einen höheren Anschaffungspreis hat.