Ich bin ein großer Fan von Smart Watches, allerdings teilen sich viele der populären Modelle einen großen Nachteil, die Akkulaufzeit.
Jeden oder jeden zweiten Tag die Smart Watch laden, aber diese fürs Schlaftracking dennoch über Nacht tragen, ist aus meiner Sicht einfach nervig.
Alternativ gibt es smarte Uhren wie die Modelle von Withings, die nur ein Mini-Display mitbringen, dafür aber monatelange Laufzeit bieten.
Was aber, wenn du eine Smart Watch mit großem Display, umfangreichen Features, aber einer dennoch sehr guten Akkulaufzeit suchst?
Dann bist du bei der Amazfit Active Max richtig! Die Amazfit Active Max bietet ein großes 1,5 Zoll rundes OLED-Display, mit bis zu 3000 Nits Helligkeit, umfangreiches Sport-Tracking, 4 GB integrierten Speicher und eine Akkulaufzeit von bis zu 25 Tagen!
Dabei kostet die Amazfit Active Max lediglich 169,90 € nach UVP. Ein auf den ersten Blick sehr fairer Preis!
Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist hier die Amazfit Active Max wirklich so gut?
Die Amazfit Active Max im Test
Die Amazfit Active Max setzt auf ein rundes Design mit einem Durchmesser von ca. 48,5 mm und einer Dicke von rund 12 mm. Damit ist die Uhr zwar auch kein Mini, aber auch bei weitem nicht das klobigste Modell am Markt. Ganz im Gegenteil, ich finde die Größe angenehm und auch das generelle Design ist nicht aufdringlich, sondern sportlich schlicht.
So besteht das Gehäuse weitestgehend aus Kunststoff, allerdings haben wir einen Aluminium-Rahmen. Zudem ist natürlich die Oberseite mit dem Display-Glas bedeckt.
Das Gewicht liegt bei +- 40 g ohne das Armband, was ich ebenfalls als angenehm empfinde.
Mit im Lieferumfang ist ein 22 mm Armband aus Silikon. Dieses ist gelöchert für eine bessere Belüftung. Das Armband ist austauschbar, aber ich fand es eigentlich ganz angenehm.
Geladen wird die Uhr über eine magnetische Ladeschale.
Das Display, ein Highlight!
Auf der Front der Amazfit Active Max findet sich ein 1,5 Zoll rundes OLED-Display. 1,5 Zoll in einer Smart Watch ist schon eine sehr ordentliche Größe und sorgt für eine gute Ablesbarkeit.

Dabei bietet das Display laut Hersteller eine maximale Helligkeit von 3000 Nits, was auf oder über dem Niveau eines Flaggschiff-Smartphones liegt.
Und das ist durchaus eine Angabe, der ich glauben kann, denn die Ablesbarkeit selbst im Sonnenschein ist sehr gut.
Dabei macht das Display auch einen guten Job, in dunklen Umgebungen wie nachts im Bett nicht zu aufdringlich zu sein.
Die Zepp App
Wie bei den meisten Smart Watches benötigst du auch bei der Amazfit Active Max eine App, um die Uhr einzurichten und alle Funktionen voll zu nutzen. Bei Amazfit kommt hier die „Zepp App“ zum Einsatz, welche es für Android und iOS gibt.
Direkt vorweg, eine Registrierung ist hier leider nötig. Etwas, das ich generell nicht so gerne sehe, aber bei Smart Watches mittlerweile leider Standard ist.
Optisch und funktional macht die Zepp App einen guten Job. Hier und da könnte diese aber etwas übersichtlicher sein. Ich finde, diese ist etwas verschachtelt.
Funktional gibt es aber absolut nichts zu bemängeln. Du hast hier im Grunde einen kompletten Gesundheits- und Trainings-Hub auf deinem Smartphone.
So zeigt dir die Zepp App auf der Startseite zunächst alle wichtigen Werte auf einen Blick:
- Schlaf/BioCharge/Anstrengungs-Rating
- Schritte
- Herzfrequenz inkl. Verlauf
- Schlafdauer
- Herzfrequenzvariabilität
- Verbrauchte Kalorien
- Stresslevel
- Blutsauerstoffsättigung (SpO₂, falls aktiviert)
Neben diesen Punkten gibt es auch noch Details zum „BioCharge“, „Schlaf“ und deiner „Anstrengung“ zu sehen.
