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FOSSiBOT F2400 Powerstation Test: Leistung, Kapazität und Effizienz im Überblick

Mit der F2400 bietet FOSSiBOT eine Powerstation mit satten 2048 Wh Kapazität und einer Ausgangsleistung von mächtigen 2400 W an. Dabei kannst du die FOSSiBOT F2400 für unter 1000€ bekommen, was ein sehr guter Preis für eine Powerstation mit dieser Kapazität ist. Zudem soll die Powerstation in gerade einmal 2 Stunden komplett geladen werden, und dies trotz des LiFePO4-Akkus.

Wollen wir uns einmal im Test ansehen, wie gut oder schlecht die Powerstation ist! Kann die FOSSiBOT F2400 im Test überzeugen? An dieser Stelle vielen Dank an FOSSiBOT für das Zurverfügungstellen der F2400 für diesen Test.

 

FOSSiBOT F2400 Test

Mit einer Kapazität von 2048 Wh und einer Ausgangsleistung von 2400W ist die F2400 natürlich schon ein etwas größerer Brocken. So misst diese 386 mm × 284 mm × 321 mm und bringt satte 22 kg auf die Waage.

Das Design der Powerstation ist dabei recht klassisch. Wir haben die übliche Kastenform und ein Gehäuse aus adäquatem Kunststoff. Dabei besitzt die Powerstation zwei integrierte Handgriffe auf der Oberseite, welche den Transport etwas erleichtern.

Wobei dies natürlich relativ ist, denn mit 22 kg ist die Powerstation nicht sonderlich portabel. Aber um diese in ein Auto oder in den Garten zu transportieren, reicht es.

 

Anschlüsse der F2400

Die Ausgänge der F2400 Powerstation sind auf der Front und der rechten Seite angebracht. Dort finden wir folgende Ports:

  • 3x 230V Steckdosen mit bis zu 2400 W
  • 2x DC5521 DC Ausgänge mit 12V/3A
  • 1x Zigarettenanzünder 12V/10A
  • 1x XT-60 12V/25A Ausgang
  • 2x USB A Quick Charge 3.0 Ports
  • 3x USB C 20W Ports
  • 1x USB C 100W Port

Damit hat die F2400 eine fantastische Ausstattung an Ausgängen! Hier ist praktisch alles, was du dir wünschen kannst, angefangen bei den starken Steckdosen und dem 100W USB-C-Port.

Die Eingänge zum Laden der Powerstation sind auf der linken Seite unter einer Klappe angebracht:

  • AC Eingang – 1100 W
  • DC Eingang (XT90) – 500 W

Erfreulicherweise ist das Netzteil bereits in der F2400 integriert, welches zudem mit 1100W recht leistungsstark ist. Zudem haben wir noch einen 500W XT90 DC Eingang. Laut Hersteller soll die Powerstation mit bis zu 1600 W geladen werden.

 

Mit Display

Wie die meisten großen Powerstations verfügt auch die FOSSiBOT F2400 über ein Display, welches dir Informationen anzeigt. Hierzu zählen:

  • Ladestand in %
  • Verbliebene Lade-/Nutzungsdauer
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Aktive Anschlüsse
  • Fehlermeldungen

Das Display der FOSSiBOT F2400 ist dabei überdurchschnittlich groß und gut ablesbar.

 

USB-C (mit bis zu 100W)

Die FOSSiBOT F2400 Portable Power Station verfügt über 3x 20W USB-C-Ports und einen schnellen 100W-Port. Im Test konnte der USB-C auch wirklich sauber 100W nach dem USB Power Delivery Standard liefern. Entsprechend funktionierte dieser auch problemlos mit dem Dell XPS 13, iPhone 15 Pro Max und Samsung S24 Ultra.

Dabei unterstützt der USB-C-Port auch PPS: 3,3-21V bei bis zu 5A.

Dies ist die volle PPS-Range, womit die Powerstation auch beispielsweise Smartphones wie das S24 Ultra mit vollem Tempo laden kann. Mehr Infos zu PPS findest du hier: USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS Übersicht und Info.

 

Mit LiFePO4-Zellen!

FOSSiBOT verwendet bei der F2400 LiFePO4-Akkuzellen. Aber was bedeutet das genau? LiFePO4-Zellen bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lithium-Ionen-Zellen mehrere Vorteile:

  1. Höhere Zyklenfestigkeit: Durch eine stabilere chemische Struktur können sie viel mehr Lade- und Entladezyklen durchlaufen, bevor ihre Kapazität erheblich nachlässt. Konkret können LiFePO4-Zellen etwa 3500+ Zyklen erreichen, während Lithium-Ionen-Zellen oft nur etwa 500 Zyklen schaffen.
  2. Sicherheit: LiFePO4-Zellen können nicht thermisch durchgehen, was das Risiko von Überhitzung und Bränden reduziert.
  3. Umweltfreundlichere Zusammensetzung: Im Gegensatz zu anderen Lithium-Ionen-Batterien enthalten sie keine giftigen Schwermetalle wie Kobalt, was sie umweltfreundlicher und leichter zu recyceln macht.

Trotz dieser Vorteile haben LiFePO4-Zellen auch einige Nachteile. Sie sind bei gleicher Kapazität etwa 20-30% größer und schwerer als Lithium-Ionen-Zellen. Außerdem dürfen LiFePO4-Zellen nicht bei Temperaturen unter 0 Grad Celsius geladen werden, obwohl das Entladen bei solchen Temperaturen möglich ist.

Zusammengefasst sind LiFePO4-Zellen eine hervorragende Wahl für Anwendungen, bei denen Sicherheit, Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit wichtiger sind als das Gewicht und die Größe des Akkus. Daher bevorzuge ich auch klar diesen Akku-Typ in Powerstations.

 

Kapazität der F2400

Laut Hersteller soll die F2400 eine Kapazität von 2048 Wh haben, was sehr ordentlich ist! Damit gehört diese klar zu den größeren Modellen im Handel. Allerdings ist dies auch nur die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Je nachdem, über welchen Anschluss du die Powerstation entlädst, muss die Spannung der Akkuzellen mal mehr oder weniger aufwändig gewandelt werden. Entsprechend fällt die effektiv nutzbare Kapazität bei Powerstations immer ein Stück niedriger aus.

Ich habe die Kapazität der Powerstation bei verschiedenen Laststufen und an diversen Anschlüssen gemessen:

Im Test schwankte die nutzbare Kapazität der F2400 zwischen 1512 Wh und 1807 Wh, was einer Spanne von 74% bis 88% der Herstellerangabe entspricht. Dies ist ein gutes Abschneiden! Die „minimalen“ 1512 Wh wurden dabei bei einer Last von lediglich 100W über die Steckdose gemessen, was für viele Powerstations der Worst Case ist, langsam über Steckdosen entladen zu werden. Spannenderweise konnte ich die beste Kapazität beim 100W-Entladen über den USB-C-Port messen. Hast du also ein Notebook, das auch via USB-C geladen werden kann, nutze den USB-C-Port der Powerstation und nicht ein gesondertes Netzteil. Dies steigert die Effizienz deutlich.

 

Problemlose Steckdosen

Die 3 Steckdosen der F2400 bieten eine Leistung von bis zu 2400W bzw. kurzzeitig bis zu 4800W. Dabei ist natürlich eine reine Sinuswelle vorhanden. In meinem Test habe ich die Steckdosen mit diversen kleineren Netzteilen (Notebook und Mini-PCs) sowie mit Werkzeug-Ladegeräten (Einhell) und einem Heizlüfter getestet.

Dabei konnten die Steckdosen wirklich 2400W liefern, und es gab keine Auffälligkeiten oder Anomalien. Alle Geräte haben sich soweit normal und unauffällig verhalten. Probleme mit einem höheren Anlaufstrom schien die Powerstation dabei nicht zu haben, zumindest die bis zu 2500W meines Heizlüfters wurden problemlos ausgehalten.

 

Dezente Lüfter

Etwas ungewöhnlich sind die Lüfter der FOSSiBOT F2400. Diese sind an den Seiten unter zwei Klappen angebracht, welche du im Betrieb manuell öffnen musst. Vermutlich sollen diese beim Wasserschutz helfen. Hier sehe ich aber das Potenzial, dass dies vergessen wird und die Powerstation überhitzt. Prinzipiell sind die Lüfter der Powerstation sehr dezent! Selbst bei Volllast sind diese vergleichsweise ruhig. Allerdings springen die Lüfter unter 500W Last fast gar nicht an. Daher halte ich die Lüfter für kein großes Problem, und diese sind eher ein Vorteil.

 

Laden mit bis zu 1100W!

Die F2400 hat bereits ein Netzteil integriert, welches die Powerstation mit bis zu 1100W an einer Steckdose laden kann. Beeindruckend!

Spannenderweise kannst du die Leistungsaufnahme der Powerstation mithilfe eines Drehrads auf der Front auch reduzieren. So stehen hier folgende Stufen zur Auswahl:

  • 1100W
  • 900W
  • 700W
  • 500W
  • 300W

Wann ist dies praktisch? Einerseits ist langsames Laden immer etwas schonender, zum anderen kann dies praktisch sein, wenn du beispielsweise die Powerstation an einem Inverter lädst, den du nicht überfordern willst. Dies ist eine Funktion, die ich sehr begrüße!

 

Wie lange dauert das Laden der FOSSiBOT F2400?

Aber wie lange dauert das Laden der Powerstation nun? Um dies herauszufinden, habe ich ihre Leistungsaufnahme geloggt.

FOSSiBOT F2400 Ladedauer

So können wir sehen, dass eine vollständige Ladung der FOSSiBOT F2400 im 1100W-Modus rund 2:45 Stunden dauert, was bei einer Powerstation mit 2048 Wh Kapazität doch recht schnell ist! Was wir aber auch sehen können, ist, dass es nach ca. 30 Minuten zu kleineren Aussetzern kommt. Diese wären möglicherweise als temperaturbedingte Drosselungen einzustufen. Um dies zu testen, habe ich auch mal einen Ladevorgang mit 700W geloggt.

Und hier können wir sehen, dass es nicht zu diesen Einbrüchen kommt. Dennoch dauert der Ladevorgang mit 3:45 Stunden natürlich ein Stück länger.

 

Laden via DC / Solar?

Natürlich kann die FOSSiBOT F2400 nicht nur über die Steckdose geladen werden, sondern auch über DC-Quellen, also den KFZ-Zigarettenanzünder im Auto oder via Solar. Hierfür haben wir einen universellen XT90-Anschluss (ein Standardanschluss), welcher 11,5 – 50V und maximal 20A bzw. 500W unterstützt.

Damit hat die FOSSiBOT F2400 einen sehr mächtigen DC-Eingang! Im Lieferumfang liegen auch ein XT90-zu-KFZ-Stecker sowie ein XT90-zu-MC4-Adapter bei. So kannst du problemlos universelle Solarpanels an der Powerstation nutzen. Dabei hat die Powerstation einen MPPT-Controller integriert. Bei mir funktionierte die Powerstation in Kombination mit einem 200W-Panel (0815 Solarpanel) absolut ohne Probleme. Beim Laden an einer 12/13V-Quelle (wie in einem Auto) lag die maximale Leistungsaufnahme bei ca. 100W, was so weit passt.

 

Nutzung als USV / gleichzeitig Laden und Entladen

Es ist problemlos möglich, die FOSSiBOT F2400 gleichzeitig zu laden und zu entladen, egal ob via Solar oder über die Steckdose. Auch ist es möglich, die F2400 als USV zu nutzen. Im Test funktionierte dies mit einem PC auch problemlos, und es gab beim Umschalten keine Probleme. Je nachdem wie sensibel deine Geräte bzw. die Netzteile deiner Geräte sind, kann das natürlich immer noch anders aussehen, aber bei mir im Test war die Umschaltzeit für meine Geräte schnell genug.

Bei mir schwankte die Effizienz dabei zwischen 76% und 98%, je nach Last, was sogar ziemlich gut ist!

 

Fazit zur FOSSiBOT F2400

Ich bin mit der FOSSiBOT F2400 richtig zufrieden, vor allem wenn wir den Preis bedenken! Diese Powerstation ist zum Zeitpunkt des Tests für klar unter 1000€ zu bekommen.

Für eine Powerstation mit 2048 Wh und 2400 W Ausgangsleistung ist das schon ein sehr guter Preis! Im Test erreichte die Powerstation dabei eine maximale nutzbare Kapazität von bis zu 1807 Wh. Dies entspricht 88% der Herstellerangabe, was ein gutes Abschneiden ist. Hinzu kommen die vielfältigen Anschlüsse, angefangen bei den 3x Steckdosen über die diversen USB-C-Ports mit bis zu 100W, den XT60-Ausgang, KFZ-Ausgang usw. Dabei funktionierten im Test alle Anschlüsse absolut problemlos!

Auch das Laden der Powerstation selbst ging wunderbar schnell im Test mit bis zu 1100W an der Steckdose und bis zu 500W über den DC-Eingang. Dank der hohen DC-Eingangsleistung ist die Powerstation auch wunderbar als „Solargenerator“ geeignet, zumal wir hier auch die haltbaren LiFePO4-Zellen haben. Weitere Pluspunkte sind die niedrige Lautstärke, das umfangreiche Display, der Lieferumfang und die gute USV-Funktionalität. Was spricht gegen die FOSSiBOT F2400? Eigentlich nicht viel. Die Powerstation ist sehr groß und schwer, das war es aber auch schon. Ansonsten habe ich nichts Großes zu bemängeln!

