ASUS ProArt Switch PQG-U1080 im Test: 8x 2,5 Gbit und 2x 10 Gbit SFP+ für dein Desktop-Setup

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ASUS baut seine ProArt Produktserie fleißig weiter aus. Dies nun auch mit einem passenden „High-Speed“ Desktop-Switch, dem ASUS ProArt Switch PQG-U1080.

Bei dem ASUS ProArt Switch PQG-U1080 handelt es sich um einen 8 + 2 Port Netzwerkswitch.

Dabei soll dieser mit einem schicken Design wie auch hoher Leistung punkten. So haben wir hier 8x 2,5 Gbit LAN Ports wie auch 2x 10 Gbit SFP+ Ports.

Wollen wir uns den PQG-U1080 einmal in einem kurzen Test ansehen!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Switch für diesen Test.

 

Der ASUS ProArt Switch PQG-U1080 im Test

Die größte Auffälligkeit beim PQG-U1080 ist zunächst das Design. Viele High Power Switche haben in der Regel ein sehr technisches Design, das halt für ein Server-Rack gemacht und gedacht ist.

Das ist hier anders. Der ProArt Switch ist recht dezent und schick gestaltet. So würde dieser auf einem modernen Schreibtisch nicht deplatziert wirken.

Auch hat ASUS sich bei den Status-LEDs sehr zurückgehalten! Wir haben auf der Front eine einfache, dezente und weiße Status-LED.

Jeder Port auf der Rückseite hat auch eine kleine weiße Status-LED. Alles sehr dezent! Ist dir das immer noch zu viel, gibt es an der Seite einen kleinen Schalter, der alle LEDs deaktiviert.

Optisch gefällt mir der Switch zwar gut, aber was die Verarbeitung bzw. Materialwahl angeht, ist dieser simpler, als er aussieht. So ist das ca. 180 x 89,5 x 26 mm große Gehäuse aus einem vergleichsweise einfachen Kunststoff gefertigt.

 

Anschlüsse des PQG-U1080

Kommen wir zum eigentlich Wichtigen, den Anschlüssen. Und hier ist ASUS durchaus großzügig. Auf der Rückseite findest du 8x RJ45 LAN-Ports, welche folgende Geschwindigkeiten unterstützen:

  • 100 Mbit
  • 1000 Mbit
  • 2500 Mbit (2,5 Gbit)

Dazu gesellen sich 2x SFP+ Ports, welche jeweils bis zu 10 Gbit schaffen.

Damit ist der PQG-U1080 deutlich besser ausgestattet als die typischen 5- oder 8-Port-Modelle. Gerade die zwei SFP+ Ports sind hier ein starkes Argument.

Diese sind klassisch als Uplink gedacht. Hast du mehrere Switche im Netzwerk, verbindest du diese untereinander üblicherweise per SFP+, oder du hängst dein NAS beziehungsweise deine Workstation mit 10 Gbit direkt an den Switch. Zwei davon zu haben, gibt dir hier ordentlich Spielraum.

Alle Anschlüsse sitzen auf der Rückseite, ebenso wie der Anschluss für das beiliegende Netzteil. Dieses fällt mit 12V/1A erfreulich klein aus.

Für ein Desktop-Setup ist die Anordnung ideal, für einen Netzwerkschrank ist sie weniger praktisch. Aber genau dafür ist der ProArt Switch ja auch nicht gedacht.

 

Unmanaged, einstecken und fertig

Bei dem ASUS ProArt Switch PQG-U1080 handelt es sich um einen Unmanaged Switch. Du hast hier also keine Weboberfläche, keine VLANs, keine Port-Statistiken und auch keine sonstigen Einstellungsmöglichkeiten. Einstecken, kurz warten, läuft.

Auch am Gehäuse selbst gibt es nichts zu konfigurieren. Der einzige Schalter, den der Switch besitzt, ist jener für die LEDs. Kein DIP-Schalter-Block, keine Modi, nichts.

Das mag im ersten Moment nach wenig klingen, passt aber zur Zielgruppe. Der PQG-U1080 soll auf dem Schreibtisch stehen und einfach funktionieren, nicht konfiguriert werden.

