Mit einer mechanischen Tastatur kann man heutzutage niemanden mehr hinter dem Ofen hervorlocken. Allerdings gibt es einen neuen Trend: analoge Taster.
Also mechanische Taster, die nicht einfach einen fixen Auslösepunkt haben, sondern den aktuellen Status innerhalb eines gewissen Bereiches erkennen können. Dies erlaubt Features wie Rapid Trigger oder generell einen anpassbaren Auslösepunkt.
Von den großen Herstellern ist Razer einer der ersten, der mit der Huntsman V3 diese Technik in einer „Mainstream“-Tastatur umgesetzt hat.
Wollen wir uns im Test einmal ansehen, wie gut die Razer Huntsman V3 Pro ist und ob dieses Feature auch gut umgesetzt wurde.
An dieser Stelle vielen Dank an Razer für das Zurverfügungstellen der Huntsman V3 Pro für diesen Test.
Bei der Huntsman V3 Pro handelt es sich zunächst um eine recht klassische und typische Gaming-Tastatur eines großen Herstellers.
So verfügt sie über eine Basisplatte aus gebürstetem Metall. Auf dieser sind die Taster „schwebend“ angebracht. Dies ist ein sehr schickes Design und erleichtert auch das Reinigen der Tastatur.
Im Gegenzug ist allerdings das gebürstete Metall etwas anfälliger gegenüber Fingerabdrücken. Die generelle Verarbeitungsqualität ist soweit okay, wenn auch nicht absolut überragend. Es ist zwar nicht die massivste mechanische Tastatur, die ich jemals in den Fingern hatte, aber sie lässt sich auch nicht verwinden.
Pluspunkte gibt es für das abnehmbare USB-C-Kabel und die Füße der Tastatur, die sich in zwei Stufen aufstellen lassen.
Layout in drei Versionen
Razer bietet die Huntsman V3 Pro in drei Versionen an:
Huntsman V3 Pro = Volles Layout mit Nummernblock
Huntsman V3 Pro TKL = Ohne Nummernblock
Huntsman V3 Pro Mini = Minimales Layout ohne Nummernblock, F-Tasten, Pfeiltasten usw.
Ich denke, für die meisten Nutzer ist die normale Version oder die TKL-Version am sinnvollsten.
Mit Drehrad
Erfreulicherweise bringt die Huntsman V3 Pro auch ein Drehrad und drei Sondertasten mit. Diese sind standardmäßig für die Profil-/Media-Steuerung eingestellt.
So verstellt das Drehrad beispielsweise die Systemlautstärke. Dies ist vermutlich auch die sinnvollste Option und auch die einzige, denn anscheinend lässt sich das Drehrad über die Razer-Software nicht anders belegen.
Optische, analoge Taster!
Die Besonderheit der Huntsman V3 Pro sind die „Razer Analog Optical Switches Gen-2“. Was sind das für Taster?
Razer Analog Optical Switch Gen-2
Lineare Taster
Auslösekraft: 40 g
Auslösepunkt: 0,1 – 4,0 mm
100 Millionen Tastenanschläge
An sich haben wir hier zunächst vom „Gefühl“ her ziemlich normale lineare Taster im „MX Red“-Stil. Diese haben mit 40 g einen recht typischen Widerstand und laufen gleichmäßig vom Beginn bis zum Ende. Es gibt keinen spürbaren Punkt, ab dem die Taster auslösen.
Dies macht hier auch absolut Sinn, denn wir haben optische, „analoge“ Taster. Das heißt, diese sind nicht einfach nur „an/aus“ wie bei normalen mechanischen Tastern mit einem vordefinierten Auslösepunkt, sondern die Tastatur kann genau erkennen, wie weit die Taster gedrückt wurden.
Entsprechend kannst du über die Razer-Software den Auslösepunkt zwischen 0,1 und 4,0 mm verstellen!
Und nicht nur das: Du kannst auch Features wie „Rapid Trigger“ oder „Snap Tap“ nutzen. Bei normalen mechanischen Tastern gibt es einen fixen Reset-Punkt, den du überschreiten musst, damit ein weiterer Druck erkannt wird.
Nicht so hier! Wenn du möchtest, reicht es schon, wenn du die Taste 0,1 mm hochkommen lässt, damit diese als zurückgesetzt erkannt wird. Entsprechend kannst du mit etwas Übung die Tasten hin und her „wackeln“ lassen und sie damit extrem schnell hintereinander auslösen, was bei normalen Tastaturen nicht möglich wäre.
Es gibt einige Spiele, in denen dies ein echter Vorteil sein kann, vor allem in einigen Rhythmus-Spielen.
Tippgefühl und Klang
Was das generelle Tippgefühl und auch den Klang angeht, ist die Razer Huntsman V3 Pro eine sehr typische Gaming-Tastatur. Das Tippgefühl ist generell gut. Die Taster laufen sauber und auch ausreichend weich. Zudem sind große Tasten gut stabilisiert und verkeilen sich nicht.
Allerdings ist die Tastatur beim Tippen vergleichsweise laut und nicht stark gedämpft, wenn überhaupt. Dadurch hat sie einen recht hallenden, hellen Klang. Tastaturen wie die AKKO MOD007B-HE klingen hier ein gutes Stück wertiger.
Allerdings befindet sich die Razer Huntsman V3 Pro klanglich etwa auf dem Niveau der bekannten Corsair- und Logitech-Tastaturen.
Hervorragend in Spielen
Die Huntsman V3 Pro ist ganz offensichtlich eine „Gaming-First“-Tastatur. Nicht nur aufgrund der besonderen Features der analogen Taster, sondern auch aufgrund des generellen Gefühls.
Ich mag das „schwebende“ Tastendesign und beim Spielen stört mich das etwas lautere Tippgeräusch auch nicht. Ganz im Gegenteil: Dieses akustische Feedback kann durchaus „befriedigend“ sein, wenn man in einem intensiven Gaming-Moment auf die Tasten hämmert.
Natürlich lässt es sich auch gut auf der Tastatur tippen. Mechanische Tastaturen bieten alle ein gutes Tippgefühl, aber wenn das für dich die Priorität Nummer 1 ist, gibt es bessere Tastaturen.
Die Razer Huntsman V3 Pro zeichnet sich durch ihre Gaming-Features aus und vor allem durch die Möglichkeit, die Taster durch den verstellbaren Auslösepunkt so schnell oder so langsam zu stellen, wie du möchtest. So kann die Huntsman V3 Pro einen Auslösepunkt haben wie eine normale mechanische Tastatur, wie eine Tastatur mit „Speed“-Tastern oder sogar noch schneller. Du hast die Wahl.
Hervorragende RGB-Beleuchtung
Natürlich hat eine High-End-Gaming-Tastatur wie die Razer Huntsman V3 Pro eine vollständige RGB-LED-Beleuchtung. Jede Taste besitzt eine eigene LED und lässt sich individuell ansteuern.
Die Razer-Software ist in diesem Punkt absolut hervorragend, was die Einstellungsmöglichkeiten und die Benutzerfreundlichkeit angeht.
Die LEDs sind auch sehr hell, obwohl wir hier eine schwarze Tastatur haben, was normalerweise immer etwas Helligkeit kostet. Die LED-Qualität ist hier herausragend.
Generell hervorragende Software!
Auch generell möchte ich Razers Software loben! Wie die Software vieler Gaming-Hersteller ist sie an ein paar Stellen zwar etwas überladen, aber insgesamt recht übersichtlich und benutzerfreundlich.
Auch der Funktionsumfang ist super und die diversen Funktionen werden schick präsentiert.
Fazit zur Huntsman V3 Pro
Die Razer Huntsman V3 Pro hebt sich durch ihre analogen mechanischen Taster deutlich von anderen Gaming-Tastaturen ab.
Zwar haben wir hier keine Hot-Swap-Taster oder Ähnliches, aber die vorhandenen Taster lassen sich über die Software deutlich nach deinen Wünschen anpassen. Du kannst den Auslösepunkt zwischen 0,1 und 4,0 mm frei verstellen.
Damit kommen auch erweiterte Funktionen wie Rapid Trigger, die dir in gewissen Spielen deutliche Vorteile bringen können. Es hat einen Grund, warum beispielsweise alle „kompetitiven“ OSU!-Spieler Wooting-Tastaturen nutzen, die als erste eine Rapid-Trigger-Funktion anboten.
Dabei sind die von Razer verwendeten Taster auch absolut tadellos!
Weitere Pluspunkte gibt es für das generelle Design, die Software und die tolle Beleuchtung. Auch das Drehrad und die Tatsache, dass Razer die Huntsman V3 Pro in verschiedenen Layouts (auch mit Nummernblock) anbietet, ist super!
Gibt es Kritikpunkte, neben dem gehobenen Preis, der aber für Tastaturen mit solchen Tastern leider normal ist? Klanglich ist die Huntsman V3 Pro nicht die schönste bzw. wertigste Tastatur.
Geht es dir nur ums Tippen, gibt es bessere Tastaturen für dich. Aber ist dir Gaming wichtiger oder genauso wichtig, dann ist die Huntsman V3 Pro eine hervorragende Wahl!
Akkubetriebene Überwachungskameras haben traditionell einige Schwächen. Damit der Akku bei diesen halbwegs lange hält, gehen diese Kameras in einen Standby-Modus, der von einem PIR-Sensor unterbrochen wird. Erkennt der PIR-Sensor eine Bewegung, wird die eigentliche Kamera gestartet. Dies bedeutet, dass es eine Verzögerung zwischen dem Erkennen der Bewegung und dem Start der Aufnahme gibt. Zudem haben die gängigen PIR-Sensoren auch nicht immer die beste Reichweite. Dadurch können akkubetriebene Überwachungskameras gerne mal etwas träge sein.
Dieses Problem will nun Reolink mit der Altas PT Ultra beheben. So verfügt die Altas PT Ultra über einen sehr großen 20.000 mAh Akku sowie ein „Pre-Recording“-Feature. Die Kamera nimmt dabei konstant auf, speichert diese Aufnahmen aber zunächst nur in einem Zwischenspeicher. Wird nun eine Bewegung erkannt, werden einige Sekunden vor dem Erkennen der Bewegung mitgespeichert, was die Verzögerung kompensiert. Zudem ist die Altas PT Ultra auch in der Lage, konstant aufzunehmen – etwas sehr Seltenes bei Akku-Überwachungskameras.
