Start Blog Seite 46

4smarts Lucid Maxx 60000mAh Powerbank mit 140W USB C im Test: die beste Powerbank für Notebooks

Mit der Lucid Maxx hat 4smarts die vermutlich beste Powerbank 2024 auf den Markt gebracht, zumindest was die technischen Daten angeht.

  • 60000 mAh Kapazität
  • 140 W USB-C-Ausgang
  • LCD-Display mit Leistungswerten

Wir haben hier eine Powerbank mit einer extrem hohen Kapazität von satten 60.000 mAh (über 200 Wh!), einem 140 W USB-C-Ausgang und allen Features, die wir von einer High-End-Powerbank erwarten, wie einem LCD-Display usw. Und so viel kann ich schon einmal sagen: Die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh kann auch in der Praxis überzeugen! Dazu mehr in diesem Test.

 

Die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh im Test

Mit einer Kapazität von 60.000 mAh ist die 4smarts Lucid Maxx natürlich schon ein „kleiner“ Brocken. Allerdings ist sie auch nicht „bescheuert“ groß. So ist sie beispielsweise deutlich kleiner als die Anker 548 PowerCore Reserve 192Wh, trotz der höheren Kapazität.

Die 4smarts Lucid Maxx misst 129 x 74 x 91 mm und bringt 1.182 g auf die Waage. Dabei setzt die Lucid Maxx, ähnlich wie ihre „Schwestermodelle“ aus der Lucid-Serie, auf ein außergewöhnliches Design. Der Körper der Powerbank ist aus grauem Kunststoff gefertigt, während Front- und Endstück durchsichtig ist. Dies verleiht der Powerbank ein sehr einzigartiges „High-End“-Design.

 

Mit LCD-Display

Auf der Front, neben den Anschlüssen, besitzt die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh Powerbank ein kleines LCD-Display. Dieses zeigt einige interessante und relevante Informationen an:

  • Aktueller Akkustand in %
  • Aktuelle Eingangs-/Ausgangsleistung in Watt
  • Aktuelle interne Spannung in Volt
  • Temperatur der Akkuzellen
  • Temperatur des Controllers
  • Verbleibende Nutzungs-/Ladedauer

Damit ist dies ein sehr umfangreiches Display! Gerade die Anzeige der Leistungswerte kann in der Praxis sehr nützlich sein. Dabei sind die angezeigten Werte auch relativ genau.

 

Anschlüsse der 4smarts Lucid Maxx

Die 4smarts Lucid Maxx besitzt 2x USB-C und 2x USB-A, was eine gute Anschlussausstattung ist.

  • USB-C 1: 140 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 2: 65 W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-A: Quick Charge, FCP, SCP, AFC – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Der primäre USB-C-Port der 4smarts Lucid Maxx unterstützt bis zu 140 W Leistung nach dem USB Power Delivery 3.1 Standard. Hierdurch ist die Powerbank nicht nur für Smartphones, sondern auch für große Notebooks wie die 16 Zoll MacBooks usw. geeignet! Hinzu kommt ein sekundärer USB-C-Port mit bis zu 65 W und die USB-A-Ports mit Quick Charge. Über die USB-C-Ports kann die Powerbank auch geladen werden.

 

LED-Scheinwerfer

Auf der Rückseite befindet sich ein LED-Scheinwerfer. Dieser ist sogar relativ kräftig und besitzt mehrere Modi. So gibt es einen „Taschenlampenmodus“ sowie einen flächigen Lichtmodus.

 

Mit PPS

Natürlich unterstützt die 4smarts Lucid Maxx auch den PPS-Standard. PPS steht für Programmable Power Supply. Der normale USB Power Delivery Standard bietet deinem Smartphone mehrere Spannungsstufen an, meist 5V, 9V, 15V und 20V. Hier kann sich dein Smartphone eine Stufe aussuchen und damit laden. PPS erlaubt es nun deinem Smartphone, innerhalb eines gewissen Bereichs, beispielsweise 3,3-16V, frei eine Spannung zu wählen. Denkt dein Smartphone, es wäre ideal mit 6,5V zu laden, dann kann ein PPS-Ladegerät diesem 6,5V liefern. Einige Smartphones wie die Modelle der Samsung S20/S21/S22/S23/S24-Serie benötigen PPS, um das volle Ladetempo zu erreichen.

  • USB-C 1: 3,3 – 21 V bei bis zu 5 A
  • USB-C 2: 3,3 – 21 V bei bis zu 3 A

Der primäre USB-C-Port bietet die volle PPS-Range, wie es sich für eine High-End-Powerbank gehört, was aber leider weiterhin oftmals nicht Standard ist.

 

Auch mit AVS

AVS (Adjustable Voltage Supply) ist eine Technologie, die ähnlich wie PPS (Programmable Power Supply) funktioniert, jedoch für Leistungsstufen über 100 Watt ausgelegt ist.

Im Wesentlichen funktioniert AVS wie PPS, bietet jedoch die Möglichkeit, höhere Spannungen zu nutzen. Derzeit unterstützen nur sehr wenige Geräte AVS. Selbst die wenigsten 140 W Powerbanks oder Ladegeräte unterstützen AVS. Erfreulicherweise macht dies aber die 4smarts Lucid Maxx.

  • AVS: 15 – 28 V bei bis zu 140 W

 

Kein UFCS

Leider unterstützt die Powerbank kein UFCS. UFCS ist ein Ladestandard, welcher von diversen chinesischen Smartphones genutzt wird. Auch diese werden an der Powerbank laden, jedoch gegebenenfalls langsamer oder über USB-PD.

 

Konstant 140 W? Nicht ganz!

Die meisten 140 W Powerbanks können nicht konstant 140 W liefern, oft aufgrund von Temperaturproblemen. Wie steht es hier um die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh Powerbank? Diese konnte bei mir im Test bis zu einer Restladung von 30% (laut Display) konstant 140 W liefern. Anscheinend drosselt die Powerbank, wenn der Controller 60 Grad erreicht. Dies ist zwar nicht perfekt, aber ein sehr gutes Abschneiden! Zu diesem Zeitpunkt hatte die Powerbank bereits 151 Wh (ca. 40000 mAh) entladen. Dies ist mehr Kapazität als 99% aller 140 W Powerbanks überhaupt haben. Diese hält also effektiv die 140 W Stufe sehr lange durch.

 

Wie viel Kapazität hat die 4smarts Lucid Maxx wirklich?

Sicherlich eines der wichtigsten Merkmale der 4smarts Lucid Maxx ist die Kapazität, welche vom Hersteller mit 60.000 mAh angegeben wird, was gewaltig ist! Ich habe die Kapazität der Powerbank bei verschiedenen Leistungsstufen mithilfe einer elektronischen Last getestet. Folgende Werte konnte ich dabei ermitteln:

Wh mAh  %
5V/2A 191.61 51786 86%
9V/1A 182.12 49222 82%
9V/3A 201.46 54449 91%
20V/1A 199.1 53811 90%
20V/3A 204.41 55246 92%
20V/5A 195.83 52927 88%
28V/1A 198.61 53678 89%
28V/5A 192.94 52146 87%
  • Schlechtester Fall: 49.222 mAh / 182,12 Wh
  • Bester Fall: 55.246 mAh / 204,41 Wh

Dies entspricht einer Bandbreite von 82% bis 92% der Herstellerangabe. Ein super Ergebnis!

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist ihr Entladen nicht zu 100% effizient. Es gibt immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme, aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. Dies gilt insbesondere bei der Nutzung von Quick Charge, USB PD oder anderen Schnellladestandards. 80-90% ist der gängige „gute“ Wert für die nutzbare Kapazität. Über 90% sind sehr selten und unter 80% ungewöhnlich. Bedenkt auch, dass euer Smartphone nicht zu 100% effizient lädt! Hat es einen 2000mAh Akku, werden ca. 2600mAh für eine 100% Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Wie schnell lädt die 4smarts Lucid Maxx?

Prinzipiell kann die 4smarts Lucid Maxx mit bis zu 140 W laden, sofern du ein entsprechendes Ladegerät verwendest. Allerdings haben wir hier eine Drosselung aufgrund der Temperatur. Ich habe zwei Tests gemacht: Einmal habe ich die Powerbank an einem 140 W Ladegerät geladen, und einmal habe ich während des Ladevorgangs einen Ventilator auf die Powerbank (auf niedriger Stufe) gerichtet.

Hier können wir einen deutlichen Unterschied sehen! Zwar drosselte sich die Powerbank auch mit Lüfter auf teils lediglich 44 W, aber sie regelte ihre Leistungsaufnahme häufiger wieder hoch. Mit Lüfter kam ich auf eine Ladedauer von 3:27 h, ohne Lüfter auf 4:29 h, also über eine Stunde länger. Wichtig: Diese Tests wurden im Sommer bei rund 28 Grad Raumtemperatur durchgeführt.

Spannenderweise spielte es im Test keine Rolle, ob die Powerbank mit 140 W, 100 W oder 60 W geladen wurde, zumindest ohne Lüfter. Auf den ersten Blick mag es vielleicht nicht besonders beeindruckend sein, dass die Powerbank über 4 Stunden für eine Ladung benötigt, aber wir müssen bedenken, dass sie mit 60.000 mAh über doppelt so viel Kapazität hat wie viele andere High-End-Powerbanks. Wenn du so willst, wären 30.000 mAh in 2 Stunden gefüllt, was eher zu anderen High-End-Modellen passt. Allerdings lädt die 4smarts Lucid Maxx aufgrund der temperaturbedingten Drosselung nicht rekordverdächtig schnell.

 

Fazit

Ist die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh die derzeit beste Powerbank? Es gibt einige Gründe, die dafürsprechen!

Zunächst bietet sie einen technisch weitestgehend „perfekten“ 140 W USB-C-Port. Dieser kann wie beworben 140 W nach dem USB PD Standard liefern, inklusive voller PPS-Range und AVS-Support. Dabei kann der Port auch sehr lange konstant 140 W bereitstellen. Dies in Kombination mit der gewaltigen Kapazität von ca. 53.000 mAh bzw. 196 Wh in der Praxis macht die 4smarts Lucid Maxx 60000mAh zu einer fantastischen Notebook-Powerbank! Hinzu kommen die weiteren guten Anschlüsse und das sehr praktische, wie auch detaillierte Display, welches dir auch Leistungswerte anzeigt. Dabei ist die Powerbank für die extrem hohe Kapazität auch nicht zu groß. Ja, dies ist eine große Powerbank, aber sie ist auch nicht absolut gewaltig, vor allem wenn wir bedenken, dass sie aus Sicht der Kapazität glatt eher eine kleine „Powerstation“ ist.

Das Einzige, was es zu kritisieren gäbe, wäre vielleicht das Aufladetempo. So kann die Powerbank zwar prinzipiell mit bis zu 140 W laden, drosselt sich aber aufgrund der Temperatur. So dauert eine vollständige Ladung je nach Umgebungstemperatur zwischen 3:27 h und 4:29 h, im besten Fall. Nicht „problematisch“ langsam, aber auch nicht rasant schnell. Dennoch, gerade für Notebooks ist die 4smarts Lucid Maxx vermutlich derzeit die beste Powerbank.

4smarts Lucid Maxx
Positiv
Extrem hohe Kapazität: bis zu 55.246 mAh / 204,41 Wh
PPS- und AVS-Unterstützung: Vollständige PPS-Range und AVS-Support
140 W USB C Port
Umfangreiches LCD-Display: Zeigt detaillierte Informationen wie Akkustand, Leistungswerte, Spannungen, und Temperaturen an
Kompaktes Design: Trotz der hohen Kapazität relativ kompakt
LED-Scheinwerfer: Integrierter LED-Scheinwerfer
Negativ
Kein UFCS-Support
Ladezeit: Aufgrund der Temperaturbedingten Drosselung kann das Aufladen der Powerbank selbst relativ lange dauern (zwischen 3:27 h und 4:29 h).
95

JBL Clip 5 Test: Der kompakte Bluetooth-Lautsprecher mit beeindruckendem Klang (die bessere Alternative zum GO 4)

Mit dem Clip 5 bietet JBL einen kleinen Bluetooth-Lautsprecher an, bei dem die Portabilität im Mittelpunkt steht. So lässt sich der kleine Lautsprecher einfach über den namensgebenden Clip an Rucksäcken usw. befestigen.

