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Lexar ARMOR SD Card im Test – Robuste Speicherkarten mit Metallgehäuse und hoher Leistung

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Lexar hat mit seiner ARMOR-Serie SD-Karten auf den Markt gebracht, die sich stark von den gängigen Modellen unterscheiden.
Einer der größten Schwachpunkte von normalen SD-Speicherkarten ist die vergleichsweise geringe physische Widerstandskraft. So mag eine SD-Karte ein wenig Biegen oder auch Druck aushalten, aber dies beschädigt oftmals im Inneren Lötstellen, welche dann gerade durch Temperaturschwankungen brechen können. Ich vermute, dass die meisten SD-Karten aufgrund solcher physischen Auswirkungen irgendwann kaputt gehen.

Lexar hat mit seiner ARMOR-Serie nun SD-Karten auf den Markt gebracht, die auf ein Gehäuse aus Metall setzen! Dieses gibt den Speicherkarten ein Stück weit mehr physische Widerstandskraft, was deren Haltbarkeit stark verbessern sollte.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist das Gehäuse wirklich massiver und wie steht es um die sonstige Technik? Wie groß ist der Leistungsunterschied zwischen der SILVER- und der GOLD-Version?
Finden wir dies im Test der Lexar ARMOR SDXC UHS-II Serie heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Lexar für das Zurverfügungstellen der Speicherkarten für diesen Test.

 

Gold und Silber

Lexar bietet die Speicherkarten seiner ARMOR-Serie in zwei Versionen an: Gold und Silber. Spannenderweise sind beide aber „V60“-Speicherkarten.

Diese sind also in der Oberklasse angesiedelt, was die Leistung angeht, aber auch nicht absolutes High-End. Dennoch ist die Gold-Version etwas schneller als die Silver Pro.

 

Die Lexar ARMOR SD Cards im Test

Prinzipiell setzen beide Versionen der Lexar ARMOR auf das gleiche Gehäuse. Dieses ist nur passend zur Version Gold oder Silber gefärbt.

Lexar setzt hier auf ein massives Gehäuse aus Edelstahl. Lediglich im Bereich der Kontakte haben wir etwas Kunststoff. Allerdings ist die Speicherkarte sauber vergossen.
Es gibt also keine Ritzen oder Öffnungen. Passend dazu wirbt Lexar mit einigen spannenden Haltbarkeitswerten:

  • 370N Pressure Proof
  • IP68 Wassergeschützt
  • Bis zu 5 Meter “Drop Proof”

Und ja, die ARMOR SD Cards machen einen sichtlich wertigeren Eindruck als normale Kunststoff-SD-Karten.

Dies sehen wir auch etwas am Gewicht:

  • Lexar ARMOR Gold – 5,84 g
  • Lexar ARMOR SILVER Pro – 5,76 g
  • SanDisk Extreme – 1,71 g
  • Angelbird V60 AV PRO – 1,73 g
  • Kingston CANVAS React Plus – 1,82 g
  • Lexar Professional V90 – 1,76 g

So sind die Lexar ARMOR SD-Speicherkarten rund 3x schwerer als normale SD-Karten – wir sehen hier also, dass durchaus etwas mehr Material zum Einsatz kommt.

 

Kein Schreibschutz-Schalter

Die Lexar ARMOR SD-Karten besitzen keinen Schreibschutz-Schalter.

 

Die Datenraten

Die Lexar ARMOR Gold und SILVER PRO setzen auf den UHS-II-Standard mit der Geschwindigkeitsklassifizierung „V60“. Ich habe im Test die 256-GB-Version beider Speicherkarten verwendet.

Schauen wir uns zunächst einmal die Datenraten in meinem Kartenleser am PC an. Hier kommt der ProGrade Digital (PG09) Kartenleser zum Einsatz, wie auch CrystalDiskMark als Software.

Leider konnten hier beide Speicherkarten nicht ganz die vom Hersteller versprochene Leistung erreichen. Allerdings ist gerade die Gold-Version so dicht an den Werten, dass diese vermutlich mit anderen Kartenlesern durchaus erreichbar erscheinen.

Lexar ARMOR Gold

  • Lesend: 271 MB/s
  • Schreibend: 201 MB/s

Lexar ARMOR SILVER PRO

  • Lesend: 227 MB/s
  • Schreibend: 160 MB/s

Schreibend erreichen beide Modelle ± die Herstellerangabe. Die Gold-Version liegt mit 271 MB/s auch sehr dicht an den beworbenen 280 MB/s.
Allerdings ist die SILVER PRO mit 227 MB/s lesend ein gutes Stück langsamer als die beworbenen 280 MB/s.

Verglichen mit anderen SD-Karten können wir sehen, dass sich beide Lexar-Modelle im Mittelfeld bewegen – die Silver Pro am unteren Ende des Mittelfelds, die Gold am oberen Ende.

 

In der Praxis

Ich habe beide SD-Karten in diversen meiner Kameras getestet, unter anderem:

  • Sony A7RV
  • Sony A1
  • Sony ZV-E10
  • FUJIFILM X-H2S

Ich hatte mit früheren Lexar-Modellen in meinen Sonys (Modelle von vor 3–4 Jahren und älter) schon mal Probleme. Allerdings funktionierten die neueren Modelle und auch die ARMOR-Speicherkarten tadellos!

Mit der FUJIFILM X-H2S habe ich auch einen kleinen Speedtest durchgeführt.
Folgende Einstellungen habe ich vorgenommen:

  • 40 Bilder/s
  • 1/2500 s Belichtungszeit
  • Manueller Fokus
  • ISO 160
  • RAW

Hier habe ich den Auslöser 30 Sekunden mit den oben genannten Einstellungen durchgedrückt und am Ende geschaut, wie viele Bilder die Kamera in dieser Zeit schaffte.
Mehr Bilder = Die Speicherkarte konnte diese schneller aufnehmen.

In der Praxis zeigte sich gerade die Lexar ARMOR Gold 256 GB erfreulich stark!

Hier schneidet diese sogar ein gutes Stück besser ab, als es die Benchmarks zuvor hätten erwarten lassen.

 

Fazit

Die Idee, eine Speicherkarte mit potenziell wertvollen Daten nicht in ein Kunststoffgehäuse, sondern in ein Metallgehäuse zu packen, ist an sich simpel, aber brillant.
Hierdurch sind die Modelle der ARMOR-Serie wirklich physisch um einiges robuster und dank der Versiegelung auch wassergeschützt.
In der Praxis kann dies die Zuverlässigkeit der Speicherkarte um einiges steigern.

Hinzu kommt bei der Lexar ARMOR SDXC UHS-II Serie eine grundsolide Technik. Gerade die GOLD-Version ist erfreulich flott unterwegs – dies vor allem in meinem Praxis-Test.

Allerdings sind dies dennoch „V60“-Speicherkarten, also eher in der gehobenen Mittelklasse angesiedelt.
Schlimm? In der Regel nein – vor allem dann, wenn dir Robustheit und Zuverlässigkeit wichtiger sind als das absolute Maximum an Geschwindigkeit.

ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI Test: ITX-Mainboard mit Hive II und Thunderbolt 4

ITX-Builds üben auf mich immer eine gewisse Faszination aus. Mir macht es Spaß, eine kleine „Power-Machine“ zu bauen. Das Herzstück stellt hier immer das Mainboard dar. Solltest du dich für ein Intel-System auf Basis des LGA1851-Sockels entscheiden, dann ist das ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI eine der spannendsten Optionen.

Wir haben hier ein ITX-Mainboard der Oberklasse mit einer überragenden Ausstattung für solch einen kleinen Formfaktor. Hierfür hat sich ASUS einige interessante Dinge einfallen lassen. Mehr dazu in diesem Test!

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Zurverfügungstellen des ROG Strix Z890-I Gaming WIFI für diesen Test.

 

Design und Aufbau

Bei dem ASUS ROG Strix Z890-I (wichtig, mit „I“ am Ende) handelt es sich um ein ITX-Mainboard. Dieses ist entsprechend für die Nutzung in kleinen Gehäusen vorgesehen, kann aber auch in den meisten großen Gehäusen genutzt werden.

Da es sich hier um ein Board der „Strix“-Serie handelt, ist dieses der Oberklasse von ASUS zuzuordnen. Daher haben wir hier einige erweiterte Elemente. Zunächst ein Komfort-Feature, das ich sehr schätze: die integrierte IO-Blende. So sind hier die IO-Blende und die Spannungswandler-Kühler in einem Element zusammengefasst, was das Mainboard auch etwas hochwertiger erscheinen lässt.

Allgemein macht das Mainboard einen hochwertigen Eindruck. Was aber auch auffällt, ist der vertikale Aufbau. So haben wir unterhalb des CPU-Sockels einen kleinen „Turm“. In diesem stecken die NVMe-SSDs, wie aber auch einige Anschlüsse, die gestapelt sind, um den Platz eines ITX-Mainboards optimal zu nutzen.

Auch Teile der Front-IO, internen USB-2.0-Ports usw. sind auf eine vertikale Karte ausgelagert, die spannenderweise USB-C nutzt, um mit dem Mainboard verbunden zu werden. Wichtig: Die USB-C-Ports und -Stecker sind natürlich nur Verbinder, aber intern „proprietär“ für diese Karte verkabelt.

 

Mit Z890-Chipsatz

Wie der Name schon sagt, setzt das ASUS ROG Strix Z890-I auf den Intel Z890-Chipsatz, welcher alle CPUs für den Sockel 1851 unterstützt.

Hierbei handelt es sich um den High-End-Chipsatz für die Core Ultra 200S-Modelle. Seitens des RAMs haben wir 2x DDR5-Slots, welche laut ASUS bis zu DDR5-9200 unterstützen sollen, im OC-Modus.

 

ASUS ROG STRIX HIVE II

Ein Highlight beim Z890-I ist der „ASUS ROG STRIX HIVE II“. Was ist dies? Bei dem ASUS ROG STRIX HIVE II handelt es sich um einen kleinen Controller, der via USB-C mit dem Mainboard verbunden wird.

An diesem Controller finden wir einen 3,5-mm-Headset-Port, sowie 1x USB 3.2 Gen 2 und 1x USB-A 3.2 Gen 2. Zudem haben wir ein Drehrad zum Verstellen der Lautstärke und einen Einschalter für deinen PC. Ja, du kannst deinen PC mit dem ASUS ROG STRIX HIVE II einschalten! Dies finde ich super praktisch, das ist wie eine zusätzliche Front-IO, die du auf deinem Schreibtisch liegen hast.

Auch finden sich hier Status-LEDs für deinen PC, welche dir beim Starten sagen, ob alles OK ist, oder ob es Probleme mit CPU, RAM usw. gibt. Stichwort Q-LED. Dabei ist der ROG STRIX HIVE II natürlich komplett optional, du kannst deinen PC auch normal über das Gehäuse einschalten, aber ich finde, dass der HIVE II ein großes Plus an Komfort ist.

 

PCIe und NVMe

Aufgrund des ITX-Formfaktors ist das Strix Z890-I etwas überschaubar bei den Erweiterungsslots.

  • 1x PCIe 5.0 x16
  • 2x M.2 PCIe 5.0 x4 (2280/2260/2242/2230)
  • 1x M.2/E-Key (WLAN-Karte)

So haben wir natürlich zunächst einen großen PCIe-5.0-x16-Slot für eine Grafikkarte. Zudem haben wir 2x M.2-Steckplätze für SSDs. Diese sind beide auf der Front angebracht und einer Art Träger. Dieser Träger besitzt auch SSD-Kühler und erlaubt optional auch die zusätzliche Montage eines 40-mm-Lüfters. Was wir allerdings nicht haben, sind weitere M.2-Slots auf der Rückseite.

 

Die externe IO des Strix Z890-I

Für ein ITX-Board hat das ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI eine umfangreiche IO auf der Rückseite und auch intern.

So finden wir auf der Rückseite folgende Anschlüsse:

  • 2x USB-C – Thunderbolt 4 / USB 4
  • 1x USB-C – 3.2 Gen 2×2 20 Gbit
  • 3x USB-A – 3.2 Gen 2 10 Gbit
  • 1x USB-A – 3.2 Gen 1 5 Gbit
  • 2x USB-A – 2.0
  • 1x HDMI
  • 1x 2,5 Gbit LAN

Gerade die beiden USB-C-Thunderbolt-Ports freuen mich sehr, welche neben Thunderbolt natürlich auch USB 4 mit bis zu 40 Gbit unterstützen.