Schauen wir uns die Reolink Altas PT Ultra im Test an! An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der Altas PT Ultra für diesen Test.
Die Altas PT Ultra setzt auf ein etwas ungewöhnliches Design. So haben wir hier eine dreh- und schwenkbare Kamera. Entsprechend sind die Linse und auch die IR-LEDs in einem Kugelkopf verbaut.
Dieser ist allerdings an einer Art Steg angebracht, in dem vermutlich die diversen Akkuzellen untergebracht sind. So besitzt die Kamera einen Akku mit satten 20.000 mAh, was sehr viel ist!
Geladen wird dieser über einen USB-C-Port. Dabei unterstützt die Kamera natürlich auch Reolinks Solarpanel. Am Kamerakopf selbst befindet sich zudem eine kleine Abdeckung, unter der sich der Einschalter sowie der microSD-Karten-Slot befinden.
Eine microSD-Speicherkarte liegt leider nicht im Lieferumfang bei.
Die bekannte Reolink App
Die Reolink Altas PT Ultra nutzt natürlich die bekannte Reolink-App, mit all ihren Vor- und Nachteilen. Ein großer Vorteil der App erwartet dich direkt beim Start. So verzichtet Reolink als einer der wenigen Hersteller auf eine Zwangsregistrierung. Du musst dich, wenn du dies nicht möchtest, nicht beim Hersteller anmelden. Vielmehr schaltest du einfach die Kamera ein, scannst den QR-Code, und dein Smartphone verbindet sich für die WLAN-Einrichtung via Bluetooth.
Dann richtest du in der App die WLAN-Verbindung ein und legst ein Passwort fest. Dieses Passwort sichert deine Überwachungskamera und ist entsprechend extrem wichtig! Willst du weitere Smartphones mit der Kamera verbinden, müssen diese auch den QR-Code scannen und dann einfach das Passwort eintragen.
Die Reolink-App ist recht einfach. Auf der Startseite findest du eine Übersicht über alle verbundenen Kameras mit einem Vorschaubild. Dieses stammt aus der letzten Live-Ansicht. Tippst du das Bild an, landest du in der Live-Ansicht. Dabei waren die Ladezeiten bei mir erfreulich niedrig. Dies kann aber natürlich stark davon abhängen, wie gut dein WLAN ist.
In der Live-Ansicht kannst du manuell Bilder und Videos machen, die Kamera elektrisch drehen und schwenken und auch die 2-Wege-Kommunikation nutzen. Früher war ich etwas kritischer gegenüber der Reolink-App, die oftmals recht träge war. Allerdings bin ich mittlerweile mit dieser sehr zufrieden. Ob es hier im Hintergrund Verbesserungen gab oder ob dies einfach an den neueren und besseren Kameras liegt, kann ich allerdings nicht sagen.
Mit WLAN 6
Erfreulicherweise besitzt die Reolink Altas PT Ultra ein recht fähiges WLAN-Modul. So unterstützt die Kamera WLAN 6 und sowohl das 2,4-GHz- als auch das 5-GHz-Band. Bei ausreichender Signalstärke lädt daher auch der Live-Stream recht flott.
Smarte Erkennung
Auch die Reolink Altas PT Ultra bringt eine smarte Objekterkennung mit. Erkennt die Kamera eine Bewegung, wird diese in folgende Kategorien unterschieden:
Personen
Tiere
Fahrzeuge
Sonstige Bewegungen
Diese Unterscheidungen sind erfreulicherweise auch ziemlich zuverlässig! Warum ist dies aber ein wichtiges Feature?
Du kannst Alarme und auch Benachrichtigungen an gewisse Erkennungen koppeln. Vielleicht möchtest du ja nur benachrichtigt werden, wenn ein Mensch erkannt wurde und nicht, wenn ein Baum im Wind weht. Auch bei der Durchsicht der Aufnahmen ist dies hilfreich, denn du kannst nach bestimmten Erkennungen filtern.
Wie zuverlässig ist die Bewegungserkennung?
Die meisten akkubetriebenen Überwachungskameras haben keine „smarte“ Bewegungserkennung, die konstant läuft. Dies würde einfach zu viel Energie benötigen. Stattdessen nutzen diese in der Regel einen klassischen PIR-Sensor (https://de.wikipedia.org/wiki/Pyroelektrischer_Sensor). Wenn dieser eine Erkennung meldet, wird die Kamera aktiviert, und Systeme wie die smarte Erkennung prüfen das Bild.
Dieses System ist natürlich zum einen träger als bei einer Kamera, die konstant aufnimmt und das Bild nach Bewegungen untersucht, und zum anderen ist auch die Reichweite weniger groß. Dies gilt prinzipiell auch für die Reolink Altas PT Ultra. Im „normalen“ Modus musst du auf ca. 6-8 Meter an die Kamera herangehen, damit diese reagiert.
Allerdings hat die Altas PT Ultra ein Ass im Ärmel, und zwar das Pre-Recording-Feature. Hierbei nimmt die Kamera konstant auf, speichert aber die Aufnahmen nur zwischen. Wird nun eine Bewegung mithilfe des PIR-Sensors erkannt, werden die zuvor zwischengespeicherten Aufnahmen einfach mit dazu geschnitten. Dadurch hast du eine Aufnahme, die bereits ein paar Sekunden beginnt, bevor die Kamera die Bewegung eigentlich wahrnimmt. Natürlich kein perfekter „Workaround“, aber in der Praxis merklich, dass die Aufnahmen früher beginnen als bei anderen Akku-Kameras.
Auch dauerhafte Aufnahmen möglich
Akkubetriebene Überwachungskameras nehmen aus den oben genannten Gründen nur auf, wenn eine Bewegung erkannt wurde. Die Reolink Altas PT Ultra kann allerdings auch nach einem Zeitplan konstant aufnehmen! Dies reduziert natürlich die Akkulaufzeit extrem (auf 4-8 Tage), aber solltest du dies wünschen, ist es möglich.
Wo werden die Aufnahmen der Reolink Altas PT Ultra gespeichert?
Reolink bietet bei all seinen Kameras eine Vielfalt an Optionen zur Speicherung der Aufnahmen:
Zunächst kannst (und solltest du) eine Speicherkarte in der Reolink Altas PT Ultra einsetzen. Von Haus aus werden auf dieser alle Aufnahmen gespeichert. Zusätzlich können Aufnahmen aber auch in die kostenpflichtige Reolink Cloud hochgeladen oder auf einem lokalen FTP-Server gespeichert werden. FTP-Server? Dies wäre z.B. ein NAS-System (https://techtest.org/?s=NAS) oder ein angeschlossener USB-Stick an einer Fritzbox.
Die Reolink Altas PT Ultra arbeitet auch schon mit dem Reolink Home Hub zusammen.
Tadellose Bildqualität
Die Reolink Altas PT Ultra besitzt einen 4K-Kamera-Sensor, der also mit 3840 x 2160 Pixel bei 15 FPS auflöst. Dabei hat die Linse einen Blickwinkel von 110 Grad, was durchaus recht weit ist, aber auch nicht extrem.
Bei TagBei Nacht
In der Praxis ist die Bildqualität gut. Bei Tag liefert die Kamera ein klares Bild mit guter Detaildarstellung (für eine Akku-Kamera). Auch bei Nacht haben wir ein gut ausgeleuchtetes Bild. Hier hast du aber die Wahl zwischen der klassischen Schwarz/Weiß-Ansicht und einer Farb-Nachtsicht. Letztere wird über ein paar LED-Scheinwerfer realisiert, die auch als Wegbeleuchtung genutzt werden können.
Akkulaufzeit
Die Akkulaufzeit der Reolink Altas PT Ultra schwankt je nachdem, wie du die Kamera einstellst und natürlich wie viel Aktivität diese mitbekommt.
Im „normalen“ Betrieb, also ohne Pre-Recording usw., an einem mäßig belebten Ort, kam ich auf ca. 7-10 Monate Laufzeit. Dies ist natürlich hochgerechnet, so verlor die Kamera ca. 10 % in einem Monat. Bei einer Daueraufnahme sinkt die Laufzeit auf ca. 4-8 Tage, je nach Einstellung.
Fazit zur Reolink Altas PT Ultra
Die Reolink Altas PT Ultra ist eine herausragende Überwachungskamera! Reolink hat hier ein sehr „rundes“ Modell auf den Markt gebracht, das sich keine Schwächen leistet. Zunächst haben wir die hervorragende Bildqualität, bei Tag wie auch bei Nacht, und die zuverlässige Objekterkennung. Dabei kämpft die Altas PT Ultra, wie die meisten akkubetriebenen Überwachungskameras, etwas mit der Reichweite der Bewegungserkennung. Allerdings kann die Altas PT Ultra dies durch das Pre-Recording-Feature ausgleichen, welches bereits wenige Sekunden vor der erkannten Bewegung aufzeichnet. Dadurch ist die Reolink Altas PT Ultra effektiv deutlich zuverlässiger und reaktionsfreudiger als andere Akku-Überwachungskameras.
Hinzu kommen die typischen Stärken der Reolink-Software. So gibt es hier keinen Cloud- oder Account-Zwang wie bei anderen Kameras, und es gibt flexible Möglichkeiten zur Speicherung der Aufnahmen.
Lange Akkulaufzeit: Bis zu 7-10 Monate im Normalbetrieb
Hohe Bildqualität
Pre-Recording-Feature
Zuverlässige Smarte Objekterkennung
Flexible Speicheroptionen
WLAN 6-Unterstützung (inklusive 5 GHz)
Keine Zwangsregistrierung
Unterstützung für Solarpanel
Stark verkürzte Akkulaufzeit bei Daueraufnahme
Etwas eingeschränkte Reichweite des PIR-Sensors
Auch die Akkulaufzeit der Reolink Altas PT Ultra ist absolut überzeugend. Klar, wenn du das dauerhafte Recording nutzt, ist diese auch recht schnell leer, aber im Normalbetrieb schafft die Kamera über ein halbes Jahr.
Kurzum, die Reolink Altas PT Ultra ist eine Top-Überwachungskamera!
Ich habe in meinem Desktop-PC seit Veröffentlichung das ASUS ProArt X670E-Creator WIFI Mainboard genutzt. Ich bin mit diesem (abgesehen vom recht langsamen Booten) auch sehr zufrieden. Es war ein absolut unproblematisches und stabiles Mainboard.
