Das ASUS Lyra Trio im Test, gut und schnell?

WLAN Mesh Systeme sind ein riesen Trend. Kein Wunder, WLAN ist mittlerweile mehr als ausreichend schnell, woran es jedoch gerade bei größeren Haushalten oft etwas hapert, ist die Reichweite.

1-2 Repeater sind hier oft Standard. Zwar sind auch Repeater die letzten Jahre deutlich besser geworden, aber so 100%ig sind diese meist weiterhin nicht.

Hier versprechen und liefern Mesh Systeme eine unkomplizierte Lösung. Anstelle eines großen Routers habt Ihr mehrere Knotenpunkte, welche Ihr im Haus verteilt und die untereinander ein großes WLAN Netz aufbauen.

Das Lyra Trio ist das neuste WLAN Mesh System aus dem Hause ASUS. Das Lyra Trio soll durch eine besonders hohe Reichweite, bis zu 500m², und starke Software Funktionen punkten.

Auch die Leistungsfähigkeit soll dank 3×3 Design und bis zu 1200Mbit/s auf dem 5GHz Band stimmen.

Allerdings will ASUS dafür aber auch stolze 400€. Ein gerechtfertigter Preis? Dies gilt es im Test herauszufinden! Neugierig?

An dieser Stelle vielen Dank an ASUS für das Ausleihen des Lyra Trio Systems für diesen Test.

 

Was für ein WLAN Gerät wird benötigt?

Oftmals ist es gar nicht so einfach herauszufinden was für ein WLAN Gerät man benötigt, daher hier eine kleine Übersicht.

  1. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt nur die Reichweite vergrößern, in diesem Fall wird vermutlich ein Repeater das Richtige für Euch sein.
  2. Ihr habt eine FritzBox, Speedport oder einen anderen WLan Router und wollt einen weiteren WLAN „Sender“ per Kabel anschließen (dies kann auch in einem anderen Raum sein) oder die schlechte W-Lan Funktion in Eurem Router ersetzen (ohne den Router komplett auszutauschen), dann benötigt Ihr einen Access Point.
  3. Ihr habt von Eurem Internet Anbieter nur ein Modem und wollt dieses mit WLAN „ausstatten“ dann benötigt Ihr einen Router. Alternativ kann man auch eine bestehende Fritzbox, Speedport oder Ähnliches auch nur als Modem nutzen und einem anderen Gerät die Aufgabe als Router überlassen.
  4. Ihr wollt Eure alte Fritzbox, Speedport oder anderes Modem welches Ihr von Eurem Internet Anbieter bekommen habt komplett gegen etwas Besseres ersetzten, dann benötigt Ihr im Normalfall einen Router mit Modem, achtet gegebenenfalls auch auf die Unterstützung von VoIP!
  5. Und zu guter Letzt, Ihr habt einen Smart TV, Spielekonsole oder etwas Derartiges was kein eingebautes WLAN Modul besitzt, sondern lediglich einen LAN Port und wollt diese mit Eurem bereits bestehendem WLAN Netzwerk verbinden. In diesem Fall benötigt Ihr eine WLAN Bridge.

Das ASUS Lyra Trio Mesh System kann entweder als normaler Router oder auch als Access Point eingesetzt werden.

Gerade Letzteres wird vermutlich bei den meisten Nutzern der Fall sein. Erfreulich das ASUS einen hier einfach umschalten lässt.

 

Das ASUS Lyra Trio im Test

Wie der Name möglicherweise schon vermuten lässt besteht das ASUS Lyra Trio aus drei WLAN Mesh Stationen, welche zusammenarbeiten um ein großes WLAN Netz zu erstellen.

Hierbei ist das Design der einzelnen Stationen sehr interessant. ASUS setzt auf eine Pyramidenform, welche ich so noch bei keinem anderen WLAN Router gesehen habe.

Pyramidenform ist allerdings auch nicht ganz richtig, denn man hat die Flächen weggelassen, es gibt lediglich die drei Kanten welche eine Spitze bilden.

In diesen drei Kanten sind die Antennen untergebracht, clever! Hierdurch kann ASUS vergleichsweise große Antennen in diesem doch sehr kompakten Design unterbringen.

Dabei sind die drei einzelnen Stationen kaum größer als Eure Handfläche. Rein von der Verarbeitung und Haptik spiegelt das Lyra Trio durchaus den gehobenen Preis wieder. Die Stationen wirken hochwertig und massiv.

Nicht, dass dies groß eine Rolle bei einem WLAN Router spielen würde, aber dennoch hat man so das Gefühl Qualität für sein Geld bekommen zu haben.

