Günstiges 10 Port USB Ladegerät von Aukey im Test

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Ein 10 Port USB Ladegerät ist sicherlich nichts für die meisten Nutzer. Hier reicht meist ein einfaches 5 Port USB Ladegerät aus, von denen es jede Menge gute auf dem Markt gibt.

Aber was ist wenn man mehr braucht? Und ganz ehrlich, es ist schon das ein oder andere Mal vorgekommen, dass an meinem normal genutzten 6 Port USB Ladegerät, welches ich im Normalfall nutze, kein Platz mehr war.

Heutzutage wird ja eigentlich erfreulicherweise so ziemlich alles an Elektronik welche über einen Akku verfügt via USB geladen. Angefangen natürlich bei Smartphones über Tablets bis hin zu exotischeren dingen wie Akku Schraubern (der Bosch IXO 5. Gen wird zum Beispiel via USB geladen) oder einfach im Sommer einem kleinen USB Ventilator gibt es alle möglichen Dinge welche einen USB Port benötigen.

Von daher kann es durchaus mal bei einem „High Power“ Nutzer vorkommen, dass fünf oder sechs Port Ladegeräte zu klein sind, zumal ich mir angewöhnt habe die USB Kabel einfach im Ladegerät stecken zu lassen.

AUKEY PA-U22 Ladegerät mit 10 USB Ports Test Review-21

Wer mehr will hat aktuell wenig Optionen. Zum einen gäbe es das Anker PowerPort 10 mit 60W, zum anderen ein Modell von Ugreen mit 96W, welches aber satte 129,90€ kostet, so ein wenig in der Mitte liegt der heutige Testkandidat das AUKEY AIPower 10-Port Ladegerät welches über 78W verfügt und lediglich 21,99€, was schon fast zu billig ist.

Ich habe persönlich die Hoffnung, dass dieses Ladegerät ziemlich gut ist, denn ich plane es zu meinem neuen Schreibtischladegerät zu machen, wo es mein Anker 6 Port 60W Ladegerät ablösen soll.

Aber kann das Aukey AIPower 10-Port USB Ladegerät für 21,99€ wirklich gut sein?

Das AUKEY PA-U22 Ladegerät mit 10 USB Ports

Das 10 Port Ladegerät besteht aus zwei Teilen. Dem eigentlichen Ladegerät und dem Netzteil.

Dies ist ein Unterschied zu den meisten klassischen Multiportladegeräten, welche zumeist nur aus einem Stück bestehen. Dies hat natürlich Vor- und Nachteile.

AUKEY PA-U22 Ladegerät mit 10 USB Ports Test Review-12

Der offensichtlichste Vorteil ist die Größe des Ladegerätes. Das Modul welches auf den Tisch gehört ist verhältnismäßig klein. Es entspricht ungefähr der Größe eines normalen 6 Port Ladegerätes.

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Ein weiterer technischer Vorteil ist die räumliche Trennung von Eingangsseite und Ausgangsseite welche theoretisch zur Sicherheit des Ladegerätes beiträgt.

Der größte Nachteil ist vermutlich das man einfach noch so ein dämliches Netzteil unterm Schreibtisch liegen hat, welches Platz wegnimmt und stören kann.

AUKEY PA-U22 Ladegerät mit 10 USB Ports Test Review-10

Kommen wir aber zum Ladegerät selbst. Dieses besteht aus einem recht einfachen Kunststoff welcher aber eine gewisse Residenz gegenüber Fingerabdrücken hat. Die zehn USB Ports befinden sich auf der Oberseite des Ladegerätes was wie ich finde eine sehr gute Entscheidung ist!

Ich kann sowie so nicht so recht verstehen, warum die meisten Muliport Ladegeräte Ihre Anschlüsse auf der Front haben, auf der Oberseite ist es viel einfacher USB Kabel mit einer Hand einzustecken ohne das Ladegerät über den halben Tisch zu schieben.

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Um das Verschieben des Ladegerätes noch sicherer zu verhindern, hat Aukey zusätzlich zwei große Gummifüße auf die Unterseite des 10 Port Ladegerätes angebracht, welche Ihren Job durchaus gut machen.

Kommen wir ein wenig zur technischen Seite des Ladegerätes. Das Aukey besitzt zehn USB Ports welche jeweils bis zu 2,4A zu liefern vermögen. Im Gesamten liegt aber die maximale Leistung bei 78W bzw. 15,6A.

Heißt, man kann „nur“ 6 USB Ports gleichzeitig voll belasten. Klingt schlimmer als es ist. Praktisch sollte niemand im privaten Umfeld an dieses Limit stoßen, es sei denn man hat sieben oder mehr iPads, welche gleichzeitig geladen werden sollen.

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Jeder der USB Ports ist mit Aukeys „AIPower“ Lade Technology ausgestattet. Was dies ist könnt Ihr hier nachlesen http://www.aukey.com/aipower#aipo In Kurzform AiPower soll das angeschlossene Smartphone bzw. Tablet erkennen und dementsprechend den Ladevorgang anpassen, dass die bestmögliche Ladegeschwindigkeit erreicht wird.

Meiner Erfahrung nach laden Powerbanks oder Ladegeräte mit „Smarten“ Ladetechnologien tatsächlich besser und schneller als Geräte ohne. Aber dennoch wird dies von den Herstellern etwas überbeworben. Ich kann bis heute nicht so genau sagen ob dies wirklich an der „Smarten“ Ladeelektronik liegt oder einfach an generell besserer Technik.

 

Wie teste ich?

