Die schnellste externe SSD auf dem Markt, die Sandisk Extreme 900 im Test

Interne SSDs werden dank PCIe Anbindung immer schneller, dies hat sich aber leider noch nicht auf die externen SSDs groß positiv ausgewirkt.

Vermutlich weil die meisten auf dem Markt erhältlichen externen SSDs zum einen auf USB 3.0 setzen und zum anderen intern den SATA Bus nutzen. Daher ist meist bei 400MB/s oder 550MB/s Schluss.

Nicht so bei der Sandisk Extreme 900, welche laut Hersteller bis zu 850MB/s beim Verwenden von USB 3.1 Gen2 erreichen soll.

Klingt erst einmal nicht so schlecht, aber werden diese Geschwindigkeiten auch wirklich in der Praxis erreicht? Finden wir es im Test Heraus!

 

Lieferumfang und Verpackung

Die Extreme 900 wird in einer für Sandisk typischen schwarz/roten Box geliefert.

Neben der SSD legt der Hersteller gleich zwei Kabel bei. Ein USB C auf USB C 3.1 Kabel und ein USB C auf USB A Kabel.

Abgesehen davon und den üblichen Flyern liegt nichts weiter in der Box.

 

Die Sandisk Extreme 900

Rein von Ihrer Größe entspricht die Extreme 900 einer normalen 2,5“ externen HDD. Damit ist diese für eine externe SSD recht groß, vermutlich benötigt die hohe Performance einfach etwas mehr Platz.

Immerhin das Gehäuse der SSD fühlt sich sehr hochwertig an!

Sandisk setzt hier auf eine „Sandwich“ Konstruktion. Die Oberseite wie auch die Unterseite bestehen aus einem matten Aluminium während der Zwischenteil aus einem gummierten Kunststoff gefertigt ist.

Das Ganze fühlt sich sehr robust und hochwertig an und sieht auch wie ich finde schick aus.

Auf der externen SSD ist eine kleine weiße LED eingelassen. Abgesehen von dieser und dem USB C 3.1 Gen2 Port, welcher wirklich eine Besonderheit ist, gibt es nichts weiter groß zu entdecken.

 

Leistung

Die Extreme 900 ist in drei Kapazitäten verfügbar, 480GB, 960GB und 1,92TB.

Ich habe die 480GB Version, es kann also sein, dass die Geschwindigkeit der anderen Versionen abweicht.

Als Testgeräte verwende ich zum einen meinen Desktop PC mit einem ASM1142 USB 3.1 Gen 2 Controller und zum anderen ein Razer Blade mit Thunderbolt 3 Controller.

Wichtig USB 3.1 ist nicht gleich USB 3.1, es gibt diesen Standard in zwei Versionen „Gen.1 und Gen.2“. Generation 1 ist im Grunde USB 3.0 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 5 Gbit/s, Generation 2 ist das eigentliche USB 3.1 mit einer Geschwindigkeit von bis zu 10 Gbit/s.

Ihr könnt diese SSD natürlich auch an einem normalen USB 2.0 oder 3.0 Port verwenden, aber dann ist die Geschwindigkeit niedriger.

Starten wir mit CrystalDiskmark und ASSSD.

Interessant, beide Benchmarks bescheinigen der externen SSD recht unterschiedliche Werte. CrystalDiskmark kommt auf 689MB/s lesend und 580MB/s schreiben (Sequenziell) bzw. 590MB/s lesend und 748MB/s mit Seq Q32T1.

AS SSD schafft lesend 745MB/s und schreibend 707MB/s.

Allerdings sind die Werte beider Benchmarks ein Stück weit von den 850MB/s entfernt die Sandisk angibt. Überraschend? Um ehrlich zu sein nicht, in der Regel testen hier die Hersteller die größte Version einer SSD welche meist ein Stück schneller ist als die kleinen Versionen.

Im Übrigen machte es vom Tempo keinen relevanten Unterschied ob ich meinen Desktop oder das Razer Blade Notebook verwendet habe.

Hier nochmal die Benchmarks bei der Nutzung von USB 3.0.

Sandisk Extreme 900 USB 3.0

Hier liegen wir lesend bei 408MB/s und schreibend bei 376MB/s. Beides für USB 3.0 sehr solide Werte!

 

Praxis

Theorie und Praxis sind aber oftmals sehr unterschiedlich und Werte aus Benchmarks müssen sich nicht mit dem Alltag decken.

Beginnen wir einmal mit dem H2Testw Test. Dieser schreibt die SSD im Grunde einmal voll und liest dann alle Daten wieder.

Erst einmal das Positive, die Extreme 900 hält Ihre Schreibgeschwindigkeit über die komplette Kapazität!

Sehr schön, dass Sandisk hier nicht den beliebten Weg geht und ein zwei Klassen Speicher- System nutzt, bei dem ein paar GB schnell sind und der Rest langsam.

Die selbst sind nicht so imposant. Dies ist aber auch normal. H2Testw ist immer sehr pessimistisch und zeigt eher den unteren Bereich der zu erwartenden Werte.

Was erreicht man für eine Leistung, wenn man einfach Daten per Explorer auf die SSD kopiert?

Schreibend erreichte ich so 436MB/s und lesend 664MB/s. Dies sollte im Alltag viele SATA SSDs ohne Probleme überbieten.

 

Sonstiges

Ansonsten hatte ich keine Probleme mit der Sandisk Extreme 900. Diese wurde im Betrieb weder übermäßig warm, noch zeigte diese sich zickig was die Kompatibilität angeht.

Lediglich beim Thunderbolt 3 Port meines Razer Blades war die Nutzung etwas eigenartig. Nach dem anschließen wird die SSD für eine Sekunde erkannt, fliegt dann wieder raus, wird erkannt, fliegt wieder raus usw.

Jedoch nach drei dieser „Durchläufe“ bleibt die SSD festeingebunden. Danach konnte ich auch keine Probleme mehr feststellen, fand nur die Beobachtung ganz interessant.

Ebenfalls interessant ist Crystaldiskinfo welches die SSD als SanDisk Ultra II mit 240GB erkennt, was natürlich völlig falsch ist.

Allerdings wird die Temperatur anscheinend richtig ausgelesen, wie auch SMART Werte und wie viele GB bereits auf die SSD geschrieben, wie auch gelesen wurden.

 

Fazit

Zwar ist die Sandisk Extreme 900 nicht so schnell wie vom Hersteller angegeben, zu mindestens nicht die 480GB Version, aber dennoch ist die externe SSD in der Praxis mit rund 440MB/s schreibend und 665MB/lesend immer noch ziemlich flott.

Dazu kommt das sehr gute, wenn auch etwas große, Gehäuse und der zukunftssichere USB C Port.

Abgerundet wird das Ganze mit einem recht fairen Preis. 279€ für 480GB ist sicherlich kein Schnäppchen, allerdings dafür das man hier die vermutlich schnellste externe SSD auf dem Markt erhält auch nicht zu viel!

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Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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