Die Helperinc HR-UBPDPK1 Powerbank mit 20000mAh im Test, 60W USB C Power!

Powerbanks welche den USB Power Delivery Standard unterstützen, werden immer präsenter auf dem Markt. Mittlerweile gibt es hier einige Modelle zur Auswahl. Viele davon auch mit genug Leistung um durchaus kleinere Notebooks aufladen zu können.

Allerdings Powerbanks mit über 40W bzw. 45W sind extrem selten. Die Helperinc HR-UBPDPK1 USB Typ-C PD 3.0/QC 3.0 65W 20,000 mAh USB-C Powerbank ist eins der wenigen Modelle welches über den USB C Port bis zu 65W liefern soll, ideal für Notebooks und andere leistungshungrigere Geräte.

Dafür kostet die 20000mAh Powerbank aber auch stolze 100€. Wollen wir uns daher doch einmal im Test ansehen ob die Helperinc USB C Powerbank mit 65W Leistung wir so gut ist wie diese verspricht!

An dieser Stelle vielen Dank an einen Leser welcher mir die Powerbank für diesen Test ausgeliehen hat!

 

Die Helperinc HR-UBPDPK1 USB Typ-C PD 3.0/QC 3.0 65W 20,000 mAh USB-C Power Bank im Test

Wenn Ihr Euch für die Helperinc Powerbank entscheidet, muss Euch zunächst klar sein, dass es sich hierbei nicht um ein besonders kleines oder besonders kompaktes Modell handelt.

Aufgrund der hohen Leistung muss Helperinc auf ein recht großes Gehäuse für eine 20000mAh Powerbank setzten. Diese ist eher in der 265000mAh bzw. 30000mAh klasse einzuordnen.

Auch das Gewicht ist mit 565g vergleichsweise hoch. Dies liegt allerdings auch zum Teil sicherlich am recht massiven Aluminium Gehäuse welches die Powerbank umgibt. Ich bin bei Powerbanks zugegeben nicht der größte Fan von Aluminium Gehäuse, aber hier macht dies durchaus Sinn, denn das Gehäuse hilft beim Abführen der Abwärme, die bei einer Leistung von 60W+ zweifellos entsteht.

Auch ist das Gehäuse angenehm massiv und robust. Ein kleinerer Sturz wird dem Untergrund, auf dem die Powerbank landet, sicherlich mehr weh tun als der Powerbank selbst.

Helperinc ist zwar kein besonders großer Hersteller, diese werden die Powerbank bei einem ODM sicherlich zukaufen, aber die Verarbeitung und die generelle Haptik ist auf einem guten Level. Man hat nicht das Gefühl ein Billig- oder Fakeprodukt gekauft zu haben.

Das Wichtigste ist aber natürlich das Innenleben bzw. die Ausstattung. Auf ihrer Front verfügt die Powerbank über zwei Anschlüsse, einen normalen USB A Ausgang und einen USB C Ausgang bzw. Eingang.

Beide Anschlüsse sind dabei aber nicht so normal wie diese vielleicht auf den ersten Blick wirken. Der „normale“ USB Ausgang unterstützt Quick Charge 3.0 und somit eine Leistung von bis zu 18W (5-12V). Der USB C Port hingegen nutzt den neueren USB Power Delivery Standard und kann über diesen bis zu 65W liefern!

65W ist für eine Powerbank die passiv gekühlt wird schon eine Hausnummer! Damit ist die Helperinc Powerbank eins der leistungsstärksten Modelle auf dem Markt die USB C nutzen. Helperinc hat es also der HR-UBPDPK1 geschafft die beiden aktuell leistungsstärksten Lade-Ports unterzubringen.

Diese 65W sind aber nur bei der 20V Stufe abzurufen. Abseits davon kann die Powerbank laut Hersteller bei 5V, 9V, 12V und 15V ebenfalls jeweils 3,25A liefern, dazu aber später mehr.

Der USB C Port dient dabei nicht nur als Ausgang, sondern auch als einziger Eingang der Powerbank. Angeblich kann die Powerbank auch bis zu 65W Leistung aufladen, was eine beachtliche Leistung wäre.

Neben den beiden Anschlüssen verfügt die Powerbank über vier Status LEDs, welche Euch über den aktuellen Ladestand informieren, wie auch eine Status LED für Power Delivery.

 

USB Power Delivery

Ich glaube es ist sinnvoll einmal kurz zu erklären was überhaupt USB Power Delivery ist. Quick Charge, Super Charge usw. wird sicherlich den meisten etwas sagen.

Es handelt sich hierbei um Schnellladetechnologien für Smartphones und Tablets, welche bereits vor einigen Jahren auf den Markt gekommen sind. Ebenfalls haben alle gemeinsam, dass es sich hier um proprietäre Technologien handelt.