 

Interne IO

Neben den PCIe-Slots, RAM-Slots und des CPU-Sockels verfügt das ASUS ROG Strix Z890-I intern über folgende Anschlüsse:

  • 2x SATA
  • 1x USB-C-Header 20 Gbit
  • 1x USB-A-3.0-Header 5 Gbit
  • 2x USB-2.0-Header
  • 4x Fan-Header
  • 2x Addressable Gen 2 Headers (RGB)
  • 1x Thermal Sensor Header

 

RGB?

Das ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI besitzt keine RGB-LEDs. Allerdings haben wir 2x RGB-LED-Header, welche universell kompatibel sind und dir eine Steuerung der angeschlossenen Geräte über die ASUS-Software erlauben.

 

Keine Soundkarte?! (Intern)

Spannenderweise besitzt das ASUS ROG Strix Z890-I keine integrierte Soundkarte. Diese ist allerdings „extern“ beigelegt in Form des ROG STRIX HIVE II.

 

Starke externe Soundkarte mit SABRE9260Q DAC

Zwar haben wir auf dem Mainboard keinen Soundchip, dafür aber eine umso spannendere Soundkarte im ROG STRIX HIVE II. Hier ist der SABRE9260Q DAC verbaut. Wir haben hier also keinen Realtek-Chip, wie dieser eigentlich üblich ist. Der SABRE9260Q DAC stammt von ESS und wird von diesen für „audiophile Grade“-Anwendungen empfohlen. Link zum Datenblatt hier: https://www.esstech.com/wp-content/uploads/2021/02/ES9260_PB_v0.2.6.pdf

Praktisch haben wir hier eine sehr gute Soundkarte! Qualitativ gibt es hier nichts zu meckern, in Kombination mit meinen Beyerdynamic T90. Die generelle Auflösung und Detaildarstellung ist hervorragend, auch wenn ich meine, etwas mehr Schärfe zu hören, als ich es gewohnt bin.

 

Netzwerk, LAN und WLAN

Wenig überraschend nutzt ASUS Intel-Netzwerkhardware, welche im Allgemeinen als sehr gut gilt. Der LAN-Port unterstützt bis zu 2,5 Gbit und wird vom Intel I226-V gespeist. Eine „Standard-Wahl“ für einen 2,5-Gbit-Port. Etwas schade, ein paar vergleichbare Boards in dieser Klasse nutzen bereits 5-Gbit-Ports. Bei der WLAN-Karte kommt die Intel Wi-Fi 7 BE200 zum Einsatz, was derzeit die beste Wahl ist, die ASUS hätte treffen können.

  • Intel Wi-Fi 7 BE200
  • 2,4 GHz – 574 Mbit
  • 5 GHz – 2402 Mbit
  • 6 GHz – 5764 Mbit

Wir haben hier eine sehr fähige WLAN-Karte, welche den WLAN-7-Standard unterstützt und dies mit bis zu satten 5764 Mbit.

 

BIOS Flashback

Das ASUS ROG Strix Z890-I verfügt über BIOS Flashback. Am Mainboard findet sich ein gesonderter USB-Port und eine BIOS-Flashback-Taste.

Du kannst hier einen USB-Stick mit einer BIOS-Datei verbinden und das BIOS updaten bzw. neu aufspielen, selbst wenn das Board gar nicht mehr starten kann. Dies ist so ein Feature, dem man oft keine Beachtung schenkt, aber ein absoluter Lebensretter sein kann! Gerade sollte mal das BIOS korrumpieren oder Ähnliches.

 

Das typische ASUS-BIOS

Das ROG Strix Z890-I Gaming WIFI setzt auf das typische ASUS-BIOS, allerdings im Design der ROG-Modelle.

Das BIOS ist vom Umfang her absolut vollständig! Neben den üblichen Steuerungsoptionen haben wir umfangreiche OC-Optionen usw. Zudem haben wir eine sehr gute integrierte Lüftersteuerung, eine gute UI für BIOS-Updates, eine höhere Auflösung bei modernen Monitoren usw.

Ich mag das ASUS-BIOS sehr! Gerade was den Funktionsumfang angeht, ist dies das so ziemlich beste derzeit auf dem Markt.

 

Spannungswandler

Das ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI setzt auf ein 10-Phasen-Design bei den Spannungswandlern für die CPU, welche aus 110A-MOSFETs bestehen. Genau genommen handelt es sich hier allerdings um ein gedoppeltes 5-Phasen-Design, wie es so oft üblich ist. Ich bin offen gesagt kein Hardcore-Flüssigstickstoff-Overclocker und falls du dies auch nicht bist, werden die Spannungswandler für alles mehr als doppelt ausreichen.

10x 110 A = 1100 A bei 1,4V Spannung = 1540 W theoretische maximale Kapazität der Spannungswandler beim ASUS ROG Strix Z890-I Gaming WIFI.

Die mächtigste CPU für den 1851-Sockel zieht nicht mal ansatzweise so viel Energie, selbst mit extremem OC. Mit diesem Setup sind die Spannungswandler überdurchschnittlich leistungsstark. Von allen ITX-Intel-1851-Sockel-Boards hat lediglich das ASRock Phantom Gaming Z890I Nova auf dem Papier mit 12x 110A mächtigere Spannungswandler. Kurzum, diese sind beim ASUS ROG Strix Z890-I nicht der limitierende Faktor.

 

2x 30-mm-Lüfter

Unter den Abdeckungen des ASUS ROG Strix Z890-I verstecken sich zwei 30-mm-Lüfter für die Spannungswandler / die NVMe-SSDs.

Diese Lüfter sind aber sehr gut gesteuert und im Alltag nie hörbar. Selbst unter konstanter Volllast waren diese nie über der AIO auf meinem Intel Core Ultra 7 265K hörbar. Lediglich beim Systemstart ist einmal kurz zu hören, dass diese überhaupt da sind.

 

Leerlauf-Stromverbrauch

Ein Pluspunkt von ITX-Mainboards ist oftmals der Stromverbrauch. Unter Last wirst du hier zu einem regulären ATX-Board keine großen Unterschiede sehen, aber im Leerlauf kann ein ITX-System oft ein paar Watt weniger benötigen.

Das ASUS ROG Strix Z890-I + Intel Core Ultra 7 265K + Corsair SF Series Platinum SF750 und 64 GB RAM benötigen bei mir im Leerlauf rund 35 W auf dem Windows-Desktop (mit Maus und Tastatur).

Dies ohne zusätzliche BIOS-Optimierungen usw. Ich vermute, du könntest den Verbrauch vermutlich auf knapp unter 30 W im Leerlauf drücken, wenn du noch ein paar Energiesparmaßnahmen im BIOS aktivierst.

Zum Vergleich das Gigabyte Z890 AORUS PRO ICE (ATX Board) benötigt ca. 45 W im Leerlauf, also rund 10 W mehr.

 

Fazit

ASUS zeigt beim ROG Strix Z890-I Gaming WIFI die gewohnte starke Leistung. Wir haben hier ein grundsolides Mainboard, das alles bietet, was du dir in einem ITX-Formfaktor wünschen kannst. Dies auch zu einem Preis, der im Rahmen für ein Mainboard dieser Klasse liegt. Wie üblich gibt es einen leichten ASUS-Aufpreis, aber generell ist dieser hier sehr überschaubar, verglichen mit Modellen von ASRock und GIGABYTE.

Dabei bietet das ROG Strix Z890-I Gaming WIFI einige interessante Funktionen, welche ich durchaus als innovativ bezeichnen würde. Ein Highlight für mich ist der ASUS ROG STRIX HIVE II. Es ist einfach klasse, eine Art Kabel-Fernbedienung zu haben, welche ein Starten deines PCs erlaubt, Diagnose-LEDs hat, USB-Ports usw. und dies direkt auf deinem Schreibtisch.

Auch die exotische Halterung für M.2-SSDs macht einen sehr guten Job, vor allem was die Kühlung angeht. Dies kann gerade bei M.2-Slots auf der Rückseite eines Mainboards ansonsten ein Problem sein. Ebenfalls positiv sind die generell technische Qualität und die Anschlussvielfalt. 2x Thunderbolt 4 sowie einige USB-Ports, sowohl intern als auch extern, sind gerade bei einem ITX-Mainboard nicht selbstverständlich.

Gibt es aber auch Dinge zu kritisieren? Einige Konkurrenten besitzen schon einen 5-Gbit-LAN-Port und auch teils mehr als 2x M.2-Slots. Abseits davon ist das ROG Strix Z890-I Gaming WIFI eine sehr runde Sache in gewohnter ASUS-Qualität.

ASUS OG Strix Z890-I Gaming WIFI
Positiv
Hervorragende Ausstattung für ein ITX Board: Umfangreiche Anschlussmöglichkeiten (Thunderbolt 4, USB 3.2, etc.)
Innovativer ROG STRIX HIVE II: Externe Steuereinheit mit Audio, USB und PC-Steuerungstasten
Hochwertige externe Soundkarte: SABRE9260Q DAC für audiophile Klangqualität
Überdurchschnittlich leistungsstarke Spannungswandler
Gute Kühlung: Integrierte Kühler für SSDs und Spannungswandler, leise Lüfter
Umfangreiches BIOS
Starkes Wi-Fi 7
Integrierte I/O-Blende
Geringer Leerlauf-Stromverbrauch
Negativ
Kein 5-Gbit-LAN
Keine interne Soundkarte (nur extern)
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VOLTCRAFT VC-C909 Test: 140W / 27.000 mAh Powerbank zum Kampfpreis – Lohnt sich der Kauf?

Die Hausmarke von Conrad, VOLTCRAFT, bietet mit der VC-C909 eine sehr spannende Powerbank an.

So bietet diese, laut Hersteller, 27.000 mAh Kapazität, einen 140 W USB-C Port und ein Display mit Leistungswerten, für unter 70 €!

Damit ist dies eine der preis-/leistungsstärksten High-End Powerbanks derzeit auf dem Markt! Aber dies natürlich nur, wenn die Powerbank auch wirklich hält, was sie verspricht.

Finden wir dies im Test der VOLTCRAFT VC-C909 heraus!

 

Die VOLTCRAFT VC-C909 im Test

Die VC-C909 ist mit einer Leistung von 140 W und 27.000 mAh ganz klar in die „High-End“-Klasse einzuordnen. Entsprechend ist es auch keine Überraschung, dass die Powerbank etwas größer ausfällt.

So misst diese 165 x 55 x 50 mm und bringt satte 655 g auf die Waage. Damit ist diese groß, aber auch nicht ungewöhnlich groß für die Leistung.

Dabei setzt diese auf ein einfaches Aluminium-Gehäuse mit Endstücken aus Kunststoff. Generell gesprochen ist das Gehäuse solide, aber auch nichts Besonderes.

 

Das Display der VC-C909

Erfreulicherweise besitzt die VC-C909 trotz des niedrigen Preises ein Display. Auf dem LCD-Farbdisplay werden diverse Leistungsinformationen angezeigt:

  • Kapazität in %
  • Zellenspannung in Volt
  • Temperatur
  • Leistung in Watt pro Port
  • Spannung pro Port
  • Strom pro Port

Damit ist das Display sehr hilfreich und ganz klar ein großer Pluspunkt. Allerdings ist das Display, verglichen mit einigen teureren Modellen, relativ klein.

 

Anschlüsse der VOLTCRAFT VC-C909

Die VOLTCRAFT VC-C909 besitzt 2x USB-C Ports und 1x USB-A.

  • USB-C 1 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 2 – 20W USB PD – 5V/2,4A, 9V/2,22A
  • USB-A – 18W Quick Charge – 5V/3A, 9V/2A, 12V/1,5A

Wir haben zwar 3 Ports, aber wirklich spannend ist primär der USB-C 1. Dieser bietet bis zu 140 W nach dem USB PD 3.1 Standard. Damit ist die Powerbank nicht nur für Smartphones interessant, sondern auch für Notebooks, die via USB-C laden können.Beispielsweise wäre die Powerbank für die MacBooks, Dell XPS usw. geeignet.

Neben dem mächtigen 140 W Port haben wir noch einen „Standard“ 20 W Port sowie einen 18 W Quick Charge Port.

Über den primären USB-C Port wird die Powerbank auch geladen.

 

PPS nur bis 3A

Eine kleine Schwäche erlaubt sich die VOLTCRAFT VC-C909 bei der PPS-Stufe.

  • USB-C 1 – 3,3 – 21 V bei bis zu 3 A
  • USB-C 2 – 3,3 – 11 V bei bis zu 2 A

Wir haben hier einen sehr schönen Spannungsbereich, mit bis zu 21 V. Aber leider bietet die Powerbank via PPS „nur“ bis zu 3 A.