Aber der Clip 5 soll nicht nur durch seine Portabilität überzeugen, sondern auch durch einen guten Klang. Schauen wir uns in diesem Test einmal an, ob dies auch gelingt! An dieser Stelle vielen Dank an JBL, die mir den Clip 5 für einen Test ausgeliehen haben.

 

Der JBL Clip 5 im Test

Der Clip 5 besitzt eine recht außergewöhnliche Form für einen Bluetooth-Lautsprecher. So ist der eigentliche Lautsprecher ein platt gedrücktes Oval, das auf der Oberseite einen fest integrierten Karabiner hat. Dieser erlaubt das Befestigen des Lautsprechers an einer Tasche oder an einem Rucksack.

Dabei ist der Clip 5 mit 86 x 135 x 46 mm und einem Gewicht von lediglich 285 g auch generell sehr kompakt. Ich bekomme den Clip 5 problemlos in meine Hosentasche.

Was das Design angeht, haben wir die JBL-typische Mischung aus dem auffällig platzierten Firmenlogo und einer großzügigen Nutzung von Leinenstoff, der den kompletten Lautsprecher bedeckt. Die Tasten zur Steuerung sind auf die Front und Seite verteilt. Der USB-C-Ladeport ist hingegen auf der Unterseite zu finden.

Clip 5 Vergleich mit dem JBL GO 4
Vergleich mit dem JBL GO 4

Spannenderweise wird der USB-C-Port nicht von einer Abdeckung geschützt. Dennoch besitzt der Lautsprecher eine IP67-Zertifizierung, das heißt, er kann sogar kurzzeitig untertauchen, ohne Schaden zu nehmen. Die Akkulaufzeit liegt laut Hersteller bei 12 Stunden, was bei niedrigeren Lautstärken auch hinkommt.

 

Klang des JBL Clip 5 (überraschend gut)

Direkt gesagt: Ich bin vom Klang des JBL Clip 5 sehr positiv überrascht! Wir dürfen allerdings auch weiterhin nicht vergessen, dass der Clip 5 sehr kompakt ist und entsprechend natürlich kein großes Wohnzimmer mit HiFi beschallen kann. Allerdings klingt der Clip 5 im direkten Vergleich zum JBL GO 4 doch ein gutes Stück besser und “straffer”. Aber gehen wir geordnet vor und starten am Anfang.

So bietet der Clip 5 sehr gute und klare Höhen. Diese sind wunderbar brillant und strahlen eine schöne Leichtigkeit aus, ohne dabei überschärft zu wirken. Zudem sind die Höhen auch nicht übermäßig direktional. Du kannst den Lautsprecher einfach auf dem Tisch liegen haben, und die Höhen kommen “360 Grad” um den Lautsprecher sauber an – was nicht selbstverständlich ist.

Die Mitten fallen in die Kategorie unspektakulär. Der Clip 5 setzt etwas auf die “Badewannen”-Klangsignatur, mit starken Höhen und Tiefen, stellt aber dennoch Stimmen gut dar. Der Bass ist durchaus als Highlight zu bezeichnen. Natürlich kann ein Lautsprecher, der so groß ist wie deine Handfläche, kein Wohnzimmer zum Wackeln bringen, aber dennoch liefert dieser einen überraschend knackigen und sauberen Bass. Auf einem Tisch liegend kann der Clip 5 diesen durchaus auch ordentlich zum Vibrieren bringen.

Dieser starke Hoch-Tief-Kontrast sorgt dafür, dass der JBL Clip 5 wunderbar lebendig und dynamisch klingt. Zudem wirkt der Klang sehr straff und sauber aufgelöst. Der kleine Lautsprecher macht richtig Freude! Dabei kann er auch ordentliche Pegel erreichen, ohne zu verzerren.

 

Fazit

Du suchst einen sehr kompakten und portablen Lautsprecher? Dann kann ich den JBL Clip 5 mit gutem Gewissen empfehlen. Vor allem klanglich präsentiert sich der Kleine erfreulich stark. Er liefert einen sehr dynamischen Klang mit wunderbar brillanten Höhen und erstaunlich satten Tiefen.

Ja, der Lautsprecher hat natürlich nicht genug Power, um ein Zimmer zum Wackeln zu bringen, aber in Anbetracht der Abmessungen rockt er schon ziemlich! Dabei ist der JBL Clip 5 auch qualitativ wunderbar und macht generell einen sehr positiven Eindruck. Kurzum, JBL hat beim Clip 5 einen guten Job gemacht, und auch der Preis von 60–70€ ist in Ordnung.

 

JBL Clip 5
Positiv
Hervorragender Klang: Bietet brillante Höhen, einen kräftigen Bass und einen lebendigen, dynamischen Klang
Kompakte Größe
IP67-Zertifizierung
Lange Akkulaufzeit: Bis zu 12 Stunden Laufzeit
Robustes Design: Leinenstoff-Bedeckung und integrierter Karabiner für einfache Befestigung
Negativ
84

Minisforum MS-A1 im Test: Kompakter Mini-PC mit AM5-Sockel und beeindruckender Leistung

0

Mit dem MS-A1 hat Minisforum einen extrem spannenden „Mini-PC“ auf den Markt gebracht. Warum? Es handelt sich hierbei um einen Mini-PC, der über einen normalen AM5-Sockel verfügt!

Theoretisch kannst du also jede AM5-CPU in dem MS-A1 verbauen. Zudem besitzt der „Barebone“ 1x USB 4, 4x NVMe-SSD-Slots, einen OCULINK-Ausgang und 2x 2,5 Gbit LAN. Mit im Lieferumfang sind zudem das passende Netzteil und der Kühlkörper. All dies für 289 €, was auf den ersten Blick sehr fair klingt! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist es eine gute Idee, eine AM5-CPU in ein Mini-PC-Gehäuse zu quetschen? Wie steht es um die Hitzeentwicklung und Leistungsaufnahme? Finden wir es im Test heraus!

 

Der Minisforum MS-A1 im Test

Du kannst den Minisforum MS-A1 in zwei Versionen kaufen: Einerseits mit dem AMD Ryzen 7 8700G, RAM, SSD und Windows, oder als Barebone, entsprechend ohne CPU, RAM usw.

Ich habe hier die Barebone-Version gekauft, die ich selbst mit dem AMD Ryzen 7 8700G ausgestattet habe. Zwar habe ich den MS-A1 als Mini-PC bezeichnet, aber wenn wir ehrlich sind, ist dies nur halb richtig. So ist der MS-A1 mit 189,5 x 186 x 48 mm und einem Gewicht von rund 3 kg schon etwas größer als der übliche Mini-PC. Allerdings ist er weiterhin kompakter als jedes ITX-System.

Der MS-A1 ist sehr flach, aber breit und tief. Dabei besteht die Front und Rückseite aus Kunststoff, während der generelle Korpus aus Metall gefertigt ist.

Dadurch wirkt der Minisforum MS-A1 sehr massiv. Im Lieferumfang liegt ein externes Netzteil, das mit 19 V/12,6 A (239,4 W) schon recht mächtig ist.

 

Anschlüsse des Minisforum MS-A1

Die Anschlüsse des Minisforum MS-A1 sind beachtlich! So finden wir auf der Front zunächst:

  • 2x USB-A 3.2 Gen 1 5 Gbit
  • 1x USB-A 2.0
  • 1x 3,5-mm-Headset-Anschluss

Wirklich spannend wird es auf der Rückseite:

  • 1x USB-C 4 – 40 Gbit
  • 1x USB-A 3.2 Gen 2 10 Gbit
  • 1x USB-A 2.0
  • 1x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 2.0
  • 2x 2,5 Gbit LAN
  • 1x OCULINK

Hier wird es interessant! So haben wir auf der Rückseite zunächst einen USB 4-Port (wichtig, dieser funktioniert nur mit Ryzen 8000er-CPUs), sowie 2x 2,5 Gbit LAN. Des Weiteren haben wir 1x HDMI und 1x DisplayPort. Eine große Besonderheit ist der OCULINK-Port.

OCULINK? OCULINK ist eine Art externe PCIe-Verbindung. Diese erlaubt das Anschließen von beispielsweise eGPU-Docks. OCULINK-eGPU-Docks sind dabei deutlich günstiger als Thunderbolt-GPU-Docks und haben weniger Overhead, sind also schneller. So haben wir hier eine PCIe 4.0 x4-Verbindung, die auch ohne Overhead durchgereicht wird.

 

Interne Anschlüsse

Im Mini-PC finden wir folgende Anschlüsse bzw. Steckplätze:

  • 1x AM5-Sockel
  • 2x DDR5 SO-DIMM-Steckplätze
  • 2x M.2 NVMe SSD 2280 PCIe 4.0 x4
  • 1x M.2 NVMe SSD 2280 PCIe 3.0 x4
  • 1x M.2 NVMe SSD 2280 PCIe 4.0 x1
  • 1x M.2 WLAN-Karten-Slot

Damit bietet der Mini-PC gerade für SSDs mehr als genug Steckplätze!

 

Mit AM5-Sockel

Die große Besonderheit des Minisforum MS-A1 ist, dass wir hier einen regulären AM5-CPU-Sockel haben. So kannst du hier prinzipiell sämtliche Ryzen 7000 oder Ryzen 8000 CPUs verbauen. Bedenke allerdings, dass wir hier ein „festes“ TDP-Limit haben, welches auch mit der Kühlung zusammenhängt.

Single-CCD-Prozessoren wie der 8700G/8600G/7600G unterstützen bis zu 65 W TDP und Dual-CCD-Prozessoren wie der 7950X/7900X unterstützen bis zu 100 W. Also ja, du könntest in dem Minisforum MS-A1 auch einen 16-Kern AMD Ryzen 7950X verbauen, dieser würde aber auf eine Leistungsaufnahme von 100 W gedrosselt.

Die derzeit „optimale“ CPU für den MS-A1 ist ohne Frage der AMD Ryzen 7 8700G, den ich auch in diesem Test nutze. Ob es ein BIOS-Update für spätere Ryzen 9000-CPUs gibt, ist derzeit noch nicht bekannt, aber vermutlich.

 

Beschädigter Sockel bei Erhalt

Ich habe die Barebone-Version des Minisforum MS-A1 gekauft. Bei dieser ist keine CPU vorinstalliert und der Kühlkörper ist in einem gesonderten Karton geliefert. Entsprechend war der Sockel von einer Abdeckung „geschützt“.

Diese Abdeckung hat sich bei mir anscheinend im Transport gelöst und war lose im MS-A1. Dort hat sie Pins im Sockel verbogen.

Erfreulicherweise konnte ich diese aber wieder geradebiegen. Ich gehe nicht davon aus, dass dies ein generelles Problem ist, aber ich hatte hier anscheinend Pech.

 

Zusammenbau des Minisforum MS-A1

Da ich die Barebone-Version des Minisforum MS-A1 gekauft hatte, musste ich diese natürlich selbst mit CPU, RAM und SSD ausstatten.

Dies funktionierte generell sehr unproblematisch! So lässt sich der Boden des Minisforum MS-A1 über 8 Schrauben entfernen. Hier findest du die ersten SSD-Slots für den freien Zugriff. Willst du an den CPU-Sockel und den RAM, musst du den Aluminium-Korpus „abziehen“ und entfernen. Auf der anderen Seite des Mainboards findest du den ganz normalen AM5-Sockel sowie 2x SO-DIMM-DDR5-Slots und einen weiteren NVMe-SSD-Steckplatz. Nach der Installation der CPU und des RAMs wird der CPU-Kühler aufgesetzt. Dieser hat bereits Wärmeleitpaste aufgetragen und auch einige Wärmeleitpads für Spannungswandler.

