Reolink TrackFlex Floodlight WiFi Test: Dual-4K-Kamera mit 360-Grad-Tracking

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Reolink bringt mit der TrackFlex Floodlight WiFi eine neue „smarte“ Überwachungskamera auf den Markt.
Diese setzt auf zwei Kamerasensoren mit 4K-Auflösung sowie ein Tracking-Design.

Letzteres erlaubt es der Kamera, Menschen dank KI bzw. Objekterkennung zu „verfolgen“.
Diese wurde hier auch nochmals ausgebaut und verbessert. So erlaubt die Kamera laut Hersteller ein weiches 360-Grad-Tracking.

Hinzu kommen zwei große LED-Flutlichter und das bekannte „Abo-freie“ Design von Reolink-Überwachungskameras.

Wollen wir uns die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi einmal im Test ansehen? Kann die Überwachungskamera überzeugen?

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zur-Verfügung-Stellen der Kamera für diesen Test. Abseits des Zur-Verfügung-Stellens der Kamera gab es keine Bezahlung oder Verpflichtungen für diesen Test.

 

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi im Test

Bei der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi handelt es sich um eine „fest installierte“ Überwachungskamera.

Diese benötigt 230 V und ist als eine Art Ersatz für eine normale Lampe mit Bewegungsmelder gedacht.

Aufgrund des Tracking-Designs ist die Kamera etwas größer als ein normales 08/15-Modell. So besitzt die Kamera eine recht große Basis aus weißem Kunststoff, an deren unterem Ende der Kamerakopf installiert ist.

Dieser verfügt über zwei Linsen und ist dreh- und schwenkbar. Hierdurch soll laut Reolink effektiv eine 360-Grad-Abdeckung möglich sein.

Ein weiterer wichtiger Punkt an der TrackFlex Floodlight WiFi ist das namensgebende Floodlight. Hierbei handelt es sich um zwei große LED-Scheinwerfer, welche frei nach deinen Wünschen ausgerichtet werden können.

 

Auto-Tracking mit 2 Linsen

Die große Besonderheit der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi ist das Auto-Tracking von vorbeigehenden Personen.
So verfügt die Überwachungskamera über zwei Linsen: eine Weitwinkel-Linse und eine 6× Hybrid-Zoom-Linse. Zudem haben wir einen Motor, welcher das Drehen und Schwenken des Kamerakopfs erlaubt.

So kann die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi vorbeigehende Personen verfolgen und mit der zweiten Linse an diese heranzoomen, um eine „Detail-Ansicht“ zu liefern, während die Weitwinkel-Linse das komplette Bild im Blick hat.
Weiter verfeinert wird das Ganze durch Bewegungssensoren rund um die Kamera, welche auch Bewegungen im toten Winkel erkennen.

Das ganze System funktioniert auch gut!

Wird eine Person erkannt, folgt die Kamera dieser, bis die Person aus dem Bild verschwindet. Anschließend dreht sie sich nach X Sekunden wieder auf ihre Ausgangsposition zurück.

Das Ganze ist ideal, wenn du beispielsweise Hausecken überwachen willst, kann aber auch dank des 6× Zooms helfen, Personen in der Ferne besser zu überwachen.

 

Die bekannte Reolink App

Die TrackFlex Floodlight WiFi setzt natürlich auf die bekannte Reolink App. Reolink ist einer der letzten Hersteller, bei dem eine Registrierung noch keine Pflicht ist.
Du kannst die App einfach herunterladen, den QR-Code der Kamera scannen, dann verbindet sich dein Smartphone via Bluetooth mit der Kamera und schließt die Einrichtung sowie die Anbindung an dein WLAN ab.

Du musst hier keine persönlichen Daten angeben oder Ähnliches. Die Kamera wird ausschließlich über ein von dir festgelegtes lokales Passwort gesichert.
Reolink scheint zwar auch so langsam, dir ein Konto „unterschieben“ zu wollen, noch ist dieses aber komplett optional, was ich begrüße.

Grundsätzlich ist die Reolink App sehr einfach und übersichtlich aufgebaut.
Du findest auf der Startseite eine Übersicht über alle verbundenen Kameras und Geräte. Tippst du in diesem Fall die TrackFlex Floodlight WiFi an, landest du direkt in der Live-Ansicht.

Dort siehst du beide Kamerastreams, kannst manuell Fotos und Videos aufzeichnen, die Zwei-Wege-Kommunikation starten, die Scheinwerfer einschalten und natürlich auch die Kamera drehen und schwenken.

Zudem kommst du von dieser Ansicht auch in die weiteren Einstellungen und Aufnahmen.

In den Einstellungen kannst du viele Optionen anpassen, angefangen bei den Scheinwerfern, über das Tracking bis hin zur Objekterkennung.
Im Allgemeinen machte die Reolink App bei mir einen guten Eindruck, und ich gehe davon aus, dass sich auch Neueinsteiger hier zurechtfinden werden.

 

Kein Abo nötig

Leider ist dies mittlerweile nicht mehr selbstverständlich, aber es ist kein Abo nötig, um alle Funktionen der TrackFlex Floodlight WiFi zu nutzen.
Lediglich Dinge wie eine Cloud-Speicherung der Aufnahmen sind hinter einer Paywall, was aber auch zu 100 % verständlich und optional ist.

 

Smarte Erkennung

Natürlich verfügt die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi auch über eine „KI“-/Smart-Erkennung von Personen und Objekten.