AMD hat nun aber seine nächste Generation AM5-Chipsätze auf den Markt gebracht und entsprechend gibt es auch eine neue Generation Mainboards, einschließlich dem ASUS ProArt X870E-Creator WiFi.
Wollen wir uns dieses doch einmal im Test ansehen, auch im Vergleich mit dem direkten Vorgänger, dem ProArt X670E-Creator.
An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für die Bereitstellung des ASUS ProArt X870E-Creator WiFis für diesen Test.
Einer der größten Unterschiede zu anderen Mainboards ist das Design des ASUS ProArt X870E-Creator WiFi.
Wir haben hier kein „Gaming“-Board, sondern eine Art Zwitter zwischen regulärem Consumer-Mainboard und Workstation-Mainboard.
So ist das ProArt X870E-Creator fast komplett in Schwarz gehalten, mit lediglich ein paar geschmackvollen gold/bronzefarbenen Akzenten.
ASUS verzichtet dabei komplett auf RGB-LEDs. Es gibt natürlich entsprechende Header am Board, aber dieses hat keine entsprechenden LEDs fest integriert. Hierdurch sieht das Mainboard ein gutes Stück professioneller aus als das restliche ASUS-Line-up.
Dabei ist das Mainboard aber technisch und vor allem bei der Ausstattung in der Oberklasse angesiedelt.
So fühlt sich das Mainboard sehr schwer und massiv an. ASUS hat dieses großzügig mit Kühlkörpern versehen, vor allem für die SSDs. Auch ist die I/O-Blende hier fest integriert, was wundervoll ist.
I/O des ProArt X870E-Creator
Sicherlich das Highlight des ProArt X870E-Creator sind die Anschlüsse. So haben wir auf der Rückseite zunächst folgende Ports:
7x USB-A 3.2 Gen 2 10 Gbit
2x USB-C 4 40 Gbit
1x USB-C 3.2 Gen 2×2 20 Gbit
1x USB 2.0
1x HDMI-Ausgang
1x DisplayPort-Eingang
1x 10-GBit-LAN
1x 2,5-GBit-LAN
3x 3,5-mm-Audio-Anschlüsse
Das Mainboard verfügt über gewaltige 11 USB-Ports, welche vor allem aus 10-GBit-Ports sowie 2x USB 4 bestehen. Zudem haben wir 2x LAN-Ports, welche 10 GBit und 2,5 GBit bieten.
Dies würde ich als perfekte rückseitige I/O bezeichnen.
Zudem haben wir intern Folgendes:
8x 4-Pin-Lüfter-/AIO-Anschlüsse
4x M.2-Slots
4x SATA-Slots
1x USB-C-20-GBit-Header
1x USB-3.2-Gen-1-Header
3x USB-2.0-Header
3x RGB-Header
Auch dies ist eine hervorragende Ausstattung.
PCIe und NVMe
Das ASUS ProArt X870E-Creator WiFi besitzt einige PCIe- und SSD-Slots.
2x PCIe-5.0-x16-Slots (x16 angebunden, bei gleichzeitiger Nutzung x8)
Die beiden primären PCIe-Slots unterstützen die „5.0“-Geschwindigkeit und sind auch generell mit x16 angebunden, teilen sich aber die 16-Lane-Anbindung.
Der zweite PCIe-5.0-Slot teilt sich auch die Geschwindigkeit mit dem zweiten NVMe-SSD-Slot. Hier solltest du dir also überlegen, ob du diesen nutzen willst. Der dritte PCIe-Slot ist über den Chipsatz mit x4-Geschwindigkeit angebunden.
Neben den 3x PCIe-Slots haben wir 4x NVMe-Slots.
2-1: PCIe 5.0 x4 2280
2-2: PCIe 5.0 x4 2280 (teilt sich Bandbreite mit PCIe-Slot 2)
Damit sollten deine Speicherwünsche auch bedient sein. Der zweite M.2-Slot ist zwar so eine Sache, da dieser sich die Bandbreite mit den primären PCIe-Slots teilt, aber generell nutzt ASUS hier alles an PCIe-Lanes aus, die zur Verfügung stehen.
M.2-Slots
Sämtliche NVMe-SSDs auf dem ASUS ProArt X870E-Creator WiFi besitzen einen Kühlkörper mit entsprechenden Wärmeleitpads.
Dabei teilen sich allerdings SSD 2, 3 und 4 den Kühlkörper. Dies ist auch OK, aber bei hoher Last auf allen drei SSDs könnte dieser sich doch etwas stark erhitzen.
SSD-Nummer 1 hingegen hat einen recht großen Kühlkörper, welcher mit etwas Airflow auch für die größten PCIe-5.0-Modelle ausreichen sollte.
Alle SSDs haben prinzipiell eine werkzeuglose Montage. Allerdings ist der Kühlkörper von SSD 2, 3 und 4 verschraubt. SSD-Nummer 1 ist komplett werkzeugfrei und besitzt einen komplett überarbeiteten Mechanismus zur Halterung.
USB 4, ASM4242
Das „alte“ ProArt X670E-Creator besaß auch zwei „USB-4“-Ports. Allerdings hat ASUS hierfür einfach zwei Intel Thunderbolt-4-Chips auf dem Board integriert. Also hatten wir eigentlich nicht USB 4, sondern Thunderbolt 4. Da beides aber weitestgehend identisch ist, spielte dies keine große Rolle.
Eine interessante und gute Wahl! So haben wir hier nicht nur prinzipiell eine Thunderbolt-Kompatibilität, sondern der ASM4242 unterstützt auch USB 3.2 Gen 2×2 mit 20 Gbit, was beispielsweise die Intel-Chipsätze nicht tun.
Die Situation kann sich natürlich mit späteren Treibern und Firmware alles noch verbessern.
Front-USB mit 30-W-Power-Delivery
Der interne USB-C-Header für Front-USB-C bietet neben der Unterstützung von USB 3.2 Gen 2×2 20 Gbit auch bis zu 30 W nach dem USB-Power-Delivery-Standard.
5 V / 3 A
9 V / 3 A
12 V / 2,5 A
15 V / 2 A
PPS 5 – 11 V / 3 A
PPS 5 – 16 V / 2 A
Entsprechend kann dieser Port dein Smartphone usw. auch schnell laden!
Neues WLAN-Modul MediaTek MT7927
Im ProArt X870E-Creator WiFi steckt ein neues WLAN-Modul von MediaTek.
MediaTek MT7927
2,4 GHz, 5 GHz und 6 GHz
bis zu 6500 Mbit
Bluetooth 5.3
Hierbei handelt es sich um eine High-End-WLAN-Karte, welche auch die WLAN-7-Geschwindigkeiten mit bis zu 6500 Mbit recht gut ausnutzt.
Der 2,5-GBit-Port wird vom Intel I226-V gespeist und der 10-GBit-Port von einem Marvell-Controller.
Beides sind generell sehr gute Controller, auch wenn tendenziell der Intel-Controller bei mir etwas „zickiger“ war als der Marvell-Controller.
Langsames Booten (und wie du es schneller machst)
AM5-Mainboards leiden leider unter sehr langsamen Bootzeiten. Gerade mit viel RAM kann es wirklich ewig dauern, bis ein Mainboard bootet.
Hiervon kann ich mit 96 GB RAM und dem ProArt X670E-Creator wie auch dem neuen ProArt X870E-Creator WiFi ein Lied singen.
Aber es gibt eine bzw. zwei BIOS-Optionen, welche das Booten massiv beschleunigen!
Gehe im BIOS auf AI Tweaker -> DRAM Timing Control und suche dort „Memory Context Restore“ und „Power Down“ und setze beides auf „Enabled“. Dann startet das Board mehr als doppelt so schnell.
Nur Status-LEDs
Ein Kritikpunkt bei solch einem teuren Mainboard, den ich schon beim Vorgänger hatte, war das Diagnose-Display bzw. das Fehlen eines Diagnose-Displays.
Das ASUS ProArt X870E-Creator WiFi hat nur Status-LEDs, welche besser als nichts sind, aber ein reguläres Diagnose-Display wäre schön gewesen.
BIOS-Flashback
Das ASUS ProArt X870E-Creator WiFi bietet das nützliche Feature „BIOS Flashback“. Auf dem Mainboard befindet sich ein spezieller USB-2.0-Anschluss sowie eine BIOS-Flashback-Taste. Du kannst einen USB-Stick mit der passenden BIOS-Datei anschließen und das BIOS aktualisieren oder neu installieren, auch wenn das System nicht startet.
Dieses Feature wird oft unterschätzt, kann aber in kritischen Situationen ein echter Lebensretter sein!
Die ersten Ryzen-7000-Prozessoren werden von Werk aus unterstützt, ebenso wie die ersten 9000er-Modelle. Für neuere Prozessoren könnte jedoch ein BIOS-Update notwendig sein, was problematisch ist, wenn du keine ältere, unterstützte CPU zur Hand hast.
Falls dein BIOS beschädigt oder komplett funktionsunfähig ist – was selten, aber möglich ist – könntest du ohne BIOS-Flashback nur noch den BIOS-Chip auslöten. Mit BIOS-Flashback hast du jedoch die Möglichkeit, auch bei einem defekten BIOS ein neues aufzuspielen und dein Mainboard zu retten!
Das typische ASUS-BIOS
Das ProArt X870E-Creator setzt auf das typische ASUS-BIOS, allerdings im Design der günstigeren Prime-Modelle.
Dabei ist das BIOS allerdings vom Umfang her absolut vollständig! Auch wenn es sich beim ProArt X870E-Creator um ein halbes Workstation-Mainboard handelt, besitzt dieses vollständige OC-Features usw.
Zudem haben wir eine sehr gute integrierte Lüftersteuerung, eine gute UI für BIOS-Updates, eine höhere Auflösung bei modernen Monitoren usw.
Ich mag das ASUS-BIOS sehr und dieses ist hier in keiner Weise beschnitten.
Spannungswandler (eigentlich egal)
Das ProArt X870E-Creator besitzt ein 16 + 2 + 2 Phasen-Design mit 80-A-Power-Stages. Damit ist dieses +- auf dem Level des TUF GAMING X870-PLUS WIFI und unter dem ROG STRIX X870E-E und dem ROG CROSSHAIR X870E HERO.
In der Praxis ist dies aber, um ehrlich zu sein, egal. Warum? AMD-CPUs bieten verglichen mit Intel-CPUs in der Regel weniger OC-Potenzial und deutlich weniger Leistungsaufnahme.