Es gibt einen 2. Kühlkörper, der den NVMe-SSD-Slot und die RAM-Module bedeckt. Beides wird verschraubt und fertig.

 

WLAN und LAN

Auch in der Barebone-Version des MS-A1 ist bereits eine WLAN-Karte vorinstalliert. Dabei handelt es sich um die Intel AX210, was eine perfekte Wahl ist! Bei den LAN-Karten handelt es sich um den RTL8125G-Chipsatz von Realtek.

 

Leistung des Minisforum MS-A1

Ich habe folgende Hardware in meinem Minisforum MS-A1 verbaut:

  • AMD Ryzen 7 8700G (8 Kerne)
  • 32 GB DDR5 4800 MHz
  • AMD Radeon 780M (iGPU)
  • 2 TB SK Hynix P41 SSD

Beginnen wir zunächst einmal mit der Frage nach der Temperatur und der TDP. Kann der Minisforum MS-A1 den Ryzen 7 8700G effektiv kühlen?

CPU Temperatur Minisforum MS-A1
CPU Temperatur Minisforum MS-A1

Hier siehst du den Temperaturverlauf in CineBench, also bei 100 % CPU-Auslastung. Du kannst hier gut sehen, dass der Minisforum MS-A1 versucht, die CPU immer auf einer maximalen Temperatur von 90 Grad zu halten. Entsprechend werden die Leistung und auch der Lüfter gesteuert. 90 Grad klingt jetzt sicherlich recht hoch, aber laut AMD darf die CPU bis zu 95 Grad erreichen, entsprechend ist dies „okay“. Aber wie sieht es mit der Leistung aus? Bekommt die CPU auch konstant 65 W oder vielleicht sogar mehr?

CPU Leistungsaufnahme Minisforum MS-A1
CPU Leistungsaufnahme Minisforum MS-A1

Positiv: Die CPU bekommt wirklich konstant 65 W Leistung und kann somit 100 % der theoretisch vorgesehenen Leistung abrufen. Negativ: Die CPU boostet auch nicht über 65 W hinaus, wie es bei regulären Desktop-Systemen oder auch Notebooks üblich wäre. Wie wirkt sich dies auf die effektive Leistung in Benchmarks aus?

Hier erreicht der Minisforum MS-A1 +- die Leistung des Minisforum UM790 Pro mit dem AMD Ryzen 9 7940HS „Notebook“-Chip, welcher ebenfalls 8 Kerne, die gleiche Architektur und generell auch 65 W TDP besitzt. Entsprechend ist der Minisforum MS-A1 nicht wirklich schneller als ein regulärer Mini-PC der „High-End“-Klasse. Dennoch ist der Minisforum MS-A1 natürlich als sehr leistungsstark zu bezeichnen! Viel mehr Leistung geht in einem Notebook oder Mini-PC derzeit nicht, zumindest was die CPU betrifft. Aber was ist mit der Grafikleistung? Hier haben wir die AMD Radeon 780M iGPU, die durchaus recht fähig ist, für eine iGPU.

Du kannst damit rechnen, alle aktuellen Spiele auf dem Minisforum MS-A1 mit 30-50 FPS bei Full HD und niedrigen bis mittleren Details spielen zu können. Ältere Titel oder E-Sport-Spiele laufen natürlich entsprechend mit höheren Details/FPS.

 

Lautstärke

Worüber wir noch nicht gesprochen haben, ist die Lautstärke. Hier zeige ich mich durchaus zufrieden. Unter Last wird der Minisforum MS-A1 zwar deutlich hörbar, bleibt aber in einem recht erträglichen Rahmen.

So ist der PC hier klar leiser als ein durchschnittliches Gaming-Notebook. Im Leerlauf wiederum ist der PC kaum hörbar. Allerdings neigen die Lüfter bei kleineren Lastspitzen dazu, hochzudrehen, auch wenn ich die Lüftersteuerung insgesamt als recht gut betrachte.

 

Stromverbrauch des MS-A1

Normalerweise ist der Stromverbrauch einer der größten Pluspunkte von Mini-PCs. Aber der MS-A1 nutzt eine Desktop-CPU. Ist also der Stromverbrauch viel höher? Erfreulicherweise nein!

Im Leerlauf auf dem Windows-Desktop konnte ich eine Leistungsaufnahme von rund 13 W messen. Dies ist etwas mehr als bei einem regulären Mini-PC, aber über 13 W im Leerlauf können wir auch nicht meckern. Die gleiche CPU in einem ITX-Mainboard benötigt +- 25 W. Unter Last konnte ich allerdings bis zu +- 110 W beobachten, was aber ebenfalls alles andere als zu viel ist.

 

Video

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Fazit

Der Minisforum MS-A1 macht, was er verspricht! Wir haben hier einen ultrakompakten Mini-PC mit einem normalen AM5-Sockel, einer fantastischen I/O und einem extrem niedrigen Stromverbrauch. Dabei schafft es der MS-A1 auch, den AMD Ryzen 7 8700G bei konstanten 65 W effektiv zu kühlen, super!

Auch der Preis von 289 € ist absolut fair! Wir haben hier ein Mainboard mit 2x 2,5 Gbit, USB 4, 4x NVMe, OCULINK-Ausgang für eine eGPU, ein passendes Gehäuse, Kühlkörper und Netzteil. Allerdings wird sich die wahre Schönheit des Minisforum MS-A1 erst in der Zukunft zeigen. Warum? Effektiv ist der MS-A1 mit dem AMD Ryzen 7 8700G so schnell wie der UM790 Pro oder UM890 Pro, mit integrierter CPU und einem effektiv ähnlichen Preis.

Wenn allerdings Minisforum den MS-A1 mit BIOS-Updates versorgt und AMD Ryzen 9000-CPUs mit fähiger Grafikkarte bringt, dann steht einem Aufrüsten des MS-A1 in der Theorie nichts im Wege, was bei einem Mini-PC einmalig ist!

Minisforum MS-A1
Positiv
AM5-Sockel
Kompaktes Design
Vielfältige Anschlüsse: USB 4, 4x NVMe, OCulink, 2x 2,5 Gbit LAN.
Effektive Kühlung: Konstante Kühlung bei 65 W TDP.
Niedriger Stromverbrauch: Nur 13 W im Leerlauf, 104 W unter Last.
Eventuelle Zukunftssicherheit, dank AM5 Sockel
Negativ
Begrenzte TDP: Leistungsstarke CPUs werden auf 65-100 W gedrosselt.
90

JBL GO 4 Test: Kompakter Bluetooth-Lautsprecher für unter 50 €

JBL ist sicherlich einer der bekanntesten Hersteller von Bluetooth-Lautsprechern. Der GO 4 stellt derzeit den günstigsten und kleinsten Bluetooth-Lautsprecher in JBLs Line-Up dar.
So ist der JBL GO 4 ein ultrakompakter Bluetooth-Lautsprecher, den du für ca. 50 € bekommen kannst. Ein durchaus attraktiver Preis. Aber taugt der GO 4 wirklich?

Klingt er überhaupt viel besser als ein modernes Smartphone? Finden wir das in diesem Test heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an JBL für das Ausleihen des GO 4 für diesen Test.

 

JBL GO 4 im Test

JBL bewirbt den GO 4 als „ultrakompakten“ Bluetooth-Lautsprecher. Dies ist auch eine durchaus passende Beschreibung, denn mit 94 x 78 x 42 mm und einem Gewicht von 190 g passt er sogar in etwas größere Hosentaschen.

Dabei setzt auch der GO 4 auf einige typische JBL-Design-Elemente, wie das sehr prominent platzierte JBL-Logo und die großzügige Nutzung von Leinenstoff, mit dem der Lautsprecher bespannt ist. Zudem bietet JBL den GO 4 auch in einigen etwas knalligeren Farben an, wie das Lila meines Testgeräts.

Was die Verarbeitungsqualität und Haptik angeht, ist der GO 4 fantastisch! Er ist ähnlich gut gebaut wie die größeren JBL-Lautsprecher.
Die Tasten zur Steuerung sind über die linke Seite und die Oberseite verteilt. Der USB-C-Port zum Laden ist an der rechten Seite angebracht.

Spannenderweise ist der USB-C-Port nicht durch eine Klappe vor Wasser geschützt. Stattdessen ist der Port, ähnlich wie bei Smartphones, intern versiegelt und somit geschützt, denn der GO 4 besitzt einen IP67-Wasserschutz und könnte somit sogar theoretisch kurzzeitig untertauchen, ohne Schaden zu nehmen.

 

Klang des JBL GO 4

Es ist sehr schwer, guten Klang mit wenig Volumen zu erzeugen. Entsprechend dürfen deine Erwartungen an den JBL GO 4 auch nicht zu groß sein, wir haben hier einen ultrakompakten Bluetooth-Lautsprecher.

Starten wir bei den Höhen: Die Höhen sind okay, aber definitiv nicht das Highlight des GO 4. Sie könnten etwas brillanter sein, aber der GO 4 klingt auch nicht zu matt oder träge. Die Höhen sind in Ordnung, nicht mehr und nicht weniger.

Die Mitten hingegen sind völlig in Ordnung. Stimmen werden gut dargestellt, und ich würde auch sagen, dass der GO 4 für Hörbücher gut geeignet ist. Die Verständlichkeit von Stimmen ist gelungen, besonders wenn sie etwas wärmer sind.

Was ist mit dem Bass? Angesichts der Größe dürfen wir hier keine Wunder erwarten, aber für die ultrakompakten Abmessungen ist der Bass absolut in Ordnung! Sicherlich haben wir keinen besonders großen Tiefgang, aber es fehlt auch nichts bei der Musik. Es sind alle Klangelemente vorhanden, und generell bietet der GO 4 ein rundes Klangbild.
Dabei kann der kleine Lautsprecher auch eine gute Lautstärke erreichen. Selbst bei voller Lautstärke klingt er noch sauber.

 

Fazit

Klein, handlich und schick – so lässt sich der JBL GO 4 zusammenfassen. Allerdings müssen wir auch direkt sagen, dass der GO 4 kein absolutes „Klangwunder“ ist.
Für seine sehr kompakten Abmessungen klingt der Lautsprecher gut und ist auch ein klares Upgrade verglichen mit Smartphone-Lautsprechern, besonders was Bass und Lautstärke angeht.

Aber wenn dir die kompakten Abmessungen nicht so wichtig sind, bekommst du ohne Frage besser klingende Bluetooth-Lautsprecher für unter 50 €. Siehe die Modelle von Tribit.

Auch der rund 20 € teurere JBL Clip 5 klingt bei ähnlicher Größe noch ein gutes Stück besser.

Dennoch, wenn dir der kompakte Formfaktor wichtig ist und du ein Upgrade zu deinen Smartphone-Lautsprechern suchst, dann ist der GO 4 alles andere als eine schlechte Wahl.

 

JBL GO 4
Positiv
Kompakte Größe: Tragbar und passt in größere Hosentaschen
Solide Verarbeitungsqualität: Robust gebaut, vergleichbar mit größeren JBL-Modellen
IP67-Wasserschutz: Staub- und wasserdicht
Ordentliche Lautstärke: Sauberer Klang bei voller Lautstärke
Negativ
Durchschnittliche Klangqualität
78

Anker Prime Dockingstation A83B6 im Test: 14-Port USB-C-Hub mit 160W Leistung und Display

Anker hat im August 2024 neue Ladegeräte der Prime-Serie vorgestellt. Dazu zählt auch die Anker Prime Dockingstation A83B6. Hierbei handelt es sich um eine USB-C-Dockingstation mit integriertem Ladegerät, die eine Leistung von bis zu 160 W bietet und ein praktisches Display besitzt. Letzteres zeigt diverse Informationen an, wie die aktuelle Leistung der verschiedenen Anschlüsse usw.