Das heißt, jedes Schnellladeverfahren ist entweder mit Lizenzgebühren oder einem Hersteller verknüpft. Quick Charge gehört Qualcomm, Super Charge Huawei usw.

USB Power Delivery hingegen ist ein freier Standard. Jeder Hersteller kann diese Technik nutzen, wenn er dies möchte.

Hierdurch hat USB Power Delivery auch in der letzten Zeit deutlich an Verbreitung zugelegt. Gerade Apple verbaut USB Power Delivery aktuell in allen seinen Geräten.

Hier eine kleine nicht vollständige Liste mit mir bekannten Geräten welche USB Power Delivery zum Laden/Schnellladen unterstützen:

  • Google Pixel
  • Google Pixel XL
  • Google Pixel C
  • Google Pixel 2 (XL)
  • LG G6 (9V)
  • Samsung Galaxy S8 (5V 3A oder 9V)
  • Samsung Galaxy S8 Plus (5V 3A oder 9V)
  • Dell XPS 13 (20V)
  • Dell XPS 15 (20V)
  • Apple MacBook
  • Apple MacBook Pro (14,5V oder 20V)
  • Apple iPad Pro 10.5
  • Apple iPad Pro 12.2
  • Apple iPhone 8 (Plus)
  • Apple iPhone X
  • LG Gram 2017
  • Razer blade Stealth
  • Nintendo Switch (14,5V)
  • Huawei Mate 9 (9V)
  • Huawei P10 (9V)
  • Huawei P10 Plus (9V)
  • Huawei Mate 10 Pro

Wie man sieht, gibt es mittlerweile doch schon eine recht große Verbreitung dieses Standards.

Wie funktioniert USB Power Delivery? Der normale USB Port arbeitet mit einer festen Spannung von 5V und aktuell mit einem maximalem Strom von 2,4A (ursprünglich ist USB nur mit einer Leistung von 0,5A geplant).

Um nun höhere Ladegeschwindigkeiten zu erreichen, wird bei USB Power Delivery die Spannung von 5V auf 9V, 12V, 15V oder 20V angehoben. Dies geschieht nur in Rücksprache mit dem angeschlossenen Gerät! Ihr müsst also nichts auswählen oder Sorgen haben, dass etwas kaputt geht.

Schließt Ihr ein nicht USB Power Delivery fähiges Smartphone an einen USB Power Delivery Ladegerät an, wird dieses Gerät ganz klassisch mit 5V versorgt. Daher könnt ihr auch am USB C Port des Anker Ladegerätes jedes Gerät mit USB C laden.

Erst nach einer Absprache zwischen Ladegerät und Smartphone/Tablet/Notebook wird die Spannung hochgeschaltet. Warum wird die Spannung erhöht und nicht einfach der Strom? Es ist leichter, eine hohe Spannung zu übertragen, als einen hohen Strom. Daher gibt es auch Hochspannungsleitungen und keine Hochstromleitungen. Ein hoher Strom von 3A+ würde deutlich dickere Kabel und nicht zuletzt Ports voraussetzen (daher sind die meisten USB Power Delivery Geräte auch auf 3A limitiert).

Leider ist aber USB Power Delivery nicht ganz so einfach. Es gibt beispielsweise einige Notebooks, welche eine Mindestleistung voraussetzen. Man kann also nicht jedes USB Power Delivery fähige Notebook an jedem USB Power Delivery Ladegerät laden.

Beispielsweise das Dell XPS 13/15 benötigt in der Regel mindestens 45W. Hat das Ladegerät diese nicht, wird das Laden verweigert.

Im Falle der Helperinc HR-UBPDPK1 sollte dies aber dank der hohen Leistung auf dem USB C Port kein Problem sein!

 

Messwerte

Starten wir wie üblich mit der Kapazität. Diese wird von Helperinc mit 20000mAh bzw. 60Wh angegeben, was etwas merkwürdig ist. 20000mAh entsprechen eigentlich 72Wh bzw. 74Wh bei den typischen 3,6V bzw. 3,7V.

Helperinc gibt anscheinend seine Kapazität also bei 3V an?! Wichtig die mAh Kapazitätsangabe sagt erst einmal nicht viel aus. MAh ist ohne Kenntnis der Spannung ein nutzloser Wert, Helperinc hätte genauso gut sagen können die Powerbank hat 40000mAh bei 1,5V und dies wäre richtig. Wh hingegen ist das Verhältnis aus Ampere und Volt = die viel aussagekräftigere Angabe.

In der Regel bezieht sich die mAh Angabe bei Powerbanks aber immer auf eine Spannung von 3,6V/3,7V.

