Die Reolink Argus Eco im Test, Solarbetriebene Überwachungskamera ohne Folgekosten!

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Eine gute Überwachungskamera kann ein Gefühl von Sicherheit und Kontrolle über den eigenen Grund und Boden vermitteln wie nichts anderes. Daher sieht man in den letzten Jahren immer mehr Überwachungskameras auch im privaten Umfeld. Aber was für eine Überwachungskamera kauft man?

Gerade was die Folgekosten angeht gibt es hier große Unterschiede. Einige Modelle kostet Euch monatlich X€ und selbst die die dies nicht tun kosten Euch Strom.

Reolink Argus Eco Im Test 5

Und hier kommt die Reolink Argus Eco ins Spiel! Die Reolink Argus Eco ist eine komplett kabellose Überwachungskamera, welche keine Folgekosten besitzt! Dank des Solarpanels lädt die Kamera sich sogar von alleine wieder auf, so das Ihr auch hier keine Arbeit habt.

Klingt doch gut, aber wie gut ist die Reolink Argus Eco in der Praxis wirklich? Finden wir dies heraus!

 

Die Reolink Argus Eco im Test

Reolink setzt bei der Argus Eco auf ein etwas vertrautes und klassischeres Überwachungskamera-Design.

Ihr erhaltet also eine typische längliche Überwachungskamera, mit einer Linse und IR LEDs auf der Front. Schick? Eher weniger, die Argus Eco ist zwar in einem schlichten weiß gehalten, aber typische Überwachungskamera-Form sticht an der Hauswand schon etwas hervor.

Reolink Argus Eco Im Test 1

Eine Reolink Argus 2 ist hier im direkten Vergleich schon etwas dezenter und freundlicher gestaltet. Allerdings geht es bei der Argus Eco um die Funktion! Das etwas länglichere Design hat seine Vorteile, so arbeitet die Argus Eco besser auf Distanz, dazu später mehr.

Bei der Argus Eco handelt es sich um eine komplett kabellose Überwachungskamera, welche dementsprechend einen Akku im inneren besitzt. Dieser Akku ist hier fest verbaut!

Um die Kamera nun zu laden könnt Ihr diese entweder ganz klassisch an ein USB Ladegerät hängen (die Kamera verfügt über einen microUSB Ladeport) oder Ihr könnt ein Solar-Panel nutzen!

Reolink Argus Eco Im Test 2

Letzteres ist im Set der Argus Eco enthalten. Bei dem Solar-Panel handelt es sich um ein kleines Panel, welches einfach via microUSB mit der Kamera verbunden wird. Hierdurch hält der Akku der Kamera in der Theorie unbegrenzt lange.

Praktisch gibt es allerdings einige Faktoren zu beachten. Ist das Panel korrekt ausgerichtet (Süden), bekommt dieses pralle Sonne ab, welche Jahreszeit haben wir und wie viel muss die Kamera arbeiten.

Im Hochsommer werdet Ihr keine Probleme mit der Energieversorgung haben. Ein sonniger Tag lädt den Akku der Argus Eco problemlos auf, welcher dann durchaus ein paar Wochen hält.

Reolink Argus Eco Im Test 8

Im Winter ist dies etwas schwieriger. Generell kann das Solarpanel auch hier die Kamera am Leben halten, sofern diese nicht zu arbeiten muss. Richtet Ihr die Kamera auf eine vielbefahre Straße, wo alle X Sekunden ein Clip aufgezeichnet wird, dann wird das Solarpanel nicht gegenladen können.

Habt ihr die Kamera, wie bei mir, hinterm Haus, wo in der Regel wenig betrieb ist, dann ist das Ganze kein Problem. Hier kommt es etwas auf Euren Einsatz an.

Neben dem microUSB Port zum Laden finden wir auch noch einen Steckplatz für eine microSD Speicherkarte. Diese ist leider nicht mit im Lieferumfang, allerdings akzeptiert die Argus Eco hier alle gängigen Modelle.

 

Die App

Um die Überwachungskamera zu nutzen benötigt Ihr die Reolink App, welche für IOS oder Android verfügbar ist. Ein direkter Zugriff über den Webbrowser ist leider nicht möglich. Die Reolink App ist aber ordentlich! Starten wir hier bei der Einrichtung.