Was bedeutet dies praktisch? Vor allem ältere Samsung Smartphones können nicht mit bis zu 45 W laden, sondern nur mit bis zu +- 30 W. Erst ab dem S25 Ultra ist voraussichtlich bei Samsung wieder das volle Tempo möglich.

Auch bei einigen chinesischen Smartphones kann das Ladetempo etwas reduziert sein.

Dennoch, 3,3 bis 21 V bei bis zu 3 A ist in der Regel eine PPS-Range, die im Alltag „passt“.

 

Konstant 140W? Jein

Nur die wenigsten Powerbanks mit einem 140 W USB-C Port können über diesen auch wirklich konstant 140 W ausgeben. Meist gibt es hier aufgrund von Temperaturproblemen eine Drosselung.

Wie schlägt sich hier die VOLTCRAFT VC-C909?

Erfreulich gut! Erst bei einer Restladung von +- 5 % hatte die VC-C909 das Entladen mit 140 W gestoppt. Ich würde hier also sagen, dass diese +- konstant die volle Leistung liefern kann.

 

Wie hoch ist die Kapazität der VC-C909?

Wie steht es um die Kapazität der VOLTCRAFT VC-C909? Laut Hersteller soll diese beachtliche 27.000 mAh bieten. Aber wie sieht es in der Praxis aus?

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 78.563 15744 21233 79%
9V/1A 80.625 8988 21791 81%
9V/3A 82.4 9173 22270 82%
20V/1A 85.54 4299 23119 86%
20V/5A 79.609 4026 21516 80%
28V/5A 72.977 2626 19724 73%

 

Im Test schwankte die Kapazität der VOLTCRAFT VC-C909 zwischen 19.724 mAh bzw. 72,977 Wh und 23.119 mAh bzw. 85,54 Wh.

Dies entspricht einer Spanne von 73 % bis 86 % der Herstellerangabe. Im Schnitt erreichte die Powerbank, durch alle Messungen hindurch, 21.609 mAh bzw. 79,95 Wh, was 80 % der Herstellerangabe entspricht.

Dies ist ein akzeptables Abschneiden, wenn auch, zugegeben, nicht absolut überragend. Ich sage, dass in der Regel eine echte Kapazität von 80 – 90 % der Herstellerangabe bei Powerbanks normal ist. Die VC-C909 ist also am unteren Ende von „normal-gut“.

 

Für welche Geräte?

Mit der Ausgangsleistung von bis zu 140 W empfiehlt sich die VOLTCRAFT VC-C909 für größere Geräte, wie Notebooks. Dies auch dank der ordentlichen Kapazität.

Ich denke hier auch durchaus an größere Notebooks, wie die MacBooks Pro, Framework 16 usw.

Aber natürlich ist die Powerbank auch für Smartphones und Tablets gut geeignet. Der primäre USB-C Port ist in der Lage, sämtliche Apple Geräte mit dem vollen Tempo zu laden und auch sehr viele Samsung-, Xiaomi-, Google- usw. Smartphones.

Lediglich Samsungs 45 W Laden ist nicht voll unterstützt, da die PPS-Stufe „nur“ bis 3 A geht.

 

Wie lange dauert das Laden der VOLTCRAFT VC-C909?

Die VOLTCRAFT VC-C909 kann, laut Hersteller, mit bis zu 140 W laden, an einem entsprechenden Ladegerät.

Dies kann ich auch +- bestätigen, bei mir erreichte die Powerbank bis zu 132 W.

Allerdings hatte diese bei mir im Test relativ schnell die Ladegeschwindigkeit reduziert. Somit dauerte eine 0 % auf 100 % Ladung bei mir rund 1:52 h.

Dies ist nicht rekordverdächtig schnell, es gibt durchaus 140 W Powerbanks, die in unter einer Stunde voll sind, aber 1:52 h ist auch alles andere als langsam!

 

Fazit

Die VOLTCRAFT VC-C909 ist eine erfreulich solide Powerbank! Ist dies die beste 140 W Powerbank mit USB PD 3.1 auf dem Markt? Nein, aber sie ist auch nicht die schlechteste. Das ist ein positives Abschneiden, denn mit unter 70 € ist sie eine der günstigsten Optionen in ihrer Klasse.

So haben wir hier zunächst den 140 W USB-C Ausgang (und Eingang), welcher liefert, was der Hersteller verspricht. So kann die Powerbank auch ziemlich konstant 140 W Leistung ausgeben, was sie gerade für große Notebooks auch interessant macht.

Hinzu kommt eine ordentliche Kapazität mit bis zu 23.119 mAh bzw. 85,54 Wh, das praktische Display und das flotte Laden. 0 % auf 100 % in 1:52 h ist alles andere als langsam, wenn auch nicht rekordverdächtig schnell.

Was gibt es zu kritisieren? Leider geht die PPS-Stufe nur bis 3 A und die zusätzlichen USB-Ports sind relativ „langweilig“ mit 20 bzw. 18 W.

Betrachten wir allerdings erneut den Preis von unter 70 € und dass VOLTCRAFT die Hausmarke des deutschen Händlers Conrad ist, dann denke ich, dass wir hier einen Preis/Leistungs-Hit an der Hand haben, gerade wenn du nach einer Powerbank für Apple-Geräte und Notebooks suchst.

Der ASUS NUC 15 Pro+ im Test, der leistungsstärkste Mini-PC, dank Core Ultra 200?

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Die Intel NUCs waren eine tolle Sache! Leider hat Intel dieses Feld aufgegeben. Aber immerhin haben sie ihre Mini-PC-Sparte „NUC“ an ASUS weitergegeben, welche diese fortsetzen.

Der NUC 15 Pro+ stellt hier derzeit das Flaggschiffmodell dar. Dieser setzt auf die Intel Core Ultra (Series 2) Prozessoren und hat entsprechend ordentlich CPU-Power.

Dabei nutzt ASUS ein deutlich wertigeres und edleres Design, als es noch Intel bei seinen NUCs gemacht hat. Es ist klar, dass ASUS versucht, den NUC 15 Pro+ als Windows-Alternative zum Mac Mini aufzustellen.

Aber gelingt dies in der Praxis? Ist der ASUS NUC 15 Pro+ ein guter Mini-PC? Finden wir dies im Test heraus!

 

Der ASUS NUC 15 Pro+ im Test

ASUS hat dem NUC 15 Pro+ ein recht edles und hochwertiges Gehäuse gegeben. Dieses ist aus einer Mischung aus Aluminium und Kunststoff gefertigt.

So besteht der Rahmen und auch die Unterseite aus Aluminium. Spannenderweise ist der Deckel aus Kunststoff gefertigt. Allerdings fällt dies nicht auf, da ASUS den kompletten Mini-PC silbern gefärbt hat.

Mit 144 mm x 112 mm x 42 mm ist der NUC 15 Pro+ relativ groß für einen Mini-PC, wobei dieser dennoch als super kompakt bezeichnet werden kann.

Spannend sind immer die Anschlüsse bei Mini-PCs, denn hier können diese oftmals glänzen, so auch der NUC 15 Pro+.

Front:

  • 1x USB-C 3.2 Gen 2×2 (20 Gbit)
  • 2x USB-A 3.2 Gen 2 (10 Gbit)

Rückseite:

  • 2x USB-C Thunderbolt 4 (40 Gbit)
  • 1x USB-A 3.2 Gen 2 (10 Gbit)
  • 1x USB-A 2.0
  • 2x HDMI 2.1
  • 1x 2,5 Gbit LAN

Wir haben hier also einige High-Speed-USB-Ports inklusive Thunderbolt. Was der ASUS NUC 15 Pro+ aber spannenderweise nicht hat, ist ein 3,5-mm-Audio-Ausgang.

Du musst hier also entweder USB-Headsets nutzen oder Bluetooth-Headsets/-Kopfhörer.

Die Stromversorgung des NUCs läuft über ein externes 19,5 V / 7,7 A Netzteil.

 

Im Inneren

Erfreulicherweise lässt sich der ASUS NUC 15 Pro+ recht gut aufrüsten. So ist „lediglich“ die CPU fest verlötet, SSD, RAM und WLAN-Karte lassen sich austauschen.

So haben wir folgende Slots:

  • 2x DDR5 SO-DIMM/CSODIMM
  • 1x M.2 2280 NVME SSD Slot (PCIe 4.0 x4)
  • 1x M.2 2242 NVME SSD Slot (PCIe 4.0 x4)
  • 1x M.2/E-Key (WLAN-Karte)

Gerade dass der RAM aufrüstbar ist, ist eine positive Überraschung. Etwas schade ist nur, dass wir keine 2x 2280 SSDs verbauen können.

ASUS NUC 15 Pro+ Inside

 

Bis zu Intel Core Ultra 9 285H

ASUS bietet den NUC 15 Pro+ in verschiedenen Versionen an:

  • Intel Core Ultra 9 285H
  • Intel Core Ultra 7 255H
  • Intel Core Ultra 5 225H

Alle Versionen setzen auf die aktuellen Intel Core Ultra 200 CPUs. Im besten Fall haben wir den Intel Core Ultra 9 285H.

Intel Core Ultra 9 285H, 6C+8c+2c/16T, 2,90 – 5,40 GHz

Dieser verfügt über 16 Kerne, welche in 3 Gruppen unterteilt sind. So haben wir 6 „Performance“-Kerne, 8 Effizienz-Kerne und 2 „Super-Effizienz“-Kerne.

 

Benchmarks und Leistung

Schauen wir uns die Leistung des NUC 15 Pro+ in ein paar Benchmarks an.

ASUS NUC 15 Pro+ Cinebench 23ASUS NUC 15 Pro+ Cinebench 2024ASUS NUC 15 Pro+ Cinebench R15 ASUS NUC 15 Pro+ Cinebench R20

Hier schneidet der ASUS NUC 15 Pro+ sehr beeindruckend ab! So kann er sich fast an die Spitze meiner Notebook/Mini-PC-Benchmarks setzen. Dieser kann hier lediglich von Modellen mit dem i9-13980HX übertroffen werden, und dies auch nur, da diese teils mit einem extrem hohen Power-Limit arbeiten.

So kann der NUC 15 Pro+ in CPU-Benchmarks problemlos den Ryzen 9 7940HS schlagen.

Allerdings nutzt auch der NUC 15 Pro+ ein Power-Limit von vergleichsweise hohen 115 W (konstant). Praktisch wird dieses aber meist nur kurz erreicht, aufgrund der Temperaturen des Systems. So lässt der NUC+ den Intel Core Ultra 9 285H auf bis zu 105 Grad hochfahren. Bei konstanter Last haben wir aber anscheinend ein Temperaturziel von +- 95 Grad, worauf die Leistungsaufnahme angepasst wird.

So schwankte im Test die CPU-Leistungsaufnahme unter konstanter Last um die 70 W.

Aber was ist mit der Leistung der GPU? Ist für dich „Gaming“ Priorität Nummer 1, würde ich zwar weiterhin zu einem Mini-PC mit AMD-Prozessor greifen, aber Intel hat hier durchaus aufgeholt.

So ist die Intel Arc Graphics 140T durchaus fähig!

So kannst du alle aktuellen Spiele bei Full-HD-Auflösung auf dem NUC 15 Pro+ spielen. Allerdings musst du gerade bei aktuellen AAA-Spielen in der Regel die Qualität auf niedrig oder mittel reduzieren.

Beispielsweise im Black Myth Wukong Benchmark erreichte der NUC 15 Pro+ 44 FPS bei niedrigen Details.

Damit übertrifft der NUC beispielsweise die AMD Radeon 780M im AMD Ryzen 9 7940HS leicht. Dies würde ich als sehr gutes Abschneiden bezeichnen.

 

Lautstärke und Lüfter

Sicherlich ein sehr spannender Punkt ist die Lautstärke des NUC 15 Pro+. Aufgrund der sehr hohen Leistung ist es nicht überraschend, dass der NUC 15 Pro+ nicht komplett lautlos ist.

Im Leerlauf bzw. bei niedriger Last ist er sehr leise bzw. meist auch wirklich lautlos. Allerdings bei mittlerer bis hoher Last dreht der Lüfter schon ein gutes Stück hoch. So kann es auch beispielsweise beim Installieren von Updates zu einem kurzen Hochdrehen der Lüfter kommen.

Unterm Strich würde ich den Lüfter und die Lautstärke des Mini-PCs als erwartungsgemäß bezeichnen. So ist dieser nicht zu laut, aber suchst du ein Modell, das in allen Alltagssituationen komplett leise ist, dann bist du hier falsch.