Ein paar Dinge macht der Switch aber im Hintergrund von sich aus:

  • Jumbo Frames bis 10K – das klingt nach einer Kleinigkeit, ist es aber nicht. Ich habe schon einige günstige 2,5 Gbit Switche erlebt, die bei großen Jumbo Frames etwas „zickig“ wurden.
  • IEEE 802.3az (EEE) – senkt den Verbrauch automatisch, wenn wenig los ist.
  • IEEE 802.3x Flow Control
  • Loop-Erkennung – erkennt der Switch eine Schleife im Netzwerk, blinkt die entsprechende Port-LED schnell.

Gerade die Loop-Erkennung ist ein netter Punkt, der bei günstigen Modellen gerne fehlt.

 

Die LEDs im Detail

Ich hatte es oben schon angesprochen, ASUS hält sich bei den LEDs angenehm zurück. Alle leuchten weiß, es gibt kein buntes Durcheinander.

Die Bedeutung ist schnell erklärt:

  • Aus = kein Gerät verbunden oder Verbindung fehlgeschlagen
  • Weiß = Verbindung besteht
  • Blinken = Daten werden übertragen
  • Schnelles Blinken = Loop erkannt

Und hier kommt der einzige echte Kritikpunkt bei den LEDs: Es gibt keinerlei Unterscheidung nach Geschwindigkeit. Egal ob ein Gerät mit 2,5 Gbit oder mit 100 Mbit angebunden ist, die LED leuchtet identisch weiß. Bei den SFP+ Ports ist es dasselbe, 10 Gbit und 1 Gbit sehen gleich aus.

Es gibt also keine Möglichkeit, am Switch zu erkennen, welche Geschwindigkeit verbundene Geräte haben.

 

Montage

ASUS legt dem Switch einen Kabelbinder bei. Der Hintergrund ist, dass der PQG-U1080 nicht nur auf dem Schreibtisch stehen soll, sondern sich auch an einem Tischbein, einem Monitorarm oder einer ähnlichen Rundung befestigen lässt.

Zusätzlich ist eine magnetische Befestigung möglich, du kannst den Switch also beispielsweise an die Seitenwand eines PC-Gehäuses oder an ein Metallregal hängen.

Das ist keine Weltneuheit, aber ein netter Gedanke, gerade wenn du ein aufgeräumtes Setup ohne sichtbare Technik willst.

 

Der Stromverbrauch

Bei einem Gerät, das 24/7 läuft, ist der Stromverbrauch für mich immer eines der wichtigsten Kriterien. Und hier macht der ASUS ProArt Switch PQG-U1080 eine richtig gute Figur.

  • Leerlauf (ohne Geräte): ca. 2,0 W
  • 2x 2,5 Gbit Geräte: ca. 2,6 W
  • 3x 2,5 Gbit Geräte: ca. 3,1 W
  • 4x 2,5 Gbit Geräte: ca. 3,6 W

Im Leerlauf, also ganz ohne angeschlossene Geräte, genehmigt sich der Switch gerade einmal rund 2,0 W. Pro genutztem 2,5 Gbit Port kommen dann etwa 0,5 bis 0,6 W obendrauf.

Das ist ein sehr guter Wert, gerade für einen 8-Port-Switch. Bei acht voll belegten Ports landest du damit hochgerechnet bei etwa 6 W, was für diese Portanzahl absolut in Ordnung geht.

Wichtig ist hier natürlich: Alle Werte gelten für RJ45. Steckst du SFP+ Module ein, kommt deren Verbrauch obendrauf, und der kann je nach Modul (vor allem bei RJ45-SFP+-Adaptern) deutlich höher ausfallen als der gesamte Switch selbst.

 

Temperaturen

Der PQG-U1080 ist komplett passiv gekühlt, es gibt also keinen Lüfter und damit auch keinerlei Geräusche.

Ich habe mir den Switch nach 8 Stunden Dauerbetrieb mit vier angeschlossenen 2,5 Gbit Geräten einmal mit der Wärmebildkamera angeschaut.

{
„imageOfDevices“ : „IMG_P_DEVICES“
}
{
„imageOfDevices“ : „IMG_P_DEVICES“
}

Auf der Oberseite messe ich dabei rund 38,9 °C bei einer Umgebungstemperatur von 27,7 °C. Das sind also etwa 11 Grad über der Umgebungstemperatur, ein völlig unkritischer Wert.

Etwas wärmer wird es an der Unterseite, wo auch die Lüftungsschlitze sitzen. Hier komme ich auf maximal 45,0 °C bei 26,7 °C Umgebungstemperatur.