Also von daher von mir ein Kauftipp!

FOSSiBOT F2400
POSITIV
Hohe Kapazität und Leistung
Vielfältige Anschlüsse
Kann in ca. 2:45 Stunden vollständig geladen werden
Hochwertige LiFePO4-Akkuzellen
Niedrige Lautstärke
Gute USV-Funktion
Für unter 1000 € erhältlich, was für die gebotene Leistung und Kapazität ein sehr guter Preis ist
NEGATIV
Große und schwere Bauweise
Manuelle Lüfterklappen
92

Beyerdynamic MMX 300 Pro: Detaillierter Test und Erfahrungen zum Nachfolger der MMX 300

Die MMX 300 sind ein legendäres Gaming-Headset, welches seit vielen Jahren auf dem Markt ist. Nun hat Beyerdynamic aber einen Nachfolger für die Legende vorgestellt, das MMX 300 Pro. Dieses setzt weiterhin auf das Erfolgsrezept des Vorgängers. So haben wir hier geschlossene HiFi-Kopfhörer, welche mit einem hochwertigen Mikrofon ausgestattet sind. Diese Kombination sorgte schon beim alten MMX 300 für eine Klangqualität, die bis heute die meisten Gaming-Headsets schlagen kann. Allerdings setzen die neuen MMX 300 Pro auf die verbesserten STELLAR.45-Treiber aus der „Pro X“-Serie von Beyerdynamic.

Wollen wir uns im Test ansehen, ob die neuen MMX 300 Pro ebenfalls überzeugen können und welche Verbesserungen es gibt! An dieser Stelle vielen Dank an Beyerdynamic, die mir das Headset für einen Test zur Verfügung gestellt haben.

 

Der Nachfolger der MMX 300 im Test: die Beyerdynamic MMX 300 Pro

Das Design der MMX 300 Pro ist absolut Beyerdynamic-typisch. So haben wir komplett runde Ohrmuscheln, die schlicht, aber massiv designt sind.

Passend zu dem geschlossenen Design des Headsets sind auch die Rückseiten der Ohrmuscheln komplett glatt und es gibt hier lediglich ein kleines Beyerdynamic-Logo/Schriftzug mit orangenem Akzent. Auf der Rückseite der einen Ohrmuschel ist dabei aber natürlich die Halterung für den Mikrofonarm zu finden.

Dieser ist frei flexibel und lässt sich hochklappen. Es gibt hierbei aber keine automatische Abschaltung oder Ähnliches.

In diesem Punkt sind die MMX 300 Pro recht puristisch und einfach. Es gibt hier wenig „besondere“ Features, es ist einfach ein gut gebautes und massives Headset. Ich würde sogar sagen, dieses ist „für die Ewigkeit“ gebaut. So nutzt Beyerdynamic beispielsweise hier auch seine typischen Ohrpolster, für die du auch noch in vielen Jahren Ersatz bekommen wirst. Im Gegenzug ist das Headset aber auch relativ schwer und groß.

 

Mit abnehmbarem Kabel

Erfreulicherweise besitzen die MMX 300 Pro ein abnehmbares Kabel. Dieses verfügt über eine Kabelfernbedienung und endet auf 2x 3,5mm Stecker. Mit im Lieferumfang liegt ein passender Adapter auf einen „Headset-Combo“-Stecker.

Das Kabel wirkt sehr hochwertig und stabil. Sollte es aber mal kaputt gehen, ist ein Austausch absolut kein Problem.

 

Tragekomfort: sehr gut, aber Beyerdynamic-typisch

Beim Tragekomfort geht Beyerdynamic keine Experimente ein. Wir haben hier das klassische Beyerdynamic-Design. So haben wir sehr große und runde Ohrmuscheln, die dick gepolstert und zudem auch sehr tief sind.

Selbst für größere Ohren bieten die MMX 300 Pro mehr als genug Platz! Dabei setzen die Ohrpolster auf eine Stoffoberfläche, die sich gut anfühlt. Lediglich kann das Headset etwas „warm“ werden/wirken. Auch ist der Anpressdruck etwas höher als bei vielen Konkurrenten. Letzteres liegt an der recht massiven und stabilen Verarbeitung. Mich stört der hohe Anpressdruck gar nicht, von daher würde ich den Tragekomfort der MMX 300 Pro mit einer „1-“ bewerten. Sollte dich die Wärme stören, wären vielleicht die alternativen Ohrpolster von Wicked Cushions (Test) eine mögliche Option.

 

STELLAR.45-Treiber

Die MMX 300 Pro setzen auf die STELLAR.45-Treiber als Herzstück, welche bereits in den DT 770 PRO X Limited Edition Platz gefunden haben. Damit sind diese in einem gewissen Rahmen als „Schwester-Modell“ anzusehen. Mehr Infos zum STELLAR.45-Treiber findest du bei Beyerdynamic: Beyerdynamic STELLAR.45-Treiber.

 

Klar, wuchtig und kraftvoll!

Die Beyerdynamic MMX 300 Pro sind an sich kein Gaming-Headset, sondern „umfunktionierte“ HiFi-/Studio-Kopfhörer. Dies ist aber eher ein Vorteil als ein Nachteil. Klanglich sind diese überragend! Gerade wenn du diese mit einer etwas besseren Soundkarte versorgst, macht das Headset richtig Spaß.

So bieten die MMX 300 Pro einen sehr wuchtigen und mächtigen Klang. Der Bass ist hier klar das auffälligste Merkmal. Die MMX 300 Pro haben einen kräftigen und tiefen Bass, der dabei um einiges natürlicher klingt als bei vielen Bluetooth-Kopfhörern oder Gaming-Headsets. So wird der Bass hier nicht durch irgendwelche DSP-Einstellungen erreicht, sondern das Headset möchte von Natur aus viel Bass liefern und macht dies auch wunderbar.

Die Tiefen klingen unheimlich rund und sauber, auch bei hohen Pegeln. Dies ist eins der bassstärksten Gaming-Headsets, die ich in den Fingern hatte.

Dabei klingen die MMX 300 Pro aber auch nicht matt oder dumpf. Dies ist absolut nicht der Fall!

So hat das Headset sehr saubere und brillante Höhen. Diese sind aber erfreulicherweise auch nicht überschärft oder zu spitz. Ich finde die Höhen ziemlich perfekt. Allerdings sind die Mitten des Headsets etwas abgesenkt. Hierdurch haben wir einen recht starken Hoch-Tief-Kontrast, was dem Headset einen sehr dynamischen und kräftigen Klang verleiht.

Erwartest du einen neutralen HiFi-Klang, dann ist das MMX 300 Pro weniger etwas für dich. Dieses Headset ist gemacht, wuchtig zu klingen und Spaß zu machen, was diesem auch herausragend gelingt.

Beyerdynamic MMX 300 Pro Frequency Response
Beyerdynamic MMX 300 Pro Frequency Response

 

Ein herausragendes Mikrofon! Mikrofonqualität der MMX 300 Pro

Das Mikrofon an den MMX 300 Pro ist ein absolutes Highlight! So hat dieses eines der besten Mikrofone, die ich bisher bei einem Gaming-Headset erlebt habe.

Dieses klingt sehr voll und satt. Die Stimme klingt sehr voluminös usw.

Damit ist das Mikrofon der MMX 300 Pro durchaus auch für Video-Aufnahmen oder Twitch-Streams ausreichend gut.

 

Made in Germany!

In der heutigen Zeit vielleicht auch ein nicht ganz unwichtiger Faktor, aber die Beyerdynamic MMX 300 Pro sind Made in Germany! Kaufst du das Headset, unterstützt du einen deutschen Hersteller und somit auch deutsche Arbeitsplätze.

Dabei ist das Headset auch wirklich gut gebaut! Beyerdynamic-Kopfhörer und Headsets gehören zu den haltbarsten auf dem Markt! Dies kann ich aus erster Hand bestätigen. So bekommst du für diese auch problemlos alle Ersatzteile und generell liegt die Massivität weit über der gängiger Gaming-Headsets. Die Beyerdynamic MMX 300 Pro spielen hier in einer Klasse für sich!

 

Fazit: das beste Headset 2024

Das MMX 300 Pro ist ein herausragendes (Gaming-)Headset! So haben wir hier eine fantastische Klangqualität gemischt mit einer Verarbeitung und Massivität, die ihresgleichen sucht. Das MMX 300 Pro ist kein Wegwerf-Headset, sondern etwas Dauerhaftes und Wertiges. Hierzu passt auch der Klang, der eher zu einem HiFi-Kopfhörer passt als zu einem 08/15-Gaming-Headset.

Die MMX 300 Pro klingen unheimlich kräftig und druckvoll. So ist vor allem der Bass und die Tiefen ein Highlight des Headsets. Diese klingen dabei aber auch nicht erzwungen, sondern wunderbar natürlich und „rund“. Hinzu kommen sehr saubere und brillante Höhen. Suchst du den neutralsten Klang, dann sind die MMX 300 Pro eher weniger etwas für dich. Aber gerade einem Gaming-Headset steht die dynamische und kräftige Klangsignatur, wie ich finde, sehr gut.

Der Tragekomfort ist Beyerdynamic-typisch. Die Kopfhörer sind groß, dick gepolstert und wie ich finde auch sehr bequem. Allerdings sind diese auch etwas größer und schwerer. Das Mikrofon gehört wiederum zu den besten am Markt und auch das abnehmbare Kabel ist ein schöner Bonus. Gibt es etwas am MMX 300 Pro wirklich zu kritisieren? Nicht wirklich. Wir haben hier natürlich ein eher puristisches Headset. Dieses bietet keine „Bonus-Funktionen“, RGB-Beleuchtung oder Ähnliches.

Ebenso spielt die Qualität deiner Soundkarte eine große Rolle für das Headset. Hast du eine vernünftige Soundkarte und suchst ein „dauerhaftes“ und klanglich extrem starkes Headset, dann ist das Beyerdynamic MMX 300 Pro eine herausragende Wahl und auch ein würdiger Nachfolger der MMX 300.

Beyerdynamic MMX 300 Pro
POSITIV
Hervorragender, wuchtiger und mächtiger Klang
Kräftiger und natürlicher Bass, saubere und brillante Höhen
Massives und langlebiges Design
Hohe Verarbeitungsqualität und langfristige Verfügbarkeit von Ersatzteilen
Abnehmbares Kabel mit Kabelfernbedienung
Große und gut gepolsterte Ohrmuscheln
Ausgezeichnete Mikrofonqualität
Made in Germany:
NEGATIV
Relativ schwer und groß
Ohrpolster können bei längerem Gebrauch warm werden
95

7x 4 TB SATA SSDs im Vergleich, für NAS-Systeme und als Datenlaufwerk

Das Nutzen von SSDs in NAS-Systemen oder als „Daten-Laufwerk“ ist weiterhin eher ungewöhnlich. HDDs sind hier einfach günstiger und deutlich größer. Aber was, wenn du dennoch die Vorteile von Flash-Laufwerken nutzen möchtest, gerade in einem NAS oder Home Server? Hier gibt es einige 4TB SATA SSDs im Handel.

In diesem Vergleich wollen wir uns einige dieser Modelle ansehen! Welche 4TB SATA SSD ist die beste?

 

Die 4TB SSDs im Vergleich

Ich schicke in diesen Vergleich gleich 7x 4TB SATA SSDs.

Crucial MX500 4TB
Kingston DC600M 3,84TB
Samsung 870 EVO 4TB
Silicon Power Ace A55 4TB
Verbatim Vi550 S3 4TB
WD Blue SA510 4TB
WD Red SA500 4TB

Hierzu zählen die populären Modelle wie die Samsung 870 EVO, Crucial MX500 und WD Blue SA510. Aber ich habe auch zwei günstigere Modelle aufgenommen: die Silicon Power Ace A55 4TB und die Verbatim Vi550 S3 4TB, welche die günstigsten Modelle in der 4TB-Preisklasse sind.

Um das Testfeld abzurunden, habe ich auch zwei „Server/NAS“-SSDs gewählt: die Kingston DC600M, eine echte Server-SSD, und die WD Red SA500.

 

Datenraten laut Hersteller

Schauen wir uns zunächst die Herstellerangaben bezüglich der Datenraten an.

Lesend Schreibend
Crucial MX500 4TB 560 MB/s 510 MB/s
Kingston DC600M 3,84TB 560 MB/s 530 MB/s
Samsung 870 EVO 4TB 560 MB/s 530 MB/s
Silicon Power Ace A55 4TB 500 MB/s 450 MB/s
Verbatim Vi550 S3 4TB 550 MB/s 500 MB/s
WD Blue SA510 4TB 560 MB/s 520 MB/s
WD Red SA500 4TB 560 MB/s 520 MB/s

 

Auf den ersten Blick fällt die Silicon Power Ace A55 4TB auf, die mit 500 MB/s lesend und 450 MB/s schreibend auf dem Papier die niedrigste Leistung hat. Ansonsten sind alle SSDs laut Hersteller mit 550 bis 560 MB/s lesend am SATA-Limit. Schreibend haben wir eine Spanne von 500 bis 530 MB/s, abseits der Silicon Power Ace.

