Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Akku im Test: 105,6 % Kapazität und 2,7 kWh für rund 300 €

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Der Hersteller Dynesspower hat einen neuen günstigen LiFePO4-Akku auf den Markt gebracht. So bietet dieser 24 V und hat eine Kapazität von 100 Ah.

Damit haben wir hier rund 2,56 kWh Energie. Das Ganze für rund 300 € bei Amazon (zum Zeitpunkt des Tests) sieht auf den ersten Blick fair aus. Auch wenn wir hier keine Zusatzfunktionen haben, wie Bluetooth usw.

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob die Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery überzeugen kann und ob sie die Herstellerangabe bezüglich der Kapazität erfüllt.

An dieser Stelle vielen Dank an Dynesspower für das Zurverfügungstellen des Akkus.

 

Die Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery im Test

Bei dem Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4-Akku handelt es sich um ein recht typisches Modell seiner Art.

So setzt dieser auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse mit einem hochwertigen Aufkleber. Auch die Anleitung, die beiliegt, fällt erfreulich umfangreich aus.

Aufgrund der durchaus gehobenen Kapazität ist der Akku mit 531 mm × 206 mm × 217 mm und einem Gewicht von 20,40 kg schon etwas größer und schwerer, aber auch nicht riesig. Dies sind typische Abmessungen für einen 24-V-100-Ah-Akku bzw. 12-V-200-Ah-Akku der LiFePO4-Chemie.

Für einen etwas leichteren Transport haben wir an beiden Seiten Tragegriffe.

Weitere „Besonderheiten“ wie LEDs, Statusanzeigen oder Ähnliches gibt es nicht.

 

M8-Schrauben

Angeschlossen wird die Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery über M8-Schrauben. Erneut ein typisches Design für solch einen Akku.

Passende Schrauben liegen bei.

 

Bis zu 8 Batterien

Laut Dynesspower ist es möglich, bis zu 8 dieser Akkus in einer Serien-Parallel-Schaltung zu betreiben, um eine höhere Kapazität zu erreichen.

Bis zu 4 Akkus dürfen parallel geschaltet werden und 2 Akkus in Serie.

 

Übersicht der technischen Daten

Werfen wir einen Blick auf die technischen Daten der Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery.

Technische Daten Dynesspower 24V 100Ah
Zellchemie LiFePO4
Nennspannung 25,6 V
Nennkapazität 100 Ah / 2560 Wh
Ladeverfahren CC/CV (Konstantstrom/Konstantspannung)
Ladespannung 28,8 V ± 0,4 V
Empfohlener Ladestrom 20 A
Maximaler kontinuierlicher Ladestrom 100 A
Maximaler kontinuierlicher Entladestrom 100 A
Maximale kontinuierliche Ausgangsleistung 2560 W laut Hersteller
Anschlüsse M8 × 16 mm
Empfohlenes Anzugsdrehmoment 10–12 Nm laut Anleitung
Gehäuse ABS-Kunststoff
Abmessungen 531 × 206 × 217 mm
Gewicht 20,40 kg
Temperaturbereich beim Laden 0 bis 50 °C
Temperaturbereich beim Entladen −20 bis 55 °C
Ladeschutz bei niedrigen Temperaturen 0 °C; Wiederaufnahme der Ladung bei 5 °C laut Anleitung
Schutzart IP65 laut Hersteller
Bluetooth / App Nein
Erweiterbarkeit Bis zu 2 in Serie und 4 parallel laut Hersteller

 

Auch wenn der Akku als 24-V-Modell bezeichnet wird, beträgt seine Nennspannung 25,6 V. Dies ist bei LiFePO4-Akkus dieser Spannungsklasse üblich. Zusammen mit den angegebenen 100 Ah kommen wir so auf 2560 Wh beziehungsweise 2,56 kWh.

Mit einem maximalen Entladestrom von 100 A ist der Akku laut Hersteller auch für größere Verbraucher ausgelegt.

Erfreulich ist der laut Anleitung vorhandene Ladeschutz bei niedrigen Temperaturen. Dieser soll die Ladung bei 0 °C unterbrechen und bei 5 °C wieder freigeben. Leider konnte ich das im Test nicht überprüfen. Es ist ungewöhnlich, dass solch ein Untertemperaturschutz bei einem Akku ohne Bluetooth-BMS vorhanden ist.

 

Messverfahren: elektronische Last

Um die Kapazität des Dynesspower-Akkus zu messen, nutze ich eine elektronische Last. Diese entlädt den zuvor vollständig geladenen Akku mit einem konstanten Strom von 20 A. Bei der Nennspannung von 25,6 V entspricht dies einer Belastung von rund 512 W.

Dabei wird erfasst, wie viel Ladung in Ah und wie viel Energie in Wh dem Akku entnommen werden kann.

Ich habe die Messung über drei vollständige Entladezyklen wiederholt. So lässt sich neben der Kapazität auch sehen, ob die Ergebnisse reproduzierbar sind und ob es auffällige Schwankungen gibt.

 

Kapazitätsmessung

Laut Hersteller bietet die Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery eine Kapazität von 100 Ah beziehungsweise 2560 Wh. Folgendes konnte ich bei einer Entladung mit 20 A messen:

Messung Kapazität in Ah Energie in Wh
20 A – Zyklus 1 105,52 2699,44
20 A – Zyklus 2 105,60 2697,08
20 A – Zyklus 3 105,60 2705,15
Durchschnitt 105,57 2700,56

 

Das sieht doch sehr gut aus! Im Schnitt konnte ich dem Akku 105,57 Ah beziehungsweise 2700 Wh entnehmen. Damit übertrifft dieser seine Herstellerangabe um rund 5,6 % bei den Ah beziehungsweise 5,5 % bei den Wh.