Was die Anschlüsse angeht finden wir leider nur die Standard Ausstattung für ein WLAN Mesh System. Also pro Station zwei Gbit LAN Ports und das wars auch schon.

Die LAN Ports an allen drei Stationen lassen sich allerdings so nutzen als wären diese an einem Gerät. Habt Ihr allerdings einen etwas technisch besser ausgestatteten Haushalt, wird vermutlich ein zusätzlicher Switch von Nöten sein.

USB Ports oder Ähnliches gibt es leider am Lyra Trio nicht.

 

Warum WLAN Mesh?

Was macht ein WLAN Mesh System so gut oder besonders? Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Typen WLAN Mesh Systeme, Dual-Band und Tri-Band.

Tri-Band Mesh Systeme nutzen neben dem 2,4GHz und 5GHz Band noch ein zweites 5GHz Band. Dieses ist ausschließlich für die interne Kommunikation zwischen den einzelnen Stationen.

Es gibt also bei Tri-Band WLAN Systemen einen gesonderten Backlink, für eine höhere Performance.

Allerdings handelt es sich beim ASUS Lyra Trio im Gegensatz zum normalen Lyra System um ein einfaches Dual-Band System. Das bedeutet Station 1 und 2 kommunizieren über das gleiche 5Ghz Band welches auch Euren Endgeräten zur Verfügung steht. Hierdurch halbiert sich die effektive Geschwindigkeit der zweiten Station.

Wo ist dann aber der Unterschied zu einem normalen WLAN Router + Repeater Setup? Ein WLAN Router und Repeater wissen im Grunde nichts voneinander. Euer Router weiß also nicht, dass ein Repeater mit diesem verbunden ist. Der Repeater ist für den Router nichts anderes als ein normaler Client.

Es gibt also keine „höhere“ Kommunikation. Anders ist dies bei WLAN Mesh Systemen. Hier Kommunizieren die einzelne Mesh Stationen untereinander, tauschen Informationen über die verbundenen Clients aus, nutzen die gleiche SSID und auch das gleiche WLAN Band.

Dies erlaubt beispielsweise einen besseren und vor allem flüssigeren Wechsel zwischen den einzelnen Stationen.

Geht Ihr also durchs Haus werdet Ihr laufend mit der Station verbunden die das beste Signal liefert. Beim klassischen Repeater Setups ist dieser Wechsel meist deutlich härter. Es wird hier erst zwischen den einzelnen Station gewechselt, wenn wirklich das Signal von einer Station abreißt.

Das ASUS Lyra Trio basiert hierbei wie die meisten Systeme dieser Art auf der Qualcomm Wi-Fi SON Plattform. Mehr Infos dazu hier.

 

Software

Was die Software und Benutzeroberfläche angeht fährt ASUS beim Lyra Trio zweigleisig. Einerseits versucht man dem „08/15“ Nutzer eine einfache App an die Hand zu geben, andererseits braucht man für die erweiterten Feature die klassische ASUS WebUI.

Beginnen wir aber am Anfang. Um das ASUS Lyra Trio einzurichten benötigt Ihr die Lyra Smartphone App.

Hier ist die Einrichtung in der Tat sehr einfach und unkompliziert gemacht. Verbindet den Router(eine der Lrya Stationen) mit dem Strom und Netzwerk/Modem, startet die App und diese sucht von alleine die Station und verbindet sich mit dieser.

Nach wenigen Minuten müsst Ihr lediglich den WLAN Namen und das Passwort festlegen. Den Rest macht die App für Euch.

Seid Ihr also noch sehr unerfahren was solche Dinge angeht, ist auch für Euch kein Problem das Lyra Trio zum Laufen zu bekommen.

In der App erhaltet Ihr eine einfache Übersicht über Euer Netzwerk. Also wie viele Stationen verbunden sind, welche Clients verbunden sind, wie viel Trafik gerade über Euer Netzwerk läuft usw.

Dabei ist die App allerdings wirklich so einfach wie nur möglich von ASUS gehalten. Um die erweiterten Einstellungen zu erhalten müsst Ihr in die WebUI wechseln.

Leider allerdings wurden alle Funktionen die in der App zu finden sind, aus der WebUI entfernt. Das heißt die WebUI hat zwar ein paar interessante Funktionen wie QoS, diverse Graphen zur Web Nutzung usw. wirkt aber etwas löchrig.

Die App auf der anderen Seite wirkt etwas stark vereinfacht.

Kurzum das ASUS Lyra Trio System richtet sich ganz klar an den normalen Nutzer, der dieses einmal einrichtet und dann nichts mehr groß versucht zu verstellen.