 

Verwendeter NAND

Leider sind viele Hersteller sehr zurückhaltend mit Informationen zum verwendeten NAND. Oftmals ist es sogar nicht ganz klar ersichtlich, ob TLC oder QLC NAND zum Einsatz kommt. Folgendes konnte ich ermitteln:

  • Crucial MX500: TLC Micron NAND
  • Kingston DC600M: TLC KIOXIA BiCS5
  • Samsung 870 EVO: TLC Samsung V-NAND v6
  • Silicon Power Ace A55: QLC
  • Verbatim Vi550 S3: QLC
  • WD Blue SA510: TLC (vermutlich KIOXIA BiCS5)
  • WD Red SA500: TLC (vermutlich KIOXIA BiCS5)

Alle SSDs in diesem Vergleich nutzen TLC NAND, abseits der Modelle von Silicon Power und Verbatim, die nach meinen Tests QLC NAND nutzen. Die Kingston DC600M und auch die WD-Modelle nutzen anscheinend BiCS5 NAND, allerdings in einer sehr unterschiedlichen Form.

Links Verbatim, rechts Kingston
Die WD SSDs

WD nutzt deutlich weniger, aber dichter gepackte Bausteine, während die professionelle Kingston DC600M mehr Speicherbausteine nutzt, die entsprechend weniger dicht gepackt sind. Dies ist tendenziell aus Sicht der Leistung und Haltbarkeit besser, aber auch teurer in der Produktion und nimmt mehr Platz ein.

 

Verwendete Controller

Auch die Controller, die die SSDs nutzen, sind teils ein Geheimnis. Allerdings ist dies nicht ganz so gut gehütet wie der NAND.

  • Crucial MX500: Silicon Motion SM2259H
  • Kingston DC600M: Phison PS3112-S12DC
  • Samsung 870 EVO: Samsung MKX
  • Silicon Power Ace A55: Realtek RayMX RM1135
  • Verbatim Vi550 S3: Realtek RayMX RM1135
  • WD Blue SA510: Silicon Motion SM2259H
  • WD Red SA500: Silicon Motion SM2259H

Interessanterweise nutzen die SSDs von Western Digital und Crucial den gleichen Silicon Motion SM2259H Controller. Es gibt bei WD hier keinen Unterschied zwischen der Blue und Red. Auch die Silicon Power und Verbatim SSD nutzen mit dem Realtek RayMX RM1135 den gleichen Controller, welcher auf dem Papier hier das schwächste Modell im Test ist. Spannend ist der Phison PS3112-S12DC in der Kingston DC600M, denn bei diesem handelt es sich um einen Controller, der wirklich für das Data-Center gemacht ist.

 

Sonderfall Kingston DC600M

Die Kingston DC600M richtet sich eigentlich nicht an Endkunden, sondern ist eine Data Center SSD. Diese setzt allerdings auf den normalen „SATA“-Standard und kann entsprechend auch in einem normalen NAS genutzt werden.

Sie ist auch preislich nicht so weit von den anderen Modellen entfernt. Zudem bringt diese auf dem Papier die höchste Haltbarkeit mit, wie auch beispielsweise einen Enterprise Controller und Power Loss Protection. Sie bietet nicht 4TB, sondern 3,84TB, da die Differenz an Speicher als Reserve genutzt wird, was die Haltbarkeit verbessert.

 

TBW (Total Bytes Written)

Ehe wir zum Test kommen, werfen wir noch einen kleinen Blick auf die TBW-Angabe. Die TBW-Angabe ist wie ein Mindesthaltbarkeitsdatum, das die Hersteller garantieren. Also wie viele TB auf eine SSD geschrieben werden können, ehe diese „aufgebraucht“ ist. In der Praxis ist diese Angabe aber nur bedingt aussagekräftig, da SSDs diese Angabe in der Regel deutlich übertreffen. Dennoch ist es für die Garantie ein wichtiger Faktor und ein Indikator dafür, was ein Hersteller seiner SSD zutraut.

Die Kingston DC600M hat mit Abstand den höchsten TBW-Wert in diesem Vergleich. Sie hat einen so hohen TBW-Wert wie die nächsten drei besten SSDs zusammen, wow! Leider konnte ich bei der Verbatim SSD keinen TBW-Wert finden. Der TBW-Wert der Silicon Power Ace A55 wirkt überraschend hoch für eine SSD, die QLC NAND nutzt.

 

Erste Benchmarks (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Starten wir den Vergleich mit dem populärsten SSD-Benchmark, CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist der beste Test, um die maximale Leistung von SSDs zu testen.

Beginnen wir mit den Werten zur Lesegeschwindigkeit der SSDs. Hier zeigen alle Modelle sehr gute Werte mit über 500 MB/s. Die Modelle von Western Digital, Crucial, Samsung und Kingston liegen hier mit etwa 560 MB/s gleichauf und dicht am Limit der SATA-Verbindung. Die SSDs von Verbatim und Silicon Power fallen etwas zurück, aber zeigen dennoch gute Ergebnisse.

Schreibend sehen wir eine etwas größere Spanne. Hier bieten die Kingston und Samsung SSDs die höchste Leistung mit über 530 MB/s. Es folgen die Western Digital SSDs, gefolgt von den Crucial-Modellen. Erneut belegen die SSDs von Verbatim und Silicon Power die hinteren Plätze mit um die 450 MB/s in der Spitze.

CrystalDiskMark kann neben den reinen Datenraten auch IOPS und Zugriffszeiten messen. Hier sehen wir ein ähnliches Bild wie bei den vorherigen Tests. Die Samsung 870 EVO und Kingston DC600M führen das Testfeld knapp vor den WD– und Crucial-Modellen an.

Die gleiche Reihenfolge sehen wir bei den Zugriffszeiten. Auffällig ist hier vor allem das schwache Abschneiden der Verbatim und Silicon Power. Wechseln wir den Benchmark von CrystalDiskMark zu AS SSD.

Hier interessiert uns vor allem der Score. Dieser bestätigt die Einschätzung von CrystalDiskMark. Die Samsung 870 EVO und Kingston DC600M führen das Testfeld leicht vor den Modellen von Crucial und Western Digital an, die wiederum vor den Modellen von Verbatim und Silicon Power liegen.

Zur Sicherheit schauen wir uns noch Anvil’s Storage Utilities an.

Erneut sind sich alle Benchmark-Tools relativ einig, was die Leistung der SSDs angeht.

 

PC Mark

Kommen wir von den theoretischen Benchmarks zu einem, der versucht, Alltagsanwendungen möglichst realistisch zu reproduzieren und dabei die Geschwindigkeit misst.

In PC Mark stehen erst einmal drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Und hier wird es interessant! So schneidet hier die Samsung 870 EVO deutlich am besten ab und das in allen Kategorien! Gefolgt wird diese mit großem Abstand von den beiden Western Digital Modellen und der Crucial MX500. Spannenderweise sackt die Kingston DC600M hier ein gutes Stück ab, außer im Data Drive Benchmark. Dies lässt vermuten, dass die Kingston SSD wirklich primär auf die Nutzung als „Daten-Speicher“ optimiert ist und weniger auf die Nutzung als System-Laufwerk.

 

3D Mark SSD Test

Wo PC Mark die Allround-Leistung eines Systems messen soll, spezialisiert sich 3D Mark hingegen auf die Messung von Spieleladezeiten. Diese werden dabei intern richtig “simuliert” und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung.

Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Loading Battlefield™ V from launch to the main menu.
  • Loading Call of Duty®: Black Ops 4 from launch to the main menu.
  • Loading Overwatch® from launch to the main menu.
  • Recording a 1080p gameplay video at 60 FPS with OBS (Open Broadcaster Software) while playing Overwatch®.
  • Installing The Outer Worlds® from the Epic Games Launcher.
  • Saving game progress in The Outer Worlds®.

Dieser Eindruck, dass die Kingston DC600M wirklich eher auf die Nutzung als Datenlaufwerk zugeschnitten ist, bestätigt sich bei 3D Mark. Auch hier landet diese eher im unteren Mittelfeld, während die Samsung SSD Platz 1 macht. Dies aber nur knapp vor den beiden Western Digital SSDs.

 

Praxis-Test

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderland ca. 52GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderland, Total War: Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Erneut ein Test, in dem Samsung und Kingston dominieren. Beim größeren Datei-Paket kann die Kingston die Samsung schlagen, beim kleineren Datenpaket ist es umgekehrt.

 

PC-Mark Consistency Test, Leistung nach 25 TB!

PC-Mark bietet auch einen “Consistency Test” an. Dieser soll messen, wie gut die konstante Leistung der SSDs bei wirklich hohen Schreiblasten ist. So schreibt dieser Test über 25 TB auf die SSDs, wofür teils über ein Tag gebraucht wird. Diesen Test halte ich gerade in einem NAS / RAID für recht wichtig!

Und hier sehen wir super interessante Werte! So dominiert hier spannenderweise die Samsung 870 EVO deutlich. Auf Platz 2 haben wir die Kingston DC600M 3,84TB, was nicht überrascht aufgrund der Data-Center Natur. Dahinter +- gleich auf die Western Digital und Crucial Modelle. Signifikant schlechter schneiden die SSDs von Verbatim und Silicon Power ab, was aber aufgrund des QLC NANDs auch nicht so sehr überrascht. QLC NAND ist sehr schlecht, was die konstante Schreibleistung angeht.

 

SLC Cache und konstante Schreibleistung

Werfen wir einen gesonderten Blick auf die konstante Schreibleistung. Warum ist die Schreibleistung bei SSDs möglicherweise nicht konstant? Selbst aktueller TLC NAND lässt sich nicht so schnell beschreiben, wie es oft auf den ersten Blick aussieht. So schaffen selbst die besten NVME SSDs kaum 2000 MB/s konstante Schreibleistung. QLC SSDs sind hier noch viel schlimmer dran, welche teils nicht mal 200 MB/s konstant schaffen. Um nun aber hohe Datenraten schreibend zu erreichen, bedienen sich die Hersteller eines Tricks. So werden oft Teile der SSD in einem SLC Modus beschrieben. Hierbei werden nicht 3 oder 4 Bits pro Zelle geschrieben, wie bei TLC oder QLC üblich, sondern nur 1 Bit. Hierdurch fasst jede Zelle nur 1/3 oder 1/4 der Kapazität, aber der Schreibvorgang ist weniger komplex und daher schneller. Prinzipiell ist es möglich, SATA SSDs mit konstanter Schreibleistung zu bauen, da hier einfach die SATA Schnittstelle eh stark limitiert.

Wie schneiden hier unsere 4 TB SSDs im Vergleich ab? Um dies zu testen, habe ich alle 7 Modelle mit H2TestW voll geschrieben.

Dabei sehen wir Unterschiede! So ist die Kingston DC600M die schnellste SSD und bietet somit die höchste konstante Schreibleistung, gemeinsam mit der Samsung 870 EVO, welche effektiv genauso schnell ist (da die Kingston mit 3,84 TB minimal weniger Kapazität hat). Etwas langsamer sind die Western Digital und Crucial Modelle. Die beiden SSDs mit QLC NAND sind hier weit abgeschlagen! Dies können wir auch deutlich sehen, wenn wir einen Blick auf die Datenraten werfen.

Hier sehen wir, dass die Kingston und Samsung SSD als einzige wirklich 100% konstante Datenraten bieten. Die Modelle von Western Digital haben nach den ersten GB einen leichten Einbruch der Datenrate, welche dann aber konstant bleibt. Die Crucial MX500 sieht ähnlich aus, hatte aber einen merkwürdigen Einbruch der Datenrate am Anfang, welcher sich dann aber wieder gut stabilisiert. Die QLC SSDs halten eine Zeit lang ihre Datenrate stabil, brechen dann aber, wie für QLC üblich, extrem ein. So erreichen diese konstant kaum 100 MB/s.

 

WD Blue SA510 und WD Red SA500 identisch!?

Vielleicht ist dir das Abschneiden der Western Digital SSDs in diesem Test aufgefallen. So bieten beide SSDs effektiv die gleiche Leistung, obwohl doch die Red teurer ist und angeblich besonders auf den Einsatz in NAS Systemen optimiert ist?! Nach meiner Einschätzung sind beide SSDs identisch! So schneiden diese nicht nur identisch ab, sondern haben auch im Inneren die gleiche Hardware. Aus meiner Sicht bietet die Red nur eine bessere Garantie.

Mehr Details dazu findest du hier:

Western Digital WD Blue SA510 und WD Red SA500 SATA SSDs im Vergleich

Fazit

Welche ist die beste 4TB SATA SSD? Dies hängt natürlich etwas von deinem Einsatzzweck ab, aber für ein NAS oder Server System würde ich sagen, entweder die Samsung 870 EVO oder die Kingston DC600M wählen.