Ihr benötigt bei Reolink keinen Account beim Hersteller, einfach App Starten und die Kamera hinzufügen, fertig.

Reolink Argus Eco (1)Reolink Argus Eco (2)

Ganz so einfach ist es natürlich nicht. Ihr müsst zunächst den QR Code auf der Argus Eco scannen und anschließend die Kamera starten.

Nun müsst Ihr der Kamera Euer WLAN Passwort übermitteln. Reolink macht dies auch via QR Code. Die App erstellt also aus Eurem WLAN Passwort einen QR Code, welcher von der Kamera gescannt wird. Erfreulicherweise hat dies bei mir gut geklappt!

Anschließend verbindet sich die Kamera mit Eurem WLAN und Ihr müsst zu guter Letzt ein Passwort festlegen. Wollt Ihr mehrere Smartphones mit einer Kamera verbinden, dann müsst Ihr nochmals den QR Code Scannen und das jetzt festgelegte Passwort eingeben.

Natürlich könnt Ihr auch mehrere Reolink Kameras mit der App Verbinden. Diese werden dann alle inklusive Vorschaubild und Akkustand auf der Startseite aufgelistet.

Reolink Argus Eco (5)Reolink Argus Eco (9)

Tippt Ihr das Vorschaubild an wird die live Ansicht geladen. Dies dauert hier etwas länger. Komplett kabellose Kameras sind im Normalfall „Abgeschaltet“. Der Kamerasensor arbeitet nur wenn eine Bewegung erkannt wird bzw. wenn Ihr den live Stream ladet. Daher dauert es etwas bis die Kamera „gestartet“ ist.

Via WLAN war dies bei mir ca. 4-10 Sekunden. Die Verzögerung des Streams lag bei rund einer Sekunde, war also kaum relevant. Damit ist die Reolink Eco nicht langsam, aber etwas langsamer als eine kabelgebundene Kamera.

 

Aufzeichnung und Alarme

Natürlich wollt Ihr nicht den ganzen Tag vor einem Live Stream sitzen, daher sind Alarme und Aufzeichnungen wichtig.

Die Reolink Eco verfügt selbstverständlich über einen Bewegungsmelder, welcher eine Video-Aufnahme startet wenn eine Person vorbei geht. Dieser Bewegungsmelder arbeitet bei der Reolink Eco auch auf mittlerer Distanz deutlich besser als bei der Reolink Argus 2, welche nur auf kurze Distanzen wirklich zuverlässig ist. Vermutlich ein Vorteil der größeren Bauform.

Wollt Ihr zuverlässig Bewegungen auf 20 Meter erkennen, dann muss Ich Euch enttäuschen. Wirklich zuverlässig ist die Bewegungserkennung auch hier nur auf bis zu ca. 10 Metern.

Reolink Argus Eco (3)Reolink Argus Eco (11)

Wird eine Bewegung erkannt können drei Dinge passieren:

  • Push Benachrichtigung
  • Akustischer Alarm
  • Aufzeichnung eines Videos

Wenn Ihr wollt könnt Ihr beim Erkennen einer Bewegung durch die Kamera via Push oder sogar eMail Benachrichtigung benachrichtigt werden. Sollt Ihr noch einen Schritt weiter gehen kann die Kamera auch einen akustischen Alarm abspielen.

Dieser ist nicht übermäßig laut, reicht aber aus um Aufmerksamkeit zu erregen. Bedenkt allerdings das die Kamera nicht zwischen einem Vogel der dicht an der Kamera vorbeifliegt und eine Menschen unterscheidet.

Tiere können also durchaus die Bewegungserkennung auslösen.

Das Wichtigste ist aber natürlich das Speichern von Videoaufnahmen. Videos werden bei Reolink Eco ausschließlich auf der internen Speicherkarte abgelegt (Speicherkarte nicht mit im Lieferumfang!).

Aus sicht des Datenschutzes natürlich ideal! Eure Videos verlassen sozusagen nicht Euren Grund und Boden. Bedenkt aber natürlich falls die Kamera geklaut wird, sind auch alle Aufnahmen mit weg.

Videos lassen sich später in einer Art Timeline auswerten oder herunterladen.

