Test: Reolink Trackmix mit Akku, zwei Linsen + 2K Auflösung und mit Akku!

-

Die originale Trackmix Überwachungskamera von Reolink haben wir uns bereits vor einiger Zeit bei Techtest angesehen. Mittlerweile bietet ReoLink diese aber auch in einer Akku-Version an, welche ich besonders spannend finde!

Aber was ist die Trackmix für eine Überwachungskamera? Die Trackmix bietet folgende Besonderheiten:

  • Motorisierter Schwenk und Drehmechanismus
  • 2K Auflösung
  • Zwei Kameralinsen mit unterschiedlichem Blickfeld
  • Automatisiertes Folgen von Bewegungen

Akkubetriebene Überwachungskameras mit Motor sind schon sehr selten, aber Modelle mit zwei Kameralinsen sind extrem exotisch. So nutzt Reolink zwei Linsen mit unterschiedlichem Blickfeld, ein sehr weitwinkliges und ein etwas gezoomtes. So entgehen Dir in der Theorie keine Details.

Spannend! Aber wie sieht es in der Praxis aus? Funktioniert dies wirklich so gut? Wie steht es um die Akkulaufzeit? Finden wir dies im Test heraus!

An dieser Stelle vielen Dank an Reolink für das Zurverfügungstellen der Trackmix (Akku) für diesen Test.

 

Die Reolink Trackmix mit Akku im Test

Die Trackmix ist eine recht ungewöhnliche Akku-Überwachungskamera. Normalerweise sind Akku-Überwachungskameras immer recht kompakt gebaut. Dies ist bei der Trackmix absolut nicht der Fall. Dies ist ein dicker Brocken!

Sicherlich trägt der motorisierte Aufbau hierzu einen großen Teil bei. So haben wir am unteren Ende der Kamera eine Art Kuppel, in welcher die beiden Kameralinsen untergebracht sind. Diese Kuppel kann gedreht und nach unten geschwenkt werden.

Neben den Kameralinsen findet sich in der Kuppel auch ein LED Scheinwerfer, als Beleuchtung/für die farbige Nachtsicht.

Die Tasten und auch der microSD Kartenslot der Trackmix sind unter verschraubten Abdeckungen versteckt. So lässt sich die Speicherkarte nicht einfach entnehmen.

Geladen wird die Kamera spannenderweise via USB C. An der Kamera findet sich ein kurzes Kabel mit USB C Port. Du kannst die Kamera einfach an einem Netzteil laden, aber Reolink bietet auch ein passendes Solarpanel an, welches empfohlen wird.

 

Kein Account Zwang!

Reolink ist einer der letzten Hersteller, der dich nicht zu einem Account beim Hersteller zwingt, was ich für ein großes Plus aus Sicht des Datenschutzes halte.

Du kannst Kameras einfach über einen QR-Code und ein Kamera-Passwort hinzufügen.

 

Die Reolink App

Ich finde es klasse, dass Reolink dich nicht zu einem Account zwingt und generell gibt es viel in der Reolink App zu mögen.

So ist die Reolink App grundsätzlich einfach und gut aufgebaut. Auf der Startseite findest Du zunächst eine Übersicht über alle verbundenen Kameras. Reolink verzichtet allerdings weitestgehend auf eine großartige Cloudanbindung! Jede Kamera wird hier einzeln verwaltet, was auch für die Aufnahmen gilt.

Es gibt keine große Aufnahmen-Übersicht, für alle Kameras. Jede Kamera ist in der App für sich alleine. So gibt es auch in der Übersicht beispielsweise kein Vorschaubild der letzten Aktivitäten, wie es bei Eufy der Fall ist. Dieses Vorschaubild wird allerdings aus technischen Gründen in der Cloud auf den Hersteller Servern gespeichert, worauf Reolink verzichtet.

Entsprechend ist das Vorschaubild, das Du hier erhältst aus der letzten manuell gestarteten Live-Ansicht. Tippst du das Vorschaubild an, landest du auch in der Live-Ansicht.

Die Live-Ansicht ist bei der Trackmix in zwei Bereiche unterteilt. Oben hast du das Livebild der Weitwinkel-Kamera und unten das Bilder der “Zoom” Kamera. Du hast entsprechend zwei Live-Streams.

Darunter finden sich die Steuereinheiten für die 2- Wege Kommunikation, das Steuern des Motors und die Aufnahmen. Aufnahmen werden einfach chronologisch in einer Art Liste angezeigt, nichts Besonderes.