16 x 80 A = 1280 A = 1280 A * 1,4 V = 1792 W
Die Power-Delivery des ProArt X870E-Creator kann also theoretisch 1792 W bereitstellen. Dies ist unheimlich viel, gerade wenn wir bedenken, dass die größte AMD-CPU stock gerade einmal +- 225 W benötigt und die Ryzen-9000-Modelle tendenziell sogar noch weniger Energie benötigen als die 7000er-Generation.
Also von daher ist die Power-Delivery des ProArt X870E-Creator bei Weitem ausreichend und vermutlich in der Praxis so wenig ausgelastet, dass diese nicht mal Kühlkörper benötigt.
Leistungsunterschiede Ryzen 7000 (X670E vs. X870E)
Ich habe meinen AMD Ryzen 9 7950X von meinem alten ASUS ProArt X670E-Creator WIFI auf das neue ASUS ProArt X870E-Creator WiFi umgebaut.
Dies aber nicht, bevor ich einen kleinen Benchmark gemacht habe. Dafür habe ich Windows 11 neu installiert, mit Chipsatztreiber, installierten Windows-Updates und beide Boards auf die „Optimized Defaults“ gesetzt.
Beide Boards hatten für den Test den gleichen RAM, die gleiche SSD, das gleiche Netzteil, den gleichen Kühler usw.
ProArt X870E-Creator
Wenig überraschend sehen wir hier effektiv keinen großen Leistungsunterschied. Mit 38063 Punkten erreichte das neue ProArt X870E-Creator ein minimal besseres Ergebnis.
Gründe hierfür?
Das ProArt X870E-Creator scheint dem AMD Ryzen 9 7950X eine etwas höhere Spannung zuzuführen und erreichte damit minimal stabilere Taktraten.
So scheint die Spannung und Leistung beim ProArt X870E-Creator nach jedem Zyklus von Cinebench R23 etwas schneller „hochzufahren“ als beim alten ProArt X670E-Creator.
Allerdings sehen wir hier auch ein paar mehr Spannungsspitzen. Es ist gut möglich, dass ASUS hier noch mit BIOS-Updates etwas feinjustiert.
Leistungsaufnahme (X670E vs. X870E)
Auf eine ähnliche Art habe ich auch die Leistungsaufnahme des ProArt X870E-Creator mit dem ProArt X670E-Creator verglichen.
Auch hier habe ich die gleiche Hardware und iGPU des AMD Ryzen 9 7950X genutzt. Auch hier habe ich Windows 11 frisch installiert.
Hier war ich etwas enttäuscht, denn das neue Board zeigte durchgehend einen leicht höheren Stromverbrauch.
So konnte ich rund 5 W mehr Verbrauch beobachten. Dies ist absolut nicht die Welt, aber ich hätte eher mit einem reduzierten Verbrauch gerechnet.
In der Praxis?
Ich nutze das ProArt X870E-Creator WiFi in meinem Büro-PC mit folgender Hardware:
AMD Ryzen 9 7950X
96 GB RAM Crucial 5600 MHz
Nvidia RTX 3060 Ti
SOLIDIGM P44 Pro 2 TB
Und hier gibt es an sich nicht viel Besonderes zu berichten. Das Mainboard ist nach dem Zusammenbau direkt beim ersten Versuch gestartet und kann die verfügbare Hardware auch problemlos nutzen.
Die Lüftersteuerung war von Haus aus etwas aggressiv eingestellt, und es ist nicht möglich, den CPU-Lüfter unter 60 % zu stellen (daher nutze ich diesen Header auch nicht), was etwas merkwürdig ist. Allerdings nach einer manuellen Anpassung der Lüfterkurve im BIOS funktionierte alles tadellos. Es ist auch möglich, die Lüfter über die ASUS-Software zu steuern, direkt aus Windows heraus, aber ich habe die betriebssystemunabhängige Option über das BIOS bevorzugt.
Die Installation von Windows verlief problemlos, allerdings hatte mein Windows-Installer keine Treiber für die LAN- oder WLAN-Karten. Diese musste ich erst über einen anderen PC rüber kopieren. Dies ist aber auch nicht überraschend, vor allem bei der sehr neuen WLAN-Karte.
Wie üblich habe ich meinen AMD Ryzen 9 7950X etwas „untervoltet“ über den AMD Curve Optimizer. Dabei konnte ich gleiche bis minimal bessere Ergebnisse als bei meinem alten ProArt X670E-Creator erreichen.
Was die Stabilität des Systems angeht, kann ich ebenfalls nichts Negatives berichten. Dieses lief bei mir teils über fünf Tage am Stück ohne auch nur einen einzigen Aussetzer oder „merkwürdiges“ Verhalten. Auch das Standby-Verhalten unter Windows war problemlos.
Lediglich die USB-4-/Thunderbolt-Kompatibilität scheint etwas schwieriger zu sein als beim Vorgänger, welcher noch auf einen Intel-Controller setzte. Dies kann aber auch einfach an den noch sehr frühen Treibern liegen.
Fazit
Für mich ist das ASUS ProArt X870E-Creator WiFi eins, wenn nicht sogar das beste Mainboard mit dem X870E-Chipsatz.
Ich mag das Creator-Design, die extrem umfangreiche I/O und die schnellen LAN-Ports.
So ist das Mainboard vor allem, was die Ausstattung angeht, einfach ziemlich perfekt und den meisten „High-End“-Gaming-Modellen sogar überlegen. Dabei musst du hier aber auch auf nichts verzichten. So haben wir vollen OC-Support und auch generell sehr gute Spannungswandler. Laut ASUS setzt das Board auf 16 Phasen (vermutlich 2x 8) mit 80-A-MOSFETs, was derart Overkill für AMD ist, dass es kaum in Worte zu fassen ist.
AMD-Prozessoren haben meist eh nicht viel OC-Spielraum und benötigen verglichen mit Intel-CPUs auch recht wenig Strom.
Für mich viel wichtiger sind die Anschlüsse. So haben wir auf der Rückseite satte elf USB-Ports, wie auch 2x schnelle LAN-Ports und sehr schnelles WLAN. Von diesen elf USB-Ports unterstützen zwei USB 4, was eine gewisse Zukunftssicherheit garantiert, wie auch drei USB 3.2 Gen 2×2 mit 20 Gbit.
Auch Hardware-seitig haben wir Support für 4x NVMe-SSDs und 3x PCIe-Karten.
Viel wichtiger aber: Das Mainboard funktionierte bei mir absolut unproblematisch und ohne „Zickereien“. Ja, die USB-4-Ports scheinen noch etwas wählerisch zu sein, was Thunderbolt-Geräte angeht, aber abgesehen davon funktionierte das Mainboard perfekt bei mir.
Allerdings bleibt auch das „alte“ ProArt X670E-Creator weiterhin eine sinnvolle Wahl. So bringt vor allem der X870E-Chipsatz wenig Neues mit. Bei den meisten Boards brachte der X870E-Chipsatz vor allem USB 4 mit, was aber auch schon das alte ProArt X670E-Creator besaß. Eventuell kannst du hier ein paar Euro sparen, ohne auf viel verzichten zu müssen.
Teufel bietet mit dem CAGE schon seit längerem ein Gaming-Headset an. Dieses hat nun in Form des CAGE PRO einen größeren Bruder erhalten. Die Pro-Version verspricht nicht nur einen noch besseren Klang, sondern setzt vor allem auch auf eine kabellose Verbindung.
Du kannst das CAGE PRO wahlweise über den beiliegenden USB-Empfänger mit deinem PC verbinden, aber auch via Bluetooth nutzen, solltest du das Headset unterwegs verwenden wollen.
Oftmals sind Gaming-Headsets von großen Audio-Herstellern wie Audio-Technica oder Beyerdynamic eine hervorragende Wahl, vor allem wenn du auf eine hohe Klangqualität Wert legst. Wie steht es hier um das Teufel CAGE PRO? Kann es auch im Test überzeugen? Finden wir es heraus!
An dieser Stelle vielen Dank an Teufel für das Zurverfügungstellen des CAGE PROs für diesen Test.
Oftmals sind die Gaming-Headsets von großen Audio-Herstellern etwas dezenter gestaltet, wie die Beyerdynamic MMX 300 PRO.
Das CAGE PRO hingegen ist auf den ersten Blick als Gaming-Headset zu erkennen. Es ist zwar etwas dezenter gestaltet als das normale CAGE, aber wir haben hier schon ein etwas aggressives Design mit einem großen stilisierten „T“ auf der Rückseite der Ohrmuschel.
Das Headset ist komplett aus schwarzem Kunststoff gefertigt und wiegt 345 g. Damit ist es sogar eher ein leichteres kabelloses Gaming-Headset. Zum Vergleich:
Razer BlackShark V2 Pro 2023 – 320 g
Teufel CAGE PRO – 345 g
Logitech G Pro X 2 Lightspeed – 345 g
Corsair HS80 Max Wireless – 352 g
Beyerdynamic MMX 200 Wireless – 360 g
Astro Gaming A50 X – 363 g
Erfreulicherweise kannst du das Mikrofon des Headsets komplett entfernen, wenn du dies möchtest. So lässt sich das CAGE PRO auch als reiner Bluetooth-Kopfhörer nutzen.
Auf Seiten der Anschlüsse haben wir einen 3,5-mm-Eingang für eine kabelgebundene Nutzung sowie den obligatorischen USB-C-Ladeport.
Eine Akkuladung soll laut Hersteller bis zu 68 Stunden halten, wenn du den beiliegenden USB-Empfänger nutzt. Ich kann auch bestätigen, dass der Akku gefühlt ewig hält!
Tragekomfort
Das Teufel CAGE PRO ist ein etwas größeres Headset. Es setzt auf Ohrpolster mit einer Mischung aus Stoff und Kunstleder. Der Anpressdruck ist mittelstark.
Entsprechend ist das Headset auf dem Kopf spürbar, aber dank der dicken und weichen Polsterung nicht drückend oder unangenehm. Dabei kommt es auch gut mit Brillenbügeln zurecht.
Die Belüftung ist gut, wenn auch nicht überragend. Es ist merkbar, dass die Ohren langsam etwas wärmer werden, aber nicht überdurchschnittlich stark. Es gibt einige „riesige“ Gaming-Headsets mit Ohrpolstern aus Leder oder Kunstleder, bei denen dies viel schlimmer ist. Den Tragekomfort des Teufel CAGE PRO würde ich unterm Strich mit einer „2“, also gut, bewerten.