 

Netzwerkverbindungen

Der ASUS NUC 15 Pro+ verfügt über einen 2,5-Gbit-LAN-Port, wie natürlich auch WLAN. Die WLAN-Karte ist austauschbar, aber von Haus aus war hier bereits die Intel BE201 verbaut.

Bei der BE201 handelt es sich um eine sehr gute WLAN-7-fähige Netzwerkkarte.

Intel Wi-Fi 7 BE201

  • 2,4 GHz – bis zu 574 Mbit
  • 5 GHz – bis zu 2402 Mbit
  • 6 GHz – bis zu 5764 Mbit

Auch bei der LAN-Karte handelt es sich um ein Intel-Modell, und zwar die I226-V, mit 2,5 Gbit.

 

Die SSD

Je nachdem, welche Version du des NUC 15 Pro+ kaufst, kann natürlich die verbaute SSD schwanken.

In meinem NUC 15 Pro+ war die Micron 3500 SSD „MTFDKBA1T0TGD“ verbaut. Hierbei handelt es sich um eine flotte NVMe-SSD der Oberklasse.

ASUS NUC 15 Pro+ SSD

Diese erreichte bei mir im Test rund 7100 MB/s lesend und 6500 MB/s schreibend. Reicht dir also die Kapazität von 1 TB, ist dies eine gute SSD.

 

Extrem niedriger Stromverbrauch!

Eines der absoluten Highlights beim ASUS NUC 15 Pro+ ist der Stromverbrauch. Dieser schwankt natürlich stark je nach Nutzung, aber der minimale Stromverbrauch, den ich auf dem Windows-Desktop gesehen habe, liegt bei gerade einmal 4,7 W! 4,7 W Leerlauf-Stromverbrauch ist selbst für einen Mini-PC extrem niedrig!

In der Praxis liegt der Verbrauch, wenn du Windows nutzt, durch Dateisysteme navigierst, das Internet nutzt usw., eher im Bereich 6 – 20 W. Aber gerade wenn du diesen Mini-PC als NAS, Home-Assistant-Box, Server oder Ähnliches nutzt, wirst du sehr niedrige Leerlaufwerte sehen, sogar für einen Mini-PC.

Unter absoluter Volllast konnte ich einen Stromverbrauch von bis zu 130 W beobachten.

 

Fazit

Mit dem NUC 15 Pro+ bietet ASUS einen sehr mächtigen Mini-PC an! Gerade in der Version mit dem Intel Core Ultra 9 285H haben wir hier einen PC, der für fast alle Einsatzzwecke bereit ist. Egal ob nun Office, Multimedia oder Foto-/Videobearbeitung.

Dabei ist der PC wertig, besitzt eine starke IO und ist auch gut aufrüstbar, für einen Mini-PC. So kannst du beispielsweise den RAM ohne Probleme auf bis zu 96 GB aufrüsten, was nicht selbstverständlich ist.

Ein weiterer dicker Pluspunkt ist der Stromverbrauch. Vor allem im Leerlauf ist dies der sparsamste Mini-PC, den ich jemals im Test hatte. Zeitgleich ist dies auch der stärkste Mini-PC, den ich jemals im Test hatte, was beachtlich ist.

Hat dieser auch Schwächen? Ja, so finde ich es überraschend, dass wir hier keine Soundkarte haben. Auch der Lüfter/die Lautstärke ist so eine Sache. So ist der PC nicht übermäßig laut, aber gerade unter Last oder bei Lastschüben kann dieser schon hörbar werden, was allerdings bei einer TDP von bis zu 115 W keine große Überraschung ist.

Dennoch, gerade wenn du ein sparsames „Powerhouse“ suchst, ist der ASUS NUC 15 Pro+ derzeit einer der mächtigsten Mini-PCs auf dem Markt. Dabei kannst du hier auch mit einer besseren Lebenserwartung/Haltbarkeit rechnen, als bei den „billigen“ Mini-PCs, die du in Massen bekommst.

 

ASUS NUC 15 Pro+ Inside
NUC 15 Pro+
Positiv
Sehr hohe CPU-Leistung (Intel Core Ultra)
Extrem niedriger Stromverbrauch im Leerlauf, unter 5W
Gute integrierte GPU (Intel Arc Graphics) für alltägliche Aufgaben und leichtes Gaming
Kompaktes und hochwertiges Gehäuse
Viele Anschlüsse (inkl. Thunderbolt 4, 2x HDMI 2.1)
Sehr gute Aufrüstbarkeit (RAM, SSD, WLAN-Karte)
Schnelle NVMe-SSD
Gute Netzwerkanbindung (2,5 Gbit LAN, Wi-Fi 7)
99 TOPS APU
Negativ
Kein 3,5-mm-Audioausgang
Lüfter unter Last hörbar
94

CUKTECH 15 Ultra Test: 165W Powerbank mit Beast Mode! 0 auf 100% in 35 min!

CUKTECH ist derzeit einer der spannendsten Hersteller von Powerbanks. So zeichnen sich die aktuellen CUKTECH-Modelle vor allem durch eine sehr gute Technik und ein interessantes Design aus.

Eines der spannendsten Modelle im CUKTECH-Lineup ist die neue CUKTECH 15 Ultra.

Bei der CUKTECH 15 Ultra handelt es sich um eine 20.000-mAh-Powerbank mit 165 W Ausgangsleistung, 140 W USB-PD-Port und einem Display.

Damit hat die Powerbank alles, was ein High-End-Modell im Jahr 2025 mitbringen sollte.

Aber wie sieht es in der Praxis aus? Ist die CUKTECH 15 Ultra hier so gut, wie es auf den ersten Blick aussieht? Finden wir es heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an CUKTECH für das Zurverfügungstellen der 15 Ultra für diesen Test.

 

Die CUKTECH 15 Ultra im Test – die beste 140-W-Powerbank?

Die CUKTECH 15 Ultra setzt auf das derzeit so beliebte „Säulen“-Design. Entsprechend ist dies keine Powerbank für die Hosentasche, sondern eher für den Rucksack. Das sollte aber bei einer Leistung von bis zu 165 W auch wirklich keine Überraschung sein.

So misst die Powerbank 152 x 44 x 57 mm und bringt 593 g auf die Waage.

Dabei ist die generelle Verarbeitungsqualität und auch das Design als sehr hochwertig zu bezeichnen. Wir haben hier eine Powerbank auf dem Level anderer Oberklasse-Modelle wie von Anker und Co.

Dabei sind die Anschlüsse der Powerbank auf der Oberseite, und auf der Front haben wir ein LCD-Farbdisplay, welches dir einige Informationen anzeigt.

 

Das Display

Ich liebe es, wenn Powerbanks über ein Display verfügen, das nicht nur den Akkustand anzeigt, sondern auch erweiterte Informationen wie Eingangs- und Ausgangsleistung. Und genau solch ein Display haben wir bei der CUKTECH 15 Ultra.

Dieses kann dir folgende Informationen anzeigen:

  • Akkustand in %
  • Verbleibende Lade-/Entlade-Dauer
  • Eingangsleistung in Watt
  • Ausgangsleistung in Watt
  • Leistung in Watt pro Port
  • Strom in Ampere pro Port
  • Spannung in Volt pro Port

Zudem kannst du für Port 1 festlegen, ob dieser nur ein Eingang, Ausgang oder beides sein soll. Warum ist dies interessant? Es kann gerade beim Laden von Notebooks passieren, dass nicht das Notebook von der Powerbank geladen wird, sondern die Powerbank vom Notebook. Dieses Problem ist zwar nicht mehr so weit verbreitet, aber die Möglichkeit, das Laden über Port 1 zu deaktivieren, kann dieses Problem, sollte es doch mal auftreten, effektiv verhindern.

 

Anschlüsse der CUKTECH 15 Ultra

Die CUKTECH 15 Ultra verfügt über 2x USB-C und 1x USB-A.

  • USB-C 1 – 140 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/5A, 28V/5A
  • USB-C 2 – 65 W USB PD – 5V/3A, 9V/3A, 12V/3A, 15V/3A, 20V/3,25A
  • USB-A – 33 W – 5V/3A, 9V/3A, 11V/3A

Der primäre USB-C-Port der Ultra bietet eine Leistung von bis zu 140 W nach dem USB-PD-3.1-Standard. Damit haben wir hier einen sehr mächtigen USB-C-Port, welcher auch wunderbar für große Geräte und Notebooks geeignet ist.

Zudem haben wir einen 65-W-Port, welcher auch für größere und kleinere Geräte wunderbar geeignet ist.

Nutzt du beide Ports gleichzeitig, haben wir eine Drosselung auf 100 + 65 W für eine maximale Leistung von 165 W.

Zudem haben wir noch einen USB-A-Port mit bis zu 33 W.

 

Mit großer PPS-Unterstützung

Die CUKTECH 15 Ultra unterstützt auf beiden USB-C-Ports den PPS-Standard.

  • USB-C 1 – 5 – 20 V / 5 A
  • USB-C 2 – 5 – 11 V / 5 A oder 5 – 20 V / 4,5 A

Damit bietet die CUKTECH 15 Ultra eine sehr große, aber auch nicht ganz perfekte PPS-Range. So geht diese „nur“ bis 20 V und nicht bis 21 V, was aber in der Regel nicht tragisch ist, außer du hast ein Google Pixel 9 Pro XL.

Mehr Infos zu PPS findest du hier: https://techtest.org/was-ist-pps-und-avs-usb-power-delivery-ladegeraete-mit-pps-uebersicht-und-info/

 

Konstante Leistung?

Leider können sehr viele Powerbanks nicht konstant die beworbene Leistung liefern. Gerade unter 100-W- und 140-W-Powerbanks ist es sehr verbreitet, dass sie nicht konstant diese Leistung bereitstellen können, aufgrund von Temperaturproblemen.

Wie steht es hier um die CUKTECH 15 Ultra?

Erfreulicherweise konnte die CUKTECH 15 Ultra bei mir im Test konstant 140 W liefern. Dies aber anscheinend auch nur knapp, denn nach dem Entladen mit 140 W verweigerte diese kurzzeitig das Laden aufgrund von Übertemperatur.

Im Hochsommer ist es also nicht auszuschließen, dass die Powerbank sich vielleicht drosseln muss, aber bei +- 20 Grad Raumtemperatur schafft sie konstant 140 W – super!

 

Wie hoch ist die Kapazität der CUKTECH 15 Ultra?

Laut Hersteller bietet die Powerbank eine Kapazität von 20.000 mAh. Allerdings erreichen die meisten Powerbanks nicht die beworbene Kapazität, sondern meist etwas weniger.

Wie sieht es aber bei der CUKTECH 15 Ultra aus? Mehr Infos zur Testmethode findest du hier: https://techtest.org/wie-testet-techtest-powerbanks-und-ladegeraete-welche-messgeraete-nutze-ich/

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/2A 61.251 12484 16554 83%
9V/1A 62.239 6953 16821 84%
9V/3A 64.682 7287 17482 87%
20V/1A 64.538 3217 17443 87%
20V/3A 64.088 3216 17321 87%
20V/5A 62.088 3127 16781 84%
28V/5A 60.057 2149 16232 81%

 

Im Test schwankte die Kapazität der Powerbank zwischen 16.232 mAh bzw. 60,057 Wh und 17.482 mAh bzw. 64,682 Wh.

Dies entspricht einer Spanne von 81 % bis 87 % der Herstellerangabe, was ein normales, gutes Abschneiden ist.

Generell: Die Kapazitätsangabe bei Powerbanks bezieht sich immer auf die Kapazität der Akkuzellen im Inneren. Allerdings ist das Entladen dieser nicht zu 100 % effizient. So gibt es immer einen gewissen Verlust in Form von Wärme aufgrund interner Prozesse, Spannungswandlungen usw. 80–90 % sind gängige „gute“ Werte für die nutzbare Kapazität. Über 90 % sind sehr selten und unter 80 % ungewöhnlich. Bedenke auch, dass dein Smartphone nicht zu 100 % effizient lädt! Hat dieses einen 4000-mAh-Akku, werden ca. 4800 mAh für eine 100%ige Ladung benötigt. Dies hängt aber vom Modell und der Art des Ladens ab.

 

Für welche Geräte geeignet?

Prinzipiell ist die CUKTECH 15 Ultra sehr universell einsetzbar, egal ob nun für Smartphones von Apple, Samsung, Xiaomi, ASUS usw.

Dank der großen Leistung und PPS-Stufe ist die Powerbank sehr universell kompatibel und in der Lage, die absolute Mehrheit aller Smartphones auf dem Markt schnell zu laden.