Für diese Dockingstation möchte Anker allerdings auch satte 200 € haben. Ist dieser Preis gerechtfertigt? Finden wir es im Test heraus!

 

Die Anker Prime Dockingstation A83B6 im Test

Bei der Anker Prime Dockingstation A83B6 handelt es sich um eine „Desktop“-Dockingstation. Das heißt, sie ist nicht für den mobilen Einsatz gedacht, sondern soll fest auf deinem Desktop platziert werden. Entsprechend ist die Dockingstation mit 47 x 142 x 97 mm und einem Gewicht von 775 g auch schon etwas größer.

Was das Design angeht, bin ich jedoch sehr zufrieden! Die Anker Prime Dockingstation A83B6 sieht sehr hochwertig aus, insbesondere mit dem Display an der Front, über das wir später noch sprechen werden.

Spannenderweise besitzt sie ein fest integriertes Netzkabel. Von dieser Entscheidung bin ich kein Fan. Fest integrierte Kabel, auch wenn sie wie hier ausreichend lang sind, stellen immer einen Schwachpunkt dar. Bemerkenswert ist jedoch, dass das Dock kein externes Netzteil hat, wie die meisten Konkurrenten.

Erfreulicherweise ist das USB-Kabel für die Verbindung zu deinem Notebook/PC nicht fest verbunden. Es liegt ein passendes Kabel bei, aber du könntest auch ein anderes, längeres oder kürzeres verwenden.

 

Anschlüsse der Anker Prime Dockingstation

Die Anker Prime Dockingstation ist im Kern ein „2-in-1“-Produkt. Wir haben einerseits die Dockingstation, andererseits ein USB-Ladegerät. An der Front befinden sich drei USB-Ports (2x USB-C, 1x USB-A), die unabhängig vom Dock zum Laden von Geräten genutzt werden können:

  • 2x USB-C – 100W USB PD: 5V/3A, 9V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x USB-A: 5V/2,4A

Zudem gibt es natürlich die Ports, die zum Dock gehören. Hier haben wir zunächst den USB-C-Port, über den dein Notebook verbunden wird:

  • 1x USB-C 3.2 Gen 2 Uplink – 100 W Leistung

Dieser erlaubt unter anderem auch das Laden deines Notebooks mit bis zu 100 W.

Auf Seiten der Anschlüsse des Docks haben wir:

  • 2x USB-C 3.2 Gen 2 – 10 Gbit
  • 1x USB-A 3.1 Gen 2 – 10 Gbit
  • 3x USB-A „USB 2.0“
  • 2x HDMI 2.0 – 4K 60 Hz
  • 1x Gbit LAN
  • 1x 3,5 mm Audio-Ausgang

An der Front haben wir also prinzipiell drei USB-Ports, die mit 10 Gbit eine hohe Geschwindigkeit unterstützen. Auf der Rückseite befinden sich drei langsamere USB 2.0-Ports.

Es ist etwas merkwürdig, USB 2.0-Ports an einem so modernen Dock zu sehen, aber für Maus/Tastatur, Lautsprecher, Drucker usw. sind sie ausreichend. Ein Kartenleser wäre aus meiner Sicht noch schön gewesen.

 

Maximal 160 W!

Die Anker Prime Dockingstation A83B6 kann maximal 160 W bereitstellen, verteilt über alle Ports! Zwar haben die beiden vorderen USB-C-Ladeports prinzipiell bis zu 100 W jeweils, aber diese teilen sich die Leistung auch mit dem USB-C-Uplink und deinem Notebook!

Hast du ein Notebook, das bis zu 100 W aufnehmen kann, stehen nur noch 60 W für die anderen Ports bereit.

 

Mit einem tollen Display

Eines der Highlights der Anker Prime Dockingstation ist das Display. Dieses besitzt mehrere Ansichten, zwischen denen du über die Taste auf der Oberseite hin- und herschalten kannst. In der primären Ansicht siehst du Folgendes:

  • Aktuelle Gesamtleistung in Watt
  • Aktuelle Leistung des Notebook-Anschlusses in Watt

Zudem gibt es eine „Detail-Ansicht“, in der wir folgendes sehen:

  • Leistung der drei Ladeports an der Front in Watt
  • Status der drei Front-USB-Ports

Es ist extrem praktisch und, wie ich finde, auch interessant zu sehen, welche Leistung gerade an welche Geräte geht bzw. in Echtzeit zu sehen, wie viel Strom dein Notebook benötigt. Lediglich die Statusanzeige der Front-Daten-USB-Ports ist in der Praxis eher semi-hilfreich, wie ich finde.

 

Keine 12V-Stufe

Wie leider oft bei Anker-Ladegeräten bietet auch die Anker Prime Dockingstation keine 12V-Leistungsstufe nach USB PD. Diese Stufe wird nur sehr selten genutzt, weshalb dies kein großes Drama ist, aber es gibt eine Handvoll Geräte, wie einige Drohnen von DJI, die diese Stufe benötigen.

 

PPS-Stufe

Die beiden USB-C-Ladeports des Docks unterstützen auch den PPS-Standard:

  • 5-11 V bei bis zu 5 A

5-11 V bei einer Leistung von bis zu 5 A ist eine ausreichend große PPS-Stufe, um beispielsweise ein Samsung Galaxy S24 Ultra mit den vollen 45 W zu laden. Allerdings ist es etwas schade, dass die PPS-Stufe nur bis 11 V geht. So können einige exotischere Smartphones von beispielsweise Moto nicht mit vollem Tempo geladen werden. Hierfür wäre eine PPS-Stufe von bis zu 21 V nötig.

Für Apple-, Samsung- und Google-Geräte sind die USB-C-Ports jedoch völlig ausreichend.

 

Konstant 160 W!

Erfreulicherweise kann die Anker Prime Dockingstation konstant 160 W liefern. Dies habe ich mithilfe von zwei elektronischen Lasten getestet.

Dabei blieb die Hitzeentwicklung auch nach 4 Stunden in einem sehr erträglichen Rahmen.

 

Kein USB 4 oder Thunderbolt!

An dieser Stelle muss erwähnt werden, dass die Anker Prime Dockingstation nicht auf USB 4 oder Thunderbolt 3/4 setzt! Wir haben hier eine normale USB 3.2 Dockingstation.

Was hat das für Nachteile in der Praxis? Zunächst ist die Datenrate auf 10 Gbit also rund 1000 MB/s limitiert. Zudem kann es mit Monitoren zu „Problemen“ kommen. Anker spricht zwar von 2x HDMI 2.0 und 4K/60 Hz, aber je nach System kann es sein, dass auch nur 4K/30 Hz oder auch nur ein Monitor unterstützt wird.

Ein USB-C-Dock ist bei Monitoren stärker vom jeweiligen Host-System abhängig. Auch sind Dinge wie die LAN-Karte oder Audio-Karte zwingend via USB angebunden. Bei einem Thunderbolt-Dock könnten diese auch via PCIe angebunden werden. Wichtig: Dennoch funktioniert das Dock natürlich an USB 4- oder Thunderbolt-USB-C-Ports, aber dann halt langsamer.

 

Auch Desktop-PCs sind möglich! (via USB-A anschließen)

Prinzipiell ist es auch möglich, das Dock über ein USB-C-auf-USB-A-Kabel beispielsweise mit einem Desktop-PC zu verbinden. In diesem Fall funktionieren dann aber nur die Datenübertragung, Soundkarte, LAN-Karte und natürlich die Ladeports. Ein „Laden“ deines PCs oder Notebooks via USB-A geht nicht, genauso wenig wie die Monitor-Ausgänge.

 

Laden auch unabhängig vom Dock

Die drei Ladeports an der Front der Anker Prime Dockingstation funktionieren immer, selbst dann, wenn kein Notebook oder PC angeschlossen ist.

 

Anker USB Audio

An der Front der Dockingstation finden wir einen 3,5 mm Headset-Anschluss. Der Sound-Chip, der hinter diesem Anschluss steckt, hat mich etwas überrascht. So wird der Anschluss als „Anker USB Audio“ erkannt (benötigt keine Treiber unter Windows 11). Intern hängt die Soundkarte an einem USB 2.0-Port (der integrierte USB 2.0-Hub-Chip kann 4x USB 2.0 bereitstellen).

Diese bietet ein 24 Bit 96000 Hz Audio-Signal. Praktisch klingt die „Soundkarte“ auch ordentlich. Hinter dieser steckt KTMicro als Hersteller für den Soundchip. Mehr Infos dazu: https://www.ktmicro.com/?usb_73/

Realtek LAN

Der 1 Gbit LAN-Port wiederum wird von einem 08/15 Realtek USB-zu-Gbit-LAN-Chip gespeist. Bei mir funktionierte dieser problemlos in der Praxis und bot auch mit 110 MB/s+ so ziemlich das volle Gbit-LAN-Tempo.

 

Monitor mit 4K 60 Hz funktioniert

In meinem Test mit meinem ASUS G15 Notebook konnte ich problemlos einen 4K-Monitor mit 60 Hz über die HDMI-Ports des Docks ansteuern.

 

Stromverbrauch und Effizienz

Erfreulicherweise ist der Standby-Stromverbrauch der Anker Prime Dockingstation mit +- 1 – 1,2 W recht niedrig, trotz des Displays.

Wie steht es aber um die Effizienz des Docks bzw. der Ladefunktion?

Erfreulicherweise ist die Effizienz mit bis zu 93 % sehr gut! Bei niedriger Last haben wir mit 64 % eine etwas schlechtere Effizienz, aber das ist bei einem Dock mit dieser Leistung nicht unerwartet.

 

Video

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Youtube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

 

Fazit

Die Anker Prime Dockingstation A83B6 ist ein etwas exotisches Produkt, aber prinzipiell empfehlenswert, wenn es zu deinen Bedürfnissen passt. Wir haben hier eine Mischung aus Dockingstation und USB-Ladegerät. An der Front befinden sich drei Ladeports, die komplett unabhängig vom Dock sind. Hinzu kommen nochmal 6 USB-Ports für die Dock-Funktion, der 100W Notebook-Ladeport, sowie 2x HDMI, Audioausgang und Gbit-LAN.

Dabei funktionierte das Dock bei mir im Test tadellos, und das Display an der Front ist nicht nur cool, sondern stellt auch wirklich einen Mehrwert dar! Es kann in sehr vielen Situationen einfach nützlich sein. Auch der Preis von 200 € ist an sich okay. Solche USB-C-Desktop-Docks sind etwas teurer, das ist normal, und dies in Kombination mit dem Ladegerät macht den Preis verkraftbar. Auch wenn sicherlich ein 2,5 Gbit LAN-Port und vielleicht auch ein Kartenleser nett gewesen wären.

Anker Prime Dockingstation, 14-Port mit 160W Max. Leistung, 10Gbit/s...

  • Hohe Leistung: Bis zu 160 W
  • Vielseitige Anschlüsse: 14 Ports
  • Integriertes Display: Zeigt in Echtzeit die Leistung
  • Unabhängige Ladeports
  • PPS-Unterstützung
  • Fest integriertes Netzkabel
  • Keine 12V Leistungsstufe
  • Kein USB 4/Thunderbolt

Etwas problematisch ist allerdings die Leistung. Auf den ersten Blick klingen 160 W gewaltig, aber praktisch ist das nicht ganz so einfach. Nutzt du das Dock, um dein Notebook zu laden, dann werden fast immer 100 W für das Notebook reserviert, und den Ladeports stehen nur noch 60 W zur Verfügung. Lediglich wenn du die Dock-Funktion nicht nutzt, kann einer der vorderen USB-Ports 100 W ausgeben, ansonsten haben wir 60 + 60 W bzw. 30 + 30 W.

Allerdings sind für die kompakten Abmessungen 160 W an sich auch alles andere als schlecht. Von daher soll dies keine generelle Kritik an Anker sein, sondern eher eine Info an dich. Sind dir diese Faktoren bewusst, dann kann ich die Anker Prime Dockingstation A83B6 dennoch mit gutem Gewissen empfehlen. Das, was sie macht, macht sie gut!