Teufel-Software und Besonderheiten
Teufel bietet für das CAGE PRO eine umfangreiche Software an. Diese erlaubt einige zusätzliche Funktionen, wie virtuellen Raumklang, das Einstellen eines EQ-Profils, das Steuern des Mikrofons usw.
Auch kannst du hier die Balance zwischen Game-Sound und Chat-Sound einstellen. Damit dies funktioniert, wird das Headset als „zwei“ Soundgeräte erkannt.
So kannst du beispielsweise Discord einstellen, den „Chat“-Ausgang zu nutzen, während Spiele den normalen Soundausgang verwenden.
Auch wird der Raumklang nur auf die „Game“-Soundkarte angewendet, was hilfreich bei der Sprachverständigung ist.
Klang des CAGE PRO
Im Folgenden beschreibe ich den Klang des CAGE PRO in der „Standard“-Einstellung. Du kannst den Klang über die Software noch nach deinen Wünschen anpassen, aber generell hat das CAGE PRO eine „Basis-Klangsignatur“, die immer etwas durchkommt.
Wie sieht diese Klangsignatur aus?
Generell ist das Teufel CAGE PRO ein recht neutral klingendes Headset mit einem leicht wärmeren Unterton.
Teufel setzt hier auf eine vergleichsweise unaufdringliche Klangsignatur, bei der auch etwas „HiFi“-Anspruch durchscheint. So klingt das CAGE PRO schon deutlich hochwertiger als die meisten Headsets der typischen Gaming-Hersteller. Aber gehen wir geordnet vor, startend bei den Höhen.
Die Höhen des CAGE PRO sind relativ stark abgerundet und haben einen etwas wärmeren Charakter. Für meinen Geschmack könnten sie einen Hauch mehr Schärfe haben, aber sie sind auch nicht zu warm oder matt. Die Höhen sind einfach sauber und unaufdringlich, mit geringer Schärfe und wenigen Spitzen.
Die Mitten des CAGE PRO sind perfekt. Stimmen haben einen tollen und natürlichen Charakter. Sie klingen voll, mit einer super Auflösung und einem schönen Charakter. Dies fiel mir nicht nur bei Musik, sondern auch in Spielen und Videos (YouTube) stark auf. In Spielen haben die sehr guten Mitten den Vorteil, dass sich Schritte und andere kleinere Geräusche besser heraushören lassen.
Die Mitten sind aber auch nicht zu stark betont, was Kopfhörern/Headsets schnell einen blechernen „Gießkannen“-Sound verleihen kann. Hier hat Teufel einen perfekten Job gemacht, gerade für ein Allround-/Gaming-Headset.
Was ist mit dem Bass? Generell bietet das Teufel CAGE PRO einen recht neutralen Bass. Dieser ist vielleicht minimal im Kickbass-Bereich angehoben (also in den oberen Bassbereichen), aber insgesamt verhält sich der Bass recht zivilisiert. Er ist weder extrem angehoben noch abgesenkt.
Dabei ist der Bass wunderbar aufgelöst und hat eine fantastische Detaildarstellung! Auch der Tiefgang ist sehr gut, auch wenn das Headset von Haus aus den Bass nicht zu sehr „künstlich“ aufdickt.
Das Headset zeigt insgesamt einen sehr hochwertigen „Allround“-Klang. Es klingt bei Musik, Spielen und Filmen sehr gut. Hier ist klar zu merken, dass Teufel seine Wurzeln im HiFi-Bereich hat und nicht einfach ein „billiges Headset mit Gamer-Look zum hohen Preis“ auf den Markt geworfen hat.
Allerdings hat Teufel einige „Gaming“-Optimierungen vorgenommen. So sind vor allem die in Spielen wichtigen Klangbereiche (für Schritte, Nachladen usw.) sehr gut aufgelöst und vergleichsweise deutlich abgebildet. Deutlicher als z. B. beim Beyerdynamic MMX 300 Pro, das etwas mehr in Richtung „HiFi-Kopfhörer mit Mikrofon“ geht.
Ich würde sagen, das CAGE PRO ist etwas mehr aufs Gaming optimiert. Hierzu gehört auch der recht gute virtuelle Raumklang über die DTS Headphone
Dennoch macht das Teufel CAGE PRO auch bei Musik einen hervorragenden Job!
Mikrofonqualität
Das Mikrofon bei kabellosen Gaming-Headsets ist immer so eine Sache. Bei der Funkverbindung haben wir eine limitierte Bandbreite, die meist der Audio-Ausgabe zugeordnet wird.
Auch das Mikrofon des CAGE PRO ist höchstens „okay“. Es ist laut, klar und frei von Rauschen. Generell klingt das Mikrofon jedoch eher etwas dünn und teils etwas kratzig.
Für Discord oder Ähnliches passt das Mikrofon aufgrund der guten Klarheit und Lautstärke absolut, aber für Aufnahmen würde ich es nicht oder nur bedingt nutzen.
Fazit zum CAGE PRO von Teufel
Das CAGE PRO ist ein hervorragendes kabelloses Headset! Dies liegt vor allem an der Klangqualität.
Das Teufel CAGE PRO liefert einen recht neutralen und gut ausbalancierten Klang, mit hoher Auflösung und einer leicht wärmeren Klangsignatur. Hierdurch macht das Headset in Spielen wie auch bei Musik eine sehr gute Figur! In Spielen löst das Headset sehr gut gerade feine Geräusche auf, und auch der virtuelle Raumklang ist erfreulich gut. Aber auch Musik und Filme klingen natürlich gut, ohne dass wir hier einen verfälschten Klang erhalten.
Auch die Teufel-Software ist ein Pluspunkt, da sie recht umfangreich ist und gerade beim EQ und Raumklang einen guten Job macht.Der Tragekomfort ist gut, auch wenn das Headset noch ein Hauch luftiger sein könnte. Aber das ist bei einem kabellosen Headset schon Meckern auf hohem Niveau. Etwas durchwachsener ist lediglich das Mikrofon. Es ist laut und klar, aber nicht unbedingt für Aufnahmen oder große Live-Streams geeignet.
Dennoch fällt das Fazit aufgrund des guten Allround-Klangs sehr positiv aus, auch wenn der Preis des Headsets mit 199 € etwas gehoben ist.
Viele von Euch interessieren sich sehr für das Thema Laden, Powerbanks usw. Hier gibt es einen sehr erfahren Leser, der auf Techtest auch viel in den Kommentaren unterwegs ist.
Dieser hat vor kurzem ein deutsches Subreddit eröffnet, welches sich um das Thema Powerbanks, Laden usw. dreht, welches vielleicht für den ein oder anderen Leser durchaus interessant ist:
Samsung SSDs gehören zu den beliebtesten Modellen auf dem Markt, insbesondere die externen Samsung SSDs. Mit der T9 hat Samsung nun ein neues Modell eingeführt.
Verglichen mit der T7 soll dieses Modell die doppelte Datenrate erreichen können, mit bis zu 2000 MB/s beim Lesen und Schreiben.
Das klingt doch vielversprechend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Leider gibt es bei der Samsung T9 ein paar Besonderheiten. Mehr dazu im Test!
Samsung orientiert sich bei der T9 optisch etwas an der T7 Shield-Version. So ist die eigentliche SSD auch hier mit einer Gummischicht überzogen.
Diese soll die SSD bei Stürzen schützen. Allerdings ist die T9 nicht wassergeschützt, wie es die T7 Shield ist
Die T9 misst 88 x 60 x 14 mm und wiegt 120 g. Zum Vergleich: Die T7 Shield ist mit 88,5 x 59 x 13 mm und einem Gewicht von 95 g etwas kompakter.
Unterm Strich ist die Samsung T9 sicherlich keine winzige externe SSD, aber sie ist auch nicht riesig. An der SSD findet sich neben dem USB-C-Port noch eine Status-LED.
Zum Lieferumfang gehören sowohl ein USB-C-auf-USB-C-Kabel als auch ein USB-C-auf-USB-A-Kabel.
20 Gbit USB-C „USB 3.2 Gen 2×2“ ist speziell
Für die Datenrate von bis zu 2000 MB/s setzt die Samsung T9 auf einen USB 3.2 Gen 2×2-Port mit 20 Gbit.
Dabei handelt es sich um einen recht speziellen USB-Port. Die SSD ist natürlich universell kompatibel, aber um die volle Datenrate zu erreichen, benötigst du einen speziellen 20 Gbit USB-C-Port.
Denkst du jetzt: „Mein Notebook hat einen USB 4-Port mit 40 Gbit oder Thunderbolt mit 40 Gbit, dann bekomme ich die volle Datenrate“, muss ich dich leider enttäuschen!
Folgende maximale Datenraten kannst du je Port erwarten:
USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit): maximal ca. 400 MB/s
USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit): maximal ca. 1000 MB/s
USB 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit): maximal ca. 2000 MB/s
Thunderbolt 3 (40 Gbit): maximal ca. 1000 MB/s
Thunderbolt 4 (40 Gbit): maximal ca. 1000 MB/s
USB 4 (40 Gbit): maximal ca. 1000 MB/s
Das bedeutet, du wirst zum Beispiel an diversen MacBooks und 99 % aller Notebooks nur ca. 1000 MB/s mit der T9 erreichen. Nur eine Handvoll Computer hat den „optimalen“ 20 Gbit USB-C 3.2 Gen 2×2-Port, der für die volle Leistung benötigt wird.
Leistung in Benchmarks
Samsung wirbt bei der T9 mit Datenraten „von bis zu 2000 MB/s“. Ich habe diese zunächst mit CrystalDiskMark am ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI getestet. Dieses AM5-Mainboard verfügt über entsprechende 20 Gbit USB-C-Ports.
Hier konnte ich tatsächlich fast die von Samsung beworbenen Werte erreichen. Die SSD schaffte 2029 MB/s lesend und 1844 MB/s schreibend – sehr ordentliche Werte!
Zusätzlich habe ich die SSD auch an einem 10 Gbit USB-C-Port getestet.
Hier erreichte ich 998 MB/s lesend und 992 MB/s schreibend, was den zu erwartenden Werten entspricht.
In der Praxis ein Stück langsamer
Allerdings sind dies absolute Maximalwerte, die ich so im normalen Windows-Betrieb nicht erreichen konnte. Das ist in gewissem Rahmen auch normal, denn der Windows Explorer ist etwas langsamer. Welche Datenraten konnte ich in der Praxis erreichen?