Dabei ist diese prinzipiell auch für sehr große Geräte geeignet, wie Notebooks. Allerdings bedenke, dass hier +- 20.000 mAh auch nicht die Welt sind, wenn du ein großes Notebook laden möchtest.

 

Gleichzeitig Laden und Entladen?

Ja, die CUKTECH 15 Ultra lässt sich gleichzeitig laden und entladen. Dies auch anscheinend ohne große Einschränkungen, was die Leistung angeht.

 

Unfassbar schnelles Laden!

Die CUKTECH 15 Ultra kann unheimlich schnell laden! So kann die Powerbank mit konstant 140 W laden oder, wenn du beide USB-C-Ports nutzt, mit 100 + 65 W.

CUKTECH 15 Ultra Ladedauer Diagramm

WOW! An einem 140-W-Ladegerät dauerte eine Ladung gerade einmal 42 Minuten! Nutzt du zwei Ladegeräte bzw. zwei Ladeports, sinkt die Ladedauer auf gerade einmal 35 Minuten, was das schnellste Laden ist, das ich jemals gesehen habe.

Wirklich eine beeindruckende Leistung der CUKTECH 15 Ultra.

Verglichen mit anderen Powerbanks ist die CUKTECH 15 Ultra in absoluten Zahlen wirklich die am schnellsten ladende Powerbank, die ich bisher im Test hatte. Allerdings ist im Verhältnis zur Kapazität die Anker A1340 Prime noch minimal schneller.

 

Fazit zur CUKTECH 15 Ultra

Die CUKTECH 15 Ultra ist die beste Powerbank von CUKTECH, die ich bisher in den Fingern hatte.

Dies liegt vor allem an der hohen Eingangs- und Ausgangsleistung in Kombination mit einem guten Thermal-Management.

So kann die Powerbank konstant 140 W Leistung liefern und sogar aufnehmen, was nicht selbstverständlich ist! Ganz im Gegenteil, die wenigsten 140-W-Powerbanks schaffen konstant 140 W in der Praxis.

Da diese auch konstant 140 W aufnehmen kann, haben wir hier ein extrem schnelles Laden. 0 auf 100 % in 42 Minuten ist schon eine Ansage! Nutzt du zwei Ports zum Laden, dann reduziert sich die Ladezeit sogar auf 35 Minuten, was rekordverdächtig schnell ist.

Hinzu kommt das sehr gute Display und die große PPS-Unterstützung.

CUKTECH 15 Ultra Powerbank 20000mAh (4S2P) 165W Externer Akku mit...

  • Bis zu 140W über USB-C PD 3.1
  • 0-100% in 42 Minuten (140W) bzw. 35 Minuten (Dual-Port)
  • Konstante Leistung
  • Große PPS-Unterstützung, 5-20V/5A
  • Gleichzeitiges Laden/Entladen
  • Sehr gute Verarbeitungsqualität
  • 2x USB-C und 1x USB-A

Was spricht gegen die CUKTECH 15 Ultra? An sich nicht viel. Ich hätte mir vielleicht etwas mehr Kapazität gewünscht. Die 20.000-mAh-Basiskapazität (17.482 mAh bzw. 64,682 Wh) ist okay, aber für große Notebooks gilt: Mehr ist mehr.

Dennoch ist die CUKTECH 15 Ultra eine fantastische Powerbank und eine wunderbare Alternative zur Anker 737. Ich würde sogar sagen, die CUKTECH 15 Ultra übertrifft in den meisten Punkten die Anker 737.

 

CUKTECH 15 Ultra
Positiv
Extrem schnelle Ladezeiten: 0-100% in 42 Minuten (140W) bzw. 35 Minuten (Dual-Port)
Hohe Ausgangsleistung: Bis zu 140W über USB-C PD 3.1
Konstante Leistung: Liefert tatsächlich 140W dauerhaft
Umfangreiches Display
Große PPS-Unterstützung
Gleichzeitiges Laden/Entladen
Sehr gute Verarbeitungsqualität
2x USB-C und 1x USB-A
Negativ
95

EPICO UltraPack EM31 3000 Test: Die ultraschlanke MagSafe Powerbank für unterwegs

EPICO bietet mit dem UltraPack EM31 3000 eine extrem schmale und schlanke MagSafe / Qi2 Powerbank an. Diese hat gerade einmal eine Dicke von 5,5 mm.

Allerdings ist im Gegenzug auch die Kapazität mit 3000 mAh vergleichsweise überschaubar. Wollen wir uns im Test einmal ansehen, ob die EPICO UltraPack EM31 3000 dennoch eine Bereicherung im Alltag sein kann!

 

Die EPICO UltraPack EM31 3000 im Test

Die EPICO UltraPack EM31 3000 ist eine sehr schlichte und ultrakompakte Powerbank. Diese ist aus einer Mischung aus Kunststoff und Aluminium gefertigt.

So besitzt die Rückseite eine sehr wertige Aluminiumoberfläche, während die Seite, die an deinem Smartphone anliegt, aus Kunststoff besteht. Sicherlich, aber das wichtigste Merkmal sind die Abmessungen und das Gewicht. Mit 102 x 70 x 5,5 mm und einem Gewicht von 86 g ist die Powerbank wirklich ultrakompakt.

Dies ist natürlich bei einer Qi2 bzw. MagSafe Powerbank sehr wichtig, da diese potenziell an der Rückseite deines Smartphones hängt. Dank der Dicke von 5,5 mm fällt die Powerbank auch in einer Hosentasche kaum auf.

 

Anschlüsse der EPICO UltraPack EM31 3000

Neben dem kabellosen Ladepad, welches bis zu 7,5 W bereitstellen kann, besitzt die EPICO UltraPack EM31 3000 einen USB-C-Port.

Dieser wird genutzt, um die Powerbank zu laden, aber du kannst über diesen auch Smartphones kabelgebunden laden, wenn du möchtest. USB-C – 5V/2A Der USB-C-Port der Powerbank bietet eine Leistung von 5V/2A.

Wir haben also kein USB Power Delivery oder Ähnliches, aber das ist bei einer 3000-mAh-Powerbank auch kaum zu erwarten.

 

Wie hoch ist die Kapazität?

Laut Hersteller hat die Powerbank eine Kapazität von 3000 mAh. Dies ist eine sehr überschaubare Kapazität, zumal diese in der Praxis auch ein gutes Stück niedriger ausfällt, gerade wenn man das kabellose Laden nutzt. Beginnen wir mit der Kapazität, die ich über den USB-C-Port erreichen konnte.

Wh mAh mAh @3,7V %
5V/1A 9.8947 1948 2674 89%
5V/2A 8.9553 1782 2420 81%

 

Hier schwankte die Kapazität bei mir zwischen 2420 mAh und 2674 mAh. Dies entspricht einer Spanne von 81 bis 89 % der Herstellerangabe, was an sich okay ist. Aber in der Praxis tut jeder Verlust von Kapazität sehr weh, wenn wir nur 3000 mAh als Ausgangspunkt haben.

In der Praxis konnte das EPICO UltraPack EM31 mein Apple iPhone 16 Pro Max +- 35 % aufladen (kabellos) bzw. 43 % kabelgebunden. Hier musst du dich entscheiden, ist das dir genug oder nicht? Bei den kleineren iPhones kannst du natürlich mit ein paar % mehr rechnen.

 

Ladedauer

Erfreulicherweise kann das EPICO UltraPack EM31 mit bis zu 10 W geladen werden, was für solch eine kleine Powerbank nicht übel ist.

So dauerte eine vollständige Ladung der Powerbank bei mir im Test ziemlich genau 2 Stunden, was soweit okay ist.

 

Fazit

Das Fazit zur EPICO UltraPack EM31 ist nicht ganz einfach. An sich macht die Powerbank alles, was sie verspricht. Wir haben hier eine super schlanke und kompakte Powerbank, welche auf der Rückseite deines Smartphones kaum auffällt.

Dabei bietet diese eine solide Ladegeschwindigkeit und ist auch selbst recht flott geladen. Allerdings ist die Kapazität mit 3000 mAh (in der Theorie) sehr überschaubar! So konnte ich bei meinem iPhone 16 Pro Max lediglich eine Ladung von +- 35 – 40 % kabellos erreichen.

Reicht dir dies? Dann ist die EPICO UltraPack EM31 eine gute Powerbank. Ist dies zu wenig zusätzliche Kapazität, musst du dich nach einem anderen Modell umsehen.

Empfehlung: TRIBIT StormBox Blast 2 Test – Boombox mit Monster-Bass

TRIBIT bietet mit der StormBox Blast 2 einen gewaltigen Bluetooth-Lautsprecher an! Ich hatte bisher immer sehr gute Erfahrungen mit den Modellen von TRIBIT. Gerade der Blast 1 war ein fantastischer Bluetooth-Lautsprecher der gehobenen Mittelklasse/Oberklasse.

Mit dem Blast 2 will TRIBIT hier noch eins draufsetzen. Allerdings kostet die StormBox Blast 2 mit 299 € auch durchaus eine Stange Geld!

Stellt sich die Frage, ist die TRIBIT StormBox Blast 2 dieses Geld wert? Finden wir es im Test heraus!

 

Die TRIBIT StormBox Blast 2 im Test

Bei der TRIBIT StormBox Blast 2 handelt es sich um einen großen Bluetooth-Lautsprecher. So lässt sich der Blast 2 durchaus als „Boombox“ deklarieren.

Auch das Gewicht liegt bei satten 8,7 kg. Allerdings ist der Blast 2 aufgrund dieser Größe durchaus in der Lage, einen Raum oder eine kleine Party ordentlich zu beschallen.

Damit du den Lautsprecher besser transportieren kannst, haben wir einen großen Tragegriff auf der Oberseite. Die generelle Verarbeitungsqualität ist gut, aber auch nicht „herausragend“.

Die Treiber des Lautsprechers sind an der Front angebracht und von einem Metallgitter bedeckt. An den Seiten haben wir zwei passive Treiber.

Die Tasten zur Steuerung haben wir auf der Oberseite und die Anschlüsse der Blast 2 auf der Rückseite unter einer Klappe.

Hier finden wir einen C8-Anschluss zum Laden, wie auch einen AUX-Eingang, einen USB-C-Eingang und einen USB-A-Ausgang.

Du hast die Wahl, ob du den Blast 2 direkt an einer Steckdose lädst oder via USB-C. Allerdings ist dieser via USB-C auf +- 7 – 10 W limitiert! Bei gleichzeitiger Nutzung ist also der AC-Eingang ganz klar zu bevorzugen, welcher deutlich mehr Leistung aufnehmen kann und dafür sorgt, dass der Lautsprecher konstant versorgt werden kann.

Dennoch finde ich es super, dass du die Wahl hast!

Der Akku in dem Blast 2 fasst satte 80 Wh Kapazität, ist also ziemlich groß. Entsprechend wirbt der Hersteller mit einer Laufzeit von bis zu 30 Stunden, was für solch einen Lautsprecher mehr als beachtlich ist.

 

Mikrofon-Eingänge

Auf der Rückseite haben wir zwei Mikrofonanschlüsse. Hier kannst du Mikrofone anschließen und den Blast 2 als eine Art Karaoke-Maschine nutzen. Die Lautstärke beider Mikrofone lässt sich über zwei Drehregler steuern.

 

Tribit App

Optional ist es möglich, die StormBox Blast 2 mit der Tribit App zu verknüpfen. Du musst die Tribit App nicht installieren, kannst es aber.

Über die Tribit App lassen sich Firmware-Updates einspielen, wie auch der Klang des Lautsprechers mithilfe mehrerer EQ-Profile steuern und du kannst die Beleuchtung des Lautsprechers anpassen.

Generell würde ich die Tribit App als Mehrwert einstufen, gerade wenn du auf Klanganpassungen Wert legst.

 

Die Beleuchtung

Die TRIBIT StormBox Blast 2 besitzt mehrere integrierte LEDs. So haben wir an den Rändern LED-Streifen und LED-„Blitze“, welche auf die Treiber gerichtet sind.

Über die App kannst du die Art, wie die LEDs leuchten, einstellen. Das Leuchten dieser ist an die Musik gekoppelt! Also, die LEDs versuchen, sich passend zum Beat zu bewegen.

Ein Abschalten der LEDs ist natürlich möglich.

 

3-Wege-System

Die TRIBIT StormBox Blast 2 verfügt über insgesamt 5 aktive Treiber und zwei passive Treiber an den Seiten.