 

Die Bildqualität

Die Argus Eco verfügt über einen Full HD Sensor, was aber zugegeben nicht viel heißt. Allerdings zeige ich mich mit der Bildqualität sehr zufrieden!

Reolink Argus Eco Im Test 12

Komplett kabellose Überwachungskameras haben in der Regel nicht die Bildqualität von kabelgebundenen Modellen. Ich würde aber glatt sagen das die Argus Eco das beste Bild liefert das ich bisher bei einer komplett kabellosen Kamera gesehen habe!

Bei Tag ist dieses schön scharf und detailliert und selbst bei Nacht ist noch erstaunlich viel zu erkennen. Die Kamera geht gut mit Streulicht um, falls vorhanden, aber auch die verbauten IR LEDs sind recht hell.

Reolink Argus Eco Bildqualität (1)Reolink Argus Eco Bildqualität (2)

Reolink spricht von einer Sichtweite von bis zu 10 Metern. Praktisch kommt es hier etwas auf die jeweilige Situation an. Trägt jemand reflektierende oder hellere Kleidung ist auch über 10 Meter etwas zu erkennen, im Normalfall reden wir aber von guten 5-10 Metern Sichtweite.

Zu bedenken ist abschließend noch der Blickwinkel der Argus Eco. Dieser liegt bei 100 Grad, ist also schon noch recht weit, aber nicht ganz so weit wie bei einer Netgear Alro oder Argus 2.

Dies hat aber den Vorteil das Ihr die Kamera auch ein Stück weiter weg positionieren könnt und trotzdem alles gut im Blick habt. 100 Grad sind ideal für beispielsweise eine längere Einfahrt usw.

 

Fazit

Die Reolink Eco zeichnet sich primär durch drei Punkte aus:

  • Komplett kabelloser betrieb inklusive Laden via Solar-Panel
  • Keine Folgekosten für Cloud oder Strom
  • Lokale Videoaufzeichnung und keine Zwangsregistrierung

Die Reolink Eco ist eine komplett kabellose Überwachungskamera, welche sich dank des Solar-Panels in der Theorie auch komplett selbst mit Energie versorgt. Hierdurch habt Ihr keine zusätzlichen Stromkosten oder Arbeit alle X Wochen einen Akku zu laden.

Reolink Argus Eco Im Test 6

Grundsätzlich funktioniert das Solar-Panel gut! Im Frühjahr, Sommer und auch Herbst hat dieses keine Probleme die Kamera zu versorgen. Ein schöner Tag und der Akku ist voll, welcher dann wieder für X Wochen reicht. Im Winter kann es allerdings passieren das Ihr die Kamera manuell laden müsst, abhängig davon wo Ihr diese platziert und wie oft diese angeht. Dennoch müsst Ihr Euch vergleichsweise wenig um die Reolink Eco kümmern.

Ihr müsst auch nicht für Cloud Speicher oder eine zusätzliche Basis-Station bezahlen. Daumen hoch dafür! Videos werden einfach auf einer Speicherkarte aufgezeichnet.

Auch die App von Reolink macht einen guten Eindruck! Diese ist klar und übersichtlich aufgebaut und Aufnahmen lassen sich gut auswerten.

Ein großer Vorteil der Reolink Eco gegenüber der Reolink Argus ist der Bewegungssensor, welcher hier auch auf höhere Distanzen zuverlässiger arbeitet.  Ebenso ist die Bildqualität ein stückweit besser. Ich würde sogar sagen die Reolink Eco bietet die beste Bildqualität aller bisher getesteten kabellosen Überwachungskameras.

Allerdings gibt es auch eine Schwäche der Reolink Eco, das WLAN ist signalschwach! Solltet Ihr Euch für die Kamera entscheiden, achtet auf ein starkes WLAN Signal am gewünschten Aufstellort.

Abseits davon bin ich aber mit der Reolink Eco sehr zufrieden und kann diese nur weiterempfehlen, gerade wenn Ihr Euch um Folgekosten und das Laden der Akkus keine Sorgen machen wollt. Allerdings gibt es auch was den Funktionsumfang angeht auch noch bessere Kameras, siehe Netgear Alro. Die Reolink Eco ist ein einfaches, gutes und problemloses Modell.

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Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

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