Das ORICO Aluminium M.2 NVMe SSD-Gehäuse im Test

Bis vor ca. einem Jahr waren externe SSDs und Laufwerke auf ein Tempo von rund 500MB/s limitiert. Dies hatte auch einen einfachen Grund, bei diesen ganzen externen SSDs (auch der großen Markenherstellern) wurden intern einfach SATA SSDs genutzt.

Das Nutzen von schnellen NVME basierten SSDs war mangels Übersetzer Chipsatzes nicht möglich.

Das Orico Aluminium M.2 Nvme Ssd Gehäuse Im Test 6

Dies hat sich nun aber geändert! Dank der Verfügbarkeit des JMS583 Chipsatzes ist es möglich NVME SSDs extern zu nutzen. Passend hierfür sind auch diverse Gehäuse im Handel aufgetaucht, darunter auch das ORICO PCM2-C3 NVME SSD-Gehäuse.

Wollen wir uns dieses doch einmal in einem Test ansehen. Wie schnell ist ORICOs NVME SSD Gehäuse in der Praxis?

 

Das ORICO Aluminium M.2 NVMe SSD-Gehäuse im Test

ORICO setzt bei seinem NVME SSD Gehäuse wie meist üblich auf Aluminium. Hierdurch wirkt dieses nicht nur sehr massiv und stabil, auch hilft dies bei der Wärmeabfuhr.

Das Gehäuse ist absolut sauber verarbeitet und erfreulich kompakt! Mit 29 x 10 x 104 mm ist dies das kompakteste NVME SSD Gehäuse das ich bisher gesehen haben. Dieses ist kaum größer als die SSD selbst.

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Geöffnet wird das ORICO SSD-Gehäuse über eine Art schiebe Mechanismus auf der Unterseite. Dieser kann bei der späteren Nutzung über eine Schraube fixiert werden.

Öffnen wir das Gehäuse finden wir im inneren das PCB, auf welchem die SSD installiert wird. ORICO nutzt hier den normalen M.2 Slot und bietet Platz für die normale NVME SSD länge (2280) oder kürzer.

Ihr könnt hier selbst je nach bedarf den Abstandshalter setzen, welcher auch die SSD fixiert.

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ORICO hat bei seinem NVME SSD Gehäuse auf Lüftungsöffnungen oder Ähnliches verzichtet! Dies ist normalerweise recht mutig, da NVME SSDs recht warm im Betrieb werden.

Allerdings sind in den Seiten des Gehäuses bereits Wärmeleitpads vorinstalliert. Hierdurch wird das ganze Gehäuse als Kühlkörper für die SSD genutzt, klasse!

Ebenfalls positiv fällt der Lieferumfang aus. Neben dem Gehäuse liefert ORICO auch bereits einen Schraubendreher, ein paar Schrauben wie auch zwei Kabel mit.

Einmal ein USB A auf USB C Kabel und einmal ein USB C auf USB C Kabel. Perfekt! Normalerweise findet man bei solchen Gehäusen nur ein Kabel mit im Lieferumfang und USB C auf USB C 3.0 Kabel können durchaus teuer sein.

Hieraus ergibt sich natürlich, dass das Gehäuse USB C nutzt um sich mit Eurem PC/Mac zu verbinden.

Eine kleine blaue Status LED ist auch mit an Bord, welche bei Aktivität blinkt.

 

Die Technik und Kompatibilität

Das ORICO NVME SSD Gehäuse setzt auf einen M.2 Slot für die SSD. Wichtig, es werden auch wirklich nur NVME SSDs unterstützt und keine M.2 SATA SSDs!

Das Gehäuse basiert dabei auf dem JMS583 Chipsatz. Bei diesem handelt es sich um den ersten und bisher auch einzigen Chipsatz der sozusagen das PCIe Interface in USB 3.1 Gen 2 „übersetzt“.

Auf den JMS583 Chipsatz setzten so ziemlich alle NVME SSD Gehäuse die Ihr auf dem Markt finden könnt.

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Grundsätzlich funktioniert dieser Chipsatz auch nach meiner Erfahrung, auch mit anderen vergleichbaren Gehäusen, sehr gut und zuverlässig. Gesonderte Treiber oder Ähnliches sind weder für Windows noch Mac OSX nötig, wo das Gehäuse auch problemlos funktioniert.

Auch was die SSD Kompatibilität angeht zeigte sich das ORICO unproblematisch. Ich habe eine Samsung 970 EVO, Toshiba RD400 und WD Black SN750 getestet und diese funktionierten tadellos!

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Es gibt hier lediglich einen Punkt zu bedenken. Viele Programme erkennen die SSD nur als „generische SSD“. Verbaut Ihr also beispielsweise Samsungs SSD Software würde diese die SSD nicht erkennen.

Dies ist ein Problem des JMS583 Chipsatzes und nicht dieses Gehäuses. Interessanterweise war es mit CrystalDiskInfo 8.1 doch möglich zumindest die Temperatur und auch die Lebensdauer auszulesen.

 

Performance

Kommen wir damit zur Leistung des ORICO SSD Gehäuses. Für diesen Test nutze ich die WD Black SN750, welche mit mehr als 3000MB/s lesend wie auch schreibend mehr als genug Leistung bieten sollte um das Gehäuse auszulasten.

Getestet habe ich die SSD zum einen an einem Dell XPS 13 wie auch an meinem Desktop PC (AMD Ryzen). Die USB 3.1 Werte stammen hier vom Dell XPS, die USB 3.0 Werte vom Desktop.

3.0 3.1

Das ORICO SSD Gehäuse liefert mit lesend, wie auch schreibend, knapp über 900MB/s genau die Performance die zu erwarten war.

Mehr als die hier erreichten 927MB/s sind kaum möglich, da hier die USB 3.1 Gen 2 Verbindung limitiert. Auch kein anderes USB SSD Gehäuse kann hier mehr erreichen.

Super, Performance passt also!

 

Fazit

Das ORICO Aluminium M.2 NVMe SSD-Gehäuse macht genau das was es soll! Ihr könnt hier eine NVME SSD einlegen und extern nutzen.

Hierdurch erhaltet Ihr eins der schnellsten externen Laufwerke das man aktuell bekommen kann. Ich konnte hier bis zu 927MB/s messen. Mehr geht aufgrund der USB 3.1 Gen 2 Verbindung auch nicht, welche hier am Limit ist.

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Dabei kann das Gehäuse vor allem mit seinen sehr kompakten Abmessungen punkten. Dies ist das kompakteste NVME SSD Gehäuse das ich bisher gesehen habe.

Die Temperaturen der verbauten SSDs sind zwar was warm, aber auch nicht übermäßig kritisch. Solltet Ihr speziell eine SSD wählen um diese extern zu nutzen würde ich zu einem kühleren Modell raten wie der ADATA XPG SX8200 Pro.

Kurzum Daumen hoch für das ORICO PCM2-C3 NVME SSD-Gehäuse!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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