  • 2x Hochtöner (Silk Dome, 15 W)
  • 2x Mitteltöner (45 W)
  • 1x „Subwoofer“ / Tieftöner (80 W)

Dies ist ein sehr vielversprechendes Setup, da hier jeder Frequenzbereich über einen eigenen Treiber verfügt.

 

Klang der TRIBIT StormBox Blast 2

Sagen wir es direkt heraus, der Klang der TRIBIT StormBox Blast 2 ist gewaltig! Dabei ist der Blast 2 erfreulicherweise dennoch recht gut ausbalanciert, was sicherlich dem 3-Wege-Aufbau zu verdanken ist.

Starten wir aber beim Wichtigsten, dem Bass. Und hier enttäuscht der Blast 2 nicht! Der Bluetooth-Lautsprecher kann, gerade mit aktivem XBass, einen brachialen Bass liefern. Dieser ist extrem kräftig und erfreulicherweise auch tief. So kann der Lautsprecher richtig „donnern“, wenn dieses vom Song verlangt wird. Dabei wirkt der Bass aber nicht forciert, sondern erfreulich natürlich mit einem sehr guten Druck und auch guter Präzision. Ich würde sagen, dies ist eine perfekte Leistung für einen Lautsprecher dieser Klasse.

Aber auch die weiteren Klangelemente werden vom Blast 2 sehr gut wiedergegeben. Dies gilt sogar für die oftmals etwas vernachlässigten Mitten. Zwar neigt der Blast 2 auch ein wenig zu einem verstärkten Hoch/Tief-Kontrast mit hervorgehobenen Höhen und Tiefen, aber durch die gesonderten Mitteltöner werden auch Mitten gut wiedergegeben. Stimmen klingen sehr natürlich und satt.

Die Höhen wiederum würde ich als ziemlich perfekt bezeichnen! So sind die Höhen wunderbar brillant und sauber, aber auch nicht zu scharf oder spitz.

Unterm Strich hat die TRIBIT StormBox Blast 2 ein wirklich tolles und lebendiges Klangbild, das einfach Spaß macht. Dabei ist natürlich, gerade mit XBass, der Bass schon etwas in den Mittelpunkt gerückt, aber generell klingt der Lautsprecher nicht verfälscht, ganz im Gegenteil.

In einem gewissen Rahmen würde ich die Blast 2 sogar durchaus als „HiFi“-Lautsprecher bezeichnen. Dieser übertrifft klanglich auch die JBL Boombox 3, was eine starke Leistung ist.

 

Fazit zur Blast 2

Der TRIBIT StormBox Blast 2 ist ein fantastischer Bluetooth-Lautsprecher! Dies liegt natürlich zunächst am Klang, welcher hervorragend ist!

Der Blast 2 hat richtig viel Power! Vor allem der Bass des Lautsprechers ist gewaltig. Dieser macht richtig Spaß. Dabei ist allerdings nicht nur der Bass gut, sondern der Lautsprecher liefert generell einen sehr guten und dynamischen Klang. Dank des 3-Wege-Systems klingen auch die Mitten und vor allem die Höhen wirklich gut.

Aus meiner Sicht kann dieser klanglich die ebenfalls sehr gute JBL Boombox 3 übertreffen! Ich habe selten einen Bluetooth-Lautsprecher mit solch einem Tiefgang gehört.

TRIBIT StormBox Blast 2 Bluetooth Lautsprecher Groß, 200W Outdoor...

  • Hervorragender Klang: kraftvoll, mit tiefem, präzisem Bass
  • 3-Wege-System
  • Hohe Lautstärke
  • Lange Akkulaufzeit
  • App-Steuerung: EQ-Anpassungen, Firmware-Updates, Lichtsteuerung
  • Schicke Beleuchtung
  • Mikrofonanschlüsse
  • Wahl zwischen AC und USB-C Ladung
  • USB-C-Laden aber limitiert

Hinzu kommen der umfangreiche App-Support, die schicke Beleuchtung (welche sich der Musik anpasst) und nicht zuletzt die sehr gute Akkulaufzeit.

Kurzum, ja, der Preis von 299 € für die TRIBIT StormBox Blast 2 ist absolut gerechtfertigt! Wir haben hier einen richtig geilen Bluetooth-Lautsprecher.

TRIBIT StormBox Blast 2
Positiv
Hervorragender Klang
3-Wege-System: Separate Treiber für Höhen, Mitten und Tiefen sorgen für ein detailliertes Klangbild
Hohe maximale Lautstärke
Lange Akkulaufzeit
App-Steuerung: EQ-Anpassungen, Firmware-Updates, Lichtsteuerung
Schicke Beleuchtung: Anpassbare LED-Effekte, die sich zur Musik bewegen
Mikrofonanschlüsse
Wahl zwischen AC und USB-C Ladung
Negativ
USB-C-Laden limitiert
92

Ein Blick auf das neue QNAP Hybrid Backup Center

Backups sind wichtig! Und nur weil du ein NAS-System hast, heißt es noch lange nicht, dass du auf Backups verzichten kannst. Selbst bei einem guten NAS und einem RAID-System kann immer etwas schiefgehen oder durch externe Einflüsse zu einem Datenverlust kommen. Entsprechend bieten die meisten NAS-Hersteller hier auch teils recht umfangreiche Tools an, damit du dein NAS komfortabel sichern kannst.

QNAP hat nun mit dem Hybrid Backup Center ein neues Tool/Service für die Backup-Verwaltung vorgestellt, welches sich derzeit in der Beta-Phase befindet. In diesem Artikel möchte ich einen kleinen Blick auf das neue QNAP Hybrid Backup Center werfen und schauen, was dieses kann.

 

Das QNAP Hybrid Backup Center

Bei dem QNAP Hybrid Backup Center handelt es sich um einen „Cloud-unterstützten“ Dienst. Heißt, dieser läuft über die QNAP-Server und deinen QNAP-Account. Allerdings gibt es natürlich eine lokale Komponente, welche auf deinem NAS installiert werden muss, damit dieser Dienst dann Zugriff hat.

Das Hybrid Backup Center ist im Kern ein „Aufsatz“ bzw. eine webbasierte Benutzeroberfläche für das bekannte HBS 3-Programm, welches auf deinem QNAP NAS läuft. Dabei ist das Hybrid Backup Center aus meiner Sicht primär für Nutzer interessant, die mehrere QNAP NAS-Systeme besitzen/verwalten.

So erlaubt das Hybrid Backup Center das Einbinden mehrerer QNAP NAS-Systeme und entsprechend das Verwalten von Backups mehrerer Systeme in einer Benutzeroberfläche. Dies ist gerade für Systemadministratoren sehr spannend!

 

Was kann das Hybrid Backup Center?

Das Hybrid Backup Center erlaubt es dir, Backup- und Synchronisations-Aufträge für mehrere QNAP NAS-Systeme anzulegen. Hierbei handelt es sich primär um Backup- und Synchronisations-Aufträge mit der Cloud. So werden mir Anfang 2025 folgende Ziele angeboten:

  • myQNAPcloud
  • Amazon S3 / S3-kompatibel
  • Amazon Glacier
  • Azure Storage
  • Alibaba Cloud
  • Backblaze B2
  • Box
  • Dropbox
  • Google Drive
  • Google Cloud Storage
  • OneDrive
  • SharePoint
  • Wasabi

Damit sind praktisch alle wichtigen und relevanten Cloud-Dienste abgedeckt. Auf der QNAP-Webseite wird auch von weiteren Backup-Zielen gesprochen: „Sichern oder synchronisieren Sie Dateien zwischen entfernten NAS oder Servern über die Protokolle RTRR, Rsync, FTP und CIFS/SMB.“ Diese Optionen werden mir derzeit nicht angeboten.

Ob dies daran liegt, dass wir noch in der Beta sind, kann ich nicht sagen. Was aber geht, sind Backups zwischen zwei QNAP NAS-Systemen, was nicht überraschend ist. Wie in HBS 3 lassen sich alle Backups über einen Zeitplan steuern, und es wird auch das Anlegen von Versionen unterstützt.

 

Hier kannst du sehr detailliert planen, wann Backups durchgeführt werden und auch, wie viele Versionen nach welchen Regeln behalten werden. Ebenso ist es möglich, Backups mit einem Passwort zu versehen, was gerade bei Backups in öffentliche Cloud-Dienste sehr wichtig ist, wie auch diese zu komprimieren.

 

Eine übersichtliche Benutzeroberfläche

Im Kern kann das QNAP Hybrid Backup Center nicht mehr als HBS 3. Das, was aber Hybrid Backup Center besser macht, ist die Übersichtlichkeit und die Verwaltung mehrerer NAS-Systeme. So findest du auf der Startseite direkt eine Übersicht über die Ausführung der Aufträge der letzten Zeit, Fehler usw.

Auch gibt es eine sehr schöne Topologie-Ansicht, wo du recht übersichtlich sehen kannst, welches NAS wie mit anderen NAS-Systemen oder Cloud-Diensten verknüpft ist. Es ist auch möglich, über das Hybrid Backup Center Backups wieder einzuspielen, dies als Remote-Aufgabe.

Auf dem NAS/intern läuft dies alles als eine Art Anweisung in der HBS 3-App auf dem jeweiligen NAS. Weiter gibt es jede Menge Logs und Protokolle.

 

Fazit

Das QNAP Hybrid Backup Center macht einen sehr guten ersten Eindruck auf mich. Wir haben hier allerdings einen Dienst, welcher sich ganz klar an professionelle Nutzer/Systemadministratoren richtet.

Für den Einzelnutzer bringt das Hybrid Backup Center verglichen mit der HBS 3-App keinen wirklichen Mehrwert. Dieser entsteht primär dann, wenn du mehrere QNAP NAS-Systeme überwachen und verwalten musst.

Dreame H14 Pro Test: Der beste Waschsauger für Hartböden & Tierhaare?

Waschsauger sind die beste Erfindung für Haustierbesitzer und auch Familien mit Kindern, seit vielen Jahren!

Die Möglichkeit, glatte Böden schnell und effizient zu putzen und zu saugen, ist einfach traumhaft! Hier gibt es mittlerweile einige Hersteller, die entsprechende Produkte anbieten, aber zwei stechen besonders hervor. Dies sind Tineco und Dreame, welche sich Jahr für Jahr versuchen, gegenseitig mit Neuerungen zu überbieten.

Anfang 2025 scheint es so, dass Dreame ein wenig die Nase vorne hat. Dies auch dank des H14 Pro.

Dieser Nass- und Trockensauger setzt unter anderem auf ein 180-Grad-Design, das ein Reinigen auch unter der Couch erlaubt. Zudem haben wir eine extrem hohe Saugleistung von 18.000 Pa, eine extrem schnelle Heißlufttrocknung, das GlideWheel™-Antriebssystem und noch viele weitere interessante Features.

Um weitere Beispiele zu nennen: die intelligente Dosierung von Reinigungsmitteln, die in einem gesonderten Tank gefüllt werden.

Wollen wir uns einmal den Dreame H14 Pro im Test ansehen!

 

Der Dreame H14 Pro im Test

Der Dreame H14 Pro setzt an sich auf das bekannte Prinzip und den Aufbau eines Waschsaugers. Dieses ist allerdings etwas modifiziert, um das 180-Grad-“Kipp-Design” zu ermöglichen.

So ist es möglich, den H14 Pro komplett flach hinzulegen, um unter Möbeln (der Couch) zu reinigen.

Hierfür musste Dreame den Aufbau und das Design vor allem der Wassertanks etwas verändern. Der H14 Pro nutzt weiterhin das bekannte Stiel-Staubsauger-Design. Bei diesem sind alle Wassertanks, Elektronik usw. im Stiel des Waschsaugers untergebracht. Dank der großen und stabilen Bodenbürste ist der Sauger aber auch nicht zu schwer.

Der H14 Pro besitzt einen getrennten Frischwasser- und Schmutzwassertank. Der Frischwassertank ist dabei auf der Front angebracht, während der Schmutzwassertank auf der Rückseite ist.

Letzterer ist recht komplex aufgebaut, um zu verhindern, dass Wasser in den Motor gelangen kann. Der Tank lässt sich allerdings gut entleeren und besitzt auch eine interne Trennung für Flüssigkeit und festen Schmutz.

Dabei sind beide Tanks erfreulicherweise recht groß. Der Frischwassertank fasst 880 ml und der Schmutzwassertank 650 ml. Und ja, in der Praxis sind die größeren Tanks in der Tat ein Vorteil bei Waschsaugern, denn diese gehen in der Regel deutlich früher leer bzw. voll, als der Akku am Ende ist.