Ein großes Feature über welches wir ganz klar reden müssen ist ASUS AiProtection. ASUS AiProtection ist eine Art „Antivirenschutz“ bzw. Intrusion Prevention System.

Versucht Euer PC/Smartphone/Notebook eine verseuchte Webseite aufzurufen dann wird dieser Vorgang geblockt. Intern arbeitet im Router eine sich laufend aktualisierende Filterliste auf welcher IP Adressen von bekannten „bösen“ Webseiten stehen.

Diese Filterliste kommt nicht von ASUS, sondern von Trendmicro, also einem großen Antiviren Schutz Hersteller.

Sehr interessant ist in diesem Zusammenhang auch das Blockieren von infizierten Geräten. Erkennt AiProtection, dass ein Gerät in Eurem Netzwerk versucht eine Verbindung zu beispielsweise einem Kontrollserver eines Bot Netzwerks aufzubauen, werdet Ihr benachrichtigt und diese Verbindung blockiert.

Interessant ist dies gerade für Smart Home Geräte. Sollte hier eins gekapert werden, wisst Ihr dann immerhin Bescheid. Bei anderen Routern würde das Gerät im Hintergrund fleißig einem anderen Herren dienen und Ihr wisst nichts davon.

Und ja AiProtection funktioniert! Mehr dazu hier.

 

Leistung und Reichweite

ASUS setzt beim Lyra Trio auf ein 3×3 Design. Das bedeutet die Stationen können drei parallele Datenströme produzieren. Hierdurch kann das System bis zu 1200Mbit/s auf dem 5GHz Band und 450MBit/s auf dem 2,4GHz Band liefern.

Auf dem Papier klingt das natürlich immer sehr gut, aber die 1200Mbit/s werdet Ihr in der Praxis niemals sehen. Dies liegt nicht daran das ASUS Euch betrügen möchte, sondern einfach daran, dass diese Angaben bei allen Hersteller immer sehr optimistisch sind und das es einfach kaum Clients gibt die ein 3×3 WLAN und somit die 1200Mbit/s unterstützen.

Es gibt einige PCIe WLAN Karten welche 1200Mbit/s oder mehr schaffen, allerdings ist mir beispielsweise keine Notebook WLAN Karte bekannt, die dies schafft (die Killer 1550 zählt nicht, da diese 160mhz Kanalbreite benötigt).

Ähnliches gilt auch für Smartphones und Tablet, 867Mbit/s sind hier in der Regel das höchste der Gefühle. Sind also die 1200Mbit/s des Lyra Trio Systems verschenkt?

Nein, man kann die zusätzliche Bandbreite als eine Art Puffer bei mehreren parallelen Zugriffen, betrachten. Zudem hilft das 3×3 beim MU-MIMO, welches ebenfalls vom ASUS Lyra Trio unterstützt wird.

Kommen wir aber zu den Messwerten. Ich verwende für das ASUS Lyra Trio den üblichen Router Testaufbau. Ich teste zwei Clients auf eine kurze Distanz von ca. 2 Metern und übertrage mit diesen eine Datei auf und von einem lokalen Server.

Als Client verwende ich den TP-Link Archer T9E PCI-e WLAN Empfänger, ein aktuelles High End Modell, das bis zu 1300Mbit/s fähig ist, wie auch die Intel ac 7260 WLAN Karte (867Mbit/s), welche gerade in Notebooks ein recht verbreitetes Modell ist.

Dies sollte uns einen guten Eindruck vermitteln, was das Lyra Trio in der Praxis maximal zu leisten vermag.

Leider macht es mir das Lyra Trio System nicht ganz einfach. Es ist nicht möglich, sich gezielt mit dem 2,4GHz oder 5GHz Band zu verbinden. Beide Bänder haben eine SSID und auf kurze Distanz wird man immer auf das 5GHz Band geschoben.

Grundsätzlich ein Verhalten, das im Alltag wünschenswert ist, aber das Testen erschwert. Auch ist es nicht möglich gezielt einen WLAN Kanal zu wählen. Man muss mit dem leben, was einem das Lyra Trio System aussucht.

Meist ist diese automatische WLAN Kanal Auswahl okay, aber oftmals wäre auch noch etwas mehr Leistung möglich wenn man per Hand hier herumprobiert.

Die letztendliche Leistung eines ASUS Lyra Trio entspricht genau den Erwartungen. Mit knapp über 70MB/s in Kombination mit der TP-Link WLAN Karte ist die Leistung zwar für einen ASUS WLAN Router nicht zwingend überragend, die Gaming WLAN Router von ASUS leisten hier schon noch ein gutes Stück mehr, aber für einen Mesh Punkt sehr gut!