Lesend: ca. 1400 MB/s
Schreibend: ca. 1200 MB/s
Bessere Leistung möglich
Du kannst in der Praxis noch etwas mehr Leistung aus der Samsung T9 herausholen. Dafür musst du im Gerätemanager die SSD auf „Bessere Leistung“ umstellen.
Das empfiehlt sich vor allem, wenn du die SSD konstant am selben System verwendest. Mithilfe dieser Einstellung lassen sich die Datenraten um ca. 200–400 MB/s in der Praxis steigern.
Die Samsung T9 besitzt einen Schreibcache
Die meisten modernen SSDs verfügen über einen sogenannten SLC-Cache. Das liegt daran, dass selbst aktuelle NAND-Module nicht dauerhaft mit Geschwindigkeiten von 2000 MB/s oder mehr beschrieben werden können. Um dennoch hohe Schreibgeschwindigkeiten zu erreichen, setzen viele Hersteller auf einen SLC-Cache. Kurz gesagt bedeutet das, dass ein bestimmter Bereich der SSD deutlich schneller beschrieben werden kann als der Rest des Laufwerks. Dieser Bereich wird zunächst gefüllt und, wenn ausreichend Speicher verfügbar ist, im Hintergrund wieder freigeräumt.
Auch die Samsung T9 kann ihre Schreibrate nicht konstant halten!
Nach dem SLC-Cache sinkt die Datenrate auf ca. 900 MB/s. Das ist aber immer noch ziemlich schnell! Hier gibt es also wenig zu beanstanden.
Fazit
Die Samsung T9 ist eine gute externe SSD, die ich allerdings nur wenigen Nutzern empfehlen würde.
Das liegt nicht an der grundsätzlichen Leistung der SSD – in Tests konnte ich bis zu 2029 MB/s lesend und 1844 MB/s schreibend erreichen. Praktisch lagen die Werte etwas niedriger, aber immer noch über 1200 MB/s.
Auch der Schreibcache ist normal, und die 900 MB/s nach dem Schreibcache sind schneller als die meisten externen SSDs maximal erreichen.
Das Problem ist vielmehr der USB 3.2 Gen 2×2-Port. Ich vermute, dass 95 % aller Nutzer keinen USB 3.2 Gen 2×2-Port an ihrem PC oder Notebook haben und somit die hohe Geschwindigkeit der SSD nicht nutzen können.
An einem Thunderbolt- oder USB 4-Port ist die SSD auf ca. 1000 MB/s limitiert. Hier könntest du dann auch zur Samsung T7 Shield greifen, die die gleiche Geschwindigkeit erreicht und günstiger ist.
Fast alle aktuellen Smartphones der westlichen Hersteller setzen auf den offenen und universellen USB Power Delivery Ladestandard. Hierzu gehören auch die Flaggschiff-Smartphones von Apple, Samsung und Google. Der Hintergedanke von USB Power Delivery war es, einen universellen Standard zu haben, der für eine Vielzahl an Geräten geeignet ist. In der Praxis ist es aber nicht ganz so einfach, da unterschiedliche Geräte unterschiedliche Leistungsstufen oder auch PPS benötigen. Bezüglich PPS siehe hier -> https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/
Es gibt nur wenige günstige Ladegeräte, die alle aktuellen Flaggschiff-Smartphones abdecken. Eines dieser wenigen Modelle ist das Anker 45W USB-C Ace, um das es sich in diesem Artikel auch drehen soll. Das Anker 313 „Ace“ bietet eine Leistung von 45 W und deckt alle gängigen Leistungsstufen sowie auch PPS-Bereiche ab.
Grundsätzlich nutzen alle aktuellen Smartphones von Apple, Samsung oder Google (und vielen weiteren Herstellern) den USB Power Delivery Standard. Allerdings gibt es hier massive Unterschiede im Detail, vor allem wenn wir die maximale Ladegeschwindigkeit erreichen wollen. Folgende Leistungsstufen müssen hierfür erreicht werden:
Wie du sehen kannst, benötigen alle drei High-End-Smartphones unterschiedliche Leistungsstufen. Apple will im Optimalfall 15 V nach dem regulären USB Power Delivery Standard, bzw. bei den älteren iPhones 9 V. Google und Samsung hingegen wünschen Unterstützung für die PPS-Erweiterung des USB Power Delivery Standards. Während Samsung einen hohen Strom möchte, wünscht sich Google eine hohe Spannung.
Dies sind also durchaus recht unterschiedliche Anforderungen, die nicht ganz einfach unter einen Hut zu bekommen sind, vor allem in einem günstigen Ladegerät.
Das Anker 45W USB-C Ace Ladegerät im Test
Beim Anker Ace 45W handelt es sich um ein relativ einfaches USB-C-Ladegerät mit einem USB-C-Port, nicht mehr und nicht weniger.
Dieses Ladegerät ist als Ersatz für ein „beiliegendes“ Standard-Ladegerät gedacht. Mit 41 x 35 x 37,5 mm und einem Gewicht von 77 g ist es durchaus kompakt und leicht für eine Leistung von 45 W. Anker setzt auf eine Kunststoffoberfläche mit einer leichten Softtouch-Beschichtung. Insgesamt fühlt sich das Ladegerät gut und wertig an.
Anschlüsse des Anker 45W USB-C Ace Ladegeräts
Das Anker Ace oder auch A2677 verfügt über einen USB-C-Port, der es in sich hat:
USB-C – 45 W Power Delivery – 5 V/3 A, 9 V/3 A, 15 V/3 A, 20 V/2,25 A
Wir haben hier zunächst einen recht typischen 45-W-Port nach dem USB Power Delivery Standard. Anker verzichtet bei diesem auf die 12-V-Spannungsstufe, was aber in der Regel kein Problem darstellt. Mit 45 W hat es genug Leistung für Smartphones, Tablets und sogar einige kleinere Notebooks.
Mit großzügiger PPS-Unterstützung
Die große Besonderheit des Anker 45W USB-C Ace ist die sehr großzügige PPS-Unterstützung:
3,3–11 V bei bis zu 5 A
3,3–16 V bei bis zu 3 A
3,3–21 V bei bis zu 2,2 A
So haben wir mit der 3,3–11 V bei bis zu 5 A die von Samsung benötigte PPS-Stufe für das volle 45-W-Laden, ebenso wie die bis zu 21-V-Stufe für das Google Pixel 9 Pro XL. Diese Kombination ist sehr selten bei Ladegeräten in dieser Klasse.
Was ist PPS? (Kurze Erklärung)
PPS (Programmable Power Supply) ist eine Erweiterung des USB Power Delivery (PD) Standards, die eine flexible Spannungsregelung ermöglicht. Im Gegensatz zu herkömmlichen PD-Ladegeräten, die feste Spannungen wie 5 V, 9 V oder 12 V liefern, erlaubt PPS die Anpassung der Spannung innerhalb eines Bereichs, z. B. 5–20 V. Dies führt zu effizienterem Laden und entlastet die Smartphone-Elektronik, was besonders bei neueren Geräten wie der Samsung Galaxy S-Serie zu schnellerem Laden führt. Zudem können hier auch Ströme über 3 A bei den niedrigeren Spannungsstufen geliefert werden. Mehr zu PPS hier -> https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/
Belastungstest und Hitzeentwicklung
Ich habe mit dem Anker Ladegerät einen Belastungstest durchgeführt. Bei diesem habe ich das Ladegerät über 5 Stunden mit 45 W belastet.
Und erfreulicherweise hat dies das Ladegerät auch problemlos überstanden.
Dabei erwärmte sich das Anker 45W USB-C Ace maximal 69 Grad, an der heißesten Stelle, was nicht zu viel ist.
Für so gut wie alle Smartphones und Tablets top!
Dank der Ausgangsleistung von 45 W nach dem Power Delivery Standard sowie der PPS-Unterstützung ist das Ladegerät für eine Vielzahl von Geräten hervorragend geeignet.
Von folgenden Geräten weiß ich, dass sie die maximale Ladegeschwindigkeit am Anker 45W USB-C Ace erreichen können:
alle Apple iPhones ab dem X bis hin zum neuen 16 Pro Max
alle Samsung Galaxy Modelle vom S10 bis zum 24 Ultra
die meisten neueren Samsung Galaxy A Modelle
alle Google Pixel Modelle bis hin zum neuen Pixel 9 Pro XL
das Steam Deck
die Apple iPads
und viele mehr.
Auch viele Notebooks lassen sich an dem Ladegerät laden!
Effizienz des Anker 45W USB-C Ace
Die Effizienz von Ladegeräten ist wichtig, weil sie bestimmt, wie viel der verbrauchten elektrischen Energie tatsächlich zum Laden des Geräts verwendet wird und wie viel in Form von Wärme „verloren“ geht. Effiziente Ladegeräte reduzieren den Energieverlust, schonen Ressourcen und senken die Stromkosten, auch wenn letzteres meist kein großer Faktor ist. Eine hohe Effizienz bedeutet auch, dass Ladegeräte weniger Wärme erzeugen, was ihre Lebensdauer verlängert und die Sicherheit erhöht.
Wie steht es hier um unser Anker Ladegerät?
Sehr gut! Dieses erreichte im Test eine Effizienz zwischen 85,8 % und 92,1 %, was ein Top-Ergebnis ist.
Fazit: Das beste Ladegerät für aktuelle Smartphones
Du suchst ein günstiges Ladegerät für dein iPhone 16 Pro, Samsung Galaxy S24 Ultra oder Google Pixel 9 Pro? Dann ist das Anker 45W USB-C Ace Ladegerät die beste Option unter 20 € derzeit auf dem Markt!
Die Kombination aus 45 W Leistung nach dem USB Power Delivery Standard mit einer sehr umfangreichen PPS-Range macht das Anker 45W Ladegerät ideal für eine große Anzahl an Smartphones. In diesem Artikel haben wir uns auf die Flaggschiffe von Apple, Google und Samsung konzentriert, aber das Ladegerät ist auch super für viele ältere Smartphones und kleinere Modelle.
Es ist technisch einwandfrei, bietet eine hohe Effizienz und ist günstig. Damit ist das Anker 45W USB-C Ace meine absolute Top-Empfehlung, wenn du nach einem günstigen und absolut universellen Ladegerät suchst.