Dieser soll beim H14 Pro bis zu 40 Minuten schaffen. Dies allerdings im “ECO”-Modus. Rechne in der Praxis eher mit um die 20 Minuten, je nach Verschmutzung und eingestellter Leistung.

Die generelle Verarbeitungsqualität und der haptische Eindruck passen beim H14 Pro zum gehobenen Preis.

 

Gesonderter Tank für Putzmittel

Der H14 Pro besitzt einen kleinen Tank für Putzmittel. Ein passendes Putzmittel liegt auch schon mit im Lieferumfang.

Im Standardmodus erkennt der H14 Pro den Verschmutzungsgrad und passt entsprechend die Zufuhr an Putzmitteln in das Putzwasser an. Dies laut Hersteller im Bereich 1:200 bis hin zu 1:30. Ein interessantes Feature.

 

Beidseitige Kantenreinigung

Beim H14 Pro ist die Bürste so aufgehängt, dass der Abstand zum Rand möglichst minimal ist und entsprechend eine Reinigung bis an Kanten heran sehr gut möglich ist.

Es bleibt zwar ein ganz kleiner Bereich am Rand, der nicht erreicht wird, aber dieser ist wirklich absolut minimal und lässt sich nicht vermeiden.

 

Mit Elektrolyse

Anscheinend unterstützt der H14 Pro auch die Wassersterilisation via Elektrolyse. Dies ist ein super spannendes Verfahren, welches ich bereits hier erklärt habe: https://techtest.org/was-bringt-elektrolytische-wassersterilisation-bei-waschsaugern-saugrobotern/

Warum sage ich anscheinend? Dreame wirbt nirgends mit diesem Feature, es wird allerdings in der App an einer Stelle erwähnt und der Sauger verfügt über einen “Ultra-Modus”, welcher in der Regel mit dem Elektrolyseverfahren im Zusammenhang steht.

 

WLAN und App-Support

Auch wenn es immer etwas verrückt wirkt, wenn alle Haushaltsgeräte WLAN integriert haben, kann dies durchaus praktisch sein!

Auch der Dreame H14 Pro hat Bluetooth und WLAN integriert! Dies erlaubt das Verbinden mit der Dreame-App.

In dieser kannst du zunächst alle wichtigen Parameter sehen, wie aber auch Einstellungen tätigen.

Du kannst hier vor allem Einstellungen zur Selbstreinigung und Trocknung anpassen, diese deaktivieren, die Menge an Putzmittel steuern usw. Auch die Sprache und die Lautstärke der Sprachansagen lassen sich beispielsweise über die App anpassen.

Du musst den Dreame H14 Pro nicht mit deinem WLAN verbinden, aber es ist eine nette Bonus-Funktionalität.

 

Automatische Saugkraft

Wie die meisten High-End-Modelle kann auch der H14 Pro seine Leistung automatisch basierend auf der Menge Schmutz steuern.

 

Mit Beleuchtung

Der Dreame H14 Pro verfügt über eine LED-Beleuchtung am Fuß. Dies mag auf den ersten Blick wie ein Gimmick wirken, ist aber in der Praxis sehr hilfreich! Gerade bei Dunkelheit oder in dunklen Ecken kann es sehr helfen, Schmutz und Staub ausfindig zu machen. Zudem sieht dies beim H14 Pro auch schick aus.

 

GlideWheel™-Antriebssystem

Der Dreame H14 Pro verfügt über ein Feature, das sich auf dem Papier sehr gut liest, aber in der Praxis „streitbar“ ist.

So sind die Räder des Waschsaugers angetrieben. Dies soll das Bewegen in beide Richtungen von diesem noch leichter gestalten. Ähnliches hatte auch schon der Tineco S7 Pro und hier hatte ich leider die Erfahrung gemacht, dass dieses System eher gegen den Nutzer kämpft.

Auch beim H14 Pro bin ich etwas hin- und hergerissen. Zwar ist das System hier etwas besser als bei Tineco, es arbeitet nicht ganz so sehr gegen den Nutzer, aber für mich ist es jetzt auch kein Must-have und generell etwas, auf das ich verzichten könnte.

 

Wie funktioniert ein Waschsauger?

Sprechen wir an dieser Stelle einmal über die generelle Funktion eines Waschsaugers. Die gängigen Waschsauger besitzen zwei Tanks: einen Frischwassertank und einen Schmutzwassertank.

Wasser aus dem Frischwassertank wird im Betrieb automatisch auf die Walze im „Fuß“ des Waschsaugers gesprüht, welche hierdurch getränkt wird.

Diese Walze reibt dann über deinen Boden und nimmt Schmutz, Haare und auch verschüttete Flüssigkeiten mit.

Durch die Rotation dieser Walze in Kombination mit dem Saugmotor wird der aufgenommene Schmutz abtransportiert.

 

Wie verwendet man den Dreame H14 Pro?

Die Handhabung des Dreame H14 Pro ist denkbar einfach. Zunächst füllst du den Frischwassertank mit Leitungswasser und bei Bedarf den Reinigungsmitteltank. Dann nimmst du den Waschsauger von der Ladestation, fährst ihn zur verschmutzten Stelle, drückst eine Taste – und schon beginnt er mit der Reinigung.

Durch die große Walze lässt sich der H14 Pro mühelos über den Boden führen, selbst wenn du nicht viel Kraft aufwenden möchtest. Nach dem Putzen stellst du ihn einfach zurück auf die Ladestation. Je nach Nutzungsintensität empfiehlt es sich, die Selbstreinigungsfunktion zu starten und den Schmutzwassertank zu entleeren.

Sobald er wieder in seiner Ladestation steht, ist der H14 Pro bereit für den nächsten Einsatz. Das macht ihn besonders praktisch – deutlich schneller und komfortabler als herkömmliches Wischen mit Eimer und Lappen. Einfach schnappen und loslegen!

 

Wie gründlich reinigt der Dreame H14 Pro?

Die Reinigungsleistung des Dreame H14 Pro befindet sich auf absolutem Top-Niveau! Mir ist derzeit kein Waschsauger bekannt, der besser arbeitet als dieses Modell.

Auf glatten Böden entfernt der H14 Pro nahezu jede Art von Schmutz – sei es Hausstaub, Fußabdrücke, verschüttete Flüssigkeiten oder hartnäckigere Flecken wie Soße oder Schlamm. In den meisten Fällen reicht bereits eine einzige Reinigung darüber, um die Verschmutzung vollständig zu beseitigen.

Dank seines Hybrid-Designs eignet sich der Waschsauger sowohl für trockenen Schmutz wie Staub und Haare als auch für feuchte Verschmutzungen und Flecken. Und ja, das funktioniert wirklich hervorragend! Selbst klebrige Flüssigkeiten lassen sich mühelos entfernen. Die schnell rotierende Walze sorgt in Kombination mit der kontinuierlichen Wasserzufuhr für eine effektive Reinigung.

Das Schmutzwasser wird zuverlässig aufgesaugt, sodass der Boden am Ende nur leicht feucht bleibt und in wenigen Minuten komplett trocknet. Es besteht also keine Gefahr, dass du auf nassen Flächen ausrutschst.

Auch mit Hausstaub und einer moderaten Menge an Haaren – einschließlich Tierhaaren – kommt der H14 Pro erstaunlich gut zurecht. Während viele Waschsauger mit Haaren Probleme haben, zeigt dieses Modell eine überdurchschnittlich gute Leistung. Haare setzen sich weniger im Inneren fest, was bei anderen Geräten häufig ein Problem darstellt.

Ein weiterer Vorteil: Da der Schmutz im Wasser gebunden wird, ist der H14 Pro ideal für Allergiker, beispielsweise zur Entfernung von Pollen.

Insgesamt bewegt sich seine Reinigungsleistung auf dem Niveau des Tineco S7 Pro – wenn nicht sogar leicht darüber.

 

Wo liegen die Schwächen des H14 Pro?

Allerdings gibt es auch Grenzen. Größere Partikel wie Pflanzenblätter, Kassenzettel oder ähnliche Gegenstände kann der Waschsauger nicht aufnehmen.

Auch mit großen Mengen Fett kommt er nicht gut zurecht. Läuft dir beispielsweise eine Flasche Öl aus, solltest du lieber zu anderen Methoden greifen, da das Öl die Walze verkleben und die Reinigung erschweren würde. Kleinere fettige Spritzer, wie von Soße, stellen hingegen kein Problem dar.

 

Kann der H14 Pro ausgelaufene Flüssigkeiten aufsaugen?

Die kurze Antwort ist ja! Sollte dir mal eine Flasche Bier, Cola oder Ähnliches umgekippt sein, ist dies kein Problem mit dem H14 Pro. Kleinere Mengen Flüssigkeit können aufgesaugt werden.

 

Auch für Teppiche?

Generell sind solche Waschsauger nicht für Teppiche geeignet. Willst du Teppiche wirklich intensiv reinigen, brauchst du einen Teppich-Waschsauger, wie den Tineco CARPET ONE.

Allerdings kann der H14 Pro durchaus auf kurzen Teppichen genutzt werden. Nicht zwingend für eine intensive Reinigung, aber sollte mal was frisch ausgelaufen sein, dann kann dies mit ihm durchaus abgelöscht werden.

 

Umfangreiche Selbstreinigung, mit Heißluft

Wie fast alle Waschsauger besitzt auch der H14 Pro eine Selbstreinigungsfunktion. Diese ist hier allerdings überdurchschnittlich umfangreich. So durchläuft der H14 Pro mehrere verschiedene Programme bei der Selbstreinigung. Zudem wird das Wasser auf 60 Grad erwärmt, um noch effektiver Schmutz von der Walze zu lösen.

Und ja, die Selbstreinigung funktioniert richtig gut!

Auch trocknet der H14 Pro seine Walze mit Heißluft. Dies soll Gerüchen vorbeugen, was auch funktioniert. Allerdings ist die Heißlufttrocknung immer etwas umstritten. So verzichtet Tineco auf diese, mit der Aussage, dass die heiße Luft und Wärme das Bakterienwachstum fördern würde. Ob dies stimmt, kann ich nicht beurteilen, hier scheint es unter den Herstellern verschiedene Meinungen zu geben.

 

Fazit

Der Dreame H14 Pro zählt derzeit zu den besten Waschsaugern, die du kaufen kannst. Viel mehr gibt es eigentlich nicht zu sagen.

Dreame hat mit dem H14 Pro einfach ein ziemlich perfektes Modell geschaffen, welches in allen Bereichen überzeugen kann.

So bietet dieser eine Saug-/Reinigungsleistung auf dem Level der absolut High-End-Klasse, wozu z.B. auch der Tineco S7 Pro und Co. zählen. Auch die Ausstattung ist fantastisch, mit einer Eckenreinigung auf beiden Seiten, der automatischen Steuerung, der Beleuchtung, dem gesonderten Putzmitteltank usw.

Kurzum, ich kann den Dreame H14 Pro mit gutem Gewissen empfehlen!

 

Dreame H14 Pro
Positiv
Hervorragende Reinigungsleistung: Entfernt nahezu alle Arten von Schmutz auf Hartböden effektiv
180°-Design: Ermöglicht Reinigung unter Möbeln
Hohe Saugkraft: 18.000 Pa
Heißlufttrocknung: Reduziert Gerüche und beschleunigt die Trocknung der Walze
Beidseitige Kantenreinigung
Intelligente Reinigungsmitteldosierung
Umfangreiche Selbstreinigung
App-Steuerung (optional)
Negativ
GlideWheel-Antriebssystem gewöhnungsbedürftig
Heißlufttrocknung potenziell umstritten
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Crucial P310 SSD Test: 2230 & 2280 Performance für Gaming & Steam Deck

Crucial bietet mit der P310 eine sehr interessante SSD an. So handelt es sich bei der P310 an sich um eine „Mittelklasse“-SSD, welche aber eine Besonderheit mitbringt.

So gibt es die P310 wahlweise im klassischen 2280er-Format oder im kleinen 2230er-Format. So ist die Crucial P310 grundsätzlich auch für Konsolen wie das Steam Deck geeignet, wenn du das kleinere Format wählst.

Wollen wir uns die Crucial P310 einmal im Test ansehen, auch wie diese sich gegen andere 2230er-SSDs so schlägt.

An dieser Stelle vielen Dank an Crucial für das Zurverfügungstellen der P310 für diesen Test.

 

2280 oder 2230

Crucial bietet die P310 nicht nur in verschiedenen Kapazitäten an, sondern auch in zwei Formfaktoren.

Einmal im klassischen 2280er-Format für Desktop-PCs, die PS5 usw. oder alternativ im kleineren 2230er-Format, für Konsolen wie das Steam Deck.