Anker Prime Dockingstation
Positiv
Hohe Leistung: Bis zu 160 W, ideal zum Laden von Notebooks und anderen Geräten.
Vielseitige Anschlüsse
Integriertes Display: Zeigt in Echtzeit die Leistung und den Status der Anschlüsse an.
Unabhängige Ladeports: Drei Ladeports an der Front
PPS-Unterstützung
Negativ
Kein USB 4/Thunderbolt
Fest integriertes Netzkabel
Keine 12V Leistungsstufe
Leistungsbegrenzung bei Nutzung: Nur 60 W für andere Ports, wenn das Notebook mit 100 W geladen wird.
90

Sennheiser Momentum 4 Wireless (vs. Bowers & Wilkins Px7 S2e: Welcher Kopfhörer überzeugt im Test?)

Wenn es um Kopfhörer geht, ist einer der bekanntesten Hersteller Sennheiser. Diese bieten mit dem Momentum 4 einen interessanten High-End-Bluetooth-Kopfhörer an. So sollen diese spitzen Klang, ANC und Tragekomfort bieten.

Dabei sind sie mit 299 € sicherlich kein Schnäppchen, aber auch nicht extrem teuer für Kopfhörer der High-End-Klasse. Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut die Sennheiser Momentum 4 Wireless sind und wie diese sich im Vergleich zu den Bowers & Wilkins Px7 S2e und den Teufel Real Blue Pro schlagen.

 

Sennheiser Momentum 4 Wireless im Test

Die Momentum 4 Wireless setzen auf ein sehr schlichtes Design.

Wir haben hier weitestgehend schwarze Kopfhörer, die auf der Rückseite der Ohrmuscheln lediglich einen kupferfarbenen Akzent-Ring haben. Ansonsten gibt es kein auffälliges Hersteller-Branding auf den Ohrmuscheln.

Dabei sind diese aber auch aus einem recht einfachen Kunststoff gefertigt. Unterm Strich sprechen mich die Sennheiser Momentum 4 Wireless durchaus an, aber sie gehören nicht zu den allerhochwertigsten Kopfhörern, die ich bisher in den Fingern hatte.

Immerhin ist das Kopfband mit einem schönen Leinenstoff verkleidet, und dank des Kunststoff-Gehäuses sind die Kopfhörer mit 293 g relativ leicht. Die Akkulaufzeit soll bei 60 Stunden liegen, eine Größenordnung, die ich soweit bestätigen kann. Geladen werden die Kopfhörer via USB-C.

 

Nervige Steuerung

Sennheiser hat versucht, bei den Momentum 4 Wireless auf eine recht intuitive Steuerung zu setzen. So schalten sich die Kopfhörer automatisch ein/aus, wenn die Ohrmuscheln eingedreht oder aufgeklappt werden. Es gibt zwar auch eine Taste, die du für X Sekunden drücken kannst, um die Kopfhörer ein/aus zu schalten, aber meine Erfahrung zeigt, dass dies bei den Momentum 4 Wireless etwas nervig ist. Ansonsten haben wir eine Steuerung über ein Touchpad auf der Rückseite der Ohrmuscheln. Offen gesagt, ich bevorzuge Tasten.

 

Guter Tragekomfort

Am Tragekomfort der Momentum 4 Wireless gibt es wiederum nichts zu bemängeln. Wir haben hier große Over-Ear-Kopfhörer mit einer weichen Memory-Schaum-Polsterung. Die Ohrmuscheln sind groß genug und auch die Polsterung ist angenehm.

Auch der Anpressdruck der Kopfhörer ist gut gewählt. Lediglich sind die Ohrmuscheln relativ warm und können im Sommer etwas „schwitzig“ sein, aber das ist ein gängiges Problem solcher großen Kopfhörer. Generell ist aber der Tragekomfort der Sennheiser Momentum 4 Wireless absolut gelungen.

 

ANC

Natürlich bringen auch die Momentum 4 ANC mit. Das ANC der Kopfhörer ist auf einem guten High-End-Level. So schaffen es die Kopfhörer, die gängigen Geräusche wie Motoren, Brummen, Lüfter problemlos auszublenden.

Stimmen und Ähnliches werden deutlich reduziert. Allerdings ist das ANC auch nicht ganz das stärkste, das ich bisher gehört habe. So würde ich dieses mit einer 2+ bis 1- bewerten.

 

Klang der Sennheiser Momentum 4 Wireless

Wie klingen nun die Momentum 4 Wireless? Diese haben einen etwas spezielleren Klang. So neigen die Kopfhörer zu einem leicht „distanzierten“ Klang, als hätten diese einen ganz leichten virtuellen Raumklang. Hierdurch klingen die Kopfhörer schon weiter und offener, aber auch nicht ganz so direkt wie beispielsweise die Bowers & Wilkins Px7 S2e. Ich denke, das ist etwas Geschmackssache. Persönlich bevorzuge ich den etwas direkteren Klang der Bowers & Wilkins Px7 S2e. Abseits davon haben die Momentum 4 Wireless eine recht lebendige und dynamische Klangsignatur.

So haben wir einen recht ordentlichen Bass. Die Momentum 4 Wireless haben einen angehobenen Kick und Mittelbass. Hierdurch klingen sie schon ein Stück wuchtiger als z.B. die Px7 S2e, aber weniger wuchtig als die Teufel Real Blue Pro. Auch der Tiefbass ist stark, wenn auch nicht ganz so stark angehoben. Dieser Mittelweg wird den Geschmack der meisten Nutzer treffen, denn je nach Song können die Momentum 4 Wireless ordentlich „loslegen“, aber sie übertreiben auch nicht oder erzwingen in jedem Song einen extremen Bass. Von den Mitten der Momentum 4 Wireless bin ich nicht der größte Fan. Diese sind für meinen Geschmack etwas „bauchig“.

Hier hätte ich etwas mehr Definition und „Straffheit“ bevorzugt. Die Höhen wiederum sind absolut sauber und klar. Dabei sind die Höhen schön luftig, aber ohne zu überschärfen. Zwischentöne werden sauber abgerundet und sind nicht zu scharf oder störend. Unterm Strich klingen die Momentum 4 Wireless ohne Frage hervorragend, aber verglichen mit anderen High-End-Kopfhörern haben diese einen etwas außergewöhnlichen Klang. Pluspunkte gibt es auch für die sehr gute Pegelfestigkeit.

 

Klang natürlich anpassbar

Das, was ich hier beschrieben habe, ist die „Standard“-Klangsignatur. Über die Sennheiser App lässt sich der Klang der Kopfhörer natürlich noch ein Stück anpassen.

So findet sich hier unter anderem ein EQ und andere Individualisierungs-Optionen. So ein wenig kommt natürlich der Grundklang der Kopfhörer immer durch, aber solltest du etwas mehr oder weniger Bass wollen, mehr Höhen usw., dann lässt sich das einstellen.

 

Fazit

Die Sennheiser Momentum 4 Wireless* sind hervorragende Bluetooth-Kopfhörer, was bei dem Preis von 299 € auch nicht überraschend sein sollte. Sie haben einen etwas außergewöhnlichen Klang, der aufgrund der recht großen Räumlichkeit sicherlich etwas Geschmackssache ist, auch wenn die generelle Klangsignatur recht massenkompatibel ist. So haben wir einen leicht angehobenen Bass und schön klare Höhen.

Hierdurch haben die Kopfhörer eine recht dynamische Klangsignatur, die aber auch nicht übertrieben ist. Der Tragekomfort ist gut, ebenso das ANC und die App. Das ANC ist vielleicht nicht absolut überragend, aber durchaus auf einem Level, das High-End-Kopfhörern angemessen ist. Lediglich die Steuerung der Sennheiser Momentum 4 Wireless hat mich zuweilen doch etwas genervt. Kurzum, gerade wenn du die Sennheiser Momentum 4 Wireless zu einem guten Preis bekommst, sind sie hervorragende Kopfhörer.

Persönlich habe ich mich aber im direkten Vergleich für die Bowers & Wilkins Px7 S2e entschieden, die mir aufgrund des etwas direkteren Klangs einfach etwas mehr zusagen.

 

Sennheiser Momentum 4 Wireless
Positiv
Sehr guter Klang: Lebendige, dynamische Klangsignatur mit gutem Bass und sauberen Höhen
Guter Tragekomfort
Sehr lange Akkulaufzeit: Bis zu 60 Stunden Laufzeit
ANC: Effektive Geräuschunterdrückung auf High-End-Niveau
Anpassbarer Klang: EQ und Individualisierungsoptionen über die Sennheiser App
Niedriges Gewicht: Mit 293 g relativ leicht für Over-Ear-Kopfhörer
Negativ
Verarbeitung: Kunststoff-Gehäuse wirkt weniger hochwertig im Vergleich zu anderen High-End-Kopfhörern
Klanggeschmack: Der Klang kann als „distanziert“ empfunden werden und ist subjektiv Geschmackssache
89

AOC U32G3X Test: 32 Zoll 4K Gaming-Monitor mit 144 Hz im Review

0

32 Zoll, 4K Auflösung und 144 Hz, das klingt nach einem ziemlich interessanten Monitor, oder? Das dachte ich mir auch, als ich vom AOC U32G3X gelesen hatte. In der Theorie ist dies ein fantastischer Monitor für so ziemlich alle Anwendungszwecke, egal ob nun Gaming oder Content Creation. Wir haben die hohe Auflösung, ein IPS-Panel, eine hohe Farbraumabdeckung (laut Hersteller), eine starke Helligkeit und nicht zuletzt mit unter 600€ einen recht fairen Preis für solch einen gewaltigen Monitor.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist der AOC U32G3X wirklich so gut, wie es die technischen Daten versprechen? Finden wir es im Test heraus. An dieser Stelle vielen Dank an AOC für das Zurverfügungstellen des Monitors für diesen Test.

 

Der AOC U32G3X im Test

Der U32G3X zählt zu den Gaming-Monitoren von AOC, welcher entsprechend etwas auffälliger gestaltet ist.

So besitzt vor allem der Standfuß einige rote Akzente, wodurch der U32G3X direkt als Gaming-Monitor zu erkennen ist. An sich sind diese Effekte nicht zu extrem; wir haben keine RGB-LEDs, aber der Monitor würde schon in einer Arztpraxis oder einem ernsthaften Büro etwas fehl am Platz wirken.

Der Standfuß ist dabei generell als „okay“ zu bezeichnen. Wir haben eine Höhenverstellung sowie die Möglichkeit, den Monitor anzuwinkeln. Allerdings ist der Standfuß zu weiten Teilen aus Kunststoff gefertigt und wirkt etwas weniger massiv. Die Stabilität reicht aber aus, dass du dir keine Sorgen machen musst, dass der Monitor umkippt.

Was du nicht kannst, ist den Monitor hochkant stellen. Solltest du dies wollen, kannst du den Standfuß austauschen, denn der Monitor fasst 100 x 100 VESA-Halterungen.

 

Anschlüsse des AOC U32G3X

Der AOC U32G3X besitzt eine solide Ausstattung an Anschlüssen, aber auch nichts „Besonderes“:

  • 2x HDMI 2.1
  • 1x DisplayPort 1.4
  • 1x 3,5 mm Audio-Ausgang
  • 1x AC Eingang

Für einen Gaming-Monitor passt dies soweit. Ich hätte zwar einen USB-C-Port noch schön gefunden – auch manche Gamer haben ein Notebook – aber ich will hier auch nicht zu laut meckern. Erfreulicherweise ist das Netzteil im Monitor integriert.

 

OSD und Steuerung

Der U32G3X hat ein neues OSD, welches ich so bei noch keinem AOC-Monitor gesehen habe. Dieses ist eigentlich ein ganz schönes OSD, allerdings ist die Steuerung mäßig. Wir haben eine klassische Steuerung über Tasten an der Unterseite des Monitors, was etwas unintuitiv ist. Ein Joystick wäre hier besser gewesen.