Vor einer Weile hatten wir uns schon die hervorragenden XTAR AA Lithium-Akkus im Test angesehen: XTAR AA Lithium 4150mWh 2500mAh Akkus im Test – Die besten AA Akkus auf dem Markt 2024. Via YouTube hat mich die Bitte erreicht, doch auch einmal einen Blick auf die Hixon Lithium AA Akkus mit 3500 mWh zu werfen und ob diese mit den XTAR mithalten können.
Und genau das machen wir doch einmal in diesem kleinen Test. Auf den ersten Blick sehen die Hixon AA Akkus auch sehr attraktiv aus. Für das Starterset mit 4 Akkus und dem passenden Ladegerät werden rund 34 € fällig, was sicherlich nicht wenig ist, aber für lithiumbasierte AA Akkus soweit passt.
Dabei sollen die Akkus mit 3500 mWh durchaus eine gehobene Kapazität haben. Wollen wir uns einmal ansehen, ob das auch stimmt!
Im Starterset der Hixon AA Lithium Akkus befinden sich 4 AA Akkus sowie ein einfaches Ladegerät.
Dieses Ladegerät ist auch sehr wichtig, denn du darfst Lithium-AA-Akkus nicht mit regulären Nickel-Metallhydrid-Ladegeräten laden.
Das Ladegerät selbst wird einfach via USB-C mit Strom versorgt und besitzt ein paar einfache Status-LEDs.
Die Akkus selbst setzen auf ein schwarz-blaues Design und haben die typische “AA”- “Mignonzellen”-Form. Auffällig ist dabei lediglich das Gewicht, welches mit 21 g deutlich leichter ist als bei klassischen Nickel-Metallhydrid-Akkus einer ähnlichen Leistungsklasse.
Mit Schutzelektronik auch gegen das Tiefentladen
Es ist sehr gefährlich, Lithium-Zellen „einfach so“ zu nutzen, ohne Schutzelektronik. Solche Schutzelektronik soll falsches Laden, Kurzschlüsse, Überlast usw. vermeiden.
Diese ist auch in den Hixon Akkus integriert. Zudem haben wir auch einen Schutz gegen das Tiefentladen!
Bei Nickel-Metallhydrid-Akkus kann dies ein großes Problem sein, da die Akkus von Geräten zu tief entladen werden und entsprechend kaputtgehen.
Das kann dir bei den Hixon Akkus nicht passieren. Erreichen diese einen sicheren, minimalen Ladezustand, schaltet die Elektronik den Akku einfach ab, bis dieser wieder geladen wurde.
So kann der Akku theoretisch nicht durch Tiefentladen beschädigt werden.
Praktisch kann es dennoch passieren, aber nur bei sehr langer Lagerung in einem leeren Zustand.
Spannung von 1,5 V
Neben Schutzelektronik müssen in Lithium-AA-Akkus auch Spannungswandler integriert sein.
Lithium-Zellen haben eine Spannung von 3,6-3,7 V im Mittel, was für eine AA-Batterie zu viel wäre. Entsprechend muss diese Spannung von Mikro-Spannungswandlern in den AA Akkus auf 1,5 V abgesenkt werden, damit sie auch universell kompatibel sind.
mWh ≠ mAh
Bei normalen AA Akkus auf Nickel-Metallhydrid-Basis sprechen wir bei der Kapazität immer über mAh. Bei lithiumbasierten Akkus wird hingegen meist von mWh gesprochen. Wo ist der Unterschied?
Ein Akku mit 2000 mAh kann theoretisch eine Stunde lang 2000 mA liefern, bei einer beliebigen Spannung. Und Letzteres ist das Problem. Nickel-Metallhydrid-Akkus liefern im Schnitt 1,2 V. Lithiumbasierte AA-Akkus hingegen 1,5 V.
Wir haben hier eine 25 % höhere Spannung. Ein Lithium-AA-Akku hat also bei gleicher mAh-Angabe 25 % mehr Energie. Da dies aber kaum jemand weiß, nutzen die Hersteller lieber die mWh-Angabe, welche die Spannung bereits mit einberechnet.
Ein Nickel-Metallhydrid-AA-Akku mit ca. 2900 mAh hätte ca. 3500 mWh.
Wie hat Techtest.org die AA Lithium Akkus getestet?
Zum Testen der HIXON AA Lithium habe ich das SkyRC MC3000 Ladegerät/Testgerät verwendet. Mit diesem habe ich die Akkus bei 0,1 A, 0,4 A und 1 A entladen, bis diese sich von alleine abschalten.
Wie viel Kapazität haben die Hixon Akkus?
Hixon wirbt bei seinen Akkus mit einer Kapazität von 3500 mWh. Ich habe die Kapazität der Akkus in mWh und mAh gemessen.
Folgende Werte konnte ich ermitteln:
Die beste Kapazität boten die Hixon bei einer gehobenen Last von 0,4 A. Hier erreichten sie im Schnitt 3456 mWh bzw. 2322 mAh.
Damit erreichen wir fast genau die Herstellerangabe von 3500 mWh, welche ich damit aber auch als erfüllt ansehe. So konnte Akku Nr. 2 diese mit 3583 mWh auch leicht überschreiten.
Auch bei höheren bzw. niedrigeren Lasten erreichen wir mit 3368 mWh bzw. 3194 mWh ein sehr ordentliches Ergebnis.
Werfen wir einen Blick auf den Spannungsverlauf der Hixon Akkus beim Entladen.
Hier können wir sehen, dass die Spannung der Akkus konstant im Bereich 1,51 V ± 0,01 V beim Entladen liegt.
Es gibt also keinen Spannungsabfall mit abnehmender Kapazität. Hierdurch haben deine Geräte immer 100 % Leistung bzw. bei Leuchten volle Helligkeit.
Dadurch funktioniert aber auch die Akkustandsanzeige bei Geräten nicht. Geräte können bei den Hixon Akkus nicht erkennen, wie voll oder leer sie gerade sind. Das machen beispielsweise die Modelle von XTAR besser, die kurz vor Ende die Spannung drosseln.
Ladedauer
Du solltest die Hixon Akkus ausschließlich mit dem beiliegenden Ladegerät laden. Falls es dich aber interessiert, die Akkus werden mit 5 V vom Ladegerät versorgt/geladen.
Eine vollständige Ladung dauert dabei ca. 2:40 h, wobei es keine große Rolle spielt, ob du einen Akku oder alle vier gleichzeitig lädst.
Fazit
Die Hixon Akkus sind absolut empfehlenswert! Im Test konnten diese unter optimalen Bedingungen die Herstellerangabe von 3500 mWh nahezu erreichen, genau genommen im Schnitt 3456 mWh bzw. 2322 mAh.
Wichtig: Die 2322 mAh sind bei 1,5 V, wie es bei lithiumbasierten AA-Akkus üblich ist. Dabei liefern die Hixon Akkus von Anfang bis Ende ihrer Kapazität die gleiche Spannung.
Hierdurch haben deine Geräte konstant volle Leistung, als hättest du immer frische Batterien eingesetzt. Allerdings funktioniert im Gegenzug die Akkustandsanzeige (falls vorhanden) nicht, und die Akkus werden konstant als voll erkannt, bis sie dann plötzlich ausgehen.
Im Gegensatz zu Nickel-Metallhydrid-Akkus sind die Hixon Akkus entsprechend auch gegen das zu tiefe Entladen geschützt, was die praktische Haltbarkeit massiv verlängern kann.
Allerdings erkaufst du dir dies auch mit einem hohen Preis – und das meine ich wörtlich. Denn mit rund 34 € für 4 Akkus sind die Hixon teuer, was aber nicht außergewöhnlich ist für Lithium-AA-Akkus.
Blackview bietet mit dem Tab 90 ein günstiges Android 14-Tablet an. So bekommst du dieses 11-Zoll-Tablet für deutlich unter 200 €, zum Zeitpunkt dieses Artikels sogar für lediglich 140 €.
Das ist ein sehr interessanter Preis! Aber wie viel Tablet können wir im Jahr 2024 zu einem Preis von nur 140 € erwarten?
Schauen wir uns das im Test des Tab 90 genauer an!
An dieser Stelle vielen Dank an Blackview für das zur Verfügung stellen des Tablets.
Optisch handelt es sich beim Blackview Tab 90 um ein klassisches Tablet. Es hat eine Größe von 11 Zoll im 16:10-Format und setzt auf eine silberne Rückseite. Diese wirkt etwas wie Metall, allerdings besteht das Tablet, abgesehen vom Display, komplett aus Kunststoff.
Die Verarbeitungsqualität ist in Ordnung. Wir haben hier ein Tablet in der absoluten Einsteigerklasse, daher darfst du nicht zu viel erwarten. Trotzdem fühlt es sich brauchbar an, soweit das für ein Kunststoff-Tablet möglich ist.
Das Tablet verfügt über eine Kamera auf der Vorder- und Rückseite, einen USB-C-Port, einen 3,5-mm-Kopfhöreranschluss sowie zwei Lautsprecher an den Seiten.
Im Querformat ist auf jeder Seite ein Lautsprecher angebracht. Diese befinden sich jedoch relativ weit unten und lassen sich dadurch leicht verdecken. Der Einschalter und die typische Lautstärkewippe sind am linken Rand des Tab 90 angebracht.
Besonders faszinierend ist der Lieferumfang. Anscheinend gilt das Motto: Je günstiger das Tablet, desto umfangreicher der Lieferumfang. Denn neben dem Tablet erhältst du ein passendes Ladegerät, einen Displayschutz und eine Schutzhülle.
Mit WLAN und (eventuell) LTE
Es gibt das Blackview Tab 90 in einer Version nur mit WLAN, aber auch in einer LTE- (4G-) Version, die mobiles Internet, SMS und auch das Telefonieren erlaubt.
Die LTE-Version bietet zudem 8 GB Arbeitsspeicher, was doppelt so viel ist wie die WLAN-Version.
Software: Android 14
Erfreulicherweise läuft auf dem Blackview Tab 90 eine übersichtliche Version von Android 14.
Von Haus aus sind neben den üblichen System-Apps und Google-Apps nur WPS Office vorinstalliert.
Die Benutzeroberfläche (UI) ist allgemein leicht und gut gestaltet.
Großes Display mit mäßiger Auflösung
Das Blackview Tab 90 besitzt ein 11-Zoll-Display mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln. Für ein 11-Zoll-Tablet ist das keine besonders hohe Auflösung.