 

Verbindung/App teils etwas unzuverlässig

Leider muss ich an dieser Stelle ein wenig Kritik an der App bzw. deren Zuverlässigkeit äußern! Aufnahmen usw. laufen absolut zuverlässig, da brauchst Du dir keine Sorgen machen.

Es gibt nur Situationen in welchen sich die App verweigert, eine Verbindung zur Kamera aufzubauen. Bei 2. Versuch klappt es so gut wie immer. Selbiges gilt beim Laden der Aufnahmen oder noch schlimmer dem Herunterladen der Aufnahmen. Gerade bei letzterem ist die Kamera super zickig! Es ist mir teils einfach nicht gelungen, Aufnahmen herunterzuladen, welche sich aber über die App problemlos ansehen lassen.

Ebenso endet das Laden des Live-Streams in voller Qualität bei mir in einer Dauerschleife und dem Aufhängen der Reolink App.

Und nein dies liegt nicht an der WLAN Verbindung.

 

Bewegungserkennung und KI

Die Bewegungserkennung bei komplett kabellosen Überwachungskameras ist oftmals so eine Sache, gerade was die Reichweite der Bewegungserkennung angeht.

Allerdings bei der Reolink Trackmix ist die Bewegungserkennung auch auf höheren Distanzen zuverlässig, vermutlich aufgrund der zusätzlichen Zoom Kamera.

Dabei kann die Reolink Trackmix Akku zwischen folgenden Bewegungen unterscheiden:

  • Personen
  • Fahrzeugen
  • Haustieren
  • “Anderes”

Grundsätzlich funktioniert die Personenerkennung gut! Die Kamera kann Personen von anderen Bewegungen zuverlässig unterscheiden. Grundsätzlich nimmt diese bei allen Arten von Bewegung auf, aber Du kannst die “KI” nutzen, um Beispielsweise Benachrichtigungen anzupassen.

Du willst nur benachrichtigt werden, wenn eine Person erkannt wurde? Dann kannst du das einstellen, sogar sehr genau auf Basis eines Zeitplans.

Ebenfalls werden Aufnahmen entsprechend gekennzeichnet, je nachdem was erkannt wurde.

Die Kamera kann auch Automatisiert Personen im Bild verfolgen.

 

Keine Folgekosten!

Die Reolink Trackmix Akku hat effektiv keine Folgekosten. So nimmt die Kamera von Haus aus auf einer microSD Speicherkarte auf, welche Du einmalig kaufen musst. Danach gibt es aber kein Zwangsabo oder Ähnliches.

Auch die Stromkosten liegen bei 0. Selbst wenn Du auf das Solarpanel verzichtest, haben wir hier durch das Laden vermutlich keine 0,50€ Stromkosten pro Jahr.  Ja Akku-betriebene Überwachungskameras sind sehr sparsam, siehe Stromsparen bei Überwachungskameras.

 

Bildqualität

Die Trackmix Akku verfügt über zwei 2560 x 1440 Pixel Sensoren. Die Weitwinkel Kamera hat ein Blickfeld von 96 Grad und die Zoom Kamera hat einen 38 Grad Blickfeld, ist also ein gutes Stück gezoomt.

An der Bildqualität der Kamera ist nichts auszusetzen! Das Bild beider Kameramodule ist absolut klar und scharf.

Dies sowohl am Tag wie auch in der Nacht. Viel besser geht es bei komplett kabellosen Modellen nicht!

 

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit in komplett kabellosen Kameras kann sehr stark schwanken, je nach Nutzung. Hast du die Kamera an einem sehr belebten Ort, kann diese in einem Bruchteil leer sein, verglichen mit einem ruhigen Ort.

Grundsätzlich ist die Reolink Trackmix kein “Akkulaufzeitwunder”. Nicht überraschend bei den zwei Kameralinsen.

In meinem Test erreichte ich an einem “mittel belebten” Ort ca. 41 Tage Laufzeit. Dies ist fast etwas mehr als ich erwartet hätte.

Reolink bietet aber für die Trackmix ein Solarpanel an, welches sich nur empfehlen kann! Im Frühling, Sommer und Herbst brauchst du dir dank des Solarpanels 0 Sorgen um den Akku machen, sofern dieses halbwegs gut ausgerichtet ist.

 

Fazit

Die Reolink Trackmix Akku ist eine herausragende Akku-Überwachungskamera! Und das “herausragend” meine ich hier absolut wörtlich, denn mir ist von keinem anderen Anbieter etwas Vergleichbares bekannt.