 

Technische Daten AOC U32G3X

  • 31,5 Zoll
  • 3840×2160 Pixel Auflösung, 140 PPI
  • 144 Hz
  • IPS-Panel
  • 8 bit + 2 bit
  • 400 cd/m²
  • 000:1
  • VESA DisplayHDR 400
  • Adaptive Sync, NVIDIA G-Sync

 

Auflösung und Panel

Mit 31,5 Zoll ist der AOC U32G3X schon ein recht großer Monitor. Da ist es erfreulich, dass dieser auf eine 4K „UHD“ Auflösung setzt. Hierdurch erreicht er eine sehr ordentliche Pixeldichte von 140 PPI.

So ist das Bild auch subjektiv sehr schön scharf und klar. Dabei setzt dieser auf ein IPS-Panel mit 8 bit + 2 bit (FRC), welches eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz bietet. Damit ist der Monitor auch sehr gut fürs Gaming geeignet (1 ms Reaktionszeit und NVIDIA G-Sync). Bedenke allerdings, dass für 4K und Bildwiederholungsraten von 144 Hz in Spielen schon einiges an GPU-Power notwendig ist!

 

Farbumfang

AOC gibt recht detaillierte Angaben zum Farbumfang. So soll der U32G3X 123% sRGB, 95% DCI-P3 und 92% AdobeRGB Farbraumabdeckung bieten. Sollten sich die Werte bestätigen, wäre das fantastisch für einen Gaming-Monitor!

Allerdings kann mein Messgerät diese überragenden Werte nicht ganz bestätigen. So erreichte der Monitor bei mir 100% sRGB Farbraumabdeckung (mein Messgerät misst nicht über 100%), 87% DCI-P3 und 81% AdobeRGB. Gerade für einen Gaming-Monitor ist das weiterhin ein sehr gutes Abschneiden, auch wenn es etwas schade ist, dass nicht ganz die überragenden Werte des Herstellers bei mir erreicht wurden. Damit ist der Monitor vor allem aufgrund der 100% sRGB Farbraumabdeckung durchaus auch für Foto- und Video-Bearbeitung geeignet. Auch rein subjektiv sehen Farben sehr gut aus!

 

Kalibrierung

Eine perfekte Kalibrierung ist sicherlich für einen Gaming-Monitor nicht ganz so essenziell, aber natürlich generell immer wünschenswert. Von Haus aus stand dieser bei mir auf einem warmen Farbprofil, was du unter Umständen ändern solltest.

Und ja, das sieht auch soweit gut aus! Im Test erreichte der U32G3X ein Delta E von 1,05 im Schnitt, was gut genug ist, um farbakkurate Arbeiten wie Foto- oder Videobearbeitung auf ihm gut ausführen zu können.

 

Helligkeit und HDR

Der U32G3X bietet laut Hersteller eine maximale Helligkeit von 400 cd/m². Das ist eine beachtliche Helligkeit, wenn sie auch erreicht wird.

Und ja, der Wert wird +- erreicht mit 394 cd/m². Damit ist der Monitor sehr hell und leuchtstark. Passend dazu bietet der Monitor eine VESA DisplayHDR 400 und HDR10 Zertifizierung/Unterstützung. Dies funktionierte auch in der Praxis gut, allerdings müssen wir natürlich dazu sagen, dass ein IPS-Monitor, ohne Mini-LED-Backlight, nicht „optimal“ für richtiges HDR ist. Dafür besitzen diese einfach keinen ausreichenden Kontrast.

 

Semi-gute Ausleuchtung

Die Ausleuchtung des AOC U32G3X ist wiederum semi-gut. Die hohe Helligkeit in Kombination mit der großen Bildfläche macht dies sicherlich auch für AOC nicht ganz einfach. So sind bei meinem U32G3X vor allem die oberen Ecken merklich etwas heller, wenn du dir ein Bild ansiehst, das überwiegend schwarz ist. Also nein, die Ausleuchtung ist nicht perfekt, allerdings abseits von irgendwelchen schwarzen Ladebildschirmen ist mir dies in der Praxis nicht groß aufgefallen. Wir haben hier keine massiven Lichtflecke oder Ähnliches.

 

Kontrast

Wo wir schon beim Kontrast sind, hier ist der AOC U32G3X auf den ersten Blick ein ganz klassischer IPS-Monitor. IPS-Monitore bieten meist einen Kontrast von 1:1000, was auch von AOC angegeben wird.

Hier passt auch alles. Der Monitor erreichte bei mir im Test einen Kontrast von 1:1040, was sich mit dem zu erwartenden Wert deckt.

 

In der Praxis

In der Praxis gefiel mir der AOC U32G3X sehr gut! So wirkte der Monitor vor allem sehr reaktionsfreudig. An meinem Gaming-PC nutze ich normalerweise einen 144 Hz Monitor mit VA-Panel. Hier war der AOC U32G3X mit seinem schnellen 144 Hz IPS-Panel doch merklich reaktionsfreudiger. Gerade in Bewegungen war die Klarheit gut bis sehr gut! Klar, mit seinen 144 Hz und 4K-Auflösung ist der AOC U32G3X kein absoluter eSport-Monitor, aber dieser schlägt sich in schnellen Spielen dennoch sehr gut. In grafisch aufwendigen Titeln fühlt er sich aber noch wohler aufgrund der starken Bildqualität. Gerade in so etwas wie Hogwarts Legacy oder Cyberpunk sieht der Monitor aufgrund seiner Größe und Helligkeit super aus. Bedenke allerdings, dass du hier auch ordentlich GPU-Power brauchst. Mehr als meine RTX 3070 teils zu leisten vermochte, aber dies ist natürlich kein Makel des Monitors.

Ansonsten gibt es nichts Besonderes oder Negatives zu berichten. Der Monitor hat sich in der Praxis gut und problemlos verhalten, auch was die automatische Umschaltung zwischen den diversen Anschlüssen angeht.

 

Fazit

Du suchst einen großen und hochauflösenden Gaming-Monitor? Dann ist der AOC U32G3X eine sehr gute Wahl! Gerade aus Sicht der Preis/Leistung kann dieser überzeugen. Wir haben hier ein sehr schnelles IPS-Panel mit 144 Hz und einer UHD-Auflösung. Dabei ist dieses auch qualitativ stark. 100% sRGB, 87% DCI-P3 und 81% AdobeRGB Farbraumabdeckung ist zwar etwas niedriger als vom Hersteller angegeben, aber dennoch für einen Gaming-Monitor sehr ordentlich. Dies in Kombination mit der guten Kalibrierung macht den U32G3X auch für Content Creation mehr als brauchbar.

Ein weiterer Pluspunkt ist die hohe Helligkeit von bis zu 394 cd/m² und die damit verbundenen passablen HDR-Fähigkeiten. Lediglich die Ausleuchtung könnte einen Hauch besser sein, ist aber auch alles andere als furchtbar. Auch ein USB-C-Port wäre nett gewesen. Abseits davon ist der AOC U32G3X ein super Monitor!

AOC U32G3X
Positiv
Hohe Auflösung: 4K UHD (3840x2160 Pixel)
Hohe Bildwiederholungsrate: 144 Hz
Hohe Farbraumabdeckung: 100% sRGB, 87% DCI-P3, und 82% AdobeRGB
Gute Helligkeit: 394 cd/m²
Adaptive Sync
Schnelles IPS Panel
Negativ
Ausleuchtung: Obere Ecken können bei schwarzen Bildern heller erscheinen
Kein USB-C-Anschluss: Könnte für Nutzer mit Notebooks nützlich sein
88

BOWERS & WILKINS Px7 S2e Review: Premium-Klang und Top-Tragekomfort

Mit dem Px7 S2e bietet der englische Audio-Hersteller BOWERS & WILKINS ein paar luxuriöse Bluetooth-Kopfhörer der gehobenen Klasse an. Diese sollen, wie es sich für einen Traditionshersteller wie BOWERS & WILKINS gehört, vor allem durch einen fantastischen Klang überzeugen.

Zudem sollen wir hier auch ein ANC auf Flaggschiff-Niveau und einen neuen 24-Bit-DSP, welcher aus dem großen Px8 (500€) übernommen wurde, haben. Aber wie sieht es in der Praxis aus? Wie gut sind die BOWERS & WILKINS Px7 S2e? Finden wir dies im Test heraus!

 

Die BOWERS & WILKINS Px7 S2e im Test

Der erste Eindruck der Px7 S2e fällt sehr positiv aus! So sind die Kopfhörer vergleichsweise kompakt und unaufdringlich gestaltet.

Wir haben hier zwar weiterhin große Over-Ear-Kopfhörer, aber verglichen mit den Teufel REAL BLUE PRO oder Sony WH-1000XM5 wirken diese etwas kleiner und „leichter“. Dies ist aber primär ein optischer Eindruck, denn mit 307 g sind diese sogar etwas schwerer als die beiden genannten Modelle. Dies spiegelt sich aber auch in der Verarbeitungsqualität und Haptik wider. So wirken gerade die Ohrmuscheln sehr gut und massiv gebaut.

Sie bestehen, zumindest äußerlich, auch aus Metall! Die Aufhängung, welche auch wie Metall aussieht, ist allerdings aus Kunststoff. Dennoch sind dies haptisch hervorragende Kopfhörer. Gesteuert werden sie über eine Vielzahl an Tasten, welche an beiden Ohrmuscheln angebracht sind. Die Steuerung der Px7 S2e ist absolut unproblematisch.

Auf Seiten der Anschlüsse haben wir genau einen USB-C-Port, welcher zum Laden der Kopfhörer genutzt wird. Mit einer Laufzeit von bis zu 30 Stunden laut Hersteller ist der Akku auch recht mächtig. Dies kann ich auch in der Praxis bestätigen, wo mich die Akkulaufzeit der Px7 S2e nie im Stich gelassen hat.

 

Tragekomfort

Der Tragekomfort ist ein großer Pluspunkt der BOWERS & WILKINS Px7 S2e. Diese könnten zwar einen Hauch leichter sein, aber die Ohrmuscheln sind ausreichend groß und auch die Polsterung so dick, dass meine Ohren nicht das Innere der Ohrmuscheln berühren.

Zudem ist der Anpressdruck ziemlich perfekt, also nicht zu stark, aber auch nicht zu schwach. Ebenso erwärmten sich meine Ohren unter den Kopfhörern relativ wenig, deutlich weniger als z. B. unter den Teufel REAL BLUE PRO. Von daher bin ich mit dem Tragekomfort der BOWERS & WILKINS Px7 S2e sehr zufrieden. Diese sind hier klar meine derzeitigen Lieblings-Bluetooth-Kopfhörer.

 

App

Natürlich bringen die BOWERS & WILKINS Px7 S2e auch eine App-Steuerung mit. Die BOWERS & WILKINS App ist allerdings eher etwas schwächer.

Diese erlaubt das Umschalten zwischen den diversen Modi wie auch das Anlegen eines sehr einfachen EQs. Mit sehr einfach meine ich, du kannst Höhen und Tiefen anheben und absenken. Für die meisten Nutzer ausreichend, aber nicht sonderlich umfangreich. Zudem erfordert die Nutzung der App zwingend eine Registrierung, was nervig ist.

 

ANC und Transparenz-Modus

Erfreulicherweise fällt das Fazit zum ANC und auch zum Transparenz-Modus der Kopfhörer deutlich positiver aus als zur App. Beginnen wir hier mit dem Transparenz-Modus, welcher deutlich besser ist, als ich es erwartet hätte!