Diese Smart-Erkennung wird lokal von der Kamera ausgeführt und erfordert keine Cloud. So kann die Kamera zwischen folgenden Objekten unterscheiden:

  • Generelle Bewegungen
  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Tieren

Diese Smart-Erkennung ist auch gerade bei Personen und größeren Tieren (Hunden/Katzen) sehr akkurat!

Aber wofür ist das Ganze da?

  1. Du kannst dich nur bei bestimmten Typen von Bewegungen benachrichtigen lassen, z. B. nur bei Menschen.
  2. Aufnahmen lassen sich nach der erkannten Bewegung filtern.

In der Praxis ist dies extrem hilfreich!

 

Optional: dauerhafte Aufnahme

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi kann wahlweise nur beim Erkennen von Bewegungen aufnehmen oder auch dauerhaft.
Dies lässt sich auch über einen Zeitplan steuern.

 

Wo werden Aufnahmen gespeichert? Maximale Flexibilität

Reolink Kameras bieten eine hervorragende Flexibilität beim Speichern von Aufnahmen:

  • Interne microSD-Karte
  • FTP-Server
  • Reolink Cloud (kostenpflichtig)
  • Reolink Home Hub

In der Regel empfiehlt es sich, eine microSD-Speicherkarte in der Überwachungskamera einzusetzen. Dies ist einfach und sicherlich die günstigste Lösung.
Gerade wenn du die Kamera nur bei Bewegungen aufnehmen lässt, reichen schon 64 GB ewig.
Alternativ bzw. zusätzlich kannst du auch einen lokalen FTP-Server hinterlegen oder z. B. den Reolink Home Hub nutzen.

 

4K Auflösung

Beide Sensoren der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi verfügen über eine 4K-Auflösung.
Erfreulicherweise nutzt Reolink auch vernünftige Sensoren und Linsen. Diese bieten bei Tag ein sehr scharfes und brillantes Bild, an dem es nichts zu meckern gibt.

Auch bei Nacht mit IR-LEDs bleibt das Bild gut, auch wenn hier die Zoom-Qualität etwas abnimmt, was nicht unerwartet ist.


Unterm Strich gibt es an der Aufnahmequalität nichts zu bemängeln. Diese ist auf einem hohen Niveau.

 

Mit Scheinwerfern

Die Reolink TrackFlex Floodlight WiFi verfügt über zwei Scheinwerfer, welche zusammen bis zu 3.000 Lumen liefern sollen.

Diese kannst du frei ausrichten und sie dienen sowohl für eine farbige Nachtsicht als auch als Wegbeleuchtung.

So werden die Scheinwerfer auf Wunsch eingeschaltet, wenn z. B. eine Person erkannt wird.
Mit 3.000 Lumen ist die Überwachungskamera auch wirklich hell und schafft es, eine größere Fläche problemlos auszuleuchten.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch der Reolink TrackFlex Floodlight WiFi hat mich positiv überrascht.
Trotz der zwei Sensoren benötigt die Kamera relativ wenig Strom:

  • Tag: ca. 4,5 W
  • Nacht mit IR-LEDs: ca. 6,9 W
  • Nacht mit LED-Scheinwerfern: 24,2 W

4,5 W am Tag und 6,9 W bei Nacht sind nicht zu viel für eine Überwachungskamera dieser Klasse – ganz im Gegenteil.

 

Fazit

Mit der TrackFlex Floodlight WiFi bringt Reolink eine technisch sehr spannende Überwachungskamera auf den Markt, die sich klar von klassischen Außenkameras abhebt. Das Dual-Kamera-System mit zwei 4K-Sensoren, kombiniert mit dem motorisierten 360-Grad-Tracking, funktioniert im Alltag zuverlässig und bietet einen echten Mehrwert, insbesondere dann, wenn du größere Flächen oder Hausecken überwachen möchtest. Das Zusammenspiel aus Weitwinkel-Übersicht und automatischem Zoom auf erkannte Personen ist sinnvoll umgesetzt und kein bloßes Marketing-Feature.

Auch abseits des Trackings überzeugt die Kamera im Test. Die Bildqualität ist bei Tag hervorragend und bleibt auch bei Nacht auf einem guten Niveau. Die beiden integrierten LED-Flutlichter sind nicht nur sehr hell, sondern auch als klassische Außenbeleuchtung nutzbar. Die smarte Objekterkennung arbeitet lokal, ist zuverlässig und reduziert Fehlalarme spürbar, was ich im Alltag nicht mehr missen möchte.

Besonders positiv fällt erneut das Reolink-typische Gesamtkonzept auf: kein Abo-Zwang, viele lokale Speicheroptionen und eine übersichtliche App, die sowohl Einsteiger als auch fortgeschrittene Nutzer abholt. Auch der vergleichsweise geringe Stromverbrauch im Normalbetrieb passt gut zum ansonsten sehr runden Gesamtbild.

Allerdings: Die TrackFlex Floodlight WiFi ist kein unauffälliges Mini-Modell und benötigt einen festen 230-Volt-Anschluss.

Unterm Strich liefert Reolink mit der TrackFlex Floodlight WiFi eine leistungsstarke, funktionsreiche Außenkamera ab, die technisch überzeugt. Wenn du auf der Suche nach einer smarten Überwachungskamera ohne Abo-Zwang bist, dann hast du hier eine starke Option.

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Michael Barton
Michael Barton
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