Die Trackmix Akku setzt auf zwei 2K Linsen mit unterschiedlichen Brennweiten, was in der Praxis durchaus Sinn macht! Du hast einmal “das ganze Bild im Blick”, kannst aber auch die Kamera beispielsweise etwas auf einen Durchgang fokussieren.

Die Umsetzung der zwei Linsen ist auch absolut tadellos! Selbiges gilt für Bildqualität und auch die Bewegungserkennung.

Letztere funktioniert überdurchschnittlich gut und selbst die KI Erkennung von Mensch und Tier (letztere nur bei Hunden) hat bei mir zuverlässig funktioniert und reduziert Fehlalarme massiv! Ebenso wirst du nicht mit falschen Benachrichtigungen zugeschüttet.

Die Akkulaufzeit der Reolink Trackmix Akku ist sicherlich nicht überragend, aber im Test erreichte ich 41 Tage und mit Solarpanel sollte die Kamera sicht auch über Winter selbst versorgen können.

Das einzige, was ich etwas kritisieren muss, ist die Reolink App. Diese war bei mir ab und an etwas zickig, was den Verbindungsaufbau anging, gerade beim Herunterladen von Clips usw. Hier muss Reolink etwas nacharbeiten.

Abseits davon ist die Reolink Trackmix Akku-Überwachungskamera absolut empfehlenswert!

Transparenz / Info: In diesem Artikel sind Affiliate /Werbe Links enthalten. Solltest Du diese nutzen, dann wird Techtest am Verkaufserlös beteiligt, ohne das sich für Dich der Preis verändert. Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Verkäufen. Dies ist eine wichtige Hilfe das hier auch in Zukunft neue Artikel entstehen können. 

Michael Barton
Michael Barton
Hi, hier schreibt der Gründer und einzige Redakteur von Techtest.org. Vielen Dank für das Lesen des Beitrags, ich hoffe dieser konnte dir weiterhelfen. Mehr Informationen über den Autor

Weitere spannende Artikel

DIY Off Grid Solaranlage, möglichst einfach und günstig selbst bauen, wie ich es gemacht habe!

Vielleicht hast du schon einmal mit dem Gedanken gespielt eine kleine Off Grid Solaranlage selbst zu bauen. Aber wie geht das und was brauchst...

Hat eine Hülle eine (negativen) Einfluss auf das kabellose Laden? Mit Messwerten!

Kabelloses Laden ist sehr komfortabel und angenehm. Leider ist kabelloses Laden aber auch deutlich langsamer und ineffizienter. Mehr dazu im Artikel “Welche Stromkosten verursachen...

Verwirrende mAh und Wh Angabe bei Powerbanks (3,7V oder 5V)

Ich glaube das verwirrendste Thema im Bereich der Powerbanks und Akkus ist sicherlich die Kapazitätsangabe. 99,9% aller Hersteller geben die Kapazität einer Powerbank in...

Neuste Beiträge

SCHENKER VIA 14 Pro im Test, spitzen CPU Leistung, vollständige IO und kompaktes Design

Mit dem VIA 14 Pro bietet SCHENKER ein kompaktes Notebook an, welches mit hoher Leistung und vor allem einer großen Anschluss Ausstattung punkten soll. Im...

Lithium AA gegen Alkaline AA Batterie, wie groß ist der Kapazitätsunterschied?

Es gibt eine Handvoll Geräte die laut Hersteller Lithium AA Batterien benötigen. Hierzu zählen beispielsweise die Überwachungskameras von Blink wie aber auch die Rauchmelder...

Die Xtorm Titan Pro XB403 im Test, einzigartiges Design trifft auf 140W USB C Port und 27.000 mAh

Xtorm bietet mit der Titan Pro eine neue High End Powerbank an. Das Spannende sind hier vor allem die 140W USB C Ports. Hinzu...

Wissenswert

DC Geräte an USB Power Delivery Ladegeräten und Powerbanks betreiben

USB Power Delivery Ladegeräte und Powerbanks bieten verschiedene Spannungsstufen. Im Optimalfall beim regulären USB PD Standard 5V, 9V, 12V, 15V und 20V. Allerdings im Gegensatz...

Wie schnell kann das iPhone 15 Pro wirklich Daten übertragen? (mit echter Messung)

Das neue iPhone 15 setzt erstmals auf einen USB C Port. Dieser erlaubt nicht nur das Nutzen von universellen Ladekabeln, sondern auch das schnellere...

Welche Powerbank Ende 2023 kaufen? Empfehlung und Vergleich

Powerbanks sind etwas extrem Praktisches und mittlerweile auch sehr universell einsetzbar. So können immer mehr Geräte via USB C laden, nicht nur Smartphones, Tablets,...

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.