Der Transparenz-Modus verstärkt Außengeräusche, sodass du trotz Kopfhörer noch deine Umgebung mitbekommst. Dies funktioniert wunderbar und auch sehr verzögerungsfrei. Auch das ANC, welches Umgebungsgeräusche ausblenden soll, funktionierte sehr gut! So schaffen es die Kopfhörer, die üblichen Brumm- und Surrgeräusche nahezu perfekt auszublenden und selbst Stimmen werden stark gedämpft. Lediglich helle Geräusche und Stimmen kommen durch das ANC hindurch. Weitere Pluspunkte: das ANC erzeugt kaum bis keine Nebengeräusche oder ein merkbares Rauschen. Kurzum, hier können die BOWERS & WILKINS Px7 S2e voll überzeugen.

 

Klang der BOWERS & WILKINS Px7 S2e

Kommen wir aber zum wichtigsten Punkt, dem Klang. Wie klingen nun die BOWERS & WILKINS Px7 S2e? Sehr gut! Die Kopfhörer haben einen sehr schön direkten Klang, mit einer fantastischen Spielfreude und Dynamik. Offen gesagt war ich hier etwas überrascht, denn bei einer ersten Frequenzmessung zeigten sich die Kopfhörer recht neutral.

Praktisch entwickeln diese vor allem bei höheren Lautstärken einen sehr druckvollen Bass.

Starten wir auch beim Bass.Dieser ist wunderbar satt, tief und voluminös. Dabei machen die Px7 S2e aber einen sehr guten Job darin, diesen zu kontrollieren. Der Bass wirkt zu jedem Zeitpunkt wohl kontrolliert und definiert. Dieser ist zwar subjektiv etwas angehoben, aber die BOWERS & WILKINS Px7 S2e sind jetzt auch keine „Bass-Bomber“.

Die Höhen auf der anderen Seite sind sehr klar, sauber und brillant! So haben sie eine wunderbare Brillanz und „Leichtigkeit“, wie auch Auflösung. Feine Details fransen nicht aus und klingen einfach luftig und leicht. Hierdurch klingen die Px7 S2e sehr spielfreudig und dynamisch. Wir haben generell einen recht leichten Klang mit hoher Auflösung, welcher aber mit einem satten Tiefbass und einem großen Klangvolumen kombiniert ist.

Verglichen mit den Teufel REAL BLUE PRO haben die Px7 S2e schon ein Stück weniger „Umpf“ im Bass, aber klingen besser aufgelöst und leichter. Bildlich gesprochen tanzen die Px7 S2e leichtfüßiger um den REAL BLUE PRO herum. Dennoch schafft es der Bass, wenn es darauf ankommt, einen mächtigen Druck und Tiefgang zu entwickeln. Beispielsweise in Songs wie Come Alive von Pendulum zeigen die Px7 S2e absolut ihre Stärken. Der Bass ist satt und knackig, die Höhen klar, scharf und direkt, aber auch nicht zu spitz. Abgerundet wird dies durch die fantastische Auflösung und perfekte Pegelfestigkeit.

 

Fazit

Die BOWERS & WILKINS Px7 S2e* sind derzeit die Bluetooth-Kopfhörer meiner Wahl. Diese sind für mich einfach sehr stimmig. Angefangen beim Tragekomfort. So sind die Kopfhörer relativ kühl und luftig für Over-Ear-Modelle und auch generell angenehm auf dem Kopf.

Ja, sie könnten etwas leichter sein, aber dafür fühlen sich die Kopfhörer auch wertig an. Das Wichtigste ist aber der Klang. Prinzipiell haben die BOWERS & WILKINS Px7 S2e einen etwas leichteren und „luftigeren“ Klang, mit hoher Präzision, Klarheit und Auflösung. Einzelne Klangelemente werden fein abgebildet und klingen gut sortiert. Kombiniert wird dieser etwas luftige Grundton aber mit einem satten und tiefen Bass. Die Kopfhörer ziehen den Klang jetzt nicht künstlich „in die Tiefe“, aber wenn ein Song einen satten Bass-Schlag oder Beat hat, kann dieser perfekt abgebildet werden.

Der Bass ist, wenn es darauf ankommt, herausragend! Über die App kannst du den Bass auch noch etwas boosten, aber generell magst du einen etwas luftigeren Klang kombiniert mit sattem Bass, dann bist du bei den BOWERS & WILKINS Px7 S2e an der richtigen Adresse. Weitere Pluspunkte gibt es für das gute ANC und den sehr guten Transparenz-Modus. Vielleicht können die Px7 S2e hier nicht ganz mit den Sony WH-1000XM5 mithalten, sind aber dennoch klar auf „Flaggschiff-Niveau“. Kurzum, ich bin von den BOWERS & WILKINS Px7 S2e richtig begeistert!

 

BOWERS & WILKINS Px7 S2e
Positiv
Fantastischer Klang: Direkter, dynamischer und präziser Sound mit hervorragender Basskontrolle und klaren Höhen.
Hochwertige Verarbeitung
Komfortabler Tragekomfort
Gutes ANC
Gute Akkulaufzeit
Guter Transparenz-Modus
Negativ
App-Funktionalität: sehr einfache EQ-Einstellungen, erfordert Registrierung.
Gewicht: Mit 307 g etwas schwerer als vergleichbare Modelle
93

WD Blue SN5000 4TB SSD Test: QLC-SSD mit überraschender Performance

0

Mit der 4TB-Version der SN5000 hat WD eine interessante SSD auf den Markt gebracht. Bisher haben die SSDs der WD Blue-Serie immer auf TLC NAND gesetzt. Auch die 500GB-, 1TB- und 2TB-Version der SN5000 setzen auf TLC NAND. Allerdings setzt die „große“ Version der WD Blue SN5000 mit 4TB auf den neuen BiCS6 QLC NAND.

QLC NAND ist so eine Sache. In der Theorie ist dieser deutlich langsamer und weniger haltbar als TLC. Allerdings haben wir hier die neueste Generation von QLC NAND. Wollen wir uns einmal im Test ansehen, wie gut die WD Blue SN5000 4TB ist und wie hoch die konstante Leistung des BiCS6 QLC NAND ist. An dieser Stelle vielen Dank an Western Digital für das Ausleihen der SSD für diesen Test.

 

Die WD Blue SN5000 4TB im Test

Etwas, was mich bei Western Digital SSDs etwas stört, ist das Design. So entspricht das Bild auf der Box und im Marketingmaterial nicht der Realität.

Auch die SN5000 setzt auf einen deutlich kleineren und einfacheren Aufkleber, welcher weniger imposant aussieht als auf den Bildern des Herstellers. An sich spielt das natürlich keine Rolle, ist aber dennoch schade. Immerhin haben wir ein schönes schwarzes PCB. Ansonsten ist die WD Blue SN5000 eine recht klassische M.2 2280 NVME SSD.

Auffällig ist, wie wenig Komponenten die SSD besitzt. Trotz der Kapazität von 4TB haben wir lediglich 2 Speicherbausteine und einen Controller.

 

Technik der SN5000 4TB

Die WD Blue SN5000 4TB ist eine M.2 NVME SSD, die auf die PCIe 4.0 x4 Schnittstelle setzt. Diese ist dabei keine High-End SSD, sondern eher als zusätzlicher Datenspeicher oder für kostenoptimierte Systeme gedacht und gemacht. Entsprechend sind auch die Datenraten laut Hersteller weniger imposant.

Lesend Schreibend
500 GB 5000 MB/s 4000 MB/s
1 TB 5150 MB/s 4900 MB/s
2 TB 5150 MB/s 4850 MB/s
4 TB 5500 MB/s 5000 MB/s

So erreichen alle Versionen der SSD um die 5000 MB/s lesend wie auch schreibend. Obwohl die 4TB-Version die einzige ist, die auf QLC-NAND setzt, ist sie auf dem Papier mit 5500 MB/s lesend und 5000 MB/s schreibend sogar die schnellste. Als Controller kommt dabei eine Western Digital Eigenentwicklung zum Einsatz. Dieser verzichtet auf einen DRAM-Cache.

 

TLC und QLC

Bei der 500GB-, 1TB- und 2TB-Version der SN5000 kommt klassischer BiCS5, 112 Layer, TLC NAND zum Einsatz, wie wir diesen aus einer Vielzahl an anderen SSDs wie der WD SN580 kennen. Bei der 4TB-Version hingegen wird erstmalig der neue BiCS6 162 Layer QLC NAND genutzt. Grundsätzlich ist TLC QLC NAND vorzuziehen, dennoch wird es interessant zu sehen, wie gut oder schlecht die SSD im Test wirklich abschneidet.

 

TBW und Garantie

Ein Nachteil von QLC NAND ist die schlechtere Haltbarkeit. Zumindest bei den ersten QLC Modellen war dies noch deutlich der Fall. Mittlerweile gibt es aber auch schon die ersten Enterprise QLC SSDs, welche bei der Haltbarkeit nicht viel schlechter sind als TLC Modelle. Auf dem Papier sieht die SN5000 4TB hier auch recht gut aus!

Western Digital gibt bei der SSD einen TBW-Wert von 1200 TB an, was beispielsweise genauso viel ist wie bei der Samsung 990 Pro, welche als eine der haltbarsten SSDs gilt. Allerdings ist Samsung auch immer sehr konservativ bei der Angabe des TBW-Werts. Spannender ist der Vergleich mit der Crucial P3 Plus, welche auch QLC NAND nutzt und mit 800 TB schon einen etwas niedrigeren TBW-Wert besitzt. Allerdings ist der TBW-Wert in der Praxis eher als Mindesthaltbarkeit in Anbetracht der Garantie anzusehen, als eine wirkliche Angabe zur Haltbarkeit. Ansonsten haben wir die üblichen 5 Jahre Garantie.

 

Benchmarks der SN5000 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter „optimalen“ Bedingungen voll auszureizen und somit die Herstellerangaben zu überprüfen.

Erstmal Daumen hoch für die SN5000 und Western Digital, denn die SSD konnte im Test die beworbenen Leistungswerte erreichen bzw. leicht übertreffen. So schaffte die SN5000 5548 MB/s lesend und 5085 MB/s schreibend. Allerdings müssen wir natürlich dazu sagen, dass dies keine besonders imposanten Werte sind. Die SN5000 ist eine preisorientierte SSD und ist daher eher im Mittelfeld einzuordnen, wo sie auch landet.

CrystalDiskMark bietet auch die Möglichkeit, IOPS und die Zugriffszeit zu messen. Dieser Test ist etwas speziell und scheint gewisse Hersteller zu bevorzugen. So schneiden hier Samsung SSDs beispielsweise immer extrem schlecht ab. Die WD Blue SN5000 4TB hingegen setzt sich sogar ins obere Drittel des Testfeldes.

In AS SSD landet die SN5000 wieder im mittleren Drittel, wo die SSD immerhin die ältere WD Black SN850 schlagen kann.

Dieses Abschneiden im Mittelfeld bestätigt sich zu guter Letzt auch im Anvil’s Storage Utilities Benchmark.

 

PC Mark

Der PC-Mark-Test zielt mit seinem Speicher-Benchmark darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Büroanwendungen und Spiele zu simulieren. Entsprechend präsentiert sich dieser Test etwas alltagsnäher als reine „Benchmarks“, wie wir sie zuvor hatten. Es stehen drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Und wie auch schon im 3D Mark Test schneidet die SN5000 ein gutes Stück besser ab als es eigentlich zu erwarten wäre, von einer SSD in dieser Leistungsklasse! Dies auch in allen drei Testkategorien. Gerade beim „Full“-Benchmark hätte ich erwartet, dass diese etwas einbricht, was aber offensichtlich nicht der Fall ist.