Beide Modelle sind technisch identisch! Die 2280er-Version besitzt einfach ein längeres PCB, welches aber am hinteren Ende einfach keine Komponenten mehr hat.

 

Die 2280er P310 im Test

Ich habe hier die große 2280er-Version der Crucial P310 im Test. Diese setzt auf die übliche M.2-Schnittstelle und PCIe 4.0 x4-Verbindung zu deinem PC/Notebook usw.

Auffällig ist dabei vor allem, wie “leer” die SSD ist. So besitzt diese lediglich zwei Chips, den Controller und genau einen NAND-Speicherbaustein. Dies liegt natürlich daran, dass die SSD für den 2230er-Formfaktor designt ist.

Erfreulicherweise setzt Crucial aber auf ein schickes schwarzes PCB. Einen Kühler oder Ähnliches haben wir wiederum nicht. Allerdings gibt es die P310 auch in einer Version mit Kühlkörper, für die PS5.

 

Technik der Crucial P310

Die Crucial P310 ist, wenn du so willst, eine größere Version der Crucial P3 Plus. So nutzen beide SSDs QLC-NAND, aber die P310 nutzt neueren QLC-NAND und einen besseren Controller.

  • Crucial P310 – QLC Micron NAND, 232 Layer (RG NAND Generation 3)
  • Crucial P3 Plus – QLC Micron NAND, 176 Layer (RG NAND Generation 2)

So nutzt die P310 den neueren und schnelleren RG NAND Generation 3 QLC-NAND aus dem Hause Micron.

Beim Controller kommt der Phison PS5027-E27T zum Einsatz. Dieser soll folgende Datenraten ermöglichen:

  • 7100 MB/s lesend
  • 6000 MB/s schreibend

Dies sind ordentliche Werte, aber wir haben hier auch keine absolute High-End-SSD vor uns.

 

Testsystem

Folgendes Testsystem wurde für die Benchmarks verwendet:

  • AMD Ryzen 5 7600X
  • ASUS ROG Strix X670E-E Gaming WIFI
  • 16 GB RAM
  • Windows 11 Pro 22H2

Es handelt sich hierbei um das gleiche Testsystem wie bei anderen SSDs.

 

Benchmarks der Crucial P310 (CrystalDiskMark, AS SSD, Anvil’s Storage Utilities)

Beginnen wir den Test mit CrystalDiskMark. CrystalDiskMark ist derzeit der beste Test, um die maximale Leistung eines Speicherlaufwerks zu testen. CrystalDiskMark ist nicht immer ganz alltagsnah, aber es ist der beste Test, um die SSD unter „optimalen“ Bedingungen voll auszureizen und somit die Herstellerangaben zu überprüfen.

Sowohl lesend wie auch schreibend konnte die Crucial P310 ihre Herstellerangabe ein Stück weit übertreffen. So schaffte diese lesend beachtliche 7233 MB/s. Damit ist diese zwar etwas hinter den absoluten High-End-Modellen, aber für eine solch kompakte SSD, welche es auch im 2230er-Formfaktor gibt, ist das sehr stark!

Fast noch besser sieht es schreibend aus, wo die SSD 6359 MB/s schaffte. Auch dies ist ein sehr gutes Abschneiden für eine SSD, die eigentlich eher in der Mittelklasse angesiedelt ist.

Damit wird die Western Digital WD_BLACK SN770M doch deutlich übertroffen.

CrystalDiskMark bietet auch die Möglichkeit, IOPS und die Zugriffszeit zu messen. Dieser Test ist etwas speziell und scheint gewisse Hersteller zu bevorzugen. So schneiden hier Samsung-SSDs beispielsweise immer ungewöhnlich schlecht ab.

Auch die P310 schneidet in diesem Teil von CrystalDiskMark vergleichsweise schlecht ab. Aber erneut muss dieser Test mit etwas Vorsicht betrachtet werden.

AS SSD wiederum liebt die Crucial P310. Hier erreicht diese einen Score von 10079 Punkten, was deutlich besser ist, als es eigentlich bei einer SSD dieser Klasse zu erwarten wäre.

In Anvil’s Storage Utilities sehen wir ebenfalls ein sehr gutes Abschneiden der P310, welches auf mich auch sehr plausibel erscheint.

Unterm Strich lässt sich nach diesen ersten Benchmarks ein sehr positives Fazit ziehen.

 

3DMark: Storage Benchmark

Im Gegensatz zu anderen Benchmarks simuliert 3DMark das Laden von Spielen realitätsnah, anstatt nur theoretische Werte anhand der Datenrate zu liefern. Der 3DMark-SSD-Test prüft folgende Szenarien:

  • Spiele laden: Start von Battlefield V, Call of Duty: Black Ops 4 und Overwatch bis zum Hauptmenü.
  • Gameplay-Aufnahme: Aufzeichnen eines 1080p-Videos mit 60 FPS in Overwatch während des Spielens.
  • Spieleinstallation: Installation von The Outer Worlds über den Epic Games Launcher.
  • Spielstand speichern: Speichern des Spielfortschritts in The Outer Worlds.
  • Dateikopie: Kopieren des Steam-Ordners von Counter-Strike: Global Offensive von einer externen SSD auf das Systemlaufwerk.

Erfreulicherweise schneidet die P310 im 3DMark Storage Benchmark extrem gut ab! Hier konnte diese sich auf Platz 6 aller bisher getesteten SSDs platzieren, was ein deutlich besseres Abschneiden ist, als ich erwartet hätte.

Allerdings passt dieses gut zu den hohen Datenraten in den “Lese-Tests” bisher.

 

PCMark

Der PCMark-Test zielt darauf ab, alltägliche Anwendungen wie Bürosoftware und Spiele zu simulieren, was ihn alltagsnäher macht als reine Benchmarks.

Drei Testoptionen stehen zur Verfügung: die „Quick“-Variante, „Data“ und die „volle“ Version. Die „volle“ Version verwendet größere Dateigrößen, was SSDs mit langsameren Schreibgeschwindigkeiten oder aggressiven Schreibcaches schlechter abschneiden lässt.

Auch der PC Mark Speicher-Benchmark mag die Crucial P310 sehr! So schneidet diese in allen Bereichen des Benchmarks wirklich hervorragend ab. Egal ob nun im Quick-, Full- oder auch Data-Drive-Test.

 

Praxis-Test: Kopier- und Entpack-Leistung im Detail

Zum Abschluss kopieren wir zwei große Archive auf die SSD und entpacken sie dort. Dieser Test ist repräsentativ für das Installieren von Spielen und Programmen.

  • Datei-Paket A – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, ca. 52 GB
  • Datei-Paket B – Installation von Tiny Tina’s Wonderlands, Total War: Warhammer 3 und GW2, ca. 231 GB

Und hier sehen wir erste Limitierungen der Crucial P310. Beim kleineren Datei-Paket A sehen wir ein sehr gutes Abschneiden. So konnte dieses in 33 Sekunden entpackt werden, was das gleiche Tempo ist wie bei den besten PCIe 4.0-SSDs.

Das zweite größere Dateipaket hingegen dauerte fast ewig zum Entpacken! Hier zeigte die SSD das zweitschlechteste Abschneiden, das ich bisher in meinen Tests gesehen habe.

Woher kommt dieser starke Unterschied? Vermutlich ist dieser auf den QLC-NAND / den SLC-Cache zurückzuführen.

 

Performance bei konstanter Last (SLC Cache)

Ein wichtiger Punkt ist der SLC-Cache. Moderner NAND ist schreibend oft langsamer, als man erwartet. Kaum eine SSD erreicht konstant mehr als 2000 MB/s; alles darüber ist meist dem SLC-Cache zu verdanken.

Die meisten aktuellen SSDs nutzen TLC- oder QLC-NAND mit 3 oder 4 Bit pro Zelle. Je mehr Bits pro Zelle, desto komplexer und langsamer wird der Schreibvorgang, insbesondere bei QLC-SSDs, die nach dem Cache sehr langsam sein können.

Daher nutzen SSDs hier einen Trick: Ein Teil des NANDs wird „nur“ mit einem Bit pro Zelle beschrieben, um eine höhere Leistung zu erzielen. Allerdings ist dies natürlich nicht über die gesamte Kapazität möglich.

In diesem Diagramm können wir die Datenrate sehen, die ich beim konstanten Beschreiben der SSD erreichen konnte.

So kannst du hier sehen, dass die Datenrate bei der Crucial P310 recht schnell auf +- 330 MB/s fällt. Dieses Abfallen der Datenrate ist ein normales Verhalten bei modernen SSDs aufgrund des zuvor angesprochenen SLC-Caches.

Ca. 330 MB/s nach dem SLC-Cache ist weniger schlecht, als ich befürchtet habe! Viele QLC-SSDs wie die Crucial P3 oder auch die Lexar NQ790 schaffen nach dem SLC-Cache nur noch weniger als 100 MB/s.

Entsprechend sehen wir, dass die P310 einen besseren QLC-NAND nutzt. Allerdings ist dies dennoch ein schlechteres Abschneiden als bei den meisten SSDs mit TLC-NAND.

Der Cache bei der Crucial P310 mit 2 TB hatte knapp 400 GB, also etwas weniger als 1/4 der freien Restkapazität.

Entsprechend dauert auch das Vollschreiben der SSD etwas länger. Hier kannst du sehen, wie lange H2TestW brauchte, die SSD zu füllen.

 

Leistungsaufnahme und Hitzeentwicklung

Die Ermittlung des Stromverbrauchs von M.2-SSDs stellt eine Herausforderung dar. Um dies zu bewerkstelligen, wende ich eine besondere Methode an: Ich verbaue die SSDs in ein externes NVME-SSD-Gehäuse mit USB-C 3.1 und messe den Gesamtstromverbrauch dieses Gehäuses, der auch den Verbrauch der SSD einschließt. Eine exakte Messung ist zwar aufgrund der Limitierung der SSD-Leistung auf 1000 MB/s nicht möglich, aber die Ergebnisse bieten dennoch einen Überblick über den Energiebedarf verschiedener SSDs. Es empfiehlt sich daher, weniger auf absolute Werte zu fokussieren, sondern eher einen Vergleich zwischen verschiedenen Modellen anzustellen, um einzuschätzen, ob eine SSD tendenziell mehr oder weniger Energie benötigt. Für den Einsatz in einem Desktop-Computer spielt dieser Test kaum eine Rolle, da eine Abweichung von etwa +- 1 Watt kaum Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Doch in einem Ultrabook kann eine Differenz von nur +- 1 Watt die Akkulaufzeit um fast eine Stunde beeinflussen.

Erfreulicherweise ist die Crucial P310 eine sehr sparsame SSD! Dies bestätigt sich auch beim Messen des Stromverbrauchs über Zeit, während eines CrystalDiskMark-Benchmarks.

Auch hier ist die P310 eine der sparsamsten SSDs, was gerade wichtig ist, wenn du planst, diese in einem Steam Deck oder Ahnlichem einzusetzen.

 

Fazit

Suchst du eine “Gaming”- oder generelle System-SSD, ist die Crucial P310 eine gute Wahl!

Im Test zeigte sich die SSD erfreulich stark, vor allem wenn es um das Lesen von Daten und auch das Starten von Programmen geht.

Beispielsweise im Gaming-Benchmark von 3DMark schnitt die P310 extrem gut ab, für eine SSD ihrer Klasse.

Das Einzige, was du bedenken musst, ist, dass wir hier eine QLC-SSD haben. Heißt, bei konstanter Schreiblast bricht hier die Datenrate recht stark ein, im Worst Case auf lediglich +- 330 MB/s.

Spielt dies in der Praxis eine Rolle? Nutzt du die SSD als reguläre System-SSD oder für Spiele-Installationen, nein! Nutzt du die SSD für das Importieren von großen Video- oder Bilder-Dateien usw., dann ja!

Hier musst du schauen, für welche Anwendung die SSD bei dir zum Einsatz kommt.

 

Crucial P310
Positiv
Hohe Lese- und Schreibgeschwindigkeiten (übertrifft Herstellerangaben in Benchmarks)
Sehr gute Performance in Spiele-Benchmarks (3DMark)
Erhältlich in den Formfaktoren 2280 und 2230
Sehr gute Performance in Alltagsanwendungen
Sehr energieeffizient
Verwendet neueren, schnelleren QLC-NAND (Micron 232-Layer) im Vergleich zur P3 Plus
Negativ
Leistungseinbruch bei anhaltender Schreiblast (SLC-Cache-bedingt)
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