Beide bieten im Test vor allem eine sehr konstante Schreibleistung. Es gibt hier keinen SLC Cache oder eine sonstige Verlangsamung auch bei konstanter Last. Dabei ist die Samsung tendenziell etwas besser, wenn es um Programmstarts geht und Ähnliches, während die Kingston DC600M komplett auf die Nutzung als Datenlaufwerk optimiert ist. Da die Kingston DC600M auch wirklich für Data-Center gedacht und gemacht ist, besitzt diese auch einen echten „Enterprise“ Controller wie auch Power Loss Protection. Auf dem Papier ist diese damit auch klar die haltbarste SSD in diesem Vergleich, auch wenn ich der Samsung hier ebenfalls sehr gute Werte zutraue, da der Samsung NAND allgemein extrem haltbar ist.

Willst du eine etwas günstigere “Allround” SSD, dann ist die MX500 oder die WD Blue SA510 vermutlich die beste Alternative zur etwas teureren Samsung 870 EVO. Sowohl die MX500 wie auch die WD Blue SA510 bieten eine recht konstante Leistung und vor allem lesend recht starke Werte, wie auch bei Programmstarts.

Bei der WD Red SA500 tue ich mich hingegen etwas schwerer. Es handelt sich hier nach meiner Einschätzung technisch um die gleiche SSD wie die Blue SA510, nur mit besserer Garantie und höherem Preis. Ist die bessere Garantie den höheren Preis wert? Ich denke weniger und falls du wirklich so viele Daten auf die SSD schreibst, greife direkt zur Kingston DC600M.

Die Verbatim und Silicon Power sind aufgrund des QLC NANDs etwas schwerer zu empfehlen. Die Preis/Leistung stimmt an sich, aber die konstante Schreibleistung ist bei beiden furchtbar. Lesend sind diese wiederum okay. Also als “Games-Laufwerk” wären diese also durchaus einsetzbar.

 

CUKTECH PB100 Powerbank im Test: 10.000 mAh und 30W Leistung für unter 30€ – Lohnt sich der Kauf?

Wir haben uns auf Techtest.org bereits einige Powerbanks von CUKTECH angesehen, wie z.B. die herausragende CUKTECH 10. Allerdings bietet CUKTECH auch ein paar kleinere und günstigere Powerbanks an, wie die PB100.

Diese ist eine 10.000 mAh Powerbank mit 30W Leistung, die du für unter 30€ bekommst (zum Zeitpunkt des Tests). Klingt doch gar nicht so schlecht, aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die CUKTECH PB100 gut? Finden wir all dies im Test heraus!

 

CUKTECH PB100 Powerbank mit 10.000 mAh und 30W im Test

Erfreulicherweise ist die CUKTECH PB100 eine recht kompakte Powerbank. Sie misst 80 x 58 x 28 mm und wiegt 200 g.

Dabei setzt die Powerbank auf ein zweiteiliges Kunststoffgehäuse, das in Weiß/Grau gehalten ist. Qualitativ ist das Gehäuse okay. Es ist nichts Besonderes. Die großen CUKTECH-Modelle spielen absolut in einer höheren Klasse, was die Verarbeitung und Optik angeht. Allerdings passt für die Preisklasse hier alles.

Um zu sehen, wie viel Kapazität die Powerbank noch hat, besitzt sie eine kleine LED-Leiste an der Seite.

 

Anschlüsse der CUKTECH PB100

Die CUKTECH PB100 verfügt über einen USB-C- und einen USB-A-Port:

  • USB-C: 30W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A
  • USB-A: Quick Charge und 22W SCP – 5V/3A, 9V/3A, 12V/2,5A

Der USB-C-Port, der sowohl als Eingang wie auch als Ausgang genutzt werden kann, bietet eine Leistung von bis zu 30W nach dem USB Power Delivery-Standard.

30W nach USB PD sind ausreichend, um die meisten Smartphones recht schnell zu laden. Zudem haben wir einen USB-A-Ausgang, der laut Hersteller ebenfalls bis zu 30W bieten soll, nach dem Quick Charge-Standard. Nutzt du beide Ports gleichzeitig, werden diese auf 5V heruntergedrosselt.

 

Powerbank mit PPS-Unterstützung

Die CUKTECH PB100 unterstützt auch PPS über den USB-C-Port:

  • PPS: 5-11V bei bis zu 3A

Für eine Powerbank dieser Klasse ist das eine recht große PPS-Stufe, die es erlaubt, beispielsweise Samsung-Smartphones auch wirklich mit 25-30W zu laden. Mehr zum Thema PPS hier: USB Power Delivery Ladegeräte mit PPS Übersicht und Info.

 

Nicht konstant volle Leistung

Spannenderweise konnte die CUKTECH PB100 bei meinem Test nicht konstant die volle Leistung von 30W ausgeben! Nach einer Weile stoppte sie, vermutlich aufgrund von Temperaturproblemen. Für eine Powerbank dieser Leistungsklasse ist das ungewöhnlich. Praktisch kann sie eher im Bereich von 20-24W konstant sein. Diese Temperaturprobleme sehen wir auch beim Laden der Powerbank, später im Test.

 

Die Kapazität der CUKTECH PB100

Laut Hersteller soll die CUKTECH PB100 eine Kapazität von 10.000 mAh haben. Aber stimmt das? Folgendes konnte ich im Test messen:

Wh mAh % der HA
5V/2A 29.776 8048 80%
9V/1A 31.136 8415 84%
9V/2A 29.939 8092 81%

 

Im Test schwankte die Kapazität der Powerbank zwischen 8048 mAh @3,7V und 8415 mAh @3,7V. Dies entspricht 80% bis 84% der Herstellerangabe, was soweit okay ist. Es ist normal, dass eine Powerbank nicht 100% der Herstellerangabe erreicht. 80% bis 90% sind hier übliche Werte.

 

Ladedauer der CUKTECH PB100

Prinzipiell kann die CUKTECH PB100 mit bis zu 30W laut Hersteller laden. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Im Test erreichte die CUKTECH PB100 rund 29W maximale Leistungsaufnahme, was soweit ordentlich ist! Allerdings ist auffällig, dass die Powerbank während des Ladevorgangs kurzzeitig die Ladegeschwindigkeit auf ±15W absenkt, vermutlich aufgrund der bereits angesprochenen Temperaturprobleme. Dennoch ist die Ladedauer der Powerbank mit ca. 2 Stunden relativ flott.

 

Fazit: CUKTECH PB100 Powerbank im Praxistest

Die CUKTECH PB100* ist eine gute Powerbank, wenn auch nicht perfekt. Sie ist für die Kapazität von 10.000 mAh und 30W Ausgangsleistung relativ kompakt, und auch der Preis ist mit ±30€ fair.

Allerdings ist nicht alles perfekt: So kann die Powerbank nicht konstant 30W liefern oder aufnehmen, aufgrund von Temperaturproblemen. Ist dies in der Praxis ein Drama? Das kommt auf deine Nutzung an. Meistens nein, aber bei High-Power-Geräten wie Tablets kann sich dieses Problem eher bemerkbar machen. Daher ist die CUKTECH PB100 keine schlechte Powerbank, aber aus meiner Sicht auch nicht überragend.

CUKTECH PB100
POSITIV
Kompakte Größe
PPS-Unterstützung
Die Powerbank kann in etwa 2 Stunden vollständig aufgeladen werden.
NEGATIV
Die Powerbank kann nicht dauerhaft 30W Leistung abgeben
Sowohl beim Laden als auch bei der Nutzung neigt die Powerbank zu Überhitzung
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Lenovo Thinkpad T490 im Jahr 2024?!

Ich habe mir ein Lenovo ThinkPad T490 gekauft. T490? Wurde der Test aus Versehen 5 Jahre zu spät veröffentlicht?!
Nein! Das Lenovo ThinkPad T490 ist ein altes Notebook, welches nur noch als gebraucht bzw. „Refurbished“ erhältlich ist. Hier ist es aber sehr beliebt und auch großflächig für 200-300 € zu bekommen.

Dies ist natürlich ein spannender Preispunkt für ein Notebook, das vor 5 Jahren zur „Premium“-Klasse mit einem Anschaffungspreis von 1500 €+ zählte. Aber macht es noch Sinn, solch ein altes Notebook zu kaufen?

 

Warum habe ich das T490 gekauft?

Eine kurze Erklärung, warum ich mir ein T490 im Jahr 2024 gekauft habe: Ich habe eine kleine Gartenhütte, in der meine Laser-Gravur-Geräte und 3D-Drucker stehen. Diese Hütte ist zwar trocken, aber unterliegt natürlich einigen Temperaturschwankungen.

Hier wollte ich ein Notebook platzieren, für die diverse 3D-Druck-Steuerungssoftware usw. und auch, um im Sommer mal draußen bzw. vor der Hütte arbeiten zu können.

Hier wollte ich nicht eines meiner guten „Notebooks“ opfern und habe mich entschieden, ein Lenovo ThinkPad ausprobieren zu wollen. Die Wahl fiel auf das T490, welches das älteste ThinkPad ist, das ich aber noch als „modern nutzbar“ bezeichnen würde.

Technische Daten

● Lenovo T490 (2019)
● Intel Core i5-8365U – 4 Kerne – 8 Threads
● 16 GB RAM
● 256 GB SSD
● 14 Zoll Full HD Display mit 250 Nits
● Intel iGPU

 

Wo gekauft und welchen Zustand?

Es gibt bei den diversen Refurbished-Händlern wie auch eBay tonnenweise Lenovo ThinkPads T490. Diese schwanken preislich in der Regel zwischen 200 € und 300 €.
Allerdings sind sie gerade in einem sehr guten Zustand schon etwas seltener.
Ich habe meins über Back Market vom Händler AfB gekauft.

Hier habe ich 239 € für eines im „hervorragenden“ Zustand gezahlt, mit 16 GB RAM und dem Standard-Display.
Und ja, die Zustandsbeschreibung von AfB war akkurat! Das Notebook war absolut neuwertig.

 

Super Gehäuse!

Viele ältere Notebooks sind relativ klobig und schwer, gerade wenn es sich um Business-Notebooks handelt.

Allerdings gehört das T490 schon zu den Modellen, welche relativ kompakt gehalten sind. So misst es gerade einmal 17,9 mm in der Dicke und bringt rund 1,4 kg auf die Waage.

Sicherlich nicht federleicht, aber auch weiterhin als sehr portabel zu bezeichnen. Ähnliches gilt für die Displayrahmen des 14-Zoll-Panels. Diese sind sicherlich nicht winzig, aber auch nicht störend groß.

Das Lenovo-ThinkPad-Design ist zwar etwas Geschmackssache, aber generell wirkt das Notebook sehr massiv und stabil gebaut. Bei mir waren auch die Displayscharniere in einem perfekten Zustand.

 

Erfreulich „moderne“ Anschlüsse

Sicherlich sind auch im Jahr 2024 die Anschlüsse des Lenovo ThinkPad T490 ein Highlight. Diese würde ich weiterhin als ziemlich perfekt einstufen.
● 1x USB-C Thunderbolt 3 (20 Gbit)
● 1x USB-C 3.1 10 Gbit
● 2x USB 3.0
● 1x HDMI
● 1x 3,5 mm Headset/Kopfhörer-Anschluss
● 1x microSD-Kartenleser
● 1x Gbit LAN
Gerade die Mischung aus 2x USB-C und 2x USB-A ist auch weiterhin als absolut alltagstauglich einzustufen. Es gibt hier aber leider eine kleine Einschränkung: Der Thunderbolt-3-Port ist „nur“ mit 20 Gbit angebunden bzw. 2 Lanes.
Dennoch könnten die Anschlüsse viel schlechter aussehen und gerade als „Office-Maschine“ vermisse ich hier nichts.

 

Viele Display-Optionen, ich habe das einfache

Das T490 scheint es mit einigen Display-Optionen zu geben. Die verbreitetste ist das Full-HD-Panel mit 250 Nits. Im besten Fall willst du das Full-HD-„Low Power“-400-Nits-Display haben. Letzteres ist aber recht selten und in einem guten Zustand meist recht teuer.
Daher habe ich leider nur die Version mit dem Standard-Display bekommen. Dieses sieht subjektiv okay aus, besser als befürchtet. Denn vor allem die Farbraum-Abdeckung lässt etwas zu wünschen übrig.

Allerdings sehen Farben auf dem Display doch deutlich besser aus, als ich erwartet hätte.
Sehr ähnliches gilt auch für die Helligkeit, welche ich mit 299 cd/m² messen konnte.

So funktioniert die Entspiegelung von Lenovo extrem gut! So ist das Notebook trotz der mäßigen Helligkeit problemlos im Freien zu nutzen.

Kurzum, nein, dieses ist nichts für die Fotobearbeitung, aber sieht auch nicht auffällig schlecht aus.

 

Lautsprecher, besser als erwartet

Sehr positiv überrascht haben mich die Lautsprecher des T490. Hier habe ich von einem alten Business-Notebook echt nichts erwartet.

Aber die Lautsprecher sind durchaus brauchbar! Sicherlich haben wir hier kein MacBook, aber es sind bei weitem nicht die schlechtesten, die ich jemals gehört habe.
Erfreulicherweise sind diese sogar oberhalb der Tastatur angebracht und entsprechend gut auf den Nutzer gerichtet.

 

ThinkPad-Tastatur = gut?