 

3D Mark SSD Test

Wo PC Mark die Allround-Leistung eines Systems messen soll, spezialisiert sich 3DMark hingegen auf die Messung von Spieleladezeiten. Diese werden dabei intern richtig „simuliert“ und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung. Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Laden von Battlefield™ V vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Call of Duty®: Black Ops 4 vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Overwatch® vom Start bis zum Hauptmenü
  • Aufzeichnen eines 1080p-Gameplay-Videos bei 60 FPS mit OBS (Open Broadcaster Software) während des Spielens von Overwatch®
  • Installieren von The Outer Worlds® aus dem Epic Games Launcher
  • Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds®
  • Kopieren des Steam-Ordners für Counter-Strike®: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk

Hier sehen wir ein leicht überdurchschnittliches Abschneiden. So sortiert sich die SN5000 oberhalb der Lexar NM790 und unterhalb der Corsair MP600 Pro XT ein. Damit spielt sie in dem Test ein gutes Stück oberhalb der eigentlich zu erwartenden Leistung.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpackleistung im Detail

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Auch in diesem praxisnahen Test schneidet die SSD erstaunlich gut ab. Die SN5000 kann sich relativ weit vorne platzieren, auch vor einigen SSDs, die eigentlich schneller sein müssten. Möglicherweise lag CrystalDiskMark mit seinen guten IOPS-Werten und Zugriffszeiten doch nicht so falsch und dies hilft hier der SN5000, ihre eigentlich mittelmäßigen Datenraten zu kompensieren.

 

Performance bei konstanter Last

Kommen wir zum Abschluss noch auf einen der wichtigsten Punkte zu sprechen, den SLC Cache. Auch wenn es manchmal unglaublich erscheint, moderner NAND ist schreibend um einiges langsamer, als wir es teils denken. So schafft kaum eine SSD konstant über 2000 MB/s. Alles darüber hinaus ist in der Regel ein sogenannter SLC Cache. Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC oder QLC NAND, welcher entsprechend mit 3 oder 4 Bit pro Zelle beschrieben wird. Je mehr Bits wir in eine Zelle schreiben, desto komplexer wird der Schreibvorgang, was diesen langsamer macht. Dabei potenziert sich das Problem, je mehr Bits wir pro Zelle schreiben. Entsprechend sind QLC SSDs nach dem Cache oftmals extrem langsam! Wir sprechen hier teils von unter 100 MB/s, wie es bei der Crucial P3 der Fall ist. Entsprechend waren QLC SSDs für konstante Schreiblasten absolut nicht zu gebrauchen. Wie steht es nun um die WD Blue SN5000 4TB, die ja auch auf QLC NAND setzt? Um dies zu testen, schreibe ich die SSD mithilfe eines Programmes einmal komplett voll und logge die Geschwindigkeit mit.

Der SLC Cache der SN5000 4TB ist ca. 700 GB groß. Nach dem SLC Cache bietet die SSD weiterhin ca. 500 MB/s Schreibrate. Dies ist für eine QLC SSD eine sehr hohe Datenrate! Beispielsweise erreicht die Crucial P3 Plus nach dem SLC Cache nicht mal 100 MB/s.

Damit hat die SN5000 eine höhere konstante Datenrate als die WD SN580, obwohl diese über TLC NAND verfügt, beeindruckend!

 

Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung

Die Ermittlung des Stromverbrauchs von M.2 SSDs stellt eine Herausforderung dar. Um dies zu bewerkstelligen, wende ich eine besondere Methode an: Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME SSD-Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Eine exakte Messung ist zwar aufgrund der Limitierung der SSD-Leistung auf 1000 MB/s nicht möglich, aber die Ergebnisse bieten dennoch einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es empfiehlt sich daher, weniger auf absolute Werte zu fokussieren, sondern eher einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um einzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie benötigt. Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann eine Differenz von nur +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde beeinflussen.

Erfreulicherweise ist der Stromverbrauch der SN5000 generell auf einem recht niedrigen Level.

Dies gilt auch für die Leistungsaufnahme über die Zeit. Hier habe ich die Leistungsaufnahme bei einem Durchlauf von CrystalDiskMark gemessen und erneut gehört die SN5000 zu den sparsamen SSDs. Entsprechend ist auch ihre Hitzeentwicklung vergleichsweise gering.

 

Fazit zur WD SN5000

Als ich gesehen hatte, dass die 4TB-Version der SN5000 auf QLC NAND setzt, dachte ich, dass diese SSD zu vermeiden wäre oder aufgrund des QLC NANDs und dessen Limitierungen ähnlich wie die Crucial P3 nur bedingt zu empfehlen ist.

Allerdings habe ich mich geirrt! Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass dies die beste QLC SSD ist, die ich bisher in den Fingern hatte. So erreicht sie selbst bei konstanter Schreiblast mit +- 400 – 500 MB/s beachtliche Werte, nach dem SLC Cache. Auch in anderen Tests schneidet die SSD ordentlich ab, deutlich besser als die „alte“ WD Blue SN580. Nein, es ist weiterhin keine „High-End“ SSD, aber als „Datengrab“ oder Ort für Spiele-Installationen usw. ist sie hervorragend geeignet, genau wie für einfachere Notebooks, aufgrund der niedrigen Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung.

Etwas problematisch ist aber noch der Preis. Zum Zeitpunkt des Tests (01.08.2024) ist die 4TB-Version der SN5000 mit rund 320€ noch etwas teuer, zu teuer. So bekommst du die in allen Belangen bessere WD_BLACK SN850X für weniger Geld. Sollte sich die WD SN5000 preislich der Crucial P3 (Plus) annähern, dann ist diese mit gutem Gewissen zu empfehlen, denn sie ist klar besser als die Crucial P3 Plus.

 

WD SN5000
Positiv
In der Praxis gute Leistung
Geringe Hitzeentwicklung
Niedriger Stromverbrauch
Beste QLC SSD
Für QLC NAND hohe konstante Schreibrate......
Negativ
......aber mit 530 MB/s nach dem Cache auch nicht überragend
Preis: Zum Zeitpunkt des Tests (01.08.2024) noch etwas teuer im Vergleich zu leistungsstärkeren Modellen wie der WD_BLACK SN850X
Kein DRAM-Cache
80

Meaco Sefte 10 Ventilator Test: Der leiseste und leistungsstärkste Ventilator 2024

Endlich ist das warme Wetter da! So schön dieses auch ist, gerade am Arbeitsplatz oder auf der Couch ist doch Abkühlung etwas Schönes. Klimaanlagen sind in Deutschland ja nicht ganz so weit verbreitet und zugegeben auch große Stromschlucker, daher muss es meistens ein Ventilator tun.

Vielleicht hast du hier auch noch so ein altes knarzendes Ding, welches vielleicht auch nicht mehr ganz rund läuft. Da gibt es aber Besseres! Den Sefte 10 von Meaco zum Beispiel. Suchst du einen super leisen und dabei auch sehr kräftigen Ventilator, dann solltest du weiterlesen, denn der Meaco Sefte 10 ist der bisher beste Ventilator, den ich in den Fingern hatte! An dieser Stelle vielen Dank an Meaco für das Zurverfügungstellen des Sefte 10.

 

Der Meaco Sefte 10 im Test

Meaco bietet den Sefte 10 in zwei Versionen an: einerseits als Standventilator und andererseits als Tischventilator. Letztere Version habe ich hier im Test.

Das Herzstück des Sefte 10 ist der 30 cm große Rotor, welcher wie üblich durch einen Kunststoff-Korpus vor versehentlichen Berührungen geschützt ist.

Angebracht ist dieser auf einem recht großen Sockel, welcher für einen stabilen Stand sorgt.

 

Steuerung und Display

Für die Steuerung des Ventilators gibt es auf der Front satte 7 Touch-Tasten. Alternativ zu diesen liegt auch eine IR-Fernbedienung bei. Ebenfalls auf der Front haben wir ein Display, das die aktuelle Leistung anzeigt, wie auch die aktuelle Temperatur.

Dieses Display wird im “Nacht-Modus” stark gedimmt, sodass es nicht stört.

 

Automatisches Drehen und Schwenken

Im Meaco Sefte 10 stecken zwei zusätzliche Motoren, welche auf Wunsch den Ventilator horizontal und/oder vertikal schwenken lassen. Dabei kannst du in drei Stufen jeweils wählen, wie weit sich der Ventilator drehen soll.

Horizontal: 30° / 75° / 120°
Vertikal: 20° / 30° / 65°

Der Motor für diese Bewegung ist absolut lautlos und die Bewegung wunderbar weich und flüssig.

 

Herausragende Leistung

Meaco bewirbt den Ventilator mit einer Leistung von bis zu satten 1140 m³ / Stunde. Leider kann ich diesen Wert nicht genau nachprüfen, aber ich kann die Windgeschwindigkeit messen. Folgende Werte sind auf eine Distanz von 30 cm von mir gemessen.

So erreichte der Ventilator in der Spitze satte 21,63 km/h. Dies ist stark! Damit erzeugt er mehr als nur eine kleine Brise, auf Stufe 12 ist dieser durch ein komplettes Wohnzimmer hindurch zu spüren.

An meinem Schreibtisch habe ich ihn meist auf Stufe 1-2 genutzt, was bereits völlig ausreicht. Dabei ist allerdings der Windkegel relativ fokussiert. Du musst schon direkt im Schein des Ventilators sitzen, um den Wind richtig abzubekommen. Dann ist er aber selbst auf Distanz sehr kräftig!

 

Lautstärke

Erfreulicherweise ist der Meaco Sefte 10 dabei aber relativ leise! Auf Stufe 1 ist dieser beispielsweise kaum bis gar nicht hörbar. So ab Stufe 4-5 wird dieser erst langsam so richtig „präsent“.
Hier ein paar Lautstärkemessungen, 30 cm zur Seite hin.

Auf voller Leistung ist dieser natürlich deutlich hörbar, aber die meisten Geräusche stammen halt vom Luftstrom und nicht vom eigentlichen Motor. So erzeugt der Meaco Sefte 10 ein sehr gleichmäßiges Summen, welches zudem auch recht tief ist und somit nicht aufdringlich.

 

Stromverbrauch

Der größte und wichtigste Vorteil eines Ventilators gegenüber einer Klimaanlage ist der Stromverbrauch. Hier war ich offen gesagt etwas überrascht, denn Meaco wirbt mit folgendem:
“Sehr energieeffizient: nur 7 – 26 Watt”
Hier war ich überrascht, denn 7 Watt im Minimum ist für einen Ventilator relativ viel. Aber was konnte ich nun messen?

Und diese Werte sehen doch um einiges besser aus! Auf der niedrigsten Stufe benötigte der Ventilator gerade einmal 2,5 W, was schön wenig ist! Auf voller Leistung steigt der Verbrauch auf rund 19 W an, was in Anbetracht der Leistung mehr als plausibel ist.

 

Fazit

Du suchst einen klassischen Ventilator? Dieser soll möglichst leise, aber dennoch kräftig sein? Dann kann ich den Meaco Sefte 10 mit gutem Gewissen empfehlen! Dies ist der beste Ventilator, den ich bisher in den Fingern hatte, aus Sicht des Verhältnisses von Lautstärke zu Leistung.

So ist der Meaco Sefte 10 sehr leise und hat vor allem ein recht angenehmes Motorgeräusch. Dabei hat er aber auch vergleichsweise viel Power. Selbst auf der niedrigsten Stufe erzeugt dieser einen recht starken Luftstrom, welcher beispielsweise am Schreibtisch gut ausreicht. Weitere Pluspunkte gibt es für die Dreh- und Schwenkfunktion, wie auch die Fernbedienung und den niedrigen Stromverbrauch. Kurzum, mit knapp über 100 € ist der Meaco Sefte 10 sicherlich kein absolutes Schnäppchen, aber viel besser kann ein klassischer Ventilator nicht sein.

 

Meaco Sefte 10
Positiv
Sehr leise: Auf niedrigen Stufen kaum hörbar, selbst auf höheren Stufen bleibt das Geräusch angenehm
Leistungsstark: Erzeugt eine starke Brise, die auch über größere Distanzen spürbar ist
Energieeffizient: Niedriger Stromverbrauch, insbesondere auf den niedrigen Stufen
Modernes Design: Ansprechende Optik
Motor zum Drehen und Schwenken
Mit Fernbedienung
Negativ
Preis: Mit knapp über 100 € ist der Ventilator kein Schnäppchen
90