Z.B. unter Schlaf kannst du Details sehen zu den einzelnen Schlafphasen, Schlafdauer, Herzfrequenz im Schlaf, Atemfrequenz usw.
Was mich an der Zepp App etwas stört, ist, dass die ganzen Werte etwas „zerklüftet“ sind. Ich hätte gerne, dass die Übersicht etwas weiter ausgebaut wird mit noch mehr Werten, als dass diese alle in Untermenüs versteckt werden.
Aber grundsätzlich bietet die App sehr viele Messwerte und Informationen zu deinem „Zustand“.
BioCharge
Ein Feature, das Amazfit mit der Active Max neu eingeführt hat, ist der sogenannte „BioCharge“-Score. Dieser ersetzt den bisherigen „Readiness-Score“ und bewertet dynamisch über den Tag hinweg, wie viel „Energie“ dein Körper noch hat.
Im Grunde ist BioCharge Amazfits Antwort auf Garmins „Body Battery“. Auf einer Skala von 0 bis 100 wird dir angezeigt, ob du fit für ein hartes Workout bist oder ob lieber ein Ruhetag angesagt wäre. Der Wert wird aus deinem Schlaf, der Herzfrequenzvariabilität (HRV), Stresslevel und der Aktivität des Tages berechnet.
Ich sehe durchaus den Punkt und das Ganze funktioniert auch und spiegelt meinen Zustand ganz gut wider. Natürlich sind das eher grobe Richtwerte, aber sie können dir helfen, dich nicht zu überlasten.
170+ Sportmodi und smarte Krafttraining-Erkennung
Wo wir bei Sport sind: Die Amazfit Active Max bietet über 170 Sportmodi. Hier ist also vom klassischen Joggen, Radfahren oder Schwimmen über HIIT, Yoga und HYROX bis hin zu kuriosen Modi wie „Schneeschaufeln“ wirklich alles dabei. 8 Aktivitäten kann die Uhr sogar automatisch erkennen.
Ein Highlight ist der Krafttraining-Modus. Dieser erkennt bei 25 verschiedenen Übungen wie Kniebeugen, Bankdrücken oder Klimmzügen automatisch deine Wiederholungen, Sätze und Pausen.
Für die Outdoor-Sportler ist GPS mit an Bord mit Unterstützung für 5 Satellitensysteme (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou und QZSS). Allerdings handelt es sich „nur“ um Single-Band-GPS, also nicht das aktuell genauste am Markt. Für die meisten Hobbyläufer ist das absolut ausreichend, wenn du aber in dichten Wäldern oder zwischen Hochhäusern läufst, kann es zu kleineren Abweichungen kommen.
4 GB Speicher und Offline-Karten
Ein netter Bonus ist der 4 GB große interne Speicher. Auf diesen kannst du Musik laden und via Bluetooth-Kopfhörer ohne Smartphone hören. Laut Amazfit passen rund 100 Stunden Audio auf die Uhr, was mehr als ausreichend ist. Allerdings muss diese Musik lokal als MP3 vorliegen, Spotify oder Ähnliches wird nicht unterstützt.
Zusätzlich kannst du dir kostenlos Offline-Karten auf die Uhr laden. Sogar topografische Karten mit Höhenlinien sind möglich, was bei einer Smart Watch in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich ist.
Smart Features
Klar, eine Smart Watch sollte auch „smart“ sein. Die Amazfit Active Max bringt hier alle gängigen Funktionen mit:
- Bluetooth-Telefonie via integriertem Mikrofon und Lautsprecher
- Benachrichtigungen aller Apps deines Smartphones
- Antworten auf Nachrichten via Speech-to-Text (nur Android)
- Sprachsteuerung via „Zepp Flow“
- Wettervorhersage
- Wecker, Timer, Stoppuhr
- 5 ATM Wasserdichtigkeit, also auch zum Schwimmen geeignet (habe ich aber nicht ausprobiert)
Umfangreiche Benachrichtigungen
Natürlich kann die Amazfit Active Max dir auch Benachrichtigungen anzeigen. Du kannst in der App wählen, von welchen Apps du diese sehen möchtest.