ThinkPad-Tastaturen gelten als die besten, auch wenn die Kenner jetzt natürlich sagen würden, dass die von alten ThinkPad-Modellen noch viel bessere Tastaturen haben.

Und ja, die Tastatur des T490 ist gut, wenn nicht sogar sehr gut! Das Layout ist super, die Tasten haben die perfekte Größe und Form und auch das Tastatur-Deck ist super stabil.
Allerdings benötigen die Tasten gefühlt recht viel Druck, ansonsten verschluckt das T490 ab und an mal eine Eingabe. Es ist hier natürlich sehr gut möglich, dass dies einfach an der Abnutzung liegt, aber ich muss hier deutlich „fester“ tippen als bei meinen anderen Notebooks.

Dennoch kann ich absolut verstehen, warum diese Tastaturen viele Fans haben.
Erfreulicherweise verfügt das T490 auch serienmäßig über eine Tastatur-Beleuchtung. Dies ist bei älteren Lenovo-Notebooks nicht selbstverständlich!

 

Aufrüsten und Warten

Leider ist Lenovo bei seinen neueren ThinkPads auch dem Trend gefolgt, immer mehr Komponenten zu verlöten.
Nervig…

Beim T490 haben wir noch einen DDR4 SO-DIMM Slot (8 GB sind fest verlötet) und einen NVME SSD Slot. Die WLAN-Karte ist leider fest verbaut.

Der RAM war bei meinem T490 mit insgesamt 16 GB von Haus aus soweit okay und hier habe ich nichts gemacht. Ich denke, 16 GB ist auch für solch ein altes Notebook völlig ausreichend, alles was mehr RAM benötigt, wird von der CPU limitiert.
Theoretisch könntest du aber auf bis zu 40 GB hochgehen (32 GB + 8 GB).
Auf Seiten der SSD war eine Samsung NVME SSD mit 256 GB vorinstalliert. Etwas knapp, aber an sich ausreichend.

Ein wenig schade finde ich das WLAN-Modul. Hier haben wir das Intel AC 9560. An sich ist die Intel AC 9560 eine gute und zuverlässige WLAN-Karte, aber diese funkt „nur“ nach dem WLAN-5-Standard.
Hätte ich hier die Möglichkeit, würde ich ein etwas neueres Modul verbauen.

 

Windows 11 kompatibel!

Ein wichtiger Punkt: Das Lenovo ThinkPad T490 ist mit Windows 11 kompatibel. Windows 11 erfordert unter anderem eine Intel-CPU der 8. Generation oder neuer.
Genau eine CPU der 8. Generation haben wir hier. Hierdurch ist das Notebook softwareseitig weiterhin voll einsetzbar.

 

Noch ausreichend schnell?

Das Herzstück meines Lenovo T490 stellt der Intel Core i5-8365U dar. Der Intel Core i5-8365U ist eine „Low Power“-CPU aus dem Jahr 2019, welche erstmalig für eine Intel Low Power CPU über 4 Kerne verfügt. Diese 4 Kerne können mit bis zu 4,1 GHz takten, haben aber nur einen Basistakt von 1,6 GHz.
Aber reicht dies im Jahr 2024 aus?

Es kommt hier natürlich darauf an, was du mit dem Notebook machen willst. Willst du 4K-Videos beispielsweise mit DaVinci Resolve schneiden? Dann nein! Willst du aufwendige Fotos in Photoshop oder Lightroom bearbeiten? Auch hier ist die Antwort eher nein.

Willst du im Web surfen, Videos schauen, Dokumente und Tabellen bearbeiten? Dann ja! Gerade bei diesen klassischen Alltagsanwendungen ist zwischen dem T490 und modernen Notebooks praktisch kein Unterschied zu spüren.

Ich schreibe diesen Text gerade am T490 in Google Docs mit 9 offenen Tabs und Spotify im Hintergrund, und das Notebook läuft perfekt. Ebenso das Hoch- und Runterfahren geht schnell! Allerdings benötigt das T490 direkt nach dem Start schon ein paar Sekunden, ehe es völlig bereit ist, was ich so von modernen Notebooks weniger kenne.

Also ja, das T490 ist abseits vom Gaming und „Content Creation“ aus meiner Sicht voll alltagstauglich.

Auch wenn Benchmarks verglichen mit aktuellen Notebooks eher mäßig aussehen.

Das T490 ist aber immer noch schneller als der „aktuelle“ Intel N100

 

Wie gut ist der Akku?

In welchem Zustand der Akku des T490 ist, wird sicherlich stark von Modell zu Modell schwanken.
Ich hatte hier relativ viel Glück und mein Akku war noch „okay“.
So erreichte mein T490 eine Laufzeit im Bereich von 5-6 Stunden bei einfacheren Anwendungen.

 

Fazit: Ist das Lenovo T490 noch im Jahr 2024 zu gebrauchen?

Ja, das T490 ist auch im Jahr 2024 noch sehr gut zu gebrauchen, zumindest als „Office/Facebook-Machine“.

Hierfür hat es durchaus ausreichend Leistung. Windows 11 läuft auf ihm gut, genau wie Videos, die üblichen Office-Anwendungen und auch Webbrowser. Hier wirst du effektiv kaum Unterschiede zu neueren Notebooks spüren.
Erst wenn es um Video- und komplexere Fotobearbeitung oder Gaming geht, wird dem T490 doch sehr schnell die Luft ausgehen.
Erfreulicherweise ist dabei das Gehäuse auch noch recht „modern“. Dieses ist nicht zu dick oder schwer und die Anschlüsse sind mit 2x USB-C und 2x USB-A absolut alltagstauglich.
Das 250-Nits-Display in meinem Modell ist sicherlich keine „Pracht“, aber für ein Office-/Web-Notebook absolut okay. Hier wirst du in der unter 300 € Preisklasse auch bei neuen Notebooks wenig Besseres finden.

ESSAGER ES-CD37 im Test: Günstiges 100W USB C Ladegerät mit 4 Ports für unter 20€ – Lohnt sich der Kauf?

Ein 100W USB C Ladegerät für unter 20€ mit 4 Ports?! Klingt zu schön, um wahr zu sein, oder? Allerdings bietet ESSAGER mit dem ES-CD37 genau solch ein Ladegerät über Plattformen wie Aliexpress an!

Für unter 20€ bekommst du hier ein Ladegerät mit 2x USB C Ports, 2x USB A Ports und einer Leistung von bis zu 100W. Dies auch mit unserem normalen europäischen Stecker. Wollen wir uns das Ladegerät einmal im Test ansehen. Kann dieses etwas taugen?

 

Das ESSAGER ES-CD37 im Test

Auf den ersten Blick sieht das ESSAGER ES-CD37 den typischen High-End-Ladegeräten von Baseus und Co. sehr ähnlich. Wir haben ein klassisches Steckdosen-Ladegerät mit 75 x 32 x 54 mm, welches 175 g auf die Waage bringt.

Es setzt auf ein Gehäuse aus schwarzem Kunststoff, welches aber mit ein paar Hochglanzelementen aufgelockert ist.

Qualitativ wirkt das Ladegerät soweit “sauber” gemacht. Im Detail merken wir zwar, dass dies kein absolutes Premium-Modell ist, aber es wirkt deutlich wertiger, als es der Preis vermuten lassen würde. So würde ich dieses als “vertrauenswürdig” einstufen, was Haptik und Optik angeht.

 

Anschlüsse des ESSAGER 100W Ladegerätes

Das ESSAGER ES-CD37 besitzt zwei USB C und zwei USB A Ports. Dies ist eine recht großzügige Ausstattung.

  • 2x USB A – 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
  • 1x USB C – 100W USB Power Delivery – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • 1x USB C – 20W USB Power Delivery

Dies ist eine durchaus spannende Ausstattung an Anschlüssen!

Wichtig ist hier vor allem der 100W USB-C Port, welcher prinzipiell leistungsstark genug ist, sogar große Geräte wie Notebooks zu laden. Hinzu kommt der kleine 20W Port, welcher auch für Dinge wie Smartphones usw. reicht, und die beiden klassischen USB A Ports, welche optional auch Quick Charge bieten.

 

Mit PPS

Das ESSAGER ES-CD37 unterstützt auch den PPS-Standard auf seinem primären USB C Port. PPS ist eine optionale Erweiterung des USB Power Delivery Standards. Diese ist wichtig für die diversen Samsung-Smartphones, wie auch für einige Modelle von Moto und Co.

  • 3,3 – 20V bei bis zu 5A

Damit bietet das ESSAGER ES-CD37 erfreulicherweise die volle PPS-Range. Perfekt!

 

Überlasttest

Der primäre USB C Port konnte bei mir im Test nicht nur 20V/5A liefern, sondern bis zu 20V/5,8A. Darüber hinaus hat das Ladegerät wegen Überlastung abgeschaltet.

 

Ein heißes Ladegerät!

Ich unterziehe alle Ladegeräte, die ich im Test habe, einem Belastungstest. Dabei belaste ich die Ladegeräte für Zeitraum X mit 100% Last. Dies habe ich auch beim ESSAGER ES-CD37 für 3 Stunden gemacht, ehe ich den Test unterbrochen habe. Warum?

Das Ladegerät hatte eine Temperatur von 100 Grad erreicht. Dies ist extrem viel! Ladegeräte können hohe Temperaturen aushalten, aber 100 Grad + ist besorgniserregend viel, und selbst wenn das Ladegerät nicht direkt ausfällt, führt dies zu einer deutlich beschleunigten Alterung!

 

Spannungsstabilität

Werfen wir einen Blick auf die Spannungsstabilität des primären USB C Ports des ESSAGER ES-CD37. An sich ist die Spannungsstabilität für die Ladegeschwindigkeit nicht ganz so wichtig, aber sie muss innerhalb der Grenzwerte bleiben und sollte natürlich nicht zu sehr schwanken.

Die Spannungsstabilität ist soweit akzeptabel, aber zugegeben auch nicht überragend. Das geht schon noch besser, aber auch schlechter.

 

Stromverbrauch im Leerlauf

Im Leerlauf, ohne Geräte, benötigte das ESSAGER ES-CD37 bei mir im Test rund 0,38W. Dies ist nicht zu viel für ein Ladegerät dieser Klasse.

 

Wie gut ist die Effizienz des ESSAGER ES-CD37?

Hier kommen wir zu einem Punkt, wo wir vielleicht etwas merken, dass das ESSAGER ES-CD37 kein absolutes “Flaggschiff” Ladegerät ist.

So schwankte die Effizienz des Ladegerätes bei mir zwischen 73,5% bei sehr niedriger Last und 89,6% bei Volllast. An sich sind dies keine schlechten Werte, aber wenn wir dies mit anderen Ladegeräten vergleichen, sehen wir schon, dass diese einen Hauch niedriger liegen.

So ist das ES-CD37 nicht massiv schlechter als die Vergleichs-Ladegeräte, aber es ist schon eine gewisse Tendenz zu erkennen.

  • ESSAGER ES-CD37 – 84,9%
  • Voltero C100 – 89,2%
  • Ugreen Nexode Pro 100W – 86,3%
  • Anker 317 – 88,7%
  • INIU AI-641 – 87,3%

(Durchschnittliche Effizienz)

 

Fazit

Ein so günstiges Ladegerät aus China zu empfehlen, ist immer so eine Sache. Was, wenn das Ladegerät einen Schaden hat oder verursacht? Allerdings auf der anderen Seite zeigte das ESSAGER ES-CD37 eine durchaus gute Leistung! Wir haben hier kein “Fake” Ladegerät. Dieses kann wirklich bis zu 100W nach dem USB Power Delivery Standard liefern.

Zudem haben wir auch eine volle PPS-Range und generell scheint das Ladegerät technisch sauber zu sein. Auch Haptik und Optik sind vernünftig. Ja, bei der Effizienz und auch Spannungsstabilität stellt das ESSAGER ES-CD37 keine Rekorde auf, aber es ist hier auch nicht besorgniserregend schlecht! Das Einzige, was mir etwas Sorgen macht, ist die wirklich extreme Temperaturentwicklung unter konstanter Last.

Über 100 Grad ist hier nicht schön und potenziell auch gefährlich. Sofern du das Ladegerät nicht über X Stunden voll belastet, geht es in Ordnung. Gerade wenn wir den Preis betrachten. Unter 20€ ist an sich für das Gebotene dennoch ein Hammerpreis, aber mit einer absoluten Kaufempfehlung möchte ich mich zurückhalten.

ESSAGER ES-CD37
POSITIV
Kostet unter 20€, was für ein 100W USB C Ladegerät sehr günstig ist.
Vier Ports (2x USB C, 2x USB A), was eine großzügige Ausstattung darstellt.
100W Leistung
Unterstützung für PPS-Standard mit voller Range
NEGATIV
Erreicht im Belastungstest Temperaturen von +- 100 Grad
Die hohe Temperaturentwicklung kann zu einer beschleunigten Alterung führen.
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Verbatim Vi550 S3 SSD 4TB im Test: Günstige SATA SSD mit solider Leistung

Wenn du nach einer günstigen und großen SATA SSD suchst, wirst du vermutlich über die Verbatim Vi550 S3 stolpern. Diese zählt derzeit zu den günstigsten Modellen auf dem Markt. Dabei sehen die technischen Daten auf den ersten Blick gar nicht übel aus: 510 MB/s lesend und 450 MB/s schreibend sind recht typische Werte für eine SATA SSD.

