Anker SOLIX C300X DC im Test: Die DC-only-Schwester der SOLIX C300 mit 140 W USB-C

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Mit der C300X DC bietet Anker eine „Mini-Powerstation“ an, welche ein Schwestermodell zur C300 ist.

Wie der Zusatz „DC“ vielleicht schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um ein Modell, das nur Gleichstrom ausgeben kann, also keine Steckdosen besitzt.

Was die C300X DC aber besitzt, sind z.B. 140-W-USB-C-Ports und ein KFZ-Stromstecker, für beispielsweise eine Kühlbox. Dabei kann die C300X DC auch via Solar geladen werden.

Klingt doch im ersten Moment gar nicht so übel! Wollen wir uns die Anker SOLIX C300X DC einmal näher im Test ansehen.

 

Die Anker SOLIX C300X DC im Test

Bei der SOLIX C300X DC handelt es sich um eine Art Mini-Powerstation. Diese misst 195 x 122 x 122 mm und bringt 2,88 kg auf die Waage.

Das ist natürlich deutlich größer und schwerer als eine typische Powerbank, aber wir haben hier mit 288 Wh auch eine deutlich höhere Kapazität, zumindest auf dem Papier.

Rein haptisch und optisch ist die Powerstation absolut gelungen. So wirkt diese wunderbar massiv und stabil gebaut. Das ist eine sehr hochwertige Powerstation.

Damit diese leichter zu transportieren ist, haben wir einen Stoff-Bügel auf der Oberseite.

 

Anschlüsse der C300X DC

Die C300X DC besitzt vor allem eins: viele USB-Ports! Laut Anker liegt die maximale gesamte Ausgangsleistung bei 300 W.

  • USB C 1 – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • USB C 2 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 3 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB C 4 – 15W – 5V/3A
  • USB A – 5V/2,24A
  • Car Socket (Zigarettenanzünder) – 12V/10A

Wir haben 4 USB-C-Ports, davon haben 2x 140 W, einer 100 W und einer 15 W. Damit kann diese Powerstation theoretisch entspannt zwei große Notebooks + Smartphones versorgen.

Hinzu kommt der KFZ-Anschluss, welcher dir z.B. das Versorgen einer Kühlbox oder ähnlicher Dinge erlaubt. Diesen 12-V-Anschluss halte ich für eine sehr sinnvolle Sache!

 

PPS

3 der 4 USB-C-Ports der Powerstation unterstützen erfreulicherweise auch den PPS- und teils sogar AVS-Standard.

  • USB C 1 – 3,3 – 16 V bei bis zu 5 A
  • USB C 2 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A, AVS 15-28V bis zu 140W
  • USB C 3 – 5 – 21 V bei bis zu 5 A, AVS 15-28V bis zu 140W
  • USB C 4 – kein PPS

Gerade USB-C 2 und 3 bieten mit 5 bis 21 V bei bis zu 5 A eine perfekte PPS-Range! Damit ist die Powerstation auch für Samsung, Google Pixel und viele chinesische Smartphones sehr gut geeignet.

 

AVS in der EPR

Die Anker SOLIX C300X DC unterstützt auch den AVS-Standard in der Extended Power Range.

  • 15 – 28 V bei bis zu 140 W

12V Ausgang

Ein wichtiger Punkt bei der C300X DC ist der KFZ-„Zigarettenanzünder“-Anschluss. Dieser kann für eine Vielzahl an Geräten genutzt werden, wie z.B. Kühlboxen.

Die Spannung auf diesem Anschluss ist „stabilisiert“ auf ca. 13,2 V, was einem Auto entspricht.

 

App Support, WLAN und Bluetooth

In dem Anker SOLIX C300X DC ist ein Bluetooth- und WLAN-Modul verbaut. Dieses erlaubt eine Verbindung zu deinem Smartphone und der Anker-App.

In der Anker-App kannst du zunächst alle wichtigen Informationen zur SOLIX C300X DC sehen, wie den Ladestand, Leistung pro Port usw.

Über die App kannst du aber auch Firmware-Updates einspielen und z.B. die Standby-Zeiten anpassen.

 

Integrierte Laterne

Die C300X DC besitzt einen Deckel, den du ausziehen kannst. Unter diesem Deckel ist eine LED integriert, welche es erlaubt, die Powerstation als eine Art Laterne oder Lampe zu nutzen.

Gerade im Notfall oder beim Camping ist das eine nette und auch hilfreiche Funktion. Die Beleuchtung ist hier zwar nicht extrem hell, aber ausreichend hell.