Erfreulicherweise werden Benachrichtigungen sehr umfangreich angezeigt und du hast sogar bei Nachrichten die Möglichkeit, über die Uhr auf diese zu reagieren.
Starker Akku
Ein für mich sehr wichtiger Pluspunkt ist die Akkulaufzeit. Laut Amazfit kommen wir auf bis zu 25 Tage.
Bis zu! Denn in der Praxis schwankt die Laufzeit natürlich massiv je nach Nutzung, wie oft das Display eingeschaltet wird usw. Nutzt du das integrierte GPS massiv, sinkt die Laufzeit auch deutlich.
In der Praxis rechne aber im Schnitt mit 2 bis 3 Wochen, also 14 bis 21 Tage. Das ist aus meiner Sicht aber weiter eine sehr starke Laufzeit!
Ich kam mit einer zugegeben eher leichteren Nutzung eher an das obere Ende dieser Skala mit 20+ Tagen.
Fazit
Die Amazfit Active Max ist aus meiner Sicht eine sehr runde Smart Watch, gerade wenn dir eine lange Akkulaufzeit wichtig ist! So kommst du in der Praxis je nach Nutzung auf 2 bis 3 Wochen mit einer Ladung, was im Vergleich zu vielen populären Smart Watches einen riesigen Unterschied macht. Endlich kannst du die Uhr auch nachts fürs Schlaftracking tragen, ohne ständig ans Laden denken zu müssen.
Aber auch sonst überzeugt die Active Max auf ganzer Linie. Das 1,5 Zoll OLED-Display ist ein echtes Highlight, sowohl von der Größe als auch von der Helligkeit. 3000 Nits sind eine Ansage, und auch in der Praxis ist die Ablesbarkeit selbst in der prallen Sonne sehr gut.
Funktional bekommst du hier im Grunde alles, was du dir wünschen kannst: über 170 Sportmodi, GPS mit 5 Satellitensystemen, eine smarte Krafttraining-Erkennung, 4 GB Speicher für Musik, kostenlose Offline-Karten inkl. topografischer Karten, Bluetooth-Telefonie und mit BioCharge eine solide Antwort auf Garmins Body Battery.
Klar, ein paar Kritikpunkte gibt es. Die Zepp App könnte etwas übersichtlicher sein und versteckt einige Werte in Untermenüs. Spotify oder andere Streamingdienste werden nicht unterstützt, hier musst du auf MP3s zurückgreifen. Und das GPS ist „nur“ Single-Band, was für die meisten aber absolut ausreichen dürfte.
Dafür stimmt aber der Preis! 169,90 € UVP für eine Smart Watch mit dieser Ausstattung, diesem Display und dieser Akkulaufzeit ist absolut fair. Wenn du eine vollwertige Smart Watch mit großem Display, umfangreichem Sport-Tracking und einer richtig starken Akkulaufzeit suchst, ist die Amazfit Active Max eine klare Empfehlung!
Pro ✓
- Großes 1,5 Zoll OLED-Display mit bis zu 3000 Nits Helligkeit
- Sehr starke Akkulaufzeit von 2–3 Wochen in der Praxis
- Über 170 Sportmodi inkl. smarter Krafttraining-Erkennung
- 4 GB interner Speicher für Musik
- Kostenlose Offline-Karten inkl. topografischer Karten
- GPS mit 5 Satellitensystemen
- Bluetooth-Telefonie via Mikrofon und Lautsprecher
- 5 ATM Wasserdichtigkeit
- Umfangreiche Benachrichtigungen mit Antwortfunktion (Android)
- Fairer Preis von 169,90 € UVP
Kontra ✗
- Zepp App teils etwas verschachtelt
- „Nur“ Single-Band-GPS
- Registrierung in der App erforderlich
