Allerdings gibt es auch viele Fragezeichen. Zum Beispiel, welcher Controller genutzt wird und welcher NAND zum Einsatz kommt. In dieser Preisklasse ist sowohl TLC als auch QLC denkbar. Verbatim spricht selbst lediglich von “3D-NAND”, was praktisch jeder aktuelle NAND ist. Wollen wir uns hier die Verbatim Vi550 S3 doch einfach mal im Test ansehen! An dieser Stelle vielen Dank an Verbatim für das Zurverfügungstellen der Vi550 S3 SSD.

 

Die Verbatim Vi550 S3 im Test

Bei der Verbatim Vi550 S3 handelt es sich um eine absolut klassische SATA SSD. So setzt die SSD auf ein schwarzes Kunststoffgehäuse mit 7 mm Höhe. Das Design ist einfach, aber wie ich finde, geschmackvoll.

Verbatim bietet dieses Modell derzeit in vielen verschiedenen Kapazitäten an:

  • 128 GB
  • 256 GB
  • 512 GB
  • 1 TB
  • 2 TB
  • 4 TB

Dabei siedelt sich die SSD klar in der untersten Preisklasse an und zählt zu den günstigsten Modellen in der jeweiligen Kapazitätsklasse.

 

Technik der Verbatim Vi550 S3

Bei der genauen Technik der Vi550 S3 hält sich Verbatim etwas bedeckt. Es wäre hier auch nicht ausgeschlossen, dass der verwendete Controller/NAND je nach Charge etwas schwankt. Prinzipiell soll die SSD aber lesend bis zu 550 MB/s erreichen und schreibend bis zu 500 MB/s, wobei die kleineren Versionen schreibend etwas schwächer ausfallen, wie es üblich ist. Was für NAND und was für einen Controller wir haben, wird nicht angegeben. Ich habe allerdings meine 4TB-Version einmal geöffnet und Folgendes vorgefunden:

  • Controller – Realtek RayMX RM1135
  • NAND – A1B4CE – 231012-01

Der RayMX RM1135 von Realtek ist ein etwas älterer Controller, welcher sich in vielen günstigeren SSDs findet, aber im Kern alle Funktionen und NAND-Konfigurationen unterstützt. Es handelt sich hierbei sicherlich nicht um den schnellsten SATA-Controller, aber er wird seinen Job gerade als Datenlaufwerk erfüllen.

Etwas mysteriöser ist der NAND, welcher mit A1B4CE – 231012-01 beschriftet ist. Selbst Google findet unter dieser Beschriftung keine Ergebnisse. Hierbei handelt es sich allem Anschein nach um QLC NAND, wie wir auch im späteren Testverlauf sehen werden. Einen RAM-Cache haben wir keinen.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem kommt für die Benchmarks zum Einsatz:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

 

Benchmarks der Verbatim Vi550 S3 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter “optimalen” Bedingungen voll auszureizen.

Hier konnte die Verbatim Vi550 S3 SSD 4TB nicht ganz die Herstellerangaben erreichen. So schaffte sie lesend 516 MB/s und schreibend 456 MB/s. Keine absolut überragenden Werte, aber in der Praxis als Datenlaufwerk absolut OK.

Ähnliches sehen wir in AS SSD, wo die Verbatim am unteren Ende des Testfelds, gemeinsam mit der Silicon Power Ace A55, landet. Nicht überraschend, denn dies sind beides QLC-SSDs.

Anvil’s Storage Utilities wertet die beiden SSDs ebenfalls ähnlich.

 

PC Mark

Der PC-Mark-Test zielt mit seinem Speicher-Benchmark darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Büroanwendungen und Spiele zu simulieren. Entsprechend präsentiert sich dieser Test etwas alltagsnäher als reine “Benchmarks”, wie wir sie zuvor hatten. Es stehen drei Testoptionen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version nutzt größere Dateigrößen, was dazu führt, dass SSDs mit langsamer Schreibgeschwindigkeit oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden.

Spannenderweise rückt hier das Testfeld ein gutes Stück zusammen und die Verbatim Vi550 S3 SSD schneidet hier gar nicht so übel ab, gerade wenn wir den Preis bedenken. So sind auch die Testergebnisse der drei Benchmarks recht dicht beieinander. Dieses konstante Abschneiden hat mich durchaus etwas überrascht.

 

3D Mark SSD Test

Wo PC Mark die Allround-Leistung eines Systems messen soll, spezialisiert sich 3D Mark hingegen auf die Messung von Spieleladezeiten. Diese werden dabei intern richtig „simuliert“ und es gibt nicht einfach nur eine theoretische Messung. Folgendes testet der 3D Mark SSD Test:

  • Laden von Battlefield™ V vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Call of Duty®: Black Ops 4 vom Start bis zum Hauptmenü
  • Laden von Overwatch® vom Start bis zum Hauptmenü
  • Aufzeichnen eines 1080p-Gameplay-Videos bei 60 FPS mit OBS (Open Broadcaster Software) während des Spielens von Overwatch®
  • Installieren von The Outer Worlds® aus dem Epic Games Launcher
  • Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds®
  • Kopieren des Steam-Ordners für Counter-Strike®: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk

Die Verbatim Vi550 S3 kann sich hier zwar nicht im Spitzenfeld etablieren, schneidet aber im Vergleich mit der Kingston und Silicon Power SSD auch nicht schlecht ab.

 

Verbatim Vi550 S3 SSD Praxis-Test: Kopier- und Entpackleistung im Detail

Kopieren wir zum Schluss noch zwei große Archive auf die SSD, welche wir anschließend von dieser entpacken. Dieser Benchmark ist auch repräsentativ für beispielsweise das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2 ca. 231 GB

Hier war ich sehr überrascht, denn die Verbatim Vi550 S3 schafft es erstmals, sich sogar vor die Western Digital SSDs zu schieben und somit ein gutes Stück über ihrer eigentlichen Preisklasse abzuschneiden.

 

Verbatim Vi550 S3 SSD SLC Cache: Performance bei konstanter Last

Kommen wir zum Abschluss noch auf einen wichtigen Punkt zu sprechen, den SLC Cache. Auch wenn es manchmal unglaublich erscheint, moderner NAND ist schreibend um einiges langsamer, als wir es teils denken. So schafft kaum eine SSD konstant über 2000 MB/s. Alles darüber hinaus ist in der Regel ein sogenannter SLC Cache. Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC oder QLC NAND, welcher entsprechend mit 3 oder 4 Bit pro Zelle beschrieben wird. Je mehr Bits wir in eine Zelle schreiben, desto komplexer wird der Schreibvorgang, was diesen langsamer macht. Dabei potenziert sich das Problem, je mehr Bits wir pro Zelle schreiben.

QLC ist hier entsprechend nochmals deutlich langsamer als TLC. Um dies in der Praxis zu kompensieren, nutzen viele SSDs (gerade NVMe SSDs) einen „SLC“ Cache. Hierbei wird der NAND temporär nur mit einem Bit pro Zelle beschrieben, was die Geschwindigkeit signifikant erhöht. Dies geht aber natürlich nur temporär. Wie schnell oder langsam schreibt nun die Verbatim Vi550 S3 bei konstanter Last? Dies teste ich mit H2TestW, welches die SSDs einfach konstant mit zufälligen Daten befüllt.

Hier sehen wir einen deutlichen Unterschied zwischen den SSDs mit QLC und TLC NAND. So brauchte die Verbatim Vi550 rund viermal so lange, um vollständig beschrieben zu werden, als die TLC SSDs.

Hier können wir die Datenrate der SSD auch einmal im Detail sehen. Erreicht sie zunächst die volle Leistung, sinkt diese recht schnell auf konstant ± 70-90 MB/s im Schnitt ab, was ein übliches Verhalten für eine SSD mit QLC NAND ist.

 

Fazit zur Verbatim Vi550 S3 SSD 4TB: Preis-Leistungs-Verhältnis und Einsatzmöglichkeiten

Die Verbatim Vi550 S3 ist beim besten Willen nicht die schnellste SSD und ich würde diese als System-SSD auch nur bedingt empfehlen. Allerdings, suchst du einfach eine SSD als „Datengrab“, gerade für das Ablegen von Mediendaten, dann macht diese aufgrund der Preis/Leistung doch Sinn.

Wir haben hier in der 4TB-Version eine SSD mit QLC NAND vor uns, was gerade bei konstanter Schreibleistung das Tempo stark limitiert. Daher ist diese in Anwendungen, die viele Daten schreiben, eher mäßig geeignet, ähnlich wie die Samsung QVO Serie. Suchst du aber eine SSD als „Datengrab“ für beispielsweise Filme, Serien oder Fotos, dann macht diese aufgrund der guten Preis/Leistung absolut Sinn.

Denn lesend bietet diese eine gute Leistung. Ähnliches würde vielleicht auch als „Spiele-SSD“ gelten. Es kommt hier etwas am Ende auf deine Nutzung an, ob sich generell eine QLC SSD für dich lohnt.

Verbatim Vi550 S3 SSD 4TB
POSITIV
Preis-Leistungs-Verhältnis
Mit bis zu 510 MB/s bietet die SSD eine gute Lesegeschwindigkeit für ihre Preisklasse
In praxisnahen Tests wie PC Mark schneidet die SSD ordentlich ab
Die SSD ist gut geeignet als "Datengrab" für Medien wie Filme, Serien oder Fotos, dank ihrer guten Leseleistung und großen Kapazität.
NEGATIV
Es wird QLC NAND verwendet, was im Vergleich zu TLC NAND langsamer ist und zu geringerer Schreibleistung führt.
Kein RAM-Cache
Bei konstanter Last sinkt die Schreibleistung erheblich
80

NZXT H7 Flow RGB (2024) Test: Das ultimative Gehäuse für maximalen Airflow und Benutzerfreundlichkeit

Mit dem H7 Flow (2024) bringt NZXT eine neue Version seines bekannten Gehäuses auf den Markt. Dieses wurde komplett überarbeitet und setzt nun auf einen Hybrid-Ansatz aus dem neuen und beliebten 2-Kammer-Design und dem typischen, auf Airflow optimierten Aufbau. Hierdurch sieht das H7 Flow (2024) wunderbar “clean” und aufgeräumt aus, soll aber dennoch die maximale Kühlleistung bieten.

NZXT H7 Flow RGB 2024 Test

Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob das Konzept des H7 Flow RGB wirklich aufgeht! An dieser Stelle vielen Dank an NZXT für das Zurverfügungstellen des H7 Flow RGB (2024) für diesen Test!

 

Detaillierter Test des NZXT H7 Flow RGB (2024)

NZXT bietet das H7 (2024) in zwei Versionen an, mit und ohne RGB.

Zudem kannst du dich zwischen dem Gehäuse in Weiß und Schwarz entscheiden. Hier im Test habe ich die weiße Version mit RGB-Lüftern. Wie bei NZXT üblich, setzt auch das H7 Flow (2024) auf ein sehr “cleanes” und schlichtes Design, das recht aufgeräumt und geradlinig erscheint. Dabei setzt das Gehäuse auf ein Seitenfenster aus Glas und eine Mesh-Front und Oberseite. Eine große Besonderheit ist allerdings der Boden.

NZXT H7 Flow RGB 2024 im inneren

Denn der Boden unterhalb der Grafikkarte ist ein Stück angehoben und besitzt eine faustbreite Aussparung auf der Außenseite, sodass hier montierte Lüfter sehr viel Raum haben, Luft anzusaugen. Insgesamt lassen sich bis zu 10 Lüfter in dem Gehäuse verbauen, die direkten Kontakt zur Außenluft durch das Mesh haben. Ungewöhnlich ist auch die Netzteil-Position.

So bietet das H7 Flow (2024) hinter dem Mainboard eine weitere Kammer, in welcher das Netzteil, SSDs/HDDs sowie auch Kabel versteckt werden können. Dies sorgt dafür, dass der primäre Innenraum sehr aufgeräumt und “clean” aussieht. Qualitativ ist das Gehäuse dabei NZXT-typisch hervorragend! Es wirkt stabil, und auch Spaltmaße und Lackierung sind ausgezeichnet.

 

Nimm die RGB-Version

NZXT bietet das H7 Flow (2024) mit oder ohne RGB-Lüfter an. Die RGB-Version hat lediglich eine 20€ höhere UVP und bringt einen 360 mm “Single-Frame”-Lüfter von NZXT in der Front mit.

Single Frame? Ja! Wir haben hier nicht drei einzelne Lüfter, sondern drei 120 mm Lüfter in einem Gehäuse mit nur einem (bzw. zwei) Kabeln. Dieser Lüfter wird von NZXT auch einzeln für 69€ verkauft, entsprechend halte ich die RGB-Version für einen guten Deal.

 

Abmessungen und Formfaktor des NZXT H7 Flow RGB (2024)

Mit 544 x 244 x 468 mm ist das NZXT H7 Flow RGB (2024) schon ein recht großes Gehäuse, welches aber auch subjektiv nicht “gewaltig” wirkt.