 

LiFePO4 Zellen

Die Anker SOLIX C300X DC setzt wie die meisten Powerstations auf LiFePO4-Zellen. LiFePO4-Akkuzellen bieten generell eine deutlich höhere Haltbarkeit und Sicherheit als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen.

So können LiFePO4-Zellen durchaus um die 3000 vollen Zyklen erreichen.

Aber natürlich haben LiFePO4-Zellen auch Nachteile. So sind diese Zellen bei gleicher Kapazität etwas größer als herkömmliche Lithium-Ionen-Zellen. Dies ist aber bei einer Powerstation in der Regel nicht so schlimm.

 

Wie hoch ist die echte Kapazität?

Laut Anker haben wir eine Kapazität von 288 Wh. Damit hat diese Powerstation ca. die 3-fache Kapazität einer großen Powerbank.

Nett! Aber welche Kapazität bietet die Powerstation in der Praxis wirklich?

Wh mAh @3,7V %
USB C 9V/3A 271,45 73365 94%
USB C 20V/5A 269,65 72878 94%
USB C 28V/5A 273,08 73805 95%
12V/2A 277,613 75031 96%
12V/10A 272,832 73738 95%
im Schnitt 272,925 73764 95%

 

Im Schnitt erreichte die Powerstation eine gute Kapazität von 272,925 Wh. Das entspricht ca. 73764 mAh @3,7V und 95 % der Herstellerangabe.

Das ist ein tadelloses Abschneiden und reicht locker, um Notebooks 2,x-mal vollständig zu laden.

 

Laden der Powerstation

Du hast zwei Optionen beim Laden der Anker SOLIX C300X DC.

  1. Via USB-C mit bis zu 140 W
  2. Via XT60-Eingang 11 – 28 V max. 100 W

Zunächst kannst du die Powerstation via USB-C laden. Hier akzeptiert diese bis zu 140 W.

Eine vollständige Ladung dauert hier 2:21 h. Nicht rekordverdächtig schnell, aber in Ordnung.

Alternativ kannst du die Powerstation über einen XT60-Eingang laden. Dieser akzeptiert zwischen 11 und 28 V und ist somit auch für Solarpanels geeignet. Anker hat hier einen MPPT-Controller verbaut.

Hast du also ein Solarpanel mit XT60-Anschluss (oder du bastelst dir einen Adapter), das in diesem Spannungsbereich liegt, kannst du mit diesem die SOLIX C300X DC laden.

Wichtig: Wir haben hier maximal ± 8 A bzw. 100 W.

 

Fazit

Die Anker SOLIX C300X DC ist eigentlich eine schöne Mischung aus Powerstation und Powerbank.

So haben wir hier eine Mini-Powerstation, welche für Smartphones, Tablets, USB-C-Notebooks und „Geräte für den Zigarettenanzünder“ geeignet ist.

Suchst du also eine Powerstation, die kompakt und günstig ist und die z.B. deine Kühlbox und USB-C-Geräte versorgen kann, bist du hier mit der SOLIX C300X DC an der richtigen Adresse.

So haben wir hier mächtige 140-W-USB-C-Ports, eine hohe Kapazität (273 Wh im Schnitt) und auch die Möglichkeit, die Powerstation via Solar zu laden. Weitere Pluspunkte gibt es für das Notlicht, das Display und den App-Support.

Du solltest dir lediglich überlegen, ob nicht vielleicht die „reguläre“ Anker SOLIX C300 eine bessere Wahl ist. Ja, diese ist ein Stück größer und teurer, hat aber zusätzlich zwei Steckdosen, was ihr eine noch größere Flexibilität verleiht.

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Michael Barton
Michael Barton
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3 Kommentare

  1. Kleine Anmerkung. Man kann die C300DC über 2x140W gleichzeitig laden.
    Dann ist die Ladegeschwindigkeit natürlich deutlich besser 🙂

  2. Vielen Dank für den Test!

    Ich habe das Teil erst seit kurzem und es selbst noch nicht ausprobiert, aber theoretisch soll man die C300X DC auch über beiden 140 W USB-C Ports gleichzeitig aufladen können. Also dann mit bis zu 280 W.

    Wenn man nur sehr selten eine Steckdose braucht und auch nicht so viel Power, kann man auch wunderbar einen kleinen Spannungswandler am Car Socket anschließen.

    • Ja, nicht nur in der Theorie.
      Ich habe selbst -durch eine glückliche Fügung- 2 von den Dingern.
      Ich lade sie an einem Ugreen 300W Ladegerät mit 1x140W und 1x100w auf. Da dauert das vollständige laden ca. 01:25 Stunde. Mit 2x140w dürfte sich das noch etwas weiter verkürzen.

      Ab 85% läd sie nur noch mit max. 140W egal was angeschlossen ist.

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