Wir haben hier also tatsächlich rund 2,7 kWh nutzbare Energie, im Neuzustand des Akkus.

Auch die Abweichungen zwischen den Messzyklen sind erfreulich gering! Zwischen dem niedrigsten und höchsten Ergebnis liegen gerade einmal 0,083 Ah beziehungsweise 8,07 Wh. Die Kapazität schwankt zwischen den drei Zyklen also nur minimal. Hinsichtlich der Kapazität gibt es hier entsprechend nichts zu bemängeln!

 

Vergleich der Kapazität mit anderen LiFePO4-Akkus

Wie schlägt sich die Dynesspower im Vergleich zu anderen bereits getesteten LiFePO4-Akkus? Wir vergleichen hier die durchschnittlich gemessene Ah-Kapazität relativ zur jeweiligen Herstellerangabe.

100 % bedeutet, dass ein Akku seine angegebene Ah-Kapazität genau erreicht. Ein Wert oberhalb von 100 % bedeutet, dass im Test mehr Kapazität als versprochen zur Verfügung stand.

Kapazitätsvergleich von LiFePO4-Akkus: Die Dynesspower 24V 100Ah erreicht 105,6 % der angegebenen Ah-Kapazität.

 

Mit rund 105,6 % der angegebenen Kapazität liegt die Dynesspower im oberen Bereich des Vergleichsfeldes. Damit übertrifft der Akku die Herstellerangabe überdurchschnittlich stark.

Interessant ist auch der Vergleich mit der ebenfalls als 25,6-V-/100-Ah-Modell ausgelegten Geleipu. Diese kam in meinen Messungen auf 103,75 % ihrer Kapazitätsangabe. Die Dynesspower liegt hier also noch etwas darüber.

 

Spannungsverlauf

LiFePO4-Akkus besitzen typischerweise einen sehr flachen Spannungsverlauf. Dies zeigt sich auch bei der Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery.

Zu Beginn der Aufzeichnung liegt die Spannung bei knapp 28 V. Sie fällt zunächst recht schnell ab und pendelt sich nach wenigen Minuten bei rund 26,2 V ein. Anschließend sinkt sie über mehrere Stunden nur langsam.

Spannungsverlauf der Dynesspower 24V 100Ah bei 20 A Entladestrom: lange stabile Spannung um 26 V und steiler Abfall vor der Abschaltung nach etwa 5 Stunden 17 Minuten.

Der größte Teil der Entladung findet damit in einem recht kleinen Spannungsbereich statt. Erst gegen Ende geht es deutlich schneller bergab. Nach rund 4 Stunden und 48 Minuten unterschreitet die Spannung 25 V, nach etwa 5 Stunden und 5 Minuten fällt sie unter 24 V.

Nach insgesamt rund 5 Stunden und 17 Minuten bricht die gemessene Spannung abrupt ein. Unmittelbar davor liegt sie noch bei ungefähr 20,8 V. Hier beendet dann das BMS das Entladen.

Der Verlauf ist damit typisch für einen LiFePO4-Akku: lange eine vergleichsweise stabile Spannung, gefolgt von einem deutlichen Abfall kurz vor dem Ende.

In der Praxis macht es der flache Verlauf schwierig, den Ladestand allein anhand der Spannung genau einzuschätzen. Genau hier wäre Bluetooth hilfreich. Ohne eine entsprechende App würde ich für eine bessere Übersicht über die verbleibende Kapazität einen externen Batteriemonitor mit Shunt nutzen.

 

Fazit

Die Dynesspower 24V 100Ah LiFePO4 Battery macht im Test einen guten Eindruck! Bei der wichtigsten Frage, der tatsächlich nutzbaren Kapazität, liefert sie sogar etwas mehr als versprochen.

Im Schnitt konnte ich 105,57 Ah beziehungsweise 2700,56 Wh messen. Damit übertrifft der Akku seine Herstellerangabe um rund 5,6 %. Auch die sehr dicht beieinanderliegenden Ergebnisse der drei Entladezyklen sind erfreulich. Der Spannungsverlauf zeigt ebenfalls das typische Verhalten eines LiFePO4-Akkus.

Etwas schade ist lediglich die einfache Ausstattung. Gerade Bluetooth hätte ich gerne gesehen, um den Ladestand und weitere Informationen bequem ablesen zu können. Eine Statusanzeige direkt am Akku gibt es ebenfalls nicht.

Passt der Preis, kannst du hier aber durchaus zugreifen! Zu den rund 300 € zum Zeitpunkt des Tests bietet die Dynesspower viel Kapazität fürs Geld. Suchst du einen einfachen 24-V-LiFePO4-Akku und kannst auf Bluetooth verzichten, ist sie aus Sicht der gemessenen Kapazität eine gute Wahl.

Pro

  • Herstellerangabe zur Kapazität um rund 5,6 % übertroffen
  • Sehr konstante Ergebnisse über drei Entladezyklen
  • Rund 2,7 kWh direkt am Akku entnehmbare Energie
  • Gutes Verhältnis von Preis zu Kapazität bei rund 300 €
  • Ladeschutz bei niedrigen Temperaturen laut Anleitung

Kontra

  • Kein Bluetooth und keine App
  • Keine integrierte Ladestands- oder Statusanzeige
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Michael Barton
Michael Barton
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