Man liegt hier generell sogar etwas über dem normalen ASUS Lyra System und den meisten anderen WLAN Mesh Systemen.

Ähnliches gilt auch in Kombination mit Intel ac 7260 WLAN Karte, wo sich das Lyra Trio allerdings zwischen dem Lyra Mini und dem normalen Lyra System platziert.

Dieser Unterschied kann aber auf die „Tagesform“ oder andere Störfaktoren geschoben werden.

Aber natürlich kauft man kein WLAN Mesh System nicht für die maximale Leistung auf kurze Distanz. Man kauft ein WLAN Mesh System für Reichweite und WLAN Abdeckung.

Wie schlägt sich hier das Lyra Trio?

Beginnen wir mit den Basics, nein eine Station des Lyra Trio Systems ist was die Reichweite angeht normalen High End WLAN Routern unterlegen.

Hier einmal die Werte für rund 15-20 Meter Distanz und durch drei Wände hindurch.

Braucht Ihr nur einen WLAN Router für eine kleine bis mittlere Wohnung seid Ihr mit einem ASUS RT-AC86U ganz klar besser beraten als mit einem ASUS Lyra Trio.

Allerdings bietet ASUS das Lyra Trio in Deutschland auch nur als Dreier Set an. Was passiert nun, wenn wir eine Mesh Station mittig positionieren?

In Kombination mit dem Dell XPS 13 9370, welches ein weniger starkes WLAN Setup besitzt als das große Alienware 15, steigert der Mesh Punkt die Leistung von 7,25MB/s auf rund 14MB/s.

Damit ist das Lyra Trio System plötzlich den meisten High End Routern überlegen. Bei Alienware 15 hingegen scheiden die normalen WLAN Router weiterhin besser ab.

Die Killer 1550 WLAN Karte im Alienware macht hier einen vortrefflichen Job mit dem schwächeren Signal umzugehen.

Andere Geräte wie auch Smartphones kommen mit dem stärkeren Signal des zusätzlichen Mesh Knotens in der Mitte deutlich besser klar.

Dies sieht man auch im Vergleich mit anderen WLAN Mesh Systemen.

Ohne Mesh Knoten ist die Signalstärke des Lyra Trios eher mäßig. Mit einem Mesh-Knoten in der Mitte hingegen ist das Lyra Trio System hingegen stärker als beispielsweise das Ubiquiti Amplifi HD oder Tenda Nova MW3 System.

Dies spricht zum einen dafür, dass die Kommunikation zwischen den Stationen besser funktionieren könnte, zum anderen, dass das Antennen Setup des Lyra Trios auf die interne Kommunikation optimiert ist.

Um auf den Vergleich zu normalen WLAN Routern zurückzukommen. Eine Distanz von 15 Metern ist auch für diese noch problemlos zu meistern. Allerdings bei 20-25 Metern und diversen Wänden beginnt das Signal allerdings recht deutlich abzubauen.

Bei einem WLAN Mesh System hingegen wird das Signal bei jedem Mesh Knoten so zusagen „erneuert“. Man verliert zwar etwas Tempo, gerade bei Dual-Band Systemen wie dem Lyra Trio, aber das Signal zwischen Mesh Station und Client ist konstanter.

Umso schlechter das WLAN Modul Eures Clients ist, umso mehr profitiert dieser von einem Mesh System. Und dies ist die wahre Stärke eines Mesh Systems, Signal-Konstanz.

Habt Ihr Kabel im Haus oder der Wohnung verlegt, könnt Ihr auch einen wired Uplink nutzen, welcher das Tempo des Lyra Trio deutlich anheben kann. Hier ist das System nicht auf eine WLAN Verbindung zwischen den einzelnen Stationen angewiesen, sondern kann dies per Kabel machen, wodurch immer ein perfektes Tempo besteht.

Das Roaming, also das Wechseln zwischen den einzelnen Stationen, wenn Ihr Euch im Haus bewegt, funktionierte beim Lyra Trio absolut problemlos und flüssig. Selbst wenn Ihr gerade ein Video schaut, werdet Ihr keinen Abriss oder Puffern des Videos erleben. Allerdings muss man auch zugeben, dass dies alle auf dem Qualcomm Wi-Fi SON System basierenden Mesh Systeme sehr gut hinbekommen.

Etwas überdurchschnittlich gut funktionierte hingegen das Band Steering. Band Steering = Euer WLAN Router produziert ein 2,4GHz und 5GHz Netz. Das 2,4Ghz Band ist älter und langsamer, ist aber etwas Signalstärker als das schnellere 5GHz Band.