Aufgrund des 2-Kammer-Designs ist das NZXT H7 Flow RGB (2024) ein Stück breiter als ein übliches Gehäuse, aber nicht ganz so breit wie z.B. das H9 oder das Lian Li O11 Dynamic. Das Gewicht des Gehäuses liegt bei 11,13 kg.

 

Front IO

Auf der Oberseite des Gehäuses ist das Front IO, wie auch der Einschalter, angebracht. Hier haben wir:

● 2x USB A 3.2 Gen 1 (5 Gbit)

● 1x USB C 3.2 Gen 2 (10 Gbit)

● 1x 3,5 mm Headset-Anschluss

 

Viel Platz für CPU-Kühler, Grafikkarten, Netzteile usw.

Bei dem NZXT H7 Flow RGB (2024) handelt es sich um ein ausgewachsenes Gehäuse, welches entsprechend für sämtliche vorstellbare Hardware Platz bietet.

● Mainboard: bis zu E-ATX bis zu 277 mm Breite

● CPU-Kühler: bis zu 185 mm Höhe

● Grafikkarte: bis zu 410 mm Länge

● Netzteil: ATX bis zu 200 mm Länge

Entsprechend sind auch extrem große CPU-Kühler oder Grafikkarten nach dem Kaliber der 4090 kein Problem für das H7 Flow!

 

Bis zu 10 Lüfter!

Das Motto des NZXT H7 Flow RGB (2024) ist „Airflow to the Max“! So besitzt das Gehäuse bis zu 10 Lüfterpositionen, die auch alle Kontakt zur Außenseite durch ein Mesh haben.

● Front: 3x 140 mm oder 3x 120 mm

● Oberseite: 2x 140 mm oder 3x 120 mm

● Rückseite: 1x 140 mm oder 1x 120 mm

● Boden: 3x 120 mm

Entsprechend könntest du auch bis zu 3x 360 mm Radiatoren in dem Gehäuse verbauen, was verrückt ist. Aber mehr Optionen sind immer gut!

NZXT H7 Flow RGB 2024 Boden

Besonders spannend sind dabei die Lüfter auf dem Boden bzw. die Lüfterposition. So besitzt das H7 Flow (2024) hier eine besondere Aussparung, welche den Bodenlüftern besonders viel Raum gibt, Luft anzusaugen.

 

Festplatten und SSDs

Wie bei vielen modernen Gehäusen ist auch der Platz für 3,5-Zoll- und 2,5-Zoll-Laufwerke im H7 Flow “überschaubar”.

NZXT H7 Flow RGB 2024 3,5 Zoll HDD Platz

So haben wir 2x 2,5-Zoll-Slots sowie 2x 2,5- oder 3,5-Zoll-Montagepunkte auf der Rückseite des Mainboards.

Du hast also die Wahl:

● Bis zu 4x 2,5 Zoll

● Bis zu 2x 2,5 Zoll + 2x 3,5 Zoll

Dabei werden vor allem die 3,5-Zoll-HDDs etwas “abenteuerlich” auf der Rückseite des Mainboards montiert. Das funktioniert, aber ich denke, das H7 Flow (2024) ist primär für “SSD-Only”-Systeme gemacht.

 

Alle Kabel in Weiß!

Erfreulicherweise sind bei der weißen Version des Gehäuses auch alle Kabel, inklusive USB-3.0-Kabel, USB-C-Kabel usw., in Weiß!

Weiße Kabel

Dies sind kleine Details, die nicht selbstverständlich sind.

 

Benutzerfreundlichkeit des NZXT H7 Flow RGB (2024)

Normalerweise ist dies die Stelle, an welcher ich über Probleme oder Auffälligkeiten beim PC-Bau in einem Gehäuse berichte.

Allerdings gibt es hier nichts Außergewöhnliches zu berichten! Ich habe meinen Gaming-PC im Gehäuse verbaut, und ich hatte absolut 0 Probleme oder Auffälligkeiten. Das H7 Flow (2024) bietet einfach so viel Platz und ist sehr durchdacht, dass es extrem angenehm und unproblematisch ist, in dem Gehäuse zu arbeiten. Ich würde sogar sagen, dies ist eines der anfängerfreundlichsten Gehäuse, die ich jemals in den Fingern hatte.

Vor allem das Kabelmanagement ist so einfach! Fast alle Kabel sind einfach hinter dem Mainboard und den diversen Abdeckungen versteckt, wo es auch mehr als genug Kabelmanagement-Klettstreifen und Ankerpunkte gibt. Auch hinter dem Netzteil ist jede Menge Platz für überschüssige Kabel und Ähnliches.

Vielleicht, wenn du viele 3,5-Zoll- bzw. 2,5-Zoll-Laufwerke hast, könnte es etwas schwierig werden, vor allem wenn dein Netzteil gewinkelte Stecker hat, aber ansonsten ist das NZXT H7 Flow RGB (2024) ein Traum!

 

Universelles RGB!

Erfreulicherweise setzt der Single-Frame-Lüfter im NZXT H7 Flow RGB (2024) auf ein universelles RGB-System.

So kannst du diesen an das proprietäre NZXT-RGB-System anschließen, falls du einen entsprechenden Hub hast, oder einfach über den üblichen 5V-RGB-Stecker mit deinem Mainboard verbinden und über dieses die Beleuchtung steuern. Super! NZXT zwingt dich also nicht in sein Ökosystem, wenn du dies nicht möchtest.

 

Starke Leistung des F360 RGB Core – 360 mm Single-Frame

Der F360 RGB Core “Single Frame”-Lüfter von NZXT, welcher in der Front vorinstalliert ist, zeigte im Test eine sehr starke Leistung.

Dies meine ich dabei sowohl aus Sicht der Leistung als auch aus Sicht der Lautstärke. Der 360 mm (3x 120 mm) Lüfter bietet einen erfreulich hohen Luftdurchsatz und läuft, sofern sauber gesteuert, sehr leise. Also der bzw. die verbauten Lüfter sind qualitativ sehr hochwertig!

 

Perfekter Airflow!

Beim NZXT H7 Flow RGB (2024) können wir uns Temperaturmessungen mit oder ohne Front-Panel sparen. Das Gehäuse besitzt einen herausragenden Airflow!

So besteht die Front, Oberseite, Unterseite und auch die Rückseite aus einem sehr luftdurchlässigen Mesh. Dabei ist natürlich Mesh nicht gleich Mesh, aber in diesem Fall ist dieses sehr durchlässig.

Dies in Kombination mit den vielen Lüfterpositionen und dem vergleichsweise klassischen Aufbau sorgt für einen herausragenden Airflow in der Hauptkammer! CPU- und GPU-Temperaturen waren im Test die besten, die ich bisher bei meinem System erlebt habe. Solltest du eine besonders heiße GPU haben, kein Problem, dann kannst du im Boden 3x 120 mm Lüfter montieren.

 

Fazit zum NZXT H7 Flow RGB (2024)

Dir gefällt das Design des NZXT H7 Flow RGB (2024)? Dann schlag zu! Dies ist derzeit das “funktional” und auch vom Airflow her beste Gehäuse von NZXT, aus meiner Sicht.

Zwar ist auch das H9 absolut fantastisch (und gefällt mir optisch auch noch einen Hauch besser), aber aus Sicht des Airflows und der Benutzerfreundlichkeit beim Bauen im Gehäuse ist das NZXT H7 Flow RGB (2024) absolut nicht zu schlagen! Gerade wenn du ein SSD-Only-System hast, ist das Gehäuse unheimlich nutzerfreundlich und bietet praktisch für alle Komponenten mehr als ausreichend Platz.

Dank des 2-Kammer-Aufbaus sieht der Innenraum dabei auch ohne großen Aufwand unheimlich “clean” aus, da sich alle Kabel problemlos verstecken lassen. Hier ist auch mehr als genug Platz für die Kabel und ihr Management vorhanden. Ebenfalls ist viel Airflow vorhanden, so haben wir bis zu 10 Lüfterplätze, die alle durch ein sehr durchlässiges Mesh mit der Außenwelt verbunden sind. Viel mehr Airflow geht bei einem Gehäuse nicht!

Da die Lüfterplätze im Boden des Gehäuses etwas angehoben sind, haben diese vergleichsweise viel Raum, um Luft anzusaugen, was potenziell für einen hervorragenden Luftstrom Richtung GPU sorgt. Dabei ist das Design des NZXT H7 Flow RGB (2024) zwar nicht ganz so spektakulär wie das des H9 oder H6, aber dennoch ist das Gehäuse sehr geschmackvoll und schlicht gestaltet. Die weiße Version ist dabei konsequent umgesetzt, mit weißen Kabeln im Inneren. Kurzum, wenn dir das Design zusagt, wirst du kaum ein besseres Gehäuse als das NZXT H7 Flow RGB (2024) finden!

NZXT H7 Flow RGB (2024)
POSITIV
Exzellenter Airflow
Viel Platz für Hardware
Bis zu 10 Lüfterpositionen, die alle direkten Kontakt zur Außenluft haben
2-Kammer-Design
Universelles RGB-System und sehr guter Single Frame Lüfter
Einfaches Kabelmanagement
Einfacher Zusammenbau, ideal auch für Anfänger
Schlicht und geschmackvoll
NEGATIV
Das H7 (2024) ist ein sehr großes Gehäuse und benötigt viel Platz
Begrenzter Platz für 3,5-Zoll-Laufwerke
Schrauben nicht gut gelabelt
92

Ein WLAN-Wasserkocher? AENO EK7S im Test

Es gibt die verrücktesten Smart-Home-Produkte. In diese Kategorie fällt auch der AENO EK7S. Beim AENO EK7S handelt es sich um einen Wasserkocher mit WLAN und App-Support.

Ja, ein Wasserkocher mit WLAN! Klingt im ersten Moment verrückt, aber ist es das in der Praxis auch wirklich? Ist der EK7S ein guter Wasserkocher? Finden wir dies im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an AENO für das Zurverfügungstellen des EK7S für diesen Test.

 

Design und Verarbeitung des AENO EK7S Wasserkochers

Zunächst handelt es sich beim AENO EK7S um einen sehr schicken und auch hochwertigen Wasserkocher.

Dieser hat ein Fassungsvermögen von 1,7 Litern und besteht äußerlich aus einem schicken, aber durchaus etwas empfindlicheren Hochglanz-Kunststoff. Wie die meisten Wasserkocher besitzt auch der EK7S eine Basisplatte, auf welche der Wasserkocher für die Stromversorgung aufgesetzt wird.

Die Kupplung hierfür soll laut Hersteller 12.000 Steckvorgänge aushalten. Subjektiv wirkt diese auch sehr robust.

Das Innere besteht aus Edelstahl. AENO wirbt hier auch besonders damit, dass der Wasserkocher BPA-frei ist, was auch plausibel ist, denn Edelstahl ist BPA-frei. Auf der Oberseite haben wir einen Deckel mit einer flexiblen Nase, die ein freies Ausgießen des Wassers erlaubt.

 

Praktische Temperaturanzeige beim AENO EK7S

Auf der Seite des EK7S findet sich ein LC-Display. Dieses zeigt dir konstant die aktuelle Temperatur des Wasserkochers an, solange dieser mit dem Strom verbunden ist.

Dies ist sehr praktisch! So kannst du zum einen abschätzen, wie lange das Wasser noch zum Kochen braucht, zum anderen kannst du sehen, wie warm das Wasser im Kocher nach Zeitraum X noch ist.

 

Bedienung des AENO EK7S über Touchtasten

Zwar haben wir hier einen „smarten“ Wasserkocher mit App-Support, aber wenn du willst, brauchst du die App gar nicht nutzen. So hat der AENO EK7S unterhalb des Displays diverse Touch-Tasten für die Funktionen des Wasserkochers. So haben wir hier natürlich den Einschalter, aber auch die Möglichkeit, die Zieltemperatur zwischen +40 °C, +55 °C, +80 °C, +90 °C und „Kochen“ auszuwählen.

Normalerweise bin ich kein Fan von Touchtasten, aber diese machen hier Sinn, aus Sicht des Wasserschutzes. Sollte mal Wasser am Wasserkocher herunterlaufen, hat dieses so keine Möglichkeit des Eindringens.

 

Funktionen der AENO App für den EK7S Wasserkocher

Sicherlich das Außergewöhnliche an dem AENO EK7S ist die WLAN-Funktionalität. Diese ist natürlich in einem gewissen Maße ein Gimmick.

So kannst du den Wasserkocher über die AENO-App einschalten, ausschalten, die Temperatur einstellen, die Warmhaltefunktion steuern und auch einen Zeitplan hinterlegen.

Solltest du jeden Morgen um 8 Uhr heißes Wasser wollen, dann könntest du den Wasserkocher so einstellen, dass dieser automatisch morgens um 8 Uhr anspringt. Du musst dir nur merken, ihn am Abend vorher zu füllen.

 

Heizdauer des AENO EK7S: 20 Grad auf 100 Grad

Die wichtigste Frage ist, wie lange der Wasserkocher braucht, um Wasser zu erhitzen?

Bei mir brauchte der Wasserkocher zwischen 2:22 Minuten bei 0,5 Litern und 5:17 Minuten beim maximalen Volumen.