Noch interessanter wird es bei der Kapazität, denn hier konnte ich 66,516Wh messen, was 17977mAh bei 3,7V entspricht.

Ich nehme an, dass die aufgedruckte Wh Angabe also falsch ist, denn 17977mAh wäre eine typische „echte“ Kapazität für eine 20000mAh Powerbank.

Warum ist eine niedrigere Kapazität normal? Die Herstellerangabe bezieht sich in der Regel nicht auf die nutzbare Kapazität, sondern auf die Kapazität der im Inneren verbauten Akku Zellen. Bei ihrer Entladung geht aufgrund der Effizienz immer etwas Energie verloren.

Rund 90% „echte“ Kapazität (davon ausgehend das die 20000mAh bei 3,7V sind und nicht bei 3V) wären eine sehr gute Leistung!

Die Effizienz der Powerbank sank im Übrigen auch nicht bei einer höheren Last! Ich habe drei Mal die Powerbank auf die Kapazität geprüft, einmal bei 5V 1A, einmal bei 5V 2A und einmal bei 20V und 1,5A. Bei allen drei Messungen lagen die Ergebnisse im üblichen Rahmen zwischen 64,61Wh und 66,516Wh.

Kommen wir zu Leistung. Hier hat Helperinc leider etwas geschwindelt. Angegeben sind für den USB C Port 65W bzw. 20V und 3,25A.

Diese Werte kann ich nicht bestätigen! Laut meinem USB Power Delivery Sniffer liefert die Powerbank „lediglich“ 60W bzw. 20V 3A. Wobei dies auch nur halb richtig ist. Es ist durchaus möglich, dass die Powerbank wirklich 65W schafft, diese gibt sich aber nur mit 60W für angeschlossene Geräte zu erkennen. Hierdurch werden diese aber auch niemals mehr als 60W abrufen.

Lasst uns aber ehrlich sein diese 5W machen praktisch auch keinen Unterschied. Viel interessanter ist die 5V Spannungsstufe, denn hier kann die Powerbank nur 2,4A bieten bzw. gibt sich so zu erkennen. Bei allen anderen Spannungsstufen werden jeweils 3A geliefert (5V/2,4A 9V/3A 12V/3A 15V/3A 20V/3A).

Folgende Geräte habe ich an der Powerbank getestet:

  • Apple iPad 10.5
  • Apple iPhone X
  • Apple MacBook Pro 13 late 2016
  • Dell XPS 13 9370
  • Samsung S9+
  • Nintendo Switch
  • Huawei Mate 10 Pro
  • Google Pixel 2 XL
  • BQ Aquaris X2 Pro

Starten wir mit den Smartphones. Hier gibt es einen Durchmarsch für die Helperinc HR-UBPDPK1 Powerbank, welche eine perfekte Kompatibilität zeigte.

ALLE getesteten Smartphones, iPhone X, Galaxy S9+, Mate 10 Pro, Pixel 2 XL und Auqaris X2 Pro konnten am USB C Port schnellladen!

Dabei riefen alle Smartphones auch die 9V Spannungsstufe ab. Das S9+ erreichte beispielsweise 9V 1,32A, das Auqaris X2 Pro 9V 1,39A und das Huawei Mate 10 Pro 9V 1,81A.

Im Falle des Huawei Mate 10 Pro ist dies natürlich nicht das volle Schnellladetempo. Dieses wird lediglich am originalen Super Charge Ladegerät erreicht. Aber 9V 1,81A ist schon sehr ordentlich und deutlich schneller als an einem normalen Ladegerät. Ähnliches gilt im Übrigen auch für andere Huawei Smartphones.

Nutzt Ihr das originale Apple Lightning zu USB C Kabel könnt Ihr auch das iPhone X, 8 und iPad Pro an der Helperinc Powerbank schnellladen. Das iPad Pro erreicht beispielsweise satte 14,8V und 1,97A, was 29,15W entspricht. Zum Vergleich das originale iPad Pro Ladegerät schafft gerade einmal 12W.

Für viele Nutzer sicherlich auch sehr interessant ist die Nintendo Switch. Kurz gesagt, diese lädt an der Helperinc Powerbank genauso schnell wie am originalen Ladegerät. Spielen und gleichzeitig laden ist also keinerlei Problem.

Ein sehr wichtiger Punkt bei dieser Powerbank sind natürlich Notebooks. Hier stehen mir aktuell zwei Modelle zur Verfügung, welche via USB C ladbar sind, das Dell XPS 13 9370 und das Apple MacBook Pro 13.

Beide luden absolut problemlos und vor allem schnell an der Helperinc Powerbank! Das Dell XPS 13 erreichte 19,7V und 2,38A, was satten 46,9W entspricht. Das Apple MacBook Pro 13 late 2016 erreichte sogar 19,7V und 2,99A, was 58,9W entspricht.