Auch das ist noch absolut im Rahmen und für einen passiv gekühlten Switch normal.

 

In der Praxis

Genug Theorie, wie schlägt sich der Switch im Alltag?

Um es kurz zu machen: absolut unauffällig. Und das ist bei einem Switch das größte Kompliment, das man aussprechen kann.

Der PQG-U1080 lief bei mir über den kompletten Testzeitraum stabil, ohne Aussetzer, ohne Abstürze und ohne merkwürdige Verhaltensweisen. Kompatibilitätsprobleme mit irgendeinem meiner Geräte gab es ebenfalls nicht, weder mit 2,5 Gbit Endgeräten noch mit älteren Gigabit-Geräten.

Die vollen 2,5 Gbit lassen sich problemlos durch den Switch schieben, auch über mehrere Ports gleichzeitig.

Das ist so von einem modernen 2,5 Gbit Switch erwartbar.

 

Switch IC: MaxLinear MxL86282C

Werfen wir noch einen kurzen Blick unter die Haube. Im ASUS ProArt Switch PQG-U1080 steckt ein MaxLinear MxL86282C.

Dabei handelt es sich um einen 10-Port-Ethernet-Switch mit acht 2,5-Gigabit-PHYs und zwei 10-Gigabit-SerDes, also exakt die 8 + 2 Konfiguration, die wir hier finden. Die beiden Uplinks arbeiten wahlweise mit 10G, 2,5G oder 1G und lassen sich für SFP-Käfige, externe BASE-T-PHYs oder die Anbindung an einen Gateway-SoC nutzen.

Die wichtigsten Daten:

  • 8x 2,5GBASE-T PHYs integriert
  • 2x 10G Uplink (10G / 2,5G / 1G)
  • Link-Raten: 2,5GBASE-T, 1000BASE-T, 100BASE-TX, 10BASE-Te
  • Wire-Speed-Switching zwischen allen Ports
  • Gehäuse: BGA-277, 12 x 12 mm
  • Temperaturbereich: 0 bis 70 °C (Commercial)

Spannend ist hier vor allem das Wort „integriert“. Viele der klassischen 8+1-Port-Switche am Markt setzen auf eine Zwei-Chip-Lösung von Realtek, hier haben wir dagegen einen einzelnen Chip.

 

Fazit

Der ASUS ProArt Switch PQG-U1080 ist ein gelungener 2,5 Gbit Switch. Technisch gibt es hier nichts zu meckern.

8x 2,5 Gbit LAN, dazu 2x 10 Gbit SFP+, ein sehr niedriger Stromverbrauch von rund 2 W im Leerlauf, passive und damit lautlose Kühlung sowie Jumbo Frames bis 10K. Das ist ein rundes Gesamtpaket.

Auch in der Praxis lief der Switch bei mir absolut stabil und ohne jegliche Kompatibilitätsprobleme.

Das eigentlich Besondere am PQG-U1080 sind aber zwei andere Punkte. Zum einen das Design. Der Switch ist dezent, schlicht und mit den zurückhaltenden weißen Status-LEDs, die sich sogar komplett abschalten lassen, ein Gerät, das du problemlos offen auf dem Schreibtisch stehen lassen kannst. Das können die wenigsten Switche von sich behaupten.

Zum anderen der Hersteller. Der Markt für 2,5 Gbit Switche wird stark von NoName-Marken dominiert, die du meist nur über AliExpress oder Amazon-Marketplace bekommst. Hier hast du dagegen ASUS mit einem regulären Vertrieb, einer regulären Garantieabwicklung und einem Ansprechpartner, wenn doch mal etwas ist.

Der Preis von rund 150€ ist damit fair, auch wenn technisch vergleichbare NoName-Modelle günstiger zu haben sind. Ob dir Marke, Design und Support diesen Aufpreis wert sind, musst du am Ende selbst entscheiden.

Der einzige echte Kritikpunkt von meiner Seite ist die Materialwahl. Für rund 150€ und ein „ProArt“-Produkt hätte ich mir zumindest teilweise Metall gewünscht, statt des einfachen Kunststoffgehäuses. Optisch fällt das nicht auf, in der Hand aber schon.

Unterm Strich aber eine klare Empfehlung, wenn du einen schicken, sparsamen und zuverlässigen 8+2 Port Switch für dein Desktop-Setup suchst.

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Michael Barton
Michael Barton
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