Von Haus aus verbindet sich aber Euer Smartphone nicht mit dem schnelleren 5GHz Band, sondern immer mit dem welches Signal stärker ist und dies ist fast immer das 2,4GHz Band.

Wie misst Euer Smartphone welches WLAN Band Signalstärker ist? Es werden kleine Anfragen an den WLAN Router gesendet und gemessen wie lange dieser zum Antworten braucht. Erkennt nur das ASUS Lyra Trio das es parallel eine Verbindungsanfrage auf dem 2,4Ghz und 5GHz Band gibt, drosselt Band Steering die Antwort des 2,4Ghz Bands.

Dadurch antwortet das 5GHz Band zuerst und es wird sich mit diesem verbunden. Je nach WLAN Router funktioniert dies besser oder schlechter. Beim ASUS Lyra Trio funktionierte dies angenehm zuverlässig.

 

Stromverbrauch

Der Stromverbrauch auch von kleinen Dingen wie WLAN Routern wird immer wichtiger. Von daher wie viel Energie verleibt sich das ASUS Lyra Trio ein?

Im Normalbetrieb rund 4,3-4,5W pro Station. Dies ist erstmal angenehm wenig, aber natürlich haben wir 3 Stationen im Set.

Das komplette Set benötigt also so viel Energie wie ein großer High End WLAN Router.

 

Fazit

Das ASUS Lyra Trio hebt sich ganz klar ein gutes Stück von anderen ASUS WLAN Routern ab und dies nicht nur aufgrund des Mesh Systems.

Das ASUS Lyra Trio richtet sich ganz klar an den normalen Nutzer! Es handelt sich hier um ein Software und Hardware technisch recht einfaches System, mit allen Vorzügen die dies bietet und auch allen Nachteilen.

Erwartet Ihr ein WLAN System, das Ihr einsteckt, einmal einrichtet und Euch dann nie wieder darum kümmern müsst? So in der Art funktioniert das Lyra Trio. Die Einrichtung und Nutzung ist stark vereinfach.

Dies passt aber auch ganz gut zur Hardware. Sucht Ihr das schnellst mögliche WLAN System, dann seid Ihr hier falsch. Das Lyra Trio ist zwar eins der schnellsten WLAN Mesh Systeme das mir bisher begegnet ist, kann aber nicht mit regulären High End Routern mithalten.

Das Lyra Trio kann vielmehr durch Reichweite und Signalstabilität punkten als durch reines Tempo. Letzteres ist aber ebenfalls mehr als ausreichend, sofern Ihr nicht regelmäßig Daten auf einen lokalen Server übertragt. 4K Video Streaming, App Downloads usw. sind selbst auf große Distanzen problemlos und schnell möglich. Ich schätze Wohnungen mit 200-300m² würden sich gut mit dem Lyra Trio abgedeckt bekommen.

Etwas schwierig ist die Preisgestaltung. Aktuell müsst Ihr rund 35-400€ für das Trio auf den Tisch legen, was ein ähnlicher Preis ist wie für das eigentlich eine Stufe höher angesiedelte Lyra System. Für den Normalnutzer würde ich allerdings eher das Lyra Trio empfehlen. Lediglich wenn Ihr wenige high Performance Gaming Notebooks usw. habt, dann ist das normale Lyra System besser, dank des Tri-Band Aufbaus.

Dennoch bleibt 400€ ein stolzer Preis. Gehört Ihr zu den High End Nutzern würde ich Euch hier vermutlich eher den Kauf eines ASUS Ai Mesh Systems empfehlen. Zwei zusammengeschaltete ASUS RT-AC86U schlagen das Lyra Trio in vielen Belangen  und kosten ebenfalls rund 400€, ist aber etwas “komplexer”.

Das Lyra Trio bietet sich  primär für den Normalnutzer an, der für Smartphone und Tablet ein WLAN System sucht, welches einfach, schnell und eine besonders gute Reichweite und Signalabdeckung bietet. Hier kann ich das Lyra Trio auch voll empfehlen!

Michael Barton

Vielen Dank fürs Lesen! Sollte mein Bericht euch geholfen haben würde ich mich über einen erneuten Besuch meiner Webseite und/oder dem Folgen meines Twitter freuen! Vielen Dank!

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2 Comments
Ecki

Sollte ich an meinem nicht MESH-fähigen Router (1&! Fritz Box) dann das WLAN ausschalten? – ist eine normale VDSL FritzBox von 1und1. Oder klappt das wenn SSID und Passwort gleich sind trotzdem?

Reply
Michael Barton

Am besten das bestehende WLAN abschalten, ansonsten gilt natürlich probieren was besser geht

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