Damit kann die Powerbank beide Notebooks mit vollem Tempo aufladen! Selbst unter Volllast würden beide Notebooks noch geladen.

Dies muss allerdings nicht zwingend für alle Notebooks gelten! Ein 15 Zoll MacBook Pro mit dickster CPU und GPU unter absoluter Volllast könnte mehr als 60W benötigen. Hier ist es möglich, dass das Aufladen stoppt oder der Akku weiterhin noch etwas entladen wird.

Dennoch ist die Helperinc HR-UBPDPK1 die aktuell leistungsstärkste Notebook Powerbank! Kann Euer Notebook via USB C laden, stehen die Chancen sehr gut, dass dieses auch an der Helperinc Powerbank laden wird.

Wir haben nun aber so viel über den USB C Port geredet, es gibt aber auch noch den Quick Charge 3.0 Port, wie stehts um diesen?

Gut, wenn nicht sogar überraschend gut! Die üblichen Quick Charge fähigen Smartphones, Samsung Galaxy S9+, LG G7 oder auch das BQ Aquaris X2 Pro erreichten problemlos ihre Schnellladegeschwindigkeit.

Auch das Huawei Mate 10 Pro ließ sich ähnlich wie am USB C Port schnellladen! Huawei hat per Software Update Quick Charge Support für das Mate 10 Pro hinzugepatcht.

Das iPhone X und iPad Pro erreichen natürlich nur ein normales Ladetempo bei 5V. Allerdings ist der Quick Charge Port Apple optimiert, was nicht selbstverständlich ist. Die Apple Optimierung ist dabei sogar sehr gut. Das iPad erreicht satte 2,33A bei 5V. Dies entspricht dem Ladetempo mit dem beiliegendem Ladeadapter. Auch das iPhone X erreicht gute 1,56A!

Ist nun die Powerbank leer, wie geht das Aufladen? Im Optimalfall habt Ihr ein leistungsstarkes Ladegerät welches den USB Power Delivery Standard unterstützt. Hier konnte ich einen satten Ladestrom von bis zu 55W messen.  An einem 60W USB PD Ladegerät ist die Powerbank in lediglich 111 Minuten voll! Absolutes Rekord Tempo!

Habt Ihr nur ein normales USB Ladegerät geht das Aufladen aber auch halbwegs flott. An einem 5V Ladegerät werden bis zu 2,29A erreicht.

 

Fazit

Die Helperinc HR-UBPDPK1 USB C Powerbank ist die aktuell vermutlich beste Notebook Powerbank auf dem Markt! Dies liegt natürlich primär an der hohen Leistung von 60W auf dem USB C Port.

Diese erlauben es der Helperinc Powerbank viele 13“ Notebooks wie das Dell XPS 13 oder MacBook Pro 13“ mit vollem Tempo zu laden.

Habt Ihr ein Notebook welches via USB C Laden kann? Dann stehen die Chancen sehr gut, dass dies auch mit der Helperinc Powerbank funktioniert!

Zwar sehe ich ganz klar den primären Einsatz Ort an Notebooks, aber die Helperinc kann auch sehr viele, wenn nicht sogar fast alle Smartphones, die aktuell auf dem Markt erhältlich sind, schnellladen. Dank USB Power Delivery können zum einen die meisten modernen Android Smartphones schnell geladen werden, wie aber auch die meisten Apple Geräte.

Der Quick Charge 3.0 Port ist hingegen für ältere Geräte ohne USB C ideal und erreicht auch hier eine tadellose Ladegeschwindigkeit. Selbst Apple Produkte laden am QC 3.0 Port der Helperinc flott!

Sehr flott geht auch das Aufladen der Powerbank selbst an einem passenden Ladegerät. Habt Ihr ein USB Power Delivery Ladegerät mit 60W+ dann ist die Powerbank in rekordverdächtigen 111 Minuten bereits voll!

Letztendlich sprechen nur die großen Abmessungen und das hohe Gewicht etwas gegen die Helperinc Powerbank. Für 20000mAh bzw. echte 17977mAh bei 3,7V ist diese schon ein Brocken, was natürlich an der hohen Leistung liegt.

Braucht Ihr aber die hohe Leistung zu laden Eures Notebooks kann ich die Helperinc HR-UBPDPK1 USB Typ-C PD 3.0/QC 3.0 65W 20,000 mAh USB-C Power Bank problemlos empfehlen!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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2 Comments
Moritz Zielke

Vielen Dank für diesen Beitrag! Spricht etwas dagegen, diese Powerbank mit einem Apple 87W USB-C Ladegerät (Macbook 15 Zoll) zu laden? Danke für Antworten…

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