Dies ist schnell, wenn auch nicht rekordverdächtig. Es gibt durchaus Wasserkocher mit mehr Leistung, welche dann vielleicht 10-20% schneller sind. Wenn du nicht 100 Grad willst, dauert das Heizen ein gutes Stück weniger lange, da die letzten 20 Grad auf 100 Grad immer vergleichsweise langsam gehen.

 

Stromverbrauch des AENO EK7S Wasserkochers

Beim Heizen benötigt der AENO EK7S konstant zwischen 1800W und 1900W. Spannend, denn laut Hersteller soll dieser 2200W erreichen können.

Dies kannst du auch im Diagramm sehen. So besitzt der Wasserkocher „nur“ zwei Stufen: an oder aus.

Dabei schwankte der Stromverbrauch zwischen 63 Wh und 150 Wh für das Erwärmen des Wassers. Bei Stromkosten von 0,30 € pro kWh würde so das Erwärmen von 1 Liter Wasser ca. 2,85 Cent kosten.

 

Leerlauf-Stromverbrauch des AENO EK7S

Im Leerlauf liegt der Stromverbrauch des Wasserkochers mit WLAN-Verbindung bei ca. 0,9W.

 

Fazit: Lohnt sich der AENO EK7S WLAN-Wasserkocher?

Ein WLAN-Wasserkocher ist natürlich schon eher ein „Gimmick“, über dessen Nützlichkeit man streiten kann. Daher erst einmal das Wichtige vorweg: Der AENO EK7S ist auch abseits der WLAN-Funktionalität sehr gut! Vor allem, dass er anzeigt, wie heiß das Wasser im Inneren ist, ist ein großer Pluspunkt!

So kannst du direkt auf einen Blick sehen, ob das Wasser beispielsweise nach Zeitraum X immer noch heiß genug ist. Ebenfalls kannst du Wasser auch gezielt auf Temperaturen unterhalb von 100 Grad bringen, beispielsweise 60 Grad, 80 Grad usw. Dabei ist der Wasserkocher mit 1800W sehr leistungsstark, wenn auch offen gesagt nicht extrem. Es gibt durchaus noch leistungsstärkere und somit schnellere Wasserkocher.

Dennoch, 1 Liter Wasser zum Kochen bringen in ca. 3 Minuten ist für mich völlig okay. Hinzu kommen natürlich die smarten Features. So kannst du den Wasserkocher aus der Ferne ein- und ausschalten, über die App die Warmhaltefunktion steuern oder auch einen Zeitplan hinterlegen. Ob das für dich einen Mehrwert darstellt, kannst nur du selbst entscheiden. Die App funktioniert aber generell sehr gut, wie auch der Wasserkocher selbst! 60 € halte ich dabei für fair, gerade wegen des praktischen Temperatur-Displays!

AENO EK7S
POSITIV
LC-Display zeigt die aktuelle Temperatur an
Möglichkeit, Zieltemperaturen auszuwählen (40 °C, 55 °C, 80 °C, 90 °C, Kochen)
Steuerung des Wasserkochers über die AENO-App
Einschalten, Ausschalten, Temperatureinstellung, Warmhaltefunktion und Zeitpläne per App
Erhitzt 0,5 Liter Wasser in 2:22 Minuten, 1,7 Liter in 5:17 Minuten
NEGATIV
Hochglanz-Kunststoff ist etwas empfindlicher
82

Egretech Sonic 1200 im Test: Leistung, Ladegeschwindigkeit und mehr im Detail

Egretech bietet mit der Sonic 1200 eine recht günstige, aber attraktive Powerstation mit 999 Wh Kapazität und einer Ausgangsleistung von bis zu 1200 W an. Dabei besitzt diese ein schickes Design, super schnelles Aufladen (0% auf 80% in 1,6 Stunden, laut Hersteller) und auch 100W USB-C Ports. Klingt doch im ersten Moment durchaus attraktiv, vor allem zu einem Preis von +- 600€.

Aber wie gut oder wie schlecht ist die Egretech Sonic 1200 in der Praxis? Finden wir es im Test heraus! An dieser Stelle vielen Dank an Egretech für das Zur-Verfügung-Stellen der Sonic 1200 für diesen Test.

 

Design und Abmessungen der Egretech Sonic 1200

Die Egretech Sonic 1200 setzt auf ein recht klassisches Design für eine Powerstation. So bekommst du hier eine 300 × 215 × 195 mm große “Box”, welche 10 kg wiegt.

Für die Kapazität von 999 Wh ist damit die Powerstation relativ kompakt. An sich haben wir hier ein recht “boxiges” Design mit flacher Oberseite, auf welcher sogar ein kabelloses Ladepad integriert ist.

Etwas hervorstechend ist hier lediglich das Display, welches rund gehalten ist. Zu diesem später mehr. Generell ist das Gehäuse aus einem silbernen Kunststoff gefertigt.

Für einen leichteren Transport findet sich auf der Oberseite ein ausklappbarer Handgriff.

 

Anschlüsse der Egretech Sonic 1200

Die Anschlüsse der Egretech Sonic 1200 sind über drei bzw. vier Seiten der Powerstation verteilt. Auf der Front finden wir zunächst die DC-Ausgänge:

  • 2x USB-A – Quick Charge 3.0 24W
  • 2x USB-C – 100W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A
  • KFZ-Zigarettenanzünder – 132W (13,2V / 10A)

Die AC-Ausgänge sind auf der rechten Seite der Powerstation angebracht.

  • 2x AC Reine Sinuswelle – 1200W max

Zudem haben wir auf der Oberseite noch das kabellose Ladepad.

  • Kabelloses Laden – 15W

Die Eingänge wiederum sind auf der linken Seite unter einer Klappe angebracht.

  • AC-Eingang – bis zu 1000W
  • PV / XT60 Eingang – bis zu 200W

Erfreulicherweise ist das Netzteil bereits in der Egretech Sonic 1200 integriert, welches zudem mit bis zu 1000W auch sehr leistungsstark sein soll. Zudem haben wir einen DC-Eingang in dem Standard XT60 Format.

 

Das Display

In der Egretech Sonic 1200 ist ein kleines rundes Display integriert. Dieses zeigt dir den Ladestand in % an, die Restlaufzeit, sowie die aktuelle Eingangs-/Ausgangsleistung in Watt. Damit ist das Display nicht übermäßig detailliert, aber zeigt alles Wichtige an.

 

USB-C mit 100W Leistung und PPS

Erfreulicherweise können die USB-C Ports der Egretech Sonic 1200 konstant 100W nach dem USB PD Standard ausgeben. Hierdurch eignen sich diese nicht nur für Smartphones und Tablets, sondern auch für größere Geräte wie Notebooks.

So wäre das Laden von Notebooks über diese Ports um einiges effizienter als das Nutzen eines gesonderten Netzteils, da wir uns hier einige Wandlungsschritte sparen. Erfreulicherweise unterstützt der USB-C Port auch den PPS Standard:

  • 3,3-21V bei bis zu 3A

Dies allerdings leider nur mit bis zu 3A.

 

Problemlose Steckdosen

Die beiden Steckdosen der Egretech Sonic 1200 bieten passend zum Namen eine Ausgangsleistung von bis zu 1200W. Im Test zeigten sich die Steckdosen absolut unproblematisch und konnten auch die Leistung von 1200W ± liefern (sogar ein gutes Stück mehr). Die Steckdosen bieten auch eine reine Sinuswelle.

 

Kapazität und Messwerte der Egretech Sonic 1200

Egretech wirbt bei der Sonic 1200 mit einer Kapazität von 999 Wh. Folgendes konnte ich an den diversen Anschlüssen der Powerstation messen:

Egretech Sonic 1200 Kapazität in Wh

In meinem Test schwankte die Kapazität der Powerstation zwischen 740 Wh im Minimum und 869 Wh im Maximum. Dies entspricht 74% bis 87% der Herstellerangabe. Es ist für Powerstations und Powerbanks leider normal, dass diese nicht die Herstellerangabe zu 100% erreichen. Warum? Die Herstellerangabe bezieht sich auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akkuzellen. Allerdings muss diese gewandelt werden, beispielsweise auf 12V oder 230V. Dies kostet natürlich etwas Energie, welche dann am Ende nicht zur Verfügung steht. Mit 81% bzw. 809 Wh im Schnitt ist die Egretech Sonic 1200 allerdings eher am unteren Ende dessen, was ich noch als OK einstufen würde.

 

Laden und gleichzeitig entladen, ein schwieriges Thema!

In der Regel ist es kein Problem, eine Powerstation gleichzeitig zu laden und zu entladen. Hierdurch ist es auch oft möglich, diese als eine Art USV zu nutzen. Spannenderweise ist dies bei der Egretech Sonic 1200 so nicht möglich. Wenn du den AC-Eingang der Powerstation nutzt, werden die AC-Ausgänge deaktiviert!

Die DC-Ausgänge sowie die USB-Ports hingegen lassen sich parallel nutzen. Umgekehrt, nutzt du den DC-Eingang, beispielsweise mit einem Solarpanel, dann lassen sich gleichzeitig alle Anschlüsse der Powerstation nutzen. Also als Solargenerator lässt sich die Egretech Sonic 1200 nutzen, aber nicht als USV.

 

Ladegeschwindigkeit der Egretech Sonic 1200

Laut Hersteller soll die Sonic 1200 mit bis zu 1000W laden können und lediglich 1,6 Stunden für eine vollständige Ladung über den AC-Eingang benötigen. Dies wäre ein hervorragendes Tempo!

In meinem Test konnte die Powerstation zwar nicht ganz mit bis zu 1000W laden, aber sie erreichte in der Spitze rund 850W. Die Ladedauer passt dennoch zur Herstellerangabe. So brauchte die Powerstation bei mir 1:40 h für eine Ladung von 0% auf 100% an der Steckdose, was schön schnell ist. Über den XT60-Port wiederum kann die Powerstation wahlweise an einem KFZ-Ladeport oder via Solar geladen werden.

Hier akzeptiert die Powerstation 10-24V bei bis zu 12A bzw. 200W. Dank des XT60-Ports ist die Powerstation auch universell kompatibel zu allen möglichen Solarpanels, mit passenden Adapterkabeln.

 

Effizienz der Egretech Sonic 1200

Um die Powerbank von 0% auf 100% an der Steckdose zu laden, benötigte diese bei mir 1101 Wh Energie. Entsprechend schwankt die Effizienz zwischen 79% und 67%, je nachdem, wie diese später entladen wird. Pluspunkte gibt es für den extrem niedrigen Standby-Verbrauch, wenn du die Powerstation einfach an der Steckdose angeschlossen lässt.

 

Fazit: Egretech Sonic 1200 im Praxistest

Was spricht für die Egretech Sonic 1200 und was spricht gegen sie? Für die Sonic 1200 spricht aus meiner Sicht das Design, die Ausstattung an Anschlüssen, die USB-C-Ports, das super schnelle Laden an der Steckdose und nicht zuletzt der unproblematische Betrieb. Gerade letzteres ist ein großer Pluspunkt. Im Test hat sich die Powerstation absolut zuverlässig und “stabil” verhalten. Es gab kein komisches und nicht zu erklärendes Verhalten oder ähnliches. Auch die Steckdosen machten ohne Zicken ihren Job. Dabei war auch die Kapazität der Powerstation mit 809 Wh im Schnitt soweit okay. Mehr als okay wiederum war das Laden von 0% auf 100% in gerade mal 1:40h.

Was spricht aber gegen die Sonic 1200? Die Kapazität der Powerbank ist soweit okay, aber auch nicht überragend. Ebenso ist die Ausstattung solide bis gut, aber auch nicht außergewöhnlich. Die Powerstation bringt keine “Besonderheiten” mit, sondern nur das, was ich von einer guten Powerstation erwarten würde, nicht mehr und nicht weniger. Etwas merkwürdig ist allerdings das Fehlen der “USV” Funktionalität beim Laden an der Steckdose, was mich jetzt aber auch nicht besonders stört.

Unterm Strich ist die Egretech Sonic 1200 eine gute Powerstation, welche ich auch mit gutem Gewissen empfehlen kann, wenn die Ausstattung dir zusagt!

Egretech Sonic 1200
POSITIV
Design und Portabilität
Umfangreiche Auswahl an Anschlüssen, einschließlich USB-A und USB-C Ports mit hoher Leistung, AC-Ausgänge mit reiner Sinuswelle und KFZ-Zigarettenanzünder.
Konstante 100W Ausgabe über USB-C, unterstützt den PPS Standard
Schnelles Aufladen von 0% auf 80% in nur 1,6 Stunden über den AC-Eingang.
Stabile Leistung bei der Nutzung der Steckdosen mit bis zu 1200W und reiner Sinuswelle
Flexibles Laden über AC-Eingang, DC-Eingang (XT60) oder Solarpanels
Niedriger Standby-Verbrauch
NEGATIV
Die AC-Ausgänge werden deaktiviert, wenn die Powerstation über den AC-Eingang geladen wird
Die durchschnittliche gemessene Kapazität liegt mit 809 Wh eher am unteren Ende dessen, was ich für ähnliche Powerstations erwarte
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