Immerhin handelt es sich um ein IPS-Panel, das in der Praxis ausreichend hell ist und recht ordentlich aussieht. Die Farben sind in Ordnung und die Kontraste akzeptabel.
Lediglich Text wirkt bei genauerer Betrachtung etwas „grob“, was der Auflösung geschuldet ist.
In Videos oder bei Fotos fällt das weniger auf. Abgesehen von der Auflösung haben wir hier ein gutes Display.
Lautsprecher
Das Blackview Tab 90 ist mit zwei Lautsprechern an den Seiten ausgestattet, die als „Dual Box Smart Lautsprecher“ bezeichnet werden.
Da es zwei Lautsprecher gibt, klingt das Tablet angenehm breit und etwas „voller“.
Die Lautsprecher sind in Ordnung – nicht fantastisch, aber für ein Tablet dieser Klasse durchaus akzeptabel. Die Lautstärke passt, und der Klang ist klar und nicht dumpf.
Allerdings neigen die Lautsprecher bei höheren Lautstärken zu einer gewissen „Schrille“, was mein einziger Kritikpunkt ist.
Insgesamt sind die Lautsprecher jedoch eher ein Pluspunkt dieses Tablets.
Kameras
Das Blackview Tab 90 verfügt über eine 8-Megapixel-Frontkamera und eine 13-Megapixel-Hauptkamera.
Offen gesagt, habe ich hier mit dem Schlimmsten gerechnet. Ein günstiges Tablet ist schließlich kein Garant für gute Kameraqualität.
Und nein, die Kameras sind in der Praxis nicht „fantastisch“, aber besser, als ich erwartet hatte.
Die Kamera hat etwas Schwierigkeiten, Bilder stabil zu halten, aber wenn du das Tablet ruhig hältst, sind akzeptable Bilder möglich.
Natürlich ist dies keine Kamera, mit der du deine Urlaubsbilder machen möchtest, aber für soziale Netzwerke wie Facebook reicht sie aus.
In dieser Preisklasse sind die Kameras besser, als man erwarten würde.
Leistung des Blackview Tab 90
Das Blackview Tab 90 setzt auf den Unisoc T606 SoC und bietet in der LTE-Version 8 GB RAM und 128 GB Speicher.
Die 8 GB RAM und 128 GB Speicher sind großzügig bemessen. Der Unisoc T606 ist ein älterer Mittelklasse-Chip, vergleichbar mit dem MediaTek Helio G88 oder dem Qualcomm Snapdragon 680, aber deutlich unter dem Snapdragon 695 angesiedelt.
In der Praxis läuft das Web-Browsing, Videos schauen oder Musik hören gut auf dem Blackview Tab 90.
Webseiten laden nicht blitzschnell, aber ausreichend schnell für den normalen Gebrauch. Auch die Benutzeroberfläche läuft sauber, allerdings wirken die Animationen manchmal etwas träge.
Das könnte weniger an der Rechenleistung als an der Reaktionszeit und der Motion Clearness des Displays liegen, das etwas langsam reagiert.
Für Facebook, Instagram oder ähnliche Apps ist das Tablet gut geeignet.
Höher beanspruchende Anwendungen oder Spiele bringen das Tablet jedoch an seine Grenzen.
Guter Akku
Der Akku des Blackview Tab 90 hat eine Kapazität von 8200 mAh.
In der Praxis kannst du mit 8 bis 10 Stunden Videowiedergabe rechnen, was sehr ordentlich ist! Auch beim Websurfen sind 7+ Stunden gut möglich.
Fazit
Beim Blackview Tab 90 kommt es darauf an, was du erwartest.
Suchst du ein einfaches Tablet für Webbrowsing, Videos und Facebook, dann könnte das Blackview Tab 90 genau das Richtige für dich sein.
Das Tablet ist vor allem in Anbetracht des Preises gut, denn mit Gutscheincodes bekommst du es schon für 140 €.
In der 200-€-Preisklasse gibt es bessere Alternativen wie das Samsung Galaxy Tab A9+, aber in der Einsteigerklasse ist das Blackview Tab 90 solide.
Es bietet ordentliche Lautsprecher, eine passable Kamera und eine akzeptable Leistung.
Die Akkulaufzeit ist ebenfalls ein Pluspunkt.
Einzig das Display könnte für manche etwas enttäuschend sein, da die Auflösung und die Motion Clearness nicht besonders hoch sind. Dennoch sind Farben und Helligkeit gut, sodass Videos auf dem Tablet gut aussehen.
Kurz gesagt: Wenn der Preis stimmt (unter 150 € für die LTE-Version), ist das Blackview Tab 90 ein solides Einsteiger-Tablet.
INIU hat einigen seiner Powerbanks ein Refresh verpasst. Dieses umfasst vor allem eine Reduktion der Größe und des Gewichts durch die Nutzung von „Tiny Cells“, wie INIU diese nennt. In diesem Artikel soll es um die INIU P61-E1 gehen, welche ein „Upgrade“ der INIU BI-B61 ist.
Wir haben hier also eine sehr kompakte Powerbank mit 10.000 mAh und 20 W / 22,5 W.
Wollen wir uns diese doch einmal im Test ansehen. Ist die neue INIU P61-E1 wirklich merklich kompakter, und wie steht es um die Leistung?
Mit 112 x 68,5 x 17 mm und einem Gewicht von gerade einmal 186 g ist die INIU P61-E1 durchaus recht kompakt für eine 10.000 mAh Powerbank.
Dies sehen wir auch im Vergleich zu anderen 10.000 mAh Powerbanks. Sie ist zwar nicht die leichteste, gehört aber klar zu den kompakteren Modellen. Sie ist auch durchaus ein paar Gramm leichter als die „alte“ Version.
Was das Design angeht, haben wir hier eine absolut typische INIU Powerbank. Sie besteht größtenteils aus einem Softtouch-Kunststoff. Dieser sieht zwar schick aus, ist aber auch recht empfindlich.
Auf der Oberseite befindet sich ein kleines Hochglanz-Fenster, unter dem sich eine Akkustandsanzeige befindet.
Ebenso ist eine kleine LED integriert, die als Taschenlampe dienen soll. Diese ist nicht wahnsinnig hell, aber im Notfall durchaus brauchbar.
Anschlüsse der INIU P61-E1
Die INIU P61-E1 besitzt zwei USB-C-Ports und einen USB-A-Port.
USB-C: 20 W Power Delivery – 5V/3A, 9V/2,22A, 12V/1,67A
USB-A: 22,5 W Super Charge, 18 W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A
Wir haben bei der INIU P61-E1 also zunächst zwei USB-C-Ports mit 20 W nach dem Power Delivery Standard. 20 W ist natürlich keine extrem hohe Leistung, aber gerade für Einsteiger- und Mittelklasse-Smartphones absolut okay.
Hinzu kommt der USB-A-Port, der wie üblich 22,5 W „Super Charge“ und 18 W Quick Charge unterstützt.
Geladen wird die Powerbank ebenfalls über die USB-C-Ports, und das mit bis zu 20 W.
Auch mit PPS
Erfreulicherweise unterstützt die Powerbank auch den PPS-Standard:
5 – 5,9 V bei bis zu 3 A
5 – 11 V bei bis zu 2 A
Dies ist zwar keine besonders große PPS-Range, aber für eine 20-W-Powerbank ist das absolut okay und ausreichend, um die Leistung in Zusammenspiel mit Samsung Galaxy– und Google Pixel–Smartphones zu optimieren.
Wie hoch ist die Kapazität?
Ich messe die Kapazität von Powerbanks mithilfe einer elektronischen Last und eines USB-Messgeräts bei verschiedenen Laststufen.
INIU verspricht bei der P61-E1 10.000 mAh, und folgendes konnte ich messen:
Im Test erreichte die Powerbank zwischen 9.180 mAh und satten 9.779 mAh. Dies entspricht 92 % bis 98 % der Herstellerangabe, was fantastisch ist!
Die Kapazitätsangabe von Powerbanks bezieht sich immer auf die Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist die Entladung dieser Zellen nicht vollständig effizient. Ein Teil der Energie geht durch Wärme, interne Prozesse und Spannungsumwandlungen verloren. Dies ist besonders der Fall, wenn Schnellladestandards wie Quick Charge oder USB PD verwendet werden. In der Regel liegt die nutzbare Kapazität bei etwa 80-90 %. Werte über 90 % sind sehr selten, und alles unter 80 % ist eher ungewöhnlich.
Für welche Geräte geeignet?
Die P61-E1 bietet einen 20 W USB-C-Port und einen 22,5 W USB-A-Port. Dies ist keine extrem hohe Leistung. Entsprechend ist die Powerbank nicht für Notebooks und nur bedingt für Tablets geeignet.
20 W sind für Smartphones eine ausreichende Leistung, um diese halbwegs schnell zu laden.
Die Powerbank ist absolut für die aktuellen iPhones, Google Pixel und Samsung-Smartphones geeignet, da hier der universelle Power Delivery-Standard unterstützt wird.
Wie lange dauert das Laden der INIU P61-E1?
Die INIU P61-E1 kann mit rund 20 W geladen werden, an einem entsprechenden USB Power Delivery Ladegerät.
Im Test dauerte eine vollständige Ladung der Powerbank rund 2:40 Stunden. Dies ist für eine Powerbank dieser Klasse ziemlich flott!
Fazit
Wenn du nach einer kompakten und günstigen Powerbank in der 10.000 mAh-Klasse suchst, dann ist die INIU P61-E1* absolut empfehlenswert! Wir haben hier eine sehr gute Powerbank, die alles richtig macht.
Sie gehört zu den kleinsten und leichtesten Modellen in der 10.000 mAh-Klasse.
Die Ausgangsleistung mit 20 W nach dem USB Power Delivery-Standard reicht aus, um die meisten Smartphones relativ flott zu laden.
Auch die Powerbank selbst kann relativ schnell geladen werden und ist in etwa 2:40 Stunden voll.
Nein, dies ist keine Powerbank, die „Rekorde bricht“ oder das leistungsstärkste oder kleinste Modell in der 10.000 mAh-Klasse ist. Diese Titel gehen an die CUKTECH 10 bzw. Nitecore NB10000, aber mit 23 € (zum Zeitpunkt des Tests) ist die INIU Powerbank auch aus Sicht des Preis-Leistungs-Verhältnisses sehr interessant.