Grundsätzlich messe ich Spannung und Stromstärke mit einem „PortaPow Premium USB + DC Power Monitor Leistungsmesser / Leistungsmessgerät Digital Multimeter Amperemeter V2“.

Dieses liefert eine Messgenauigkeit auf bis zu 0.0001 A-0.0001 V.

Als konstante Last nutze ich USB Widerstände. Mit diesen werde ich das Netzteil ca. 4 Stunden mit 90+% Last „quälen“ wobei ich die Temperatur messe und schaue ob es Auffälligkeiten (oder sogar Ausfälle) gibt.

Zu guter Letzt checke ich ob es an verschiedenen Endgeräten „Probleme“ beim Laden gibt. Wichtig meine Ladegeschwindigkeits Tests führe ich mit einem Referenz-Kabel durch. Auf der microUSB Seite wäre dies das 1 Meter Kabel von Mr.Flux oder von Anker, beide Kabel liefern die bestmögliche Ladeleistung. Für Apple Geräte verwende ich das Original Apple Kabel, nicht weil es das beste ist sondern einfach weil es jeder hat.

Solltet Ihr andere Ladekabel verwenden kann dies eure Ladegeschwindigkeit Negativ beeinflussen, siehe ein Test dazu HIER.

Das Messen des Stromverbrauchs im Leerlauf geschieht mit einem Voltcraft Energy Logger 4000.

 

Testergebnis des Aukey AIPower 10-Port USB Ladegerät

Kommen wir aber langsam zum interessanten Teil, dem eigentlichen Testergebnis. Taugt das Aukey? Ja das tut es!

Aber der Reihe nach. Das Aukey 10 Port Ladegerät hat mich vor eine gewisse Herausforderung bei meinem Belastungstest gestellt. Ich nutze hierfür kleine USB Widerstände von welchen ich aber nur sechs habe und welche jeweils maximal 2A benötigen.

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Um dennoch 100% Last zu erzeugen musste ich zusätzlich auf drei Powerbanks zurückgreifen welche ich ebenfalls an das Ladegerät anschloss.

Daumen Hoch das Aukey PA-U22 hat den Belastungstest bestanden!

Wie sieht es aber mit der Ladegeschwindigkeit aus?

Wenig überraschend sehr gut. Sowohl bei Android Geräten wie auch bei Apple Smartphones/Tablets gibt sich das Aukey keine Blöße.

Ich konnte sowohl bei meinem Samsung Note 3, Sony Xperia Z5 wie auch beim meinem Amazon Fire HD10 das absolute Maximum an Ladegeschwindigkeit erreichen zu der diese Geräte in der Lage sind.

AUKEY PA-U22 Ladegerät mit 10 USB Ports Test Review-20

Jedoch ist mir etwas Merkwürdiges aufgefallen. Je nach verwendetem Port variiert die Ladegeschwindigkeit und Spannung etwas.

An einigen Ports konnte ich 5,1xV messen an anderen 4,9xV. Hier scheint es intern doch einen Unterschied zwischen den einzelnen Ports zu geben.

Etwas merkwürdig da Aukey damit wirbt, dass alle Ports gleich schnell wären.

Positiv ist wiederum die Spannungsstabilität welche auch unter Volllast sehr gut ist. Ich konnte bei keinem Port einen merkbaren Spannungsabfall beobachten.

Klingt ja alles soweit ganz gut, gerade wenn man bedenkt, dass das Aukey 10 Port Ladegerät nur 21,99€ kostet. Aber leider gibt es dennoch einen Schwachpunkt beim Aukey Ladegerät.

Der Stromverbrauch im Leerlauf ist mit 2,9W ziemlich hoch!

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Gute normale 5-6 Port Ladegeräte verbrauchen im Leerlauf um die 0,4W, von daher ist 2,9W schon viel.

Zwar kann man jetzt daraus die Rechnung aufmachen, dass dies im Jahr „nur“ rund 6€ Stromkosten sind wenn das Ladegerät ununterbrochen im Strom ist und man dies durch den niedrigen Anschaffungspreis wieder hereingeholt hat, aber dennoch ist das schade und etwas unnötig da das PA-U22 ansonsten eine fast perfekte Leistung geliefert hat.

 

Fazit zum Aukey PA-U22 10 Port USB Ladegerät

Das Aukey PA-U22 liefert eine fast perfekte Vorstellung ab. Angefangen bei guter Technik bis hin zu ebenfalls guten Ladeergebnissen. Gekrönt wird das Ganze natürlich durch den sehr günstigen Preis.

AUKEY PA-U22 Ladegerät mit 10 USB Ports Test Review-2

Leider gibt es aber zwei kleine Schönheitsfehler nämlich den relativ hohen Energieverbrauch im Leerlauf und dass entgegen der Angabe nicht alle USB Ports „gleich“ sind. Zwar verfügen alle über die angeben 2,4A aber dennoch gibt es leichte Unterschiede bei der Ladegeschwindigkeit. Letzteres stört mich leider etwas aber gut für 21,99€ kann man eigentlich nicht mehr erwarten zumal es bei vielen kleineren Sache (Bluetooth Lautsprechern, Powerbanks usw.) keinen unterschied macht welchen Port man verwendet, lediglich Smartphones und Tablets könnten da etwas wählerischer sein.

Wer darüber hinwegsehen kann, erhält ein wirklich hervorragendes Ladegerät zum, für die gebotene Leistung, Schnäppchen preis, anders kann man es wirklich nicht sagen.

Michael Barton
Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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